Andrea Schenker-Wicki Über das Glück
Schwabe Verlag Basel
A n d re a S ch e n ke r- W i ck i Ü b e r d a s G l ü ck
Basler Universitätsreden 115. Heft Rede gehalten am Dies academicus der Universität Basel am 25. November 2016 Schwabe Verlag Basel
Reihe Basler Universitätsreden, herausgegeben von der Stelle für Öffentlichkeitsarbeit der Universität Basel im Auftrag des Rektorats © 2016 Schwabe AG, Verlag, Basel, Schweiz · www.schwabeverlag.ch Gesamtherstellung: Schwabe AG, Druckerei, Basel/Muttenz, Schweiz Printed in Switzerland ISBN Printausgabe 978-3-7965-3645-8 ISBN E-Book (EPUB) 978-3-7965-3663-2 ISBN E-Book (MOBI) 978-3-7965-3671-7
Ü b e r d a s G l ü ck
Liebe Festgemeinde, sehr geehrte Damen und Herren aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde unserer Universität, ich möchte Sie alle ganz herzlich zum heutigen Dies academicus der Universität Basel begrüssen, dem Geburtstag unserer ehrwürdigen Alma Mater. Wir alle freuen uns, dass Sie so zahlreich unserer Einladung gefolgt sind, und werden diesen Festtag so feiern, wie es bereits viele Generationen vor uns – seit 556 Jahren – getan haben. Ich bin nun seit etwas mehr als einem Jahr Rektorin der Universität Basel, und da ich es als grosse Ehre und als grosses Glück empfinde, diese Universität leiten zu dürfen, möchte ich an diesem speziellen Festtag etwas zum Thema Glück im Allgemeinen sagen und im Speziellen der Frage nachgehen, ob es denn auch glückliche Länder oder Regionen gibt und welche Faktoren zu diesem Glück beitragen. Sie werden nicht erstaunt sein, meine sehr verehrten Damen und Herren, dass die Universität in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle spielt. Welche Rolle der Universität zukommt, werde ich Ihnen hoffentlich im Verlauf meines Referates näherbringen können. Gleichzeitig möchte ich Ihnen einige Gedanken für Ihr persönliches Lebensglück mit auf den Weg geben. Die Glücksforschung ist übrigens ein Forschungsbereich, der an unserer Universität mit grossem Erfolg betrieben wird. Meine Ausführungen zum Thema «Glück» basieren daher nicht auf persönlichen Erlebnissen oder zufällig ausgewählten Bestsellern, sondern auf wissenschaftlichen Studien, die zeigen, welche Faktoren zum Glück beitragen.1 Erlauben Sie mir, meine sehr geehrten Damen und Herren, dass ich mich als Ökonomin in erster Linie auf die Glücksforschung in der Ökonomie fokus1
Auszüge aus: Andrea Schenker-Wicki: Vom Glück ein Mitglied des Schw.StV zu sein! Brandrede vom 30.8.2014, in: Civitas (Luzern) 1 (2014–15) 7–8.
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siere, die zum Ziel hat, herauszufinden, was das Glücksgefühl fördert oder hindert, um daraus Handlungsempfehlungen für die Politik, die Unternehmen, aber auch für die Individuen abzuleiten. Neben den Wirtschaftswissenschaften wird Glücksforschung auch in der Soziologie, der Psychologie und der Neurobiologie betrieben. Und sie war auch immer schon ein grosses Thema in der Philosophie. Wie aber definiert sich das Glück? Unter Glück verstehen wir ein subjektives Wohlbefinden, eine Zufriedenheit mit dem Leben an sich, «Glücklichsein» als dauerhaftes Gefühl. Im Wesentlichen handelt es sich um Erwartungshaltungen, die von uns selbst geschaffen werden und die erfüllt oder eben nicht erfüllt werden. Es geht beim Glücklichsein also nicht um ein kurzfristiges Gefühl, das durch ein positives Ereignis hervorgerufen wird, zum Beispiel durch eine unerwartete Beförderung. Es geht auch nicht um einen Lottogewinn, das sogenannte Zufallsglück.2 Vielmehr geht es hier um ein umfassendes Lebenskonzept. Neurobiologisch betrachtet ist die Lebenszufriedenheit gut erfassbar. Beteiligt sind die Hirnbotenstoffe Serotonin, Dopamin und Oxytocin, das sogenannte Kuschelhormon. Im Gegensatz dazu wird ein kurzfristiges Glücksgefühl, das beispielsweise durch eine unerwartete Beförderung oder eine unerwartete Begegnung mit einem lieben Menschen hervorgerufen wird, durch einen Cocktail hirneigener Opiate wie Endorphine hervorgerufen. Dieser körpereigene Cocktail lässt die Menschen euphorisch werden.3
2 Karlheinz Ruckriegel: Glücksforschung auf den Punkt gebracht, Vorlage zur 3. Sitzung der Arbeitsgruppe «Zufriedenheit» des Ameranger Disputs der Ernst Freiberger Stiftung, überarbeitete Fassung vom 30.12.2010 (Nürnberg 2010). 3 www.dasgehirn.info/aktuell/frage-an-das-gehirn/was-passiert-im-gehirnwenn-wir-gluecklich-sind (Zugriff: 23.09.2016).
