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Basler und Baslerinnen auf Reisen

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«Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen.» (Matthias Claudius) Wir nehmen Matthias Claudius bei seinem Dichterwort und lassen Basler und Baslerinnen – Diplomaten, Pilger, Geschäftsleute, Kulturreisende, Heimwehkranke, Fremdenlegionäre und Studenten – über ihre Reiseerfahrungen berichten. Sie führen uns durch die Jahrhunderte – von einer Pilgerfahrt nach Jerusalem 1460 bis zum Bericht eines Schweizers im Kampf gegen die Abholzung des Regenwaldes –, und sie lassen uns stürmische Meeresfahrten wie auch entbehrungsreiche Wüstenexkursionen miterleben. Es sind mehr als fünfzig Berichte von nicht wiederholbaren Reisen jenseits der unzähligen Katalog-, Bade- und Massenreisen, deren Propaganda wir heute im dritten Jahrtausend jahraus, jahrein im Internet, in Zeitungen und Katalogen ausgesetzt sind: Sie sind authentisch, erlebnisdicht und spannend. René Salathé, Dr. phil., Historiker, Gründungsrektor des Gymnasiums Oberwil, Autor, Träger des basellandschaftlichen Kulturpreises.

René Salathé

Basler und Baslerinnen auf Reisen Eine Anthologie

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Basler und Baslerinnen auf Reisen

2014

René Salathé

Eine Anthologie

I S B N 978-3-7965-3252-8

Schwabe Verlag Basel www.schwabeverlag.ch

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783796 532528

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René Salathé

Basler und Baslerinnen auf Reisen Eine Anthologie

192. Neujahrsblatt Herausgegeben von der Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel

Schwabe Verlag Basel


Abbildung Umschlag: Ursula Salathé: Einfahrt in Basel, Acryl auf Leinwand Copyright © 2013 Schwabe AG, Verlag, Basel Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Das Werk einschliesslich seiner Teile darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in keiner Form reproduziert oder elektronisch verarbeitet, vervielfältigt, zugänglich gemacht oder verbreitet werden. Umschlaggestaltung: Thomas Lutz, Schwabe Schriften: Frutiger, Aldus Papier: Profibulk, 135 g/m2, Invercote, 280 g/m2

Gesamtherstellung: Schwabe AG, Muttenz/Basel, Schweiz Printed in Switzerland ISBN 978-3-7965-3252-8 rights@schwabe.ch www.schwabeverlag.ch


Inhalt Grusswort der Präsidentin der Kommission zum Neujahrsblatt der GGG ............ 7 Vorwort ................................................................................................................................................................ 9 Hans Bernhard von Eptingen (gest. 1484): Die Pilgerreise ................................................ 11 Theodor Zwinger (1533–1588): Von jugendlichem Ungehorsam zu akademischer Würde ............................................................................................................................ 15 Felix Platter (1536–1614): Vom «Leichenräuber» zum Basler Stadtarzt .................. 18 Thomas Platter d.J. (1574–1628): In England ............................................................................. 21 Samuel Braun (1590–1668): Basels ältester Afrika­reisender – ein Schiffschirurg ........................................................................................................................................... 24 Benedikt Socin (1594–1664): Als Gesandter am Hofe Ludwigs XIV. .......................... 27 Rudolf Wettstein (1594–1666): Wie ein Diplomat anno dazumal reiste ................... 29 Johann Jakob Hoffmann und Isaak Fäsch (1687–1778): Eine Odyssee ....................... 32 Leonhard Euler (1707–1783): Basels «verlorener Sohn» .................................................... 36 Isaak Iselin (1728–1782): In philosophischer Audienz bei Rousseau .......................... 37 Johann Ludwig Burckhardt (1784–1817): Der erste Basler Orientalist ..................... 39 Johann Rosenmund (1802–1895), Albert Hägler (1858–1930): Die Überfahrt nach Amerika .................................................................................................................. 43 Johann August Sutter (1803–1880): Ein Leben auf der Flucht nach vorn ............... 49 Johann Jakob Bachofen (1815–1887): Die «Griechische Reise» ...................................... 51 Jacob Burckhardt (1818–1897): La bella Italia ............................................................................ 54 Joseph Ferdinand Gerster (1829–1880): Die Tapferkeitsmedaille .................................. 58 Emil Fischer (1833–1907), Emil Wälti (1871–1899): In der Fremdenlegion ........... 60 Adolf Krayer (1834–1900): China verstehen .............................................................................. 65 Emil Frey (1838–1922): Flegeljahre daheim – Gefangener im Sezessionskrieg ....................................................................................................................................... 67 Carl Spitteler (1845–1924): Der heimwehkranke Olympier ............................................. 71 Paul Sarasin (1856–1929) und Fritz Sarasin (1859–1942): Reisende in Sachen Wissenschaft ....................................................................................................... 75 Jakob Wirz (1856–1904): Russische Erfahrungen .................................................................... 81 Emil Beurmann (1862–1951): Bonvivant, Frauenheld und Maler-Poet ..................... 83 Adam David (1872–1959): Reisen und Jagen .............................................................................. 85


