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Programmheft Schauburg-Cinerama, Karlsruhe Januar 2026

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01

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26

JANUAR


GOLDENE PALME

INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE VON CANNES

EIN EINFACHER UNFALL EIN FILM VON

JAFAR PANAHI

„EIN BEEINDRUCKENDER FILM“ SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„EINE KINOERFAHRUNG, WIE ES SIE NUR SELTEN GIBT“ DER SPIEGEL

„EIN MUTIGER FILM, EINE ERZÄHLUNG VON ENORMER POLITISCHER WUCHT“ DIE ZEIT

„EINE DER UNVERWECHSELBARSTEN UND MUTIGSTEN STIMMEN DES KINOS“ THE GUARDIAN

AB 8. JANUAR IM KINO


Neu im Januar AB 1. JANUAR

BON VOYAGE...........................................................................................................................04 DER FREMDE...............................................................................................................................06 HOLY MEAT...................................................................................................................................08 AB 8. JANUAR

Liebe Gäste und Freunde der Schauburg,

wir begrüßen Sie herzlich zum neuen Jahr und wünschen Ihnen für 2026 Gesundheit, Zuversicht und viele besondere Kinoerlebnisse. Der Januar ist für uns traditionell ein Monat des Innehaltens – und zugleich des kraftvollen filmischen Auftakts. Den Beginn markiert am Neujahrstag Stanley Kubricks „2001 – Odyssee im Weltraum“ in 70mm-Projektion. Kaum ein Werk steht so sehr für die Faszination des Kinos und seine Geschichte in der Schauburg wie dieser Film, der bereits 1968 nach großem Umbau unsere Cinerama-Bildwand eröffnete und bis heute nichts von seiner Strahlkraft verloren hat. Im weiteren Verlauf des Monats freuen wir uns auf besondere Begegnungen: Mit „Holy Meat“ und „Die progressiven Nostalgiker“ sind zwei aktuelle Filme bei uns zu sehen, die wir gemeinsam mit ihren Regisseurinnen an zwei Terminen erleben und im Gespräch vertiefen dürfen. Ergänzt wird das Programm durch die Live-Übertragung von Bellinis „I Puritani“ aus der Metropolitan Opera, eindrucksvolle Dokumentar- und Naturfilme sowie das Extremsport-Kurzfilm-Event EOFT. Nicht zuletzt widmen wir uns im Januar erneut dem Werk Alfred Hitchcocks – einem Regisseur, der Spannung und Filmkunst wie kaum ein anderer zu verbinden wusste. Wir laden Sie ein, das neue Jahr mit uns im Kinosaal zu beginnen – konzentriert, neugierig und offen für große Bilder.

RENTAL FAMILY......................................................................................................................10 SONG SUNG BLUE............................................................................................................... 12 EIN EINFACHER UNFALL..........................................................................................14 AB 15. JANUAR

28 YEARS LATER: THE BONE TEMPLE.............................................15 SILENT FRIEND..........................................................................................................................16 EXTRAWURST.............................................................................................................................17 HOME ENTERTAINMENT..........................................................................................17 AB 22. JANUAR

ASTRID LINDGREN—DIE MENSCHHEIT HAT DEN VERSTAND VERLOREN............................................................18 HAMNET.............................................................................................................................................20 LESBIAN SPACE PRINCESS............................................................................... 21 DIE STIMME VON HIND RAJAB.................................................................. 21 DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER................................................ 22 DAS FAST NORMALE LEBEN..........................................................................26 AB 29. JANUAR

ACH, DIESE LÜCKE, DIESE ENTSETZLICHE LÜCKE...25 SPECIALS

Mit cineastischen Grüßen

SPECIALS IM JANUAR.............................................................................................26 FILMVORSCHAU

FEBRUAR 2026...........................................................................................................................30 IMPRESSUM

HERAUSGEBER

AUSGABE #188

Schauburg Kino Herbert Born, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Tel: 0721 35 000 11 / Fax: 0721 38 00 47 born@schauburg.de www.schauburg.de

REDAKTION

Herbert Born, Marcus Vetter, Wolfram Hannemann, Saskia Fleischhauer

GESTALTUNG

Dušan Tomić — www.duto.studio

Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters erscheint monatlich.


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NEUERSCHEINUNG

AB 1. JANUAR

Bon Voyage – Bis hierher und noch weiter Gemeinsam mit ihrer zerstrittenen Familie bricht eine 80-jährige in die Schweiz auf. Ein Roadtrip voller Humor, Konflikte und berührender Momente über Liebe, Abschied und die Freiheit, das eigene Ende selbst zu bestimmen. Die 80-jährige Marie hat ihr Leben stets selbstbestimmt gestaltet – und daran ändert auch ihre schwere Krankheit nichts! Den Termin für die Sterbehilfe in der Schweiz hat sie bereits vereinbart – jetzt muss sie es nur noch ihrer Familie beibringen. Doch im letzten Moment verlässt sie der Mut, und sie rettet sich in die Notlüge von einer angeblichen Erbschaft, die in der Schweiz auf sie wartet. Ihr Sohn Bruno, den ständig Geldsorgen plagen, will sofort aufbrechen. Auch Brunos Tochter Anna, die mitten im Chaos der Pubertät steckt, kommt mit. Als Fahrer rekrutiert Marie kurzerhand Rudy, den hilfsbereiten jungen Mann vom Pflegedienst. Sie entstauben das alte Wohnmobil, und die vier machen sich – samt Rudys zahmer Ratte – auf den Weg quer durch Frankreich. Marie tut auf der Fahrt vieles, was sie lange nicht mehr getan hat: Sie badet im Meer, tanzt zu Schlagermusik und sitzt spätabends am Lagerfeuer. Sie genießt die Reise – und ganz nebenbei findet die Familie wieder zueinander. Doch irgendwann nähert sich die kleine Truppe ihrem Reiseziel, und Marie steht vor einer Entscheidung … Regisseurin Enya Baroux inszeniert in „Bon Voyage” eine dramatische Komödie, die mit Sensibilität tiefgründige Themen anspricht, wie familiäre Beziehungen und das Recht, sein Lebensende selbst zu bestimmen. Enya Baroux verbindet das mit spritzigen Dialogen, kuriosen Figuren und viel Situationskomik. Die Hauptrollen sind herausragend besetzt: Als willensstarke Seniorin Marie ist Kino- und Bühnenlegende Hélène Vincent („Alles außer gewöhnlich“) zu sehen, David Ayala („Beating Hearts“) spielt ihren Sohn und Pierre Lottin („Die leisen und die großen Töne“) den Pfleger Rudy, der endlich eine – wenn auch reichlich schräge – Familie findet. TRAGIKOMÖDIE, DRAMA · 95 MINUTEN · FSK 12 · FRANKREICH · 2025 Regie ENYA BAROUX Besetzung HÉLÈNE VINCENT, PIERRE LOTTIN, DAVID AYALA, JULIETTE GASQUET


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NEUERSCHEINUNG

AB 1. JANUAR

Der Fremde Die Neuverfilmung von Albert Camus’ gleichnamigem Klassiker, einem der bedeutendsten Romane des 20. Jahrhunderts, erzählt die Geschichte des jungen Meursault, der Ende der 1930er Jahre in Algier wegen eines Verbrechens vor Gericht steht. Algier, 1938. Meursault, ein stiller, unauffälliger Angestellter Anfang dreißig, nimmt ohne sichtbare Gefühlsregung an der Beerdigung seiner Mutter teil. Am nächsten Tag beginnt er eine Affäre mit seiner früheren Kollegin Marie und kehrt in seinen gewohnten Alltag zurück. Dieser wird jedoch bald durch seinen Nachbarn Raymond gestört, der Meursault in seine zwielichtigen Machenschaften hineinzieht – bis es an einem glühend heißen Tag am Strand zu einem schicksalhaften Ereignis kommt. „Jeder Mann, der bei der Beerdigung seiner Mutter nicht weint, läuft Gefahr, zum Tode verurteilt zu werden.“ So fasste Albert Camus, Nobelpreisträger für Literatur, sein Werk „Der Fremde“ (L’Étranger) zusammen, als er gebeten wurde, ein Vorwort für die amerikanische Übersetzung seines berühmten Romans zu schreiben. Das von Gallimard herausgegebene Buch war nach seinem Erscheinen im Juni 1942 sofort ein Erfolg. Nachdem André Malraux das Manuskript gelesen hatte, erklärte er beeindruckt: „Merken Sie sich meine Worte: Das wird ein großer Schriftsteller.“ Jean Paulhan, ein einflussreicher Lektor, schrieb in seinem Gutachten: „Das ist ein erstklassiger Roman.“ Das Werk hat Epochen überdauert und Generationen so fasziniert, dass es zu einer legendären Geschichte wurde, die in fast jede Sprache und unzählige Dialekte übersetzt wurde. Bis heute gehört es – neben „Der kleine Prinz“ – zu den drei meistgelesenen französischsprachigen Romanen der Welt. Mit seiner meisterlichen Neuinterpretation von Albert Camus’ gleichnamigem Literaturklassiker gelingt François Ozon ein virtuoses Werk von zeitloser Relevanz. In betörenden Schwarzweißbildern erzählt und getragen von einem erlesenen Ensemble um Benjamin Voisin, Rebecca Marder und Pierre Lottin, markiert der Film einen künstlerischen Höhepunkt in Ozons vielschichtigem Œuvre. „Der Fremde“ feierte seine umjubelte Weltpremiere im Wettbewerb der 82. Internationalen Filmfestspiele von Venedig. DRAMA · 120 MINUTEN · FSK 12 · FRANKREICH · 2025 Regie FRANÇOIS OZON Besetzung BENJAMIN VOISIN, REBECCA MARDER, PIERRE LOTTIN, DENIS LAVANT, SWANN ARLAUD