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Die Glücksforschung ist übrigens nicht neu, denn seit der griechischen Antike befassen sich die Menschen nachweisbar mit dem Glück. Für Aristoteles ist Glückseligkeit das höchste Ziel, das der Mensch anstreben sollte. Er verwendet dabei den Begriff εὐδαίμων, was so viel bedeutet wie «mit einem guten Dämon verbunden sein». Dieser Dämon wird keiner bestimmten Gottheit zugerechnet, sondern als persönlicher Schutzgeist angesehen, der zwischen Menschen und Göttern vermitteln und in das menschliche Schicksal eingreifen kann.4 Man könnte hier auch von einer Art Schutzengel sprechen. In einem etwas erweiterten Sinn wurde der Begriff eudaimonia (εὐδαιμονία) auch für eine gute Lebensführung nach den Grundsätzen einer philosophischen Ethik verwendet. Dabei gilt, dass Glückseligkeit nicht von äusseren Faktoren abhängig ist, sondern nur durch den Menschen und im Menschen selbst zu finden ist. Das heisst, jeder konnte Glückseligkeit durch ein entsprechendes Verhalten erreichen. Dieses Verhalten kann unter dem Begriff der Tugendhaftigkeit subsumiert werden. Uneinig waren sich die antiken Philosophen allerdings darüber, ob ein tugendhaftes Verhalten allein für die Glückseligkeit ausreiche oder ob nicht auch noch andere Einflussgrössen wie Gesundheit oder gewisse Güter wie das Einkommen eine Rolle spielen.5 Für Aristoteles ist die persönliche eudaimonia zwar wichtig, noch wichtiger aber ist ihm, dass Glückseligkeit einem ganzen Volk zuteilwird. Aristoteles nennt das Instrument, mit dem diese Glückseligkeit erlangt werden kann, die Staatskunst.6 Die Staatskunst ist nach wie vor ein sehr aktuelles Thema für die modernen Volkswirtschaften. Wir verwenden dafür heute
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Martin Persson Nilsson: Geschichte der griechischen Religion, Bd. 2 (München 1950) 199–202. Eudaimonie: https://de.wikipedia.org/wiki/Eudaimonie (Zugriff: 26.09.2016). Heinz Kampert: Eudaimonie und Autarkie bei Aristoteles (Paderborn 2003) 16–18, 114–116, 123–137.
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allerdings einen anderen Begriff und verstehen darunter die institutionellen Rahmenbedingungen und Anreizsysteme, die die Politik setzt. In den Vereinigten Staaten von Amerika wurde das Streben nach Glück – the pursuit of happiness – sogar als ein Grundrecht in die Unabhängigkeitserklärung aufgenommen, gleichberechtigt neben dem Recht auf Leben und dem Recht auf Freiheit.7 In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die Glücksforschung von der Psychologie aufgenommen, und zwar unter dem Titel «positive Psychologie». Die Ökonomie folgte etwas später, als sich Richard Easterlin in den frühen Siebzigerjahren des 20. Jahr hunderts mit dem Zusammenhang von Wirtschaftswachstum und der Verbesserung der menschlichen Lebensbedingungen auseinandersetzte. Nachdem wir die Definition von Glück und die Konzepte der antiken Philosophen, insbesondere dasjenige von Aristoteles, kurz betrachtet haben, möchte ich nun in die Moderne wechseln und Ihnen in einem ersten Schritt aufzeigen, was die Wissenschaft zum Thema «persönliches Glück» herausgefunden hat. Gibt es von Natur aus glückliche und unglückliche Menschen, oder ist tatsächlich «jeder seines Glückes Schmied», wie es das alte Sprichwort sagt? Tatsache ist, dass rund 40 bis 50 Prozent, und damit etwa die Hälfte des Glücks- oder Wohlbefindens angeboren ist und in unseren Genen liegt. Etwa 10 Prozent sind äusseren Umständen, das heisst dem Umfeld, in dem wir leben oder in das wir hineingeboren wurden, geschuldet.8
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Jan Lewis: The Pursuit of Happiness. Family and Values in Jefferson’s Virginia (Cambridge, New York 1983). Meike Bartels: Genetics of wellbeing and its components satisfaction with life, happiness, and quality of life: A review and meta-analysis of heritability studies, in: Behav Genet 45 (2015) 137.
