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nobilis 2/2026

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Die Reise ihres Lebens

Als Volunteers um die Welt

Tradition mit Herz

Die „Kreuzklappe“ und ihre Geschichten

Zu Besuch bei

Sookie und Andreas Schober

Das Wunderserum aus Island.

Das B iotech -Ser um m i t n ur 7 r einen I nhalts st of fen verf einer t d en Teint, m inder t F alten u nd s chenk t d er H aut langanhaltende, i ntensive F euchtigkeit

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Unsere März-Ausgabe zeigt einmal mehr, wie viel Herz, Geschichte und Inspiration in Hannover stecken. Sookie und Andreas Schober haben uns die Türen zu ihrem Zuhause geöffnet – und gewähren Einblicke in ein Heim, das Persönlichkeit und Stil auf besondere Weise verbindet.

Wir stellen den Industrie-Club Hannover vor, einen Ort des Austauschs mit Tradition und Zukunft, und besuchen die Kreuzklappe, die als ältestes Restaurant der Stadt Geschichte geschrieben hat und dies auch immer noch tut.

Beeindruckt hat uns auch die Begegnung mit dem Reise-Blogger und Safari-Veranstalter Lars Bendels, der mit 40 alles hinter sich ließ und als Volunteer um die Welt zog – und somit den Mut hatte, noch einmal neu anzufangen.

Kunstliebhaber entdecken mit uns die Odyssey Art Gallery, die die so bewegenden Werke von Ismail Shammout und Tamam El Akhal zeigt.

Kennen Sie das Projekt Klang und Leben? Sänger Oliver Perau nimmt uns mit und verrät, was passiert, wenn Musik bei Menschen längst verloren geglaubte Erinnerungen wachruft und Lebensfreude schenkt.

Und mit Autorin Vanessa Erstmann werfen wir einen Blick ins Gästebuch des Central-Hotel Kaiserhof, in dem sich große Filmstars verewigt haben – ein Stück glamouröser Vergangenheit mitten in Hannover.

Viel Freude beim Entdecken!

Ihre Frauke Hansen & das nobilis-Team

Skulpturen aus Naturstein | Bambusartikel

Steinlaternen und Pagoden | Wasserbecken

Klangschalen und Gongs | Bambuspflanzen

Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Planung und Ausführung Ihrer Gartenprojekte.

Foto: Maja Henschel

Ausgabe März 2026

Menschen & Gesellschaft

6 IHK-Auftakt

Orientierung in unsicheren Zeiten

8 Opernball 2026

Hannover tanzt durch die Nacht

10 Ball des Sports 2026

Sportler, Tänzer, Showacts

12 Industrie-Club Hannover

Hier schlägt Hannovers Industrie-Herz

15 Stadtgeflüster

Neues aus Hannover

16 Verborgene Geschichte

Das besondere Gästebuch

20 Hinnerk Baumgarten

20 Jahre beim „Roten Sofa“

22 Homestory

Zu Besuch bei den Schobers

25 Hannover, deine Menschen

Ulrike Wiedemann

Familie & Freizeit

26 Lieblingsreiseziele

Wohin es Hannovers Köpfe zieht

31 Entdeckungstouren

Historische Ziele in der Region

32 Die Reise ihres Lebens

Zwei Blogger leben ihren Traum

36 Trend-Reiseziele 2026

Diese Länder und Städte sind im Reise-Fokus

Kunst & Kultur

38 Odyssey Art Gallery

Gesichter des Erinnerns

42 Red Fridge

Kultur-Events im Wohnzimmer

44 Klang und Leben

Der Zauber eines Liedes

48 Kulturtipps

Was Sie im März nicht verpassen sollten

Genuss & Events

50 Tradition mit Herz

Die „Kreuzklappe“ und ihre Geschichten

54 Genusstipps

Kulinarisches im März

55 Cocktail-Comeback

Der Espresso Martini

56 Mikrokosmos der Weltküchen

Die Markthalle Hannover

58 Kulinarische Manufakturen

Genuss mit Hand und Herz

Körper & Geist

60 Marathon-Vorbereitung

So klappt es mit dem Lauf

64 Golf-Fitting

Das perfekte Equipment

“forever.” Our love grows like an endle horizon—wide, clear, hopeful. Today I say yes to you, to us, to everything we wi become tog her.

You are my sparkle in the depths of the night, my resting place when the world laughs too loudly. W h you, every moment becomes a l tle miracle—two hearts, one be , forever bene h.

ImsicherheitspolitischenTalkdiskutiertenMarie-AgnesStrack-Zimmermann undCathrynClüverAshbrooküber EuropasVerantwortung,Resilienzund strategischeHandlungsfähigkeit.

Orientierung in unsicheren Zeiten

Der Jahresauftakt der IHK Hannover

Wirtschaft, Politik und Sicherheit im Fokus: Der IHK-Jahresauftakt bot Einordnung, Austausch und Impulse für die Region.

TEXT: ROKSANA LEONETTI

Der Jahresauftakt der IHK Hannover am 12. Januar 2026 war gut besucht. Auch winterliche Straßenverhältnisse hielten viele Interessierte nicht davon ab, ins HCC zu kommen. Moderator Martin Brüning begrüßte die Gäste mit einem kurzen Augenzwinkern und wünschte ein gesundes neues Jahr, bevor er den Ton der Veranstaltung setzte: Wie gelingt Orientierung in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit, geopolitischer Spannungen und gesellschaftlicher Verunsicherung? Seine Antwort fiel persönlich aus. Humor dürfe sein, aber nicht um jeden Preis. „Wir lachen, wir weinen. Und dann müssen wir wieder laufen.“

IHK-Präsident Gerhard Oppermann dankte zu Beginn den Unternehmerinnen und Unternehmern für ihr Kom-

men – ein Signal, das er ausdrücklich würdigte. Inhaltlich folgte eine klare Bestandsaufnahme: Die wirtschaftliche Situation sei ernst, die vergangenen Jahre hätten deutliche Spuren hinterlassen. „Wir befinden uns in einer sehr schwierigen, dramatischen konjunkturellen Lage. Da gibt es nichts schönzureden“, sagte Oppermann. Drei Jahre Rezession, rückläufige Industrieumsätze und erste Brüche am Arbeitsmarkt stellten den Wirtschaftsstandort vor große Herausforderungen. Sein Appell an die Politik: „Fangen Sie an, unser Land zu reformieren. Heute, jetzt, sofort“, sonst drohe, „dass Deutschland zum Industriemuseum Europas wird“. Gefordert seien Verlässlichkeit, Tempo, Mut zur Entscheidung – und Vertrauen: „Wirtschaft braucht Entscheidungen, Umsetzung, Wirkung und Vertrauen.“

Fotos: Roksana Leonetti

IngoMahl(SchlüterscheMediengruppe)undMartinSchilling (M.M.Warburg)(v.l.n.r.)

MiriamStaudte(Nds.MinisteriumfürErnährung,LandwirtschaftundVerbraucherschutz),BürgermeisterBelitOnay(LandeshauptstadtHannover)

Fachkräfte sichern: Das Welcome & Business Center der IHK Einen konkreten Lösungsansatz stellte die IHK mit dem Welcome & Business Center vor. In kurzen Filmsequenzen berichteten Unternehmen, wie sie bei der Rekrutierung internationaler Fachkräfte unterstützt werden – von der Anerkennung ausländischer Abschlüsse bis zur Begleitung durch komplexe Verwaltungsverfahren. Oppermann machte deutlich: „Ohne Zuwanderung aus dem Ausland wird es für unsere Wirtschaft nicht gehen.“ Das Welcome & Business Center versteht sich als Schnittstelle zwischen Unternehmen, Fachkräften und Behörden – praxisnah, beratend und entlastend.

Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies knüpfte an den Vertrauensgedanken an und dankte der IHK für die enge Zusammenarbeit. Entscheidend sei, gerade jetzt den Dialog zu suchen. „Es geht nicht nur darum, uns hier zu hören, sondern miteinander zu sprechen“, betonte Lies. Politische Debatten müssten geführt werden – respektvoll und jenseits der Zuspitzungen sozialer Medien. Mit Blick

AnandSteinhoff(steinhoffeinrichten+wohnen)undPhilippvonTrotha (VerbandDruckundMedienNordOst) (v.l.n.r.)

auf Hannover warb er für mehr Selbstbewusstsein: Die Landeshauptstadt sei international, wirtschaftlich stark und lebenswert. „Lasst uns auf unsere Landeshauptstadt stolz sein.“ Zugleich gelte: Eine funktionierende Wirtschaft sei Voraussetzung für Integration, Infrastruktur und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

„Sicherheit neu denken“: Europa zwischen Verantwortung und Realität Im anschließenden Talk diskutierten Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann und Cathryn Clüver Ashbrook über Europas Rolle in einer veränderten Weltordnung. StrackZimmermann warnte vor Naivität: „Wir müssen wehrfähig sein“ – und den Menschen erklären, warum Resilienz notwendig ist, ohne Ängste zu schüren. Clüver Ashbrook lenkte den Blick auf Verwundbarkeiten moderner Gesellschaften: Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und wirtschaftliche Stabilität gehörten zusammen. Entscheidend sei, Risiken früh zu erkennen und handlungsfähig zu bleiben. b

BürgermeisterinRamonaSchumann(StadtPattensen)undPeterKarst (HandwerkskammerHannover)

Opernball 2026

Eine Nacht mit Herzschlag

Paris im Herzen, Hannover im Takt:

Staatsoper Hannover

E„Padam“ ließ die
in französischem Glanz erstrahlen.

in Herzschlag, ein musikalisches Versprechen, eine Liebeserklärung an Frankreich. Unter dem Motto „Padam“ verwandelte sich das Opernhaus für zwei Nächte in eine glanzvolle Hommage an Paris, an Lebenskunst und an jene verschwenderische Eleganz, die man sich „wie am Hof des Sonnenkönigs“ vorstellt. Goldene Lichtspiele fluteten das Foyer, üppige Blumenarrangements rankten sich über Balustraden, schmückten Treppenaufgänge und tauchten selbst die kleinsten Nischen in ein Meer aus Blüten. Rosen, Lilien, zarte Pastelltöne.

„Padam“, ein Titel, der unweigerlich an französisches Chanson denken lässt. Und tatsächlich: Musik lag auf allen

FamilieHeise:Johanna,Meike,Ansgar,LuiseundCharlotte Heise(v.l.n.r.)

Ebenen des Hauses in der Luft. Im Opernsaal eröffnete ein klassisches Ensemble mit teilweise französischen Komponisten, während im Foyer beschwingte Chansons erklangen. Eine Etage höher durchmischten moderne Beats die Luft, die später in eine ausgelassene Tanznacht übergingen. Man konnte flanieren wie auf einem Boulevard, verweilen wie in einem Pariser Salon oder sich mitten ins Geschehen stürzen.

Tanzen, flanieren, feiern

Und das Interesse war groß: Der Freitagabend war nahezu ausverkauft, der Samstagabend schließlich komplett. Zwei Nächte, die zeigten, wie sehr sich der Opernball als

DieGästedesOpernballstanztenbis tiefindieNachtdurchdenSaal.

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fester Bestandteil des hannoverschen Gesellschaftskalenders etabliert hat. Auch kulinarisch blieb das Motto kein bloßes Zitat. „Speisen wie Gott in Frankreich“, selten traf diese Redewendung so wortwörtlich zu. Feine Pâtés, zartes Rind, delikate Tartes, verführerische Desserts mit Crème und Beeren: Das Catering setzte auf Raffinesse statt Masse. Champagner perlte in hohen Gläsern. Zwischen Heißluftballons und Kerzenschein entstand jene besondere Mischung aus Genuss und Gespräch, die einen Opernball von einer reinen Tanzveranstaltung unterscheidet. Hier wurde nicht nur getanzt. Hier wurde gesehen, gelacht, diskutiert, gefeiert.

Das Motto spielte bewusst mit dem Bild des französischen Barocks, mit jener Inszenierung von Pracht und Selbstbewusstsein. Immer wieder setzten Show-Elemente überraschende Akzente. Tänzerinnen in historischen Silhouetten mischten sich unter die Gäste, musikalische Interventionen entstanden scheinbar aus dem Nichts. Für einen Moment fühlte man sich tatsächlich wie bei einem höfischen Fest, nur dass hier das Publikum selbst Teil der Inszenierung war.

2027 geht es weiter

Dass der Opernball sich so deutlich von anderen Veranstaltungen dieser Art absetzt, ist kein Zufall. Intendant Bodo Busse betonte am Rande des Abends, wie wichtig ihm der hohe gestalterische Aufwand und die jährlich wechselnden Mottos seien. Genau diese konzeptionelle Handschrift mache den Unterschied. Hannover positioniere sich damit bewusst eigenständig im Reigen deutscher Opernbälle. Und das nächste Motto? Es steht bereits fest, verriet Busse mit einem Schmunzeln. Doch bekannt gegeben wird es erst im Oktober 2026. Ein kleines Geheimnis, das die Vorfreude wachsen lässt. b

JörgStichnoth(GoldschmiedeStichnoth)und HannsWernerStaude(StaudeConsulting)(v.l.n.r.)

AdrianM.Grandt(ChaînedesRôtisseurs),RüdigerSchwieger(Chemol GmbH),ArianeJablonka(KlavierhausDöll)undDr.ThomasBuck (ÄrztekammerNiedersachsen)(v.l.n.r.)

ChristianSchulz-Hausbrandt(PrivatbrauereiHerrenhausen)und Ehefrau Anneke

GoyoMontero(BallettdirektorStaatsoper),DorisBeckmann(Verwaltungsdirektorin Staatsoper)undStephanFrank(WempeHannover)(v.l.n.r.)

PeterKarst(HandwerkskammerHannover)undJörgHenschel(Henschel Immobilien)(v.l.n.r.)

Ball des Sports

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Wenn Hannover Tempo aufnimmt

Beim Ball des Sports feierte sich Niedersachsens Sportwelt mit Tempo, Teamgeist und großen Momenten.

VollesHaus:ImHannoverCongressCentrumwurdevielgetanztund gefeiert.

DerBraunschweigerBasketballerDennisSchröder,derindenUSAinder NBAspielt,wurdealsSportlerdesJahres2025ausgezeichnet.

Es gibt Abende, die fühlen sich an wie ein Startschuss. Der Ball des Sports im Kuppelsaal des Hannover Congress Centrums war genau so einer. Kaum eröffnet, war die Energie spürbar: Hier trifft sich nicht nur die Sportwelt, hier feiert sie sich selbst. Mit Haltung. Mit Herz. Mit ordentlich Tempo.

