
Neue Möbel, Grills und Co.
Raus in den Garten!
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Neue Möbel, Grills und Co.
Raus in den Garten!
GOP Direktorin Nadine Matzat


Der neue elektrische GLC mit beleuchtetem Kühlergrill, bis zu 715km Reichweite (WLTP) und intelligentem MB.OS-Betriebssystem, das sich Ihrem Verhalten anpasst. Willkommen zu Hause.

¹Ein freibleibendes Finanzierungsbeispiel der Mercedes-Benz Bank AG, Siemensstraße7, 70469Stuttgart, für Privatkunden für einen Mercedes-Benz GLC 400 4MATIC mit EQ Technologie², 360kW, Kraftstoff: Strom. Fahrzeugpreis 67.716,95€, Anzahlung 13.373,41€, Gesamtkreditbetrag 54.343,54€, Gesamtbetrag 59.587,91€, Laufzeit 48Monate, Gesamtlaufleistung 40.000km, Sollzins gebunden p.a. 2,95%, Effektiver Jahreszins 2,99%, Schlussrate (bei Option der Fahrzeugübernahme) 33.715,91€, 48mtl. Finanzierungsraten à 539,00€. Angebot gültig bis 31.03.2026. Der Fahrzeugpreis für Ihr ausgewähltes Finanzprodukt enthält individuelle Kundenvorteile und versteht sich zzgl. lokaler Überführungskosten. Ist der Darlehensnehmer Verbraucher, besteht nach Vertragsschluss ein gesetzliches Widerrufsrecht nach §495BGB. Gemäß den Darlehensbedingungen ist für das Fahrzeug eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. Andere Motorisierungs- und Ausstattungsvarianten gegen Aufpreis möglich. Das abgebildete Fahrzeug enthält Sonderausstattungen. Die mtl. Finanzierungsrate bezieht sich auf das Fahrzeug in Grundausstattung. Der Aktionszins in Höhe von 2,99% gilt für Bestellungen des Mercedes-Benz GLC 400 4MATIC mit EQ Technologie im Zeitraum vom 01.01. bis 31.03.2026. ²Mercedes-Benz GLC 400 4MATIC mit EQ Technologie | Energieverbrauch kombiniert: 18,9‒14,9kWh/100km | CO₂-Emissionen kombiniert: 0g/km | CO₂-Klasse:A
Anbieter: Mercedes-Benz AG, Mercedesstraße 120, 70372 Stuttgart
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Telefon: 0511 5465-0 · E-Mail: ndl-hannover@mercedes-benz.com www.mercedes-benz-hannover.de
„Herzlichwillkommen, lieberFrühling.Wirhaben dichsehnsüchtigerwartet.“

Die Tage werden spürbar länger, die Sonne zeigt sich häufiger – und es zieht uns wieder hinaus ins Freie. Jetzt beginnt die Zeit, in der Garten, Terrasse oder Balkon fit für die Saison gemacht werden: Lounge-Möbel werden aufgestellt, Kissen arrangiert, der Grill vorbereitet und die ersten entspannten Stunden unter freiem Himmel genossen. In dieser Ausgabe zeigen wir, wie stilvolles Outdoor-Living in Hannover 2026 aussehen kann – mit aktuellen Trends rund um Gartenmöbel, hochwertigen Grills und inspirierenden Orten, an denen sich das Leben im Freien besonders schön erleben lässt. Darüber hinaus werfen wir einen Blick hinter die Kulissen der Region: Nadine Matzat vom GOP Varieté berichtet von ihrem Alltag zwischen Bühne und Entertainment, während hannoverimpuls
zeigt, wie Gründerinnen und innovative Ideen die wirtschaftliche Zukunft der Stadt mitgestalten. Die Fuhrberger Zimmerei gibt Einblicke in ihr Handwerk und erklärt, wie Fachwerk mit viel Erfahrung und Hingabe entsteht. Musikfans entdecken bei einem Streifzug durch Hannovers Jazzgeschichte ein wichtiges Kapitel der lokalen Kulturszene. Und Raheem Haidar, Gewinner von „Das große Backen“, verrät süße Tricks aus der Backstube.
Eine Ausgabe voller Geschichten, die zeigen, wie vielseitig, ideenreich und genussvoll unsere Stadt ist – drinnen ebenso wie draußen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude bei dieser Lektüre,
Ihre
Frauke Hansen & das nobilis-Team


Ausgabe April 2026
Menschen & Gesellschaft
6 Blick in die Zukunft Wirtschaftsempfang 2026
8 Stadtgeflüster News aus Hannover
9 Frischer Blick auf die Stadt „Unboxing Hannover“
10 Wo kreative Ideen wachsen dürfen Das macht hannoverimpuls
14 Die Hilfe geht weiter 40 Jahre „Kinder von Tschernobyl“
16 300 Jahre Herrenhäuser Allee Hannovers schönster Spazierweg
18 Rock ´n´ Roll im Tourbus Vom Tourbus zum Nutzfahrzeug
21 Hannover, deine Menschen Lara Kertess


Wohnen & Leben
22 Lieblingsgärten Orte zum Erholen
24 Gartentrends 2026 Möbel, Grills und Pools
29 Landesgartenschau Pflanzen in Bad Nenndorf
30 Recycling der besonderen Art Wohn-Elemente aus Rotorblättern
32 Gartenfestivals Termine für Blumen- und Pflanzenfans
34 Fachwerkhäuser für Generationen Fuhrberger Zimmerei
Kunst & Kultur
38 Willkommen im Varieté GOP Direktorin Nadine Matzat
42 Die heimliche Jazz-Hauptstadt Hannovers verborgene Geschichte
46 Vorhang auf, Film ab! Hannovers Kinos
49 Buchtipps Krimis, Familiengeschichten und mehr
50 Return of dasB Christian Bredlow zurück im Studio
53 Kulturtipps Konzerte und mehr im April
Genuss & Events
54 Der Zuckerbäcker Raheem Haidar
58 Kaffeepause im Museum Zeit für Kaffee und Kuchen
60 Genusstipps Kulinarisches im April
Körper & Geist
62 Sporthighlights 2026 Hannover bewegt sich
64 Botox gegen Migräne Nervengift gegen Schmerzen
66 Grasgeflüster Die Golf-Kolumne



UVN-HauptgeschäftsführerBenediktHüppeeröffneteden16.Wirtschaftsempfang.Rund550GästeimLichthofdesWelfenschlosseshörtenzu.
Wirtschaftsempfang 2026
Beim 16. Wirtschaftsempfang von UVN und LUH diskutierten 550 Gäste über Kooperationen und den Transfer von Forschung.
TEXT: ROKSANA LEONETTI
Unter dem Motto „Future Solutions“ luden die Unternehmerverbände Niedersachsen (UVN) und die Leibniz Universität Hannover (LUH) am Dienstag, 24. Februar 2026, zum 16. gemeinsamen Wirtschaftsempfang in den Lichthof des Welfenschlosses. Rund 550 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten über neue Formen der Zusammenarbeit und den Transfer von Forschung in die Praxis.
Auftakt mit klarer Botschaft
UVN-Hauptgeschäftsführer Benedikt Hüppe setzte in der Begrüßung einen klaren Akzent: Kommerzialisierung sei kein Widerspruch zur Wissenschaft, sondern ein „natürlicher Teil einer modernen, innovativen Wissenschaftskultur“. Universitäten seien Orte, an denen Wissen entstehe
und zugleich der Mut wachsen müsse, Ideen in die Anwendung zu bringen. „Innovation entsteht dort, wo Ideen realisiert werden, nicht in der Schublade“, betonte Hüppe.
Auch Falko Mohrs, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, hob die Bedeutung eines funktionierenden Innovationsökosystems hervor. Forschung müsse schneller in wirtschaftliche Lösungen übersetzt werden, um den Standort Niedersachsen langfristig zu stärken.
Acht Impulse aus Forschung und Praxis Im Zentrum des Abends standen acht Kurzpräsentationen aus Wissenschaft und Wirtschaft, die Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und ihre konkrete Anwendung gaben. Prof. Dr. Markus Dürmuth vom Institut für IT-Sicherheit sprach über „IT-Sicherheit von und für Menschen“ und betonte den nutzerorientierten Ansatz. Prof. Dr. Piet
O. Schmidt vom Quantum Valley Lower Saxony ergänzte die Perspektive um Quantentechnologie: Quantenangriffe seien kein fernes Szenario mehr, Grundlagen für quantensichere Infrastrukturen müssten heute gelegt werden.
Im Bereich Gesundheit analysierte Prof. Dr. Annika Herr die Spannungsfelder zwischen Prävention und neuen Therapieformen. Prof. Dr. med. Thomas Moesta stellte die „Medizinstrategie 2035“ vor, ein Modell, das medizinische Qualität mit wirtschaftlicher Stabilität verbindet.
So könnte Kreislaufwirtschaft aussehen
Ein Schwerpunkt lag auf Kreislaufwirtschaft: Prof. Dr.-Ing. Hans-Josef Endres betonte die wachsende Bedeutung von Kunststoffrecycling, Jakob Schneck von EEW Energy from Waste präsentierte „ReNabi“, ein Konzept, das Abfall als Ressource nutzt und Wertschöpfungsketten schließt.
Prof. Dr. Antje Backhaus brachte einen Perspektivwechsel ein: „Die Stadt der Zukunft ist ein Schwamm“, ein urbanes System, das Wasser speichert, Hitze reduziert und klimaresilient gestaltet ist. Alexander Skubowius von der Region Hannover beschrieb die „techfactory“ als Ort, an dem Innovation strukturiert wachsen kann.
Innovationen schneller nutzbar machen
Zum Abschluss betonte Universitätspräsident Volker Epping die Rolle der Wissenschaft bei der Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen. Entscheidend sei der „Impact“, also die sichtbare Wirkung von Forschung, die Probleme lösen, einordnen und Optionen eröffnen müsse. Voraussetzung seien belastbare Synergien zwischen Universität und Unternehmen.
Der anschließende Austausch im Lichthof zeigte, dass der Wirtschaftsempfang mehr als ein NetworkingEvent ist: Gespräche über konkrete Projekte, Partnerschaften und nächste Schritte unterstrichen den Anspruch, Forschung und wirtschaftliche Anwendung enger zu verzahnen. b

SinththujaKiritharan(QuirinPrivatbank)undRalfWunderlich (QuirinPrivatbank)

BenediktHüppe(UVN),VolkerEpping(LeibnizUniversitätHannover)und FalkoMohrs (MinisterfürWissenschaftundKultur)(v.l.n.r.)

RamonaSchumann(StadtPattensen),PeterKarst(OB-KandidatundHWKHannover)undAnjaRitschel(Wirtschafts-undUmweltdezernentin)(v.l.n.r.).

GwendolinvonderOsten(Polizeipräsidentin),AxelvonderOhe (OB-KandidatundKämmerer)undHelgeLeinemann(VPLT)


Tafel für Tiere Hannover e. V. Hilfe für bedürftige Tierhalter
Die „Tafel für Tiere Hannover e. V.“ unterstützt seit 2025 bedürftige Tierhalter mit Futter, Leinen, Halsbändern und weiteren Artikeln. Gegründet von engagierten Menschen, bietet die Initiative eine monatliche Ausgabe und hilft Tieren, die finanziell nicht ausreichend versorgt werden können. Die Tafel fördert ein respektvolles Miteinander und schafft eine wertschätzende Atmosphäre. Durch Spenden und ehrenamtliches Engagement wird das Projekt stetig ausgebaut. Wer helfen möchte, kann sich mit Sachspenden oder finanziellen Beiträgen einbringen. Weitere Informationen unter tafel-fuer-tiere-hannover.de.
Sehgesundheit
Aktionstag inspiriert Kinder aus Hannover
Im Künstlerhaus Hannover rückte der vielseitige Aktionstag „Fit fürs Sehen“ die Bedeutung gesunder Augen in den Mittelpunkt. Die von Sabine Siegmund initiierte Kooperation mit neyece und der Per Mertesacker Stiftung bot rund 60 Kindern Sehscreenings, Bewegungseinheiten und spannende Einblicke in die Rolle des Sehens im Alltag und im Sport. Beiträge von Timo Mertesacker sowie ein Gespräch mit Ruder-Olympiasiegerin Kathrin Boron setzten zusätzliche Highlights und stärkten das Bewusstsein für Prävention.


Genuss und Engagement bei „Food & Sound“
Die dritte Ausgabe des Charity-Events Food & Sound brachte mehr als 250 Gäste zusammen, um gemeinsam einen besonderen Abend für den guten Zweck zu erleben. Bei viel Musik präsentierten an elf Food-Stationen Köchinnen und Köche ihre Kreationen, darunter auch Sterneküche aus dem Harz und Hannover. Ergänzt wurde das Angebot durch Dessert- und Pâtisserie-Stationen. Der gesamte Erlös kommt dem Domiziel e.V. in Burgdorf zugute, der Kinder und Jugendliche unterstützt. Alles nach dem Motto: nofailedchildren.org. Die vierte Ausgabe von „Food & Sound“ ist für März 2027 geplant.
„Unboxing Hannover“ will die Stadt ihr Profil schärfen.
TEXT: FRAUKE HANSEN
Nur 37 Prozent der Deutschen verbinden laut dem „Stadtmarken-Monitor 2025“ eine klare Vorstellung mit Hannover. Für die Hannover Marketing & Tourismus GmbH (HMTG) ist das kein Problem, sondern Chance: Wo das Bild unscharf ist, lässt es sich gestalten. Aus diesem Impuls heraus entstand die neue Leitkampagne „Unboxing Hannover“. Ziel ist nicht, die Stadt neu zu erfinden, sondern bekannte und verborgene Facetten aus einem frischen Blickwinkel zu zeigen.
„Unboxing Hannover“ arbeitet spielerisch mit Perspektiven: Vertraute Motive erscheinen in neuen Kontexten, Statements sind zugespitzt und wecken Neugier. Die Kampagne setzt auf die konkreten Stärken der Region – von Innovationskraft über Kultur bis hin zu Naherholung – und zeigt, dass Hannover mehr ist als sein Ruf. HMTG-Geschäftsführer Christian Katz betont: „Wir wollen

sichtbar machen, was hier längst Realität ist: Vielfalt, Lebensqualität und Innovationskraft.“
Hannovers Stärken sollen sichtbarer werden. Seit Mitte März ist die Kampagne im öffentlichen Raum, digital und in ausgewählten nationalen sowie internationalen Maßnahmen zu sehen. Sie ist thematisch offen, flexibel erweiterbar und langfristig angelegt – keine kurzfristige Werbeaktion, sondern eine strategische Standortkommunikation. Entstanden ist „Unboxing Hannover“ nach einer europaweiten Ausschreibung durch eine Agenturallianz. Perspektiven „von innen“ lieferten Workshops mit Akteuren aus Stadt und Region. Katz erklärt: „Uns ging es nicht darum, ein künstliches Bild zu erzeugen, sondern das sichtbar zu machen, was Hannover wirklich auszeichnet.“ Mit erweiterten Mitteln kann die Stadt nun kontinuierlich ihr Profil schärfen und aus einem diffusen Eindruck ein klares Bild formen. b