Es ist also so, dass die genetischen Anlagen zwar einen grossen Einfluss auf unser Lebensglück haben, das Umfeld und die persönlichen Erfahrungen aber eine ebenso wichtige Rolle spielen, zum Beispiel Bindungserfahrungen in der Kindheit. Das ist eine gute Botschaft, denn aufgrund dieser Erkenntnis können wir tatsächlich selbst etwas zu unserem eigenen Glück beitragen. Genau so, wie es bereits in den Konzepten der antiken Philosophen propagiert wurde, und genau so, wie es das Sprichwort «Jeder ist seines Glückes Schmied» suggeriert. Beginnen wir zuerst mit der Frage, was uns unglücklich macht und was wir vermeiden sollten. Was besonders Kinder nicht gerne hören: Zu viele Videos, zu viel Fernsehen und zu viele Computerspiele machen nicht glücklich, denn sie fördern den Wunsch nach mehr Konsum, der dann häufig in einen Zwang ausartet. Gleichzeitig werden auch Ängste geschürt, übrigens nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen.9 Weiter: Lange Arbeitswege machen unglücklich. Der Zeitverlust wird zunehmend als Zeitverschwendung erlebt.10 Man sollte es sich daher zweimal überlegen, ob man aufs Land zieht, wenn sich der Arbeitsplatz in der Stadt befindet – und umgekehrt. Ein wenig pendeln ist zwar durchaus in Ordnung, aber ab circa 50 Minuten Pendelzeit pro Weg sinkt die Zufriedenheit mit dem Arbeitsweg deutlich.11 Auch Krankheiten machen unglücklich, dies kennen wir alle aus eigener Erfahrung, wobei hier nicht der objektive Gesundheitszustand eine Rolle spielt, sondern der subjektiv erlebte oder wahrgenommene Zustand, da der Mensch sich sehr gut auf seine gesundheitlichen Schwächen einstellen kann. So weiss 9 Christine Benesch; Bruno S. Frey; Alois Stutzer: TV channels, self-control and happiness, in: The B.E. Journal of Economic Analysis & Policy 10/1 (2010). 10 Alois Stutzer; Bruno S. Frey: Stress that doesn’t pay, the commuting paradox, in: Scand. J. of Economics 110/2 (2008) 339–366. 11 Christian Fichter: Mobilität: Macht Pendeln unglücklich? Abrufbar unter: www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/files/wirtschaftspsychologie-aktuell2-2015-fichter.pdf (Zugriff: 23.09.2016).
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man heute aufgrund von Befragungen, dass zum Beispiel querschnittsgelähmte Menschen sich sehr gut an ihre Situation anpassen können und nicht so unglücklich sind, wie man vermuten könnte. Hingegen weiss man auch, dass besonders psychische Erkrankungen, und hier in erster Linie Depressionen, sehr unglücklich machen und die Lebenszufriedenheit ausserordent lich stark beeinträchtigen.12 Ganz besonders unglücklich aber macht die unfreiwillige Arbeits losigkeit. Ökonomen haben herausgefunden, dass unfreiwillige Arbeitslosigkeit das Wohlbefinden mehr als jede andere Einflussgrösse negativ beeinflusst, sogar noch mehr als eine Scheidung oder eine Trennung. Wesentlich dabei ist nicht so sehr das geringere Einkommen, das mit einer Arbeitslosigkeit einhergeht, sondern der Verlust des Selbstwertgefühls und der sozialen Strukturen. Eine hohe Arbeitslosenquote hat allerdings nicht nur einen negativen Effekt auf die direkt Betroffenen, sondern kann eine ganze Gesellschaft anstecken. Herrscht eine hohe Arbeitslosigkeit, legt sich diese Tatsache wie ein bleierner Schleier auf eine Region oder ein Land. Die allgemeine Lebenszufriedenheit, auch die der Erwerbstätigen, nimmt ab. Nicht umsonst nannte man die Weltwirtschaftskrise 1929 auch die «Grosse Depression». Die Ökonomen sind sich heute einig, dass sich die Arbeitslosigkeit in einem Land sehr viel negativer auswirkt als eine etwas erhöhte Inflationsrate.13 Diese Erkenntnis bereitet grosse Sorgen, zumal in Südeuropa, insbesondere in Portugal, Spanien, Italien und Griechenland, die Arbeitslosigkeit der 15- bis 25-Jährigen zwischen 25 und 50 Prozent beträgt. Dies gilt übrigens auch für die Vorstädte oder Banlieues in Frankreich
12 Jordis T. Grimm: Ergebnisse der Glücksforschung als Leitfaden für politisches Handeln? Discussion Paper Nr. 14, Universität Flensburg, Internationales Institut für Management (Flensburg 2006) 17. 13 Andrew E. Clark; Andrew J. Oswald: Unhappiness and unemployment, in: Economic Journal 104/424 (1994) 648–659.
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und Belgien. Man spricht hier bereits von einer «verlorenen Generation», weil diese Generation keine Familie gründen, nicht selbständig werden kann und in Hoffnungslosigkeit zu versinken droht. Eine Hoffnungslosigkeit, die unter anderem auch zu einer vermehrten Radikalisierung führen kann. Was aber macht uns glücklich? Eine grosse Rolle für unsere Zufriedenheit und unser Lebensglück spielen unsere sozialen Beziehungen.14 Das Bedürfnis nach sozialer Bindung ist so stark, dass in unserem Gehirn das Schmerzzentrum aktiviert wird, wenn wir uns abgelehnt fühlen. Dies führt dazu, dass wir die gleichen Schmerzen empfinden, wenn wir abgelehnt werden, wie wenn uns ein physischer Schmerz zugefügt worden wäre.15 Wir brauchen also soziale Beziehungen, und wir brauchen unsere peers, die Gleichgesinnten. Es hat sich nämlich gezeigt, dass wir dann am glücklichsten sind, wenn wir uns mit Leuten umgeben, die uns ähnlich sind. Menschen, die ähnliche Werte mit uns teilen oder die eine ähnliche Ausbildung erfahren haben; Menschen, von denen wir geschätzt und nicht abgelehnt werden. Diese Ähnlichkeit ist wichtig, weil sich der Mensch immer mit anderen vergleicht und dieser soziale Vergleich die individuelle Lebensqualität stark beeinflusst. Wenn wir uns mit Freunden, Verwandten oder Nachbarn umgeben, denen wir uns immer unterlegen fühlen, werden wir unglücklich, weil wir deren Status nie erreichen können. Ein gutes Netzwerk von Freunden und Bekannten ist wichtig. Aber nicht nur das Netzwerk, auch die Ehe respektive eine stabile Partnerschaft hat etwas mit dem Glück zu tun. Verheira-
14 Stefan Klein: Der Sinn des Gebens. Warum Selbstlosigkeit in der Evolution siegt und wir mit Egoismus nicht weiterkommen (Frankfurt a. M. 2010) 127. 15 Nicole Alps: Aus der Gehirnforschung: Soziale Ablehnung tut weh. Abrufbar unter: www.zeitzuleben.de/aus-der-gehirnforschung-soziale-ablehnung-tutweh/ (Zugriff: 23.09.2016).
