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Hanfölkraftstoff, oft auch als Hanf-Biodiesel bezeichnet, ist eine innovative und nachhaltige Alternative zu herkömmlichem Dieselkraftstoff. Er wird aus Hanfsamen gewonnen und hat einen hohen Gehalt an Fettsäuren, die durch einen als Umesterung bekannten Prozess in Biodiesel umgewandelt werden können.
Was sind die Vorteile von Hanfölkraftstoff? Inwiefern ist Hanfölkraftstoff nachhaltig?










Einer der überzeugendsten Vorteile von Hanfölkraftstoff ist seine Nachhaltigkeit. Im Gegensatz zu fossilen Brennstoffen – die erheblich zum Klimawandel beitragen und endliche sind – wird Hanfölkraftstoff aus einer erneuerbaren Quelle gewonnen. Hanfpflanzen wachsen schnell und benötigen nur minimale Mengen an Pestiziden oder Düngemitteln, was sie zu einer umweltfreundlichen Kulturpflanze macht.
Darüber hinaus verursacht Hanf-Biodiesel bei der Verbrennung geringere CO2-Emissionen als herkömmlicher Dieselkraftstoff, was seine ökologischen Auswirkungen weiter minimiert.

Durch die Entscheidung für Hanfölkraftstoff kann man die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen deutlich verringern.
Wie hoch ist die Energieeffizienz von Hanfölkraftstoff?
Ein weiterer nennenswerter Vorteil von Hanfölkraftstoff ist seine höhere Energieeffizienz. Aus Hanföl gewonnener Biodiesel hat einen höheren Energiegehalt als herkömmlicher Dieselkraftstoff, was zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch führt. Folglich können mit Hanfölkraftstoff betriebene Fahrzeuge mit derselben Kraftstoffmenge größere Strecken zurücklegen, was ihn zu einer kostengünstigen Alternative sowohl für den privaten als auch für den gewerblichen Einsatz macht. Darüber hinaus ist Hanfölkraftstoff für seine hervorragenden Schmiereigenschaften bekannt, die den Motorverschleiß verringern und die Lebensdauer des Fahrzeugs verlängern. Dies führt zu Einsparungen bei den Wartungskosten und verringert die Umweltbelastung, die mit häufigen Fahrzeugwechseln verbunden ist.
Wie wird Hanfölkraftstoff hergestellt?
1. Reinigung und Trocknung der Hanfsamen: Zunächst werden die Hanfsamen gereinigt und getrocknet, um Verunreinigungen zu entfernen.
2. Zerkleinerung der Samen: Nach dem Trocknen werden die Samen zerkleinert, um das Öl zu gewinnen.
3. Umesterung: Das gewonnene Öl wird mit einem Katalysator, typischerweise Methanol, und einer Base, wie beispielsweise Natriumhydroxid, vermischt. Durch diese chemische Reaktion wird das Öl in Biodiesel und Glycerin aufgespalten.
4. Absetzen lassen: Nach der Reaktion muss sich die Mischung absetzen, damit sich das Glycerin vom Biodiesel trennt.
5. Waschen des Biodiesels: Zuletzt wird der Biodiesel gewaschen, um verbleibende Verunreinigungen zu entfernen.
Wie kann Hanfölkraftstoff zu einer grüneren Zukunft beitragen?
Hanfölkraftstoff bietet eine Vielzahl von Vorteilen und ist damit eine vielversprechende Alternative zu herkömmlichem Diesel. Er trägt nicht nur zur Reduzierung der CO2-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz bei, sondern fördert auch das Wirtschaftswachstum in der Hanfindustrie. Der Herstellungsprozess von Hanfölkraftstoff ist leicht zugänglich und kann in kleinem Maßstab durchgeführt werden, wodurch Einzelpersonen und Gemeinschaften in der Lage sind, sich am Übergang zu erneuerbaren Energien zu beteiligen.
Während wir weiterhin nach Alternativen zu konventionellen Energiequellen suchen, kann die Nutzung des Potenzials von Hanfölkraftstoff entscheidend dazu beitragen, eine grünere und nachhaltigere Zukunft zu gestalten.
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10 Jahre
MaryJane Berlin!
Seite 22
Dust, der französische Strain Hunter

Seite 24
Die Philippinen Gras rauchen im Inselparadies

Seite 26
Homegrow-Fails
Über die man erst weint – und später lacht
Seite 30
Die Herkunft des Saatgutes Wohin entwickelt sich der Saatgutmarkt?












Die VGN-Produktreihe basiert auf der Philosophie der Kreislaufwirtschaft. Wir verwerten wertvolle pflanzliche Abfälle und verwandeln sie in hochwertige Flüssigdünger.
Unsere von Control Union für den ökologischen Landbau zertifizierten Produkte versorgen die Pflanzen mit direkt verfügbaren Nährstoffen.

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Dubai Chocolate · Too Much Papaya · Zushi Z · Dulce de Uva · Gelonade
Bei GB Strains arbeiten wir seit Jahren mit einem klaren Ziel vor Augen: moderne Sorten zu entwickeln, die sich durch ihren Geschmack, ihre Potenz und ihre tatsächlichen Erträge im Anbau auszeichnen. In dieser Saison gehen wir noch einen Schritt weiter und präsentieren eine Auswahl von sechs Sorten, die unsere aktuelle Vision von erstklassigem Anbau widerspiegeln.
Dubai Chocolate eröffnet die Serie mit einem einzigartigen Gourmet-Profil, bei dem cremige Schokolade mit Zitrus- und Minznoten verschmilzt, und bietet eine außergewöhnliche Harzproduktion, die für die Gewinnung hochwertiger Extrakte ausgelegt ist.
Too Much Papaya setzt auf tropische Intensität mit explosiven Aromen von reifer Papaya und Mango, einer sehr hohen Potenz und großzügigen Erträgen sowohl im Innen- als auch im Außenanbau.
Mit Zushi Z präsentieren wir eine Genetik der neuen Generation: süß, frisch und minzig, mit sehr hohen THC-Werten und reichlich Harz, das anspruchsvolle Züchter begeistert. Dulce de Uva greift den klassischen fruchtigen Charakter wieder auf und kombiniert Traube und Gebäck mit der Kraft einer OG Kush – perfekt für alle, die einen intensiven Geschmack und eine tief entspannende Wirkung suchen.


Wenn Wurzeln uneingeschränkten Zugang zu Wasser, Nährstoffen und Sauerstoff haben, kann eine Genetik ihr volles Potenzial entfalten. Das RDWC PRO 16 ist ein Deep Water Culture (DWC)-System mit kontinuierlicher Umwälzung der Nährlösung, entwickelt für eine 240 × 240 cm Growbox. Das hohe Wasservolumen sorgt für eine größere Stabilität von pH- und EC-Werten, während die intensive Sauerstoffversorgung der Wurzeln ein kräftiges Wachstum und eine effiziente Nährstoffaufnahme fördert. Eine Plattform für Grower, die maximale Leistung, gleichmäßige Pflanzenentwicklung und volle Kontrolle über die Wurzelzone suchen.
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Gelonade hingegen bietet zitrusartige Frische und cremige Süße, mit einer ausgewogenen Wirkung, ideal für den Alltag, und einer hohen Anbaufreundlichkeit.
Darüber hinaus sind sowohl Gelonade als auch Dulce de Uva auch in einer Autoflowering-Version erhältlich, die ihr Aromaprofil und ihre Potenz in einem schnellen und einfachen Format beibehält.
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Text und Bild: Martin Müncheberg

Die Mary Jane Berlin hat sich in 10 Jahren zur weltweit größten Cannabis-Fachmesse entwickelt, auch in diesem Jahr strömten Mitte Juni wieder Zehntausende durch die riesigen Hallen der Messe Berlin, wo ihnen mehr denn je geboten wurde. Soft Secrets nutzte den noch relativ entspannten B2B-Day am Donnerstag, um mit einigen Vertretern namhafter Firmen ins Gespräch zu kommen.

Die Mary Jane wächst und wächst, in diesem Jahr ist ein noch größerer Outdoor-Bereich dazugekommen, der vollständig von zusätzlichen Ständen und Bühnen beansprucht wurde - da auch in über 6 Messehallen jede Menge los war, haben das viele Besucher vielleicht gar nicht mitbekommen. Der Event-Mix aus Messe, Kongress und Musikfestival scheint nach wie vor gut zu funktionieren und immer mehr Besucher anzuziehen. Musikalisches Highlight des Jahres war Rapper Marteria, der am Freitagabend als Headliner auftrat. Ebenfalls am Freitag ließ sich Mike Tyson blicken und präsentierte werbewirksam seine Cannabismarke.
Weitere Messe-Highlight konnte man an allen Tagen an vielen Ständen finden, uns interessierten hier vor allem altbekannte Marken, von denen CANNA besonders herausstach,

da diese schon lange international etablierte Düngermarke nun auch die unabhängige Cannabisforschung unterstützt und mit FUNDACIÓN CANNA allen Messebesuchern einen ganz besonderen Service anbot: Einen erstaunlich umfangreichen Rundum-Check des eigenen Weeds - was ich natürlich direkt in Anspruch nahm und erfreut feststellte, dass mein Homegrown über 21 % THC enthält. Anschließend kamen wir am CANNA-Stand auch mit einem hochrangigen Firmenvertreter ins Gespräch, von dem wir wissen wollten, was CANNA immer wieder nach Berlin zieht: "Die Mary Jane ist einfach die Cannabis-Expo geworden, auf der die ganze Welt zusammenkommt - ich habe gerade erst mit einem Besucher aus Tahiti gesprochen. Inzwischen hat wohl jeder verstanden, dass diese Expo die große Zusammenkunft unserer Branche geworden ist."
Natürlich wollten wir auch noch etwas über FUNDACIÓN CANNA wissen und erfuhren: "Das ist eine in Spanien ansässige Non-Profit-Organisation für Cannabiskonsumenten, daher sind sie auch mit vor Ort. Besucher können hier ihr Gras detailliert analysieren lassen - neben THC- und CBD-Werten werden auch alle enthaltenen Terpene, Nährstoffe, Schwermetalle und Pestizide ermittelt. Das ist ein guter Service für alle Leute, die sauberes Gras konsumieren wollen."
Dem konnten wir nur zustimmen, auch sonst gab es in diesem Jahr wieder viele Goodies und Werbeangebote auf der Messe, die sich inzwischen zum Großteil an Konsumenten richtet,

Here 2 change the vape game.



wobei der Grow-Aspekt natürlich immer noch vorhanden ist. Am Stand von Royal Queen Seeds (RQS) erzählte uns Shai Ramsahai (President der niederländischen Samenbank), dass RQS im letzten und in diesem Jahr Hauptsponsor der Mary Jane Berlin war, was das riesige Messe-Banner am zentralen Messeturm eindrucksvoll bestätigte. Zu den Gründen des großen Engagements in Berlin befragt sagte Shai: "Nachdem die Spannabis Barcelona verlassen hat, ist die Mary Jane in unseren Augen die neue Spannabis - also das größte internationale Treffen der Cannabis-Geschäftswelt."
Und auch für die Leser der Soft Secrets hatte Shai noch eine Message: "Power to the Grower! Versucht euer eigenes Gras anzubauen und genießt das Ergebnis! Homegrowing ist ein hübscher Prozess, der nur etwas Liebe und Hingabe braucht, um am Ende wirklich gute Resultate zu liefern."



Seit der Teillegalisierung von Cannabis ist der deutsche Markt für internationale Samenbanken natürlich noch attraktiver geworden, was man an der verstärkten Präsenz vieler (zum Teil noch weitgehend unbekannter) Samenbanken erkennen konnte. Aber es gab auch viele Stände von Firmen und Marken zu entdecken, die schon von Anfang an mit dabei waren. Wie das deutsche Traditionsunternehmen GIZEH, was in diesem Jahr beim Stand-Design ganz auf Holz setzte. GIZEH-CEO Christian Hinz erzählte uns über die allererste Mary Jane: "Wir machen halt lange Blättchen und haben damals nur durch Zufall von der Messe erfahren, für die wir uns dann auch noch ganz kurzfristig anmelden konnten. Wobei damals natürlich noch keiner ahnen konnte, welche fulminante Entwicklung diese Messe durchmachen würde."
Als Messe-Neuheit präsentierte GIZEH in diesem Jahr seine neuen 9-mm-Aktivkohle-Filter, die nicht so lang wie die dünneren Exemplare sind, denn (so Christian Hinz): "Der Kunde möchte diesen Durchmesser, aber nicht die Länge haben." Und diesem Trend hat GIZEH nun entsprochen.
Neben dem umfangreichen musikalischen Begleitangebot gab es auf der messeeigenen Konferenz auch wieder zahlreiche Vorträge und Panels zu verschiedensten Cannabis-Themen, während im Outdoor-Bereich noch viel mehr als in den Vorjahren los war.
Die niederländische Samenbank Dutch Passion ist erst seit der Teillegalisierung in Deut-


schland mit einem eigenen Stand auf der Mary Jane Berlin dabei, inzwischen sind hier neben Samen auch eigene Stecklinge im Angebot. Mahmoud Hanachi, der "Head of Genetics & New Territories", erzählte uns aber auch noch von einer weiteren Neuheit: "Wir haben eine ganz neue Sorte mit auf die Mary Jane mitgebracht, sie heißt "Blue Apple" und ist exklusiv bei uns zu haben."
Bei all dem wachsenden Angebot spielt für viele Firmen auch die Umwelt eine zunehmend wichtige Rolle, ATAMI war es z. B. wichtig zu betonen, dass ihre Dünger hochkonzentriert sind und daher weniger Verpackungsmaterial brauchen, was die Umwelt weniger belastet. Auch Obéline Molinier von der französischen Firma Terra Aquatica (T.A.) ist an Umweltschutz interessiert und betonte: "Wir konzentrieren uns inzwischen verstärkt auf Produkte, die sich Mikroorganismen zunutze machen, um die sogenannte lebende Erde (living soil) noch weiter zu verbessern, was natürlichen Pflanzenbedürfnissen sehr entgegenkommt. Wir bringen daher immer mehr rein organische Produkte auf den Markt."
Wie ich von Obéline zudem erfuhr, kann man seine Pflanzen auch sehr gut mit einer Kombination aus organischen und mineralischen Düngern versorgen - mineralisch in der ersten und organisch in der zweiten Pflanzen-Lebenshälfte. Das soll großartige Ergebnisse bringen.
Man lernt also immer noch etwas dazu, was allein schon ein guter Grund wäre, die Mary Jane Berlin zu besuchen. Und auch wenn sich manche gerne an die eher entspannte Messeatmosphäre der Anfangsjahre erinnern (wo man sich die Messe noch nicht mit bis zu 70.0000 Besuchern teilen musste), ist das nun mal der Lauf der Dinge, wenn man so großen Erfolg hat: Mehr Stände, mehr Besucher, mehr große Namen, mehr Fläche, mehr Musikfestival und mehr Konferenz-Termine – oder kurz gesagt: Mehr Mary Jane.








Johnny Stardust
Von Johnny Stardust
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die reine THC-Zahl auf dem Etikett ist längst nicht alles. Ich habe mehrfach Sorten mit r und 30 % THC konsumiert, die sich in meiner subjektiven Wahrnehmung deutlich schwächer anfühlten als manche Sorten mit etwa 18–22 %. Das lässt sich natürlich nicht verallgemeinern, aber es kommt immer wieder vor. Dies deutet auf ein grundlegendes Missverständnis h in, denn die Wirkung von Cannabis lässt sich offensichtlich nicht allein über den THC-Gehalt erklären.

THC ist wichtig – aber nicht das Maß aller Dinge
Wenn man über Cannabiswirkung spricht, führt kein Weg an THC vorbei. Δ9-Tetrahydrocannabinol ist der Hauptwirkstoff, der für die psychoaktiven Effekte verantwortlich ist. Es bindet an CB1-Rezeptoren im Gehirn und beeinflusst Prozesse wie Wahrnehmung, Stimmung und Gedächtnis. Daraus entsteht das, was als „High“ beschrieben wird.
Diese zentrale Rolle hat dazu geführt, dass Cannabis lange fast ausschließlich über den THC-Gehalt bewertet wurde. Je höher die Prozentzahl, desto stärker – so lautete die einfache Annahme. In der Praxis zeigt sich jedoch schnell, dass diese Gleichung zu kurz greift. Zwei Sorten mit identischem THC-Wert können sich völlig unterschiedlich anfühlen: Die eine wirkt ziemlich stark, die andere signifikant schwächer.
Der Grund liegt in der komplexen chemischen Zusammensetzung der Pflanze. Cannabis enthält neben THC über 100 weitere Cannabinoide, darunter CBD, CBG oder CBC. Diese besitzen eigene Eigenschaften und können die Wirkung von THC verstärken, abschwächen oder verändern.
Hinzu kommen Terpene – aromatische Verbindungen, die nicht nur für Geruch und Geschmack verantwortlich sind, sondern ebenfalls biologische Effekte haben. Einige wirken beruhigend, andere anregend oder stimmungsaufhellend.
Cannabis ist somit kein Ein-Wirkstoff-System, sondern ein komplexes Netzwerk. Erst das Zusammenspiel aller Inhaltsstoffe erzeugt die tatsächliche Wirkung. Genau deshalb kann sich eine Sorte mit 20 % THC unter Umständen intensiver anfühlen als eine mit 30 %.
Der Entourage-Effekt: Mehr als die Summe der Teile
Der sogenannte Entourage-Effekt beschreibt die Wechselwirkung zwischen Cannabinoiden, Terpenen und anderen Pflanzenstoffen. Studien definieren ihn als synergistische Interaktion, bei der mehrere Bestandteile gemeinsam eine stärkere oder qualitativ andere Wirkung erzeugen als isoliert.
Das Konzept geht auf Forschungen von Raphael Mechoulam, Shimon Ben-Shabat und Kollegen (1998) zurück. Sie konnten zeigen, dass scheinbar inaktive Substanzen die Wirkung von Cannabinoiden verstärken können. Das bedeutet, dass sich eine 20 %-Sorte mit einem ausgewogenen Gesamtprofil stärker anfühlen kann als eine 30 %-Sorte mit weniger synergistischen Komponenten.
Cannabinoide wie CBD können die Effekte von THC modulieren, während Terpene die Richtung der Wirkung mitbestimmen. Dadurch entsteht ein differenziertes Wirkbild, das weit über die reine THC-Stärke hinausgeht.
Die Bedeutung der Terpene Terpene sind aromatische Moleküle, die Cannabis seinen charakteristischen Geruch verleihen. Allerdings geht ihr Funktion weit darüber hinaus. In der Pflanze wurden über 100 verschiedene Terpene identifiziert, viele davon mit eigenen pharmakologischen Eigenschaften. Zu den wichtigsten zählen Myrcen, Limonen, Pinen und Linalool. Myrcen wird häufig mit entspannenden und sedierenden Effekten in Verbindung gebracht. Limonen gilt als stimmungsaufhellend und aktivierend. Pinen wird mit geistiger Klarheit und erhöhter Aufmerksamkeit assoziiert, während Linalool eher beruhigend und angstlösend wirkt.
Darüber hinaus gibt es Hinweise, dass Terpene die Durchlässigkeit der Blut-Hirn-Schranke beeinflussen können. Das wäre eine mögliche Erklärung dafür, warum sich manche Sorten trotz niedrigerem THC-Gehalt „direkter“ oder „tiefer“ anfühlen.
Terpene erfüllen zudem wichtige biologische Funktionen für die Pflanze: Sie schützen vor Fressfeinden, wirken antimikrobiell und helfen bei der Anpassung an Umweltstress wie UVStrahlung oder Temperaturschwankungen.
Persönliches Fazit
Rückblickend zeigt sich für mich, dass meine Erfahrungen gut mit dem wissenschaftlichen Stand übereinstimmen. Die Annahme, dass ein hoher THC-Gehalt automatisch eine stärkere Wirkung bedeutet, hat sich nicht bestätigt.
Stattdessen ist das Gesamtprofil der Pflanze entscheidend – also das Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen. Besonders die Bedeutung der Terpene habe ich lange unterschätzt. Heute sehe ich sie als zentralen Faktor dafür, wie sich eine Sorte anfühlt, ob sie leicht oder schwer wirkt bzw. ob sie aktiviert oder entspannt; aber natürlich ist dies auch von anderen Faktoren, wie z. B. dem Erntezeitpunkt abhängig. Aus diesem Grund achte ich inzwischen auch weniger auf Prozentzahlen, sondern mehr auf Genetik, Terpenprofil und meine eigene Wahrnehmung. Sprich: Nicht die Stärke auf dem Papier entscheidet, sondern die Qualität des Zusammenspiels – und wie dieses individuell erlebt wird.

Im zweiten Geschäftsquartal 2026 (Februar bis April 2026) verkaufte Remexian Pharma 7,6 Tonnen medizinisches Cannabis und damit rund 2,5 Tonnen mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum.
• Das Wachstum basiert auf der Kombination aus effizienter deutscher Vertriebsplattform mit den Beschaffungsstärke der kanadischen Muttergesellschaft High Tide Inc.
Die Remexian Pharma GmbH verzeichnete im zweiten Geschäftsquartal, das am 30. April 2026 endete, eine Rekord-Verkaufsmenge von 7,6 Tonnen medizinischem


Cannabis. Dies entspricht einer Steigerung von fast 50 Prozent im Vorjahresvergleich. Das Unternehmen, das eine 51-prozentige Tochtergesellschaft des größten kanadischen Cannabiseinzelhändlers High Tide ist, lieferte damit das bislang höchste Volumen eines Quartals seiner Unternehmensgeschichte aus.
Die Menge lag im Vergleich zum vorangegangenen Quartal um 21 Prozent und gegenüber dem Vorjahr um 49 Prozent höher.
„Wir stärken die Versorgungssicherheit für Patientinnen und Patienten in Deutschland und bestätigen mit diesem Quartalsergebnis unsere Position als zuverlässiger, preisbewusster Großhändler. Wir werden weiter daran arbeiten, Lieferketten zu optimieren und stabile, bezahlbare Versorgungslösungen anzubieten“, sagt Francesco Baganz, Geschäftsführer der Remexian Pharma GmbH.

Verkaufte Tonnen von Remexian Pharma in Deutschland miy einer quartalweisen Steigering von ca. 4 Tonnen über 6,3 Tonnen auf zuletzt 7,6 Tonnen.
Marktentwicklung
Deutschland importierte 2025 insgesamt 201,1 Tonnen medizinisches Cannabis und hat damit das Vorjahresvolumen von 72,9 Tonnen mehr als verdoppelt. Nahezu die Hälfte der Importe (über 93 Tonnen) stammte aus Kanada.*
* Quelle: Bundeainstitut für Arzneimittel ind Medizinprodukte (BfArM)
„7,6 Tonnen in einem einzigen Quartal ist nicht nur ein Rekord für Remexian Pharma.
Die Zahl belegt, dass unser Geschäftsmodell im größten medizinischen Cannabismarkt Europas skaliert. Wir erreichen dieses Wachstum, weil wir eine führende deutsche Vertriebsplattform mit der Beschaffungsstärke von High Tide verbinden, die auf mehr als 2,2 Milliarden Dollar legaler Cannabisverkäufe in Kanada beruhen“, so Raj Grover, Gründer und Geschäftsführer von High Tide.
„Dieses Wachstum im Quartals- und Jahresvergleich zeigt uns: Deutschland ist erst der Anfang. Wir bauen ein skalierbares, kosteneffizientes Vertriebsmodell auf, das, sofern die rechtlichen Rahmenbedingungen es erlauben, in ganz Europa ausgeweitet werden kann. Diesen Schwung wollen wir nutzen, um in Deutschland weiter Marktanteile zu gewinnen und zugleich gezielt in weitere wachstumsstarke Märkte vorzudringen“, fügt Grover hinzu.

