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Ausgabe Nr. 6 / Dezember 2013

Stimme zur Volksinitiative

Ulrike Walker, Co-Präsidentin

Die erste Etappe ist geschafft! Die Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» ist zustande gekommen! In diesen Tagen werden der Bundeskanzlei in Bern mindestens 110’000 gültige Unterschriften übergeben. Das ist ein grosser Erfolg! Das macht uns stolz und vor allem auch dankbar! Dankbar sind wir allen, die in den vergangenen Monaten diese Volksinitiative unterstützt und Unterschriften gesammelt haben. Nicht immer sah es für diese Volksinitiative gut aus. Als kurz vor Ablauf der Hälfte der Sammelfrist erst 43’000 gültige Unterschriften beisammen waren, mussten wir ein Paket von dringlichen Massnahmen schnüren: Ab sofort sollten in mindestens zehn Städten gleichzeitig Standaktionen durchgeführt werden. Bis zu 150 Personen stellten sich an den Samstagen zur Verfügung und sammelten Unterschriften bei Regen und bei Sonnenschein, bei Kälte im Minusbereich und bei Hitze! Ihnen verdanken wir ganz direkt rund 20’000 Unterschriften.

Wir beschlossen auch, die «Aktion Streuversand» zu lancieren: Damit konnten Gönnerinnen und Gönner einen Unterschriftenbogen an die Haushalte einer bestimmten Gemeinde oder Region versenden. Auch diese Aktion war erfolgreich. Rund 600’000 Unterschriftenbögen fanden so ihren Weg in die Briefkästen. Nun aber ist unsere Initiative zu einem festen Bestandteil der nationalen Politik geworden. Bereits jetzt entfaltet sie eine Schutzwirkung für unsere Kinder und Jugendlichen. Denn ab jetzt werden die Schulleitungen im ganzen Land ihr Handeln auch an unserer Volksinitiative messen. In zwei bis drei Jahren steht die Volksabstimmung auf dem Programm. Daran kommt nun niemand mehr vorbei! Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die mit ihrer Unterschrift und mit ihrem Einsatz zum Zustandekommen unserer Volksinitiative beigetragen haben!

Ulrike Walker Co-Präsidentin


Eidgenössische Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule»

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Sexualaufklärung ist nicht Sexualerziehung ist seit jeher ein wertvolles Recht und eine ernst zu nehmende Pflicht der Eltern. Nicht alle Eltern nehmen sie gleich ernst. Deshalb führt die Schule seit vielen Jahren in den Oberstufen, ungefähr ab dem zwölften Altersjahr, eine schulische Sexualaufklärung durch. Für politisch und ideologisch motivierte Kreise geht das zu wenig weit: Sie fordern jetzt, dass die Schule auch die Sexualerziehung der Eltern übernehmen und ab Kindergarten ein obligatorisches Sexualerziehungsprogramm einführen soll. Dagegen wehrt sich die Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule».

Begriffserklärung Sexualerziehung (frz.: éducation sexuelle) bezeichnet den Teil der Erziehung bei Kindern und Jugendlichen, der sich auf Fragen der Sexualität bezieht und zur Bildung der Geschlechtsidentität beiträgt. Die Sexualerziehung wird vor allem durch die Eltern oder die Vertrauenspersonen der Kinder und Jugendlichen vermittelt.

Sexualaufklärung (frz.: informations sur la sexualité) bezeichnet Informationen über Fakten und Zusammenhänge zu allen Themen menschlicher Sexualität. Sexualaufklärung findet meist als einmaliges Geschehen, mehr oder we-niger zielgruppenorientiert statt. Sexualaufklärung ist damit ein Teil der Sexualerziehung.

Es ist Sache der Eltern, ihren Kindern ein Vorbild zu sein, sie auf das Leben «draussen» vorzubereiten, ihnen ein schützendes Heim zu bieten, sie zu erziehen. Und dies schliesst das Kennenlernen des eigenen Körpers mit ein. Die Sexualerziehung im Elternhaus wird geprägt durch die vorherrschende Geisteshaltung, aber bewusst oder unbewusst auch durch die Nachahmung von Vorbildern und die Identifikation mit ihnen.

hen». Dabei handelt es sich um 15–25 individuelle heranwachsende Kinder mit je anderem Entwicklungsstand und anderer Geisteshaltung. Die Lehrpersonen kennen in der Regel weder den Entwicklungsstand der Kinder noch die Geisteshaltung ihrer Familien ausreichend. Aber das müssen sie auch nicht, denn «Sexualerziehung» gehört nicht in ihren Kompetenzbereich!

