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Programmheft Schauburg-Cinerama, Karlsruhe Oktober 2026

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OKTOBER

REGINA ZIEGLER PRÄSENTIERT EIN FILM VON OSCAR ® - PREISTRÄGER VOLKER SCHLÖNDORFF BASIEREND AUF DEM BESTSELLER VON JENNY ERPENBECK

AB 15. OKTOBER IM KINO


Neu im Oktober

Liebe Gäste und Freunde der Schauburg, im Oktober steht die Schauburg wieder ganz im Zeichen des großen Bildes: Vom 8. bis 11. Oktober findet unser 19. Todd-AO 70mm Filmfestival statt. Seit 2005 treffen sich bei uns Filmbegeisterte aus Deutschland und dem Ausland, um Kino in einer Form zu erleben, die auch im digitalen Zeitalter nichts von ihrer Faszination verloren hat. Auch in diesem Jahr spannt das Programm wieder einen weiten Bogen durch die Filmgeschichte. Mit David Leans ‚Ryans Tochter’, Robert Siodmaks ‚Big Horn – Ein Tag zum Kämpfen’, Ron Howards In Einem Fernen Land oder Luc Bessons Im Rausch der Tiefe sind große Klassiker des 70mm-Kinos vertreten. Zugleich zeigt sich mit aktuellen Produktionen wie Christopher Nolans Die Odyssee, Marty Supreme und Der Astronaut – Project Hail Mary, dass das analoge Großformat eine bemerkenswerte Renaissance erlebt. Ein besonderer Gast ist in diesem Jahr der österreichische Filmemacher Johann Lurf. Sein 21-minütiger Experimentalfilm FOREVER…FOREVER, der 2026 bei der Berlinale im Forum Expanded seine Weltpremiere feierte, wurde mit einer speziell entwickelten 65mm-Kamera aufgenommen und wird bei uns von einer 70mm-Kopie gezeigt. Johann Lurf wird persönlich in der Schauburg zu Gast sein, sich nach der Vorstellung den Fragen des Publikums stellen und außerdem die eigens für den Film entwickelte Kamera vorstellen. Darüber hinaus wird der international bekannte 70mmKenner Thomas Hauerslev in seinem bebilderten Vortrag „Presented in 70mm“ einen Blick auf Geschichte, Gegenwart und die überraschende Wiederentdeckung des analogen Großformats werfen. Wir freuen uns auf vier Tage voller großer Bilder, besonderer Filme, Begegnungen und Gespräche – und natürlich auf Sie! Mit cineastischen Grüßen

AB 1. OKTOBER

CORPUS DELICT.........................................................................................................04 FRAU WINKLER VERLÄSST DAS HAUS ............................06 DIGGER ....................................................................................................................................... 07 AB 8. OKTOBER

ALTE LIEBE.............................................................................................................................08 HOPE ...............................................................................................................................................09 MEETING THE BUDDHA ................................................................................09 AB 15. OKTOBER

SINN UND SINNLICHKEIT............................................................................10 HEIMSUCHUNG..............................................................................................................12 JUNKIES OF DREAMING................................................................................ 13 WHISTLEBLOWER ..................................................................................................... 13 AB 22. OKTOBER

DIE ANDERE SEITE.....................................................................................................14 BOB TREVINO LIKES IT.....................................................................................16 MOSCAS – FLIEGEN UND ANDERE GÄSTE .................16 CHOPIN – EINE SONATE IN PARIS.............................................18 AB 29. OKTOBER

BARBARA BUSER ..................................................................................................... 20 DIE BLUTGRÄFIN........................................................................................................22 BIERMANN ........................................................................................................................... 24 GLAUBE...................................................................................................................................... 25 KLARA UND DIE SONNE............................................................................... 26 SPECIALS

19. TODD-AO FESTIVALPROGRAMM..... HEFTMITTE SPECIALS IM OKTOBER...................................................................................... 28 FILMVORSCHAU

VORSCHAU AUF NOVEMBER............................................................34

IMPRESSUM

HERAUSGEBER

AUSGABE #197

Schauburg Kino Herbert Born, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Tel: 0721 35 000 11 / Fax: 0721 38 00 47 born@schauburg.de www.schauburg.de

REDAKTION

Herbert Born, Marcus Vetter, Wolfram Hannemann, Saskia Fleischhauer

GESTALTUNG

Dušan Tomić — www.duto.studio

Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters erscheint monatlich.


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NEUERSCHEINUNG

Ab 1. Oktober

Corpus Delict Nach Juli Zehs Bestseller: In einer Zukunftsgesellschaft, die Gesundheit zur Staatsdoktrin erhebt, gerät Mia Holl in Konflikt mit einem System, das keinen Zweifel duldet. In einer nahen Zukunft verspricht die „Methode“ Sicherheit, Transparenz und ein gesundes Leben für alle. Krankheit gilt nicht mehr nur als persönliches Schicksal, sondern fast als moralisches Versagen. Die Wissenschaftlerin Mia Holl hat sich mit diesem System arrangiert, bis ihr Bruder Moritz des Mordes beschuldigt wird. Die Beweise scheinen eindeutig, doch Mia ist überzeugt, dass etwas nicht stimmt. Je stärker sie nachfragt, desto mehr gerät sie selbst ins Visier. Aus der rationalen Bürgerin wird eine Frau, die lernen muss, dass Wahrheit in einem scheinbar perfekten Staat gefährlich sein kann. Zwischen Loyalität, Trauer und Widerstand beginnt für Mia ein Kampf gegen eine Ordnung, die keine Abweichung duldet. Die Verfilmung von Juli Zehs „Corpus Delicti“ trifft einen Nerv, weil ihr Zukunftsentwurf längst nicht mehr fern wirkt. Lena Stahl erzählt von einer Gesellschaft, in der Gesundheit, Daten und Kontrolle zu einem geschlossenen System verschmelzen. Der Film hat damit einen starken politischen Kern, aber auch ein emotionales Zentrum: Mia Holl zweifelt nicht aus Rebellion, sondern aus Liebe und aus dem Bedürfnis, ihren Bruder nicht zum bloßen Aktenfall werden zu lassen. Hannah Herzsprung bringt diese innere Bewegung glaubwürdig auf den Punkt, während Damian Hardung als Moritz den verlorenen Gegenpol zur Methode markiert. Interessant ist, dass der Stoff nicht einfach Freiheit gegen Sicherheit ausspielt. Die Methode verspricht ja tatsächlich Ordnung und Schutz, doch gerade darin liegt ihre Verführung. Wenn jeder Körper überwacht wird, verschwindet irgendwann auch das Recht auf Irrtum. Die Stärke der Geschichte liegt in diesem Zwiespalt: Mia kämpft nicht nur gegen ein System, sondern gegen die bequeme Gewissheit, die es produziert. Ein zugänglicher, aktueller Thriller über Kontrolle, Vertrauen und die gefährliche Sehnsucht nach perfekter Sicherheit. DRAMA, THRILLER · 108 MINUTEN · FSK 12 · DEUTSCHLAND · 2026 Regie LENA STAHL   Besetzung HANNAH HERZSPRUNG, DAMIAN HARDUNG, ALEXANDER FEHLING, CHRISTIAN FRIEDEL, HALEY LOUISE JONES


ANGELA WINKLER

LAURA TONKE

JOSEF ELLERS

EIN FILM VON

DORIS DÖRRIE

zum Trailer

Ab 1. Oktober im Kino


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NEUERSCHEINUNG

Ab 1. Oktober

Frau Winkler verlässt das Haus Doris Dörrie lässt eine alte Schauspielerin, ihre überforderte Tochter und einen Pflegeroboter aufeinandertreffen: eine Tragikomödie über Alter, Autonomie und Abschied. Frau Winkler war einmal Schauspielerin und ist noch immer eine Frau mit großem Auftrittswillen. Nach einem Sturz ist sie plötzlich ans Bett gefesselt und auf Hilfe angewiesen. Ihre Tochter Emi kümmert sich zunächst um sie, doch auch sie steht an einem Wendepunkt: Ein wichtiges Rollenangebot lockt, gleichzeitig wächst die Verantwortung für die Mutter. In naher Zukunft scheint ein Pflegeroboter die Lösung zu sein. „Pawlowitsch“, wie Frau Winkler ihn bald nennt, ist sachlich, aufmerksam und erstaunlich gut informiert. Zwischen der störrischen alten Dame, ihrer erschöpften Tochter und der Maschine entspinnt sich ein Verhältnis, in dem es um Fürsorge, Selbstbestimmung, Sterben und die Frage geht, wer eigentlich noch zuhört. Doris Dörrie findet für ein schweres Thema einen Ton, der leicht wirkt, ohne zu verharmlosen. „Frau Winkler verlässt das Haus“ erzählt von Pflege, Selbstbestimmung, Sterbehilfe und der Angst vor dem Verschwinden, bleibt dabei aber beweglich, witzig und hellwach für menschliche Widersprüche. Der Pflegeroboter Pawlowitsch ist mehr als ein Science-Fiction-Einfall. Er macht sichtbar, was im Umgang der Menschen miteinander oft fehlt: Zeit, Geduld und echte Aufmerksamkeit. Gerade weil die Maschine so sachlich funktioniert, treten die Unzulänglichkeiten der Angehörigen umso deutlicher hervor. Angela Winkler spielt die Titelfigur nicht als rührselige Greisin, sondern als widerspenstige, komische und verletzliche Frau, die bis zuletzt gesehen werden will. Laura Tonke gibt der Tochter eine glaubwürdige Ambivalenz aus Liebe, Erschöpfung, Schuldgefühl und eigenem Lebenshunger. Dörrie inszeniert die nahe Zukunft so vertraut, dass sie unbehaglich wirkt, und zugleich warm genug, um Hoffnung zu lassen. Dass der Roboter manchmal menschlicher erscheint als die Menschen, ist komisch und traurig zugleich. Ein kluger, berührender Film über das Altern und die Kunst, über das Sterben zu sprechen. programmkino.de / Dieter Oßwald DRAMA, KOMÖDIE · 108 MINUTEN · FSK 12 · DEUTSCHLAND · 2026 Regie DORIS DÖRRIE Besetzung ANGELA WINKLER, LAURA TONKE,

JOSEF ELLERS, VIA JIKELI, EUGENE BOATENG, ZOË BAIER , SABRINA AMALI


Ab 1. Oktober

Digger Tom Cruise als mächtiger Öl-Milliardär, der eine selbst verschuldete Katastrophe abwenden will: Alejandro González Iñárritus schwarze Komödie über Hybris, Macht und Weltrettungswahn. Digger Rockwell ist ein Mann, der gewohnt ist, dass sich die Welt nach ihm richtet. Als Öl-Unternehmer, Milliardär und selbsternannter Problemlöser hat er an jenem System mitgebaut, das nun in eine globale Krise führt. Eine ökologische Katastrophe droht außer Kontrolle zu geraten, und ausgerechnet Digger will beweisen, dass er die Menschheit retten kann. Um ihn versammeln sich Politiker, Berater, Konkurrenten und Krisenmanager, die alle eigene Interessen verfolgen. Was als Rettungsmission verkauft wird, gleicht zunehmend einer grotesken Selbstinszenierung. Zwischen Schuld, Größenwahn und PR-Strategie stellt sich die Frage, ob ein Mann, der Teil des Problems ist, wirklich zur Lösung werden kann. Mit „Digger“ kehrt Alejandro González Iñárritu zum großen, bissigen Gesellschaftskino zurück und setzt Tom Cruise gegen dessen eigenes Image ein. Cruise, sonst Inbegriff körperlicher Kontrolle und heroischer Rettungsfantasien, spielt hier einen Mann, dessen Weltrettungsdrang verdächtig nach Selbstrechtfertigung klingt. Das verspricht eine reizvolle Umkehrung: Der Held rennt nicht, um andere zu retten, sondern um den Schaden zu begrenzen, den seine eigene Macht mitverursacht hat. Iñárritu interessiert sich erfahrungsgemäß für Figuren, deren öffentliche Rolle und innerer Zustand auseinanderfallen. In „Digger“ wird daraus eine schwarze Komödie über Kapital, Verantwortung und das Spektakel der Krise. John Goodman, Riz Ahmed und Sandra Hüller erweitern das Ensemble um unterschiedliche Reibungsflächen, während die VistaVision-Aufnahmen dem Stoff zusätzliches Kinoformat geben dürften. Entscheidend ist der satirische Impuls: Wer Katastrophen als Managementproblem behandelt, übersieht leicht ihre moralische Dimension. Der Film könnte dort am stärksten sein, wo er Diggers Charisma zeigt und zugleich demontiert. Ein großes, vermutlich bitter komisches Starvehikel über die gefährliche Idee, dass ausgerechnet die Mächtigen die Welt schon wieder richten werden. KOMÖDIE, DRAMA, SATIRE · 128 MINUTEN · USA · 2026 Regie ALEJANDRO GONZÁLEZ IÑÁRRITU   Besetzung TOM CRUISE, SANDRA HÜLLER, RIZ AHMED, JOHN GOODMAN, JESSE PLEMONS


