Gesund im Alltag
Bewusst leben – sich besser fühlen
Café Med Beratungen zwischen Kaffee und Kuchen

Trendsport Hyrox Ausser Atem, brennende Muskeln und viel Spass
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Bewusst leben – sich besser fühlen
Café Med Beratungen zwischen Kaffee und Kuchen

Trendsport Hyrox Ausser Atem, brennende Muskeln und viel Spass

Sportwagen, Hanteln in der Garage, jüngere Partnerin: Kaum ein Klischee hält sich so hartnäckig wie die Midlife-Crisis. Ganz aus der Luft gegriffen ist dieses Phänomen nicht. Studien zeigen: Zwischen 40 und 50 sinkt die Lebenszufriedenheit messbar, bevor sie später wieder steigt. Forscher sprechen hier von einer U-Kurve des Glücks, die in den unterschiedlichsten Kulturen auftritt. Hormone wie ein sinkender Testosteronspiegel spielen mit, das Haupthaar schwindet und man ärgert sich über verstärkten Fettansatz. Gemäss Fachleuten soll es Männer so hart treffen, weil sie seltener über Probleme sprechen. Zum Glück gilt: Auf die Krise folgt meist Gelassenheit.
14 Cortisol-Detox: Gefährlicher Hype oder Wunderkur? 16 Eine Frage des Geschmacks 18 Fitter werden in der Pause
Ich bin Christopher
23 Was hilft gegen Sodbrennen?
Quälend viel Spass
Wo Patienten Antworten finden
28 Demnächst in Ihrem Briefkasten
30 Was spricht gegen eine Einheitskasse? 30
Liebe Leserin, lieber Leser
Unsere täglichen Aktivitäten beeinflussen unsere Gesundheit: wie lange wir schlafen, uns entspannen oder bewegen, was wir essen. Mehr dazu in diesem Heft. Vielleicht ist für Sie ja ein Aha-Erlebnis dabei? Uns ist klar: Jeder Mensch ist einzigartig und Gesundheit ist individuell. Deshalb haben wir auch den individuellen Prämienzusatz für Sie entwickelt – als erste und bislang einzige Krankenversicherung der Schweiz: Wir nehmen, wann immer möglich, auch Menschen mit bestehenden Vorerkrankungen ohne Vorbehalte in die Zusatzversicherung auf. Mehr dazu finden Sie auf sanitas.com/ipz.
Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre und viele Impulse für einen gesunden Alltag.


31 … sagen Tschüss!
Kundenmagazin auch digital Sie bekommen Ihre Post lieber elektronisch? Dann stellen Sie aufs digitale Kundenmagazin um. Sie können Ihr Abonnement unkompliziert nach Ihren Bedürfnissen anpassen: sanitas.com/aboservice

Willkommen bei Sanitas Schön, dass Sie bei uns sind!
Wir freuen uns, alle neu bei Sanitas Versicherten bei uns zu begrüssen – und ein herzliches Dankeschön an alle, die weiterhin auf uns zählen. Auch 2026 geben wir Ihnen zuverlässig Rückhalt: mit unkomplizierten Services, persönlicher Unterstützung und Angeboten, die Ihren Alltag leichter machen.
Lernen Sie uns besser kennen: sanitas.com/ueberuns
Sport trotz Nässe und Kälte: Mit der Funktion Active in der Portal App erfassen Sie nicht nur Ihre Schritte oder Velofahrten, sondern auch Ihre Sessions im Fitnessstudio. Wer sein Tagesziel erreicht, sammelt Münzen und kann diese gegen Gutscheine einlösen oder für einen guten Zweck spenden. Noch kein Fitnessabo? Unsere Zusatzversicherung Vital beteiligt sich ab Stufe Smart an den Kosten. Damit gute Vorsätze Realität werden.
Mehr Aktivität im Alltag: sanitas.com/motivation

Ausstellung «Hauptsache gesund» erleben
In der Ausstellung «Hauptsache gesund» im Lenzburger Stapferhaus kann man noch bis Ende Juni 2026 der Frage nachgehen, was Gesundheit heute für uns und unsere Mitmenschen bedeutet. Im interaktiven Parcours geht es unter anderem um psychische Belastungen, medizinischen Fortschritt, WellnessTrends – und um ein Gesundheitssystem, das selbst «auf dem Operationstisch» liegt.
Weitere Infos: stapferhaus.ch
der Schweizer Bevölkerung würden sich von einem Roboter untersuchen lassen.
Umfrage
Wie gefällt Ihnen das Sanitas Magazin?
Uns interessiert Ihre Meinung: Was gefällt Ihnen am Magazin besonders, was können wir verbessern und was vermissen Sie? Nehmen Sie an unserer Umfrage teil und gewinnen Sie mit etwas Glück 1 von 10 Orell-Füssli-Gutscheinen à 50 Franken. Teilnahmeschluss ist der 31. März 2026.
Hier teilnehmen: sanitas.com/meinfeedback

Sanitas Kundinnen und Kunden erhalten ihren Steuerauszug jeweils am Anfang des Jahres automatisch. Am einfachsten geht das im Sanitas Portal – dort können Sie auch jederzeit einen detaillierten Auszug bestellen, wenn Sie einen solchen benötigen.
Steuerauszug bestellen: sanitas.com/steuerbeleg
Förderengagement
Teenager und junge Erwachsene sind täglich mehrere Stunden online – was Chancen, aber auch Risiken birgt. Das Projekt Cyber Safari, entwickelt von der ZHAW, der Universität Zürich und der FH Graubünden, setzt genau hier an: Mittels einer interaktiven Schnitzeljagd lernen Jugendliche spielerisch, sicherer und bewusster im Netz unterwegs zu sein. Die Sanitas Stiftung unterstützt die technische Umsetzung des Pilotprojekts.
Projekt entdecken: sanitas.com/cybersafari

