A E G Y P T I A C A H E LV E T I C A
Susanne Bickel (Hrsg.)
Susanne Bickel (Hrsg.)
Vergangenheit und Zukunft
AH 22
Vergangenheit und Zukunft Studien zum historischen Bewusstsein in der Thutmosidenzeit I S B N 978-3-7965-3204-7
Schwabe Verlag Basel www.schwabeverlag.ch
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783796 532047
Band 22
AEGYPTIACA HELVETICA Herausgegeben im Namen des Ägyptologischen Seminars der Universität Basel und der Unité d’Égyptologie, Université de Genève, von Antonio Loprieno und Michel Vallogia
Band 22
Susanne Bickel (Hrsg.)
Vergangenheit und Zukunft Studien zum historischen Bewusstsein in der Thutmosidenzeit
Schwabe Verlag Basel
Copyright © 2013 Schwabe AG, Verlag, Basel, Schweiz Dieses Werk ist urheberrechtlich geschützt. Das Werk einschliesslich seiner Teile darf ohne schriftliche Genehmigung des Verlages in keiner Form reproduziert oder elektronisch verarbeitet, vervielfältigt, zugänglich gemacht oder verbreitet werden. Abbildung Umschlag: Steatit Platte mit den Namen Maat-ka-Re und Men-cheper-Re. Freiburg (Schweiz) Bibel+Orient Museum ÄS 924 (Zeichnung: F. Adrom) Satz: F. Adrom, C. Reymond, S. Vieli Gesamtherstellung: Schwabe AG, Druckerei, Basel/Muttenz, Schweiz Printed in Switzerland ISBN 978-3-7965-3204-7 rights@schwabe.ch www.schwabeverlag.ch
Inhaltsverzeichnis
Antonio Loprieno Vorwort
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Susanne Bickel Einführung
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Dimitri Laboury Citations et usages de l’art du Moyen Empire à l’époque thoutmoside
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Andreas Dorn Hatschepsuts Jenseitsarchitektur im Spannungsfeld zwischen Innovation und Legitimation
29
Melanie Wasmuth Privatgräber in Theben: Architektonische Umarbeitungen als Ausdruck der Reflexion
49
Hanna Jenni Der textile fashion turn der 18. Dynastie
61
Andréas Stauder L’émulation du passé à l’ère thoutmoside : la dimension linguistique
77
Andrea Gnirs Zum Verhältnis von Literatur und Geschichte in der 18. Dynastie
127
Matthias Müller Hatschepsut und der Umgang mit der Vergangenheit. Zur angeblichen Mittleren-Reich-Vorlage für Hatschepsuts Darstellung ihrer Erhebung zur Koregentin
187
Susanne Bickel Die Zäsur im Weltbild und die Interpretation der Geschichte
203
Indices 221 Personen-, Ortsnamen, Sachindex
Vorwort Antonio Loprieno
Es muss der Herausgeberin nicht leicht gefallen sein, einen passenden Titel für diesen schönen Band zu finden. Hervorgegangen aus einem Workshop über Zäsuren in der Wahrnehmung der Vergangenheit in der ägyptischen 18. Dynastie, werden die damaligen Beiträge nun – teils in überarbeiteter Form – als Spuren eines Kontinuums zwischen Vergangenheit und Zukunft präsentiert. In diesen zwei modernen (oder besser: postmodernen) Projektionen im Umgang mit Geschichte ist der Kern einer Dialektik enthalten, welche die Entwicklung einer speziellen Kulturwissenschaft wie der Ägyptologie im letzten Jahrzehnt gekennzeichnet hat und in diesem Buch nicht als Folge unzusammenhängender Fragmente, sondern als bewusste Auswahl von Details eines globalen kulturhistorischen Phänomens zum Ausdruck kommt. Denn Kulturwissenschaft – und insbesondere eine spezielle Kulturwissenschaft wie die Ägyptologie – hat im letzten Jahrzehnt eine Krise (im neutralen Sinne des Wortes) durchgemacht, eine perspektivische Verschiebung, in deren Rahmen sich auch die in diesem Band gesammelten Aufsätze verorten lassen. Es handelt sich um eine Krise, die – um es auf eine Formel zu reduzieren – in der Überwindung digitaler zugunsten analoger Erklärungsmodelle besteht. Digitale Erklärungsmodelle kultureller Zusammenhänge beruhen nämlich auf der Wahrnehmung von Oppositionen zwischen linguistischen, literarischen, gesellschaftlichen oder künstlerischen Merkmalen. Begriffe wie „Grenze“ oder „Zäsur“ entspringen diesem geistigen Duktus, den man kulturhistorisch mit dem Strukturalismus in all dessen Erscheinungsformen in Verbindung bringen könnte: ein sprachliches Phänomen ist entweder mittelägyptisch (etwa eine synthetische Verbalform) oder neuägyptisch (etwa eine periphrastische Konstruktion); eine Hymne in einem thebanischen Grab lässt sich entweder der „alten“ oder der „neuen“ Sonnentheologie zuweisen; ein literarischer Text im klassischen Ägyptisch auf einem Textzeugen der 18. Dynastie ist entweder die Kopie einer mittelbronzezeitlichen Vorlage oder eine zeitgenössische Neuerung; stilistische Orientierungen an älteren Kunstwerken stellen entweder einen bewussten intertextuellen Bezug oder eine unbewusste Fortsetzung bestehender Konventionen dar; architektonische Monumentalität ist in der 18. Dynastie entweder als Entwicklung alter StruktuA. Loprieno, Vorwort, AH 22, 2013, 7–8
ren oder als funktionale Neuerung anzusehen, usw. Die Alternativen werden stets kognitiv auseinandergehalten, wobei im Zweifelsfall die späteren Erscheinungen im Lichte der älteren gelesen, ältere Sachverhalte hingegen selten als Prähistorie einer späteren Rezeption angesehen werden: Eine synthetische Verbalform wird analytisch umschrieben; die neue Sonnentheologie ersetzt die klassische Theologie des Amun; der Schreiber der 18. Dynastie reproduziert einen Text der 12. Dynastie; thutmosidische Architektur setzt jene von Vorgängerbauten des Mittleren Reiches fort. In dieser Lektüre kultureller Evolution liegt die Deutungshoheit bei demjenigen, der den frühesten Beleg für einen Sachverhalt für sich in Anspruch nehmen kann: A > B (> C). Diese letzten Endes strukturalistische Sichtweise, die für die erste Phase der Etablierung des kulturwissenschaftlichen Ansatzes – zwischen 1970 und 2000 – kennzeichnend war, ist im letzten Jahrzehnt (man wäre versucht zu sagen: besonders in den Jahren, die zwischen dem Workshop „Umgang mit Zäsuren“ und dem Sammelband „Vergangenheit und Zukunft“ vergangen sind) zunehmend herausgefordert worden, und zwar von verschiedenen Perspektiven, die wir vielleicht unter ein funktionalistisches Dach subsumieren könnten: Einerseits ist das disziplinäre Interesse am einzelnen Befund, an der individuellen Quelle, an der scheinbar irrelevanten Kopie wacher geblieben, als einige Beobachter des cultural turn (einschliesslich meiner) noch vor ein paar Jahren vermutet hätten; andererseits hat sich in der jüngeren ägyptologischen Generation eine „neue Kulturwissenschaft“ etabliert, die sich programmatisch eher mit dem einzelnen Befund in seinem Kontext als mit dessen theoretischer Einordnung befasst. Eine Kulturwissenschaft der Spuren, eher als der Botschaften, die sich viel mehr mit den Zeichen von Rezeption und Rekonstruktion als mit der Suche nach Urformen und idealen Paradigmen beschäftigt; eine Kulturwissenschaft der individuell gestifteten Variation – egal ob diese Variation Menschen, Manuskripte oder Porträts betrifft; eine Kulturwissenschaft, in der nicht mehr von gender, negotiation und polarity, sondern von individual, variability und hierarchy die Rede ist. Das linguistische Merkmal an der Schnittstelle von idealtypischem Mittelägyptisch und Neuägyptisch, 7
die in der Korrektur eines Fehlers auftretende Individualität eines Schreibers, das persönliche Echo konkreter historischer Ereignisse in einem literarischen Text, eine zwar stark am älteren Sprachgebrauch orientierte, kontextuell jedoch unmissverständlich zeitgenössische königliche Inschrift, das re-structuring mittelbronzezeitlicher Architektur in Gräbern der 18. Dynastie – all diese Phänomene sind Spuren jenes perspektivischen Wandels, der vermeintliche Zäsuren durch eine unscharfe Linie ersetzt, die Vergangenheit und Zukunft ausgehend von letzterer verbindet: (C <) B < A. Diese Spannung zwischen der „Kulturwissenschaft 1.0“, in der die Autorinnen und Autoren dieses Bandes sozialisiert wurden, und der neuen „Kulturwissenschaft 2.0“, die in den hier gesammelten Beiträgen zur Sprache kommt, ist einer der vielen anregenden Aspekte dieses Buches. Sie kommt in den Beiträgen nicht nur durch den häufigen Rückgriff auf das Lexikon der Übergänge zum Tragen (es geht um Spannungsfelder, Umarbeitungen, Emulationen, Anpassungen, usw.), sondern im wissenschaftlichen Umgang mit der Thematik: Der Verweis auf Merkmale der Kunst des Mittleren Reiches ist nicht etwa das Zeichen der Permanenz einer älteren Zeit, sondern eine Form von Zitat, also von Re-Kontextualisierung älterer Mus-
