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Spielzeit 2026/2027

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SPIELZEIT 2026/2027

Liebes PubLikum

Wie geht es Dir? (Ist es okay, wenn wir uns duzen?) Bist Du gestern Abend gut nach Hause gekommen? Ich habe mich ja sehr über Deinen Besuch gefreut! Es war natürlich etwas dunkel, da, wo Du gesessen hast, aber ich hätte schwören können, ich höre Dich atmen und sehe Dich strahlen. Danke, dass Du so aufmerksam warst. So konnte ich mich Dir gut zeigen und durfte Dir so manche Geschichte erzählen. Und dann erst unser Cüpli im Foyer nach der Vorstellung … Ich fand es nur schade, dass wir so schnell auseinandergegangen sind, denn es gab doch noch so viel zu sagen –habe ich zu viel geredet? Ich weiss noch, dass es um Kühe ging, um Medusen, Leoparden und Meerjungfrauen, um Transformation und Autowäsche; kollektive Meditationen wurden erwähnt, wir sprachen über Götter und modernes Dating, über Monster aller Art und ihre Tausend Gesichter; es ging um Waschmaschinen, weibliche Rache, explosive Haarspangen, Äxte und Staubsauger, schliesslich um magische Sommernächte, künstliche Intelligenz und Nerds –viel Fauna und einige Haushaltsgeräte, wie mir gerade auffällt, da muss ich schmunzeln. Ich würde so gern mehr darüber erfahren, wie Du es fandest, was geblieben ist, was Dich vielleicht noch beschäftigt. Ich weiss, es war bewegt, es ging ganz schön auf und ab, es wurde heiss, und dann wurde es kalt. Aber ich dachte, in Sachen Höhen und Tiefen kennst Du Dich aus … Bisher meine ich, erfahren zu haben, dass Du eine starke ästhetische Handschrift zu schätzen weisst, üppige Kostüme und opulente Bühnenbilder. Du hast ein Ohr für grosse Literatur, und musikalisch bist Du ebenfalls. Dein selbstverständlicher Umgang mit Sprachenvielfalt ist wohl Teil Deiner DNA und steht meiner Meinung nach stark im Kontrast zu dem Deines deutschen Nachbarn (aber das bleibt unter uns, einverstanden?). Wenn Du klatschst

und wenn Du lachst, bist Du jedenfalls grosszügig. Im Foyer bist Du höflich und charmant, und ich glaube, Du hast einen feinen Humor. Ich will Dir sagen: Ich mag Dich, so wie Du bist. Ich finde es spannend, Dich zu treffen, auch wenn Du mal nicht begeistert bist. Ist es nicht wunderschön, langsam zu entdecken, wo unsere Gemeinsamkeiten liegen, und dass es gleichzeitig möglich ist, Dinge auch ganz anders zu sehen? Das macht uns doch zu Menschen: dass wir uns begegnen, dass wir uns austauschen. Und beim nächsten Mal sehen wir uns wieder, und ich habe mich verändert, und Du hast Dich verändert, und so erweitern wir gegenseitig unseren Horizont. Denn darum geht es doch im Theater: dass man sich begegnet, gerade dann, wenn man nicht immer einer Meinung ist; dass man sich auch mal im besten Sinne uneins sein darf. Ich will Dir sagen: Ich habe grosse Lust, Dich einzuladen, mit mir Welten zu erkunden, die wir beide noch nie gesehen haben und aus denen wir anders herausgehen werden, als wir hineingegangen sind.

Liebes Publikum, ich bin neugierig auf Deine Geschichte und darauf, wie Du Dir die Zukunft vorstellst. Ich verspreche Dir, Du hast noch lange nicht alles gesehen, was ich zu bieten habe. Ich glaube, unser nächstes Date wird magisch. In mir sprudelt es vor Spielfreude, und durch mich sprechen die Geister und Geschichten von damals und heute. Willst Du sie hören? Willst Du sie hinterfragen?

Liebes Publikum, magst Du mich wiedersehen?

Ja

Nein

Vielleicht

s P ie LZ ei T 2026/2027

G eis T e R bes CHWÖR e N G es CH i CHT e N V e R s CHL i NG e N

W ie D e RA u FNAH me N

J u NG es s CHA us P ie LHA us

R ei H e N

AN D ie W u RZ e LN G e H e N

DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER S.30

von Johann Wolfgang Goethe

REGIE: Pınar Karabulut

PFAUEN

• PREMIERE: 12.12.2026

MARIA STUART S.31

von Friedrich Schiller

REGIE : ElsaSophie Jach PFAUEN

• PREMIERE : 21.01.2027

WER HAT ANGST VOR EMILIA GALOTTI? S.32

von Fiona Schreier (netzwerk wildi blaatere)

REGIE: Johanna Benrath (nwb) ab 14 Jahren

SCHAUSPIELHAUS

JUNGES

SCHIFFBAU BOX

• URAUFFÜHRUNG: 06.02.2027

DER GEIZIGE S.33 von Molière

REGIE : Rafael Sanchez PFAUEN

• PREMIERE : 11.02.2027

DER SANDMANN S.34

von E.T.A. Hoffmann

REGIE : Adrian Figueroa PFAUEN

• PREMIERE : 06.03.2027

DIE DREIGROSCHENOPER S.20

von Bertolt Brecht

unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann

Musik von Kurt Weill

REGIE : Pınar Karabulut

MUSIKALISCHE LEITUNG : Bettina Ostermeier

PFAUEN

• PREMIERE: 17.09.2026 HANS IM GLÜCK S.21

TEXT, REGIE: Till Wiebel

Klassenzimmerstück ab 8 Jahren

JUNGES SCHAUSPIELHAUS

SCHIFFBAU MATCHBOX

• URAUFFÜHRUNG: 24.09.2026

ICH ERWARTE DIE ANKUNFT DES TEUFELS S.22 von Mary MacLane

REGIE : Marie Rosa Tietjen

PFAUEN

• SCHWEIZER ERSTAUFFÜHRUNG : 01.10.2026

DIE MAUSEFALLE S.23 von Agatha Christie

REGIE: Rafael Sanchez

SCHIFFBAU HALLE

• PREMIERE: 03.10.2026

AND THE STARS WILL BE UP TONIGHT S.24 von und mit Mervan Ürkmez

REGIE: Mervan Ürkmez

SCHIFFBAU BOX

• PREMIERE: 09.10.2026

A BLK DADA RHAPSODY von TaNia

REGIE: TaNia (Talia Paulette Oliveras, Nia Farrell)

PFAUEN

• URAUFFÜHRUNG: 17.04.2027

DIE WELLEN S.36 von Virginia Woolf

REGIE: Linda Hügel

PFAUEN KAMMER

• PREMIERE: 23.04.2027

DREI KAMERADINNEN S.37 von Shida Bazyar

REGIE: Ayşe Güvendiren

SCHIFFBAU BOX

• SCHWEIZER ERSTAUFFÜHRUNG: 30.04.2027

DER LAUBBLÄSER S.38 von Toshiki Okada

REGIE: Toshiki Okada

PFAUEN

• URAUFFÜHRUNG: 15.05.2027

• URAUFFÜHRUNG : 10.12.2026 WILL

DER ZAUBERER VON OZ S.25 von Bastian Kraft nach dem Roman von L. Frank Baum

REGIE: Bastian Kraft

PFAUEN

• PREMIERE: 24.10.2026

DER KLEINE PRINZ S.26 von Antoine de SaintExupéry

REGIE: Antú Romero Nunes

Familienstück ab 6 Jahren

PFAUEN

• PREMIERE: 14.11.2026

MAGIC KINGDOM S.27 von Álvaro Nogales und Adrián Perea

REGIE : Álvaro Nogales und Adrián Perea

SCHIFFBAU BOX

• URAUFFÜHRUNG : 20.11.2026

DAS GROSSE HEFT S.28 von Ágota Kristóf

REGIE: Lucia Bihler

PFAUEN

• PREMIERE : 04.12.2026

ARCHIVES OF FEELINGS S.29 von Gisèle Vienne mit Texten von Marie NDiaye und Ensemble

REGIE , CHOREOGRAFIE : Gisèle Vienne

TANZTHEATER

SCHIFFBAU HALLE

MANIAC S.78

von Benjamín Labatut

REGIE: Calixto Bieito PFAUEN

STÜTZLIWÖSCH SUPERTRANS UNO / DUE / TRE S.79

von Kay Matter

REGIE UNO: Dennis Nolden

REGIE DUE: *OTHER ISSUES

TRE: Sarah* Claire Wray

REGIE

PFAUEN KAMMER

DIE KLEINE MEERJUNGFRAU S.74

A FLUID FAIRY FANTASY

von Bastian Kraft und Ensemble nach Hans Christian Andersen

REGIE: Bastian Kraft

PFAUEN

DIE STAUBSAUGER

SCHLAFEN IM SCHRANK S.75

von netzwerk wildi blaatere

REGIE: Johanna Benrath (nwb) ab 6 Jahren

JUNGES SCHAUSPIELHAUS

SCHIFFBAU MATCHBOX EIN

SOMMERNACHTSTRAUM S.76

von William Shakespeare

REGIE: Pınar Karabulut

PFAUEN IL GATTOPARDO S.77

von Giuseppe Tomasi di Lampedusa

REGIE: Pınar Karabulut

SCHIFFBAU HALLE

RUNNING THE RUNWAY S.90

REIHEN

Talkreihe zu Mode und Theater mit Birte Carolin von Knoblauch und Gästen

BUCHCLUB S.91

PFAUEN, SCHIFFBAU SHZ

Gemeinsam neue Seiten entdecken

PFAUEN, SCHIFFBAU

DRAMA DATE S.91

Wanna be my theatre friend?

PFAUEN, SCHIFFBAU

ABO EXTRA S.91

PreviewFormat für unsere Abonnent*innen und alle, die es vielleicht werden möchten

PFAUEN

ZUKUNFTSMUSIK –DAS KI-KABINETT

DES DR. KARPICZENKO S.89

Diavorträge, musikalische Aufheiterungen und MEHR (!!)

Existenzielle

PFAUEN

GHOSTS (RE)VISITED: KUNST ALS EXIL S.89

Leseund Gesprächsreihe zum 100. Jubiläum

PFAUEN PFORTE S.89

Stadtgespräch mit Mike Müller und Gästen

PFAUEN

IMMER WIEDER SONNTAG S.90

Formate aus Kunst, Wissenschaft und Politik

Wechselnde

PFAUEN, SCHIFFBAU

KLAMYDIA DELL’ARTE S.90

DragPerformance mit Klamydia von Karma und Gästen PFAUEN

eis T e R bes CHWÖR e N G es CH i CHT e N V e R s CHL i NG e N

Diese Spielzeit ist die hundertste nach einem geschichtsträchtigen Umbau des Pfauen zu einem modernen Sprechtheater im Jahr 1926. Es ist die sechsundzwanzigste Spielzeit im Schiffbau, seit dieser im Jahr 2000 Teil des Schauspielhauses wurde. Hundert Jahre Theatergeschichte am Heimplatz plus sechsundzwanzig Jahre Theatergeschichte im Industriequartier macht hundertsechsundzwanzig Jahre Theatergeschichte des Schauspielhaus Zürich. Kommen noch zweitausendsechsundzwanzig Jahre Theatergeschichte seit unserer Zeitrechnung obendrauf sowie mindestens weitere sechs Jahrhunderte vor Christus. Verzweiflung über die Gegenwart entsteht nicht aus einem Wissen über die Zukunft, sondern aus einem fehlenden Wissen über die Vergangenheit, sagt die Kulturhistorikerin Rebecca Solnit: «Verzweiflung und Amnesie gehen Hand in Hand, ebenso wie Hoffnung und Erinnerung.»

Die Menschen erzählen schon immer Geschichten, finden Wege, um ihre Erinnerung zu bewahren, weiterzugeben, zu befragen und weiter zuentwickeln. Wege, um Geschichte und Geschichten zu schreiben, um Rituale, Techniken, Genres und Stile zu erschaffen, Traditionen, Gepflogenheiten, Legenden, Mythen, Gespenster und Geister als Teil unserer Welt zu verstehen. Theater ist seit jeher ein Ort der Geister: Jede Aufführung beschwört etwas, das nicht ganz da ist –und nicht ganz weg. Utopische, atmosphärische, abstrakte und dystopische Welten werden entworfen und erscheinen als Vision vor unseren Augen. Gefühle, Gedanken, Ideen, Sprechweisen spuken in den Texten längst ver storbener Autor*innen und werden von neuen Stimmen und Körpern zum Leben erweckt. Vergangenes wird reanimiert, Zukünftiges scheint auf.

Vor zweitausend Jahren stellte sich der römische Dichter Lucan eine fantastische Szene vor: Im römischen Bürgerkrieg, der zu Lucans Lebzeiten bereits zweihundert Jahre in der Vergangenheit lag, versucht der jüngste Sohn des Politikers und Militärstrategen Gnaeus Pompeius Magnus, das Ende des Krieges vorherzusehen. Er wählt die zuverlässigste Art der Vorhersage: die Totenbeschwörung. Und gleichzeitig die schrecklichste Art der Nekromantie, nämlich die Wiederbelebung des Körpers. Zu diesem Zweck engagiert der verzweifelte Sohn die thessalische Hexe Erichtho. Sie birgt den aufgeschlitzten Körper eines Soldaten vom Schlachtfeld und bringt ihn in ihre Höhle. Dort behandelt sie den verwesenden Körper so lange mit magischen Säften und ruft die Mächte der Unterwelt an, bis es ihr gelingt, die Seele des Ermordeten in seinen Körper zurückzuzwingen. So kann sie schliesslich die Offenbarung der Zukunft aus dem Jenseits überbringen: Pompeius und sein Gegner Gaius Iulius Caesar seien beide dazu verdammt, bald zu sterben.

14 Mit fremden, lang erloschenen Seelen zu kommunizieren –das ist vielleicht eine der spannendsten Beschreibungen des Theaterschaffens. 1668 gab der Autor, Dramatiker und Theaterunternehmer

JeanBaptiste Poquelin, genannt Molière, im Pariser Théâtre du PalaisRoyal seiner Fantasiegeburt, dem geizigen Harpagon, zum ersten Mal einen Körper, und zwar seinen eigenen. Durch seine Stimme, sein Spiel auf der Bühne liess Molière seine Erfindung konkrete Materie werden. Seither ist Harpagon zahllose Male in den verschiedensten Ländern wiederauferstanden. Ihm werden Körper geliehen, die jung sind oder alt oder irgendetwas dazwischen, müde Körper, vitale Körper, männlich oder weiblich gelesene Körper, queere Körper, Körper, die Kinder gezeugt haben (oder noch zeugen werden), nervöse Körper, Körper, die lieben, Körper, die hassen, alkoholisierte Körper, Körper, die in Angst leben, in kleinen Mühen oder in Sorglosigkeit, Körper, die steif sind vom Leben. All diese Körper haben Namen, gehören zu Personen und Persönlichkeiten, verankern sich in der sogenannten Realität. Aber für die Dauer einer Theaterprobe oder einer Vorstellung sind sie mehr, sie gehen darüber hinaus. Sie geben sich her. Sie schenken Harpagon ihre Gliedmassen für seine Gesten, ihre Gesichter für seine Mimik und ihre Stimmen für seine Worte. Sie lassen den Geist Molières aus der Unterwelt in sich hinein und tragen seine Worte aus der Vergangenheit in ihre Gegenwart. Und bei genauer Betrachtung, bei genauem Hinhören, sagen sie auch etwas über unsere Zukunft.

Aber geht die Geisterbeschwörung im Theater nicht weit über eine Wiederbelebung der Toten hinaus? Ernähren wir uns im Theater nicht von den Geistern, verleiben wir sie uns nicht vielmehr ein?

Und andersherum: Ernähren sie sich nicht auch von uns? Es mag skurril erscheinen, dem Theater Kannibalismus zu attestieren, aber über Geister nachzudenken, ist riskant, und die Vision des Gefressenwerdens ist verbreiteter, als man denkt. Oswald de Andrade, ein brasilianischer Schriftsteller, sah im Bild des Kanni balismus sogar eine Befreiungsmöglichkeit. Er suchte nach Alter nativen zum Gestus des Verdrängens, zum reinigenden Verlangen nach Dif ferenz, wie sie die europäische Kultur praktizierte und damit alles, was nicht sie selbst war, abstiess. Sein Gegenentwurf: die poetische, wuchernde Aneignung durch Verschlingen. Einverleiben statt Abgrenzen. Nähe statt Distanz.

Denn Geister sind nicht nur Figuren aus Horrorfilmen. Sie sind bewahrte Erinnerungen, verdrängte Geschichten, Traditionen, die weiterwirken. Sie sind keine harmlosen Wesen, sondern unberechenbare Begleiter*innen, mit denen wir uns auseinandersetzen –statt sie endgültig vertreiben zu wollen. Die Geister, die uns verfolgen, verfolgen wir zurück. Und im Theater sprechen wir mit ihnen. Zum Beispiel mit Therese Giehse, einem ehemaligen Ensemblemitglied:

LIEBE THERESE GIEHSE

Seit einem Jahr haben wir das Privileg, in dem Haus zu arbeiten, das über viele Jahre Dein Theaterzuhause war. Im Frühjahr 1933 hast Du München verlassen, um über Österreich in die Schweiz zu fliehen. Zusammen mit anderen von der NSDiktatur verfolgten Theatermacher*innen aus Deutschland wurdest Du Teil dessen, was später als Exiltheater bezeichnet wurde. Wir massen uns gar nicht an, uns auszumalen, was Du, was Ihr damals durchgemacht habt. Wir hoffen sehr, Zürich konnte Dir in dieser schweren Zeit ein wenig Halt und der Blick auf den Zürichsee ein bisschen Trost spenden. Denn auch in Zürich, auf der Pfauenbühne, hörte der Druck auf Euch nicht auf. Wusstet Ihr damals, dass NSSpitzel im Publikum sassen? Was hat Dir in diesen Jahren Kraft gegeben? Und wie hättest Du wohl auf die aktuelle Weltlage geblickt? Auch nach dem Krieg konntest Du das Theater auf dem Heimplatz nicht loslassen. Genauso hielt der Pfauen an Dir fest: Als erste Mutter Courage im gleichnamigen Stück, als Fräulein Doktor Mat hilde von Zahnd in «Die Physiker» und als Claire Zachanassian in «Der Besuch der alten Dame» hast Du hier Theatergeschichte geschrieben. Wie war es damals, in einem Land zu spielen, in dem Du als Frau bis in die 1970erJahre kein Wahlrecht hattest? Und musstest Du Deine Liebe zu Frauen verstecken? Wie hast Du Dir Freiräume geschaffen? Deine Garderobe im Pfauen gibt es inzwischen nicht mehr. Wenn Du hier also irgendwo noch spukst –und das hoffen wir sehr –, dann kann es nur noch die grosse Bühne sein. Neulich haben wir dort jedenfalls einen freundlichen Windhauch gespürt. Wenn Du das nächste Mal da bist, mach Dich ruhig bemerkbar. In der Forschung hat die Untersuchung von Häusern als sozialräumlicher Mikrokosmos einen Namen: die Hausbiografie. Sie widmet sich der Geschichte eines bestimmten Gebäudes im Lauf der Zeit. Dabei verschiebt sich der Fokus –weg von rein architektonischen oder kunsthistorischen Baugeschichten hin zu den Hausbewohner*innen und ihren Lebensgeschichten, die auch nicht verschwinden, wenn umgebaut, abgerissen und neugebaut wird. Aus der Summe dieser individuellen Leben entsteht so etwas wie das Eigenleben eines Hauses. Ein Ort, der ein solches hausbiografisches Porträt verdient hätte, ist das Schauspielhaus auf dem Heimplatz: der Pfauen. Er ist nun 100 Jahre alt. Hundert Jahre, voll mit Persönlichkeiten, die hier ihre Spuren hinterliessen. Auf dieser Bühne, auf der heute CoIntendantin Pınar Karabulut DIE DREIGROSCHENOPER probt, inszenierte Bertolt Brecht im Exil, arbeiteten die Jahrhundertdramatiker Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt und viele mehr.