Von Tarmed zu Tardoc
Seit Anfang dieses Jahres wird der bisherige Ärztetarif Tarmed durch Tardoc und die ambulanten Pauschalen ersetzt. Der neue Gesamttarif bildet Behandlungen vereinfacht ab und wurde um zeitgemässe Positionen ergänzt – beispielsweise für die telemedizinische Konsultation. Für Patientinnen und Patienten ändert sich neben dem neuen Namen (Tardoc / Ambulante Pauschalen), dass zur Papierrechnung künftig ein QR-Code-Blatt mitgeschickt wird. Dieses muss beim Einreichen der Rechnung an Sanitas ebenfalls beigelegt werden. Die Kosten werden weiterhin mit Taxpunkten und dem kantonalen Taxpunktwert berechnet.
Taxpunktwert einfach erklärt: sanitas.com/tarif
Insgeheim wussten wir es schon immer: Unsere flauschigen Mitbewohner sind mit ein Grund dafür, dass wir uns besser fühlen. Eine Forschungsgruppe der Universität Innsbruck hat wissenschaftlich belegt, dass körperlicher Kontakt zwischen Menschen und deren Haustieren das Wohlbefinden positiv beeinflussen. Im Schnitt haben sich die Probanden und deren Tiere täglich rund 42 Minuten berührt – wobei sich der Effekt deutlicher zeigte, je grösser die Fläche des Tieres war. Ein Hund oder eine Katze ist demnach wohl wirksamer als ein Zwerghamster. Ebenfalls in Innsbruck laufen Laboruntersuchungen, welche die Resultate untermauern: Probanden reagierten nach dem Streicheln ihres Hundes schwächer auf einen Stresstest – gemessen mit ElektroenzephalografieSignalen (EEG), der Herzrate und der Herzratenvariabilität. Wir empfehlen: Sollte es wieder einmal stressig werden, erst mal einfach die eigene oder Nachbars Katze streicheln.


Sanitas Health Forecast Podcast
Der Sanitas Health Forecast Podcast startet mit einem frischen Konzept ins neue Jahr: Nadja Brenneisen spricht jeden zweiten Mittwoch mit Forschenden, Betroffenen und inspirierenden Persönlichkeiten. Sie geben Einblick in ihren Gesundheitsalltag, ihre Herausforderungen und die Ideen, die die Gesundheit der Zukunft prägen. Die ersten Folgen sind bereits online –voller bewegender Geschichten und Perspektiven, die weiterbringen.
Jetzt reinhören: sanitas.com/neuer-podcast
Gesundheit beginnt mit den kleinen Momenten und bewussten Entscheidungen, die wir täglich treffen –was wir essen, wie wir uns bewegen, ob wir uns Pausen gönnen. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern darum, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und sie sich auch im Alltagstrubel zu erfüllen.

DOSSIER Endlich gut schlafen — 10 5 Tipps für einen starken Stoffwechsel — 13 Cortisol-Detox: Gefährlicher Hype oder Wunderkur? — 14 Eine Frage des Geschmacks — 16 Fitter werden in der Pause — 18

Text Kathrin Schwarze-Reiter
«Wir verschlafen rund ein Drittel unseres Lebens. Aber wie wir schlafen, entscheidet darüber, wie gut sich die anderen zwei Drittel anfühlen», sagt Schlafforscher Albrecht Vorster. Zeit also, den Schlaf genauer unter die Lupe zu nehmen.

Schlaf ist neben Bewegung, Ernährung und sozialer Verbundenheit eine der vier wichtigen Gesundheitssäulen –«also kein Nice-to-have, sondern einer der stärksten medizinischen Schutzfaktoren, die wir haben», sagt Dr. Albrecht Vorster, Schlafforscher am Swiss Sleep House des Inselspitals Bern.
Lange galt: work hard, play hard, sleep later. Inzwischen ändert sich diese Haltung – auch in Chefetagen. «Ich erlebe in Managerseminaren praktisch niemanden mehr, der guten Schlaf für Weichei-Mentalität hält», so Vorster. Denn erholsamer Schlaf entscheidet darüber, wie gut wir denken, fühlen und entscheiden – und auch darüber, wie lange wir leben.
Guter Schlaf hat mehrere Eigenschaften: Er ist ausreichend lang und qualitativ gut. Die meisten Erwachsenen benötigen rund sechs bis acht Stunden – individuell kann das jedoch ziemlich unterschiedlich sein. Faustregel: im Urlaub die durchschnittliche Schlafdauer messen und dann etwa eine Stunde abziehen – ein realistisches Ziel für den Alltag.
Wichtig ist auch die Schlafeffizienz, also wie viel der Zeit im Bett wir wirklich schlafen. «Guter Schlaf ist mehr oder weniger durchgängig», so Vorster, «aber es ist völlig normal, fünf bis zwanzig Mal pro Nacht kurz aufzuwachen.» Entscheidend ist zudem das Timing: Früh muntere Lerchen und (Nacht-)Eulen schlafen besser, wenn sie zu der Zeit ins Bett gehen, zu der sie auch in den Ferien müde werden. Denn: «Wir können unseren Chronotyp um ein bis zwei Stunden modulieren – mehr aber meist nicht.»
Während wir schlafen, laufen unbemerkt Prozesse ab, die für unsere Gesundheit entscheidend sind. Das Gehirn nutzt die Nacht, um Abfallstoffe abzutransportieren, Zellen zu reparieren und Gelerntes zu verfestigen. «Man kann sich das wie eine nächtliche Grundreinigung vorstellen», sagt der Mitbegründer des Swiss Sleep House Bern am Inselspital. Das glymphatische System spült Proteine aus dem Gehirn, die sich tagsüber angesammelt haben. Parallel sortiert das Gedächtnis Informationen – Wichtiges bleibt und wird quervernetzt.
Auch der Körper arbeitet: Wunden heilen, Muskeln regenerieren, das Immunsystem kocht hoch. Schlaf ist Schwerstarbeit – nur eben ohne dass wir es wahrnehmen. Dabei sind viele Botenstoffe beteiligt, weit mehr als nur das bekannte Melatonin. «Wenn ich ein perfektes Schlafmittel entwickeln wollte, bräuchte ich einen Cocktail aus vielleicht zehn Substanzen, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort im Gehirn ankommen», sagt Vorster. «Ein einziges Mittel kann diesen komplexen Mix nicht ersetzen.»
«Schlaf ist kein Nice-tohave, sondern einer der stärksten medizinischen Schutzfaktoren.»
Albrecht Vorster, Schlafforscher

