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Eines der großen Ziele des Cannabis-Gesetzes, das am 1.4.2024 in Kraft trat, war die Zurückdrängung des Schwarzmarktes. Davon ist zwei Jahre später nichts zu merken.
Laut dem Chef des Bundeskriminalamtes (BKA) Holger Münch existiert der Schwarzmarkt so wie bisher. Oder zumindest fast so. Er ist jedenfalls nicht weniger oder kleiner geworden.Denn, so Münch, „Was in deutschen Anbauvereinen sowie auf Balkonen und Fensterbänken wächst, kann den Bedarf der Konsumenten bei weitem nicht decken.“ Aber das war ja von vornherein klar.
Das strukturelle Problem
Das CanG hat den Konsum und Besitz zwar legalisiert beziehungsweise straffrei gemacht. Aber es gibt nach wie vor keine legalen Be-

zugsmöglichkeiten. Mal abgesehen von der viel zu geringen Anzahl der Cannabis Social Clubs.
Derzeit gibt es in Deutschland 293 Lizenzen für solche Clubs, tausende von Anträgen liegen aber noch unbearbeitet auf den Schreibtischen der Behörden.
Eine andere legale Möglichkeit ist, sich medizinisches Cannabis verschreiben zu lassen. Diese Variante nutzen seit zwei Jahren auch verstärkt Konsumenten, für die es einfach nur eine legale Möglichkeit ist, an Cannabis zu kommen. Der medizinische Bedarf ist nicht unbedingt vorhanden, aber auch gar nicht vonnöten. Denn man kann es ja online bestellen, ohne ärztliche Konsultation. Genau das möchte Gesundheitsministerin Nina Warken wieder rückgängig
machen: „Wir müssen die Fehlentwicklungen und den Missbrauch beim Medizinalcannabis abstellen. Es kann nicht sein, dass Freizeitkonsum unter dem Deckmantel der Medizin ohne echte ärztliche Konsultation stattfindet. Unser Ziel ist eine Rückkehr zur persönlichen Beratung in der Apotheke, um den sprunghaften Anstieg nicht-medizinisch notwendiger Verschreibungen zu korrigieren.“
Und auch der Legale Heimanbau von drei Pflanzen kann den Bedarf in den seltensten Fällen decken. Wenn man überhaupt die Möglichkeit für den Anbau hat. Eine Garten oder Balkon haben nicht alle, vermutlich nur eine Minderheit aller Konsumenten. Ein großer Großteil der User hat also für die Versorgung ausschließlich die Möglichkeit, Cannabis auf dem Schwarzmarkt zu beziehen. So wie man es schon all die Jahre zuvor gemacht hat. Daher wird der kaum kleiner werden.
Veränderung des Schwarzmarktes Es wird für die Polizei laut Münch auch immer schwieriger, gegen den Schwarzmarkt und deren Akteure vorzugehen. Denn seit dem 1.4.24 ist der Besitz von 25 Gramm Cannabis legal, zu Hause dürfen es 50 sein. Das macht es schwer, Strassenhändlern eine Straftat nachzuweisen.
Zudem kommt das Cannabis nicht mehr nur wie bisher aus Holland, Spanien oder Marokko nach Deutschland. Das BKA beobachtet vermehrt größere Mengen Cannabis aus den USA und Kanada – Länder, in denen Teile der Cannabis-Industrie bereits legalisiert und kommerziell organisiert sind.
Das CanG kann so wie es jetzt ist nicht bleiben. Oder eines der Ziele, nämlich der Verdrängung des Schwarzmarktes, kann und wird es nicht geben.
Unser neues Logo ist nun eingeführt und neue Etikettendesigns folgen in Kürze. Wir liefern weiterhin Produkte von hervorragender Qualität –und das schon seit 1985.




















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Landrassen
Cannabissorten der ErdeErhaltung oder Evolution

Seite 24
Eine Brücke allzu abwegig?

Seite 26
Die Outdoor-Saison in Deutschland… und die Vorteile von Autoflower-Genetiken

Seite 30
Selektion von Cannabissorten nach ihrer Resistenz gegen Schädlinge und Krankheiten

Seite 40
Holigram
Tief verwurzelt in der holländischen Cannabis-Szene














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12-14 Juni 2026 auf der Messe Berlin, Hammarskjöldplatz, Eingang Nord, 14055 Berlin STAND 87, 88,103,104
Keraseeds wurde 2012 gegründet, nachdem der Inhaber 1998 seine Karriere bei den Magazinen „HighLife“ und „Soft Secrets“ begonnen hatte. Im Laufe seiner Karriere hegte der Inhaber den Traum, ein eigenes Unternehmen zu gründen, und dieser Traum nahm immer konkretere Formen an, bis er 2012 schließlich wahr wurde.
Inwiefern hat der Katalog von Kera Seeds das Angebot an hochwertigen Sorten für das europäische Publikum erweitert?
Wir haben mit mindestens 12 Sorten begonnen und unser Sortiment im Laufe der Jahre auf 61 Sorten im Jahr 2026 ausgebaut.
Was unterscheidet Kera Seeds von den vielen anderen Samenbanken auf dem Markt?
Für uns stehen die Menschen, unser Service und nicht zuletzt der Preis im Vordergrund..
Welche Sorten sind bei deutschen Züchtern am beliebtesten?
Wir stellen fest, dass die Deutschen unsere AMG Haze lieben; diese Sorte ist die beliebteste.
Können Sie uns einige Ihrer beliebtesten Sorten vorstellen?
AMG Haze, Sweet Seven Eleven, Super Silver Haze – das sind unsere Bestseller unter den feminisierten Sorten. Die beliebtesten Autoflower-Sorten sind Amnesia Haze Autoflower, Gorilla Glue Autoflower und Gelato Autoflower.
Welche Autoflower-Sorten empfehlen Sie dem deutschen Publikum in dieser Saison?
Amnesia Haze Autoflower, Gorilla Glue Autoflower, Gelato Autoflower – diese Sorten sind unsere Bestseller. Amnesia hat tiefgrüne Blüten mit frischen Zitrusaromen und erfordert einen feinen Gaumen, um die Tiefe und das High vollends zu schätzen. GG Auto schmeckt nach Schokolade und Gewürzen

und duftet süß. Diese Cannabispflanze wächst schnell, hat einen hohen Ertrag und sorgt für ein euphorisches High.
Wie funktioniert eure Qualitätskontrolle? Wie lange dauert es, bis die Samen geliefert werden? Wir beziehen unsere Samen von unseren offiziell anerkannten Produzenten. Jede Charge, die wir erhalten, testen wir, um zu prüfen, ob die Samen keimen und natürlich auch, wie sie keimen. Wenn wir beispielsweise 1000 Samen erhalten, testen wir 100 davon, um zu sehen, ob sie keimen. www.keraseeds.com/de

Das CannaFestival 2026 ist die führende Hanfmesse und Festival des Südens und findet vom 17.–19. Juli in der Messe Karlsruhe statt. Mit über 5.000 Besuchern, mehr als 6.000 m² In- und Outdoor-Fläche, 40+ Ausstellern, 30+ Artists und 2 Bühnen verbindet das Event Expo, Community und Festival-Feeling auf einzigartige Weise. Das CannaFestival bringt Unternehmen, Marken und Besucher aus dem DACH-Raum sowie aus Frankreich und den Niederlanden zusammen. Im Fokus stehen Austausch, Sichtbarkeit und Kultur – ein modernes Veranstaltungsformat, bei dem Festival-Feeling auf Expo trifft.
www.cannafestival.de
Der Branchenverband Cannabiswirtschaft e.V. (BvCW) hat in einer Pressemitteilung zu verstehen gegeben, „dass verantwortungsvolle Regulierung und wirksamer Jugendschutz Hand in Hand gehen“. Denn auch im zweiten Bericht von EKOCAN finden sich keine Hinweise drauf, dass der CannabisKonsum hierzulande angestiegen sei und die Jugend durch das Cannabis-Gesetz, das am 1.4.2024 in Kraft trat, verstärkt Gefahren ausgesetzt sei.
Stabilität mit Risiken
Allerdings geben die Daten ein differenziertes Bild: Der Cannabiskonsum bei Erwachsenen hat sich nach einem langfristigen Anstieg stabilisiert. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Tendenz sogar leicht rückläufig. Dennoch gibt

es einen alarmierenden Trend: Die Prävalenz von schädlichem Gebrauch und Abhängigkeit nimmt in bestimmten Gruppen zu. Experten vermuten, dass die höhere Verfügbarkeit und gesellschaftliche Akzeptanz den Übergang vom Gelegenheitskonsum zur Sucht bei vulnerablen Personen begünstigen könnten.
Die Krise der Suchtberatung
Ein paradoxes Ergebnis der Entkriminalisierung ist der Rückgang bei der Inanspruchnahme von Beratungsstellen. Da polizeiliche Zuweisungen an solche Stelen durch die neue Rechtslage weggefallen sind, werden viele junge Betroffene nicht mehr automatisch erreicht. Da sich viele Konsumenten zudem
nicht als „süchtig“ identifizieren, bleibt der Hilfebedarf oft ungenannt.
Chaos beim Medizinalcannabis
Besonderen Fokus legt die Studie auf die Entwicklung seit der Streichung von Cannabis aus dem Betäubungsmittelgesetz. Die Erleichterung der ärztlichen Verordnung hat zu einem Boom geführt, der jedoch Schattenseiten hat. Über Telemedizin-Plattformen gelangen Patienten oft ohne persönlichen Arztkontakt an Rezepte. Dies schürt die Sorge vor einem „grauen Markt“ und einer Verharmlosung von Cannabis als Lifestyle-Produkt.
Nachbessern statt Rückabwicklung
Die EKOCAN-Experten raten davon ab, das Gesetz vollständig zurückzunehmen. Stattdessen fordern sie ein konsequentes „Nachadjustieren“, beispielsweise die stärkere Regulierung von Online-Angeboten für Medizinalcannabis. Aber auch den Cannabis-Anbauvereinigungen erlauben, neutral über sich zu informieren sowie das Weitergabe- und Konsumverbot in den Clubs einschließlich der restriktiven Rahmenbedingungen auf den Prüfstand zu stellen.
Auch die Eindämmung des Schwarzmarktes lässt sich nicht feststellen. Aber um das zu erreichen, müssen die legalen Bezugsmöglichkeiten deutlich verbessert werden.
Wer den ganzen Bericht liest, wird aber auch feststellen, dass nicht wenige der Daten und Zahlen aus Umfragen stammen, die überhaupt nicht nachgeprüft werden können und von denen viele „Selbstauskünfte“ sind.

Zwanzig Jahre Geschichte, eine neue Phase. aLeda kommt 2026 erneuert zurück, mit Rebranding und neuen Verpackungen, ohne auf die Qualität zu verzichten, die sie schon immer ausgezeichnet hat. Das klassische Regular King Size Papier ist weiterhin erhältlich, mit langsamer Verbrennung und ultradünnem Papier, treu dem Standard, der aLeda zur ersten brasilianischen Papiermarke und zur Referenz in über 50 Ländern gemacht hat. Seit 2006 die gleiche Qualität, jetzt noch mehr aLeda. aleda.com.br

























@sudestfam
In der Züchtung von Cannabis sativa eröffnet die Triploidie, ein zentrales und in den letzten Jahren zunehmend diskutiertes Thema, neue Horizonte, indem es neue Dynamik in die Cannabisgenetik und -produktion einbringt.