Wo sonst Trainingspläne geschrieben und Wettkämpfe vorbereitet werden, ging es diesmal um Begegnung und Anerkennung. Der Ball des Sports ist keine steife Gala, sondern das kraftvolle Schaufenster des niedersächsischen Sports. Athleten, Nachwuchstalente, Trainer, Ehrenamtliche und Partner aus Wirtschaft und Politik. Sie alle kamen zusammen. Keine Tribünen, keine Ziellinien. Stattdessen Gespräche auf Augenhöhe, Schulterklopfen, echtes Interesse.

DieRuder-SportlerinnenFraukeHundeling,PiaGreiten,LisaGutfleischund SarahWibberenzsinddieMannschaftdesJahres2025inNiedersachsen.

Fotos: Frank Wilde
TEXT: CELIA PAULINA STRAUCH

ElisabethStockleben(Fischer-Bau)und EhemannDr.med.dent.Carsten

JürgenWache (HannoverscheVolksbank)und EhefrauAngelika

Auszeichnung als Sportler des Jahres

Nicht gut geschlafen?

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Wir schlafen Sie aus!

Der Höhepunkt: die Niedersächsische Sportlerwahl. Als der Name Dennis Schröder fiel, ging ein hörbares Raunen durch den Saal, gefolgt von lautem Applaus. Der Basketballprofi wurde Sportler des Jahres, internationale Klasse mit klarer Bodenhaftung. Kurz darauf wurde Lea Meyer als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. Die Leichtathletin steht für Explosivität, Ausdauer und den Mut, immer noch einen Schritt schneller zu sein als die Konkurrenz. Teamgeist pur verkörperte der Ruder-Vierer mit Pia Greiten, Frauke Hundeling, Lisa Gutfleisch und Sarah Wibberenz. Als Team des Jahres gefeiert, bewiesen sie: Tempo entsteht durch perfekte Abstimmung. Präsentiert wurde die Wahl von LOTTO Niedersachsen, gefördert durch die Nie dersächsische Lotto-Sport-Stiftung. Starke Partner, die den Sport nicht nur feiern, sondern ermöglichen. Auch hinter dem Ball standen verlässliche Kräfte: enercity und MTB GmbH als Hauptsponsoren, unterstützt von Antenne Niedersachsen und ARAG Versicherungen. Ohne Team kein Erfolg – das gilt auf dem Spielfeld wie im Ballsaal.

Wie ein Finale mit Verlängerung

Sven-SörenChristophersen(TSVHannover-Burg dorf,Handball-ExperteZDF),EikeKorsen(TSV Hannover-Burgdorf)undBenjaminChatton(Baum Unternehmensgruppe)(v.l.n.r.)

Und dann wurde aus Gala endgültig Party. Auf der großen Bühne sorgte die Hermes House Band für Stadion-Atmosphäre im Kuppelsaal. Plötzlich fühlte sich der Ball an wie ein Finale mit Verlängerung. Parallel dazu öffneten zwei weitere Tanzebenen mit eige nen DJs. Während auf der Hauptfläche Klassiker und Live-Sound dominierten, wurde andernorts elektronischer, urbaner und clubbiger gefeiert. Was bleibt? Kein steifer Glanz, sondern echte Dynamik. Der Ball des Sports 2026 war schwungvoll, verbindend und voller Energie. b

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GudrunBenneund Dr.ChristianRosenkranz indendenkmalgeschützten RäumenderVillaSeligmann

Industrie-Club Hannover

Hier schlägt Hannovers Industrie-Herz

Ein Blick hinter die Kulissen: So verbinden Gudrun Benne und Dr. Christian Rosenkranz Hannovers Industrie mit Geschichte und Ideen.

INTERVIEW: FRAUKE HANSEN

Fotos: Henning Scheffen

Herr Rosenkranz – wie würden Sie ganz grundsätzlich erklären, was der Industrie-Club eigentlich ist und welche Rolle er heute spielt?

Christian Rosenkranz: Der Industrie-Club Hannover ist 1887 als Fabrikantenverein Hannover-Linden entstanden und hat sich zu einer unabhängigen Plattform entwickelt, auf der sich Industrieunternehmen auf Augenhöhe begegnen. Für mich ist er ein Ort, an dem wir uns ohne politische Agenda austauschen, Wissen teilen und über die vielfältigen, vor allem wirtschaftlichen Themen sprechen können, die uns alle beschäftigen. Und genau dieses vertrauensvolle, fast freundschaftliche Miteinander macht den Club so besonders.

Wie setzt sich der Club konkret zusammen? Wer gehört dazu – und wer bewusst nicht?

Gudrun Benne: Unsere 217 Unternehmensmitglieder stammen vorrangig aus der Industrie oder den sogenannten industrienahen Branchen. Die Bandbreite im Netzwerk reicht von dem mittelständischen Unternehmen über Familienunternehmen bis hin zum Konzern. Getreu unserer Tradition als Fabrikantenverein sind Freiberufler bei uns nicht vertreten. Persönliche Mitgliedschaften gibt es aktuell auch nicht.

Welche Themen bestimmen aktuell die Gespräche und die Agenda im Club?

Christian Rosenkranz: Im Moment sind das vor allem Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Automatisierung – Themen, die quer durch alle Branchen gehen. Dazu kommen Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung sowie der Fachkräftemangel. Es hilft ungemein, sich in einem

GudrunBenne, Geschäftsführerindes Industrie-ClubHannover

Dr.ChristianRosenkranz, Vorstandsvorsitzenderdes Industrie-ClubHannover

geschützten Raum offen aus der Praxis heraus auszutauschen. Genau das macht den Mehrwert unseres Clubs aus.

Was bedeutet das für Ihr Veranstaltungsprogramm?

Gudrun Benne: Wir haben ein sehr vielfältiges Programm, in der Regel eine Veranstaltung pro Monat. Das breite Spektrum beinhaltet unterschiedliche Formate wie Vorträge, Diskussionsrunden und Besichtigungen. Wie hochkarätig die Referierenden sind, zeigen beispielsweise unsere Veranstaltungen im Februar bei der Medizinischen Hochschule mit der MHH-Präsidentin und unser jährliches Zukunftsforum Industrie, dieses Jahr mit Minister Tonne. Neben den zahlreichen wirtschaftlichen Themen stehen u. a. soziale, wissenschaftliche und kulturelle Fragen auf der Agenda.

Wie politisch ist der Club? Suchen Sie bewusst den Austausch mit der Politik?

Christian Rosenkranz: Unsere Mitglieder sind nicht unpolitisch, der Club lobbyiert jedoch ganz bewusst nicht. Trotzdem suchen wir den Dialog – aber eben auf Augenhöhe. Ob Olaf Lies, Andrea Nahles oder Bernd Lange: Wir laden politische Akteure ein, um Perspektiven auszutauschen, nicht um Forderungen zu formulieren. Der Industrie-Club bleibt immer neutrale Bühne und Ort der Verständigung.

Der Industrie-Club hat eine lange Tradition. Welche Spuren dieser Geschichte prägen Sie heute noch? Gudrun Benne: Unsere Herkunft spielt eine große Rolle. Der Fabrikantenverein wurde gegründet, um die ideellen Interessen seiner Mitglieder zu vertreten und den freien, offenen Austausch von Meinungen, Erfahrungen und Wissen zu fördern. Diese Impulsgeberfunktion basiert auf persönlichen Kontakten, die Vertrauen schaffen und zu geschäftlichen Beziehungen und auch zu Freundschaften führen können. Zudem sind wir seit fast 140 Jahren eng mit der Landeshauptstadt verbunden. Sie ist unsere geografische Heimat – hier sind wir tief verwurzelt.

Wie sehen Sie die Außenwahrnehmung Hannovers als Industriestandort – gerade im bundesweiten Vergleich?

Christian Rosenkranz: Hannover wird häufig zuerst als Messestadt wahrgenommen, was auch richtig ist. Aber gleichzeitig haben wir starke industrielle Player wie Continental oder Volkswagen Nutzfahrzeuge – und viele Hidden Champions wie Clarios. Der Standort ist in der Transformation, und genau da kann der Industrie-Club helfen: indem

Dr.ChristianRosenkranzund GudrunBennevorderVilla Seligmann,inderenRäume derIndustrie-ClubEnde2025 gezogenist.

wir Kräfte bündeln und die industrielle Identität der Region sichtbarer machen.

Wenn Sie an die Zukunft denken: Welche Aufgaben und nächsten Schritte stehen für den Industrie-Club an?

Gudrun Benne: Wir wollen die Vernetzung unserer Mitglieder weiter vertiefen und den Dialog mit Politik und Gesellschaft intensivieren. Gleichzeitig möchten wir die Außenwahrnehmung des Industriestandorts stärken und neue Konzepte entwickeln, um Hannover auch künftig industriell gut aufzustellen. Der Wandel verlangt, dass wir enger zusammenrücken.

Wie wird man eigentlich Mitglied im Industrie-Club –und warum lehnen Sie trotz Nachfrage manchmal Bewerbungen ab?

Gudrun Benne: Interessierte Unternehmen wenden sich an mich, und wir gleichen unsere Erwartungen in einem Gespräch ab. Danach entscheidet unser Aufnahmeausschuss, ob das Unternehmen zum Club passt. Wir sind an langfristigen Partnerschaften interessiert und wünschen uns Interesse am Mitgestalten.

Was gewinnen die Unternehmen durch ihre Mitgliedschaft – ganz konkret im Alltag?

Christian Rosenkranz: Sie bekommen Zugang zu einem einzigartigen, branchenübergreifenden Netzwerk. Da spricht dann der IT-Leiter mit einem Maschinenbauer oder eine Klinikmanagerin mit einem Zulieferer. Viele bringen gezielt Kolleginnen und Kollegen mit, die fachlich profitieren. Diese praxisnahe Form des Austauschs ist enorm wertvoll.

Sie sind frisch in die Villa Seligmann gezogen. Warum passt dieser Ort so gut zum Industrie-Club?

Gudrun Benne: Räumlich und symbolisch beginnt ein neues Kapitel. Wir knüpfen an die Unternehmergeschichte von Siegmund Seligmann, dem Mitbegründer der Continental, an. Er war Industrieller, Förderer der Künste und engagierter Bürger. Er steht für genau die Werte, die wir seit fast 140 Jahren vertreten. Somit schließt sich ein Kreis und wir schlagen eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen wirtschaftlicher Gestaltungskraft und kulturellem Erbe. b

geflüster geflüster

Markthalle Hannover

Ein Ort für die ganze Familie

Es ist kalt und schneit, die Innenstadt ist voll und wuselig. Sie sind mit ihrem Baby oder Kleinkind in der City unterwegs und es ist kein ruhiger Ort zum Stillen und Wickeln in Sicht?

Es gibt eine Lösung: Seit einiger Zeit hat die Markthalle Hannover einen wunderbaren Ruheraum für Familien und ihre Kinder auf der Galerie im Obergeschoss geschaffen: die „Baby Lounge“. Diese wurde von Pop-Art-Künstler Della liebevoll gestaltet und bietet den Besuchern eine verträumt schöne Atmosphäre zum Ausruhen und Energie tanken. Ein Baby-Klo, eine Wickel-Station und ein Waschbecken mit Spiegel bieten der ganzen Familie Raum, um sich frisch zu machen. In den Sesseln können sie sich zurücklehnen und wieder Kraft tanken.

Wohlfühlen und genießen Familienfeiern mit Rundum-Service

Hannover feiert im neuen Look: Nach umfangreicher Renovierung präsentiert sich das Fora Hotel Hannover by Mercure als attraktive Adresse für private Feiern. Modern gestaltete Räume für 10 bis 250 Gäste, flexible Konzepte und persönliche Betreuung schaffen den passenden Rahmen für Hochzeiten, Jubiläen oder Geburtstage. Für 2026 startet zudem ein All-in-Paket ab 89 Euro pro Person inklusive Menü oder Buffet und Getränken.

Foto:
Fora Hotel Hannover by
Mercure

AlexanderRüter,DirektordesCentral-Hotel Kaiserhof,blättertimGästebuchdesHauses.

Hannovers verborgene Geschichte

Das geheimnisvolle Gästebuch

Hannovers Geheimnissen auf der Spur: Rätselhafte Dokumente, kuriose Fundstücke und Relikte im Stadtbild werden häufig übersehen, können aber erstaunliche Geschichten aus vergangenen Zeiten erzählen. Wir begeben uns auf Spurensuche.

TEXT: VANESSA ERSTMANN

Foto: Maja Henschel

Unsere erste Zeitreise führt uns in das CentralHotel Kaiserhof am Ernst-August-Platz, wo ein altes Gästebuch an jene Zeit erinnert, als Hannover ein Hauch von Hollywood umgab.

Das geheimnisvolle Gästebuch

Wer das Central-Hotel Kaiserhof am Ernst-August-Platz betritt, merkt schnell, dass es sich um einen Ort handelt, der Geschichte atmet. Seit mehr als 135 Jahren befindet sich das Hotel vis-à-vis vom Hauptbahnhof und beherbergte über die Jahrzehnte unzählige Reisende.

Wir treffen Alexander Rüter, der das familiengeführte Hotel in dritter Generation leitet und in den alten Dokumenten der Vorbesitzer einen erstaunlichen Fund gemacht hat. Berühmte Gäste sind keine Seltenheit für den Hotelier. Doch diese Gästeliste liest sich wie das Who‘s Who der Filmprominenz der 1950er-Jahre: Heinz Erhardt übernachtete hier ebenso wie Marika Rökk, Rudolf Platte, Viktor de Kowa, Hardy Krüger und Romy Schneider, die stets in Zimmer Nr. 48 nächtigte. Alles, was Rang und Namen in der deutschen Filmbranche hatte, gab sich offenbar im Kaiserhof die Klinke in die Hand. Doch was ließ die damalige Filmprominenz so zahlreich nach Hannover reisen?

NachdemZweitenWeltkrieg:daswiedereröffneteHotelim September1950

DasCentral-HotelKaiserhofzähltzudenältestenHotelsHannovers.

Hannover als Stadt der Filmpremieren

Die Recherche führt uns in die 1950er-Jahre, als sich die Stadt inmitten des Wiederaufbaus zur deutschlandweit beachteten Kinohochburg entwickelte. Mit 52 Filmpalästen konnte Hannover zeitweise die größte Zahl an Kinos in ganz Deutschland vorweisen. Den Kino-Boom verdankte die Stadt der Tatsache, dass ein Großteil der Nachkriegsfilme in niedersächsischen Studios wie der Göttinger FilmAufbau GmbH gedreht wurde. Durch diesen Umstand fiel der Landeshauptstadt die Ehre der Uraufführung etlicher Filmproduktionen zu.