DorisPetersen,Geschäftsführerinbeihannoverimpuls(l.),undVivicaBree,LeiterindesGründerinnen-Consult-Teams
hannoverimpuls
Neue Ideen, starke Netzwerke, mehr Gründerinnen: hannoverimpuls zeigt, warum Stadt und Region für Start-ups attraktiver werden.
INTERVIEW: FRAUKE HANSEN
Hannover gilt als starker Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort – doch auch für Start-ups und speziell Gründerinnen wird die Region zunehmend sichtbar. Doris Petersen, Geschäftsführerin bei hannoverimpuls, und Vivica Bree, Leiterin des Gründerinnen-Consult-Teams, sprechen über Innovation, Netzwerke und darüber, warum Vielfalt ein entscheidender Motor für unternehmerischen Erfolg ist.
Frau Petersen, was genau macht hannoverimpuls?
Doris Petersen: Als Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Stadt und Region Hannover ist es unsere Aufgabe, unternehmerisches Engagement zu fördern und gleichzeitig den Wirtschaftsstandort strategisch weiterzuentwickeln. Das reicht von individueller Gründungsberatung – diese ist übrigens kostenlos – bis hin zum Netzwerken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Start-ups.
Welche Themen prägen diese Arbeit besonders?
Petersen: Hannover hat einige starke Schwerpunkte. Ein wichtiger Bereich ist zum Beispiel die Gesundheitswirtschaft. Dafür haben wir die Dachmarke Health Innovation Hannover Region, kurz HIHR, aufgebaut. Darunter bündeln wir Akteure aus Medizin, Forschung, Pflege, Start-ups und Industrie. Ziel ist, dass diese Bereiche stärker zusammenarbeiten und neue Innovationen entstehen.
Ein weiterer Fokus liegt auf Produktionstechnologien – etwa in der Science Area 30X in Marienwerder, wo Unternehmen und Forschungseinrichtungen rund um optische Technologien arbeiten, oder auch am benachbarten Maschinenbau Campus. Solche Stärken wollen wir auch bundesweit sichtbarer machen.
Sie setzen dabei auch auf Veranstaltungen und Wettbewerbe. Wie sehen diese aus und was ist an diesen so besonders?
Petersen: Ja, Netzwerke und Austausch sind enorm wichtig. Ein Highlight ist unser Gründungswettbewerb „StartupImpuls“. Er ist mit insgesamt 100.000 Euro Preisgeld einer der höchstdotierten regionalen Gründungswettbewerbe in Deutschland. In vier Kategorien vergeben wir jeweils 25.000 Euro – echtes Preisgeld, das Start-ups direkt nutzen können.
Außerdem haben wir mit „Unleash“ eine große Konferenz aufgebaut, die die gesamte Start-up-Szene zusammenbringt – mit Workshops, Panels und vielen Möglichkeiten zum Austausch. Ein weiteres Format ist „Knowledge Move“. Dabei geht es um Technologietransfer: Wie schaffen wir es, Forschungsergebnisse schneller in wirtschaftliche Anwendungen zu bringen?
Warum ist Technologietransfer so wichtig?
Petersen: Deutschland ist hervorragend in der Forschung –aber bei der Umsetzung in marktfähige Produkte haben wir noch Luft nach oben. Deshalb wollen wir Wissenschaft und Wirtschaft stärker vernetzen. Innovation entsteht häufig genau dort, wo unterschiedliche Perspektiven zusammenkommen.
Frau Bree, Sie leiten den Gründerinnen-Consult. Warum gibt es spezielle Angebote für Frauen?
Vivica Bree: Zunächst einmal zeigt sich, dass Frauen sehr stark gründen – der KfW-Gründungsmonitor weist etwa 44 Prozent Gründerinnen aus. Das ist ein sehr guter Wert. Wir sehen in der Praxis, dass Frauen ihre Gründung häufig sehr bewusst planen und dabei ihre gesamte Lebensrealität mitdenken. Sie erleben andere Ausgangsbedingungen und stellen andere Fragen. Unser Ansatz ist deshalb, auf dieses Potenzial speziell einzugehen.
Wir wollen deshalb keine Defizite betonen, sondern das wirtschaftliche Potenzial sichtbar machen. Frauen bringen oft neue Perspektiven in Märkte, entwickeln andere Geschäftsmodelle oder erschließen Zielgruppen, die bisher wenig beachtet wurden.
Wie begleiten Sie Gründerinnen konkret?
Bree: Wir bieten spezialisierte Beratung, Veranstaltungen und Netzwerke an. Wichtig ist uns, dass Frauen sich verstanden fühlen und früh miteinander in Austausch kommen. Formate wie „Gründen ohne Filter“ zeigen zum Beispiel ganz realistische Gründungsgeschichten – mit Erfolgen, aber auch mit Herausforderungen.
DienächsteStart-up-Convention„UNLEASH“findetam 9.September2026statt.


BeimStart-up-Impuls-WettbewerbwerdenkreativeGründerinnenundGründerausgezeichnet,diemitinnovativenIdeenüberzeugen.
Viele Frauen sind in ihrem Umfeld die ersten, die gründen. Dann entstehen natürlich Zweifel und Fragen. Genau deshalb sind Netzwerke so wichtig.
Welche Rolle spielen Zweifel im Gründungsprozess?
Bree: Zweifel sind völlig normal – und sie können sogar eine Stärke sein. Sich auf den Weg zu machen ist das Entscheidende und die Zweifel für Reflexion zu nutzen. Diese bewusste Herangehensweise kann langfristig ein großer Vorteil sein.
Trotzdem gibt es Unterschiede beim Zugang zu Kapital.
Petersen: Ja, das ist tatsächlich ein Thema. Studien zeigen, dass nur etwa ein Prozent des Wagniskapitals an rein weib-

DasMotto,dassichDorisPetersentäglichzuHerzennimmt
liche Start-ups geht, während gemischte Teams etwa neun Prozent erhalten. Das steht in keinem Verhältnis zur Qualität vieler Geschäftsmodelle.
Deshalb entwickeln wir Programme wie Mentoringformate für Gründerinnen, die sich speziell mit Kapitalakquise beschäftigen. Gleichzeitig bauen wir Netzwerke von Business Angels auf, um Finanzierungsmöglichkeiten in der Region zu erweitern.
Welche Trends sehen Sie aktuell bei Start-ups?
Bree: Wir beobachten viele nachhaltige Geschäftsmodelle und innovative Lösungen für die gesellschaftlichen Herausforderungen. Ein Beispiel ist ein Start-up, das einen algenbasierten Schwangerschaftstest entwickelt hat. Andere beschäftigen sich mit Themen wie Midlife-Gesundheit oder nachhaltigen Produkten.
Solche Ideen entstehen häufig aus persönlichen Erfahrungen – und genau darin liegt oft ihre Stärke.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Gründungsstandorts Hannover?
Petersen: Innovation ist ein wichtiger Motor für eine Stadt und ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen ihre Ideen umsetzen. Hannover ist ein starker Wissenschaftsstandort und bietet ein enormes Potenzial für erfolgreiche Start-ups.
Bree: Weibliche Perspektiven sind der Hebel für gesellschaftlichen und damit wirtschaftlichen Erfolg eines Standorts. Und ich wünsche mir deshalb, dass Unternehmerinnendasein für alle zur Selbstverständlichkeit wird. b





































































































































































































































































































Die Stiftung „Kinder von Tschernobyl“ erinnert an die Reaktorkatastrophe vor 40 Jahren und informiert über aktuelle
TEXT: Beate Roßbach
Viele von uns werden sich noch daran erinnern, an die Tage im April 1986, als das Unglück geschah: In den ersten Nachtstunden des 26. April explodierte in einem der Reaktorblöcke des Kernkraftwerks Tschernobyl der Kern, wodurch die Reaktorhalle zerstört wurde, radioaktive Stoffe in die Umwelt austraten und der Fallout vom Wind auch zu uns nach Westeuropa getrieben wurde.
In der Ukraine, im Südwesten Russlands und in Belarus wurden 145.000 Quadratkilometer radioaktiv verseucht. Die Einwohner wurden evakuiert. Städte, Dörfer und ganze Landstriche wurden zu „Lost Places“. Es war bis dahin der folgenschwerste Unfall in der Geschichte der friedlichen Nutzung der Kernenergie. Tausende Menschen erlitten unmittelbare Strahlenschäden, und noch heute treten bei jungen Erwachsenen und Kindern Krebs- und Immunschwächeerkrankungen sowie Missbildungen bei Neugeborenen auf.
Hilfe für eine vergesse Katastrophe
1992 wurde in Hannover vom Land Niedersachsen die Stiftung „Kinder von Tschernobyl“ gegründet mit dem Ziel, aktiv zu helfen. Sie wird von einem Kuratorium geleitet,
dem Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi, Landtagspräsidentin Hanna Naber sowie Vertreter der Ärzteschaft und anderer Organisationen angehören. Geleitet wird es von Kinderarzt Dr. Thomas Buck, Vizepräsident der Ärztekammer Niedersachsen. Seit der Gründung dabei ist Prof. Dr. Heyo Eckel, Radiologe und Ehrenpräsident der Ärzte-

DankderSpendenvon„KindervonTschernobyl“konnteineinem KrankenhausinderUkraineeinUltraschallgerätangeschafftwerden.
kammer Niedersachsen, der die betroffenen Regionen oft selbst besucht hat, jeweils in persönlichem Austausch mit den medizinischen Fachkräften vor Ort, zur Durchführung von Schulungen und um dringend benötigte Infrastruktur und medizinische Geräte als Spenden an die dortigen Kliniken zu übergeben.
„Seit Corona und dem Ausbruch des Ukrainekriegs finden diese Reisen leider nicht mehr statt, der Kontakt erfolgt weitgehend digital. Hilfsgüterlieferungen, zum Beispiel mit medizinischem Bedarf und dringend benötigten Geräten für ärztliche Versorgung, führen wir jedoch nach wie vor durch, auch wenn die Bedingungen schwieriger geworden sind. Und im Sommer kommen wie in den Vorjahren Kinder zu Besuch in die Region Hannover und können hier bei Gastfamilien unbeschwerte Ferien genießen“, sagt Sebastian Maas, Geschäftsführer der Stiftung.
Der Kuratoriumsvorsitzende Thomas Buck fügt hinzu: „Aktuell liegt der Fokus aus politischen Gründen auf der Ukraine. Auch nach 40 Jahren haben wir immer noch mit den Folgen der Strahlung zu tun. Aber wir haben natürlich auch über die Jahre in der Ukraine Freunde gewonnen und wollen weiterhin helfen.“ Aktuell werden Spenden für ein neues Vorhaben benötigt, das Buck sein „ganz besonderes Herzensprojekt“ nennt. Kindergärtner, Grundschullehrer und pädagogische Hilfskräfte sollen über das Internet digital weitergebildet werden, um in der Ukraine Hilfe für leicht oder mittelschwer traumatisierte Kinder leisten zu können.
Erinnern und helfen
Anlässlich des Jahrestages der Katastrophe wird die Stiftung am 27. April 2026 um 17 Uhr einen Festakt im Landtag begehen, zu dem auch die Öffentlichkeit eingeladen ist. „Der Niedersächsische Landtag und die Stiftung ‚Kinder von Tschernobyl‘ sind eng verbunden – nicht zuletzt, weil die Landesstiftung auf Initiative von Abgeordneten des Landtages gegründet worden ist“, sagt Landtagspräsidentin Hanna Naber. „Mit der Veranstaltung im Landtag wollen wir das Erreichte würdigen und 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe auf das Heute und Morgen zu blicken. Seit nunmehr vier Jahren tobt ein Angriffskrieg im Land des verheerenden nuklearen Unfalls. Die Bevölkerung benötigt jedwede Unterstützung. Deshalb ist die Arbeit der Stiftung ‚Kinder von Tschernobyl‘ heute vielleicht notwendiger denn je.“
Begleitet wird der Festakt von einem kulturellen Rahmenprogramm mit Künstlern aus der Ukraine. Iryna Tybinka, die Generalkonsulin der Ukraine in Hamburg, wurde als Ehrengast angefragt.
Genuss für den guten Zweck
Am Abend des gleichen Tages veranstaltet die Stiftung ein Charity-Dinner zugunsten ihrer Arbeit, zu dem sich auch nobilis-Leser und Leserinnen anmelden können. Im Restaurant Schorse wird in Zusammenarbeit mit Chaîne des Rôtisseurs, der ältesten Gourmet-Vereinigung der Welt, ein Vier-Gänge-Menü ausgerichtet. Sterne-Koch Benjamin Gallein, Restaurant Votum im gleichen Haus, wird dafür einen der Gänge zelebrieren.
Bailli Adrian Marius Grandt begrüßt das Engagement der Chaîne für den guten Zweck: „Der Tisch ist ein Ort der Begegnung und des Teilens – mit diesem Charity-Dinner zeigen wir, dass aus Genuss Verantwortung wird.“ b

DieKuratoriumsmitgliederDr.ThomasBuck,Prof.Dr.HeyoEckelund HannaNaber
Für den Festakt im Landtag am 27.4.2026 um 17 Uhr und für das Charity Dinner im Restaurant Leineschloss am selben Tag um 19 Uhr können Sie sich bei Sebastian Maas (sebastian.maas@ms.niedersachsen.de) anmelden. Die Teilnahme am Festakt ist kostenlos. Vom Preis für das Dinner (180 Euro) gehen 50 Euro direkt als Spende an die Stiftung „Kinder von Tschernobyl“.
Foto: Stiftung „Kinder von Tschernobyl“

TEXT: FRAUKE HANSEN
Drei Kilometer schnurgerades Grün, ein Dach aus Linden und am Ende einer der prachtvollsten Barockgärten Europas: Die Herrenhäuser Allee ist mehr als nur ein Weg. Sie ist eine Bühne – und seit 300 Jahren eine der elegantesten Flaniermeilen in Hannover.
Als die ersten Linden 1726 gepflanzt wurden, ging es nicht um Joggingrunden oder Fahrradausflüge. Die Allee war Teil einer barocken Inszenierung. Sie sollte Besucher auf die Herrenhäuser Gärten einstimmen – eine schnurgerade Achse, die Perspektive, Ordnung und Macht symbolisierte. Sehen und gesehen werden: Spaziergänge waren hier einst gesellschaftliches Ereignis.
Vier Baumreihen säumen drei Wege: der mittlere für Kutschen und Equipagen, einer für Reiter, einer für Fußgänger. Früher waren die Alleen seitlich eingefriedet, an beiden Enden schützten Schlagbäume vor unerwünschtem Zutritt – ein grünes Tor zur höfischen Welt.
Eine Allee mit großem Zauber
Während Hannover zwischen 1801 und 1813 unter preußischer und später französischer Besatzung stand, kaufte Johann Gerhard Helmcke sämtliche Bäume auf und sicherte damit das grüne Erbe der Stadt.
Zum Dank errichtete Hannover 1928 das Helmcke-Denkmal – ein stiller Tribut an Mut und Bürgerstolz, der bis heute die Geschichte der Allee erzählt. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie stark beschädigt, in den 70ern entstand sie durch die Pflanzung von rund 1.300 Kaiserlinden neu.
Drei Jahrhunderte nach der erstmaligen Anlage hat sich das Publikum verändert, die Wirkung ist geblieben. Morgens gleiten Jogger im gleichmäßigen Rhythmus über den Weg, mittags schieben Eltern Kinderwagen durch das Lichtspiel der Blätter, und am Wochenende mischen sich Touristen unter die Spaziergänger. Fahrräder rollen vorbei, Hunde laufen zwischen den Baumreihen, und immer wieder bleiben Menschen stehen, um den Blick durch die scheinbar endlose Lindenperspektive festzuhalten. Besonders im Frühling entfaltet die Allee ihren Zauber. Wenn die Linden austreiben, verwandelt sich der Weg in einen grünen Tunnel, der die Stadt für einen Moment leiser wirken lässt. b



