von Widerstand versus Kollaboration erfassbar, wie diese Studie mit einer differenzierten Betrachtung zeigt. Im Einzelnen behandelt der 1. Band die Vorgeschichte der Anthroposophischen Medizin ab 1920, die anthroposophischen Reaktionen auf die Machtübernahme sowie den Umgang des NS-Regimes mit der Anthroposophischen Gesellschaft, ihren einzelnen Berufsgruppen und Institutionen. Auch das Verhalten der anthroposophischen Ärzteschaft in Deutschland kommt in den Blick, ebenso die Eingliederung eines Teils dieser Ärzteschaft in die « Reichsarbeitsgemeinschaft für eine Neue Deutsche Heilkund e». In Einzelstudien werden anthroposophische Ärztinnen und Ärzte vorgestellt – kollaborierende sowie widerständige. Zum Schluss geht es um die dramatischen Fluchtwege anthroposophischer Ärztinnen und Ärzte jüdischer Herkunft. Peter Selg, Prof. Dr. med., unterrich-
Matthias Mochner ist Historiker
tet medizinische Anthropologie
und freier Journalist. Er hat zu
und Ethik (Alfter, Witten / Herdecke ).
Leben und Werk von Paul Schatz,
Er leitet das Ita Wegman Institut und
zur biologisch-dynamischen
ist Mitglied der Goetheanumleitung
Wirtschaftsweise und zur organi-
( Schweiz ).
schen Architektur publiziert.
Susanne H. Gross ist Historikerin und forscht zu jüdischen Opfern des Nationalsozialismus. Zudem ist sie Mitarbeiterin im Ita Wegman Archiv.
www.schwabe.ch
Die anthroposophische Ärzteschaft
seiner geschichtlichen Wirklichkeit ist dies nicht mit den polaren Beschreibungen
Anthroposophie und Nationalsozialismus
Wie haben sich anthroposophische Mediziner im Nationalsozialismus verhalten ? In
SELG | GROSS | MOCHNER
BAND 1
Anthroposophische Medizin, Pharmazie und Heilpädagogik im Nationalsozialismus 1933–1945
PETER SELG | SUSANNE H. GROSS | MATTHIAS MOCHNER
Anthroposophie und Nationalsozialismus Die anthroposophische Ärzteschaft