Es war ein übliches Verfahren, dass die Hauptdarsteller den Erstaufführungen ihrer Filme beiwohnten und mit ihrer Anwesenheit die Produktion bewarben. Im Bildarchiv des Historischen Museums dokumentieren zahlreiche Schwarz-Weiß-Fotos das Staraufgebot jener Jahre.

Für die Stadtbewohner waren die Premieren eine willkommene Ablenkung vom gerade erst überwundenen grauen Nachkriegsalltag. Im Scheinwerferlicht der Stars, umjubelt von der Presse und zahlreichen Schaulustigen, entwickelte sich Hannover zur großen Bühne als „Stadt der Filmpremieren“.

HannoverimAusnahmezustandbeiderFilmpremiere von„MelodiedesSchicksals“indenWeltspielenan derGeorgstraße

DasPalast-TheaterinderBahnhofstraßewar einesdergroßenPremieren-Kinos.

Fotos:
Historisches Museum Hannover

Autogrammstunde an der Rezeption

Wenn die Filmprominenz zur Premiere ihrer Kassenschlager in Hannover anreiste, herrschte am Hauptbahnhof ein derart gewaltiger Andrang, dass die Deutsche Bundesbahn in Ausnahmefällen Sonderzüge einsetzte und die Polizei den Straßenverkehr umleiten musste.

Ein Hauch von Glamour lag über der Stadt, von dem auch das gerade erst wiedereröffnete Central-Hotel Kaiserhof profitierte. Nicht wenige der berühmten Stammgäste luden vor ihren Filmpremieren die Rundfunkreporter zu Presseterminen ins Hotel ein, bevor sie sich in das fußläufig zu erreichende Palast-Theater in der Bahnhofstraße oder zu den Weltspielen an der Georgstraße begaben. Bei diesen Gelegenheiten wurde die Rezeption auch gern für eine spontane Signierstunde umfunktioniert.

Der Glanz verblasst

Doch die Ära im Rampenlicht der Filmindustrie währte nicht lange: Rund zehn Jahre später war von dem Glanz der großen Premieren kaum etwas geblieben. Nicht einer der Kinopaläste der 50er-Jahre sollte die Zeit überdauern. Die niedersächsischen Filmstudios zogen nach München, Hamburg oder Berlin und das Fernsehgerät löste den Kino-Hype ab. Dem CentralHotel Kaiserhof aber blieben viele der illustren Stammgäste aus Film und Fernsehen noch über Jahre treu. b

Unser Dank gilt dem Bildarchiv des Historischen Museum Hannover für die Unterstützung und Bereitstellung der historischen Abbildungen.

AutogrammstundeinHannover: derSchauspielerHardyKrügermit weiblichenFans

RomySchneiderlogiertestetsinZimmerNr.48 desCentral-HotelKaiserhof,dasheutedie Nummer406trägt.

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Foto: Maja
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Hinnerk Baumgarten

Gekommen, um zu bleiben

Seit 20 Jahren prägt Hinnerk Baumgarten das „Rote Sofa“ –mit Charme, Haltung und der Kunst, Gespräche leise groß zu machen.

TEXT: KLAUS RITGEN

Es gibt Männer, die altern laut. Und es gibt jene, die mit den Jahren leiser werden und genau dadurch interessanter. Das „Rote Sofa“ ist seit zwanzig Jahren die Bühne eines solchen Mannes: Hinnerk Baumgarten, Baujahr 1968, norddeutscher Dauer-Beau, berufsjugendlich mit Haltung, gehört zu denen, die nicht beeindrucken müssen, um zu wirken. Sein Jubiläum ist kein

AuchderKomikerAtzeSchröderwarschonbeiHinnerkBaumgartenauf dem„RotenSofa“zuGast.

EinGesicht,dasmaninderMedienweltkennt:Dergebürtige HannoveranerHinnerkBaumgartenkommtimMärzinseineHeimatstadt.

Fernsehereignis, sondern ein angenehm unterhaltender Dauerzustand.

Zwanzig Jahre Talk im Fernsehen sind eine ungewöhnliche Leistung. Nur wenige Formate, aber vor allem wenige Moderatoren überstehen derart lange Zeiträume, ohne sich zu verbiegen. Baumgarten ist geblieben, weil er sich nicht an den Zeitgeist verkauft hat. Zwei Gespräche aus dieser Ära haben sich ins digitale Gedächtnis eingeschrieben und werden bis heute wahrscheinlich millionenfach geklickt: die mit Katja Riemann und Heino. Zwei sehr unterschiedliche Gesprächspartner und ein Moderator, der beide trägt.

Momente, die bleiben

Wenn Heino beiläufig erwähnt, die Erdbeeren (in der Garderobe) seien früher immer etwas schlecht zu kriegen gewesen, dann ist das mehr als Folklore. Es ist ein Moment, in dem das Gespräch augenzwinkernd kippt, vom Erwartbaren ins Intime. Und wenn ein Dialog wie bei Katja Riemann Widerstand entwickelt, bleibt Baumgarten charmant, wach und beharrlich. Er verliert nicht den Faden, beantwortet notfalls seine eigenen Frage, nicht aus Eitelkeit, sondern um zu zeigen: So wenig substanziell, wie seine Frage hingestellt werden soll, ist sie gar nicht.

Viele saßen bei ihm auf dem Sofa: Sarah Connor, Klaus Meine, Heinz Rudolf Kunze, aber auch Atze Schröder oder

Lang Lang. Baumgarten kommt mit ihnen nicht nur ins Gespräch, er zieht sie auf seine Seite. Das Gespräch dabei: elegant, humorig und leichtfüßig, dabei jedoch nie belanglos. Vielleicht liegt es an seiner Schlagfertigkeit. Vielleicht an seiner Offenheit. Sicher aber an seiner Fähigkeit zur Selbstironie und daran, über sich selbst lachen zu können.

Älter werden mit Selbstironie

Seit er fünfzig ist, zählt er die Jahre bis neunzig rückwärts. Vierzig. Neununddreißig. Achtunddreißig ... Eine Rechenart, die mehr über Lebenslust verrät als über Zahlen. Baumgarten fühlt sich offenkundig wohl in diesem Abschnitt seines Lebens, in guter Form, nicht nur äußerlich. Fragen nach Disziplin, Ernährung, Sport, nach Männlichkeit, Mut und Selbstkritik begleiten ihn ebenso wie die Rollen als Vater, Partner und Mann unter Männern. Aber vor allem Haltung und die Bereitschaft, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen.

Vor gut drei Jahren erschien sein Buch „Younger Sän Ewer“. Leichtfüßig, offen und oft sehr komisch. Als Leser, besonders als männlicher, erkennt man sich wieder. Leserinnen werden von seiner unschlagbaren, aber nie unangenehmen Offenheit angezogen. Zwischen Selbstironie

und Demut zeigt sich ein Selbstbewusstsein, das nichts beweisen will.

Heimspiel in Hannover

Am 26. März kommt Hinnerk Baumgarten in seine Geburtsstadt zum Talk in den KUNSTLADEN. „Hannover ist meine Heimat, insofern habe ich immer ein warmes Gefühl zu der Stadt, in der ich viele Erfahrungen gemacht habe, in der ich viele unfassbar schöne Erlebnisse hatte“, erzählt er. „Hannover hat für mich den großen Charme des zweiten Blicks, ab dann allerdings ist man verliebt.“

Dass die Stadt langweilig ist, kann er nicht bestätigen: „Hannover hat eine unglaubliche Lebensqualität. Wir haben den Maschsee, die Herrenhäuser Gärten, die Eilenriede, den Zoo oder Stadtteile, die für sich genommen eine eigene Herzfrequenz haben. Hannover ist zwar kleiner als andere Großstädte, hat aber alles, was dazugehört, von Oper bis Stadion, von Flughafen bis Hauptbahnhof, außerdem ist es perfekt an die Autobahnen angeschlossen.“

Was die Zuhörer beim Event im KUNSTLADEN erwartet? Ein Gespräch über Nähe, Zeit und das Privileg, bei sich zu bleiben. Und über ein Sofa, das mehr gesehen hat als viele Bühnen. b

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Die Welt gesehen, Hannover gewählt

Homestory

Als Kinder haben Sookie und Andreas Schober auf der ganzen Welt gelebt. Heute erzählt ihr Haus in Hannover von der Kunst, Wurzeln zu schlagen und dennoch Kosmopolit zu bleiben.

TEXT: CATRIN KUHLMANN

Sie ist Koreanerin, er Österreicher, und beide sind Kosmopoliten: Sookie und Andreas Schober sind als Diplomatenkinder aufgewachsen und haben ihre gesamte Kindheit und Jugend in Hauptstädten auf mehreren Kontinenten verbracht. Sie lernten sich bereits als Teenager kennen: „Meine Eltern haben mich in der Schweiz mal gezwungen, zu einem Abendessen mitzugehen. Ich wollte nicht, weil ich andere Diplomatenkinder verwöhnt und langweilig fand“, lacht Sookie Schober. Bei dem Dinner auf dem Landsitz des Komponisten Paul Hindemith traf sie Andreas Schober – und beide fanden den Abend „angenehmer als erwartet“. Zunächst verloren sie sich wieder aus den Augen, bis sie einige Jahre später plötzlich verschwägert waren: Sein Bruder hat ihre Schwester geheiratet.

Das Paar wohnte zunächst in Baden-Württemberg und Paris und zog 1988 nach Hannover, wo Andreas Schober beim Beteiligungsunternehmen Hannover Finanz startete. Er erzählt: „Es sollte eine Zwischenstation werden. Wir hätten uns nie träumen lassen, dass wir hier länger als drei, vier Jahre bleiben.“ Damals war das erste von drei Kindern bereits geboren. Die junge Familie stellte fest, wie viel entspannter es sich in Hannover wohnen lässt als in den Metropolen der Welt – und blieb.

Einzelstücke aus Asien und Europa

Und so beginnt dieser Hausbesuch bei den Schobers weder in Wien noch in Seoul oder Paris, sondern in einem großen Einfamilienhaus von 1927 in Kleefeld, das sie seit dem Jahr 2000 bewohnen. Auf dem Couchtisch steht eine silberne Kanne mit Earl Grey Tee, der in rustikalen französischen Landhausstil-Tassen von Gien serviert wird. Der Blick geht in den Garten, in dem als Solitär eine Skulptur des hannoverschen Bildhauers Hartmut Stielow zu sehen ist.

Die Möbelstücke im großzügigen Wohnbereich sind eine individuelle Kombination aus Antiquitäten mit asiatischen und europäischen Formen. Es sind zum Teil Erbstücke von beiden Familien sowie wertvolle Einzelstücke aus Korea, Japan und China – eine interessante und wahrscheinlich einmalige Mischung in Hannover. Besonders stolz ist Sookie Schober auf zwei Schranktruhen, die ihre Eltern ihr als Teil der traditionellen koreanischen Aussteuer schenkten: „Diese feine Ziselierung der Oberflächen und die Perlmutt-Intarsien, so etwas gibt es heute gar nicht mehr; das Kunsthandwerk ist ausgestorben.“

Möbel mit Geschichte

Von welchen Gedanken haben sich die Schobers bei der Einrichtung leiten lassen? Klare Antwort von Sookie Schober: „Von gar keinen! Ich habe bei einem Familienbesuch in Seoul mal ganz spontan bei einem Antiquitätenhändler eingekauft. Ich habe alles mitgenommen, was mir gefiel, einen ganzen Container voll. Ich wusste zunächst gar nicht, wo das alles mal stehen soll, aber dann hat es doch gut zusammengepasst.“

Andreas Schober bedeutet der große ovale Esstisch besonders viel, der ursprünglich im Haus seines Großvaters in Wien stand. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg von einer Bombe fast völlig zerstört, und der Tisch war unter den Trümmern begraben – aber er hat gehalten. Bis heute sind davon ein paar Kratzer auf der Tischplatte geblieben, mit denen ein Stück gelebte Zeit- und Familiengeschichte sichtbar wird.

Mitteder1980er-JahregabensichAndreasundSookieSchoberinWiendasJawort.

AndreasundSookieSchoberimWohnzimmerihresHausesinKleefeld,indemEinzelstückeausAsienundEuropazufindensind.

Musik als wichtiger Teil des Lebens Im Zentrum des Wohnbereichs steht der Flügel der Familie. Sookie Schober spielt manchmal noch auf ihm, sagt aber bescheiden, dass ihre Fertigkeiten etwas eingerostet seien. Auch das Cello von Andreas Schober wartet im Keller auf Restaurierung. Musik ist dem Ehepaar wichtig: Sookie Schober ist seit knapp 20 Jahren Präsidentin der Chopin Gesellschaft Hannover und organisiert jährlich rund acht hochkarätige Klavierkonzerte in Hannover und in der Region. Andreas ist im Stiftungsrat der Hindemith Stiftung aktiv (er ist entfernt mit dem Komponisten verwandt) so-

SookieSchoberliebtPorzellan.AlsihredreiKindernochkleinwaren,hat sieindividuelleWeihnachtstellerfürsiebemalt,dieimmernochjedesJahr zumFesthervorgeholtwerden.

wie als Vorstandsvorsitzender bei der Stiftung Staatsoper, die außergewöhnliche künstlerische Vorhaben der Oper Hannover fördert. Andreas Schober: „Wir engagieren uns ehrenamtlich für Musik und Kultur, weil wir der Gesellschaft etwas zurückgeben wollen. Dabei unterstützen wir uns gegenseitig.“

Gab es denn mit dem internationalen Background nie die Idee, doch noch einmal in Richtung einer Metropole weiterzuziehen? Die Antwort beider Eheleute ist klar: „Wir fühlen uns sehr wohl in Hannover, natürlich bleiben wir hier.“ Wie gut für diese Stadt! b

AndreasSchoberinteressiertsichsehrfürFotografie. HierzeigterdernobiliseinhistorischesPetzval-ObjektivfürPortraitaufnahmen.

Foto: Frank Wilde

Hannover, deine Menschen

Ulrike Wiedemann ist Leiterin Unternehmenskommunikation im Vinzenzkrankenhaus Hannover. Die 44-Jährige engagiert sich auch im Verein A litte help from my friends e. V. und verrät, was sie an Hannover so liebt.

Das Schönste an meinem Leben in Hannover ist: Dass alles mit dem Fahrrad erreichbar ist.

Diese kleine Alltagsfreude bedeutet für mich Luxus: Badeseen direkt um die Ecke.