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NEUERSCHEINUNG

Ab 8. Oktober

Alte Liebe Nach vier Jahrzehnten Ehe fragen Lore und Harry, ob das schon alles gewesen sein soll. Andreas Dresen erzählt eine heitere, melancholische Liebesgeschichte über späte Veränderung. Harry ist pensioniert, kümmert sich um den Garten, trinkt sein Weizenbier und hat sich in einem Alltag eingerichtet, der für ihn bequem, für seine Frau Lore aber zunehmend unerträglich wird. Lore arbeitet noch als Bibliothekarin, organisiert Lesungen und hält an Bildung, Sprache und Aufbruch fest. Die beiden reden viel, aber oft aneinander vorbei. Als Tochter Julia zum dritten Mal heiraten will, treten alte Konflikte wieder offen zutage. Hinter kleinen Sticheleien und Alltagsstreitigkeiten liegen Fragen, die lange verdrängt wurden: Was ist aus ihren Träumen geworden? Ist die Ehe noch ein Zuhause oder nur Gewohnheit? Und kann man nach vierzig Jahren noch einmal anders miteinander anfangen? Andreas Dresen und Drehbuchautorin Laila Stieler sind Spezialisten für Figuren, die mitten im Alltag mit den großen Fragen des Lebens ringen. „Alte Liebe“ passt ideal in dieses Kino: keine künstliche Dramatisierung, sondern genaue Beobachtung, trockener Humor und ein tiefes Verständnis für menschliche Widersprüche. Der Stoff nach Elke Heidenreich und Bernd Schroeder lebt davon, dass die Ehe von Lore und Harry weder gescheitert noch einfach glücklich ist. Sie ist eingeschliffen. Gerade darin steckt die Spannung. Dagmar Manzel und Joachim Król dürften diese Mischung aus Vertrautheit, Gereiztheit und Restzärtlichkeit mit großer Präzision tragen. Der Film fragt nicht, ob man im Alter noch lieben kann, sondern wie viel Mut es braucht, sich einen vertrauten Menschen noch einmal neu anzusehen. Dresen vermeidet dabei den Kitsch der späten Lebensweisheit. Stattdessen entstehen Komik und Melancholie aus sehr konkreten Situationen: aus Gartenarbeit, Bier, Literatur, Familienfesten und dem Gefühl, dass die Zeit plötzlich knapp wird. Ein warmherziger Film über Ehe, Endlichkeit und die Möglichkeit, dass Veränderung nie ganz ausgeschlossen ist. DRAMA · 111 MINUTEN · FSK 6 · DEUTSCHLAND · 2026 Regie ANDREAS DRESEN Besetzung DAGMAR MANZEL, JOACHIM KRÓL, ANNA VON SELD, LIANE DÜSTERHÖFT


NEUERSCHEINUNG

Ab 8. Oktober

Ab 8. Oktober

Hope

Meeting the Buddha

Na Hong-jin meldet sich mit einem wuchtigen Mix aus Science-Fiction, Monsterfilm, Horror und schwarzem Humor zurück: In einer Kleinstadt bricht das Unfassbare los.

Der Dokumentarfilm folgt den Spuren des 16. Karmapa: von Tibet über das indische Exil bis zu seinem Versuch, buddhistische Weisheit in die westliche Welt zu tragen.

In der südkoreanischen Kleinstadt Hope scheint das Leben seinen gewohnten Gang zu gehen, bis ein unerklärliches Wesen auftaucht und die Ordnung zerstört. Was zunächst wie ein lokaler Zwischenfall wirkt, wächst sich zur existenziellen Bedrohung aus. Polizei, Einwohner und bewaffnete Gruppen versuchen, das fremde Wesen zu jagen und zu begreifen. Doch die Gefahr ist größer, als sie zunächst glauben. Unter den Menschen breiten sich Panik, Misstrauen und Aktionismus aus, während immer deutlicher wird, dass es nicht nur um ein einzelnes Monster geht. Die Jagd wird zur Prüfung einer Gemeinschaft, die zwischen Überlebenswillen, Gewalt und absurden Momenten zerrieben wird. Na Hong-jin hat sich mit „The Chaser“, „The Yellow Sea“ und „The Wailing“ als einer der aufregendsten Genreregisseure Südkoreas etabliert. „Hope“ führt diese Energie in ein noch größeres Format. Der Film mischt Monster-Horror, Science-Fiction, Action und schwarze Komödie und setzt dabei weniger auf saubere Genregrenzen als auf Überwältigung. Gerade das macht den Reiz aus: Die Bedrohung ist nicht nur ein Effektwesen, sondern ein Katalysator für menschliches Verhalten im Ausnahmezustand. Wenn die Ordnung zusammenbricht, zeigen sich Angst, Mut, Opportunismus und grotesker Überlebensdrang. HoYeon Jung, Michael Fassbender und Alicia Vikander verleihen dem Projekt internationales Gewicht, doch entscheidend bleibt Na Hong-jins Fähigkeit, Tempo und Unbehagen zu verbinden. Die Gefahr eines solchen Mammutfilms liegt in der Überfülle; lange Verfolgungen und ständige Eskalation können ermüden. Gleichzeitig besitzt der Stoff großes Kinoformat, weil er das Monströse nicht nur im Fremden sucht, sondern in den Reaktionen der Menschen. „Hope“ verspricht ein wilder, ungebändigter Genretrip zu werden, der sein Publikum nicht schonend an die Hand nimmt.

„Meeting the Buddha“ widmet sich dem Leben und Vermächtnis des 16. Karmapa, einem der bedeutenden Lehrer des tibetischen Buddhismus. Der Film spannt den Bogen von den frühen Jahren in Tibet über die Flucht und die Bewahrung einer jahrhundertealten Linie im indischen Exil bis zu Begegnungen mit Menschen im Westen. Im Zentrum steht die Frage, wie spirituelle Tradition in einer veränderten Welt weitergegeben werden kann. Schüler, Weggefährten und historische Zusammenhänge machen sichtbar, dass es nicht nur um religiöse Lehre geht, sondern um Orientierung, innere Freiheit und eine Verbindung zwischen Kulturen. Der Film versteht sich als Reise zu einer Gestalt, deren Einfluss weit über sein eigenes Leben hinausreicht. Marta György-Kesslers Dokumentarfilm richtet sich an ein Publikum, das bereit ist, sich auf spirituelle Biografie und historische Vermittlung einzulassen. „Meeting the Buddha“ erzählt nicht sensationell, sondern erklärend und ehrfürchtig. Gerade darin liegt seine Stärke und zugleich seine Begrenzung. Wer dem tibetischen Buddhismus nahesteht, wird viele Zusammenhänge wiedererkennen; wer neu hinzukommt, erhält einen zugänglichen Einstieg in die Bedeutung des 16. Karmapa. Der Film interessiert sich für Kontinuität: Wie überlebt eine Tradition politische Brüche, Exil und kulturelle Übersetzung? Besonders reizvoll ist der Gedanke, dass Lehre hier nicht museal bewahrt wird, sondern in Begegnungen weiterlebt. Die Länge verlangt Konzentration, doch sie ermöglicht auch, Geschichte, Archiv, Stimmen und Gegenwart ruhig miteinander zu verbinden. „Meeting the Buddha“ ist weniger ein kritisches Porträt als eine filmische Annäherung an ein spirituelles Vermächtnis. Als solcher bietet er Raum für Nachdenken über Weisheit, Weitergabe und die Sehnsucht nach Halt in einer unruhigen Welt.

SCI-FI, ACTION, THRILLER · 157 MINUTEN · FSK 16 · SÜDKOREA · 2026

DOKUMENTATION · 144 MINUTEN · FSK 12 · GROSSBRITANNIEN · 2025

Regie NA HONG-JIN Besetzung HWANG JUNG-MIN, ZO IN-SUNG,

Regie MÁRTA GYÖRGY-KESSLER Besetzung RANGJUNG RIGPE DORJE,

JUNG HO-YEON, ALICIA VIKANDER, MICHAEL FASSBENDER , TAYLOR RUSSELL

THAYE DORJE, OLE NYDAHL, HANNAH NYDAHL

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NEUERSCHEINUNG

Ab 15. Oktober

Sinn und Sinnlichkeit Jane Austen neu für 2026: Georgia Oakley erzählt von den Dashwood-Schwestern zwischen Gefühl und Vernunft, gesellschaftlichem Druck und der Suche nach einem selbstbestimmten Glück. Nach dem Tod ihres Vaters verlieren Elinor und Marianne Dashwood ihr Zuhause. Das Anwesen fällt an den Halbbruder, und die Schwestern müssen gemeinsam mit ihrer Mutter in deutlich bescheidenere Verhältnisse umziehen. Elinor begegnet Edward Ferrars und entwickelt eine tiefe, aber zurückhaltende Zuneigung zu ihm. Doch familiäre Erwartungen und Standesgrenzen machen eine gemeinsame Zukunft unsicher. Marianne hingegen folgt offen ihren Gefühlen und verliebt sich in den charmanten John Willoughby. Zwischen Erbe, Ansehen, enttäuschter Liebe und gesellschaftlichen Zwängen müssen beide Schwestern lernen, was Vernunft leisten kann – und wo ohne Gefühl kein Glück möglich ist. Die neue „Sinn und Sinnlichkeit“-Verfilmung ist kein Rückgriff auf Ang Lees Klassiker von 1995, sondern Georgia Oakleys eigene Annäherung an Jane Austens Roman. Interessant ist der Versuch, einen Stoff aus dem frühen 19. Jahrhundert für ein heutiges Publikum emotional unmittelbar zu erzählen, ohne seine historischen Bedingungen zu glätten. Die Dashwood-Schwestern leben in einer Welt, in der Liebe nie nur Herzenssache ist. Besitz, Erbrecht, Geld und gesellschaftliche Erwartungen bestimmen, wer frei entscheiden darf und wer vorsichtig sein muss. Daraus entsteht die zeitlose Spannung zwischen Elinors Selbstbeherrschung und Mariannes Leidenschaft. Daisy Edgar-Jones und Esmé Creed-Miles verkörpern diese gegensätzlichen Temperamente als Schwestern, die einander brauchen, obwohl sie die Welt verschieden lesen. Georgia Oakley, die mit „Blue Jean“ ein starkes Gespür für gesellschaftlichen Druck und weibliche Selbstbehauptung zeigte, dürfte Jane Austen weniger museal als lebendig betrachten. Der Reiz liegt nicht im Kostüm allein, sondern in den Fragen: Wie viel Vernunft verlangt die Liebe? Wie viel Gefühl verträgt eine Gesellschaft, die Frauen nur begrenzte Spielräume lässt? So kann aus dem bekannten Stoff eine frische, elegante Austen-Adaption für eine neue Generation werden. DRAMA, LIEBESFILM, LITERATUR · 132 MIN · FSK 6 · GBR, USA · 2026 Regie GEORGIA OAKLEY Besetzung DAISY EDGAR-JONES,