ArisDiamantidisinderWerkhalle,inderdieFahrzeugumbautendurchgeführtwerden
Vom Tourbus zum individuellen Fahrzeug
Er baute sich einen Tourbus mit Komfort. Das sprach sich rum –so wurde aus dem Hobby-Musiker Aris Diamantidis Chef eines erfolgreichen Unternehmens für Fahrzeugumbauten.
TEXT: STEFANIE NICKEL
Alles begann mit einer fixen Idee. Aris Diamantidis spielte Mitte der Nullerjahre in der MetalBand Never Promise. Aber das Leben in den Tourbussen war unkomfortabel. Die Musiker fuhren mit angezogenen Beinen durch Deutschland, weil die Transporter entweder Sitze oder Stauraum hatten. Irgendwann entschied Aris Diamantidis: Ich mache es selbst. Diamantidis, damals BWL-Student, kaufte einen Mercedes-Sprinter und baute ihn nach seinen Vorstellungen um. Er war zwar kein gelernter Handwerker, aber die Fertigkeiten reichten, um Sitze einzubauen, die bequem und verstellbar waren, und den Platz so zu arrangieren, dass man nicht inmitten von Kabeltrommeln und Instrumenten saß. „Endlich ein richtiger Tourbus – na ja, und das sprach sich dann rum.“
Die Musiker sind gut vernetzt, die Anfragen wurden bald mehr, Aris Diamantidis schraubte sich langsam, aber sicher zum Unternehmer. Eike Tongers war einer seiner ersten Kunden, er fuhr mit seiner Band Wisecräckers durch die Welt. Und mietete regelmäßig einen Bus von Aris, der mittlerweile eine kleine Flotte aufgebaut hatte, aber immer noch als Ein-Mann-Betrieb auf einem Hinterhof an der Limmerstraße arbeitete. Die beiden freundeten sich an.
Dann kamen Anfragen von Bands aus aller Welt dazu, die in Europa tourten. Aris fuhr seine Flotte quer durch Europa, brachte sie zu den Flughäfen, von denen die Europatouren der Bands starteten. Tongers stieg 2007, zwei Jahre nach der Gründung, mit ins Fahrzeug-Business ein, heute ist er geschäftsführender Gesellschafter.
Über den Tourbus- zum Fahrzeugbau
Aris Diamantidis und Eike Tongers waren in der Musikszene schnell beliebt, weil sie (fast) alles möglich machten. Als die deutsche Band Queensberry darum bat, ihre Lockenstäbe im Tourbus benutzen zu können, musste Aris Diamantidis schmunzeln. Aber natürlich realisierte er den Wunsch, sorgte dafür, dass die Popstars-Casting-Band Steckdosen bekam, die 3.000 Watt aushielten, und sich die Frauen auch unterwegs die Haare machen konnten. Soul-Legende Solomon Burke bekam seinen XXL-Sitz für seine 150 Kilo Körpergewicht. Für Rapper Busta Rhymes koppelten sie einen Spezialanhänger an den Tourbus, damit er seine eigens eingeflogene mobile Küche transportieren konnte, in der sein persönlicher Koch Gerichte kreierte. Ende der Nullerjahre rief sogar das Management von Herbert Grönemeyer und Helene Fischer an.




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ArisDiamantidiszeigt,wienacheinemFahrzeugumbaueinRollstuhlin einenWagenpasst.
Heute sind die Tourbusse nur noch eine Liebhaberei der beiden. Es hat sich einiges verändert, seit Diamantidis vor 20 Jahren das erste Mal den Akkuschrauber in die Hand nahm. Denn irgendwann fragte der Mercedes-Verkäufer, von dem Diamantidis seine Fahrzeuge bezog, ob er die Sprinter auch für seine Kunden rollstuhlgerecht ausbauen könnte. Er konnte. „Ab da war ich im Fahrzeugbau“, erinnert sich Diamantidis. „Das war so alles nicht geplant.“ Heute beschäftigt das Unternehmen European Van Service (EVS) 40 Mitarbeiter in Hannover-Linden und fährt einen Umsatz von 6,5 Millionen Euro ein. Die Rocker, Metalheads und
EuropeanVanServiceistinHannoverLindenzufinden,hierwerdenVans undPrivatfahrzeugeumgebaut.
Schlagerköniginnen wurden von Kunden wie dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern und dem Unternehmen Würth ersetzt, für das EVS Handwerksfahrzeuge ausbaut.
Diamantidis schaut aus seinem gläsernen Büro auf die Werkhalle am Lindener Hafen. Von hier hat er alles im Blick: die Mechaniker, die die Sprinter rollstuhlgerecht für die Großkunden umbauen, gegenüber die Privatfahrzeuge, die ebenfalls so angepasst werden, dass die Kunden auch im Alter oder mit dem Rolli gut unterwegs sein können.
Lust auf neue Projekte und Ideen
Wie viel Rock ‘n‘ Roll fühlt er noch in diesem Geschäft? Aris Diamantidis überlegt kurz, dann sagt er: „Diese Offenheit, diese Lust auf neue Projekte und Ideen, an der hat sich seit 20 Jahren nichts verändert.“
Das sieht man auch beim neuen Firmenbereich. Mit dem Unternehmen Modes bietet Diamantidis europaweite Transporte und Auslieferungen für alle großen Lastenradhersteller in Deutschland und Europa an. Er wollte nämlich seine Spezialräder für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen liefern lassen. Und als die Spedition sagte: „Das kann keiner“, hat der Mann, der mit seiner Frau und drei Kindern in Linden-Mitte zu Hause ist, gesagt: „Dann machen wir das eben!“ b

Das Schönste an meinem Leben in Hannover ist:
Das viele Grüne, die gute Erreichbarkeit innerhalb der Stadt und die Spätidichte
Diese kleine Alltagsfreude bedeutet für mich Luxus: Ein Kaffee bei Massimo’s am Emmichplatz
Dieser Ort in Hannover fühlt sich für mich wie Urlaub an: Das Strandbad in Hemmingen
Ein Kulturerlebnis in Hannover, das mich beeindruckt hat:
Der Opernball beeindruckt mich jedes Jahr wieder.
Das letzte Konzert oder die letzte Aufführung, die mich bewegt hat: Zaz im Dezember
Mein Lieblingsrestaurant in Hannover: Das Bukowski‘s in der Königstraße
38 Jahre, glücklich verheiratet, zwei Kinder – und Hannover im Herzen: Lara Kertess, Anwältin, Notarin und Partnerin bei Nahme & Reinicke PartGmbB, lebt in der Oststadt, arbeitet im Zooviertel und ist in ihrer Freizeit oft in Linden unterwegs.
Am liebsten fährt sie Fahrrad durch die Stadt, entdeckt neue Restaurants und Bars oder dreht eine Runde durch die Eilenriede. Zu ihren Lieblingsorten zählen außerdem der Lindener Marktplatz und Massimo’s am Emmichplatz. Ihr Antrieb: mehr Gleichberechtigung für Frauen.
LaraKertessmitihrem jüngstenKinddort,wosie Krafttankt:inderNatur
Ein sportlicher Moment, der mich stolz gemacht hat: Ich bin zweimal den Halbmarathon gelaufen, das hat mich stolz gemacht.
So halte ich mich im Alltag fit:
Gute Ernährung und viel Sport
Ein Ort, an dem ich abschalten und Energie tanken kann:
In der Eilenriede bei einer Laufrunde am Morgen
So engagiere ich mich in meiner Freizeit für die Gesellschaft:
Im Rahmen meiner Mitgliedschaften im Zonta Club Hannover und im Rotary Club Hannover-Eilenriede
Wenn ich Hannover jemandem beschreiben müsste, würde ich sagen:
Eine unterschätzte Stadt, die vor allem kurze Wege, viel Grün und ein großes Kulturangebot zu bieten hat b

Vier Hannoveraner verraten, in welchen Lieblingsgärten sie ihre Kraftquellen finden und durchatmen können.
TEXT: MAJA HENSCHEL
Zwischen alten Bäumen, weiten Wiesen und stillen Wegen liegt eine besondere Form von Ruhe. Gärten sind mehr als gepflegte Natur – sie sind Rückzugsorte, Kraftquellen und kleine Gegenwelten zum Tempo der Stadt. Wer hier unterwegs ist, atmet tiefer, wird langsamer, kommt bei sich an. In Hannover gibt es viele solcher grünen Refugien. Vier Persönlichkeiten erzählen, wo sie ihr persönliches Stück Natur gefunden haben.

„Ich muss nur wenige Schritte gehen, um in meinem Lieblingsgarten zu landen: dem Von-Alten-Garten.“ Für Ninia LaGrande, Moderatorin, Autorin, Podcasterin, Sprecherin und Schauspielerin, ist der historische Park ein Ort mit spannender Geschichte und viel Abwechslung – „vor allem, wenn man mit Kind unterwegs ist“. Und am alten Baum im Parterregarten fühle sie sich „immer ein bisschen wie bei Game of Thrones“.
Marek Triene, Geschäftsführer der Immobilien am Maschsee Grundbesitzhandel GmbH (auf dem Foto ganz links), nennt die Herrenhäuser Gärten seinen Lieblingsort. „Ob nun beim Picknick zum Kleinen Fest im Großen Garten oder z. B. beim Empfang im neuen Schloss –man spürt eines deutlich: Der König liebte die Hannoveraner und sie lieben sein Vermächtnis über die lange Zeit hinweg bis heute.“ Der Große Garten Herrenhausen und das Schloss Herrenhausen stehen für diese lebendige Verbindung von Geschichte und Gegenwart.

„Mein Lieblingsgarten in Hannover ist der Hermann-Löns-Park. Dort kann man wunderbar spazieren gehen und die Großstadt völlig vergessen“, sagt Charlotte Jarosch von Schweder, Geschäftsführerin und Kulturbeauftragte der Katholischen Kirche in Hannover und Region, Sängerin und Rettungssanitäterin. Besonders begeistere sie „der Wechsel der Jahreszeiten – von den ziehenden Wildgänsen im Winter bis zu ihrer Rückkehr im Frühling“. Vor allem aber sei der Park ein Ort voller Kindheitserinnerungen: Spaziergänge mit Familie und Hund, Schlittschuhlaufen auf zugefrorenen Seen und danach heißer Kakao mit Waffel in der alten Mühle.

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Auch Ansgar Heise, CEO der heise group, hat einen grünen Lieblingsplatz: „Mein Lieblingsgarten ist mein Garten in der Gehägestraße 47.“ Gemeint ist damit der OutdoorBereich des heise CreativeSpace – ein Ort für Veranstaltungen, Begegnungen und kreative Projekte. Zwischen alten Bäumen und offener Atmosphäre entsteht hier ein Rückzugsort mitten in der Stadt, der Raum für Austausch und neue Ideen bietet. b



























Outdoor-Saison 2026
Was 2026 im Garten zählt – von Lounge-Möbeln über Hightech-Grills bis zum Pool als Wohlfühlort.
TEXT: FRAUKE HANSEN
Was gibt es Neues bei Gartenmöbeln, welcher Grill ist der beste und welcher Pool passt in den Garten? Wir verraten es Ihnen.
Gartenmöbel: Lounge trifft Funktion
Dieser Trend ist wie gemacht für sonnige Tage: Wir erweitern 2026 unser Wohnzimmer nach draußen in den Garten. „Ganz viel Lounge, Lounge, Lounge“, benennt Marcel Frenzel vom „Stanze Gartencenter“, was wir auf Terrassen und Balkonen als Trend-Möbelstück in diesem Jahr finden. Gemütlichkeit steht dabei an erster Stelle – kombiniert mit cleverer Funktion. Höhenverstellbare Tische etwa ergänzen die Lounge-Gruppe und lassen sie so gleichzeitig zum Essplatz und zur Chill-Area werden.
Auch Anke Ludwig von „LUDWIG – draußen & drinnen wohnen“ sieht den Trend zur Wohnraumverlängerung:
„Neben der Essgruppe gehören auf jeden Fall auch ein bequemes Outdoorsofa dazu, ein Grill oder bei entsprechend gefülltem Portemonnaie auch die Outdoorküche, Accessoires und Deko.“ Bei den Formen geht es nach einem Fokus auf Ecken und Minimalismus nun wieder zu runden, weicheren und sanfteren Formen, so die Expertin.
Auch farblich zeigt sich ein Wandel. Nach Jahren mit Anthrazit dominieren Töne wie Beige, Elfenbein, Sand und Weiß. „Es ist nun wieder heller, freundlicher und wärmer geworden in der Farbwelt der Gartenmöbel. Die Grauschiene existiert weiterhin, aber sie wird weniger“, erklärt Anke Ludwig.
Neue Materialien für Gartenmöbel
„Weiter auf dem Vormarsch und aktuell dominierend ist immer noch die Rope-Faser, eine Kunststofffaser, die optisch wie eine Art Seil und damit sehr natürlich aussieht und die auf einen Aluminiumrahmen gespannt ist. Sie ist absolut wetterfest, schnell trocknend und sehr pflegeleicht.“ Ein ähnlich innovatives Material kennt Marcel Frenzel: „Der Outdoor-Stoff Sunbrella kann ganzjährig draußen bleiben – er ist extrem pflegeleicht und wasserabweisend und sieht einem Indoor-Sofastoff täuschend ähnlich.“
Was prägt die Gartenmöbel-Gestaltung 2026 sonst noch? Praktisch muss es sein: Stauraum für Polster liegt im Trend, ebenso leichte Aluminiumgestelle und stapelbare Stühle. Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine Rolle – Holzmöbel erleben ein Comeback. „Holz ist nie ein Störfaktor. Im Gegenteil, es versprüht Wärme“, findet Marcel Frenzel. Holzmöbel erfüllen zudem den Anspruch an Nachhaltigkeit und Langlebigkeit, etwas, das Kunden immer wichtiger wird: „Im Teakholzbereich erlebe ich immer wieder Kunden,


AnkeLudwig von„LUDWIG–draußen&drinnen wohnen“ die ihre Möbel schon 25 bis 30 Jahre haben und die durch gute Pflege immer noch sehr zufrieden damit sind“, sagt Anke Ludwig.
Wer langfristig in Gartenmöbel investieren möchte, sollte vor allem auf Qualität und Verarbeitung achten. „Qualität hat nun einmal ihren Preis“, sagt sie. Wichtig seien etwa wetterfeste Fasern, sauber verarbeitete Schweißnähte, stabile Flechtarbeit und gut getrocknetes Holz, damit später kein Schimmel entsteht. Viele Details seien für Laien jedoch schwer erkennbar. Deshalb empfiehlt Anke Ludwig den Kauf im Fachhandel: „Dort wird eine ausführliche Bedarfsanalyse des Kunden durchgeführt. So findet man seine Traumkombination für die Zeit im Freien.“

Florian(l.)undNicovomGrill-Blog „GGGrillen“(www.gg-grillen.de)