Triploidie-Zuchtprogramm
POLYPLOIDES CANNABIS
Polyploidie ist eine der interessantesten genetischen Veränderungen, die bei Cannabis sativa auftreten können. Unter natürlichen Bedingungen ist Cannabis diploid, mit zwei Chromosomensätzen (2n), je einen von jedem Elternteil vererbt. In manchen Fällen können während der Zellteilung Fehler auftreten, die zur Bildung von drei Chromosomensätzen (3n, Triploidie) oder vier Sätzen (4n, Tetraploidie) führen. Diese Veränderung des Chromosomengleichgewichts kann die Zellgröße, Pflanzenstruktur und das Fortpflanzungsverhalten beeinflussen, was der Züchtung einige Vorteile bringt, etwa eine größere Biomasse, stärkere Wuchskraft, dichtere glanduläre Trichome und, bei Triploiden, eine drastische Verringerung der Fruchtbarkeit - letzteres ein umstrittener Aspekt mit sowohl positiven als auch negativen Auswirkungen für den Anbau.
WIE TETRAPLOIDIE ENTSTEHT
Tetraploidie tritt auf, wenn sich die Chromosomen während der Zellteilung nicht fehlerfrei trennen. Genauer gesagt geschieht dies während der Meiose - einem für die sexuelle Fortpflanzung essenziellen Prozess, bei dem aus einer diploiden Zelle vier haploide Zellen mit einem einfachen Chromosomensatz hervorgehen. Diese bilden bei männlichen Pflanzen den Pollen und bei weiblichen Pflanzen die Samenanlagen.
Wird das korrekte Funktionieren der meiotischen Spindel - der Struktur, die für die Verteilung der Chromosomen auf die neuen Zellen verantwortlich ist - gestört, verbleiben die Chromosomen in der Mutterzelle und es bilden sich tetraploide Zellen. Diese Veränderung kann sowohl bei Cannabis als auch bei anderen Pflanzenarten durch die Behandlung mit Substanzen hervorgerufen werden, welche das richtige Funktionieren der meiotischen Spindel stören. Die Methoden zur Induktion
von Tetraploidie werden später erläutert.
TRIPLOIDES CANNABIS
Triploide Cannabispflanzen besitzen drei Chromosomensätze (3n) - eine Eigenschaft, welche die Pflanzengestaltung maßgeblich beeinflussen kann. Einige Züchter und Saatgutbanken erforschen schon seit Längerem den Nutzen triploider Pflanzen und produzieren dementsprechend erste Saatgutlinien. Aktuell sind nicht viele solche Cannabissorten verfügbar, das Angebot dürfte jedoch steigen. Wie man festgestellt hat, haben triploide Cannabispflanzen gegenüber ihren diploiden Pendants einige Vorteile, und um sie zur Geltung zu bringen, werden benötigt:
- 1-mg-Colchicin-Tabletten
- Destilliertes Wasser
- Spritze
- Messbecher mit Maßeinteilung
- Rührstab
- Petrischale oder Ähnliches
- Gaze
- Schutzausrüstung
Im ersten Schritt wird die benötigte Menge Colchicin in destilliertem Wasser im Messbecher gelöst. Dabei wird ständig gerührt, bis sich eine homogene Lösung gebildet hat. Die optimale Konzentration variiert abhängig von der behandelten Pflanze, da jede Art unterschiedlich reagiert. Tests haben gezeigt, dass ein Bereich zwischen 0,05 % und 0,2 % wirksam ist. Für eine 10-ml-Lösung werden 5 bis 20 mg Colchicin gebraucht.
Vorsicht: Während des gesamten Vorgangs ist das Tragen von Schutzzeug wie Handschuhe, Maske und Schutzbrille erforderlich, weil Colchicin für den Menschen giftig ist und auch über die Atemwege oder die Haut aufgenommen werden kann.

Je nach Art der Behandlung können teilweise oder vollständig tetraploide Pflanzen entstehen. Die Lösung auf frisch gekeimte Samen geben kann helfen, tetraploide Individuen zu erzeugen; falls nur der Triebspitzenbereich begossen wird, kann dadurch eine partielle Veränderung der Pflanze ausgelöst werden, die später möglicherweise aus diploiden und tetraploiden Teilen besteht.
Gekeimte Samen sollten behandelt werden, indem man sie in eine unten mit Gaze ausgelegte Petrischale legt. Die Lösung wird über einen Zeitraum von etwa 12 Stunden in kleinen Dosen mit der Spritze verabreicht. Anschließend die Samen gründlich mit Wasser abspülen, um eventuelle Colchicinreste zu entfernen, welche die Entwicklung beeinträchtigen könnten.
Nicht alle bearbeitete Samen überleben oder entwickeln sich zu tetraploiden Pflanzen. Wer bereits gewachsene Pflanzen behandeln möchte, kann dafür ausgewähltes Meristem in mit Colchicin getränkte Gaze wickeln und für etwa 24 Stunden in einen Beutel platzieren, um eine konstante Luftfeuchtigkeit aufrecht zu erhalten; danach gründlich mit Wasser abspülen. In den frühen Wachstumsstadien entwickeln sich tetraploide Pflanzen langsamer als diploide, doch nach wenigen Wochen werden die Unterschiede deutlich sichtbar. Für ein Zuchtprogramm mit
dem Ziel, tetraploide Cannabispflanzen zu erhalten, ist es nicht optimal, mit gerade gekeimten Samen zu beginnen, weil die Eigenschaften der zukünftigen Elternpflanze noch unbekannt sind. Die Bestätigung der Tetraploidie muss mittels zytometrischer Analyse erfolgen, um die Chromosomenverdopplung zu bestätigen und Individuen auszuschließen, die nicht vollständig tetraploid sind.
Das beschriebene Verfahren wurde vom Team von La Huerta del Diablo angewendet, dessen Arbeit einen wichtigen Referenzpunkt darstellt. Es ist zusammen mit Multimedia-Material auf der Website supercannabis.ar verfügbar.
DER KRITISCHE FAKTOR
Triploide Cannabispflanzen weisen aufgrund ihrer ungleichen Chromosomenausstattung eine extrem geringe Fruchtbarkeit auf, da sie nicht lebensfähige Keimzellen produzieren. Dies kann insbesondere beim großangelegten Freilandanbau, wo Pollenverwehungen ein Problem darstellen, wie beispielsweise in Marokko, von Vorteil sein. Die Unfähigkeit zur Bestäubung von Pflanzen führt jedoch zu Problemen, die das Gleichgewicht des Ökosystems negativ beeinflussen und die genetische Vielfalt verringern, wodurch die Grundlage für potenzielle Monokulturen geschaffen wird.
Soft Secrets ist jetzt auch in Südafrika erhältlich. Die erste Ausgabe erschien im Februar 2026. Das Magazin erscheint viermal jährlich mit einer Auflage von 10.000 Exemplaren und wird über 120 Vertriebsstellen vertrieben. Soft Secrets Südafrika ist die neunte internationale Ausgabe.


Soft Secrets erscheint bereits in mehreren europäischen Ländern: Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Polen und Tschechien. Die internationale Ausgabe wird in weiteren europäischen Ländern (darunter Großbritannien, Irland, Dänemark, Malta und Slowenien) sowie in Thailand vertrieben. Auch eine lateinamerikanische Ausgabe ist erhältlich. Kürzlich erschien sogar eine Sonderausgabe von Soft Secrets Las Vegas anlässlich der MJ Biz Con. Mit der südafrikanischen Ausgabe geht Discover Publisher den nächsten Schritt. Die Gesamtauflage von Soft Secrets beträgt nun beachtliche 166.000 Exemplare.
In der ersten Ausgabe von Soft Secrets South Africa finden Sie Beiträge führender südafrikanischer Cannabis-Experten, darunter Myrtle Clarke. Gemeinsam mit ihrem Partner Julian Stobbs erlangte sie als „The Dagga Couple“ internationale Bekanntheit durch ihren Kampf für die Legalisierung von Cannabis in Südafrika. 2020 wurde Stobbs bei einem Raubüberfall getötet. Myrtle Clarke setzt ihren Kampf nun ebenfalls in Soft Secrets fort.
Alle Ausgaben von Soft Secrets sowie das niederländische Hochglanzmagazin HighLife finden Sie auf der Website: www.softsecrets.com


Neue Umfragedaten zeigen: Fast drei von vier Verbrauchern sind sehr besorgt über Pestizide in Cannabis, während die Unterstützung für den Eigenanbau stark bleibt
Umfragedaten zeigen: Jüngere Erwachsene bevorzugen oft Cannabis statt Alkohol. Erfahre, was die Ergebnisse über Motive und Konsumtrends verraten.
NEW YOR K—April 21, 2026— Royal Queen Seeds (RQS) hat gerade seine dritte jährliche Umfrage zum Eigenanbau veröffentlicht, und die Daten zeigen deutlich: Auch wenn sich Verbraucher darin unterscheiden, wie und warum sie Cannabis nutzen, ziehen sich Sorgen über Pestizide und Transparenz bei Produkten durch alle demografischen Gruppen. Während der Cannabiskonsum stetig zunimmt, geben fast drei von vier Cannabiskonsumenten (72 %) an, dass sie sich große Sorgen über Pestizide in ihren Cannabisprodukten machen.
Die Umfrage wurde online unter mehr als 2.000 US-Erwachsenen ab 21 Jahren von The Harris Poll im Auftrag von RQS durchgeführt, einer der größten Saatgutbanken der Welt für Cannabissamen. Ein weiteres Ergebnis: Zwei Drittel der Cannabiskonsumenten (67 %) sagen, dass sie Cannabis ohne
Pestizide bevorzugen würden, selbst wenn es einen geringeren THC-Gehalt hätte — ein klarer Hinweis darauf, dass Qualität und Sicherheit für viele wichtiger sind als die Wirkstärke.
Diese Priorisierung überrascht kaum, wenn man die jüngste Reihe von PestizidSkandalen im regulierten Cannabismarkt betrachtet. In der Umfrage sagen 65 % der Cannabiskonsumenten, dass die jüngste Berichterstattung in der Presse über Cannabisthemen sie eher dazu bringt, Cannabis zu Hause anzubauen, statt es zu kaufen.
„Verbraucher sind heute besser informiert und gehen bewusster damit um, was sie ihrem Körper zuführen“, sagte Shai Ramsahai, Präsident von Royal Queen Seeds. „Produkte nur wegen eines hohen THC-Prozentsatzes blind zu kaufen, ist ein Trend, der an Bedeutung verliert.
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Die Menschen wollen Cannabis, dem sie vertrauen können, und viele wenden sich dem Heimanbau zu, um Qualität und Sicherheit selbst in die Hand zu nehmen.“

Für viele ist der Anbau zu Hause ein direkter Weg, die Qualität selbst zu kontrollieren und ein sauberes Produkt sicherzustellen. Parallel zu diesen Sorgen wächst auch das Interesse am Heimanbau: 3 von 5 Amerikanern ab 21 Jahren (61 %) unterstützen das gesetzliche Recht, die Pflanze zu Hause anzubauen. Die Umfrage zeigte außerdem, dass Cannabiskonsumenten Cannabis gegenüber Alkohol bevorzugen, und lieferte zusätzliche Einblicke dazu, warum Amerikaner Cannabis nutzen.
Weitere wichtige Erkenntnisse: Mehr Amerikaner ab 21 Jahren konsumieren heute Cannabis als noch vor zwei Jahren (43 % gegenüber 39 % im Jahr 2024).
Mehr als 3 von 4 Cannabiskonsumenten (76 %) stimmen zu, dass sie den „Rausch“ von Cannabis dem „beschwipsten Gefühl“ durch Alkohol vorziehen.
Bei den Verbrauchern der Gen Z (im Alter von 21 bis 34 Jahren) stimmen 81 % dieser
Nur 23 % der Verbraucher sagen, dass sie Cannabis ausschließlich zum Vergnügen nutzen; alle anderen nennen zumindest teilweise Vorteile im Bereich Gesundheit
und Wohlbefinden.
39 % der Amerikaner ab 21 Jahren (68 % der Cannabiskonsumenten) sagen, dass sie mehr beeindruckt wären, wenn jemand zu einer Dinnerparty selbst angebautes Cannabis mitbringt, als von einer Flasche teuren Weins.
Männer konsumieren eher Cannabis als Frauen (47 % gegenüber 38 %). Weitere Details findest du hier auf der Website von Royal Queen Seeds.
Umfragemethode
Diese Umfrage wurde in den Vereinigten Staaten online von The Harris Poll im Auftrag von Royal Queen Seeds vom 17. bis 19. März 2026 unter 2.017 Erwachsenen ab 21 Jahren durchgeführt, darunter 851 Cannabiskonsumenten (d. h. Personen, die jemals Cannabis konsumiert haben). Die Stichprobenpräzision der Online-Umfragen von Harris wird mithilfe eines bayesschen Glaubwürdigkeitsintervalls gemessen. Für diese Studie sind die Stichprobendaten bei einem Konfidenzniveau von 95 % auf +/- 2,7 Prozentpunkte genau. Dieses Glaubwürdigkeitsintervall fällt bei Teilgruppen der untersuchten Bevölkerung breiter aus. Für die vollständige Methodik der Umfrage, einschließlich Gewichtungsvariablen und Stichprobengrößen der Untergruppen, kontaktiere bitte
royalqueenseeds@mygrasslands.com.

Von Stoney Tark
Bald können wir die Cannabis-Sämlinge nach draußen bringen! Normalerweise werden die Samen von photoperiodischen Cannabissorten im Mai eingepflanzt und wir warten geduldig bis Ende September auf die Ernte. Autoflowering-Sorten hingegen bieten Growern eine kurze Durchlaufzeit, kontinuierliche Ernten, sie sind pflegeleicht und robust. In diesem Artikel trage ich alles Wissenswerte über Autoflowerings vor und nenne meine Gründe, warum man sie dieses Jahr im Garten anbauen sollte.