Zugelassen für den ökologischen
Landbau durch Control Union
Nährstoffe direkt verfügbar für die Pflanze
Reich an Mikronährstoffen
VGN CalMag KEIN STICKSTOFF
VERFÜGBAR IN 250ML, 500ML, 1L, 5L, 10L UND 20L



Schmecken und spüren Sie den Unterschied!
Hoch

Zusätzliches
Der niederländische Douane (Zoll) hat 2025 60.000 Kilo Cannabis beschlagnahmt. Das ist mehr als viermal so viel wie 2024, als 14.500 Kilo sichergestellt wurden. Wenig überraschend: Der Großteil des Cannabis stammt aus den USA, Kanada und Thailand.
Dass ein neuer Rekord bevorstand, überraschte den Stammgast eines Coffeeshops nicht sonderlich. Schließlich ist das Angebot an importiertem Cannabis enorm. Amüsant ist jedoch, dass der Zoll in seiner Pressemitteilung feststellt, „dass die Herkunftsländer meist dieselben sind: die USA, Kanada und Thailand“. Das ist natürlich nicht weiter verwunderlich, denn genau in diesen Ländern ist Cannabis legal (Kanada, Thailand) bzw. teilweise legal (USA). Der Großteil des geschmuggelten Cannabis wurde im Rotterdamer Hafen gefunden: rund 52.000 Kilogramm. Im Hafen von Vlissingen wurden bei vier separaten
Beschlagnahmungen 1.000 Kilogramm sichergestellt. Am Flughafen Schiphol wurden fast 6.000 Kilogramm Cannabis in der Luftfracht entdeckt, und fast 1.500 Kilogramm wurden bei Passagierkontrollen abgefangen. Der Zoll merkt an, dass auch in Belgien, Deutschland und Spanien ein enormer Anstieg zu verzeichnen war. Bereits Anfang des Jahres hatte der Zoll mehrere Beschlagnahmungen gemeldet. Sogar in einem Glas Erdnussbutter (18 Gramm!). Der Zoll berichtet: „Während Cannabis früher in Gegenständen wie Sofas versteckt wurde, stopfen Kriminelle es jetzt oft in riesigen Mengen unver -
packt in eine oder mehrere Paletten oder Container.“ Zollbeamter Pascal nennt ein Beispiel. Er und seine Kollegen entdeckten kürzlich über 600 Kilo Cannabis in einem Lagerhaus in der Nähe des Flughafens Schiphol. „Wir führten eine Routinekontrolle durch und stießen dabei auf einige große Kisten. Beim Öffnen fanden wir sofort die Cannabis-Päckchen. Früher war es gut versteckt, zum Beispiel in Stahlsofas. Aber jetzt machen sie sich nicht einmal mehr die Mühe, es zu verstecken.“
Nanette van Schelven, Generaldirektorin des niederländischen Zolls, erklärt, dass der Cannabisschmuggel enorme Kapazitäten beansprucht: „Nicht nur unsere, sondern auch die unserer Ermittlungspartner. Schließlich kann ein Zollbeamter nur einmal eingesetzt werden. Die Zeit, die ein

Zollbeamter mit der Beschlagnahmung von Cannabis verbringt, steht für andere Aufgaben nicht zur Verfügung. Gemeinsam mit unseren Ermittlungspartnern müssen wir untersuchen, wie wir mit dieser gravierenden Entwicklung umgehen.“
Zollbeamter Pascal bestätigt dies: „Die beschlagnahmten Mengen werden immer größer, und wir haben einfach nicht genug Personal, um alles ordnungsgemäß zu kontrollieren. Und das Cannabis kommt mittlerweile aus allen Teilen der Welt. Früher wussten wir beispielsweise, dass Südamerika ein Risikogebiet ist, und konnten die Lage dort strenger überwachen. Aber vor Kurzem hatten wir beispielsweise eine Lieferung aus den USA, die über Deutschland in Schiphol ankam und Cannabis enthielt. So etwas habe ich noch nie erlebt. Wir sind alle wachsam, aber es gerät einfach außer Kontrolle!“
Niederländische Risikoanalysten stehen nun in engem Kontakt mit ihren Kollegen in Kanada. Erin O'Gorman, Präsidentin der CBSA (Canada Border Services Agency): „Der kanadische Zoll arbeitet eng mit dem niederländischen Zoll zusammen und hat in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 rund 14.000 Kilogramm Cannabis abgefangen, das mutmaßlich von Kanada in die Niederlande geschmuggelt werden sollte.“ Auch mit dem US-Zoll wurde im vergangenen Jahr ein Abkommen geschlossen. Im Februar 2026 wird ein Zollattaché in Washington D.C. stationiert. Van Schelven: „Wir wollen auch die Zusammenarbeit mit den europäischen Zollbehörden stärken. Wir beteiligen uns an koordinierten Aktionen innerhalb der EU zur Bekämpfung des Cannabisschmuggels. Da wir innerhalb der EU freien Warenverkehr haben, ist ein gemeinsames Vorgehen notwendig.“
Welches gemeinsame Vorgehen empfehlen wir? Die vollständige Legalisierung von Cannabis in der EU und dem Rest der Welt. Dann kann sich der Zoll auf wichtigere Angelegenheiten konzentrieren.
Bild: Douane NL

Von Stoney Tark
Es ist Frühling und die richtige Zeit, um in diesem Jahr über eine Outdoor-Plantage nachzudenken. Der Cannabisanbau im Freien ist ein langwieriger Prozess, der mehr als sechs Monate beansprucht. Deshalb ist ein optimaler Start der Pflanzen entscheidend für ein hervorragendes Ernteergebnis.
In diesem Artikel wird dargelegt, welche Töpfe sich am besten für den Outdoor-Anbau von Cannabispflanzen eignen und auf die jeweiligen Vor- und Nachteile hingewiesen, damit das Outdoor-Projekt störungsfrei beginnen kann!
Vier verschiedene Arten von Töpfen
Einem Erstgrower dürfte nicht bewusst sein, wie wichtig die Wahl des besten Topfes ist. Es gibt viele Optionen, von Plastik über Stoff bis zu Ton - wie im Folgenden beschrieben.
Plastiktöpfe
Diese sind am weitesten verbreitet, weil sie günstig, in allen Formen und Größen erhältlich, örtlich leicht bzw. online zu beschaffen sind und sehr lange halten. Plastiktöpfe sind auch dann perfekt, wenn sie gerade nicht verwendet, sondern platzsparend gelagert werden.

Vorteile:
• Viele kleinere Töpfe für die Anzucht von Sämlingen kaufen ist nicht teuer
• Plastiktöpfe gibt es in Größen von 0,25 L bis 50 L, eine große Auswahl für den Grower
• Sie lassen sich nach jeder Ernte waschen und wiederverwenden
• Diese Töpfe sind in jedem Gartencenter erhältlich
Nachteile:
• Manche Töpfe bestehen aus dünnem sprödem Plastik und können brechen
• Sie können in der Sonne heiß werden und die Wurzelzone erhitzen
• Die Wurzeln von Cannabispflanzen neigen dazu, in Plastiktöpfen ringförmig zu wuchern
• Große Töpfe können teuer sein, vor allem in Gartencentern
Filztöpfe
Meine Lieblingsmethode zum Anbau von Cannabis ist der Einsatz von Filztöpfen. Sie sind deshalb so gut, weil der Filz luftdurchlässig ist. Die Wurzeln der Pflanze erhalten somit viel Sauerstoff, es findet eine Art „Luftbeschneidung“ der Wurzeln statt, wodurch deren Masse deutlich an Größe und Form zunimmt.
Vorteile:
• Luftbeschnittene Cannabispflanzen weisen stets eine bessere Wurzelmasse auf
• Die Erträge lassen sich durch die Verwendung von Filztöpfen deutlich steigern
• Cannabispflanzen bilden darin keine Ringwurzeln
• Die Pflanzen entwickeln einen dickeren und kräftigeren Stängel
Nachteile:
• Filztöpfe sind im Vergleich zu Plastiktöpfen teuer
• Solche Töpfe ohne Henkel lassen sich schwer bewegen
• Umsetzen muss mit intaktem Filztopf erfolgen
• Eine größere Bestellung von Filztöpfen könn-
In den Erdboden pflanzen?
Die Sämlinge gleich in den Boden zu pflanzen ist eine weitere Methode, um kräftige Cannabispflanzen zu bekommen. Manche Grower nutzen jedes Jahr im Freien dasselbe Beet. Wichtig ist dabei ein gesundes Bodenleben, gute Drainage und Wasserspeicherfähigkeit.
Vorteile:
• Outdoor-Pflanzen können im Beet sehr groß


33x Hybrid Aktivkohlefilter.
4m Ultra Thin Endless Rolls.



















Jealousy Marker Auto von Ganja Farmer Seeds zeigte im Grow-Tagebuch von DarbGrowDiaries genau das, wonach viele Fans von Autoflowering-Sorten suchen: kompakter Wuchs, schnelles Tempo, schöne Harzbildung und ein Aroma, das sofort Aufmerksamkeit weckt. Diese Sorte braucht keinen riesigen Platz, um Eindruck zu machen — in diesem Fall beendete die Pflanze ihren Zyklus bei nur 43 cm Höhe und entwickelte dennoch eine dichte, stark mit Blüten besetzte Struktur.
Von Anfang an entwickelte sich Jealousy Marker Auto stabil und gesund. Der Grower beschrieb sie als frisch, grün und unkompliziert. In den folgenden Wochen reagierte die Pflanze sehr gut auf leichtes Training, LST und vorsichtige Defoliation. Das ist ein starkes Zeichen für alle, die eine Autoflower mit vorhersehbarem Charakter und kompaktem Aufbau suchen, besonders für kleinere Räume.

Süßes, zitroniges Aroma und typischer Marker-Charakter Der größte Wow-Effekt zeigte sich in der Blütephase. Ab der 8.–9. Woche bemerkte der
Grower ein immer intensiveres Aroma — süß, candyartig, leicht zitronig, mit einer deutlich wahrnehmbaren Marker-Note. Genau dieses Profil hebt Jealousy Marker Auto von vielen klassischen Autoflowering-Sorten ab. Sie wirkt nicht flach oder eindimensional — sie duftet intensiv, dessertartig und modern.
Mit dem Aroma kam auch das Harz. Die Blüten begannen schon früh, sich mit sichtbarem Frost zu überziehen, und der Grower beschrieb sie als klebrig, dicht und stark bereift. Im abschließenden Fazit wurde die Sorte mit 10/10 bewertet, noch bevor sie nach dem Trocknen getestet wurde — allein Struktur, Optik und Geruch reichten aus, um einen
starken ersten Eindruck zu hinterlassen. Kompakte Autoflower mit großem Potenzial
Jealousy Marker Auto machte sich sehr gut in einer kleinen VGrow-Box. Auf einer Fläche von 0,2 m² und in einem 15-l-Topf brachte die Pflanze 300 g Nassgewicht von einer einzigen Pflanze hervor, während sie niedrig, dicht und leicht zu kontrollieren blieb. Das ist besonders interessant für alle, die Autoflowering-Sorten wegen ihrer Schnelligkeit, Diskretion und einfachen Handhabung auf begrenztem Raum schätzen.
Die Pflanze wurde am 71. Tag nach dem Start geerntet. Der Grower merkte an, dass sie noch etwas länger hätte stehen können, aber bereits zu diesem Zeitpunkt war sie stark entwickelt, klebrig und wunderschön aromatisch. In seinen Worten: „I love this strain and have yet to smoke it“ — eine bessere Ankündigung für eine Sorte, die schon vor dem finalen Test überzeugt, kann man sich kaum wünschen.
Warum lohnt es sich, Jealousy Marker Auto genauer anzusehen?
Jealousy Marker Auto ist eine starke Wahl für
Fans moderner, aromatischer Autoflowering-Sorten. Sie verbindet kompakte Höhe, schnellen Zyklus, gesunde Entwicklung und eine auffällige Harzproduktion. Ihr Duftprofil — süß, zitronig, candyartig, mit charakteristischem Marker-Hintergrund — sorgt dafür, dass die Sorte sofort im Gedächtnis bleibt.
Das ist keine Autoflower, die einfach nur „ihren Job macht“. Es ist eine Sorte, die trotz kleiner Größe eine sehr attraktive Optik, ein intensives Aroma und dichte, klebrige Blüten liefern kann. Wer eine Genetik mit modernem Charakter, starkem Bag Appeal und kompaktem Format sucht, sollte Jealousy Marker Auto definitiv auf die Liste interessanter Sorten setzen.

Essen, Deutschland – Februar 2026 Erstmals in der Geschichte der Internationalen Pflanzenmesse IPM ESSEN wurde eine Cannabissorte nicht nur zur offiziellen Neuheitenschau zugelassen, sondern gewann anschließend auch den Publikumspreis, die von Fachbesuchern vergebene Auszeichnung. Der Siegerbeitrag, BCN Critical XXL© in automatischer Blüteform von Seedstockers, sicherte sich laut Veranstaltern mit überwältigender Mehrheit den Titel des Publikumslieblings.
Die Auszeichnung wurde offiziell von Eva Thäler-Theuerkauf, Präsidentin des Zentralverbands Gartenbau e.V. (ZVG), gemeinsam mit Oliver P. Kuhrt, CEO der Messe Essen GmbH, überreicht und unterstrich damit die institutionelle Bedeutung dieses Ergebnisses innerhalb des professionellen Gartenbausektors.
Das Resultat markiert einen Meilenstein sowohl für die Cannabisbranche als auch für die klassische Pflanzenzüchtung. Während Cannabis lange Zeit außerhalb des etablierten gartenbaulichen Messeumfelds stand, signalisiert seine Aufnahme und der klare Sieg auf der IPM Essen einen deutlichen Wahrnehmungswandel bei professionellen Gärtnern, Händlern und Entscheidungsträgern der Branche.
Ein vollständiges Konzept für Anfänger im Anbau
Schon vor Beginn der Abstimmung galt die Aufnahme einer Cannabispflanze in die IPMNeuheitenschau als Durchbruch. In diesem Kontext hatte Cannabis zuvor noch nie direkt neben klassischen gartenbaulichen Züchtungsprogrammen konkurriert. Die Besucher konnten während der gesamten Messedauer abstimmen und ihre bevorzugte Innovation
aus insgesamt 42 neuen Pflanzeneinreichungen von 27 Ausstellern wählen.
Seedstockers’ BCN Critical XXL © Automatic überzeugte durch Klarheit und Zugänglichkeit. In der offiziellen Kommunikation des ZVG wurde der Siegerbeitrag als kompakte, leicht anzubauende grüne Cannabispflanze für Hobbygärtner und Selbstversorger beschrieben, was die Positionierung deutlich

über das klassische Cannabis-Publikum hinaus unterstrich.
Die kompakte und robuste Sorte wurde als unkomplizierte Pflanze für den Anbau auf Balkon und Terrasse präsentiert, mit einem klaren Fokus auf Einsteigerfreundlichkeit und persönlichen Eigenanbau.
Branchenbeobachter hoben hervor, dass die
automatische Blüteeigenschaft, bei der die Pflanze unabhängig von Lichtzyklen blüht, die Sorte besonders attraktiv für urbane Umgebungen und Erstgärtner macht. Im Vergleich zu vielen anderen ausgestellten Pflanzen zog BCN Critical XXL © auf der Messefläche konstant mehr Aufmerksamkeit auf sich. Besucher blieben stehen, um das angenehme Aroma, die ausgeprägte Harzbildung und die produktiven, frostig überzogenen Blüten zu begutachten. Die starke visuelle Präsenz und der markante Duft ließen die Pflanze in einer Ausstellung, die traditionell von Zier- und Nutzpflanzen dominiert wird, deutlich hervorstechen.
Ein vollständiges Konzept für Cannabis-Einsteiger Über die einzelne Pflanze hinaus wurde BCN Critical XXL© als ganzheitliches Anbaukonzept präsentiert und nicht lediglich als Einzelprodukt. Die Sorte ist sowohl in Autoflower als auch in feminisierter Form erhältlich und kann als Samen, als lebende Pflanze (Steckling) sowie als Teil eines All-in-One-Growkits speziell für Erstgärtner bezogen werden.

Anbau
@sudestfam
Flüssige Präparate auf Cannabinoidbasis sind seit langem ein etablierter Bereich im Segment der Cannabisderivate. Die orale Ein nahme stellt eine gesündere und leichter kontrollierbare Alternative zu Methoden dar, die eine Inhalation erfordern, wie Verdampfen, Dabbing und Verbrennen. Historisch gesehen war die alkoholische Tinktur das Referenzmodell für diese Art der Extraktion, wie das berühm te RickSimpson-Öl. Doch in den letzten Jahren haben die Methoden und Trägerstoffe zur Herstellung flüssiger Präparate eine echte Entwicklung durchlaufen. Schauen wir uns zunächst einmal an, worum es sich dabei handelt.

Magnetrührer im Betrieb
Ein flüssiges Präparat auf Cannabinoidbasis besteht aus einem Extrakt der Wirkstoffe von Cannabis, wie THC und CBD, die in einer flüssigen Trägersubstanz gelöst sind, um die Dosierung, Verabreichung und Lagerung zu erleichtern.
ALKOHOLISCHE TINKTUR VS. NEW SCHOOL
Ursprünglich wurden flüssige Präparate ausschließlich durch die Mazeration, das Einweichen von Cannabisblüten in Ethylalkohol hergestellt. Vorab decarboxylierte Trimm-Teile und Cannabisblüten werden in ein mit lebensmitteltauglichem Alkohol gefülltes Glasgefäß gegeben, bis sie vollständig bedeckt sind. Das Glas wird etwa zwei Wochen lang ein- bis zweimal täglich geschüttelt. Wenn die Flüssigkeit gesättigt erscheint, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Mazerationsprozess abgeschlossen ist. Anschließend wird sie durch ein Sieb gefiltert, um die Pflanzenreste zu entfernen. Obwohl es sich um eine sehr einfache Methode handelt, weist sie einige Einschränkungen auf:
• Das Cannabis muss vollständig eingetaucht sein, was große Mengen an Alkohol erfordert
• Die Cannabinoidkonzentration kann zu stark verdünnt sein, sodass das Lösungsmittel verdampft werden muss, um sie zu konzentrieren
• Alkohol ist ein polares Lösungsmittel, das
auch andere pflanzliche Substanzen wie Chlorophyll extrahiert
• Der Extraktionsprozess dauert lange
• Es ist schwierig, das Ergebnis zu standardisieren
Bei den Techniken der neuen Generation werden vorzugsweise andere Lösungsmittel wie Olivenöl, Kokosöl und MCT-Öl verwendet. Letzteres wird am häufigsten eingesetzt; es handelt sich um ein Öl, das überwiegend aus mittelkettigen Triglyceriden besteht, wie die Abkürzung MCT schon andeutet. Triglyceride sind Fettsäuren und werden in der Regel durch Fraktionierung von Kokosöl gewonnen. Seine Zusammensetzung macht es perfekt für die Auflösung und den Transport von fettlöslichen Substanzen wie Cannabinoiden. MCT-Öl zeichnet sich durch eine hohe Oxidationsstabilität im Vergleich zu anderen Ölsorten aus, die innerhalb weniger Monate ranzig werden und sich zersetzen; außerdem weist es ein nahezu neutrales organoleptisches Profil auf, wodurch es die Eigenschaften des Endprodukts kaum beeinflusst. Flüssige Zubereitungen, die das Öl als Trägerstoff verwenden, werden als Oleolithe bezeichnet.
Die eigentliche Weiterentwicklung liegt jedoch im Ausgangsmaterial: Die neuesten Methoden ersetzen das traditionelle Marijuana durch Kon-
dem Rosin vermischt, bis eine homogene, gebrauchsfertige Lösung entsteht.
QUALITÄT DES ROSINS
Die Qualität des für die Herstellung von Flüssigkonzentraten bestimmten Rosins hat entscheidenden Einfluss auf die Stabilität und das organoleptische Profil des Endprodukts. Die Wahl des Rohstoffs ist daher sehr wichtig. Rosin, das durch Pressen von Fresh Frozen Water Hash gewonnen wird, ist die beste Wahl. Einer der wichtigsten zu berücksichtigenden Faktoren ist die Reinheit des Konzentrats: Rosin mit hohem Reinheitsgrad löst sich leichter in der Trägerflüssigkeit auf. Auch die Wahl der Sorte beeinflusst direkt das Profil des flüssigen Präparats und bestimmt dessen Zusammensetzung und Gesamtwirkung.
Bevor mit dem Verfahren begonnen wird, muss das Rosin decarboxyliert werden. Cannabinoide in ihrer natürlichen Form, beispielsweise THCA und CBDA, sind an eine Carboxylgruppe gebunden. Diese Bindung muss durch Decarboxylierung entfernt werden, um die Cannabinoide in biologisch aktive Formen umzuwandeln, die vom menschlichen Körper aufgenommen werden können. Der Prozess kann auf verschiedene Arten ablaufen: durch kontrollierte Wärmezufuhr, Verbrennung, Verdampfung und durch Umwelteinflüsse bedingten Abbau.
Für die kontrollierte Wärmezufuhr sind folgende Hilfsmittel erforderlich:
• Einmachglas mit luftdichtem zweiteiligem Deckel
• Backofen
• Laserthermometer
• Silikon-Topflappen
So geht’s:
1. Gib das Rosin in das Einmachglas und verschließe es luftdicht.
2. Heize den Backofen auf 105 °C vor.
3. Stelle das Einmachglas in den Ofen.
4. Beobachte den Inhalt des Einmachglases ständig.
5. Überprüfe die Temperatur mit dem Laserthermometer.
zentrate wie Rosin, was eine einfachere Handhabung ermöglicht und eine bessere Kontrolle über den Extraktionsprozess sowie die Standardisierung des Endprodukts gewährleistet.
ROSIN DROP
Rosin ist ein Cannabisextrakt, der durch die kombinierte Einwirkung von Hitze und Druck auf das Marijuana oder andere Konzentrate wie Dry Sift und Water Hash gewonnen wird. Das Ergebnis ist ein Harz, das reich an Cannabinoiden und Terpenen ist und völlig lösungsmittelfrei bleibt. Rosin ist ein sehr vielseitiger Extrakt, der sowohl zur Herstellung einer alkoholischen Tinktur als auch eines Öl-Extrakts verwendet werden kann. Wenn ein Cannabisextrakt wie Rosin zur Herstellung von flüssigen Präparaten auf Cannabinoidbasis verwendet wird, spricht man von einem Solubilisierungsprozess und nicht mehr von einer Mazeration.
Da Cannabinoide und Terpene lipophile Substanzen sind, d. h. eine starke Affinität zu Fetten, Ölen und unpolaren Lösungsmitteln aufweisen, gehen sie spontan in das Öl über oder lösen sich vollständig im Alkohol auf. Es findet keine Mazeration des Pflanzenmaterials statt, wie es bei Cannabisblüten der Fall ist; in diesem Fall wird die Trägerflüssigkeit mit
6. Das Rosin beginnt zu schmelzen und zu kochen, wobei Kohlendioxid freigesetzt wird.
7. Wenn die Bläschen aufhören, ist die Decarboxylierung abgeschlossen.
8. Das Einmachglas mit Hilfe des Silikon-Topflappens aus dem Ofen nehmen
9. Das Rosin bei Raumtemperatur abkühlen lassen, bevor das Einmachglas geöffnet wird
In der Regel dauert der Dekarboxylierungsprozess zwischen 30 und 60 Minuten, je nach Temperatur und Menge des verarbeiteten Materials. Am Ende des Prozesses nimmt das Rosin eine flüssigere Konsistenz an.
LÖSUNG DES ROSINS
Die beste Methode, um das Rosin in der Trägerflüssigkeit – in diesem Fall MCT-Öl – aufzulösen, ist die Verwendung eines Magnetrührers mit Heizplatte, einem speziell für diesen Zweck entwickelten Gerät, das für wenige hundert Euro leicht zu erwerben ist. Der Magnetrührer ermöglicht es, das Rosin vollständig zu lösen und eine homogene Lösung zu erhalten. Alternativ kann man einen einfachen Mixer oder einen Mini-Stabmixer verwenden. So geht man vor:
1. Die gewünschte Menge Rosin abwiegen
2. Das Glasbecherglas mit MCT-Öl füllen
3. Stelle die Temperatur des Magnetrührers auf 74 °C ein und starte ihn bei maximaler Geschwindigkeit
4. Gebe das Rosin mit Hilfe eines Dabbers in den Becher mit dem MCT-Öl
5. Warte, bis sich das Rosin vollständig in der Lösung aufgelöst hat
6. Warte, bis die Lösung abgekühlt ist, bevor sie weiterverarbeitet wird
Der Solubilisierungsprozess gilt als abgeschlossen, wenn die Flüssigkeit vollkommen homogen ist und keine Streifen, Farbveränderungen, sichtbaren Partikel, Rückstände am Boden oder an den Wänden des Bechers
Schätzung vor. Die Analyse ist sicherlich die zuverlässigste Methode; am besten ist es, das Rosin nach der Decarboxylierung zu analysieren, um noch genauere Ergebnisse zu erhalten. Zur Berechnung der Konzentration der Lösung kann die folgende Formel verwendet werden: Gesamt-mg THC / Gesamt-ml Öl = mg/ml
Praxisbeispiel:
Ein Gramm Rosin mit einem THC-Gehalt von 70 %, was 700 Milligramm Wirkstoff entspricht, wird in 30 Millilitern MCT-Öl gelöst; die Endkonzentration beträgt somit 700 ÷ 30, also etwa 23 mg THC pro ml. Bei einem Durchschnittswert
Die neuesten Methoden ersetzen das traditionelle Marijuana durch Konzentrate wie Rosin
aufweist. Um eine stabile Homogenität zu erreichen, kann ein bis zwei Stunden langes kontinuierliches Rühren erforderlich sein.
VERDÜNNUNGSVERHÄLTNIS
Die Menge an Rosin und Trägerflüssigkeit, die miteinander vermischt werden soll, hängt von der gewünschten Konzentration ab. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder man analysiert das Rosin, um die Menge der enthaltenen Cannabinoide zu ermitteln, oder man nimmt eine grobe
von 20 Tropfen pro Milliliter enthält jeder Tropfen etwa 1,15 mg THC; dieser Wert kann jedoch je nach Art der Tropfflasche variieren.
LAGERUNG UND DOSIERUNG