Das mache ich in Hannover am liebsten: Ich entdecke sehr gerne neue Restaurants in der Stadt.

Dieser Ort in Hannover fühlt sich wie Urlaub an: Der Beachclub Strandleben auf der Fährmannsinsel.

So genieße ich meinen perfekten Tag in der Region: Mit dem Rad eine Tour ins Grüne und dann einkehren in einem Biergarten oder Restaurant.

Mein Lieblingsplatz in der Natur rund um Hannover: Der Deister, besonders im Winter, wenn Schnee liegt.

Mein Lieblingsrestaurant in Hannover: Ich gehe sehr gerne in die Bar Añejo in Linden.

So halte ich mich im Alltag fit: Mit Fahrradfahren und Schwimmen.

Ein Ort, an dem ich abschalten kann: Mein Garten.

Mein Lieblingsplatz für einen Familienausflug in der Region: An der Weser zum Beispiel von Hameln nach Bodenwerder.

Lieblingsladen für besondere Stücke in Hannover: Das ist der Tauschtreff in der Südstadt.

Diese Person aus Hannover inspiriert mich: Dr. Stefanie Holm.

So engagiere ich mich in meiner Freizeit: Ich unterstütze den Verein A little help from my friends e. V. als Pressesprecherin und bei der Veranstaltungsorganisation, Newsletter-Erstellung u. v. m. und helfe damit Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind.

Mir ist ein gutes Miteinander wichtig, das versuche ich in allen Lebensbereichen einzubringen, ob im Freundeskreis, in der Familie oder im Job. Ich bin überzeugt, dass wir uns nur weiterentwickeln, wenn wir miteinander ins Gespräch kommen, unterschiedliche Perspektiven leben und Verantwortung und Haltung annehmen. Ich versuche das in meiner täglichen Arbeit, im Privaten, aber auch ehrenamtlich im Verein A little help from my friends e. V. (help-my-friends.org) einfließen zu lassen. Es kommt auf jeden Einzelnen und jede Einzelne an. b

UlrikeWiedemannliebtdieNatur–imFreienschmecktderKaffee besondersgut.
Foto: Privat

Lieblingsreiseziele

Von Hannover in die Welt

Ob Sylt, Mallorca oder Schottland: Hannoveraner verraten ihre liebsten Orte zum Abschalten und was sie an ihnen so reizt.

TEXT: MAJA HENSCHEL

Berge, Inseln, Highlands: Wenn Hannoveraner verreisen, suchen sie vor allem Orte, an denen sie Abstand gewinnen, neue Perspektiven finden und Kraft schöpfen. Die Lieblingsziele sind so vielfältig wie ihre Lebenswelten, doch sie erzählen alle von dem Wunsch nach Ruhe, Natur und Inspiration.

Für Martin Schilling, Leiter Geschäftsstelle Private Banking Hannover bei M.M. Warburg & CO, ist diese Sehnsucht klar mit den Bergen verbunden. „Ich liebe die Berge – im Sommer wie im Winter“, sagt er. Sein persönlicher Favorit ist Livigno, „ein kleiner Ort hoch in den italienischen Alpen“. Dort verbinden sich für ihn Aktivität und Ausblick ganz selbstverständlich: „Im Frühjahr lange skifahren, im Sommer wandern: traumhafte Aussicht inklusive!“

Die Berge stehen ebenso für Admira Klemann, Storemanagerin bei Niessing Hannover, im Mittelpunkt ihrer Erholung. Österreich ist für sie mehr als ein klassisches Reiseziel. „Wenn man vom Berggipfel ins Tal blickt, ändert sich die Perspektive“, sagt sie. In den Alpen verbinden sich für sie Anstrengung und Entspannung auf besondere Weise: „Schritt für Schritt, Kurve für Kurve wird der Kopf frei und man kehrt geerdet und mit neuer Energie zurück.“

Weite Landschaften und stille Eindrücke prägen das Lieblingsreiseziel von Anand Steinhoff, Geschäftsführer steinhoff einrichten + wohnen. In den schottischen Highlands beeindrucken ihn besonders die Farben und die Geschichte der Orte. „Die Castles liegen in der Landschaft und erzählen still ihre Geschichten.“ Schottland ist für ihn ein Ort der Ruhe und eine Quelle neuer Inspiration.

Foto: Privat

Einen bewussten Gegenpol zu ihrem vielseitigen Alltag sucht Dr. Vanessa Erstmann, Historikerin & Autorin sowie Vorsitzende des Jazz Club Hannover. „In meinem Alltag habe ich mit so vielen verschiedenen Menschen und Projekten zu tun, dass ich einmal im Jahr absolute Ruhe brauche“, sagt sie. Diese findet sie in der Nebensaison auf Sylt. „Zwischen Meer und Dünen bekomme ich den Kopf wieder frei.“ Gleichzeitig bleibt sie neugierig: Städtereisen gehören ebenfalls dazu, ein Kurztrip nach Kopenhagen ist bereits geplant.

Sylt ist auch für Yorck-Oliver Bothe, Geschäftsführer der Tanzschule Bothe, seit Langem ein besonderer Ort. „Sylt fasziniert mich seit meiner Kindheit“, erzählt er. Die Kombination aus Natur, Nordseeklima und Kulinarik macht für ihn den Reiz aus: „Die einzigartige Natur, lange Sandstrände, Dünen, das raue Nordseeklima, besonders bei starkem Wellengang – und die einmalige Dichte an perfekter Gastronomie.“

Sonne und Vielfalt verbinden sich für Georg Kornau, Geschäftsführung Kornau Engineering, im Süden Spaniens. Gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Katrin Grimme verbringt er viel Zeit in Andalusien. „Wir genießen Strandtage, Golfen, Wandern und sogar Skifahren in der Sierra Nevada“, erzählt er, „immer begleitet von kulinarischem Genuss.“

Foto: Privat
Foto: Privat
Foto: Privat

Wer Entschleunigung ohne Inszenierung sucht, findet sie für Rüdiger Helmrich, Mitgeschäftsführer der Tischlerei Helmrich, auf Föhr. „Grüne Insel im Weltkulturerbe Wattenmeer –Ruhe und echtes Inselgefühl statt Partymeile und Luxuszwang“, beschreibt er das Besondere der Nordseeinsel. Für ihn ist Föhr ein authentisches Ganzjahresziel mit mildem Klima.

Auch Mirja Schröder, Betriebsleitung Neues Theater, zieht es ans Meer. „Ich liebe Nordsee und Ostsee gleichermaßen“, sagt sie. Die Weite der Landschaft, die Brandung und die angenehmen Temperaturen machen die Küsten für sie ideal, „perfekt für Strandspaziergänge und Erholung“.

Eine Reise voller iberischer Kulissen und maurischem Charme

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Sonne, Gelassenheit und mediterranes Lebensgefühl verbinden sich für Thorsten Straller-von Kersten, Regional Director Northern Europe bei Degussa, mit Mallorca. „Für uns ist Mallorca die schönste Insel der Welt – ein Ort, an den wir jedes Jahr mit der ganzen Familie voller Vorfreude zurückkehren“, sagt er. Besonders schätzt er die gemeinsamen Tage abseits des Trubels: „Am liebsten verbringen wir unseren Urlaub in der Finca, wo wir Ruhe, Natur und Zeit füreinander finden.“ Für ihn macht gerade diese besondere Mischung aus Erholung, Freiheit und mediterranem Lebensgefühl jeden Aufenthalt auf der Insel unvergesslich.

Für Mario Drotschmann, Vorstand der VALEXX AG, liegt tiefe Entspannung in der Höhe. „Ein Urlaub in den Bergen ist für mich gleichbedeutend mit tiefer Entspannung“, erklärt er. Natur, Bewegung und klare Luft bringen ihn „innerlich zur Ruhe“ und schenken neue Energie.

Das Wallis ist für Peter Ludwig, Geschäftsführer bei LUDWIG - draußen & drinnen wohnen, längst zweite Heimat. „Die Berge sind so hoch und wir Menschen so klein, sie lehren einen Demut“, sagt er. Auch nach 50 Jahren verliert die Region für ihn nichts von ihrer Faszination.

Auch Dipl.-Ing. Frank Oettinger, Geschäftsführer bei Gesundheitstechnik Carl Oettinger, hat seinen Rückzugsort gefunden. Auf Mallorca, allerdings fernab der touristischen Hotspots. „Meine Frau und ich haben vor gut drei Jahren Mallorca für uns entdeckt“, erzählt er. Besonders schätzt er das Landesinnere im Nordosten der Insel – „weit ab vom Tourismus, mit Natur, Kultur und richtig gutem Essen.“ b

Foto: Henning Scheffen

Schlösser & Burgen

Orte mit Geschichte

Rund um Hannover laden Burgen, Schlösser und Residenzen

zum Erkunden von Architektur und Tradition ein.

TEXT: KATHARINA BORNHAUSE

Schloss Marienburg

Hoch über dem Leinetal thront Schloss Marienburg – ein Geschenk König Georgs V. an seine Frau Marie und heute ein Wahrzeichen romantischer Baukunst. Türme, Säle und historische Wohnräume erzählen von königlichem Leben im 19. Jahrhundert. Auch wenn Teile aktuell saniert werden, bleibt die Anlage ein beliebtes Ziel für Spaziergänge und Zeitreisen.

Schloss Herrenhausen & Herrenhäuser Gärten

Das rekonstruierte Schloss Herrenhausen war einst Sommerresidenz der Welfen und beherbergt heute ein Museum zur höfischen Geschichte. Direkt davor entfalten die Herrenhäuser Gärten ihre barocke Pracht – mit geometrischen

Werte für Generationen

Welfenschloss Hannover

Auf nobilis.de stellen wir noch mehr Ausflugsziele vor:

Ursprünglich als königliche Residenz geplant, ist das Welfenschloss heute Herzstück der Leibniz Universität Hannover. Die monumentale Architektur erinnert an die Zeit der Welfen und prägt bis heute das Stadtbild. Umgeben vom Welfengarten lädt das Areal zum Spaziergang zwischen Geschichte und Gegenwart ein.

Schloss Ricklingen

Schloss Ricklingen präsentiert sich als elegante klassizistische Anlage mit wechselvoller Geschichte. Heute ist das Haus vor allem als Ort für kulturelle Veranstaltungen bekannt. Eingebettet in eine ruhige Parklandschaft entsteht hier ein spannender Dialog zwischen historischem Rahmen

Fischer-Bau

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Unterwegs als Volunteers

Die Reise ihres Lebens

Lars Bendels und Anja Mäuerle wollten ihrem Leben Sinn geben –und reisten als Volunteers um die Welt. Heute bieten sie exklusive Safaris an.

TEXT: FRAUKE HANSEN

EinmajestätischerAnblick:ein Löwen-Männchenin freierWildbahn

Wie reist man heute eigentlich noch guten Gewissens? Diese Frage ließ Lars Bendels und seine Partnerin Anja Mäuerle nicht mehr los. Sie liebten es, die Welt zu erkunden – und sahen gleichzeitig, wie sehr diese unter Druck gerät. „Wir wollten deshalb zeitgemäß reisen, allerdings nicht per Fahrrad, 24/7 im Sattel sitzen und Strecke machen“, sagt der gebürtige Hannoveraner rückblickend. „Uns ging es darum, intensiv in Kulturen einzutauchen, Natur zu erleben und Zeit mit Menschen zu verbringen.“ Gleichzeitig stellten sich der 40-jährige Lars und die 31-jährige Anja die Sinnfrage: „Wir waren nicht frustriert, uns ging‘s super, wir finanzierten uns ein schönes Leben mit tollen Jobs im Marketing. Und doch fühlte sich etwas daran zunehmend falsch an: Der Planet, den wir so gerne bereisen, konsumiert sich selbst. Und wir als Werber bringen die Menschen dazu, immer noch mehr Zeug zu kaufen, das sie gar nicht brauchen.“

Fotos: Vagateers

FrischgeschlüpfteSchildkröteninCostaRica

AugeinAugemiteinemElefantenbullen

LarsBendelsheißtGästebeimWalforschungsprojektaufFaial(Portugal) willkommen.

Daraus folgte der spannendste Selbstversuch, den sie sich vorstellen konnten. Sie hängten ihre Jobs als Werber an den Nagel, um als Volunteers rund um den Globus in sinnhafte Lebensentwürfe einzutauchen. Im Rucksack ein One-WayTicket und die Idee, unentgeltlich in all den ökologischen Jobs zu arbeiten, von denen sie schon als Kinder geträumt haben.

Alles verkauft, die Welt bekommen

Sie trennten sich von ihrem Hab und Gut, kündigten ihre Wohnung und zogen in den südafrikanischen Busch, wo sie sich innerhalb eines halben Jahres zu Safari Guides ausbilden ließen. Kein Komfort, sondern Tierverhalten, Pflanzenkunde, Orientierung, Notfallmedizin. Die Ausbildung öffnete später Türen zu Projekten weltweit – Meeresschildkröten in Costa Rica, Walforschung auf den Azoren, ein Wildtierkrankenhaus in Neuseeland, Permakultur in Kanada, Food Forest auf Hawaii. Die ganze Geschichte ihres außergewöhnlichen Reiseabenteuers ist als Buch im Ullstein-Verlag erschienen: „Traum über Kopf – Als Volunteers um die ganze Welt“.

Mit jeder Station wuchs ihr Netzwerk. „Die meisten der rund 20.000 NGOs haben für Marketing weder Zeit noch Expertise. Online verschwinden daher viele im digitalen Schatten großer Volunteering-Plattformen.“ Deshalb begannen die beiden, auf ihrer Website Hilfestellungen zu geben – und all die Projekte vorzustellen, in denen sie selbst gearbeitet haben.

Zwei Jahre dauerte ihre Reise, bis das Geld zu Ende ging. Zurück in Deutschland, entschieden sie sich bewusst gegen alte Routinen. „Wir machen heute nichts mehr, was wir nicht wollen.“ Sie suchten Jobs in Unternehmen, die glaubhaft nachhaltiger wirtschaften – und hielten parallel ihren größten Traum am Leben: als ausgebildete Guides eigene Safaris

veranstalten, die konsequent lokal, klein, maßgeschneidert und ethisch aufgebaut sind.

Ihr Herzensprojekt: Safaris

Die Erlebnisse, die sie heute anbieten, sind bewusst keine Massenprodukte. Maximal sechs Gäste, intakte Wildnis, echte Abgeschiedenheit, atemberaubende Tierbegegnungen im Geländewagen und zu Fuß, lokale Mitarbeiter, faire Löhne. Die Einnahmen bleiben im Land – Lars und Anja zahlen sich selbst nichts aus.