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ter; ein historischer oder ein literarischer Text der frühen 18. Dynastie können auch deshalb keine einfachen Kopien älterer Vorlagen aus dem Mittleren Reich sein, weil in ihnen vergangene Ereignisse nur durch die Brille eindeutig zeitgenössischer Erfahrung reflektiert erscheinen; und die Sprache dieser Zeit stellt erst recht keine Fortsetzung des klassischen Mittelägyptisch dar (falls es so etwas je gegeben hat), sondern weist bewusste linguistische Neuerungen auf. Den Autoren dieses Bandes geht es also nicht um die Spuren der Vergangenheit in der Zukunft, wie in einem klassischen historistischen Modell des Umgangs mit Tradition und Innovation, sondern um die Spuren der gesellschaftlichen, linguistischen oder politischen Gegenwart gerade in deren Gebrauch der Vergangenheit. Durch diese paradigmatische Umkehrung zeigt sich in aller Deutlichkeit der reflexive Charakter der gegenwärtigen Ägyptologie, insbesondere an der Universität Basel. Susanne Bickel und ihren Mitstreitenden gebühren unser Dank und unsere Bewunderung. Basel, im Oktober 2013 Antonio Loprieno
Einführung Susanne Bickel
Der Blick zurück in die Vergangenheit ist nie objektiv. Jede Beschäftigung mit der eigenen Historie ist geprägt von der momentanen Selbstwahrnehmung, in die das historische Objekt – ein Ereignis oder eine Epoche – passend und zweckmässig eingefügt wird. Epochen und Ereignisse erhalten ihren Sinn erst durch eine nachträgliche Ausdeutung. Das Verständnis und die Wertung der Vergangenheit sind Teile der Konstruktion der Wirklichkeit, in die eine Gesellschaft ihre Weltwahrnehmung bettet und auf deren Grundlage sie ihr Handeln bestimmt. Die von der Nachwelt vertretenen Interpretationen gewisser Abschnitte der Vergangenheit können auf mehreren Haltungsmustern basieren: Bewunderung und integrative Bezugnahme auf eine frühere Zeit, Ablehnung und Ausgrenzung oder Indifferenz, die ein Ereignis oder eine Ära schnell in die Vergessenheit führt. Geschichte kann als ein Kontinuum von sich entwickelnden Zuständen gelesen werden. Einschnitte, radikale Veränderungen werden meist erst post eventum wahrgenommen und kulturell definiert. Zäsuren werden inszeniert. Die Zeit läuft kontinuierlich und mit ihr die Menschengenerationen innerhalb einer Gesellschaft, die Kultur aber macht Sprünge: Cultura facit saltus.1 Diese Sprünge werden jedoch gerne – zu ihrer Stabilisierung, vielleicht auch Legitimierung – mit Bezugnahmen auf die Vergangenheit abgestützt. Im Alten Ägypten erscheint die 18. Dynastie als eine Epoche, in der die Spannung zwischen dem Bewusstsein einer einzigartigen zukunftsorientierten Jetztzeit und dem Rekurs auf die Vergangenheit besonders intensiv verarbeitet wurde. Vergangenheit und Zukunft trafen aufeinander und wurden textlich und bildlich kunstvoll ineinander verflochten. In fast allen Bereichen kulturellen Ausdrucks erscheinen Innovationswille und die Umsetzung neuer Formen neben der Betonung von Normkonformität, von Traditionswahrung und dem expliziten Rückverweis auf lange Vergangenes. Die Bezugnahme auf die Vergangenheit war eine wichtige Triebkraft kulturellen Schaffens in Stein und in Wort. Es handelte sich dabei jedoch in keiner Weise um pure Imitation oder um Vorspiegelung einer bruchlosen Kontinuität, sondern um reflektierte Rückverweise oder gezielte Wiederaufnahmen. Das Vergangene wurde sinnstiftend interpreS. Bickel, Einführung, AH 22, 2013, 9–10
tiert, wurde zur Geschichte gemacht und zukunftsweisend in die Deutung der Gegenwart integriert. Wenn auch die Beweggründe, Motivationen sowie ausschlaggebenden Instanzen und Faktoren der Konstruktion historischer Wahrnehmung bisher nur recht diffus fassbar sind, so wird in den vorliegenden Beiträgen versucht, die zahlreichen Sphären der Kultur auszuloten, in denen sich das Verständnis historischer Wirklichkeit und die aktive Gestaltung eines Vergangenheitsbezuges erfassen lassen. Es wird dabei deutlich, wie komplex und vielschichtig die Auseinandersetzung mit Vergangenem und Bezugnahme auf Früheres sein konnte. Ebenso wird ersichtlich wie präzise die Kenntnis vergangener Zustände und alter Denkmäler sein konnte und nach welchen Mustern Verbindungen und Bezüge gestaltet wurden. Erinnerung wurde durch Verarbeitung zur Memoria reaktualisiert. Die in diesem Band vorliegenden Aufsätze entstanden aus Vorträgen, die im Mai 2008 im Rahmen des Ägyptologischen Forschungskolloquiums an der Universität Basel gehalten wurden. Da viele der damals am Ägyptologischen Seminar tätigen Forscherinnen und Forscher sich mit der 18. Dynastie beschäftigten, kam die Idee auf, sich gemeinsam und aus den Perspektiven der jeweiligen Forschungsschwerpunkte mit dieser Epoche und insbesondere mit deren vielseitigen Bezug zur Vergangenheit zu beschäftigen. Unter dem Titel: Umgang mit Zäsuren: Strategien des Vergangenheitsbezugs in der 18. Dynastie fand ein zweitägiges Kolloquium statt, an dem sich eingeladene Gäste sowie Basler Dozierende und Studierende beteiligten. Ziel war es einerseits Einschnitte festzustellen und Brüche zu identifizieren, über die sich die 18. Dynastie in ihrer Selbstwahrnehmung oder ihrem kulturellen Ausdruck von der vorhergehenden Zeit abhob; anderseits sollten Strategien des Rückbezugs über Zäsuren hinweg untersucht werden. Es schien uns wichtig, diese Fragestellung unter verschiedenen Gesichtspunkten und 1 Jan Assmann, Gottesbilder – Menschenbilder: anthropologische Konsequenzen des Monotheismus, in: Reinhard G. Kratz/ Herrmann Spiekermann (Hg.), Götterbilder, Gottesbilder, Weltbilder 2, Forschungen zum Alten Testament 2. Reihe 18, Tübingen 2006, 313.
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aus den unterschiedlichen in der Ägyptologie gebündelten Fachrichtungen heraus anzugehen. Kunstwissenschaft, Archäologie, Textwissenschaft, Sprachwissenschaft und Kulturgeschichte sollten je eigene Ansätze, Quellen und Theorien mobilisieren um ein möglichst vielfältiges und breit abgestütztes Bild des im Zentrum stehenden Phänomens zu erzielen. Dieser Zugang sollte die vermuteten kulturellen Einschnitte möglichst differenziert auch als Objekt- und Kontext bezogene «Mikrozäsuren» aufzeigen und unterschiedliche Formen des Vergangenheitsbezuges identifizieren helfen. Zusätzlich zu den Beiträgen des Basler Teams wurde die kunstwissenschaftliche Perspektive von Dimitri Laboury von der Universität Liège vertreten. Anne Seiler, Berlin, behandelte die Entwicklung der materiellen Kultur am Übergang von der 17. zur 18. Dynastie und stellte insbesondere merkliche Veränderungen in der in thebanischen Gräbern aufgefundenen Keramik mit einem Wandel funerärer Vorstellungen und Bestattungssitten in Zusammenhang. Ihre Beobachtungen waren als Komplement zu mehreren der hier veröffentlichten Beiträge besonders wertvoll, situierten sie doch eine einschlägige Zäsur an der Schnittstelle der Jenseitsrituale und -erwartungen und der dazugehörigen Keramikproduktion bereits im Laufe der Zweiten Zwischenzeit. Ihr Beitrag ist unterdessen in einem andern Sammelband erschienen.2 Im September 2008 trafen sich alle Referierenden zu ei-
nem weiterführenden Workshop, der insbesondere die Vertiefung der Diskussion und die Gegenüberstellung der erarbeiteten Beobachtungen bezweckte. Die vorliegenden Beiträge beruhen somit auf einem anregenden Austausch von Informationen und Zugangsweisen und nehmen auch regelmässig aufeinander Bezug. Leider erfuhr dann auch die Vorbereitung dieses Bandes eine schmerzliche Zäsur indem eine Server Migration das fertige Layout sich in Luft auflösen liess und die Arbeit ein zweites Mal angegangen werden musste. Mein ganz herzlicher Dank gebührt Faried Adrom, der die Edition und Gestaltung des Bandes in beiden Anläufen leitete, sowie Clémentine Reymond und Stephanie Vieli, die sich mit viel Geduld um die Umsetzung des Layouts kümmerten. Sami Uljas hat dankenswerterweise die englischen Zusammenfassungen redigiert. Herzlicher Dank gilt auch allen am Kolloquium, den anschliessenden Diskussionen und an diesem Band Beteiligten, die mit grosser wissenschaftlicher Motivation und Hingabe dieses Vorhaben zum Gelingen brachten. Basel, im Juni 2013 Susanne Bickel
2 Anne Seiler, The Second Intermediate Period in Thebes: Regionalism in pottery development and its cultural implications, in: Marcel Marée (ed.), The Second Intermediate Period (Thirteenth-Seventeenth Dynasties), Current Research, Future Prospects, OLA 192, Leuven/Paris 2010, 39–53.