Tropfflaschen à 10 und 30 ml
ter die Zunge getropft, damit die Wirkstoffe über die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Die orale Einnahme, also das Schlucken, benötigt mehr Zeit, um zu wirken, da die Lösung erst den Verdauungstrakt passieren muss, bevor sie resorbiert wird. Eine alternative Einnahmeform besteht darin, die Rosin-Lösung in MCT Lebensmitteln und Getränken beizumischen.
FULL SPECTRUM VS. BROAD SPECTRUM Als „Full Spectrum“ bezeichnet man ein Präparat, das den gesamten Phytokomplex der Pflanze bewahrt, einschließlich der Haupt- und Neben-Cannabinoide, Terpene und anderer sekundärer Metaboliten, und somit den potenziellen Entourage-Effekt gewährleistet, d. h. die Synergie, die zwischen den verschiedenen Molekülen entsteht. Der Begriff „Broad Spectrum“ bezeichnet hingegen einen Extrakt, bei dem eine oder mehrere Komponenten entfernt wurden. Die Rosin-Lösung in MCT-Öl ist ein vollwertiger Vollspektrum-Extrakt, der das ursprüngliche phytochemische Profil der Pflanze unverändert beibehält.
EINNAHMEMODALITÄTEN
Die direkteste und wirksamste Einnahmeform ist die sublinguale Anwendung: Die Lösung wird un-
Die Rosin-Lösung in MCT kann in einer Glasflasche mit Tropfenzähler aufbewahrt werden; dunkle Flaschen sind ideal, um den Inhalt besser vor Licht zu schützen. Je nach Größe des Tropfenzählers variiert die Anzahl der Tropfen zwischen zwanzig und dreißig pro Milliliter. Nachdem wir die Konzentration jedes Tropfens berechnet haben, beginnen wir mit kleinen Dosen und steigern diese je nach gewünschter Wirkung.
Flüssige Präparate auf Cannabinoidbasis bieten dem Verbraucher verschiedene Vorteile: Sie garantieren eine länger anhaltende Wirkung im Vergleich zu herkömmlichen Einnahmeformen wie der Inhalation, sind diskret und einfacher in der Handhabung.
Rosin Drop stellt einen modernen Ansatz zur Verabreichung von Cannabinoiden dar, ein Vollspektrum-Extrakt in MCT, der die ursprüngliche Identität der Pflanze bewahrt.



Von Jorge Cervantes
Von einem Samen am Straßenrand in Mexiko bis hin zu Reinräumen in Europa – fünfzig Jahre Beobachtung der Entwicklung einer Pflanze und eine einfache Frage an jeden Züchter: Wer darf diese Bibliothek behalten?

Die Cannabis-Genetik begann nicht in einem Labor, und sie wird auch nicht in einem enden. Die Geschichte reicht von den Bauern der Antike bis zur molekularen Züchtung – von einer Pflanze am Straßenrand in Mexiko bis zu sterilen Reinräumen in Europa. Für mich ist
rand in Mexiko in die Tasche steckte.
Wir haben die Züchtung nicht erfunden. Wir haben sie geerbt. Lange bevor jemand von „Chemotyp“ oder „Marker“ sprach, wählten die Menschen Cannabis bereits für einen
Als Skunk #1 1988 den ersten High Times Cannabis Cup gewann, war die moderne Ära angebrochen.
es eine persönliche Angelegenheit: Seit mehr als fünfzig Jahren beobachte ich, wie sich diese Pflanze in den Händen von Bauern, Züchtern und Träumern verändert. Es begann 1974 mit ein paar wilden Samen, die ich mir am Straßen-
bestimmten Zweck aus – für Fasern, Harz, Blütezeit, Aroma, Medizin und Zeremonien. Jeder moderne Samen, jeder Klon und jede Hybride basiert auf einer jahrtausendealten Selektion durch Bauern, die bis zu ihrer
Domestizierung in Ostasien vor etwa 12.000 Jahren zurückreicht. Stelle dir das Genom als ein riesiges Anleitungsbuch vor, das die Pflanze in jeder Zelle mit sich trägt; Züchter haben dieses Buch seit jeher, noch bevor das Rad erfunden wurde, Saison für Saison behutsam überarbeitet.
Lebende Bibliotheken
Dieses Erbe fließt bis heute in jedes Zuchtprogramm ein. Acapulco Gold, Chocolate Thai, Durban Poison, Hindu Kush, Kerala, Colombian Gold – das sind nicht nur nostalgische Namen. Jede Landrasse ist eine lebendige Bibliothek, geschrieben von einem einzigen Tal, einem einzigen Breitengrad und vielen Generationen bäuerlicher Erfahrung. Wenn eine davon verschwindet, verlieren wir nicht nur einen Namen; wir verlieren Optionen für die Zukunft. Und hier liegt der Haken am modernen Markt:
Hinter tausend Sortenbezeichnungen kann sich ein überraschend schmaler Genpool verbergen, immer wieder neu gemischte Elite-Linien. Neue Etiketten bedeuten nicht immer neue Vielfalt.
Der Wendepunkt in Amsterdam Ein großer Wendepunkt ereignete sich zwischen etwa 1976 und 1990 in Amsterdam – keine glattgebügelte Unternehmensgeschichte, sondern eine Mischung aus Risiko, Migration und rohen Chancen. Das Kollektiv Sacred Seeds begann mit der Kreuzung von Landrassen und schenkte uns grundlegende Hybriden wie Skunk #1; in den Niederlanden schuf Nevil’s Seed Bank of Holland das kommerzielle Saatgutmodell, das wir noch heute nutzen. Als Skunk #1 1988 den ersten High Times Cannabis Cup gewann, war die moderne Ära angebrochen.


Dann veränderten zwei bahnbrechende Errungenschaften der Community alles. Feminisierte Samen – hergestellt durch die Behandlung einer weiblichen Pflanze mit Silberthiosulfat, damit sie Pollen produziert, der ausschließlich weibliche (X-)Chromosomen trägt – verschafften den Züchtern fast ausschließlich weibliche Samen und verhinderten, dass die Hälfte des Platzes durch männliche Pflanzen verschwendet wurde.
Autoflowering-Pflanzen, die auf dem tagneutralen Ruderalis-Merkmal basieren, blühen nach Alter statt nach Lichtzyklus, sodass eine Ernte fast überall auf der Erde innerhalb weniger Monate fertiggestellt werden kann. Zusammen erweiterten sie den Kreis derer, die anbauen konnten, sowie die Möglichkeiten, wo und wie dies geschehen konnte.
Die Suche nach dem Phänotyp –immer noch eine Kunst
Keine der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse hat die älteste Fertigkeit der Züchtung ersetzt. Öffnet man eine Packung Samen, erhält man Schwestern, niemals eineiige Zwillinge – diese eingebaute Variation ist der Grund, warum ernsthafte Züchter immer noch große Mengen anpflanzen und jede Pflanze nach Struktur, Aroma, Trichomen, Wuchskraft, Krankheitsresistenz, Wachstumsgeschwindigkeit und Ertrag beurteilen, um dann die herausragende Pflanze als Mutterpflanze zu behalten. Was die Wissenschaft verändert hat,

ist die Geschwindigkeit. Die beiden Enzyme, die entscheiden, ob eine Pflanze THC oder CBD bildet, sitzen nebeneinander auf Chromosom 7, wie ein Schalter. Die markergestützte Selektion liest diesen Schalter direkt aus: Man nimmt ein winziges Blatt, führt einen schnellen PCR-Test durch und kennt das Geschlecht und den Chemotyp eines Sämlings in etwa zwei Wochen – anstatt einen ganzen Raum drei Monate lang blühen zu lassen, nur um das herauszufinden. Es ist, als würde man das Etikett vor dem Kauf lesen, nicht danach. Das erste Cannabis-Genom wurde 2011 entschlüsselt; bis 2025 hatte eine einzige Studie 193 davon auf einmal gelesen – wir können die Pflanze endlich lesen.
Die Pflanze vor sich selbst retten
Die Pflanzengesundheit ist mittlerweile Teil der Genetik. Das Hop Latent Viroid – „Dudding“ – schleicht sich lautlos von Klon zu Klon und raubt ihnen unbemerkt Vitalität, Trichome und Terpene. Die Lösung ist die Gewebekultur: Man entnimmt ein Stückchen der Wachstumsspitze, das zu klein ist, als dass das Virus es erreichen könnte, und züchtet daraus eine brandneue, saubere Pflanze – so, als würde man einen kranken Computer von einer gesunden Sicherungskopie neu starten. Das weist auf ein neues Modell hin, das auf sauberen Genbibliotheken und zuverlässigen, krankheitsfreien Ausgangspflanzen basiert.
Der nächste Schritt Echte F1-Hybriden übertragen das Prinzip der
Supermarkt-Tomate auf Cannabis: Man kreuzt zwei reinerbige Elternlinien, und aus den Samen wachsen kräftige, identische Pflanzen heran. So kann der Anbauer einen einheitlichen Bestand direkt aus Samen ziehen, anstatt sich um einen ganzen Raum voller Mutterpflanzen kümmern zu müssen. Die Züchtung dieser reinerbigen Elternlinien dauert vier bis fünf Jahre; deshalb ist dieses Verfahren vorerst vor allem Sache der Labore.
Noch einen Schritt weiter gehen triploide Pflanzen. Normales Cannabis besitzt zwei Chromosomensätze (2n = 20); verdoppelt man den Satz eines Elternteils auf vier (4n = 40) und kreuzt diese, entstehen drei Sätze (3n = 30).
Wenn die triploide Pflanze versucht, Samen zu bilden, können sich die Chromosomen nicht gleichmäßig paaren – das Ergebnis bleibt also samenlos. Man erhält praktisch garantiert samenlose Blüten – genau aus demselben Grund, warum kernlose Wassermelonen keine Kerne haben. (Und nein, das ist keine Gentechnik im Sinne von GMOs; es handelt sich lediglich um einen zusätzlichen Satz der pflanzeneigenen Chromosomen.)
Am Horizont zeichnen sich zudem CRISPR –das „Suchen-und-Ersetzen“-Verfahren für DNA – sowie KI-Modelle ab, die den genetischen Fingerabdruck eines Samens lesen und dessen Chemotyp, Terpenprofil und Ertrag vorhersagen können, noch bevor die Pflanze überhaupt gewachsen ist. Mächtige Werkzeuge – doch sie
werfen eine alte Frage in neuer Form auf: Wem gehört die Genetik, wer kontrolliert die Daten und wer bleibt dabei auf der Strecke?
Verantwortungsvoller Umgang
Genau darum geht es im Kern. Bei der Züchtung geht es nicht nur um Ertrag oder den nächsten angesagten Namen; es geht um Verantwortung. Jeder Gewinn an Präzision kann den Genpool schleichend einengen, wenn wir vergessen, die zugrundeliegenden Landsorten und seltenen Linien zu bewahren. Die grundlegende Gleichung bleibt stets dieselbe: Phänotyp gleich Genotyp mal Umwelt. Selbst die beste Genetik enttäuscht unter schlechten Bedingungen, und kein Grower kann schwache Genetik vollständig retten.
Züchter, Vermehrer, Forscher und Grower sind keine getrennten Welten mehr – sie bilden ein lebendiges Gesamtsystem. Wir haben eine genetische Bibliothek geerbt, die über Jahrtausende hinweg entstanden ist. Unsere Aufgabe ist es, sie nicht nur zu verbessern, sondern auch für die Zukunft offen zu halten.
Grow free, grow well.
— Jorge Cervantes
Fachbeiträge zur Genetik von Dr. Oussama Badad (Trilogene Seeds / Growmics), Dr. Gary Yates (Hilltop Leaf) und Stefan Meyer (PhytoFlow).
Award-Winning cannabis cultivation author Jorge Cervantes teams up with Seedsman for a FREE, comprehensive digital book on home growing.
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Comprehensive guide to cannabis cultivation


Beginner and advanced growers
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Co-Authors
Chief Scientific Officer, Dr. Gary Yates
Stefan Meyer
Table of Contents
• Cannabis Botany
• Life Cycle of Cannabis
• Cannabis Seeds & Seedlings
• Plan Your Garden
• Grow Room Setup
• Twelve-week Garden
• Harvest, Manicuring, Drying, Curing & Storage
• Diseases, Pests & Problems

Author Marijuana Horticulture.
Legendary Jorge Cervantes, published in eight languages sold over a million copies worldwide.


Von Robert B.
Der sichere Erfolg beim Homegrow ist kein Zufall, es handelt sich um erlernbares Können. Viele achten vor allem auf die Temperatur, das Gießwasser mit passenden Nährstoffen, die Beleuchtung und die geeignete Erde. Ein Faktor wird jedoch selbst von erfahrenen Growern häufig übersehen: die relative Luftfeuchtigkeit.

Bereits im November 2025 berichteten wir über den im Bundeskabinett verabschiedeten Gesetzentwurf zur Änderung des McanG. Inzwischen debattieren unsere gewählten Politiker nicht mehr nur über das Verbot der Cannabis-Telemedizin und des Versandhan-
Gegen diese Argumentation können wir sagen, was wir wollen, und werden als Konsumenten nicht weiter ernst genommen. Diese angebliche Sucht verdreht unsere Realität, weswegen wir die logischsten Argumente der CDU/CSU nicht nachvollziehen können. Wie wäre es
Cannabisblüten sind keine standardisierte Arznei.
dels der Blüten. Seit April wird im Zuge des GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes noch eine Schippe draufgelegt: Gesetzliche Krankenkassen sollen unseren medizinischen Cannabis nicht weiter erstatten müssen. Die Finanzkommission Gesundheit verspricht sich davon weit über 100 Millionen gesparte Euro pro Jahr. Kritiker entgegnen, dass die Patienten auf teurere Extrakte und Fertigarznei umsteigen würden.
Mit dem Zwischenfazit auf den Punkt: Es wird in hitzigen Debatten hemmungslos argumentiert und alles zieht sich – dieses Mal aber zu unserem Vorteil – über Jahre. Eine Danksagung gebührt der SPD, die immer wieder erfolgreich in unserem Interesse gegen diese Vorhaben der Nina Warken argumentiert.
Viele waren im vergangenen Jahr schockiert und bis heute ist das Gesetz ein Entwurf geblieben. Doch eines dürfen wir nicht vergessen: Auch endlose Diskussionsschleifen finden einmal ein erfolgreiches Ende, siehe das Cannabisgesetz.
Cannabis-Patienten müssen sich deswegen emotional darauf einstellen, dass sich alles zum Schlechteren weiterentwickeln könnte. Sie werden die Leidtragenden sein – gerade Patienten in strukturschwachen Gegenden sind auf Telemedizin und Versandapotheken angewiesen.
Wer die Diskussion um die Cannabis-Legalisierung seit 20 Jahren verfolgt, wird viele Argumente bereits kennen: Cannabisblüten sind keine standardisierte Arznei. Es gibt immer Wirkstoffschwankungen, mit unverarbeiteten Blüten lässt sich nicht exakt dosieren. Und schlimmer noch: Der Konsum der Blüten birgt ein Suchtrisiko, welches bei standardisierter Cannabis-Fertigarznei so nicht gegeben ist.
denn, jemanden zu Wort kommen zu lassen, der sich auf anderer, auf medizinischer Ebene mit unserer liebsten Pflanze befasst?
Wir stehen mit der telemedizinischen Plattform docnow24.de in Kontakt. Hier kann jeder mit passendem Befund sein Cannabisrezept online erhalten und bei einer ausgewählten Apotheke einlösen lassen. Wir lassen also Menschen mit medizinischem Hintergrund zu Wort kommen – sind Cannabisblüten für die medizinische Anwendung wirklich schlecht geeignet? Hier einige Statements des ärztlichen Teams von DocNow24:
„In der öffentlichen Debatte entsteht häufig der Eindruck, Cannabisblüten seien medizinisch grundsätzlich problematisch oder nicht ausreichend kontrollierbar. Aus ärztlicher Sicht sehen wir das differenzierter.
Medizinische Cannabisblüten sind seit Jahren Bestandteil therapeutischer Behandlungen und können – richtig eingesetzt – für viele Patienten eine sinnvolle Option darstellen. Gerade die Möglichkeit, individuell auf unterschiedliche Wirkstoffprofile und Sorten einzugehen, spielt in der Praxis eine wichtige Rolle.
Viele unserer Patienten kommen zu uns, nachdem bereits zahlreiche andere Medikamente ausprobiert wurden – oftmals mit starken Nebenwirkungen oder unzureichender Wirkung. Für diese Menschen geht es nicht um Konsum, sondern um eine Verbesserung ihrer Lebensqualität.
Auch die Rolle der Telemedizin wird aus unserer Sicht in der aktuellen Diskussion unterschätzt. Gerade Patienten in ländlichen
Regionen oder mit eingeschränkter Mobilität profitieren davon, ärztliche Betreuung ortsunabhängig wahrnehmen zu können. Telemedizin schafft hier einen niedrigschwelligen Zugang zur Versorgung.
Zudem unterliegen medizinische Cannabisblüten heute strengen pharmazeutischen Anforderungen. Chargen werden analysiert, Wirkstoffgehalte dokumentiert und die Produkte kontrolliert abgegeben. Die pauschale Darstellung, Blüten seien grundsätzlich unkontrollierbar oder medizinisch ungeeignet, entspricht daher nicht unserer praktischen Erfahrung.
Unabhängig von politischen Diskussionen sollte aus unserer Sicht immer die Versorgung der Patienten im Mittelpunkt stehen. Viele Betroffene sind auf funktionierende telemedizinische Strukturen und den Zugang zu ihrer individuellen Therapie angewiesen.“
Wir vom Soft Secrets möchten hier noch eins draufsetzen: Auch Patienten sind mündige Personen, die sich an Freiheitsrechten erfreuen sollen. Sicherlich verpufft ein Teil der Cannabinoide beim Inhalieren. Jeder konsumiert etwas anders, zieht vielleicht stärker oder schwächer.
Und jeder konsumiert immer wieder gleich und kommt dadurch zum Ziel. Besser noch: Sollten die Blüten wirklich mal etwas schwächer oder stärker sein, wird dieses im Konsumprozess ausgeglichen. Es geht schließlich darum, die Wohlfühldosis zu erreichen, mit der die medizinische Wirkung optimal einsetzt.
Cannabis-Patienten sind durchaus dazu imstande, mit ihrem Cannabis verantwortungsvoll umzugehen. Demnach gibt es Patienten, die den starken THC-Strain erst zum Abend einsetzen und über Tag schwächere Strains oder eine geringe Dosis verwenden. Es gilt immerhin, den Alltag gut zu bewältigen, um dann am Abend seine Ruhe zu haben.
Das ist doch das Schöne am Cannabis: Die Dosis lässt sich individuell zum Tagesablauf und zur Symptomstärke anpassen. Wie machen Patienten das denn mit anderen Medikamenten? Häufig haben sie Akut-Medis im Schrank liegen, die sie nicht einmal häufig einsetzen dürfen. Das Suchtpotenzial einiger Medikamente ist immerhin enorm. Außerdem gehen viele Substanzen im Gegensatz zum Cannabis auf die Organe. Nur, da hier jede Tablette ihre exakte mg-Zahl beinhaltet, ist die Einnahme dadurch nicht unbedenklich.
Es liegt einem schon der Wunsch nahe, unseren Entscheidungsträgern schlimme Erkrankungen zu wünschen, bei denen nur unser Lieblingskraut noch hilft. Schon würden betreffende Personen einmal aus einem ganz anderen Blickwinkel über alles nachdenken, nämlich aus unserem.


Von Olivier F
Dust ist ein französischer Züchter und Breeder, der in Spanien lebt. Er gehört zu den berühmten Strain Hunters, einer Gruppe von Enthusiasten, die die Welt bereisen, um die besten Landrassen-Cannabissorten zu finden. Das Konzept der Strain Hunter wurde vom bekannten Cannabis-Unternehmer und Eigentümer von Green House Seeds, Arjan Roskam, sowie dem verstorbenen Breeder Franco Loja ins Leben gerufen. Etwa zehn span-
nende Dokumentarfilme über ihre Expeditionen in verschiedene Länder Asiens, Afrikas, Südamerikas und der Karibik sind auf YouTube verfügbar. Ihr neuester Dokumentarfilm wurde in Kirgisistan gedreht. Dust hat bereits an drei Expeditionen mit den Strain Hunters teilgenommen.