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tete Personen berichten tendenziell über ein höheres persön liches Wohlbefinden.16 Neben guten sozialen Beziehungen macht auch Partizipation glücklich. Oder, verkürzt gesagt, in einem Verein oder in einer Gruppe mitzuwirken, macht glücklich. Menschen, die sich aktiv in einen Verein oder in die Politik einbringen, empfinden eine höhere Lebenszufriedenheit. Nicht umsonst nennen die Basler die Fasnacht, bei der die halbe Stadt in Cliquen engagiert ist und in vielfältiger Weise am Gelingen dieses grossen Festes mitwirkt, die «drey scheenschte Dääg». Aber auch Gutes für andere Menschen zu tun, erhöht unser persönliches Glück. Dazu gehört zum Beispiel Verantwortung zu übernehmen im Staat, in Wirtschaft, Gesellschaft, Kirche und Kultur. Gebraucht zu werden und ein Ziel vor Augen zu haben – diese Dinge machen uns Menschen glücklich.17 Und was auch noch glücklich macht: Beten und Glauben machen glücklich. Dies wurde mithilfe der modernen Medizin – sprich Kernspintomographie – nachgewiesen und wird unsere Theologinnen und Theologen ganz besonders freuen. Und last but not least trägt auch eine gehobene Ausbildung viel zum Glücklichsein bei. Bildung respektive eine gute Ausbildung ist die Voraussetzung dafür, berufliche Herausforderungen zu meistern und ein erfülltes Berufsleben zu erfahren,18 denn Autonomie und Selbstbestimmung bei der Arbeit machen glücklich. Die Möglichkeit, aus einem inneren Antrieb heraus wirken zu können – in der Psychologie spricht man von intrinsischer Motivation –, ist für unsere Zufriedenheit vielfach ent16 Richard Layard: Happiness: Lessons from a new Science (New York 2005) 64. Bruno S. Frey; Alois Stutzer: Happiness research: state and prospects, in: Review of Social Economy 62/2 (2005) 207–228. 17 N. Donovan; D. Halpern: Life Satisfaction: the state of knowledge and implica tions for government, Paper of the Strategy Unit of the British Prime Minister (London 2002). 18 Bruno S. Frey: Ziele des (glücklichen) Wirtschaftens, Roman Herzog Institut, Nr. 13 (München 2012) 33.
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scheidender als äussere Anreize wie zum Beispiel der Lohn.19 Selbständigerwerbende geben eine höhere Lebenszufriedenheit an als Angestellte, obwohl Letztere im Durchschnitt mehr verdienen. Damit gilt, dass eine gute Ausbildung mit dem Lebensglück eng korreliert.20 Wie steht es nun aber mit dem Geld oder dem Einkommen? Macht uns ein höheres Einkommen glücklicher? Ja, manchmal, aber nicht immer, was schon einigermassen erstaunlich ist. So weiss man zum Beispiel, dass Lottogewinner nicht glücklicher sind als andere Menschen und dass ihnen in den allermeisten Fällen der Lottogewinn in den Händen zerrinnt, gemäss dem Sprichwort «Wie gewonnen, so zerronnen».21 Aber wie steht es nun konkret um den Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenszufriedenheit? Wohlhabende Menschen sind zwar etwas glücklicher als ärmere Menschen, aber mit abnehmendem Grenznutzen.22 Denn es gilt das ökonomische Prinzip, je höher unser Einkommen ist, desto weniger zählt ein zusätzlicher Franken. Konkret bedeutet dies, dass das Einkommen dann eine grosse Rolle spielt, wenn es gilt, die Grundbedürfnisse abzudecken. In den reichen Ländern unserer Erde lässt sich das ökonomische Prinzip des abnehmenden Grenznutzens sehr gut zeigen: Obwohl sich in den letzten 50 Jahren in den westlichen Ländern das Pro-Kopf-Einkommen verdreifacht hat, bezeichnen
19 Meinhard Miegel: Exit: Wohlstand ohne Wachstum (Berlin 2010) 237f. 20 Bruno S. Frey; Claudia Frey Marti: Glück: die Sicht der Ökonomie (Zürich, Chur 2010) 16, 147. 21 Ben Bernanke, Chairman of the Board of Governors of the Federal Reserve System: The economics of happiness, Vortrag gehalten am 8. Mai 2010 vor Absolventen der University of South Carolina, in: Karlheinz Ruckriegel: Glücksforschung auf den Punkt gebracht, Vorlage zur 3. Sitzung der Arbeitsgruppe «Zufriedenheit» des Ameranger Disputs der Ernst Freiberger Stiftung, überarbeitete Fassung vom 30.12.2010, Nürnberg, 2010, 6. 22 Bruno S. Frey; Claudia Frey Marti: Glück: die Sicht der Ökonomie, 52.