Was verbindet uns mit jenen Menschen, die vor uns dieselben Theaterräume teilten? Was wissen wir über sie –und was nicht? Welches Erbe haben sie uns hinterlassen? An wen erinnern wir uns nicht mehr –und warum? Für welche Statist*innen, Techniker*innen, Ankleider*innen, Inspizient*innen oder Pförtner*innen der letzten hundert Jahre war der Pfauen ein Zuhause –wie haben sie diesen Ort geprägt? Und wer war in all diesen Jahren von der Arbeit auf und hinter der Bühne oder im Publikumsraum ausgeschlossen? Welche Menschen durften nicht am Theaterleben teilhaben und aus welchen Gründen? Und wer fehlt heute, vielleicht ohne dass wir es merken? Theater sind Orte der Versammlung und gleichzeitig Orte fortwährenden Verlusts –Anbetungsstätten der Vergänglichkeit. Denn wir wissen: Theater existiert nur im flüchtigen Moment. Immer schon ist vorbei, was gerade erschaffen wurde. Theaterarchive, wie eines am Schauspielhaus Zürich gepflegt wird, sind also selten. Oft ist bereits verschüttgegangen, was sich konservieren liesse. So bezeichnen «lost plays » Stücke, von denen man aus anderen Quellen weiss, es hat sie einmal gegeben, sie sind aber nicht überliefert. Doch es gibt auch im Theater Stücke, die sich trotzig dagegenstemmen, aus dem Kanon getilgt zu werden. Vielleicht, weil auch ihre Geschichte noch nicht zu Ende erzählt wurde. Vielleicht, weil sie Teil unserer Hoffnung spendenden Erinnerung sind. Gerade weil Generationen sich bereits an ihr abgearbeitet haben mögen und jede sie ein wenig anders fortgeschrieben hat. Mit der Stirnlampe wandert man in ihnen herum und bürstet den Staub zwischen den Seiten weg. Bis sich irgendwann ein Fenster in die Welt von damals öffnet und die Fantasie sie zum Leben erweckt. «Es ist die Aufgabe von Künstler*innen, die Türen zu öffnen und Prophezeiungen, Unbekanntes, Ungewohntes willkommen zu heissen», schreibt Rebecca Solnit. Es sind die Künstler*innen, die das  Vergangene untersuchen, es sich zu eigen machen und darin Wegweisungen durch das Mysteriöse, das Unsichere in unserer Gegenwart und Zukunft finden.

In der ersten Spielzeit unter der künstlerischen Leitung von Pınar Karabulut und Rafael Sanchez haben wir uns in Arbeiten wie BLÖSCH, IL GATTOPARDO, ARE YOU READY TO DIE?, HEKABE und 3 SCHWESTERN mit dem Ende des bisherigen Lebens auseinandergesetzt. Nun widmen wir uns den Geistern, die wir heraufbeschwören, und jenen, die sich von selbst ihren Weg zu uns bahnen. Unsere neue Spielzeit beginnt hundert Jahre, nachdem Ferdinand Rieser das erste Mal die Türen zum frisch renovierten Pfauen öffnete. Wir verstehen dieses Jubiläum als Impuls, uns auf die Spuren jener zu begeben, die vor uns da waren. Wir möchten nach jenem suchen, was uns in Form von Traditionen, Ritualen, Ahnen, Unbewusstem, Unausgesprochenem, Übermenschlichem, Geträumtem, Fantastischen unsichtbar und doch unmittelbar umgibt. Wie hat Brecht das Schauspielhaus geprägt,

wie Molières Spielweisen und Figuren das Theater? Wo endet die Reise des kleinen Prinzen, und was offenbart uns ein Zauberer über uns selbst?

Welche Ermächtigungsstrategien verbergen sich im Theaterkanon?

Welche Geschichten erzählen unsere Albträume? Setzen unsere Lügen Gespenster in die Welt, die die Zeiten überdauern? Was können wir von Goethes Liebeskummer heute noch fühlen? Welche DadaTraditionen sind bisher zumeist im Schatten geblieben? Welche Geister versuchen wir mit dem Laubbläser vom Gehweg vor unseren Häusern zu vertreiben? Wie spiegeln wir uns in den Erzählweisen und Gepflogenheiten anderer Kulturräume? Was lebt weiter, wenn wir vergangen sind?

Jede Zeit hat ihre Geister, jede Gegenwart wird von Gespenstern heimgesucht und von ihnen zu etwas aufgefordert. Das Theater ist der beste Ort, um zu üben, was der französische Philosoph

Jacques Derrida verordnet hat: «Wir müssen lernen, mit Gespenstern zu leben».

Dramaturgie Schauspielhaus Zürich Rebecca Ajnwojner, Meloe Gennai, Lukas Rathjen, Rose Reiter, Nina Rühmeier, Hannah Schünemann, Dominika Široká

PRemieReN

DIE DREIGROSCHENOPER

HANS IM GLÜCK

ICH ERWARTE DIE ANKUNFT DES TEUFELS

DIE MAUSEFALLE

AND THE STARS WILL BE UP TONIGHT

DER ZAUBERER VON OZ

DER KLEINE PRINZ

MAGIC KINGDOM

DAS GROSSE HEFT

ARCHIVES OF FEELINGS

DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER

MARIA STUART

WER HAT ANGST VOR EMILIA GALOTTI?

DER GEIZIGE

DER SANDMANN

WILL SOMEONE SING A LOVE SONG – A BLK DADA RHAPSODY

DIE WELLEN

DREI KAMERADINNEN

DER LAUBBLÄSER

D ie DR ei GRO s CH e NOP e R

von Bertolt Brecht

unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann

Musik von Kurt Weill

REGIE: Pınar Karabulut

MUSIKALISCHE LEITUNG: Bettina Ostermeier

PFAUEN

•PREMIERE: 17.09.2026 with English surtitles

Jahrmarkt im Londoner Stadtteil Soho: Hier entfaltet sich die Halbwelt und Heimat von Gestalten am Rande der Gesellschaft. Hier floriert das Geschäft von Jonathan Jeremiah Peachum. Als Kopf der Bettlermafia hält er nicht nur das Monopol auf Bettellizenzen, sondern stattet die Bettelnden in seiner Boutique auch mit mitleiderregender Mode und Accessoires aus. Seinen Erfolg hat er nicht zuletzt dem Charme und Geschäftssinn seines einzigen Kindes Polly zu verdanken. Kein Wunder also, dass er Pollys Heirat mit dem stadtbekannten Gangster Macheath alias Mackie Messer als existenzielle Bedrohung wahrnimmt. Während Peachum nach Wegen sucht, den Rivalen aus dem Weg zu räumen, schaffen Polly, Frau Peachum und Macheaths alte Liebe Jenny Tatsachen.

DIE DREIGROSCHENOPER, Bertolt Brechts berühmtestes Werk, war 1935 erstmals auf der Pfauenbühne zu sehen. Die europaweit gefeierte Inszenierung der Prager Theatergruppe D35 gastierte in Zürich und löste bei der rechten Nationalen Front eine starke Reaktion aus: Mit Strassenprotesten erzwang diese schliesslich den Abbruch des Gastspiels.

Zum Auftakt der Jubiläumsspielzeit erinnert die Co­Intendantin des Schauspielhauses, Pınar Karabulut, an dessen antifaschistische Tradition und holt Brechts satirische Revue in einer ihrer so glamourösen wie scharfsinnigen Inszenierungen auf die Pfauenbühne zurück.

REGIE: Pınar Karabulut

MUSIKALISCHE LEITUNG: Bettina Ostermeier

BÜHNE: Michela Flück

MITARBEIT BÜHNE: Daniel Felgendreher

KOSTÜME: Claudia Irro

DRAMATURGIE: Nina Rühmeier

♥ Unterstützt von der International Music and Art Foundation (IMAF)

HAN s im GLÜC k

von Till Wiebel

Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich

REGIE: Till Wiebel

Klassenzimmerstück ab 8 Jahren

JUNGES SCHAUSPIELHAUS

SCHIFFBAU MATCHBOX

•URAUFFÜHRUNG: 24.09.2026

Das wars! Nach sieben Jahren am Schauspielhaus Zürich kündigt Hans seinen Job als Schauspieler, zieht los und sucht sein Glück. Für seine harte Arbeit erhält er einen Klumpen Gold: so gross, dass er ihn kaum tragen kann. Um sich von seinem Publikum gebührend zu verabschieden, tourt er ein allerletztes Mal durch die Klassenzimmer und erzählt von seinen Abenteuern samt tierischer Tauschgeschäfte, zwielichtiger Begegnungen und Momenten des puren Glücks.

Während Hans stetig Besitz verliert, kommt er seinem persönlichen Glück immer näher, wobei ihm knifflige Fragen in die Quere kommen: Welche Dinge können wertvoll sein, auch wenn sie wenig kosten? Was hat Reichtum mit Lebensfreude zu tun? Und wieso ist eigentlich so ungleich verteilt, wer wie viel Gold hat?

Durch die geschickte Verknüpfung von Fantasie, Kritik und Lebensweltbezug begeistern und berühren Till Wiebels Theaterarbeiten sowohl Kinder und Jugendliche als auch das Fachpublikum für Junges Theater. Immer wieder greift der Autor und Regisseur bekannte Stoffe auf, verschiebt

Perspektiven und erzählt sie neu. Auf der Bühne stehen dabei mal junge, nicht­professionelle Spielende, mal erfahrene Profis.

In jedem Fall trifft er mit seinem genauen Blick auf alte Stoffe und zeitgenössische kulturelle Erscheinungen genau den Nerv des jungen Publikums. Mit HANS IM GLÜCK verwandelt Till Wiebel den Grimm­Klassiker in eine furiose One­ManShow fürs Klassenzimmer.

TEXT, REGIE: Till Wiebel

DRAMATURGIE: Elo Göldi (netzwerk wildi blaatere)

VERMITTLUNG: Ali Napoé

♥ Das Junge Schauspielhaus wird unterstützt vom Komplizen Klub.

iCH e RWART e D ie A N ku NFT D es Teu F e L s

von Mary MacLane

aus dem Englischen von Ann Cotten, Mirko Bonné und Ulrike Draesner

Bühnenfassung von Marie Rosa Tietjen

REGIE: Marie Rosa Tietjen

PFAUEN

•SCHWEIZER ERSTAUFFÜHRUNG: 01.10.2026

«Wenn die allgemeine Welt mich so kennen soll, wie ich will, dass sie mich kennt, mich aus Fleisch und Blut, mich mit der eigentümlichen Philosophie und der unglücklichen Seele, dann muss ich etwas näher an sie herankommen. Dieses hier mein Buch enthält nur eine Figur – mich selbst. Es gibt auch den Teufel – als Möglichkeit.»

Blitzgescheit, charmant, umwerfend schön. Mary MacLane ist ein Ich, wie es ganz sicherlich kein zweites gibt. Nur scheint das ausser ihr selbst leider noch niemand begriffen zu haben. Kein Blatt nimmt Mary MacLane vor den Mund, als sie sich 1902 den Weltschmerz von der Seele schreibt, den Frust über die grauenvolle Perspektivlosigkeit in der Provinz und die gleichgültigen, fantasielosen Menschen dort. Messerscharf philosophiert sie über Kunst und Literatur, Steak und Frühlingszwiebeln, über Lebenssinn und die Schönheit der Natur. In der Ödnis von Montana verfasst die 19­Jährige ein schillerndes Psychogramm, das zwischen Alltagsbeobachtungen und morbiden Fantasien, Euphorie und Traurigkeit schamlos sie selbst ins Zentrum rückt. «In einer Welt von so vielfältiger Schönheit muss es doch

auch etwas für mich geben.» Diese Suche nach der eigenen Subjektivität, dem eigenen Begehren, setzt Mary MacLane Jahre später in einem zweiten Text fort: ICH, geschrieben aus der Perspektive des nun Mitte 30­jährigen Literaturstars, der nach längerer Abwesenheit nach Montana zurückkehrt. Beide Texte verwebt Marie Rosa Tietjen nun in einer eigenen Fassung und entwickelt gemeinsam mit ihrem Team und einer Schauspielerin des Ensembles ein Solostück.

REGIE: Marie Rosa Tietjen

BÜHNE: Simeon Melchior

KOSTÜME: Aino Laberenz

MUSIK: Lex Landergott

DRAMATURGIE: Rose Reiter

D ie m A use FALL e

von Agatha Christie aus dem Englischen von Horst Willems

REGIE: Rafael Sanchez

SCHIFFBAU HALLE

•PREMIERE: 03.10.2026 with English surtitles, selected performances in English EN

Grossbritannien der 1950er­Jahre: Die neu eröffnete Pension im alten Landsitz Monkswell Manor, der den Eindruck erweckt, «als ob Generationen einer Familie mit schwindendem Vermögen darin gelebt hätten», wird durch einen heftigen Schneesturm vom Rest der Welt abgeschnitten. Die Pensionsgäste – skurrile Gestalten aus der britischen Oberund Mittelschicht – werden in der Lounge auf sich selbst zurückgeworfen.

Doch dann erscheint Detective Sergeant Trotter auf Skiern in der Tür und bringt eine Warnung mit: Die Anwesenden sind in Todesgefahr. Wer verschweigt hier wem was? Und sind wirklich alle das, was sie zu sein scheinen? Der Zweifel ist gesät, vertraute Gewissheiten beginnen zu bröckeln: «Vielleicht kann man niemandem trauen – vielleicht ist jeder ein Fremder.»

Inspiriert von einer wahren Begebenheit schuf Agatha Christie mit DIE MAUSEFALLE ein Krimi­Meisterwerk voller falscher Fährten, verborgener Identitäten und dunkler Geheimnisse. Entstanden ist eine genaue Studie der

«Mechanik der Angst»: Wie beeinflusst die Angst unser Denken und Handeln?

Seit 1952 wird DIE MAUSEFALLE im Londoner West End gespielt. Damit ist es das Theaterstück, das am längsten auf dem Spielplan eines Theaters steht. Genau 50 Jahre nach dem Tod der «Queen of Crime» inszeniert der Co­Intendant Rafael Sanchez DIE MAUSEFALLE in der Schiffbau Halle im Bühnenbild von IL GATTOPARDO – und gibt dem sizilianischen Palazzo ein zweites Leben.

REGIE: Rafael Sanchez

BÜHNE: Michela Flück

KOSTÜME: Sara Valentina Giancane

MUSIK: Cornelius Borgolte

DRAMATURGIE: Dominika Široká

♥ Unterstützt vom Förder Circle des Schauspielhauses

AND TH e s TAR s W i LL be u P TON i GHT

Ein rhythmisch­gymnastischer Essay von und mit Mervan Ürkmez

REGIE: Mervan Ürkmez

SCHIFFBAU BOX

•PREMIERE: 09.10.2026

Als Kind durfte Mervan Ürkmez in der Schule den Sportkurs «Rhythmische Sportgymnastik» nicht belegen – einfach, weil er ein Junge war. Heute erfüllt sich der Schauspieler seinen Kindheitstraum und wagt für die Stückentwicklung in Eigenregie ein Experiment: Ein Jahr lang trainiert er intensiv die Rhythmische Sportgymnastik und begibt sich parallel auf eine umfassende Recherchereise. In Gesprächen mit zahlreichen Expert*innen untersucht er Transformationsprozesse in Natur und Gesellschaft sowie individuelle und kollektive Verunsicherungen angesichts der sich überlagernden gesellschaftlichen Krisen und Umbrüche unserer Zeit. Es entsteht eine persönliche und zugleich hochpolitische Gymnastik­Performance über die Kraft, Ängste zu überwinden, über die Suche nach Hoffnung – und über die Schönheit bunter schwingender Bänder als Antwort auf die Dunkelheit. Oder, um es mit Rihanna zu sagen: «We found love in a hopeless place.»

Unser Ensemblemitglied Mervan Ürkmez bringt sein erfolgreiches Solo ans Haus und lädt ein zu einem Abend, der mitten ins Herz trifft.

REGIE: Mervan Ürkmez

BÜHNE: Franziska Bornkamm, Eva Seiler

KOSTÜME: Mervan Ürkmez, Mariam Haas, Martha Pinsker

MUSIK: Antonia Manhartsberger

CHOREOGRAFIE: Anne Greta Weber

DRAMATURGIE: Male Günther

Eine Produktion des Schauspielhaus Graz

D e R ZA ube R e R VON OZ

von Bastian Kraft

nach dem Roman von L. Frank Baum

REGIE: Bastian Kraft

PFAUEN

•PREMIERE: 24.10.2026 with English surtitles EN

Ein Wirbelsturm zieht durch Kansas und reisst die Berghütte der jungen Dorothy, mit ihr darin, hinaus aus einer staubtrockenen Realität, hinein in das schillernde Land Oz. Doch Oz ist dieses Mal kein Märchenreich, sondern ein Filmset: Dorothy bekommt die Hauptrolle angeboten – sie soll Judy Garland spielen, Ikone des Hollywood­Musicals «The Wizard of Oz», gefangen in einer Traumfabrik aus Technicolor und Tabletten. Die Dreharbeiten werden zum Alptraum. Trotzdem tritt Dorothy vor die Kamera und singt mit zurückgehaltenen Tränen von einer Sehnsucht, die wir alle kennen – der Sehnsucht, in uns selbst zu Hause zu sein. Denn so wie die Vogelscheuche sich Verstand wünscht, der Blechmann ein Herz und der feige Löwe Mut, wünschen wir uns doch alle, uns selbst zu genügen. Und während Dorothy den verschlungenen gelben Wegen durch Wälder aus Pappmaché folgt, folgen wir ihr – in der Hoffnung, der Zauberer könne uns geben, was uns fehlt.

Kein Wunder, dass das Land Oz von Aussenseiter*innen bevölkert ist, von queeren Hexen und alleinerziehenden Müttern, autistischen Zauberern und melancholischen Showgirls.

Es ist eine Welt, in der plötzlich alle choreografiert zu tanzen beginnen, wie in einem Musical. Und im nächsten Moment den Atem anhalten, weil durch all den Kitsch hindurch der Kinotraum am Gefühl von Schmerz zerfällt.

Bei Bastian Kraft wird diese Reise durch Oz zu einer Reise durch einen Traum – hinein in unsere Abgründe und Ängste, verborgen unter Euphorie und Lust.

REGIE: Bastian Kraft

BÜHNE: Peter Baur

KOSTÜME: Sophie Reble

MUSIK: Tracy September

VIDEO: Sophie Lux

DRAMATURGIE: Meloe Gennai

D e R k L ei N e PR i NZ

von Antoine de Saint­Exupéry

Bühnenfassung von Antú Romero Nunes

REGIE: Antú Romero Nunes

Familienstück ab 6 Jahren

PFAUEN

•PREMIERE: 14.11.2026

Der Asteroid B612 ist ein eigentümlicher Himmelskörper: 43 Mal sieht man dort die Sonne untergehen, während auf der Erde nur ein einziger Tag verstreicht. Bewohnt wird er von einem Schaf, ein paar Affenbrotbäumen, einer Rose mit vier Dornen – und einst auch von dem kleinen Prinzen, bis der die Flucht vor der launenhaften Rose ergriff. Seitdem reist er von Planet zu Planet. Klein sind die meisten von ihnen und ihre Bewohner*innen einsam und eigenartig. Allein auf der Erde trifft der kleine Prinz eine Vielzahl von Lebewesen: Tiere, Pflanzen, Menschen. Doch mit jeder Begegnung wächst seine Sehnsucht nach jenen, die er zurückgelassen hat, und den 43 Sonnenuntergängen des Asteroiden B612.

Antoine de Saint­Exupérys fantastische Erzählung wurde bis heute in 618 Sprachen und Dialekte übersetzt. Der Autor selbst erlebte diesen sagenhaften Erfolg nicht mehr. Ein Jahr nach dem Erscheinen des Buches stürzte der hauptberufliche Pilot bei einem Erkundungsflug in die Bucht von Marseille. Mit DER KLEINE PRINZ hinterliess er eine zeitlose Hommage an die Verbundenheit. Der Regisseur Antú Romero

Nunes, bekannt für seine fantasievollen und spielfreudigen Theaterarbeiten, lässt sie auf der Pfauenbühne zu einer interstellaren Reise für alle Generationen werden. Und kehrt damit dreizehn Jahre nach seiner Inszenierung ALICE IM WUNDERLAND ans Schauspielhaus Zürich zurück.

REGIE: Antú Romero Nunes

BÜHNE: Matthias Koch

KOSTÜME: Magdalena Schön, Helen Stein

MUSIK: Anna Bauer

DRAMATURGIE: Nina Rühmeier

♥ Unterstützt von der Zürcher Kantonalbank

m AG i C ki NGDO m

von Álvaro Nogales und Adrián Perea aus dem Spanischen von Franziska Muche

Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich

REGIE: Álvaro Nogales und Adrián Perea

SCHIFFBAU BOX

•URAUFFÜHRUNG: 20.11.2026

Helga ist eine junge Dramaturgin an einem der renommiertesten Theater der Schweiz. Als sie den Auftrag erhält, ein spanisches Theaterkollektiv bei der Recherche zu einer neuen Produktion über Verschwörungstheorien zu unterstützen, ahnt sie nicht, wie sehr diese Arbeit ihr eigenes Weltbild erschüttern wird. Gemeinsam mit Klaus, einem erfahrenen Bühnentechniker des Hauses, begibt sie sich auf eine Reise durch die schillernde Welt der Mythen, Behauptungen und Gerüchte – bis Helga auf eine Frage stösst, die sie nicht mehr loslässt: Was steckt eigentlich unter den Kostümen der Mitarbeiter*innen im Disneyland Park?