SSFR: In welchem Alter hast du deinen ersten Joint geraucht?
Dust: Meinen ersten Joint habe ich geraucht, als ich etwa 12 oder 13 war. Das war das erste Mal, dass ich es ausprobiert habe, aber ich habe nicht direkt weitergemacht. Es war nicht einmal ein richtiger Joint. Ich hatte ein Blatt von einer Pflanze gepflückt und es getrocknet.
Ich hatte das Blatt gerollt und geraucht. Mit etwa 14 habe ich angefangen zu rauchen, nicht regelmäßig, sondern am Wochenende mit den Kumpels, ab und zu.
Woher kommt dein Spitzname Dust?
Aus Counter-Strike. Das war mein Online-Spielername. Als ich online spielte, gab es in Counter-Strike eine „Map“, die „The Dust“ hieß. Und das war dann eine meiner Lieblingsmaps.
Wie bist du zum Gärtnern gekommen?
Ich habe im Baugewerbe im Großraum Paris gearbeitet. Auf einer Baustelle in den Yvelines, wo für das Fundament ein Loch gegraben worden war, habe ich Samen entdeckt, die im Winterschlaf waren. Die Bagger kamen, um das Loch zu graben, und am nächsten Tag wuchsen bereits Pflanzen auf dem Erdhaufen. Jemand musste also im Jahr zuvor etwas angebaut haben, und die Samen im Ruhezustand wurden umgewälzt, kamen an die Oberfläche und keimten. Denn sie befanden sich wirklich auf den Erdhaufen, wo es keinen Grund gab, dass die Pflanzen dort waren. Ich hatte einige davon entwurzelt, um zu versuchen, sie bei mir zu Hause wieder einzupflanzen, aber sie hielten nicht sehr lange.
Das war meine Einführung in den Anbau. Danach habe ich angefangen, mich online richtig damit zu beschäftigen. Wie das funktioniert,
die Nährstoffe, der Lichtzyklus… Damals hatte ich noch keine Ahnung davon.
Du hast die Strain Hunters-Hunters zum ersten Mal 2013 auf der Expogrow in Irun getroffen, aber du kanntest sie schon virtuell… Genau. Ich habe im Forum viel mit ihnen zusammengearbeitet. Ich habe oft Live-Berichte verfasst. Wenn sie auf Expedition gingen, schickten sie uns Fotos, damit wir live Beiträge im Forum veröffentlichen konnten. Ich habe mich um die Moderation des Forums gekümmert und auch ein wenig im Kundenservice mitgeholfen. Also, ja, ich habe ein bisschen von allem gemacht. Ich habe alles erledigt, was man online von zu Hause aus machen konnte… Ich habe damals noch gearbeitet, und irgendwann war ich, glaube ich, sechs Monate arbeitslos. Und da habe ich mich noch intensiver dem Forum gewidmet.
Du hast also weiter mit den Strain Hunters zusammengearbeitet… 2014 haben wir mit Mister X den Strain Hunters Social Club in Barcelona eröffnet… Franco wohnte ebenfalls in Barcelona, in Spanien. Wie ich war er ein großer Fan von Hardcore und Technomusik. Und in Holland gibt es diese riesigen Festivals. Das waren Gemeinsamkeiten: Motorräder, gute Musik… Und so haben wir mit Franco an vielen Dingen ziemlich viel zusammengearbeitet. Ich bin auch ziemlich viel mit ihm durch viele Länder gereist. Es war also eine tolle Erfahrung, am Anfang so nah dran zu sein und wie ein Schwamm von all diesen Leuten lernen zu können, die so viel Erfahrung haben. Denn wenn man ihnen zuhört, kann man Dinge lernen, die sie in 40 Jahren gelernt haben. Durch all die Begegnungen und indem man einfach mit ihnen abhängt, bekommt man jede Menge wichtige Informationen, die vielen anderen Menschen nicht zugänglich sind. Was war deine erste Expedition?
Meine erste Expedition führte mich nach Südafrika. Davor haben wir viel im Kongo gearbeitet und in vielen anderen Ländern, in Afrika und Südamerika, sowie einige Jahre lang auch in Kanada. Vor der Expedition habe ich mich hauptsächlich um den Anbau gekümmert. Da Franco kurz zuvor verstorben war, hat es auch eine Weile gedauert, bis wir die Expeditionen wieder aufgenommen haben. In der Zwischenzeit haben wir ein bisschen überall auf der Welt an Projekten gearbeitet... Wir haben im Bereich medizinisches Cannabis gearbeitet. Als wir nach Kanada gingen, ging es um Freizeit-Cannabis.

Wir waren in Kanada, am Tag der Legalisierung. Das ist die Art von Erfahrung, die für einen Enthusiasten wirklich cool ist.
Was waren eure Aktivitäten in Kanada?
Wir hatten zwei Jahre lang eine Zusammenarbeit mit Canopy. Es gab zu viele kulturelle Unterschiede. Die Art und Weise, wie große Unternehmen geführt werden, passt nicht immer zu Enthusiasten, die wirklich ein Qualitätsprodukt wollen. Deshalb haben wir es vorgezogen, aufzuhören, und hoffen, dass wir eines Tages dorthin zurückkehren können. Aber im Moment konzentrieren wir uns zu 100 % auf Thailand, um unsere Blüten auf dem europäischen Markt legal überall anbieten zu können – in Deutschland, in England, überall dort, wo man uns das erlaubt. Und das ist im Moment unser Hauptfokus.
Was ist deine schönste Erinnerung an deine Expeditionen?
Auf jeder Expedition gibt es unglaubliche Momente. Sogar auf Reisen, die keine Expeditionen waren, zum Beispiel als wir nach Francos Tod jeden Monat mit Arjan in den Kongo gefahren sind. Wir haben im Kongo viele Situationen erlebt, die so einzigartig sind und die man an keinem anderen Ort der Welt erleben kann. Es sind also einfach viele Erinnerungen, die sich eingeprägt haben und an denen man sich erfreut. Man versucht, sie so gut wie möglich in sich aufzunehmen, man lebt sie.
In Südafrika zum Beispiel waren wir auf einem Fluss, den noch niemand mit dem Raftingboot befahren hatte. Fünf Tage lang, ohne Mobilfunknetz, ohne irgendetwas, schlugen wir jeden Abend unser Lager auf und schauten uns die Sterne an… Die ganze Umgebung ist majestätisch. Es ist die Natur, die einen beeindruckt. Und in Kirgisistan war es genauso. Der Abstieg mit den Pferden war so steil. Die Pferde rutschen die ganze Zeit ab. Man steht während des gesamten Abstiegs unter Stress und Druck. Und wenn das alles vorbei ist, kommt die Entspannung… Es ist eine Erleichterung, wenn man unten ankommt und alles gut gegangen ist. Danach kommt der nächste Aufstieg und der nächste Abstieg…
Und deine schlimmste Erinnerung?
Das Schlimmste, was ich auf den Expeditionen erlebt habe, war, als ich mir in Südafrika die Rippen verletzt habe – ich glaube, es war am zweiten Tag. Die Rippen tun mir immer

noch weh. Zum Glück hatten wir während einer Expedition noch nie einen Unfall oder schlechte Erfahrungen mit der Regierung oder der Polizei. Bisher gab es noch keine wirklich gefährlichen Situationen.
Wer sind derzeit die Mitglieder der Strain Hunters?
Das Kernteam besteht aus Arjan, Mr. X und mir. Ich hoffe, dass Simon bei der nächsten Expedition wieder dabei sein kann. Und jetzt gibt es auch die neue Generation mit Dax, dem Sohn von Arjan. Es wäre schön, wenn er auch dabei wäre und mit uns weitermacht.
Was ist deine Lieblingssorte?
Es ist ein bisschen schwierig, sich für eine einzige zu entscheiden. Aber ich kann dir ein paar

nennen. Exodus Cheese ist immer ganz oben dabei. Ich mag Chocolope sehr gerne. Ich bin ein großer Fan von Shoreline. Natürlich gehört auch Skittles zu den Top-Sorten. Ich stehe eher auf die Skunk-Seite. Ich mag Skunk. Deshalb würde ich auch die Fullgas nennen. Das ist eine der ersten Kreuzungen, die ich gemacht habe. Sie ist wie eine Version der Exodus auf Steroiden. Da ist auch die Riri Cut, die von einem Franzosen selektiert wurde.
Was magst du lieber: Blüten, Haschisch oder Extrakte?
Ich rauche eher täglich Haschisch, aber wenn es richtig gute Blüten gibt, rauche ich diese immer sehr gerne.
Wie ist derzeit die Lage der CannabisSocial-Clubs in Barcelona?
Es ist immer noch dieselbe Situation. In Barcelona gibt es mehr oder weniger alle zwei Jahre Razzien in den Clubs. Bis Madrid sagt, dass es okay ist. Im Grunde kann niemand etwas tun. Die Polizei weiß nicht so recht, was sie tun soll. Die Politiker wissen nicht so recht, was sie tun sollen.
Du kümmerst dich auch um Thailand. Wie viele Cannabis-Läden habt ihr dort?
Wir haben 6 Coffeeshops, glaube ich. Wir haben 4 oder 5 in Bangkok und einen auf Koh Samui, einer Insel im Süden. Und wir werden sicher lich versuchen, noch ein paar weitere in den touristischen Gebieten zu eröffnen, in Phuket, in Pattaya... Aber das wird erst in Zukunft sein. Wir haben einen Komplex mit Gewächshäusern, mit Innen- und Außenanlagen. Wir haben einen GMP-Bereich (Good Manufacturing Practices). Und wir haben die Saatgutfabrik.
Der Markt für Samen befindet sich derzeit in einer schwierigen Lage. Gibt es noch eine Zukunft für Samen? Der Traum all dieser Anbieter ist es meiner
Meinung nach, ihren Kunden Samen, Klone oder Blüten anbieten zu können. Deshalb ist Thailand für uns wirklich ideal, denn wer eine Packung Samen kaufen möchte, kann die von der Firma angebaute Blüte probieren, das echte Produkt. Er probiert sie, bevor er die Packung kauft. Danach hast du auch die Möglichkeit, den Klon zu kaufen, wir verkaufen in Thailand auch Klone. Man kann sogar eine von uns zusammengestellte Auswahl kaufen oder versuchen, seine eigene Auswahl zu treffen. Das ist sozusagen die ideale Situation, um seine Genetik zu verkaufen. Der Markt für Samen befindet sich im Umbruch. Es gibt mittlerweile viele Klone auf dem Markt. Das hängt davon ab, wo man lebt. In Ländern wie Frankreich wird es meiner Meinung nach immer einen Verkauf von Samen geben, bis Cannabis legalisiert wird. Es wird immer begeisterte Menschen geben, die aus Samen anbauen und Selektionen vornehmen wollen.
So long


Text
und
Fotos:
Charles Stone
Die Philippinen mit ihren siebentausend Inseln gehören zu den schönsten Ländern der Welt. Dennoch ist der Tourismus dort kaum entwickelt – Gründe dafür sind eine schwache Wirtschaft, enorme soziale Ungleichheit und weit verbreitete Armut. Wer sich dennoch dorthin wagt, entdeckt ein wahres Paradies: einsame weiße Sandstrände, unbewohnte Inseln, unzählige Unterwasserwunder und eine großzügige und sehr freundliche, englischsprachige Bevölkerung. Nachdem der ehemalige Präsident Rodrigo Duterte wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Rahmen seines wahnwitzigen „Kriegs gegen die Drogen“ verhaftet und an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag ausgeliefert wurde, sind ruhigere und stabilere Zeiten auf dem Archipel angebrochen. Dennoch steht eine Legalisierung von Cannabis, wie sie in Thailand besteht, absolut nicht zur Debatte. Soft Secrets besuchte das Paradies am anderen Ende der Welt und traf sich mit einigen lokalen Züchtern.

Die weltberühmten Terrassen von Banaue. Dank des reichen, fruchtbaren, schwarzen Bodens ist diese Gegend eine der besten der Welt für den Anbau von Marihuana.
Eine offene Debatte über Drogen steht in diesem überwiegend katholischen Land nicht auf der Tagesordnung. Dennoch wollen wir mehr über den Cannabiskonsum auf den Philippinen erfahren, trotz unseres Schocks und Entsetzens, nachdem wir in einer lokalen Zeitung gelesen hatten, dass schon der bloße Besitz von nur einem Gramm Gras zu einer Gefängnisstrafe von bis zu 2,5 Jahren führen kann.
„Weißt du, die Medien und die Behörden vermitteln eine stark drogenfeindliche
so nice

Botschaft, aber in der Bevölkerung selbst tolerieren die meisten das Kiffen“, erklärt Johnny, ein Hawaiianer, der seit Jahren auf den Philippinen lebt. „Für die meisten Menschen ist das Wichtigste, Shabu nicht anzurühren (Shabu ist der lokale Name für Methamphetamine, für die es einen großen Schwarzmarkt gibt – Anm. d. Red.).“
Johnny, 32, und sein philippinischer Partner Marty, 26, leben in Baguio, einer Stadt auf der größten und nördlichsten der Philippineninseln, Luzon. Johnnys Vater ist Amerikaner und seine Mutter Philippinin. Er lebte lange Zeit in den USA. Seit fast acht Jahren ist er wieder auf den Philippinen, wo er sich mit kleinem Cannabis-Handel über Wasser hält. Zusammen mit Marty, einem Trike-Fahrer – einer Art motorisiertem Dreirad –, beliefert er gelegentlich Einheimische und Touristen mit Cannabis. Beide kennen sich in der Drogenszene der Insel gut aus.
Gelegentlich verbringen beide Zeit auf den Feldern rund um Baguio in der Provinz Pangasinan, wo der Großteil des philippinischen Cannabis herkommt. Die Bauern verstecken ihre Cannabisplantagen inmitten weitläufiger Maisfelder oder Reisfelder. Die Reis-Terrassen von Banaue sind weltberühmt und gelten oft als das achte Weltwunder: Sie wurden vor 2.000 Jahren von einem lokalen Stamm in einen Berghang gehauen. Seitdem werden sie als Reisfelder genutzt, dienen aber oft auch dem illegalen Cannabisanbau. Der

beste Teil der Ernte wird ins Ausland verschifft, während der Rest – die minderwertigere Ware – den lokalen Markt versorgt.
Soft Secrets: Verdienen die Bauern rund um Baguio den Großteil ihres Einkommens mit dem Cannabishandel?
Johnny: „Nein, es ist nur ein Zusatzverdienst, ein kleines Extra, um über die Runden zu kommen. Die örtliche Polizei und die Armee wissen davon. Sie schützen die Felder sogar –gegen Bezahlung natürlich.“
Marty: „Oft wird Bauern, die kein Cannabis anbauen, ihr Land von den örtlichen Behörden beschlagnahmt oder sie werden unter Druck gesetzt, mit dem Anbau zu beginnen, damit man sie dann besteuern kann. Man muss bedenken, dass die Philippinen eines der korruptesten Länder der Welt sind ...“
Anbau
Johnny: „Schon während des Wachstums werden die Felder so aufgeteilt, dass bereits feststeht, welcher Teil für den lokalen Markt bestimmt ist und welcher ins Ausland verschickt wird. Pflanzen, die für den Export bestimmt sind, werden mit großer Sorgfalt behandelt, was bedeutet, dass die Bauern sie häufiger kontrollieren, um kranke oder doppelte Zweige zu entfernen. Hier werden sowohl Indica- als auch Sativa-Sorten angebaut. Indicas sind für den Export reserviert, während Sativas für den lokalen Verbrauch bestimmt sind. Die Samen werden sorgfältig geerntet, um später ausgesät zu werden. Niemand züchtet Klone oder wendet solche Verfahren an. Indicas werden das ganze Jahr über angebaut, also zehn Monate lang, und am Ende der Blüte werden alle Blätter von den Zweigen entfernt. Übrig bleiben nur die großen, kahlen Blütenstände. Diese Technik ermöglicht es den Bauern, größere Blütenstände und damit einen besseren Ertrag zu erzielen. Wenn es Zeit für die Ernte ist, wird die Bewässerung eingestellt, aber die Pflanzen stehen noch einen weiteren
Monat lang, woraufhin die Blüten eine violette Färbung annehmen. In dieser Phase sind die Blütenstände reich an THC, während den Zweigen das gesamte Wasser entzogen wird; so sehr, dass die Zweige bei der Ernte schon beim bloßen Biegen brechen. Die Blütenstände bleiben jedoch feucht.
Die Trocknung erfolgt in kleinen, mit Ventilatoren ausgestatteten Hütten, oder die Blüten werden einfach in großen, länglichen Kartons ausgelegt. Es ist auch üblich, die Blüten in Bambusstangen zu trocknen.
Baguio und seine Umgebung bilden ein natürliches Gewächshaus; die klimatischen Bedingungen sind nahezu perfekt für den Anbau von Cannabis. Aber das ist noch nicht alles, denn hier wird fast alles angebaut: Obst, Gemüse, Reis und Zierpflanzen.“
Johnny und Marty kennen sich offensichtlich sehr gut aus. Aber wie sieht es mit Haschisch aus? Gibt es auch eine lokale Produktion und einen lokalen Konsum?
„Haschisch ist hier nicht sehr beliebt“, erklärt Marty. „Tatsächlich produzieren und rauchen es nur Ausländer. Sie sind auch die Einzigen auf den Philippinen, die Pflanzen in Innenräumen anbauen. Es stimmt, dass es auf dieser Insel einen einheimischen Stamm gibt, die Igurot, die manchmal Haschisch herstellen. Es sieht aus wie rotes libanesisches Haschisch. Die Igurot rauchen es nicht, sondern essen es und machen daraus eine Art Space Cake.“
Und wie sieht es mit den Preisen aus? Marty: „Hier wird Gras in Tüten, Beuteln oder Schachteln verkauft. Man kann auch Joints kaufen. Meistens wird es aber kiloweise verkauft. Hier kostet es etwa 100 € pro Kilo. Ein 50-Gramm-Stück Haschisch kostet zwischen 500 € und 1.000 €.“
Johnny: „Nun, ein einfacher Joint kostet etwa 50 philippinische Pesos (ca. 0,70 €). Ein

1-Gramm-Säckchen kostet fast 100 Pesos (ca. 1,50 €). Ein halbes Kilo kostet 1.000 Pesos (15 €) und ein Kilo zwischen 2.500 und 4.000 Pesos (zwischen 35 € und 60 €).
Als die Amerikaner noch hier waren, waren die Preise viel niedriger und die Qualität zehnmal besser (bis 1992 waren die US-Marine und die US-Luftwaffe auf den Philippinen sehr stark vertreten – Anm. d. Red.). In von Amerikanern bewohnten Gegenden war die örtliche Polizei viel diskreter, und es war daher viel einfacher, Geschäfte zu machen.“
Welche Arten von Gras gibt es?
Marty: „Das mit Abstand beste Gras, das man hier finden kann, heißt Buntot Pusa, was ‚Katzenschwanz‘ bedeutet. Abgesehen davon ist die beliebteste Sorte mittlerer Qualität Baguio Gold. Es gibt auch Lagkitan, was ‚klebrig‘ bedeutet, und Violet, eine Sorte in dieser Farbe. Das sind die hier am häufigsten vorkommenden Sorten.“
Gibt es in diesem katholischen Land viele Konsumenten?
Johnny: „Ich schätze, dass gut 50 % der Bevölkerung, ob jung oder alt, regelmäßig einen anzünden. Hier ist kiffen eine gesellige Aktivität, die oft mit Freunden, beim Abendessen, auf Partys oder beim Ausgehen stattfindet; was jedoch nichts


daran ändert, dass es sehr diskret und heimlich geschieht. Wir rauchen nicht in der Öffentlichkeit oder in der Nähe von Fremden. Das würde Ärger bedeuten.“
Wie raucht man auf den Philippinen?
Marty: „Hier gibt es keine King Size Zigarettenpapier; die werden nicht verkauft. Gras wird pur geraucht, in selbstgemachtes Papier gedreht. Es wird auch in Pfeifen geraucht. Meistens in Pfeifen, die Raucher aus Bambus herstellen.“
Johnny: „Jüngere Leute basteln sich oft eine Prison Bong, eine provisorische Pfeife aus der Aluminiumfolie von Zigarettenpackungen, die sie zu einer Art Röhre mit einer Krümmung an einem Ende rollen. Dann geben sie ein paar fein zerkleinerte Grasblätter in den improvisierten Kopf. Das Gras wird pur geraucht, ohne Tabak.“
Marty: „Zubehör wie Bongs oder Wasserpfeifen gibt es hier nicht. Gelegentlich bringt ein Ausländer eine mit, aber man sieht so etwas fast nie.“
Was passiert, wenn der schlimmste Fall eintritt und du erwischt wirst?
Johnny: „In 99 % der Fälle kannst du dich sofort freikaufen, indem du den Polizisten bestichst, der dich geschnappt hat. Jeder Polizist hier ist korrupt. Deshalb haben sie dich so genau im Auge. Es geht ihnen nicht so sehr darum, gegen Drogen vorzugehen, sondern sie wollen einfach nur ein bisschen Geld dazuverdienen.“
Marty: „Wenn du kein Bargeld dabei hast, musst du dir so schnell wie möglich welches besorgen, sonst steckst du in großen Schwierigkeiten.“
Johnny: „Natürlich zahlen Ausländer mehr als Filipinos. Wenn du mit einem Joint erwischt wirst, kannst du sicher sein, dass dich das mindestens 1.000 Dollar kostet. Wenn du eine Uhr oder eine wertvolle Halskette hast, kannst du dich auch davon verabschieden. Wenn du nicht zahlst, landest du in einer Zelle. Und wenn du erst mal dort bist, zusammengepfercht mit zwanzig anderen Leuten auf wenigen Quadratmetern, glaub mir, entscheidest du dich schnell für das kleinere Übel. Die Stammgäste wissen, wie das läuft; oft sind es die Neulinge, die aufgegriffen werden, diejenigen ohne Beziehungen.“
Marty: „Wenn du Ausländer bist und kein Bargeld dabei hast, begleitet dich der Polizist
ganz beiläufig zu deinem Hotel, damit du dir Bargeld holen kannst. Er begleitet dich vielleicht auch zu einem Geldautomaten oder einer Bank.“
Johnny: „So ein Geschäft dauert nicht länger als einen Tag, sonst könnte der Polizist Ärger bekommen. Wenn der Tag vorbei ist, bevor du das Geld besorgt hast, landest du auf der Wache. Ein amerikanischer Freund von mir wurde einmal zu seinem Hotel begleitet, wo er nur Reiseschecks dabei hatte, und das zu einer Zeit, als die Banken bereits geschlossen waren. Er musste ein Zimmer bezahlen, damit der Polizist die Nacht im selben Hotel verbringen konnte. Am nächsten Morgen gingen die beiden Männer direkt zur Bank.“
Marty: „In der Zwischenzeit hatte der Beamte dafür gesorgt, dass jemand auf der Polizeiwache für ihn einsprang, damit seine
Johnny: „Ein anderer amerikanischer Freund von mir hatte eine Hausdurchsuchung durch die Polizei, während er gerade mit drei anderen Amerikanern einen Deal abwickelte. Die Polizei fand acht Kilo Gras, etwas Koks und eine Schrotflinte. Am Ende kamen die vier dank einer Bestechungssumme von einer Million Pesos, die sie gemeinsam aufbrachten, ohne Verurteilung davon. Je größer das Verbrechen, desto mehr Geld muss man in der Tasche haben (lacht)!“
Welche Vorsichtsmaßnahmen sollten Touristen treffen?
Johnny: „Geh niemals persönlich hin, um den Deal abzuschließen, denn das Risiko, von einem Verräter verraten zu werden, ist zu hoch. Am häufigsten wendet man sich an einen Trike-Fahrer, obwohl viele von ihnen ebenfalls Informanten sind. Außerdem sind sie keine besonders zuverlässigen Leute. Man
Abwesenheit nicht auffiel. Polizeibeamte, die einen höheren Rang als einfache Polizisten haben, lassen ihre Untergebenen die Transaktion für sie abwickeln, um sicherzustellen, dass sie nicht dabei gesehen werden.“
Johnny: „Auch rangniedrigere Polizeibeamte wollen nicht von ihren Kollegen gesehen werden, da sie riskieren, einen Teil des erpressten Geldes zu verlieren.“
Und wie sieht es mit den Strafen aus?
Johnny: „Wenn du kein Geld hast, um dich freizukaufen, wirst du lange im Gefängnis

Die Bauern verstecken ihre Cannabisplantagen inmitten weitläufiger Maisfelder oder Reisfelder. so Rice
sitzen. Für einen Joint beträgt die Strafe in der Regel zwei Jahre und vier Monate. Das ist die Grundstrafe. Wenn du aber mehr Gras bei dir hast, fällt die Strafe höher aus. Außerdem solltest du wissen, dass diese Grundstrafe von zwei Jahren und vier Monaten nur gilt, wenn du zum ersten Mal erwischt wirst. Wenn es das zweite Mal ist, fällt die Strafe viel härter aus. Wenn du mit mehr als zwei Kilo erwischt wirst, wirst du automatisch zu lebenslanger Haft verurteilt.“
Marty: „Hier hat die Polizei ihre Informanten. Die bekommen einen Bonus, wenn sie jeman den verraten. Meistens behalten sie einen Teil der Bestechungsgelder. Oft verkaufen diese Informanten das beschlagnahmte Cannabis gegen eine Provision.“
muss über den geforderten Preis feilschen, aber wenn man zu viel feilscht und der TrikeFahrer zu viel von seiner Provision verliert, verpfeift er einen vielleicht. Nur wenn man den Preis zahlt, den er für fair hält – also viel zu viel –, kann man hoffen, Ärger zu vermeiden. Wenn du ihm zu frech bist oder ihm dein Aussehen nicht gefällt, kannst du sicher sein, dass er dich ohne zu zögern verpfeift. Nein, am besten suchst du dir schnell eine Freundin und beauftragst sie mit der Beschaffung. Sie kennt sich aus. Ich rate Touristen dringend davon ab, selbst loszuziehen und Drogen zu besorgen. Das ist ein Rezept für eine Katastrophe.“
Wir danken Marty und Johnny für ihre guten Ratschläge und versprechen, ihnen bei unserem nächsten Besuch ein paar King Size Zigarettenpapier mitzubringen. Als wir uns verabschieden, sagt Johnny: „Vielleicht interessiert es euch zu wissen, dass Ärzte seit kurzem ihren Patienten, die an Asthma oder Arthritis leiden, medizinisches Cannabis verschreiben dürfen. Seht ihr, wir hinken hier doch gar nicht so weit hinterher! (lacht).“