ESMÉ CREED-MILES, CAITRÍONA BALFE, FRANK DILLANE, GEORGE MACKAY


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NEUERSCHEINUNG

Ab 15. Oktober

Heimsuchung – Eine Jahrhundertgeschichte Ein Haus an einem märkischen See wird zum Zeugen deutscher Geschichte. Volker Schlöndorff verfilmt Jenny Erpenbecks Roman als Panorama über Heimat, Verlust und Erinnerung. Ein Grundstück an einem See nahe Berlin wird zum Mittelpunkt wechselnder Lebensgeschichten. Über Jahrzehnte ziehen Menschen ein, bauen, verlieren, hoffen und werden von politischen Umbrüchen aus ihrem Leben gerissen. Die Weimarer Republik, Nationalsozialismus, Krieg, DDR und Nachwendezeit hinterlassen Spuren in Mauern, Zimmern und Erinnerungen. Eine jüdische Familie, ein Architekt, eine Schriftstellerin und weitere Bewohner erleben das Haus jeweils als Sehnsuchtsort, Zuflucht oder bedrohten Besitz. Doch was Heimat bedeutet, verändert sich mit jeder historischen Zäsur. Am Ende erzählt das Haus nicht nur von einzelnen Schicksalen, sondern von Enteignung, Vertreibung, Anpassung und dem Verschwinden ganzer Lebensentwürfe. Volker Schlöndorff bringt mit „Heimsuchung“ einen Stoff auf die Leinwand, der wie geschaffen ist für ein Kino der Erinnerung. Jenny Erpenbecks Roman verdichtet deutsche Geschichte in einem Ort, und der Film übernimmt diese Idee als erzählerisches Prinzip: Nicht eine Figur allein steht im Zentrum, sondern ein Raum, an dem sich die Zeiten ablagern. Das Haus wird zum Speicher von Schuld, Verlust und Sehnsucht. Schlöndorff interessiert sich dabei weniger für große historische Erklärungen als für konkrete Spuren: Wer besitzt einen Ort? Wer darf bleiben? Wer wird aus der Geschichte verdrängt? Besonders stark ist der Gedanke, dass Heimat niemals unschuldig ist. Was für die einen Rückzug und Idylle bedeutet, kann für andere Zwang, Flucht oder Auslöschung sein. Die prominente Besetzung um Martina Gedeck, Lars Eidinger und Ulrich Matthes gibt den einzelnen Episoden Gewicht, doch die eigentliche Hauptfigur bleibt das Anwesen. „Heimsuchung“ verspricht kein einfaches Geschichtsbilderbuch, sondern ein melancholisches Jahrhundertpanorama über Zugehörigkeit und Verlust – und über die Frage, was von Menschen bleibt, wenn ihre Orte verschwinden. DRAMA, LITERATURVERFILMUNG · 121 MINUTEN · FSK 12 · DE · 2026 Regie VOLKER SCHLÖNDORFF Besetzung MARTINA GEDECK, LARS EIDINGER, SUSANNE WOLFF, ULRICH MATTHES, MICHAEL MAERTENS, DETLEV BUCK


NEUERSCHEINUNG

Ab 15. Oktober

Junkies of Dreaming – Mahler 3 Currentzis Teodor Currentzis probt Mahlers Dritte: Jan SchmidtGarre beobachtet einen Dirigenten, ein Orchester und den Versuch, aus Klang, Exzess und Präzision etwas Gegenwärtiges entstehen zu lassen.

Ab 15. Oktober

Whistleblower Marc Bauder begleitet Investigativ-Journalisten und ihre Quellen rund um den Globus. Der Dokumentarfilm fragt, was es kostet, Missstände öffentlich zu machen.

Regisseur Jan Schmidt-Garre folgt dem Dirigenten Teodor Currentzis bei der Arbeit an Gustav Mahlers Dritter Symphonie. Die Proben werden zum Zentrum eines Dokumentarfilms über musikalische Grenzerfahrungen. Currentzis ist kein nüchterner Taktgeber, sondern ein Künstler, der Klang als existenzielles Ereignis begreift. Mit seinem Orchester arbeitet er an Details, Spannungen, Atem, Dynamik und der großen emotionalen Bewegung dieser gewaltigen Symphonie. Der Film beobachtet die Energie im Probenraum, die Reibung zwischen Kontrolle und Hingabe und die Frage, wie sich ein Werk, das selbst nach Welt und Natur greift, heute neu öffnen lässt. Mahler wird nicht erklärt, sondern im Werden gezeigt. Musikdokumentationen stehen oft vor der Frage, ob sie ein Werk erklären oder seine Entstehung erfahrbar machen wollen. „Junkies of Dreaming – Mahler 3 Currentzis“ entscheidet sich für den zweiten Weg. Der Film setzt auf Nähe zur Probe, auf den Körper des Dirigenten, auf die Aufmerksamkeit der Musikerinnen und Musiker und auf jene Momente, in denen aus Wiederholung plötzlich Ausdruck wird. Teodor Currentzis ist dafür eine dankbare, aber auch polarisierende Figur: Er inszeniert sich, treibt an, fordert Intensität und macht aus Interpretation ein Drama. Jan Schmidt-Garre nutzt dieses Temperament, ohne den Film zur bloßen Künstlerverehrung werden zu lassen. Interessant ist die Spannung zwischen Mahlers monumentaler Partitur und der kleinteiligen Arbeit an Klangfarben. Wer klassische Musik liebt, bekommt Einblick in Prozesse, die im Konzertsaal unsichtbar bleiben; wer Currentzis skeptisch sieht, wird dennoch die Energie dieser Arbeit kaum übersehen können. Der Film handelt von Musik als Rausch und Disziplin zugleich. Ein konzentriertes Porträt künstlerischer Arbeit, das die Frage stellt, wie viel Besessenheit nötig ist, damit Klang lebendig wird.

Whistleblower verändern die Welt, doch sie zahlen oft einen hohen Preis. Marc Bauders Dokumentarfilm begleitet über mehrere Jahre Menschen, die geheime Informationen öffentlich gemacht haben, sowie Journalistinnen, Journalisten und Vermittler, die sie schützen. Im Zentrum stehen unter anderem die Investigativreporter Bastian Obermayer und Frederik Obermaier, deren Arbeit mit großen Enthüllungen wie den Panama Papers verbunden ist. Sie treffen Menschen, die Machtmissbrauch, Gewalt, Korruption oder illegale Praktiken sichtbar machten und dadurch selbst zu Gejagten wurden. Der Film führt durch verschiedene Länder und zeigt Whistleblowing als riskantes Geflecht aus Mut, Angst, Verantwortung und journalistischer Sorgfalt. „Whistleblower“ behandelt ein Thema, das für demokratische Öffentlichkeit zentral ist: Wie kommen Informationen ans Licht, wenn Institutionen sie verbergen wollen? Marc Bauder nähert sich dem nicht als trockener Recherchebericht, sondern als dokumentarischer Roadmovie. Die Begegnungen mit Quellen, Journalisten und Schutznetzwerken machen sichtbar, dass Enthüllungen nie nur aus Daten bestehen. Dahinter stehen Menschen, die ihr Leben verändern, weil sie nicht länger schweigen können. Der Film dürfte besonders stark dort sein, wo er den Preis dieser Entscheidung zeigt: Isolation, juristische Bedrohung, politische Verfolgung und das Misstrauen gegenüber allen Beteiligten. Gleichzeitig erinnert er daran, dass Whistleblowing ohne professionellen Journalismus ins Leere laufen oder gefährlich werden kann. Bauder interessiert sich für die Vermittler zwischen Geheimnis und Öffentlichkeit, für Vertrauen, Verschlüsselung, Verantwortung und Zweifel. Damit gewinnt der Film Aktualität über einzelne Fälle hinaus. Er fragt, welche Gesellschaft wir wären, wenn niemand mehr bereit wäre, etwas zu riskieren, damit andere die Wahrheit erfahren. Ein wichtiger, zeitgemäßer Dokumentarfilm über Mut und Öffentlichkeit.

DOKUMENTATION, MUSIK · 94 MINUTEN · FSK 0 · DEUTSCHLAND · 2026

DOKUMENTATION · 90 MINUTEN · DEUTSCHLAND · 2026

Regie JAN SCHMIDT-GARRE Mit TEODOR CURRENTZIS, WIEBKE LEHMKUHL,

Regie MARC BAUDER Besetzung JEAN-JACQUES LUMUMBA, DANIEL HALE,

ELENI-LYDIA STAMELLOU, UTOPIA ORCHESTRA

DELPHINE HALGAND-MISHRA, HOLDEN TRIPLETT, BASTIAN OBERMAYER

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NEUERSCHEINUNG

Ab 22. Oktober

Die andere Seite Nach einer Infektion wird eine Ärztin aus der Gesellschaft ausgeschlossen und flieht in die Alpen. Dort beginnt für sie ein Kampf um Freiheit, Nähe und einen möglichen Neuanfang. Hanna arbeitet als Ärztin, bis eine ansteckende Krankheit ihr Leben von Grund auf verändert. Von der Gesellschaft ausgegrenzt, zieht sie sich in die abgelegene Bergwelt der Alpen zurück. In der rauen Landschaft trifft sie auf eine weitere Frau, die ebenfalls am Rand der bestehenden Ordnung lebt. Zwischen Misstrauen, vorsichtiger Annäherung und dem gemeinsamen Wunsch nach einem anderen Leben entsteht eine fragile Verbindung. Gemeinsam suchen die beiden einen Weg nach Süden – fort von Kontrolle, Angst und Ausgrenzung. Doch die Freiheit außerhalb der Gesellschaft hat ihren Preis: Die Natur bietet Schutz und Schönheit, ist zugleich aber unerbittlich und gefährlich. Mariko Minoguchis DIE ANDERE SEITE ist ein eindringliches Drama über Isolation, Selbstbestimmung und die Frage, was vom Menschsein bleibt, wenn vertraute Sicherheiten verschwinden. Zugleich erzählt der Film davon, wie schwer es ist, nach einem radikalen Bruch wieder Vertrauen zu fassen – in andere Menschen ebenso wie in das eigene Leben.

DRAMA, ABENTEUER, THRILLER · 106 MINUTEN · FSK 12 · DEU, AUT · 2026 Regie MARIKO MINOGUCHI Besetzung NINA HOSS, PRECIOUS MARIAM SANUSI, BARBARA PETRITSCH, ÇIĞDEM TEKE, MOHAMED ACHOUR


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NEUERSCHEINUNG

Ab 22. Oktober

Bob Trevino Likes It

Moscas – Fliegen und andere Gäste

Eine junge Frau sucht online nach ihrem Vater und findet einen Fremden mit demselben Namen. Warmherzige Tragikomödie über Einsamkeit, Ersatzfamilie und unerwartete Nähe.

Eine Frau in Mexiko nimmt einen Jungen bei sich auf, der zu seiner kranken Mutter will. Fernando Eimbcke erzählt eine leise Geschichte über Wut, Fürsorge und unerwartete Nähe.

Lily Trevino sehnt sich nach einer Verbindung zu ihrem Vater Bob, doch der ist selbstbezogen, manipulativ und emotional kaum erreichbar. Nach einer weiteren Kränkung sucht Lily im Internet nach ihm und stößt auf einen anderen Bob Trevino. Der fremde Mann ist zunächst irritiert, lässt sich aber auf den Kontakt ein. Aus Nachrichten werden Gespräche, aus Zufall langsam Vertrauen. Beide tragen ihre eigenen Verletzungen: Lily sucht Anerkennung, Bob hat Verluste erlebt und weiß nicht recht, wohin mit seiner Fürsorge. Zwischen zwei Menschen, die einander eigentlich nichts schulden, entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft. Sie ersetzt nicht, was fehlt, aber sie zeigt, dass Familie manchmal dort beginnt, wo jemand wirklich antwortet. „Bob Trevino Likes It“ hat einen fast märchenhaften Ausgangspunkt, bleibt aber in seinen besten Momenten angenehm bodenständig. Tracie Laymon erzählt von Einsamkeit in einer digitalen Welt, ohne das Internet als kaltes Gegenbild zum echten Leben zu verteufeln. Gerade online entsteht hier eine Verbindung, die im analogen Alltag kaum möglich gewesen wäre. Barbie Ferreira gibt Lily eine Mischung aus Bedürftigkeit, Humor und stiller Wut; John Leguizamo ist als zweiter Bob der sanfte Gegenpol, ein Mann, der selbst trauert und doch für jemand anderen da sein kann. Der Film lebt von dieser vorsichtigen Annäherung. Er weiß, dass emotionale Vernachlässigung nicht durch ein paar nette Nachrichten verschwindet, lässt aber Hoffnung zu, ohne zynisch zu werden. Der biologische Vater bleibt als schmerzhafte Leerstelle präsent, während die Wahlverwandtschaft langsam Kontur gewinnt. Das ist kein laut origineller Film, aber ein aufrichtiges, zugängliches Stück Kino über die heilende Kraft unerwarteter Aufmerksamkeit. Manchmal reicht es, wenn jemand nicht nur klickt, sondern wirklich hinsieht.