MET OPERA LIVE IM KINO

10. Januar 2026 Vincenzo Bellini Lisette Oropesa, Lawrence Brownlee Dirigent: Marco Armiliato Inszenierung: Charles Edwards Änderungen vorbehalten

www.metimkino.de /METimKino

Foto: Paola Kudacki / Metropolitan Opera

I PURITANI


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NEUERSCHEINUNG

AB 1. JANUAR

Holy Meat Als ein gefallener Regisseur, eine überforderte Metzgerin und ein dänischer Priester mit zweifelhaftem Seelenheil zur Rettung der Pfarrgemeinde eine Passionsaufführung inszenieren, bleibt kein Altarstein auf dem anderen. Eine dörfliche Laieninszenierung der Passion Christi artet zu einem blasphemischen Rave aus und lässt drei Charaktere aufeinandertreffen, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Regisseur Roberto, der aus der Berliner Off-Theater-Szene gecancelt wurde, die junge Metzgerin Mia, die plötzlich zum Vormund ihrer Schwester mit Down-Syndrom wird, und Pater Oskar Iversen, der seiner dänischen Inselgemeinde aus mysteriösen Gründen den Rücken gekehrt hat. Da seine neue Pfarrei im schwäbischen Dörfchen Winteringen kurz vor der Auflösung steht und Oskar unter keinen Umständen zurück nach Dänemark kann, versucht er den theaterbegeisterten Erzbischof mit einem spektakulären Passionsstück vom Erhalt der Gemeinde zu überzeugen. Regisseurin Alison Kuhn über „Holy Meat“: „Es ist mein fiktionales Langfilmdebüt und zugleich meine erste düstere Komödie. Die Geschichte selbst ist tief in meiner eigenen Biographie verwurzelt. Ich habe meine gesamte Schulzeit auf einer süddeutschen Klosterschule zugebracht, an der im Jahr 2012 – nach viel zu langer Zeit – der systematische sexuelle Missbrauch an Schülern durch zwei der Patres ans Licht kam. Es wäre naheliegend gewesen, die dadurch ausgelösten Gedanken in einem dokumentarischen oder dramatischen Format zu verarbeiten. Doch gerade die Entscheidung, das komödiantische Genre zu wählen, schien mir die weitaus spannendere Herausforderung. Die Erzählweise eines Triptychons mit wechselnden Perspektiven erlaubte es mir, jeder der drei Hauptfiguren nahezukommen und aufzuzeigen, dass jemand aus dem einen Blickwinkel die Rolle des Antagonisten einnehmen kann, während die Dinge aus dessen eigener Subjektiven völlig anders auszusehen vermögen. Die dramaturgische Struktur ist für mich eine Metapher für Empathie – und die Prämisse des Films ein Appell, sich den eigenen Dämonen zu stellen, um mit sich selbst ins Reine zu kommen.“ KOMÖDIE · 122 MINUTEN · FSK 12 · DEUTSCHLAND · 2025 Regie ALISON KUHN Besetzung PIT BUKOWSKI, HOMA FAGHIRI, JENS ALBINUS, LOU STRENGER, JEREMIAS MEYER, AMELIE GERDES


"AUSSERGEWÖHNLICH, UNVERZICHTBAR" DEADLINE

TORONTO FILM FESTIVAL OFFIZIELLE AUSWAHL

VENEDIG FILM FESTIVAL GROSSER PREIS DER JURY

EIN FILM VON

ARTWORK

KAOUTHER BEN HANIA

© 2025 - MIME FILMS - TANIT FILMS

AB 22. JANUAR IM KINO


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NEUERSCHEINUNG

AB 8. JANUAR

Rental Family Ein arbeitsloser Schauspieler lässt sich in Tokio als Familienmitglied mieten. Brendan Fraser liefert eine ziemlich oscarreife Leistung in einem warmherzigen Crowdpleaser mit Tiefgang. Der Schauspiel-Beruf ist bekanntlich kein Ponyhof. Einmal mehr scheitert Phillip (Brendan Fraser) beim Vorsprechen in seiner Wahlheimat Tokio. Außer einer Zahnpasta-Reklame hat er seit Jahren kein Engagement mehr ergattert. Umso mehr freut sich Phillip über die Besetzung als „trauriger Amerikaner“. Dass es sich dabei um die Statistenrolle bei einer Beerdigung handelt, erkennt er erst, als es zu spät ist. Als er sich bei seinem Auftraggeber beschwert, offeriert der ihm noch weitere lukrative Jobs. Seine „Mietfamilien-Agentur“ hat reichlich Nachfrage nach Komparsen, die als Fake-Verwandtschaft auftreten. Der finanzklamme Schauspieler lässt sich nicht lange überreden. Das Problem: Der Held entwickelt zunehmend echte Gefühle zu seinen Klienten… Schon Werner Herzog befasste sich vor sechs Jahren in „Family Romance, LLC“ mit dem japanischen Phänomen „Papa auf Bestellung“. Wenn es um Gefühle geht, bleibt der deutsche Maestro bekanntlich eher klobig-unbeholfen. Seine japanische Kollegin Hikari (die gleichfalls just 2019 für „37 Seconds“ auf der Berlinale den Panorama-Publikumspreis holte) spielt mühelos auf der Klaviatur der Emotionen. Sie umgeht elegant jede Kitschfalle und setzt auf eine stille Mischung aus Sanftheit und Wahrhaftigkeit. Ihre Figuren, samt Ecken und Kanten, wirken durchweg plausibel und laden unaufdringlich zum Mitfühlen ein. Existenzielle Themen wie Einsamkeit, Identität oder das Bedürfnis dazuzugehören werden so unangestrengt wie sensibel präsentiert. Für die notwendige, ausgleichende Komik ist gleichfalls bestens gesorgt. Brendan Fraser, der für diesen Auftritt eigens Japanisch gelernt hat, überzeugt als tragisches Fish-out-of-Water-Stehaufmännchen mit enormer Leinwandpräsenz. Bisweilen gibt es nur das Gesicht in Großaufnahmen, und die Blicke sprechen Bände. Könnte man ihn tatsächlich als Familienmitglied auf Zeit mieten, wäre die Nachfrage sicher enorm. Vielleicht könnte er sogar einen zweiten Oscar mitbringen. programmkino.de / Dieter Oßwald DRAMA, KOMÖDIE · 110 MINUTEN · FSK 0 · USA, JAPAN · 2025 Regie HIKARI Besetzung BRENDAN FRASER, TAKEHIRO HIRA,