„So nehmen wir niemandem einen Job weg und können unseren Traum trotzdem leben“, sagen sie. Südafrika kämpft mit Arbeitslosenquoten jenseits der 30 Prozent – für sie ein entscheidender Grund, trotz eigener Ranger-Ausbildung keine Stellen vor Ort zu besetzen. Stattdessen bringen sie Gäste, Einkommen und Aufmerksamkeit in Regionen, in denen Ökotourismus oft die einzige Alternative zur Wilderei oder Landrodung ist.

In den nächsten Monaten bieten sie drei Reisen an:

• „Traum über Kopf“-Safari – atemberaubende Artenvielfalt an zwei der magischsten Regionen aus dem Buch

• Mobile Safari durchs Okavangodelta – das wilde Naturparadies Botswanas auf einem Rundreiseabenteuer. Im Geländewagen, zu Fuß und zu Wasser.

• Eine Volunteering-Experience in einem Big-Five-Reservat – gemeinsam mit Biologen und Artenschützern: LionKill-Monitoring, Elephant-Impact-Tracking, Rhino-Schutzmaßnahmen.

Auge in Augen mit Elefanten

Alle drei Reisen sind bewusst so gestaltet, dass Gäste nicht nur erleben, sondern verstehen, welchen Wert Wildnis

hat – und warum ihr Schutz ohne Besucher unmöglich wäre. Noch sind Plätze frei.

„Wer einmal einem wilden Elefanten zu Fuß gegenüberstand, wird diese Begegnung nie wieder vergessen“, sagt Lars. „Solche Momente haben die Kraft, Menschen zu verändern – und brennen ein, wie schützenswert die Natur ist.“ Und vielleicht ist das der schönste Nebeneffekt ihrer außergewöhnlichen Reise: Menschen zu inspirieren, selbst achtsamer zu reisen – und damit Teil der Lösung zu werden.

Die Frage, an welchem Ort der Welt sie mal ihren Lebensabend verbringen möchten, stellen sich Anja und Lars nicht. „Eines haben wir unterwegs begriffen: Wie glücklich es macht, der Zukunft nicht vorauszueilen. Ohne Kalkül loszulaufen, mit ein bisschen Vertrauen ins Leben, und darauf, dass sich der Weg schon zeigen wird, während man ihn geht.“

Den Reise- und Safari-Blog und noch mehr Infos finden Sie auf www.vagateers.com und auf Instagram: @vagateers. b

Das Buch zur Reise

„Traum über Kopf –Als Volunteers um die ganze Welt“ (Ullstein, 16,99 Euro)

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InVietnamladenwarmesKlimaund vielfältigeNaturzumEntspannenein.

Reisen in diesem Jahr

Trend-Reiseziele 2026

Die Reise-Hotspots 2026 setzen auf Natur, Kultur und Leichtigkeit –von Okinawa bis Oulu. Das neue Fernweh ist bewusster denn je.

TEXT: FRAUKE HANSEN

Keine Frage, 2026 wird ein Reisejahr voller Kontraste – zwischen Fernweh und Achtsamkeit, ikonischen Landschaften und unbekannten Geheimtipps. Trendanalysen von Expedia, Lonley Planet und Business Traveller zeigen an, wohin es in diesem Jahr geht.

Okinawa gilt als einer der großen Shootingstars. Die japanische Inselgruppe erlebt laut aktuellen Trendstudien einen massiven Anstieg der Suchanfragen, getrieben von kristallklaren Stränden, entspanntem Inseltempo und ihrem Mix aus japanischer und Ryūkyū-Kultur. Fernost bleibt 2026 ohnehin beliebt – nur etwas leiser, ursprünglicher.

Vietnam und Finnland als neue Reiseziele

In Asien ist es laut Lena Edeler vom Robinson Club auch Vietnams Küste, die in den Reisefokus rückt. Inmitten von vielfältiger Natur lässt sich das Land bewusst genießen. Auch von Strandhotels wie dem am Tam Tien Beach gelegenen Robinson Club Nam Hoi An sind historische Altstädte gut zu erreichen, die mit Architektur, Kunsthandwerk und gastronomischer Vielfalt begeistern.

In Europa wird Oulu in Finnland die Besucher anziehen. Als Europäische Kulturhauptstadt bietet die Stadt im Norden ein intensives Programm, umgeben von Seen, Wäldern und dem Zauber der arktischen Jahreszeiten.

Foto: Robinson Club GmbH

Auch Afrika zeigt neue Facetten: Sierra Leone und Botswana sind laut Trendanalysen auf dem Radar jener, die Natur pur suchen – von Regenwaldstränden bis zu SafariMomenten fernab des Massentourismus. Für Inselromantik steht 2026 außerdem Réunion. Die französische Vulkaninsel begeistert mit angenehmem Klima, Berglandschaften, Tropenflair und außergewöhnlicher Biodiversität.

Lust auf Kulturstädte

Wer es urbaner mag, findet neue Impulse in San Miguel de Allende (Mexiko) oder Cádiz. Beide Städte vereinen Kreativszene, Kulinarik und historische Kulissen – ein Trend, der laut Expedia die Lust auf Kulturstädte wiederbelebt. Und für alle, die Entschleunigung suchen, stehen die Cotswolds in England oder Ucluelet in Kanada auf der Liste der sanften Sehnsuchtsorte: viel Natur, wenig Lärm, viel Raum fürs Durchatmen. b WeißeStrände,glasklaresWasser:diejapanischeInselgruppeOkinawa

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Luxuriöse Kreuzfahrten um die Welt

Im Reiseland Reisebüro in der Luisenstraße ist Hauptbuchungszeit. Das vierköpfige Team um Büroleiterin Melanie Renne verzeichnet derzeit eine hohe Nachfrage – von Baustein- und Rundreisen über klassische Pauschalangebote in Badezielen weltweit bis hin zu individuell kombinierten Hotel- und Flugreisen.

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Aufrund500Quadratmeternerleben

BesucherdaskünstlerischeSchaffenvon IsmailShammoutundTamamElAkhal

Foto: Odyssey Art Gallery

Ismail

Shammout und Tamam El Akhal in Hannover

Gesichter der Erinnerung

Die Odyssey Art Gallery in Hannover bewahrt das künstlerische Vermächtnis von Ismail Shammout und Tamam El Akhal – leise, eindringlich, dauerhaft.

TEXT: FRAUKE HANSEN

Dr.YazidShammoutführtBesucher gerneselbstdurchdieOdysseyArtGallery.

Manche Kunstwerke verlangen nach Stille. Nicht, weil sie leise sind – sondern weil sie etwas aussprechen, das tiefer reicht als Worte. In der Odyssey Art Gallery in Hannover hängen solche Werke. In den Räumen, in denen man sich wie in einem warmen Kokon fühlt, erzählen sie vom Menschsein, vom Aushalten, vom Erinnern. Und von zwei Künstlerleben, die untrennbar miteinander verbunden sind: dem von Ismail Shammout und seiner Frau Tamam El Akhal.

Beide gehören zu den prägenden Stimmen der modernen palästinensischen Kunst. Werke von Ismail Shammout und Tamam El Akhal wurden schon weltweit in Städten wie Kairo, Beirut, Tunis, Istanbul, Paris oder London ausgestellt und befinden sich in Sammlungen im Nahen Osten und international – unter anderem in Sharjah, Doha, Amman und in Berlin. Und doch gab es bislang keinen Ort, an dem ein so großer Teil ihres Schaffens dauerhaft zusammenhängend zu sehen war. Nun ist es Hannover, das diese Lücke schließt.

Ein Ort, der bleibt

Eingerichtet wurde die Galerie von ihrem Sohn, dem hannoverschen Unternehmer Dr. Yazid Shammout – nicht als Prestigeprojekt, sondern als persönliches Versprechen: den Werken seiner Eltern einen würdigen, dauerhaften Ort zu geben. Einen Ort, der bleibt.

1948 mussten die Künstler im Zuge der Nakba mit Hunderttausenden Palästinensern ihre künstlerische Heimat verlassen. Die Kunst war es, die ihnen half, das Erlebte zu verarbeiten und die Hoffnung auf eine Zukunft in ihrer Heimat nicht zu verlieren.

BeiderEröffnungder Galeriezeigtedas Publikumgroßes Interesse.

Gesichter, die Geschichte tragen

Wer durch die Räume der Odyssey Art Gallery geht, begegnet vor allem Gesichtern. Anfangs wirken sie abstrakt, beinahe entrückt. Mit den Jahren werden sie klarer, individueller, verletzlicher. Diese Entwicklung ist kein Zufall. Sie erzählt vom künstlerischen Weg Ismail Shammouts – und von seinem Mut.

In einer Zeit, in der die Darstellung von Menschen in der arabischen Kunst lange als problematisch galt, wagte er genau das: den Menschen ins Zentrum zu stellen. Nicht als Ikone, nicht als Symbol, sondern als fühlendes Wesen. Als Träger von Leid, Hoffnung und Würde. Damit wurde Shammout zum Pionier der modernen palästinensischen Kunst – und öffnete Türen für Generationen nach ihm. Seine Bilder zeigen Tragödien, ohne anzuklagen. Sie sind nicht laut, nicht plakativ, nicht politisch im engen Sinn. Und doch berühren sie zutiefst. Besucher berichten von Tränen, von Momenten, in denen sie innehalten müssen. Nicht, weil sie etwas „verstehen“ sollen – sondern weil sie etwas fühlen.

Dr.YazidShammoutvoreinem seinerLieblingsbilder

Foto: Roksana Leonetti
Foto: Odyssey Art Gallery
Foto: Roksana Leonetti

Kunst als Erinnerung – und als Hoffnung Neben den Werken des Vaters nehmen auch die Arbeiten der Mutter, Tamam El Akhal, einen zentralen Platz ein. Ihre Kunst ergänzt, widerspricht, erweitert. Gemeinsam erzählen die Werke von Verlust und Vertreibung, aber auch von Widerstandskraft, Gemeinschaft und innerer Stärke. Fast jedes Bild trägt ein Zeichen der Hoffnung in sich. Manchmal ist es ein Blick, manchmal eine Geste, manchmal nur ein kaum sichtbarer Farbton. Es ist diese Balance, die die Ausstellung so besonders macht: zwischen Schwere und Licht, zwischen Trauer und Zuversicht.

Wenn Geschichte eine Stimme bekommt

Insgesamt umfasst die Sammlung rund 200 Werke – von kleinen Aquarellen über großformatige Ölgemälde bis hin zu früher digitaler Kunst. Eine Vielfalt, die überrascht und zeigt, wie experimentierfreudig beide Künstler waren. Manche Arbeiten entstanden unter einfachsten Bedingungen, andere markieren ikonische Momente ihres Schaffens. Ein besonderes Element der Ausstellung ist die Tonspur: Ismail Shammout und Tamam El Akhal selbst sind zu hören. Ihre Stimmen und Worte – ursprünglich auf Arabisch aufgenommen – wurde behutsam ins Deutsche und Englische übertragen. Besucher können per QR-Code zuhören, in der Galerie oder später zu Hause. Geschichte bekommt plötzlich eine Stimme.

Ein Geschenk

an die Stadt

Dass diese Ausstellung dauerhaft in Hannover zu sehen ist, ist kein Zufall. Für Dr. Yazid Sham mout ist sie auch ein Dank an die Stadt, die ihm Heimat geworden ist. Ein Geschenk – an Hannover und an die Öffentlichkeit. Die Galerie ist nicht kommerziell, kein Werk steht zum Verkauf. Was hier gezeigt wird, ist für Museen gedacht. Für das kollektive Gedächtnis. Die Odyssey Art Gallery ist damit mehr als ein Ausstellungsort. Sie ist ein Tor zu Geschichten, die sonst vielleicht verborgen geblieben wären. Und ein stiller Beweis dafür, dass große Kunst nicht nur in Metropolen wirken darf – sondern dort, wo Menschen den Mut haben, ihr Raum zu geben. b

Odyssey Art Gallery | Weidendamm 1 A | 30167 Hannover | www.odyssey-hannover.com

Geöffnet Mittwoch & Freitag von 10 bis 16 Uhr, Sonderöffnungen möglich

Dr.YazidShammoutundseine TochterLobnaShammout(l.)beim nobilis-Gespräch

PorträtsvonTamamElAkhalund IsmailShammoutinderOdyssey ArtGallery

Foto: Odyssey Art Gallery
Foto: Stefan Schostok

Dr.YazidShammout vordemweltweitbekannten Gemälde„Wohin?“seinesVaters

IsmailShammout

DiebeeindruckendenBildervon IsmailShammoutzeigenLeid undHoffnunggleichzeitig.

Ismail Shammout (1930 bis 2006) stammt aus Lydda (Lod) und gilt als Pionier der modernen palästinensischen Kunst. Er machte den Menschen zum Zentrum seiner Arbeiten und thematisierte das Leid, die Vertreibung und die Widerstandskraft seines Volkes. Seine Werke verbinden Tragik und Hoffnung in einzigartiger Bildsprache und wurden in zahlreichen Ländern des Nahen Ostens, Europas und darüber hinaus gezeigt.

Tamam El Akhal (geb. 1935), seine Frau, stammt aus Jaffa, gehört zu den Pionierinnen der modernen palästinischen Kunst und war eine der ersten Palästinenserinnen mit akademischer Kunstausbildung. Ihre Arbeiten ergänzen und erweitern die ihres Mannes – sie erzählen von Gemeinschaft, Stärke und Zuversicht und setzen damit wichtige Akzente in der modernen arabischen Kunst.

EinEhe-undKünstlerpaar:

IsmailShammoutundTamamAlAkhal

Dr.YazidShammoutundseine MutterTamamElAkhal,diebei derEröffnungderGalerieEnde 2024 anwesendwar.

Foto: Roksana Leonetti
Foto: Odyssey Art Gallery
Foto: Stefan Schostok
Foto: Odyssey Art Gallery

Red Fridge

Ein Wohnzimmer wird zur Bühne

Die besondere Kulturreihe Red Fridge vereint Kultur, Nähe und Inspiration –mitten in Linden und weit über den Stadtteil hinaus.