Von Johnny Stardust
Wer schon einmal selbst gegrowt hat, weiß, dass zwischen perfektem Setup und kompletter Katastrophe manchmal nur ein falscher Knopfdruck oder ein bisschen zu viel Ehrgeiz liegt. Und während solche Fehler im Moment des Geschehens absolut nicht lustig sind, werden sie mit etwas Abstand oft zu genau den Geschichten, die man immer wieder mit einem Schmunzeln erzählt. Schließlich bleiben am Ende meistens solche Durchläufe in Erinnerung, die nicht reibungslos abliefen, sondern in denen alles schiefgelaufen ist. Und genau darin liegt, bei aller Ironie, auch ein Teil des Reizes. Grow-Fails sind ärgerlich, aber auch sehr lehrreich – und rückblickend oft einfach nur herrlich absurd.
Dauerlicht statt Blüte um. Dort ist der Lichtzyklus eigentlich auf 12/12 eingestellt – zumindest dachte er das. Beim Verlassen des Raumes muss er jedoch gegen den „On“Knopf der Zeitschaltuhr gekommen sein. Statt des vorgesehenen Rhythmus lief die Beleuchtung plötzlich im Dauerbetrieb auf 24/0. Das Absurde daran: Es fiel ihm über mehr als drei Wochen nicht auf. Der Grund war simpel, denn er war immer nur mittags im Raum, genau dann, wenn das Licht ohnehin hätte an sein sollen. Statt in die Blüte zu gehen, verlängerte sich die Vegetationsphase massiv. Am Ende standen zwar beeindruckend große Pflanzen da, allerdings nicht so, wie es geplant war. Ein klassischer Fall von „läuft… nur halt
falsch… und im Nachhinein echt witzig“.
Falsch heruntergebunden – mein LST-Desaster Viel schmerzhafter war einer meiner eigenen frühen Fehler. Voller Motivation wollte ich mich damals am Low-Stress-Training versuchen. Die Pflanze wurde sauber getoppt, alles lief gut, und dann ging es kurze Zeit später ans Herunterbinden der Triebe. In meinem Kopf war das eine einfache Sache. Was ich dabei aber offensichtlich nicht bedacht hatte, war das Wachstum der Pflanze selbst. Statt die Triebe locker zu fixieren, habe ich mit einem dünnen Faden die Zweige eng verknotet und festgebunden, und den Faden


straff am Topf befestigt. Anfangs sah das Ganze sogar ziemlich ordentlich aus. Doch Pflanzen hören bekanntlich nicht einfach auf zu wachsen, nur weil man sie festgebunden hat. Die Zweige wurden dicker, der Faden blieb eng – und begann sich langsam in das Pflanzengewebe einzuschneiden. Erst wurden die Blätter gelb und fielen ab, dann wirkten alle Triebe plötzlich komplett geschwächt, und ich stand ratlos davor und suchte nach der Ursache. Bis ich die eingewachsenen Fäden realisierte und mir klar wurde, dass ich meine Pflanze umgebracht hatte. Eine Erkenntnis, die gleichzeitig peinlich und lehrreich war, und mir im Herzen weh getan hat. Heute mache ich das natürlich komplett anders, und die Triebe werden nur locker fixiert und die Schnur nicht verknotet, und ich nehme auch keinen dünnen Faden mehr, sondern eine weiche Kordel. Wichtig ist, immer genug Spielraum zu lassen, damit der Zweig ungehindert dicker werden kann.
Der heimliche Mit-Gießer
Ein Bekannter von mir, der vor einigen Jahren zusammen mit einem Kumpel in einer WG lebte, wunderte sich über schlappe Pflanzen mit herunterhängenden Blättern und Triebköpfen sowie eine dauerhaft feuchte Erde. Für ihn war klar, dass das Problem an der Bewässerung liegen musste. Was er ausschloss, war eigenes Übergießen; schließlich hielt er seinen festen Rhythmus strikt ein. Was er nicht wusste war, dass sein Mitbewohner, der mit dem Thema Hanf und Growen eigentlich nichts zu tun und auch keine Ahnung davon hatte, ohne Rücksprache, aber trotzdem gut gemeint, ebenfalls einen „festen Rhythmus“ hatte. Immer dann, wenn ihm die Pflanzen durstig vorkamen, goss er sie zusätzlich. Dabei waren sie zu keiner Zeit durstig gewesen, sondern das Gegenteil war der Fall. Da beide sich aufgrund von unterschiedlichen Arbeitszeiten zu dieser Zeit kaum sahen, nicht darüber sprachen und mein Bekannter nicht auf die Idee kam, dass sein Mitbewohner was damit zu tun haben könnte, blieb das Missverständnis über Wochen unbemerkt. Das Ergebnis war dauerhafte Überwässerung sowie sehr schwache und gestresste Pflanzen mit fauligen Wurzeln. Als die Ursache schließlich aufflog, war der Schaden
jedoch schon da, allerdings blieb am Ende immerhin eine lustige Geschichte.
Zu früh gefreut Geduld ist ebenfalls ein Thema, das vielen Growern zu schaffen macht. So auch bei einem Bekannten, der bei seinem allerersten Outdoor-Grow davon überzeugt war, seine Pflanzen seien bereits Anfang September erntereif. Optisch sahen sie schon ganz gut aus und die Vorfreude tat ihr Übriges. Also hat er, ohne genauer auf den Reifegrad der Trichome zu achten, geerntet. Das Ergebnis war sehr ernüchternd: Das Weed hatte keine Wirkung sowie ein heuartiges, grünes Aroma; es war eine echte „Hecke“. Dafür fiel der Ertrag immerhin ordentlich aus und er hatte eine nette Menge Weed, welches er aber selbst nicht rauchen wollte. Danach hatte mein Bekannter verstanden, dass ein paar Wochen mehr den entscheidenden Unterschied gemacht hätten, zumal es das Wetter sogar problemlos zugelassen hätte.
Kleiner Dreh mit großen Folgen Das ist eine Geschichte, die mir vor etwa 20 Jahren bei einem Freund im Garten passiert ist. Ich war zu Besuch und im Garten stand eine schöne Outdoorpflanze in einem großen Topf, die eigentlich völlig stabil und gut entwickelt wirkte. Bei genauerer Begutachtung fiel mir auf, dass sie etwas einseitig zum Licht gewachsen war und meiner Meinung nicht 100 % optimal stand. Aus einer spontanen Idee heraus wollte ich sie nur kurz etwas drehen, damit sie gleichmäßiger steht.
In dem Moment ging alles viel schneller schief als gedacht. Beim Anheben und Bewegen haben der Topf und ich leicht das Gleichgewicht verloren und die Pflanze ist tatsächlich umgekippt. Dabei sind mehrere Triebe abgeknickt oder komplett abgebrochen, und im ersten Moment war das einfach nur ärgerlich und unangenehm zugleich. Ich war ein bisschen erschrocken und wusste natürlich sofort, dass diese kleine „Optimierung“ gerade deutlich mehr Schaden angerichtet als geholfen hat. Die Pflanze hat das Ganze zwar überlebt und sich im Laufe der Zeit wieder gefangen, aber der Wuchs war danach nie wieder wirklich sauber. Sie
ist etwas sonderbar und ungleichmäßig weitergewachsen, mit deutlich sichtbaren Spuren des Vorfalls. Optisch war sie nicht mehr ganz das, was sie vorher war, aber sie hat sich erstaunlich gut durch die Saison gekämpft und am Ende trotzdem noch eine ordentliche Ernte abgeworfen. Jedes Mal, wenn ich heute irgendwo einen Pflanzentopf anhebe oder auch nur kurz bewege, denke ich genau an diesen Moment zurück.
Der Mythos der „Pille“ im Gießwasser Auf einer schönen Gartenparty war mir einmal eine Pflanze aufgefallen, die auf den ersten Blick zwar wie Hanf aussah, aber extrem merkwürdig gewachsen war. Die Blätter wirkten deformiert, hatten nur wenige und ungewöhnlich geformte Finger, und die gesamte Pflanze sah insgesamt einfach völlig ungesund und verzerrt aus. Aus Neugier sprach ich den Besitzer des Gartens darauf an und fragte, ob er wisse, warum sie so seltsam aussieht. Er meinte allen Ernstes, dass er irgendwo gelesen habe, dass die Zugabe einer Antibaby-Pille ins Gießwasser angeblich dafür sorgt, dass die Pflanze sicher weiblich werde, und dass er das einfach ausprobiert habe. Das Ergebnis stand dann offensichtlich vor uns: Das war definitiv eine der am merkwürdigsten aussehenden Hanfpflanzen, die ich jemals gesehen habe. Ich gehe nicht davon aus, dass die „Pille“ am Ende irgendeinen Effekt hatte, außer eben für drastische Missbildungen zu sorgen. Dann lieber auf feminisiertes Saatgut setzen.
Die Maus mit dem grünen Daumen Ein Freund von mir lebte vor ein paar Jahren ein

ziemlich wildes Leben irgendwo in Spanien und hatte sich nebenbei mit viel Hingabe um eine einzelne Outdoorpflanze gekümmert. Es gab kein Hightech, sondern ausschließlich Sonne, gute

Erde, Quellwasser und regelmäßige Aufmerksamkeit. Eines Morgens kam er wie gewohnt zu seinem Spot und konnte kaum glauben, was er sah. Die Pflanze war komplett zerfressen. Die Triebe waren überall angeknabbert und die Pflanze hatte keine klare Struktur mehr; nur noch ein trauriger Rest. Für ihn war sofort klar, dass eine Maus am Werk gewesen sein musste und dass dieses One-Plant-Projekt gelaufen war. Entsprechend frustriert ließ er alles stehen und liegen und verschwand für drei Wochen an einen anderen Ort, wo er einen Freund besuchte.
Als er zurückkam, rechnete er eigentlich nur noch mit einem vertrockneten Überbleibsel. Stattdessen stand dort eine überraschend dichte, extrem buschige, verzweigte und insgesamt sehr vitale Pflanze, die nicht wiederzuerkennen war. Die Maus hatte die Pflanze offenbar nicht zerstört, sondern im Grunde jeden einzelnen Trieb sauber „gefimt“ („FIM“, umgangssprachlich für „Fuck, I Missed“, also „verfehlt“, weil die Wachstumsspitze beim Entfernen nicht sauber getroffen wird).
Auf diese Weise hat mein Freund ganz ungewollt eine Technik zur Beeinflussung des Pflanzenwachstums kennengelernt, die er vorher noch nicht kannte. Aus den beschädigten Spitzen
waren viele neue Triebe gewachsen, wodurch sich die Pflanze extrem verzweigt hatte. Was zunächst wie ein Totalschaden aussah, entpuppte sich als unbeabsichtigtes High-Stress-Training auf ziemlich effiziente Weise. Dass die Pflanze das Ganze überhaupt überlebt hatte, lag wohl daran, dass es während seiner Abwesenheit an ein paar Tagen geregnet hatte. Ohne dieses bisschen Glück wäre sie vermutlich tatsächlich eingegangen. So aber wurde aus einer vermeintlichen Katastrophe am Ende ein unerwartet kräftiger, fast schon bilderbuchmäßiger Busch mit einem Ernteerfolg von fast einem halben Kilogramm toller Buds; sowie natürlich auch eine Story, die bis heute hängen geblieben ist.
Fazit
Am Ende zeigt sich, dass Homegrowen immer auch ein Zusammenspiel aus Aufmerksamkeit, Erfahrung und Glück ist. Was im Moment selbst noch nach einem ernsten Problem aussieht, entwickelt sich mit der Zeit oft zu einer Mischung aus Erkenntnis und Unterhaltung, die den eigentlichen Lernprozess erst so richtig komplett macht; zumindest beim Anbau zu Hause, in professionellen Zuchtanlagen sollten die beschriebenen Fehler natürlich nicht passieren. konstantes, feines & schonenderes Grinden per Pressdruck - große Aufbewahrungskammer mit luftdichtem Deckel
Pollensieb & abgerundete Pollenkammer


Versteckt zwischen den Bergen im Süden Österreichs geschieht etwas, das man eher in einem japanischen Gebirgstal erwarten würde als in einer Hightech-Indoor-Farm. Martin und Eszter kultivieren dort frischen Wasabi. Nicht in schlammigen Bergbächen, sondern in einem vollständig kontrollierten hydroponischen Indoor-System.
Genau das macht dieses Projekt so besonders. Denn echter Wasabi gilt weltweit als eine der schwierigsten Kulturpflanzen überhaupt.
Während immer mehr Spezialkulturen ihren Weg in Gewächshäuser und Indoor-Farmen finden, bleibt echter Wasabi eine Ausnahmeerscheinung. In der Natur wächst die Pflanze nur unter äußerst spezifischen Bedingungen: kühles, fließendes Wasser, konstante Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und vor allem nahezu keinerlei Spielraum für Fehler. Genau deshalb scheitert der kommerzielle Wasabi-Anbau so häufig.
Ein japanischer Gebirgsbach –nachgebaut im Indoor-System
Um diese natürlichen Bedingungen nachzubilden, entwickelten Martin und Eszter ihr eigenes rezirkulierendes FloatingSystem. Temperatur, Wasserqualität und Nährstoffversorgung werden darin permanent überwacht und angepasst.
Die Pflanzen starten als In-vitro-Kulturen, die direkt aus Japan importiert werden. Anschließend wachsen sie mehrere Monate, bis die Rhizome kräftig genug für die Ernte sind. Ein Teil der Pflanze bleibt dabei stets erhalten, wodurch die Pflanzen direkt erneut austreiben können. Dadurch ist eine
erneute Ernte bereits nach fünf bis sechs Wochen möglich.
Der gesamte Prozess findet indoor statt: Anbau, Ernte, Verarbeitung und Verpackung.
Der frische Wasabi wird anschließend zu Pulver und Pasten weiterverarbeitet – für Restaurants, Lebensmittelunternehmen sowie Anwendungen im Food-, Wellnessund Gesundheitsbereich. Die Nachfrage nach hochwertigem, in Europa angebautem Wasabi steigt rasant, insbesondere weil immer mehr Spitzenköche nach echtem Wasabi suchen statt nach der bekannten grünen Meerrettichpaste, die häufig unter


demselben Namen verkauft wird. Präzision, Stabilität und vollständige Kontrolle Laut Martin dreht sich beim erfolgreichen Wasabi-Anbau alles um Stabilität. Bereits kleinste Schwankungen in Wasserqualität oder Nährstoffbalance können die Kultur destabilisieren. Deshalb setzt das Team auf ein rezirkulierendes Hydrosystem, bei dem Konstanz und Präzision im Mittelpunkt stehen.
Für die Nährstoffversorgung entschieden sie sich schließlich für Produkte aus der AquaLinie von CANNA, ergänzt durch Produkte wie CANNA CALMAG AGENT und CANNA RHIZOTONIC. Laut den Growern erwies sich insbesondere die Stabilität der Nährlösung in Umlaufsystemen als entscheidender Faktor.
Die gesamte Anlage wird zudem größtenteils mit Solarenergie betrieben – besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass der komplette Betrieb von lediglich sechs Mitarbeitenden geführt wird.
Indoor Farming wird immer spezialisierter
Der Indoor-Anbau von Wasabi zeigt eindrucksvoll, wie schnell sich Controlled Environment Agriculture weiterentwickelt. Während sich Indoor Farming früher hauptsächlich auf Salate und Kräuter konzentrierte, rücken heute zunehmend exklusive Spezialkulturen mit hohem Marktwert in den Fokus.
Gerade diese empfindlichen Pflanzen, die sich im Outdoor-Anbau nur schwer konstant kultivieren lassen, scheinen perfekt für vollständig kontrollierte Anbausysteme geeignet zu sein.
Die Vorstellung an sich wirkt beinahe surreal: Eine Pflanze, die traditionell in kalten japanischen Gebirgsbächen wächst, gedeiht heute in einer österreichischen Indoor-Farm – umgeben von Pumpen, Sensoren und schwimmenden Kultivierungsbecken.
Vielleicht liegt die Zukunft des Indoor Farmings gar nicht im Größerwerden. Wirklich spannend wird sie womöglich erst dann, wenn sie hochspezialisiert wird.

Von Bosterix
Für die meisten Homegrower beginnt der Eigenanbau mit der Wahl der richtigen Cannabissamen. Das ist eine kritische Entscheidung - geht alles gut, können wir in einigen Monaten die Ernte genießen. Und in diesem Artikel kann der Leser mehr über die aktuelle Marktsituation hinsichtlich des Saatgutes von psychoaktiven und medizinischen Cannabissorten erfahren.
Der Samen gilt Biologen als die äußerste Anpassung des Pflanzenreichs an die terrestrische Umwelt. Er enthält den Embryo eines Sämlings, seine Nährstoffe und eine Schutzschicht, welche ihm unter geeigneten Bedingungen ermöglicht, sich zu entwickeln.
Die Saatgutproduktion ist ein fundamentaler agrarischer Prozess, der die Domestizierung von Pflanzen ermöglicht und sie an Umweltbedingungen und die Bedürfnisse der Bauern angepasst hat.
Der legale Verkauf von Cannabissamen begann in den 1980er-Jahren in den Niederlanden und erlebt gegenwärtig seine Blütezeit. Hochwertiges Saatgut ist leicht erhältlich, zudem erscheinen täglich neue Samenbanken und Cannabissorten.

Was sind Saatgutbanken?
Vor dem Aufkommen von Saatgutbanken konnten Grower sich Samen besorgen nur a) durch Reisen in Länder, wo traditionelle Cannabissorten angebaut wurden b) über jemanden, der bereits dort gewesen war, oder häufiger c) durch Herauspicken von Samen aus kommerziellem Marihuana.
Heute werden Produzenten von Marihuanasamen für den kommerziellen Verkauf als Samen- oder Saatgutbanken bezeichnet. Innerhalb der Banken sind Züchter dafür verantwortlich, die besten Sorten - also diejenigen, welche das qualitativ hochwertigste Marihuana erzeugen - auszuwählen und diese zu kreuzen, um Cannabissorten zu erhalten, die den Ansprüchen von Growern genügen.
Natürlich variieren die Vorlieben und Bedürfnisse von Growern hinsichtlich Wirkung, Geschmack, Aroma und Aussehen, auch eignen sich die Pflanzen nicht gleichermaßen für den Indoor- bzw. Outdoor-Anbau, für kurze Blühphasen usw. Dies hat zur Entwicklung einer Vielzahl von Cannabissorten geführt.
Wo Saatgut kaufen?
Cannabissamen können wir direkt bei der
Samenbank oder im Growshop kaufen. Was die Qualität betrifft, haben sich Shops in den letzten 20 Jahren bei der Saatgutkonservierung deutlich verbessert, sodass es keinen Unterschied macht, ob wir den Samen im Growshop oder direkt von der Saatgutbank kaufen.
Preislich gesehen haben Samenbanken, weil sie ihre Ware auch an Zwischenhändler und Shops verkaufen, weniger Möglichkeiten, Rabatte anzubieten. Growshops hingegen, die direkt an Endverbraucher verkaufen, können die Preise senken, Rabatte gewähren, als eine Marketingstrategie, und haben deshalb in der Regel bessere Angebote.
Wie werden kommerzielle Cannabissamen produziert? Saatgutbanken produzieren ihre Samen in Räumen, um Fremdbestäubung zu verhindern, was beim Anbau im Freien passieren kann. Es gibt verschiedene Verfahren, eine kommerzielle Cannabissorte zu erzeugen. Die klassische Methode beginnt mit einer stabilen männlichen und weiblichen Pflanze, deren Eigenschaften über Generationen erhalten werden. Nachdem die qualitativ besten männlichen und weiblichen Pflanzen

ausgewählt sind, werden sie gekreuzt, selektiert, indoors kultiviert und über mehrere Generationen stabilisiert. Wenn sich homogene Pflanzen entwickelt haben, sind sie bereit für den Verkauf. Dieser Prozess ist zeitaufwändig; jede Generation benötigt mehrere Monate für die Entwicklung, hinzu kommen Zeiten für Tests und Selektionen.
Die Fortschritte, welche zur Entwicklung feminisierter Samen führten, haben - wie wir später sehen werden - auch die Saatgutproduktion verändert.
Arten von Cannabissamen
Der zunehmende Eigenanbau in den letzten drei Jahrzehnten hat die Züchtung hochwertiger Cannabissorten für kommerzielle Zwecke stark vorangetrieben. Mittlerweile sind auch feminisierte, Autofloweringund Saatgutsorten erhältlich, die reich an anderen Cannabinoiden als THC sind. Diese unterschiedlichen Eigenschaften werden so kombiniert, dass es beispielsweise möglich ist, Samen von feminisierten, selbstblühenden Cannabispflanzen mit hohem CBD-Gehalt zu bekommen.
Feminisiertes Saatgut
Aus feminisierten Samen wachsen ausschließlich psychoaktive und therapeutisch wirksame weibliche Pflanzen. Die Vorteile solcher Samen liegen auf der Hand: Die Platzersparnis, was insbesondere beim Anbau in der Stadt oder in Innenräumen wichtig ist; man gibt weniger Geld für Erde und Dünger aus, was sonst auch für das Heranziehen männlicher Pflanzen verwendet wird, die später weggeworfen werden; vor allem jedoch gewinnen wir zusätzliche Sicherheit, weil die Häufigkeit von notwendigen Eingriffen bei den Anbaupflanzen in der Regel von deren Anzahl abhängt.
Es gibt zwei Verfahren, feminisierte Samen zu erhalten: Rodelisierung und Geschlechtsumkehr der Pflanze mithilfe chemischer Induktoren.
Bei der Rodelisierung wird die weibliche Pflanze, nachdem sie gereift ist, einige Wochen länger kultiviert. Dadurch wird die Pflanze gestresst und veranlasst, männliche Blüten zwecks Fortpflanzung zu bilden. Dies ist eine natürliche und für jeden zugängliche Methode, feminisierte Samen zu gewinnen. Manche Grower ernten nur die oberen
größeren Blütenstände und lassen die unteren einige Wochen länger stehen, um feminisierte Samen zu erhalten. Allerdings kann diese Methode manchmal hermaphroditische Pflanzen erzeugen.
Die Geschlechtsumkehr wird durch den Einsatz von Chemikalien wie Gibberellinsäure, Silbernitrat und Silberthiosulfat erreicht. Letzteres (das wirksamste Mittel) entsteht durch die Verbindung von Silbernitrat und Natriumthiosulfat. Die Pflanze wird mit dieser Flüssigkeit besprüht und die Photoperiode auf Blühphase umgestellt. Innerhalb weniger Wochen erscheinen männliche Blüten. Diese besitzen weibliche Gene und daher werden, wenn weibliche Pflanzen von ihnen bestäubt werden, ausschließlich weibliche Nachkommen erzeugt. Die Geschlechtsumkehr ist heute das effektivste und am weitesten verbreitete Verfahren der Saatgutproduktion.
Autoflowering-Samen
Autoflowering-Sorten zeichnen sich dadurch aus, dass sie unabhängig von der täglichen Dauer der Sonneneinstrahlung (Photoperiode) zu reifen und zu blühen beginnen. Dies ist auf die enthaltene Ruderalis-Genetik zurückzuführen. Ruderalis-Sorten wurden von den russischen Botanikern Dimitri Erastovich Yanishevski und Nikolai Vavilov in der UdSSR bei ihren Forschungen zur Artenvielfalt entdeckt. In den 1970er Jahren gelangten sie in die USA und nach Kanada und später in die Niederlande. Weil Ruderalis-Sorten eine sehr geringe Cannabinoidkonzentration aufweisen und wenig Ertrag bringen, kreuzten Züchter sie mit potenten kommerziellen Cannabissorten, um Pflanzen zu erhalten, die 60 bis 90 Tage nach der Keimung erntereif sind. Aufgrund ihrer kurzen Wuchsphase bleiben sie klein, was jedoch durch den Anbau mehrerer Pflanzen ausgeglichen werden kann. Wichtig ist lediglich, dass die Temperaturen während der Wuchsphase nicht unter 10 °C fallen, um Stress zu vermeiden, der das Wachstum hemmen kann und am Ende sehr kleine Pflanzen ergibt. Die beste Anbausaison für diese Sorten ist von Mai bis August.
CBD-reiche Saatgut-Sorten und neue Cannabinoide
Das Aufkommen von Saatgutbanken führte zur Entwicklung kommerzieller Cannabissorten. In den ersten Jahren konzentrierten sie


