Kunden schätzen die Arbeit von Handwerkern. So können Betriebe davon profitieren.
Betriebe müssen E-Rechnungen empfangen, verarbeiten und archivieren. Was ist hierbei zu beachten? Seite 2
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Engagement zahlt sich aus
Umgang mit E-Rechnungen
andwerker genießen einen ausgezeichne ten Ruf! Fast 90 Prozent der Deutschen sehen Handwerksberufe als wichtig oder sehr wichtig für die Gesellschaft an. Das ergab eine Umfrage des Marktforschungs instituts Appinio im Auftrag von Bosch Power Tools. Gut 1.000 Personen wurden dafür befragt. Diese Ein stellung wirkt sich auch auf eine mögliche Karriere im Handwerk aus: Zwei Drittel der Befragten würden ihren Kindern, Freunden oder jungen Menschen in ihrem Umfeld zu einer Ausbildung im Handwerk raten. Fast ein Drittel würde das sogar „auf jeden Fall“ tun.
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Bäckerberuf im Trend Bei jungen Menschen wird das Bäckerhandwerk beliebter. Wie gelingt die Azubi-Akquise? Seite 3
Geschäftskonto eröffnen
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Die vielen Banken und unterschiedlichen Konditionen erschweren die Wahl. Tipps vom Experten Seite 6
Engagieren und darüber sprechen Auch Emidio Gaudioso freut sich, dass er in diesem Jahr schon gut 20 Bewerbungen für den Ausbildungs start im August erhalten hat. Damit sein Salon für Kunden und Mitarbeitende ein angesehener Betrieb bleibt, sind für den Inhaber von Emidio Xsesso Hair in Bückeburg zwei Dinge besonders wichtig: Erstens, sich zu engagieren – für den Friseurberuf und für das gesamte Handwerk. Zweitens, dafür zu sorgen, dass die Öffentlichkeit von dem Engagement erfährt. „Vor allem dadurch werde ich in der Branche wahr genommen“, betont der Friseurmeister. Website und SocialMediaKanäle sind dafür aus seiner Sicht gut geeignet. Für die Sichtbarkeit seines Betriebs hat er mit einem großen Screen gesorgt, vor dem jeder frisch Frisierte ein Selfie machen und direkt posten kann. Der Clou: Sein Firmenname erscheint gleich mit.
Gegenseitige Unterstützung Solo-Unternehmerin Michele Rakers ist keine Alleinkämpferin, sie setzt auf gute Zusammenarbeit. Seite 7
Bewerber googeln – erlaubt? Warum Betriebe der Versuchung eines Datenchecks besser widerstehen sollten. Seite 10
Minibus fürs Handwerk Der neue VW Caravelle fährt elektrisch, bietet Platz für acht Personen und ist robust. Seite 14
Mit dem Thema Nachhaltigkeit kann Friseurmeister Emidio Gaudioso bei jungen Menschen am meisten punkten.
Herausforderung Fachkräftemangel In der Bewältigung des Fachkräftemangels sehen die Befragten der Studie eine große Herausforderung für das Handwerk: Ein knappes Drittel (30,4 Prozent) ist zuversichtlich, dass diese Aufgabe zu meistern ist. Doch die Meinungen der Generationen gehen auseinander: Bei den 18 bis 24Jährigen sind fast 41 Prozent optimistisch, während dieser Anteil bei den älteren Gruppen abnimmt. Um junge Menschen für das Handwerk zu gewin nen, sei es wichtig, sie besser zu bezahlen und für bessere Arbeitsbedingungen zu sorgen, meint eine Mehrheit von knapp zwei Dritteln (61,9 Prozent). Auch hier weichen die Jüngeren leicht ab: Während knapp 60 Prozent der 18 bis 24Jährigen diesen Aspekt betonen, steigt der Wert bei den 55 bis 65Jäh rigen auf fast 68 Prozent. Für Handwerksunternehmer Emidio Gaudioso ist nicht nur eine qualifizierte Aus und Weiterbil
Botschafter mit Strahlkraft Kammer zeichnet Azubis aus, die bei den Deutschen Meisterschaften am weitesten gekommen waren. Seite 17
INFOKANÄLE App „Handwerk“ Die Welt des Handwerks bewegt sich natürlich auch nach dem Redaktionsschluss weiter. Mit unserer App bleiben Sie auf dem Laufenden. Kostenlos zu haben ist sie im App Store oder bei Google Play.
dung wichtig, sondern auch eine gute Bezahlung. Sie liege bei seinen Mitarbeitenden über Tarif. Aber um junge Fachkräfte zu binden, seien auch andere Aspekte wichtig: „Ich möchte einen Draht zu meinem Team haben und lege Wert auf eine tolle Arbeits atmosphäre“, betont er.