GroßeGasgrillswiediesesModellwerdenimmerbeliebter–gesehen beim„StanzeGartencenter“.
Grillen: Gasgrills bleiben beliebt Grillen ist noch immer eines der liebsten Hobbys der Deutschen. Zwischen Gasflamme, Keramikhaube und offener Feuerstelle stellt sich die Frage, zu welchem Grill man jetzt greifen sollte. Laut Marcel Frenzel, der beim „Stanze Gartencenter“ auch Grill-Kurse leitet, bleibt Gas der Marktführer, gefolgt von Holzkohle, Pellets und Elektro. Entscheidender als die Energieart sei jedoch die Grillfläche. Mehr Fläche ermögliche direktes und indirektes Grillen gleichzeitig – vom Steak bis zum Gemüse. „So kann man komplette Mahlzeiten zaubern, die aufgrund von verschieden heißen Bereichen der Fläche gleichzeitig fertig sein können.“ Auch deshalb ein Vorteil, weil derjenige, der am Grill steht, in Ruhe mit allen anderen essen kann und nicht permanent zu Würstchen und Maiskolben laufen muss.
Auch für die Grill-Influencer Nico und Florian vom GrillBlog „GG Grillen“ ist der Gasgrill ein Allrounder: „Wenn wir uns für die Saison 2026 auf einen Typ festlegen müssten, würden wir uns für einen Gasgrill entscheiden. Für uns vereint er die wichtigsten Faktoren: Zuverlässigkeit, Präzision und Vielseitigkeit im Alltag.“ Gleichzeitig schätzen sie aber auch die Ursprünglichkeit des offenen Feuers: „Am
Grill-Influcencerin
TinaKirchhoff(Instagram: @cookingandbbq_with_tina)

liebsten bereiten wir unsere Speisen aktuell an einer Feuerstelle oder auf einer Feuerplatte zu.
Das Spiel mit Flamme und Glut, die Ursprünglichkeit und das intensive Aroma machen diese Art der Zubereitung für uns besonders reizvoll.“
Grill-Influencerin Tina Kirchhoff („Cooking and BBQ with Tina“) setzt dagegen auf Tradition: „Mein Lieblingsgrilltyp ist der Keramikgrill.“ Diese Grills gelten als Meister der Temperaturstabilität und eignen sich besonders für Slow-Food-Gerichte. „Ich liebe es aber auch, mit Holzkohle zu grillen“, erzählt Tina Kirchhoff weiter. „Besonders für Longjobs wie Ribs, Picanha oder Pulled Pork.“
So erkennt man einen guten Grill
Bei der Qualität sind sich die Experten einig. Nico und Florian betonen: „Einen wirklich guten Grill erkennt man nicht in erster Linie am Preis, sondern an seiner Verarbeitung und Konstruktion.“ Tina Kirchhoff ergänzt: „Aber auch an einfachen, kleine Vorzügen, die das Säubern des Grills im Nachgang einfacher machen.“ Und Marcel Frenzel fügt hinzu: „Grills der Marke Weber sind zu Recht so beliebt. Sie sind technisch und funktionell auf einem überzeugenden Stand.“
Technik ist das Zauberwort, denn sie spielt eine wachsende Rolle. Smartphone-Steuerung, Kerntemperaturfühler und App-Anbindungen sind längst verbreitet. „Technik ist dann sinnvoll, wenn sie die Kontrolle erhöht und das Ergebnis verbessert – nicht, wenn sie nur optisch beeindruckt“, sagen die Experten von „GG Grillen“. Auch Marcel Frenzel betont, dass das Handwerk immer noch im Vordergrund steht, und erklärt darüber hinaus: „Vom Ergebnis her würde ich beim Grillrost immer zu Guss statt Edelstahl greifen.“ Das Material bietet eine bessere Wärmespeicherung und ein stärkeres Branding, also optische Grillspuren am Grillgut. Warum das so wichtig ist? „Branding bedeutet auch Aroma.“




Hans-Joachim Bischoff Geschäftsführer Nina Lübeck Leitung Produktmanagement Weltreisen

Julia Rogall Senior Traveldesignerin




René
Rabe
Senior Traveldesigner


Romy König
Traveldesignerin

vom„Stanze Gartencenter“

Und was grillen die Experten 2026 am liebsten?
Nico und Florian schwören auf Picanha im Churrasco-Style, Tina Kirchhoff auf klassische BBQ-Küche: „Mein Lieblingsgrillrezept: Burger aller Art, sowie BBQ-Ribs vom Keramikgrill.“ Auch Marcel Frenzel legt gerne Burger in allen Variationen auf den Grill. „Was ich auch total gerne mag: Tomahawk Steaks!“





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PoolssindjetztkleinerundkompakterundfindendeshalbauchinkleinerenGärtenPlatz.
Pools: Der Garten als Rückzugsort 2026 werden Pools zum Herzstück exklusiver OutdoorLiving-Konzepte. Weg vom reinen Schwimmbecken, hin zu durchdachten Rückzugsräumen: Tauchbecken, InfinityPools und kompakte Schwimmlandschaften verschmelzen mit Loungezonen, Sonnendecks, Außen-Saunen und SpaBereichen zu luxuriösen Wohlfühloasen, die auch in kleine Gärten passen.
Smarte Technik wird immer wichtiger, sie steuert Wasserqualität, Temperatur, Filterung und Beleuchtung bequem per App oder Sprachbefehl, während Solarheizungen und Wärmepumpen den Energieverbrauch reduzieren und Nachhaltigkeit ins Design integrieren.
Stil und Materialwahl gewinnen 2026 noch stärker an Bedeutung: Naturstein, großformatige Fliesen, Holz-
details, Mosaike, Sichtbeton und integrierte LED-Beleuchtung verwandeln Pools in elegante Gestaltungsobjekte. Massagedüsen, Strömungskanäle, Sprudelliegen und integrierte Sitzbereiche schaffen Spa-ähnliche Komfortzonen, die das ganze Jahr genutzt werden können. Kreative Poolformen, Sonnenplattformen, Wasserfälle oder beleuchtete Infinity-Kanten sorgen zusätzlich für Wow-Effekte.
Immer mehr Poolbesitzer setzen jetzt auf Ganzjahreskonzepte, bei denen Outdoor-Küchen, Pergolen, Feuerstellen und Lounge-Möbel harmonisch integriert werden. So wird der Garten zum erweiterten Wohnzimmer unter freiem Himmel. 2026 steht damit für Pools, die Lifestyle, Design, Technik und Entspannung perfekt vereinen und die private Gartenlandschaft in eine moderne Resort-Erfahrung verwandeln, die Wellness und Natur nahtlos miteinander verbindet. b
Die Landesgartenschau lädt
Pflanzenliebhaber zum
Verweilen und Genießen ein.
TEXT: FRAUKE HANSEN
Die niedersächsische Landesgartenschau öffnet am 29. April 2026 ihre Tore auf rund 34 Hektar mitten im historischen Kurpark von Bad Nenndorf. Innovative Themengärten, prächtige Blumenarrangements und kreative Landschaftskonzepte laden dazu ein, die Schönheit der Natur zu genießen oder neue Ideen für das eigene Grün zu entdecken. Alte Alleen und historische Strukturen treffen auf frische Impulse – nachhaltig, klimasensibel und voller Lebensfreude.
1.500 Veranstaltungen für alle Generationen
173 Tage voller Lesungen, Musik, Ausstellungen, Führungen, Bewegungsangebote und Mitmachaktionen machen jeden Besuch lohnenswert. Thementage setzen besondere Akzente, Gruppen können sich von Blütenbotschaftern durch den Park führen lassen. Wer die Natur ganz


AmHausKasselgehtesdurchdenEingangindieLandesgartenschau.
bewusst und entschleunigt erleben möchte, kann dies auf kleinen Ruheinseln tun, die zum Verweilen und Beobachten einladen.
Die Landesgartenschau ist barrierearm gestaltet: Steigungen lassen sich auf sanften Wegen umgehen, zahlreiche Sitzmöglichkeiten und Mobilitätshilfen erleichtern den Rundgang. Ob Picknick unter Bäumen, Café mit Parkblick oder regionale Spezialitäten – gastronomische Angebote sind zahlreich vorhanden.
Ein grüner Ort, der bleibt
Die Kurstadt Bad Nenndorf mit ihrem historischen Kurpark und der Nähe zum malerischen Deister bietet die perfekte Kulisse für die Landesgartenschau. Spaziergänge im Grünen lassen sich mit Kultur, Geschichte und Erholung kombinieren – ein Erlebnis, das lange nachwirkt. b

Designstücke aus Rotorblättern
KevinFaeseler,TimFrickeund ConstantinBerhorst-Mund(v.l. n.r.)miteinerihrerRotorblätterSonnenliegen

Ein kreatives Start-up aus Hannover baut Möbel aus alten Windenergieanlagen – nobilis hat es besucht.
TEXT: Beate Roßbach
Mit einer Typveränderung gelingt es älteren Damen ganz leicht, noch einmal völlig neu durchzustarten. Das gilt zumindest für Beate, deren gelungenes Facelifting wir hier vorstellen möchten. Beate ist eine Windenergieanlage älterer Bauart aus der Region Hannover, die nach über 24 Jahren fleißiger Energieerzeugung abgebaut und zur Verschrottung freigegeben wurde.
„Repowern“ lautet der Fachausdruck für den Abbau alter Anlagen, um Platz für neue, leistungsstärkere zu schaffen. Ein aktuelles Problem sind dabei die Rotorblätter

aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), die nicht einfach entsorgt oder recycelt werden können. Dazu braucht es aufwendige technische Prozesse – oder kreative Ideen. Und hier kommt „Blattwerk“ ins Spiel, das Start-up von drei jungen Männern aus Hannover, die Beates Überreste auf geniale Art wiederbeleben.
Vom Windrad zum Designobjekt
Tim Fricke und Constantin Berhorst-Mund sind Ingenieure für technisches Produktdesign und Maschinenbauer. Beide kennen sich seit der Uni. Kevin Faeseler ist Industriedesigner und traf Constantin durch Zufall auf einem Wochenmarkt, beim Kaffeetrinken. Tim Fricke arbeitet als Geschäftsführer bei einem Unternehmen, das Beate und andere Windenergieanlagen baut und betreut. Als die drei Freunde gemeinsam mit Tim das Innere von Beates Rotorblättern besichtigten, kam ihnen eine neue Geschäftsidee. Jeder dieser Flügel ist 30 Meter lang, an der Basis mehrere Meter hoch, an der Spitze etwa so groß wie eine Haifischflosse und aerodynamisch geschwungen. „Daraus können wir etwas Tolles bauen“, dachten die drei, sicherten sich nach der Demontage Beates Rotorblätter und gründeten im Sommer 2025 ihre Firma „Blattwerk“.
Seitdem sind in der kleinen Werkstatt in Hohenhameln, die demnächst größer werden muss, charmante Objekte entstanden: ein Fahrradständer mit geschwungenem Dach. Die Blattwerk-Liege mit dem perfekten Schwung und der Outdoor-tauglichen Auflage, Maße und Stoffe sind individuell lieferbar. Ein echter Hingucker ist der Tisch, dessen Fuß die Rotorblattspitze ist, die sich wie ein kleiner Eisberg durch die Massivholzplatte bricht. Alle Modelle werden mit starkem, umweltverträglichen Klarlack überzogen, sodass es keine Emissionen des Ausgangsmaterials GFK zu bedenken gibt. Im Gegenteil, bei der Blattwerk-Lampe ergeben sich daraus wundervolle Lichtreflexe, verstärkt durch das Metall des darin verbliebenen Blitzableiters.
Upcycling mit Zukunft
An der Werkstattwand hängen Skizzen mit Ideen in Planung. Blattwerk hat noch viel vor. Wie wäre es mit einem Klettergerüst aus der Nase des Anlagenturms? „Hannover plant doch so viele öffentliche Freizeitangebote. Wir haben da schon mal etwas vorbereitet“, sagt Constantin. Material gibt es genug, denn ein Drittel des deutschen Windenergieanlagenparks ist älter als 20 Jahre und wartet auf das Repowering.
Was sagen eigentlich die Frauen der drei Macher? Gibt es weiblichen Input? Constantin lacht: „Meine Frau hat gesagt, wir sollen niedrigschwellige Produkte entwerfen. Vielleicht Flaschenöffner, deren Griff ein Stück Windenergieanlage ist. Da sind wir dran.“ Und Kevin fügt hinzu: „Meine Frau ist Innenarchitektin und schlägt zum Beispiel Aufsteller und Wandtrennungen vor.“ Tim bringt es trocken auf den Punkt: „Meine Frau hat bezüglich der Produkte keine Wünsche geäußert. Sie sagt, Hauptsache ist, wir machen

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Das Gartenfestival Herrenhausenziehtjedes JahrvieleBesucheran.

Pflanzenraritäten, Gartenideen und Genuss: Diese Festivals machen
Lust auf Frühling, Sommer und das Leben im Grünen.
TEXT: NELE SCHUBERT
Landpartie Wolfsburg (10.–12.4.2026)
Rund um das historische Schloss Wolfsburg präsentieren über 100 Aussteller ihre Angebote: Mode, Accessoires, erlesene Feinkost, Blumen, Pflanzen und inspirierende Einrichtung. Auch das Stadtschloss selbst öffnet seine Türen und bietet spannende Einblicke in die Schloss- und Stadtgeschichte.
Schloss Wolfsburg | Schloßstraße 8 | 38448 Wolfsburg | www.timpe-landpartien.de
Pflanzentage Stadthagen (24.–26.4.2026)
Im historischen Innenhof sowie im Landschaftspark des Ritterguts Remeringhausen präsentieren an den Pflanzentagen rund 80 Aussteller aus der Pflanzen- und Gartenwelt eine beeindruckende Vielfalt. Neben dem Pflanzensortiment finden Gartenfreunde auch Dekorationen.
Rittergut Remeringhausen | 31655 Stadthagen | www.gut-remeringhausen.de
Hannoversche Pflanzentage (9.–10.5.2026)
Bei den Hannoverschen Pflanzentagen im Stadtpark am Hannover Congress Centrum (HCC) erwartet Pflanzenliebhaber ein vielfältiges Sortiment: Gärtnereien und Fachbetriebe aus ganz Deutschland präsentieren allerlei Pflanzen. Der Fokus liegt besonders auf Spezialitäten und Raritäten außerhalb des gängigen Sortiments.
Stadtpark Hannover | Theodor-Heuss-Platz 1 | 30175 Hannover | www.hannover.de/Veranstaltungskalender
Gartenfestival Herrenhausen Hannover (22.–25.5.2026)
Zu Pfingsten lädt das Gartenfestival Herrenhausen zu einem besonderen Erlebnis in den Georgengarten ein. Vor der Kulisse des historischen Leibniztempels präsentieren über 140 Aussteller außergewöhnliche Pflanzen, Gartenideen, stilvolle Outdoor-Möbel, Wohn- und Gartenaccesoires sowie kunsthandwerkliche Stücke.
Herrenhäuser Straße 1 | 30419 Hannover | www.gartenfestivals.de
British Weekend Stadthagen (23.–25.5.2026)
Im weitläufigen Parkgelände des Ritterguts Remeringhausen entfaltet das British Weekend sein typisches britisches Flair – Musik, Shows und englische Produkte inklusive. Auch Automobilfreunde kommen auf ihre Kosten: Die Teichwiese wird erneut zum Treffpunkt britischer Old- und Youngtimer.
Rittergut Remeringhausen | 31655 Stadthagen | www.gut-remeringhausen.de
Landpartie Schloss Bückeburg (4.–7.6.2026)
In diesem Jahr können sich Besucher von der fernöstlichen Ästhetik des Landpartie-Mottos „Japan“ inspirieren lassen. In verschiedenen Themenbereichen zeigen über 200 Aussteller ihre Wohn- und Gartenideen sowie Mode, Kunsthandwerk und viele weitere Produkte, die japanische Harmonie und kulturelle Einflüsse aufgreifen.
Schloss Bückeburg | Schlossplatz 6 | 31675 Bückeburg | www.schloss-bueckeburg.de
Gourmet & Garden Wienhausen (6.–9.8.2026)
Im Park des historischen Landgutes Wienhausen präsentieren verschiedene internationale Aussteller ihre Produkte beim Gartenfestival Gourmet & Garden. Gartenarchitekten und Handwerker aus ganz Europa zeigen hier exklusive Objekte für Haus, Hof, Garten und Balkon.
Landgut Wienhausen | Mühlenstraße 8 |29342 Wienhausen | www.schloss-romantik.de b
PflanzentagebeimRittergut Remeringhausen


Die Klinik am Pelikanplatz, eine der ältesten und besten Adressen für plastische und ästhetische Chirurgie in Hannover, steht seit jeher für ein ganzheitliches ästhetisches Konzept. Als einziger Standort in Hannover bieten wir unseren Patienten das gesamte breite Spektrum plastischer und ästhetischer Chirurgie, sämtliche Unterspritzungsverfahren, einen angeschlossenen Laserstandort mit vier unterschiedlichen Lasern sowie das patentierte Kryolipolyse-Verfahren Coolsculpting ® als nicht-operatives Verfahren zur Fettreduzierung. So kann aus einem sehr umfangreichen Repertoire immer das individuell beste Verfahren für unsere Patienten ausgewählt werden. Höchste Qualitäts- und Sicherheitsansprüche sind dabei oberste Maxime.
Die am Pelikanplatz, eine der ältesten und besten Adressen für plastische und ästhetische Chirurgie in Hannover, steht für eine ganzheitliche Philosophie von Schönheit. Wir bieten das gesamte Spektrum plastischer und ästhetischer Chirurgie sowie ein breites Portfolio an nichtoperativen Behandlungsverfahren wie Unterspritzungen und Coolsculpting® zur Fettreduzierung. Individuelle und maßgeschneiderte Behandlungskonzepte für unsere Patienten sind unser Anspruch. Höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards sind dabei immer oberste Maxime.

Fachklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Dr. med. Aschkan Entezami
Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie
Tel. (05 11) 51 51 24-0 www.klinik-am-pelikanplatz.de Im Pelikanviertel Pelikanplatz13 30177 Hannover
Tradition trifft modernes Handwerk

Die Fuhrberger Zimmerei baut Fachwerkhäuser, die Tradition, Nachhaltigkeit und moderne Wohnträume miteinander vereinen.
TEXT: FRAUKE HANSEN
EinHaus,daseinNeubauist, aberaussieht,alswürdees schonmehrereJahrzehnte stehen: Das wünschen sich die Kunden,dieeinFuhrberger Fachwerkhaus bauen lassen.

DieEichen-Fachwerkkonstruktionistdie BasiseinesFuhrberger Fachwerkhauses.
Der Duft von Eichenholz liegt in der Luft, das rhythmische Klopfen der Zimmerleute hallt über Baustellen und die Werkhalle. Balken greifen präzise ineinander, jedes Stück Holz findet seinen Platz. In der Fuhrberger Zimmerei entsteht Fachwerk in seiner ursprünglichsten Form – und zugleich neu gedacht für heutige Wohnansprüche.
Echtes Fachwerk statt Fassade Rund 500 Fachwerkgebäude hat das Team seit der Gründung der Zimmerei 1994 realisiert, mehr als 30 allein in Fuhrberg. Für Geschäftsführer Christian Zeymer ist entscheidend, was ein echtes Fachwerkhaus ausmacht: „Der Unterschied zur bloßen Fachwerk-Optik liegt in der statisch tragenden Eichen-Fachwerkkonstruktion. Wir arbeiten mit massiven Vollholzbalken – das ist keine aufgesetzte Dekoration, sondern das Herz des Hauses.“
Die Konstruktion trägt sich selbst. Stahl wird dort vermieden, wo traditionelle Holzverbindungen greifen. „Zapfenverbindungen und Holznägel spielen eine große Rolle. Es sind reine Holzverbindungen ohne Stahlteile – das genießt seit einigen Jahren wieder zunehmende Wertschätzung.“


SiehabendieFuhrbergerZimmerei1994gegründet:dieGeschäftsführer HorstKuhlmann,ChristianZeymerundFrankTöllner(v.l.n.r.).

NordischeOptikundGemütlichkeit:DieFachwerkhäuserkönnenauchmit einemReetdachgebautwerden.

Handarbeit mit Haltung
Wie viel Handwerk steckt heute noch in einem Fachwerkhaus? „Einige tausend Stunden“, sagt Zeymer. „Je mehr Handarbeit, desto einzigartiger und authentischer wird das Haus.“ Krumm gewachsene Streben, profilierte Balken, Torbögen oder Inschriften, die ein Holzbildhauer einarbeitet – all das verleiht jedem Gebäude Charakter.
Verwendet wird ausschließlich Eiche für das tragende Fachwerk. „Eiche kann der Bewitterung ausgesetzt werden und ist extrem langlebig.“ Für Verschalungen kommt Douglasie zum Einsatz, im Innenbereich Fichte und Tanne. Sämtliche Hölzer stammen aus Deutschland, überwiegend aus der Region. „Kurze Wege bedeuten weniger Energieverbrauch – und viele Bauherren identifizieren sich bewusst mit den Materialien, in denen sie später wohnen.“
Nachhaltig und energieeffizient
Ein Kubikmeter Holz bindet rund eine Tonne CO₂. Ein typisches Fuhrberger Fachwerkhaus kann die Atmosphäre um bis zu 80 Tonnen entlasten. Gleichzeitig erfüllen die Häuser sämtliche aktuellen Energiestandards. „Mit neuen Fachwerkhäusern kann heute jeder Standard erreicht werden. Besonders überzeugt unsere Kundschaft die schadstofffreie Bauweise“, erklärt Zeymer.
Eingemütlichwirkender EingangeinesHausesmit Backsteinfassade

MithandgeschnitztemFachwerkschmuckwieInschriftenund FigurenkönnendieHäuserindividuellverschönertwerden.

Gebaut werden bezugsfertige Häuser inklusive Grundstück, Genehmigungen und Erschließung – ein Rundum-sorglos-Paket, das Tradition mit moderner Planung, CAD-Technik und Energieeffizienz verbindet.
Fuhrberger Fachwerkhäuser in der Welt
Und wer baut heute Fachwerk? „Überwiegend Menschen vom Land – aber tatsächlich aus jeder Altersgruppe“, sagt Zeymer. Es seien Bauherren mit Sinn für Wert, Tradition, Symmetrie und Regionalität. Was sie fasziniert? „Das Zeitlose. Man bewohnt kein Haus, dem man das Jahrzehnt seiner Mode ansieht.“ Ein besonderes Lob sei es, wenn Bauherren berichten, ihr Haus sehe nach zwei Jahren so aus, als stünde es dort schon seit 200 Jahren.
Ob reetgedecktes Haus in der Heide, Bauprojekte an der Ostsee, auf Rügen oder sogar in Riga und Kaliningrad – jedes Projekt erzählt seine eigene Geschichte. Am Ende jedoch bleibt immer dasselbe Ziel: ein Zuhause zu schaffen, das Generationen überdauert – handgefertigt, nachhaltig und von bleibendem Wert.
Ein Zuhause für Generationen
Die Zukunft des Holzbaus liegt in der Kombination von Tradition und Innovation, das zeigen die wunderschön gearbeiteten Häuser der Fuhrberger Zimmerei. Fachwerkhäuser sind keine Relikte, sondern nachhaltige, wertvolle Lebensräume für heute und morgen. Hier verschmelzen Handwerk, Leidenschaft und Vision zu einem Zuhause, das Generationen überdauert. b

DieFuhrbergerFachwerkhäusersindausmassivemEichenholzundohnechemische Holzschutzmittelhandgefertigt.


Skulpturen aus Naturstein | Bambusartikel

Steinlaternen und Pagoden | Wasserbecken


Klangschalen und Gongs | Bambuspflanzen

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GOP Direktorin Nadine Matzat über ihren Weg ins Entertainment, besondere Momente im Varieté – und warum Hannover mehr Kulturstadt ist, als viele denken.
INTERVIEW: FRAUKE HANSEN
Frau Matzat, Sie leiten seit vier Jahren das GOP VarietéTheater Hannover. Ihr Weg dorthin begann allerdings nicht auf der Bühne, sondern in der Tourismusbranche. Wie kam es dazu?
Nadine Matzat: Ganz ursprünglich habe ich sogar in der Werbung angefangen und eine Ausbildung zur Werbekauffrau gemacht. Während meines Studiums mit Schwerpunkt Sozial und Tourismuspsychologie hat sich dann der Weg in die Tourismusbranche ergeben. Ich habe mich bei der TUI beworben und dort insgesamt elf Jahre gearbeitet, davon knapp neun Jahre bei ROBINSON. Diese Zeit hat mich sehr geprägt, weil ROBINSON ein unglaublich vielseitiges Produkt ist: Entertainment, Sport, Gastronomie, Wellness und vor allem Kommunikation – alles greift ineinander.
Später folgte ein Wechsel ins internationale Entertainmentgeschäft.
Matzat: Genau. Ich hatte irgendwann das Gefühl, dass ich mich beruflich noch einmal verändern möchte. Dann kam die Chance, zu Holiday on Ice zu gehen. Dort habe ich als Head of Product Management and Communication für die Produktionen in Deutschland gearbeitet – ein großer Schritt, auch weil das Unternehmen international aufgestellt ist und Englisch die Arbeitssprache war. Ich bin viel zwischen Hannover und Hamburg gependelt, war bei Premieren in Deutschland und den Nachbarländern dabei, habe in vielen Städten Pressekonferenzen moderiert und eng mit den Künstlerinnen und Künstlern sowie TV und Presse gearbeitet. Das war eine unglaublich spannende Zeit hinter und vor den Kulissen.
Hat Sie diese Erfahrung auf Ihre heutige Aufgabe vorbereitet?
Matzat: Absolut. Im GOP kommen viele Dinge zusammen, die ich sowohl bei Holiday on Ice als auch bei ROBINSON umgesetzt habe: Vor allem der en ge Kontakt zu den Künstlerinnen und Künstlern ist geblieben und wir haben pro Show meist zehn bis fünfzehn Artistinnen und Artisten im Haus,
die während der Spielzeit hier leben. Man wächst schnell zusammen – fast wie eine kleine Familie.
Sie sind mitten in der Corona-Zeit als Direktorin gestartet. Keine einfache Phase.
Matzat: Das stimmt. Ich habe Anfang 2022 angefangen, mitten in der Pandemie. Da ging es plötzlich um Fragen wie 2G oder 3G, darum, wer überhaupt ins Haus darf. Gleichzeitig war es unser Auftrag, das GOP wieder auf Erfolgskurs zu bringen. Zum Glück konnten wir als gastronomischer Betrieb früher öffnen als viele andere Kulturhäuser. Heute sind wir wieder auf dem Niveau vor Corona – das macht uns natürlich stolz.
Das GOP steht für Varieté auf internationalem Niveau. Wie entstehen die Shows?
Matzat: Die Shows werden von unserer Agentur GOP Showconcept für alle GOPHäuser entwickelt. Das Team sucht Regisseurinnen und Regisseure, stellt die Acts zusammen und entwickelt eine Geschichte, die sich durch das Programm zieht. Von der ersten Idee bis zur Premiere vergeht etwa ein Jahr. Danach geht die Produktion auf Tour durch die GOPHäuser. In Hannover spielen wir jede Show etwa drei Monate.
Beobachten Sie bei Premieren eigentlich auch das Publikum?
Matzat: Unbedingt. Das ist einer der spannendsten Momente. Man schaut genau hin: Wann wird gelacht?

Wann klatschen die Gäste? Wann sind sie vielleicht einfach nur gebannt? Diese Reaktionen sagen unglaublich viel darüber aus, wie eine Show funktioniert.
Hat sich das Publikum in den vergangenen Jahren verändert?
Matzat: Die hohe Qualität ist gleich geblieben, aber die Shows sind etwas vielseitiger geworden. Unser Ziel ist es, Menschen von acht bis achtzig Jahren zu begeistern. Jede Show ist unterschiedlich und begeistert neu – mal mit Moderation oder nonverbal, immer mit einer Prise Humor, hochwertiger Artistik, mit LiveMusik oder Zauberei. Für alle Gäste ist etwas dabei.

ZentralinderInnenstadtvonHannover gelegen,bietetdasGOP52WochenimJahrVarietéUnterhaltungausallerWelt.
Sie sind gebürtige Hannoveranerin. Was bedeutet es für Sie, ausgerechnet hier ein so bekanntes Haus zu führen?
Matzat: Das macht mich tatsächlich sehr stolz – und meine Mutter noch viel mehr (lacht). Hannover ist meine Heimat: Hier bin ich geboren, zur Schule gegangen und habe studiert. Jetzt ein Theater mitten im Herzen der Stadt zu leiten, das so viele Menschen zusammenbringt, ist etwas Besonderes. Das GOP ist für viele Gäste ein Ort, an dem sie mehrere Stunden den Alltag vergessen können – und genau das ist unser Anspruch.
Gab es Momente, die Ihnen besonders in Erinnerung geblieben sind?
Matzat: Viele. Zum Beispiel die Weltpremiere des KinderWeihnachtsmusicals „Anouk“. Da war Peter Maffay hier im Haus. Oder die vielen Begegnungen mit unserem Stammpublikum. Manche Gäste kommen zu jeder Premiere. Wenn sie danach sagen: „Das war die beste Show, die wir je gesehen haben“, dann wissen wir, dass wir vieles richtig machen.
Hannover gilt nicht als Kulturmetropole. Zu Recht?
Matzat: Nein, überhaupt nicht. Hannover ist eine Kulturstadt mit unglaublich vielen Facetten. Von Oper und Schauspiel über die freie Szene bis zu Festivals und Museen – hier passiert sehr viel. Das Problem ist eher, dass viele Menschen außerhalb der Region das gar nicht wissen. Gleichzeitig funktioniert hier das Netzwerk sehr gut. Man kennt sich, unterstützt sich und arbeitet auf Augenhöhe zusammen.
Wenn Sie einmal nicht im GOP sind – wo trifft man
Sie in Hannover?

Matzat: Sehr oft auf dem Volleyballfeld. Ich spiele aktiv beim TKH im Ligabetrieb und trainiere zweimal pro Woche. Sport ist für mich der perfekte Ausgleich zu einem SiebenTageBetrieb wie unserem. Und im Urlaub gehe ich gerne wellenreiten – am liebsten im Atlantik. Ansonsten genieße ich einfach die vielen grünen Orte der Stadt: die Eilenriede oder den Maschsee. Hannover hat unglaublich viel Natur –das ist ein großes Geschenk.
Zum Schluss: Was wünschen Sie sich für das GOP?
Matzat: Dass wir weiterhin ein Ort bleiben, an dem Menschen zusammenkommen, gut essen und trinken, lachen, staunen und für ein paar Stunden abschalten können. Wenn Gäste mit einem Lächeln nach Hause gehen und sagen: „Das war ein richtig schöner Abend“ – dann haben wir unser Ziel erreicht. b
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WeltstarLouisArmstrong beieinemAuftrittinder Niedersachsenhalle imJahr1959

Hannovers verborgene Geschichte
Wir folgen den Spuren internationaler Jazzstars, die seit Jahrzehnten von Hannover schwärmen und der Stadt sogar Songs widmeten.
TEXT: VANESSA ERSTMANN
Den„EisbeinBoogie“
verewigteLionelHampton1974 imGoldenenBuchderStadt.