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Citations et usages de l’art du Moyen Empire à l’époque thoutmoside Dimitri Laboury
The article aims at characterising forms and functions of the uses of Middle Kingdom art in royal and court productions during the Thutmosid Period. In order to assess this artistic phenomenon as a conscious revival and not just a survival of the Past and of tradition, the analysis starts with a brief examination of the disruption that was felt and expressed during the Second Intermediate Period. It then goes on investigating the evolution of the references to Middle Kingdom art from the dawn of the 18th Dynasty to the time of Hatshepsut and Thutmosis III, when certain sorts of artistic quotations replaced a global renaissance of Middle Kingdom forms of expression. Special attention is paid to the relationship between creativity and archaism under the reign of Hatshepsut, and the article concludes with some theoretical deductions on the study of Ancient Egyptian archaism and a tentative definition of how innovation was conceptualised in Ancient Egyptian culture.
Propos liminaire Même si l’archaïsme et le recours aux formes d’expression du passé constituent des éléments et des mécanismes véritablement fondateurs de la culture pharaonique, il faut bien constater que, en dépit d’une très abondante et très savante littérature sur la question, la discipline égyptologique semble encore manquer d’une approche théorique du phénomène et surtout d’un modèle méthodologique pour l’aborder1. Quelle est la signification de ces fréquentes « renaissances » ? La signification en est-elle toujours la même ? Quelle conscience en avait-on et comment étaient-elles ressenties à l’époque ? Quel est le rapport avec le concept égyptien d’wHm ms.wt 2 ? … Et, en matière artistique, comment distinguer une tradition, une survivance, une réinterprétation, une copie ponctuelle, voire une citation d’une iconographie plus ancienne ? Et que signifiaient ces différentes formes de continuation artistique dans l’esprit des anciens Égyptiens ? Dans sa remarquable étude Living in the Past. Studies in Archaism of the Egyptian Twenty-sixth Dynasty, Peter Der Manuelian a jeté les bases d’une réflexion dans ce sens, qu’il conviendrait sans aucun doute d’étendre à l’ensemble du phénomène, au-delà du cas spécifique de la 26e dynastie, – que l’auteur aborde de façon volontairement et explicitement sélective3. Pareille tâche ne peut, bien entendu, être envisagée dans une contribution ponctuelle comme celle-ci. Mais c’est néanmoins sur cet arrière-plan de questions théoriques multiples que je voudrais examiner quelques cas concrets relatifs aux Strategien des Vergangenheits-
bezugs in der 18. Dynastie dans le domaine de ce que nous convenons aujourd’hui d’appeler l’art, et plus particulièrement de l’art de cour, – où intentionnalité et qualité de facture sont plus faciles à mettre en évidence et assurent d’autant mieux la démarche d’interprétation, – afin d’essayer d’en dégager les dynamiques et les ressorts.
1. Continuité ou césure ? Suivant un processus récurrent dans l’histoire culturelle de l’Égypte antique, le Nouvel Empire émergeant s’est inspiré, c’est un fait bien reconnu, dans le répertoire des formes plastiques de la précédente période de gloire de la civilisation pharaonique, en l’occurrence le Moyen 1 On songe, bien entendu, ici aux travaux fondamentaux d’Erwin Panofsky pour la tradition occidentale : Panofsky, Essais d’iconologie ; Panofsky, Renaissance. 2 Sur ce concept, dans une perspective cependant essentiellement d’histoire politique, cf. Gundlach, in : LÄ VI, 1261–1264, s.v. Wiederholung der Geburt ; Niwinski, in : BSFÉ 136, 1996, 5–26. Pour son usage et son application à l’époque thoutmoside et, plus particulièrement, aux règnes de Hatshepsout et de Thoutmosis III, cf. Gnirs, in : Moers et al. (éd.), Festschrift Junge, Bd. 1, 261, et A.M. Gnirs dans le présent volume, § 4.2. 3 Il faut également citer ici l’étude remarquable de Davis, in : Tait (éd.), « Never Had the Like Occured », 31–60, qui fait référence à tout un cadre théorique d’approche du problème en histoire de l’art, trop souvent négligé en Égyptologie. Mais, malgré sa portée et sa vocation méthodologiques, l’analyse se limite à nouveau à un cas très précis, celui des panneaux en bois sculpté du mastaba de Hésirê à Saqqara.
D. Laboury, Citations et usages de l’art du Moyen Empire à l’époque thoutmoside, AH 22, 2013, 11–28 (Taf. 1–10)
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Empire4. Mais avant d’envisager le phénomène comme un retour au passé, sous quelque forme que ce soit, il convient de s’assurer qu’il y eut réellement rupture, ou à tout le moins discontinuité, et non prolongation d’une même tradition. En l’absence d’évolution ou de césure conscientisées, on ne peut en effet parler de véritable archaïsme5. L’examen, même succinct, de l’art de la Deuxième Période Intermédiaire est donc indispensable. Ce qui nous est parvenu de la sculpture royale de la 13e dynastie révèle que si les traditions artistiques établies à la fin du Moyen Empire se prolongèrent dans un premier temps, une volonté de chercher de nouvelles références, au-delà du modèle des puissants Sésostris III et Amenemhat III, se fit jour après quelques générations6. Néferhotep Ier, sans doute l’un des pharaons les plus importants de la 13e dynastie, nous en fournit un très bel exemple avec la dyade CG 42022 du Musée du Caire, retrouvée dans la « cachette » de Karnak : malgré une typologie iconographique qui semble renvoyer directement à des œuvres du célèbre complexe funéraire d’Amenemhat III à Hawara (en particulier les dyades Le Caire JE 43289 et Copenhague NCG ÆIN 1482)7, le traitement plastique du double visage royal sur cette œuvre traduit une émancipation vis-à-vis du modèle très marqué de la fin de la 12e dynastie, notamment pour ce qui concerne le rendu des yeux et de la bouche, qui paraît davantage s’inspirer de la typologie physionomique de la statuaire de la 4e dynastie (pl. 1)8. Le cas de Néferhotep Ier est particulièrement intéressant dans la perspective qui nous occupe ici car, dans l’inscription de la stèle qu’il fit ériger à Abydos en l’an 2 de son règne, ce roi, qui se présente comme « l’Horus qui fonde (grg) le Double-Pays, celui des Deux Maîtresses qui distingue (wp) la Maât », « se plaignait », ainsi que le rappelle J. Capart, « de ce que les dieux n’étaient plus représentés suivant les principes d’autrefois ; sur les conseils de son entourage, il fit faire une enquête dans les bibliothèques sacerdotales pour y retrouver les modèles « du temps des dieux ». Il ordonna de reprendre ces traditions »9, ce que tendent à confirmer les œuvres effectivement réalisées sous son règne. L’intention explicitement exprimée par le roi de « faire ses monuments comme ‹la première fois› » (mi sp tpy [l. 13-4]) lève toute ambiguïté quant à la conscientisation de ce retour à des formes du passé. Cette recherche d’autres références artistiques par rapport à celles de la fin du Moyen Empire aboutit, sous la 17e dynastie, à l’aube de l’époque thoutmoside, à un nouveau style, plus esthétisant et nettement juvénile. En témoignent, par exemple, l’amincissement accentué de la taille, particulièrement remarquable sur la statue de Sobekemsaf Ier au British Museum (BM EA 871)10, ou le visage à l’apparence extrêmement jeune et souriante de l’effigie du prince Ahmose au Musée du Louvre (E 15682)11, en opposition flagrante avec les traits appuyés des sculptures de Sésostris III et d’Amenemhat III. 12
L’évolution spécifique de l’art royal sous la Deuxième Période Intermédiaire, par son écart vis-à-vis des standards artistiques de la fin de la 12e dynastie, révèle donc que le recours aux formes du Moyen Empire qui caractérise le début de la 18e dynastie ne peut être interprété comme le prolongement d’une tradition continue, mais constitue, au contraire, assurément un retour au passé, intentionnel et, de ce fait, signifiant. 4 Parmi les références récentes, cf. Morkot, in : Tait (éd.), « Never Had the Like Occured », 95–99 ; Einaudi, in : Tiradritti (éd.), Pharaonic Renaissance, 65–74. 5 C’est, en d’autres termes, l’opposition conceptuelle qui existe en anglais entre « survival » et « revival », qui recouvrent des réalités différentes et donc à distinguer, en particulier dans la perspective envisagée ici. 6 Le jalon que constitue la statue d’Amenemhat V partagée entre le Kunsthistorisches Museum de Vienne (inv. 37) et le Musée d’Assouan (inv. 1318) montre que ce dépassement des standards de la fin de la 12e dynastie n’est pas à situer avant le règne de ce pharaon ; cf. Fay, in : MDAIK 44, 1988, 67–77, pl. 18–29. Pour un inventaire des statues de la 13e dynastie, cf. Davies, Royal Statue, 21–34. Wildung, L’âge d’or, 223, fig. 195–196, donne par ailleurs une excellente illustration de l’influence exercée par le modèle de Sésostris III et Amenemhat III au début de la 13e dynastie, en confrontant un relief de Sobekhotep II découvert à Médamoud (Le Caire JE 56496 A) et son prototype, très consciencieusement recopié, qui date du règne de Sésostris III et provient du même site (Le Caire JE 56497 A)(vue plus large des deux reliefs dans Vandersleyen (éd.), Ägypten, fig. 278a–b). 7 Cf. Seidel, Statuengruppen, vol. 1, 112–113, pl. 28 (pour l’origine de ce type nouveau de la dyade royale engagée dans un naos, cf. Freed, in : RdÉ 53, 2002, 123). Outre la composition générale du groupe, la forme et la décoration du némès de Néferhotep Ier s’inscrivent dans la typologie iconographique de la fin de la 12e dynastie, ainsi que son pendentif en coquillage bivalve, si caractéristique de la statuaire de Sésostris III et Amenemhat III (Polz, in : MDAIK 51, 1995, 238 sq., 243) ; au sujet de ce pendentif, cf. infra. Cependant, l’attitude prêtée aux deux figures royales côte à côte évoque par ailleurs la célèbre dyade de Niouserrê Munich SSÄK ÄS 6794 (Seidel, Statuengruppen, 54–56, pl. 19–20) et pourrait dénoter une inspiration complémentaire puisée dans l’art de l’Ancien Empire. Enfin, pour un processus analogue d’inspiration créatrice dans l’art d’une précédente période de gloire, on se reportera à l’étude de Fay, Louvre Sphinx, qui a montré que, dans le courant du Moyen Empire, l’émancipation vis-à-vis des standards de l’art royal du début de la 12e dynastie s’est opérée, à partir du règne d’Amenemhat II, notamment par un recours aux formes artistiques de la 4e dynastie, – à nouveau. 8 Rappelons qu’une dyade jumelle a été récemment retrouvée dans les fondations de l’obélisque nord de Hatshepsout dans l’Ouadjyt de Karnak ; illustration en couverture des Cahiers de Karnak, vol. 12, 2007. Auguste Mariette (Karnak, 45, pl. 8 [n–o] ; PM II2, 109) mit au jour dans ce que l’on appelle communément la « cour du Moyen Empire » un bloc architectural aux noms de Néferhotep Ier et de son frère et successeur Sobekhotep IV, qui pourrait provenir de l’édifice qui accueillait initialement ces deux groupes statuaires. 9 Cf. Capart, in : CdÉ 32, 1957, 205 sq. Pour cette stèle, cf. Mariette, Abydos, vol. 2, 28–30 ; Beckerath, Zweite Zwischenzeit, 56, 243 (bibliographie) ; Anthes, in : Staatliche Museen zu Berlin (éd.), Festschrift Museum Berlin, 15–49 ; Helck, Historisch-biographische Texte, n° 32. 10 Cf. Davies, Royal Statue, et Delange, in : RdÉ 56, 2005, 195 sq., pour la confirmation de son origine, en l’occurrence le site de Karnak. 11 Cf. Barbotin, Statues, 32–34, pl. 8–15.
