Diskriminierung zu befreien und ihnen gleiche Rechte einzuräumen. Sie muss in die Loslösung des einzelnen Menschen von allen Bindungen münden, die ihn davon abhalten, als der, der er ist, in Erscheinung zu treten. Erst so – das zeigt dieses Buch – ist ein verantwortetes Leben möglich, und eine Gesellschaft kann nur dann als emanzipiert gelten, wenn sie allen Menschen das gleiche Recht einräumt, sich ins Spiel zu bringen. Deshalb kann Emanzipation auch nicht zu einem Ende kommen. Gesellschaften sollen stattdessen so offen sein, dass immer neue Menschen mit dem, was in ihnen beschlossen ist, in sie eintreten dürfen. Auf diese Weise erhalten nicht nur die Einzelnen die Chance zu einem je eigenen Leben, sondern die Gesellschaft wird reich.
Martin Mosimann studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte des Mittelalters und Geschichte der Neuzeit an der Universität Basel. Nach seiner Promotion zum Thema Die « Mainauer Naturlehre » im Kontext der Wissenschaftsgeschichte war er als Gymnasiallehrer und Publizist tätig. Bei Schwabe erschien zuletzt Meine Freiheit. Zur Autonomie der Person ( 2022).
www.schwabe.ch
ÜBERLEGUNGEN ZU EINEM UMSTRITTENEN BEGRIFF
Wirkliche Emanzipation erschöpft sich nicht darin, alle Menschen von
MARTIN MOSIMANN
EMANZIPATION ERNST GENOMMEN
EMANZIPATION ERNST GENOMMEN
MARTIN MOSIMANN
EMANZIPATION
ERNST GENOMMEN ÜBERLEGUNGEN ZU EINEM UMSTRITTENEN BEGRIFF