Eine ältere Frau lebt zurückgezogen und wirtschaftlich angespannt. Als sie in eine finanzielle Notlage gerät, vermietet sie ein Zimmer an einen Mann vom Land, dessen Frau im nahegelegenen Krankenhaus behandelt wird. Bald taucht auch ein Junge auf, der unbedingt zu seiner Mutter gelangen will. Die Frau reagiert zunächst abweisend. Sie hat genug mit ihrer eigenen Wut, Einsamkeit und Verbitterung zu tun. Doch der Junge lässt nicht locker, und seine Hartnäckigkeit bringt etwas in Bewegung. Zwischen Krankenhaus, Alltagssorgen und kleinen Zumutungen entsteht eine vorsichtige Verbindung. Fernando Eimbcke erzählt von Menschen, die nicht viel besitzen und dennoch vor die Frage gestellt werden, ob sie für andere Verantwortung übernehmen können. „Moscas“ ist ein Film der kleinen Verschiebungen. Fernando Eimbcke interessiert sich nicht für große melodramatische Gesten, sondern für jene Momente, in denen ein fremder Mensch das eigene Leben unmerklich verändert. Die Ausgangssituation ist schlicht: eine Frau, ein Zimmer, ein Junge, eine kranke Mutter. Doch gerade aus dieser Reduktion gewinnt der Film emotionale Kraft. Teresita Sánchez spielt die ältere Frau nicht als liebenswerte Sonderlingin, sondern als verletzten, störrischen Menschen, dessen Abwehr nachvollziehbar bleibt. Bastián Escobar bringt als Junge eine Energie ins Spiel, die nerven kann und berührt. Die Fliegen des Titels deuten auf Störung, Unruhe, vielleicht auch auf das Unabweisbare, das sich nicht vertreiben lässt. Eimbcke findet dafür einen Ton zwischen Lakonie, Zärtlichkeit und sozialer Beobachtung. Der Film vermeidet einfache Rührseligkeit: Nähe entsteht hier nicht, weil alle plötzlich gut sind, sondern weil Bedürftigkeit und Verantwortung aufeinanderprallen. Ein leiser, genauer Film über Einsamkeit, Armut und die Möglichkeit, dass aus widerwilliger Hilfe echte Anteilnahme wird.

TRAGIKOMÖDIE, DRAMA · 101 MINUTEN · FSK 12 · USA · 2024

DRAMA, KOMÖDIE · 102 MINUTEN · MEXIKO, SPANIEN · 2026

Regie TRACIE LAYMON Besetzung BARBIE FERREIRA, JOHN LEGUIZAMO,

Regie FERNANDO EIMBCKE Besetzung TERESITA SÁNCHEZ,

Ab 22. Oktober

FRENCH STEWART, RACHEL BAY JONES, LAUREN SPENCER , TED WELCH

BASTIÁN ESCOBAR, HUGO RAMÍREZ, ENRIQUE ARREOLA


19.

TODD-AO 70mm-Filmfestival Schauburg – Cinerama Karlsruhe

8.–11.10.2026

DONNERSTAG, 8. OKTOBER 19:30 Uhr

RYANS TOCHTER OT: Ryan’s Daughter; GB 1969/70; Regie: David Lean; Deutsche Fassung; 183 Minuten; Super Panavision® 70, 65mm-Negativfilm, 1:2.20; Präsentation: 70mm, 1:2.20, 6-Kanal-Stereo-Magnetton; Erstaufführungskopie von 1970; Roadshow-Präsentation mit Pause; Welturaufführung: 09.11.1970; Deutsche Erstaufführung: 17.12.1970; Produktion: Anthony Havelock-Allan; Buch: Robert Bolt; Kamera: Freddie Young; Musik: Maurice Jarre; Schnitt: Norman Savage; Darsteller: Sarah Miles, Robert Mitchum, Trevor Howard, Christopher Jones, John Mills, Leo McKern, Barry Foster, Archie O‘Sullivan

David Leans großes romantisches Epos spielt im Irland des Jahres 1916. Eine junge, mit dem örtlichen Lehrer verheiratete Frau beginnt eine leidenschaftliche Beziehung mit einem britischen Offizier – vor dem Hintergrund des irischen Freiheitskampfes und einer Dorfgemeinschaft, die ihr zunehmend misstrauisch begegnet. Freddie Youngs großartige Landschaftsaufnahmen machen den Film zu einem Paradebeispiel des klassischen Großformatkinos. Ausgezeichnet mit zwei Oscars®: John Mills als bester Nebendarsteller und Freddie Young für die beste Kamera.


FREITAG, 9. OKTOBER 14:00 Uhr

DIE VERFLUCHTEN DER PAMPAS OT: Savage Pampas / Pampa Salvaje; ES/RA/USA 1965; Regie: Hugo Fregonese; Deutsche Fassung; 95 Minuten; 65mm MCS-70 Super Panorama®, 65mm-Negativfilm, 1:2.20; 70mm, 1:2.20, 6-Kanal-Stereo-Magnetton; Erstaufführungskopie; Welturaufführung: 15.04.1966; Deutsche Erstaufführung: 29.07.1966; Produktion: Jaime Prades; Buch: Hugo Fregonese, John Melson; Vorlage: Homero Manzi, Ulises Petit de Murat; Kamera: Manuel Beranguer; Musik: Waldo de los Ríos; Schnitt: Juan Serra; Darsteller: Robert Taylor, Ron Randell, Marc Lawrence, Rosenda Monteros, Ty Hardin, Felicia Roc, Angel Del Pozo, Mario Lozano, Enrique Avila, Charles Fawcett, Julio Pena, José Nieto, Jorge Rigaud, Isabel Pisano In den Weiten der argentinischen Pampa soll ein Hauptmann mit seinen Männern einen abgelegenen Außenposten sichern. Ein gefährlicher Transport und die Auseinandersetzungen mit Deserteuren machen daraus ein groß angelegtes Abenteuer vor ungewöhnlicher südamerikanischer Kulisse.

16:30 Uhr

BARAKA OT: Baraka; USA 1992; Regie: Ron Fricke; Originalfassung; 96 Minuten; Todd-AO®, 65mm-Negativfilm, 1:2.20; 70mm, 1:2.20, 6-Kanal Dolby® Stereo (SR) Magnetton mit Split Surround; Neukopierung von Ende der 1990er-Jahre; Welturaufführung: 30.08.1992; Deutsche Erstaufführung: 26.08.1993; Produktion: Mark Magidson; Buch: Bob Green, Ron Fricke, Mark Magidson; Kamera: Ron Fricke; Musik: Michael Stearns; Schnitt: David E. Aubrey, Ron Fricke, Mark Magidson Ganz ohne Dialog und klassische Handlung nimmt Ron Frickes bildgewaltiger Film das Publikum mit auf eine Reise über Kontinente und Kulturen. Natur, Religion, Metropolen, Industrie und menschliche Rituale verbinden sich zu einer meditativen Betrachtung unserer Welt – wie geschaffen für die große 70mm-Bildwand.

19:30 Uhr

DISCLOSURE DAY – DER TAG DER WAHRHEIT OT: Disclosure Day; USA 2026; Regie: Steven Spielberg; Englische Originalfassung; 145 Minuten; Panavision® Anamorphic, 35mm-Negativfilm, 1:2.39; 70mm, 1:2.39, 5.1 Datasat® Digitalton; Erstaufführungskopie; Welturaufführung: 02.06.2026; Deutsche Erstaufführung: 10.06.2026; Produktion: Kristie Macosko Krieger, Steven Spielberg; Buch: David Koepp; Kamera: Janusz Kaminski; Musik: John Williams; Schnitt: Sarah Broshar, Michael Kahn; Darsteller: Emily Blunt, Josh O‘Connor, Colin Firth, Eve Hewson, Colman Domingo, Wyatt Russell, Henry Lloyd-Hughes, Elizabeth Marvel, Michael Gaston, Gabby Beans, Delaney Anne Cuthbert, Tyler Renaud, Hettienne Park, Jeremy Shamos, Noah Robbins, Jim Parrack, Michael Oberholtzer, Dan Bittner, Kenneth Tigar Steven Spielberg kehrt zu einem Thema zurück, das sein Kino immer wieder geprägt hat: der Begegnung mit dem Unbekannten. Als Beweise für außerirdisches Leben nicht länger geheim zu halten sind, geraten Menschen zwischen wissenschaftliche Erkenntnis, staatliche Interessen und die Frage, wie die Welt mit einer solchen Wahrheit umgehen würde.

22:00 Uhr

GET-TOGETHER WITH HOEPFNER Ein Get-Together für alle Festivalbesucher: In entspannter Atmosphäre bietet sich Gelegenheit zum Austausch über Filme, Projektionstechnik und das Festival. Die Veranstaltung findet mit freundlicher Unterstützung der Hoepfner Brauerei statt, die den Abend mit ihren badischen Bierspezialitäten begleitet.


SAMSTAG, 10. OKTOBER 11:00 Uhr

BIG HORN – EIN TAG ZUM KÄMPFEN OT: Custer Of The West; USA 1967; Regie: Robert Siodmak; Deutsche Fassung; 142 Minuten; Super Technirama®, 35mm 8-perf-Negativfilm; 70mm, 1:2.20, 6-Kanal-Stereo-Magnetton; Erstaufführungskopie; Roadshow-Präsentation mit Pause; Welturaufführung: 22.12.1967; Deutsche Erstaufführung: 28.03.1968; Produktion: Philip Yordan, Louis Dolivet; Irving Lerner (Bürgerkriegssequenzen); Buch: Bernard Gordon, Julian Halevy; Kamera: Cecilio Paniagua; Musik: Bernardo Segall; Schnitt: Maurice Rootes; Darsteller: Robert Shaw, Jeffrey Hunter, Ty Hardin, Robert Ryan, Mary Ure, Charles Stalnaker, Lawrence Tierney, Robert Hall, Kieron Moore, Marc Lawrence Robert Shaw spielt General George Armstrong Custer in Robert Siodmaks groß angelegtem Kavallerie-Western. Der Film führt bis zur legendären Schlacht am Little Big Horn und gehört zu jenen aufwendigen Produktionen der 1960er-Jahre, deren Bilder für die große Leinwand geschaffen wurden.

14:00 Uhr

17:15 Uhr

MARTY SUPREME

IN EINEM FERNEN LAND

OT: Marty Supreme; USA 2025; Regie: Josh Safdie; Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln; 150 Minuten; Aufgenommen in Panavision® Anamorphic (1:2.39), Super 35, Super 16 (35mm Negativfilm & 16mm Negativfilm); Präsentiert in 70mm (1:2.39); 5.1 Datasat® Digitalton; Erstaufführungskopie; Welturaufführung: 06.10.2025; Deutsche Erstaufführung: 26.02.2026; Produktion: Ronald Bronstein, Eli Bush, Timothée Chalamet, Anthony Katagas, Josh Safdie; Buch: Ronald Bronstein, Josh Safdie; Kamera: Darius Khondji; Musik: Daniel Lopatin; Schnitt: Ronald Bronstein, Josh Safdie; Darsteller: Timothée Chalamet, Gwyneth Paltrow, Odessa A‘zion, Kevin O‘Leary, Koto Kawaguchi, Abel Ferrara, Fran Drescher, Tyler the Creator, Sandra Bernhard, Penn Jillette, Emory Cohen, Géza Röhrig, Fred Hechinger, David Mamet, Isaac Mizrahi New York, im Jahr 1952: Ein junger Schuhverkäufer möchte professioneller Tischtennisspieler werden und versucht seinem Ziel so gewitzt wie rücksichtslos und egoistisch näher zu kommen. Ein Schuldenberg und ein anstehendes Match mit seinem Konkurrenten in Japan fordern seinen Erfindungsreichtum schließlich besonders heraus. Zwischen Sportlerdrama und Schelmenstück erzählt der Film mit inhaltlichen Abschweifungen, originellen Einfällen und einer anachronistischen Musikauswahl von einem, der in der Nachkriegszeit hoch hinauswill. Die Stärke des atemlos inszenierten Werks liegt in der markanten Präsenz seiner Figuren und den ständigen Reibungen, die das Drehbuch zwischen ihnen entfacht.