Laboury, Citations et usages de l’art
2. Dimension évolutive de l’inspiration artistique vis-à-vis du Moyen Empire sous la 18e dynastie Les références à l’art du Moyen Empire durant la 18e dynastie connaissent en réalité des formes et des déclinaisons assez variables, notamment en fonction de l’époque à laquelle elles apparaissent. Il est donc nécessaire de les analyser dans une perspective diachronique. Comme l’ont souligné divers auteurs12, l’art de cour qu’instaure Ahmosis, même s’il s’inscrit dans la continuité de l’esthétique de la 17e dynastie, manifeste une inspiration stylistique assez nette vis-à-vis des productions plastiques des premiers souverains du Moyen Empire, soit ses homologues réunificateurs de la nation à l’issue de la Première Période Intermédiaire, et en particulier, semblet-il, de celles du règne de Montouhotep II (pl. 2). Une tradition historiographique, encore attestée à l’époque ramesside, établit d’ailleurs un lien entre ces deux pharaons, vraisemblablement reconnus l’un et l’autre comme les instigateurs d’une nouvelle ère, à l’issue d’une époque de dissolution du pouvoir central13. L’influence de l’art initié par Montouhotep II se poursuit au début du règne du jeune fils et successeur d’Ahmosis, Amenhotep Ier (pl. 2 a), même si ce dernier va, assez rapidement semblet-il, prendre pour figure de référence privilégiée un autre pharaon du début du Moyen Empire : Sésostris Ier (pl. 3), sans doute déjà perçu comme le véritable réorganisateur du pays définitivement réunifié après la Première Période Intermédiaire14. Mais avant de poursuivre sur ce sujet, deux remarques s’imposent ici. Tout d’abord, l’inspiration que l’on constate au début de la 18e dynastie vis-à-vis de l’art des premiers rois du Moyen Empire, qu’il s’agisse de Montouhotep II ou de Sésostris Ier, constitue un phénomène qui ne saurait être confondu avec les références nombreuses, mais ponctuelles, au fondateur du « grand château d’Amon à Karnak »15 ou à celui que Khaled El-Enany a proposé d’appeler « le saint thébain Montouhotep-Nebhépetrê »16. En effet, pendant tout le Nouvel Empire et, en réalité, dès la seconde moitié de la 12e dynastie, ces deux illustres souverains ont suscité une vénération bien attestée par de multiples témoignages, mais souvent liée à des conditions très circonstancielles, presque toujours en un lieu où ils ont été notablement actifs17. Et, dans la majorité de ces cas, on ne constate aucune inspiration d’ordre plastique ou stylistique ; l’évocation y est purement épigraphique. L’influence artistique dont il est ici question pour le début de la 18e dynastie est d’une tout autre nature, puisque, loin d’être ponctuelle, elle a induit un changement esthétique global, qui teinte toute la production imagière de l’époque, quel que soit le site envisagé18. Il s’agit donc d’une véritable revendication artistique, par le biais du langage plastique et esthétique, qui émane du pouvoir central et comporte une dimension politique évidente19. Aegyptiaca Helvetica 22, 2013
12 Cf. Romano, in : JARCE 13, 1976, 97–111, pl. 26–32 ; Romano, in : BES 5, 1983, 103–115 ; Morkot, in : Tait (éd.), « Never Had the Like Occured », 95–97 ; Russmann, in : Roehrig et al. (éd.), Hatshepsut, 23–25 ; Einaudi, in : Tiradritti (éd.), Pharaonic Renaissance, 66. 13 Cf. Foucart, Amonmos, pl. 12B (TT 19) ; mais aussi les remarques de Philips, in : Or 46, 1977, 116–121. 14 Romano (in : BES 5, 1983, 110 sq.) et Russmann (in : Roehrig et al. (éd.), Hatshepsut, 23-25) suggèrent que l’influence du modèle de Sésostris Ier pourrait avoir commencé à se faire sentir dès le règne d’Ahmosis. Il ne faut d’ailleurs pas exclure la possibilité que les deux premiers pharaons de la 18e dynastie se soient inspirés en même temps de Montouhotep II et de Sésostris Ier, – à l’iconographie relativement proche, – afin de façonner leur style archaïsant. Les informations dont on dispose aujourd’hui concernant la chronologie des monuments d’Amenhotep Ier ne sont pas suffisantes pour déterminer avec certitude si ce dernier passa d’un modèle à l’autre. En effet, si son important complexe à Karnak se revendique clairement de Sésostris Ier et de son « grand château d’Amon » (cf. infra) et connut plusieurs modifications du projet initial, indiquant qu’il fut réalisé sur un certain laps de temps, rien n’autorise à le dater avec précision au sein du règne. Sur l’autre rive du Nil, à Deir el-Bahari, plusieurs statues du roi ont été retrouvées sur le site du temple funéraire de Montouhotep II (cf. Szafranski, in : MDAIK 41, 1985, 257–263 ; la stèle BM EA 960 [ill. dans Tiradritti, Pharaonic Renaissance, 75 ; 177, cat. 34] évoque ces statues aux côtés de celles de Montouhotep), mais, comme la volonté de rapprochement qu’elles traduisent vis-à-vis de l’initiateur du Moyen Empire, elles n’offrent pas plus d’indice de datation à l’intérieur du règne. Seuls les reliefs découverts par Sir W.M.Fl. Petrie sur le site du temple d’Osiris à Abydos, qui montrent côte à côte Amenhotep Ier et Ahmosis (Petrie, Abydos, vol. 1, frontispice, pl. 62–63), permettent de penser que la référence du jeune roi, à son couronnement, était, dans la mouvance de l’art de son père, plutôt Montouhotep II que Sésostris Ier. Mais rien n’impose que l’un ait exclu l’autre. Sur l’iconographie d’Amenhotep Ier et le style en vigueur à son époque, on ajoutera aux études mentionnées deux notes supra, celles de Tefnin, in : AIP 20, 1968–1972, 433–437, et de Bothmer, in : Baines et al. (éd.), Pyramid Studies, 89–91, pl. 16–17. 15 C’est-à-dire Sésostris Ier, cf. Gabolde, Grand château d’Amon. 16 Cf. El-Enany, in : BIFAO 103, 2003, 167–190. Je dois cette référence, ainsi que celles de la note suivante, à l’amabilité de Luc Gabolde, que je remercie bien vivement. 17 Cf. El-Enany, in : BIFAO 103, 2003, 167–190 ; El-Enany, in : Memnonia 14, 2003, 129–137. Le phénomène est également attesté en Nubie pour Sésostris III (El-Enany, in : BIFAO 104, 2004, 207–213), dont le faciès si caractéristique ne semble cependant avoir été imité par aucun souverain du Nouvel Empire. 18 Dans la région thébaine, mais aussi à Abydos, par exemple, comme en témoignent les reliefs exhumés par Petrie (Abydos, vol. 1, frontispice, pl. 62–63) et pl. 2 a du présent article. 19 Se pose évidemment ici la question de la réception d’une telle revendication artistique : qui, hormis son instigateur, était capable de la comprendre ? Les exemples détaillés dans la suite du présent article révèle que l’élite égyptienne participait au phénomène et donc le comprenait et le maîtrisait, à son niveau. Pour le reste de la population, il semble impossible de pouvoir répondre sérieusement. Le problème, comme celui, plus large, de la dimension dite propagandiste de l’art pharaonique, peut cependant (et doit peut-être) être contourné par la conception même que les anciens Égyptiens avaient développée de leurs images (et des productions associées, comme les hiéroglyphes), leur attribuant la capacité de rendre réel ce qu’elles représentent et plaçant, de ce fait, leur efficacité sur un autre plan, celui de la magie et de la pression magique sur le réel tel qu’on peut le percevoir ; à ce sujet, cf. Laboury, Thoutmosis III, 654-655.