MARI YAMAMOTO, SHANNON MAHINA GORMAN, AKIRA EMOTO


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NEUERSCHEINUNG

AB 8. JANUAR

Song Sung Blue Ein Paar aus Milwaukee gelangt in seiner Heimat als Neil-Diamond-Tribute-Act Lightning & Thunder zu ein wenig Berühmtheit. Ein Film für und über Träumer, nach einer wahren Geschichte. Mike arbeitet als Mechaniker und ist mit Leib und Seele Musiker, Claire arbeitet in einem Friseursalon, liebt aber auch die Musik. Sie tun sich als Lightning & Thunder zusammen. Auf den ersten Blick scheint ihr Act eine Neil-Diamond-Tribute-Band zu sein, aber sie imitieren Neil Diamond nicht, sie interpretieren sein Werk. Beide werden zu einem Paar, zu einer richtigen Familie, ihre musikalische Karriere startet ein wenig durch, doch dann schlägt das Schicksal zu. Regisseur Craig Brewer hat sich viele Freiheiten genommen. So komprimiert er die Geschichte von Mike und Claire auf zwei Jahre, während beide im wahren Leben knapp zwei Jahrzehnte ein Paar waren und zusammen Musik machten. Es ist eine fiktive Version dessen, was passierte. Wäre nicht das Ende, man könnte fast sagen: märchenhaft. Aber das ist es eben nicht, weil Brewer dennoch zeigt wie Mike und Claire mit Problemen konfrontiert werden. Es geht um die Gesundheit, auch um die Angst, als Alkoholiker rückfällig zu werden, und nicht zuletzt darum, dass Träume nicht immer wahr werden. In einer Sitzung bei den Anonymen Alkoholikern lauscht Mike einer Frau, die davon erzählt, was es heißt, älter zu werden: Nämlich zuzusehen, wie die eigenen Träume sterben und zu realisieren, dass im Leben selten etwas so richtig klappt. Aber für Mike und Claire klappt es. Vielleicht nicht mit der großen Karriere, aber auf der Bühne zu stehen, zu singen, die Leute zu unterhalten – das ist ein Wert an sich. Was dem Film aber vor allem gelingt, ist die intensive Liebe dieser zwei Menschen zu zeigen. Hugh Jackman und Kate Hudson funktionieren sehr gut zusammen, letztere überrascht auch mit einer schönen Singstimme. Die Neil-Diamond-Songs mögen nicht jedermanns Geschmack treffen, mit der Energie und der Eigenwilligkeit, mit der sie hier dargeboten werden, gehen sie aber gut ins Ohr. Ein Film für und über Träumer, für Liebende, für Menschen mit Passion, kurz: für jeden, der eine gute, nicht immer wahrhaftige Geschichte zu schätzen weiß, trauriges Ende inklusive. programmkino.de / Dieter Oßwald DRAMA, MUSIKFILM, ROMANZE · 132 MINUTEN · FSK 12 · USA · 2025 Regie CRAIG BREWER Besetzung HUGH JACKMAN, KATE HUDSON,

MICHAEL IMPERIOLI, ELLA ANDERSON, MUSTAFA SHAKIR, FISHER STEVENS


„Ozons Film ist ein Genuss – visuell ebenso wie erzählerisch.“ THE HOLLYWOOD REPORTER

BENJAMIN

VOISIN

REBECCA

MARDER

PIERRE

LOTTIN

DENIS

LAVANT

EIN FILM VON

FRANÇOIS OZON NACH DEM ROMAN VON

ALBERT CAMUS © EDITIONS GALLIMARD 1942

AB 1. JANUAR IM KINO

SWANN

ARLAUD


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NEUERSCHEINUNG

AB 8. JANUAR

Ein einfacher Unfall Aus einer Rachegeschichte, die an Ariel Dorfmans Bühnenstück „Der Tod und das Mädchen“ erinnert, macht der in seiner Heimat lange Zeit mit einem Berufsverbot belegte Jafar Panahi ein Roadmovie mit stark absurdem Einschlag. Eghbal (Ebrahim Azizi), seine Ehefrau und seine Tochter suchen Hilfe in einer Werkstatt, weil ihr Wagen bei einer Kollision mit einem Hund beschädigt wurde. Vahid (Vahid Mobasseri), einer der Mechaniker, glaubt seinen Ohren nicht zu trauen, als er das nur zu bekannte Geräusch eines über den Boden quietschenden künstlichen Beins vernimmt. Umgehend werden Erinnerungen an seine Zeit im Gefängnis wach, wo er von einem Mann mit einer solchen Prothese gefoltert wurde, während ihm die Augen verbunden waren. Ohne lange zu überlegen, folgt Vahid seinem mutmaßlichen Peiniger und zerrt ihn am nächsten Tag in einen Lieferwagen. In der Wüste will er den Entführten schließlich lebendig begraben. Doch dessen Beteuerung, er sei der Falsche, lässt den Mechaniker innehalten. Hat er vielleicht wirklich einen Unschuldigen gekidnappt? Entfaltet sich Roman Polańskis Leinwandadaption von „Der Tod und das Mädchen“ als hochintensives Kammerspiel, kommt es bei Panahi schnell zu einer unerwarteten Öffnung der filmischen Welt. Vahid und seine Begleiter fahren kreuz und quer durch die Gegend, folgen keinem klaren Plan, sondern bloß intuitiven Eingebungen. Das moralische Dilemma – die Frage, ob die erlittenen Qualen Rache rechtfertigen – kommt dabei zwar immer mal wieder zur Sprache. Das alles ist mit Verve gespielt, mit leichter Hand inszeniert und keine Sekunde langweilig. Ein bisschen beschleicht einen allerdings schon das Gefühl, dass der iranische Filmemacher die ein oder andere falsche Abzweigung nimmt, manchmal zu plakativ wird. Mit dem immer wieder lustigen Vorlauf beißt sich auf jeden Fall die finale, Beklemmung auslösende Konfrontation im roten Bremslicht des Lieferwagens. Plötzlich kippt die Stimmung wieder ins Ernste und Bedrohliche. „Die Schattenjäger“, ein thematisch verwandtes Thriller-Drama, das im März 2025 in den deutschen Kinos leider unter dem Radar lief, ist im Vergleich stringenter und gehaltvoller – vor allem in der Art und Weise, wie der Schrecken des Foltertraumas vermittelt wird. programmkino.de / Christopher Diekhaus

DRAMA · 105 MINUTEN · FSK 16 · IRAN, FRANKREICH, LUXEMBURG · 2025 Regie JAFAR PANAHI Besetzung VAHID MOBASSERI, MARIAM AFSHARI, EBRAHIM AZIZI, HADIS PAKBATEN, MOHAMAD ALI ELYASMEHR


NEUERSCHEINUNG

AB 15. JANUAR

28 Years Later: The Bone Temple Im Schatten der Apokalypse erhebt sich der „Bone Temple“ – ein Ort voller Macht und Grausamkeit. Verrat, Hoffnung und Menschlichkeit prallen aufeinander in einem packenden Kapitel der Kult-Saga, das Horror und Drama untrennbar verbindet. 28 Jahre nach dem ersten Ausbruch der tödlichen Infektion ist die Welt ein zerfallenes Spiegelbild ihrer selbst. Städte liegen in Trümmern, die Natur hat sich weite Teile zurückerobert, und die wenigen Überlebenden kämpfen nicht nur gegen die Infizierten, sondern vor allem gegeneinander. Hoffnung ist rar, Vertrauen fast unmöglich. In dieser Welt erhebt sich der geheimnisvolle „Bone Temple“ – ein Ort, der gleichermaßen Zuflucht und Bedrohung verspricht. Er wird zum Symbol für Macht, Grausamkeit und den verzweifelten Versuch, Ordnung im Chaos zu schaffen. Im Zentrum der Handlung steht der junge Spike (Alfie Williams), der sich nach dem Verlust seiner Familie einer Gruppe von Rebellen anschließt. Dort begegnet er dem charismatisch-brutalen Sir Jimmy Crystal (Jack O’Connell), dessen Vision von einer neuen Gesellschaft ebenso faszinierend wie erschreckend ist. Parallel dazu entdeckt Dr. Ian Kelson (Ralph Fiennes) eine Wahrheit, die das fragile Gleichgewicht der Überlebenden endgültig ins Wanken bringt. Und dann ist da noch Jim (Cillian Murphy), der als Bindeglied zur ursprünglichen Geschichte zurückkehrt und die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft. Regisseurin Nia DaCosta gelingt es, die Intensität der Vorgängerfilme weiterzuführen und zugleich neue Akzente zu setzen. Statt reiner Zombie-Bedrohung rückt sie die Frage ins Zentrum, wie weit Menschen gehen, wenn alle moralischen Grenzen gefallen sind. Die Infizierten sind weiterhin eine ständige Gefahr, doch die eigentliche Bedrohung liegt in den Machtspielen, dem Verrat und der Gewalt der Überlebenden. Unterstützt von der eindringlichen Musik Hildur Guðnadóttirs entfaltet sich ein packendes Drama, das Horror und Hoffnung miteinander verwebt. Die Bilder sind kompromisslos düster, doch kleine Funken Menschlichkeit lassen das Publikum innehalten. „28 Years Later: The Bone Temple“ ist damit nicht nur ein weiterer Teil einer Kultreihe, sondern ein Spiegel unserer Gegenwart: ein Film über Angst, Macht und die fragile Menschlichkeit in einer zerfallenden Welt. HORROR THRILLER · 109 MIN · FSK 16 · VEREINIGTES KÖNIGREICH, USA · 2025 Regie NIA DACOSTA Besetzung RALPH FIENNES, JACK O’CONNELL, ALFIE WILLIAMS, ERIN KELLYMAN, CHI LEWIS-PARRY