Was genau sind Autoflowerings und wie funktionieren sie?
Autoflowering (selbstblühende)-Cannabispflanzen enthalten das Ruderalis-Gen, was bedeutet, dass sie im Freien nach 30 Tagen Vegetativer Phase automatisch blühen. Autos sind nicht abhängig von der Dauer des Tageslichts, können also zu jeder Jahreszeit Blütenstände produzieren und sind auch in kälteren Klimaten unverwüstlich.
Von der Aussaat bis zur Ernte vergehen in der Regel 10 bis 11 Wochen, wobei einige früher blühende Autoflowering-Sorten bereits nach 10 Wochen oder weniger blühen. Sie produzieren erstklassige Blüten - sehr beeindruckend hinsichtlich ihrer Trichome, des Terpenprofils, Geschmacks, Aromas und der Wirkung.
• Autos sind selbstblühende Versionen von Hybriden photoperiodischer Cannabissorten
Sie sind pflegeleicht
• Die Endhöhe beträgt 80 bis 100 cm
Autoflowerings sind diskrete unauffällige
Pflanzen
Von der Aussaat bis zur Ernte benötigen die Sorten 70 bis 84 Tage
• Autoflowering-Samen sind feminisiert, es wachsen aus ihnen nur weibliche Pflanzen
Sind Autos eine kluge Wahl für Erstgrower?
Absolut, und zwar weil sie quasi von selbst wachsen. Man muss sie nur in einen großen Topf pflanzen, damit sie optimale Bedingungen für die Entwicklung einer ausgedehnten Wurzelzone vorfinden. Dank der kurzen Wuchsphase beginnen Autos schon einen Monat nach der Keimung zu blühen, bilden Griffel und Knospen. Anfänger können mit Autoflowerings lernen, wie sich eine Cannabispflanze entwickelt und die ein-

zelnen Stadien des Lebenszyklus aussehen. Ein 12-wöchiges Projekt mit Autos ist viel einfacher als mit photoperiodischen Cannabissorten, bei denen Pflanzentraining erforderlich ist und die erst nach 6 bis 7 Monaten erntereif sind. Autoflowerings hingegen belohnen den Grower schon nach 100 Tagen mit etwas zum Rauchen.
Meine Gründe, warum ihr in diesem Jahr draußen Autos anbauen solltet Ich habe über zehn Jahre in Südspanien gelebt und reichlich Erfahrung mit dem Anbau von selbstblühenden Cannabissorten. Dank des mediterranen Klimas in Spanien hatte ich großen Erfolg mit der Produktion „bereifter“ Autoflowering-Nuggets. Im Folgenden möchte ich erklären, warum auch ihr es mit Autos versuchen solltetihr werdet angenehm überrascht sein!
Ernte alle 10 bis 11 Wochen Wenn das Wetter mitspielt, können wir Autoflowerings alle drei Monate pflanzen. Sehr schnell blühende Sorten brauchen vielleicht nur neun Wochen. Wenn ihr dieses Jahr photoperiodisches Cannabis im Freien anbaut, pflanzt auch ein paar Autoflowerings; so könnt ihr diese alle 30 bis 90 Tage ernten und eure Behälter mit frischem, biologisch angebautem Outdoor-Marijuana füllen.
Autoflowerings bleiben klein und unauffällig
Das Problem beim Anbau von photoperiodischen Cannabissorten - sie können riesig werden. Nachbarn und die Polizei werden womöglich die Outdoor-Plantage bemerken, Angst und Panik auslösen. Autoflowerings hingegen bleiben klein und wachsen nicht hoch oder schlaksig. Wer eine diskrete unauffällige Cannabispflanze sucht, für den sind Autos genau das Richtige!
Sea of Green-Plantage für große Erträge
Bei dem Sea-of-Green-Verfahren werden viele kleinere Pflanzen dicht nebeneinander kultiviert.
Ich baue Autoflowering-Sorten besonders gerne in solcher Formation an, weil sie gewöhnlich eine Höhe von etwa 80 cm erreichen. Und wenn wir 9, 16, 25 oder 36 kleine Autos im Freien an einem gut versteckten Ort pflanzen, können die Erträge hervorragend ausfallen.
Kurze Vegetative Phase
Jeder freut sich, wenn seine weiblichen Pflanzen zu blühen beginnen, und bei Autoflowering-Sorten müssen wir nicht bis Ende Juli warten, bis sie in die Blühphase treten. Das heißt, wir brauchen uns weder um Pflege oder Training der Cannabispflanzen kümmern noch wegen riesiger Pflanzen besorgt sein.
Gute Anpassung an kühle Klimate
Das Ruderalis-Gen wurde in Sibirien - berüchtigt für sein unerbittlich kaltes Klima und die kurzen Sommer - entdeckt. Dank dieser genetischen Eigenschaft sind selbstblühende Hybriden auch in kälteren Klimaten, wie beispielsweise in Nordeuropa, sehr widerstandsfähig. Selbst ohne mediterranes Klima lassen sich dank der Kälteresistenz dieser Pflanzen beeindruckende Ergebnisse erzielen.
Cannabisplantage auf Balkon und Terrasse
Autos können wir problemlos auf der eigenen Terrasse oder Balkon anbauen, wenn sie den ganzen Tag über Sonne abbekommen. Wir müssen keine riesigen Pflanzen heranziehen, und Autos fallen kaum auf, stören nicht die Nachbarn.
Fazit
Ich kann den Anbau selbstblühender Cannabispflanzen nur wärmstens empfehlen, vor allem für Grower, die in einem Land mit kurzen Sommern und kalten Wintern leben. Mein Tipp: Ab Mai alle 30 Tage Autos pflanzen. So kann man in der Zeit später im Jahr, wenn sich die „Photoperiodischen“ auf die Blüte vorbereiten, Monat für Monat ernten.








Von Dryas - dryas.420@gmail.com
Einheimische oder traditionelle Sorten von Kulturpflanzen sind für Pflanzenzüchter von grundlegender Bedeutung, weil sie eine der wichtigsten Quellen genetischer Ressourcen darstellen.
Diese Cannabispopulationen haben einzigartige Eigenschaften, weil sich die Pflanzen - wie die Evolution fortschritt - der Umwelt anpassen mussten, aber die Besonderheiten sind auch auf kulturelle Praktiken der sie anbauenden Gemeinschaften zurückzuführen.

Wir stellen uns Cannabis-Landrassen oft als isolierte Populationen oder Subpopulationen in einem abgelegenen Gebirgstal vor, die den Menschen fast unbekannt sind - und der Wissenschaft noch mehr. Streng genommen handelt es sich dabei nicht um Landrassen, denn traditionelle Sorten sind zwar das Ergebnis von Interaktionen der Pflanze mit ihrer Umwelt,
heimisch sind und deren Ursprung und Evolution auf dem charakteristischen Ökosystem der Region beruhen - ohne menschliches Eingreifen. Dies ist ein sehr einfacher Fall, wenn Pflanzen abgegrenzt werden sollen, die zwar dem Menschen bekannt sind, aber nicht kultiviert oder genutzt werden und deren Verbreitung oder Evolution daher nicht vom Menschen beeinflusst

wurden aber immer durch lokale landwirtschaftliche Praktiken und Gebräuche verändert.
Das gerade erwähnte Talbeispiel lässt sich genauer als ursprüngliche einheimische oder eingebürgerte Wildpopulation beschreiben. Die Unterschiede zwischen diesen Auffassungen und dem Konzept der Landrasse sowie die jeweiligen Merkmale werden im Folgenden erläutert.
Urpopulationen
Das sind Pflanzen, die an einem bestimmten Ort
Kultursorten gekreuzt haben. In der Wissenschaft ist weitgehend anerkannt, dass Cannabis seinen Ursprung in Zentralasien, Westchina (dem tibetischen Hochland) und den Ausläufern des Himalaya hat. Daher ist es - sofern keine große Überraschung eintritt - unwahrscheinlich, dass außerhalb dieser Regionen ursprüngliche Marijuanapopulationen zu finden sind.
Die Forschung über die Vorfahren der wichtigsten Nutzpflanzen - der Populationen wilder einheimischer Pflanzen, aus denen Obstbäume, Gemüse und Getreide hervorgingen - brachte Nikolai Wawilow im 20. Jahrhundert, die „Theorie von den geographischen Genzentren der Kulturpflanzen“ zu präsentieren (Wawilow, 1926). Der sowjetische Biologe identifizierte eine Reihe von Ursprungszentren für zahlreiche kultivierte Arten an denselben Orten, wo viele ihrer wilden Verwandten vorkommen. Dasselbe gilt für Cannabis; seine nächsten wilden Verwandten (Familie Cannabaceae) finden sich in den oben genannten Gebieten Zentralasiens.
Diese ursprünglichen Populationen sind sowohl für Pflanzenzüchter als auch für die Arten selbst von entscheidender Bedeutung, weil sie ein immenses Reservoir an Genen darstellen, die für die Verbesserung der Resistenz gegen Krankheiten, Schädlinge und Umweltstress von Interesse sind, auch als Gegenstand der Forschung im
men in europäischen Regionen beobachten, wo Hanf zur Fasergewinnung angebaut oder Cannabissorten für medizinische Zwecke verwendet werden und die Pflanze auch wild wächst. Obwohl weit von ihrer Ursprungsregion entfernt, hat diese Pflanze eine große Anpassungsfähigkeit bewiesen und wächst gut ohne menschliche Eingriffe in kontinentalen Klimaten (mit kalten Wintern, ähnlich ihrer Heimat) wie in Sibirien oder Rumänien. Sie gedeiht auch in mediterranem oder subtropischem Klima, beispielsweise in Indien und Nordvietnam.
Eine aktuelle Studie bezüglich der Iberischen Halbinsel weist auf drei Epochen hin, welche für die die Einführung von Cannabis bedeutsam sind: Paläolithikum, Neolithikum und das Mittelalter, wobei Cannabis in beiden letztgenannten mit hoher Wahrscheinlichkeit vom Menschen hereingebracht wurde (Rull et al., 2023). Dies deckt sich mit der allseits akzeptierten Theorie, bei in Europa vorkommendem Cannabis handele es sich entweder um Kultursorten oder eingebürgerte Hanfpopulationen.
Allgemein sind naturalisierte Pflanzenpopulationen für die Züchtung und den Sortenerhalt wenig interessant, weil ein Großteil der genetischen Vielfalt, welche die ursprüngliche Population aufwies, während des Selektionsprozesses für den Anbau und der nachfolgenden Qualitätsver-

Hinblick auf vorteilhafte und schädliche Mutationen. Der beste Weg, diese genetische Vielfalt zu erhalten, besteht darin, die Größe und Intaktheit ihrer Lebensräume zu respektieren.
worden ist. Klassische Beispiele für einheimische Wildpopulationen sind der Stechginster (Ulex europaeus) oder Mittelmeer-Kreuzdorn (Rhamnus alaternus), um Pflanzenarten zu nennen, die weiter verbreitet sind als endemische Arten auf Inseln und in Gebirgszügen.
Im Fall von Marijuana ist es wie bei vielen anderen Kulturpflanzen schwierig nachzuweisen, dass es Populationen gibt, die sich trotz ihres unkontrollierten Wildwuchses weder in der Gegenwart noch in der Vergangenheit mit
Naturalisierte wilde Populationen Es handelt sich um Pflanzen, die von Menschen ins Land geholt oder kultiviert wurden, aber wild wachsen und ohne menschliches Zutun überleben. Oftmals lassen sie sich ohne genaue Kenntnisse der lokalen Flora und Botanikgeschichte nur schwer von ursprünglichen einheimischen Pflanzen unterscheiden. Die korrekte Identifizierung solcher Arten ist zumeist notwendig, weil nicht alle eingebürgerten Pflanzen so unverwechselbar sind wie Pampagras (Cortaderia selloana) oder Mittagsblume (Carpobrotus edulis) - klassische Beispiele für invasive Arten, welche als Zierpflanzen auf die Iberische Halbinsel eingeschleppt wurden. Allerdings verhalten sich nicht alle eingebürgerten Pflanzen wie invasive Arten.
Im Fall von Cannabis lässt sich dieses Phäno-
besserung herausgefiltert und beseitigt worden ist. Darüber hinaus verlieren eingebürgerte Sorten oder gewisse Individuen, wenn sie wieder wild wachsen, über Generationen hinweg die aufgebesserten Eigenschaften (Fruchtgröße, Geschmack, frühe Reifung usw.) und kehren zu Fähigkeiten zurück, die ihnen das Überleben in freier Wildbahn ermöglichen (Giftigkeit, Abwehrmechanismen wie Dornen usw.).
Landrassen oder heimische Sorten Einheimische Sorten von Kulturpflanzen mögen uns heute beinahe exotisch erscheinen - als Ergebnis regionaler Bemühungen von Völkern, eigene Arten von Pflanzen zu haben. Die Realität ist jedoch etwas prosaischer, weil das Hauptziel vieler Gemeinschaften, die solche Sorten züchteten, schlichtweg das Überleben war. Wir dürfen nicht vergessen, dass es vor nicht allzu langer Zeit weder Gewächshäuser noch Mechanisierung, Bewässerung oder die unzähligen Betriebsmittel gab, welche uns heute bei vielen Pflanzen eine enorme Erweiterung der Anbaufläche ermöglichen.