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À ce propos, il faut par ailleurs noter la différence qui oppose le retour officiel à l’art du passé au début du Moyen Empire et au début du Nouvel Empire. Si, dès la réunification effectuée par Montouhotep II, l’art de cour renoue avec la fin de l’évolution artistique de l’Ancien Empire20, presque – ou prétendument – comme si la Première Période Intermédiaire n’avait pas existé et n’avait rien interrompu, la 18e dynastie naissante sélectionne quant à elle ses références en matière d’art non pas dans les productions de la fin du Moyen Empire, mais bien dans celles de sa phase initiale. L’idée qui est mise en avant, à tout le moins implicitement, et qui sous-tend cette démarche n’est donc plus celle d’une continuité, mais bien celle d’un véritable retour en arrière, d’une réactualisation du passé, par-delà une césure parfaitement conscientisée21. Dans ce sens, il paraît tout à fait licite de caractériser le phénomène comme une renaissance, à proprement parler. Sous le règne d’Amenhotep Ier, cette renaissance artistique du Moyen Empire, avec tout ce qu’elle implique sur un plan idéologique, prend donc pour référence la figure de Sésostris Ier 22. Cette revendication nettement ciblée paraît omniprésente dans l’activité monumentale du fils d’Ahmosis sur le site de Karnak : il agrandit par un ambitieux programme de constructions le « grand château d’Amon » édifié par son illustre prédécesseur de la 12e dynastie, plus de quatre siècles auparavant23 ; il y fait même réaliser une copie de la célèbre Chapelle Blanche de Sésostris Ier, dont la qualité d’imitation est telle qu’elle faillit passer pour une œuvre authentique du Moyen Empire aux yeux de son découvreur24 ; et, surtout, le décor de tous ces monuments prête au roi une physionomie ostensiblement calquée sur celle de Sésostris Ier (pl. 3)25. C’est ainsi que se constitue le visage que l’on appelle généralement thoutmoside, mais qu’il conviendrait peut-être de qualifier en réalité de « sésostride ». En effet, le portrait officiel, – le seul auquel on ait accès, – de Thoutmosis Ier apparaît lui aussi comme une copie fidèle du modèle physionomique de Sésostris Ier (pl. 3–4)26. En analysant les vestiges du trésor que Thoutmosis Ier fit ériger dans la partie nord du site de Karnak, Helen JacquetGordon a d’ailleurs pu montrer que ce roi se revendiquait explicitement du second souverain de la 12e dynastie. Elle commente ainsi la scène de couronnement de Thoutmosis Ier dans l’arbre ished qu’elle a pu reconstituer à l’aide de quelques fragments significatifs (fig. 1 a) : « La présence du nom de Sésostris Ier sur les feuilles de l’arbre Iched est pour le moins insolite dans une scène où l’on aurait toutes les raisons de croire que le but principal était de mettre en valeur le nom de Thoutmosis Ier lui-même. Il faut peut-être chercher l’explication dans le fait que Thoutmosis Ier n’étant apparemment pas le fils de son prédécesseur Aménophis Ier, il essayait de se créer des liens 14
spirituels avec son grand prédécesseur du Moyen Empire pour mieux établir ses droits. Il existe un autre témoignage de cette politique du roi. C’est un bloc en calcaire trouvé à Karnak à proximité de son obélisque (…). Au milieu d’un grand cartouche horizontal se trouve un cartouche vertical plus petit contenant le nom de Thoutmosis Ier (…). Il est flanqué de deux grandes feuilles; celle de gauche contient à nouveau le nom de Thoutmosis Ier et celle de droite le même nom combiné avec celui de ‹son père› Sésostris Ier, dont il est ‹aimé›. (…) Quelle que soit l’interprétation qu’on donne à ces inscriptions, il est certain que Thoutmosis Ier s’appliquait ici à lier son nom à celui de Sésostris Ier. »27 Cette renaissance du modèle de Sésostris Ier remonte en fait, nous venons de le voir, au règne d’Amenhotep Ier, au moins ; et elle se poursuit avec les successeurs de Thoutmosis Ier, moyennant quelques infimes variations, jusqu’au début du règne de Hatshepsout28 (pl. 3–4), soit, 20 Cf., entre autres références, Aldred, in : MMJ 3, 1970, 27–50. 2 1 Sur la prise de conscience à la 18e dynastie d’une rupture par rapport au passé, cf. la contribution de S. Bickel dans le présent ouvrage. Cette césure conscientisée semble résulter du traumatisme politique et psychologique causé par les événements de la seconde partie de la Deuxième Période Intermédiaire, mais les réflexions de Néferhotep Ier évoquées ci-dessus permettent de penser que le phénomène pourrait avoir commencé et s’être préparé plus tôt. 22 À nouveau, comme pour Ahmosis et Montouhotep II, l’association des deux souverains sur un plan historiographique semble avoir été reconnue par les Égyptiens du Nouvel Empire, comme en témoigne la stèle d’un certain Qenamon, prêtre attaché au culte funéraire d’Amenhotep Ier (MMA 28.9.6), qui s’est fait représenter en train de consacrer des offrandes à Amenhotep Ier et à Sésostris Ier, côte à côte ; cf. Bull, in : MMS, vol. 2/1, 1929, 76–82. 23 En attendant la publication de l’étude qu’en préparent actuellement L. Gabolde et J.-Fr. Carlotti, on se reportera aux recherches préliminaires effectuées par Graindorge/Martinez, in : BSFÉ 115, 1989, 36–64, et, en dernier lieu, Graindorge, in : Égypte, Afrique & Orient, vol. 16, 2000, 25–36. 24 Cf. Chevrier, in : ASAE 33, 1933, 178. 25 Autre excellent exemple dans Graindorge, in : Égypte, Afrique & Orient, vol. 16, 2000, 25, et passim. 26 Cf. Laboury, Thoutmosis III, 477–481 (avec bibliographie antérieure sur le portrait de Thoutmosis Ier). 27 Cf. Jacquet-Gordon, Karnak-Nord, vol. 6, 214–216 ; le bloc mentionné par l’auteur est illustré à la fig. 1b du présent article et se trouve actuellement conservé au Musée du Caire, sous le n° d’inventaire RT 27/3/25/4, cf. Krauß, in : Ägypten und Levante, vol. 3, 1992, 87, fig. 3. On peut ajouter que le nom de trône de Thoutmosis Ier semble lui-même évoquer Sésostris Ier, puisque aA-xpr-kA-Ra peut se comprendre en égyptien comme « #pr-kA-Ra (Sésostris Ier) est grand ». 28 Cf. Laboury, Thoutmosis III, 477–481, 585–590, 604. Sur le portrait de Thoutmosis II, qui semble offrir une version un peu plus juvénile du même modèle, cf., en outre, Gabolde, in : MDAIK 56, 2000, 203–206, pl. 22–23 ; pour l’étude de l’iconographie de Hatshepsout, cf. la magistrale étude du regretté R. Tefnin, Hatshepsout, que les recherches et découvertes plus récentes n’ont fait que confirmer (Laboury, Thoutmosis III, 592–608).