Was passiert bei Schlafmangel?
Ein paar Nächte schlechten Schlafs kann der Körper gut kompensieren – erst nach Wochen wird es kritisch. Über Monate andauernde Schlafprobleme sind ein Risiko für ernsthafte Erkrankungen. «Schlechter Schlaf erhöht Entzündungswerte, beeinflusst den Stoffwechsel und belastet Herz und Hirn», sagt Vorster. Studien zeigen: Wer dauerhaft schlecht schläft, hat ein erhöhtes Risiko für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer, Depressionen und Angststörungen, HerzKreislauf-Erkrankungen, Übergewicht und Diabetes.
Guter Schlaf hat drei feste Grundpfeiler:
Schlafdruck: Darunter versteht man die zunehmende Einschlafneigung, die sich durch das Wachsein aufbaut. Nickerchen schwächen ihn.
Richtige Tageszeit: Die innere Uhr bestimmt, wann wir müde werden. «Viele leben im sozialen Jetlag», so Vorster. «Sie schlafen unter der Woche zu anderen Zeiten als am Wochenende.» Einigermassen konstante Bettzeiten – plus / minus 45 Minuten – unterstützen den inneren Takt.
Entspannung: Ohne Runterkommen fällt das Einschlafen schwer. Rituale helfen: Licht dimmen, digitale Geräte weglegen, den Tag bewusst abschliessen.
Ursachen und Behandlungen von Schlafstörungen: sanitas.com/ insomnie
Schlaf lässt sich nicht erzwingen, aber gestalten. Die wichtigsten Hebel:
Schnarchen behandeln: Schnarchen mit Atemaussetzern ist die häufigste Ursache von unerholsamem Schlaf. Doch es lässt sich mittlerweile gut therapieren.
Schlafdruck aufbauen: Wer zu lange (mehr als 8 Stunden) im Bett liegt, dessen Schlaf wird brüchiger und dünner. Daher: Nur schläfrig zu Bett gehen.
Regelmässigkeit: Täglich zur ähnlichen Zeit ins Bett und aufstehen – auch am Wochenende.
Tageslicht nutzen: morgens mindestens zehn Minuten echtes Tageslicht im Gesicht. «Draussen sind es schnell 5000 Lux oder mehr, im Büro oft nur 150. Unser Körper braucht Tageslicht, um zu wissen, wie spät es ist», sagt der Berner Schlafforscher.
Abendroutine und Handy-Parkplatz: Feste Abläufe signalisieren: Es wird Nacht. Hilfreich kann ein fester Ort für Handys sein – zum Beispiel ab 21 Uhr in der Küche laden. «Die Gefahr des Smartphones ist weniger das Licht als der Inhalt: Social Media triggern unsere Emotionen und diese halten uns wach», so Vorster.
Kopf leeren: Gedanken lassen uns wach liegen. «Wenn wir To-dos oder Sorgen aufschreiben, wird aus dem gefühlten Elefanten auf einmal eine kleine Maus», sagt der Berner Schlafforscher. Kurz Stichworte notieren – und erst dann wieder ins Bett.
Atem und kleine Rituale: Atemübungen vor dem ZuBett-Gehen wie die 4-7-8-Methode (4 Sekunden einatmen, 7 halten, 8 ausatmen) oder ein Abendspaziergang helfen, das Nervensystem herunterzufahren.
Mittagsschlaf – ja, aber gezielt: Das genetische Mittagstief ist normal. «Ein Powernap von 15 Minuten ist okay», erklärt Vorster. «Aber bei Ein- und Durchschlafstörungen ist der Mittagsschlaf tabu – sonst schlafen Sie vor.»
Technik bewusst einsetzen: Wearables und Apps können Muster zeigen, aber auch Stress machen. «Es gibt bisher keine Schlafuhr, die nachweislich den Schlaf verbessert», warnt Vorster. Ständiges Kontrollieren kann zu Orthosomnie führen – der Angst, nicht perfekt zu schlafen. «Und Angst ist Gift für den Schlaf.»
Schlaf ist ein Langlebigkeitsfaktor. Wer gut schläft, erhöht laut einer 2024 publizierten Studie mit HarvardBeteiligung seine Lebenserwartung im Vergleich zu Menschen mit schlechtem Schlaf um rund zweieinhalb bis fast fünf Jahre – je nach Geschlecht und Schlafprofil. Dennoch erhalten Schlafstörungen noch zu wenig Aufmerksamkeit im Gesundheitsbereich. Das will das Swiss Sleep House ändern und Schlaf als festen Bestandteil der Prävention verankern. «Unser Sleep-Health-Score ist für die Lebensdauer genauso wichtig wie Bewegung, Ernährung oder ein gutes Sozialleben», sagt der Berner Schlafforscher Vorster.

Wenn die Gedanken im Kopf ständig kreisen, fällt es schwer, gut einzuschlafen. Der Guide für mentale Gesundheit bietet Unterstützung: sanitas.com/ einschlafen
Text Irène Schäppi Illustration Joël Roth
Der Stoffwechsel ist nicht nur für unser Gewicht verantwortlich, sondern auch für unser Wohlbefinden und unsere Vitalität. So lässt er sich gezielt unterstützen.

2 Täglich bewegen
Es muss nicht immer ein hartes Work-out sein. Ob ein Spaziergang nach dem Lunch, die Treppe statt des Lifts oder ein paar sanfte Tai-Chi-Übungen am Morgen –entscheidend ist, in Bewegung zu bleiben. So wird die Muskulatur aktiviert und der anabole Stoffwechsel angeregt – also jener Teil, der für Aufbau und Regeneration unserer Körperzellen sorgt.
4 Smart essen

Der Darm beherbergt ein komplexes Ökosystem aus Mikroorganismen, das mitbestimmt, wie Nährstoffe verwertet und in Energie umgewandelt werden. Eine ballaststoffreiche Ernährung, mit Fokus auf Gemüse, Vollkornprodukte und fermentierte Lebensmittel wie Joghurt oder Sauerkraut unterstützt die guten Bakterien – und damit auch den Stoffwechsel.

aktiv. Zellen werden repariert, Muskeln aufgebaut, Reserven aufgefüllt. Fehlt der Schlaf, sinkt gemäss Matthew Walker von der University of California in Berkeley der Energieverbrauch: Nach nur einer schlaflosen Nacht ist er rund fünf Prozent tiefer.

3
Regelmässig trinken
Schon leichter Flüssigkeitsmangel kann den Stoffwechsel bremsen. Ideal sind rund zwei Liter Wasser oder ungesüsste Tees, über den Tag verteilt, am besten lauwarm. Kalte Getränke erfrischen zwar kurzfristig, verlangsamen aber den Verdauungsprozess – wie wir aus der Ayurveda- und der TCM-Lehre wissen.

