Ausgabe Nr. 40/ Juni–August 2022
Schutz aktuell
Initiative ht o r d e h c r i K r e r u Ch e i g o l o e d I T B G L wegen die Spaltung!
Bischöflicher Hof in Chur mit Kathedrale (links)
Einführung der LGBT-Ideologie unter dem Deckmantel der «Prävention» Das Bistum Chur will alle kirchlichen Mitarbeiter inklusive Priester dazu zwingen, einen ideologischen Verhaltenskodex zur Missbrauchsprävention zu unterschreiben, der Ende Juni 2022 in Kraft treten soll. Wer nicht unterschreibt, dem droht die Kündigung. Zahlreiche Geistliche des Churer Priesterkreises verweigern aus Gewissensgründen ihre Unterschrift und rufen offen zum Widerstand auf. Die Vorwürfe sind brisant: Verletzung der kirchlichen Lehre, Heuchelei und Einführung der LGBT-Ideologie unter dem Deckmantel der «Prävention». Bischof Joseph M. Bonnemain, seit Februar 2021 Bischof von Chur, trägt die Verantwortung für den Inhalt dieser Verhaltensvorschriften, hat sie aber wohl nicht selber verfasst. Ausführlich begründet der Churer Priesterkreis in seiner lesenswerten Stellungnahme1, warum es das Gewissen nicht erlaube, diesen Verhaltenskodex2 zu unterzeichnen, obwohl man mit 95% der Vorschläge zur Missbrauchsprävention einverstanden sei. Der Verhaltenskodex «verletze mehrfach die Lehre und Disziplin der katholischen Kirche». So fordere der Verhaltenskodex zum Beispiel (Seite 14): «Ich verzichte auf
pauschal negative Bewertungen von angeblich unbiblischem Verhalten aufgrund der sexuellen Orientierung». «Wer diesen Satz unterschreibt», so der Churer Priesterkreis, «dürfe nicht mehr die katholische Lehre zur Homosexualität verkünden». Sogar die NZZ schreibt in ihrer Onlineberichterstattung zu Gunsten des Priesterkreises: «Nun geht es um die Homosexuellen: Dem Bistum Chur droht die Spaltung/Bischof verlangt von Priestern, dass sie Richtlinien unterschreiben, die der Lehre der Weltkirche widersprechen – sonst will er sie rauswerfen»3. Aus Sicht des Churer Priesterkreises könne sich die katholische Kirche nur bedingt an den gesellschaftlichen Wandel anpassen. Das sieht die Katholische Landeskirche im Kanton Zürich natürlich wohl ganz anders. Sie ist Herausgeberin dieses Präventionspapiers. Der Kanton Zürich gehört neben den Kantonen Graubünden, Schwyz, Glarus, Ob- und Nidwalden ebenso zum Bistum Chur. Man kann davon ausgehen, dass vorgängig von Exponenten dieser katholischen Kantonalkirche massgeblicher Druck auf die Bistumsleitung in Chur ausgeübt worden ist.
Fortsetzung S. 6
«Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule»
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Absurd: Magazin «Wir Eltern» will Kind Gemäss einem Bericht im Magazin «Wir Eltern» fordert die Sexualpädagogin Tina Reigel zu einem offensiven Erziehungsstil in Sachen Sexualität auf: Sie verlangt «Masturbationszimmer in Kitas» und dass Eltern schon beim Wickeln die Genitalien der Kleinkinder «benennen» sollten. Wir haben mit dem Sexualwissenschaftler und Kulturanthropologen Prof. Jakob Pastötter über das Wesen dieser neuen Mainstream-Sexualpädagogik geredet. «Schutzinitiative aktuell»: In einem im April 2022 veröffentlichten Interview im Magazin «Wir Eltern» fordert die Sexualpädagogin Tina Reigel Lehrerinnen und Lehrer dazu auf, mit Erstklässlern eine Klitoris aus Knete zu basteln. Wer darf sich überhaupt Sexualpädagogin nennen? Prof. Pastötter: Jeder kann sich Sexualpädagoge nennen – das ist den wenigsten Eltern bewusst. Und die allermeisten Menschen wissen auch nicht, dass die Sexualpädagogik mit vielen Behauptungen argumentiert, die jeglichem wissenschaftlichen Fundament entbehren. An diesem Interview zeigt sich das ganze Dilemma dieser M a i n s t r e a m Sexualpädagogik: Sie versteht weder etwas von Sexualität noch von Pädagogik, dennoch werden ihre Vertreter von breiten Teilen der Gesellschaft so wahrgenommen. Diese heute angewandte «sexuelle Bildung» wendet oft unzulässige Methoden der sexuellen Annäherung an Kinder an (sogenannte Grooming-Methoden), mit der Behauptung, so könnte sexueller Missbrauch verhindert werden. «Schutzinitiative aktuell»: Sie haben von Grooming-Methoden gesprochen. Können Sie unseren Lesern noch etwas genauer erklären, was damit gemeint ist? Prof. Pastötter: Wir verstehen darunter das gezielte Vorbereiten eines sexuellen Über-