MAGIC KINGDOM ist eine kluge, humorvolle Auseinandersetzung mit der Faszination und der gefährlichen Anziehungskraft von Verschwörungserzählungen. Was zunächst absurd und weit entfernt wirkt, entpuppt sich als Spiegel unserer Gegenwart: Denn wir leben in einer Welt, in der wir mehr Zeit damit verbringen, Fake News zu entlarven, als uns fundiert zu informieren – und in der selbst gesicherte Wahrheiten zunehmend infrage gestellt werden. Unwissen, Misstrauen und Verschwörungsdenken normalisiert sich auf gruselige und

schleichende Art und Weise. Warum glauben Menschen an Dinge, die nicht wahr sind? Sind wir selbst noch in der Lage, Wahrheit von Lüge zu unterscheiden? Und falls nicht, wer schützt uns davor?

Die beiden Regisseure und Dramatiker Adrián Perea und Álvaro Nogales stellen in MAGIC KINGDOM diese Fragen mit Leichtigkeit, Witz und einer beunruhigenden Nähe zur Realität. Mit verspielter wie präziser Textarbeit und in klarer, humorvoller Regiesprache reflektiert das spanische Theaterkollektiv Mudanzas López sich und unsere Welt.

REGIE: Álvaro Nogales, Adrián Perea

BÜHNE: Víctor Longás

KOSTÜME: Guillermo Felipe

MUSIK: Daniel Murena

DRAMATURGIE: Rebecca Ajnwojner

D A s GRO sse He FT

von Ágota Kristóf aus dem Französischen von Eva Moldenhauer

REGIE: Lucia Bihler

PFAUEN

•PREMIERE: 04.12.2026

EN/FR with English and French surtitles

Ein namenloses Zwillingspaar wächst in Ágota Kristófs gnadenlos erschütterndem Roman in einer Welt im Ausnahmezustand auf. Ihre Erfahrungen schreiben die beiden Neunjährigen in Aufsatzform in ein «Grosses Heft»: Klar und sachlich führen sie darin die Brutalität eines Krieges vor Augen, der ihnen die Kindheit raubt und dessen Folgen von Heimatverlust, fremder Besatzung und Flucht sie prägen.

Ihr Zuhause, die «Grosse Stadt», steht unter Dauerbeschuss. Um die Zwillinge in Sicherheit zu bringen, hat ihre Mutter sie aufs Land gebracht und allein bei der Grossmutter zurückgelassen. «Hexe» wird diese im Dorf gerufen; ihre Enkel lässt sie für Brot und Bett hart arbeiten. Überall im Ort erleben die Geschwister einen Überlebenskampf ohne zwischenmenschliche Nähe, in dem jede Person sich selbst die nächste ist. So beginnen sie, sich anzupassen. In rigorosen Übungen trainieren sie sich ihre Gefühle ab, Verletzlichkeit genauso wie das Mitgefühl: «Nach einiger Zeit spüren wir tatsächlich nichts mehr. Es ist jemand anderes, der Schmerzen hat, es ist jemand anderes, der sich verbrennt, sich schneidet, leidet. Wir weinen nicht mehr.»

Die 1935 in Ungarn geborene Autorin Ágota Kristóf flieht vor 70 Jahren, 1956, vor den russischen Truppen in die Schweiz, wo sie zunächst in einer Fabrik arbeitet, später studiert und bis zu ihrem Tod 2011 lebt.

DAS GROSSE HEFT verfasst sie in ihrer Zweitsprache Französisch und entwickelt darin einen einzigartigen Klang, in dem die Worte wie Nadelstiche unter die Haut gehen. In einfachen Sätzen nimmt sie die Kinderperspektive ein und macht das Geschehen gerade dadurch zutiefst unheimlich. Der Roman wird zu einem Welterfolg.

REGIE: Lucia Bihler

MUSIK: Jacob Suske

DRAMATURGIE: Rose Reiter

ARCH i V es OF F ee L i NG s

von Gisèle Vienne

mit Texten von Marie NDiaye und Ensemble

REGIE, CHOREOGRAFIE: Gisèle Vienne

TANZTHEATER

SCHIFFBAU HALLE

•URAUFFÜHRUNG: 10.12.2026

FR/EN/DE in French with English and German surtitles

Am Ende einer Hochzeitsfeier bleiben acht Charaktere übrig. Sie sind die Überbleibsel, die nun spontan eine Familie bilden – Menschen, die sich in all ihrer Zerbrechlichkeit umeinander kümmern oder es zumindest versuchen. Wir betreten eine Art Porträtgalerie, in der wir in jeder Figur eine eigene Geschichte entdecken. Momentaufnahmen, die auch die akute Gegenwart zeigen: den Einfluss, den die zunehmend autoritären Formen der Regierungen auf unsere psychische Verfassung nehmen. Was ist Realität, und wer in der Gesellschaft definiert sie? Durch die acht Charaktere und das, was sie bewegt – im wahrsten Sinne ihrer körperlichen Bewegungen – zeigt sich ein Kampf um ein würdiges Leben für alle.

Das neue Werk der interdisziplinären Künstlerin Gisèle Vienne ist eine Mischung aus Choreografie und Theater und resultiert aus einer langjährigen Forschung zu Machtverhältnissen und deren Konstruktion. Vienne arbeitet hierfür zum ersten Mal mit der preisgekrönten Schriftstellerin

Marie NDiaye zusammen, deren Texte psychologische Beobachtungen mit traumartigen Elementen verweben.

REGIE, CHOREOGRAFIE, BÜHNE: Gisèle Vienne

TEXTE INNERE STIMME: Marie NDiaye

WEITERE TEXTE: Performer*innen

CO­KREATION, PERFORMANCE: Sophie Demeyer, Angélique Flaugère, Adèle Haenel, Julien Louisy, Theo Livesey, Audrey Merilus, Katia Petrowick, Julie Shanahan

ORIGINALMUSIK: Hildur Guðnadóttir

SOUND DESIGN: Adrien Michel

LICHT: Nicolas Boudier, Gisèle Vienne

KOSTÜME: Sophie Demeyer, Gisèle Vienne

PRODUKTION: DACM / Compagnie Gisèle Vienne

KOPRODUKTION: Schauspielhaus Zürich

Nuits de Fourvière / Berliner Festspiele / Le Volcan – Scène nationale du Havre / MC2 : Grenoble – Scène nationale / Wiener Festwochen / Festival d’Automne à Paris / Théâtre populaire romand, La Chaux­de­Fonds, Centre neuchâtelois des arts vivants / MC93 – Maison de la Culture de Seine­Saint­Denis / Théâtre National de Bretagne –Centre Européen Théâtral et Chorégraphique / Maillon, Théâtre de Strasbourg – Scène européenne / Triennale Milano Teatro / Tandem – Scène nationale de Douai / La Filature, Scène nationale de Mulhouse / Internationales Sommerfestival, Kampnagel, Hamburg / BIT Teatergarasjen, Bergen / deSingel, Antwerpen

DANK AN: Théâtre national de Strasbourg

D ie L ei D e N D

von Johann Wolfgang Goethe Bühnenfassung von Pınar Karabulut

REGIE: Pınar Karabulut

PFAUEN

•PREMIERE: 12.12.2026

Ein Liebeskummer im 18. Jahrhundert: Auf dem Weg zum Ball lernt der junge Werther Lotte kennen – und verliebt sich sofort Hals über Kopf. Als dann am gleichen Abend zwischen den beiden bereits spürbar die Funken fliegen, macht Lotte keinen Hehl daraus, mit dem Beamten Albert «so gut als verlobt» zu sein. Dies hindert Werther jedoch nicht daran, sich ganz auf Lotte zu fixieren – im Gegenteil. Von nun an verbringt er jede freie Minute mit ihr und freundet sich später sogar mit Albert an. Doch bald gerät die fragile Konstellation aus den Fugen, und Werthers emotionale Achterbahn aus Hingabe, Eifersucht und Verzweiflung mündet in einer tiefgreifenden Depression.

Mit seinem Frühwerk DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER (1774) wurde der damals erst 25­jährige Johann Wolfgang Goethe über Nacht zum Shootingstar. Sein stark autobiografisch geprägter Briefroman zählt bis heute zu den Höhepunkten des Sturm und Drang – einer literarischen Strömung, die mit ihrem Fokus auf Emotion, Subjektivität und Freiheit gegen die rational geprägte Aufklärung rebellierte. Dabei steht ein Männlichkeitsbild im Zentrum, das bis heute nach seinem

Platz in der westlichen Gesellschaft sucht: eine empfindsame, verletzliche, weiche Männlichkeit. Mit DIE LEIDEN DES JUNGEN WERTHER setzt die Co­Intendantin Pınar Karabulut nach Shakespeares EIN SOMMERNACHTSTRAUM ihre Auseinandersetzung mit den grossen Fragen der Liebe fort: Wer darf innerhalb gesellschaftlicher Ordnungen Gefühle zeigen – und wer nicht?

REGIE, BÜHNE, KOSTÜME: Pınar Karabulut

DRAMATURGIE: Dominika Široká

♥ Unterstützt von der Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses

m AR i A s T u ART

von Friedrich Schiller

REGIE: Elsa­Sophie Jach

PFAUEN

•PREMIERE: 21.01.2027

Zwei Königinnen, ein Streit um Herrschaft. Mit MARIA STUART bringt die Regisseurin Elsa­Sophie Jach ein Meisterwerk der klassischen Dramatik auf die Bühne; einen packenden Politthriller über Macht und Moral, Leidenschaft und Politik, Würde und Verrat. Zwischen der gefangenen schottischen Königin Maria Stuart und ihrer Rivalin, der englischen Herrscherin Elisabeth I., entspinnt sich ein Konflikt, der weit über persönliche Eifersucht hinausgeht und die Grundfragen politischer Verantwortung berührt. In Schillers MARIA STUART steht hinter der Entscheidung über Leben und Tod einer politischen Gefangenen der grosse Konflikt zwischen der Macht und dem Recht.

In Elsa­Sophie Jachs Inszenierung richtet das Regieteam den Blick auf die Frage, was es bedeutet, als Frau im Patriarchat machtvoll zu agieren. Maria und Elisabeth regieren in einer Welt, in der weibliche Autorität stets unter Rechtfertigungsdruck steht. Zwischen Zuschreibung und Selbstbehauptung kämpfen beide um die Deutungshoheit über ihre Körper, ihre Biografien, ihre Politik. Wäre unter diesen Bedingungen Schwesternschaft möglich gewesen? Oder verhindert das System jede Form weiblicher Solidarität?

Bekannt für ihre politischen Gegenwartsbezüge, ihre formale Klarheit und ihre analytische Schärfe, verbindet Jach in diesem Stück sinnliche Leichtigkeit mit Präzision, grosse Spielfreude mit einem feinen rhythmischen Gespür. In ihrer ersten Inszenierung am Schauspielhaus entfesselt sie die ganze Sprachgewalt von Friedrich Schiller. Sie vertraut auf die Wucht der Verse und legt zugleich die politischen Sprengsätze im Text frei: ein Drama über Legitimation und Manipulation, über Angst und Verantwortung – eindringlich, aktuell und von beunruhigender Nähe.

REGIE: Elsa­Sophie Jach

BÜHNE: Marlene Lockemann

KOSTÜME: Johanna Stenzel

DRAMATURGIE: Rebecca Ajnwojner

W e R HAT ANG s T VOR emi L i A GALOTT i ?

Ein dramatischer Dialog mit Lessings «Emilia Galotti» von Fiona Schreier (netzwerk wildi blaatere)

Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich

REGIE: Johanna Benrath (nwb)

ab 14 Jahren

JUNGES SCHAUSPIELHAUS

SCHIFFBAU BOX

•URAUFFÜHRUNG: 06.02.2027

Mit Emilia Galotti schuf Gotthold Ephraim Lessing im Jahr 1772 ein bürgerliches Trauerspiel von brutaler Wucht, das bis heute in Schulen gelesen und in Theatern aufgeführt wird. Im Mittelpunkt steht Emilia Galotti als titelgebende Figur: jung, tugendhaft und begehrt. Und doch erscheint sie selbst nur in wenigen Szenen auf der Bühne. Sechs Auftritte genügen, um das Schicksal aller anderen Figuren in Bewegung zu setzen.

Jahrelang ist eine bekannte Schauspielerin als Emilia Galotti auf der Bühne gestorben. Emilia und sie sind dabei älter geworden. Zu alt, findet der Regisseur der Erfolgsinszenierung und beauftragt seine Protagonistin damit, ihre Nachfolgerin einzuarbeiten. Die will zwar gerne eine Titelrolle übernehmen, hat aber sehr eigene Vorstellungen von deren Interpretation. Und ob sie am Ende den Bühnentod sterben wird, das muss sich auch erst noch zeigen. Während sie die zentralen Szenen des Stückes proben, ringen die bisherige und die zukünftige Emilia um die Deutungshoheit über ihre Figur. Hat die Nicht­mehr­Emilia sich zu vieles gefallen lassen? Hat die Noch­nicht­Emilia eine

Ahnung, was die ältere Generation für sie erkämpft hat?

In einer Zeit, in der überlieferte Geschlechterrollen leidenschaftlich infrage gestellt und vehement verteidigt werden, geht das netzwerk wildi blaatere dahin, wo wir sie (re)produzieren, und fragt, was der Kanon uns heute noch zu sagen hat.

REGIE: Johanna Benrath (nwb)

BÜHNE: Lea Niedermann (nwb)

MUSIK: Adrian Meyer (ADO)

DRAMATURGIE: Nina Rühmeier, Elo Göldi (nwb)

VERMITTLUNG: Ali Napoé

♥ Das Junge Schauspielhaus wird unterstützt vom Komplizen Klub.

D e R G ei Z i G e

von Molière

in einer Bearbeitung von Müller/Sanchez

REGIE: Rafael Sanchez

PFAUEN

•PREMIERE: 11.02.2027

«Ach! Mein armes Geld, mein armes Geld, mein teurer Freund! Man hat mich deiner beraubt; […] alles ist zu Ende für mich, und ich habe auf der Welt nichts mehr zu schaffen: ohne dich vermag ich unmöglich zu leben.»

Harpagon, Familienvater und reich gewordener Pariser Bürger, leidet unter dem Diebstahl seiner Geldkassette so sehr wie andere unter dem Verlust ihres liebsten Menschen. Seinen zwei Kindern, jung und verliebt, verbaut er mit seiner schrankenlosen Habgier die Zukunft. Denn für Harpagon ist die Ehe ein reines Finanzgeschäft. Eine Lebenseinstellung, die den Familienzusammenhalt zusehends auflöst und die seine Kinder bald mit allerhand List zu bekämpfen suchen. So verstricken sich nach und nach nicht nur die gefühligen Geliebten der Kinder in die Geschichte, sondern auch weitere Charaktere wie die geschickte Heiratsvermittlerin, der gekränkte Diener und der betrügerischer Geldvermittler. Es entfaltet sich ein Spiel rund um die Formel Geld gegen Liebe, in dessen Verlauf der unstillbare Geiz den alten Harpagon trotz aller Komik zum unheimlichen Dämon verformt.

Die Stücke von Jean­Baptiste Poquelin, der sich als Schauspieler und Dichter Molière nannte, sind scharfsinnige Beobachtungen der Gesellschaft. Seine Komödie DER GEIZIGE, uraufgeführt 1668 am Théâtre du Palais­Royal in Paris, verwurzelt sich in der Zeit des Übergangs von Feudalismus zu Kapitalismus und positioniert Gefühle gegen Gewinnmaximierung. So spukt das Gespenst des Kapitals – schon lange vor Marx’ Manifest – in Molières berühmtem Stück. In Rafael Sanchez’ und Mike Müllers Bearbeitung des Klassikers für das Schauspielhaus Zürich zeigt sich, dass dieses Gespenst in unserer Gegenwart noch weit bedrohlicher geworden ist als zu Molières Lebzeiten.

REGIE: Rafael Sanchez

BÜHNE: Eva­Maria Bauer

KOSTÜME: Ursula Leuenberger

DRAMATURGIE: Hannah Schünemann

De R sAND m ANN

von E.T.A. Hoffmann

REGIE: Adrian Figueroa

PFAUEN

•PREMIERE: 06.03.2027

Wer Kindern die Augen raubt und die blutigen Bälle seiner Brut zum Frass vorwirft, der ist zu allem fähig! Schon als kleiner Junge bekommt Nathanael den finsteren Sandmann, vor dem man ihn immerzu warnt, nicht mehr aus dem Kopf – erst recht nicht, nachdem sein Vater unter ungeklärten Umständen plötzlich stirbt. Noch Jahre später kreisen Nathanaels fiebrige Erinnerungen um den unheimlichen Coppelius, der den Vater damals zu ominösen Experimenten angestiftet hatte und nach dem «Unfall» spurlos verschwunden war. Hatte der nicht seine widerlichen, langen Finger im Spiel? Als Nathanael, nun Student in einer anderen Stadt, Coppelius unter neuem Namen wiederzuerkennen glaubt, packt ihn das Entsetzen. Doch niemand vermag die Gefahr zu erkennen, vor allem seine Verlobte Clara zeigt sich wenig beeindruckt. Erbittert wendet er sich der wundersamen Olimpia zu, die ihn als Einzige zu verstehen scheint. Als er jedoch feststellen muss, dass sich auch in ihr nur eine herbe Enttäuschung verbirgt, führt sein Weg rasant ins Verderben.

Anfang des 19. Jahrhunderts schreibt E.T.A. Hoffmann ein packendes Stück Horrorliteratur, in dem sich Komik und

Grauen meisterhaft die Hände reichen. In seiner ersten Inszenierung am Schauspielhaus Zürich taucht Adrian Figueroa tief in die verschlungene Innenwelt des Protagonisten ein. Bildstark stellt er die Wahrnehmung von Realität und Wahn auf den Kopf und lässt skurrile Figuren vom Einfallstor dunkler Mächte, von Empathieverlust und einer Hysterie der Gegenwart erzählen.

REGIE: Adrian Figueroa

BÜHNE: Irina Schicketanz

KOSTÜME: Malena Modéer

MUSIK: Ketan Bhatti

VIDEO: Benjamin Krieg

DRAMATURGIE: Rose Reiter

W i LL s O me ON e si NG A LOV e s ONG

A

BLK DADA RHAPSODY von Ta­Nia

Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich

REGIE: Ta­Nia (Talia Paulette Oliveras, Nia Farrell)

PFAUEN

•URAUFFÜHRUNG: 17.04.2027

«Hass wird durch noch mehr Hass nur noch stärker. […] Wenn wir kämpfen, müssen wir es mit Liebe tun.» (Bad Bunny)

Mitten im 1. Weltkrieg, 1916, revolutionierte eine Gruppe europäischer Exilant*innen von Zürich aus die Kunst: Dada wurde geboren. Das maschinierte Töten in menschenverschlingenden Stellungsschlachten hatte alles Dagewesene diskreditiert. Es galt, eine neue Formsprache zu finden: der Gewalt die Verspieltheit, der Uniformierung die Freiheit und der nationalistischen Abgrenzung eine offene kollektive Praxis entgegenzusetzen.

110 Jahre später befindet sich das Prinzip der Gewalt erneut auf dem Vormarsch. Ängste, Nationalismus und Hass werden politisch geschürt und genutzt. Das New Yorker Theatermacher*innen­Duo Ta­Nia antwortet darauf mit einem Ritual der Liebe – Liebe als revolutionäre Kraft, Liebe als Gegenmittel, Liebe als Politik. Inspiriert von dem visuellen und theoretischen Wortschatz des «Black Dada», den der US­amerikanische Konzeptkünstler Adam Pendleton seit zwanzig Jahren stetig weiterentwickelt, und im Dialog

mit den Zürcher Dadaist*innen der Vergangenheit und Gegenwart verwandelt das Theaterkollektiv den Pfauen in eine seiner immersiven poetischen Welten – eine Welt aus Klang, Bewegung und Imagination, in der ein Nachdenken über und die Erfahrung von Begegnung möglich wird.