Wer durch das Goldene Buch der Stadt Hannover blättert, das mittlerweile mehrere Bände umfasst, findet so manchen imposanten oder auch amüsanten Eintrag berühmter Gäste. Ihre Grußbotschaften sind Ausdruck der Bedeutung Hannovers im In- und Ausland und werden seit 1910 sorgsam im Neuen Rathaus verwahrt. Unter den Einträgen sticht eine Widmung besonders ins Auge: eine von Lionel Hampton skizzierte Tonleiter, die der Musiker als „Eisbein Boogie“ titulierte.
Hinter diesem kuriosen Eintrag verbirgt sich eine nicht minder spaßig anmutende Anekdote: Als Lionel Hampton Anfang der 1970er-Jahre anlässlich eines Konzerts im Jazz Club die Stadt erkundete, verzehrte er eine Schweinshaxe im Wirtshaus von Max Walloschke, die ihn dazu motivierte, auf einer Serviette besagten Boogie zu komponieren. Kurz
darauf wurde der „Eisbein Boogie“ zu Ehren des Oberbürgermeisters Herbert Schmalstieg im Goldenen Buch der Stadt verewigt.
Das deutsche Zeitalter des Jazz begann in Hannover Im Archiv des hannoverschen Jazz Clubs finden sich zahlreiche Anekdoten berühmter Jazzmusiker, die als Botschafter für Hannover auftraten. Nach Ansicht der Presse entwickelte sich Hannover ab den 1970er-Jahren zu einem „Mekka des Jazz“, das mit anderen Jazz-Metropolen wie Berlin oder Frankfurt mithalten konnte. Der bekannte Frankfurter Konzertveranstalter Fritz Rau bezeichnete Hannover sogar als „heimliche Jazzhauptstadt Deutschlands“. Tatsächlich begann das deutsche Jazz-Zeitalter nicht etwa in Berlin, sondern ausgerechnet in Hannover, wo 1924 das erste Sensations-Gastspiel einer echten amerikanischen Band stattfand.
Die Stadt entwickelte im Verlauf der 1920er-Jahre auch deshalb eine immer größer werdende Anziehungskraft auf namhafte Jazzvirtuosen, weil ihre Platten in der großen Schallplattenfabrik an der Podbielskistraße produziert wurden. Hannover galt in den 1920er- und 1930er-Jahren als die Jazz-Schall-
Deramerikanische JazzmusikerLionel HamptonwarmehrmalszuGastinHannoverunderkundetemit MikeGehrkedieStadt.

plattenstadt schlechthin und hatte dank der massenhaften Verbreitung zahlreicher Jazzmusikstücke enormen Einfluss auf die Entwicklung des Jazz in Deutschland.
Heiße Musik im kühlen Keller
Vom Swing begeisterte Jugendliche trafen sich im Stadtwald Eilenriede, um auf mitgebrachten Koffergrammophonen, sogenannten „Hotkoffern“, ihrer Musik zu lauschen. Andere verabredeten sich in Kneipen und gründeten 1942 den „Deutschen Swing-Club Hannover“, aus dem sich einige Jahre später der „Deutsche Hot Club Hannover“ entwickelte.
In den 1950er-Jahren popularisierten große Auftritte von Louis Armstrong in der Niedersachsenhalle den Jazz. Doch die heranrollende Beatwelle setzte den Jazzveranstaltern ab den 1960ern stark zu. Trotzdem waren am

Programmanzeige fürdasSensationsGastspielausNew YorkimTivoliimApril 1924
25. April 1966 einige treue Anhänger des Jazz mutig genug, um in einem ehemaligen Kohlenkeller im Jugendheim auf dem Lindener Berg den „Jazz Club Hannover“ zu gründen.
Hannover wird zur „Swinging City“
Der Jazz Club wurde gegründet, um ein Zentrum für junge, am Jazz interessierte Menschen zu schaffen, und lebte von Beginn an von dem ehrenamtlichen Engagement seiner Mitglieder. Unter seinem langjährigen Vorsitzenden, Hannovers Imagepfleger Mike Gehrke, entwickelte der Club schnell ein internationales Renommee und Kultstatus. Von besonderer Bedeutung für den Jazz Club und die Stadt gleichermaßen waren dabei große Events wie das Freiluftkonzert „Swinging Hannover“, das bis heute jährlich zu Himmelfahrt zehntausende Zuhörer lockt.
Zum 60-jährigen Jubiläum bringt der Jazz Club den Jazz gleich mit mehreren großen Veranstaltungen vom Lindener Berg hinunter in die Stadt und festigt damit Hannovers Ruf als heimliche Hauptstadt des Jazz. b
Unser Dank gilt dem Bildarchiv des Historischen Museum Hannover für die Unterstützung und Bereitstellung der historischen Abbildungen.

JungeJazzfansverwandelndenehemaligenKohlenkelleraufdemLindenerBergineinenJazzClub.
BlickaufdieSchallplattenfabrikder DeutschenGrammophon Gesellschaftander Podbielskistraße um 1920



DerdeutscheJazztrompeter
TillBrönnerwar2025StargastbeimFestival„enercity swinginghannover“,das jährlichzuHimmelfahrt stattfindet.


30. März: Myles Sanko im GOP Varieté-Theater Hannover
13. Mai: Jazz Night im Schauspielhaus Hannover
14. Mai: Open-Air-Festival „enercity swinging hannover” vor dem Neuen Rathaus
29. Mai: YORK im Caldersaal des Sprengel Museums
6. Juni: Great American Songbook in der Staatsoper
25. Juni bis 30. Juli: Open-Air-Konzerte im Zoo Hannover
26. September: Großes Jubiläumskonzert mit dem Wolfgang Haffner Trio feat. Viktoria Tolstoy und Thomas Quasthoff in der Orangerie (Herrenhäuser Gärten) Der


Hannovers gemütliche Kinos begeistern Cineasten im April mit Filmklassikern, Geschichten für Kinder und Live-Performances.
TEXT: LUISA VERFÜRTH
Hochhaus Lichtspiele
Das Kino der Hochhaus Lichtspiele ist mit seiner 12 Meter hohen, grünen Dachkuppel ein Wahrzeichen der Stadt. Es ist eines der wenigen Gebäude, die die Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg unbeschadet überstanden haben. Seit 1982 gehört das HOCHHAUS zum KINO AM RASCHPLATZ. Nach einer grundlegenden Renovierung und der Verringerung der Platzzahl zugunsten größerer Beinfreiheit hat das Kino jetzt 275 Plätze. Seitdem gibt es wieder regelmäßig am Sonntag eine Matinee-Vorstellung wie in den 50er-Jahren üblich.
Am Sonntag, 19. April, um 11 Uhr lädt das Kino zur nächsten Matinee ein: Gezeigt wird „Heinrich Vogeler – 150 Jahre Paula Modersohn-Becker“, ein künstlerischer Rückblick auf zwei bedeutende Persönlichkeiten der deutschen Kunstgeschichte.

Hochhaus Lichtspiele | Goseriede 9 | 30159 Hannover | www.hochhaus-lichtspiele.de
Kino am Raschplatz
Am 16. September 1977 öffnete das Kino am Raschplatz seine Türen und hat sich seither als feste Heim stätte für Cineasten in Hannover etabliert. Die Säle tragen keine bloßen Nummern, sondern Namen wie HOL LYWOOD, FAIRBANKS, GRAFFITI oder COLOSSEUM. Premierengäste wie Hannelore Elsner, Joachim Król und Lars Eidinger gaben hier bereits Einblicke in ihre Werke.

Im April dürfen sich Filmfans auf besondere Highlights freuen: Am Montag, 20. April, um 20:15 Uhr feiert das Kino die nordmedia-Premiere von „LUISA“ – mit Cast & Crew vor Ort. Zudem eröffnet das KaR die Doku-Reihe „Sputnik Moment – 30 gewonnene Jahre“. Zur Auftaktveranstaltung begrüßt das Kino die Produzentin Barbara Wackernagel-Jacobs sowie die ehemalige Kulturdezernentin Marlies Drevermann. Termine: Samstag, 25. April, 11:30 Uhr, und Sonntag, 26. April, 11 Uhr.
Kino am Raschplatz | Raschplatz 5 | 30161 Hannover | www.kinoamraschplatz.de
Apollo
Das Apollo auf der Limmerstraße ist längst Kult in Hannover – nicht nur wegen der Kinofilme, sondern auch, weil hier Desimos Spezial Club ein Zuhause im Filmsaal gefunden hat.
Im April warten gleich mehrere Highlights: Am Samstag und Sonntag., 11. und 12. April, um 16 Uhr wird das Original-„Dschungelbuch“ von 1967 gezeigt – ein verzaubernder Klassiker für Groß und Klein. Am 24. April, 10:30 Uhr, lädt das Apollo wieder zum Kinderwagen-Kino ein, diesmal mit dem Film „Die Älteren“. Seit über 20 Jahren bringt das Kino dieses Format aus den USA nach Hannover: Eltern können ihre Babys mitbringen, während der Film in gedämpfter Lautstärke läuft. Licht, Wickeltisch und Parkmöglichkeiten für Kinderwagen sind vorhanden.
Und am Sonntag, 12. April, heißt es beim Cinema Craft Club: Stricken im Kino! Kreative Köpfe dürfen ihre Häkelnadeln, Stricknadeln oder Stickrahmen mitbringen. Dann wird der Film „Extrawurst“ mit HaPe Kerkeling gezeigt, Licht gedimmt – und Handarbeit trifft auf Kinovergnügen.
Apollo | Limmerstraße 50 | 30451 Hannover | www.apollokino.de




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Astor Grand Cinema
Das Astor Grand Cinema in Hannover ist für Cineasten ein besonderer Ort. Das historische Palast-Kino verbindet klassische Architektur mit moderner Technik. Ledersessel, Beinfreiheit und persönlicher Service sorgen für komfortable Filmabende. Gezeigt werden Blockbuster, Arthouse-Filme, Opern- und Ballettübertragungen sowie Sonderformate.
„The Revenant“ läuft ab dem 2. April zum zehnjährigen Jubiläum, der Klassiker „Indiskret“ (1958) am 12. April. Am 19.April gibt es ein Hörspiel in Dolby Atmos mit „Die drei Fragezeichen und die Salztote“, am 21. April eine Liveübertragung des Royal Ballet & der Oper – „Die Zauberflöte“. Im Rahmen der 70-mm-Wochen werden „The Testament of Ann Lee“ ab dem 4. April und „Der Astronaut: Project Hail Mary“ ab dem 17. April (engl. OV) gezeigt.
Astor Grand Cinema | Nikolaistraße 8 | 30159 Hannover | www.hannover.premiumkino.de


Im Herzen von Waldheim liegt das charmante PuKi – kurz für Puschenkino. Zurzeit wird der kleine Kinosaal des Pflegeheims Dr. med. Ernst-August Wilkening saniert und auf den neuesten technischen Stand gebracht. Dabei bleibt der liebevoll nostalgische Charakter des Stadtteilkinos erhalten, auf den man hier besonders stolz ist.
Das PuKi hat sich auf individuelle Kinoerlebnisse spezialisiert: Kindergeburtstage, Feiern für Erwachsene, Junggesellenabschiede oder Firmenevents – alles lässt sich im gemütlichen Saal für 36 Personen feiern. Nach der Vorstellung lädt die Kellerbar zum Verweilen, zu Gesprächen und kleinen Snacks ein. Im Sommer ist eine große Wiedereröffnung geplant – ein Kino, das alte Gemütlichkeit mit neuem Glanz verbindet.
PuKi im Pflegeheim Dr. med. Ernst-August Wilkening | Wolfstraße 36 | 30519 Hannover | www.pflegeheime-wilkening.de
Das Kino im Sprengel in Hannover gehört zu den festen Adressen für anspruchsvolles und experimentelles Kino. Direkt am Sprengel Museum gelegen, verbindet es Filme, Kunst und Kultur. Neben regulären Spielzeiten bietet das Haus Sonderveranstaltungen, Diskussionen, Filmreihen und Live-Performances. Der Saal ist auf intime Erlebnisse ausgelegt, die Nähe zu Künstlern und Regisseuren ermöglicht ein unmittelbares Eintauchen in die Inhalte. Das Kino gilt als wichtige Plattform für internationale Produktionen, Avantgarde-Filme und innovative Projekte der audiovisuellen Kunst.
Am Montag, 8. April, um 20:30 Uhr zeigt das Kino im Rahmen des „FRESH AIR PROGRAM – Meet the Artist“ das Solo „Duende“ von Christian Pouget. Zu Gast ist die französische Musikerin Joëlle Léandre, eine der prägenden Stimmen der improvisierten Musik. Mit eruptiven Klängen, metaphorischen Masken und „Tribalblues“ erschafft sie eine kraftvolle Atmosphäre zwischen Wut und Poesie.
Kino im Sprengel | Klaus-Müller-Kilian-Weg 2 | 30167 Hannover | www.kino-im-sprengel.de b
NORDLICHT – DAS FREMDE GESICHT, Anette Hinrichs, Blanvalet, 480 Seiten, 13 Euro

Ein rätselhafter Mordfall erschüttert das deutsch-dänische Grenzland: Ein Pferdezüchter wird erhängt im Stall gefunden, ein Gastronom stirbt in Tønder am gedeckten Tisch, ein Geschäftsmann treibt tot im Hafen von Kopenhagen. Alle Opfer wurden qualvoll erstickt – und in ihren zugeklebten Mündern steckt jeweils ein Foto mit einem fremden Gesicht. Die Sondereinheit GZ Padborg sucht fieberhaft nach dem Motiv, während Ermittler Rasmus Nyborg eigenen Spuren folgt – und sich damit selbst in Gefahr bringt.
Anja Jonuleit, C. Bertelsmann, 384 Seiten, 24 Euro
In zwei Zeitebenen entfaltet Anja Jonuleit eine eindringliche Geschichte: 1946 entdeckt ein Mädchen im Wald die Leiche einer jungen Frau – und stößt auf ein Geflecht aus Schweigen und Verdrängung. Jahrzehnte später wird die inzwischen 85-jährige Inge durch alte Tagebücher erneut mit der Vergangenheit konfrontiert. Vor der Kulisse der Lüneburger Heide erzählt der Roman von Schuld, Erinnerung und der Frage nach Verantwortung. Jonuleit verbindet sorgfältige Recherche mit feinem psychologischen Gespür – und lässt persönliche Schicksale und Zeitgeschichte eindrucksvoll ineinandergreifen.

DAS DING IN MEINEM
KOPF – MEIN LEBEN MIT PARKINSON, Andreas Große Halbuer, Ullstein, 192 Seiten, 24,99 Euro

Mitten im Leben erhält der Journalist Andreas Große Halbuer die Diagnose Parkinson. Offen und eindringlich erzählt er von ersten Symptomen, medizinischen Hoffnungen und dem Alltag mit einer chronischen Erkrankung – von einer riskanten Hirnoperation bis zum Familienleben zwischen Zweifel und Zuversicht. Ein persönliches, bewegendes Memoir über Krankheit, Mut und die Kraft, Lebensfreude trotz allem zu bewahren.
DOPPELSPIEL,
Arne Dahl, Jonas Moström, Bastei Lübbe, 432 Seiten, 8 Euro
Krimiautor Tom Borg steckt in einer Schreibblockade. Nach dem Erfolg seiner Nordic-Noir-Trilogie sucht er in einem zwielichtigen Stockholmer Club nach Inspiration –und wird Zeuge eines Mordes, der seinem eigenen Romanentwurf erschreckend ähnelt. Plötzlich gilt er selbst als Hauptverdächtiger. Während Realität und Fiktion immer stärker verschwimmen, gerät Borg in ein tödliches Spiel – und die Frage bleibt: Wer schreibt hier eigentlich die Geschichte?