sich auf der Züchtung immer aromatischerer und potenterer Sorten, welche sich sowohl für den Indoor- als auch für den Outdoor-Anbau eigneten. Und als die therapeutischen Wirkung von CBD entdeckt wurde, gab dies der Züchtung von Cannabissorten zusätzlichen Auftrieb - mit einem niedrigen CBD/THC-Verhältnis, ausgewogenem oder höherem CBD-Gehalt, um den Bedürfnissen von medizinischen Cannabiskonsumenten gerecht zu werden. In den letzten Jahren hat die Identifizierung weiterer natürlicher Cannabinoide und ihrer positiven Eigenschaften die Entwicklung neuer kommerzieller Sorten vorangetrieben.
Das reicht von Indoor-Growern, die - ausgehend von mehreren Samen derselben Cannabisorte - später eine Mutterpflanze selektieren, bis hin zu Growern mit nur wenigen Pflanzen im Freien, bei denen unterschiedliche Budgets und Anbauerfahrungen usw. zu berücksichtigen sind. Dabei ist unmöglich zu sagen, dass eine Saatgutbank besser ist als eine andere, weil ihre unterschiedlichen Strategien nicht für jeden Grower ebenso geeignet sind.
Landrassen: Ein ungelöstes
Problem
Traditionelle einheimische Pflanzensorten, auch Landrassen genannt, stellen für Züchter ein genetisches Reservoir von unschätzbarem Wert dar.
Einige dieser Cannabissorten, die bis vor Jahrzehnten für reisefreudige Grower zugänglich waren, sind heute vom Aussterben bedroht. Die Konkurrenz durch schnellere, ertragreichere und potentere Sorten, zusammen mit politischen und militärischen Konflikten, Verboten und anderen Faktoren, sind die Hauptprobleme, mit denen sie konfrontiert werden. Der normale Homegrower kann wenig tun, weil

erntereif nach gut 60 Tagen
wie eine mit handelsüblichen potenten feminisierten Sorten. Samenbanken passen sich den Wünschen von Growern an oder erzeugen neue Bedürfnisse, welche die bisherigen übersteigen. Beispielsweise hat das Aufkommen feminisierter Samen die nicht-feminisierten Versionen vieler Cannabissorten verdrängt.
Die Zunahme des kommerziellen Indoor-Anbaus zwecks Belieferung von Clubs, Verkaufsstellen und Coffeeshops sowie das Bestreben von Eigenanbauern, die in diesen Einrichtungen getesteten Cannabissorten selbst anzubauen, beschleunigen - ausgehend von selektierten Klonen - die Saatgutproduktion und verkürzen so die Zeit, die benötigt wird, um eine kommerzielle Sorte zu bekommen.
Aus rein ökonomischer Sicht sind Samenbanken nicht mehr wegzudenken. Marktforschungs- und Consultingfirmen wie Allied Market Research prognostizieren für den Sektor eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 18,4 Prozent. Das bedeutet, dass der Markt, gegenwärtig auf 1,3 Milliarden Dollar geschätzt, bis 2031 ein Volumen von 6,5 Milliarden Dollar erreichen wird. Der globale Markt für Cannabis-Saatgut wird im gleichen Zeitraum voraussichtlich auf 1,2 Milliarden US-Dollar wachsen, bei einer CAGR von 14,7 %. Zweifellos sind die Aussichten für Saatgutproduzenten vielversprechend. Feminisierte

Indoor-Blütenstand
Saatgut für den Indoor- und Outdoor-Cannabisanbau
Drei Faktoren bestimmen, ob eine Saatgutsorte besser für den Anbau im Freien oder in Innenräumen geeignet ist:
• Pflanzengröße.
• Knospenform.
• Blütezeit (in Wochen), abhängig vom Klima der Anbauregion.
Eine reine Sativa mit großem Abstand zwischen den Nodien kann drinnen schwer zu handhaben sein oder eine geringe Ernte abwerfen. Pflanzen mit sehr kompakten Blütenständen sind im Freien, wo sich hohe Luftfeuchtigkeit, Regen, Tau usw. nicht kontrollieren lassen, anfällig für Pilzbefall.
Hinweis: Eine Cannabissorte, die Mitte Oktober erntereif ist, und in einem Samenbank-Katalog aus den Niederlanden als Indoor-Sorte geführt wird, kann in Südspanien sowohl für den Indoor- als auch für den Outdoor-Anbau geeignet sein.
Verschiedene Arten von Saatgutbanken
Bei Samenbanken können wir mindestens drei unterschiedliche Strategien erkennen: Züchtung neuer Cannabissorten. Vermarktung bekannter Sorten zu wettbewerbsfähigen Preisen.
Reproduktion der besten Klone mithilfe von Geschlechtsumkehr.
Jede Saatgutbank passt sich den unterschiedlichen Wünschen von Growern an.
diese Sorten aufgrund ihrer Eigenschaften für sie meistens unattraktiv sind. Wir können auch nicht von lokalen Anbauern in Staaten, wo Landrassen vorkommen, verlangen, dass sie ausschließlich diese ursprünglichen Cannabissorten pflanzen; es ist Aufgabe der Länder selbst, sie als kulturelles Erbe ihrer Traditionen zu bewahren.
Saatgutbanken als genetische Reserve?
Obwohl Samenbanken in der Praxis als genetische Reserve fungieren, zumindest solange sie die jeweiligen Lieblingssorten im Katalog führen, ist das nicht unbedingt ihre Aufgabe. Eine Saatgutbank ist ein Unternehmen und kann daher entscheiden, ihre Cannabissorten zu erhalten, die Kataloge abhängig von den Verkaufszahlen anzupassen, limitierte Auflagen bestimmter Sorten herauszubringen oder sogar ausschließlich mit denen zu arbeiten. Dies mag für manche Outdoor-Grower, die eine Samenbank lieber als beständige genetische Reserve sehen würden, unpassend sein. Aber so sieht die Realität aus, weil der Markt von der Mehrheit der Kunden angetrieben wird, von Indoor-Growern, die eine Mutterpflanze selektieren und erhalten. Eine Möglichkeit für diese Grower wäre, den Schritt zu wagen und Mutterpflanzen auch für den Outdoor-Anbau zu bewahren. Ein kleines Growzelt mit energiesparenden Lampen könnte die Lösung sein.
Wohin entwickelt sich der Markt? Wir sprechen über den Markt, nicht über
neue Projekte der Samenbanken, denn wir wissen, dass sie nicht beliebige Saatgutsorten produzieren können, sondern nur solche, die sich verkaufen lassen. Der Zweck von Samenbanken und ihr Überlebensgrundlage ist der Handel. Eine Saatgutbank, die in ihrem Katalog sehr lang blühende Cannabissorten oder solche mit niedrigem Cannabinoidgehalt präsentiert, hat nicht dieselben Überlebenschancen






Anbau mit Mr. José
Mr. José - info@pestovat.cz
Eine der häufigsten Sorgen, die Menschen haben, wenn sie darüber nachdenken, zu Hause Cannabis anzubauen, ist, dass die ganze Nachbarschaft danach riechen wird. Viele befürchten auch, dass sie die Hälfte ihrer Wohnung für den Anbau opfern müssen oder dass ihre Stromrechnung in die Höhe schnellen wird. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf einige der gängigsten Mythen über den Cannabisanbau zu Hause und zeigen, wie die Realität tatsächlich aussieht.
Riecht es wirklich so stark?
Für mich, wie für viele von euch, riecht
Cannabis nicht wirklich schlecht. Wir müssen jedoch zugeben, dass Cannabis eine sehr aromatische Pflanze ist. Ihr stärkstes Aroma entfaltet sie während der Blütephase, aber selbst eine ausgewachsene Pflanze ohne Blüten kann einen Raum leicht mit ihrem unverwechselbaren Duft erfüllen.
Warum riecht Cannabis überhaupt? Viele Menschen glauben, je stärker das Aroma, desto psychoaktiver müsse das Cannabis sein. Das stimmt nicht ganz. Selbst Cannabis, das nur Spuren psychoaktiver Cannabinoide enthält, kann einen starken Geruch haben.
Cannabisharz enthält eine Vielzahl von
Verbindungen, darunter Cannabinoide und Terpene. Zu den Cannabinoiden zählen Substanzen wie THC, CBD, CBG und CBN. Es sind mehr als hundert Cannabinoide bekannt, wobei viele davon nur in sehr geringen Mengen vorkommen. Einige Cannabinoide sind psychoaktiv, andere hingegen nicht. Eines haben sie jedoch alle gemeinsam: Sie sind geruchlos, sodass man sie eigentlich nicht riechen kann.
Das charakteristische Aroma von Cannabis stammt von Terpenen. Für sich genommen haben Terpene keine nennenswerten psychoaktiven Wirkungen. Sie können jedoch die Wirkungen anderer in Cannabis enthaltener Verbindungen, darunter auch Cannabinoide, beeinflussen und verändern. Terpene

kommen auch in vielen anderen Pflanzen vor. Zu den in Cannabis häufig vorkommenden Beispielen gehören Alpha-Pinen, das ein kiefernartiges Aroma hat, Myrcen, das oft mit Mango assoziiert wird, und Limonen, das nach Zitrusfrüchten riecht.


Da Terpene im Harz gebildet werden, verdampfen einige von ihnen auf natürliche Weise in die Umgebungsluft, was manchmal einen sehr auffälligen Geruch verursachen kann. Wenn du zu Hause auf der Fensterbank Cannabis anbaust, könnte sich das Aroma leicht in der gesamten Wohnung oder im ganzen Haus ausbreiten. Der Geruch ist intensiv und lässt sich nur schwer mit Räucherstäbchen oder gewöhnlichen Lufterfrischern überdecken.
Glücklicherweise ist der Cannabisanbau keineswegs ein neues Hobby, und viele Züchter haben sich bereits mit diesem Problem auseinandergesetzt, sodass mehrere wirksame Lösungen leicht verfügbar sind. Der beste Ansatz ist, in einem geschlossenen Raum zu züchten und einen Aktivkohlefilter zu verwenden. Damit wird das Problem direkt an der Quelle angegangen. Ein Aktivkohlefilter wird an den Abluftventilator angeschlossen, der zur Standardausstattung jedes geschlossenen Zuchtraums gehört, sodass die Installation eines Filters in der Regel keine großen zusätzlichen Investitionen erfordert.
Es gibt auch verschiedene Geruchsneutralisierer, die speziell für diesen Zweck entwickelt wurden. Sie werden vielleicht überrascht sein, wie viele verschiedene Produkte es gibt, sobald Sie sich umsehen. Allerdings sind sie in der Regel nicht so wirksam, wenn sie allein verwendet werden, wie in Kombination mit einem Aktivkohlefilter. Schließlich müssen Sie den Anbauraum gelegentlich öffnen, wodurch etwas Aroma entweichen kann. Idealerweise sollte der an den Aktivkohlefilter angeschlossene Abluftventilator kontinuierlich laufen, um sicherzustellen, dass die Luft ständig durch den Filter gesaugt wird,
anstatt in die Umgebung zu entweichen.
Cannabis zu Hause anzubauen ist teuer
Das kann es sein, muss es aber nicht. Genauso wie ein Radfahrer ein Fahrrad für 200 €, 2.000 € oder sogar 20.000 € kaufen kann, kann ein Heimanbauer von Anfang an entscheiden, wie aufwendig seine Anlage sein soll. Möchtest du es einfach mal ausprobieren? Kaufe ein günstiges Zuchtzelt-Set, stelle ein paar Töpfe hinein und gieße die Pflanzen von Hand. Du kannst für etwa 400 € oder weniger loslegen. Wenn du feststellst, dass dir der Anbau Spaß macht, kannst du deine Anlage nach und nach aufrüsten und im Laufe der Zeit weitere Geräte hinzufügen.
Wenn du jedoch bereits weißt, dass du das ganze Jahr über anbauen und deinen persönlichen Vorrat regelmäßig auffüllen möchtest, ist es sinnvoll, in hochwertigere Beleuchtung und ein effizienteres Belüftungssystem zu investieren, idealerweise in Kombination mit einem guten Kohlefilter. Der Anbau im Freien kann sogar noch


günstiger sein. In vielen Fällen brauchst du lediglich Samen und einen geeigneten, sonnigen Standort. Du kannst schon für wenig mehr als die Kosten einer Packung Samen loslegen.
Wenn man bedenkt, dass ein einziges Gramm Cannabis auf dem illegalen Markt oft zwischen 6 und 12 Euro kostet, ist die Behauptung, dass der Eigenanbau von Cannabis unerschwinglich teuer sei, eindeutig ein Mythos.
Man braucht viel Platz, um Cannabis anzubauen Nun, wenn du mit deinem Partner und drei Kindern in einer winzigen Einzimmerwohnung lebst, ist der Anbau von Cannabis wahrscheinlich nicht die praktischste Idee. Realistisch betrachtet ist der Platzbedarf jedoch oft viel geringer, als man denkt. Wenn du unter natürlichem Sonnenlicht anbaust, kann sogar eine breite Fensterbank ausreichen. Es ist möglich, mehrere Dutzend Gramm von einer auf diese Weise angebauten Pflanze zu ernten. Natürlich ist ein Balkon noch besser, da er größere Töpfe zulässt und den Pflanzen mehr Platz zum Wachsen bietet.
Wenn es um den Indoor-Anbau unter künstlicher Beleuchtung geht, können Menschen bemerkenswert kreativ sein. Manche Züchter nutzen extrem kleine Räume – ich habe einmal eine komplette Anlage gesehen, die in einem alten Computergehäuse untergebracht war. Dieser Ansatz ist als „Micro-Growing“ bekannt. Ich persönlich habe es noch nie ausprobiert; solche winzigen Projekte haben mich nie wirklich gereizt.
Für die meisten Hobbyzüchter reicht jedoch ein Anbauraum von nur 60 × 60 cm mit einer Höhe von mindestens 150 cm aus, um eine lohnende Ernte zu erzielen. Wenn Sie also eine Ecke in Ihrer Wohnung haben, in die ein kleines Zuchtzelt oder ein selbstgebauter Anbauraum passt, verfügen Sie wahrscheinlich bereits über ausreichend Platz.
Meiner Meinung nach liegt die ideale Größe für einen Hobbyzüchter bei etwa 100 × 100 × 200 cm. Das bietet genug Platz für anspruchsvollere Ausrüstung und gibt den Pflanzen zusätzlichen Raum zum Gedeihen, obwohl auch kleinere Aufbauten perfekt funktionieren können.
Was die Grundfläche und das Gesamtvolu-
men angeht, benötigt der Cannabisanbau nicht viel Platz. Andererseits ist es wichtig zu bedenken, dass die Anbaugeräte Geräusche verursachen. Ventilatoren, Luftbefeuchter und Luftentfeuchter erzeugen alle ein konstantes Summen. Eine kleine Anbauanlage wird sicherlich nicht das ganze Haus wecken, aber es ist dennoch am besten, sie an einem Ort aufzustellen, an dem sie niemanden stört. Ein Schlafzimmer ist zum Beispiel in der Regel nicht der ideale Standort.
Cannabis anzubauen ist zu kompliziert
Wenn man im Internet stöbert – sei es in Videos, Foren oder Diskussionen in den sozialen Medien –, kann es manchmal so wirken, als sei der Anbau von Cannabis eine Art Raketenwissenschaft. Aber vieles hängt davon ab, was eigentlich dein Ziel ist.
Wenn dein Ziel einfach darin besteht, dein eigenes Cannabis anzubauen, kannst du das schaffen. Schon mit einem grundlegenden Verständnis der Bedürfnisse der Pflanze wirst du etwas anbauen können. Mit zunehmender Erfahrung wirst du dich mehr für die einzelnen Faktoren interessieren, die Ertrag und Qualität beeinflussen, und dein Wissen wird zusammen mit deinen Pflanzen weiterwachsen.
Mit einer einfachen Anbaumethode kannst du eine sehr respektable Ernte erzielen. Wenn du eine Tomatenpflanze anbauen kannst, kannst du auch Cannabis anbauen. Allerdings muss ich hinzufügen, dass Cannabis bei weitem nicht die am einfachsten zu kultivierende Pflanze ist. Sie hat spezifische Nährstoffbedürfnisse und kann empfindlich auf Umweltbedingungen reagieren. Wenn es dein Ziel ist, konstant hochwertige Ernten zu erzielen und dabei die Effizienz zu maximieren, benötigst du deutlich mehr Wissen als jemand, der einfach nur versuchen möchte, eine Pflanze für den persönlichen Gebrauch anzubauen.
Dennoch ist der Cannabisanbau bei weitem nicht so kompliziert, wie er manchmal dargestellt wird. Jeder kann es einmal ausprobieren.
Selbst angebautes Cannabis ist nicht so gut wie Cannabis aus der Apotheke
Dies ist ein häufig vorgebrachtes Argument gegen die Zulassung des Eigenanbaus, insbesondere für medizinische Cannabispa-
tienten. Manche behaupten, dass Selbstanbauer nicht wissen, was sie tun, dass selbst angebautes Cannabis voller Schimmel und Krankheitserreger ist und dass der Konsum zu ernsthaften gesundheitlichen Komplikationen führen könnte. Nach dieser Ansicht ist der Eigenanbau für Patienten eher ein Risiko als ein Vorteil.
Befürworter dieses Arguments weisen darauf hin, dass kommerzielle Produzenten umfangreiche Hygienestandards und Vorschriften einhalten müssen und dass strenge Qualitätskontrollen sicherstellen, dass medizinisches Cannabis sicher und wirksam ist.
Daran ist sicherlich etwas Wahres dran. Cannabis, das unter kontrollierten Bedingungen von lizenzierten Anbauern produziert und über Apotheken verkauft wird, sollte getestet und frei von Schimmel, schädlichen Mikroorganismen und anderen Verunreinigungen sein. Genau so sollte es auch sein. Es ist jedoch ebenso wahr, dass hochwertiges Cannabis zu Hause ohne Schimmel, Krankheitserreger oder andere Probleme angebaut werden kann. Menschen bauen seit Jahrhunderten Cannabis an – auch wenn der Anbau in Innenräumen unter künstlicher Beleuchtung erst seit wenigen Jahrzehnten üblich ist – und viele Hobbyzüchter erzielen hervorragende Ergebnisse.
Wenn Menschen etwas für den Eigenbedarf anbauen, tun sie dies in der Regel,
weil sie etwas Besseres wollen und weil sie die vollständige Kontrolle darüber haben möchten, wie es produziert wird. Sie sind stolz darauf, die höchstmögliche Qualität zu erreichen, nicht nur beim Anbau, sondern auch beim Trocknen, Aushärten und Lagern. Beim Eigenanbau kann jeder einzelne Pflanze individuelle Aufmerksamkeit geschenkt werden.
Manchmal gelingt einem Anfänger schon beim allerersten Versuch eine hervorragende Ernte – ein bisschen Anfängerglück. Häufiger jedoch mischen sich Erfolge mit Misserfolgen, genau wie beim Angeln. Tatsächlich haben Angeln und Cannabisanbau ziemlich viel gemeinsam. Genau wie Angler lieben es Grower, ihre Ergebnisse zu vergleichen und darum zu wetteifern, wer den größten Fang – oder in diesem Fall die größte Ernte – gemacht hat. Und gelegentlich werden die Geschichten ein wenig übertrieben. Das liegt wahrscheinlich einfach in der menschlichen Natur.
Unter dem Strich kann selbst angebautes Cannabis genauso gut sein wie Cannabis aus der Apotheke. Wer etwas anderes behauptet, sagt einfach nicht die ganze Wahrheit. Und genauso wie ein Anfänger eine hervorragende erste Ernte erzielen kann, kann auch ein erfahrener Züchter gelegentlich scheitern. Das passiert jedem – auch wenn die Fehler bei erfahrenen Züchtern meist teurer sind.