In jüngster Vergangenheit konnte da und dort festgestellt werden, dass Schweizer Bildungsanstalten mit dem Begriff «Schulische Sexualerziehung» operierten: In den Basler «Sexboxen» für Kindergarten und Primarschulen gibt es zum Beispiel eine «Handreichung Sexualerziehung» zuhanden der Lehrpersonen, und das mittlerweilen geschlossene «Kompetenzzentrum» an der Pädagogischen Hochschule in Luzern veröffentlichte ein «Grundlagenpapier für die schweizweite Verankerung von Sexualerziehung» an den öffentlichen Schulen.

Aufgabe der Schule ist und soll bleiben, den Kindern ab einem gewissen Alter Wissen und Informationen über die menschliche Fortpflanzung und Entwicklung zu vermitteln, die sogenannte Sexualkunde. Die Rede ist von Sexualaufklärung im Fach Biologie, in welchem auch relevante Gesundheitsinformationen vermittelt werden können. Diese Informationen werden heute schon von den Schulen angeboten, damit auch jene Kinder sich ein grundlegendes Wissen aneignen können, die zu Hause nur eine ungenügende Sexualerziehung erhalten.

Inhalt dieser Programme ist, dass bereits Kinder mit «Fertigkeiten und Werten ausgestattet werden sollen, um physisch, psychisch wie auch emotional Freude an ihrer Sexualität zu erfahren». Bereits im Kindergarten sollten Kinder gemäss diesen Lehrplänen lernen müssen, was «homosexuell», «lesbisch», «schwul» und «bisexuell» ist, und welche Berührungen lustvoll sein können. Es ist bereits von sexuellem «Höhepunkt» die Rede und schliesslich müssen sie Wertschätzung für die verschiedenen partnerschaftlichen Lebensweisen entwickeln. Die Lehrpersonen selber sollten Kurse besuchen und sich Kompetenzen aneignen, damit sie fähig sind, ihre Klassen, bestehend aus 15–25 Kindern, «sexuell zu erzie-

Damit sind die Grenzen zwischen Sexualerziehung und Sexualaufklärung klar gezogen. Sexualerziehung ist Sache der Eltern, die Schule wirkt ergänzend mit Sexualaufklärung hauptsächlich ab der Oberstufe. Hingegen haben staatliche Sex-Comics, «Sexboxen» mit anrüchigem Inhalt, Übungen mit sexuellen Praktiken und Pornofilme an den Schulen nichts verloren. Diese Ordnung aufrechtzuerhalten und sie wo nötig wiederherzustellen, wird in den nächsten Jahren eine Aufgabe der Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» sein.


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gleich Sexualerziehung!

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110’000 Unterschriften haben vollen Einsatz abverlangt Die Unterschriftensammlung für die Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» verlief wider Erwarten harzig. Als nach der Hälfte der Sammelfrist die Zahl der gesammelten Unterschriften immer mehr von der Soll-Linie abwich und die Zahl der ungültigen Unterschriften anstieg, schien die Unterschriftensammlung für einen Augenblick bereits gescheitert. Doch das Initiativkomitee leitete eine Reihe von dringlichen Massnahmen ein und konnte das Blatt wenden: Dank dem unermüdlichen Einsatz von zahlreichen Sammlerinnen und Sammlern!

Genf, Hochdorf, Lausanne, Lugano, Luzern, Olten, Siders, Sitten, Solothurn, St. Gallen, Wattwil und Zürich. Weitere Massnahmen wurden ergriffen: Über die Aktion Streuversand, mit welcher Unterschriftenbögen auf dem Postweg in alle Haushalte von ganzen Dörfern, Städten und Regionen versendet werden konnten, gelangten rund 600‘000 Unterschriftenbögen in die Briefkästen der Bevölkerung. Weiter wurden sechs Zeitschriften ausgewählt, die Unterschriftenbögen als Beilage an die Leserschaft versendeten. Diese Zeitschriften hatten eine Gesamtauflage von 250‘000 Exemplaren. Diese und weitere Aktionen haben zum Sammelerfolg beigetragen. Ganz besonders erwähnt werden sollen die über 1000 Einzelpersonen, welche in Briefumschlägen und Paketen ihre gesammelten Unterschriften einreichten und damit massgeblich zum Sammelerfolg beitrugen. Ihnen allen gebührt ein herzliches Dankeschön!