5 Energie zuführen
Proteine sind in aller Munde – zu Recht. Denn eiweissreiche Nahrungsmittel wie Hülsenfrüchte, Fisch oder Eier regen den Stoffwechsel an. Beim Verdauen verbraucht der Körper mehr Energie als bei Fett oder Kohlenhydraten. Wer täglich genügend Eiweiss zu sich nimmt, unterstützt den Muskelaufbau und hält den Energieverbrauch stabil.
Text Gabriele Hellwig

Social Media feiern Cortisol-Detox als Mittel für mehr Energie, gute Laune und weniger Bauchfett. Nur: Macht aus medizinischer Sicht die gezielte Senkung eines körpereigenen Hormons Sinn?
Viele Menschen stehen heute unter Dauerstrom – Termine, Leistungsdruck, Informationsflut. Stresssymptome wie Müdigkeit, Schlafprobleme oder hormonelle Gewichtszunahme sind allgegenwärtig. Kein Wunder also, dass Methoden boomen, die versprechen, das Stresshormon Cortisol zu senken. Etwa auf Social Media, wo unzählige Tipps kursieren, wie ein Cortisol-Detox mit speziellen Fastenkuren, Atemtechniken oder eiskalten Duschen Körper und Geist entlastet. Auf TikTok und Instagram werden sogar teure Selbsttests zum Messen des Stresshormons beworben. Die Botschaft: Wer seinen Körper vom Cortisol «reinigt», wird ruhiger, schläft besser und nimmt leichter ab.
Stress über den Tag hinweg senken: sanitas.com/ stress-abbauen
Cortisol – Freund und Feind zugleich
Dr. Stefan Bilz ist Leiter der Klinik für Endokrinologie und Diabetologie am Kantonsspital St. Gallen und ordnet den Trend ein: «Cortisol ist eines unserer wichtigsten Hormone», erklärt er. «Es hilft dem Körper, in Stresssituationen Energie bereitzustellen und leistungssteigernde Stoffwechselvorgänge anzupassen.» Kurzzeitig ist das überlebenswichtig, insbesondere wenn der Hypothalamus registriert, dass Gefahr im Verzug ist. Problematisch wird es erst dann, wenn Stress chronisch und übermässige Belastung zur Gewohnheit werden – etwa durch konstanten Leistungsdruck im Beruf, Dauerbelastung in der Beziehung oder Sorge um die Familie. Dann kann der natürliche Cortisol-Tagesrhythmus aus dem
Gleichgewicht geraten. «Chronischer Stress wird mit einem erhöhten Risiko für verschiedene Erkrankungen in Zusammenhang gebracht», sagt Stefan Bilz. «Zum Beispiel für Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes oder Herzprobleme.» Weitere negative Symptome eines erhöhten Cortisolspiegels können Schlafstörungen, ein geschwächtes Immunsystem sowie Konzentrationsprobleme oder depressive Verstimmungen sein.
Kein wissenschaftlicher Beweis
Trotzdem warnt der Endokrinologe vor falschen Schlüssen. «Die Endokrinologie erkennt das Konzept des Cortisol-Detox nicht an. Es gibt keinerlei wissenschaftliche Belege dafür», betont Stefan Bilz. Die Vorstellung, dass eine bestimmte Diät oder Ernährungsumstellung den Cortisolspiegel dauerhaft senkt und dadurch automatisch zu Gewichtsverlust oder besserem Wohlbefinden führt, entbehre jeder Grundlage. «Keine einzige klinische Studie mit belastbaren Endpunkten hat das bisher nachgewiesen», so Bilz. Auch sogenannte Cortisol-Selbsttests im Speichel hält er für problematisch: «Diese Tests sind analytisch und präanalytisch anspruchsvoll, die Werte schwanken stark – selbst bei derselben Person. Das führt meist zu Verunsicherung und unnötigen medizinischen Abklärungen.»
Was wirklich hilft, den Stress zu regulieren Fazit: Zwar lässt sich der Körper nicht wirklich von Cortisol entgiften, die hormonelle Balance und ein normales Körpergewicht kann man aber durchaus unterstützen – am besten durch ausreichend Schlaf, eine ausgewogene Ernährung und Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder Atemübungen. Auch regelmässige Bewegung – idealerweise an der frischen Luft –baut Stress ab und senkt so den Cortisolspiegel.
Wann eine Abklärung nötig ist Wer jedoch deutliche Anzeichen eines Cortisol-Überschusses bemerkt – etwa ein rundes Gesicht («Mondgesicht»), Akne, Fettansammlungen im Nacken, vermehrte Körperbehaarung oder Abbau von Muskel- und Knochenmasse (Osteoporose) –, sollte das ernst nehmen. «Dann ist eine hausärztliche und gegebenenfalls endokrinologische Abklärung sehr wichtig», betont Stefan Bilz. In solchen Fällen könne eine seltene, aber ernsthafte Hormonstörung wie das Cushing-Syndrom, also ein Hyperkortisolismus, dahinterstecken. Dabei ist der Cortisolwert dauerhaft zu hoch und kann nur medizinisch normalisiert werden – meist mittels Operation oder überbrückend durch Medikamente.
Was genau ist Cortisol?
Cortisol ist ein lebenswichtiges Hormon, das in der Nebennierenrinde produziert wird. Es gehört zu den sogenannten Glukokortikoiden und spielt eine wichtige Rolle bei Stoffwechselprozessen, dem Immunsystem und der Anpassung an Belastungssituationen. Der Cortisolspiegel im Blut folgt einem natürlichen Tagesrhythmus: Er ist morgens am höchsten und fällt im Laufe des Tages ab, mit den niedrigsten Werten in der Nacht. Es gibt wissenschaftlich offene Fragen – zum Beispiel, ob eine veränderte Cortisolproduktion wegen Alltagsstress oder anderem Tagesrhythmus zur Entwicklung stressassoziierter Erkrankungen beiträgt.
Haben Sie Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin im Griff? Im Guide für Körperwerte in Balance in der Sanitas Portal App können Sie Ihre Werte messen und erfassen und erhalten wertvolle Tipps. sanitas.com/ koerperwerte
Text Julie Freudiger Illustration Pia Bublies
Sie ist in aller Munde, und trotzdem wird der Zunge wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Dabei ist dieser feinfühlige Muskel ein erstaunliches Organ.
Die Zunge besteht aus 7 Muskeln und ist unser beweglichster Muskel. Die Muskelfasern durchziehen den Zungenkörper quer, längs und vertikal. Nur dadurch können wir unter anderem sprechen und schmecken.