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sich unverändert nur circa 30 Prozent der Menschen als glücklich. In Japan hat sich das Pro-Kopf-Einkommen zwischen 1958 und 1991 sogar versechsfacht, doch die durchschnittliche Lebenszufriedenheit blieb konstant.23 Den Chinesinnen und Chinesen geht es auch nicht besser: Diese konnten zwar das reale Pro-Kopf-Einkommen in den letzten Jahrzehnten um das 2,5-Fache steigern, aber ihre durchschnittliche Lebens zu friedenheit nahm nicht zu, sondern ab.24 Der Grund, weshalb die Lebenszufriedenheit mit steigendem Wohlstand nicht unbedingt zunimmt, basiert auf der Tatsache, dass sich der Mensch relativ rasch an einen höheren Lebensstandard gewöhnt und seine Ansprüche weiter nach oben schraubt. Bis zu 80 Prozent des Glückseffektes, der zum Beispiel bei einer Erhöhung des Einkommens beobachtet werden kann, werden durch den Gewöhnungseffekt wieder neutralisiert.25 Wenn wir uns dies vor Augen halten, wird schnell klar, dass wir uns hier in einer Tretmühle bewegen: Je mehr wir haben, desto mehr brauchen wir – und je mehr wir brauchen, desto mehr müssen wir haben, immer getrieben vom Wettbewerb um einen höheren sozialen Status. Dass eine solche Tretmühle nicht glücklich macht, leuchtet sofort ein.26 Die einzige Möglichkeit, um diesem Teufelskreis zu entgehen, besteht darin, eine Bremse zu finden, die verhindert, dass unsere Ansprüche ins Unermessliche wachsen. Diese Tretmühle oder dieser Teufelskreis wird übrigens zunehmend auch für unsere Erde zu einer Belastung, weil immer mehr Menschen immer mehr Ressourcen benötigen! 23 Bruno S. Frey; Alois Stutzer: What can economists learn from happiness research?, 402–435. 24 Daniel Kahnemann; Alan B. Krueger: Developments in the measurement of subjective well-being, in: The Journal of Economic Perspectives 20/1 (2006) 3–24. 25 Jordis T. Grimm: Ergebnisse der Glücksforschung als Leitfaden für politisches Handeln?, 12. 26 Richard G. Wilkinson; Kate Pickett: Gleichheit ist Glück: Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind (Frankfurt a. M. 2010) 253.
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Wie aber können wir verhindern, dass unsere Ansprüche ins Unermessliche wachsen, und wie können wir trotzdem glücklich werden? Erinnern wir uns an den Anfang meiner Rede und kommen auf Aristoteles zurück. Er hat schon im 4. Jahrhundert vor Christus festgestellt, dass Glückseligkeit (eudaimonia) nicht durch steigenden Konsum, sondern durch ein tugendhaftes Leben erlangt wird. Diese Feststellung hat auch im 21. Jahrhundert nichts von ihrer Gültigkeit verloren. Wenn man sich die vier Kardinaltugenden – Klugheit, Tapferkeit, Gerechtigkeit und Mässigung – vor Augen hält, ist in diesem Zusammenhang besonders diejenige der Mässigung – und damit verbunden eine gewisse Bescheidenheit – gefragt. Wir haben es selbst in der Hand, unsere Ansprüche nicht ins Unermessliche wachsen zu lassen. Dies können wir vor allem dadurch erreichen, dass wir Aktivitäten verfolgen, die uns glücklich machen – zum Beispiel soziale Kontakte pflegen oder Verantwortung in der Gesellschaft und für die Gesellschaft übernehmen. Und indem wir aufhören, uns ständig mit anderen zu vergleichen. Denn es gibt immer jemanden, der schöner, reicher, einflussreicher und gescheiter ist als wir selbst, sogar wenn wir statusmässig ganz oben angekommen sind. Nachdem wir gehört haben, welche Faktoren zum individuellen Glück beitragen, widmen wir uns nun, ganz in der Tradition des Aristoteles, der Frage, ob es Länder gibt, in denen die Staatskunst so hoch entwickelt ist, dass das Glück besonders vielen Menschen zuteilwird, das heisst Länder, in denen besonders glückliche Menschen leben. Ja, in der Tat, es gibt glückliche und unglückliche Länder. Die Daten dazu werden im World Happiness Report publiziert. Für diesen Bericht, der seit 2012 regelmässig erscheint, werden 157 Länder analysiert. Dabei zeigt sich, dass das Einkommen und die Lebenserwartung, gekoppelt mit dem Zugang zu einem guten Gesundheitssystem, sowie die sozialen Netze respektive die Sozialversicherungssysteme den grössten Einfluss 13