REGIE: Ta­Nia (Talia Paulette Oliveras, Nia Farrell)

BÜHNE, KOSTÜME: Lan Anh Pham

D ie W e LL e N

von Virginia Woolf

aus dem Englischen von Maria Bosse­Sporleder

Bühnenfassung von Linda Hügel

REGIE: Linda Hügel

PFAUEN KAMMER

•PREMIERE: 23.04.2027

Da ist ein Tag am Strand. Die Sonne zieht über den Himmel und wirft ein stetig wechselndes Licht auf die Welt. Dazu das Meer in seinem ewigen Kreislauf aus Ebbe und Flut, aus ruhigem Wasser, aus wachsenden und brechenden Wellen. Und da ist die lebenslange Freundschaft von Bernard, Jinny, Louis, Neville, Rhoda und Susan – ein jahrzehntelanges Werden und Sichverändern, das die Zeit von der Kindheit bis zum Tod überspannt.

1931 schrieb die gefeierte britische Autorin Virginia Woolf ihren bemerkenswerten und wohl experimentellsten Roman. In einer fragmentarischen Anordnung dichter, hochpoetischer Momentaufnahmen, Erinnerungen und Reflexionen sucht Woolf das Leben selbst zu erfassen: nicht nur die Flüchtigkeit des Augenblicks, sondern auch das langfristige Vergehen der Zeit.

Dabei taucht sie tief in das Innenleben ihrer Protagonist*innen und deren spezifische Wahrnehmung in unterschiedlichen Lebensabschnitten ein. Die Eindrücke fliessen in einem vielstimmigen Bewusstseinsstrom zusammen: Wer sind

wir, und wie prägen wir uns gegenseitig? Was sind die einschneidenden Erlebnisse in freundschaftlichen Beziehungen?

Warum können wir trotz aller Verbundenheit unsere Einsamkeit nie ganz überwinden?

Die Nachwuchsregisseurin Linda Hügel stellt in ihrer Debütinszenierung das utopische Potenzial von Freundschaft ins Zentrum und lässt uns im intimen Raum der Pfauen Kammer auf den Wellen des Lebens gleiten.

REGIE: Linda Hügel

D R ei k A me RAD i NN e N

von Shida Bazyar

Bühnenfassung von Ayşe Güvendiren und Dominika Široká

REGIE: Ayşe Güvendiren

SCHIFFBAU BOX

•SCHWEIZER ERSTAUFFÜHRUNG: 30.04.2027

Saya, Hani und Kasih, von Kindheit an befreundet, treffen sich anlässlich einer Hochzeit. Ihr Wiedersehen wird zum Ausgangspunkt einer Erzählung, die schlaglichtartig die gesellschaftliche Realität der drei Frauen offenlegt: Rassistische und sexistische Anfeindungen gehören zu ihrem Alltag, Diskriminierungserfahrungen und soziale Ausgrenzung prägen ihre Lebensläufe. So unterschiedlich die Freundinnen auch sein mögen, kennen sie zu gut das Gefühl, nicht dazuzugehören, unter ständigem Verdacht zu stehen und die Angst, aufzufallen. Während rechte Parteien unaufhaltsam an Macht gewinnen und Neonazis in den Medien für Aufsehen sorgen, müssen die drei Frauen immer wieder erleben, wie ihre eigenen Gewalterfahrungen angezweifelt und umgedeutet werden. Doch als kurz nach der Hochzeit ein Brandanschlag auf ein Wohnhaus in die Schlagzeilen und Saya ins Visier der Ermittlungen gerät, zeigt sich auf kraftvolle Weise, wer – zumindest in dieser Erzählung – das Narrativ bestimmt.

Ayşe Güvendiren, die sich seit vielen Jahren in ihren dokumentarischen Arbeiten mit Rassismus, Rechtsextremismus und

Erinnerungskultur auseinandersetzt, adaptiert nun erstmals einen Roman. In DREI KAMERADINNEN hat sie eine kluge, vielschichtige Erzählung gefunden, die uns mit feinem Witz immer wieder dazu bringt, eigene Reaktionsmuster zu hinterfragen. Mit Loyalität und Freund*innenschaft setzt sie einen entschiedenen Kontrapunkt zu Hass und rechtem Terror.

REGIE: Ayşe Güvendiren

BÜHNE: Marilena Büld

KOSTÜME: Oktavia Herbst

VIDEO: Victoria Xiang­Rui Ruhe

DRAMATURGIE: Dominika Široká

D e R LA ubb LÄ se R

von Toshiki Okada

aus dem Japanischen von Andreas Regelsberger

Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich

REGIE: Toshiki Okada

PFAUEN

•URAUFFÜHRUNG: 15.05.2027 with English surtitles

Der Laubbläser ist die perfekte Metapher für ein zutiefst menschliches Prinzip: Das Laub wird lediglich aus der subjektiv begrenzten Umgebung entfernt, nicht wirklich entsorgt. Verhaltensweisen nicht zu ändern oder potenzielle Bedrohungen nicht abzuwenden, sondern an andere Stelle zu verschieben – dafür steht der Begriff NIMBY, ein englisches Akronym für den Ausdruck «Not In My Backyard» (Nicht in meinem Hinterhof). Egal, welche politische Haltung der Mensch hat – er will sie oft genug nicht im eigenen Hinterhof sehen: Windräder, Kindergärten, Clubs, Obdachlosenund Flüchtlingsunterkünfte, Industrieparks, Endlager für Atommüll. Altruismus oder Individualismus? NIMBY ist eine Formel, mit der sich über die Ambivalenz menschlicher Haltungen, Ideale, Sorgen und Moral nachdenken lässt. In Japan ist NIMBY längst zur gängigen Vokabel im gesellschaftlichen Diskurs geworden.

Der japanische Dramatiker und Regisseur Toshiki Okada untersucht das soziale Phänomen in einem Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich. Mit DER LAUBBLÄSER bringt Okada seine preisgekrönte und über viele Jahre entwickelte

Formsprache endlich nach Zürich: die fantasievolle und doch minimalistische Schreibweise seiner Texte, die den Zeitgeist ins Herz trifft. Und die präzise choreografierte Körpersprache, die er mit seinem Ensemble asynchron zum Text entwickelt. Auf der Bühne wird so gleichzeitig das Innere und das Äussere der Figuren sichtbar und ins Verhältnis mit den Freuden und Absurditäten ihrer Umgebung gesetzt.

REGIE: Toshiki Okada

BÜHNE: Dominic Huber

KOSTÜM: Tutia Schaad

MUSIK: Kazuhisa Uchihashi

DRAMATURGIE: Makiko Yamaguchi, Hannah Schünemann

eNsembLe

MOUATAZ ALSHALTOUH HILKE ALTEFROHNE ALEXANDER ANGELETTA ZEYNEP BOZBAY LUKAS DARNSTÄDT LEV FRIEDMANN MARGOT GÖDRÖS NICOLA GRÜNDEL LORENA HANDSCHIN RAHEL HUBACHER YVON JANSEN VERENA JOST SIMON KIRSCH PETER KNAACK SASHA MELROCH HENRI MERTENS MIKE MÜLLER

MICHAEL NEUENSCHWANDER MATTHIAS NEUKIRCH KARIN PFAMMATTER MIRJAM RAST DAVID ROTHE EDITH SALDANHA MARKUS SCHEUMANN LAINA SCHWARZ LENA SCHWARZ STEVEN ADJEI SOWAH MERVAN ÜRKMEZ LENA URZENDOWSKY FLORIAN VOIGT BIRGIT WALTER THOMAS WODIANKA

LENA SCHWARZ
YVON JANSEN
LORENA HANDSCHIN

MARGOT GÖDRÖS

EDITH SALDANHA

VERENA JOST

LAINA SCHWARZ

THOMAS WODIANKA

MICHAEL NEUENSCHWANDER

NICOLA GRÜNDEL

DAVID ROTHE
MIKE MÜLLER

ADJEI SOWAH

STEVEN

WieDeRAuFNAHmeN

A FLUID FAIRY FANTASY

von Bastian Kraft und Ensemble nach Hans Christian Andersen

Eine Koproduktion mit dem Thalia Theater Hamburg

REGIE: Bastian Kraft

Empfohlen ab 14 Jahren

PFAUEN

•PREMIERE: 25.01.2025 with English surtitles EN

Die Geschichte von Nymphen und Wassergeistern ist bereits zum beliebten Klassiker am Schauspielhaus Zürich geworden und taucht abermals aus glitzernden Wogen auf der Pfauenbühne auf.

In der atemberaubenden Inszenierung von Bastian Kraft mit einem glamourösen Ensemble hat das Märchen die Herzen in Zürich und an anderen Orten rasant erobert. Die kleine Meerjungfrau verliebt sich in einen Menschen und möchte deshalb ihren Fischschwanz loswerden. Dem Wunsch, sich aus zugeschriebenen Rollen zu befreien, spüren Kraft und sein Team mithilfe der extravaganten Kunst des Drag nach. Auch diese Spielzeit steht die Tür offen zu einer Welt, die ihr Publikum mit Glitzer und Pailletten umarmt.

MIT: Alexander Angeletta, Elias Arens, Michel von Känel aka Paprika, Sasha Melroch, Anis Meschichi aka Klamydia von Karma, Karin Pfammatter, Ivy Monteiro aka Tropikahl Ivy

INSZENIERUNG: Bastian Kraft

BÜHNENBILD: Peter Baur

KOSTÜMBILD: Sophie Reble

MUSIK: Björn SC Deigner

VIDEO: Jonas Link

LICHT: Michel Güntert

DRAMATURGIE: Bendix Fesefeldt

D ie s TA ubs A u G e R s CHLAF e N im s CHRAN k

von netzwerk wildi blaatere Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich

REGIE: Johanna Benrath (nwb)

für alle ab 6 Jahren, die zusammen mit uns die Grenzen der Fantasie sprengen möchten

JUNGES SCHAUSPIELHAUS

SCHIFFBAU MATCHBOX

•URAUFFÜHRUNG: 10.04.2026

Auf der Bühne begegnen sich für weitere Vorstellungen in der Spielzeit 2026/27 ein gewitztes Zauberwesen und eine typisch erwachsene Person. In einer farbenfrohen Welt, in der ein überdimensionaler Broccoli und ganz viele Vorhänge ein Eigenleben haben, treffen sie aufeinander. Während die eine liebend gern fantastische Geschichten erfinden würde, aber nicht darf, gerät für die andere bei jeder noch so kleinen Unwahrheit die ganze Welt ins Wanken. Doch auf den zweiten Blick teilen sie eine Leidenschaft: das Geschichtenerzählen.

Wieso lügen Erwachsene eigentlich – und was passiert, wenn Kinder zurücklügen? In einem Spiel voller Fantasie, Rätsel und überraschender Wendungen bringen wir auf die Bühne, wie Wahrheit und Lüge unser Leben prägen. Was, wenn Erwachsene ihre Notlügen plötzlich zugeben? Oder wenn wir gemeinsam eine Welt erfinden könnten, in der Lügen gar nicht mehr nötig sind?

Mit viel Zauber und witzigen Alltagsmythen erleben wir eine surreale Wirklichkeit, in der nichts so ist, wie es scheint – oder vielleicht doch?

Die verspielte melancholisch­lustige Inszenierung begeistert Kinder und Erwachsene, die sich ab und zu ertappt fühlen dürfen. Sie werden lachen, staunen und sich fragen: Soll ich wirklich alles glauben, was mir erzählt wird?

MIT: Mouataz Alshaltouh, David Rothe

REGIE: Johanna Benrath (nwb)

BÜHNE: Lea Niedermann (nwb)

KOSTÜME: Mara Danz

MUSIK: Linus Maria Hausammann

LICHT: Jan Guldimann

DRAMATURGIE: Rebecca Ajnwojner, Elo Göldi (nwb)

♥ Das Junge Schauspielhaus wird unterstützt von der Elisabeth Weber Stiftung und dem Komplizen Klub.

ei N s O mme RNACHT s TRA um

von William Shakespeare aus dem Englischen von Angela Schanelec, in Zusammenarbeit mit Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens

REGIE: Pınar Karabulut

PFAUEN

•PREMIERE: 14.03.2026 with English surtitles EN

Elfen, Liebende und Handwerker – drei explosive Welten kreuzen sich in einer Sommernacht. Pınar Karabulut macht den Zauberwald ihres Aufeinandertreffens zum Schauplatz wahnwitziger Szenen, die von Liebe und Lust, von Macht und Unterwerfung, von Illusion und (Theater­)Magie erzählen.

Die Flucht aus dem Alltag führt geradewegs ins Dickicht grosser Gefühle und noch grösserer Gemeinheiten. Ein albtraumhafter Spuk beginnt, in dem nichts mehr ist wie zuvor. Heimliche Begierden, tief sitzende Ängste und Triebe brechen hervor: ungefiltert, rauschhaft, exzessiv. Im besten Komödiengewand legt Shakespeare die Fragilität der Liebe offen, ihre Irrationalität sowie die unbedingte Notwendigkeit des gemeinsamen Träumens.

MIT: Hilke Altefrohne, Alexander Angeletta, Lukas Darnstädt, Lorena Handschin, Yvon Jansen, Simon Kirsch, Peter Knaack, Henri Mertens, Mike Müller, David Rothe, Laina Schwarz, Lena Schwarz, Mervan Ürkmez, Florian Voigt

REGIE, CHOREOGRAFIE: Pınar Karabulut

BÜHNE: Michela Flück

KOSTÜME: Teresa Vergho

MUSIK: Daniel Murena

LICHT: Gerhard Patzelt

DRAMATURGIE: Rose Reiter

♥ Unterstützt von der International Music and Art Foundation (IMAF)

i L GATTOPARDO

von Giuseppe Tomasi di Lampedusa aus dem Italienischen von Burkhardt Kroeber

Bühnenfassung von Pınar Karabulut und Hannah Schünemann

REGIE: Pınar Karabulut

SCHIFFBAU HALLE

•SCHWEIZER ERSTAUFFÜHRUNG: 29.11.2025

EN/IT with English and Italian surtitles

Von Zürich nach Palermo und wieder zurück. Auch in dieser Spielzeit residieren die Salinas in der Schiffbau Halle.

Die vom Publikum gefeierte Inszenierung von Giuseppe Tomasi di Lampedusas Roman stellt auch diese Spielzeit wieder in aktueller Lesart die Frage: Wie verändern wir die Welt und die Welt uns, in einer Zeit des radikalen Umbruchs?

Zur Erinnerung: Der sizilianische Fürst Salina blickt seinen letzten Tagen entgegen und ebenso denen seiner sozialen Klasse. Politische Umbrüche im Italien des 19. Jahrhunderts verändern die Gesellschaft. Der Erfolg des Freiheitskämpfers Garibaldi stärkt das Bürgertum und erschüttert die alte Ordnung. Der Bürgermeister tritt im Frack auf, seine Tochter besucht ein Eliteinternat und verdreht dem adligen Neffen des Fürsten den Kopf.

Kommen Sie mit uns auf eine immer wieder berauschende Reise durch unser Zürcher Sizilien.

MIT: Mouataz Alshaltouh, Alexander Angeletta, Sophia Mercedes Burtscher, Nicola Gründel, Peter Knaack, Michael Neuenschwander, Mirjam Rast, David Rothe, Markus Scheumann

REGIE: Pınar Karabulut

BÜHNE: Michela Flück

KOSTÜME: Sara Valentina Giancane

MUSIK: Daniel Murena

LICHT: Michel Güntert

DRAMATURGIE: Hannah Schünemann

Eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2026

♥ Unterstützt von der Zürcher Kantonalbank

m AN i AC

nach dem Roman von Benjamín Labatut aus dem Englischen von Thomas Brovot

Bühnenfassung von Calixto Bieito

REGIE: Calixto Bieito

PFAUEN

•URAUFFÜHRUNG: 08.05.2026

Am Ende des 20. Jahrhunderts gipfelte der rasante Fortschritt in Wissenschaft und Technik in einem Duell zwischen Mensch und Maschine. Das menschliche Produkt begann den Menschen selbst zu übersteigen. Dahinter stehen Träume und Albträume des letzten Jahrhunderts, die bis in die Gegenwart nachwirken.

Der chilenische Autor Benjamín Labatut spürt in seinem brillanten Roman jenen Persönlichkeiten nach, die unsere von Technik durchdrungene Zeit geprägt haben. Im Zentrum steht der Mathematiker John von Neumann, Erfinder der Spieltheorie, Mitentwickler der Atombombe und Vordenker der künstlichen Intelligenz.

«Ein Ausserirdischer unter uns.» Doch auch Neumann ringt am Ende mit seiner eigenen, banalen Sterblichkeit. Das Menschsein lässt sich dem Menschen nicht austreiben. Labatuts gekonnte Montage von Fakten und Fiktion bringt uns auf die Spur von Menschen, in deren visionären Denken sich Rationalität und Irrationalität kreuzen.

Der Regisseur Calixto Bieito, bekannt durch seine kompromisslosen Auseinandersetzungen mit dem Menschen und seinen Abgründen, hat den Roman kongenial adaptiert.

MIT: Alexander Angeletta, Verena Jost, Simon Kirsch, Matthias Neukirch, Edith Saldanha, Markus Scheumann, Lena Schwarz, Steven Adjei Sowah

REGIE: Calixto Bieito

BÜHNE: Calixto Bieito, Barbora Horáková

KOSTÜME: Paula Klein Keiller

MUSIK: Janiv Oron

VIDEO: Adrià Bieito Cami

DRAMATURGIE: Nina Rühmeier

s TÜTZL i WÖ s CH su P e RTRAN s u NO / D ue / TR e

von Kay Matter

Auftragswerk für das Schauspielhaus Zürich

REGIE UNO: Dennis Nolden

REGIE DUE: *OTHER ISSUES

REGIE TRE: Sarah* Claire Wray

PFAUEN KAMMER

•URAUFFÜHRUNGEN: 03.10.2025 / 22.11.2025 / 31.01.2026

Über drei Episoden und mit feinem Witz entfaltet der Schweizer Autor Kay Matter die Geschichte des jungen Transmannes Matteo, der mitten in seiner Transition gemeinsam mit seinem Vater in das Dorf seiner Kindheit zurückkehrt.

UNO, DUE und TRE wurden im Lauf der vergangenen Spielzeit in drei spannenden Regiehandschriften, die unterschiedlicher kaum sein könnten, auf die Bühne und zu einem grossen Bingewatching­Finale gebracht.

UNO

Roadtrip nach Italien: Zwischen Gender­Euphorie und ­Dysphorie entwickelt sich die Reise mit seinem Vater für Matteo zu einer berührenden Auseinandersetzung mit Männlichkeit und Queerness. Regisseur Dennis Nolden hat sie mit viel Gespür für die Intimität der Figuren inszeniert.

MIT: Lev Friedmann, Nicola Gründel, Peter Knaack

DUE

Scharfsinnig und lustvoll widmet sich das Regie­Duo *OTHER ISSUES dem turbulenten Verlauf der Geschichte, in dem

Matteo zwischen Tagen und Nächten voller Verwandlungen die Sprache des Flirts, des Drags und der Begierden lernt. Stets an seiner Seite: Ernesto, Chihuahua und zu Haarigem berufen.

MIT: Lev Friedmann, Lea Grünbichler, Rahel Hubacher, Florian Voigt, Thomas Wodianka

TRE

Postapokalyptisch, sexy und fucking scary: Mit Gerüchten, spektakulären Ritualen und einer Monsterjagd überführt Regisseur*in Sarah* Claire Wray die Handlung ins Horrorgenre und stellt sich die Frage, ob Vater, Sohn und der verwandelte Chihuahua noch zueinanderfinden.

MIT: Lev Friedmann, Mirjam Rast, David Rothe, Edith Saldanha, Markus Scheumann

BÜHNE: Lea Burkhalter

KOSTÜME: Josefin Kwon

DRAMATURGIE: Meloe Gennai, Rose Reiter

THEATER ALS MÖGLICHKEITSRAUM THEATERJAHR

BANDEN

OFFENES SCHAUSPIELTRAINING OFFENE BÜHNE

TAGE DER OFFENEN TÜRCHEN SCHULVERMITTLUNG

THEATER ALS MÖGLICHKEITSRAUM

Die Co­Leitung des Jungen Schauspielhauses (alle sind auch Teil des netzwerk wildi blaatere) trifft sich während den Sportferien zu einem Gespräch. Wenige Stunden vorher hat der alljährliche Ferienkurs für Schulkinder begonnen, den die drei mit Unterstützung des Theaterjahrs durchführen.

L – Lea Niedermann

E – Elo Göldi

J – Johanna Benrath

E : Als Künstler*innen werden wir vordergründig von unserem Interesse an Inhalten geleitet. Wir tragen Erzählungen, Stoffe und Tropes mit uns herum, tauschen uns darüber aus und filtern dann gemeinsam die Themen, die im Theater verhandelt und von der Gesellschaft behandelt werden sollten.

