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Wie alle Epochen ist die Spätantike eine « Rezeptionsepoche » in dem Sinne, dass sie erst im Zuge späterer Rezeption( en ) als Epoche konstituiert wurde. Die moderne Rezeption der Spätantike ihrerseits ist stark geprägt von einer vermeintlichen oder tatsächlichen innerantiken Rezeption : Die Selbstverortung der Spätantike in einer langen Kulturtradition begünstigte die Charakterisierung dieser Zeit als eine Epoche des Niedergangs, die wenig Neues hervorgebracht hat und als « Spätzeit » am Ende der Antike steht. Die Spätantike ist somit eine « Rezeptionsepoche » im doppelten Sinn. Ziel der hier versammelten

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ANTIKE NACH DER ANTIKE ANTIQUITY AFTER ANTIQUIT Y

Die Spätantike als Rezeptionsepoche

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Die Spätantike als Rezeptionsepoche

Herausgegeben von Daniel Barbu, Constanze Güthenke, Karin Schlapbach, Thomas Späth und Adrian Stähli

Beiträge ist es, die sich verschränkenden Ebenen von Rezeption in der Spätantike und Rezeption der Spätantike vergleichend in den Blick zu nehmen. Cristina Murer ist seit April 2023 Professorin für Klassische Archäologie an der Universität Tübingen. Sie leitete sie das SNF-Ambizione-Projekt « Plundering, Reusing and Transforming the Past ». Jan B. Meister ist zurzeit Vertretungsprofessor für Alte Geschichte an der Universität Tübingen. Von 2019 bis 2024 leitete er das SNF-Eccellenza Projekt « Herrscher­ körper in den Monarchien der Spätantike und des frühen Mittelalters ». Seraina Ruprecht ist Assistenzdozentin für Antike Kulturen und Antikekonstruktionen an der Universität Bern. Sie hat Geschichte und Griechische Philologie studiert und wurde 2019 an der Universität Bern promoviert.

www.schwabe.ch

JAN B. MEISTER CRISTINA MURER SERAINA RUPRECHT ( HG.)

ANTIKE NACH DER ANTIKE ANTIQUITY AFTER ANTIQUIT Y

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JAN B. MEISTER CRISTINA MURER SERAINA RUPRECHT ( HG.)

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