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NEUERSCHEINUNG

AB 15. JANUAR

Silent Friend Essayistisches Drama, das sich dem Zusammenspiel und wechselseitigen Beziehungen von Menschen und Pflanzen widmet. Tiefgründig, besonnen und durchzogen von einer entrückten, fast andächtig-meditativen Atmosphäre. Ein alter Ginkgobaum im botanischen Garten in Marburg steht im Mittelpunkt dieses poetisch angehauchten filmischen Essays. Der Baum ist stiller Zeuge dreier Lebensgeschichten zu unterschiedlichen Zeiten. Im Jahr 1908 versucht die erste Studentin der Uni Marburg, Grete (Luna Wedler), mit ihrer Kamera verborgene Naturmuster zu entdecken. 1972 erfährt der Student Hannes (Enzo Brumm) durch die stille Begegnung mit einer Geranie eine innere Wandlung. Und 2020 reist ein Neurowissenschaftler (Tony Leung Chiu-wai) aus Hongkong an, um ein ungewöhnliches Experiment an und mit dem Ginkgobaum vorzunehmen. Sein Ziel: Tiefere Einblicke in die menschliche Seele zu erlangen. In „Silent Friend“ ist es kein menschlicher Charakter, der die einzelnen Elemente miteinander verbindet. Es sind die Pflanzen und vor allem der majestätisch anmutende, fast 25 Meter hohe Ginkgobaum, der als Bindeglied der drei Episoden fungiert. Allein dieser Umstand macht „Silent Friend“ schon rein inhaltlich ungewöhnlich. Überhaupt nimmt Ildikó Enyedi das „Silent“ im Filmtitel mehr als wörtlich. Der erste abendfüllende Film der ungarischen Regisseurin und Drehbuchautorin seit vier Jahren ist geprägt von Ruhe, Entschleunigung und einer andächtigen Aura. Sie erzählt langsam und besonnen. Die Kameraarbeit von Gergely Pálos und der gesamte visuelle Stil zählen ohnehin zu den großen Stärken. Das Besondere: Jede Episode ist in einem anderen Filmmaterial (16mm, 35mm, digital) gehalten und die Optiken der jeweiligen Zeitebenen variieren stark. So unterscheiden sich die Episoden nicht nur inhaltlich und thematisch, sondern ebenso in ihrer Wirkung und sorgfältig durchkomponierten Ästhetik. Ebenso bleiben die überzeugenden darstellerischen Leistungen im Gedächtnis. Allen voran Luna Wedler im historischen Erzählstrang und Tony Leung Chiu-wai faszinieren mit feinfühligen, nuancierten Performances. Mit würdevoller Zurückhaltung agieren sie in ihren Rollen und lassen den Pflanzen Raum für Entfaltung und, im wahrsten Sinne, Wachstum. programmkino.de / Björn Schneider DRAMA · 147 MIN · FSK 6 · DEUTSCHLAND, FRANKREICH, UNGARN · 2025 Regie ILDIKÓ ENYEDI

Besetzung TONY LEUNG CHIU-WAI, LÉA SEYDOUX,

LUNA WEDLER, ENZO BRUMM, SYLVESTER GROTH, MARTIN WUTTKE


NEUERSCHEINUNG

AB 15. JANUAR

Extrawurst Ein Grill, ein Verein, ein Streit: Als für das einzige muslimische Mitglied ein Extragrill gefordert wird, eskaliert die Diskussion. Pointiert, bissig und urkomisch – „Extrawurst“ zeigt, wie Vorurteile entflammen.

AB 15. JANUAR

Home Entertainment

Eigentlich ist es reine Formsache: Heribert (Hape Kerkeling), langjähriger Vorsitzender des Tennisclubs Lengenheide, und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias (Friedrich Mücke) lassen über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen. Der hippe Werbetexter Torsten (Christoph Maria Herbst), von Berlin in die Provinz ausgewandert, haut noch einen flotten Spruch raus, damit die dröge Versammlung ein schnelles Ende findet. Da schlägt seine Frau Melanie (Anja Knauer) vor, für ihren Doppelpartner Erol (Fahri Yardim), dem einzigen muslimischen Mitglied des Vereins, einen zweiten Grill zu kaufen. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Die gut gemeinte Idee führt Satz für Satz zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, Gutmenschen und Hardliner frontal aufeinanderprallen. Schnell wird allen klar: Es geht hier um viel mehr als einen Grill… „Extrawurst” ist eines der witzigsten und erfolgreichsten Theaterstücke der letzten Jahre, nun erobert die gleichnamige Verfilmung mit einem grandiosen Ensemble die Kinoleinwand: Erstmals stehen Hape Kerkeling („Der Boandlkramer und die ewige Liebe“, „Kein Pardon“) und Christoph Maria Herbst („Der Buchspazierer“, „Der Spitzname“) gemeinsam vor der Kamera. In weiteren Rollen sind Fahri Yardim („jerks“, „Schock“), Anja Knauer („Pumuckl und das große Missverständnis“) und Friedrich Mücke („Das Kanu des Manitu“, „Ballon“) sowie Gaby Dohm („Die Schwarzwaldklinik“) und Milan Peschel („Beckenrand Sheriff“, „Doppelhaushälfte“) zu sehen. Herausgekommen ist eine respektlose Komödie, in der die Pointen fliegen wie sonst nur die Tennisbälle!

Berlinale-Gewinner Dietrich Brüggemann transformiert den allgegenwärtigen digitalen Irrsinn in eine so schräge wie wahnwitzige Komödie.

KOMÖDIE · 98 MINUTEN · FSK 12 · DEUTSCHLAND · 2025

KOMÖDIE, ROMANTIK · 85 MINUTEN · DEUTSCHLAND · 2025

Regie MARCUS H. ROSENMÜLLER Besetzung HAPE KERKELING, CHRISTOPH MARIA HERBST, FAHRI YARDIM, ANJA KNAUER, FRIEDRICH MÜCK

Regie-Statement von Dietrich Brüggemann: „Die guten Ideen, sagt man, liegen auf der Straße. Vielleicht liegen sie auch auf dem Sofa oder auf dem Wohnzimmerteppich. Das Leben, das wir alle führen, ist interessanter als das, was wir uns ausdenken. Aber wenn die Deutschen Filme machen, schauen sie gerade dort nicht so genau hin. Entweder finden sie ihr eigenes Leben nicht so interessant, oder sie schämen sich dafür, oder was auch immer der Grund sein mag. Das fiel mir schon vor 20 Jahren auf. Seitdem hat sich viel geändert. Alle kleben jetzt dauernd am Handy und gucken Netflix. Ich sehe aber keine Filme über Leute, die am Handy kleben und Netflix gucken. Ich klebe ja selber öfter mal am Handy und versuche abends Filme zu gucken. Ein Film über Leute, die am Handy kleben und Netflix gucken, läge also quasi auf dem Sofa. Zu Sendern und Förderern bin ich mit meiner Idee aber gar nicht erst gegangen, weil mir das zu lang gedauert hätte und vermutlich nichts gebracht hätte. Statt mit Fernsehredakteuren habe ich dann auf dem Filmfest München 2023 mit allen möglichen Leuten geredet und immer denselben Satz gesagt: Ich drehe jetzt einen Film über ein Pärchen, das den ganzen Abend auf dem Sofa sitzt und es nicht schafft, einen Film zu gucken. Die Reaktion hierauf war immer dieselbe, nämlich eine Kombination aus heller Begeisterung und nacktem Entsetzen, gefolgt von dem Ausruf „den will ich sehen!”. Allein das schien mir schon Grund genug, diesen Film zu machen. Also habe ich ihn gemacht.“