Nachhaltigkeit hat Strahlkraft Die Teilnehmenden der Studie wurden auch nach den Kriterien gefragt, nach denen sie einen Handwerks betrieb auswählen. Ganz oben auf der Liste: Qualität in der Ausführung, Termintreue und Kostentransparenz. Zudem gewinnt Nachhaltigkeit an Bedeutung: Mehr als die Hälfte der Befragten erachten die Verwendung nachhaltiger Materialien und ressourcenschonende Arbeitsweisen für wichtig oder sehr wichtig.
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Eine tolle Arbeitsatmosphäre trägt zur Bindung junger Fachkräfte bei. Emidio Gaudioso, Friseurmeister
Diese Erfahrung macht der Friseurmeister seit Jah ren. Kürzlich erst sei einer seiner jungen Kunden mit der Bitte einer Projektarbeit zum Thema Wasserauf bereitung zu ihm gekommen. Bei Emidio Gaudioso wird das Haarwaschwasser aufbereitet und für die Toilettenspülung wiederverwendet. „Wenn sie von solchen praktischen Anwendungen erfahren, können wir die Jugendlichen begeistern“, ist er überzeugt. Das Interesse erfahre er beispielsweise auch bei Vor trägen in Schulen oder auf Messen. Für sein vielschichtiges Engagement in Sachen Nachhaltigkeit bekommt er zudem positives Feed back von Kunden und Kollegen. „Das Engagement kostet Zeit und Kraft, aber es zahlt sich aus“, ist sich der Unternehmer sicher. MARTINA JAHN UND KATHARINA WOLF W
„Entlastung der Betriebe ist überfällig“ Die EU-Kommission will die Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs bringen und hat dafür einen Plan vorgelegt.
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Wirtschaftszeitung der Handwerkskammer Oldenburg
130. Jahrgang | Nr. 3 | 14. März 2025
Lieblingsprojekt für süße Träume Ein Traum in Eiche: rustikal, ursprünglich – und massiv. „Ein Bett wie dieses stellt man einmal hin, dann wird das nicht mehr bewegt“, lacht Holztechniker Michael Haller angesichts der geschätzt 300 Kilogramm, die dieses Kundenprojekt auf die Waage bringt. In enger Absprache mit dem Kunden wurde ein Entwurf erstellt. Und der sollte möglichst viel von der Wirkung des Massivholzes transportieren. „Die Oberfläche haben wir nur gebürstet und gewachst. So wird es glatter und man bleibt nirgendwo hängen oder fängt sich Splitter ein, gleichzeitig behält es aber seine Struktur und seinen Charakter“, erklärt Haller. Zur Verbindung der Rahmenelemente haben sich die Tischler für eine Überblattung entschieden. Innenseitig wurden Bettwinkel für den Lattenrost verbaut. (DEG)
Bürokratie abbauen und EUVorschrif ten vereinfachen: Das will die EUKom mission mithilfe eines Maßnahmen pakets erreichen. Es besteht aus dem sogenannten „Clean Industrial Deal“ und zwei OmnibusPaketen. Beispiels weise plant die EUKommission, die Verpflichtungen zur Nachhaltigkeitsbe richterstattung künftig auf die größten Unternehmen zu konzentrieren. Zudem solle sichergestellt werden, dass sie klei nere Betriebe nicht belasten. „Die Entlastung der Betriebe ist überfällig“, erklärt Holger Schwanne cke, Generalsekretär des Zentralver bandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Umso wichtiger sei es, dass die EUKommission nun konkrete Vorschläge vorlegt habe, um die euro päische Gesetzgebung zu vereinfachen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Diese zielten „richtigerweise darauf ab, die Berichterstattung zu
Nachhaltigkeit und Sorgfaltspflichten in der Lieferkette zu vereinfachen“, meint Schwannecke. Doch er fordert: „Das kann nur der Anfang sein.“ Weitere Maßnah men seien unbedingt nötig, um unbe absichtigte Belastungen infolge des Green Deal, zu korrigieren. Auch die EntwaldungsVerordnung und wei tere Rechtsakte müssten so gestaltet werden, dass sie KMU nicht überfor dern. „Hier braucht es zusätzliche Vor schläge der EUKommission“, betont der ZDHGeneralsekretär. Als Nächstes müssen sich das EUParlament und der Rat mit den Vorschlägen der Kommission befassen. ZDHGeneralsekretär Schwannecke fordert, dass sie die vorgeschlagenen Vereinfachungen rasch beschließen. „Die Zeit drängt, kleinteilige Diskussio nen und ideologische Debatten kann sich niemand leisten.“ (AML) W