Geschmackszonen auf der Zunge sind ein moderner Mythos Tatsächlich nehmen alle Bereiche der Zunge alle Geschmacksrichtungen wahr:








Süss: Der Mensch ist Süssem aus entwicklungsgeschichtlichen Gründen besonders zugetan – süss signalisiert energiereiche Kohlenhydrate, die das Überleben sichern.






Salzig: Die Schweizer Bevölkerung mag es salzig. Erwachsene nehmen täglich rund 9 Gramm Salz zu sich. Das sind 75 Prozent mehr als empfohlen.

Bitter: Die Abneigung gegen Bitteres ist ein Erbe aus der Frühzeit, denn die meisten giftigen Pflanzen schmecken bitter. Deshalb reagieren mehr Geschmacksrezeptoren darauf als auf Süsses.





Sauer: Auch sauer verbindet unser Körper evolutionsgeschichtlich mit unreifen oder giftigen Pflanzen. Darum kann zu viel Säure unangenehm sein.




Und scharf? Das ist keine Geschmacksrichtung, sondern ein Schmerzsignal der Nerven. Umami (würzig/herzhaft): Umami bedeutet «wohlschmeckend» und ist seit 1988 international als fünfter Geschmackssinn anerkannt. Identifiziert wurde er 1908 vom japanischen Wissenschaftler Kikunae Ikeda.
Schlucken ist ein Kraftakt für die Zunge. Jedes Mal drückt sie dafür mit 1,5 bis 3 Kilogramm gegen den Gaumen – und das im Schnitt 2000 Mal am Tag.











Auf der Zunge, im Gaumen und am Kehldeckel befinden sich 3 verschiedene Arten von Geschmackspapillen:








7 bis 12 Wallpapillen rund 20 Blätterpapillen




























200 bis 400 pilzförmige Papillen
Der Geschmack schwindet: Mit steigendem Alter nimmt die Fähigkeit ab, Geschmack intensiv und vielschichtig wahrzunehmen – die Geschmacksknospen reduzieren sich bis fast zur Hälfte, und auch Riechzellen gehen verloren.
Fingerabdruck 2.0: Jede Zunge ist einzigartig. Man kann einen Menschen also auch anhand seines Zungenabdrucks erkennen.




Die Papillen enthalten winzige Geschmacksknospen –sie sind das eigentliche Geschmacksorgan.

Geschmackspapillen



Geschmacksknospe

Geschmacksknospe

Sinneszellen
Nervenfasern


Ein erwachsener Mensch hat 2000 bis 5000 Geschmacksknospen – Babys fast doppelt so viele. Jede Geschmacksknospe enthält 10 bis 50 Sinneszellen, die über verschiedene Nerven die Signale ans Hirn weiterleiten. Dort analysieren Nervenzellen die Geschmacksreize und setzen ein Geschmacksbild zusammen.










Mehrmals die Woche trainieren ist besser als nur einmal. Genauso wichtig sind aber die Erholungsphasen. Sportwissenschaftler Markus Tschopp erklärt, wie lange der Körper für eine optimale Regeneration braucht.
Herr Tschopp, wie erholen wir uns nach dem Sport schnell und effektiv?
Der Körper regeneriert sich innerhalb von zwei bis drei Tagen. Dafür braucht er lediglich Ruhe. Diesen natürlichen Regenerationsprozess kann man mit gezielten Massnahmen beschleunigen. Das ist dann sinnvoll, wenn man häufiger trainieren möchte oder sich auf einen Wettkampf vorbereitet.
Was beschleunigt die Regeneration?
Insbesondere Flüssigkeit. Sie gleicht den schweissbedingten Flüssigkeitsverlust aus und erhöht auch das Blutvolumen wieder, das während des Sports kurzfristig nachlässt. So gelangen Nährstoffe besser und schneller an die durch den Sport belasteten Muskeln, Sehnen und Gelenke und helfen beim Regenerieren. Darum sollte man nach dem Training innerhalb von sechs bis acht Stunden den Flüssigkeitsverlust des Trainings mit 1,5-mal so viel Wasser decken. Ein Beispiel: Sie wiegen vor dem Sport 75 Kilo, nach dem Sport 74 Kilo. Trinken Sie für 1 Kilo weniger also mindestens 1,5 Liter Wasser.
Ist es kontraproduktiv, jeden Tag Sport zu treiben?
Nein – aber man muss den Körper darauf vorbereiten. Das heisst: die Trainingseinheiten langsam steigern, damit der Körper die zusätzlichen Einheiten besser toleriert. Ebenso wichtig ist bei täglichem Sport ein ab-
wechslungsreiches Training, etwa eine Kombination von Ausdauer und Kraft. Oder man trainiert unterschiedliche Muskelgruppen zu unterschiedlichen Zeiten. Ausserdem: Nicht jede Woche mit der gleichen Intensität trainieren – damit der Körper trotz intensiven Trainings regenerieren kann.
Haben Proteine einen positiven Effekt auf die Regeneration?
Was man am zweiten Tag nach dem Sport als Muskelkater fühlt, sind lokale Entzündungsreaktionen, die entstehen, wenn unser Körper die Mikroverletzungen in den Muskeln zu reparieren versucht. Hier können Proteine mit einem hohen Gehalt an essenziellen Aminosäuren wie Fisch, Fleisch, Ei, Milch, Soja, Erbsen oder Linsen helfen, diese Minirisse in den Muskelfasern schneller zu heilen.
Auch das Nervensystem trägt zur Regeneration bei. Wie kann man Erholung nach dem Sport gezielt einsetzen?
Hier hilft vor allem Schlaf, denn dann regeneriert der Körper das Nervensystem und den Hormonhaushalt. Auch aktive Erholungsmethoden wie Yoga, Achtsamkeitsübungen und Meditation können helfen, den Körper in eine Ruhephase zu bringen und den Teil des Nervensystems zu aktivieren, der für die Regeneration des Körpers zuständig ist.
Markus Tschopp ist Arzt und Sportwissenschaftler und leitet an der eidgenössischen Hochschule für Sport Magglingen den Bereich Sportphysiologie und Spielsport. Er betreute als Leistungsphysiologe 20 Jahre lang die Fussball-A-Nationalmannschaft an vielen Europa- und Weltmeisterschaften.