J : Hinzu kommt das gemeinsame Schauen, Ausprobieren und Suchen, das eine starke Verbindung schafft. Dieser Aspekt unserer Arbeitspraxis ist für das Publikum vermutlich nicht so offensichtlich wie die Tatsache, dass uns ähnliche Themen umtreiben. Dennoch prägt unsere Arbeitsweise, die wir seit 2019 mit der Künstler*innengruppe netzwerk wildi blaatere entwickeln und bis zur vergangenen Spielzeit in der Freien Szene Zürichs erprobt haben, unsere gemeinsame künstlerische Haltung.

L : Und nicht zu vergessen: Zu unserer künstlerischen Haltung gehört Offenheit dafür, die Dinge aus einer neuen Perspektive wahrzunehmen. Darum sind für uns als Co-Leitung des Jungen Schauspielhauses die Programmkuration sowie das Inszenieren logisch mit dem Entwickeln von partizipativen Formaten verknüpft. Und so wird EIN SOMMERNACHTSTRAUM,

der derzeit von Pınar und Ensemble geprobt wird, kurzerhand zur inhaltlichen Inspiration für den Ferienkurs in den Sportferien.

E : Apropos Offenheit: Wie aufrichtig die Kinder heute aufeinander zugegangen sind, hat mich schwer beeindruckt. Ich hätte schwören können, dass sie zum Teil Besties sind …

L : Und wie diese frisch zusammengewürfelte Gruppe bereitwillig den shakespeareschen Zauberwald entdeckt und sich in jedes Spiel, jede Übung und in konzentriertes figürliches Arbeiten hineingeben hat, ist bemerkenswert.

J : Dass sie sich überhaupt dazu entschieden haben, ihre Ferien hier im Theater zu verbringen, freut mich riesig.

Regisseurin Johanna Benrath, Dramaturg*in Elo Göldi und Szenografin Lea Niedermann leiten seit der Spielzeit 2025/26 das Junge Schauspielhaus. Sie haben über unterschiedliche Wege zum Theater gefunden und dieselbe Entdeckung gemacht: ein Möglichkeitsraum jenseits von Bewertung, in dem Fantasie und Gestaltungskraft auf kollektive Arbeit treffen – ob im Spiel, im Erfinden von Welten oder als einmaliges Ereignis im Publikumsraum.

E : Ich denke, dass Menschen im magischen Moment der Aufführung erleben, dass sie gerade Teil einer Konstellation sind, die zufällig entstanden ist – egal, ob sie auf oder neben der Bühne oder im Publikumsraum sind. Diese Zusammensetzung von Personen, und damit genau diese exakte Aufführung, wird es kein zweites Mal geben. Und dieser einzigartige Moment kann gerade nur passieren, weil sich alle an die stillschweigende Verabredung halten, dass wir das jetzt machen, und uns in unseren Aufgaben als Zuschauende und Aufführende supporten.

J : Ich mag das Bild vom Menschen als ein tragisches Säugetier: auf die Welt geworfen, voller Gedanken und Fragen, die man irgendwie einordnen will. Vor Tausenden von Jahren begannen Menschen dann, einander etwas vorzuspielen, Räume zu schaffen und Anlässe, um sich mit allen existenziellen Fragen und ihrer Unwissenheit auseinanderzusetzen. Heute ist Theater institutionalisiert, aber im Kern sind es immer noch einfach Säugetiere, die anderen Säugetieren etwas zeigen, um zu berühren, zum Nachdenken anzuregen oder zum Lachen zu bringen.

L : Im Grunde genommen braucht Theater nicht viel: Ein Ort, ein paar Menschen und ein Impuls reichen aus, um etwas Unvorhersehbares entstehen zu lassen. Diese Spontaneität, dieses Risiko ist das, was Theater so lebendig macht. Schliesslich existiert Theater auch nicht im luftleeren Raum. Es ist unweigerlich mit gesellschaftlichen Strukturen, Dynamiken und Machtverhältnissen verflochten. Umso wichtiger, dass sich das Theater sowohl als Institution, aber auch als eine kulturelle Praxis gegenüber einer vielfältigen Gesellschaft öffnet – auch wenn es bedeutet, mutig in die Unsicherheit hineinzuschreiten.

sich von Neugierde und Verspieltheit leiten zu lassen und darauf einen Bühnenmoment zu kreieren. Manchmal landet er und manchmal überhaupt nicht – das ist doch einfach toll! So ist jede Aufführung wieder ein Wagnis, jeder Ferienkurs, jedes Offene Schauspieltraining, jede Probe. Weil wir auch nicht so genau wissen, was passiert, bedeutet es so viel.

J : Ich wünsche mir, dass unsere Angebote Menschen immer wieder zum Theater zurückbringen. In vielen begann die Flamme des Theaters schon früh zu flackern, und unsere Angebote zielen darauf ab, vielfältige Berührungspunkte zu schaffen, damit diese Säugetiermagie immer wieder erlebt werden kann.

J : Und diese Konfrontation mit der Unsicherheit ist der Theaterarbeit ja sowieso inhärent: sich immer wieder in Momente der Unsicherheit zu begeben,

Die Stärke des Jungen Schauspielhauses sehen Sie in der Vielfalt der Angebote. Grob werden die Tätigkeiten in die Bereiche Schulen, Theaterjahr und partizipative Formate unterteilt. Hinzu kommt die gemeinsame Programmation von Inszenierungen, die für Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters geschaffen werden, und nicht zuletzt inszeniert das Trio auch selbst am Haus.

E : Und es funktioniert! Beispielsweise hat uns ein älterer Ex-Statist geschrieben, dass er gern zum Offenen Schauspieltraining kommen möchte. Verunsichert vom Label Junges Schauspielhaus fragte er nach, ob er als «Oldie» beim Training erwünscht sei.

Das ist genau das, was wir unter dem Begriff «jung» verstehen: die Lust, in neue Perspektiven einzutauchen und am Theater Neues auszuprobieren.

J : Mit unserem Mix aus Kuration, Partizipation, Eigenproduktion und Ver-

mittlung kommunizieren wir dem Publikum: Wir haben Lust auf die verschiedensten Arten der Beschäftigung mit Theater und allen Begegnungen, die daraus entstehen!

Stück Sicherheit zu finden. Und wir feiern diese Schritte, indem wir wahrnehmen: Da ist gerade jemand gesprungen.

Monat an alle Altersgruppen, die vor Publikum auftreten möchten. Für Schulklassen gibt es Klassenzimmerstücke, deren

E : Ich hoffe, dass sich dieses Vertrauen und die Experimentierfreude auch auf unsere fünf Jahrespraktikant*innen im Theaterjahr übertragen. Einfach ausprobieren, evaluieren, weiterentwickeln und Spass haben.

L : Entscheidend ist, dass man selbst wählen kann – und genau das wollen wir mit unseren Formaten ja ermöglichen. Ob beim Theaterjahr oder im Offenen Schauspieltraining – jede*r kann selbst entscheiden, wie weit er*sie gerade hinausgeht, wie gross der Schritt aus der eigenen Komfortzone sein soll und wann man sich wieder einer Gruppe zuwenden möchte, um ein

Für Kinder bietet das Junge Schauspielhaus kurze Formate wie den Ferienkurs, der sich über eine Woche erstreckt und innerhalb derselben Gruppe stattfindet.

Jugendliche und junge Erwachsene werden Teil der wöchentlichen BANDEN –

Gruppen, die meist über die gesamte Spielzeit bestehen. Das OFFENE SCHAUSPIELTRAINING findet einmal im Monat für Personen ab 16 Jahren statt und eröffnet jedes Mal eine völlig neue Erfahrungswelt, da es von wechselnden Ensemblemitgliedern geleitet wird. Das macht den Reiz aus: Jede Teilnahme ist einzigartig ohne längerfristige Verpflichtung. Die OFFENE BÜHNE, angeleitet vom THEATERJAHR, richtet sich einmal im

Inhalte gezielt vor- und nachbereitet werden und auf die sich neugierige Lehrpersonen gemeinsam einstimmen können.

Zudem ermöglicht das Junge Schauspielhaus einer Gruppe von fünf jungen Menschen mit dem THEATERJAHR ein einjähriges, abwechslungsreiches Praktikum.

Das Theaterjahr am Schauspielhaus Zürich gilt weit über die Stadtgrenze hinaus als das wohl abwechslungsreichste Praktikum überhaupt. Als einzigartiges Förderformat gehört es inzwischen so selbstverständlich zum Haus wie der Pfauen. Eine Spielzeit lang werden fünf junge, kreative Menschen Teil der Institution, lernen die Produktionslogiken eines Stadttheaters kennen, entwickeln eigene künstlerische Formate und bringen täglich eine frische Perspektive in den etablierten Betrieb. Nach aussen wirkt das Theaterjahr als Brücke in die Stadt: Junge Menschen ziehen junge Menschen an und stärken mit Veranstaltungen wie der Offenen Bühne nachhaltig den Publikumsnachwuchs. Als Botschafter*innen geben sie  Einblicke in Berufsbild und Wirkungsfeld Theater und machen das Haus für neue Publikumsgruppen und jüngere Generationen zu einem attraktiven Kulturort.

Während einer Spielzeit beschäftigen

sich theaterbegeisterte 14- bis 24-jährige Menschen in den Banden auf oder hinter der Bühne mit den vielfältigen

Mitteln des Theaters. Neben der Entwicklung einer anspruchsvollen Inszenierung stehen der individuelle künstlerische Ausdruck und das Erleben eines co-kreativen Prozesses im Mittelpunkt. Ob Sprechtheater, Bewegung, Tanz und Performance oder ein Blick hinter die Kulissen – jede der drei Banden widmet sich einem eigenen Zugang zum Theater. Geleitet werden sie von Theaterprofis, die regelmässig mit nicht professionellen Kollaborateur*innen arbeiten und einen Rahmen schaffen, in dem Qualität und Offenheit gleichermassen Platz haben. Gemeinsam entsteht Schritt für Schritt ein eigenständiges künstlerisches Produkt, das die Handschrift der Jugendlichen und jungen Erwachsenen trägt. Im Vordergrund steht der Prozess: ausprobieren, scheitern, wachsen, gestalten.

Spielen, erfinden, entdecken: Das

Offene Schauspieltraining des Jungen

Schauspielhauses lädt monatlich zum grossen Ausprobieren ein. In einem Workshop von eineinhalb Stunden werden die Teilnehmenden von einem

Ensemblemitglied mit einer Herangehensweise ans darstellende Spiel vertraut gemacht. Immer als neue Gruppe, immer unter neuer Anleitung und immer mit einem neuen Zugang zur Bühnenkunst. Spielerische Übungen, Improvisationen und kleine Szenen eröffnen

Raum, die eigene Ausdruckskraft zu entdecken und zu erweitern. Und weil es nie zu spät ist, um sich an Neues heranzutasten, sind beim Offenen

Schauspieltraining alle Menschen ab 16 Jahren willkommen. Im Mittelpunkt stehen Neugier und die Lust, sich auszuprobieren. So sind beim Offenen

Schauspieltraining keinerlei Vorkenntnisse erforderlich.

Für alle, die einen Schritt weiter gehen und ihr Talent vor Publikum zum Besten geben möchten, gibt es die monatliche Offene Bühne. Musizieren, tanzen, slammen, vorlesen – an diesem vom Theaterjahr organisierten Abend kann auf der Matchbox-Bühne so ziemlich alles präsentiert werden. Die einzige Regel des Abends: Jeder Beitrag darf maximal zehn Minuten dauern. Wer auf die Bühne möchte, kann sich vorgängig beim Theaterjahr anmelden oder sich spontan für einen Auftritt entscheiden. Vielfalt ist auch bei diesem Format garantiert! Die Offene Bühne versteht sich dabei als geschützter Raum zum Ausprobieren und Weiterentwickeln eigener Ideen. Im Mittelpunkt stehen die Freude am Auftritt und der Austausch mit anderen, die ihre Begeisterung für die Bühne teilen.

Das Prinzip ist bestens bekannt aus der Festtagszeit: Jeden Tag öffnet sich ein Türchen – und dahinter wartet eine Überraschung. Gemeinsam mit Mitarbeitenden und Ensemblemitgliedern des Schauspielhauses gestaltet das Junge Schauspielhaus im Dezember ein buntes Programm für Klein und Gross. Ob vorgelesene Märchen, abenteuerliche Geschichten, Rapkurs, Modenschau, Schatzsuche, Backen, Basteln oder Singen – hinter jedem Türchen steckt eine neue Idee, die unsere Adventszeit bereichert. So wird die Schiffbau Matchbox täglich zum lebendigen Treffpunkt für Familien mit Kindern ab 5 Jahren und alle, die dank ihrer Offenheit und Neugier immer wieder ihren Weg ins Theater finden.

Mit der Schule ins Theater gehen: Gemeinsam mit Schüler*innen, Lehrpersonen und einer breiten Palette an Formaten öffnen sich die Türen zum Schauspielhaus. Besucht werden Eigenproduktionen des Jungen Schauspielhauses sowie ausgewählte Vorstellungen im Abendprogramm. Einblicke hinter die Bühne vermitteln ein Gefühl für den Theaterbetrieb und das Zusammenspiel der vielen künstlerischen und handwerklichen Bereiche.

Auch der Entstehungsprozess einer Inszenierung wird erfahrbar: Bei Probenbesuchen lässt sich verfolgen, wie Theater entsteht, und Eindrücke können im Austausch eingebracht werden. Führungen im Schiffbau und Workshops im Klassenzimmer ergänzen diese Perspektiven. Workshops, Einführungen und Nachgespräche verbinden Bühne, Schule und Alltag und laden zum Weiterdenken ein. So wird Theater als Ort künstlerischer Erfahrung und gesellschaftlicher Auseinandersetzung sowie als Arbeitsfeld mit vielfältigen Berufen erlebbar.

ReiHeN

Z uku NFT

D es DR. k ARP i CZ e N k O

–DA s kik A bi N e TT

Existenzielle Diavorträge, musikalische Aufheiterungen und MEHR (!!)

PFAUEN

Nach einem fulminanten Auftakt am Ende der letzten Spielzeit geht das heitere Gruselkabinett von Komiker und KIExperte Patrick Karpiczenko in die nächste Runde. Ein Streifzug durch den aktuellen Spielplan gibt Anstoss für MEHRERE (!!) neue Folgen, die den Herausforderungen durch künstliche Intelligenz unerschrocken eine Bühne geben. Denn klar ist: Hätten die Figuren KI zur Hand gehabt, wäre in den meisten Stücken in Sachen Liebe, Geld, Krieg oder Religion so einiges anders gelaufen! Vor dem Hintergrund düsterverlockender Zukunftsvisionen führt Lichtgestalt Dr. Patrick Karpiczenko uns mit ausgewählten Gästen durch Freud und Leid der neuesten Errungenschaften.

GHO s T s (R e )V isi T e D: ku N s T AL s e X i L

Leseund Gesprächsreihe zum 100. Jubiläum

PFAUEN

Das Schauspielhaus Zürich hat eine schillernde Geschichte. Wesentlich an ihr mitgeschrieben haben jene deutsche Künstler*innen, die in den 1930erund 40erJahren in Zürich Zuflucht gefunden haben. Und jene couragierten Menschen wie der damalige Direktor Ferdinand Rieser und der Dramaturg Kurt Hirschfeld, die sie ans Schauspielhaus holten –meist unter schwierigsten Umständen und gegen den Widerstand bedeutender Teile der Stadtgesellschaft. GHOSTS (RE)VISITED: KUNST ALS EXIL ist ihrem Andenken gewidmet, ihren Biografien und Werken. Aber auch ihren Nachkommen: den Künstler*innen, die heute im Schweizer Exil leben und arbeiten. Inwiefern verbindet die Erfahrung des Exils über die Zeiten hinweg? Und wie beeinflusst sie das künstlerische Schaffen?

PFORT e

Stadtgespräch mit Mike Müller und Gästen PFAUEN

Pförtner Mike Müller hat sich bewährt. Und so hält er auch in dieser Spielzeit die Leute auf, die an seiner Loge der ganz anderen Art vorbeikommen. Manche möchten nach getaner Arbeit nach Hause, manche möchten zur Arbeit und nicht aufgehalten werden, und wieder andere möchten sich in dem Haus einmal umschauen und haben ein paar Fragen. Ganz sicher hat Mike Müller ein paar Fragen an die Menschen, die bei ihm vorbeikommen. Offiziell nennt sich das Talk. An der Pforte nennt man es Gequatsche. Das kann ganz ernsthaft sein und ernsthaft unernst. Und über manches kann man gar nicht reden, darüber muss man singen. Aber schauen und hören Sie selbst!

W ie D e R s ONNTAG

Wechselnde Formate aus Kunst, Wissenschaft und Politik PFAUEN, SCHIFFBAU

Unregelmässig, doch verlässlich gut erwartet Sie sonntags ein vielseitiges Programm aus Lesungen, Talks, Musik und kleinen Überraschungen. Mit wechselnden Gästen und unterstützt von Mitgliedern des Ensembles vertiefen wir spielerisch, sinnlich, diskursiv Inhalte des Spielplans oder erkunden weitere Themen, die Ihnen und uns unter den Nägeln brennen. Die Gelegenheit, mit Ihnen zusätzlich beim Apéro oder Nachmittagskaffee undkuchen in den Austausch zu kommen, wollen wir uns dabei natürlich nicht entgehen lassen. Wenn doch jeder Tag ein Sonntag wäre!

k LA m YD i A D e LL’ART e

DragPerformance mit Klamydia von Karma und Gästen PFAUEN

«When we see a stage –we have to perform on it!» Auch in dieser Spielzeit entsteht für jede Neuproduktion im Pfauen wieder ein eigenes beeindruckendes, aufwendiges Bühnenbild –eine kleine Welt für ein grosses Drama. Eine dieser Bühnenwelten wird Klamydia von Karma gemeinsam mit weiteren Drag Artists nun auch erstmals ausserhalb ihres originären Inszenierungskontextes spektakulär zum Leben erwecken und dabei Raum für alternative Geschichten schaffen. «Because Drags love big drama too!» So gestaltet sich das ursprüngliche Thema des Stückes als Ausgangspunkt und dragproved Sprungbrett für eine Show, die Underground, Burlesque, Ballroom und clubbased Performances vereint. Deren schillernde Künstler*innen wertschätzen das Bühnenbild als gleichwertige*n Spielpartner*in, um  einen einmaligen Abend zu gestalten. «And drag takes over Schauspielhaus!»

TH e R u NWAY

R u NN i NG

Talkreihe zu Mode und Theater mit Birte Carolin von Knoblauch und Gästen PFAUEN, SCHIFFBAU «Playing dressup begins at age five and never truly ends.» — Kate Spade. RUNNING THE RUNWAY geht in die zweite Runde. Es erwarten Sie facettenreiche Talkrunden und glamouröse Gäste. Gemeinsam bleiben wir im Gespräch über Mode als Kunstform und ihre Verschränkung mit dem Theater. Menschen aus dem Kosmos von Mode und Theater treffen aufeinander; und erkunden zusammen mit Ihnen die vielen Gesichter dieser beiden Welten. Welche Rolle wählen Sie, wenn Sie sich anziehen? 90

bu CHCL ub

neue Seiten entdecken

Gemeinsam

PFAUEN, SCHIFFBAU

Was haben Oprah Winfrey, Dua Lipa und RuPaul gemeinsam? Sie alle haben einen Buchclub. Höchste Zeit, dass auch das Schauspielhaus Zürich seinen eigenen Lesezirkel gründet. In Gesprächen mit Dramaturg*innen, Ensemblemitgliedern und Diversitätsagent*innen setzen wir uns mehrmals im Jahr mit Texten auseinander, die zu lesen und zu diskutieren ein Muss ist. Sachbücher, Essays, Gedichte oder Fanzines: Die ausgewählten Texte kreisen wie Satelliten rund um das Repertoire des Schauspielhauses, vertiefen die Themen im Orbit aktueller Inszenierungen und erweitern sie um Perspektiven jenseits hegemonialer Normen. Ganz egal, ob leidenschaftliche Buchwürmer oder neugierige Gelegenheitsleser*innen –werden Sie Mitdenker*innen.

Join the Clu b!

Dioh, Meloe Gennai, Dominika Široká

MIT: Rebecca Ajnwojner, Yuvviki

DRA m A DAT e

Wanna be my theatre friend?

PFAUEN, SCHIFFBAU

Haben Sie Lust, gemeinsam in einer Gruppe ins Theater zu gehen? Sich zusammen auf den Abend einzustimmen und sich im Anschluss über die Inszenierung auszutauschen? Oder möchten Sie einfach schön ausgehen und neue Leute kennenlernen? Langjährige SchauspielhausUltras oder komplette Einsteiger*innen –bei uns sind alle genau richtig! Regelmässig bieten wir unserem Publikum die Möglichkeit, ausgewählte Inszenierungen gemeinsam mit anderen interessierten und neugierigen Theatergänger*innen zu besuchen. Nach der Vorstellung lassen wir den Abend zusammen ausklingen, zum Beispiel am Stammtisch in der Theaterkantine!

