WEGE
WdA 03
Nützt es dem Volk, betrogen zu werden? «Nützt es dem Volk, betrogen zu werden?» – Schon die Zeitgenossen sahen diese 1780 von der Berliner Akademie veröffentlichte Preisfrage als epochemachend und schockierend. Der vorliegende Band fragt, ob der Wettbewerb als Höhepunkt, Wendepunkt oder Tiefpunkt der Aufklärung verstanden werden kann. Ausgelöst wurde damals eine lebhafte Diskussion, in der die politischen Implikationen der Aufklärung verhandelt wurden. Es zeigt sich die zunehmende Skepsis gegenüber der Aufklärung am Ende des 18. Jahrhunderts, und es treten die Spannungen zutage, die sie prägen. Die Diskussion ist auch heute aktuell angesichts einer Krise der Öffentlichkeit und eines sich verschärfenden Streites um den politischen Wert der Wissenschaft, in dem oft explizit Bezug auf die Aufklärung genommen wird. Elisabeth Décultot ist Professorin für Neuere deutsche Literatur an der Universität Halle-Wittenberg und leitet dort das Interdisziplinäre Zentrum für die Erforschung der europäischen Aufklärung. Sie ist Sprecherin des Graduiertenkollegs «Politik der Aufklärung». Daniel Weidner ist Professor für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Halle-Wittenberg und dort Sprecher des Forschungsschwerpunktes «Aufklärung - Religion - Wissen».
www.schwabe.ch
WEGE DER AUFKLÄRUNG Band 03
Elisabeth Décultot, Daniel Weidner (Hg.)
Nützt es dem Volk, betrogen zu werden? Eine Debatte zur Politik der Aufklärung
Elisabeth Décultot, Daniel Weidner (Hg.)
Herausgegeben von Elisabeth Décultot und Daniel Weidner
Nützt es dem Volk, betrogen zu werden?
DER AUFKLÄRUNG