griffs bei Kindern und Jugendlichen. Der Täter erschafft eine Distanz zwischen dem Bewusstsein und dem, was tatsächlich vor sich geht. Das fällt umso leichter, je mehr das Opfer bereits daran gewohnt ist, nicht auf sein Gefühl zu hören, sondern die Genitalien, um die es geht, als etwas von seinen Gefühlen Abgetrenntes wahrzunehmen. Der Körper wird dadurch zu einem blossen Objekt, Sexualität zu einer blossen Funktion in einem fürchterlich banalen und medizinisch-mechanistischen Sinn. Wertschätzung kann so nicht stattfinden, Körper und Sexualität werden zu etwas von der Persönlichkeit Abgetrenntem und letztlich Benutzbarem degradiert. Doch die menschliche Sexualität hat ihren Sitz nicht in den Geschlechtsorganen, sondern in der Persönlichkeit. Deshalb sage ich, dass diese Sexualpädagogen weder etwas von Sexualität noch von Pädagogik verstehen. Ihre Herangehensweise an die Sexualität ist die von Mechanikern. «Schutzinitiative aktuell»: Frau Reigel schlägt vor, mit Erstklässlern Genitalien zu kneten und behauptet: «Die Auseinandersetzung mit der Klitoris ist somit indirekte Prävention». Was sagen Sie dazu?
M gesag wen mach
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der Genitalien aus Knete basteln lassen Prof. Pastötter: Ich bin dieser pauschalen Aussage, die jeder wissenschaftlichen Untermauerung entbehrt, wirklich leid. Anatomisches Wissen gehört zwar durchaus zur Allgemeinbildung, von ihm aber zu erwarten, dass es eine Schutzfunktion hat, ist wirklich weit hergeholt. Das Problem ist nicht, dass ein Kind zu Protokoll gibt, es sei «da unten» von einem Erwachsenen manipuliert worden, das Problem ist, dass der Erwachsene die körperliche Unversehrtheit des Kindes verletzt hat. Bei der Sexualität – und das gilt für ihren Gebrauch ebenso wie für ihren Missbrauch – sind Gefühle etwas Entscheidendes. «Schutzinitiative aktuell»: Im Interview wird behauptet, dass Kinder «sexuelle Wesen» seien und sich manche schon «ab Geburt stimulieren». In Kitas sollen «Masturbationsecken eingerichtet werden», und Kindergärtnerinnen werden aufgefordert die Kinder zum «Dökterle» zu animieren, weil dies ein sehr relevantes Thema sei. Lebt Frau Reigel in einer anderen Welt?
Mein Mami hat mir gt, ich soll es ihr sagen, nn ich etwas Grusiges hen muss. Sie telefoniert dann der Polizei!
Prof. Pastötter: Ja, in der Tat: Frau Reigel lebt in einer anderen Welt. Wir haben es hier mit dem Phänomen der Projektion zu tun. Erwachsene, die offensichtlich überhaupt keine Erinnerung an ihre eigene Kindheit haben und die ausserdem die kleine Handvoll wissenschaftlicher Studien zum Thema nicht verstehen, projizieren ihre eigene Sexualität auf Kinder. Wenn es anders wäre, würde sie sich die Mühe machen, Kindergärten aufzusuchen, um ein realistisches Bild zu gewinnen. Wo sind die Studien, die Berichte von Erziehern sammeln, um diese Behauptungen und Forderungen auf eine qualitative Basis zu stellen? Aber darum geht es auch nicht, denn hier soll ein Verhalten normalisiert werden, das zwar gelegentlich auftritt, aber das sich bis heute der wissenschaftlichen Beurteilung entzieht, weil sich auch die Pädagogik da nicht herantraut. Ja, Kinder sind neugierig, ja, einzelne Kinder spielen mit ihren Genitalien, einige wenige «zwanghaft», aber es fehlt das Verständnis für ihre Motivation: Langeweile? Verarbeitung anderer Gefühle? Verarbeitung von Missbrauchserfahrungen, zu denen auch der Kontakt mit Pornographie gehört? Ich selbst kann da nur mutmassen, weil es eben keine Studien dazu gibt – die erwähnten Untersuchungen wurden alle bei Kindern durchgeführt, die selber Missbrauch erfahren hatten! Wichtig: Kinder wollen nicht sexuelle Erlebnisse, sondern Liebe – und die lässt sich nicht erlernen, sondern nur erfahren. «Schutzinitiative aktuell»: Was raten Sie Eltern, Lehrern und Schulleitern, deren Kinder in der Schule mit einer solchen «Pädagogik» indoktriniert werden? Prof. Pastötter: Es ist unser aktiver und intelligenter Widerstand gefragt. Das Lehrpersonal, das solch eine Sexualpädagogik fördert, muss merken, dass es fundierte Gegenstimmen gibt. Wenden Sie sich an den Verein Schutzinitiative, da hilft man Ihnen weiter. Beratend und juristisch.