Vergleich einer kommerziellen Sativa mit einer kambodschanischen Landrasse
In früheren Zeiten gab es nur wenige nutzbare Pflanzenarten, die sich gut auf die Bedingungen einer bestimmten Gegend einstellten. Eine besser angepasste, wertvollere oder besonders charakteristische Pflanzen- oder Tierart bedeutete daher Überleben und sogar Wohlstand für eine Region. Dies zeigt sich noch heute deutlich bei hochwertigen Nutzpflanzen wie Weinreben, besonders begehrten Früchten, Gemüsesorten wie Spargel und Artischocken, Safran, Hopfen und vielen mehr.
Auch bei Marijuana gibt es zahlreiche einheimische Sorten, weil in vielen Kulturen an zahlreichen Orten damit gearbeitet wurde. Manchmal wurden sogar mehrere Sorten in derselben Gegend gezüchtet, je nach Verwendungszweck
(Fasern, Nahrungsmittel (Samen und Futter), medizinischer Gebrauch) - etwas, das für andere Pflanzen eher selten ist.
Beispiele von Landrassen Beispiele für Cannabis-Landrassen und -Landrassesorten, die nach ihrer Verwendung unterschieden werden, sind manche europäische Saatsorten, afrikanische Cannabissorten für rituelle und medizinische Zwecke, bei denen die ganzen Blütenstände (oft fermentiert) gebraucht werden, südostasiatische für Textilfasern, Tierfutter und natürlich die indischen „Kush“-Sorten zur Gewinnung von Harz durch Trockenextraktion. Es gibt unzählige Beispiele, doch ist zu beachten, dass bei allen genannten Kategorien sich nur bei letzter eine direkte

Abstammung von ursprünglichen natürlichen Populationen herleiten lässt, weil Cannabis in den anderen Fällen vom Menschen in die Region gebracht wurde - höchstwahrscheinlich Landrassen, die zuvor von anderen Völkern kultiviert worden waren.
Im Falle Amerikas gibt es eine größere Kontroverse über die Einführung von Marihuana auf den Kontinent, von den ersten Menschen, die die Beringstraße überquerten, bis hin zu den verschiedenen Kulturen, welche sich in präkolumbianischer Zeit in amerikanischen Ländern entwickelten (Holmes, 1896).
Genetischer Wert von traditionellen Cannabissorten oder Landrassen Der Hauptwert dieser Sorten liegt darin, dass sie eine äußerst interessante genetische Reserve für Pflanzenzüchter darstellen. Bei Gewächsen wie Cannabis, von denen zahlreiche traditionelle Abarten existieren, kann die Vielfalt der genetischen Bibliothek, welche sich aus Kombinationen von all den Landrassen ergibt, weitaus größer sein als der Genpool wilder Populationen.
Darüber hinaus zeigen traditionelle Cannabissorten gerade bei dem Selektionsprozess (Massenselektionsverfahren, wo typischerweise zahlreiche Individuen gekreuzt werden) und den Anbaumethoden eine signifikante Variabilität. Züchter dieser Sorten üben einen relativ geringen Selektionsdruck bezüglich weniger Merkmale (wie Farbe und Reifezeit) aus, während auf andere Eigenschaften kaum oder gar nicht selektiert wird. Folglich finden

Verarbeitung einer vietnamesischen Cannabissorte zwecks Herstellung von Fasern
Urteilsvermögen und Ernsthaftigkeit geschieht. Wird beispielsweise die Blütezeit einer tropischen Sativa-Landrasse durch Kreuzung mit einer früher blühenden Cannabissorte verkürzt, hat dies den Vorteil, eine schwer anzubauende Sorte für den Hobby-Grower nutzbarer zu machen. Es ist weder notwendig noch ratsam, die leichte Veränderung oder Anpassung der Landrasse zu verschweigen, weil das die Arbeit nachfolgender Züchter erschwert. Viele traditionelle Cannabissorten weisen einen gewissen Grad an Hermaphroditismus auf, und manche auf traditionelle Sorten spezialisierte Saatgutbanken erlauben ausschließlich ein Selektionsverfahren, das Hermaphroditismus wegfiltert, weil er für die allermeisten Grower ein sehr schwieriges, nicht zu bewältigendes Problem darstellt.
Soll die traditionelle Sorte möglichst originalge-
Die Geschichte eines Volkes und vieler Sippen lässt sich nicht ohne die Nutzpflanzen verstehen, mit denen sie verbunden sind
sich bei der nächsten Generation Individuen unterschiedlicher Größe, Resistenz, Produktivität usw. Dies ist bei modernen Zuchtsorten nicht der Fall, für welche in jeder Hinsicht größtmögliche Einheitlichkeit angestrebt wird, um die Verarbeitung in der Industrie zu standardisieren - dies geschieht allerdings auf Kosten der Anpassungsfähigkeit von den Zuchtpflanzen.
Kultureller Wert traditioneller
Cannabissorten
Selbst wenn der genetische Nutzen dieser Sorten außer Acht gelassen wird, besitzen sie einen Wert, der über das Materielle hinausgeht. Denn mit der Veränderung von Wildpflanzen hat sich auch der Mensch an die Bedürfnisse von jedem Organismus angepasst, mit dem er arbeitet. Die Geschichte eines Volkes und vieler Sippen ist ohne die mit ihnen verbundenen Kulturpflanzen nicht zu verstehen; Feste, Bräuche und sogar die Landschaft und das Land selbst erinnern uns beständig daran, warum wir uns auf diesem oder jenem Territorium befinden.
Landrassen - Erhaltung oder Evolution?
Viele Grower hatten sicherlich schon Gelegenheit, Samen einer traditionellen Sorte einzupflanzen. Bevor wir Empfehlungen für den Umgang mit diesen Cannabissorten geben, sei klargestellt: Das Experimentieren und Herumspielen beim Kreuzen von Sorten ist nicht grundsätzlich falsch, solange es mit gesundem
treu bewahrt werden, muss der Züchter (dessen Rolle sich in diesem Fall auf die Erhaltung beschränkt) in jeder Charge eine möglichst große Anzahl von Pflanzen, mindestens 100 Individuen, anbauen und es ihnen ermöglichen, sich ohne Selektionsdruck frei zu kreuzen. Wird desweiteren eine ähnliche Anzahl von Individu-

en aus der aktuellen Population herausgenommen und mit unseren Probepflanzen gekreuzt, werden Gene eingebracht, die in der ursprünglichen Auswahl möglicherweise fehlen. Auf diese Weise bewahrt die Samenbank einen Teil, welcher dem realen Charakter einer Population oder einer Gruppe von Individuen so genau wie möglich entspricht, die - das sollte man nie vergessen - eine lebendige und sich ständig weiterentwickelnde Einheit darstellt.


Apricot Gorilla Auto von Ganja Farmer ist eine Autoflowering-Sorte, die von Anfang an ihren größten Vorteil zeigt: Sie ist stabil, berechenbar und einfach an
Der gesamte Zyklus wurde in Erde durchgeführt, mit einem einfachen und vernünftigen Ansatz. Der Start direkt im Substrat, ein Lichtzyklus von 18/6, ein ruhiges Tempo und wenig unnötige Eingriffe reichten aus, damit sich Apricot Gorilla Auto gleichmäßig und problemlos entwickeln konnte. Schon in den ersten Wochen war zu sehen, dass diese Genetik gut ausgearbeitet ist: Die Pflanze wuchs gesund, behielt eine kompakte Struktur und bereitete im Anbau keine Schwierigkeiten. Das ist ein sehr wichtiges Merkmal, besonders für Menschen, die gerade erst mit dem Homegrow beginnen.
In der Blütephase begann diese großartige Sorte von Ganja Farmer ihr volles Potenzial zu zeigen. Etwa ab der fünften Woche stellte der Grower auf ein einfaches Düngeschema um: Bloom 4 ml/l, Boost 2 ml/l sowie Magne-Cal+ 1 ml/l. Dieses Schema wurde in den folgenden Wochen konsequent beibehalten und zeigte klar Wirkung. Die Pflanze reagierte, wie es für sie typisch ist, sehr gut auf die Führung, baute Blütenmasse auf und die Buds wurden immer dichter, kompakter und deutlich harziger. In der elften Woche setzte Jd1971 Flush Finish in einer Dosierung von 5 ml/l
ohne aggressives Training geführt wurde, ist das ein sehr starkes Resultat. Das wirkt nicht wie ein Zufall, sondern wie das Ergebnis einer gut ausgearbeiteten Genetik. Deshalb erhält Apricot Gorilla Auto auch in den Meinungen anderer Grower sehr gute Bewertungen. Am häufigsten werden große, dichte und stark bereifte Buds, eine starke Trichombildung sowie ein intensives Aroma genannt, das fruchtige Süße mit deutlichen gasigen Noten verbindet. Grower, die sich für diese Samen von Ganja Farmer entschieden haben, betonen, dass der Geruch tropisch, kräftig und sehr charakteristisch ist und dass die Blüten klebrig, kompakt und optisch wirklich attraktiv sind.
Auch in Bezug auf Wirkung und Qualität der getrockneten Blüten schneidet diese Sorte sehr gut ab. Aus den Meinungen geht hervor, dass Apricot Gorilla Auto eine wirklich starke Wirkung liefern kann und dabei einen weichen, angenehmen Rauch sowie ein klar wahrnehmbares fruchtiges Profil mit einem kraftstoffartigen Hintergrund bietet. Es ist eine Sorte, die nicht nur im Growzelt einen guten Eindruck macht, sondern auch nach der Ernte, wenn es auf die Qualität der Buds, die




Von Jorge Cervantes in Zusammenarbeit mit Matthew Gates (Zenthanol Consulting)
Für Ungeziefer und Schimmelpilze in der Plantage gibt es keinen Stillstand. Sie passen sich den Sprays, biologischen Bekämpfungsmitteln und sogar der resistenten Genetik an - schneller, als die meisten Grower ahnen. Hier ist, was man wissen muss, um den Schädlingen einen Schritt voraus zu sein.
Der Feind, der niemals schläft Ich baue seit über vierzig Jahren Cannabis an und kann mit absoluter Sicherheit sagen: Es gingen mehr Ernten wegen Schädlingen verloren als durch die Polizei. Spinnmilben, Blütenfäule, Blattläuse, Raupen - jeder Grower, vom unbewanderten Amateur bis zum lizenzierten Gewerbetreibenden, kennt den Schmerz, nachdem man festgestellt hat, dass die eigenen wunderschönen Pflanzen befallen sind.
Die meisten von uns gehen mit Schädlingen gleich um: Wir sehen ein Problem, geraten in Panik, versprühen etwas und hoffen, dass sich
zu Cannabis-Schädlingen zeichnet ein klares Bild. Pilze sind der Feind Nummer Eins. Im nördlichen Mittleren Westen der USA waren 83 % der gemeldeten Krankheitserreger Pilze. Hier stehen die üblichen Verdächtigen ganz oben auf der Liste: Botrytis und Echter Mehltau. Wer Cannabis anbaut, muss mit diesen beiden immer rechnen.
Was Insekten betrifft, dokumentiert eine Studie aus Florida (Jahr 2024) über 100 Arthropodenarten, die sich von Cannabis ernähren. Fast die Hälfte gehört einer einzigen Gruppe an: den Saftsaugern - Blattläuse, Weiße Fliegen,

der Fall damit erledigt hat. Doch laut dem IPM (integriertes Schädlingsmanagement)-Spezialisten Matthew Gates - einem Mann, der seit 17 Jahren auf drei Kontinenten Ungeziefer und Schimmel an Cannabis, Rosen, Paprika und Tee bekämpft - ist diese Herangehensweise von vornherein zum Scheitern verurteilt.
Matt nennt sein Konzept „Everswarm“. Der Grundgedanke ist einfach, aber beunruhigend: Schädlingspopulationen entwickeln sich ständig weiter, passen sich an und finden immer neue Wege - was immer für Bekämpfungsmittel gegen sie eingesetzt werden. Hat dein Spray beim letzten Mal gewirkt? Wunderbar - aber die Überlebenden haben sofort eine neue, resistente Generation ausgebrütet. Das ist keine Paranoia, sondern Biologie-Basiswissen.
Was befällt die Pflanzen eigentlich? Eine umfassende US-Studie aus dem Jahr 2023
Schildläuse und Schmierläuse. Diese sind nicht nur lästig, sondern auch Krankheitsüberträger. Weiße Fliegen verbreiten das Salatchlorosevirus. Blattläuse übertragen verschiedene Pflanzenviren. Jedes Insekt, das eine Pflanze ansticht, funktioniert wie eine winzige Spritze, mit der potenziell Krankheiten injiziert werden. Motten und Raupen stellen die zweitgrößte Bedrohung dar und nehmen immer mehr zu. Ein Maiszünsler allein kann eine ganze Blütentraube zerstören, indem er sich in sie hineinbohrt und von innen auffrisst - und er hinterlässt die idealen Bedingungen für die Entwicklung von Blütenfäule.
Den „Megaschädling“ stellen und bekämpfen Der Maiszünsler (Helicoverpa zea) ist schon für sich genommen ein großes Übel. Er fliegt bis zu 2.000 km weit, ernährt sich von über 300
Pflanzenarten - und jedes Weibchen legt etwa 1.000 Eier. Doch Wissenschaftler haben etwas weitaus Schlimmeres herausgefunden: Er kreuzt sich mit seinem afrikanisch-asiatischen Verwandten, dem Baumwollkapselwurm, und den Nachkommen haben Wissenschaftler offiziell als „Mega-Schädling“ bezeichnet.
Dieses Mischwesen hat ein beunruhigendes Arsenal von Resistenzen entwickelt. Es kann über Pyrethroide gleichgültig hinwegsehen und hat Resistenzen gegen Bt - Bacillus thuringiensis,
Die Geschichte lehrt uns, was passiert, wenn wir uns allein auf resistente Genetik verlassen. Im Melonenanbau bringen Züchter seit den 1930er-Jahren mehltauresistente Sorten auf den Markt - und der Pilz hat fast alle von ihnen geknackt, manchmal innerhalb ein und derselben Anbausaison. Fungizidresistenz kann sich innerhalb von ein bis drei Jahren entwickeln.
Die gute Nachricht: Züchter haben nun drei genetische Resistenzloci in Cannabis identifiziert (PM1, CsMLO1 und PM2). Die Auswahl der