auf die Lebenszufriedenheit haben. Da Sie, meine sehr geehrten Damen und Herren, nun wissen, was gemessen wurde, frage ich Sie: Wo steht wohl unser Land? Sind wir ein glück liches oder ein unglückliches Land? Wir leben in einem sehr glücklichen Land. Im Jahr 2015 waren wir das glücklichste Land der Erde, dieses Jahr wurden wir von den Dänen vom ersten auf den zweiten Platz verdrängt. Deutschland befindet sich übrigens auf Platz 16, Frankreich auf Platz 32 und Italien auf Platz 50. Die USA, wo der pursuit of happiness in der Verfassung steht, sind nur auf Platz 13 zu finden. Zu den glücklichsten Ländern gehören auch Island und Norwegen. Die unglücklichste Region in der Welt ist die Sub sahara, die insgesamt acht Länder umfasst. Am unglücklichsten sind die Menschen in Syrien und Burundi.27 Insgesamt ist die Schweizer Bevölkerung mit ihrem Leben also sehr zufrieden. Das ist einerseits – und dies erstaunt nicht wirklich – auf unseren Wohlstand zurückzuführen, der uns Zugang zu einem der besten Bildungs- und Gesundheits systeme erlaubt. Zufrieden machen uns aber auch unsere direkte Demokratie und unser ausgeprägtes Milizsystem, also institutionelle Faktoren. Partizipation, sich einbringen in eine Gemeinschaft, aktiv sein, etwas verändern können – dies alles macht uns glücklich. Das habe ich vorgängig schon beschrieben, den institutionellen Zusammenhang aber haben unsere Kollegen Frey und Stutzer von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät herausgefunden. Sie konnten zeigen, dass eine höhere direkte Beteiligung an demokratischen Prozessen einen signifikanten Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden hat,28 weil die Bürgerinnen und
27 John Helliwell; Richard Layard; Jeffrey Sachs (Hg.): World Happiness Report 2016, Update Vol. 1 (New York: Sustainable Development Solutions Network, 2016). 28 Bruno S. Frey; Alois Stutzer: Happiness, economics and institutions, in: The Economic Journal 110 (2000) 918–938.
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Bürger nicht den Eindruck haben, sie seien der Politik hilflos ausgeliefert. Auch andere Studien bestätigen, dass die Qualität der Regierungsführung ein wichtiger Einflussfaktor ist, um das Wohlbefinden in einem Land zu erklären.29 Dieser Zusammenhang ist übrigens umso ausgeprägter, je reicher eine Nation ist. Ich gehe davon aus, dass Aristoteles mit den Politikern und Politikerinnen in unserem Land sehr zufrieden wäre und nicht verstehen würde, dass es heute gang und gäbe ist, immer und überall über die Politik zu schimpfen! Nachdem wir nun wissen, was das Individuum, aber auch ganze Länder glücklich macht, komme ich zur Frage, welche Rolle unsere Alma Mater in der gesamten Glücksdebatte spielt oder spielen kann. Kehren wir nochmals zurück zu den Faktoren, welche die individuelle Lebenszufriedenheit der Menschen, aber auch die Zufriedenheit eines ganzen Landes beeinflussen: Es sind dies in erster Linie eine gute Ausbildung und, damit verbunden, ein höheres Bruttoinlandprodukt pro Kopf, das heisst: ein erhöhter Reichtum. Auch eine tiefe Arbeitslosigkeit ist wichtig. Weitere wichtige Faktoren für die Zufriedenheit sind die Gesundheit, gekoppelt mit einem leistungsfähigen Gesundheitssystem und einer entsprechend hohen Lebenserwartung, sowie soziale Netze oder der Zugang zu den Sozialversicherungssystemen. Auch die Partizipation ist eine signifikante Einflussgrösse, sowohl auf individueller als auch auf institutioneller Ebene. Und bei praktisch all diesen Einflussgrössen spielt die Universität eine wichtige Rolle. Meine Hypothese lautet daher, dass die Universität nicht nur zum Glück eines Individuums, sondern auch zum Glück einer ganzen Region beiträgt.