Für gewöhnlich kommen in der ersten Hälfte der Sammelfrist einer Volksinitiative deutlich mehr Unterschriften zusammen als in der zweiten. Denn je länger eine Volks- Das Initiativbüro meldet nun, dass all diese Massnahmen initiative läuft, umso schwieriger wird es, Unterschriften mit hohen Kosten verbunden waren. Auch die Beglaubigung zusammenzubringen, und die Zahl der doppelten Unter- der gesammelten Unterschriften und die Korrespondenz schriften steigt überproportional stark an. Anders bei die- mit den 2500 Gemeindeverwaltungen in der ganzen Schweiz ser Volksinitiative: Die erste Hälfte der Sammelfrist verlief sowie das Abwickeln von mehreren Tausend Bestellungen harzig: Viele Bürgerinnen und Bürger meinten zu Beginn, sie hätten diese Initiative bereits unEntwicklung der Unterschriftensammlung terschrieben. Erst im Gespräch «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» stellte sich oft heraus, dass sie 125'000 nicht diese Initiative, sondern eine Petition gegen Sexualkundeunter100'000 richt in der Volksschule unterSoll-Linie schrieben hatten, welche von 75'000 anderer Seite lanciert worden Total gesammelt war. Da aber jene Petition nicht 50'000 das Gleiche war wie unsere VolksTotal gültig 25'000 initiative, konnten sie ihre Unterschrift trotzdem leisten.

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Als anfangs Februar 2013 in der Statistik der Unterschriftensammlung bereits ein Manko von rund 10‘000 Unterschriften gegenüber der (roten) Soll-Linie klaffte, musste eine Krisensitzung einberufen werden. Als erste Massnahme wurden Strassensammlungen mit Standaktionen beschlossen. Bei Minus-Temperaturen wurden die ersten Sammlungen durchgeführt. Bald schlossen sich bis zu 150 Personen pro Sammeltag an und brachten pro Tag bis zu 3000 Unterschriften zusammen. In folgenden Städten wurden Sammelaktionen durchgeführt: in Aarau, Altdorf/UR, Basel, Bern, Biel, Brig, Bulle, Bellinzona, Chur, Einsiedeln, Fribourg,

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Graphik: Initiativbüro

von Unterschriftenbögen haben in der Kasse des Initiativkomitees ein Loch hinterlassen. Die letzten Massnahmen konnten nur noch dank der Vorfinanzierung vonseiten eines Freundes der Volksinitiative getätigt werden. Deshalb bittet das Initiativkomitee mit diesem Rundbrief alle Freunde der Volksinitiative, mit einer kleinen Extra-Spende mitzuhelfen, dass nach der Abgabe der Unterschriften in Bern in der Kasse der Volksinitiative kein Loch zurückbleibt. Auch dafür danken wir Ihnen ganz herzlich!


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1500 Unterschriften und ihre Geschichte:

Eine Unachtsamkeit mit Folgen

Einem jungen Unterschriftensammler widerfuhr ein grosses Missgeschick: In einem Augenblick der Unachtsamkeit liess er beim Aussteigen aus dem Zug ein Paket mit den während Wochen gesammelten 1500 Unterschriften liegen. Als er sich erinnerte und umkehrte, war der Zug schon in voller Fahrt. Trotz aller Bemühungen gelang es ihm nicht mehr, in den Besitz der Unterschriften zu gelangen. Sie blieben bis heute verschollen. Man stelle sich einen fleissigen, überaus eifrigen und motivierten Unterschriftensammler vor, der jede freie Minute nutzt, um für die Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» so viele Unterschriften wie möglich zu sammeln. Er ist sich nicht zu schade, bei fremden Leuten an der Haustür zu klingeln, Menschen im Zug oder auf der Strasse, die er nicht kennt, anzusprechen und auch während der Mittagszeit im Restaurant auf Stimmenfang zu gehen. Dieser Unterschriftensammler schafft es, an einem einzigen Tag 70 bis 100 Menschen zu finden, die ebenfalls für sein Anliegen einstehen und ihre Unterschrift abgeben. Müde, aber zufrieden kehrt er jeweils am Abend nach Hause zurück. Als er eines Tages mit einem Vertreter des Komitees vereinbart, die Unterschriften zu übergeben, besteigt er eine S-Bahn. Er hat die gesammelten Unterschriften in einem Karton bei sich und legt diesen auf den Sitz nebenan. Die Wärme im Zug, die Zufriedenheit, einen grossen Beitrag an die Unterschriftensammlung zu leisten, sowie persönliche Sorgen, die ihn an diesem Tag bedrücken, lassen seine Gedanken unkonzentriert umherschweifen.