Charlotte Louise Staehelin-Burckhardt (1877–1918): Ein Tagebuch .......................... 88 Emmy Heusler (1878–1958): Die ganz andere Amerika-Überfahrt ............................ 90 Felix Speiser (1880–1949): Ein Ethnologe schreibt seiner Tochter ............................... 92 Felix Moeschlin (1882–1963): Amerika vom Auto aus ......................................................... 97 Hans Salathé (1886–1978): Die Walz ............................................................................................... 102 Gertrud Wackernagel (1888–1985): Die Ochsentour ............................................................. 104 Eugen Paravicini (1889–1945): Im Kannibalendorf ................................................................ 108 Eddie Rickenbacher (1890–1973): Die tragische Heimreise .............................................. 112 Oskar Bider (1891–1919): Luftreisen ............................................................................................... 115 Hans Schweizer (1891–1975): Reptilienreisen ........................................................................... 118 Paul Wirz (1892–1955): Der Weltvagant ....................................................................................... 120 Alfred Bühler (1900–1981): Von Kochlöffeln, Ahnendarstellungen und vorindustriellen Textil-Techniken ............................................................................................ 122 Helene Bossert (1907–1999): Im Schatten des Kalten Krieges – die Russlandreise ........................................................................................................................................... 125 Alfred Rasser (1907–1977): Im Schatten des Kalten Krieges – die Chinareise .................................................................................................................................................. 127 Maria Aebersold (1908–1982): Basel – à distance .................................................................... 129 Heini Hediger (1908–1992): Expeditionsvorbereitungen ................................................... 131 Männy Alt (1910–2000): Russlandbegeisterter und Spanienkämpfer ........................ 134 Jacques Koellreuter (1916–1999): Das Kartoffelexperiment ............................................. 138 Heiner Gautschy (1917–2009): «Amerika – hast du es besser?» ................................... 140 Erika Sutter (geb. 1917): Als Augenärztin in Südafrika ....................................................... 143 Iris von Roten (1917–1990): Eine Feministin in der Türkei .............................................. 145 Hans Weidmann (1918–1997): Der reisende Maler ................................................................ 148 Elvira Wolf-Stohler (geb. 1920): Die Rückreise aus Bessarabien ................................... 151 Ferdi Afflerbach (1922–2005): Die Rucksackreise .................................................................... 153 Jürg Federspiel (1931–2007): In der New Yorker Subway .................................................. 156 Barbara Lüem (1953–2008): Kleinhüningen ist eine Reise wert .................................... 157 Bruno Manser (1954–2000): Eine Stimme aus dem Regenwald .................................... 158 Nachwort ............................................................................................................................................................ 162 Nachweis ............................................................................................................................................................. 163


Grusswort der Präsidentin der Kommission zum Neujahrsblatt der GGG Wie diesen Herbst den Zeitungen zu entnehmen war, fahren Schweizerinnen und Schweizer heutzutage gerne zweimal im Jahr in die Ferien. Was heute üblich ist, war früher oft beschwerlich und nicht für alle erschwinglich. Die Urlaubsfotos und ­-berichte aber, die auf Facebook oder Instagramm veröffentlicht werden, sowie die Popularität der einfach selbst herzustellenden digitalen Fotobücher, die die Post­ karten und Diaschauen abgelöst haben, sind Beweis dafür, dass die Urlauber noch immer das Bedürfnis haben, von ihren Erlebnissen und Abenteuern zu berichten. Doch viele der Reisenden, die in diesem Band zu Worte kommen, waren nicht einfach zum Vergnügen oder in den Ferien unterwegs. Immer wieder sind Baslerinnen und Basler auf der Suche nach einem besseren Leben ausgewandert, mutig, schweren Herzens, freudig, oder sie wurden zwecks Ausbildung, Beruf oder aus innerer Überzeugung dazu gebracht, in die Welt hinauszufahren. Manche von ihnen kamen nie mehr heim. René Salathé hat für uns Erfahrungsberichte gesammelt, die alle ihren Ausgangspunkt in und um Basel haben. Seine Anthologie umfasst mehrere Jahrhunderte und spannt Fäden über die ganze Welt. Die meisten der Reisenden sind Männer. Das muss nicht unbedingt heissen, dass nur wenige Frauen reisten; sicher haben sie aber weniger Spuren hinterlassen. Die Motive für den Aufbruch aus Basel sind mannigfaltig. Aber allen Erfahrungen gemeinsam sind das «Hier», ein «Dort» und dazwischen ein Mensch, der von seinen Erlebnissen berichten will. Wir begegnen also nicht in erster Linie fremden Städten und exotischen Destinationen als vielmehr unseren Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit ihren Sorgen und Freuden, Ängsten und Heldentaten. Wir hoffen, dass dieses Lesebuch Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, nicht nur dabei hilft, ein Ziel für die nächste Reise zu finden, sondern Sie vor allem dazu an­ regt, den Persönlichkeiten, denen Sie hier in kleinen Ausschnitten begegnen, nach­ zu­gehen, um mehr von ihnen zu hören oder über sie zu erfahren. Und wir danken René Salathé, dass er für uns den Weg zu diesen Exkursionen geebnet hat. Doris Tranter