29 Jordis T. Grimm: Ergebnisse der Glücksforschung als Leitfaden für politisches Handeln?, 21.
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Um diese Hypothese zu untermauern, dienen die folgenden Ausführungen: Da wäre als Erstes die hochwertige Ausbildung der jungen Menschen zu nennen, welche die Universität anbietet. Diese Ausbildung erhöht die Chance auf ein freies und selbstbestimmtes Leben und ein gutes Einkommen. Damit erhöht sich auf aggregierter Ebene das Bruttoinlandprodukt. In der Bildungsökonomie sprechen wir von einer hohen Bildungsrendite. Parallel dazu sinkt mit einer guten Ausbildung das Risiko, arbeitslos zu werden. Dies gilt übrigens für alle Absolventinnen und Absolventen unseres Hauses, auch für diejenigen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, obwohl in der Presse immer wieder anderslautende Kommentare zu lesen sind. Eine höhere Ausbildung führt aber nur dann zu einem höheren Bruttoinlandprodukt, wenn auch entsprechende Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. In der heutigen Zeit sind dies vor allem Arbeitsplätze, die nicht durch technische Entwicklungen wegrationalisiert werden können. In diesem Kontext ist die Universität dreifach beteiligt. Erstens stellt sie selbst Arbeitsplätze mit einer hohen Wertschöpfung zur Verfügung. Wir haben circa 5000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zweitens generieren unsere Forscherinnen und Forscher zusätzliche Arbeitsplätze, indem sie neue Produkte oder Dienstleistungen entwickeln und diese über die Gründung eigener Unternehmen oder über Unternehmen Dritter zur Marktreife bringen. Und drittens strebt die Universität durch Forschungskooperationen einen intensiven Austausch mit der in der Region Basel ansässigen Industrie an und trägt dazu bei, dass deren Interesse und damit hochwertige Arbeitsplätze in der Region Basel erhalten bleiben. Dies kann sie allerdings nur, wenn sie weiterhin so forschungsstark bleibt, wie sie es heute ist. Dabei gilt, je grösser das Interesse der Industrie an der Universität ist, desto grösser ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass hochkarätige Arbeitsplätze in der Region erhalten bleiben und damit das regionale Pro-KopfEinkommen und der Reichtum zunehmen. 16
Dieses System – den intensiven Austausch zwischen Wirtschaft, Gesellschaft und Universitäten – bezeichnet man übrigens als «Ökosystem der Kreativität». Die Region Basel ist dabei weltweit eines der wichtigsten und mächtigsten Ökosysteme, was die Life Sciences, was Biotech und Medtech, aber auch was die Kunst betrifft. Im Bereich Life Sciences, Biotech und Medtech ist sie mit 170 Patenten pro Million Einwohner weltweit führend, noch vor Boston oder der Westküste der USA. Was nun den konkreten Beitrag der Universität zum lokalen Bruttoinlandprodukt angeht, vermehrt die Universität die von ihren Trägern, den Kantonen Baselland und Basel-Stadt, investierten Summen um ein Vielfaches. So wirbt sie über ihre Forscherinnen und Forscher für jeden Franken, der ihr zur Verfügung gestellt wird, einen zusätzlichen Franken in bar ein. Betrachtet man nicht nur die unmittelbaren Geldströme, sondern die gesamte Wertschöpfung, kommen wir selbst bei einer sehr konservativen Schätzung auf eine noch viel grössere Hebelwirkung. Für jeden Franken Steuergeld, der in die Universität Basel investiert wird, fliessen mittelfristig drei Franken in die Region zurück. Meines Wissens gibt es kein Investitionsobjekt, das einen vergleichbaren Return on Investment generiert.30 Die Universität Basel erhöht daher in erster Linie über die Ausbildung ihrer Studierenden sowie über die Schaffung von qualitativ hochwertigen Arbeitsplätzen – direkt und indirekt basierend auf ihrer Forschung – das lokale Bruttoinlandprodukt oder den Reichtum der Region. Je reicher eine Region, desto grosszügiger kann auch der Zugang zum Gesundheitssystem und zu den Sozialversicherungssystemen ausgestaltet werden. Damit schliesst sich der Kreis, und wir wären wieder 30 BAK Basel Economics AG: Regionale volkswirtschaftliche Bedeutung der Universität Basel. Eine Studie im Auftrag des Rektorats der Universität Basel (Basel, Januar 2016). Abrufbar unter: www.unibas.ch/de/Universitaet/Portraet/ Zahlen-Fakten.html (Zugriff: 23.09.2016).
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beim Glück in der Region, denn Bruttoinlandprodukt sowie Gesundheits- und Sozialversicherungssysteme sind die wichtigsten Einflussfaktoren für das Glück auf einer aggregierten Ebene. Fassen wir zum Schluss das Gesagte nochmals kurz zusammen. Es gibt glückliche Individuen und glückliche Länder. Die Wissenschaft hat gezeigt, dass wir etwa zur Hälfte unseres Glücks selbst etwas beitragen können. Wir haben das Privileg, in einem der glücklichsten Länder auf der Erde zu leben. Damit wir weiterhin als Land oder als Region erfolgreich und glücklich sind, müssen wir jedoch unser kreatives Ökosystem weiter ausbauen und nutzen, denn die Konkurrenz schläft nicht; in Asien und in den USA werden gigantische Summen in die Forschung und Entwicklung investiert. Und auch unsere Alma Mater spielt in diesem Ökosystem eine wichtige Rolle! Damit, meine sehr verehrten Damen und Herren, komme ich zum Schluss. Es bleibt mir nur noch übrig, Ihnen allen ein glückliches Leben zu wünschen. Leben Sie glücklich, und seien Sie Ihres Glückes Schmied. Und an die Politik appelliere ich: Tragen Sie Sorge für Ihre Universität, denn sie trägt zur Lebenszufriedenheit und zum Glück in dieser Region viel bei.