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Tina Reigel ist Sozial- und Sexualpädagogin und ehemalige Tänzerin, die sich vor allem mit kindlicher Sexualität und Elternarbeit beschäftigt.
Der Verein Schutzinitiative hat dem Verlag CH Media, Aarau, und der Redaktion von «Wir Eltern» einen Protestbrief geschrieben, den Sie auf unserer Homepage finden: https://www.schutzinitiative.ch/brief-wir-eltern/
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Achtung, Broschüre «Hey You» für Kinder ab 12 enthält «Sex-Tipps»! Die von «Schutzinitiative aktuell» mehrfach kritisierte Organisation Sexuelle Gesundheit Schweiz (SGCH) gab im Herbst letzten Jahres eine Broschüre für Kinder ab 12 Jahren zum Thema «Liebe, Sex, Verhütung und mehr» heraus, welche Kinder geradezu zum sexuellen Experimentieren und zu Sex-Partnerschaften auffordert und direkt ihre Gesundheit gefährdet. Verena Herzog, Nationalrätin und Vorstandsmitglied des Vereins Schutzinitiative, reichte dazu in dieser Sommersession eine Interpellation an den Bundesrat ein.
Zum Glück regt sich bei immer mehr nationalen Parlamentariern in Bern der Widerstand gegen solche Machenschaften. So stellte die Nationalrätin Verena Herzog in der Sommersession in einer neuen Interpellation folgende Fragen an den Bundesrat:
In dieser sogenannten «Sexualaufklärungsbroschüre» von SGCH würden bereits 12-jährige Kinder auf Spielzeuge für Sexspiele hingewiesen, empört sich eine Mutter im Telefongespräch mit dem Verein Schutzinitiative. Nach kurzer Durchsicht ist klar: Die Inhalte der Sexbroschüre «Hey You» sind derart grenzüberschreitend und verwerflich, dass sie hier nur auszugsweise abgedruckt werden können.
Empfindet es der Bundesrat für sinnvoll, dass die
So wird die «Stimulierung im Bereich des Anus und Analkanal» als lustvolle Betätigung angepriesen und mit vaginalem Geschlechtsverkehr gleichgesetzt. Zwischen heterosexuellem und homosexuellem Geschlechtsverkehr wird nicht mehr unterschieden. Unter dem Kapitel «Wer bin ich», wird die Unterteilung der Geschlechter in Mann und Frau als Fehlannahme bezeichnet und das Bild gezeichnet, wonach Männer sich genauso die Nägel lackieren und High Heels tragen können. Man wird dazu aufgefordert, seine Geschlechtsidentität und die sexuelle Orientierung zu hinterfragen und weist Permissive Sexualideologie darauf hin, dass man auch trans, non-binär, agender oder genderfluid sein kann und dies einer ganz normalen Realität entspräche. Im Bereich Beziehungen werden 12-jährige Kinder auf promiskuitive Beziehungsmodelle wie «Freundschaft plus», «Sexfriends» oder «Friends with Benefits» aufmerksam gemacht.
Empfindet es der Bundesrat als angemessen,
Interpellationsfragen an den Bundesrat
Wie steht der Bundesrat, in Anbetracht der er-
wähnten Inhalte, zum Mindestalter von 12 Jahren für die Sexualaufklärungsbroschüre 2021 von Sexuelle Gesundheit Schweiz (SGCH)? von ihm mitfinanzierte Organisation SGCH Sexualpraktiken, wie beispielsweise Analverkehr, anpreist?