Regie DIETRICH BRÜGGEMANN Besetzung NADINE DUBOIS,

JOSEPH KONRAD BUNDSCHUH, KAROLINE TESKA, ANNA BRÜGGEMANN

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NEUERSCHEINUNG

AB 22. JANUAR

Astrid Lindgren— Die Menschheit hat den Verstand verloren Bewegender Dokumentarfilm über die Entstehung von Astrid Lindgrens Tagebüchern aus den Jahren 1913 bis 1945, in denen sie auch die Entstehungsgeschichte von „Pippi Langstrumpf“ zu Papier gebracht. 1939 dachte Astrid Lindgren noch nicht einmal im Traum daran, einmal eine Schriftstellerin und weltberühmt zu werden. Zu dieser Zeit hatte sie ganz andere Sorgen: Sie war 32 Jahre alt, hatte zwei Kinder zur Welt gebracht – einen unehelichen Sohn, den sie mit 18 Jahren bekam und der zunächst bei einer Pflegemutter in Dänemark aufwuchs, und ihre Tochter Karin, die 1934 geboren wurde. Da war sie schon 3 Jahre mit Sture Lindgren verheiratet. Ihr Ehemann hat schon 1939 Alkoholprobleme, die sich noch verschlimmern, als er sich in eine andere Frau verliebt und Astrid verlassen will, doch diese private Krise führt vor allem dazu, dass sie weniger schreibt – und schon gar nicht über ihre Gefühle. Im Mittelpunkt ihrer Aufzeichnungen steht der 2. Weltkrieg, der für die zukünftige Autorin ein Schrecken ungeahnten Ausmaßes ist... Wilfried Hauke hat nicht die naheliegende Lösung gewählt und sich darauf beschränkt, Astrid Lindgrens Kriegstagebücher mit historischen Aufnahmen zu bebildern. Stattdessen hat er einen Hybrid aus Dokumentarfilm, Biopic und „Making of Tagebuch“ geschaffen, der deutlich über Astrid Lindgrens Tagebücher hinausgeht. Dieser Drahtseilakt gelingt überraschend gut, besonders, was das Nebeneinanderstellen von Spielszenen, bei denen Schauspieler in die Rollen von Astrid Lindgren, ihrem Mann und ihren Kindern schlüpfen, und Dokumentarszenen anbelangt, denn Astrid Lindgrens Tochter Karin Nyman, ihre Enkelin Annika Lindgren und ihr Urenkel Johan Palmberg kommen persönlich zu Wort. Der Film vermittelt viel von dem Lebensgefühl, das in Schweden bei Ausbruch des 2. Weltkriegs herrschte, und er zeichnet auch die Veränderungen nach, die es in den nächsten Jahren erfuhr. Die Parallelen zu unserer heutigen Gegenwart sind verblüffend: Diese Mischung aus Ohnmacht und Egoismus, die heute angesichts des Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine und vieler anderer schwelender Konflikte in der Welt zu spüren ist, gab es schon damals. Es scheint, als ob die Menschheit nicht nur den Verstand verloren hat – sie hat auch in der Gummizelle nichts dazugelernt. programmkino.de / Gaby Sikorski

DOKUMENTARFILM · 98 MIN · FSK 12 · DEUTSCHLAND, SCHWEDEN · 2025 Regie WILFRIED HAUKE Besetzung KARIN NYMAN, ANNIKA LINDGREN,

JOHAN PALMBERG, SOFIA PEKKARI, TOM SOMMERLATTE, EDDA BRAUNE


„ein Hoffnungsschimmer für den deutschen Film“


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NEUERSCHEINUNG

AB 22. JANUAR

Hamnet William Shakespeare verliebt in Agnes, mit der er eine Familie gründet, doch der Verlust ihres Sohnes stürzt sie in tiefe Trauer. Bewegendes Drama über Liebe, Verlust und die schöpferische Kraft des Erinnerns. Mit „Hamnet“ kehrt Oscar-Gewinnerin Chloé Zhao auf die große Leinwand zurück. In der Verfilmung des gefeierten Romans von Maggie O’Farrell, die gemeinsam mit Zhao auch das Drehbuch verfasste, wird die Geschichte von William Shakespeares Familie erzählt. Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes erlebt man, wie sie sich in den großen Barden verliebt und die beiden ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger Sohn Hamnet im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre große Liebe zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer, „Hamlet“ zu schreiben, eines der großen Dramen der Literaturgeschichte. Der titelgebende Roman von Maggie O’Farrell wurde 2020 veröffentlicht, erhielt euphorischen Kritiken und gewann den britischen Women’s Prize for Fiction sowie den amerikanischen National Book Critics Circle Award. Produziert wurde „Hamnet“ von Liza Marshall, Pippa Harris und Nicolas Gonda sowie von den beiden legendären Oscar®-Gewinnern Sam Mendes und Steven Spielberg. Chloé Zhao konnte ein fantastisches Ensemble für ihren Film gewinnen, der in Telluride Weltpremiere feierte und auf dem Toronto International Film Festival 2025 mit dem renommierten Publikumspreis ausgezeichnet wurde. In den Hauptrollen von „Hamnet“ spielen die eindrucksvolle Jessie Buckley („Frau im Dunkel“, „Die Aussprache“) und „Gladiator“-Star Paul Mescal („All of Us Strangers“). An ihrer Seite sieht man unter anderem Emily Watson („Breaking the Waves“, „Dune: Prophecy“) und Joe Alwyn („The Favourite – Intrigen und Irrsinn“, „Der Brutalist“). DRAMA · 125 MINUTEN · FSK 12 · VEREINIGTES KÖNIGREICH, USA · 2024 Regie CHLOÉ ZHAO   Besetzung JESSIE BUCKLEY, PAUL MESCAL, JOE ALWYN, EMILY WATSON, DAVID WILMOT, JACOBI JUPE, SAM WOOLF, LAURA GUEST


NEUERSCHEINUNG

AB 22. JANUAR

Lesbian Space Princess Eine rebellische Prinzessin flieht aus den Zwängen ihres Sternenreichs und entdeckt im endlosen Kosmos nicht nur neue Welten, sondern auch ihre eigene Identität. Die introvertierte Prinzessin Saira, Tochter der lesbischen Königinnen des Planeten Clitopolis, ist am Boden zerstört: Die heiße Kopfgeldjägerin Kiki hat mit ihr Schluss gemacht – aus lauter Langeweile! Dabei hat Saira ihr ein so schönes Beziehungsalbum gebastelt! Doch als Kiki von den Straight White Maliens entführt wird, den Incels der Zukunft, muss Saira den Safe Space des queeren Weltraums verlassen und sie binnen 24 Stunden freikaufen: Die Maliens fordern nämlich die berühmte königliche Labrys – eine goldene Doppelaxt von schier unglaublicher lesbischer Macht. Nur: Saira hat sie nicht! Mit „Lesbian Space Princess“ legte das australische Regie-Duo Leela Varghese & Emma Hough Hobbs bei der Berlinale 2025 einen Überraschungshit vor. Das intergalaktische Weltraumabenteuer über die introvierte Prinzessin Saira vom Planeten Clitopolis gewann den Teddy-Award als Bester Spielfilm, in Sitges den Preis als Bester Animierter Spielfilm, sowie den QueerScope Debütfilmpreis. Mit hochkarätiger Synchronbesetzung (Lena Urzendowsky, Jasmin Tabatabai, Katy Karrenbauer, Genet Zegay, Lana Cooper, Keely Heelton, u.v.m.) kommt die knallbunt euphorische und umwerfend kompromisslose lesbische Weltrauminvasion endlich ins Kino. Auf die Frage, ob „Lesbian Space Princess“ einer dieser Fälle war, wo zuerst der Titel feststand, erklärt Leela Varghese: „Ja, haha, ich hatte einen kleinen Streit mit Em darüber, dass sie immer mit anderen Leuten arbeitet, aber nie mit mir – wir sind übrigens Partner:innen. Em sagte: „Nun, du schlägst mir ja auch nie was vor!“ und stürmte davon, um zu duschen. Als sie herauskam, sagte sie: „Ich hab’s: Lesbian… Space… Princess.“ Ehrlich gesagt, dachte ich: „Das ist so lächerlich.“ Aber es blieb einfach hängen. Mir wurde klar: „Vielleicht ist lächerlich gut. Vielleicht ist da was. Vielleicht bin ich lächerlich.“

AB 22. JANUAR

Die Stimme von Hind Rajab Ein auf wahren Begebenheiten basierendes Drama über den Notruf eines sechsjährigen Mädchens aus Gaza. Am 29. Januar 2024 erreicht die Mitarbeitenden des Palästinensischen Roten Halbmonds ein Notruf aus Gaza: Ein Auto steht unter Beschuss, in dem die sechsjährige Hind Rajab eingeschlossen ist und um Hilfe fleht. Während die Mitarbeitenden versuchen, das Mädchen in der Leitung zu halten, unternehmen sie alles, um sie zu retten. Mit einer Kombination aus gespielten Szenen und den originalen Tonaufnahmen des Notrufs rekonstruiert Regisseurin Kaouther Ben Hania den verzweifelten Rettungsversuch. Ein Film, der nicht nur dokumentiert, sondern einen mit seinem schonungslosen Blick nicht mehr loslässt. Die oscarnominierte, tunesische Regisseurin Kaouther Ben Hania („Olfas Töchter“) verwebt in „Die Stimme von Hind Rajab“ die Original-Tonaufnahmen des Roten Halbmonds vom 29. Januar 2024 mit gespielten Szenen und schafft so einen dichten Film. Produziert wurde der Film von Mime Films, Tanit Films und JW Films. In den Hauptrollen spielen Motaz Malhees („Speak No Evil“) und Saja Kilani als Mitarbeiter:innen des Roten Halbmondes sowie Amer Hlehel als ihr Vorgesetzter. Ben Hania gelingt es, die persönliche Tragödie mit der politischen Dimension zu verknüpfen: Hind Rajabs Stimme wird zur Anklage gegen Gewalt und zur Mahnung an die Menschlichkeit. Das Werk wurde auf internationalen Festivals gezeigt und vielfach ausgezeichnet. Es ist nicht nur ein filmisches Denkmal für ein verlorenes Kind, sondern auch ein eindringlicher Appell, die Schrecken des Krieges nicht zu vergessen.