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Vorwort Die Schweiz ist ein Reiseland – die Tourismus-Statistik beweist es. Aber auch umgekehrt gilt: Die Schweizer sind Reisende, und so locken denn landauf, landab Reisebüros mit einem von Jahr zu Jahr immer bunteren und vielfältigeren Reise- und Ferienangebot. Kein Winkel der Erde bleibt verschont. Allein in Basel und Umgebung werben mehr als hundert Reisebüros und Reiseveranstalter um die Kundengunst. Und so hat das Reisen längst seinen Ausnahmecharakter verloren und ist seit Mitte des letzten Jahrhunderts ein wichtiges Segment der «Grundausstattung» unseres modernen Lebens. Umso profilierter zeichnen sich vor diesem allgemeinen Mobilitätshintergrund jene Reisen aus, die nicht in einem Reisebüro gebucht werden können und somit von der Normalität abweichen. Ihre Spuren – in Basel finden wir sie besonders häufig – lassen sich sowohl in ferner Vergangenheit als auch in jüngster Gegenwart finden. Sie erzählen nicht nur von kurzfristigen Reiseerlebnissen und vom UnterwegsSein, sondern auch von jahrelangem Aufenthalt im Ausland mit vielfältigen politischen und gesellschaftlichen Erfahrungen. Es sind die Reise- und Auslandberichte von Frauen und Männern, von Heimwehgetriebenen und Fernweh-Süchtigen, von Forschern und Abenteurern, von Geschäftsleuten und Künstlern, von Pilgern, Missionaren und Diplomaten. Sie alle haben ihrer Leidenschaft für das Reisen und die Ferne entweder das ganze Leben oder zumindest einen prägenden Lebensabschnitt gewidmet und oft auch ihre Eindrücke und Erfahrungen in Selbstzeugnissen dokumentiert. Wir konsultieren ihre Tagebücher und Reportagen und greifen aus dieser bunten Fülle einzelne charakteristische Aspekte heraus oder bündeln sie zu einer kurzgefassten Biographie, dagegen verzichten wir auf eine kritische und wissenschaftliche Textinterpretation, denn unsere Anthologie will mit ihren Zeitdokumenten in erster Linie Lesebuch sein. Die vorliegende Publikation, die mit Ausnahme von wenigen Beiträgen älterer Zeitgenossen «historisch» ausgerichtet ist, reicht bis in die jüngste Vergangenheit. Sie ist chronologisch nach den Lebensdaten der Reise-Autoren und Autorinnen gegliedert. René Salathé, Reinach / Basel, Januar 2013

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Hans Bernhard von Eptingen (gest. 1484) Die Pilgerreise In Pratteln hängt eine der ältesten Glocken des Kantons Basel-Landschaft. Sie versieht ihren Dienst schon mehr als 500 Jahre und hielt 1484 nach kriegerischer Zerstörung von Kirche und Dorf ihren Einzug in den Glockenturm. An ihrem oberen Rand überrascht sie mit einer Inschrift in gotischen Kleinbuchstaben: «+ o rex glorie criste veni nobis cum pace anno domini m cccc lxxxIv +» (O ruhmreicher christlicher König bringe uns Frieden. Im Jahre des Herrn 1484). Am Schlagring findet sich dagegen ein auch für den Nicht-Lateiner verständlicher Schriftzug; er hält fest, dass die Glocke dem Schlossherrn und Besitzer des Dorfes, Hans Bernhard von Eptingen, zu verdanken ist: + osanna heis ich in dem namen gooz ward ich her bernhart von eptingen riter und ganc gemein von bratelen machten mich und ludwig peiger von basel gos mich + Reisevorbereitungen