O e XTRA

b

APreviewFormat für unsere Abonnent*innen und alle, die es vielleicht werden möchten

PFAUEN

Auch in dieser Spielzeit haben Sie als Abonnent*in bei unserem beliebten Preview ­

Format ABO EXTRA die Gelegenheit, Szenen aus Inszenierungen zu sehen, die gerade erst im Entstehen sind, und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. In Werkstattgesprächen geben Regisseur*innen und Schauspieler*innen, Bühnenund Kostümbildner*innen, Musiker*innen und Dramaturg*innen Einblick in ihre Arbeit. Anschliessend laden wir Sie herzlich ein, sich bei Snacks und Getränken mit den Künstler*innen und uns auszutauschen.

AN DIE WURZELN GEHEN

Gespräch über das Ankommen und Aufbrechen

Ein Abend im Februar, kurz vor der Fertigstellung des Programms für die Spielzeit 2026/27. Die Co­Intendanz und die Chefdramaturgin treffen aufeinander, um zurückzuschauen und über das Ankommen in Zürich zu sprechen. Es folgt ein Protokoll mit Einblicken und Ausblicken.

H – Hannah Schünemann

R – Rafael Sanchez

H : Was ich an der Arbeit am Theater sehr schätze, ist, wie sich an einem Ort wie dem Schauspielhaus viele Geschichten überlagern. Auf meinem Weg zur Arbeit durchquere ich jeden Morgen die Stadelhoferstrasse. Dort, in dem Haus mit der Nummer 28, hat Max Frisch bis zum Ende seines Lebens gewohnt. Er hatte also den gleichen Arbeitsweg wie ich heute. Kennt ihr dieses Gefühl, dass man über diesen Umstand nachdenkt und dann meint, die Fussspuren unserer Vorgänger*innen beinahe vor sich zu sehen? Ich spüre am Schauspielhaus manchmal förmlich, wie sich verschiedene Zeiten zusammenfalten und im gleichen Moment gemeinsam vor einem existieren. Theater sind Orte, an denen man das besonders stark empfindet. Hier sind so viele Menschen ein- und ausgegangen, so viel Vergangenheit ist übereinandergeschichtet.

R : Ja, wir befinden uns an einem wahnsinnig geschichtsträchtigen Ort, und das spürt man. Auch wenn ich in meinem geschäftigen Alltag nicht ständig an die Vergangenheit denke, fällt mir immer wieder ein, dass Christoph Marthaler und Ruedi Häusermann eine Zeit lang den Pfauen nicht betreten durften,

weil sie Hausverbot hatten. Solche Geschichten werden schnell von Gegenwart überlagert und dadurch vergessen. Deshalb hat es mich so berührt, im Pfauen den Film HIRSCHFELD (UNBEKANNTER BEKANNTER) von Stina Werenfels und Samir zu sehen. Auch am

Beispiel des Dramaturgen und späteren Direktors Kurt Hirschfeld, der das Schauspielhaus Zürich so enorm geprägt hat und trotzdem von vielen sehr schnell vergessen wurde, merke ich, wie wichtig es ist, sich die Vergangenheit immer wieder ins Bewusstsein zu rufen.

P : Dieses Haus, diese Institution hat eine extrem bewegende Geschichte –als Ort des Exiltheaters, als Zuhause der Innovation und Anarchie. Etwas, das Menschen vergessen, wenn sie sich wünschen, am Schauspielhaus solle klassisches Theater aufgeführt werden –was ist eigentlich klassisches Theater?

H : Das Theater als Konservierungsanstalt?

P : Aber ein Theater ist eben kein Museum, sondern ein Ort der Rebellion gegen das Statische, ein Ort des Austausches und auch des politischen Kampfes – ganz besonders das Schauspielhaus Zürich. Es gibt natürlich immer eine Wechselwirkung, einen Austausch zwi-

schen Vergangenheit und Gegenwart. Der vermeintliche bürgerliche Konsens darüber, wie das Theater zu sein hat, verdrängt aber vieles von dem, was hier mal auf der Bühne stattgefunden hat. Etwas, das damals als kontrovers galt und kritisch beäugt wurde, gilt heute unter Umständen als Konsens.

R : Ich würde noch hinzufügen: Es gab im Theater schon immer beides. Die konservativen und die progressiven Inszenierungen. Die Kräfte, die bewahren wollten, und die, die Neues erschaffen haben. Zürich und das Schauspielhaus waren aber immer ein Ort, an dem sich insbesondere Letzteres manifestieren durfte. Und was zur Wahrheit auch dazugehört: Das Schauspielhaus stand schon immer unter Beschuss. Es ist wichtig, dass es in einer Stadt Orte wie diesen gibt. Orte, an denen sich gesellschaftliche Debatten entzünden. An der Art und Weise, wie die Debatten über das Schauspielhaus geführt werden, kann man sehr gut ablesen, wo eine Stadtgesellschaft steht. Nur dass die Reaktionen anders kommen als beispielsweise im Sport. Der Fussball holt das Animalische aus den Leuten heraus und bietet ihnen ein Ventil für diesen Aspekt des Menschlichen

P : Und das Theater ist ein Ventil für ihre intellektuelle Energie. Eine Energie, die nicht weniger leidenschaftlich ist.

Auch Nachdenken, Diskutieren und Abwägen sind Leidenschaften, die sich Luft machen müssen, die beschützt werden müssen, die ein Forum brauchen.

H : Ich muss da auch immer an Therese Giehse denken, die in den 1930erJahren aus München nach Zürich kam. Wie war es wohl für sie, zum ersten Mal die Tür am Pfauen aufzustossen und hier an einen Ort zu kommen, an dem sie willkommen war? Ich bekomme

Gänsehaut, wenn ich daran denke, dass unser Ensemble sich jetzt am gleichen Ort auf die Vorstellungen vorbereitet wie sie, als sie die Uraufführung von Brechts «Mutter Courage und ihre Kinder» gespielt hat. Es ist ein grosses Privileg, uns in ihrer Traditionslinie bewegen zu dürfen, ihren Kampf weiterführen zu können. In diesem Sinne ist das Schauspielhaus ja tatsächlich eine äusserst beständige Institution. Es bleibt aber eben nicht alles immer gleich. Vielleicht haben jedoch auch gerade im konstanten Wandel gewisse Dinge fortwährend Bestand. Habt ihr eigentlich das Gefühl, dass ihr euch künstlerisch verändert habt, seit ihr dieses Haus leitet?

R : Man denkt vielleicht, ein Haus leiten und in diesem inszenieren, das seien zwei verschiedene Jobs. Ich glaube nicht, dass das stimmt. Für mich ist es schon derselbe – aber mit verschiedenen Ergebnissen. Als Intendant arbeitet man mehr nach innen, als Regisseur stärker nach aussen. Dennoch, und das haben wir von Anfang an gesagt: Wir sind hier angetreten, um das, was wir im Kleinen auf der Probebühne veranstalten, ins Grosse zu übersetzen. Natürlich ist das zum Teil auch Übungssache, und ich würde auch behaupten, dass es für unsere Mitarbeitenden durchaus eine Herausforderung ist, also mit uns beiden. Eine ist am Inszenieren, der andere sitzt im Büro, immer im Wechsel – als Haus müssen wir natürlich erst einmal lernen, mit dieser besonderen Konstellation umzugehen. Da geht es dann auch wieder ums Ankommen, genau wie im Hinblick auf den Austausch mit dem Publikum.

P : Du hast jetzt noch gar nicht gesagt, was sich künstlerisch in Deiner Arbeit geändert hat!

R : Nichts.

P : Ja, das empfinde ich genauso. Also natürlich, wie Du schon sagtest: Man kann das nicht voneinander trennen. Auch als Regisseurin trage ich Verantwortung für die Menschen, die Teil einer Produktion sind – für das Ensemble, für die Technik, das Bühnenbild, die Requisite, die Kostüme und das Licht etc. Der Beleuchtungsmeister trägt zwar Verantwortung für das Lichtdesign und die Kostümbildnerin für die Kostüme, aber als Regisseurin trage ich letztlich die Verantwortung für das Gesamtkunstwerk. Als Teil einer Intendanz ist dieses Prinzip hochskaliert auf ein ganzes Haus, und auch für mich bedeutet das: Ich kann meine Arbeit als Regisseurin nicht abgetrennt von meiner Arbeit als Intendantin beurteilen.

H : In der ersten Spielzeit habt ihr beide bisher je eine Produktion auf die Bühne gebracht [zum Zeitpunkt des Gesprächs befand sich EIN SOMMERNACHTSTRAUM noch in den Proben, Anm. d. Red.], die von euch explizit für Zürich gedacht waren. BLÖSCH war eine Produktion mit einem Berner Autor, aufgeführt in Mundart, aber auch IL GATTOPARDO wäre als Inszenierung auf keiner anderen deutschsprachigen Theaterbühne als in der Schiffbau Halle denkbar gewesen. Als ihr für die zweite Spielzeit Stoffe gesucht habt, mit denen ihr euch in einem Team mindes-

tens acht Wochen konzentriert beschäftigen wollt, wie stark habt ihr da wieder die Zürcher*innen und ihre Stadt mitgedacht?

P : Wenn ich DIE DREIGROSCHEN-

OPER mache, dann tue ich das auch deshalb, weil der Stoff wie die Faust aufs Auge hierher passt. Nicht nur, weil Brecht allgemein eine grosse Rolle am Schauspielhaus gespielt hat, sondern auch wegen der komplizierten Aufführungsgeschichte des Stückes in Zürich. Es hat ja lange gedauert, bis man sich hier für diesen heute legendären Stoff begeistern konnte.

H : Ebenso wärst Du, Rafi, vermutlich an einem anderen Ort nicht auf die Idee gekommen, das Bühnenbild von IL GATTOPARDO zu benutzen, um darin

DIE MAUSEFALLE von Agatha Christie zu inszenieren, oder?

R : Sicher nicht. Mit einer Gehirnhälfte denke ich als Regisseur natürlich immer darüber nach, mit welchen Themen ich mich beschäftigen möchte. Nicht nur für acht Wochen, sondern oft mindestens ein Jahr lang. Als Intendant*innen denken wir darüber hinaus auch ständig darüber nach, was an diesen Ort passt und was die Menschen der Stadt interessieren könnte. Wenn

ich zum Beispiel DER GEIZIGE inszenieren möchte, eine Komödie von Molière, dann denke ich an diesen Stoff natürlich auch, weil ich das Gefühl habe, damit etwas über die Schweiz, über Zürich, aber auch über St. Moritz erzählen zu können. Und wenn Du an einem Ort verankert bist, wie das jetzt bei uns so langsam der Fall ist, dann kannst Du alles, was Du über eine Gesellschaft weisst, in Deine Bearbeitung reinlegen. Und mit DIE MAUSEFALLE wiederum haben wir einen Stoff gefunden, für die Schiffbau Halle, mit dem ich dem Publikum ein Geschenk machen möchte, das die reine Freude am Spielen zelebriert. Ausserdem spielt das Stück auf einem Landsitz, über den Agatha Christie in der Regieanweisung schreibt, dass das Haus offensichtlich nicht aus der Zeit stammt, in der die Handlung spielt, sondern so wirkt, als ob Generationen einer Familie mit schwindendem Vermögen darin gewohnt hätten. Wenn das kein Aufschlag ist, um nachhaltig die Geschichte unseres grossartigen Gattopardo-Bühnenbilds weiterzuschreiben.

H : Neue und alte Traditionen fortschreiben – gutes Stichwort: In dieser zweiten Spielzeit möchten wir Traditio-

nen neu beleuchten, befragen und bearbeiten. Auch, weil wir ein Jubiläum feiern. In der Auseinandersetzung mit der Sprechtheater-Tradition, die hier 1926 mit Ferdinand Rieser und vielen anderen ihren Anfang nahm, würde ich euch gern fragen: Was bedeutet Tradition für euch?

P : Der Begriff ist vielschichtig. Aktuell wird er von der politischen Rechten mit sehr viel negativer Idee aufgeladen; ich glaube aber, dass in ihm trotzdem grosses Potenzial steckt. Und zwar in dem Sinne, dass es über die Beschäftigung mit Traditionen möglich ist, zu begreifen, woraus Kultur und Kunst entstehen, woher wir kommen und wohin wir gehen möchten. Beispielsweise empfinde ich es als positive und fortzuführende Tradition, auf der Pfauenbühne grosses Sprechtheater zu zeigen. Gleichzeitig bedeutet dies nicht, dass man auf dieser Bühne nur das zeigen sollte. Traditionen sollten nicht einengen, nicht eindimensional betrachtet werden, sondern immer in Hinblick auf die Gegenwart.

R : Die Menschen vergessen auch, wie schnell Traditionen entstehen. Ab und an dauert es vielleicht auch nur ein Jahr, eine neue Tradition zu

etablieren. Das Zeitfenster, in dem sich das Schauspielhaus als Bühne für neue Dramatik etabliert hat, war ein recht kurzes – gefördert durch eine Privatperson, also durch Rieser, als dieser das Schauspielhaus leitete. Als Intendanz ist es Teil unserer Aufgabe, das Entstehen neuer Traditionen möglich zu machen.

P : Im orientalischen Kulturkreis gibt es die Praxis, mit Hennafarben auf den Körper zu malen, vor allem in der Nacht vor der Hochzeit. Diese Praxis ist über 2000 Jahre alt, also älter als die türkische Sprache und vieles mehr.

Heute weiss zwar kaum jemand noch, woher diese Tradition eigentlich stammt, aber trotzdem finden Menschen darin bis heute einen Wert. Es geht, denke ich, immer darum, zu fragen: Warum folgen wir bis heute einer gewissen kulturellen Praxis?

R : Oder ist eine Tradition gegebenenfalls eine, mit der wir jemandem Schaden zufügen – und lohnt es sich deshalb vielleicht, sie sterben zu lassen?

H : Die Hennatradition bringt mich zurück zu IL GATTOPARDO, der zwar ein italienischer Klassiker ist, aber von einer Zeit erzählt, in der es Italien so noch gar nicht gab. In diesem Zuge müssen wir uns vielleicht auch fragen:

Wenn wir uns an Ferdinand Rieser und 1926 erinnern – und an den Moment, in dem er zum ersten Mal den Pfauen betrat –, dachte er da wirklich, dass das Theater jetzt für immer so und nicht anders bleiben muss? Oder hoffte er vielmehr, dass auch hundert Jahre später Menschen noch den Mut haben würden, dieses Theater und das Programm auf seinen Bühnen nach ihren Ideen und gemäss ihrer Zeit neu zu gestalten?

P : Ich lehne mich mal aus dem Fenster: Da kann man natürlich gut Brecht heraufbeschwören. Ich denke nicht, dass ein Anarcho in seinen Zwanzigern wollte, dass die Texte, die in seinem jugendlichen Kopf entstanden waren, einhundert Jahre später noch eins zu eins so gespielt werden, wie er sie damals aufschrieb. Die Kraft der Jugend, die Brecht und Weill damals hier ins Schauspielhaus brachten, soll natürlich weiterleben. Und ganz ähnlich ist es doch mit vielen anderen Stoffen, die oft aus einem radikalen Gedanken entstanden sind und die heute häufig konservativ-gediegen gelesen werden.

H : Wenn Du Dir das Wort Radikalität etymologisch anschaust, dann stellst Du fest: Eigentlich bedeutet das,

an die Wurzeln zu gehen und zu schauen, wo der Ursprung liegt.

P : Und von diesen ausgehend schaust Du dann: Wie kann ich diese Wurzeln neu pflanzen, neu nutzen …?

H : In welcher Form würdet ihr gern in Zürich Wurzeln schlagen –oder sagen wir: in den Köpfen der Theatermenschen herumspuken, die in einhundert Jahren dieses Haus leiten?

P : Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn das, was wir jetzt hier machen, dazu führen würde, dass eine Chefdramaturgin, die in einhundert Jahren in den Archiven des Schauspielhauses stöbert, in unserer Arbeit Inspiration findet. 96

seRViCes

TICKETING ERMÄSSIGUNGEN

SAALPLÄNE UND PREISKATEGORIEN ABONNEMENTS MITARBEITENDE

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TICKETING

MONATLICHER VORVERKAUF

Der Vorverkauf startet jeweils am fünften Tag des Vormonats. Für Abonnent*innen, Mitglieder der gfs sowie Lehrpersonen startet der Vorverkauf bereits am dritten Tag des Vormonats. Fällt einer dieser Tage auf einen Sonn- oder Feiertag, beginnt der entsprechende Vorverkauf am nächsten Werktag.

PREISE

Das Schauspielhaus Zürich führt ein flexibles Preissystem: Die verschiedenen Preisstufen werden je nach Vorstellung, Spielstätte und Platzwahl flexibel angewendet und variieren zwischen CHF 8.– und CHF 128.–. Die Theaterkasse berät Sie gern bei der Platzwahl. Im Ticketshop unter schauspielhaus.ch empfehlen wir die Nutzung der Funktion «Bestplatzbuchung».

BARRIEREFREIHEIT

Für Menschen mit Rollstuhl reservieren wir gern einen Platz zum Einheitspreis von CHF 20.–, für eine Begleitperson gilt 50 % Reduktion. Für die Reservation kontaktieren Sie bitte die Theaterkasse.

PUBLIKUMSSERVICE

Bei Fragen rund um Ihren Besuch hilft Ihnen unser Publikumsservice via publikumsservice@schauspielhaus.ch.

THEATERKASSE

PFAUEN

Rämistrasse 34

8001 Zürich

Mo–Fr: 11.30–18.00 Uhr

Sa: 14.00–18.00 Uhr

SCHIFFBAU

Schiffbaustrasse 4

8005 Zürich

Im Schiffbau gibt es ausschliesslich eine Abendkasse.

+41 44 258 77 77 theaterkasse@schauspielhaus.ch

Die Abendkasse öffnet eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, für Pfauen Kammer und Schiffbau Matchbox jeweils eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn. Während der Abendkasse werden ausschliesslich Karten für den jeweiligen Veranstaltungstag verkauft.

TICKETSHOP

Karten können rund um die Uhr online unter schauspielhaus.ch erworben werden.

ERMÄSSIGUNGEN

UNTER 18

50%

Ermässigung auf Tickets und Abonnements

Gilt nicht für:

Migros Theatermontag und ausgewählte Sonderveranstaltungen

PERSONEN IN AUSBILDUNG

50%

Ermässigung auf Tickets und Abonnements

Für Schüler*innen und Studierende Gilt nicht für:

Migros Theatermontag, ausgewählte

Sonderveranstaltungen und das Familienstück im Pfauen

KULTURLEGI CARITAS, IV-AUSWEIS

50%

Ermässigung auf Tickets und Abonnements

Gilt nicht für:

Migros Theatermontag, ausgewählte

Sonderveranstaltungen und das Familienstück im Pfauen

ZKB-KUND*INNEN

MIGROS THEATERMONTAG

CARTE BLANCHE

20%

Rabatt auf je zwei Tickets für ausgewählte Vorstellungen (limitiertes Kontingent)

♥ Für alle Personen mit einer gültigen Bankkarte der Zürcher Kantonalbank Gilt nicht für: Premieren, Gastspiele, Sonderveranstaltungen und Migros Theatermontag

50%

Montags sind alle Karten zum halben Preis erhältlich.

♥ Der Migros Theatermontag wird unterstützt von Migros Kulturprozent.

20%

Reduktion auf ausgewählte Vorstellungen

Exklusiv für Inhaber*innen der carte blanche des «Tages-Anzeigers»

LAST-MINUTE

CHF 18.—

Last­Minute­Karten an der Abendkasse

Für Kinder unter 18 Jahren, Schüler*innen, Studierende mit Legi und für Personen mit KulturLegi der Caritas oder IV-Ausweis

ABONNEMENTS

Ermässigung bei Mehrfachbesuchen

Blättern Sie zwei Seiten weiter zu unseren vielseitigen Abonnements für jeden Geschmack!

BALKONLOGE LINKS

SAALPLÄNE UND PREISKATEGORIEN

PFAUEN BÜHNE

BALKON

BALKONLOGE RECHTS

SAALPLÄNE UND PREISKATEGORIEN

SCHIFFBAU HALLE

SCHIFFBAU BOX BÜHNE BÜHNE

PFAUEN UND SCHIFFBAU HALLE VOLLPREIS

1. Kategorie

2. Kategorie

3. Kategorie

4. Kategorie

bis 128.—

bis

bis 58.—

5. Kategorie 20.— bis 30.—

*Keine Legi-Vergünstigung. Der reduzierte Preis gilt hier für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre.