20:30 Uhr

DIE ODYSSEE OT: The Odyssey; GB/USA 2026; Regie: Christopher Nolan; Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln; 173 Minuten; IMAX®, 65mm 15-perf-Negativfilm, 1:1.43; 70mm, 1:2.20, 5.1 Datasat® Digitalton; Erstaufführungskopie; Welturaufführung: 06.07.2026; Deutsche Erstaufführung: 16.07.2026; Produktion: Emma Thomas, Christopher Nolan; Regie und Buch: Christopher Nolan; Vorlage: Homer; Kamera: Hoyte van Hoytema; Musik: Ludwig Göransson; Schnitt: Jennifer Lame; Darsteller: Matt Damon, Tom Holland, Anne Hathaway, Zendaya, Lupita Nyong‘o, Robert Pattinson, Charlize Theron, Jon Bernthal, Benny Safdie, John Leguizamo, Samantha Morton, Elliot Page, Himesh Patel, Bill Irwin, Mia Goth, Logan Marshall-Green, Jimmy Gonzales, Andrew Howard, Travis Scott, Corey Hawkins, James Remar, Ryan Hurst, Jesse Garcia, Will Yun Lee, Jovan Adepo, Iddo Goldberg, Jamie Harris, Josh Stewart, Ian Casselberry, Rafi Gavron, Shiloh Fernandez Christopher Nolan erzählt Homers Jahrtausende alten Mythos als monumentales Kino-Epos neu. Matt Damon verkörpert Odysseus, der nach dem Trojanischen Krieg auf seiner langen Heimreise nach Ithaka Naturgewalten, mythischen Wesen und übermächtigen Gegnern begegnet.

OT: Far and Away; USA 1992; Regie: Ron Howard; Deutsche Fassung; 139 Minuten; Panavision® Super 70 und Arri 765 auf 65mm sowie Panavision® Anamorphic und VistaVision® auf 35mm; 70mm, 1:2.20, 6-Kanal Dolby® Stereo (A) Magnetton; Erstaufführungskopie; Welturaufführung: 18.05.1992; Deutsche Erstaufführung: 06.08.1992; Produktion: Brian Grazer, Ron Howard; Buch: Bob Dolman; Kamera: Mikael Salomon; Musik: John Williams; Schnitt: Michael Hill, Daniel Hanley; Darsteller: Tom Cruise, Nicole Kidman, Thomas Gibson, Robert Prosky, Barbara Babcock, Cyril Cusack, Colm Meaney, Douglas Gillison, Michelle Johnson, Wayne Grace, Niall Toibin, Jared Harris, Brendan Gleeson Der mittellose Ire Joseph Donnelly und die wohlhabende Shannon Christie verlassen ihre Heimat und wagen in Amerika einen Neuanfang. Zwischen harter Arbeit, gesellschaftlichen Gegensätzen und der Hoffnung auf eigenes Land führt ihr Weg schließlich zum großen Oklahoma Land Run.


SONNTAG, 11. OKTOBER 11:00 Uhr

Presented in 70mm Ein bebilderter Vortrag von Thomas Hauerslev, MBKS · ca. 45 Minuten Der frühere Filmvorführer und international bekannte 70mm-Experte Thomas Hauerslev gibt einen Überblick über Geschichte und Gegenwart des analogen Großformatkinos. In den vergangenen Jahren hat 70mm eine bemerkenswerte Renaissance erlebt – und mit Filmen wie Christopher Nolans DIE ODYSSEE erreicht das Format wieder ein großes Publikum. Der Vortrag beleuchtet die Entwicklung der vergangenen 15 Jahre ebenso wie die Ursprünge des 70mm-Films. Anhand von Filmbeispielen, 70mm-Einzelbildern und 65mm-Kameras stellt Hauerslev verschiedene Formate wie Ultra Panavision 70, IMAX, 8/65, VistaVision und Todd-AO vor. Der Vortrag richtet sich gleichermaßen an erfahrene 70mm-Freunde und Einsteiger.

13:00 Uhr

DER ASTRONAUT – PROJECT HAIL MARY OT: Project Hail Mary; USA 2026; Regie: Phil Lord, Christopher Miller; Englische Originalfassung mit deutschen Untertiteln; 156 Minuten; Digital, ARRIRAW 4.5K und 6.5K, Atlas Scope und Viltrox Scope; 70mm, 1:2.39, 5.1 Datasat® Digitalton; Erstaufführungskopie; Welturaufführung: 09.03.2026; Deutsche Erstaufführung: 19.03.2026; Produktion: Ryan Gosling, Phil Lord, Christopher Miller, Rachel O‘Connor, Amy Pascal, Aditya Sood, Andy Weir; Buch: Drew Goddard; Vorlage: Andy Weir; Kamera: Greig Fraser; Musik: Daniel Pemberton; Schnitt: Chris Dickens; Darsteller: Ryan Gosling, Sandra Hüller, Lionel Boyce, James Ortiz, Milana Vayntrub, Ken Leung, Liz Kingsman, Bastian Antonio Fuentes, Orion Lee, Aaron Neil, Bernhard Schütz, Malachi Kirby, Amira Ghazalla, Isla McRae

12:00 Uhr

FOREVER…FOREVER OT: Forever...Forever; A/F 2026; Regie: Johann Lurf; Originalfassung; 21 Minuten; VistaRama 65®, 65mm-Negativfilm; 70mm, 1:2.20, 7.1 Datasat® Digitalton; Erstaufführungskopie; Welturaufführung: Februar 2026; Deutsche Erstaufführung: Februar 2026; Produktion und Regie: Johann Lurf; Musik: Jung an Tagen GAST: JOHANN LURF Der österreichische Experimentalfilmer Johann Lurf nutzt das 70mm-Format auf ganz andere Weise als das klassische Hollywood-Epos. Über einen langen Zeitraum beobachtet seine Kamera Landschaft, Himmel, Licht sowie die Bewegung von Sonne und Mond und macht daraus ein filmisches Experiment über Zeit, Wahrnehmung und das analoge Filmbild. Johann Lurf wird persönlich in der Schauburg anwesend sein. Nach der Vorführung stellt sich der Regisseur den Fragen des Publikums. Darüber hinaus präsentiert er die von ihm selbst entwickelte und gebaute Kamera, mit der FOREVER…FOREVER auf 65mm aufgenommen wurde – eine seltene Gelegenheit, die Entstehung eines zeitgenössischen analogen Großformatfilms unmittelbar kennenzulernen.

16:45 Uhr

TERMINATOR 2 – TAG DER ABRECHNUNG OT: Terminator 2: Judgment Day; USA 1991; Regie: James Cameron; Englische Originalfassung; 137 Minuten; Super 35, 35mm-Negativfilm; 70mm, 1:2.20, 6-Kanal Dolby® Stereo (A) Magnetton mit Split Surround; Erstaufführungskopie; Welturaufführung: 01.07.1991; Deutsche Erstaufführung: 24.10.1991; Produktion und Regie: James Cameron; Buch: James Cameron, William Wisher; Kamera: Adam Greenberg; Musik: Brad Fiedel; Schnitt: Conrad Buff, Mark Goldblatt, Richard A. Harris; Darsteller: Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Edward Furlong, Robert Patrick, Earl Boen, Joe Morton, S. Epatha Merkerson, Gastullo Guerra, Danny Cooksey, Jenette Goldstein, Xander Berkeley, Dean Norris

Weit entfernt von der Erde erwacht ein Mann ohne Erinnerung an Bord eines Raumschiffs. Nach und nach erkennt er, dass seine Mission über das Überleben der Menschheit entscheiden könnte. Eine unerwartete Begegnung im All verändert jedoch die Voraussetzungen vollständig.

20:30 Uhr

IM RAUSCH DER TIEFE OT: Le Grand Bleu; F 1987; Regie: Luc Besson; Deutsche Fassung; 118 Minuten; CinemaScope®, 35mm-Negativfilm, 1:2.35; 70mm, 1:2.20, 6-Kanal Dolby® Stereo (A) Magnetton; Erstaufführungskopie; Welturaufführung: 11.05.1988; Deutsche Erstaufführung: 22.09.1988; Produktion: Patrice Ledoux; Regie: Luc Besson; Buch: Luc Besson, Robert Garland, Marilyn Goldin; Kamera: Carlo Varini; Musik: Eric Serra; Schnitt: Olivier Mauffroy; Darsteller: Rosanna Arquette, Jean-Marc Barr, Jean Reno, Paul Shenar, Jean Bouise Jacques und Enzo verbindet seit ihrer Kindheit die Leidenschaft für das Meer. Als Erwachsene wird aus ihrer Freundschaft eine zunehmend gefährliche Rivalität um Rekorde im Apnoetauchen. Luc Bessons bildgewaltiger Film ist Abenteuer, Liebesgeschichte und eine faszinierende Hommage an die Welt unter Wasser.

Ein weiterentwickelter Terminator wird aus der Zukunft geschickt, um den jungen John Connor zu töten. Diesmal steht jedoch ein umprogrammierter T-800 auf Johns Seite. James Camerons Mischung aus Science-Fiction, Action und damals revolutionären Spezialeffekten gehört zu den prägenden Kinofilmen der frühen 1990er-Jahre. Ausgezeichnet mit vier Oscars®, unter anderem für Ton, Make-up sowie Bild- und Toneffekte.

TECHNIK DER 70mm-VORFÜHRUNGEN Die analogen 70mm-Vorführungen der Schauburg erfolgen auf zwei Philips DP70-Projektoren. Als Lichtquellen kommen Ushio-Xenonlampen mit 7 kW zum Einsatz. Projektoren 2 × Philips DP70

QR-Code scannen für

TICKETS

oder unter www.schauburg.de oder an der Kasse SPRACHFASSUNGEN DF = deutsche Sprachfassung · OV = Originalfassung · OmU = Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Lichtquellen Ushio Xenon, 7 kW Bildwand Harkness Perlux HiWhite 140 70mm-Objektive ISCO Ultra Star HD für 8-perf.-70mm-Projektion Lautsprechersystem Alcons CR4 Endstufen Alcons Audio Damit verbindet das Festival historische Filmtechnik mit moderner Tonwiedergabe und hält eine Form des Kinos lebendig, die ihre Wirkung erst auf der großen Bildwand vollständig entfaltet.