Kann es der Bundesrat nachvollziehen, dass sich viele Eltern grosse Sorge um ihre Kinder machen, wenn diese in Bezug auf ihre Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung beeinflusst werden?
dass bereits 12-jährige Kinder auf Freundschaft plus, Sexfriends oder Friends with Benefits als «Beziehungsmodelle» aufmerksam gemacht werden?
Ist der Bundesrat aufgrund der anhaltenden Vorkommnisse rund um SGCH bereit, seine finanziellen Beiträge an diese Organisation zu überdenken?
Leider ist der für das Bundesamt für Gesundheit verantwortliche Bundesrat Alain Berset dafür bekannt, sich mit Floskeln wie «Der Bundesrat kommentiert keine Inhalte betreffend die Sexualaufklärung – Dies ist Sache der Kantone» aus der Affäre zu stehlen. Aufruf an alle Eltern Und dennoch: Verspüren die politischen Behörden andauernden Widerstand, neigen sie dazu, im Stillen Konsequenzen zu ziehen, um sich zukünftig nicht mehr mit unangenehmen Fragen auseinandersetzen zu müssen. Was für die Welt der Politik Gültigkeit hat, gilt aber auch für den privaten und schulischen Bereich. Akzeptieren Eltern schulterzuckend eine klar grenzüberschreitende, pädophilen Kreisen zudienende «Sexualaufklärung» an der Schule ihres Kindes, so erhalten Sexualideologen das Signal, einfach weiterzumachen. Spüren sie hingegen Widerstand von Eltern, Lehrern und lokalen Bildungsverantwortlichen, kann der Vormarsch dieser Kinder gefährdenden Sexualideologie gestoppt werden.
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Bericht aus Bern Quo vadis Schweizer Familie – Kommt bald die Mit-Mutterschaft? «Mater semper certa est», sagte man im alten Rom oder zu Deutsch «die Mutter ist immer sicher». Davon waren die alten Römer überzeugt, weil die Mutter eines Kinds ja immer Dr. Sebastian Frehner, die Frau sei, die es geboren hat. Nicht Alt-Nationalrat so einfach war dies übrigens mit den Riehen (BS) Vätern: «Pater semper incertus est» («der Vater ist immer ungewiss»). Zumindest bevor sich Gentests etablierten, bestand da immer eine gewisse Unsicherheit… In verschiedenen Gesellschaften, z. B. dem konservativen Judentum, spielt dieser Gesichtspunkt (die Religion überträgt sich nur über die Mutter) immer noch eine Rolle. Klar war auch lange, was unter einer Familie zu verstehen ist. Traditionell zählte man dazu primär einen Mann und eine Frau, die geheiratet und zusammen (mindestens) ein Kind gezeugt hatten. Und solche traditionellen Familien erfuhren einen erhöhten Schutz (z. B. was die soziale, steuerliche oder erbrechtliche Stellung betrifft), wohingegen andere Formen des Zusammenlebens, z. B. Konkubinat oder gleichgeschlechtliche Partnerschaften, weniger privilegiert wurden.
mehrere Mütter hat oder auch vier Elternteile (z. B. drei Männer und eine Frau). Völlig unmassgeblich soll es sein, von wem ein Kind tatsächlich abstammt: Die biologische Familie würde ersetzt durch die sogenannte «Verantwortungsgemeinschaft». Man muss sich aber immer bewusst sein, welche Konsequenzen neue Regelungen haben. Die Identität beispielsweise ist für viele Menschen sehr wichtig; das sieht man nur schon daran, dass Adoptivkinder sich früher oder später oft auf die Suche nach ihren leiblichen Eltern machen. Auch das Thema Abstammung beschäftigt die Menschen. «Wer waren meine Ahnen, was haben sie gemacht, welche Eigenschaften habe ich von ihnen?» Die neuen Vorschläge zur Revision des Familienrechts nehmen auf solche wichtigen Gesichtspunkte für eine Gesellschaft und die einzelnen Individuen keine Rücksicht. Sie sind einerseits geprägt vom Ruf nach der grössten Individualität des Einzelnen, der keine Schranken gesetzt werden dürfen. Und andererseits sind sie Ausdruck des ewigen Kampfes gewisser gesellschaftlicher Kreise gegen die traditionelle Familie als Kern einer freiheitlichen und selbstverantwortlichen Gesellschaft.
Wer ist meine richtige Mutter?
