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Susanne Möbuß. Erinnerungsethik II

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Susanne Möbuß studierte Philosophie und Geschichte und lehrt an den Universitäten Oldenburg und Hannover. In ihren Veröffentlichungen beschäftigt sie sich mit Existenzphilosophie und Jüdischer Philosophie. Bei Schwabe erschienen zuletzt Erinnerungsethik (2024) und Gelingendes Sein. Existenzphilosophie im 21. Jahrhundert (2023).

www.schwabe.ch

Susanne Möbuß

Das Erinnern an die Opfer genozitärer Akte ist unverzichtbar, um zu verhindern, dass die Vernichtung in letzter Konsequenz verwirklicht wird. Indem sie in ihrem neuen Buch auf das Denken von Arthur Schopenhauer und Emmanuel Lévinas Bezug nimmt, entwickelt Susanne Möbuß ihre Erinnerungsethik weiter. In der Ethik des Erinnerns zeigt sich eine Unterscheidung zwischen Theorie und deren Umsetzung, die außergewöhnlich ist: Die Begründung des Erinnerns als moralisch gerechtfertigte Handlung stellt die Grundlage des abstrakten Verstehens dar. Die eigentliche Motivation erfolgt jedoch in den Handlungen des Erinnerns. Sie stiften jene Gemeinschaft, in der das Gedenken an die Opfer Ausdruck der unbedingten Hinwendung zum anderen Menschen wird. Diese Augenblicke sind daher elementarer Bestandteil gelebter Erinnerungskultur.

Susanne Möbuß

Erinnerungsethik II Erinnerungsethik II

Erinnerungsethik II

Zur Bedeutung des Gedenkens als moralische Motivation


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