Wie viel Sport pro Woche ist sinnvoll? sanitas.com/erholung
Was halten Sie von Eisbaden als Regenerationsmethode?
Untersuchungen zeigen, dass das Kältebad vor allem nach hoher oder lang andauernder Muskelbelastung nützt – etwa nach intensiven Spielsportarten wie Fussball oder einer langen Velofahrt.
Was passiert dabei im Körper?
Die Kälte hemmt die lokale Durchblutung. Das führt dazu, dass weniger Blut und damit auch weniger Entzündungszellen, Gewebeflüssigkeit und Abbauprodukte ins belastete Gewebe gelangen, was wiederum akute Schwellungen und Entzündungsreaktionen reduziert. Ausserdem vermindert die durch die Kälte verlangsamte Nervenleitung Schmerzreize. Nach dem Eisbad weiten sich die Blutgefässe wieder, stoffwechselbedingte Abbauprodukte aus der Muskulatur werden besser abtransportiert und die Versorgung mit Nährstoffen verbessert. Als Faustregel gilt: Die Badedauer sollte maximal der Wassertemperatur entsprechen, also zum Beispiel bei 10 Grad maximal 10 Minuten. Und man sollte innerhalb von 30 bis 90 Minuten nach dem Training ins Eisbad.
Was schützt am besten vor Verletzungen?
Die Vorbereitung des Körpers auf die Belastung. Bei intensiven Sportarten wie Spielsport ist Krafttraining kombiniert mit Sprungtraining im Vorfeld zur Vorbeugung sehr effektiv. Dehnübungen vor dem Training helfen ebenso und bereiten Muskulatur und Sehnen auf das Training oder den Wettkampf vor. Statt statischer Dehnübungen, also beim Stretching in der Position zu verweilen, empfehle ich hier dynamisches Dehnen, eine Kombination aus Stretching und leichter Bewegung. Das steigert die Durchblutung, wodurch die Muskeln zusätzlich bereit werden fürs Training.
Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll, um die Regeneration zu verbessern?
Nahrungsergänzungsmittel machen nur dann Sinn, wenn eine gesunde und ausgewogene Ernährung den erhöhten Bedarf nicht allein deckt. Dies ist bei den allermeisten Hobbysportlerinnen und -sportlern eher nicht der Fall. Dennoch können Supplements mit antientzündlichen und antioxidativen Inhaltsstoffen – darunter Präparate aus Roter Bete, Granatapfel oder Heidelbeeren – dem Körper in einer intensiven Trainingsphase bei der Regeneration helfen. Denn sie lindern die eingangs beschriebenen Mikroentzündungen.
Dehnen vor der Belastung wärmt Sehnen und Muskeln auf und beugt Verletzungen vor – wenn man es richtig macht.

Ob nach einer Sportverletzung oder mit Vorerkrankung: Dank des individuellen Prämienzusatzes –dieser ist einzigartig in der Schweiz – können viele Versicherte eine Zusatzversicherung ohne Vorbehalt abschliessen und so uneingeschränkt von allen Kostenübernahmen profitieren. sanitas.com/ vorerkrankung

Aufgezeichnet von Irène Schäppi Bild Karin Heer
Sanitas erinnert mich ein wenig an Ludwig van Beethovens Neunte: Diese kühne Sinfonie der Spätklassik ist modern und abwechslungsreich. Auch bei uns kann es mal dramatisch werden, aber am Ende finden alle Melodien zusammen, weil alle am selben Strang ziehen. So gerade wieder geschehen im neu geschaffenen Bereich der Skill Owner, wo ich arbeite. Dort kommt mir mein Stimmtraining als Bariton zugute. Nicht deshalb, weil ich laut werden müsste. Aber ähnlich wie im Vokalensemble Da Capo ist meine Tätigkeit bei Sanitas sehr abwechslungsreich – mal singe ich die Hauptstimme, dann wiederum Melodien, die nur in Harmonie mit anderen Stimmlagen Sinn ergeben.
Am Ende stimmt die Harmonie
Bei Sanitas bilde ich als Skill Owner Claims die Schnittstelle zwischen der Kundenberatung und der Abteilung, die Rechnungen prüft und verarbeitet. Das heisst: Wir wollen besser darin werden, die Versicherten über Kostenübernahmen zu informieren – auch bei Ablehnungen. Hierzu suche ich gemeinsam mit meinen Kolleginnen und Kollegen die beste Vorgehensweise. Das ist spannend und intensiv zugleich. Dazu kommt, dass unser Team gerade im Aufbau ist. Das fühlt sich in etwa so an, wie wenn ich mit Da Capo ein neues Arrangement einstudiere: Die Töne sind am Anfang etwas wacklig, der Text sitzt noch nicht richtig und man kann den ganzen Song erst mal nicht am Stück durchsingen. Aber plötzlich löst sich der Knopf, die Harmonie stimmt und es beginnt, Spass zu machen. Und am Ende gibt’s dann hoffentlich Applaus.

Christopher bildet bei Sanitas als Skill Owner Claims die Schnittstelle zwischen der Kundenbeatung und der Rechnungsprüfungs Abteilung. Auch beim Vokalensemble Da Capo achtet er auf ein harmonisches Setting.

EXPERTENTIPP
Dr. med. Henning W. Woitge, Facharzt für innere Medizin bei Medgate:
«Sodbrennen entsteht, wenn Magensäure zurück in die Speiseröhre fliesst. Tritt dies häufig und regelmässig auf, sollten Sie es ärztlich abklären lassen. Dieser sogenannte Reflux kann eine chronische Entzündung der Schleimhäute mit dem Risiko einer Rückbildung auslösen. Bei plötzlich auftretenden brennenden und stechenden Schmerzen hinter dem Brustbein sollten Sie sofort einen Arzt kontaktieren –solche Schmerzen können auch auf einen Herzinfarkt hinweisen.»
Text Julie Freudiger

Schlemmen bis zu später Stunde – das darf auch mal sein. Wenn danach nur nicht das lästige Brennen in Magen und Speiseröhre und das saure Aufstossen wären. Stärkehaltige Lebensmittel wie Kartoffeln, trockenes Weissbrot oder Bananen schaffen hier schnell Abhilfe. Denn sie binden die Magensäure, die für das Sodbrennen verantwortlich ist. Eine andere Möglichkeit: viel trinken und so die Säure mit stillem Wasser oder ungesüsstem Tee verdünnen. Ideal sind Kamillen-, Fenchel-, - oder Kümmeltee. Auch Kaugummikauen kann helfen, weil es die Speichelproduktion anregt. Da der Speichel basisch ist, neutralisiert er die Säure. Aber Vorsicht: Scharfe Kaugummis oder solche mit Pfefferminzgeschmack können ihrerseits Sodbrennen auslösen. Die wirksamsten Hausmittel gegen den Reflux sind jedoch: früh am Abend und kleine Portionen essen sowie auf Fettiges, Alkohol und Nikotin verzichten – und falls nötig mit erhöhtem Oberkörper schlafen.

