B eitrÀge
zu
F riedrich N ietzsche
BFN 15
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F riedrich N ietzsche
Nietzsche im Spiegel der Tiefenpsychologie
Der Autor Martin Liebscher, geb. 1972 in Wien, ist Research Fellow am German Department und Honorary Senior Lecturer am Psychology Department des University College London. Er war MitbegrĂŒnder und von 2002 bis 2011 Direktor des Ingeborg Bach mann Centre am Institute of Germanic & Romance Studies der UniversitĂ€t London. Sein Forschungsinteresse gilt der deutschen Philosophie und Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts, insbesondere deren Einfluss auf die Entstehung der frĂŒhen Psychoanalyse und Tiefenpsychologie. Zurzeit arbeitet er an der Herausgabe des Briefwechsels von C. G. Jung und Erich Neumann.
Martin Liebscher
Libido und Wille zur Macht Martin Liebscher · Libido und Wille zur Macht
Carl Gustav Jungs (1875â1961) Auseinandersetzung mit der philosophischen Tra dition lĂ€sst sich als psychologische Umdeutung philosophischer Begrifflichkeiten Âbeschreiben. Indem Jung diese tradierten Konzepte semantisch neu besetzt, gelingt es ihm nicht nur, Bezeichnungen fĂŒr bislang unbekannte PhĂ€nomene zu finden, Âsondern gleichzeitig assoziativ eine nĂ€here inhaltliche Bestimmung zu ermöglichen. Ausgehend von diesem Aneignungsprinzip unternimmt Martin Liebscher in diesem Buch den Versuch, anhand konkreter Vergleiche wie etwa zwischen Nietzsches ÂKonzept des Willens zur Macht und Jungs Begriff der Libido oder zwischen Nietz sches VerstĂ€ndnis des Scheins und Jungs RealitĂ€t psychischer Inhalte den Spuren der Philosophie Friedrich Nietzsches im Denken C. G. Jungs nachzugehen. Im ÂZentrum der Untersuchung steht dabei die Seminarreihe zu Nietzsches Also sprach Zarathustra, die Jung in den Jahren 1934 bis 1939 in ZĂŒrich abhielt. Das Buch endet mit einem unerwarteten BerĂŒhrungspunkt zwischen Nietzsches Begriff der «Um werthung aller Werthe» und Jungs Konzept der Individuation.
C. G. Jungs Auseinandersetzung mit Nietzsche
I S B N 978-3-7965-2716-6
Schwabe Verlag Basel www.schwabe.ch
9
783796 527166
S chwabe