Christian Bredlow über sein Comeback im Tonstudio von Jens Eckhoff und warum Aufschieben keine Option mehr ist.
TEXT: ROKSANA LEONETTI

Ich klingele bei Jens Eckhoff. Christian Bredlow öffnet die Tür. Das Tonstudio liegt im Erdgeschoss des Hauses. Ein Raum voller Gitarren, Bässe, Technik, Kabel. Hier arbeiten sie an einem Album, das für Christian mehr ist als ein Hobbyprojekt. Wir setzen uns. Interview vor Aufnahme. Wenig später wechselt die Dynamik im Raum: Jens nimmt am Rechner Platz, prüft Spuren, hört genau hin. Christian geht in die Kabine, setzt die Kopfhörer auf und fängt an zu singen.
Digitalberater und Musiker
Christian Bredlow, Baujahr 1976, ist in Hannover vor allem als Unternehmer bekannt. Mit seiner Digital Mindset GmbH begleitet er Organisationen durch Transformationsprozesse. Sein Leitsatz: Digitale Transformation scheitert selten an Technologie, sondern daran, dass Menschen nicht ins Handeln kommen. Jetzt hat er sich selbst beim Wort genommen.
„Seit vier oder fünf Jahren quatsche ich Jens damit voll, dass ich wieder Musik machen möchte“, sagt er. Es gab bereits Equipment zu Hause. Ein kleines Studio. „Hat aber nicht funktioniert.“ Der entscheidende Impuls kam durch ein Buch. Drei Kapitel hätten gereicht. „Meine Mutter hat immer gesagt: Wir machen das alles, wenn Dein Vater in Rente ist. Das hat nur leider nie so funktioniert!“ Diese Floskel hat sich verfangen. Am 25. März 2025 fiel die Entscheidung. „Ich habe Jens gesagt: Wir machen das.“ Seit April arbeiten sie intensiv zusammen.

ChristianBredlowaliasdasB(l.)und JensEckhoffbeiderArbeitimStudio
Eine Freundschaft seit 1996
Die beiden kennen sich seit 1996. „Meine Frau ist schuld“, sagt Jens und lacht. Berufsschule, gemeinsame Konzertbesuche, kleine Akustikständchen zusammen. Jens Eckhoff wurde als Mitbegründer der Band Wir sind Helden bundesweit bekannt. Heute arbeitet er als Musiker, Songwriter und Produzent. Die Mechanismen der Musikbranche kennt er aus einer Zeit, die es so nicht mehr gibt. „Das ist wie ein Märchen aus einem anderen Jahrtausend“, sagt er über Musikfernsehen, Printmagazine und klassische Karrierewege. Heute dominieren Playlists, Algorithmen und Social Media. Christian steigt in genau diese Branche neu ein. Privat hat er sich aus sozialen Netzwerken weitgehend zurückgezogen. Als dasB musste er neue Accounts anlegen. „Du musst Social Media machen“, habe Jens gesagt. Christian nennt es ein Spannungsfeld. „Ohne TikTok und Instagram wirst du kein Geld mehr verdienen“, vermutet er. Gleichzeitig betont er: „Ich möchte nicht hauptberuflich Musiker sein.“ Es geht nicht um Karriere, sondern um ein Versprechen an sich selbst.
Handwerk statt Algorithmus
Musikalisch setzen sie auf Handwerk. „KI ist hier nicht drin, sondern Kreativität“, sagt Christian. Beim Texten bleibt künstliche Intelligenz außen vor. „No AI used in the making of this record“, steht als Hinweis am Song. Unterstützung holt er sich nur in Form eines selbstgebauten „RedakteurBots“, der Texte kritisch liest. Schreiben muss er sie trotzdem selbst.
Seine erste Single „Beste Welt“ erschien Ende November. Die Veröffentlichung beschreibt er als nervenaufreibend. „Ich habe mir um Mitternacht den Wecker gestellt.“
HierentstehtdasAlbum: Instrumente undAufnahmeprogrammeimEinsatz.

Als der Song schließlich auf Spotify veröffentlicht wurde, sei das ein besonderer Moment gewesen. „Du siehst auf einmal, dass Leute das wirklich hören.“ Kein Millionenpublikum, aber echtes Feedback. „Das war tausendmal cooler als eine Online-Session mit 500 Leuten.“
Haltung statt Hype
Inhaltlich geht es um Gegenwart und Haltung. „Es gibt kein neues Normal mehr. Es gibt nur ein neues Jetzt“, sagt Christian. Erfolg definiert er heute anders. Weniger Status, mehr Selbstbestimmung. „Vielleicht ist die beste Welt die, in der man wieder Spielkind ist.“ Träumer sei er trotzdem nicht. „Ich glaube eher Realist.“
Dass Musik und Business für ihn keine Gegensätze sind, zeigt ein gemeinsames Format mit Jens. Seit Jahren holen sie Führungskräfte in Studios und lassen sie in zwei Tagen einen Song entwickeln. Ein Workshop, der Hierarchien aufbricht. „Da sagt auch mal die Assistenz dem CFO, dass er anders singen soll“, erzählt Christian. Musik als Experimentierfeld für Zusammenarbeit.


Kurz vor demTake: GemeinsamerBlick aufTextundStruktur
Jens Eckhoff ist Musiker, Songwriter und Produzent. Bekannt wurde er als Mitbegründer der Band Wir sind Helden. Heute arbeitet er im eigenen Studio als Produzent und begleitet Künstlerinnen und Künstler bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Projekte. Neben seiner Studioarbeit gibt er Workshops und bringt seine langjährige Erfahrung aus der Musikbranche in unterschiedliche Formate ein.
Mehr unter: www.jens-eckhoff.de
Ein sehr persönlicher Song
Nach dem Gespräch wechseln wir die Plätze. Jens sitzt vor dem Bildschirm, öffnet die Session. Christian geht in den Aufnahmeraum. Der Song, an dem sie heute arbeiten, heißt „Du wirkst nur wenn es nicht perfekt ist“. Eine Ballade. Persönlich, leiser als die anderen Tracks. Der Song handelt von einem Freund, den Christian verloren hat. Entstanden ist er aus dieser Erinnerung heraus. „Das ist eine Challenge für mich“, sagt er. Nicht nur gesanglich. Sondern auch, weil er sich in diesem Stück emotional weiter öffnet als zuvor.
Im Studio herrscht Konzentration. Christian singt in der Kabine, die Aufnahme läuft. Danach hört er mit Jens am Bildschirm in die Spur, sie besprechen Details. Eine Passage singt er draußen im Raum noch einmal a cappella. Ohne Technik. Nur Stimme. Der Song füllt das Studio. Man hört, worum es geht, und merkt, dass es mehr ist als ein gewöhnlicher Track. Wie alle seine Songs erzählt auch dieser eine persönliche Geschichte.
Der Haken auf der Bucketlist Zum Abschluss frage ich ihn, woran er in zwei Jahren merken würde, dass dieses Kapitel richtig war – unabhängig von Charts und Reichweite. Er überlegt kurz. „Der Haken auf der Bucketlist ist jetzt schon dran“, sagt er. Alles Weitere sei Bonus. Ein Wunsch bleibt: „Ich hätte Lust, noch mal ein Konzert zu spielen.“
Vielleicht in Hannover. Vielleicht vor 300 Menschen. Vielleicht mehr. Aber darum geht es ihm nicht zuerst. Entscheidend ist, dass er angefangen hat. b
Christian Bredlow, Baujahr 1976, ist Geschäftsführer der Digital Mindset GmbH und arbeitet als „Lotse“ für Veränderungsprozesse in Unternehmen und Organisationen. Mit seinem Team entwickelt er Enablement-Programme rund um digitale Transformation und KI. Unter seinem musikalischen Alter Ego dasB veröffentlicht er aktuell eigene Songs zwischen Indie, Rock und Deutschrap.
Mehr unter: www.digitalmindset.de Musik: https://linktr.ee/dasb.official
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Vom 24. bis 26. 4. 2026 Große Frühjahrsauktion auf Schloss Ahlden

Kunstfreunde aufgepasst! Zur großen Frühjahrsauktion bietet Schloss Ahlden allen interessierten Besuchern die Möglichkeit zur kostenfreien Vorbesichtigung der insgesamt rund 3.500 Kunstwerke, Antiquitäten, Schmuck und Luxusaccessoires. Unter den zahllosen Höhepunkten stechen u. a. Werke von Lovis Corinth, Gabriele Münter, Claude Monet, Wilhelm Busch, Christo und Bruno Bruni sowie Schmuck und Uhren von Cartier, Bulgari, Patek Philippe, Lange & Söhne und Rolex ins Auge. Kostenfreie Kataloge sind unter www.schloss-ahlden.de einsehbar. Nächste Auktion: 24.–26. April 2026 | Vorbesichtigung: 12.–22. April 2026
Kunstauktionshaus Schloss Ahlden | Große Str. 1 | 29693 Ahlden/Aller | Tel.: +49 (0)5164 80 100 | info@schloss-ahlden.de | www.schloss-ahlden.de
Vom 11.4. bis 9.5.2026
„Schwedische Glaskonst“ in der Handwerksform
Feines Glas mit Geschichte: In der Handwerksform Hannover wird das deutsch-schwedische Projekt STUDIO BO wiederentdeckt. In den 1970er-Jahren entstanden auf der Insel Öland mundgeblasene Möbelgriffe und Glasobjekte von großer Klarheit. Eine private Sammlung zeigt nun Schalen, Vasen, Karaffen und kleine Kostbarkeiten – zeitlose Beispiele skandinavischer Handwerkskunst.

Ahlden
Foto: Lovis Corinth, „Beim Aufstehen“/Schloss
Vom 22.5. bis 7.6.2026
Ticket-Verkauf für KunstFestSpiele ist gestartet
Im Mai feiert Hannover wieder die Kunst: Die 17. KunstFestSpiele Herrenhausen, erstmals unter der Leitung von Intendantin Brigitta Muntendorf, öffnen ihre Tore. 17 Tage voller kreativer, faszinierender und bewegender Events und Performances erwarten die Besucher. Von Musik über Tanz und Theater, Workshops und spannende Dialoge bis hin zu beeindruckenden Technologien bieten die KunstFestSpiele ein vielfältiges Programm.

Handwerksform Hannover | Berliner Allee 17 | 30175 Hannover | www.handwerksform.de
Tickets für alle Veranstaltungen gibt es ab sofort unter kunstfestspiele.de
Vom 25.4 bis 3.5.2026
Internationale A-cappella-Woche Hannover
Bereits zum 24. Mal findet Ende April die Internationale A-cappella-Woche Hannover statt. Eine bunte Mischung internationaler Vokalensembles aus bekannten Größen und vielversprechenden Newcomern tritt in Locations wie dem Kuppelsaal, aber auch in alternativen Clubs, Kirchen oder im Festsaal auf dem Land auf. Erstmals mit dabei: das Kölner Quartett Of Cabbages and Kings. In ihrem neuen Programm „Concurrency“ singen die vier Sängerinnen über verschiedene politische, gesellschaftliche und psychologische Themen. Am 30.4.2026 performen sie im Schloss Landestrost in Neustadt am Rübenberge.
Tickets für alle Veran staltungen gibt es ab sofort unter acapellawoche.com


RaheemHaidarhat2020mitdemBacken angefangen–dreiJahrespätergewann erdieSat1-Show„DasgroßeBacken“.
Raheem Haidar
eigene Konditorei und verrät, welche Zutat einen guten Kuchen ausmacht.
TEXT: MAJA HENSCHEL
Manchmal beginnt ein neuer Lebensweg mit einem einzigen Satz. „Das ist die letzte Torte, die wir kaufen. Ab jetzt backe ich selbst.“ Als Raheem Haidar diese Worte am Geburtstag seiner Schwester aussprach, ahnte er nicht, dass sie der Auftakt zu einer neuen beruflichen Identität sein würden. In seiner Heimat Syrien hatte der 34-Jährige Jura studiert, als er 2015 nach Deutschland kam, wurde der Abschluss nicht anerkannt. Raheem arbeitete zunächst in der Gastronomie, später in der Logistik. „Mein
Leben verlief ganz normal“, sagt er rückblickend ganz bescheiden.
Erst während der Corona-Zeit 2020 veränderte sich etwas. Viel Zeit zu Hause brachte Raum für neue Ideen. Der eigentliche Antrieb jedoch war ein anderer. „Mit den Torten zu unseren Geburtstagen war ich nie wirklich zufrieden. Ich wollte immer etwas Besonderes, etwas anderes.“ Noch am selben Abend des besagten Geburtstags seiner Schwester fuhr Raheem nach Hause und backte seine erste eigene Torte.

DiesefestlicheTorteausder HanddesZuckerbäckersist einechterHingucker.

AuchDessertsgehörenzumRepertoire desHannoveraners.


PerfektfürdieOstertage:RaheemHaidarsköstlicheKreationen
SolchspektakuläreTorten kannmanbeiRaheem HaidarinAuftrag geben.
Der Mut zur Entscheidung
Eine rechteckige Motivtorte wurde wenig später zum Schlüsselmoment. Die Umsetzung forderte Geduld und Präzision. „Das war eine große Herausforderung, aber genau das hat mir unglaublich viel Spaß gemacht.“ In diesem Augenblick begriff Raheem, dass das Backen mehr war als ein Zeitvertreib. „Ich wollte unbedingt mehr lernen und mir alles selbst beibringen.“ Ganz frei von Unsicherheit war diese Zeit nicht. „Natürlich gab es Momente, in denen ich gezweifelt habe.“ Doch sein Ehrgeiz überwog. Mit der Teilnahme und seinem Sieg bei der TV-Show „Das große Backen“ wurde er schließlich einem größeren Publikum bekannt. Die Erfahrung habe ihn geprägt. „Ich habe gelernt, unter Zeitdruck kreativ zu arbeiten und an mich zu glauben.“ Im Finale traf er eine klare Entscheidung: „Dort habe ich beschlossen, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen.“

DerbekannteBäckerbetreibtdieKonditorei„Mundus“inHannover.
Handwerk mit Handschrift Ursprünglich träumte der Tortenbäcker von einem kleinen Café in Hannover. Durch die infa ergab sich jedoch die Möglichkeit, die Konditorei Mundus in Döhren-Wülfel zu übernehmen. „In diesem Moment wusste ich: Jetzt ist die Zeit.“ Heute ist er dankbar für diesen Schritt. „Ich habe unglaublich viel gelernt, über Verantwortung, Organisation und echtes Handwerk.“
Seine Herkunft aus Syrien begleitet ihn bis heute auf subtile Weise. „Ich bringe ein Stück meiner Heimat in meine Leidenschaft.“ Orientalische Aromen fließen fein dosiert in seine Kreationen ein, ohne sich aufzudrängen. Auf die Frage nach seinem Lieblingskuchen antwortet er: „Pistazie, besonders in Kombination mit etwas Fruchtigem, liebe ich sehr.“ Entscheidend sei jedoch Qualität. „Ein guter Kuchen braucht echte Butter. Die schmeckt man einfach.“
Heute hat Raheem eine klare Antwort auf die Frage, was für ihn zählt: „Erfolg bedeutet für mich, meine Leidenschaft jeden Tag leben zu können und Menschen mit meinen Kreationen Freude zu machen.“ Und seine Geschichte fasst er selbst am treffendsten zusammen: „Was als einfache Idee begann, ist durch Leidenschaft, Mut und viel Arbeit zu meinem eigenen Weg geworden.“ b

17 Reihenhäuser (13 bereits verkauft!)
6 Einfamilienhäuser (4 bereits verkauft!)
2 Mehrfamilienhäuser

Cafés in der Stadt
Kunst genießen, Pause machen: Diese Museumscafés in Hannover verbinden Kultur, Architektur und entspannte Auszeiten im Grünen.
TEXT: KATHARINA BORNHAUSE
Sprengel Museum Hannover: Kunstpause mit Seeblick
Direkt am Maschsee gelegen, schafft das Sprengel Museum Hannover eine besondere Verbindung von Architektur, Kunst und Natur – ideale Voraussetzungen für eine bewusst entschleunigte Kulturpause.
Ein fester Bestandteil des Besuchs ist das MuseumsCafé und Restaurant bell‘ARTE mit seiner großen Fensterfront. Tageslicht, Blick ins Grüne und die Nähe zum Wasser sorgen für eine ruhige Atmosphäre, die sich deutlich vom Innenstadttrubel abhebt. Das Angebot reicht von Kaffeespezialitäten und Kuchen bis zu leichten Lunchgerichten.
Sprengel Museum Hannover | Kurt-Schwitters-Platz 1 | 30169 Hannover | www.sprengel-museum.de

Landesmuseum Hannover: Kulturgenuss im Grünen
Das Landesmuseum Hannover vereint Naturkunde, Archäologie und Kunstgeschichte unter einem Dach. Nach einem abwechslungsreichen Rundgang schafft das helle Museumscafé Schönwald‘s einen angenehmen Ort zum Ankommen und Durchatmen.