SCHIFFBAU BOX VOLLPREIS

bis 15.—

ERMÄSSIGT

1. Kategorie 4 4.— bis 74.— bis 22.— bis 37.—

5. Kategorie 20.— bis 30.— bis 10.— bis 15.—

SCHIFFBAU MATCHBOX UND PFAUEN KAMMER VOLLPREIS

ERMÄSSIGT

1. Kategorie 30.— bis 50.— 15.— bis 25.—

Alle Preise in CHF und angegeben in Vollpreis / ermässigter Preis

/

/

/ 8.—

ABONNEMENTS

LIEBE

BESTEHENDE, ZUKÜNFTIGE

UND EHEMALIGE ABONNENT*INNEN

Es ist hundert Jahre her, dass Ferdinand Rieser das Schauspielhaus Zürich erstmals betrat und eine Traditionslinie begründete, die bis heute Bestand hat. Ein Haus, oder besser gesagt: zwei Häuser der Zusammenkunft, gewidmet dem gemeinschaftlich-demokratischen Diskurs, inspiriert durch grosse Schauspielkunst. Das Schauspielhaus Zürich möchte in der Spielzeit 2026/27 jene Geschichte fortschreiben – und lädt Sie herzlich ein, sich anzuschliessen.

Am liebsten natürlich mit einem unserer Abonnements für interessierte Neulinge, etablierte Theaterexpert*innen oder lebenslange Unterstützer*innen. Als Dankeschön bieten wir Ihnen mit unseren Festplatz-Abos unter anderem die beste Sicht, frühzeitige Terminreservation und die neuesten Inszenierungen.

Mit unseren flexiblen Abos wählen Sie hingegen frei, was Sie wann – und teilweise auch in Begleitung – sehen möchten. Alle Abos bieten zudem die Möglichkeit, im Rahmen der Reihe ABO EXTRA mit Menschen auf und hinter der Bühne sowie mit anderen Abonnent*innen ins Gespräch zu kommen.

Die Abos für die Spielzeit 2026/27 können Sie hier entdecken – und ab sofort an der Theaterkasse oder unter schauspielhaus.ch/abos bestellen. Beim Kauf eines Abos (ab CHF 150.–) vor dem 1. August 2026 erhalten Sie einen 50-Franken-Gutschein für das Restaurant LaSalle im Schiffbau.

Wir freuen uns auf die neue Spielzeit mit Ihnen!

Herzlich Ihr Schauspielhaus Zürich

PS: Sämtliche Abonnements gibt es für Besitzer*innen von Studierenden-Legi, KulturLegi und IV-Ausweis zum halben Preis (siehe Preisangaben mit *, gilt nicht für General-Abo U30). Mit einem AHV-Ausweis erhalten Sie 50 % Rabatt auf das Grosse Schauspielhaus-Abo am Sonntag!

schauspielhaus.ch/abos

FLEXIBLES ABONNEMENT

SIXPACK-ABO

CHF 468.— / 234.—*

CHF 420.— / 210.—*

CHF 324.— / 162.—*

CHF 210.— / 105.—*

Du hast die Wahl: zum Teilen, Verschenken oder Selbstgeniessen.

6 flexible Tickets in Ihrer Platzkategorie nach Wahl Frei einlösbar in einer oder verteilt über mehrere Vorstellungen, für eine oder mehrere Personen Übertragbar

Gültigkeit: 1 Jahr

Gilt nicht für: Premieren, Gastspiele, Sonderveranstaltungen

FLEXIBLES ABONNEMENT

HALBTAX-ABO

CHF 210.— / 105.—*

Der Publikumsliebling unter unseren Abos

Repertoire-Vorstellungen zum halben Preis

Freie Platzwahl

Persönlich

Gültigkeit: 1 Jahr

Gilt nicht für: Premieren, Migros Theatermontag, Gastspiele, Sonderveranstaltungen

FLEXIBLES ABONNEMENT

CHF 123.—

Für spontanes Publikum unter 30 Jahren

Eintritt zu allen

Repertoire-Vorstellungen

Nur an der Abendkasse einlösbar

Keine Legi nötig

Bestplatzierung

Persönlich

Gültigkeit: 1 Jahr

Gilt nicht für: Premieren, Gastspiele, Sonderveranstaltungen

GENERAL-ABO

GENERAL-ABO DUO PREMIEREN-ABO FLEXIBLES ABONNEMENT

CHF 990.— / 495.—*

Der Theaterfreipass –so oft Sie wollen

Unbegrenzte Anzahl Besuche Freie Platzwahl

Persönlich

Gültigkeit: 1 Jahr

Gilt nicht für:

Premieren, Gastspiele, Sonderveranstaltungen

CHF 1770.— / 885.—*

Der doppelte Freipass für zwei – so oft Sie wollen, allein oder gemeinsam

Unbegrenzte Anzahl Besuche Freie Platzwahl

Persönlich

Gültigkeit: 1 Jahr

Gilt nicht für:

Premieren, Gastspiele, Sonderveranstaltungen

CHF 1200.— / 600.—*

CHF 1088.— / 544.—*

CHF 856.— / 428.—*

CHF 576.— / 288.—*

CHF 312.— / 156.—*

8 Premieren Fester Sitzplatz

Übertragbar

Die Daten und Stücke können bis 3 Arbeitstage vor der Vorstellung getauscht werden.

1 Gutschein für eine Vorstellung im Pfauen oder im Schiffbau nach Wahl

Stückwahl:

DIE DREIGROSCHENOPER

DIE MAUSEFALLE

DER ZAUBERER VON OZ

DAS GROSSE HEFT

MARIA STUART

DER GEIZIGE

DER SANDMANN

DER LAUBBLÄSER

FESTPLATZ-ABONNEMENT

GROSSES

SCHAUSPIELHAUS-ABO

CHF 624.— / 312.—*

CHF 560.— / 280.—*

CHF 432.— / 216.—*

CHF 280.— / 140.—*

CHF 128.— / 64.—*

8 Inszenierungen an bevorzugtem Wochentag (Di, Mi, Do, Fr, So)

Fester Sitzplatz

Übertragbar

Die Daten und Stücke können bis 3 Arbeitstage vor der Vorstellung getauscht werden.

Stückwahl:

DIE DREIGROSCHENOPER

DIE MAUSEFALLE

DER ZAUBERER VON OZ

DAS GROSSE HEFT

MARIA STUART

DER GEIZIGE

DER SANDMANN

DER LAUBBLÄSER

FESTPLATZ-ABONNEMENT

KLEINES

SCHAUSPIELHAUS-ABO

CHF 390.— / 195.—*

CHF 350.— / 175.—*

CHF 270.— / 135.—*

CHF 175.— / 87.—*

CHF 80.— / 40.—*

5 Vorstellungen an bevorzugtem Wochentag (Di, Mi, Do, Fr)

Fester Sitzplatz

Übertragbar

Die Daten und Stücke können bis 3 Arbeitstage vor der Vorstellung getauscht werden.

Stückwahl:

DIE DREIGROSCHENOPER

DIE MAUSEFALLE

DAS GROSSE HEFT

MARIA STUART

DER SANDMANN

FESTPLATZ-ABONNEMENT

MIGROS-ABO

CHF 560.— / 280.—*

CHF 504.— / 252.—*

CHF 384.— / 192.—*

CHF 248.— / 124.—*

CHF 112.— / 56.—*

8 Vorstellungen an festen Daten Mit exklusiver Stückeinführung

1 Gutschein mit 50 % Ermässigung für eine Vorstellung nach Wahl im Pfauen oder im Schiffbau

Die Daten und Produktionen können nicht umgetauscht werden.

Stückwahl:

DIE DREIGROSCHENOPER

DIE MAUSEFALLE

DER ZAUBERER VON OZ

DAS GROSSE HEFT

MARIA STUART

DER GEIZIGE

DER SANDMANN

DER LAUBBLÄSER

Adrien Michel Daniel Murena Janiv Oron Bettina Ostermeier Tracy September Jacob Suske Kazuhisa Uchihashi VIDEO Adrià Bieito Cami Lea Hopp Benjamin Krieg Jonas Link Sophie Lux Victoria XiangRui Ruhe

CHOREOGRAFIE

Gisèle Vienne Anne Greta Weber

INSPIZIENZ

Christian Altenburger Aleksandar Sascha Dinevski Michael Durrer Dayen Tuskan SOUFFLAGE János Stefan Buchwardt Rita von Horváth Katja Weppler

ÜBERTITEL

ÜBERSETZUNG & VERANTWORTUNG ÜBERTITEL: Sinikka Weber MITARBEIT

ÜBERTITEL: Joël Abevi Alain Angehrn Aika Baumgartner Victoria Engler Kevin Mutter Josephine Scheibe ADMINISTRATION KAUFMÄNNISCHER

DIREKTOR: Peter Hüttenmoser VERTRAGSMANAGEMENT & ASSISTENZ DES KAUFMÄNNISCHEN DIREKTORS: Sabine Träger

BÜRO FINANZ& AUDITAUSSCHUSS / VERWALTUNGSRAT: Laura Steiner FINANZBUCHHALTUNG: Stefan Bachmann

KREDITORENBUCHHALTUNG: Claudia Mockler VERANTWORTLICHE PAYROLL & SOZIALVERSICHERUNGEN: N.N. CONTROLLING: Manuela Meier ARCHIV:

Laina Schwarz

Lena Schwarz

Steven Adjei Sowah

Mervan Ürkmez

Lena Urzendowsky

Florian Voigt

Birgit Walter Thomas Wodianka GÄSTE

Elias Arens

Sophia Mercedes Burtscher

Sophie Demeyer Angélique Flaugère Lea Grünbichler (ZHdK)

Adèle Haenel

Louisy

Julien

Theo Livesey Audrey Merilus Anis Meschichi aka Klamydia von Karma

Ivy Monteiro aka Tropikahl Ivy

Katia Petrowick

Julie Shanahan Michel von Känel aka Paprika REGIE

Johanna Benrath (netzwerk wildi blaatere)

Calixto Bieito Lucia Bihler

Jchj V. Dussel (*OTHER ISSUES)

Nia Farrell Adrian Figueroa Ayşe Güvendiren Linda Hügel ElsaSophie Jach Pınar Karabulut Bastian Kraft Álvaro Nogales Dennis Nolden Antú Romero Nunes Talia Paulette Oliveras Toshiki Okada Adrián Perea Rafael Sanchez Moritz Sauer (*OTHER ISSUES) Marie Rosa Tietjen Mervan Ürkmez Gisèle Vienne Till Wiebel Sarah* Claire Wray

REGIEASSISTENZ

Clara Sophie Freitag Linda Hügel Lea Oltmanns Philipp Stevens BÜHNE

EvaMaria Bauer Peter Baur Calixto Bieito

INTENDANZ CO-INTENDANZ: Pınar Karabulut & Rafael Sanchez

PERSÖNLICHE REFERENTIN

DER INTENDANZ: Melina Hess

ASSISTENZ DER REFERENTIN

DER INTENDANZ: Greta Magnani

ENSEMBLEPSYCHOLOGIN: Rahel Hubacher AGENT*IN FÜR DIVERSITÄT: Dr. Yuvviki Dioh

GESCHÄFTSLEITUNG CO-INTENDANZ: Pınar Karabulut & Rafael Sanchez

KAUFMÄNNISCHER DIREKTOR: Peter Hüttenmoser

KÜNSTLERISCHE

BETRIEBSDIREKTORIN: Jannike Bartkowiak

TECHNISCHER DIREKTOR: Dirk Wauschkuhn

DRAMATURGIE CHEFDRAMATURGIN: Dr. Hannah Schünemann

DRAMATURG*INNEN: Rebecca Ajnwojner

Meloe Gennai Rose Reiter Nina Rühmeier Dominika Široká

GAST-DRAMATURGIN: Makiko Yamaguchi

JUNGES SCHAUSPIELHAUS CO-LEITUNG: Johanna Benrath Elo Göldi Lea Niedermann

KÜNSTLERISCHE BILDUNGSARBEIT: Ali Napoé

SCHULBEAUFTRAGTE: Antonia Andreae KÜNSTLERISCHES BETRIEBSBÜRO

KÜNSTLERISCHE BETRIEBSDIREKTORIN & CHEFDISPONENTIN: Jannike Bartkowiak DISPONENT: Alexandros Ioannidis

INTERNATIONAL RELATIONS & GASTSPIELE: Sonja Hildebrandt

SONDERVERANSTALTUNGEN: Sophia Karimi

MITARBEITER*INNEN KBB: Sophia Haug Felice Stockhammer EVENTMANAGEMENT:

Adrian Feller Adrian Jacobi

PERSONALABTEILUNG LEITUNG PERSONAL: Alina Schnüriger (in Elternzeit)

N.N. MITARBEITER*INNEN: Heike Heering Ivana Medic INFORMATIK LEITUNG: David Scialom SYSTEM ADMINISTRATOR / STELLVERTRETENDE LEITUNG: Andreas Gut ASSISTENZ INFORMATIK: Michèle Fransson SERVER ENGINEER: Mahendra Thalahiti CLIENT ENGINEER: Vinushan Vishnukumar IT-SUPPORT TICKETING SYSTEM: Dario Wildi SUPPORT / HELPDESK: Aitin Hoxhaj IT SECURITY OPERATOR: Ömer Ünlü PUBLIKUMSSERVICE (Theaterkasse, Foyer, Empfang) LEITUNG: Freddy Andrés Rodriguez MITARBEITERIN: JoLynn Nagel THEATERKASSE LEITUNG: Sonja Tsianakas MITARBEITER*INNEN: Liana Filippi Michel Frens Kim Gabbi Joëlle Gantenbein Jeanne Han JoLynn Nagel Leon Schultz Jorina Wachter FOYER UND EMPFANG LEITUNG: Max Harms MITARBEITER*INNEN FOYER: Anita Adam Lilly Andreae Finn Bachmann Annette Berger Janina Bongartz Marla Brunner Heidi Brüderli Gerda Geser Maria Giacomelli Robin Giacomelli Luna Gruber

Marilena Büld

Lea Burkhalter

Michela Flück Dominic Huber

Barbora Horáková Matthias Koch

Marlene Lockemann

Víctor Longás Simeon Melchior Lea Niedermann (nwb)

Lan Anh Pham Irina Schicketanz

Eva Seiler Gisèle Vienne MITARBEIT: Daniel Felgendreher

KOSTÜME Mara Danz

Sophie Demeyer

Guillermo Felipe Sara Valentina Giancane Mariam Haas Oktavia Herbst Claudia Irro Aino Laberenz Paula Klein Keiller Josefin Kwon Ursula Leuenberger Malena Modéer Martha Pinsker Lan Anh Pham Sophie Reble Tutia Schaad Magdalena Schön Helen Stein Johanna Stenzel Mervan Ürkmez Teresa Vergho Gisèle Vienne AUSSTATTUNG LEITUNG: Michela Flück BÜHNENBILDASSISTENZ: Julia im Obersteg Lina Staudinger N.N. N.N. KOSTÜMASSISTENZ: SandraLaura Axinte AnnaThea Jäger N.N. N.N. MUSIK Anna Bauer Ketan Bhatti Cornelius Borgolte Björn SC Deigner Hildur Guðnadóttir Linus Maria Hausammann Lex Landergott Antonia Manhartsberger Adrian Meyer (ADO)

Marion Pfiffner

MARKETING & KOMMUNIKATION

LEITUNG: Marlene Buchser

CUSTOMER RELATIONSHIP

MANAGEMENT: Diana Reinelt, Joëlle Gantenbein

GRAFIKDESIGN: Florian Streit

KAMPAGNEN & AKTIVIERUNGEN: N.N.

KOORDINATION TRAILER & INSZENIERUNGSBILDER: Tali Furrer

MARKETING MANAGEMENT:

Annika HerrmannSeidel

SOCIAL MEDIA MANAGEMENT & CONTENT CREATION: Désirée Myriam Gnaba

WEBREDAKTION: Muriel Roth, Diana Reinelt

MEDIEN& ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

MEDIENARBEIT &

LEITUNG

EDITORIAL DIRECTION: Sascha Ehlert

MITARBEIT: Kaye Stella Fenercioglu

SPONSORING FUNDRAISING & DEVELOPMENT LEITUNG: N.N.

MITARBEIT SPONSORING & LEITUNG GESCHÄFTSSTELLE GFS: Katrin Hohenacker

ENSEMBLE Mouataz Alshaltouh Hilke Altefrohne Alexander Angeletta Zeynep Bozbay Lukas Darnstädt

Lev Friedmann Margot Gödrös Nicola Gründel Lorena Handschin Rahel Hubacher Yvon Jansen Verena Jost

Simon Kirsch Peter Knaack

Sasha Melroch

Henri Mertens Mike Müller

Michael Neuenschwander

Matthias Neukirch

Karin Pfammatter

Mirjam Rast David Rothe

Edith Saldanha Markus Scheumann

HERRENSCHNEIDER*INNEN: Claudia Colonna Arroyo Dechen Minder

Markus Schnurr (Berufsbildner)

Sarah Stock AUSZUBILDENDER

HERRENSCHNEIDER: Severin Pius Bieler KOSTÜMBEARBEITUNG: Susanne Boner

FUNDUSVERWALTUNG: Marcella Incardona Dorothea Knorr

ANKLEIDEDIENST LEITUNG: Sandra Caviezel STV. LEITUNG: Olivia Grandy ANKLEIDERINNEN: Franziska Drossaart van Dusseldorp Esther Egli Nicole Jaggi Nina Orgiu Tiziana Ramsauer Andrea RöschliGisler Jana Zürcher ANKLEIDERIN & KOSTÜMAUFBEREITUNG: Simone Choffat KOSTÜMAUFBEREITUNG: Bernadette Räss AUSHILFE ANKLEIDEDIENST: Johanna Bajohr Reni Lindauer Carmen Riediker Nadia Sauer Anina Steiner MASKE LEITUNG: Hanne Wulff STV. LEITUNG: Simone Mayer MASKENBILD: Carla Alarcon Anita Brülisauer Katharina Fenne Jill Heim Alexandra Scherrer Julia Schmincke Lena Steiner Elena Sigrist Dana Hesse (Berufsbildnerin) AUSHILFEN: Claudia Palopoli Agnes Schmidt Ines Ruwoldt AUSZUBILDENDE: Lilo Infanger FACILITY MANAGEMENT LEITUNG: Jan Rust STV. & LEITUNG TECHNISCHER DIENST:

Daniel Leuenberger

Rolf Mäder STELLWERKER*INNEN: Thomas Adam Sebastian Aeschlimann

Patrick Etterlin Verena Kälin Roman Mauchle Nastassja Timpe Benjamin Wenger BELEUCHTER*INNEN: Stefan Ehrler Marco Göttler Jan Guldimann Silvio Nagele Annina Schneckenburger Christoph Senn Manuel Spycher Rasmus Stahel Cyril Streit Roman Weber WERKSTATTBELEUCHTER: N.N.

SCHREINEREI LEITUNG: Ivano Tiziani STV. LEITUNG: Lars Bachmann

CNC-MASCHINIST: Florin Elmer THEATERSCHREINER: David Coradi Boris Gantz Claude Kaiser THEATERSCHREINERIN: Sophie Scharnweber (Berufsbildnerin)

TAPEZIEREREI LEITUNG: Michel Jenny TAPEZIERER*INNEN: Milena Bolli (Berufsbildnerin) Mario Steiner Bettina Stoffel AUSZUBILDENDE: Alessia Müller

SCHLOSSEREI LEITUNG: Ramon Schwarz STV. LEITUNG: Julian Schuler

SCHLOSSER: Manuel Fürst Pascal Ott

MALSAAL LEITUNG: Annette Erismann

STV. LEITUNG: Bettina Meister THEATERMALER*INNEN: Christoph Felix Maier

Emilia Häcki Julian Harb Linda Hirt

Malin Keller Mette Keller

Mael Kissling

Irina Clara Liniger

Daniela Lüthi

Regula Michell

Yosvanys Gonzalez Muniz

Claire Niklaus

Senait Okubamichael

Jacky Pichler Yannik Reinhard

Bernardo Revuelta Ellis Schmid

Leonie Schweizer

Anton Sibbert

Carlotta Späni

Uschi Stähli

Nina Urban, Pia Wetter

Leonard Wohlgemuth Oskar Wohlgemuth

MITARBEITER*INNEN EMPFANG: Carina DivékyFalke

Yvonne FischbacherRhyner

Walter Fofana

Aldo Keist

Aaliyah Meili

Gabriella Muratori

POSTBÜRO: Hazrat Artiq

TECHNISCHE DIREKTION

TECHNISCHER DIREKTOR: Dirk Wauschkuhn

STV. TECHNISCHER DIREKTOR: Carsten Grigo

ADMINISTRATIVE ASSISTENZ: Lea Giger

PRODUKTIONS& WERKSTÄTTENLEITUNG: Paul Lehner

TECHNISCHE PROJEKTLEITUNG

CORPORATE EVENTS: Mario Corrodi

TECHNISCHE PROJEKTLEITUNG

SONDERVERANSTALTUNGEN

Karl Gärtner (Berufsbildner) AUSZUBILDENDE

VERANSTALTUNGSFACHPERSONEN: Nico Kuhn

Daniel Bors Bragança Romao Oskar Siemssen Lucie Tillein

KONSTRUKTION Maya Harrison Marin Nordsiek N.N.