Text Adrian Meyer
Der Trendsport Hyrox verbindet intensives Kraft- mit Lauftraining und zieht Millionen von Fitnessfans an. So auch die Schweizerin Mirjam von Rohr, eine der besten HyroxAthletinnen weltweit. Worin liegt der Reiz dieses fordernden Parcours?
Mit diesem Video zu Hause HIT-Trainings absolvieren: sanitas.com/ ausdauer

Hyrox-Wettkämpfe folgen weltweit demselben Ablauf: Acht Trainingsstationen – wie 50 Meter einen Schlitten stossen – und dazwischen je einen Kilometer laufen. Anstrengend!
Du schiebst und ziehst bis zu 150 Kilo schwere Schlitten, machst Liegestützsprünge, ächzt am Ruder- und am Skiergometer, schleppst Hanteln und Sandsäcke und wirfst 100-mal einen «Wall Ball» – einen Medizinball – gegen eine Zielscheibe. Als ob das nicht reicht, rennst du zwischen allen acht Stationen einen Kilometer. Klingt anstrengend? Ist es auch. Aber Hunderttausende weltweit sind trotzdem begeistert. Willkommen bei Hyrox, dem boomenden FitnessWettstreit.
Die Schnellsten schaffen diesen Hallen-Parcours in unter einer Stunde. So wie die 23-jährige Mirjam von Rohr aus Derendingen SO. Die Functional-Fitness-Weltmeisterin und Crossfit-Spitzensportlerin gehört zu den besten Hyrox-Athletinnen weltweit. Gleich bei ihrem ersten Event im Jahr 2022 qualifizierte sie sich für die Weltmeisterschaft – und wurde dort Dritte. Und im selben Jahr auch Europameisterin. Noch immer hält sie den Weltrekord im Hyrox Physical Fitness Test, mit dem Athletinnen und Athleten ihr Fitnesslevel ermitteln können. «Hyrox verbindet Kraft und Ausdauer ideal», sagt sie. Gleichzeitig fasziniere sie das besondere Gemeinschaftsgefühl an Wettkämpfen. Sie habe dadurch viele tolle Menschen kennengelernt. «Meine Leidenschaft mit anderen teilen zu können», sagt sie, «finde ich extrem bereichernd.»
Ein Sport für alle
Der Community-Aspekt ist einer der Erfolgsfaktoren von Hyrox (der Name ist ein Wortspiel aus «hybrid» und «Rockstar»). «Alle können mitmachen», sagt von Rohr. Und alle kämpfen sich bis zum Schluss durch. Zwar ist
Tatsächlich holt Hyrox insbesondere jene HobbyAthletinnen und -Athleten ab, die zwar regelmässig trainieren, für die es aber zuvor nie einen Wettkampf gab: die Millionen von Menschen, die ins Fitnessstudio gehen. «Dank Hyrox können sich diese Sportlerinnen und Sportler erstmals mit anderen messen», sagt von Rohr. Der Gang ins Gym bekomme dadurch einen neuen Sinn, das Training ein Ziel: etwas zu schaffen, das man sich sonst vielleicht nicht zutraut.
Tracken Sie Ihre Fitness und lassen Sie sich belohnen –mit Sanitas Active im Bereich Health Navigator in der Sanitas Portal App: sanitas.com/ fortschritt eine intensive Vorbereitung nicht zwingend, aber empfehlenswert. «Vor allem die Laufstrecken, die Schlitten und die Wall Balls sind nicht zu unterschätzen», führt von Rohr aus. Der Parcours erfordere nicht nur Kraft und Ausdauer, sondern auch Beweglichkeit, Stabilität und Koordination. Ein ganzheitliches Training sei daher ideal – allein schon, um Verletzungen vorzubeugen. Und davon profitiere wiederum das körperliche Wohlbefinden.
Hyrox trifft den Nerv der Zeit Geschlossen haben diese Marktlücke die Hyrox-Gründer Christian Troetzke, ein Hamburger Sportmanager, und der Hockey-Olympiasieger Moritz Fürste. Was sie 2018 in Hamburg als Fitnessevent mit wenigen Hundert Teilnehmenden ins Leben riefen, entwickelte sich bald zu einem Massenphänomen. Heute ist Hyrox die am schnellsten wachsende Fitnesssportart der Welt. Allein in der Saison 2024 / 2025 fanden 80 Wettkämpfe in 30 Ländern statt; bald rechnen die Veranstalter mit mehr als einer Million Teilnehmenden pro Jahr. Und vielleicht wird ein weiterer Traum der Gründer wahr: Hyrox in wenigen Jahren als olympische Disziplin zu etablieren.
Text Nicole Krättli
Im Café Med beraten pensionierte medizinische Fachpersonen ehrenamtlich Patientinnen und Patienten – zu Diagnosen, Gesundheitsfragen und anstehenden Entscheidungen.