das Rückgrat der biologischen Schädlingsbekämpfung - entwickelt, wobei einige Populationen eine über 6.000-fach erhöhte Resistenz aufweisen. Dank eines speziellen Ruhemechanismus kann es sogar strenge Winter überstehen.
Die Lehre daraus? Kein einzelnes Produkt bringt Rettung. Nicht Bt allein. Nicht Neem allein. Nichts allein. Wir benötigen eine mehrstufige Verteidigung: Insektenschutznetze, um Motten fernzuhalten, Trichogramma-Wespen um die Schädlingseier vor dem Schlüpfen zu parasitieren, den Beauveria bassiana-Pilz in Rotation mit Bt - und die Blütenstände müssen während der späten Blühphase regelmäßig kontrolliert werden.
Echter Mehltau:
Der nie endende Krieg Wenn Raupen die Invasionsarmee sind, ist
Echter Mehltau die Belagerung. Cannabis und Echter Mehltau liefern sich seit mehreren Zehnmillionen Jahren einen evolutionären Kampf. Das Genom des Echten Mehltaus besteht zu 60 bis 80 % aus mobilen genetischen Elementen, die ihn außerordentlich schnell mutieren lassen. Jede Sporengeneration ist eine leicht veränderte Version, optimiert gegenüber der jeweils vorherigen.
Kultursorte ist hier von enormer Bedeutung. Doch die Lehre aus der Melonen-Geschichte ist eindeutig: Kein einzelner Schutz hält ewig. Die Fungizide müssen regelmäßig ausgetauscht, die Cannabissorten diversifiziert werden. Und niemals davon ausgehen, dass die Pflanzen sicher sind, nur weil sie letzte Woche gesund aussahen. Geheimwaffen
Aber die Aussichten sind nicht so rabenschwarz. Die Pflanzen haben mächtige Verbündete - man muss nur wissen, sie einzusetzen.
Nützliche Mikroben: Eine Studie aus dem Jahr 2024 kam zu dem Ergebnis: Ein einziges Bakterium (Peribacillus frigoritolerans), das aus Wildhanfsamen geborgen worden war, erhöht die Pflanzenbiomasse um etwa das Dreifache, den Stängeldurchmesser um 96 % und in Feldversuchen die Höhe um 43 %. Ein gesundes Bodenmikrobiom ist nicht nur wegen der Nährstoffe wichtig, sondern ist auch Teil des Immunsystems der Pflanze. Outdoorund Gewächshausgrower mit lebendiger Erde haben hier einen natürlichen Vorteil, aber auch Indoor-Grower, die Kokos oder Steinwolle verwenden, können beim Umsetzen von mikrobiellen Impfstoffen profitieren.

entsprechende Cannabinoidprofile - quasi als natürliches Schädlingsbekämpfungsmittel.
Fünf Maßnahmen, um dem Schädlingsbefall einen Schritt voraus zu sein
1. Sich mit der Umgebung vertraut machen Welche Schädlinge dominieren in der Region? Drinnen oder draußen? Vor dem Start ein Bedrohungsprofil erstellen, nicht erst, wenn ein Problem auftritt.
2. Proaktiv UND reaktiv handeln . Vorbeugung geht vor - Hygiene, Insektenschut -
Forschern, die ihre Quellen angeben. Matts Zenthanol YouTube-Kanal (youtube.com/@ zenthanol) ist ein guter Ausgangspunkt.
Siegen bevor die Schlacht beginnt Matt beendete seine Everswarm-Präsentation mit einem Zitat aus Sun Tzus Die Kunst des Krieges: „Erfolgreiche Kämpfer sind sich des Sieges gewiss, bevor sie in den Krieg ziehen.“ Übertragen auf den Cannabisanbau: Die beste Schädlingsbekämpfung beginnt, bevor man überhaupt einen Schädling zu Gesicht bekommt - mit der Auswahl der Sorte, Installation der Schutznetze und der Entwicklung
„Erfolgreiche Kämpfer sind sich des Sieges gewiss, bevor sie in den Krieg ziehen.“
znetze, geeignete Cannabissorten, mikrobielle Impfung. Aber auch die reaktiven Mittel bereithalten.
3. Immer wieder rotieren. Verschiedene Bt-Stämme, biologische Bekämpfungsmittel, Spritzmittel. Schädlinge passen sich an alles an, was wiederholt verwendet wird.
4. Sorgfältig beobachten und dokumentieren. Klebefallen, wöchentliche Kontrollen, schriftliche Notizen. Die in der aktuellen Anbausaison gesammelten Daten entscheiden die Schlacht in der nächsten.
5. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser Ein Tipp aus einem Forum ist keine wissenschaftliche Studie, begutachtet von Experten des gleichen Fachgebietes. Haltet euch an
einer Strategie, welche der Anpassungsfähigkeit des Schädlings entgegenwirkt.
Denn der „Everswarm“ schläft nie. Aber wer ihn versteht, kann ihm immer einen Schritt voraus sein.
Sorgenfrei anbauen, gut anbauen.
Jorge Cervantes, Matthew Gates & Stefan Meyer
Jorge Cervantes ist der Autor von The Cannabis Encyclopedia und We Grow Cannabis, beide kostenlos erhältlich bei marijuanagrowing.com. Seine Bücher und Videos wurden in elf Sprachen veröffentlicht. Folgen Sie ihm auf jorge-cervantes.com
Marienkäferlarven fressen 50 bis 200 Blattläuse pro Tag. Schlupfwespen zerstören die Eier von Schädlingen, bevor diese schlüpfen können. Der Beauveria bassiana-Pilz infiziert Raupen bei Kontakt. Dies sind tatsächliche, wissenschaftlich anerkannte Mittel - keine Hausmittel.
Eine Überraschung aus der Cannabinoidforschung: Wissenschaftler entdeckten, dass Cannabispflanzen mit hohem CBDVA-Gehalt (Cannabidivarinsäure) 17-mal weniger Blattläuse beherbergten als Pflanzen mit niedrigem CBDVA-Gehalt. Interessanterweise zeigte CBD selbst keinerlei Wirkung gegen Blattläuse. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für die Züchtung von Pflanzen mit Schädlingsresistenz durch
Matthew Gates ist IPM (Integriertes Schädlingsmanagement)- Spezialist und Gründer von Zenthanol Consulting (zenthanol.com).
Auf seinem YouTube-Kanal (youtube.com/@zenthanol) präsentiert er ausführliche Einführungen in die Schädlingsbekämpfung für Cannabis-Grower. Folgen Sie ihm auf Instagram: @Synchangel

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Co-Authors
Chief Scientific Officer, Dr. Gary Yates
Stefan Meyer
Table of Contents
• Cannabis Botany
• Life Cycle of Cannabis
• Cannabis Seeds & Seedlings
• Plan Your Garden
• Grow Room Setup
• Twelve-week Garden
• Harvest, Manicuring, Drying, Curing & Storage
• Diseases, Pests & Problems

Author Marijuana Horticulture.
Legendary Jorge Cervantes, published in eight languages sold over a million copies worldwide.


Von Johnny Stardust
Sativadominante Sorten üben auf viele Grower eine besondere Anziehungskraft aus. Sie bestechen durch komplexe Aromen, eine belebende, kreative Wirkung und ein oft erstaunlich dynamisches Wachstum. Gleichzeitig bringen sie gewisse Herausforderungen mit sich: Ihr ausgeprägter Stretch und die teils längeren Blütezeiten erfordern etwas Erfahrung im Umgang. Auch die Trainwreck gehört in diese Kategorie; eine Sorte, die seit vielen Jahren für ihre Intensität und ihren unverwechselbaren Charakter bekannt ist.

Die Trainwreck von Barney’s Farm klang von Anfang an nach einer spannenden Sorte, die ich unbedingt selbst ausprobieren wollte. Sie gilt als stabilisierte Variante eines legendären Klassikers und soll sowohl im Anbau als auch in der Wirkung überzeugen, was mir auch schon mehrfach von anderen Growern bestätigt wurde. Mit ihrem hohen THC-Gehalt und ihrer genetischen Grundlage bringt sie alles mit, was man von einer modernen Interpretation dieser ikonischen Sorte erwarten kann. Umso neugieriger war ich darauf, wie sie sich im Grow tatsächlich schlägt und ob sie ihrem Ruf gerecht wird.
Genetik
Trainwreck ist eine Kreuzung aus mexikanischen und thailändischen Sativas sowie einer afghanischen Indica und bringt es auf etwa 80 % Sativa-Anteil. Diese Genetik zeigt sich im Wachstum durch starken Stretch und im Effekt durch ein klares, zerebrales

High, während die Indica-Komponente für Stabilität und gute Harzbildung sorgt. Mit rund 25 % THC zählt die Sorte zudem zu den potenteren Vertretern.
Keimung und Vegetationsphase
Die Keimung verlief unkompliziert und zügig. Der Samen wurde klassisch im feuchten Küchenpapier vorgekeimt und anschließend direkt in seinen 11-Liter-Endtopf gesetzt. Zur Unterstützung der Wurzelentwicklung habe ich dem Pflanzloch etwas Mykorrhiza-Granulat beigemischt. Schon nach wenigen Tagen zeigte sich ein äußerst vitaler und kräftiger Sämling im Zelt.
Die Vegetationsphase erstreckte sich über drei Wochen, und bereits in dieser frühen Phase wurde deutlich, welches Potenzial in der Trainwreck-Genetik steckt. Das Wachstum verlief bemerkenswert schnell. Innerhalb kurzer Zeit legte die Pflanze sichtbar an Höhe und Blatt-
masse zu und entwickelte dabei eine typische Sativa-Struktur mit längeren Internodien.
Da sich früh abzeichnete, in welche Richtung sich das Wachstum entwickeln würde, habe ich die Pflanze getoppt und leicht heruntergebunden. Dadurch konnte ich die Höhe kontrollieren und eine gleichmäßige, gut steuerbare Struktur für den weiteren Grow schaffen. Denn der Platz nach oben war begrenzt.
Blütephase
Nach der Umstellung auf 12/12 setzte ein regelrechter Wachstumsschub ein. Der Stretch fiel sehr groß aus, was jedoch typisch für eine stark sativadominante Genetik ist und womit ich auch gerechnet hatte. Wirklich überraschend war jedoch etwas anderes: Bereits in der zweiten bis dritten Blütewoche zeigte die Trainwreck deutlich ausgeprägte Buds. Das ist alles andere als selbstverständlich, denn die meisten Strains, die ich kenne, haben zu diesem Zeitpunkt gerade erst ihre ersten feinen, weißen Härchen. Die Trainwreck wirkte dagegen so, als wäre sie ihrer Zeit weit voraus.
Auch optisch entwickelte sie sich zu einem echten Highlight. Die Buds waren kompakt und attraktiv geformt, und mit einer dichten Schicht funkelnder Trichome überzogen, die schon früh ein vielversprechendes Endprodukt erahnen ließen. In Blütewoche 6 wirkte die Pflanze bereits nahezu erntereif. Ein genauer Blick auf die Trichome offenbarte jedoch, dass sie noch alle glasig waren. An diesem Punkt wurde klar, dass die Sorte zwar extrem schnell Blütenmasse aufbaut, die eigentliche Reifung jedoch genauso viel Zeit benötigt wie bei anderen Genetiken. Die finale Ernte erfolgte schließlich an Blütetag 65 – und lag damit ziemlich genau im vom Breeder
angegebenen Zeitfenster von 60 bis 65 Tagen.
Ernte und Trocknung
Geerntet wurde bei überwiegend milchigen Trichomen mit einem kleinen Anteil an bernsteinfarbenen Köpfen. Die Pflanze wurden im Ganzen aufgehängt und langsam getrocknet, um das Terpenprofil bestmöglich zu erhalten. Insgesamt dauerte die Trocknung 9 Tage. Schon während diesem Prozess fiel das intensive Aroma auf, das sich später im Curing noch weiter verfeinerte. Nach dem Feintrimm der getrockneten Buds wurde gewogen. Es waren zufriedenstellende 32 Gramm. Danach kamen die Blüten wie immer für 4 Wochen zwecks Aushärtung in ein Grovebag.
Geschmack und Aroma
Trainwreck liefert ein wirklich eigenständiges Terpenprofil. Dominant sind klare Kiefernoten, begleitet von frischer Zitrone und einer leicht würzigen Nuance. Dazu kommt eine subtile erdige Süße im Hintergrund. Ein Freund beschrieb den Geruch eines fertigen Buds als „Filzstift mit Zitrone“. Das ist wie ich finde eine erstaunlich treffende Beschreibung. Dieses leicht chemisch-frische, kiefern- und zitrusartige Aroma macht die Sorte definitiv unverwechselbar.
Wirkung
Die Wirkung setzt schnell ein und macht ihrem Namen alle Ehre. Ein intensiver zerebraler Effekt breitet sich aus, begleitet von Euphorie und einem deutlichen Stimmungs-Boost. Die Sorte eignet sich hervorragend für aktive oder kreative Phasen. Trotz der starken Sativa-Dominanz bleibt die Wirkung insgesamt angenehm und driftet nicht zu sehr ins Nervöse oder Psychedelische ab – zumindest bei moderater Dosierung.
Fazit
Die Trainwreck von Barney´s Farm ist zweifelsohne eine Sorte mit Charakter, was sowohl ihre Anzucht als auch den Konsum betrifft. Das extrem schnelle Wachstum, der starke Stretch und die ungewöhnlich frühe Blütebildung machen sie ganz sicher zu einer spannenden Genetik. Gleichzeitig zeigt sie, dass optische Reife nicht gleich tatsächliche Reife bedeutet. Geschmacklich bieten die fertig ausgehärteten Buds ein komplexes, eigenwilliges Profil, das man so nicht oft findet. Wer eine potente, aromatisch besondere und wachstumsfreudige Sativa sucht, kann der Trainwreck bedenkenlos eine Chance geben.