BÜHNENTECHNIK

LEITUNG: Alexander Barmettler

Danilo Sergio Risi BETRIEBSELEKTRIK: Michael Gabathuler SIBE AS/GS: Felix Wolfart TECHNISCHER DIENST: Boris Peter Yves Quentier SIBE BRANDSCHUTZ: Jan Rust LEITUNG REINIGUNG: Jan Rust

LEITUNG REINIGUNGSDIENST PFAUEN: Reto Jost REINIGUNGSMITARBEIT: Sonia Maria Cabral de Jesus Morais Sevketa GränicherBögli

Vania Alexandra Oliveira Barbosa Vera Lucia Rodrigues Gonçalves Fonseca GASTRONOMIE LEITUNG: N.N. KOORDINATION KANTINE SCHIFFBAU & PFAUEN: Samira Leiser EVENT & CATERING: Eva Pelzner

KANTINE PFAUEN CHEFKOCH KANTINE: Perparim Islami MITARBEIT: Gertrud Farhat, Livio Gentile, Gudrun Kruse, Alva Matter, Leo Meili, Bogdan Constantin Plugaru, Nathalie Rausch, Ali Rashedi, Tassilo Roeck KANTINE SCHIFFBAU CHEFKOCH KANTINE: Roman Perner MITARBEIT: Claudio Arnold, Cédric Iseli, Racquel Moncrieffe, Paula Rappaport KOORDINATION BAR: Athanasios Gkountis VERWALTUNGSRAT CO-PRÄSIDENTIN: Beate Eckhardt CO-PRÄSIDENT: Stefan Mühlemann MITGLIEDER: Prof. Dr. Ursula Amrein Rebekka Fässler Alexandros Ioannidis Dr. Patrick Middendorf Dr. Seraina Rohrer David Schärer Allegra Sosso (Vorsitz Finanz

Auditausschuss)

Elisabeth Jiménez Portale Flurina Trachsel Leyla Zorlu (Berufsbildnerin)

THEATERPLASTIK: Christine Rippmann AUSZUBILDENDE: Franca Bentz

TON & VIDEO LEITUNG: Jens Zimmer STV. LEITUNG:

Julio Cesar de Macedo Dertoni

VORARBEIT TON: Paul Hug Matthias Müller Joaquin Rivas Holger Wendt MITARBEIT TON: Bruno Haller, Tim Huber Fabian Kubelik Schneider VIDEOMEISTER*INNEN: Linus Stiefel Noè Nicola Toldo Renata Vonarburg MITARBEIT VIDEO: Kaan Baris Bakan Steve Laurent Graf Vivien Ulbrich

AUSHILFE TON & VIDEO: Damir Zizek Lorik Visoka Lorenz Meyer Christina Welter

REQUISITE LEITUNG: Heiko A. Baumgarten

STV. LEITUNG: Simone Fröbel

REQUISITE: Rock Battaglia Sarah Aurelia Fröhlicher Anna Harff Daniel Läuchli Sabrina Zurburg N.N. AUSZUBILDENDE: Britta Müller KOSTÜMWESEN LEITUNG: Hanne Wulff DAMENGEWANDMEISTERIN: Cäcilie Dobler Peters STV. DAMENGEWANDMEISTERIN: Karin Metzler DAMENSCHNEIDER*INNEN: Linda Gervasi Marion Kaspar Karin Siegrist Okocha HERRENGEWANDMEISTERIN: Anita Lang STV. HERRENGEWANDMEISTER: Christian Tritscher

STV. LEITUNG / LEITUNG SCHIFFBAU: Barbara Stute

STV. LEITUNG / LEITUNG PFAUEN: Noëmi

GermannTrautmann

BÜHNENMEISTER: Daniel Lötscher

Lorenz Storrer Matthias Mücke Christian Steger

LOGISTIK: Daniel Beck

MÖBLER*INNEN: Dominique Manuel Binggeli Jonas Borner Fabienne Kallauch Patrick Mauerhofer Christian Szyska BÜHNENTECHNIK

VORARBEITER*INNEN: Bronijc Cipolli Volker Jaussi

Constantino Martinez Oliver Miele Franco Stauffer Dominik Waldmeier

BÜHNENTECHNIKER*INNEN: Moeen Butt Mateo Clavadetscher Beat Dind Paul Dorn Adrian Isler Jan Kriesi

Katharina Kulmitzer Manuel Kuster

Gianluca Sani Franco Stauffer Benjamin White Jem White

MASCHINERIE: Richi Fischer Thomas Germann Stephan Otremba Can Plener

Etienne Porret

SYSTEMTECHNIK: Jan Gremminger

CHAUFFEUR: Rolf Schiesser

BELEUCHTUNG

LEITUNG: Michel Güntert

STV. LEITUNG: Heide Tömpe N.N.

ADMINISTRATIVER MITARBEITER: Sascha Haenschke

BELEUCHTUNGSMEISTER: Robin Huwiler Guido Hölzer

Christoph Kunz

Gerhard Patzelt

Carsten Schmidt

VORARBEITER BELEUCHTUNG:

UNTERSTÜTZEN SIE DAS SCHAUSPIELHAUS ZÜRICH

SPONSORING UND ENGAGEMENT

Unsere finanzielle Basis verdanken wir der städtischen Kulturförderung, den Zuschüssen des Kantons Zürich sowie den umliegenden Kantonen und unseren Ticketeinnahmen. Partner*innen aus der Wirtschaft und aus Stiftungen sowie private Gönner*innen ermöglichen durch ihr Engagement:

– Uraufführungen und Auftragswerke

– Workshops und neue Vermittlungsangebote, insbesondere für Kinder und Jugendliche

– Zusätzliche Ausstattung, z. B. für Kostüm, Maske, Bühnenbild

– Projekte zur Förderung von Inklusion und Diversität im Theater

– Spartenübergreifende Produktionen

– Internationale Koproduktionen und Gastspiele

SPONSORING FÜR UNTERNEHMEN

Sie suchen ein unternehmerisches Engagement in der Kulturförderung? Bei uns können Sie sich als langfristige*r Partner*in, Produktions- oder Produktsponsor*in engagieren. Gemeinsam entwickeln wir massgeschneiderte Leistungspakete, die Ihrer Corporate-Cultural-Engagement-Strategie und Ihren Wünschen entsprechen. Nutzen Sie Ihr Engagement für exklusive Veranstaltungen, künstlerische Erlebnisse Ihrer Kundschaft oder Mitarbeitenden mit Blick hinter die Kulissen sowie für attraktive Ticketangebote und Ihre Kommunikation.

OFFIZIELLE*R AUSSTATTER*IN WERDEN

Sie möchten das Schauspielhaus mit Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung unterstützen? Wir bieten Ihnen die Möglichkeit, sich als offizielle*r Ausstatter*in zu positionieren. Als Gegenleistung erhalten Sie aussergewöhnliche Kommunikationsplattformen für Ihren Markenauftritt sowie exklusive Ticketund Veranstaltungsangebote zur Aktivierung Ihrer Kundschaft und Ihrer Mitarbeitenden. Gern erarbeiten wir gemeinsam mit Ihnen ein (Gegen-) Leistungspaket, das Ihren Zielen und Bedürfnissen entspricht.

PRIVATES ENGAGEMENT UND FREUNDESKREIS-SPONSORING FÜR PRIVATLEUTE

Unterstützen Sie das künstlerische Schaffen, Neuproduktionen, Nachwuchsförderung oder kulturelle Teilhabe als Mitglied in einem unserer Gönner*innenKreise. Als Mitglieder des Förder Circle, des Komplizen Klubs und als Pate*Patin erhalten Sie neben den unten aufgeführten Leistungen zudem Einladungen zu allen Veranstaltungen der Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses (gfs).

FÖRDER CIRCLE

Als Förderer*Förderin ermöglichen Sie eine Uraufführung oder eine Neuproduktion pro Saison. Steuerlich absetzbarer Beitrag: CHF 10 000.–

Unser Dank für Ihr Engagement:

– Premieren-Abo inklusive Einladung zur Premierenfeier

– Einladungen zu Proben und Gesprächen mit Künstler*innen im kleinen Kreis

– Teilnahme an Theater- und Kunstreisen, bei denen Sie Schauspiel und bildende Kunst aus nächster Nähe erleben und die beteiligten Künstler*innen treffen

PATENSCHAFTEN

Als Pate*Patin ermöglichen Sie ausgewählte Inklusionsprojekte und fördern die Teilhabe von sozial oder finanziell benachteiligten Personen am Theaterleben. Steuerlich absetzbarer Beitrag: CHF 5000.–

Unser Dank für Ihr Engagement:

– Einladung zu ausgewählten Vorstellungen und Gastspielen

– Besuch von Proben und Begleitung von Inklusionsprojekten

– Einladung zu Gesprächen und Begegnungen mit Künstler*innen

SPONSORING UND ENGAGEMENT

KOMPLIZEN KLUB

Als Komplize*Komplizin unterstützen Sie die neue Generation von Theaterschaffenden und die jungen Theaterbesucher*innen. Ihr Beitrag fliesst unter anderem in die Banden des Jungen Schauspielhauses und füllt die «Klassenkasse», die Schüler*innen und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien kostenlose Theatererlebnisse finanziert.

Steuerlich absetzbarer Beitrag: CHF 2500.–

Unser Dank für Ihr Engagement:

– Zehn Theatergutscheine

– Einladung zu Proben oder Vorstellungen der Banden

– Begegnungen und Gespräche mit jungen Künstler*innen

GESELLSCHAFT DER FREUNDE DES SCHAUSPIELHAUSES (GFS)

Die Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses unterstützt seit ihrer Gründung 1940 das Schauspielhaus Zürich ideell und finanziell. Die gfs-Mitglieder sind bis heute näher dran am Geschehen auf und hinter der Bühne.

Begeisterung braucht Gesellschaft:

Als engagierter Freundeskreis bietet die gfs die Möglichkeit zum Austausch über Theater, Kultur und aktuelle Inszenierungen. Als Freundin oder Freund des Schauspielhaus Zürich profitieren Sie von:

– Proben- und Werkstattbesuchen

– Gesprächsrunden zu aktuellen Inszenierungen

– Treffen mit Künstler*innen, Intendanz und Theaterschaffenden

– Einladungen zu exklusiven Veranstaltungen

– Teilnahme an Theaterreisen

– Gala zur Verleihung der Goldenen Maske

– 20 % Reduktion auf Kaufkarten

Einzelmitglied: CHF 230.– / Paarmitglied: CHF 350.–

Gönnerschaft Einzel: CHF 600.– / Gönnerschaft Paare: CHF 900.–Firmen: CHF 2000.–

schauspielhaus.ch/gfs

Wir danken unserer Subventionsgeberin, der Stadt Zürich, dem Kanton Zürich und den Mitgliederkantonen der Interkantonalen Kulturlastenvereinbarung (ILV)

– Luzern, Uri, Zug und Aargau – herzlich für ihre Unterstützung. Auch den Kantonen Nidwalden, Obwalden und Schwyz danken wir für ihre Beiträge.

Wir danken unseren Hauptpartner*innen, deren finanzielle Unterstützung und langfristiges Engagement die Durchführung unseres ambitionierten Programms ermöglichen.

PRIVATE GÖNNER*INNEN

Förder Circle

Patenschaften

Komplizen Klub

Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses

Zürcher Theaterverein

OFFIZIELLE AUSSTATTER*INNEN

MAC Cosmetics

Optiker Zwicker

PKZ MEN & WOMEN

Schaefer AG südhang Weine

Tarzan Swiss Streetfashion

Ein besonderer Dank gilt den Stiftungen, Sponsor*innen und allen privaten Gönner*innen, die das Schauspielhaus Zürich nachhaltig und kontinuierlich unterstützen.

Ihre Unterstützung ermöglicht Neuproduktionen, Auftragswerke, Sonderprojekte und Gastspiele. Sie unterstützen Nachwuchsförderung, Inklusionsprojekte, Vermittlungsangebote für Kinder und Jugendliche sowie kostenlose Theaterbesuche für benachteiligte Menschen.

STIFTUNGEN

Baugarten Stiftung

D&K DubachKeller-Stiftung

Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung

Elisabeth Weber Stiftung

Else v. Sick Stiftung

Georg und Bertha Schwyzer-Winiker Stiftung

Hans F. Tellenbach Stiftung

International Music and Art Foundation

Landis & Gyr Stiftung

Luma Foundation

Max Kohler Stiftung

Pro Helvetia

René und Susanne Braginsky Stiftung

Stiftung Mercator Schweiz

Thomas und Doris Ammann Stiftung

MEDIENPARTNER

Tages-Anzeiger

KOOPERATIONEN

Bildungsdirektion Kanton Zürich

Buchhandlung im Volkshaus

Engadin Art Talks

eyevip cloud AG

Falke AG

Kunsthaus Zürich

Movis

Restaurant LaSalle

Santa Lucia Teatro

Stadt Zürich Schulkultur

Terlinden AG

Zurich Art Weekend

THEATERKASSE

+41 44 258 77 77 theaterkasse@schauspielhaus.ch

PFORTE PFAUEN

+41 44 258 72 72

PFORTE SCHIFFBAU

+41 44 258 70 70

POSTADRESSE

Schauspielhaus Zürich AG, Zeltweg 5, 8032 Zürich

ADRESSEN SPIELORTE

Pfauen, Rämistrasse 34, 8001 Zürich

Schiffbau, Schiffbaustrasse 4, 8005 Zürich

INTENDANZ

Melina Hess

Persönliche Referentin der Intendanz

+41 44 258 75 03 melina.hess@schauspielhaus.ch

AGENT*IN FÜR DIVERSITÄT

Yuvviki Dioh yuvviki.dioh@schauspielhaus.ch

MARKETING

Marlene Buchser

Leitung Marketing & Kommunikation marlene.buchser@schauspielhaus.ch

Annika Herrmann-Seidel

Marketing Management

+41 44 258 72 34 annika.herrmann@schauspielhaus.ch

KONTAKT

DRAMATURGIE

+41 44 258 75 02 dramaturgie@schauspielhaus.ch

PRESSE

Sascha Ehlert

Leitung Presse & Editorial Director +41 44 258 72 90 sascha.ehlert@schauspielhaus.ch

SPONSORING, FUNDRAISING & DEVELOPMENT fundraising@schauspielhaus.ch

PUBLIKUMSSERVICE

Freddy A. Rodriguez Gesamtleitung Theaterkasse, Foyer, Empfang publikumsservice@schauspielhaus.ch

JUNGES SCHAUSPIELHAUS

Johanna Benrath, Elo Göldi, Lea Niedermann Co-Leitung

jungesschauspielhaus@schauspielhaus.ch Antonia Andrea Schulbeauftragte +41 44 258 75 18 antonia.andreae@schauspielhaus.ch

KÜNSTLERISCHES BETRIEBSBÜRO

Sophia Haug

+41 44 258 75 13 sophia.haug@schauspielhaus.ch

SONDERVERANSTALTUNGEN

Sophia Karimi sophia.karimi@schauspielhaus.ch

INTERNATIONAL RELATIONS & GASTSPIELE

Sonja Hildebrandt +41 44 258 75 35 sonja.hildebrandt@schauspielhaus.ch

VERMIETUNGEN

Marion Pfiffner +41 44 258 72 04 vermietungen@schauspielhaus.ch

TECHNISCHE DIREKTION

Lea Giger

Administrative Assistenz +41 44 258 71 09 lea.giger@schauspielhaus.ch

ADMINISTRATION

Sabine Träger

Vertragsmanagement & Assistenz Kaufmännische Direktion +41 44 258 72 01 sabine.traeger@schauspielhaus.ch

PERSONAL

+41 44 258 75 00 personal@schauspielhaus.ch

ARCHIV

Adrian Feller

Adrian Jacobi +41 44 258 72 02 archiv@schauspielhaus.ch

HERAUSGEBER

Schauspielhaus Zürich AG

Zeltweg 5, 8032 Zürich

INTENDANZ

Pınar Karabulut & Rafael Sanchez

GESCHÄFTSLEITUNG

Jannike Bartkowiak, Peter Hüttenmoser, Pınar Karabulut, Rafael Sanchez, Dirk Wauschkuhn

REDAKTION

Marlene Buchser, Hannah Schünemann, Lukas Rathjen

TEXTE

Rebecca Ajnwojner, Johanna Benrath, Marlene Buchser, Sascha Ehlert, Meloe Gennai, Elo Göldi, Lea Niedermann, Lukas Rathjen, Rose Reiter, Nina Rühmeier, Hannah Schünemann, Dominika Široká

KORREKTORAT

SprachWeberei AG

KREATIVAGENTUR

Studio Voile LLC

DESIGN

Studio Voile LLC

Franca Moor, Pablo Genoux, Salzmann Gertsch (Art Direction & Design)

Dimitri Erhard, Maria Gysi (CGI & Renderings)

Carla Berger (Web Design)

Armando Guetg (Feintypografie)

CAMPAIGN LEAD & PRODUKTION

Studio Voile LLC

Lina Baumann, Jannina Stuker, Ejra Brunner

IMPRESSUM

FOTOGRAFIE

Dominik Hodel

Tobias Stampfli

VIDEO

Alvaro Kreyden

ARTISTIC TEAM

Julia Zehnder (Styling)

Rachel Annies Bredy (Hair)

Linda Belkahla (Make-up)

ARTISTIC SUPPORT

Tilia Novotny (HMUP-Assistenz)

Sandra-Laura Axinte (Styling-Assistenz)

Lina Staudinger (Bühnenbildassistenz)

Elena Sigrist (Maske)

Anita Brülisauer (Maske)

Ines Ruwoldt (Maske)

Alexandra Scherrer (Maske)

Carla Alarcon (Maske)

SCHRIFTEN

Pfauen Plakat (Maxitype, Art Direction: Franca Moor, Pablo Genoux, Philippe Gertsch)

Univers Next Pro

Unica 77 Mono

LITHOGRAFIE

Dominik Hodel

DRUCK

Multicolor Print

Auflage 13 000 Ex.

Werkdruck weiss 1.5 & 1.8, MultiArt Gloss

Redaktionsschluss 31.03.2026 (Änderungen vorbehalten)

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Auch als Hauptsponsorin beim Schauspielhaus Zürich.

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BEGEISTERUNG BRAUCHT GESELLSCHAFT

Werden auch Sie Mitglied der Gesellschaft der Freunde des Schauspielhauses!

Als Freundin und Freund des Schauspielhauses sind Sie näher am Geschehen dran – auf und hinter der Bühne. Erleben Sie gemeinsame Proben- und Vorstellungsbesuche, Gespräche zu Inszenierungen und Theaterreisen.

Kontakt und Anmeldung: freunde@schauspielhaus.ch

ALLI IS RIFFRAFF HOUDINI

Ne travaillez jamais

Wenn Leidenschaft die Bühne betritt, wird Arbeit zum Spiel.

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Erleben Sie Zürichs Theater, Oper und Konzerte mit dem

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Beantragen Sie unseren TheaterPass:

Mit einer Mitgliedschaft erhalten Sie Zugang zu einem breiten Angebot an vergünstigten Eintrittskarten beim Schauspielhaus, Opernhaus, der Tonhalle sowie vielen weiteren Spielstätten.

Und: Mit einer Mitgliedschaft unterstützen Sie zugleich die Theater unserer Stadt.

Jedes Mitglied erhält den TheaterPass und zehnmal jährlich die Vereinszeitung «NEWS». Wir bieten zudem eine stets aktualisierte Website, einen Newsletter, Verlosungen und Last-Minute-Angebote.

www.theatervereinzh.ch sekretariat@theatervereinzh.ch 044 383 41 96

AUFTRITT MIT STIL

Sant Lucia Teatro, Rämistrasse
Teatro

schön!»

«Kunst ist

«Macht aber viel Arbeit!»

(Aus «Die verkaufte Braut», Regie: Max Ophüls, 1932)

Die Spannung beginnt abseits der Bühne. Wir bringen Sie hinter die Kulissen ...dorthin, wo Kunst entsteht.

vhszh.ch/theater

SPIELZEIT

2026/2027

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