MET OPERA LIVE IM KINO 3. Oktober 2026

COSÌ FAN TUTTE

Wolfgang Amadeus Mozart Foto: Jonathan Tichler / Metropolitan Opera

Federica Lombardi, Samantha Hankey, Ana María Martínez, Duke Kim, Andrey Zhilikhovsky, Gerald Finley Dirigent: Nimrod David Pfeffer Inszenierung: Phelim McDermott

Änderungen vorbehalten


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NEUERSCHEINUNG

Ab 22. Oktober

Chopin – Eine Sonate in Paris Paris, 1835: Frédéric Chopin bewegt sich zwischen Salons, Ruhm, Krankheit und Heimweh. Eine opulent ausgestattete Künstlerbiografie über Musik, Sehnsucht und innere Unruhe. Frédéric Chopin hat in Paris eine neue künstlerische Heimat gefunden. In den Salons der höheren Gesellschaft wird er gefeiert, er gibt Konzerte, unterrichtet und arbeitet an Kompositionen, die bald Musikgeschichte schreiben werden. Doch hinter dem Glanz bleibt seine Lage fragil. Seine Gesundheit ist angeschlagen, die Sehnsucht nach Polen begleitet ihn, und sein Verhältnis zur Öffentlichkeit ist ambivalent. Chopins Musik erscheint als Ort, an dem sich Stolz, Melancholie und Freiheit ausdrücken können. Begegnungen mit Künstlern, Mäzenen und George Sand zeigen einen Mann, der bewundert wird und sich doch fremd fühlt. Der Film erzählt nicht nur vom Genie, sondern von der Einsamkeit hinter dem Ruhm. Künstlerbiografien stehen häufig vor der Gefahr, Genie nur zu bebildern. „Chopin – Eine Sonate in Paris“ sucht seinen Zugang über die Spannung zwischen äußerem Glanz und innerer Zerbrechlichkeit. Paris wird zum Resonanzraum: Salons, Konzerte und gesellschaftliche Erwartungen bilden eine Bühne, auf der Chopin sich behaupten muss, während seine Musik von etwas erzählt, das sich kaum aussprechen lässt. Eryk Kulm gibt dem Komponisten eine melancholische Präsenz, die gut zu einem Film passt, der weniger auf chronologische Vollständigkeit als auf Atmosphäre zielt. Besonders interessant ist die Verbindung von Krankheit, Exilgefühl und künstlerischer Kühnheit. Chopin erscheint nicht als entrücktes Denkmal, sondern als Mensch, dessen Körper Grenzen setzt, während seine Musik über sie hinausdrängt. Die Ausstattung dürfte das Publikum in eine elegante Epoche führen, doch entscheidend bleibt der Klang: In den Nocturnes und Sonaten bündelt sich eine Sehnsucht, die der Film in Bilder übersetzen muss. Wenn das gelingt, entsteht eine zugängliche, sinnliche Annäherung an einen Komponisten, dessen Rätsel gerade in der Mischung aus Formstrenge und Gefühl liegt. programmkino.de / Dieter Oßwald BIOPIC, DRAMA, MUSIKFILM · 114 MINUTEN · POL, FRA, ESP · 2026 Regie MICHAŁ KWIECIŃSKI Besetzung ERYK KULM, JOSÉPHINE DE LA BAUME, VICTOR MEUTELET, LAMBERT WILSON, , KAROLINA GRUSZKA


BASIEREND AUF DEM BESTSELLER VON JULI ZEH

HANNAH

HERZSPRUNG DAMIAN

HARDUNG ALEXANDER

FEHLING CHRISTIAN

FRIEDEL HALEY LOUISE

JONES

C O R P U S D E L I C T I Trailer hier ansehen:

EIN FILM VON LENA STAHL

AB 1. OKTOBER IM KINO


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NEUERSCHEINUNG

Ab 29. Oktober

Barbara Buser– Pionierin der Nachhaltigkeit Barbara Buser hat nachhaltiges Bauen in der Schweiz maßgeblich geprägt. Der Dokumentarfilm porträtiert eine Architektin, die Umnutzung, Kreislaufdenken und Stadtentwicklung neu denkt. Barbara Buser gilt als Pionierin einer Architektur, die Bestehendes nicht vorschnell abreißt, sondern als Ressource versteht. Der Dokumentarfilm begleitet die Schweizer Architektin und zeigt, wie aus Industriebrachen, alten Materialien und scheinbar überholten Gebäuden neue Räume entstehen können. Dabei geht es um konkrete Projekte, aber auch um eine Haltung: Nachhaltigkeit beginnt nicht erst bei technischer Effizienz, sondern bei der Frage, wie wir mit dem umgehen, was schon da ist. Busers Arbeit verbindet ökologische Verantwortung, soziale Fantasie und städtebaulichen Pragmatismus. Der Film stellt eine Frau vor, deren Durchsetzungskraft und Humor zeigen, dass nachhaltiges Bauen kein Verzichtsprogramm sein muss, sondern eine kreative Praxis. „Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit“ ist ein Porträt, das zur richtigen Zeit kommt. Architektur steht heute unter enormem Druck: Ressourcenknappheit, Klimawandel und Wohnraummangel stellen die alte Logik von Abriss und Neubau infrage. Gabriele Schärers Film macht an Barbara Buser sichtbar, dass Alternativen längst existieren. Besonders überzeugend ist der praktische Blick. Nachhaltigkeit bleibt nicht abstraktes Schlagwort, sondern zeigt sich in Materialien, Baustellen, Konflikten und Entscheidungen. Buser erscheint als starke, manchmal unbequeme Persönlichkeit, die Ideen nicht nur formuliert, sondern umsetzt. Dadurch gewinnt der Film Schwung und Leichtigkeit. Er predigt nicht, sondern inspiriert. Interessant ist auch die soziale Dimension: Wenn Gebäude weitergenutzt werden, geht es immer auch um Erinnerungen, Nachbarschaften und die Frage, wer Stadt gestalten darf. Als Dokumentarfilm über Architektur richtet sich der Film nicht nur an Fachleute. Er zeigt anschaulich, dass Bauen eine kulturelle und politische Handlung ist. Ein ermutigender Film über Kreislaufdenken, Beharrlichkeit und die Schönheit des Weiterbauens. DOKUMENTARFILM · 118 MINUTEN · FSK 0 · SCHWEIZ · 2026 Regie GABRIELE SCHÄRER Mit BARBARA BUSER, ERIC HONEGGER,

DANIEL GLAUSER, VALÉRIE WAIBEL, LAIA SOFIA MEIER, ANDREAS RUBY


19.

TODD-AO 70mm-Filmfestival

8. – 11.10.2026

DONNERSTAG, 8.10. 19.30 RYANS TOCHTER

SONNTAG, 11.10. 11.00 TODD-AO VORTRAG:

FREITAG, 9.10. 14.00 DIE VERFLUCHTEN DER PAMPAS 16.30 BARAKA (OV) 19.30 DISCLOSURE DAY (OV)

12.00

SAMSTAG, 10.10. 11.00 BIG HORN – EIN TAG ZUM KÄMPFEN 14.00 MARTY SUPREME (OmU) 17.15 IN EINEM FERNEN LAND 20.30 THE ODYSSEY (OmU)

OV = Originalversion | OmU = Original mit dt. Untertiteln

„PRESENTED IN 70MM“

13.00 16.45 20.30

FOREVER…FOREVER (OV)

ZU GAST: JOHANN LURF

PROJECT HAIL MARY (OmU) TERMINATOR 2 (OV) IM RAUSCH DER TIEFE

Plakatmotiv: THE ODYSSEY

www.70mm-festival.de

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Mit freundlicher Unterstützung der

GROSSBILDWAND


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NEUERSCHEINUNG

Ab 29. Oktober

Die Blutgräfin Ulrike Ottinger, Elfriede Jelinek und Isabelle Huppert lassen die Blutgräfin durch Wien ziehen: ein opulenter, schräger Vampirreigen voller Schmäh und Schauwerte. Die legendäre Erzsébet Báthory, gespielt von Isabelle Huppert, taucht im heutigen Wien auf. Gemeinsam mit ihrer treuen Begleiterin Hermine sucht sie nach einem Buch, das angeblich die Macht besitzt, alles Böse zu vernichten. Der melancholische Vampir-Neffe Baron Rudi Bubi von Strudl zur Buchtelau wird in die Suche hineingezogen, ebenso ein Psychotherapeut, Vampirologen und die Staatsmacht. Die Jagd führt durch prächtige Wiener Schauplätze: Nationalbibliothek, Narrenturm, Café Hawelka, Riesenrad und andere Orte werden zur Bühne einer exzentrischen Horrorfarce. Historische Vampirlegende, Wiener Schmäh, Operettenlust und literarischer Aberwitz verbinden sich zu einem eigenwilligen Bilderrausch. Ulrike Ottinger erdet den Vampirstoff nicht psychologisch, sondern treibt ihn lustvoll ins Artifizielle, Opulente und Komische. „Die Blutgräfin“ will kein klassischer Horrorfilm sein. Der Film feiert Kulissen, Kostüme, Namen, Dialoge und die Lust an der Übertreibung. Dass Elfriede Jelinek die Dialoge schrieb und Isabelle Huppert die Báthory spielt, verleiht dem Projekt zusätzlichen Kunstanspruch, doch Ottinger nimmt diesen nie brav oder museal. Sie inszeniert eine Schnitzeljagd durch Wien, bei der Dramaturgie weniger zählt als Rausch, Farbe, Rhythmus und ironische Geste. Manches wirkt bewusst blutleer, anderes grandios überbordend. Gerade darin liegt der Reiz: Der Film ist Farce, Kunstkino, Vampirburleske und Stadtfilm zugleich. Lars Eidinger, Birgit Minichmayr, Karl Markovics und Conchita Wurst fügen sich in eine Welt, die keine Naturalistik behauptet, sondern ihre Künstlichkeit ausstellt. Wer stringente Handlung erwartet, wird sich schwer tun; wer Ottingers Sinn für Exzess, grotesken Humor und visuelle Pracht mag, bekommt ein Fest. Ein schillernder Tanz der Vampire mit Wiener Blut, morbider Eleganz und reichlich Wow-Effekten. VAMPIRKOMÖDIE · 119 MINUTEN · FSK 12 · AUT, LUX, DEU · 2026 Regie ULRIKE OTTINGER Besetzung ISABELLE HUPPERT, BIRGIT

MINICHMAYR, THOMAS SCHUBERT, LARS EIDINGER , ANDRÉ JUNG


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NEUERSCHEINUNG

Ab 29. Oktober

Biermann Wolf Biermanns Lieder, Konflikte und Auftritte spiegeln deutsche Geschichte. Jens Meurers Dokumentarfilm nähert sich einem Künstler zwischen Poesie, Politik und Widerspruch. Wolf Biermann gehört zu den prägenden Stimmen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Der Dokumentarfilm blickt auf sein Leben und Werk: die Herkunft, die Hinwendung zur Musik, das Leben in der DDR, die Ausbürgerung nach dem Kölner Konzert von 1976 und sein künstlerisches Arbeiten bis in die Gegenwart. Archivaufnahmen, Zeitdokumente und Konzertmitschnitte bilden das Rückgrat der Erzählung. Dabei erscheint Biermann nicht nur als politischer Fall, sondern als Dichter, Sänger und streitbarer Zeitgenosse, dessen Kunst eng mit den Brüchen Deutschlands verbunden ist. Der Film fragt, wie ein Werk entsteht, das aus persönlicher Erfahrung, politischer Haltung und ungebrochener Lust am Widerspruch lebt. Ein Film über Wolf Biermann muss mehr leisten als eine chronologische Lebensbeschreibung. Biermann ist Künstler, Symbolfigur, Reizfigur und Zeitzeuge zugleich. Jens Meurer nähert sich diesem vielschichtigen Leben über Musik und Archiv, also über das Material, in dem Biermanns Präsenz am unmittelbarsten spürbar wird. Das Kölner Konzert von 1976 bleibt ein Schlüsselereignis, weil sich darin Kunst und Macht auf exemplarische Weise begegneten. Doch der Film kann gerade dann interessant werden, wenn er nicht nur den historischen Skandal nacherzählt, sondern die Spannungen eines langen Lebens sichtbar macht: zwischen Lied und Politik, Eigensinn und Öffentlichkeit, Pathos und Polemik. Biermanns Sprache ist scharf, poetisch und selbstbewusst; sie verlangt eine filmische Form, die nicht bloß bewundert. Als Dokumentarfilm bietet „Biermann“ die Chance, deutsche Geschichte durch eine Stimme zu hören, die sich nie auf bloße Harmonie einließ. Wer mit Biermanns Werk vertraut ist, findet Erinnerung und Kontext; wer ihn neu entdeckt, begegnet einem Künstler, der Widerspruch als Lebensform begriffen hat. Ein notwendiges Porträt über Musik, Haltung und Streit. DOKUMENTATION, MUSIK · 120 MINUTEN · DEUTSCHLAND · 2026 Regie JENS MEURER Mit WOLF BIERMANN, PAMELA BIERMANN, ULRICH GUMPERT


