Die schönste Geschichte der Welt Die literarische Hermeneutik ist eine morphologische Hermeneutik – so die Leitthese des Bandes. Die Interpretation von literarischen Werken hat sich also an der Form als dem immanenten Einheitsprinzip eines Werkes zu orientieren. Der hier relevante Formbegriff, der ursprünglich von Aristoteles stammt, gelangte erst in der von Goethe entwickelten morphologischen Theorie sowie in der philosophischen Ästhetik von Schelling und Hegel zu seiner vollen Entfaltung. David E. Wellbery nimmt semantisch komplexe Texte von Johann Peter Hebel und Franz Kafka in den Blick, deren Formverhältnisse er nachvollziehbar – und somit überprüfbar – erkundet. Er zeigt so, dass die morphologische Hermeneutik zu konsensfähigen Ergebnissen führt.
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Die schönste Geschichte der Welt
JAC O B BU R C K HA R D T- G E SP R ÄC H E AU F C A S T E L E N
David E. Wellbery
Morphologisch-hermeneutische Studien zu Johann Peter Hebel und Franz Kafka
David E. Wellbery
David E. Wellbery ist seit 2001 Professor der Germanistik an der Univer sity of Chicago (USA). Für seine Beiträge zur Goetheforschung erhielt er 2019 die Gold-Medaille der Goethe Gesellschaft Weimar. Er veröffentlichte unter anderem Goethes ‹Faust I›: Reflexion der tragischen Form (München 2015); Goethes ‹Pandora›. Dramatisierung einer Urgeschichte der Moderne (München 2017).
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Die schönste Geschichte der Welt