„Wenn Qualität und Notwendigkeit Hand in Hand gehen!”
Um es mit den Worten unseres Gründers Giovanni Bonomelli zu sagen: WeNeedWeed entstand aus dem Wunsch heraus, ein seriöses und professionelles Unternehmen im Cannabis-Sektor zu gründen. Kurz gesagt: Die botanische Philosophie von WeNeedWeed basiert auf Innovation und hochwertigen Produkten. Wir sind ein spezialisiertes Unternehmen, das ausschließlich originelle Genetik mit außergewöhnlichen organoleptischen Eigenschaften auf den Markt bringt.
Lieber Giovanni, fangen wir mit Ihrem Namen an. Was steckt hinter dem Wortspiel?
Der Name WeNeedWeed spiegelt das Bedürfnis nach Qualität wider. Das Weglassen des Buchstabens „N“ aus WeNeed ergibt Weed und unterstreicht so das primäre Bedürfnis nach Qualitätsprodukten und damit die Notwendigkeit echter Wahlfreiheit. Wir sind fest davon überzeugt, dass sich der Markt weiterentwickeln muss, um bessere Kundenerlebnisse zu
bieten, den Zugang zu Produkten zu gewährleisten, die hohen Standards entsprechen und die Vielfalt des Angebots erweitern.
Wie kam es zu Ihrer Leidenschaft für unsere Branche?
Mein Weg verlief ganz anders als der vieler anderer in der Branche. Anfänglich interessierte ich mich nicht aus persönlicher Leidenschaft oder einer starken Verbundenheit zum Produkt für Cannabis, sondern aus reinem
und die größten Namen der Branche zu sehen – Menschen, die ich immer bewundert und deren Arbeit ich verfolgt habe – war ein unvergesslicher Moment. Die Spannabis ist eine legendäre Veranstaltung, und ihre Auszeichnung hat zweifellos einen hohen Symbolwert. Am meisten stolz bin ich jedoch auf den Gewinn des Canna Swiss Cup, dem anspruchsvollsten und härtesten Wettbewerb Europas. Das Bewertungsverfahren ist äußerst transparent und strukturiert: Eine Vorauswahl erfolgt durch Experten, und die finale Bewertung wird auch den Konsumenten anvertraut. Dieses System gewährleistet ein faireres und repräsentativeres Ergebnis als Wettbewerbe, bei denen die Bewertung ausschließlich in den Händen einer ausgewählten Jury liegt. Wenn die Spannabis die aufregendste Auszeichnung war, so ist der Canna Swiss Cup diejenige, die ich am meisten verdient habe: Hier habe ich mich mit den Besten meiner Kategorie in einem Wettbewerb unter gleichen Bedingungen gemessen, bei dem Qualität und Professionalität wirklich den Unterschied ausmachen.
Welche Philosophie steckt hinter Ihrem Unternehmen?
Wir haben eine klare Vision: Wir beginnen jeden Tag mit einem Ziel vor Augen: die besten Cannabisproduzenten Europas zu sein. Punkt. Unsere Philosophie basiert auf Forschung, Entwicklung und Innovation. Wir fordern uns


Geschäftsinteresse. Ich war zwar immer nur gelegentlicher Konsument, aber kein starker Raucher. 2014, als in Colorado die ersten Legalisierungen begannen, sah ich einen Fernsehbericht über eine Ausgabestelle und die Analyse des Geschäfts hinter diesem aufstrebenden Markt, wobei der Fokus hauptsächlich auf den Zahlen lag. Da ich aus einer Unternehmerfamilie stamme und es gewohnt bin, in etablierten und hart umkämpften Branchen zu konkurrieren, erkannte ich, dass der Cannabismarkt eine einzigartige Chance bot: ein noch junger Sektor ohne die unmittelbare Dominanz multinationaler Konzerne, in dem ein kleiner Unternehmer sich eine Nische schaffen konnte, ohne von Anfang an mit Industriegiganten konkurrieren zu müssen. Wenige Tage später schickte mir ein Freund einen Link zu einem Kurs an der Quantel Polytechnical University in Vancouver, der auf die Ausbildung zum Produktionsleiter für medizinisches Marihuana abzielte. Damals erlaubten die kanadischen Bestimmungen Privatpersonen, Lizenzen für den Anbau von medizinischem Cannabis zu beantragen, doch es herrschte ein Mangel an Fachkräften für die Leitung der Produktionsanlagen. Ich beschloss kurzerhand, diese Chance zu nutzen: Ich nahm meine Ersparnisse, schrieb mich für den Kurs ein und zog nach Kanada.
Was haben Sie aus Ihrer Zeit in Kanada gelernt?
Nach meiner Ausbildung stieg ich in die kanadische Medizinalcannabisbranche ein, merkte aber schnell, dass das Umfeld nicht zu mir passte. Der Sektor wurde von großen, börsennotierten Unternehmen dominiert, bei denen der Aktienkurs wichtiger war als die Produktqualität. Ich hatte das Gefühl, der Markt sei bereits gesättigt und meine unternehmerische Vision harmoniere nicht mit diesem Modell. Aus diesen Gründen beschloss ich, nach Europa zurückzukehren, wo der CBDMarkt gerade einen Boom erlebte. Ich ergriff die Chance und stürzte mich mit vollem Elan in dieses neue Abenteuer.
WeNeedWeed ist ein junges Unternehmen, das sich europaweit einen Namen macht. Welche Auszeichnungen haben Ihnen die größte Freude bereitet?
Der Gewinn der Spannabis war zweifellos ein unglaubliches Erlebnis. Als Unternehmer in dieser Branche auf der Bühne zu stehen

ständig selbst heraus und überraschen uns und unsere Kunden. Unser Ziel ist nicht einfach nur der Verkauf, sondern die Schaffung von etwas Einzigartigem, etwas, das die Menschen begeistert: „Wow, dieses Produkt ist unglaublich!“ Wir sind nicht zahlenfixiert, obwohl Zahlen natürlich ein wichtiger Bestandteil jedes Unternehmens sind. Was uns antreibt, ist die Leidenschaft für die Phänotypensuche, die Suche nach neuen Phänotypen und die Erforschung der unendlichen Möglichkeiten der Pflanze. Unsere Arbeit ist geprägt von ständiger Verbesserung, einer fast schon obsessiven Liebe zum Detail, die es uns ermöglicht, immer einen Schritt voraus zu sein und die Qualität unseres Anbaus auf höchstes Niveau zu heben.
www.weneedweed.eu

Von Robert Brungert
Der sichere Erfolg beim Homegrow ist kein Zufall, es handelt sich um erlernbares Können. Viele achten vor allem auf die Temperatur, das Gießwasser mit passenden Nährstoffen, die Beleuchtung und die geeignete Erde. Ein Faktor wird jedoch selbst von erfahrenen Growern häufig übersehen: die relative Luftfeuchtigkeit.

Ein Hydrometer zum Messen der relativen Luftfeuchtigkeit ist bereits für ein paar Euro im Handel erhältlich. Es gibt auch digitale Systeme wie von Mobile Alerts, die einem die Daten in der App anzeigen. Ein Blick genügt, um die relative Luftfeuchtigkeit festzustellen. Im Pflanzzelt wird uns auffallen, dass diese relative Luftfeuchtigkeit während der kühleren Nachtphase steigt. Wenn nach Einschalten der Beleuchtung die Temperatur steigt, sinkt die relative Luftfeuchtigkeit wieder. Je wärmer die Luft, umso höher ist ihre Aufnahmefähigkeit für Wasser. Es ist also mit einer geringeren relativen Luftfeuchtigkeit nicht automatisch weniger Wasser in der Luft, auch wenn es im Effekt auf die Pflanzen so wirkt.
Wenn die relative Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, steigt das Risiko für Schimmel oder den falschen Mehltau. Weichhautmilben mögen ebenfalls schwüles Klima.
Weiße Fliegen, Blattläuse und einige Arten der Spinnmilbe profitieren ebenfalls von einer hohen relativen Luftfeuchtigkeit. Diese profitieren aber auch von zu trockener Luft. Die Pflanzen sind dadurch gestresster und anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Vor allem Spinnmilben sind übermächtig, wenn die Luft sehr trocken und auch warm ist.
Dann können sie die überschüssige Feuchtigkeit, die sie mit dem Pflanzensaft aufnehmen, besser ausscheiden.
Interessanterweise gibt es auch bei den Raubmilben und anderen Nützlingen viele Arten (im Handel), die ebenfalls unterschiedliche Klimawerte bevorzugen. Vor dem Kauf sollte das geprüft werden, um sich für die richtige Raubmilbenart zu entscheiden.
Das Zwischenfazit lautet also, dass die falsche relative Luftfeuchtigkeit das Aufkommen von Schädlingen und Krankheiten begünstigt. Je nach Problem sollte diese Luftfeuchtigkeit deswegen an der Ober- oder Untergrenze des Normbereichs justiert werden.
Stecklinge benötigen immer um die 80 % relative Luftfeuchtigkeit. Jungpflanzen oder junge Blütepflanzen fühlen sich mit 70 % sehr wohl. Je dicker die Blüten werden, umso niedriger soll die relative Luftfeuchtigkeit sein, aber 55 % nicht unterschreiten.
Neben der Luftfeuchtigkeit ist auch die Luftverwirbelung ein Faktor, der gegen drohenden Schimmel und einige Schädlinge helfen kann. Aber hier sollte der Grower bedenken, dass ein trockener und warmer Luftzug die Pflanzen strapazieren wird. Genauso schadet
besiegt. Leider stellten sich Probleme ein, die im Nachhinein belegen, dass ein Mittelmaß gesünder als das Übermaß ist.
Das Anwehen der Pflanzen zeigte beim einstigen Strain zumindest keinen Effekt auf den kräftigen Wuchs. Bei anderen Strains muss das nicht so sein. Die passende relative Luftfeuchtigkeit verbessert auch die Wuchseigenschaften der Setzlinge.
Jeder Growraum ist anders. Während die einen ständig eine knappe relative Luftfeuchtigkeit feststellen, ist diese bei anderen tendenziell zu hoch. Ein Teil der Grower hat im Laufe des Jahres vielleicht auch mal das eine und dann das andere im Übermaß.
Wer einen Luftentfeuchter einsetzt, sollte diesen im Vorraum platzieren. Damit dieser richtig arbeiten kann, muss der Raum eine gewisse Größe aufweisen und das Gerät möglichst mit einem Meter Abstand zu allen Einrichtungen stehen. Im Luftentfeuchter ist eine kleine Wärmepumpe, die mit einem Kompressor das Kühlmittel verdichtet. Das Gerät muss durchgehend ruhig stehen, damit es keinen Schaden nimmt.
Kleinere Ultraschall-Luftbefeuchter können auch in das Growzelt gestellt oder gehangen werden. Im Idealfall werfen sie den Nebel weit oben aus. Dieser soll bereits in die Luft übergehen, bevor er auf die Pflanzenteile herabsinkt. Es ist auch hier denkbar, den Vorraum zu befeuchten, aus dem die Luft in das Growzelt nachströmt.
Ein längliches Growzelt kann nicht schaden. Das Kopfende bleibt frei, hier können die Ablüftung, der Luftbefeuchter und auch der Ventilator zum Verwirbeln untergebracht werden.
Wer seine Luftfeuchtigkeit nicht nur beobachtet, sondern auch in den gewünschten Bereich hebt oder senkt, wird insgesamt profitieren. Die Pflanzen sind vitaler und dadurch weniger anfällig für Schädlinge oder Krankheiten. Sie wachsen saftiger und entwickeln sich schöner.
es, wenn die Luft sehr kalt einströmt und sich im Growzelt noch erwärmen muss. Durch den Luftstrom wird Luft mit falschen Klimawerten scharf. Wer sie im Growzelt verwirbelt, soll deswegen neben der Temperatur auch die relative Luftfeuchtigkeit beobachten und den Ventilator im Zweifelsfall auf kleine Stufe stellen.
Eine These besagt, dass Pflanzen im Growzelt angeweht werden müssen, um einen kräftigen Wuchs zu entwickeln. Das ist vielleicht nicht ganz falsch, aber auch nicht richtig. Aus persönlichen Erfahrungen geht hervor, dass
Wichtig bleibt, auch die anderen Parameter für einen perfekten Grow in einen pflanzenverträglichen Bereich zu bringen. Alles sollte ein gesundes Mittelmaß aus den „von – bis“ Werten ergeben. Ansonsten wird einem auch die perfekte relative Luftfeuchtigkeit nicht zu optimalen Ernteergebnissen verhelfen. Die
Pflanzen sind vitaler und dadurch weniger anfällig...
ein Anheben der relativen Luftfeuchtigkeit auf rund 70 % zu einem saftigeren Wuchs mit dickeren Stielen führte. An den Blättern stieg die Fingerzahl. Weiterhin waren die übermächtigen Spinnmilben zum ersten Mal
So long


Von Guerrilla Daan
Am 18. Februar 2026 entdeckte die niederländische Polizei in der Provinz Utrecht eine Cannabisplantage in einer Brücke der Autobahn A2 (E25). Rund 180 Pflanzen wurden beschlagnahmt und vernichtet. Die Plantage flog auf, nachdem Mitarbeiter von Rijkswaterstaat (dem niederländischen Infrastrukturministerium) bemerkt hatten, dass das Schloss eines Technikraums in einem Brückenpfeiler aufgebrochen war. Die Entdeckung erklärte auch den sprunghaften Anstieg des Stromverbrauchs. Eine Brücke benötigt normalerweise nicht viel Strom. Offenbar wurde ein illegaler Stromanschluss für die Beleuchtung genutzt. Dadurch ging der Verbrauch in die Höhe. Rijkswaterstaat hatte somit ungewollt auch die Stromkosten der Cannabisplantage getragen.
Soft Secrets wäre natürlich nicht Soft Secrets, wenn wir nicht auch die streng geheimen Informationen weitergeben würden, wie sich die Struktur einer Brücke für den Anbau von Cannabis nutzen lässt. Deshalb haben wir in unseren Archiven gestöbert und dieses Juwel gefunden, das der niederländische Guerilla-Grower Daan vor vielen Jahren verfasst hat. Der vorliegende Artikel dient selbstverständlich ausschließlich Bildungszwecken.