Als der Zug überraschend schnell am vereinbarten Ort ankommt, packt er hastig seine Jacke und stürmt aus dem Zug. Er sucht den Treffpunkt, wo er sich mit dem Vertreter des Komitees verabredet hat. Doch plötzlich zuckt er vor Schreck zusammen: Wo ist der Karton mit den Unterschriften? Er hat ihn im Zug liegen gelassen! Er dreht sich um und sieht nur noch den wegfahrenden Zug. Schockiert und fassungslos schaut er den Schlusslichtern des Zuges nach. Alle seine darauffolgenden Bemühungen, wieder in den Besitz der Unterschriften zu gelangen, sind erfolglos. «Jetzt ist der Zug im wahrsten Sinne des Wortes abgefahren!», denkt er sich, «und ich bin schuld daran, wenn die Initiative nicht zustande kommt!» – «Und dabei handelt es sich doch um eine so wichtige Sache, nämlich um das Wohl der Kinder!» Der Vertreter des Komitees muss selber seine Enttäuschung verbergen und seine ganze Kunst aufwenden, den jungen Sammler zu trösten und ihm klarzumachen: «Nur Mut, guter Freund, es geht weiter, gemeinsam können wir es schaffen!» Lieber Unterschriftensammler, dank Ihrem und dem Fleiss vieler anderer ist es uns gelungen, rund 110‘000 gültige Unterschriften fristgerecht zusammenzubringen. Indem Sie von Haustür zu Haustür, im Zug und auf der Strasse mit Leuten über unser Anliegen gesprochen haben, haben Sie mitgeholfen, den Weg zu ebnen, damit das Volk an der Urne das letzte Wort haben kann. Unser herzlicher Dank soll Ihnen auch ein Trost sein!


Eidgenössische Volksinitiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule»

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Ein Unterschriftensammler dankt dem Initiativkomitee [Ein Unterschriftensammler dankt dem Initiativkomitee] info@schutzinitiative.ch Von: aaaaaaaaaaaaaaaaaaaa Gesendet: Freitag, 22. November 2013, 16:10 An: info@schutzinitiative.ch Betreff: Schutzinitiative zustande gekommen! – Dank und Glückwunsch! Sehr geehrte Damen und Herren des Initiativbüros! Herzlichen Glückwunsch zum erfolgreichen Abschluss der Sammeltätigkeit sowie herzlichen Dank für Ihren überaus grossen und opferbereiten Einsatz zugunsten der ganzen Gesellschaft – v.a. aber zum Erhalt christlicher Werte und Freiheiten in unserem Lande. Ich gehe davon aus, dass zurzeit wohl die wenigsten unserer Mit-­‐Eidgenossen realisieren, welch verheerende Zeitbombe in unserem Reisegepäck (der Bildung) schlummert… Da wir nicht in der Lage sind, Ihnen Ihren Einsatz angemessen zu belohnen oder auch nur zu entschädigen, möchten wir Ihnen wenigstens ein aufrichtiges «Vergelt's Gott» zurufen und diese Bitte auch «nach oben» schicken! Sie haben Ihren «Job» gut gemacht! Herzlichen Dank! Mit Respekt aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Das Initiativkomitee wünscht frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr! Bitte helfen Sie mit einer Spende auf: PC 70-80 80 80-1 Impressum: Schutzinitiative aktuell erscheint 4-mal jährlich / Abo: CHF 10.–, für Gönner/-innen im Beitrag enthalten / Herausgeber und Redaktion: Überparteiliches Komitee «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule», Postfach, 4011 Basel, Tel. 061 702 01 00, Fax 061 702 01 04, info@schutzinitiative.ch, www.schutzinitiative.ch, Postkonto: 70-80 80 80-1 / © Initiativkomitee / Gestaltung und Fotografie: GOAL AG für Werbung und Public Relations, 8600 Dübendorf / Druck: Engelberger Druck AG, 6370 Stans.


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