So funktioniert das Café Med Im Café Med schildern Ratsuchende ihr Anliegen zunächst bei der Anmeldung. Nach einer kurzen Triage sprechen sie mit der passenden Fachperson rund eine halbe Stunde – kostenlos und nicht medizinisch bindend. Es wird nicht behandelt, nicht dokumentiert und es werden keine Rezepte oder Überweisungen ausgestellt. Dafür gibt es eine Einschätzung einer erfahrenen Fachperson. Das Café Med findet in der Schweiz in Bern, Chur, Luzern, St. Gallen, Lugano, Winterthur und Zürich mindestens einmal monatlich statt. Die aktuellen Termine finden Sie unter menschenmedizin.ch
Es ist Montagnachmittag und fast jeder Tisch im Café Mühlebach im Zürcher Seefeld ist besetzt. Zwischen Cappuccino und Kuchen wird hier rege diskutiert. Allerdings nicht übers Wetter, sondern über Krankheitsdiagnosen. Denn an jeweils zwei Nachmittagen im Monat verwandelt sich das Quartiercafé zu einer medizinischen Beratungsstelle namens Café Med, organisiert von der Akademie Menschenmedizin, kurz amm genannt. Hier kann man sich mit Fragen zur eigenen Gesundheit an pensionierte Ärztinnen, Psychologen, Sozialarbeiter und andere Fachpersonen wenden. Sie beraten kostenlos, unabhängig und ohne vorherigen Termin.
Unabhängig und neutral
Einer der Gäste an diesem Nachmittag ist Jürg Krebs, 77. Er legt seine Befunde nebeneinander: zwei Spitäler, zwei unterschiedliche Diagnosen, zwei Empfehlungen und die Frage, wem er vertrauen soll. Nach einer ersten kurzen Triage bei der Anmeldung im Café Med setzt sich ein pensionierter Kardiologe mit ihm an den Tisch, sichtet die Unterlagen, vergleicht das EKG des Patienten mit den Schlussfolgerungen der beiden Spitäler. Eine halbe Stunde später steht für den Kardiologen fest: Die Diagnose des zweiten Spitals ist korrekt. «Der Austausch mit dem Arzt hat mich sehr beruhigt», erklärt Krebs. «Ich kann nun mit einem guten Gefühl in die geplante Herzoperation gehen.»
Zwei Tische weiter sitzt Mirka Hächter, ebenfalls 77. Vor einem Jahr ist sie bei einem Notstopp im Tram gestürzt und hat sich verletzt. Seither geht sie an Krücken und leidet unter starken Schmerzen. Offen ist die Frage, wie ihre weitere Behandlung aussehen soll. Von ihrem behandelnden Arzt fühlt sie sich nicht ausreichend unterstützt, weshalb sie heute ins Café Med gekommen ist. «Ich schätze es sehr, dass die Fachpersonen hier neutral und unabhängig beraten», sagt sie. Und fährt fort: «Ich habe mich bisher nicht getraut, mich an einen anderen Arzt zu wenden. Aber der Experte vom Café Med hat mich darin bestärkt, mich noch in einer anderen Klinik untersuchen zu lassen und die Resultate dann mit meinem Arzt ausführlich zu besprechen.»


Rund zehn ehrenamtliche Fachpersonen beraten im Café Med. Alle bringen jahrzehntelange Erfahrung mit. «Wir erklären Diagnosen, Austrittsberichte und prüfen die Zweckmässigkeit von Eingriffen oder Medikamenten», sagt Basil Caduff, Facharzt für innere Medizin. Der pensionierte Chefarzt der medizinischen Klinik am Spital Limmattal leitet die acht Café-Med-Angebote in der Schweiz sowie zwei weitere im Südtirol. Offiziell handelt es sich bei den Auskünften im Café Med um keine «Zweitmeinung», weil hier nicht behandelt wird. Faktisch aber erhalten die Ratsuchenden eine unabhängige Einschätzung und gehen im besten Fall mündiger zurück zu ihrem behandelnden Arzt. «Der Anspruch ist: vernünftige Medizin statt Konsummedizin. Entscheidungen, die zu den Menschen passen, nicht zu einem Tarifkatalog», erklärt Caduff. Inzwischen ist es im Café Mühlebach ruhiger geworden und die Fachpersonen verabschieden sich. Die Ratsuchenden auch – viele von ihnen sichtlich erleichtert.
«Der Anspruch ist: vernünftige Medizin statt Konsummedizin.»
Basil Caduff, Leiter von Café-Med-Angeboten
Für schnellen medizinischen Rat bietet Sanitas in Zusammenarbeit mit Medgate telemedizinische Beratungen an. Entweder via 24 / 7-Ärzte-Hotline oder Sanitas Medgate App. sanitas.com/ telemedizin

Neu ab Mai 2026

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Deshalb haben wir unser Kundenmagazin weiterentwickelt. Ab der kommenden Ausgabe setzen wir noch stärker auf Gesundheitsthemen, die für Sie relevant sind – die Sie informieren, unterstützen und befähigen, eigenständig gesunde Entscheidungen zu treffen, die für Sie stimmig sind.
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Im Mai ist es so weit: Wir zeigen uns in einer neuen Aufmachung und geben den Themen dreimal im Jahr auf 52 Seiten mehr Raum. Seien Sie gespannt auf den Neustart!
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Mit Blick auf die jährlichen Prämienerhöhungen erscheint für viele eine Einheitskasse als Lösung aller Probleme. Den Hauptgrund für die Anstiege könnte aber auch sie nicht lösen.

Versicherungskauderwelsch?
Unser Lexikon erklärt wichtige Fachbegriffe: sanitas.com/ wissenswert

Einheitskasse bedeutet: Alle Versicherten müssen ihre Grundversicherung bei der gesetzlich vorgeschriebenen Einheitskasse ihrer Region abschliessen. Das heisst, sie können ihre Krankenversicherung nicht mehr wie heute frei wählen und wechseln. Die Möglichkeit zu wechseln und der damit verbundene gesunde Konkurrenzdruck führen dazu, dass die Krankenversicherungen bestrebt sind, qualitativ hochstehende Versicherungsmodelle und einen guten Kundenservice anzubieten – sich also nach den Kundenbedürfnissen zu richten. Das kommt den Versicherten zugute: Sie können die Krankenkasse wählen, die ihren Bedürfnissen entspricht, und sie wechseln, wenn sie nicht mehr zufrieden sind.
Wettbewerb führt zu Effizienz Dank des heutigen Systems, in dem sich die verschiedenen Anbieter im Wettbewerb messen müssen, sind die meisten Krankenversicherungen heute bereits effizient aufgestellt. Der Grund für die steigenden Prämien sind nicht die Verwaltungskosten, sondern die steigende Lebenserwartung und die immer teurer werdenden Behandlungen und Medikamente – diese machen 95 Prozent aller Kosten aus. Eine Einheitskasse würde deshalb die Prämien nicht senken.
CHF 95 Leistungskosten (wie Medikamente, Arztund Spitalkosten)
100
CHF 5 Verwaltungskosten
Aus diesen Gründen setzt sich Sanitas weiterhin für Wahlfreiheit und Wettbewerb in der Grundversicherung ein – weil davon nicht nur jede und jeder einzelne Versicherte, sondern auch das Gesundheitswesen in der Schweiz profitiert.
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Das ist die letzte Folge von Sani und Elina – denn die beiden gehen auf eine lange Reise. Alle ihre Freunde sind gekommen, um sie zu verabschieden. Doch was ist eigentlich das Reiseziel der beiden?

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