1460 unternahm Bernhard von Eptingen – er mag damals um die zwanzig Jahre alt gewesen sein – eine Pilgerreise ins Heilige Land nach Jerusalem, wo er zum Ritter geschlagen wurde. Es war eine aussergewöhnliche Reise, deren Verlauf der gebildete Reisende ausführlich beschrieben hat; seine Hinweise zur nötigen Ausrüstung für die Reise sollten späteren Pilgern dienen: «[…] soll einer kauffen ein Schiffrockh […] unnd zweÿ bar hoßen unnd zweÿ oder dreÿ bar schuech. […] Auch daß einer nit stetigs in einem Kleÿd seÿ unnd voll leüß werd, deßgleichen dreÿ oder vier Hembdlein, dann sÿe verderben vast vom schweÿß unnd von viel weschen. […] Unnd lueg daß du ein guet theÿl seÿffen habest allerleÿ zueweschen. […] Item auch kauff ein kübell, seind darzue gemacht mit einem Lÿd [Deckel], hat ein loch, oben dorinn mit einem teckhell, zue einem schißstuol, ob einen noth angehen wurd, oder kranckh wurd, unnd nit uber auff gohn mag, das dann er sein notturfft darein thuen hin zuetragen. […] Item auch kauff ein Pfannen mit einem stÿl, unnd ein teckhell, allß einer sÿe gar reinckhlich darzue alda zuekhauffen findet. Auch so khauff schißell Teller, Gleßer trinckhgeschir, Kannen oder Fleschen, Boggaln brechen aber gern. Auch khauff Tischlachen, zwelen [derber Leinen-/Baumwollstoff], unnd was einer gedenckhen mag daß er darff unnd Innsonderheÿt Löffell, Saltzvaß, und ein Hüenerkretzen [Korb], wohin einer khom daß er hüener darein khauff, auch Körb wann einer ans Port khombt, so er außgoth etwas khauffen will, dass er hab darin ers trag. […] Auch ein Fleschen, darin was er zue trinckhen hab behalten mag, unnd dass es weder Zinn ÿßen noch dergleichen Zeüg seÿ, den er mit ihme trag dann er es gar kaum vohr den Heÿden behalten mag.»1

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Im Heiligen Land

Die Reise ins Heilige Land beginnt in Venedig und führt das Segelschiff, das sich aber auch durch Ruder bewegen lässt, mit seinen Passagieren entlang der Ostküste der Adria über Kreta, Rhodos und Zypern zum Endhafen Jaffa. Der Binnenländer entpuppt sich dabei als aufmerksamer Beobachter der verschiedenartigen Schiffe in den Häfen, auch beschreibt er lebendig die vielen Inseln und Landschaften, die Kirchen, Befestigungen und Meerestiere und nicht zuletzt auch die fremden Menschen. Die nicht ungefährliche Reise zu Land erfolgt etappenweise zu Ross in Gruppen; mehrmals werden die Pilger überfallen und haben Wegzoll zu bezahlen. Dorothea A. Christ, die das Familienbuch der Herren von Eptingen herausgegeben hat, erzählt weiter: «In Jerusalem geniessen die Pilger eine grosse Stadtführung […]. Bemerkenswert ist die Tendenz, möglichst viele in der Bibel zentrale Begebenheiten in und um Jerusalem zu lokalisieren […] Spätmittelalterliche Frömmigkeitsformen aller Schattierungen vermischen sich hier mit dem ‘touristischen’ Interesse, möglichst viele Gedenkstätten, handgreifliche Zeugen der Überlieferung, gesehen zu haben. Aller Frömmigkeit zum Trotz, vergisst Hans Bernhard aber auch die vielen Kamele auf der Strasse und das gute Essen bei den Barfüssern nicht […]»2 Bevor die Pilger in die Grabeskirche eingelassen werden, erfolgt ihre Zählung. «An verschiedenen Herrschergräbern vorbei gehen sie direkt zum Heiligen Grab. In einer von den Barfüssern angeführten Prozession gehen sie anschliessend von einer Gedenkstätte zur andern, lassen sich die verschiedenen Reliquien erklären und empfangen überall den Ablass. Anschlies­ send sucht sich jeder einen Schlafplatz, Hans Bernhard und seine Gesellen essen zunächst und ruhen dann bis um Mitternacht im Chor der Grabeskirche. Er hört eine Messe und bei Tagesanbruch eine zweite, während der er auch an der Kommunion teilnimmt. Danach ruhen sich die Pilger in der Pilgerherberge aus und reiten gegen Abend nach Bethlehem. Wieder sehen sie Gedenkstätten, die sie an biblische Personen oder Gegebenheiten erinnern.»3 Ritterschlag und Heimreise