Laboury, Citations et usages de l’art
Fig. 1 : Fragments de décor de monuments de Thoutmosis Ier à Karnak mentionnant le nom de Sésostris Ier : feuilles de l’arbre ished dans une scène de couronnement au trésor de Karnak-nord (d’après Jacquet-Gordon, Karnak-Nord, vol. 6, pl. 64–65) et bloc découvert par A. Mariette près de l’obélisque de Thoutmosis Ier devant le IVe pylône (d’après Mariette, Karnak, pl. 32 f ; et Krauß, in : Ägypten und Levante, vol. 3, 1992, 87, fig. 3)
au moins, jusqu’en l’an 7 de Thoutmosis III29, c’est-à-dire pendant un peu plus d’un demi siècle. C’est seulement sous l’impulsion de la souveraine que d’autres voies vont être à nouveau explorées. Comme Roland Tefnin l’a parfaitement mis en évidence, les besoins de légitimité de la reine devenue pharaon vont l’inciter à définir une nouvelle image d’ellemême et de son pouvoir, abandonnant progressivement la figuration explicite de son identité sexuelle pour une affirmation plus univoque, puis exclusive, de sa nature royale30. Au cours de cette métamorphose, la physionomie initiale de la souveraine, que Tefnin avait reconnue comme une version féminine (peinte en jaune) du portrait de Thoutmosis Ier, soit le masque généalogique et dynastique que nous venons de voir se créer par référence à Sésostris Ier (pl. 3–4), se transforme et fait apparaître un visage encore non attesté dans la tradition sculpturale égyptienne, très personnalisé, avec un plan facial en triangle sur pointe, des yeux félins, étirés en amande, sous des sourcils hauts et arqués, une bouche petite et resserrée aux commissures, un menton peu marqué et vertical de profil, et un nez qui se busque très nettement (pl. 5 a). Puisque lors de cette phase iconographique, Hatshepsout met en avant son identité personnelle en tant que pharaon, portant un némès toujours plus ample et échangeant sa robe de reine pour la shendjyt des rois (pl. 5 b), il semble assez vraisemblable – et en tout cas tentant d’imaginer – que ce nouveau visage, sans parallèle connu, soit inspiré de la véritable physionomie de la reine31. Cette quête d’une iconographie politiquement appropriée à son nouveau Aegyptiaca Helvetica 22, 2013
statut aboutit finalement, – au plus tard en l’an 1232, – à l’image d’un pharaon pleinement viril, dans laquelle Hatshepsout a abandonné toute allusion à sa féminité33, avec des carnations peintes en rouge, une musculature et une morphologie explicitement masculines et un nouveau visage, qui apparaît comme une synthèse des deux précédents, c’est-à-dire un compromis entre le portrait très individualisé qui pourrait refléter la véritable physionomie de la reine et le masque thoutmoside, – ou sésostride, – de ses prédécesseurs, y compris le jeune Thoutmosis III, avec lequel elle décide désormais de partager le trône (pl. 6). Étant donné le contexte politique de cette corégence et le fait que cette nouvelle iconographie permet d’incarner en une même image la royauté de Hatshepsout et celle 29 Laboury, Thoutmosis III, 19 sq., 608. 3 0 Tefnin, Hatchepsout. 31 L’attitude politique de Hatshepsout vis-à-vis de Thoutmosis III durant cette phase de son règne confirme sa volonté très nette de s’affirmer personnellement, au détriment de son jeune neveu, pourtant couronné et reconnu comme roi officiel depuis sept années ; à ce sujet, cf. Laboury, Thoutmosis III, 623–628. 32 Cf. Laboury, Thoutmosis III, 626. Dans une contribution à paraître prochainement dans les actes du Theban Workshop. Creativity and Innovation in the Reign of Hatshepsut (organisé à l’Université de Grenade en mai 2010), je propose quelques arguments supplémentaires qui permettent de suggérer une évolution très rapide, endéans une seule année. 33 Même si, dans les inscriptions, les épithètes et pronoms relatifs à la souveraine peuvent encore présenter occasionnellement une désinence féminine, ses images sont désormais exclusivement masculines.
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de son neveu34, on peut se demander si la référence à Sésostris Ier, modèle initial du visage thoutmoside, est encore exploitée, consciente, ou même perçue. En effet, si Thoutmosis Ier se revendiquait explicitement de Sésostris Ier dans les documents examinés par Helen Jacquet-Gordon et évoqués ci-dessus (fig. 1), le discours idéologique de Hatshepsout se réfère quant à lui à Thoutmosis II, dans un premier temps, puis surtout à Thoutmosis Ier, le père et ancêtre légitimateur de la souveraine, et, enfin, dans une certaine mesure et ne fut-ce que par sa présence, physique puis iconographique et officielle, au jeune Thoutmosis III, avec lequel elle est amenée à partager l’exercice du pouvoir35. Toutes ces références politiques de la reine sont internes à la famille thoutmoside, dont l’autorité semble désormais clairement établie. L’allusion à Sésostris Ier et à son iconographie pourrait donc être devenue bien indirecte, voire tout simplement inexistante. Les emprunts à l’art du Moyen Empire n’en disparaissent pas pour autant sous le règne de Hatshepsout, au contraire, mais ils prennent une autre forme et semblent revêtir une autre signification. Ainsi, la reine implante délibérément son temple de millions d’années, le Djéserdjésérou, – un temple d’un type nouveau où fusionnent culte royal et culte divin36, – dans le cirque rocheux de Deir el-Bahari, en face de Karnak et à côté du temple funéraire de Montouhotep II, dont s’inspire très ostensiblement l’esthétique architecturale du nouvel édifice, avec sa structure en terrasses à portique de façade ; Hatshepsout dédie d’ailleurs plusieurs éléments de dépôt de fondation « en tant que son monument pour son père Neb-hépet-Rê, le juste de voix » (fig. 2)37. Le portique supérieur du temple de la souveraine, avec sa série de colosses osiriaques, renvoie quant à lui directement à la façade caractéristique du « grand château d’Amon » construit par Sésostris Ier à Karnak, juste en face, de l’autre côté du fleuve (infra pl. 9)38. Deux petits sphinx à crinières de la reine (Le Caire JE 53113 et MMA 31.3.94)39 découverts dans les décombres des statues du Djéser-djésérou reproduisent un type statuaire rare, particulièrement en vogue, sinon inventé, sous le règne d’Amenemhat III40 et surtout attesté à la fin de la 12e dynastie. La liste des traces évidentes de l’inspiration puisée par Hatshepsout dans les productions du Moyen Empire est en réalité longue et elle s’inscrit dans une politique plus générale, non exclusivement artistique41, d’emprunts au passé dans sa globalité42. En effet, ces renvois ou références sont, d’une part, moins ciblés sur une époque, un règne ou une personnalité en particulier et, d’autre part, plus ponctuels dans leurs manifestations, n’induisant plus un phénomène de renaissance esthétique généralisé vis-à-vis d’une période donnée. D’ailleurs, à l’inverse de ses prédécesseurs de la 18e dynastie, Hatshepsout, à travers ses portraits successifs, n’affiche aucun indice plastique d’une quelconque volonté de rapprochement physionomique 16
avec les illustres rois du Moyen Empire, qu’il s’agisse de Montouhotep II, de Sésostris Ier ou des pharaons de la fin de la 12e dynastie, pourtant tous clairement évoqués par les exemples qui viennent d’être mentionnés (comparer les pl. 2–6). On a donc à faire ici à des citations, ponctuelles, avec une influence formelle qui se limite désormais à la typologie des œuvres concernées et ne contamine plus l’ensemble du style et de l’esthétique de l’époque. Ces citations, nombreuses et diversifiées, s’intègrent non plus dans une renaissance artistique du début du Moyen Empire, comme sous les premiers pharaons de la 18e dynastie, mais plutôt dans un mouvement plus éclectique d’inspiration du passé, que l’on peut qualifier de néo-classique (l’expression est de P. Vernus, à propos de l’esprit général de l’époque)43, dans le sens où il s’agit
34 Comme l’avait suggéré Schoske, in : Eaton-Krauß/Graefe (éd.), Studien, 88. Pour l’interprétation politique du phénomène, cf. Laboury, Thoutmosis III, 623–628. 35 Sur tout ceci, cf. Laboury, Thoutmosis III, 623–628. En outre, pour les attestations iconographiques de l’utilisation posthume du souvenir de Thoutmosis II par Hatshepsout, on se reportera maintenant aux documents publiés par Gabolde, Monuments. 36 Cf., à ce sujet, la contribution d’A. Dorn dans le présent ouvrage. 37 Cf. Peterson, in : CdÉ 42, 1967, 266–268; Dodson, in : JEA 75, 1989, 224–226, pl. 29, 2; Donohue, in : DE 29, 1994, 37–44. 38 Cf. Gabolde, Grand château d’Amon, 23–70. Ironie de l’histoire, Hatshepsout finira par démonter cette façade du temple de Sésostris Ier à la fin de son propre règne ; cf. Gabolde, Grand château d’Amon, 25, 37, 43, 47, 48, 215 et 256. Le lien entre les deux monuments, souligné par l’esthétique architecturale et décorative de la terrasse supérieure du Djéser-djésérou, était également de nature rituelle, puisqu’ils fonctionnaient en vis-à-vis lors de la « belle fête de la vallée ». 39 Cf. Tefnin, Hatchepsout, 129–133. 40 Selon Fay, Louvre Sphinx, 27, le type du sphinx à crinière pourrait remonter au règne d’Amenemhat II, mais les indices de datation des fragments qui fondent cette déduction (la tête Berlin 22580) sont, à mon sens, particulièrement ténus, étant donné l’état de conservation de l’œuvre et le fait que les arguments avancés concernent exclusivement la qualité de la facture, rarement suffisante pour dater une sculpture égyptienne. 41 Cf. les contributions de M. Müller, A.M. Gnirs et A. Stauder dans le présent ouvrage. 42 Pour le domaine artistique, cf., en dernier lieu, Einaudi, in : Tiradritti (éd.), Pharaonic Renaissance, 68, qui souligne l’influence dans la décoration pariétale du Djéser-djésérou de l’art royal de l’Ancien Empire, et en particulier des complexes funéraires d’Ouserkaf, de Sahourê, d’Ounas et de Pépi II. Il faut en outre constater que si le discours idéologique de Hatshepsout fait encore régulièrement référence aux prédécesseurs lointains de la souveraine, – à l’instar de n’importe quel autre pharaon, d’ailleurs, – ce n’est jamais plus nommément (comme sous Ahmosis, Amenhotep Ier et Thoutmosis Ier), mais bien de façon globale ; cf., à titre d’exemple, l’inscription en façade du Spéos Artémidos, analysée par M. Müller dans le présent ouvrage. 43 Cf. Vernus, in : BSEG 19, 1995, 81 (n. 81). Pour la conscientisation antique d’un tel esprit « néo-classique », il convient de rappeler ici que sous Hatshepsout et Thoutmosis III, l’époque est régulièrement qualifiée d’wHm ms.wt ; cf. Gnirs, in : Moers et al. (éd.), Festschrift Junge, Bd. 1, 261; et A.M. Gnirs dans le présent ouvrage, § 4.2.