2026 entdeckte Cannabisplantage in der Brücke sorgte in den niederländischen Medien landesweit für Schlagzeilen
Die Idee
nice

In dieser Ausgabe geht es um eine berühmt-berüchtigte Brücke. Der Standort geriet 2008 in die Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass versucht worden war, in der Willem-AlexanderBrücke bei Echteld eine Cannabisplantage einzurichten. Dieser waghalsige Plan scheiterte an einem Kurzschluss in einem angezapften Hochspannungskabel. Als die Grower versuchten, die Spannung im Kabel (10.000 Volt) zu messen, explodierte das Spannungsmessgerät, welches sie benutzten. Der Knall war ohrenbetäubend laut. Die Polizei vermeldete außerdem, dass ein Urinfleck am Tatort von einem der Grower stammte - er hatte sich vor Angst buchstäblich in die Hose gemacht.
Die Idee hinter diesem gescheiterten Versuch war jedoch genial. Betonkonstruktionen weisen oft ungenutzte Hohlräume auf - so wird Beton gespart und ein geringeres
Gewicht der fertigen Konstruktion bewirkt. Für den Coup mit der Willem-AlexanderBrücke wurden zwei Leerräume (jeweils etwa 5 Meter breit, Gesamtlänge mindestens 1000 Meter) genutzt. Das ergibt insgesamt einen Hohlraum mit einer Grundfläche von mindestens 5.000 Quadratmetern - bei einer Höhe von rund 3 Metern. Viele Grower müssen mit einem Bruchteil dieser Fläche
wird die Plantage mit einem Transformator ausgestattet, der die Spannung reduziert. Es hat sich hier und da herumgesprochen, dass weniger gut vernetzte Brücken-Grower, die nicht auf einen Hochspannungsspezialisten in ihrem Netzwerk zählen können, mitunter die örtliche Straßenbeleuchtung anzapfen. In manchen Fällen kann dies sogar eine bessere Alternative sein. Tüchtige Grower nutzen ein

auskommen. Die wichtigsten Elemente für den Cannabisanbau waren bereits im Brückenraum vorhanden oder konnten leicht dorthin transportiert werden: Energie (Licht), Erde, Wasser und Luft. Schauen wir uns nun an, wie die Grower sich diese verschafften.
Energie
„Brücken-Grower“ wissen, dass Brücken nicht nur dem Verkehr dienen, sondern auch der Verlegung von Rohren und Kabeln über Flüsse. Das ist natürlich günstiger und sicherer als sie unter dem Flussbett oder über dem Fluss als Hochspannungskabel verlaufen zu lassen. Brücken-Grower zapfen die im Bauwerk vorhandenen Stromleitungen
Aggregat - die am wenigsten strafwürdige, aber auch sehr umständliche Methode.
Erde
Da unsere Brücken-Grower bei ihrer Arbeit möglichst unbemerkt bleiben möchten, tarnen sie sich als Elektriker, Bauarbeiter oder ähnliche Berufstätige. Deshalb nutzen sie einen Lieferwagen und Arbeitskleidung einer ansässigen Baufirma. So können sie Hunderte Kilo Erde und anderes Material für die Plantage unauffällig an den Ort befördern. Schließlich weiß kein Brücken-Grower, wann ein Angler oder Spaziergänger auf die Aktivitäten in der Brücke aufmerksam wird. Auch haben die Grower dann immer eine gute Ausrede parat,
Brücken-Growern ist schon klar, dass es sich um eine lebensgefährliche Unternehmung handelt, deshalb ziehen sie in der Regel professionelle Hilfe hinzu
an. Ihnen ist schon klar, dass dies eine lebensgefährliche Unternehmung ist, und deshalb ziehen sie in der Regel professionelle Hilfe hinzu - zumeist ein guter Kontakt beim Stromlieferanten oder ein Elektrotechniker mit Erfahrung im Bereich Hochspannung. Um eine Explosion in der Elektrik zu verhindern,
um ihre Arbeit an der Brücke zu erklären.
Wasser
Pflanzen können ohne Wasser nicht überleben, und unter der Brücke gibt es davon reichlich. Die Brücken-Grower setzen eine leistungsstarke Pumpe ein, um das benötigte Wasser aus

dem Fluss zu holen. Sie haben einen Schlauch durch den Beton geführt, der an einem Brückenpfeiler in den Fluss hängt. Es wurde ein schwarzer Schlauch gewählt und professionell am Pfeiler befestigt, um keinen Verdacht zu erregen. Weil die Qualität des Flusswassers
nicht so gut ist wie die von Leitungswasser, kontrollieren die Grower regelmäßig den pH- und EC-Wert des Wassers, nehmen bei Bedarf entsprechende Anpassungen vor, um das Wasser auf die richtigen Werte zu bringen, bevor es in einem Tank gelagert wird.
Um eine Explosion in der Elektrik zu verhindern, wird die Plantage mit einem Transformator ausgestattet, der die Spannung reduziert
Bei einer Brücken-Cannabisplantage treten viele der häufigsten Probleme herkömmlicher Plantagen gar nicht erst auf. Dank der Luftzirkulation in der Brücke gibt es kaum Geruchsbelästigung. Wegen des schnellen Überquerens ist der Geruch für die Fahrzeuginsassen nicht wahrnehmbar, und in der Nähe befinden sich meist nur wenige oder gar keine Wohnhäuser. Außerdem ist die Luft in der Brücke deutlich kühler als beispielsweise auf einem Dachboden. Die Grower haben jedoch mit der Luftfeuchtigkeit zu kämpfen. Um das Risiko von Blütenfäule zu minimieren, haben sie beschlossen, während der Blühphase nur dann Luft abzusaugen, wenn die Außenluft

ausreichend trocken ist. Die Abluft wird über einen Schlitz im Beton nach draußen geleitet.
Besucher
Neben den vier Elementen, die für eine Cannabisplantage notwendig sind, gibt es noch einen weiteren Faktor zu berücksichtigen: ungebetene Gäste. Die Guerilla-Grower unter uns wissen sehr wohl, dass selbst an den abgelegensten Orten unerwartet Leute aufkreuzen können. In einer Brücke könnte dies ein Obdachloser auf der Suche nach einem Schlafplatz oder ein Kontrolleur der Wasserstraßenbehörde sein. Zumindest in den Niederlanden werden alle Bauwerke wie Brücken und Viadukte mehrmals jährlich überprüft. Dabei geht es hauptsächlich um den Straßenbelag und die Außenseite der Konstruktion. Die Brücken-Grower tun daher alles, um ungebetene Gäste von ihrer Plantage fernzuhalten. So haben sie eine zusätzliche Scheinwand mit einer Tür errichtet. Außerdem installierten sie ein elektronisches Alarmgerät, das per SMS eine Nachricht versendet, wenn diese Tür geöffnet wird. Weil dieser Alarm in der Brücke keine Reichweite hat, befindet sich die Antenne außerhalb. Auf diese Weise vergewissern sich die Brücken-Grower, ob die Luft rein ist und sie ihre Plantage aufsuchen können.
Schluss
Nicht nur Brücken, sondern möglicherweise andere große Betonkonstruktionen eignen sich, um darin eine Cannabisplantage anzulegen. Normalerweise muss man lange suchen, um ein geeignetes Bauwerk zu finden. Zudem sind umfangreiche Recherchen erforderlich, um das Entdeckungsrisiko abzuschätzen und die sichere Versorgung mit Strom, Wasser und Licht zu gewährleisten. Brücken-Grower sind meist handwerklich geschickt und praktisch veranlagt. Darüber hinaus müssen sie darauf vorbereitet sein, beträchtlich in den Cannabisanbau zu investieren. Diese Investition wird sich jedoch mit Sicherheit auszahlen, weil der Standort lange Zeit nutzbar sein wird. Dank der falschen Wände ist es unwahrscheinlich, dass die Plantage auffliegt. Das Risiko für die Grower, erwischt zu werden, nachdem die Plantage entdeckt wurde, ist noch geringer, weil außer ihren Besuchen sie nichts mit dem Ort verbindet. BrückenGrower können bei einem Cannabisanbau mit einem Ertrag von 600 bis 800 Gramm pro Quadratmeter rechnen. Und dabei sind vier Ernten pro Jahr durchaus möglich.



Von Johnny Stardust
Für viele Grower ist der Outdoor-Anbau von Cannabis die ursprünglichste und gleichzeitig auch die schönste Art, Pflanzen großzuziehen. Schließlich wächst die Pflanze unter natürlichem Sonnenlicht, im Rhythmus der Jahreszeiten und Mondzyklen, und entwickelt dabei oft ein ganz eigenes Aroma. Wer einmal eine gut gelungene Outdoor-Ernte eingefahren hat, weiß genau, warum so viele Menschen jedes Jahr wieder ihre Samen draußen in die Erde stecken.
Ganz ohne Planung funktioniert der Outdoor-Grow in unseren Breitengraden allerdings nur bedingt. Das deutsche Klima kann nämlich sehr launisch sein, der Sommer ist vergleichsweise kurz und der Herbst bringt häufig Regen und hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb ist es besonders wichtig, zum einen den richtigen Zeitpunkt für den Start zu erwischen und zum anderen passende Sorten auszuwählen.
Der Start in die Outdoor-Saison
Die Outdoor-Saison in Deutschland beginnt für viele Grower bereits im Frühling – allerdings meist noch im Haus. Viele ziehen ihre Pflanzen zunächst unter einer LED-Lampe oder auf einer sonnigen Fensterbank vor. Auf diese Weise können die jungen Pflanzen schon einige Wochen wachsen, bevor sie schließlich nach draußen kommen.
Wer beispielsweise Anfang April seine Samen keimen lässt und die Sämlinge unter einer Lampe großzieht, hat bis Mai bereits kräftige Jungpflanzen. Diese können dann, sobald
die Temperaturen stabiler werden, Schritt für Schritt an das Leben im Freien gewöhnt werden. Ein guter Zeitpunkt, um vorgezogene Pflanzen nach draußen zu stellen, ist in Deutschland meist ab Mitte Mai. Traditionell orientieren sich viele Gärtner an den sogenannten Eisheiligen. Danach sinkt das Risiko für Nachtfrost deutlich und die Pflanzen können dauerhaft draußen bleiben.
Der Vorteil von vorgezogenen Pflanzen liegt auf der Hand: Sie haben bereits einen Wachstumsvorsprung und können die starke Sonne im späten