TEXT: MAJA HENSCHEL

AutorinUlrikeGastmannundGastgeber MarcoHeuerbeieinerLesung,imHintergrund derroteKühlschrank,der„RedFridge“

Wer an einem Red-Fridge-Abend die schmale Treppe bis in den vierten Stock eines Lindener Altbaus hinaufsteigt, ahnt zunächst nicht, was ihn erwartet. Ein Treppenhaus voller Spuren vergangener Jahre und dann öffnet sich oben eine Wohnung, die überrascht. „Viele sagen: So eine tolle Wohnung, hätte ich gar nicht gedacht“, erzählt Gastgeber Marco Heuer. Genau diese Momente des Entdeckens gehören zum Konzept. Red Fridge ist kein klassischer Veranstaltungsort, sondern ein Wohnzimmer und längst ein fester Bestandteil der hannoverschen Kulturszene.

„Red Fridge ist ein Ort, an dem Kultur, Menschen und gute Ideen zusammenkommen – kreativ, herzlich und immer offen“, sagt Heuer. Bis zu 40 Gäste finden Platz zwischen Bücherwand, kleinen Lampen und dem namensgebenden roten Kühlschrank. Manchmal werden es mehr. Dann rückt man enger zusammen, die Atmosphäre wird dichter. Die Getränke bleiben in Sichtweite, die Distanz zwischen Publikum und Künstlern verschwindet fast vollständig.

Jeder Red-Fridge-Abend ist anders

Diese Nähe verleiht den Abenden eine besondere Intensität, künstlerisch wie menschlich. Red Fridge versteht sich

MarcoHeuer(2.v.l.)unddie

BandJetlags:VincentHeller, CyrilKruegerundMarcel Biermann(v.l.n.r.)

als geschützter Raum, in dem ausprobiert werden darf. Das Programm reicht von Singer-Songwriter-Konzerten über Lesungen bis hin zu Vorträgen aus Wissenschaft und Journalismus. Bekannte Namen stehen ebenso auf dem Programm wie Newcomer. Entscheidend ist weniger der Bekanntheitsgrad als eine Frage, die sich Heuer vor jeder Einladung stellt: Würde das auch andere interessieren? Wenn er davon überzeugt ist, wagt er das Experiment. Dass dieses Gespür trägt, hat auch mit Heuers eigenem Werdegang zu tun. Der Journalist, Autor und Moderator ist zudem als Coach und Mediator ausgebildet. Neugier, lebenslanges Lernen und das Interesse an Brüchen in Biografien prägen seine Arbeit. „Das Leben verläuft selten gradlinig“, sagt er. Gerade darin liege das Erzählenswerte und die Achtung vor den Lebensentwürfen anderer. Jeder Red-Fridge-Abend sei deshalb anders und verlange Offenheit, von den Künstlern ebenso wie vom Publikum. Humor gehört dabei immer dazu.

Der rote Kühlschrank als Symbol Red Fridge ist bewusst klein gehalten. Die Zahl der Veranstaltungen bleibt überschaubar, auch aus Rücksicht auf die Nachbarschaft, de-

Foto: Frank Schmitz

ren Wohlwollen Heuer schätzt. Finanziell ist das Format kein Selbstläufer: Die Eintrittsgelder fließen in die Gagen der Künstler, der Gastgeber selbst verdient nichts daran. Um das Projekt langfristig zu sichern, denkt Heuer über neue Strukturen nach. Von Kulturpartnerschaften bis hin zu einer Vereinsgründung. Unterstützt wird er inzwischen von einem ehrenamtlichen Beirat.

Der rote Kühlschrank, einst eine spontane Namensidee seiner Frau, ist längst mehr als ein Markenzeichen. Er steht für einen Ort, an dem Begegnung Zeit und Tiefe bekommt. Für ein Wohnzimmer, das offen ist für unterschiedliche Perspektiven, Experimente und Gespräche. Wer einen Red-Fridge-Abend verlässt, tut das oft mit dem Gefühl, Teil von etwas sehr Persönlichem gewesen zu sein. Vielleicht liegt genau darin die besondere Kraft dieses Formats: in der Einladung, für einen Abend anzukommen und etwas mitzunehmen, das über das Wohnzimmer hinaus nachwirkt. b

BeimKonzertimWohnzimmerwirdjederZentimeter Platzgenutzt.

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Foto: Frank Schmitz

Der Zauber eines kleinen Liedes

Klang und Leben

Reduziert, pur und voller Wirkung: Oliver Perau und sein Projekt Klang und Leben bringen Musik dorthin, wo Erinnerungen brüchig sind –und bringen längst verloren geglaubte Emotionen an die Oberfläche.

TEXT: FRAUKE HANSEN

DerdirekteKontaktmitseinemPublikum istOliverPerausehrwichtig.

Manchmal beginnt ein Zauber ganz leise und entwickelt dann eine schier bannbrechende

Kraft: Eine scheinbar angestaubte Melodie und ein paar Worte sind die Zutaten, die Erinnerungen wecken und eine Sprache hervorholen, die längst verloren geglaubt schien. Wer das Glück hat, bei einem Konzert von Klang und Leben dabei zu sein, erlebt genau das und wird Zeuge dieser Kraft von Musik. Das Projekt wirkt seit zwölf Jahren dort, wo Kultur selten selbstverständlich ist: in Pflegeeinrichtungen.

Demenz raubt den Menschen, die an ihr erkranken, nach und nach die zeitliche und örtliche Orientierung, Angst bestimmt den Alltag – die Menschen ziehen sich zurück. Was in solchen Situationen wichtig ist: Dinge in den Fokus zu stellen, die Sicherheit bieten, weil sie vertraut und bekannt sind. Musik kann so ein kurzfristiger sicherer Hafen sein.

Der Beginn von Klang und Leben

Initiiert von Rainer Schumann, Schlagzeuger von Fury in the Slaughterhouse, nahm das Projekt Klang und Leben Gestalt an, als Sänger Oliver Perau gefragt wurde, ob er sich eine Mitarbeit vorstellen könne.

Der Musiker, bekannt als Sänger der Band Terry Hoax und als sein Alter Ego Juliano Rossi, sagte zu. Die zweite Frage war noch entscheidender: Was für Songs sollten gespielt werden? Oliver hatte sofort eine Idee im Kopf. „Mir fielen alte deutsche Schlager ein – Lieder, die ich von meiner Mutter kannte oder von einer Manfred-Krug-Platte.“ Gemeinsam mit Pianist Lutz Krajenski entstand eine Dreierbesetzung, reduziert, konzentriert, direkt. „Wir haben es ausprobiert –und es hat sofort funktioniert.“

Heute spielt Klang und Leben immer dienstags und mittwochs Hits der 30er bis 70er fast ausschließlich in Pflegeeinrichtungen, manchmal auch in der Tagespflege. Aber immer dort, wo Zeit anders vergeht. Wo Erinnerungen brüchig sind. Und wo Musik plötzlich etwas freilegt, das längst verschüttet

MitGesang,Charme undUmarmungen erobertSänger

OliverPerau seinPublikum.

Foto: Maike Helbig

Foto: Maike Helbig

schien. Musik – Lieder aus der lang zurückliegenden Jugend – bringt Bilder und Emotionen an die Oberfläche.

Von Unsicherheit zu selbstbewusstem Mitsingen

Die Konzerte sind voller Energie. Manchmal fast zu viel. „Man kommt sich anfangs vor wie ein D-Zug, der in die Einrichtung donnert.“ So erlebt Oliver die Auftritte: Menschen, die sich die Ohren zuhalten. Blicke, die Unsicherheit spiegeln. Doch dann – so ist es oft – passiert etwas. Ein Mann nimmt nach dem vierten Lied die Hände von den Ohren, lächelt –und singt mit. „Solche Momente sind unglaublich.“

Es sind diese kleinen Verschiebungen, die Großes bedeuten. Pflegekräfte sagen: „So haben wir den noch nie erlebt.“ Angehörige weinen, weil sie erfahren, was sie längst verloren glaubten. Und ja – auch bei den Bewohnerinnen und Bewohnern fließen Tränen. „Manchmal auch bei mir“, gibt Oliver zu. „Wenn ich sehe, was da passiert.“

Eine Wirkung, die anhält

Lieder wie „Lili Marleen“, „Junge, komm bald wieder“ oder „Mit 17 hat man noch Träume“ sind tief ins Gedächtnis der meist älteren Menschen eingebrannt. „Ich sage manchmal nur ein Wort – ‚Junge‘ – und der ganze Raum singt weiter.“ Erinnerungen tauchen auf, selbst bei Menschen, deren Diagnose das Erinnern eigentlich nicht mehr zulässt. Einrichtungen berichten, dass die Wirkung anhält – bis zum nächsten Morgen, manchmal länger.

Eine Stunde dauert ein Konzert. Mehr wäre zu viel. „Dann können wir alle nicht mehr – und das ist auch gut so.“ Danach wird gesprochen, gelacht, erzählt. Nähe gehört dazu. „Am Ende kennen wir uns alle.“ Über 850 Konzerte haben die Musiker von Klang und Leben inzwischen gespielt. Es gibt nichts, was nicht schon passiert ist. Auch das Flirten gehört dazu – das Leben eben.

Wo die Kraft von Musik gebraucht wird Finanziert wird das Projekt durch Spenden, Krankenkassen, Clubs und private Unterstützer. Doch Zahlen sind hier zweitrangig. „Das ist zwar

Auchwennsichdas PublikumzuBeginndes Konzertszurückhaltendgibt–amEndeklatschtdochjedermit.

ein gemeinnütziger Verein“, sagt Oliver, „aber er fühlt sich überhaupt nicht gemeinnützig an.“ Denn das, was passiert, ist keine Einbahnstraße. „Ich mache das auch für mich. Es tut mir einfach gut. So vielen Menschen Freude bereiten zu dürfen, ist ein großes Privileg.“

„Ich fahre immer glücklicher nach Hause, als ich gekommen bin.“ Was bleibt, ist ein leiser Luxus: Sinn. Und der leise Beweis, den Klang und Leben jede Woche neu erbringt: welche Kraft Musik haben kann – wenn man sie dorthin bringt, wo sie wirklich gebraucht wird. b

Mitsingen,mitfühlen,mitlachen: KlangundLebenruftLebensfreude beidenZuhörernhervor.

Foto: Maike Helbig
Foto: Maike Helbig

SchlagzeugerKarstenKniep(r.)

Foto: Maike Helbig

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21.2. bis 2.8.2026

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Katharina Greve

Klug, trocken und eigensinnig: Katharina Greve erzählt in ihren Comics von Kindern, die nachdenken, widersprechen und ihren eigenen Weg gehen. In „Prinzessin Petronia“ steht die griesgrämige, naturwissenschaftlich begeisterte Cousine des bekannten kleinen Prinzen im Mittelpunkt. „Meine Geschichten von Mutter und Tochter“ ist die weibliche Antwort auf den Comic-Klassiker „Vater und Sohn“ von e.o.plauen.

Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur & Zeichenkunst | Georgengarten 1 | 30167 Hannover | www.karikatur-museum.de

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Am Ostersonntag,5.4.2026,im Rahmen der OsterTanzTage um 18:30 Uhr im Opernhaus Jubiläums-Gala der Ballettgesellschaft zum 40-jährigen Bestehen des Internationalen Wettbewerbs für Choreographie

In Kooperation mit der Staatsoper Hannover erwartet Sie ein vielseitiger und hochkarätiger Tanzabend mit Arbeiten ehemaliger Preisträger*innen, von denen viele inzwischen in renommierten Positionen als Ballettdirektor*innen und/oder international gefragte Choreograph*innen sind – u. a. Stephan Thoss, Gregor Zöllig, Edward Clug, Marcos Morau, Sofia Nappi und Goyo Montero.

Tickets gibt es an der Kasse der Staatsoper | www.ballettgestellschaft.de

Am

16.3.2026

Bodo Wartke: „Antigone“

Bodo Wartke bringt seine „Antigone“ ins Theater am Aegi. Gemeinsam mit Melanie Haupt spielt er in rasantem Rollenwechsel sämtliche Figuren – mit wenigen Requisiten und viel Präsenz. Die zeitgemäße SophoklesInterpretation verbindet Tragik mit feinem Humor und schlägt überraschend aktuelle Töne an.

Theater am Aegi | Aegidientorplatz 2 | 30159 Hannover | Tickets unter www.theater-am-aegi.de | www.bodowartke.de

Am 8.3.2026

Fotoausstellung CONNECTING

Am 8. März 2026 eröffnet der hannoversche Fotograf Alexander Perbone seine erste Fotoausstellung in Hannover. Gezeigt werden Arbeiten aus Mallorca und Kalifornien, die Ruhe und urbane Energie, Weite und Intensität miteinander verbinden. Die Ausstellung versteht Fotografie als Dialog und Ort der Begegnung. Die Vernissage findet am Internationalen Weltfrauentag statt, ein Teil der Erlöse unterstützt ein regionales Frauenprojekt.

THE GUEST – fine events I Helmkestraße 5a I 30165 Hannover I www.alexanderperbone.com/ arbeiten/connecting/

Foto:GernotHoersch&Joe
Frohriep
Foto: Alexander Perbone
Foto:

Bis 22.3.2026

ENLIGHTENMENT: Vivaldi neu erleben in der Kreuzkirche

PROJEKTIL verwandelt die Kreuzkirche Hannover in eine immersive Reise aus Licht, Klang und Emotion. Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ werden neu interpretiert, der sakrale Raum wird zur Bühne für Projektionen, Musik und visuelle Poesie –ein Erlebnis, das Architektur, Kunst und Emotion eindrucksvoll verschmelzen lässt.

Kreuzkirche Hannover | Kreuzkirchhof 3 | 30159 Hannover | Tickets unter www.projektilexperiences.com

Am 21.3.2026 um 19:30 Uhr Tristan im Jazz Club

Die Band Tristan bietet High-EnergyGrooves mit dem warmen Sound der 70er-Jahre für alle, die „Funky Stuff“ mögen. Zum Markenzeichen der niederländischen Band gehören druckvolle Arrangements und federnde Funk-Rhythmen, aufpoliert mit schmucken Jazz-Harmonien und einem lässigen Bouquet aus flirrenden Synthie-Sounds. Die Band kommt mit ihrer neuen Sängerin Irma Derby in den Jazz Club und lädt zum Tanzen ein!

Jazz Club Hannover | Am Lindener Berge 38 | 30449 Hannover | Tickets unter www.jazz-club.de

Hannover

Die „Kreuzklappe“ und ihre Geschichten

Tradition mit Herz

Ein historisches Haus, eine türkische Familie und fünf Jahrzehnte

Gastfreundschaft: Die „Kreuzklappe“ erzählt Hannovers Geschichte mit jedem Teller.

TEXT: FRAUKE HANSEN

Die„Kreuzklappe“ist dasältesteRestaurant in Hannover.
Fotos: Frauke Hansen

OlcunYesilundseineFrauLaylabegrüßendieGästeinder„Kreuzklappe“..