Laboury, Citations et usages de l’art
Fig. 2 : Éléments de dépôt de fondation de Hatshepsout à Deir el-Bahari dédiés à Montouhotep II (Liverpool Museum M11929 et Stockholm, Medelhavsmuseet MM14385, d’après Donohue, in : DE 29, 1994, 38)
d’un recours aux modèles du passé jugés classiques, mais sous une forme renouvelée44. De telles références à l’art du passé, par citations ponctuelles, se perpétuent durant la suite de la 18e dynastie. Elles sont presque toujours – sinon toujours – liées à un contexte local et particulier et, en tout cas, n’infléchissent plus l’évolution du portrait royal et de l’ensemble de la production artistique qui en découle. Le règne autonome de Thoutmosis III, après la disparition de Hatshepsout, nous en fournit d’excellents exemples. Ainsi, en se limitant aux emprunts à l’art du Moyen Empire, peut-on évoquer la scène qui décorait l’extrémité ouest du mur extérieur sud du « grand château d’Amon » de Sésostris Ier à Karnak, qui fut copiée à trois reprises sous Thoutmosis III (fig. 3) : une première fois, à l’identique, – mais à une échelle un peu plus grande (environ 1,1/1), – à l’extrémité est de la façade méridionale du « Palais de Maât », soit en remplacement du modèle original, détruit par le démontage du Aegyptiaca Helvetica 22, 2013
portique de façade de l’édifice du Moyen Empire à la fin de la corégence avec Hatshepsout ; ensuite, à l’autre extrémité de la même paroi mais, cette fois, au nom de Thoutmosis III, en introduction à l’inscription connue sous l’appellation moderne de « texte de la jeunesse » ; 44 Bien entendu, étant donné la valeur accordée au passé dans la pensée pharaonique, un tel usage conserve une dimension idéologique de légitimation, mais la revendication est assurément moins forte, confinant la démarche plutôt dans le registre du référentiel. Pour la canonisation du passé et en particulier du Moyen Empire à l’époque de Hatshepsout et Thoutmosis III, outre ce qui est exposé ici pour les arts plastiques, on se souviendra de l’intense activité de copie, – voire de re-création, – de la littérature du Moyen Empire (cf. Gnirs, in : Moers et al. (éd.), Festschrift Junge, Bd. 1, qui reprend la bibliographie antérieure et toute la question à neuf ; également les contributions de M. Müller, A.M. Gnirs et A. Stauder dans le présent ouvrage) et même des inscriptions non strictement littéraires de cette période (très bel exemple dans la TT 39 de Pouyemrê, qui a recopié un texte de la tombe de Hapydjéfa à Assiout (ép. de Sésostris Ier), cité dans Der Manuelian, Past, 12–16.
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Fig. 3 : Relief du portique de façade, mur d’ante sud, face sud du « grand château d’Amon » de Sésostris Ier à Karnak (d’après Gabolde, Grand château d’Amon, pl. 4) et ses copies par Thoutmosis III, sur le mur sud du « Palais de Maât » (d’après Mariette, Karnak, pl. 14) et sur le mur extérieur sud de l’Akh-menou (d’après Gardiner, in : JEA 38, 1952, pl. II)
la production artistique du règne n’ont plus de véritable incidence sur l’évolution du portrait royal, qui se définit désormais exclusivement par rapport à celui des ancêtres immédiats du souverain, soit dans un contexte propre et interne à la 18e dynastie48. Ce phénomène de citations artistiques circonstancielles semble néanmoins perdre progressivement de son intensité aux lendemains de l’épisode exceptionnel du
et, enfin, un peu plus tard mais non loin, sur la façade sud de l’Akh-menou, devant le décret relatif aux institutions de ce nouveau monument45. Ces différentes déclinaisons du relief de Sésostris Ier se justifient très clairement par leur proximité immédiate avec le « grand château d’Amon » construit par ce roi, édifice qui constituait le cœur du temple d’Amon-Rê de Karnak à l’époque46. Elles trouvent par ailleurs parfaitement leur place dans l’image que Thoutmosis III, à la suite de Hatshepsout, voulait donner de lui-même en tant que souverain pieusement respectueux de ses prédécesseurs sur le trône d’Égypte, garantie de sa légitimité par la tradition47. Mais, comme pour sa tante, belle-mère et excorégente, les diverses citations du passé qui ponctuent 18
45 Cf. Gabolde, Grand château d’Amon, 36–37. Pour la datation de ces reproductions du relief de Sésostris Ier, cf. Laboury, Thoutmosis III, 542–564. Ce même relief avait certainement inspiré un peu plus tôt une scène célèbre du Djésér-djésérou (Naville, Deir el-Bahari, vol. 3, pl. 85–86). Pour des exemples d’inspiration artistique du passé sous Thoutmosis III en statuaire, se référant cette fois à des époques plus anciennes et révélant l’éclectisme de l’intérêt du roi (et sa cour) pour les formes du passé, cf. Laboury, Thoutmosis III, 301–304 (en particulier n. 837) ; ainsi que l’analyse que Fay propose du fragment 1935.200.506 du Kestner-Museum de Hanovre, dans le catalogue d’exposition édité par Hornung et al. (éd.), Immortal Pharaoh, 80 sq. Rappelons également, dans cette perspective, que des textes de l’Ancien Empire furent recopiés sous le règne de Thoutmosis III, comme le note Redford, in : LÄ VI, 544, s.v. Thutmosis III. 46 Pour des exemples tout à fait analogues, tant vis-à-vis de Sésostris Ier que du « “dieu” nubien Sésostris III », cf. El-Enany, in : Memnonia 14, 2003, 129–137 ; El-Enany, in : BIFAO 104, 2004, 207–213. 47 À ce sujet, cf. Laboury, Thoutmosis III, 7, 475 sq. (n. 1275), 535–571 et passim. 48 Pour la problématique du portrait de Thoutmosis III et de son évolution, Laboury, Thoutmosis III.
Laboury, Citations et usages de l’art
règne conjoint de Hatshepsout et Thoutmosis III, qui en constitue en fait le point d’acmé. L’art égyptien de la 18e dynastie évolue alors suivant une dynamique qui lui est spécifique49, sans plus de dépendance directe vis-à-vis du passé lointain, jusqu’au règne d’Amenhotep III, où l’intérêt pour les formes d’expression ancestrales connaît à nouveau une recrudescence très importante, en relation avec le Heb Sed et à l’occasion de la première célébration de cette fête jubilaire, au passage de l’an 29 à l’an 30 du règne50. Mais même dans ce contexte volontairement et explicitement archaïsant51, ces nombreuses citations et références à l’art du passé n’induisent plus de renaissance artistique comparable à celle que les premiers rois de la 18e dynastie avaient suscitée par rapport au début du Moyen Empire. Il s’agit donc, en fait, d’une réactivation – ponctuelle – du processus mis en place sous la royauté de Hatshepsout. Les revendications et références artistiques de la 18e dynastie vis-à-vis du Moyen Empire connaissent donc une évolution manifeste et s’intègrent dans des perspectives différentes selon les époques envisagées. Le changement fondamental à cet égard se situe très clairement sous le règne de Hatshepsout, ce règne si singulier du point de vue de l’histoire politique, mais également sur un plan culturel, avec la présence conjointe et particulièrement remarquable d’innovations et d’inventivité, d’une part, et d’archaïsmes et d’imitation du passé, d’autre part. Dans une étude comme celle-ci, il mérite donc une attention toute particulière.