ANIMATION, KOMÖDIE, SCI-FI · 86 MIN · FSK 16 · AUSTRALIEN · 2025

DRAMA · 89 MINUTEN · FSK 12 · DEUTSCHLAND · 2025

Regie EMMA HOUGH HOBBS, LEELA VARGHESE   Besetzung SHABANA AZEEZ,

Regie KAOUTHER BEN HANIA Besetzung SAJA KILANI, MOTAZ MALHEES,

BERNIE VAN TIEL, GEMMA CHUA-TRAN, RICHARD ROXBURGH, KWEEN KONG

AMER HLEHEL, CLARA KHOURY, NESBAT SERHAN

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NEUERSCHEINUNG

AB 22. JANUAR

Die progressiven Nostalgiker Komödie über ein Ehepaar, das durch einen Kurzschluss ihrer Waschmaschine aus den 1950er Jahren in unsere Gegenwart katapultiert wird. Geistreich, originell und verdammt lustig. Ein Familien-Idyll im Frankreich der 1950er Jahre: Michel (Didier Bourdon), mittelmäßig, ist Bankangestellter und Ernährer, seine bessere Hälfte Hélène (Elsa Zylberstein), mit Dauerwelle, aber aufsässig, kümmert sich um Haushalt und Kinder. Das patriarchale Paradies scheint perfekt, bis ein Kurzschluss der gerade eingezogenen Waschmaschine die beiden ins Jahr 2025 katapultiert. Plötzlich sind die Rollen neu verteilt. Während sich Hélène aller Ahnungslosigkeit zum Trotz erstaunlich gut als karriere-intensive Powerfrau schlägt, muss sich Michel als Hausmann im Smart-Home abmühen. Statt Unterwerfungsrhetorik braucht Michel nun Empowerment, Hélène genießt die Freiheit der Emanzipation. Doch die schöne neue Welt hat so ihre Tücken: der virtuelle Sprachassistent ist ein sturer Bock, die Möbel muss man sich selbst zusammenschrauben und die eigene Tochter möchte ihre Freundin heiraten. Jetzt reicht es dem entmachteten Familienoberhaupt. Es geht zurück in die gute alte Zeit und zwar sofort! Wenn er nur wüsste, wie man die smarte Waschmaschine auf Zeitrückreise programmiert. In „Die progressiven Nostalgiker“ ist die Freiheit immer nur einen Flügelschlag von der guten alten Zeit entfernt. Regisseurin Vinciane Millereau beweist ein großartiges Gespür für die Absurditäten unserer Zeit. Mit rotzfrechem Humor, präzisem Sarkasmus und herrlicher Situationskomik nimmt „Die progressiven Nostalgiker“ die Heilsversprechen unserer Gegenwart aufs Korn und erzählt von der wunderbaren Relativität der Geschichte. KOMÖDIE · 103 MINUTEN · FSK 12 · FRANKREICH, BELGIEN · 2025 Regie VINCIANE MILLEREAU Besetzung ELSA ZYLBERSTEIN, DIDIER

BOURDON, MATHILDE LE BORGNE, MAXIM FOSTER, ROMAIN COTTARD


TheaterFilm Zum Theaterspielplan passende Filmklassiker, an jedem zweiten Montag im Monat um 19 Uhr.

10.11.2025

Sein oder Nichtsein von Ernst Lubitsch

8.12.2025 12.1.2026

La Dolce Vita von Federico Fellini

Breaking the Waves von Lars von Trier (OmU)

9.2.026

Fallende Blätter von Aki Kaurismäki 9.3.2026

13.4.2026

Königin Christine von Rouben Mamoulian 11.5.2026

8.6.2026

Ida von Paweł Pawlikowski

Mahler von Ken Russell (OmU)

Tanz der Vampire von Roman Polanski (OmU) 13.7.2026

1984 von Michael Radford

(OmU) – Originalfassung mit deutschen Untertiteln

Unterstützt durch

Tickets unter www.schauburg.de


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NEUERSCHEINUNG

AB 22. JANUAR

Das fast normale Leben Wild und stark! Der Langzeit-Dokumentarfilm beobachtet den Alltag von vier Mädchen in einer Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe. „Das fast normale Leben" beobachtet den Alltag von vier Mädchen in einer Wohngruppe der Kinder- und Jugendhilfe. Getrennt von ihren Eltern ringen sie um Anerkennung, Selbstliebe, Selbstbestimmung und Geborgenheit. Stets mit dem sehnlichen Wunsch, irgendwann wieder nach Hause zu kommen. Über einen Zeitraum von zwei Jahren begleiten wir ihre Entwicklung durch Höhen und Tiefen, spüren ihre Aggression und ihre Willenskraft, sehen sie in Interaktion mit Betreuer:innen, Pädagog:innen, Eltern und Institutionen. Der Film erzählt vom Mut und der Resilienz junger Menschen, die inmitten schwieriger Umstände versuchen, ihren eigenen Weg zu finden. Ohne Schuldzuweisungen bietet der Film einen authentischen Einblick in den Alltag in der Jugendhilfe – wo nicht immer alles rund läuft, aber Geborgenheit und gelungene Erwachsenen-Kind-Beziehungen entstehen können. Am Ende bleibt der Wunsch der Mädchen auf ein „normales Leben“, in dem sie ihre Potentiale für sich nutzen können. Stefan Sick über seinen Film: „Als Filmemacher finde ich es spannend, mich in die Perspektive meines Gegenübers hineinzuversetzen, mit ihm zu erleben und zu fühlen. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir durch aufmerksames Hinschauen viel über andere Menschen – und über uns selbst – erfahren können. Für meinen Film habe ich mich gefragt: Wie sieht der Alltag junger Menschen in einer Wohngruppe der Jugendhilfe wirklich aus? Was treibt sie an, welche Träume und Wünsche haben sie? Welche schmerzlichen Erfahrungen prägen ihr Leben, und wie können sie es schaffen, trotz widriger Umstände ihren eigenen Weg zu finden, sich selbst wertzuschätzen und ihr volles Potential zu entfalten? Ich glaube, dass der erste Schritt, um Menschen in schwierigen Lebensphasen zu unterstützen oder sie zu begleiten, in Verständnis und Empathie liegt. Anerkennung und Wertschätzung bilden die Grundlage, damit diese jungen Menschen das Vertrauen in sich selbst entwickeln oder wiedererlangen können, um damit in die Lage versetzt zu werden ihre Potentiale für sich zu nutzen.“ DOKUMENTATION, COMING-OF-AGE, SOZIALDRAMA · 140 MIN · FSK 12 · DE · 2025 Regie STEFAN SICK