Text: Martin Müncheberg, Foto: Mariana CSCs

Im September 2023 gegründet, versteht sich der "Mariana Cannabis Social Clubs Deutschland e. V." als der "mittlerweile größte Dachverband für Cannabis Social Clubs in Deutschland, an 180 Standorten bundesweit" mit ca. 18.000 Mitgliedern. Letztere diskutieren online immer heftiger über die Praktiken des Vereins und viele Mitglieder sind mittlerweile nur noch enttäuscht – und teilweise auch schon wieder ausgetreten. Wir sprachen mit einem enttäuschten ehemaligen Vereinsmitglied über seine persönlichen Erfahrungen mit dem Mariana CSCs Deutschland e. V. und konfrontierten anschließend Vereinspressesprecher Keno damit.
Wie hast du von dem "Gesamtverein"
MarianaCSCs erfahren und wann bist du selbst Vereinsmitglied geworden?
Nach der Teillegalisierung habe ich von dem Verein über das Internet erfahren, nachdem ich in meiner Region nach einem CSC gesucht hatte – da war Mariana bei meiner Google-Suche direkt der erste Treffer. Der Aufbau der Webseite war dann auch so gestaltet, dass ich der Überzeugung war, dass es sich dabei tatsächlich um einen nahegelegenen CSC in NRW handelt, in dem aber nur noch wenige Plätze frei seien, weshalb ich dann auch direkt die Mitgliedschaft beantragte und bestätigt bekam.
Welche Erwartungen hattest du von deiner Mitgliedschaft?
Meine Erwartung war natürlich, irgendwo in meiner Region auf legalem Wege ungestrecktes Cannabis beziehen zu können. Das wurde ja so auf der Webseite in Aussicht gestelltdoch dann ging es plötzlich darum, dass sich die Mitglieder miteinander auf Discord vernetzen sollten. Mit der Zeit stellte ich fest, dass das alles wohl über den Göttinger Dachverband läuft und hier in NRW gar nichts passiert. Scheinbar sollten sich die ganzen Regionalvereine einfach selbst gründen und dann die regionale Versorgung übernehmen.
Und als du die Mitgliedschaft im Mariana e. V. beantragt hast, war dir das noch gar nicht bewusst? Wurde nicht irgendwie auf diese Struktur hingewiesen? Nicht auf der regional wirkenden Seite, die ich bei meiner Google-Suche fand und über die ich Mitglied wurde. Später habe dazu dann
schon etwas auf der Hauptseite des Mariana e. V. gefunden – da hieß es dann, dass sich viele regionale Vereine noch in der Gründungsphase befinden und aktuell daher alles über den Göttinger Dachverband läuft.
Welche konkreten Erfahrungen hast du dann gemacht?
Ich stellte fest, dass keiner so richtig wusste, wann hier überhaupt irgendwas abgeht. Wochenlang herrschte absolute Funkstille - es gab weder Infos von einem Vorstand in unserer Region noch von regionalen Mitgliedern. Schließlich haben sich ein paar aus unserer Region auf Discord zusammengerottet und gemeinsam versucht, herauszufinden, was der Stand der Dinge ist. Aber das Einzige, was wir hörten, war an den wöchentlichen Stammtischen die immer gleichen Aussagen wie: "Das läuft alles" oder "Wir sind noch bei der Beantragung". Es wurde dabei aber schon sehr deutlich, dass es noch eine ganze Weile dauern wird, bis regionale CSCs dann tatsächlich mit ihrem Anbau beginnen können.
War das der Grund für dich aus dem Verein wieder auszutreten?
Nein, ich war ein sehr geduldiges Mitglied. Zwei Jahre lang habe ich mir eine ganze Menge gefallen lassen. Letztendlich war der Hauptgrund für meinen Austritt die Art und Weise, wie die Vereinsführung mit ihren enttäuschten Mitgliedern umgeht. Wenn man sich beispielsweise auf Discord in einem Member-Chat öffentlich ungeduldig, kritisch oder gar leicht misstrauisch äußerte, wurde man direkt niedergeredet – bis hin zur Androhung von ir-
wöchentlichen Stammtischen oft einfach keine Zeit, man wurde ständig vertröstet und konnte hier auch keine konstruktive Kritik äußern, ohne dass sich die Vereinsführung direkt persönlich angegriffen fühlte.
Gibt es irgendetwas, was die Vereinsführung machen könnte, um unter enttäuschen Mitgliedern wie dir wieder mehr Vertrauen zu generieren? Hm, schwierig. Ich kenne viele Mitglieder, die ihr Vertrauen in den Verein komplett aufgegeben haben, aber trotzdem noch dabei bleiben, damit ihre angesparten Guthaben nicht flöten gehen. Aber da müssten sich schon sehr viele neue CSCs in kürzester Zeit neu gründen - und das sehe ich eher nicht. Daher befürchte ich, dass man das verspielte Vertrauen nicht mehr zurückgewinnen kann.
Was vermutest du nach deinen Erfahrungen bei der Vereinsführung am ehesten? Inkompetenz, bewusste Ausnutzung einer rechtlichen Grauzone oder geplanten Betrug?
gendwelchen Rechtsmitteln und dem Hinweis, dass Mariana eine sehr gute Rechtsabteilung habe und somit eine Klage praktisch chancenlos wäre. Aber für wichtige Fragen blieb bei den
tinymight com
tinymightofficial
Ich glaube tatsächlich, dass da auch Inkompetenz und Naivität mit dabei sind – und vermutlich auch ein bisschen Bereicherungswille und Durchtriebenheit. Geplanten Betrug will ich hier aber nicht unterstellen. Ich habe zwar auch schon mal in einem Mitglieder-Chat vermutet, dass bei Mariana nicht alles mit rechten Dingen zugeht und viele Leute regelrecht verarscht werden, aber das ist nur so ein Bauchgefühl, dass aus meinen Erfahrungen mit der Vereinsführung resultiert.
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Natürlich wollten wir auch ein Interview mit dem 28jährigen Gründer, Mariana-Gesamtvorstand und -Geschäftsführer Nils Harbers führen. Leider war aber nur Mariana-Pressesprecher Keno Mennenga für uns zu sprechen.
Keno, was ist dran an dem Vorwurf, dass ihr die Existenz lokaler CSCs vortäuscht, um so Mitglieder zu gewinnen, die diesen lokalen CSC dann aber erst selbst gründen und betreiben sollen?
Da ist nichts dran, denn alle Vereine sind gegründet. Etwa 70 Vereine sind bereits im
Dachverband wurde und anschließend am besten selbst einen regionalen CSC gründen und betreiben sollte.
Anfangs hatten wir natürlich auch Schwierigkeiten, Dinge unmissverständlich herauszustellen. Das geht aber allen CSCs so, nicht nur den Mariana CSCs. Es gibt immer mal Leute, die mit einer falschen Erwartungshaltung in die Mitgliedschaft eingetreten und dann schnell enttäuscht sind. Aber dieser Erfahrung stehen auch Erfahrungen anderer Mitglieder gegenüber, die ganz klar sagen: Ich habe das
Pro: "Anfangs hatten wir natürlich auch Schwierigkeiten, Dinge unmissverständlich herauszustellen. Das geht aber allen CSCs so, nicht nur den Mariana CSCs."
Vereinsregister eingetragen, einige Clubs haben auch schon ihre Anbaulizenz erhalten und mit dem Anbau begonnen. Aktuell arbeiten wir daran, dass bald alle Clubs möglichst vollständig aufgebaut und voll handlungsfähig sind. Da hat aber das von uns interviewte Mitglied eine andere Erfahrung gemacht - ihm war gar nicht klar, dass er lediglich Mitglied in eurem
sofort verstanden, denn ich habe eine E-Mail bekommen, in der drin steht, dass ich Mitglied bin und wie diese Mitgliedschaft aussieht. Ich musste das auch nochmal bestätigen und auf "kostenpflichtig zahlen" klicken...
Was empfehlt ihr unzufriedenen Mitgliedern, die schon lange ihren
Aufnahmebeitrag und regelmäßig Mitgliedsbeiträge zahlen, bisher aber immer noch keine Möglichkeit haben, Cannabis legal von einem Mariana-CSC zu kaufen?
Solche Mitglieder haben mehrere Möglichkeiten: zum einen kann man natürlich seine Beiträge reduzieren. Sollten hier Forderungen aufgelaufen sein, kann man sich an unseren Support wenden und eine kulante Lösung finden. Das hat bisher immer geklappt, wenn man ehrlich mit uns spricht. Eine andere Möglichkeit ist, sich auf unserer Vereinsplattform umzuschauen und sich dort einen anderen CSCs auszusuchen, bei dem die Abgabe schon in näherer Zukunft wahrscheinlich ist. Natürlich nur, wenn dort noch Plätze frei sind. Eine weitere Möglichkeit ist der Wechsel in eine Community-Mitgliedschaft, für die man nur noch fünf Euro monatlich an den Dachverband zahlt. Damit behält man dann so lange seine Tokens - das ist unsere Verrechnungsgrundlage - bis man wieder in einen regionalen CSS eintreten möchte, um seine angesparten Token dort gegen Cannabis einzutauschen.
Dann stimmt es gar nicht, dass ihr säumige Mitgliedsbeiträge von Inkassofirmen eintreiben lasst und die säumigen Mitglieder gleichzeitig rauswerft?
Doch, das stimmt, denn das haben unsere Mitglieder auf unserer letzten Jahreshauptversammlung so beschlossen. Davor haben wir sehr lange und intensiv darüber gesprochen – schließlich gab es die Problematik der
dazu kommt, dem Gesamtvorstand Fragen zu stellen - geschweige denn eine Antwort zu erhalten?
Es kam nur sehr selten vor, dass wir unbeantwortete Fragen sammeln und auf den nächsten Stammtisch verschieben mussten, aber wenn ein Stammtisch nach über zwei Stunden nicht alle Mitgliederanfragen beantworten konnte, werden die verbliebenen Fragen beim nächsten Stammtisch geklärt oder schriftlich beantwortet. Das weiß ich so genau, weil ich den aktuell 14tägigen Stammtisch selbst moderiere. Wir weisen sogar ausdrücklich darauf hin, wie man seine Fragen korrekt markiert, damit sie nicht untergehen und beantwortet werden.
Was sagst du zu dem Vorwurf, dass auf Mitglieder-Kritik oft viel zu persönlich und heftig vom Gesamtvorstand reagiert wurde bzw. wird?
Der Gesamtvorstand ist immer sachlich, hat immer die gleiche Tonalität und lässt keinerlei persönliche Befindlichkeiten mit einfließen - das kann ich für die letzten zwei Jahre bezeugen.
In eurer Vereinssatzung steht: "Die Mitglieder des Vorstandes können für ihre Tätigkeiten eine angemessene Vergütung erhalten." Erhält der Vorstand eine Vergütung oder nicht? Ja, der Vorstand des Gesamtvereins erhält eine angemessene Vergütung, und es ist auch geplant, dass die Vorstände der lokalen CSCs eine Vergütung erhalten – wenigstens im

Vapes I Pods I Blüten I Pre Rolls

Kontra: "Ich glaube tatsächlich, dass da auch Inkompetenz und Naivität mit dabei sind – und vermutlich auch ein bisschen Bereicherungswille und Durchtriebenheit."
Nichtzahler schon eine ganze Weile. Als dann der Anbau in den ersten Clubs begann, haben unsere Mitglieder beschlossen, wie sie mit Nichtzahlern umgehen wollen – und zwar ganz basisdemokratisch.
Wenn die säumigen Mitglieder bisher kein Cannabis kaufen konnten - wofür sie ja dem CSC beigetreten sind - warum besteht ihr dann nichtsdestotrotz auf die Zahlung der Mitgliedsbeiträge und lasst diese sogar eintreiben? Letztendlich wurde für die Beiträge ja keine konkrete Leistung erbracht...
Wir haben von Anfang an klar kommuniziert, dass die Mitgliedsbeiträge zunächst für den Aufbau der regionalen Clubs verwendet werden. Und zwar nicht nur für den klassischen Aufbau, sondern auch für den Aufbau auf Bundesländerebene – das steht auch so in unserer Satzung, und wir haben nie etwas anderes gesagt. Schließlich muss man die CSCs erstmal aufbauen, bevor man darüber Cannabis beziehen kann. Und Aufbau ist auch eine Leistung.
Was sagt ihr zu dem Vorwurf, dass man auf euren wöchentlichen Stammtischen auf Discord oft gar nicht
Minijob-Bereich. Wir finden es angebracht, auf diese Weise unsere Wertschätzung auszudrücken – schließlich steckt man als Vorstand eine Menge Zeit und Arbeit in seinen Anbauverein. Und was versteht der Vorstand des Dachverbandes unter "angemessener Vergütung"?
Dazu darf ich leider nichts sagen, da das vertraglich festgelegte Geschäftsinformationen sind.
Was sagt ihr Skeptikern, die hinter Mariana einen von langer Hand geplanten Betrug vermuten?
Dann sind wir aber die schlechtesten Betrüger, die es je gegeben hat, da wir die eingenommenen Gelder tatsächlich in den Aufbau von CSCClubs und -Strukturen gesteckt haben.

Text: Martin Müncheberg
Highter & Wolkig (Staffel 1)
Auch RTL sprang inzwischen mit auf den 420-Zug und veröffentlichte am 20. April diesen Jahres mit "Highter & Wolkig" seine erste Comedy-Serie mit klarem Cannabisbezug. Aktuell besteht sie aus sechs Episoden, wobei zu hoffen ist, dass eine zweite Staffel folgen wird, da die Handlung der Serie längst nicht auserzählt ist: Korbi und Wolke treffen sich auf dem Arbeitsamt und stellen nach einigen Anfangsschwierigkeiten fest, dass sie gut zueinander passen. Korbi empfindet sich als Business-Guru, während Wolke eher den tief entspannten bayrischen (!) Dauerkiffer gibt, der immer etwas mehr Motivation braucht. Zusammen wollen Sie den ersten CSC in ihrer Region eröffnen, merken aber bald, dass dazu mehr gehört, als nur der Wille. Auf dem Arbeitsamt ist die Beamtin Felske durchaus bereit, die beiden auf ihrem Weg zu unterstützen, allerdings benötigt sie dafür alle erforderlichen Unterlagen für die Gründung eines CSCs - und das sind nicht gerade wenige...


Pizza Movie
Endlich mal wieder eine absurd-surrealistische Kifferkomödie, die richtig Spaß macht und für so manchen Lacher sorgt! In "Pizza Movie" nehmen die Kiffer-Freunde Jack und Montgomery versehentlich eine experimentelle Droge namens "M.I.N.T.S." ein und erleben im Anschluss heftige Halluzinationen. Die einzige Möglichkeit, die starke Wirkung zu stoppen, soll darin bestehen, eine fettige Käsepizza zu essen – und genau so eine wartet schon unten in der Lobby auf ihre Abholung. Doch der vermeintlich kurze Weg dahin führt zu einem Abenteuer voll bizarrer Prüfungen, überdrehter Begegnungen, freakiger Körpertausch-Momente und verwirrender Rückblenden.
Der aus "Stranger Things" bekannte Hauptdarsteller Gaten Matarazzo erklärte dazu in einem Interview, dass beim Pitch dieses Films auch "Harold & Kumar" erwähnt wurde. Und: "Ich mag diesen Film schon sehr lange, und nachdem er bei der Präsentation erwähnt wurde, war mir klar, dass 'Pizza Movie' eine ganz allgemeine Liebeserklärung an Kifferkomödien ist."
Achtsam Morden (Staffel 2)
Auch die zweite Staffel von "Achtsam Morden" ist eine gelungene schwarzhumorige Netflix-ComedySerie, die ihren einzigartigen Stil aus Staffel eins konsequent fortführt. Allerdings mit einem neuen thematischen Schwerpunkt: In dieser Staffel erscheint auch das innere Kind des achtsam mordenden Protagonisten (sehr überzeugend von Tom Schilling gespielt) vor dessen halluzinierenden Augen und mischt sich fortan in alles ein. Auch die neuen (natürlich nach wie vor sehr achtsam ausgeführten) Morde des moralisch flexiblen Rechtsanwalts sind wieder erstaunlich amüsant und vermögen es nicht, die Hauptfigur irgendwie unsympathisch wirken zu lassen. Nach dem Cliffhanger am Ende der Staffel ist es beruhigend zu wissen, dass bereits eine dritte Staffel bestellt und bestätigt wurde. Es bleibt also amüsant spannend!

Grünes Gold - Markus Lischwe Eine Pflanze, zehntausend Jahre Geschichte und immer noch vielerorts verkannt. Dabei bindet Cannabis CO₂, verbessert Böden, braucht keine Pestizide, liefert vollständige Proteine, hochwertige Öle, Baustoffe, Textilien und Medizin – und das alles aus nur einer einzigen Pflanze. Trotzdem assoziieren die meisten Menschen Cannabis fast ausschließlich mit Drogen, und dieses Buch erklärt, wie das passieren konnte. Hanf gehört schließlich zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Er trieb Schiffe an, ermöglichte das Papier und ernährte ganze Volkswirtschaften – bevor eine der absurdesten Verbotskampagnen der Moderne ihn fast verschwinden ließ. Wer also ein aktuelles Buch zur Geschichte der




Von Johnny Stardust
Lange Zeit habe ich auf den Anbau von selbstblühenden Pflanzen in meinem Indoor-Zelt verzichtet. Der Gedanke an dauerhaftes, intensives Licht und die damit verbundenen Stromkosten hielt mich ab. Außerdem war ich skeptisch gegenüber der Ruderalis Genetik, die in allen Automatics steckt, da ich annahm, dass sie sich negativ auf Geschmack, Aroma und Qualität der Blüten auswirkt. Bei diesem Grow hat sich jedoch gezeigt, dass diese Vorurteile unbegründet sind. Zumindest die Strawberry Gorilla Automatic von Fast Buds kann sich durchaus mit klassischen feminisierten oder regulären Sorten messen.

Genetik
Laut Herstellerangaben handelt es sich um einen ausgewogenen Hybriden, der aus einer Kreuzung aus GG4 Auto F6 und Strawberry Pie Auto F5 hervorgegangen ist. Der THC-Gehalt soll bei etwa 28 % liegen.
Equipment
Für die Beleuchtung kam die Lampe „Europe“ von Greenception zum Einsatz. Gedüngt wurde mit dem Dünger von Bionova, darunter der Autoflower Supermix, X cel, The Missing Link und PK 13 14. Gelegentlich mischte ich zusätzlich Calmag ins Gießwasser. Direkt bei der Aussaat wurde eine Portion Mykorrhiza ins Pflanzloch gegeben, um das Wurzelwachstum zu unterstützen. Als Substrat nutzte ich Bio Bizz Allmix. Während der Blütephase sorgte
ein Luftentfeuchter dafür, dass die Luftfeuchtigkeit konstant bei etwa 50 % blieb. Außerdem befand sich selbstverständlich ein Ventilator im Zelt; ein solcher beugt schließlich Schimmel vor und sorgt für einen stabilen und kräftigen Wuchs der Pflanzen.
Keimung
Der Samen wurde klassisch zwischen zwei feuchten Lagen Küchenpapier gelegt. Nach etwa eineinhalb Tagen zeigte sich das „Schwänzchen“. Mit einer Pinzette setzte ich den Keimling vorsichtig direkt in den 11-l-Endtopf. Dadurch wird ein Umtopfen vermieden und der Pflanze bleibt unnötiger Stress erspart. Die Wasserzufuhr erfolgte ausschließlich mit Regenwasser.
Vegetatives Wachstum
Die ersten zwei Wochen verliefen ruhig. Die Pflanze wirkte gesund, wuchs jedoch langsam. Danach setzte ein deutlicher Stretch ein und sie schoss regelrecht in die Höhe. Innerhalb weniger Tage verdoppelte sie fast ihre Größe. Trainingsmethoden wie Topping oder LST setzte ich nicht ein, da Automatics empfindlich auf Stress reagieren und nur wenig Zeit zur Regeneration haben. Lediglich leichtes Entlauben wurde durchgeführt, der Rest der Pflanze durfte unbeeinflusst wachsen.
Da das Substrat vorgedüngt war, goss ich anfangs nur mit Regenwasser. Erst nach zwei Wochen begann ich mit einer vorsichtigen Nährstoffzugabe nach Schema.
Blütephase
Ab der vierten Woche waren die ersten Blütenansätze sichtbar. Die Beleuchtung lief weiterhin im 18/6-Modus. Ich erhöhte die Nährstoffzufuhr schrittweise, während die Pflanze weiterwuchs und ihre Endhöhe von fünfundsiebzig Zentimetern erreichte. Der Hauptbud entwickelte sich sehr kompakt, während die Seitentriebe ebenfalls kräftige Blüten bildeten.
Die Klimawerte im Zelt lagen tagsüber zwischen 23 und 27 °C, nachts zwischen 18 und 20 °C, die Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 50 %. Bereits nach neun Wochen sahen die Buds nahezu erntereif aus. Unter der Lupe waren die meisten Trichome milchig, bernsteinfarbene Trichome waren nur vereinzelt zu erkennen. Ich stellte die Düngung ein und goss nur noch Wasser. Das Aroma der lebenden Pflanze war fruchtig mit leichter Diesel Note. Erdbeeraromen waren zu diesem Zeitpunkt noch kaum wahrnehmbar. Etwa zehn Tage später waren die ersten Trichome bernsteinfarben und der ideale Zeitpunkt für die Ernte gekommen. Ich mag es nämlich sehr gerne, wenn sich ein klei-
ner Teil des THCA bereits in CBNA umwandelt. Kurz vor Beginn der Lichtphase habe ich die Pflanze an Tag 71 abgeschnitten.
Trocknen und Curing
Die Pflanze hing ungetrimmt kopfüber im Trockenschrank. Bei fünfzig Prozent Luftfeuchtigkeit und Temperaturen zwischen 20 und 24 °C war sie nach zehn Tagen ausreichend trocken. Danach folgte der Feintrimm über Siebdruckrahmen, um möglichst viele Trichome für eine Weiterverarbeitung zu bewahren.
Die Blüten wurden anschließend für sechs Wochen in Grove Bags verpackt und zum Curing gelagert. Während dieser Zeit veränderte sich das Aroma stark. Es kam ein klar erkennbarer Erdbeerduft zum Vorschein, ergänzt durch waldbeerige und leichte dieselartiger Nuancen. Der Ertrag betrug 38 Gramm fein getrimmter Blüten.
Erste Verkostung und Fazit
Der erste Zug nach dem Curing ist immer ein besonderer Moment. Ich drehte mir einen kleinen Joint und war sofort begeistert. Der Geschmack war vielschichtig, leicht erdbeerig, dabei aber nicht künstlich. Die Wirkung war angenehm entspannend, aber nicht ermüdend. Ich glaube zwar nicht, dass meine Blüten die angeworbenen 28 % THC erreicht haben, aber ich würde die Wirkung dennoch in die Kategorie „Stark“ einstufen.
Strawberry Gorilla Automatic ist für mich eine unkomplizierte Sorte, die sich leicht anbauen lässt, beeindruckend dichte Blüten bildet und einen wunderbaren Geruch und Geschmack liefert. Wer fruchtige oder beerige Aromen nicht mag, wird hier möglicherweise weniger Freude haben. Für alle anderen ist dieser Strain eine echte Empfehlung. Die Pflanze zeigte, dass Automatics durchaus mit klassischen Sorten mithalten können und machte aus anfänglicher Skepsis ein überraschendes Wow- Erlebnis. Ich denke, dass ich diesen Strain als „Beipflanze“ im Vegetationszelt jetzt noch öfter kultivieren werde. Ein Extra-Zelt für Automatics werde ich vermutlich aber nicht einführen.


Von Robert Brungert
Im Kunstlichtgarten ist Strom einer der großen laufenden Kostenfaktoren – ohne geht es nicht. Es zahlt sich abgesehen zur Verringerung der Wärmeentwicklung nie aus, an der Beleuchtung zu sparen. Auch LEDs funktionieren nicht ohne Strom. Könnte uns der dynamische Stromtarif bei der Kostenbegrenzung helfen?
Immer dann, wenn die Sonne scheint oder der Wind weht, haben wir zu viel Strom auf der Leitung. Die Strompreise rauschen bereits ins Negative. Wir verdienen also, wenn wir Strom verbrauchen? So einfach geht das nicht, da zu den Stromkosten noch Kosten für die Stromnetze von rund 25 % aufgerechnet werden. Mit rund 34 % schlagen Steuern und Abgaben zu Buche. Das sind zum Großteil jedoch fixe Beträge, die auf die kWh dazu gerechnet werden – die Prozentangaben beziehen sich auf die durchschnittlichen Strompreise.
Von unseren 40 Cents die kWh sind also bereits 59 % oder 23,6 Cents als Fixkosten zu bewerten. Es bleiben 16,4 Cents, die beim dynamischen Strompreis bis in das Negative schwanken können. Gibt es gerade viel zu wenig Strom, verdoppelt sich dieser Posten hingegen.
Es gibt Jahre, in denen wir so viel Sonnen- und Windstrom haben, dass sich der dynamische Stromtarif auszahlt. Dann gibt es Jahre, in denen wir drauf zahlen.
Was also soll uns der dynamische Stromtarif langfristig bringen, wenn sich die Höhen und Tiefen glätten? Wir sollen unsere Stromfresser anstellen, wenn der Strom günstig ist. Und umgekehrt sollen wir auf kalte Küche setzen, wenn der Strom gerade teuer ist.
Das Statistische Bundesamt gibt einen Durchschnittsverbrauch für 1-Personen-Haushalte von rund 2000 kWh pro Jahr an. Der Eigenanbau hat sich also entweder etabliert oder wir haben doch noch viele Energieverschwender in der Statistik.
In der vereinfachten Rechnung nehmen wir 40 Cents je kWh und kommen bei einem Verbrauch von 800 Euro im Jahr heraus. Wir müssten mit unserem dynamischen Stromtarif also ständig online die Preise prüfen und schauen, welche Verbraucher wir gerade aus- oder anstellen. Glücklicherweise schätzen die Profis der Strombörsen die Wetterbedingungen ab und setzen die Preise für die kommenden Tage fest. Damit wäre es einfacher, den Verbrauch zu planen. Auf das Jahr betrachtet: Wir würden maximal 100 Euro sparen. Herzlichen Glückwunsch.
Viele drosseln ihre Leuchtmittel, wenn es zu warm wird. Dann ist es sinnvoll, Wärmequellen herunterzufahren. Ansonsten ist es jedoch immer falsch, an der Beleuchtung zu sparen. Diese muss ihre benötigten Stunden in voller Intensität laufen, sonst gibt es erhebliche Einbußen.
Wie teuer kommt uns das Growzelt denn in den laufenden Stromkosten? Auch hier peilen wir alles nur über den Daumen an: 365 Tage im Jahr zu 12 Stunden bei 300 Watt LED ergeben 1314 kWh. Zu einem vereinfachten Strompreis von 40

Cents belaufen sich die Kosten auf schmerzhafte 526,60 Euro. Einmal angenommen, wir drosseln die Beleuchtung bei teuren Preisen, dann sparen wir durchaus. Nur, dass unsere Ernte dementsprechend leichter ausfallen wird und auch die Wirkung leicht verblassen kann.
Um es erwähnt zu haben: Erst mit der Umstellung auf digitale Stromzähler mit entsprechender Technik ist es überhaupt möglich, sich einen dynamischen Stromtarif zuzulegen. Ansonsten wird lediglich der jährliche Gesamtverbrauch gemessen. Für den dynamischen Stromverbrauch ist der Live-Verbrauch entscheidend.
Weiterhin kaufen wir nicht direkt bei den Strombörsen – wir bleiben bei einem Dienstleister, der uns den Tarif anbietet. Dieser Dienstleister kauft bei den Strombörsen wie EPEX SPOT. Diese Strombörse setzt die Preise für den laufenden und kommenden Tag fest. Die Preise geben die Anbieter mit entsprechenden Gebühren an uns weiter. Wir haben dadurch jedoch die Möglichkeit, kurzfristig zu planen. Ein Blick in den Wetterbericht mit Fokus auf Sonne und Wind kann ebenfalls hilfreich sein.
Die Idee hinter dem dynamischen Stromtarif ist eigentlich sehr gut: Wir fahren unsere Verbraucher hoch, wenn der Strom günstig ist, und drosseln diese, wenn er teuer ist. Somit greifen wir auf erneuerbare Stromquellen zurück und verbrauchen weniger fossile Energieträger und auch weniger Kernkraft. Doch im praktischen Alltag ist die Umsetzung sehr schwierig. Wir müssten unsere Wäsche liegen lassen, kalt essen und den PC auslassen, wenn der Strom gerade teuer ist. Wer würde das machen, um im Jahr maximal 100 Euro zu sparen? Fast keiner!
Wann würde sich der dynamische Stromtarif vielleicht doch lohnen? Wenn die Verbraucher wie eine Klimaanlage ohnehin laufen, wenn gerade viel Strom auf der Leitung ist. Oder, wenn es wirklich sehr starke Verbraucher gibt, die nur sporadisch laufen müssen. Aber ansonsten wird kaum einer in seinem Alltag darauf achten, seine Verbraucher anhand der Strompreise anoder auszustellen.
Kritiker erklären inzwischen, dass es nicht funktioniert, noch mehr Energie zu sparen oder diese punktuell zu verbrauchen, ohne sich dadurch etwas kaputtzumachen. Und genau an dem Punkt
lohnt sich der dynamische Stromtarif für den Eigenanbau und auch für größere Anlagen definitiv nicht. Unser Ernteergebnis wäre in Qualität und Quantität schlechter, um ein paar Euro zu sparen.