3. Essai de caractérisation de l’usage de l’art du Moyen Empire sous le règne de Hatshepsout Un infime détail archaïsant dans la statuaire de Hatshepsout, détail passé inaperçu aux yeux de bon nombre de commentateurs, peut peut-être permettre de mieux comprendre la signification de cet intense recours à l’art du passé – et en particulier à celui du Moyen Empire – sous le règne si créatif et innovant de la reine devenue pharaon. Il s’agit d’un pendentif en forme de coquille bivalve, sculpté en très léger relief sur la poitrine de deux statues de la souveraine : la statue assise et féminine MMA 30.3.3 (pl. 7 a) et la grande statue virile agenouillée MMA 29.3.1. Dans son étude de la statuaire d’Hatshepsout, Tefnin en avait relevé la présence, soulignant que, d’une part, « Les rois ne le portent pas avant la 12e dynastie », et que, d’autre part, « Sous la 18e dynastie, et même, à ma connaissance, pour tout le Nouvel Empire, les deux statues citées d’Hatshepsout sont les seules à porter un bijou de ce modèle. »52 La première attestation royale de ce type de collier remonte effectivement au règne de Sésostris Ier (avec la statue Aegyptiaca Helvetica 22, 2013
CG 384)53 et il devient tout particulièrement fréquent dans la statuaire des pharaons de la fin de la 12e dynastie54. Tefnin précisait d’ailleurs : « Il importe certainement de se souvenir qu’à Deir el-Bahari se dressaient des statues de Sésostris III toutes munies d’un pendentif identique. » Mais peut-être convient-il de ne pas se limiter à ce seul rapprochement, qui semble certes évident mais est avant tout déterminé par l’état de conservation du matériel archéologique qui nous est parvenu du site de Deir el-Bahari. À l’époque, Hatshepsout pouvait avoir observé ce pendentif en de très nombreux autres endroits du royaume. Amenemhat III, qui a vraisemblablement inspiré la souveraine pour ses petits sphinx léonins évoqués ci-dessus, porte le pendentif en double coquillage tout aussi régulièrement que son père et, surtout, le buste E 27135 du Musée du Louvre (pl. 7b)55 atteste que ce bijou faisait également partie de la parure des statues de Néférou-Sobek, la fille d’Amenemhat III, qui fut couronnée pharaon à l’extrême fin de la 12e dynastie et constitue, de ce fait, le précédent le plus proche de la royauté de Hatshepsout. 49 Cette dynamique est animée par deux tendances fondamentales : d’une part, une stylisation esthétisante, – qui est sémiotisée dans l’idéologie royale (notamment dans le style de divinisation qui accompagne la célébration du premier Heb Sed d’Amenhotep III ; cf. Johnson, in : O’Connor/Cline (éd.), Amenhotep III, 63–94), – et, d’autre part, une orientation vers une représentation plus « perceptuelle » et plus sensuelle de la réalité. Ces deux tendances – qu’il serait erroné d’envisager comme antinomiques – culmineront sous Amenhotep III, puis Amenhotep IV/Akhénaton cf. Laboury, in : UEE, s.v. Amarna Art. L’émancipation par rapport aux modèles de l’Ancien et du Moyen Empire à partir du règne d’Amenhotep II a pu également être objectivée grâce à l’étude de Gay Robins sur le système de proportion des figures humaines ; Robins, Proportions, 87(–118), 254. 50 Pour la statuaire, cf. Sourouzian, in : Berger et al. (éd.), Hommages à Jean Leclant, vol. 4, 499–530 ; pour les représentations bidimensionnelles de la fête Sed, cf. Wente, in : SAOC 35, 1969, 86–89 ; et, plus récemment, Bickel, in : Chappaz et al. (éd.), Akhénaton et Néfertiti, 25. L’intérêt archaïsant d’Amenhotep III dans le cadre de la préparation de son Heb Sed se manifeste également par un fragment de palette de l’époque pré- ou protodynastique (Le Caire JE 46148 - Brooklyn 66.175), au revers de laquelle fut ajoutée une scène figurant le roi en attitude jubilaire, accompagné de la reine Tiy ; cf. Bothmer, in : JARCE 8, 1969–1970, 5–8, fig. 1–6 (comparer les fig. 4 et 6 avec Schiff Giorgini, Soleb, vol. 5, pl. 71–72, 94–95, 99, 101, 105, 110–111, 115–116, 126, 131). L’explication de cette attitude vis-à-vis du passé nous est clairement donnée par l’inscription de la tombe de Khérouef (TT 192) commentée infra, dans la conclusion du présent article. 51 Cf. la note précédente. Pour un exemple du relais de cette inspiration dans l’art du passé au sein de l’élite qui gravite autour du roi, cf. Sourouzian, in : MDAIK 47, 1991, 341–355, pl. 46–52. 52 Cf. Tefnin, Hatchepsout, 4, n. 7. Sur ce pendentif, on consultera Evers, Staat, 33 (§ 221) ; et Polz, in : MDAIK 51, 1995, 243. 53 Cf. Evers, Staat, n. 52, pl. 36. 54 La typologie du collier des statues de Hatshepsout, avec plus de deux longues perles visibles de chaque côté du pendentif en coquillage bivalve, renvoie d’ailleurs aux exemples de la fin plutôt que du début de la 12e dynastie ; cf. Evers, Staat, 33 (§ 221), pl. 36, 69 et 85, ou encore le torse du Louvre discuté ci-dessous. 55 Cf. Delange, Statues, 30 sq.
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évidence cette parenté entre les deux trousseaux funéraires, commente les faits en ces termes :
Fig. 4 : Décor d’un fragment de colonne découvert au complexe funéraire d’Amenemhat III à Hawara mettant en relation la titulature de Néférou-Sobek et celle de son père (d’après Callender, in : Eyre (éd.), Proceedings, 234, fig. 2)
Plusieurs égyptologues ont déjà souligné le parallélisme politique et historique que l’on peut établir entre Hatshepsout et Néférou-Sobek56. En effet, cette dernière assuma le trône d’Égypte après le décès d’un roi qui semble avoir été son mari et son (demi-)frère (Amenemhat IV)57 ; elle se légitima par l’association systématique de son règne à celui de son père (fig. 4), prenant en charge la mémoire de celui-ci au complexe funéraire de Hawara, qu’elle paraît avoir achevé58 ; et elle développa une image de son pouvoir qui associe et intègre sa nature féminine aux insignes traditionnels de la royauté59. Même son nom de couronnement, Sobek-ka-Rê, fait songer à la formule que la fille de Thoutmosis Ier adoptera quelque trois siècles plus tard : Maât-ka-Rê 60. Et Vivienne G. Callender de conclure : « It is clear (…) that Sebekneferu provided a number of models which Hatshepsut later imitated and developed in her own efforts to establish herself as pharaoh »61. Outre ces points de convergence, qui ne semblent effectivement pas pouvoir relever du simple hasard, plusieurs indices révèlent que Hatshepsout avait une assez bonne connaissance des monuments de cette époque et s’en inspira. Ainsi, le premier sarcophage de la reine (Le Caire JE 47032), réalisé alors qu’elle était encore « grande épouse royale » et régente du pays, suivant un modèle typologique de cercueils du Moyen Empire62, comporte un programme d’inscriptions très rare, qui n’est autrement attesté que par les fragments du cercueil médian de la princesse NéférouPtah63, fille d’Amenemhat III et (probablement) sœur de Néférou-Sobek, qui eut le privilège exceptionnel de voir son nom mis en cartouche, à l’inverse de la majorité des princesses de l’époque64. Wolfram Grajetzki, qui a mis en 20
« it is clear that Hatshepsut as “great king’s wife” copied for her sarcophagus the form and the textual programme of one or more coffins of the late Middle Kingdom. Most of the texts on New Kingdom coffins have their roots in traditions of the Middle or even Old Kingdom (Pyramid Texts), but there are not many monuments which seem to have followed their prototypes so closely in form as well as inscription. (…) The Neferuptah coffin inscriptions confirm how extensively and how closely the Eighteenth Dynasty explored the works of an earlier period, in this case the late Middle Kingdom, a feature well-established in other branches of art. »65
56 Cf., en particulier, Staehelin, in : BSEG 13, 1989, 145–156 ; Callender, in : Eyre (éd.), Proceedings, 227–236. 57 Callender, in : Eyre (éd.), Proceedings, 228. 58 Callender, in : Eyre (éd.), Proceedings, 230 sq. 59 Staehelin, in : BSEG 13, 1989, 145–156. 60 Staehelin, in : BSEG 13, 1989, 152. Le modèle idéologique de légitimation de la royauté de Néférou-Sobek semble s’être défini par rapport à trois références : le père de la souveraine, son ancêtre légitimateur ; le dieu Sobek (en particulier de Shédet), divinité protectrice du Fayoum, qui entretient alors des relations particulières avec la famille royale, et spécialement avec Néférou-Sobek, ainsi que le nom de celle-ci le suggère ; et, enfin, le dieu solaire Rê, dont elle se présente comme la fille (Habachi, in : ASAE 52, 1954, pl. 11d ; Callender, in : Eyre (éd.), Proceedings, 232, 235), étant en outre « l’Horus (femelle) la bien-aimée de Rê » (fig. 4 ; Habachi, in : ASAE 52, 1954, 460, 467 ; Callender, in : Eyre (éd.), Proceedings, 233 sq.). La filiation vis-à-vis de Rê, – traditionnelle dans le discours pharaonique depuis la 4e dynastie, – est particulièrement intéressante pour une souveraine, dans la mesure où la théologie égyptienne a toujours conçu la divinité solaire accompagnée d’une parèdre féminine, qui peut, notamment, être sa fille, Maât. À nouveau, le parallélisme avec Hatshepsout, qui semble avoir poussé plus loin les réflexions de sa devancière du Moyen Empire, paraît évident (Amon-Rê venant en remplacement de Sobek). 61 Cf. Callender, in : Eyre (éd.), Proceedings, 236. 62 Hayes (Royal Sarcophagi, 39) écrit à propos de ce sarcophage retrouvé dans la tombe du Ouadi Sikkat Taqa el-Zeid, qu’il constitue « an almost exact replica in stone of a rectangular wooden coffin ». 63 Cf. Grajetzki, in : GM 205, 2005, 55–61. 64 Il en sera de même pour Néférou-Rê, la fille de Hatshepsout. 65 Cf. Grajetzki, in : GM 205, 2005, 60 sq. Comme l’auteur le souligne, il est peu probable que Hatshepsout ou ses « sarcophagus designers » aient réellement eu un accès direct au cercueil de Néférou-Ptah, dont la tombe fut retrouvée, semble-t-il, « undisturbed » en 1956, par Nagib Farag et Zaky Iskander (Grajetzki, in : GM 205, 2005, 60 sq. ; Farag/Iskander, Neferwptah) ; par contre, un document intermédiaire (peut-être un modèle des textes, sur papyrus, conservé dans les archives royales) peut avoir servi de moyen de transmission. Dans tous les cas, l’extrême rareté d’utilisation de ce programme d’inscriptions met en évidence la connaissance que Hatshepsout avait des monuments de cette période particulière de la fin de la 12e dynastie.
Laboury, Citations et usages de l’art