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www.schwabe.ch

Schöpferische

Monika Gisler

Schöpferische Unruhe

Schöpferische Unruhe

Monika Gisler, Historikerin, hat Geschichte und Politische Philosophie an den Universitäten Zürich, Basel und Los Angeles studiert. Heute lehrt sie an der ETH Zürich und forscht mit eigenem Büro ( www.unternehmengeschichte.ch ) zu wissenschafts- und wirtschaftsgeschichtlichen Themen.

Monika Gisler

Unruhe

Unumstösslich scheinende Gewissheiten geraten aktuell ins Wanken. Angesichts zunehmender Autoritätsgläubigkeit, des Aufstiegs neuer autokratischer Herrschaftsformen und demokratieverachtender Tendenzen stellt sich die Frage, was es über das klassische Fundament einer freiheitlichen, demokratischen Verfassung hinaus bräuchte, um ein Leben in Freiheit und Sicherheit für alle zu gewährleisten. Denn offensichtlich reicht es nicht aus, die starken und unhintergehbaren institutionellen Strukturen nur aufrechtzuerhalten. Deshalb lohnt es sich, noch einmal Max Imboden (1915–1969 ) zu lesen, der zeitlebens um die Verfasstheit der Demokratie rang, einer Staatsform, die es aktiv zu gestalten galt. Rechte sollten wieder wirksamer werden, Freiheit besser geschützt sein. Der Jurist wurde zum Mahner : Politische Strukturen sind nie eine Selbstverständlichkeit und es lohnt sich, für sie zu kämpfen. Mit dieser Botschaft ist das Buch hochaktuell.

MAX IMBODEN (1915–1969)


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