Gemütlichundwarm:Inder„Kreuzklappe“kannmansichwohlfühlen.

Wer durch das Kreuzkirchenviertel schlendert, sieht es sofort: Das dreigeschossige Haus im Kreuzkirchhof 5 atmet Vergangenheit. Der schmale Giebel, die roten Klinker, der Blick zur Kreuzkirche – ein Bild, das auch vor hundert Jahren so hätte wirken können. Die „Kreuzklappe“ gehört seit 1887 als Gasthaus zu Hannover, länger als die meisten Straßen, die sie umgeben. Und doch trägt sie heute einen Duft in sich, den hier niemand erwartet hätte: den von Adana Kebap, Auberginen in Tomatensauce und frisch gebackenem Baklava. Denn die „Kreuzklappe“ ist ein Stück Altstadtgeschichte – und ein türkisches Familienrestaurant. Beides gehört hier zusammen wie Stein und Mörtel. Olcun Yesil, der heutige Inhaber, lächelt, wenn er erzählt, wie oft Gäste den Namen ansprechen. „Viele kommen rein und erwarten ein deutsches Lokal. Dann sehen sie unsere Speisekarte und sind überrascht.“ Der Name „Kreuzklappe“ ist denkmalgeschützt, so wie das Gebäude selbst. Ändern durfte ihn niemand. Und so wurde ein Gasthaus, in dem einst Krämer, Schwarzhändler und später

SA-Männer ein- und ausgingen, zu einem Ort echter Gastfreundschaft.

Seit 50 Jahren in Familienhand

Seit 1976 ist die „Kreuzklappe“ in Familienhand. Erst führte sie Olcuns Vater, heute leitet er selbst den Betrieb – seit 2019 offiziell, aber in Wahrheit seit Kindertagen. „Ich bin hier groß geworden. Ich kenne die Küche, die Gerüche, den Rhythmus.“ Manchmal, sagt er, reicht ein Schritt durch die Tür, und der Duft eines Gerichts trägt ihn zurück in seine eigene Jugend.

Der historische Raum, in den Olcuns Familie einzog, war damals noch ein deutsches Lokal. Sein Vater und dessen Cousin übernahmen den Betrieb über die Gilde Brauerei – mit der Auflage, den Namen zu behalten. „Alles andere haben wir umgestaltet“, sagt Olcun. Doch der Charakter blieb. Die dunklen Holztische, die warmen Farben, kleine Erinnerungsstücke, die sich über Jahrzehnte angesammelt haben. An einer Ecke steht eine Wasserpfeife, die Olcun und seine Frau in ihren Flitterwochen gekauft haben. Nie benutzt – aber ein Symbol für die Geschichten, die hier weitergegeben werden.

Ein Ort für Stammgäste und Erinnerungen

Und Geschichten hat die „Kreuzklappe“ viele. Von Stammgästen, die seit den 70ern kommen. Von Paaren, die hier ihren Hochzeitstag feiern, weil sie vor Jahrzehnten schon einmal an diesem Tisch saßen. Von Kindern, die als Säuglinge mitgebracht wurden und heute größer sind als Olcun selbst. Eine Frau erzählte kürzlich, ihre Eltern hätten hier jeden Freitag ihren Raki getrunken – „da war ich noch ganz klein“. Jetzt sitzt sie mit eigenen Freunden an genau diesem Tisch. Die Speisekarte hat sich kaum verändert, und genau das lieben die Gäste. Adana Kebap ist der unangefochtene Favorit, dazu das vegetarische Imam Bayildi – Aubergine mit Zwiebeln, Tomate, Käse. Und natürlich der hausgemachte Döner. „Bei uns wird alles selbst vorbereitet und zubereitet“, sagt Olcun. Auch die Küchen-Crew besteht aus Menschen, die dem Restaurant seit Jahrzehnten treu sind. Einer der Köche arbeitet hier seit 30 Jahren.

DaistfürjedenGeschmack etwasdabei:gemischteVorspeisenzumStart.

Ein Ort, an dem Geschichte lebendig ist

Was den Erfolg des Restaurants ausmacht? Vielleicht, dass es mehr Wohnzimmer als Lokal ist. Dass hier seit 50 Jahren dieselbe Familie den Schlüssel in der Hand hält. Dass Olcuns Vater auch mit 78 noch täglich vorbeikommt, den Einkauf erledigt oder einfach nur schaut, ob alles läuft. Dass Gäste hier nicht nur essen, sondern Erinnerungen wiederfinden. „Es ist das größte Kompliment, wenn jemand sagt: Wir kommen wieder“, sagt Olcun. Und genau das tun sie – seit Jahrzehnten.

In einem Viertel, das im Zweiten Weltkrieg zerstört und später neu aufgebaut wurde, ist die „Kreuzklappe“ ein Ort, an dem Geschichte nicht museal wirkt, sondern warm und lebendig. Ein Restaurant, das gelernt hat, mit der Zeit zu gehen, ohne sich jemals zu verbiegen. Ein Platz für gutes Essen, alte Geschichten und neue Begegnungen – und ein Stück Hannover, das man nie vergisst. b

EinDessertgehtimmer: Revani,einleichtessüßes Grießgebäckmit Eiscreme.

ZweiGenerationender „Kreuzklappe“:OlcunYesil(r.) undseinVaterKayaYesil

DerGrilltellerlässtkeine Wünscheoffen.

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Genusstipps

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1570 – CASUAL FINE DINING

La Vida: Spanische Tapas und Lebensfreude

Das Restaurant 1570 – CASUAL FINE DINING im Schlosshotel Münchhausen ist ein neuer kulinarischer Rückzugsraum zwischen Eleganz und Leichtigkeit in einer entspannten, zeitgemäßen Atmosphäre. Es wird neben einem 4-GangMenü zusätzlich eine à la carte Auswahl angeboten, die auch vegetarische Kompositionen enthält. Verantwortlich für die neue Küche in ihrer Klasse und Kreativität ist Thor Formell Monforte.

Schlosshotel Münchhausen I Schwöbber 9 I 31855 Aerzen I www.schlossshotel-muenchhausen.com

Felicita: Pizza & Pasta im Herzen von Linden

Felicita auf der Limmerstraße bringt italienisches Flair in die Nordstadt. Hier werden klassische Pizzen sowie kreative Spezialitäten wie Pizza Parma oder Frutti di Mare frisch aus dem Steinofen serviert. Die hausgemachten Pastagerichte und Antipasti wie Bruschetta und Burrata vermitteln echtes italienisches Genussgefühl. Das gemütliche Ambiente und die warme Atmosphäre im Felicita laden ein, einen entspannten Abend bei gutem Wein und bester Küche zu verbringen.

Felicita | Limmerstraße 20 | 30451 Hannover | www.pizza-pasta-vino.de

La Vida in der Nordstadt bietet authentische spanische Küche in lockerer Tapas-Bar-Atmosphäre. Hier erwarten Gäste klassische Tapas wie Patatas Bravas, Serrano-Schinken oder MeeresfrüchteTapas sowie Paella und frische Gazpacho. Traditionelle Tapas bringen den authentischen Geschmack Spaniens direkt an Ihren Tisch. Dazu gibt es eine Auswahl spanischer Weine und kreative CocktailVariationen. Das freundliche Ambiente und die farbenfrohe Dekoration machen La Vida zum Treffpunkt für spanische Genusskultur in Hannover.

La Vida | Bödekerstraße 29 | 30161 Hannover | www.lavida-restaurant.de

Senses: Deutsch-osteuropäisches Fine Dining

Senses in der Südstadt verbindet deutsche und osteuropäische Küche auf Fine-Dining-Niveau. Das Restaurant präsentiert Klassiker wie Rinderrouladen, Schweinesülze oder Forelle Müllerin Art, interpretiert nach modernen Rezepten. Zudem legen sie Wert auf kreative vegane Gerichte – von ausgefallenen Gerichten im Sechs-GängeVeggie-Menü bis zu raffinierten Interpretationen osteuropäischer Spezialitäten. Das stilvolle Ambiente des Hauses und die liebevolle Umsetzung machen Senses zum besonderen Ort für gehobenen Genuss in Hannover.

SENSES | Geibelstraße 77 | 30173 Hannover | senses-hannover.de

Foto: Freepik
Foto: Schlosshotel Münchhausen/Filipp Romanovski

Klassiker-Comeback

Der Espresso Martini ist zurück

Vollmundig, elegant und überraschend wandelbar –der Espresso Martini erlebt eine neue Ära.

Der Espresso Martini ist ein echter Klassiker: Traditionell aus Espresso, Wodka, Zucker und Kaffeelikör zubereitet, besticht er durch seinen intensiven Kaffeegeschmack und die samtige Schaumkrone, die den Drink vollendet. Die drei Espressobohnen auf der Oberfläche sind ein kleines, charmantes Detail, das Qualität und Sorgfalt signalisiert.

Seinen Ursprung hat der Drink Anfang der 1980er-Jahre in London. Barkeeper Dick Bradsell erfand den Espresso Martini in einer Bar in Soho, als ein Model einen Drink verlangte, der sie „aufwecken und dann umhauen“ sollte. Bradsell mischte frisch gebrühten Espresso mit Wodka und Kaffeelikör und schuf so einen Klassiker, der bis heute gerne getrunken wird.

Vom Klassiker zum Tagesgenuss

Caroline Bosselmann vom Bobo erläutert, worauf es bei einem wirklich gelungenen Espresso Martini ankommt: „Er sollte nicht zu stark nach Spirituose schmecken, aber auch nicht süß überladen sein, sondern einen rundvollen Kaffeegeschmack entfalten.“ Die Qualität von Kaffee, Likör und Spirituose sowie das richtige Mischungsverhältnis seien entscheidend für den harmonischen Charakter des Drinks.

Heute hat der Espresso Martini seine Einsatzmöglichkeiten erweitert. Längst wird er nicht mehr ausschließlich am Abend genossen. „Es ist ein Getränk für das Wochenende, das auch vormittags getrunken werden kann“, erklärt Bosselmann. Damit vereint es die Tradition des Kaffeegenusses mit der Raffinesse moderner Barkunst und begleitet entspannte Momente.

Ein Klassiker mit Zukunft

Die Vielfalt der Variationen unterstreicht die Vielseitigkeit des Drinks: Winterliche Nuancen von Zimt oder Lebkuchen, sommerliche Akzente wie Passionsfrucht – die Möglichkeiten scheinen nahezu grenzenlos. Dennoch bleibt der klassische Espresso Martini unverändert der Maßstab für exzellenten Genuss.

Die gegenwärtige Beliebtheit ist kein kurzfristiger Trend. „Der Espresso Martini erlebt einen zweiten Frühling und wird dauerhaft Bestand haben“, prognostiziert Bosselmann. Wie einst Matcha hat der Espresso Martini sich als fester Bestandteil moderner Trinkkultur etabliert. b

Caroline Bosselmann vom Bobo Foto: André Vaternam

Markthalle Hannover

Die kulinarische Welt an einem Ort

Ein paar Schritte genügen und die Aromen wechseln den Kontinent.
In

der Markthalle Hannover

wird die Mittagspause zur kleinen

Weltreise.

TEXT: MAJA HENSCHEL

Die Markthalle Hannover ist weniger Ort zum Abhaken als zum Entdecken. Rund 50 Stände liegen dicht beieinander, hier wechselt man die Geschmacksrichtung so schnell wie die Blickrichtung. Eben noch duftet es nach Espresso, im nächsten Moment nach Kräutern, Gewürzen oder frisch gebackenem Teig. Überall wird angerichtet, gebraten und serviert, während der nächste Duft schon weiterzieht.

Dass hier viele Eindrücke auf engem Raum zusammenkommen, nehmen auch die Besucher wahr. Janine Breves, die

regelmäßig mit Freundinnen kommt, schätzt genau diese Mischung. „In der Markthalle treffen so viele Welten aufeinander“, sagt sie. Man könne sich hier unkompliziert treffen, etwas essen oder trinken und einfach bleiben.

Kontinente auf wenigen Metern Wer Hunger mitbringt, kann sich einmal um die Welt essen. Mediterrane Klassiker wie Pasta, Pinsa und Tapas stehen neben Sushi, Wokgerichten oder würzigen Brühen. Dazu kommen Spezialitäten aus dem Nahen Osten mit Hummus,

„ElTorito“,denStandderFamilieSelimi,steuernvieleStammgästean.

BesucherkommenzueinemerstenGetränkdesAbendszusammen.
Foto: Maja Henschel

EingroßerTellervollerMeeresfrüchtebeimSpanier„ElTorito“

Falafel und kräftigen Gewürzen. Viele Stände bieten vegetarische Varianten, Salate und kleinere Portionen, die sich gut kombinieren lassen.

Gerade dieses Nebeneinander prägt den Besuch. Ein Teller hier, ein kleiner Gang dort, dazwischen ein Espresso oder ein Glas Wein. Die Markthalle funktioniert wie ein kulinarischer Spaziergang unter einem Dach, mit spontanen Stopps und kurzen Pausen.

Ein Ort mit Alltag Für manche ist die Markthalle mehr als ein Ausflugsziel. Am Stand „El Torito“ arbeitet die Familie Selimi generationenübergreifend zusammen. Viele Gäste kämen fast täglich vorbei, erzählen sie und genau daraus entstehe eine vertraute Atmosphäre. „Man fühlt sich hier wohl, es ist ein bisschen wie zu Hause.“ Freunde, Geschäftskunden und Bekannte träfen sich regelmäßig, ein Großteil der Gäste seien Stammkunden. Man muss hier nichts planen oder festlegen. Man bleibt stehen, kostet, wechselt die Richtung, weil schon wieder etwas Neues lockt. Die Markthalle kann belebt sein, wirkt aber nie beliebig. Jede Küche hat ihren eigenen Ton, das Publikum mischt sich selbstverständlich.

Am Ende bleiben Eindrücke: der Duft von Gewürzen, frisch Gebackenem, Vertrautem und Unbekanntem. Wer sich darauf einlässt, taucht für einen Moment in andere Küchen und Alltagswelten ein – allein über Geschmack und Geruch, mitten in Hannover. b

Käseliebhaberkommenbei„KäsespezialitätenMeyer“aufihreKosten.

WarmeSpeisenausallerHerrenLänder:DieAuswahlistgroß.

AuchSushibei„SushiLand“stehtinderMarkthalleaufderSpeisekarte.

