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Marion Ronca: Im Bann der Konjunktur

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Marion Ronca studierte an der Universität Zürich Wirtschaftsgeschichte, Soziologie und Politikwissenschaft. Sie schrieb ihre Dissertation im Rahmen des SNF-geförderten Sinergia-Projekts « Medien der Genauigkeit». Heute arbeitet sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Luzern für die Organisation der Geschichtstage 2025 sowie als freie Autorin und Lehrbeauftragte.

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IM BANN DER KONJUNKTUR

Konjunkturdiagnosen und -prognosen erwecken den Eindruck, dass sich der Zustand und die künftige Entwicklung einer Volkswirtschaft genau und objektiv bestimmen lassen. Tatsächlich aber werden Wirtschaftskrisen kaum je vorausgesehen und eine Einigkeit über die Wechsellagen der Wirtschaft, ihre Ursachen und ihren Verlauf herrscht – bestenfalls – nachträglich. Warum also existieren Konjunkturprognosen ? Die Geschichte der Schweizer Konjunkturbeobachtung zeigt, dass die Bestimmung der Wirtschaftslage nicht primär den Zweck verfolgte, die Zukunft vorauszusagen. Vielmehr strebte sie eine Objektivierung der Konjunkturmeinung an. Im Wesentlichen bildete die Konjunkturbeobachtung aber eine Streitpraxis, bei welcher Wissenschaft, Politik und der Staat um die Deutungshoheit über die wirtschaftlichen Verhältnisse und ihre Handhabe rangen.

MARION RONCA

IM BANN DER KONJUNKTUR

MARION RONCA

IM BANN DER

KONJUNKTUR Entstehung und Institutionalisierung der Konjunkturbeobachtung in der Schweiz, 1932 –1980


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