Nun, die Welt wandelt sich und es gibt neue Lebensrealitäten: In den meisten Ländern wird immer weniger geheiratet, fast die Hälfte der Ehen wird geschieden, homosexuelle Paare sind nichts Ungewöhnliches mehr und Patchwork-Familien haben sich etabliert. Daraus leiten bestimmte Kreise ab, dass der Begriff der traditionellen Ehe und Familie überholt sei und der Realität angepasst werden müsste. In verschiedenen Ländern existieren bereits Pläne zur Modernisierung des Abstammungsrechts: So soll z. B. der Begriff der «biologischen» durch «soziale» Elternschaft ersetzt und mögliche Konstruktionen, wie «Mehr-Elternschaft» oder «Mit-Mutterschaft» geschaffen werden. Es soll also möglich sein, dass ein Kind
Etwas irritiert bin ich in diesem Zusammenhang davon, dass sich in der Schweiz (neben Rot-Grün) vor allem in Kreisen liberal denkender Politiker – mit denen ich ansonsten politisch mehrheitlich übereinstimme – das Institut der Verantwortungsgemeinschaft einer besonderen Beliebtheit erfreut. Und unverantwortlich finde ich die Tatsache, dass zwar propagiert wird, die Freiheit des Einzelnen stünde im Vordergrund, dabei aber etwas völlig ausser Acht gelassen wird: Nämlich das Kindeswohl, das Kernanliegen des Vereins Schutzinitiative.
Sebastian Frehner, Alt-Nationalrat, Riehen (BS)
«Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule»
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Fortsetzung von Seite 1: Implementierung der LGBT-Agenda Auch folgender Vorwurf des Churer Priesterkreises wiegt zu Recht sehr schwer: «Der Bischof hat Hand zum Versuch geboten, die LGBT-Ideologie unter dem Deckmantel der Missbrauchsprävention in der Kirche einzuführen und damit die Glaubenslehre der Kirche auszuhöhlen». Weiter ist im Verhaltenskodex denn auch die Vorschrift zu finden, die «sexuellen
Verhaltenskodex: Wer nicht unterschreibt, dem wird gekündigt! Rechte als Menschenrechte» anzuerkennen», und das «gelte insbesondere auch für das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung». An gleicher Stelle ist zu lesen, dass «Menschen über die Sinndimensionen der Sexualität ‹Lustfunktion, Sozialfunktion, Identitätsfunktion, Fortpflanzungsfunktion› selbstverantwortlich entscheiden». 1 2
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Da Kinder auch Menschen sind, zielen solche Vorschriften auf jedes Kind ab Geburt. Konkret wirkt sich das so aus, dass Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit geboten werden muss, sexuelle Lust zu leben. Gleichzeitig bedeutet es auch, dass ein «Recht auf Abtreibung» von den Seelsorgern anzuerkennen sei, und sogar noch als ein Menschenrecht! Es ist unfassbar, solche – durch international bestens vernetzte Lobby-Gruppierungen aufgegleisten – ideologischen Kampfbegriffe ausgerechnet in einem Präventionspapier vor sexueller Ausbeutung einer kirchlichen Institution zu finden! «Schutzinitiative aktuell» veröffentlicht seit Jahren die Warnungen wissenschaftlicher Experten4 vor pädophil und ideologisch verseuchten Pädagogikkonzepten und Begriffen wie «sexuelle Rechte». Der weltweite Trend, wissenschaftliche Fakten durch Ideologien zu ersetzen, ist offenbar noch immer ungebrochen. Briefe an den Bischof von Chur Ende September 2021 und Mitte Mai 2022 hat der Verein Schutzinitiative Informationen auch an den Bischof von Chur versandt. Darin wurde auf die folgenschweren Auswirkungen gefährlicher Sexualideologien und Kampfbegriffe aufmerksam gemacht, welche sich in Präventionskonzepten wie dem Verhaltenskodex einnisten. Es bleibt zu hoffen, dass das Bistum Chur seine Verantwortung wahrnimmt und den Verhaltenskodex entweder anpasst oder ganz verwirft.
https://www.churer-priesterkreis.ch/verhaltenskodex-stellungnahme.pdf Verhaltenskodex zum Umgang mit Macht / Prävention von spirituellem Missbrauch und sexueller Ausbeutung; 32 Seiten, 2021; Text: Karin Iten, Stefan Loppacher; Herausgeberin: Prävention von Machtmissbrauch im Bistum Chur, c/o Katholische Kirche im Kanton Zürich, Hirschengraben 66, 8001 Zürich. NZZ online, 5. Mai 2022, abgefragt am 28.05.2022 z.B. von Prof. Maurice Berger, Prof. Karla Etschenberg, Prof. Jakob Pastötter, Prof. Christian Winterhoff, Prof. David Paton, usw.
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