NEUERSCHEINUNG

AB 29. JANUAR

Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke Irrsinnig komisch und tief berührend erzählt Regisseur und Autor Simon Verhoeven davon, wie schwierig es ist, sich seinen großen Gefühlen zu stellen. Verfilmung des gleichnamigen autobiografischen Bestseller-Romans von Joachim Meyerhoff. Mit 20 wird Joachim unerwartet an der renommierten Schauspielschule in München angenommen und zieht in die Villa zu seinen Großeltern, Inge und Hermann. Zwischen den skurrilen Herausforderungen der Schauspielschule und den exzentrischen, meist alkoholgetränkten Ritualen seiner Großeltern versucht Joachim seinen Platz in der Welt zu finden – ohne zu wissen, welche Rolle er darin eigentlich spielt. Regisseur Simon Verhoeven gelingt es, die humorvolle und melancholische Tonlage des Romans einzufangen: Die Geschichte ist gleichermaßen eine Coming-of-Age-Erzählung wie eine Hommage an die Kraft der Erinnerung. Senta Berger und Michael Wittenborn verkörpern das Großelternpaar mit einer Mischung aus Wärme, Witz und Tragik, während Bruno Alexander als Joachim die Unsicherheit und das Aufblühen eines jungen Künstlers eindringlich darstellt. Thematisch kreist der Film um die Suche nach Identität, die Bedeutung von Familie und die Frage, wie man seinen Platz in der Welt findet. Die titelgebende „Lücke“ steht dabei für die Brüche im Leben, die Leerräume, die Schmerz und Sehnsucht hinterlassen – aber auch für die Möglichkeiten, die sich aus diesen Zwischenräumen ergeben. Mit einer Mischung aus Drama und Komödie, getragen von starken Darstellern und einer sensiblen Inszenierung, ist Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke ein berührender Film über das Erwachsenwerden, die Kunst und die unvergesslichen Eigenheiten einer Familie. In weiteren Rollen spielen Katharina Stark, Laura Tonke, Devid Striesow, Anne Ratte Polle, Friedrich von Thun, Tom Schilling, Johann von Bülow, Moritz Treuenfels, Karoline Herfurth, Victoria Trauttmansdorff, Michael A. Grimm, Maeve Metelka, Dana Herfurth, Max Wolter, Benedikt Kalcher, Momo Beier, Mouataz Alshaltouh und Frida Lang. DRAMA, KOMÖDIE · 135 MINUTEN · FSK 0 · DEUTSCHLAND · 2025 Regie SIMON VERHOEVEN Besetzung BRUNO ALEXANDER, SENTA BERGER,

MICHAEL WITTENBORN, KATHARINA STARK, LAURA TONKE, DEVID STRIESOW

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SPECIALS

Specials im Januar

NEUJAHRS-SPECIAL

2001 — ODYSSEE IM WELTRAUM DONNERSTAG · 1. JANUAR · 13.00 UHR · 70MM · DEUTSCHE FASSUNG

Auch zu Neujahr fängt der frühe Vogel den Wurm. Um 13 Uhr laden wir zur alljährlichen Fest-Aufführung des Films aller Filme. „2001“ war nach einem aufwändigen Umbau im Jahre 1968 der Eröffnungsfilm der „neuen“ Schauburg. Es war der erste Titel, der unsere riesige, gekrümmte Cinerama-Leinwand zum Leuchten brachte.

Gäste in der Schauburg

SONDERVORSTELLUNG

PREVIEW MIT EINEM GLAS SEKT

in Anwesenheit von Regisseurin ALISON KUHN

in Anwesenheit von Regisseurin VINCIANE MILLEREAU

HOLY MEAT

DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER

DONNERSTAG · 8. JANUAR · 18.30 UHR

DIENSTAG · 20. JANUAR · 20.30 UHR

Die Eskalation einer Laieninszenierung der Passion Christi lässt drei ungleiche Menschen kollidieren: Roberto, der aus der Theaterszene gecancelt wurde, Metzgerin Mia, die zum Vormund ihrer Schwester mit Down-Syndrom wird, und Pater Oskar Iversen, der seiner dänischen Gemeinde den Rücken kehrt. Wildes, absurdes Kino – Regisseurin Alison Kuhn stattet uns am 08.01. einen Besuch ab – mit Filmgespräch. Tipp!

Ein Ehepaar wird durch einen Kurzschluss ihrer Waschmaschine aus den 1950er Jahren in unsere Gegenwart katapultiert. Doch die schöne neue Welt hat ihre Tücken: die Möbel muss man sich plötzlich selbst zusammenschrauben und die eigene Tochter möchte ihre Freundin heiraten. Regisseurin Vinciane Millereau beweist ein großartiges Gespür für die Absurditäten unserer Zeit und wird bei dieser Vorstellung anwesend sein.


JANUAR

SENIORENKINO Immer Mittwoch 14.30 Uhr im großen Schauburg Saal Eintritt 6€ inkl. 1 Glas Sekt

THEATER FILME – IN KOOPERATION MIT DEM BADISCHEN STAATSTHEATER

BREAKING THE WAVES

7.01.

14.01.

21.01.

28.01.

MONTAG · 12. JANUAR · 19.00 UHR

Bess und Jan heiraten. Kurz danach wird Jan bei der Arbeit lebensgefährlich verletzt und bleibt gelähmt. Die labile Bess betet zu Gott und glaubt mit anderen Männern schlafen zu müssen, um Jan zu helfen. Eindringliches, aber schroffes Drama im Dogma-Style von Lars von Trier.

LIVE ÜBERTRAGUNG AUS DER METROPOLITAN OPERA IN NEW YORK

I PURITANI - VINCENZO BELLINI Wenn es um wunderschöne Melodien, fesselnde Koloraturen und ein virtuoses Gesangsfeuerwerk geht, gibt es nur wenige Opern, die „I puritani“ ebenbürtig sind. Die Handlung spielt in England zur Zeit des Bürgerkriegs. Im Mittelpunkt steht die Liebesgeschichte zwischen Elvira und Arturo, deren Glück durch politische Verpflichtungen gefährdet wird.

Foto: © Monkey Business – fotolia.com

SAMSTAG · 10. JANUAR · 19.00 UHR

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

GROSSBILDWAND


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SPECIALS

SONDERVORSTELLUNG

EXTREMSPORT-KURZFILM-EVENT

EOFT 2025 / 26 DIENSTAG · 13. JANUAR · 20.00 UHR

Das zweistündiges Filmprogramm der großen Abenteuern! Wir erleben einen 50-tägigen Trip durch Alaska, auf dem nicht nur die schneebedeckten Berge glitzern. Eine Radtour zu den höchsten Gipfeln aller Schweizer Kantone, bei der jede Besteigung mit einem typischen Schweizer Gebäck versüßt wird, Eiskunstlaufen in Kanada und Speedriding in der Schweiz.

in Kooperation mit dem Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört

FLUSS OHNE GRENZEN — AUENWILDNIS AN DER MARCH DIENSTAG · 27. JANUAR · 18.30 UHR

Die March ist mit ihren Auwäldern, Altarmen und Feuchtwiesen die artenreichste Flusslandschaft Mitteleuropas. Hier brüten die letzten Seeadler Österreichs und das einzige Kaiseradlerpaar, hier jagen Wildkatzen und Steppeniltisse. Im Anschluss begrüßen wir Michael Stelzhammer vom WWF für eine Vertiefung ins Thema.

QUEERFILMNACHT

QUEERPANORAMA MITTWOCH · 28. JANUAR · 19.00 UHR

Ein schwuler Mann lässt sich durch die Apartmentkomplexe Hongkongs treiben, von einem Sex-Date zum nächsten – und immer nimmt er dabei eine neue Identität an. Jedes Mal studiert er sein Gegenüber genau und imitiert dessen Persönlichkeit beim nächsten Date. So ist er Schauspieler, Wissenschaftler, Architekt, Lieferant, Lehrer. Und nur wirklich er selbst, wenn er vorgibt, jemand anderes zu sein.

TRAUMFABRIK #29

Hitchcock – Appetit auf Filmkultur Kunst und Erfolg müssen sich nicht ausschließen: Hitchcock gibt das Beispiel eines unterhaltsamen, amüsanten, spannenden und zugleich inhaltlich wie stilistisch anspruchsvollen Filmautors mitten im Kommerzkino der synthetischen Traumfabriken Hollywoods.

THE MAN WHO KNEW TOO MUCH

DER FALSCHE MANN

PSYCHO

SO · 11. JANUAR · 15.00 UHR · OMU

SO · 18. JANUAR · 15.00 UHR

SO · 25. JANUAR · 15.00 UHR · OMU

Von Marrakesch nach London führt die Spur einer rätselhaften Kindesentführung. Dabei decken die verzweifelten Eltern notgedrungen ein terroristisches Komplott auf: sollen sie den Staatsmann retten oder ihr Kind? – Einziges offen eingestandenes Eigenremake von Hitchcocks erster Fassung von 1934.

Ein Unschuldiger, verfolgt von Polizei und Justiz: Ein Musiker wird verhaftet, vor Gericht gestellt und wandert ins Gefängnis – eine kafkaeske Situation. Dokudrama und Film Noir mit postmodernem Ende. Hitchcock erprobte hier den italienischen Neorealismus mit Henry Fonda in der Hauptrolle.

Ein Liebespaar in Geldnöten: Marion brennt mit gestohlenem Geld durch und macht Rast im abgelegenen Motel von Norman Bates. Unwissentlich wird sie in die Abgründe einer makaberperversen Mutter-Sohn-Beziehung verstrickt. Die legendäre Dusch-Szene mit Janet Leigh machte Filmgeschichte.