NEUERSCHEINUNG

Ab 29. Oktober

Glaube Eine Jugendliche erlebt eine religiöse Erweckung, die Familie und Umfeld erschüttert. Alauda Ruiz de Azúas preisgekröntes Drama fragt nach Körper, Kontrolle und Spiritualität. Die 17-jährige Ainara wirkt auf den ersten Blick wie andere Jugendliche. Sie besucht eine katholische Schule, erlebt Freundschaften, heimliche Trinkabende und das erste Begehren. Doch dann verändert sich etwas. Ainara fühlt sich von einem religiösen Erlebnis ergriffen, das sie selbst nicht vollständig erklären kann. Ihre Umgebung reagiert mit Faszination, Sorge, Skepsis und dem Versuch, Kontrolle zurückzugewinnen. Was ist Glaube, was Krise, was Selbstermächtigung? Während Familie, Schule und Kirche eigene Deutungen anbieten, rückt Ainaras Körper immer stärker in den Mittelpunkt. Der Film erzählt von einer jungen Frau, deren Erfahrung andere herausfordert, weil sie sich nicht einfach einordnen lässt. „Glaube“ wirkt deshalb so spannend, weil der Film religiöse Erfahrung nicht vorschnell pathologisiert, aber auch nicht unkritisch verklärt. Alauda Ruiz de Azúa interessiert sich für den Zwischenraum: Was geschieht, wenn eine junge Frau etwas erlebt, das alle um sie herum erklären wollen? Die Auszeichnungen in Spanien deuten auf ein Drama hin, das sein Thema mit großer emotionaler Präzision behandelt. Entscheidend ist die Perspektive. Ainara steht in einem Geflecht aus Familie, katholischer Tradition, jugendlichem Begehren und gesellschaftlichen Erwartungen. Ihr Glaube wird zur Provokation, weil er nicht nur spirituell, sondern auch körperlich und sozial verstanden werden muss. Blanca Soroa trägt diese Figur offenbar mit jener Mischung aus Offenheit und Rätsel, die nötig ist, damit der Film nicht zur These schrumpft. Besonders interessant ist, dass „Glaube“ die Frage nach Autonomie in einem religiösen Kontext stellt: Wem gehört die Deutung einer Erfahrung? Der Familie, den Institutionen, der Medizin – oder der Betroffenen selbst? Ein stilles, kraftvolles Drama über Spiritualität, Erwachsenwerden und den Kampf um den eigenen Körper. DRAMA · 117 MINUTEN · FSK 12 · SPANIEN, FRANKREICH · 2025 Regie ALAUDA RUIZ DE AZÚA Besetzung BLANCA SOROA,

PATRICIA LÓPEZ ARNAIZ, MIGUEL GARCÉS, JUAN MINUJÍN, MABEL RIVERA

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NEUERSCHEINUNG

Ab 29. Oktober

Klara und die Sonne Nach Kazuo Ishiguros Roman: Eine künstliche Freundin beobachtet die Welt der Menschen mit staunendem Blick. Taika Waititis Film fragt nach Liebe, Einsamkeit und künstlicher Intelligenz. Klara ist eine künstliche Freundin, erschaffen, um einem Menschen Nähe zu schenken. In einem Geschäft wartet sie darauf, ausgewählt zu werden, und beobachtet mit großer Aufmerksamkeit die Welt durch das Schaufenster. Schließlich nimmt die kränkliche Josie sie mit nach Hause. Klara versucht, die Menschen um sich herum zu verstehen: ihre Sehnsüchte, Ängste, unausgesprochenen Regeln und die Liebe, die oft mit Besitz und Erwartung verwechselt wird. Als Josies Gesundheit sich verschlechtert, muss Klara lernen, dass Fürsorge mehr bedeutet als Funktion. Ihre besondere Beziehung zu Sonne, Licht und Hoffnung führt sie zu einer Entscheidung, die ihre Rolle als Maschine und ihr Verständnis von Hingabe infrage stellt. Kazuo Ishiguros Roman lebt vom Blick einer künstlichen Intelligenz, die die Menschen gerade deshalb so genau erkennt, weil sie vieles missversteht. Für die Verfilmung ist das eine große Chance. Taika Waititi kann die Geschichte als Science-Fiction erzählen, doch eigentlich geht es um Einsamkeit, Elternliebe, Krankheit und die Frage, was ein Bewusstsein ausmacht. Jenna Ortega als Klara verspricht eine Mischung aus Fremdheit und Empathie, die für den Stoff entscheidend ist. Der Film dürfte am stärksten sein, wenn er nicht die Technik erklärt, sondern die emotionale Logik einer Welt zeigt, in der Kinder künstliche Begleiter erhalten, weil echte Beziehungen brüchig geworden sind. Klara sieht Muster, Rituale und Bedürfnisse, die Menschen selbst kaum bemerken. Dadurch wird sie zur Spiegel-Figur: nicht menschlich im üblichen Sinn, aber vielleicht offener für Hingabe als viele Menschen um sie herum. Die Gefahr liegt im Sentimentalen, denn die Geschichte bietet reichlich Stoff für Tränen. Wenn Waititi jedoch Ishiguros Zurückhaltung bewahrt, kann daraus ein berührender Film über Liebe als Beobachtung, Opfer und Missverständnis entstehen. DRAMA, KOMÖDIE, SCI-FI · 117 MINUTEN · FSK 12 · NZL, GBR, USA · 2026 Regie TAIKA WAITITI Besetzung JENNA ORTEGA, MIA THARIA, AMY ADAMS, ARAN MURPHY, NATASHA LYONNE, STEVE BUSCEMI, SIMON BAKER


Täglich 15.00 Uhr

KINDERKINO IM OKTOBER

5

nur

in

Groß & Kle Für

€

1. - 7. OKTOBER

8. - 14. OKTOBER

15. - 21. OKTOBER

MEISTER EDER UND SEIN PUMUCKL

DER RÄUBER HOTZENPLOTZ

Schreinermeister Franz Eder staunt nicht schlecht, als in seiner Werkstatt plötzlich ein kleiner, rothaariger Kobold auftauch und jede Menge Unsinn anstellt.

Die Kaffeemühle der geliebten Großmutter wurde gestohlen! Kasperl und sein Freund Seppel machen sich umgehend auf, um den gerissenen Räuber Hotzenplotz zu fangen.

CHECKER TOBI 3 – DIE HEIMLICHE HERRSCHERIN DER ERDE

JAHR: 1982 / LÄNGE: 84 MIN. / FSK: 0

JAHR: 2022 / LÄNGE: 106 MIN. / FSK: 0

Tobi Krell geht auf Weltreise, um die Frage zu beantworten: „Wer hinterlässt die mächtigsten Spuren im Erdreich?“. Die Reise führt ihn nach Madagaskar, Spitzbergen und Mexiko, um die Bedeutung gesunder Böden zu erforschen. JAHR: 2026 / LÄNGE: 93 MIN. / FSK: 0

HALLOWEEN SPECIAL 22. - 28. OKTOBER

29. OKTOBER - 4. NOVEMBER

TOY STORY 5

KRABAT

Spielzeug trifft High-Tech. Der Job von Buzz, Woody, Jessie und ihren Freunden wird deutlich härter, als sie sich dieser völlig neuen Bedrohung im Kinderzimmer stellen müssen.

Der Waisenjunge Krabat beginnt eine Lehre in einer Mühle und entdeckt, dass dort Schwarze Magie gelehrt wird. Fasziniert von dem mächtigen Meister erkennt er bald den hohen Preis der Macht.

JAHR: 2026 / LÄNGE: 102 MIN. / FSK: 0

JAHR: 2008 / LÄNGE: 120 MIN. / FSK: 12

STAG SK IN DE R! AC HT UN G GE BU RT ag habt Ihr An Eurem Geburtst

FREIEN EerINkinoTR! ITT ins Kind

GEBURTSTAGSFEIER IM KINO??

Es ist ganz einfach und viel günstiger als Sie vielleicht denken. Wenn gewünscht inklusive Feier mit Pizza, Chicken Nuggets oder Kuchen und Kakao. Eine Führung hinter die Kulissen der Schauburg ist möglich. Sprechen Sie uns einfach an ... Telefon 0721 35000 15 / -17 / -18 (Büro) / info@schauburg.de Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat die SCHAUBURG von 1976 bis 2024 jährlich für ein hervorragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm ausgezeichnet.


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SPECIALS

Specials im Oktober

PREMIERE

A DOCTOR’S MIND LIVE ÜBERTRAGUNG MET OPERA NEW YORK

WOLFGANG AMADEUS MOZART: COSÌ FAN TUTTE SAMSTAG · 3. OKTOBER · 19.00 UHR

Durchdrungen von hinreißender Melodik und feinsinnigem Witz, zählt Mozarts Komödie über die Unbeständigkeit junger Liebe zu seinen erhabensten Werken. Phelim McDermotts farbenprächtige, fantasievolle Inszenierung verlegt das turbulente Geschehen in einen Vergnügungspark der 1950er Jahre.

MONTAG · 5. OKTOBER · 16.30 UHR DIENSTAG · 6. OKTOBER · 16.30 UHR

Nachdem die Weltpremiere von „A Doctor’s Mind“ in unserem Haus innerhalb weniger Tage ausverkauft war, haben wir uns entschieden, zwei Vorstellungen folgen zu lassen. Neun der weltweit führenden Neurochirurgen betreuen Fälle, bei denen ein Millimeter über Leben und Tod entscheidet – in Utrecht, Karlsruhe, Genf, Rom, Stockholm, Tokio, Chicago und Günzburg.

THEATERFILM LIVE ÜBERTRAGUNG MET OPERA NEW YORK

KOOPERATION MIT BADISCHEM STAATSTHEATER KARLSRUHE

GIUSEPPE VERDI: MACBETH

TSCHAIKOWSKY – GENIE UND WAHNSINN

SAMSTAG · 17. OKTOBER · 19.00 UHR

MONTAG · 12. OKTOBER · 19.00 UHR · 35MM PROJEKTION

Verdis packendes Musikdrama, basierend auf Shakespeares Tragödie um ein skrupelloses Ehepaar, handelt von Macbeth, den die Last der Schuld quält, und seiner ehrgeizigen Gattin, deren unaufhaltsamer Machthunger beide ins Verderben reißt.

Der Startschuss der zweiten Staffel unserer „TheaterFilm“Reihe macht Regisseur Ken Russell, der bereits in der vorigen Saison mit „Mahler“ vertreten war. Die Kompositionen aus Bildern und Musik zeichnen die Biographie des russischen Komponisten Tschaikowski auf furiose Art nach.


SPECIALS

SONDERVORSTELLUNG MIT GAST REGISSEUR VOLKER SCHLÖNDORFF

HEIMSUCHUNG — EINE JAHRHUNDERTGESCHICHTE SONNTAG · 18. OKTOBER · 16.30 UHR

Großer Besuch steht uns ins Haus. Blechtrommel-RegieLegende und Oscar-Gewinner Volker Schlöndorff besucht die Schauburg, um seinen neuen Film zu präsentieren. Ein Haus an einem See wird zum Spiegel deutscher Geschichte. Ein Jahrhundertpanorama über Heimat, Verlust, politische Brüche und wechselnde Bewohner – mit Lars Eidinger und Martina Gedeck.

QUEERFILMNACHT

FREE AT HEART MITTWOCH · 28. OKTOBER · 19.00 UHR · OMU

Der sechzehnjährige Sebastian genießt sein Teenagerleben umgeben von Wald, Feldern und den Landstraßen einer kleinen Stadt. Dann kommt plötzlich der gleichaltrige Kolja in seine Familie. Der Junge schlägt alle sofort in seinen Bann. Jedoch niemanden so sehr wie Sebastian.

HALLOWEEN DOUBLE BILL

INVASION OF THE BODY SNATCHERS CARNIVAL OF SOULS

KURZFILME IN DER SCHAUBURG

WTF DID I SEE 2 DIENSTAG · 27. OKTOBER · 19.00 UHR

Groteske Geschichten zum Niederknien: Mit kreischenden Farben wird ein Außerirdischer auf der Welt empfangen ("Paradisiaque"), eine Frau hinterfragt die sexuellen Wünsche ihres Partners ("I’ll Be Your Kettle"), wir sehen Geräuschemacher bei der Arbeit ("Arr for a Scene"), eine Welt, in der Tiere und Menschen die Plätze tauschen ("Human Nature") und das turbulente Leben einer Piñata ("Papier Mache"). Kunterbunte Experimente mit komischen und lustigen Momenten.