Nach einer zweiten Nacht in der Grabeskirche kommt es zum Höhepunkt der Reise, zum Ritterschlag. Hans Bernhard begnügt sich dabei nicht nur mit der Schilderung des Rituals, ihm liegt daran, seinen Lesern aufzuzeigen, welche Voraussetzungen ein angehender Ritter erfüllen muss: «Item daß ist also daß ein Jeglicher der Rÿtter orden mit dem schwert ann sich nemen will, der soll vorab von geburtt sein ein gueter Edellmann, und daß mann sein geschlecht dafür haltte, und daß er daß möge behaltten beÿ seiner treüw an eines Aÿdts Statt, er soll auch sein getreüw gerecht und warhafftig Inn allen dingen gegen Gott und gegen der welt. Er soll auch wider gerecht nit sein, unnd auch deß niemandt helffen. Er soll auch Gericht und Recht fordern auch Wÿtwen unnd weÿßen schirmen, und den Christlichen glauben helffen handt haben.»4 Nachdem Hans Bernhard gelobt hatte, sein Leben in dieser Weise zu führen, zog ein burgundischer Ritter das Schwert des Prattler Edelmannes, der es im Namen der Dreifaltigkeit küsste. Mit dem Umbinden des Schwertes endete die Zeremonie.

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Pilgerschiff, Miniatur im Familienbuch der Herren von Eptingen.

Die Heimreise führte den nunmehr in den Ritterstand aufgestiegenen Hans Bernhard von Eptingen nach beinahe fünfmonatiger Abwesenheit über Zypern und Morea wieder nach Venedig. Von da ging’s zu Ross durch die Poebene nach Mailand und über den Gotthard nach Einsiedeln. – «IItem am Müthwochen uff Sanct Leodogarÿ tag abents, do Rÿtt ich nach dem Imbiß auß, und kam mit Gottes hilff von diser farth heim gehn Brattelen.»5

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Andere Pilgerfahrten

Es bleibt anzumerken, dass die Pilgerfahrt Hans Bernhards keineswegs Ausnahmecharakter hatte; Jerusalemfahrten waren im 15. Jahrhundert «in Mode». 1429 hören wir von der Pilgerfahrt Heinrichs von Ramstein. Paul Kölner berichtet darüber: «Die Fahrt passt ganz gut zu dem Bilde dieses ritterlichen Mannes, der kurz zuvor auf dem Münsterplatz sich in glänzendem Turnier mit dem berühmten fahrenden Ritter Johann von Merlo gemessen hatte.»6 1437 ergriff Henman Offenburg, gemäss Kölner Basels bedeutendster Staatsmann des 15. Jahrhunderts7, die Gelegenheit, sich einer Gesandtschaft der Konzilsväter nach Konstantinopel anzuschliessen, um ins Heilige Land zu gelangen. Mit von der Partie waren drei andere Basler. «Von seiner weiten Reise wissen wir aus Offenburgs eigenen Aufzeichnungen nur, dass er unterwegs Schiffbruch erlitt und erst nach Jahresfrist wieder in die Vaterstadt heimkehrte.»8 Und Anfang März 1440 unternahm auch Ratsherr Hans Rot – er wurde später Bürgermeister – von zwei Knechten begleitet, die gewagte Fernfahrt. Sie führte über Baden, Einsiedeln, Wallenstadt und Bludenz dem Arlberg zu, wo ein Schneesturm die Reiter überraschte. Kölner schildert uns das Abenteuer: «Mit drei weitern gedungenen Knechten, die den Weg bahnten, ging es mühsam der Höhe zu. Oft fielen Pferde und Knechte bis an die Brust im Schnee ein. Über Innsbruck und den Brennerpass ritt Rot nach siebzehn beschwerlichen Reisetagen in Venedig ein. Staunend sah er da zum erstenmal Löwen, Papageien und mancherlei wunderliche Fische. Auch die vielen Schiffe, so gross wie ‘mechtige Hüser’ erregten seine Neugierde. Eine Galeere brachte Rot und achtzig andere Pilger in einmonatiger Meerfahrt südlich von Jaffa an das ersehnte Gestade. Da mussten sie zuerst ihre Geleitgebühr entrichten, wobei etliche der Pilger von den ‘Heiden’ geschlagen und gar übel behandelt wurden. Weil Pferde und Waffen den Pilgern im Gebiete des Sultans verboten waren, ging die Landreise nach Jerusalem auf Eseln vor sich. Im Hospital der Johanniter fanden die Wallbrüder Herberge und Zehrung, guten Wein und schmackhaften Eierkuchen. Auf den Abend wurde die Schar in die Grabeskirche eingelassen, wo sie mit Gebet und Gesang bei verschlossenen Türen die Nacht zubrachte. Um Mitternacht ward Hans Rot und sieben seiner Gefährten in feierlicher Weise die Ritterwürde erteilt.»9