Täglich 15.00 Uhr

KINDERKINO IM JANUAR

01. – 07. JANUAR

08. – 14. JANUAR

15. – 21. JANUAR

DIE SCHULE DER MAGISCHEN TIERE 4

PUMUCKL UND DAS GROSSE MISSVERSTÄNDNIS

VICTORIA MUSS WEG

Miriam zieht zu Ida und besucht die Wintersteinschule – nichtsahnend, was dort passiert. Überraschend erhält sie das magische Tier Fitzgeraldo. Als die Schule vor dem Aus steht, muss Miriam sich zwischen Vergangenheit und neuer Gemeinschaft entscheiden.

Ein Sommer voller Trubel: Eine Schildkröte, ein Ausflug und Nachbar Burkes Geburtstag wirbeln Pumuckl und Eder ganz schön durcheinander. Vor lauter Ereignissen kommt es zu einem Missveständnis – und ihre Freundschaft gerät in Gefahr. JAHR: 2025 / LÄNGE: 98 MIN. / FSK: 0

Hendrik und Hedvig können ihre Stiefmutter nicht ausstehen. Immer stellt sie neue strenge Regeln auf. Doch die beiden haben eine Idee, wie sie Victoria loswerden können. Sie wollen, dass Carl für sie als Auftragsmörder arbeitet. Schrille, schwarze Komödie über eine gutbürgerliche Familie. JAHR: 2024 / LÄNGE: 85 MIN. / FSK: 6

JAHR: 2025 / LÄNGE: 102 MIN. / FSK: 0

5

nur

in

Groß & Kle Für

€

22. – 28. JANUAR

29. JANUAR – 04. FEBRUAR

05. – 11. FEBRUAR

ZOOMANIA 2

DER ZAUBERER VON OZ

BIBI BLOCKSBERG

Die Polizisten Judy und Nick jagen in Zoomania ein mysteriöses Reptil, das die Stadt aufmischt. Um den Fall zu lösen, ermitteln sie undercover in neuen Stadtvierteln – und ihre frische Partnerschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Das Mädchen Dorothy, die Vogelscheuche, der Zinnman und der ängstliche Löwe suchen den Zauberer von Oz, in der Hoffnung, dass dieser ihre Wünsche erfüllen kann.

Junghexe Bibi Blocksberg ist zurück! Beim großen Hexenkongress bricht Chaos aus, die Althexen spielen verrückt. Nun müssen Bibi, Schubia und Flauipaui handeln – denn die Zukunft aller Junghexen steht auf dem Spiel.

JAHR: 2025 / LÄNGE: 110 MIN. / FSK: 6

STAG SK IN DE R! AC HT UN G GE BU RT ag habt Ihr An Eurem Geburtst

FREIEinsNKindEerINkinoTR! ITT

JAHR: 1939 / LÄNGE: 102 MIN. / FSK: 0

JAHR: 2025 / LÄNGE: 89 MIN. / FSK: 0

GEBURTSTAGSFEIER IM KINO?? Es ist ganz einfach und viel günstiger als Sie vielleicht denken. Wenn gewünscht inklusive Feier mit Pizza, Chicken Nuggets oder Kuchen und Kakao. Eine Führung hinter die Kulissen der Schauburg ist möglich. Sprechen Sie uns einfach an ... Telefon 0721 35000 15 / -17 / -18 (Büro) / info@schauburg.de

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien hat die SCHAUBURG von 1976 bis 2024 jährlich für ein hervorragendes Kinder- und Jugendfilmprogramm ausgezeichnet.


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FILMVORSCHAU

Vorschau auf Februar

AB 5. FEBRUAR

AB 12. FEBRUAR

NO OTHER CHOICE

WUTHERING HEIGHTS – STURMHÖHE

DIE ÄLTERN

Nach 25 Jahren verliert Man-soon plötzlich seine Arbeit. Verzweifelt und voller Angst um seine Familie greift er zu drastischen Mitteln: Er eliminiert systematisch jene Männer, die seine Chancen auf eine neue Stelle bedrohen. Park Chan-wooks bitterböse Satire verbindet Thriller, schwarze Komödie und Gesellschaftskritik.

Regie EMERALD FENNELL Besetzung MARGOT ROBBIE, JACOB ELORDI, HONG CHAU

Regie SÖNKE WORTMANN Besetzung SEBASTIAN BEZZEL, ANNA SCHUDT, KYA-CELINA BARUCKI

Die Neuverfilmung des Klassikers entfaltet Emily Brontës düstere Liebesgeschichte in kraftvollen Bildern: Zwischen Leidenschaft und Rache, Freiheit und gesellschaftlichen Zwängen kämpfen Heathcliff und Catherine um ihre Seelen. Ein episches Drama über Liebe, Verlust und zerstörerische Obsession.

Hannes hat alles, was ihn glücklich machen sollte: Familie, Haus, Karriere. Doch seine übermotivierte Fürsorge und Spätboomer-Weisheiten treiben Frau und Kinder in die Flucht. Als Ehe, Alltag und Beruf ins Wanken geraten, muss er sich neu erfinden – mit Humor, Chaos und Herz.

AB 19. FEBRUAR

AB 26. FEBRUAR

DUST BUNNY

FATHER MOTHER SISTER BROTHER

MARTY SUPREME

Regie JIM JARMUSCH Besetzung TOM WAITS, ADAM DRIVER, MAYIM BIALIK

Regie JOSH SAFDIE Besetzung TIMOTHÉE CHALAMET, GWYNETH PALTROW, ODESSA A’ZION

Vier Geschwister kehren nach Jahren in ihr Elternhaus zurück. Alte Wunden brechen auf, Geheimnisse kommen ans Licht, und zwischen Nähe und Abgrenzung entsteht ein intensives Familiendrama. Jim Jarmusch erzählt von Liebe, Verlust und der schwierigen Kunst, gemeinsam erwachsen zu werden.

Marty träumt von Ruhm und Größe – doch sein Weg führt ihn durch Chaos, Selbstzweifel und die Versuchung schneller Erfolge. Zwischen greller Satire und bitterem Drama erzählt der Film von der Jagd nach Anerkennung in einer Welt, die Erfolg über alles stellt und Menschlichkeit leicht verliert.

Regie JPARK CHAN-WOOK Besetzung LEE BYUNG-HUN, SON YE-JIN, PARK HEE-SOON

Regie BRYAN FULLER Besetzung MADS MIKKELSEN, SOPHIE SLOAN, SIGOURNEY WEAVER

Nach dem Tod ihrer Mutter glaubt ein junges Mädchen, dass ein Monster unter ihrem Bett verantwortlich ist. Hilfe sucht sie bei ihrem Nachbarn – doch die Wahrheit ist weitaus finsterer. Bryan Fullers Film verbindet Horror und Psychodrama zu einem intensiven Albtraum über Verlust, Angst und verdrängte Schatten.

AB 12. FEBRUAR

AB 26. FEBRUAR


HITCHCOCK Traumfabrik #29 | Herbst/Winter 2025-26

APPETIT AUF FILMKULTUR Immer Sonntags 15:00 Uhr in der Schauburg 12.10.25

VERTIGO

1958, 128’ Restaurierte OV, 70mm Breitwand

19.10.25

SHADOW OF A DOUBT

1943, 108‘ OmU

26.10.25

NORTH BY NORTHWEST

1959, 136‘ OV, 70mm Breitwand

2.11.25

BERÜCHTIGT

1946, 137‘ DF

9.11.25

ROPE – COCKTAIL FÜR EINE LEICHE

1948, 80‘ DF

16.11.25

DER FREMDE IM ZUG

1951, 101‘ DF

23.11.25

DIAL M FOR MURDER

3D, 1954, 105’ OV

30.11.25

REAR WINDOW

1954, 111‘ OmU, 35mm

7.12.25

ÜBER DEN DÄCHERN VON NIZZA

1955, 106‘ DF, 35mm

14.12.25

IMMER ÄRGER MIT HARRY

1955, 99‘ DF

11.1.26

THE MAN WHO KNEW TOO MUCH

1956, 120‘ OmU

18.1.26

DER FALSCHE MANN

1956, 105‘ DF

25.1.26

PSYCHO

1960, 109‘ OmU

1.2.26

THE BIRDS

1963, 119‘ OmU

8.2.26

FRENZY

Änderungen vorbehalten.

1972, 116‘ OV, 35mm

In Zusammenarbeit mit Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Alle Filme mit Mikroeinführung und anschließendem Kinogespräch. Kuratiert von Wolfgang Petroll und Herbert Born. Eintritt: 11 € | Ermäßigt 9,50 € | Seminarteilnehmer*innen € 8 | Aufpreis 70mm-Projektion

Mit freundlicher Unterstützung der


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JANUAR


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Programmheft Schauburg-Cinerama, Karlsruhe Januar 2026 by Schauburg Kino & Theater - Issuu