Text & Fotografie: Derrick Bergman
Das Unternehmen Legacy Brands hat einen langen Weg zurückgelegt, bevor die ersten Bestellungen das Haus verlassen konnten. „Das ist unser Traum und unsere Leidenschaft. Wir wissen aus Erfahrung, dass sich Beharrlichkeit auszahlt und dass ein Start-up immer mit Herausforderungen konfrontiert wird“, sagt CEO und Mitbegründer Bastiaan Swager.

Swager hat einen abwechslungsreichen Lebenslauf. Er leitete Unternehmen im Gesundheitsbereich, darunter Mastercare und den Chocolate Club, ein Bio-Superfood-Unternehmen, sowie Freezlab, wo man in einer Kryotherapie-Kammer bei -110 °C seinem Körper einen Energieschub verpassen kann.
Darüber hinaus baute er jahrelang Cannabis an und träumte davon, dies eines Tages legal tun zu können. „Legacy Brands hat tiefe Wurzeln und verfügt über jahrzehntelanges Wissen und Erfahrung aus der Coffeeshop-Kultur“, sagt Swager. „Wir sind ein Bindeglied zwischen der alten Underground-Szene und dem heutigen, regulierten Anbau, mit den Kernwerten Transparenz, Respekt und Liebe zur Pflanze.“
Das Unternehmen arbeitet unter anderem mit Mila von The Pollinator, Rinus Beintema von Suver Nuver und dem Züchter Allstar Genetics zusammen. Das Netzwerk erstreckt sich bis nach Kalifornien. Über „AK“ von Death Row Cannabis, der Cannabis-Marke von Snoop Dogg, hat Legacy Brands Zugang zu Gewebekultur-Genetik aus Kalifornien. Das Unternehmen arbeitet aber auch mit Genetik der niederländischen Flaggschiffe Green House, Sensi Seeds und Serious Seeds. Swager: „Wir kombinieren klassisches niederländisches Wissen, zum Beispiel in den Bereichen Sortiment, Haschisch und Indoor-Anbau, mit aktuellen Entwicklungen wie Gewebekultur und fortschrittlichen Lichtrezepten.“
Herausforderungen
Das Büro, in dem wir uns befinden, blickt auf
ein 35.000 m² großes Grundstück. Die Genehmigung für den Bau einer noch viel größeren Anbaufläche hier wurde kürzlich erteilt.
„Ende 2024 war dies noch Ackerland, ohne Versorgungsanschlüsse und Infrastruktur“, so Swager. Es gibt noch weitere Herausforderungen. An ihrem ersten Standort, 600 Meter weiter entfernt, stößt Legacy auf Widerstand bei einem Teil der Anwohner. Also ziehen sie schließlich an den aktuellen Standort um, weiter weg von den Häusern am Rande des Dorfes. Mit Informationsabenden und Führungen klären sie auf und versuchen, Bedenken auszuräumen.
Ein Antrag der PvdA-Abgeordneten Songül Mutluer, den die Zweite Kammer am 5. März 2024 annimmt, erhöht den Druck weiter. Züchter, die (wie Legacy) noch nicht liefern, müssen dies innerhalb von neun Monaten tun. Halten sie diese Frist nicht ein, geht ihr Platz an den nächsten Züchter auf der Warteliste.
Swager: „Trotz des enormen Drucks haben wir uns voll ins Zeug gelegt.“ „Denn das ist unser Traum und unsere Leidenschaft. Wir wissen aus Erfahrung, dass sich Beharrlichkeit auszahlt und dass ein Start-up immer mit Herausforderungen konfrontiert wird.“
Auf dem Tisch liegen die ersten Früchte all der Arbeit und der Beharrlichkeit: dicke Blütenstände von Kaligria und Scots King, beide von Allstar Genetics. Die erste ist eine Sativa mit einer Blütezeit von dreizehn Wochen. Diese Zeit bekommen die Pflanzen auch, und alles wird von Hand geschnitten und sorgfältig getrock-
net. Legacy hat etwa fünfzig Genetiken auf Lager und wird in nächster Zeit eine Mischung aus alten und neuen Sorten auf den Markt bringen. Ein paar Namen möchte Swager jedoch nennen: Z-Lime-Pie, eine Zkittlez-Kreuzung, RS11, GMO und Kosher Kush.
Optimale Bedingungen
Legacy Brands möchte vorerst keine Angaben zu Quadratmeterzahlen, Pflanzen und Kilogramm machen. Das Unternehmen steht bereits unter genauer Beobachtung. Außer-
dem schaut die Konkurrenz mit. Während der Führung bittet Swager mich freundlich, nur die Pflanzen zu fotografieren, nicht das, was darüber hängt. Legacy betrachtet seine Technik und Lichtrezepte als geistiges Eigentum, als das sprichwörtliche Geheimnis des Schmieds.
Die verschiedenen Anbauräume seien auf bestimmte genetische Linien abgestimmt, erklärt Swager. „Dabei arbeiten wir mit verschiedenen Beleuchtungsstrategien und Nährstoffen. Wir setzen LED-Beleuchtung für Sorten ein, die gut auf hohe Lichtintensität und kompakte Top-Strukturen reagieren. Für andere Sorten verwenden wir Natrium- oder Hybridbeleuchtung, um den klassischen Trichom-Aufbau und kräftigere Terpenprofile zu fördern.“ Ziel ist es, für jede Sorte optimale Bedingungen zu schaffen, die den eigenen Charakter der Pflanze so rein wie möglich zur Geltung bringen.
Gesamterlebnis
„Wir betrachten den Cannabisanbau als eine Form der Präzisionslandwirtschaft“, so Swager. „Die Genetik bildet den Ausgangspunkt, doch im Mittelpunkt steht das Gesamterlebnis der Endprodukte. Das beginnt beim Terpenprofil – dem Geruch und Geschmack – und reicht bis hin zu einer ausgewogenen Wirkung. Anstatt auf kurze, extreme Highs abzuzielen, konzentriert sich der Anbau auf vielschichtige, lang anhaltende Wirkungen, bei denen mehrere Cannabinoide und Terpene zusammenwirken.“
Legacy Brands möchte Coffeeshops mit Produkten mit einer klaren Identität beliefern, sagt Swager. „Sorten, die über verschiedene Chargen hinweg erkennbar bleiben und sowohl den modernen Konsumenten als auch Liebhaber von Old-School-Profilen ansprechen. Darüber hinaus stellen wir auf Anfrage von Coffeeshops spezielle Joints her. So wollen wir dem Begriff „legales Gras“ Substanz verleihen: nicht als Massenprodukt, sondern als kontrollierte Handwerkskunst mit einem konsistenten, hochwertigen Ergebnis.“







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Anbau
@sudestfam
Die Entscheidung, welche Samen man anpflanzen soll, ist heute komplexer denn je. Wir werden mit einem ständig wachsenden Angebo t bombardiert, mit Tausenden von Namen auf dem Markt und verlockenden Marketingstrategien, die oft Verwirrung stiften und wenig Transparenz bieten.
Als ich vor mehr als zwanzig Jahren mit dem Anbau begann, gab es nur wenige Samenbanken, und die niederländischen dominierten den Weltmarkt. Die Anzahl der verfügbaren Sorten war auf wenige Hundert begrenzt, und viele waren das Ergebnis jahrelanger Sele ktion und Stabilisierung. Ein Großteil der Genetik jener Zeit, ebenso wie viele der heutigen Sorten, stammt von Linien, die von Pionieren wie Sam the Skunkman und Neville Schoenmakers entwickelt oder stabilisiert wurden.
Der heutige Markt unterscheidet sich stark von dem der Vergangenheit. Ein erheblicher Teil der im Umlauf befindlichen Samen sta mmt aus Schnellkreuzungsprogrammen, bei denen einfach die beliebtesten Sorten kombiniert werden, ohne dass gründliche und wiederhol te Tests durchgeführt werden – den Rest erledigt das Social-Media-Marketing.
Glücklicherweise gibt es noch immer etablierte und aufstrebende Samenbanken, die professionell und nach sorgfältigen Auswahlkri terien arbeiten. Dieser Artikel bietet einen detaillierten Leitfaden, um sich auf dem Markt zurechtzufinden und die für die eigenen Bedürfnisse am besten geeigneten Samen auszuwählen.

REGULÄRE SAMEN VS. FEMINISIERTE SAMEN
Cannabis vermehrt sich in der Natur geschlechtlich: Die weibliche Pflanze wird von der männlichen bestäubt, wodurch Samen entstehen. Die von Pflanzen unterschiedlichen Geschlechts produzierten Samen werden als reguläre Samen bezeichnet und zeichnen sich dadurch aus, dass sie sowohl männliche als auch weibliche Pflanzen hervorbringen können – eine Eigenschaft, die für Züchter und Entwickler neuer Kreuzungen sehr nützlich ist. Pflanzen, die aus regulären Samen der F1-Generation hervorgehen, wird oft eine höhere Hybridkraft zugeschrieben, die auf die Kombination unterschiedlichen genetischen Erbguts zurückzuführen ist. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist
die hohe genetische Einheitlichkeit, d. h. die Fähigkeit, Pflanzen mit ähnlichen Merkmalen hervorzubringen. Im Allgemeinen: Reguläre
Pflanzen hervor. Feminisierte Samen der S1-Generation garantieren eine bemerkenswerte Homogenität zwischen den Pflanzen
PHOTOPERIODISCHE UND SELBSTBLÜHENDE PFLANZEN
Der Unterschied zwischen photoperiodischen und selbstblühenden Pflanzen liegt vor allem in dem Mechanismus, der die Blüte auslöst: Im ersten Fall beginnen die Pflanzen als Reaktion auf die Abnahme der Lichtstunden zu blühen; im Indoor-Anbau geschieht dies beispielsweise durch die Einstellung eines Zyklus von 12 Stunden Licht und 12 Stunden Dunkelheit, während selbstblühende Pflanzen unabhängig vom Licht-Dunkel-Zyklus, dem sie ausgesetzt sind, je nach Alter in die Blütephase eintreten. Diese Eigenschaft haben sie von einem ihrer Elternteile geerbt, den Nachkommen von Cannabis ruderalis, einer Sorte, die ursprünglich aus bestimmten Gebieten Russlands stammt und sich an kalte Klimazonen und kurze Jahreszeiten angepasst hat.
Selbstblühende Pflanzen sind perfekt für Anfänger und ermöglichen es, auch im Freiland problemlos mehr als eine Ernte pro Jahr einzufahren.
INDICA, SATIVA UND HYBRIDEN Traditionell wird Cannabis als eine einzige Art betrachtet, nämlich Cannabis sativa L., die wiederum in drei Gruppen unterteilt wird: Indica, Sativa und Ruderalis, wobei letztere bereits im vorigen Absatz beschrieben wurde. Die Unterteilung basiert auf den morphologischen und physiologischen Merkmalen der Pflanze. Im Allgemeinen werden Indica-Sorten mit einem kompakten Wuchs, großen Blättern und kurzen Blütezeiten assoziiert, während Sativa-Sorten durch hohe Pflanzen mit langen, schmalen Blättern und deutlich längeren Blütezyklen gekennzeichnet sind. Zu diesen Unterarten kommt die Kategorie der Hybriden hinzu, die aus der Kreuzung verschiedener genetischer Linien hervorgegangen sind und den Großteil der heute auf dem Markt erhältlichen Sorten ausmachen.
Jeder Gruppe wird eine spezifische psychoaktive Wirkung zugeschrieben: Indica-Sorten wird ein eher körperliches und entspannendes Profil zugeschrieben, während Sativa-Sorten eine eher kreative und anregende Wirkung haben, die für Aktivitäten am Tag geeignet ist.
Obwohl diese Klassifizierung zunehmend durch präzisere Analysesysteme wie die Chemovar-Klassifizierung, die auf dem chemischen und genetischen Profil der Pflanze basiert, abgelöst wird, bleiben die traditionellen Kriterien äußerst nützlich, um sich bei der Auswahl des Saatguts zu orientieren, und finden oft ihre Bestätigung in der Praxis.
INDOOR UND OUTDOOR Grower, die im Freien anbauen, müssen das lokale Klima berücksichtigen. In kalten, feuchten Gebieten oder Regionen mit kurzen Tagen empfiehlt es sich beispielsweise, Cannabissorten mit kurzer Blütezeit zu wählen, um das Risiko der Entstehung von Krankheiten wie Botrytis zu verringern und die Pflanzen rechtzeitig vollständig ausgereift ernten zu können. Pflanzen mit einer offenen Struktur und großen Internodienabständen sind deutlich weniger anfällig für Schimmelprobleme.
Samen sind die richtige Wahl für professionelle Grower und Phänotyp-Jäger.
Im Gegensatz zu regulären Samen bringen feminisierte Samen ausschließlich weibliche
derselben Sorte und eignen sich besser für den kommerziellen Anbau, obwohl sie sich ebenso gut für die Züchtung und Selektion eignen. Feminisierte Samen sind die bevorzugte Wahl der meisten Marihuana-Züchter.
Auch die Höhe ist sowohl im Außen- als auch im Innenanbau ein wichtiger Faktor. Einige Sorten können beträchtliche Ausmaße erreichen, was sowohl hinsichtlich der Sichtbarkeit von außen als auch bei der Raumausnutzung im Innenanbau zu Problemen führen kann.

VERWENDUNG FÜR BLÜTEN ODER EXTRAKTIONEN
Heutzutage unterscheiden viele Samenbanken in ihrem Angebot zwischen Sorten, die für die Blütenproduktion bestimmt sind, und solchen, die sich besser für die Herstellung von Extrakten eignen. Die Hauptunterschiede betreffen die Eigenschaften der Pflanze. Sorten, die für die Blütenproduktion bestimmt sind, weisen im Allgemeinen dichte und kompakte Blütenstände auf, mit wenigen kleinen Blättern und einem hohen Kelch-Blatt-Verhältnis, was das Trimmen erleichtert und ein saubereres Endprodukt mit guter optischer Attraktivität ermöglicht.
Die für die Herstellung von Extrakten wie Dry Sift und Water Hash am besten geeigneten Sorten sollten anhand ihrer Eignung für die Extraktion ausgewählt werden, wobei der wichtigste zu berücksichtigende Parameter die Art des Harzes ist, das die Pflanze produzieren kann. In der Regel werden diese Sorten, die als „Washer“ bezeichnet werden, vor ihrer Markteinführung getestet und mit Angaben
zum Ertrag in Form des prozentualen Anteils an gewinnbarem Harz versehen. Die am besten geeigneten Pflanzen weisen eine offenere Struktur auf, mit weniger kompakten und gut belüfteten Blütenständen, die vollständig mit Harz bedeckt sind, was ihnen ein weißliches Aussehen verleiht, das als „frosty“ bezeichnet wird. Die besten Harze sind diejenigen, die reich an Drüsen-Trichomen mit großen Köpfen und sehr dünnen oder fast nicht vorhandenen Stielen sind. Ein weiterer grundlegender
aufweisen. Im Gegensatz dazu sind Harze, die sich ölig anfühlen, in der Regel schwieriger in den Extraktionsphasen zu verarbeiten.
FÄHIGKEITEN DES ANBAUERS
Die Wahl des Saatguts hängt auch von der persönlichen Erfahrung des Züchters ab. Für Anfänger empfiehlt es sich, sich für Sorten zu entscheiden, die einfacher zu handhaben sind und sich durch kräftiges Wachstum, gute Krankheitsresistenz, kurze Blütezeiten und
Viele Seedbanks unterscheiden zwischen Sorten für Blüten und solchen für Extrakte
Aspekt ist die Qualität des Harzes; am besten geeignet sind Sorten, bei denen sich die Trichome leicht vom Pflanzenmaterial lösen und eine körnigere oder leicht klebrige Konsistenz
geringen Nährstoffbedarf auszeichnen. Im Allgemeinen ist es ratsam, mit zuverlässigen und gut stabilisierten Genetiken zu beginnen. Im Gegensatz dazu sind einige Sorten komplexer
im Anbau und erfordern mehr Erfahrung. Beispielsweise können bestimmte Stämme, wie jene, die mit Zkittlez gekreuzt wurden, spezifischere Nährstoffbedürfnisse, eine höhere Empfindlichkeit gegenüber Schwankungen im Wasserhaushalt und ein verlangsamtes Wachstum aufweisen, was den Anbau selbst für erfahrene Züchter anspruchsvoller macht.
SEED BANKS
Es gibt verschiedene Indikatoren, um die Zuverlässigkeit einer Samenbank zu beurteilen und mögliche Betrugsfälle zu vermeiden. Der erste zu berücksichtigende Faktor ist sicherlich die Geschichte: Einige sind bereits seit mehreren Jahrzehnten in der Branche tätig und bieten Kataloge mit etablierten und stabilisierten Sorten an. Andere, jüngere Samenbanken stützen sich hingegen auf die Erfahrung preisgekrönter und international anerkannter Züchter.
Neben dem Ruf ist es wichtig, auch die Transparenz der bereitgestellten Informationen zu bewerten. Die zuverlässigsten Samenbanken geben die Abstammung der Sorten, ihre Stabilität, die Blütezeiten und die Hauptmerkmale klar an.
Ein weiterer zu berücksichtigender Aspekt ist das Angebot im Katalog. Eine große Anzahl an Sorten ist nämlich nicht unbedingt positiv zu betrachten, wenn sie nicht durch echte Selektions- und Stabilisierungsarbeit untermauert wird. In solchen Fällen ist Vorsicht geboten, da es kaum möglich ist, alle angebotenen Genetiken gründlich zu testen.
QUALITÄTSTEST
Um zu überprüfen, ob die gekauften oder vorhandenen Samen von guter Qualität sind, müssen einige Merkmale wie Farbe, Größe, Härte und Verhalten im Wasser beachtet werden. Reife Samen weisen in der Regel eine braune Färbung mit grauen Nuancen und manchmal Streifen mit unterschiedlichen Mustern auf. Die Größe kann einen Hinweis auf die Reife geben, ist jedoch kein stets verlässliches Kriterium. Die Schale muss intakt und rissfrei sein und dem Druck der Finger standhalten. Grüne oder weißliche Samen, die leicht zerbrechen, sind in der Regel von schlechter Qualität und keimen kaum. Ein weiterer Indikator ist das Verhalten im Wasser: Samen, die beim Einweichen dazu neigen, zu schwimmen, könnten hohl oder nicht vollständig entwickelt sein, während diejenigen, die sinken, in der Regel innen gut ausgebildet sind. Der zuverlässigste Test bleibt der Keimtest: Samen von guter Qualität weisen in der Regel eine Keimrate von über 90 % auf. Die Keimrate kann je nach Lagerungsbedingungen und Alter der Samen variieren, da Faktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit und Lagerdauer einen direkten Einfluss auf ihre Keimfähigkeit haben. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei der Züchtung von Cannabis einer der wichtigsten Aspekte die Qualität der Selektionsarbeit ist. Wie auch Robert C. Clarke betont, stellt die genetische Variabilität eine grundlegende Ressource dar, die jedoch durch zu schnelle oder schlecht strukturierte Zuchtprogramme beeinträchtigt werden kann. Eine Selektion, die sich ausschließlich auf Aroma und Potenz stützt, läuft Gefahr, Schlüsselelemente wie Hybridkraft, Stabilität und Widerstandsfähigkeit gegenüber Umweltstress zu vernachlässigen. Ein bewussterer Züchtungsansatz bleibt daher unerlässlich, um das genetische Erbe der Art langfristig zu bewahren und zu fördern – ein Grundprinzip, das der fundierten Auswahl von Saatgut zugrunde liegt.
Soft Secrets wird herausgegeben von Discover Publisher BV
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Chef-Redakteur: Cliff Cremer
Mitarbeiter: Jorge Cervantes, Stoney Tark, Robert B., Mr. Jose, Martin Muencheberg, Johnny Stardust, Green Born Identity (GBI), Derrick Bergman, Olivier F., Hortizan, sudestfam u.a.
Übersetzungen: Helmut Schöffler
Anschrift der Redaktion:
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Anzeigen: info@softsecrets.nl
Soft Secrets is printed by Coldset Printing Partners, Paal-Beringen, Belgium www.coldsetprintingpartners.be
Ein Wort des Herausgebers:
Soft Secrets ist ein im Abstand von zwei Monaten erscheinendes kostenloses Magazin, das in den Niederlanden (dort als “Highlife”), Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Polen, der Tschechischen Republik und Chile erscheint. Weltweit erleben wir derzeit einen Prozess der relativen Liberalisierung hinsichtlich des Cannabiskonsums, sei es für medizinische
oder Freizeitzwecke. Mehrere Länder haben Cannabis legalisiert, um weiche und harte Drogen voneinander zu trennen, wie es sich in Holland bewährt hat. Andere Länder haben die Verwendung von medizinischem Cannabis legalisiert, einschließlich des Rechts, Cannabispflanzen für den eigenen Gebrauch anzubauen.
Der Herausgeber möchte die Aufmerksamkeit verstärkt auf den Prozess der Normalisierung des Cannabiskonsums lenken. Hierbei wird vorausgesetzt, dass er nicht unbedingt mit allem einverstanden ist, was in Artikeln und Anzeigen erscheint. Der Verlag distanziert sich somit ausdrücklich von veröffentlichten Aussagen oder Darstellungen, die den Eindruck erwecken könnten, dass der Konsum oder die Produktion von Cannabis befürwortet wird. Es ist untersagt, ohne das vorherige Einverständnis des Herausgebers oder anderer Inhaber von Urheberrechten irgendetwas - gleich welchen Formats - von diesem Magazin zu kopieren oder zu reproduzieren. Der Verlag ist nicht verantwortlich für den Inhalt von Anzeigen und/oder für Auffassungen, die darin zum Ausdruck kommen, auch übernimmt er keine Verantwortung für unaufgeforderte Einsendungen. Der Herausgeber ist bestrebt, alle Rechteinhaber von Fotos und/oder Abbildungen zu erreichen. Wer meint, noch Anspruch auf diese Rechte zu haben, kann sich an den Verlag wenden.
Die nächste Ausgabe erscheint am 2.












