Große Fenster öffnen den Blick ins einen grünen Innenhof und verleihen dem gemütlichen Café eine ruhige, fast parkähnliche Atmosphäre. Das historische Gebäude und die moderne Cafégestaltung spiegeln dabei das Konzept des Museums wider: Vergangenheit und Gegenwart stehen im Dialog.
Landesmuseum Hannover | Willy-Brandt-Allee 5 | 30169 Hannover | www.landesmuseum-hannover.de
Museum August Kestner: Kurze Pause mitten im Stadtleben
Das Museum August Kestner fällt bereits durch seine markante Glasfassade auf. Im Inneren treffen antike Kulturen, Designgeschichte und Alltagsobjekte aus verschiedenen Jahrhunderten auf moderne Präsentation.

Das kleine Café im Eingangsbereich ist bewusst schlicht gehalten und versteht sich als ruhiger Zwischenstopp statt klassischer Gastronomie. Besucher können hier vor oder nach dem Rundgang eine kurze Pause einlegen, ohne das Museum verlassen zu müssen.
Durch die zentrale Lage eignet sich das Café auch ideal für eine kurze Auszeit während eines Stadtbummels. Die reduzierte Gestaltung schafft eine klare, entspannte Atmosphäre, die gut zum modernen Museumsdesign passt.
Museum August Kestner | Platz der Menschenrechte 3 | 30159 Hannover | www.hannover.de/Museum-August-Kestner
Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst: Kunst trifft Parkidylle
Das Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst liegt idyllisch im Georgengarten und zählt zu den besonderen Kulturorten der Stadt. Im Mittelpunkt stehen Karikaturen, Comics und Zeichenkunst – Kunstformen, die Humor, Gesellschaftskritik und Kreativität miteinander verbinden. Das angeschlossene Wallmodencafé ergänzt den Besuch um eine entspannte Pause in ruhiger Umgebung. Besonders an Wochenenden wird das Café zum Treffpunkt für Familien, Kunstinteressierte und Spaziergänger gleichermaßen. Nach der Ausstellung lässt sich der Aufenthalt ideal mit einem Spaziergang durch den Park kombinieren, wodurch Kultur- und Naturerlebnis ineinander übergehen.

Wilhelm Busch Museum | Georgengarten 1 | 30167 Hannover | www.karikatur-museum.de


Im Tandure am Pelikanplatz in der List wird traditionelle anatolische Küche zelebriert. Hier kommen Gerichte aus dem Tandure-Tonofen auf den Tisch – etwa saftige Lammkoteletts oder würzig gegrillte Fleischspieße, die so lange garen, bis sie besonders zart sind. Dazu gibt es typische Mezze als Vorspeise, zum Beispiel cremigen Hummus oder gerösteten Auberginensalat.
Tandure | GüntherWagner-Allee 10 | 30177 Hannover | www.tandure.de

Rüpel steht für veganes Fine Dining, das regionale Zutaten mit innovativer Kochkunst verbindet. Das saisonal wechselnde Mehr-Gänge-Menü entführt Gäste auf eine geschmackliche Reise durch die Vielfalt pflanzenbasierter Gourmetküche. Jedes Gericht wird mit viel Sorgfalt und Kreativität zubereitet. Begleitend wird das Menü von ausgesuchten Naturweinen und hausgemachtem Sauerteigbrot ergänzt. So entsteht ein nachhaltiges, anspruchsvolles Genusserlebnis.
Rüpel | Lange Laube 2 | 30159 Hannover | www.ruepel.bar


Das Cello in Hannover-Döhren verbindet internationale Küche mit modernem Restaurantkonzept. Auf der Speisekarte stehen unter anderem die hauseigene „Pidezza“ – eine Kombination aus Pizza und Pide –, verschiedene Pastagerichte sowie Burger und Fleischspezialitäten. Ergänzt wird das Angebot durch eine Auswahl an Cocktails und weiteren Getränken. Das stilvolle Ambiente und die moderne Gestaltung schaffen einen passenden Rahmen für einen entspannten Restaurantbesuch.
Restaurant Cello | Wilkenburger Str. 30 | 30519 Hannover | www.restaurant-cello.de
Roy’s Restaurant am Volgersweg bietet kreative, international inspirierte Küche. Auf der Karte stehen etwa hausgemachte Pasta, zarte Kalb- und Lammgerichte sowie mediterrane Spezialitäten – stets zubereitet aus ehrlichen Zutaten mit einem Hauch Raffinesse. Saisonale Highlights und wechselnde Menüs sorgen für Abwechslung. Dazu werden erlesene Naturweine (beispielsweise vom Weingut Zeni am Gardasee) gereicht. Das stilvolle Interieur und die entspannte Atmosphäre in Hannovers Oststadt laden zum Genießen und Verweilen ein.
Roy’s | Volgersweg 50 | 30175 Hannover | www.roys-hannover.de

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Hannover bewegt sich
Vom ADAC Marathon über „Die Finals“ bis zum Triathlon –
Hannover bietet 2026 inspirierende Höhepunkte für Sportfans.
TEXT: MAJA HENSCHEL
Hannovers sportlicher Veranstaltungskalender 2026 ist reich und vielfältig – von etablierten Großformaten bis zu klassischen City-Events. In diesem Jahr prägen vor allem die Frühjahrssaison mit Marathon und Drachenbootfestival, ein packendes Multisport-Wochenende im Sommer und ambitionierte Herbstläufe das sportliche Bild der Stadt.
Das ist im Frühling los Zu den zentralen Frühjahrshighlights zählen: 11.–12. April: ADAC Marathon Hannover mit abwechslungsreichen Distanzen, Staffelwettbewerben, Minithon und Fa-
miliensport im Herzen der Stadt – ein fester Termin für Läufer und Zuschauer.
21. Mai: Zoo-Run 2026 im Erlebnis-Zoo Hannover – ein Lauf durch den Zoo mit mehreren Strecken für Kinder, Familien und Hobbyläufer.
23.–25. Mai: Drachenbootfestival Hannover am Maschsee – eines der größten Drachenboot-Events Deutschlands mit mehr als 140 Teams und Festivalstimmung am Wasser.
Im Sommer wird es voll in Hannover Der Sommer setzt sportliche Akzente, wenn Hannover im Juli zum Zentrum des deutschen Spitzensports wird: BeimADACMarathonHannoverwerden2026rund15.000LäuferandenStartgehen.
23.–26. Juli: „Die Finals 2026“ bringen über 20 Deutsche Meisterschaften in verschiedensten Disziplinen in die Stadt und machen Hannover zum Schauplatz nationaler Spitzenleistungen mit Wettbewerben in Sportarten von Beachvolleyball bis Gerätturnen.
Auch im Herbst gibt es Spitzensport
Die warme Jahreszeit klingt im September mit weiteren Höhepunkten aus:
5.September: Hannover Triathlon am Maschsee – das sportliche Finale am Wasser mit Distanzen von Sprint bis Olympischer Distanz und einem abwechslungsreichen Wettkampfprogramm für Einsteiger und Profis.
18. September: Der SportScheck Night RUN Hannover verwandelt den Opernplatz in ein Zentrum für Läuferinnen und Läufer auf Fünf- und Zehn-Kilometer-Strecken, flankiert von einem Kids-RUN für die jüngeren Teilnehmer.
Für Sportler, Zuschauer und alle, die Bewegung in Gemeinschaft schätzen, bietet das Jahr zahlreiche Möglichkeiten, aktiv zu werden oder mitzufiebern. Eine frühzeitige Planung und Anmeldung lohnt sich bei den Terminen mit limitierten Startplätzen – wie beim Zoo-Run oder dem Triathlon. b

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Körper & Geist

BeiderBotox-Behandlunggegen
Migränewerden Injektionenin
Stirn, Schläfen,Hinterkopf, NackenundSchultern gesetzt.
Wenn Nervengift den Schmerz stoppt
Botox kennt man aus der Schönheitsmedizin. Doch das Nervengift kann auch chronische Migräne lindern – für viele ein Wendepunkt.
TEXT: FRAUKE HANSEN
Pochende Attacken, Lichtempfindlichkeit, Übelkeit:
Migräne ist mehr als Kopfschmerz. Sie ist ein Ausnahmezustand, der den Alltag aushebelt, manchmal tagelang. Wer unter chronischer Migräne leidet – also an mehr als 15 Kopfschmerztagen im Monat –, kennt das Gefühl, das eigene Leben zwischen Terminen und Schmerzphasen zu organisieren. Medikamente helfen nicht immer ausreichend, Nebenwirkungen sind häufig.
Seit einigen Jahren gibt es eine Therapie, die viele eher aus der Faltenbehandlung kennen: Botox.
Wie Botox im Körper wirkt
Botulinumtoxin Typ A, kurz Botox, ist ein starkes Nervengift. In der ästhetischen Medizin entspannt es die mimische Muskulatur, sodass bestehende Hautfalten geglät-
tet und neue verhindert werden. Bei Migräne jedoch wirkt das Gift tiefer: Es hemmt die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe, die an der Entstehung von Schmerz beteiligt sind.
Bei der Behandlung werden mehrere kleine Injektionen im Bereich von Stirn, Schläfen, Hinterkopf, Nacken und Schultern gesetzt. Das Ziel ist nicht, Mimik zu verändern, sondern Schmerzsignale zu modulieren. Die Therapie erfolgt in festgelegten Intervallen, meist alle zwölf Wochen. „Die Wirkung setzt nach rund fünf bis sechs Tagen ein und hält über drei, maximal vier Monate an. Ich empfehle eine möglichst zügige und nahtlose Wiederauffrischung der Behandlung, damit es nicht zu erneuten Migräneschüben kommt und sich die Migräne nicht wieder manifestieren kann“, erklärt Dr. med. Aschkan Entezami von der Klinik am Pelikanplatz.
Dr.med.Aschkan
EntezamivonderKlinik amPelikanplatz
Für wen ist die Therapie geeignet?
Zugelassen ist Botox zur Behandlung der chronischen Migräne. Voraussetzung ist in der Regel, dass andere vorbeugende Therapien keinen ausreichenden Erfolg gebracht haben oder nicht vertragen wurden.
Studien zeigen, dass sich die Zahl der Migränetage deutlich reduzieren kann. Viele Patientinnen und Patienten berichten zudem von einer geringeren Intensität der Attacken. Wichtig ist eine realistische Erwartung: Die Therapie gilt als Prophylaxe – sie verhindert Anfälle, statt akute Schmerzen zu stoppen.
Wo sich Botox bei Migräne noch lohnt
„Oftmals ist eine Kombination in der Behandlung mit einer gleichzeitigen Botoxbehandlung des Kaumuskels (Massetermuskel) sinnvoll, da eine Migräne nicht selten auch mit chronischem Knirschen (Bruxismus) einhergeht und durch eine Simultanbehandlung nochmals eine ganz wesentliche Wirkungsverbesserung eintritt“, erklärt Dr. Entezami. „Auch eine simultane Behandlung der Nackenmuskulatur kann im Rahmen einer Migränebehandlung durch Botox angezeigt sein.“
Trotz guter Studienlage ist die Behandlung erklärungsbedürftig. Der Gedanke, sich ein „Nervengift“ spritzen zu lassen, löst bei vielen Migränepatienten Skepsis aus.



Dabei wird Botox in sehr geringer Dosierung und gezielt angewendet. Nebenwirkungen sind meist mild und vorübergehend, etwa lokale Schmerzen oder leichte Muskelverspannungen.
Mehr als ein Schönheitsmittel
Für viele Betroffene bedeutet die Therapie jedoch vor allem eines: mehr planbare Tage, mehr Lebensqualität. Ein Stück Kontrolle über einen Körper, der lange unberechenbar war. Botox zeigt, wie fließend die Grenzen zwischen ästhetischer und therapeutischer Medizin sein können. Was einst als reines Beauty-Tool galt, hat sich in der Neurologie etabliert. Am Ende geht es nicht um faltenfreie Stirnen, sondern um schmerzfreie Tage – und um die Frage, wie moderne Medizin Lebensqualität neu definieren kann. b




Sonntag.Wind.Undein schönesSpiel.Detlef und ichvordem ersten Abschlag.
Sonntag, 1. März. Zwölf Grad, Sonne und ein Wind, der nichts beschönigt. Ich habe mich die ganze Woche auf diese Runde gefreut. Noch mehr, als ich gesehen habe, dass sich Detlef in meine Startzeit eingebucht hat.
Wir treffen uns auf dem Parkplatz. Feste, warme Umarmung. Wir haben schon ein paar Mal zusammen gespielt und immer gelacht. „Mittlerweile spiele ich lieber mit Frauen, die sind entspannter“, sagt er. Am Sonntagvormittag gehe es nicht um Wettbewerb, sondern um das „schöne Spiel“.
Am zweiten Loch höre ich: „Guck auf den Ball.“ Und: „Mach erst den Kopf hoch, wenn du getroffen hast.“ Ich sage mir das bei jedem Schlag. Ich spiele noch nicht lange Golf. Vielleicht lerne ich deshalb gerade, wie viel dieses Spiel mit Reife zu tun hat. Man zählt selbst. Man bleibt ehrlich. Man tritt gegen sich an. Nicht gegen den anderen.
Mehr als die Hälfte meiner Abschläge landen heute erstaunlich nah bei seinen. Wenn wir gemeinsam Richtung Fairway gehen, sagt er nur:
„Hauptsache einen Meter vor dir.“ Manchmal sind es auch drei Meter. Ich lache. Es ist kein Wettbewerb. Es ist ein Spiel mit Augenzwinkern.
Zwischen Bahn fünf und sechs erzählt er von seinem Sommerurlaub am Comer See und Gardasee. Beide hätten ihren Charme, sagt er. Ich denke: Wie auch du. Am sechsten Loch erfahre ich, dass er früher Chemielaborant war, später Wirtschaftsinformatiker wurde und als Eishockey-Torwart in der zweiten Bundesliga stand. Er bereut, Golf lange für elitär gehalten zu haben. Heute mag er, dass hier Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenkommen. Allein habe er noch nie gespielt.
Am siebten Loch landet mein Ball nur einen Meter neben seinem im Rough. „Du sollst das doch nicht nachmachen“, ruft er lachend. Beim nächsten Schlag treffe ich sauber. Als wir uns später verabschieden, ruft er noch aus dem Auto: „Eros Ramazotti, was will man mehr?“ Und „Più bella cosa“ begleitet seinen Abschied.
Schönes Spiel, Detlef. b
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