Anmerkungen

1 Dorothea A. Christ: Das Familienbuch der Herren von Eptingen. Kommentar und Transkription, Liestal: Verlag des Kantons Basel-Landschaft, 1992; zum Pilgerbericht S. 74–90, Transkription des Pilgerberichts S. 199–304, hier S. 202f. 2 Ebd., S. 243, 244. 3 Ebd., S. 255. 4 Ebd., S. 267. 5 Ebd., S. 304. 6 Paul Kölner, Jerusalem-Pilger, in: ders., Anno dazumal. Ein Basler Heimatbuch, Basel: Lehrmittelverlag des Erziehungsdepartements Basel-Stadt, 1929, S. 385–389, hier S. 386. 7 Ebd., S. 385. 8 Ebd., S. 386. 9 Ebd., S. 386.

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Theodor Zwinger (1533–1588) Von jugendlichem Ungehorsam zu akademischer Würde

Theodor Zwinger, der spätere Medizin- und Griechischprofessor, hat seit frühester Jugend «Reise-Geschichte» geschrieben; es begann mit einem Brief, den er als Fünfzehnjähriger «zur Rechtfertigung seines heimlichen Fortgehens»1 den Eltern aus Lyon schrieb. Es ist ein Reisedokument, das in einer Zeit, in der die Jugend selbständig in der ganzen Welt unterwegs ist und keine Grenzen kennt, geradezu archaisch anmutet. «Liebe Eltern! Als ich weggezogen bin, lieber Vater und Mutter, achtete ich, Ihr nehmet es übel und – wie auch billig – ganz schwer auf, dass ich so ungehorsam sei. Wenn Ihr aber die Sache recht betrachten wollt, werdet Ihr mir leichtlich verzeihen mögen. Denn viele Ursachen haben mich dazu veranlasst. Sehen wir doch, dass man heutzutage auf keinem etwas hat, keinen schätzt, sondern verachtet, der nicht gewandert ist. Ein Solcher ist wie ein ungebackenes Brot. Es muss sich Einer angelegen sein lassen, seltsame Länder und Gegenden, Sitten, Bräuche und Missbräuche aller Völker zu erfahren, weil das auch Weisheit und Verstand bringt. Das aber ist die allergrösste Erfahrung: Wer in Armut sich herumtummeln muss, lernt in einem Jahr mehr, als wenn er mit grossen Kosten seiner Eltern sonst drei Jahre draussen weilte. So habe ich auch gedacht und mir zu wandern vorgenommen und zwar nicht auf Euere Kosten; sondern wo andere Nahrung finden, da will ich – mit Gottes Hilf – auch unterkommen. Derhalben hab ich mir vorgenommen, gen Lyon in Frankreich zu ziehen. Daselbst hat man auch arme Knaben, die da singen, angenommen, wie ich’s von Anderen, die von dort gekommen sind, vernommen habe. Daselbst mag ich auch die französische Sprache lernen; wie nütze die ist, wisset Ihr bass, als ich es Euch erzählen kann. Darum ist es viel besser, ich ziehe jetzt dahin und lerne, dass ich hernach meinem Geschlecht und auch dem ganzen Vaterland ehrlich und nützlich sei. Dieser Dinge wegen bin ich zu wandern bewogen worden. Wenn ich ein Handwerk gelernet, hätte ich auch fort müssen und mit grösserer Beschwer denn jetzt. Denn um und um findet ein Studiosus allerwegen bei gelehrten Leuten Hilfe und Unterkunft. Hätte ich als Handwerker wandern müssen, warum sollte ich es jetzt nicht auch tun, so ich studiere? Dass ich aber Euch nichts davon gesagt habe, soll Euch nicht beschweren, denn es ist aus keiner Bosheit geschehen, sondern aus Furcht, Ihr lasset mich nicht ziehen, wo es doch mein Herz zu aller Zeit gelüstete zu wandern. Vor etlichen Jahren, da die Schulen noch nicht so gut waren wie jetzt, sind die Allergelehrtesten arme Schüler und Studiosi gewesen; warum sollte man denn nicht auch ähnliches von den jetzigen Armen hoffen?

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Titelseite des «Metho­ dus apodemica» mit Widmung Theodor Zwingers an Basilius Amerbach.