SAMSTAG · 31. OKTOBER · 20.30 UHR · OMU

Kommt zur gruseligsten Nacht des Jahres in die Schauburg und genießt zwei hochkarätige Horrorstreifen aus vergangenen Tagen. Zuerst lehrt uns INVASION OF THE BODY SNATCHERS ("Die Dämonischen") von 1954 das Fürchten. Menschen werden durch ausdruckslose Doppelgänger ihrer selbst ausgetauscht. Eine Parabel über die Angst vor dem Kommunismus. Danach folgt ein dringlicher Geheimtipp: CARNIVAL OF SOULS von 1962 ist eine Art Blaupause für das Schaffen von David Lynch. Zwischen Traum und Wirklichkeit, Leben und Tod wandert eine Frau in die Geisterwelt.

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SPECIALS

QUEER FILM FESTIVAL KARLSRUHE

PRIDE PICTURES Zusammen mit Pride Pictures e.V. präsentieren wir Euch die neue Auflage des Queer Film Festivals! In einer politisch aufgeladenen Zeit, in der Akzeptanz und Gleichberechtigung für queere Menschen wieder alles andere als selbstverständlich werden könnten, setzt unser Festival ein kraftvolles Zeichen für Diversität, Toleranz und Empowerment. MONTAG · 19. OKTOBER · 19.00 UHR

STAATSSCHUTZ Dieser Film zeigt schonungslos, welche Bürden selbst eine Bundestaatsanwältin auf sich nehmen muss, um als Opfer vor Gericht ernst genommen und gehört zu werden. Es scheint, als säße der Feind in den eigenen Reihen.

DIENSTAG · 20. OKTOBER · 19.00 UHR · OMU

JIM QUEEN Das Leben des muskelbepackten Fitness-Influencers Jim gerät komplett aus den Fugen, als in der Pariser Gay-Szene ein mysteriöses Virus namens Heterose ausbricht, das schwule Männer hetero macht. Augen-zwinkernd nimmt die bonbonfarbene Liebeserklärung jedes Szene-Klischee aufs Korn.

DONNERSTAG · 22. OKTOBER · 19.00 UHR · OMU

FLESH & FUEL Der zurückhaltende Franzose Étienne lebt ein einsames Fernfahrerleben, das von Raststätten, Parkplätzen und flüchtigen Begegnungen geprägt ist. Dieses nimmt eine unerwartete Wendung, als er auf einen polnischen Fahrer trifft. Es gelingt den Hauptdarstellern, trotz fehlender gemeinsamer Sprache, eine intensive Intimität aufzubauen, die spürbar ist. Queer Palm 2026 in Cannes.

FREITAG · 23. OKTOBER · 19.00 UHR · OMU

ROOM IN ROME An ihrem letzten Abend in Rom trifft die lesbische Spanierin Alba auf die junge heterosexuelle Natasha, die kurz vor ihrer Hochzeit steht. Trotz ihrer unterschiedlichen Lebensentwürfe kommen sich die beiden in Albas Hotelzimmer näher.

SAMSTAG · 24. OKTOBER · 16.00 UHR · OMU

EVERYONE'S SORRY NOWADAYS Plötzlich ist sie wieder da, diese Unsicherheit, dieses Gefühl, nicht dazuzugehören und auch nicht Teil sein zu wollen von Welten voller Zumutungen, in denen andere eher über uns reden als mit uns, in denen überforderte Leute Dinge sagen, ohne sie zu meinen. Der Film der belgischen Regisseurin Frederike Migom macht aus scheinbar pubertären Fragen erwachsenes Kino. Ein Highlight!


SPECIALS

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FILMREIHE

MUSICALS Ab 15. Oktober zeigen wir bis Ende Januar immer donnerstags Musical-Meilensteine der Filmgeschichte auf der ganz großen Bildwand. Wir ziehen alle Register, vom Anfang des Tonfilms über die großen 60er Jahre-Musikfilme bis hin zu Lars von Triers „Dancer in the Dark“.

DO · 22. OKTOBER · 18.45 UHR · OMU

DO · 29. OKTOBER · 18.45 UHR · OMU

THE JAZZ SINGER

SINGIN’ IN THE RAIN

WEST SIDE STORY

Der unvergessene Al Jolson im ersten abendfüllenden Tonfilm, der 1927 den Durchbruch des neuen Mediums einleitete. Die Geschichte eines jüdischen Kantorensohns, der zwischen der Tradition seiner Familie und dem Traum von der großen Jazz-Bühne steht.

Stummfilm-Star Don Lockwood ist ein Auslaufmodell, denn der Film hat sprechen gelernt. Cosmo kommt auf die rettende Idee: Er macht aus dem geplanten Film ein Musical. Hollywood-Filmklassiker mit viel Witz und der unvergessenen Tanzszene mit Gene Kelly im Regen!

Zwei Teenager-Straßenbanden bekriegen einander. Tony und Maria verlieben sich trotz ihrer verfeindeten Banden. Auf ihre Gefühle nehmen die Gangs keine Rücksicht. Messerstechereien und Morde folgen Flucht und Verfolgung durch die Gesetzeshüter. Der Klassiker des Genres.

DO

·

15. OKTOBER

·

18.45 UHR

·

OV

»Ein Meisterwerk – nachdenklich und großartig geschauspielert«

»Ein Film, über den man sprechen wird.« CINEYCOMEDIA

GAZETTELY

EIN FILM VON ALAUDA RUIZ DE AZÚA

AB 29. OKTOBER IM KINO


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SPECIALS

FILMREIHE

Doku-Herbst Der Sommer nähert sich dem Ende, das Filmangebot wird dafür spannender. Wir haben vier sehr sehenswerte Dokumentationen zusammengestellt, die unterschiedlicher nicht sein könnten – doch ein Punkt eint sie trotzdem: Das authentische Abbild unserer Welt in all seiner Vielfalt.

SONNTAG · 4. OKTOBER · 13.00 UHR DIENSTAG · 6. OKTOBER · 19.00 UHR

WATCHING PEOPLE WATCHING BIRDS Die Zahl und die Diversität der Vögel gehen weltweit dramatisch zurück. Gleichzeitig entdecken immer mehr Menschen die Welt der Vögel für sich: Der Blick durchs Fernglas ist dabei auch eine Suche nach etwas Ursprünglichem, Einzigartigem, Wahrem. Zur Vorstellung am Dienstag begrüßen wir NABU Karlsruhe, die ihre Aktivitäten um den Schutz der Vögel vorstellen wird. Wir reichen dazu einen Sekt.

DIENSTAG · 13. OKTOBER · 18.00 UHR SONNTAG · 18. OKTOBER · 13.00 UHR

MEETING THE BUDDHA IN KOOPERATION MIT DEM BUDDHISTISCHEN ZENTRUM KARLSRUHE

Das Porträt des 16. Karmapa, Rangjung Rigpe Dorje - das Oberhaupt der tibetischen Karma-Kagyü-Linie. Der Däne Ole Nydahl und seine Frau Hannah treffen ihn im Himalaya. Sie haben anschließend tausende Menschen berührt und gelehrt, den Buddhismus zu praktizieren und im Namen von Karmapa weltweit Meditationszentren gegründet. So bleibt diese uralte Übertragung bis heute lebendig.

DIENSTAG · 20. OKTOBER · 19.00 UHR SONNTAG · 25. OKTOBER · 13.00 UHR

WHISTLEBLOWER Drei mutige Menschen in Afrika, Europa und den USA setzen ihr Leben, ihre Karriere und ihre Familien aufs Spiel, um Informationen zu enthüllen, die aus reinem Machtinteresse vor uns geheim gehalten werden sollen. Über drei Jahre begleitet der Film Jäger und Gejagte und legt so erstmals auch die universellen Dimensionen des Whistleblowings offen.

DIENSTAG · 27. OKTOBER · 19.00 UHR PREVIEW

BIERMANN

Wolf Biermann hat schon immer polarisiert. Die poetische Kraft seiner Lieder hat seit über 60 Jahren für kleine und große politische Beben gesorgt. Die Musik ist der Dreh- und Angelpunkt sich der Jahrhundertpersönlichkeit Biermann zu nähern. Ein zeitgenössischer Künstler, der wie kein anderer mit der deutsch-deutschen Geschichte verbunden ist.


OKTOBER

Beginn der Frühstückskinosaison Ab dem 18.10. beginnt unsere begehrte Frühstückskinosaison. Immer sonntags ab 10 Uhr genießen Sie ein reichhaltiges Frühstücksbüfett mit Lachs, Wurst, Käse, Orangensaft, Sekt und und und… Natürlich kommen auch vegetarisch und vegan essende Gäste auf ihre Kosten. Ab 11 Uhr sehen Sie dann einen der drei angebotenen Filme. Am 18.10. zeigen wir:

SENIORENKINO Immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 6€ inkl. 1 Glas Sekt PREVIEW

7.10.

14.10.

21.10.

28.10.

SINN UND SINNLICHKEIT Neuverfilmung des sensiblen Jane-Austen-Romans.

LÜGEN ÜBER MEINE MUTTER

Foto: © Monkey Business – fotolia.com

Regisseur Aron Lehmann erzählt von einer Frau, die sich gegen familiäre Zuschreibungen, Körperbilder und gesellschaftliche Erwartungen behaupten muss.

DIGGER (ENGL. OMU) Kaum zu erkennen: Tom Cruise brilliert im neuesten Filmstreich von Alejandro González Iñárritu (Oscar für den besten Film „Birdman“).

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de


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FILMVORSCHAU

Vorschau auf November

AB 5. NOVEMBER

AB 5. NOVEMBER

BLOCK 10

GEISTER

Regie MARCUS O. ROSENMÜLLER Besetzung AXEL PRAHL, CHRISTIAN BERKEL, MORITZ FÜHRMANN

Regie FATIH AKIN Besetzung MARIAM DAWOUD, EREN M. GÜVERCIN

Auschwitz, Anfang 1943: In Block 10 werden Frauen medizinischen Versuchen ausgesetzt. Marcus O. Rosenmüller erzählt ein historisches Drama über Würde, Überleben und moralische Abgründe.

Fatih Akin erzählt ein poetisches Spiel zwischen Leben und Tod, Traum und Wirklichkeit. Eine erste große Liebe überschreitet Grenzen und öffnet einen Raum, in dem Sehnsucht, Verlust und Magie ineinanderfließen.

AB 19. NOVEMBER

AB 12. NOVEMBER

WILD HORSE NINE Regie MARTIN MCDONAGH Besetzung JOHN MALKOVICH, SAM ROCKWELL, STEVE BUSCEMI

Martin McDonagh schickt zwei CIAAgenten in den 1970er Jahren auf eine Mission zur Osterinsel. Schwarze Komödie, politische Absurdität und ein glänzendes Ensemble versprechen bissiges Kino.

AB 12. NOVEMBER

ZUMTHOR Regie WIM WENDERS

Wim Wenders widmet sich in einem 3D-Langzeitprojekt dem Schweizer Architekten Peter Zumthor. Ein Dokumentarfilm über Räume, Orte und die Frage, wie Architektur unser Leben prägt.

LIEBLINGSMENSCHEN – DIE AUSSERGEWÖHNLICHE FREUNDSCHAFT VON AGNES UND AMIR Regie HELENA HUFNAGEL Besetzung KATHARINA THALBACH, RONALD ZEHRFELD, JANNIK SCHÜMANN

Eine wahre Freundschaft wird zur warmherzigen Kinogeschichte: Agnes und Amir könnten kaum unterschiedlicher sein, doch gerade daraus entsteht ein Bündnis voller Humor, Nähe und neuer Möglichkeiten.


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OKTOBER

DAGMAR MANZEL JOACHIM KRÓL

DREHBUCH LAILA STIELER & ANDREAS DRESEN

REGIE ANDREAS DRESEN

ALTE LIEBE

Nach dem gleichnamigen Roman von ELKE HEIDENREICH & BERND SCHROEDER

AB 8. OKTOBER IM KINO AL_ANZ_SB_Karlsruhe_194x228.indd 1

25.08.26 13:40


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