Kulinarische Manufakturen

Kaffee, Eis, Gebäck:

Handwerk, das schmeckt

Genuss aus kleinen Werkstätten: regionale Handarbeit, ehrliche Zutaten, großer Geschmack

Das Gefühl von Nordsee in Hannover Wenn Sie das Gefühl der See in Hannover genießen möchten, sind Sie bei der Moeller’s Fischmanufaktur in Hannover genau richtig! Hier wird der Fisch traditionell im Familienbetrieb gezüchtet und zubereitet. Dank der kurzen Transportwege ist der Fisch immer frisch und in erstklassiger Qualität. Die Fischmanufaktur finden Sie in Hemmingen im Ortsteil Harkenbleck.

Moeller’s Fischmanufaktur | Steinbrink 39 | 30966

Hemmingen/OT Harkenbleck | moellers-fischmanufaktur.de

Kaffeekunst mit Haltung

Die Hannoversche Kaffeemanufaktur steht für echte Leidenschaft und höchste Qualität. In sorgfältiger Handarbeit werden hier Bohnen aus ausgewählten Anbaugebieten zu charaktervollen Röstungen veredelt. Nachhaltigkeit, Respekt für Natur und Mensch sowie das Streben nach dem perfekten Geschmack verbinden sich zu einer Philosophie, die Kaffeegenuss neu definiert.

Hannoversche Kaffeemanufaktur Café – Altstadt | Kramerstr. 25 | 30159 Hannover | hannoversche-kaffeemanufaktur.de

Der Spirit der Stadt im Glas Hannover Gin verkörpert den Geist der Stadt – handwerklich, regional und voller Charakter. In der Destille am Weidendamm entstehen in kleiner Manufaktur vielfältige GinVarianten, teils mit Botanicals aus Hannovers Gärten und Stadtlandschaften, teils mit internationalen Aromen. Hier trifft Tradition auf kreatives Brennerhandwerk. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Genießer, sondern auch für alle, die lokale Kultur mit Geschmack erleben wollen.

Hannover Gin GmbH | Weidendamm 20 | 30167 Hannover | hannover-gin.de

Eisgenuss mit Tradition

Die Eismanufaktur Hannover vereint italienische Gelato-Tradition mit echter Handarbeit im Herzen der Altstadt. Seit Jahrzehnten wird hier eiscremiger Genuss ohne Zusatzstoffe aus hochwertigen Zutaten gefertigt – von klassischen Sorten bis zu veganen, laktoseund glutenfreien Varianten, jede mit intensiver Geschmackstiefe.

Eismanufaktur Hannover | Kramerstr. 19–20 | 30159 Hannover | eismanufaktur-hannover.de

Foto:
Hannover Gin

Französische Pâtisserie-Kunst in Hannover

Die Pâtisserie Elysée verführt mit handgefertigten Köstlichkeiten, die französische Backkunst meisterhaft mit norddeutscher Lebensfreude verbinden. Zarte Törtchen, klassische Eclairs, feine Tartes und kunstvoll dekorierte Feinbackwaren entstehen hier aus hochwertigen Zutaten und echter Leidenschaft.

Pâtisserie Elysée | Joachimstraße 6 | 30159 Hannover | patisserie-elysee.de

Feinkost, Design & Genussmomente

Mitten in Wunstorf lädt die Villa Meyer zu einer genussvollen Auszeit ein. Der liebevoll gestaltete Feinkost- und Dekoladen vereint erlesene Weine, handgemachte Delikatessen und stilvolle Wohnaccessoires zu einem besonderen Einkaufserlebnis. Ob feine Öle, Pestos, Gewürzmischungen oder ausgewählte Deko von Colmore – hier trifft Qualität auf Atmosphäre.

Villa Meyer Feinkost & Deko | Alte Bahnhofstraße 34 | 31515 Wunstorf | villameyer.de

Feines Gebäck, große Gefühle

Johan von Ilten steht für feinste, handgefertigte Backkunst aus Hannover. In der Manufaktur entstehen klassische Butter- und Nougatgebäcke, zartschmelzende Schokoladen und liebevoll zusammengestellte Geschenke – alles aus hochwertigen Zutaten und ohne künstliche Aromen.

Johan von Ilten | Hägenstraße 4 | 30559 Hannover | www.johanvonilten.de

Auf nobilis.de finden Sie noch mehr Manufakturen:

Foto:
Pâtisserie
Elysée
Foto: Manufaktur Villa Meyer
Foto: Johan von Ilten
Baugebiet in Ahlten: Ideal für Pendler nach Hannover

Sportstrategen-TrainerTimmKostrzewawilleventuelle muskuläre Dysbalancen,BewegungsrestriktionenoderAuffälligkeiteninder Statikfrühzeitigerkennen.

Strukturierte Marathon-Vorbereitung

„Der größte Fehler? Ein zu ambitioniertes Ziel“

Bewusst trainiert, mit Blick für den eigenen Körper: Die Sportstrategen erklären, wie man sich gezielt auf große Laufevents wie den Hannover Marathon vorbereitet.

TEXT: MAJA HENSCHEL

Fotos: Maja Henschel

TimmKostrzewaund LäuferinJetteStöwerbeimfunktionellenScreening,daseinentscheidenderTeilderMarathon-Vorbereitungist.

Der Hannover Marathon markiert für viele Läufer einen persönlichen Höhepunkt ihrer Hobbysportler-Karriere. Monate der Vorbereitung, zahllose Trainingskilometer und ein klares Ziel vor Augen zielen auf diesen einen anstrengenden, aber immer magischen Tag ab. Wer ganz besonders ins Detail gehen und seinen Körper bewusst und verantwortungsvoll vorbereiten will, findet Hilfe beim Team der Sportstrategen aus Hannover.

Die Arbeit der Sportstrategen basiert auf der engen Zusammenarbeit verschiedener Fachbereiche. Physiotherapeuten, Sportwissenschaftler, Sportpsychologen und Ernährungswissenschaftler bündeln ihr Wissen, um ihre Kunden individuell, langfristig und ganzheitlich zu begleiten.

Zu Beginn eine körperliche Analyse

Dieser Blick über das reine Lauftraining hinaus prägt auch die Marathon-Vorbereitung. Denn Ernährung, Regeneration und mentale Stärke sind dabei ebenso relevant wie

der Trainingsplan selbst. Am Anfang der SportstrategenAnalyse steht eine umfassende körperliche Analyse.

Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Jagd nach Bestzeiten, sondern ein realistischer Blick auf den eigenen Leistungsstand. „Der größte Fehler in der Marathon-Vorbereitung ist ein zu ambitioniertes Ziel“, sagt Coach Timm Kostrzewa. Zu schnelle Steigerungen von Umfang und Intensität führen häufig zu Verletzungen, Frustration oder Trainingsabbrüchen, gerade bei ambitionierten Hobbyläufern.

Fortschritt jenseits von Zahlen

Die durchgeführten Checks reichen von funktionellen Bewegungsanalysen über Kraftmessungen bis hin zur Körperkompositions- und Herzfrequenz-Variabilitätsmessung. Ziel ist es, Belastbarkeit, Regenerationsfähigkeit und mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen – als Grundlage für ein individuell angepasstes Training.

Mit einem Mythos räumt Kostrzewa gleich mal auf: Entwicklung zeigt sich beim Weg zum Marathon-

DeraktuelleLeistungsstandderSportlerwirdgenaudokumentiert,sodass Fortschrittesichtbargemachtwerdenkönnen.

Finisher nicht ausschließlich in Tempo oder Distanz. Wer sein Training über einen längeren Zeitraum stabil absolvieren kann, sich zuverlässig erholt und ohne wiederkehrende Beschwerden bleibt, schafft eine entscheidende Voraussetzung für nachhaltigen Erfolg. Gerade diese Konstanz bildet das Fundament für Leistungssteigerung.

MarkusMoll,PhysiotherapeutbeidenSportstrategen,erklärtLäuferin KarolinKroschdieWerte,diederKörperscanaufgezeichnethat.

BeiderKraftmessungüberprüftTrainerinRebeccaKusch(r.)denkörperlichenZustand derSportlerin.

Vorbereitung bedeutet Aufmerksamkeit

Ein zentraler Aspekt der Vorbereitung ist der bewusste Umgang mit dem eigenen Körper. Be schwerden, die zeitversetzt nach dem Training auftreten, sollten nicht ignoriert werden.

„Ein Steifheitsgefühl oder Schmerzen an der Achillessehne am nächsten Morgen sind kla

DieAnalysevonBewegungsmustern, umfrühzeitigzuerkennen,worandie

TimmKostrzewa erklärtseinenKunden,wasbeiderMarathon-Vorbereitungwichtigistund wasmanschonweitvordemEreignistunkann,umgutdurchdenLaufzukommen.

re Warnzeichen“, erklärt Kostrzewa. Frühzeitige Anpassungen im Training können helfen, größere Probleme zu vermeiden.

Ergänzend zum Lauftraining geht es vor allem darum, den Körper belastbar zu halten. Dies funktioniert durch gezielte Stabilisation, ausreichende Regeneration und eine kluge Trainingssteuerung. Nicht maximale Intensität, sondern die Fähigkeit, Belastungen dauerhaft zu vertragen, steht im Vordergrund.

Die Tage vor dem Start

Besondere Aufmerksamkeit gilt den letzten Tagen vor dem Marathon, in denen der Trainingsumfang deutlich reduziert werden sollte, ohne vollständig auf Bewegung zu verzichten. Kurze, lockere Einheiten dienen dazu, Spannung im Körper zu halten und das Nervensystem vorzubereiten. Gleichzeitig rücken Schlaf, Flüssigkeitszufuhr und eine angepasste Ernährung in den Fokus.

„Man sollte möglichst keine Gewohnheiten ändern“, betont Kostrzewa. Neue Schuhe oder ungewohnte Verpflegung am Wettkampftag führen oft zu Blasen, Bauchschmerzen oder Energieverlust, aber nicht zur Medaille im Ziel. Die Vorbereitung ist dabei auch mental entscheidend: Abläufe verinnerlichen, eine realistische Rennstrategie entwickeln und Vertrauen in die eigene Vorbereitung gewinnen.

Was zählt, ist der Moment

Am Ende steht nicht nur ein Wettkampf, sondern eine Erfahrung. „Den ersten Marathon zu absolvieren, ist ein ambitioniertes Ziel, man benötigt ein hohes Maß an Disziplin und Eigenmotivation. Schon auf dem Weg dorthin kann man sehr viel über sich und seinen Körper lernen, aber das Erreichen des Ziels ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagt Kostrzewa. Der nächste Hannover Marathon – und somit die Gelegenheit für magische Momente beim Überqueren der Ziellinie – findet am 12. April 2026 statt. b

Körper & Geist

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Hightech, Herzblut, Handicap

Martin Stecher macht Golf zu einem Erlebnis: Hightech-Fitting, individuelle Beratung und Equipment, das perfekt zu jedem Spieler passt.

TEXT: CELIA PAULINA STRAUCH

Im idyllischen Nienburg an der Weser befindet sich eines der renommiertesten Fitting-Zentren Deutschlands – geführt von Martin Stecher, der für Präzision und Leidenschaft im Golfsport steht. Vor 15 Jahren machte er seine Passion zum Beruf: Er analysiert Golfer, berät sie und stellt für jeden das optimale Equipment zusammen.

Besonders wichtig ist ihm der Freizeitspieler. „Der durchschnittliche Golfer bei mir im Fitting ist zwischen 18 und 88 Jahre alt, hat ein Handicap von 5 bis 54 und liebt sein Hobby.“ Da ein gutes Fitting viel Platz braucht, zog Stecher früh aus der Garage in eine 225-Quadratmeter-Halle um. Bald folgten zwei Abschläge – ausgestattet mit modernster Technik: Foresight GC2 Launch Monitor, Golfsimulatorsoftware sowie

Fotos: Lorena Kirste

MartinStecheranalysiert denAbschlagvonCelia PaulinaStrauch.

zwei 3D-Kamerasysteme. Stecher war der Erste in Deutschland, der die Guru-3D-Trainingssoftware installierte.

Warum Fitting so entscheidend ist

Viele Golfer unterschätzen die Bedeutung eines professionellen Fittings. „Golf ist ein unglaublich technischer Sport, bei dem es nicht nur auf die Bewegungen des Spielers ankommt, sondern auch auf das Equipment. Ein Schläger, der nicht richtig zu Ihrem Schwung oder Körperbau passt, kann enorme Nachteile im Spiel verursachen.“ Entscheidend sind Feinabstimmungen von Schaft, Griff, Schwunggewicht und Balance. „Es gibt keine Standardlösungen. Jeder Golfer ist individuell, und das spiegelt sich auch im Fitting wider.“

Stecher arbeitet vollständig markenunabhängig. Er nutzt Equipment nahezu aller großen Hersteller – Callaway, Mizuno, Ping, TaylorMade, Titleist, Cobra, Srixon. Dadurch kann er ohne Einschränkungen das für jeden Spieler passende Material auswählen. „Jeder Golfer ist anders, und so muss auch seine Ausrüstung individuell auf ihn abgestimmt sein. Das ist nur möglich, wenn man die Freiheit hat, aus einer Vielzahl von Optionen zu wählen.“

„Die meisten meiner Kunden sind keine Profis. Sie sind Menschen, die Golf als ihr Hobby lieben und ihr Spiel verbessern wollen, um mehr Freude auf dem Platz zu haben.“

Analyse, Vertrauen, Individualität – Stechers Arbeitsweise

Der Fitting-Prozess beginnt mit einer umfassenden Analyse des Schwungs und des vorhandenen Equipments. Danach testet Stecher verschiedene Schläger, Schäfte und Griffe, um die ideale Kombination zu finden. Dabei zählen technische Daten wie Loft oder Schaftflexibilität ebenso wie persönliche Vorlieben. „Es geht nicht nur darum, die Schläger technisch perfekt anzupassen. Es geht auch darum, dass sich der Golfer mit seinem Equipment wohlfühlt und Vertrauen in seine Ausrüstung hat. Denn nur dann kann er auf dem Platz sein Bestes geben.“ b

Fundierte Ausbildung und moderne Technik Ausgebildet wurde Stecher vom US-amerikanischen Putting-Coach Geoff Mangum, der sich auf die Abfolge der Körperbewegung spezialisiert hat. Zahlreiche Zertifizierungen und langjährige Erfahrung untermauern seine Expertise. Die Verbindung aus Wissen, Praxis und moderner Technologie hebt ihn deutlich von anderen Fitting-Spezialisten ab. Obwohl er mit Profis arbeiten könnte, liegt sein Schwerpunkt bewusst auf engagierten Hobbyspielern. MartinStechererklärtdenAbschlagamTablet.

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