Derhalben so nehmet meinen Abschied nicht so schwerlich. Nicht mehr, als Gott sei mit Euch und bittet ihn, dass er mein Vorhaben fördern wolle, zu seiner Ehr, zu meiner Eltern Wohlstand und zum Besten des Nächsten. Dazu bitt ich Euch, versorget mir meine Bücher wohl, die ich daheim gelassen habe, dass mir keines genommen wird. Segnet mit dem Grossvater die Grossmutter und die andern Freunde alle. Alsobald ich Gelegenheit zu Botschaft habe, will ich Euch von meinem Stand ausführlich schreiben. Euer williger und lieber Sohn Theodorus Zwinger.»2 Zwinger wollte seinen Eltern während seiner Wanderschaft nicht zur Last fallen, also finanzierte er sich durch Arbeit in einer Druckerei seinen Aufenthalt und sein Studium selbst. 1559 kehrte er nach seiner Ausbildung auf den Hochschulen von Paris und Padua wieder in seine Heimatstadt zurück und verarbeitete seine Reiseerfahrungen in seinem «Methodus apodemica» (Grundlegung einer Reisekunst,

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Basel 1577). Er war nicht der Erste, der sich mit der Herausgabe eines derartigen Buches einen Namen machte; in Basel erschienen im ausgehenden 16. und in den ersten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts mehrere Reiseanleitungen; weil sie sich vor allem an Studenten richteten, die an auswärtigen Universitäten studieren wollten, waren sie noch ausnahmslos in der Gelehrtensprache, in Latein, abgefasst. Theodor Zwingers «Methodus apodemica», ein in vier Bücher eingeteiltes Werk, ist ein Musterbeispiel dieser neuen literarischen Gattung. Unter anderem ging es auch den Gründen nach, die zu einer Reise führen können: «das Erlernenwollen einer Sprache oder eines Handwerks, schlechte Gesundheit, der Wunsch, fremde Städte und ihre Sehenswürdigkeiten und Gebräuche kennenzulernen, oder religiöse und politische Gründe […]. Jede Art des Reisens ist von Zwinger mit Beispielen aus der Bibel, aus der Antike und aus dem Mittelalter illustriert.»3 Ein grosses Anliegen war Zwinger auch der Zeitpunkt solcher Reisen; er warnte vor Reisen unerfahrener Jünglinge, sie sollten nur von bestandenen Männern unternommen werden. Klingt wohl in dieser Empfehlung die Erinnerung an schlechte Lyoner Erfahrungen nach? So oder so: Zwingers «Methodus apodemica» signalisiert, wie sehr das Reisen im 16. Jahrhundert mindestens in akademischen Kreisen den Charakter des Zufälligen abstreifte.

Anmerkungen

1 So die Formulierung von Paul Kölner (S. 416), der den Brief übersetzte und herausgab; Paul Kölner: Ein Studentenbrief aus dem Jahre 1548, in: ders.: Anno dazumal. Ein Basler Heimatbuch, Basel: Lehrmittelverlag des Erziehungsdepartements Basel-Stadt, 1929, S. 416–418. 2 Ebd., S. 416–418. 3 Verena Vetter: Baslerische Italienreisen vom ausgehenden Mittelalter bis in das 17. Jahrhundert, Basel: Helbing & Lichtenhahn, 1952, S. 105f.

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Felix Platter (1536–1614) Vom «Leichenräuber» zum Basler Stadtarzt 1552 nahm der 16-jährige Felix Platter an der Universität von Montpellier das Studium der Medizin auf. In seinem Tagebuch schildert er, wie er von Basel nach Südfrankreich an seinen Studienort gelangte: «Am suntag den 9 octobris bandt mir mein vatter zwei hembdt und etwas fatzenetlin [Taschentücher] in ein gwegßt thůch [Wachstuchrolle], mit mir zenemmen, gab mir auf die reiß 4 cronen in goldt, die neigt [nähte] er mir in das wammist und by 3 cronen in müntz, mit vermelden, er hette das gelt entlendt, wie auch daß, so er um das roß geben, schanckt mir zur letze ein Wallis thaler Mathiae Schiners cardinalis; den bracht ich nach jaren wider heim.»1 Die Reise ging über Genf und Savoyen nach Lyon und Avignon; in Genf hatte sich Platter die Haare schneiden lassen: «Nach dem mittageßen beschůwten wir die stat und, wil man mir mein lang har, daß ich, wie domolen der bruch war, von iugendt uf drůg, verweis, lies ich dozemol zum ersten mich kolben [die Haare kurz schneiden] […].»2 In Montpellier fühlte sich Platter bald wohl; er besuchte nicht nur Vorlesungen und Übungen, sondern nahm auch am gesellschaftlichen und studentischen Leben der Stadt teil. Anschaulich und aufmerksam schildert er etwa, «wie man die oliven inmacht […] wie man das baumöl macht […] wie man das meersaltz macht»3, aber auch Hinrichtungen und Gefangennahmen von Ketzern, die sich zum calvinistischen Glauben bekannten, finden in seinem Tagebuch ihren Niederschlag. Anatomiestudien

