Die digitale Baustelle Wie am Ende auch Handwerker vom Forschungsprojekt Construct-X profitieren sollen. Seite 4
Mentale Gesundheit So erkennen Sie, wie viel Ihnen fremder Stress ausmacht und wie Sie sich schützen können. Seite 7
Fotos: Hermann Pentermann | HWK Magdeburg | Anna Nacke | Meyer Gruppe | Privat
Die Regierung will den Katalog der Schwarzarbeits-Branchen ändern. Was die Verbände sagen. Seite 3
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Friseure im Visier
www.hwk-hannover.de | Einzelpreis 1,50 €
Wirtschaftszeitung der Handwerkskammer Hannover
130. Jahrgang | Nr. 9 | 15. September 2025
Details noch ungeklärt Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ist in Kraft. Warum Betriebe auf Nummer sicher gehen sollten. Seite 8
Florian Kastner, Lukas Bäcker, Sergej Schäfer (oben, v.l.), Melanie Kruse, Kai Schaupmann und Kerstin Prause (unten, v.l.) haben Vorschläge für die Weiterentwicklung der Kammer-Angebote.
Mobilität neu gedacht Gelungene Premiere in Hannover: Rückblick auf das FORUM mobility & work. Seite 10
Wünsche zum Jubiläum Die Handwerkskammern feiern in diesem Jahr ihr 125. Jubiläum. Betriebe wissen das vielfältige Angebot zu schätzen. Doch was würden sie sich für die Zukunft noch wünschen? Hier ihre Antworten.
Drei auf einen Streich
on A wie Ausbildungsberatung bis Z wie Zivil- und Vertragsrecht: Die Handwerkskammern bieten ihren Mitgliedbetrieben umfassende Beratung und sind Problemlöser in vielen Angelegenheiten. Zum 125. Jubiläum hat die Redaktion dieser Zeitung Handwerkerinnen und Handwerker gefragt, was sie sich zu bestehenden Dienstleistungen wünschen würden. Meist sind das kleine Ergänzungen zum aktuellen Angebot.
Das triale Studium Handwerksmanagement (B.A.). Seite 24
Ausbildung, Förderung, Sichtbarkeit
V
125 Jahre Handwerkskammern, 75 Jahre ZDH: Stimmen und Meilensteine zum Jubiläum finden Sie ab Seite 11
„Mehr Weiterbildungsangebote, die über die Ausbildung hinausgehen, wären toll. Ich denke da an Themen wie Baustellendokumentation oder Wirtschaftlichkeitsberechnung aber auch Büroorganisation oder bewährte Softwareangebote. Das würde uns im Arbeitsalltag wirklich weiterhelfen.“ (Florian Kastner, Dachdeckerei Kastner, Hameln)
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„Mein Wunsch ist, dass die Handwerkskammern und Innungen enger zusammenarbeiten. Insbesondere die Ausbildungsverord-
„Da ich gerade eine Betriebsübernahme hinter mir habe, würde ich mir rückwirkend mehr Informationen rund um die Themen Startkapital, Fördergelder und Unterstützung für junge Unternehmer wünschen.“ (Sergej Schäfer, Bruns Zerspanungstechnik, Isernhagen)
Frauen im Handwerk müssen sichtbarer werden.
„Ich wünsche mir eine größere Sichtbarkeit der Frauen in Handwerksberufen und ihre Stärkung in der Gesellschaft. Daher bitte ich die Handwerkskammern, weiterhin am Ball zu bleiben und als Institution auch in diesem Bereich präsenter zu werden.“ (Melanie Kruse, Tischlerei Kruse, Sevelten)
Melanie Kruse, Tischlerei Kruse, Sevelten
„Wir müssen es schaffen, die Vollversammlungen in den Handwerkskammern zu
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„Da uns die Weiterbildung der Mitarbeitenden am Herzen liegt, wünsche ich mir aktuelle Informationen zu entsprechenden Fördermöglichkeiten. Wenn eine Förderung ausläuft, beginnt meist ein anderes Programm, das Betriebe nutzen können. Das wüsste ich gern vorab, sodass wir Chancen auf eine rechtzeitige Bewerbung haben.“ (Lukas Bäcker, Meyer Gruppe, Ganderkesee) „Mein Wunsch ist, dass das Handwerk für die jungen Generationen wieder spannender wird und wir Betriebe mehr Nachwuchs finden. Das betrifft die Ausbildung und die Unternehmensnachfolge.“ (Kerstin Prause, Inhaberin Kerstin‘s Friseursalon, Stendal) MARTINA JAHN W
Herbstausstellung „Das Gute… liegt so nah“ Handwerksform Hannover zeigt nachhaltiges Kunsthandwerk vom 13. September bis 11. Oktober 2025.
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verjüngen. Das geht nur, wenn viele junge Handwerker auch ein Ehrenamt übernehmen. Dafür müssen wir sie durch unsere Arbeit für eine ehrenamtliche Tätigkeit begeistern.“ (Kai Schaupmann, Joh. Fischer GmbH, Osnabrück)
Aus Ton und Holz entstehen Unikate Seit gut einem Jahr fertigt Frauke Farin aus Oldenburg ihre Brottopf-Reihe. „Ich hatte echt Respekt davor, mit dieser Masse Ton zu arbeiten“, erzählt die Keramikerin. Für einen Topf verarbeitet sie ungefähr fünf Kilo davon. Für solche Mengen Ton sei die Vorbereitung entscheidend: Er wird durchgeschlagen, mit Tonfarbe und Farbpigmenten überzogen und mit Mustern verziert. Für die Wirkung sei der richtige Trockenheitsgrad wichtig. Die Deckel für die Unikate drechselt ihr Nachbar. „Besonders gefällt mir die Kombination von Ton und Holz“, sagt Farin. (JTE)
Nachhaltigkeit beginnt vor Ort: Unter diesem Leitgedanken präsentiert die Handwerksform Hannover noch bis zum 11. Oktober 2025 eine vielfältige Auswahl an Kunsthandwerksarbeiten, die durch bewusste Materialwahl, kurze Produktionswege und umweltfreundliche Herstellungsverfahren überzeugen. Im Fokus stehen handgefertigte Unikate, die überwiegend aus Materialien aus der Region entstehen – ein Beitrag zur Stärkung der lokalen Wirtschaft und zur Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks. Parallel zur Ausstellung lädt die Handwerksform an vier Samstagen zu Schnupperweben-Workshops ein. In kleiner Runde können Teilnehmende selbst Hand anlegen und das traditionelle
Handwerk ausprobieren. Die Plätze sind begrenzt, daher ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. (VE) W Infos und Termine: Alle Termine zum Schnupperweben- Workshop und die Anmeldung finden Sie unter www.handwerksform.de Foto: Johannes Daniel
Wir feiern das Handwerk!
nung ist teilweise so veraltet, dass Techniken und Materialien verwendet werden, die in der Praxis gar nicht mehr gefragt sind. Kaum jemand nutzt beispielsweise mehr einen Hobel – der liegt eher auf dem Dachboden.“ (Walter Keitel, Tischlerei Keitel, Lenne)
Leuchte von Johannes Daniel.