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B a s l e r U n i ve r s i t ä t s re d e n
Heft 1 Ruck, Erwin, Prof. Dr.: Die Rechtsstellung der Basler Universität. Rektoratsrede. 20 Seiten, 1929, vergriffen. Heft
2 Bächtold, Hermann, Prof. Dr.: Wie ist Weltgeschichte möglich? Rek toratsrede. 34 Seiten, 1930, vergriffen.
Heft 3 Doerr, Robert, Prof. Dr.: Werden, Sein und Vergehen der Seuchen. Rektoratsrede. 25 Seiten, 1931, vergriffen. Heft 4 Fichter, Friedrich, Prof. Dr.: Das Verhältnis der Anorganischen zur Organischen Chemie. Rektoratsrede. 28 Seiten, 1932, vergriffen. Heft 5 Staehelin, Ernst, Prof. Dr.: Liberalismus und Evangelium. Die Stellung des schweizerischen Protestantismus zum Aufbruch des Liberalismus in der Regenerationszeit. 60 Seiten, 1933, vergriffen. Heft
6 Labhardt, Alfred, Prof. Dr.: Die natürliche Rolle der Frau im Menschheitsproblem und ihre Beeinflussung durch die Kultur. Rektoratsrede. 29 Seiten, 1934, vergriffen.
Heft 7 Häberlin, Paul, Prof. Dr.: Über akademische Bildung. Rektoratsrede. 31 Seiten, 1935, vergriffen. Heft 8 Haab, Robert, Prof. Dr.: Krisenrecht. Rektoratsrede. 24 Seiten, 1936, vergriffen. Heft 9 Mangold, Fritz, Prof. Dr.: Die Bevölkerung und die Bevölkerungs politik Basels seit dem 15. Jahrhundert. Rektoratsrede. 32 Seiten, 1938, vergriffen. Heft 10 Staehelin, Ernst, Prof. Dr.: Vom Ringen um die christliche Grundlage der Schweizerischen Eidgenossenschaft seit der Geltung der Bundesverfassung von 1874. Rektoratsrede. 37 Seiten, 1939, vergriffen. Heft 11 Buxtorf, August, Prof. Dr.: Die Anfänge der geologischen Erforschung des nordschweizerischen Juragebirges. Rektoratsrede. 23 Seiten, 1940, vergriffen. Heft 12 Ludwig, Eugen, Prof. Dr., Rektor; Bonjour, Edgar, Prof. Dr.; Oeri, Hans Georg, cand. phil.: Akademische Jubiläumsfeier des Eidgenös sischen Bundes von 1291. Ansprachen. 26 Seiten, 1941, vergriffen. Heft 13 Ludwig, Eugen, Prof. Dr.: Vom Wesen, von den Aufgaben und von den Grenzen der Morphologie. Rektoratsrede. 22 Seiten, 1941, vergriffen.
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Heft 14 Von der Mühll, Peter, Prof. Dr.: Über das naturgemässe Leben der alten Athener. Rektoratsrede. 39 Seiten, 1942, vergriffen. Heft 15 Gantner, Joseph, Prof. Dr.: Akademische Feier zum 400. Todestag Hans Holbeins d.J. Gedenkrede. 28 Seiten, 1943, vergriffen. Heft 16 Reinhard, Max, Prof. Dr.: Über die Entstehung des Granits. Rektoratsrede. 38 Seiten, 1943, vergriffen. Heft 17 Henschen, Carl, Prof. Dr.: Die soziale Sendung des Arztes. Rektoratsrede. 36 Seiten, 1944, vergriffen. Heft 18 Henschen, Carl, Prof. Dr.: Entwicklungsnotwendigkeiten der Hochschule. Rektoratsrede. 46 Seiten, 1945, vergriffen. Heft 19 Bonjour, Edgar, Prof. Dr.; Muschg, Walter, Prof. Dr.: Pestalozzi-Feier. Ansprachen. 30 Seiten, 1946, vergriffen. Heft 20 Bonjour, Edgar, Prof. Dr.: Europäisches Gleichgewicht und Schweizerische Neutralität. Rektoratsrede. 32 Seiten, 1946, vergriffen. Heft 21 Portmann, Adolf, Prof. Dr.; Staehelin, Ernst, Prof. Dr.: Alexandre Vinet. Gedenkreden. 37 Seiten, 1947, vergriffen. Heft 22 Portmann, Adolf, Prof. Dr.: Von der Idee des Humanen in der gegenwärtigen Biologie. Rektoratsrede. 25 Seiten, 1947, vergriffen. Heft 23 Salis, Arnold von, Prof. Dr.: Jacob Burckhardts Vorlesungen über die Kunst des Altertums. Gedenkrede, mit einer Einführung des Rektors Prof. Dr. Adolf Portmann. 29 Seiten, 1947. Heft 24 Spiess, Otto, Prof. Dr.: Die Mathematiker Bernoulli. Gedenkrede mit einer Einführung des Rektors Prof. Dr. John E. Staehelin. 34 Seiten, 1948. Heft 25 Staehelin, John E., Prof. Dr.: Gegenwartskrise und Psychiatrie. Rek toratsrede. 25 Seiten, 1948, vergriffen. Heft 26 Muschg, Walter, Prof. Dr.; Jaspers, Karl, Prof. Dr.: Goethe-Feier. Ansprachen. 33 Seiten, 1949, vergriffen. Heft 27 Muschg, Walter, Prof. Dr.: Bachofen als Schriftsteller. Rektoratsrede. 32 Seiten, 1949. Heft 28 Speiser, Andreas, Prof. Dr.: Über die Freiheit. Rektoratsrede. 20 Seiten, 1950. Heft 29 Gigon, Alfred, Prof. Dr.: Gedanken über Ernährung und Wachstum. 32 Seiten, 1951, vergriffen.