Platter war ein fleissiger Student, er wollte alles, was für einen Arzt notwendig ist, lernen: «Ich hatt altzeit ein drib in mir, mich in allem, was eim medico von nöten zewissen[…]»4 Er wusste, dass er sich nach Beendigung seines Studiums in Basel gegen eine harte Konkurrenz zu behaupten haben würde. Entsprechend breit legte er darum sein Studium an. Vor allem suchte er sich in der Anatomie zu vervollkommnen und schreckte dabei nicht davor zurück, zusammen mit anderen Studenten bei nächtlicher Stunde auf Friedhöfen Leichen frisch Hingerichteter auszugraben und anschliessend zu sezieren. So führte ein Arzt aus Montpellier ihn und andere Studenten in der Nacht vom 11. Dezember 1554 vor die Stadt in das Augustinerkloster. «[…] do war ein verwegner münch, frere Bernhardt, der sich verkleidet und half uns darzů. Wir thaten heimlich im closter ein schlafdrunck [Abendtrunk], der wert bis mitnacht. Darnoch zogen wir in aller stille mit den weren fir daß kloster s. Denyß uf den kilchhof, do scharreten wir ein corpus herus, nur mit den henden, dan der grundt noch lugk was, wil es erst den tag war vergraben. Alß wir uf daß corpus kamen, legten wir ein seil doran und zarten eß mit gwalt heraus, schlůgen unser flaßaden röck [Nachtröcke] darumb und drůgens uf zweien benglen bis an das statt-

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Darstellung der unter der Haut auf der Muskulatur verlaufenden Blut­ gefässe in Platters «De corporis humani structura […]».

thor; war um dry uren in der nacht. Do thaten wir die corpora an ein ort und kloften am kleinen thürlin, dardurch man etwan in und auß loßt. Eß kam ein alter portner herfir im hembdt, that uns daß thürlin auf. Wir batten in, er wolt uns ein drunck geben, wir sturben vor durst. Wil er den wein holt, zogen iren dry die corpora hinin und drůgens ob sich in des Galotins haus, daß nit fer vom thor, das also der thorwechter nit gwar wardt.»5 Am 16. Dezember wurde das gefährliche Experiment mit zwei Leichen wiederholt; später bewachten die Mönche den Friedhof und verunmöglichten damit den Studenten, ihren Wissensdurst auf diese makabre Weise zu befriedigen. Im Mai 1557 beendete Platter seinen Aufenthalt in Montpellier – er hatte inzwischen zum Baccalaureus der Medizin promoviert – und ritt heim nach Basel. «Do sach ich mit freuden beide münsterthürn, die ich so lange jar nit gsechen hatt; schos

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mein bügsen ab in ein garten hüsle thür, 2 kugelen, und reiten […] biß zu meins vatters hus […]»6 In seiner Heimatstadt machte Platter rasch Karriere; er wurde 35-jährig Stadtarzt, dann Spitalleiter und Professor der Universität, die er nicht weniger als sechs Mal als Rektor leitete. Die Geschichtsschreibung meint zu diesem bedeutenden Basler Gelehrten: «Als Wissenschafter war er kein Bahnbrecher, führte aber doch die Medizin seiner Zeit an […] Seine Schriften, die von seinem beschreibenden Talent zeugen, erlebten viele Auflagen. Als einer der ersten untersuchte er methodisch Seelenstörungen, so dass man ihn zu den Vorläufern der modernen Psychopathologie zählen kann. Ferner bemühte er sich um die medizinische Statistik; er hat sieben Pestseuchen, die er erlebte, genau beschrieben. Bei diesen Pestilenzen setzte Platter unbedenklich sein Leben ein und bewies grosse Aufopferungsfähigkeit, worüber sein ‘Pestbüchlein’ Auskunft gibt.»7

Anmerkungen

1 Felix Platter: Tagebuch (Lebensbeschreibung 1536–1567), herausgegeben von Valentin Lötscher, Basel: Schwabe, 1976, hier S. 130. 2 Ebd., S. 135. 3 Ebd., S. 176. 4 Ebd., S. 208. 5 Ebd., S. 209f. 6 Ebd., S. 293f. 7 Richard Feller/Edgar Bonjour: Geschichtsschreibung der Schweiz vom Spätmittelalter zur Neuzeit, Basel: Schwabe, 1962, Band 1, S. 259.

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