Frühling und Sommer optimal nutzen, und in der Folge richtig schön groß und kräftig werden.
Wachstum und Blüte unter freiem Himmel
Photoperiodische Cannabis-Sorten wachsen im Outdoor-Anbau während der langen Sommertage zunächst stark und bilden viele Seitentriebe. Diese Wachstumsphase dauert meist von Mai bis etwa August. Erst wenn die Tage kürzer werden, beginnt die Blüte – in Deutschland in der Regel ab August, mit einer Ernte zwischen Ende September und Oktober. Genau in dieser Zeit wird das Wetter jedoch
oder Blütenfäule deutlich an. Nicht selten habe ich mitbekommen müssen, dass Hobby-Grower ihre meterhohen Outdoor-Pflanzen viel zu früh ernten mussten. Das Ergebnis war in solchen Fällen ein sehr minderwertiges Material, eine sogenannte „Hecke“, die man eigentlich nicht haben möchte. Deshalb haben Sorten mit moderaten bis kurzen Blütezeiten hier einen klaren Vorteil, weil sie häufig bereits fertig sind, bevor das Wetter wirklich ungemütlich wird.
In der Praxis zeigt sich immer wieder, dass vor allem indica-dominante Genetiken gut mit den Bedingungen in Mitteleuropa zurechtkommen. Viele Linien aus der Skunk- oder Kush-Familie gelten als vergleichsweise robust, entwickeln kräftige Pflanzenstrukturen und blühen oft deutlich schneller durch als die sativa-dominanten Sorten. Ein weiterer Vorteil vieler dieser Genetiken ist ihre Stabilität. Pflanzen mit kräftigen Stämmen und stabilen Seitentrieben kommen mit Wind, Regen und wechselhaften Temperaturen meist deutlich besser zurecht.
Neben klassischen photoperiodischen Sorten greifen jedoch auch immer mehr Outdoor-Grower zu Autoflowering-Sorten, die gerade in nördlicheren Regionen einige entscheidende Vorteile mit sich bringen.
Warum Automatics Outdoor besonders interessant sind Autoflower-Sorten, auch „Automatics“ genannt, besitzen eine genetische Besonderheit. Sie beginnen automatisch zu blühen, unabhängig von der Tageslänge. Dieses Merkmal stammt ursprünglich von Cannabis Ruderalis, die in Regionen mit sehr

oft unbeständig, sodass Regen und hohe Luftfeuchtigkeit schnell zu Schimmel in den dichten Blüten führen können. Deshalb ist die Wahl einer passenden, robusten Genetik für den Outdoor-Grow besonders wichtig.
Die richtige Sortenwahl Wer draußen anbauen möchte, sollte der Wahl der richtigen Samen besonders viel Aufmerksamkeit schenken. Denn während im Indoor-Grow die Bedingungen weitgehend kontrolliert werden können, entscheidet im Freien vor allem die Genetik darüber, wie gut eine Pflanze mit Wind, Regen, Temperaturschwankungen und wechselnden Lichtverhältnissen zurechtkommt.
Im deutschen Klima zahlt es sich aus, auf robuste und möglichst früh reifende Genetiken zu setzen. Pflanzen mit sehr langen Blütezeiten geraten schnell in den feuchten Herbst hinein –und genau dann steigt das Risiko für Schimmel
Der wichtigste Punkt ist die Geschwindigkeit. Viele Automatics benötigen vom Samen bis zur Ernte nur etwa 9 bis 11 Wochen. Dadurch kann man bereits mitten im Sommer ernten, also lange bevor das herbstliche Schmuddelwetter beginnt. Gerade in Regionen, in denen der September schon sehr feucht werden kann, reduziert sich dadurch das Risiko für Schimmel erheblich. Wer im Mai die ersten Samen keimt, kann oft im Juli oder August die Ernte einfahren.
Auch die Größe der Pflanzen spielt eine Rolle. Automatics bleiben meist kompakter und sind dadurch diskreter. Das macht sie besonders interessant für Balkone, Terrassen oder kleinere Gärten, wo große Pflanzen schnell auffallen würden.
Allerdings haben Autoflowers auch einen
kleinen Nachteil, den man realistisch betrachten sollte: Der Ertrag pro Pflanze fällt in der Regel deutlich kleiner aus als bei klassischen photoperiodischen Pflanzen. Trotzdem haben Automatics ihren festen Platz und ihre absolute Daseinsberechtigung im Outdoor-Grow. Gerade wegen ihrer kurzen Lebensdauer und der schnellen Ernte sind sie für viele Grower eine sehr praktische Ergänzung. Sie reagieren jedoch etwas empfindlicher auf Stress, weshalb ich es immer bevorzuge, eine Autoflower direkt in den Endtopf zu setzen, und getoppt oder anderweitig beschnitten wird sie auch nicht.
Wenn Standort, Erde und Sonne stimmen, entwickeln sich diese Pflanzen jedoch erstaunlich unkompliziert und können auch unter freiem Himmel sehr schöne Ergebnisse liefern.
Gute Autoflower-Sorten für den Outdoor-Grow in Deutschland
Moderne Autoflower-Genetiken haben sich in
den letzten Jahren stark verbessert und liefern heute auch im Outdoor-Grow in Deutschland aromatische und potente Blüten bei soliden Erträgen. Sie können zwar nicht immer mit der Qualität von Blüten aus feminisierten oder regulären Pflanzen mithalten, aber oft erkenne ich im fertigen Endprodukt auch garkeinen Unterschied mehr. Aus meinen persönlichen Erfahrungen sowie dem Austausch mit anderen Gärtnern haben sich einige Sorten als besonders zuverlässig erwiesen. Northern Lights Automatic ist sehr robust, bleibt kompakt und kommt gut mit wechselhaftem Wetter zurecht. Blueberry Automatic überzeugt mit fruchtigem Aroma und zeigt bei kühlen Nächten oft schöne violette Farben. Quick One Automatic gehört zu den schnellsten Sorten und kann teilweise schon nach etwa neun Wochen geerntet werden. White Russian Automatic hat mich durch einen sehr kompakten Wuchs, außerordentlich dicke Buds und ein sehr leckeres, würziges Aroma begeistert. Gorilla Glue Automatic produziert

Nach mehreren Jahren mit neonbeleuchteten Verkaufsstellen, offenen Ladenfronten und weltweiten Schlagzeilen über Asiens überraschendste Legalisierungsgeschichte lenkt die thailändische Regierung den Cannabismarkt nun in eine ruhigere Phase. Gemäß einer neuen Richtlinie haben Tausende von Cannabis-Geschäften drei Jahre Zeit, sich in lizenzierte medizinische Kliniken umzuwandeln – ein deutlicher Schritt hin zu einem regulierten Gesundheitsmodell.
Trotz verstärkter behördlicher Aufmerksamkeit ist
Cannabis aus Thailand nicht verschwunden. Einheimische und Touristen konsumieren es nach wie vor, die Kultur ist weiterhin präsent, und die Nachfrage ist nicht plötzlich versiegt.
Was sich ändert, ist die Sichtbarkeit: Cannabis
verlagert sich weg vom lockeren Einzelhandel hin zu überwachten Wellnessangeboten – weniger Partyszene, mehr Rezept. Anfang April 2026 kündigte das thailändische Gesundheitsministerium an, dass lizenzierte Cannabis-Geschäfte drei Jahre Zeit erhalten, sich in medizinische Kliniken umzuwandeln, wenn sie weiterhin legal betrieben werden wollen. Dies ist eine der bedeutendsten Regierungsverordnungen seit der Entkriminalisierung des Landes im Jahr 2022.
Vom Boomtown zum medizinischen Rahmenkonzept
Auf dem Höhepunkt des Cannabis-Booms in Thailand entstanden Tausende hell erleuchteter
Verkaufsstellen sowohl in Touristenvierteln als auch in lokalen Wohngebieten. Diese rasante Expansion war vor allem darauf zurückzuführen, dass die Legalisierung erfolgte, bevor ein umfassendes Regulierungsgesetz in Kraft getreten war.
Da die Regierung die Branche wieder in Richtung eines rein medizinischen Modells lenkt, müssen laut Behördenangaben etwa 11.000 lizenzierte Cannabis-Geschäfte zu regulierten Kliniken umgestaltet werden, die mit autorisiertem Fachpersonal wie Ärzten oder zertifizierten Heilpraktikern besetzt sind.

besonders harzige Blüten und liefert unter guten Bedingungen tolle Erträge. Auch Amnesia Haze Automatic hat sich trotz ihrer Haze-Genetik als relativ schnell und sehr aromatisch erwiesen.
Ziel ist es, den Zugang zu Cannabis weiterhin zu gewährleisten – jedoch unter ärztlicher Aufsicht statt im offenen Einzelhandel. Die Lizenzen laufen in den nächsten drei Jahren schrittweise aus, sodass die Betreiber Zeit haben, sich an die neuen Anforderungen anzupassen.
„Wir können nicht genau sagen, wie viele davon zu Kliniken umgewandelt werden, aber wir können sagen, dass wir nun vollständig in die Phase eingetreten sind, in der Cannabis ausschließlich für medizinische Zwecke genutzt wird“, erklärte Gesundheitsminister Pattana Promphat laut einem Bericht der Bangkok Post in einer Stellungnahme.
In der Praxis wird erwartet, dass viele Konsumenten weiterhin Cannabis konsumieren werden, auch wenn diese Erfahrung zunehmend eher einer Beratung bei einem Wellness-Anbieter als einem Besuch in einem Tabakladen ähneln dürfte. Der Politikwechsel spiegelt auch breitere politische Debatten in Thailand wider, wo die Regierungen versucht haben, wirtschaftliche Chancen mit Bedenken hinsichtlich des Zugangs für Jugendliche, Beschwerden über öffentliche Belästigungen und langfristiger regulatorischer Stabilität in Einklang zu bringen.
Thailands Cannabis-Politik hat sich innerhalb weniger Jahre rasant entwickelt und hat sich von einer Liberalisierung hin zu einem strukturierten medizinischen Rahmen gewandelt Der Zugang zu Cannabis ist in Thailand nach wie vor möglich, unterliegt jedoch mittlerweile klareren Regeln
Fazit
Der Outdoor-Anbau von Cannabis in Deutschland erfordert zwar etwas Planung, ist aber für viele Grower eine der befriedigendsten Arten zu gärtnern. Wer seine Pflanzen früh unter Licht vorzieht, sie ab Mai ins Freie setzt und auf robuste Sorten mit kurzer Blütezeit achtet, kann auch in unserem Klima sehr schöne Ergebnisse erzielen.
Autoflower-Sorten haben dabei den Outdoor-Grow deutlich einfacher gemacht. Durch ihre kurze Lebensdauer und ihre kompakte Größe sind sie für viele Hobby-Grower inzwischen ebenfalls ein fester Bestandteil der Gartensaison geworden. Aufgrund der hohen Nachfrage und wachsenden Beliebtheit gehören sie deshalb inzwischen auch zum festen Sortiment der meisten Samenbanken. Und wenn im Hochsommer die ersten reifen Blüten in der Sonne glitzern, und man seine Nase dranhält, dann weiß man wieder ganz genau, warum sich die ganze Mühe gelohnt hat.
und einer strengeren Aufsicht.
Hier sind die wichtigsten Punkte, die man wissen sollte.
Nach den geltenden Vorschriften gelten CannabisIsblüten als kontrollierte Substanz. Das bedeutet, dass der Zugang darauf für gesundheitliche oder therapeutische Zwecke vorgesehen ist und nicht für den offenen Freizeitkonsum.
Der Verkauf unterliegt zunehmend der Aufsicht durch zugelassene medizinische Fachkräfte. Zukünftige Lizenzen werden eher klinische Einrichtungen begünstigen als Einzelhandelsapotheken.
Der Konsum in der Öffentlichkeit ist strengstens verboten. Das Rauchen von Cannabis auf Straßen, in Parks, Restaurants oder anderen öffentlichen Räumen kann als Störung der öffentlichen Ordnung geahndet werden und mit Geldstrafen sowie möglichen rechtlichen Sanktionen verbunden sein.
Private Räume bleiben die sicherste Umgebung für den Konsum. Produkte mit sehr geringem THC-Gehalt – wie bestimmte CBD-Öle oder Wellness-Artikel mit weniger als 0,2 % THC – sind nach thailändischen Vorschriften weiterhin breiter zugänglich.
Das Ein- oder Ausführen von Cannabis nach bzw. aus Thailand ist nicht gestattet. Der Transport von Cannabis über internationale Grenzen hinweg – selbst zwischen Ländern, in denen es legal ist – kann schwerwiegende rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

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Von CANNA Research
Haben Sie schon einmal Wachstumslampen für Ihre Pflanzen verwendet? Wenn ja, haben Sie sich vermutlich über den Einfluss des Lichts auf die Entwicklung Ihrer Pflanzen gewundert. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Wirkung von Licht auf die Pflanzenentwicklung. Wie wir sehen werden, ist Pflanzenentwicklung etwas anderes als Pflanzenwachstum. Wir erklären die Grundlagen des Lichts und seine Wechselwirkung mit Pflanzen und geben Ihnen zudem praktische Tipps. Die Wahl der richtigen Lampe kann einen erheblichen Unterschied für die Qualität und Quantität Ihrer Ernte ausmachen.

Jeder weiß, dass Pflanzen Licht für die Photosynthese benötigen – einen Prozess, bei dem Energie gebunden und Zucker produziert wird. Doch Licht liefert nicht nur Energie. Es spielt auch eine zentrale Rolle bei vielen weiteren Prozessen wie der Photomorphogenese und dem Photoperiodismus. All diese Prozesse werden vom Lichtspektrum beeinflusst, also der Verteilung des Lichts innerhalb des elektromagnetischen Spektrums. Um die unterschiedlichen Reaktionen einer Pflanze auf Licht zu verstehen, müssen wir zunächst das Phänomen Licht selbst betrachten.
Prinzip des Lichts und seines Spektrums Licht ist eine Form von Strahlung in Form elektromagnetischer Wellen, die sich durch Luft oder Vakuum bewegen. Es lässt sich durch drei physikalische Eigenschaften beschreiben: Intensität (Amplitude), Frequenz (Wellenlänge) und Schwingungsrichtung (Polarisation). Alle Formen elektromagnetischer Strahlung

Abbildung 1 Licht wird in Form elektromagnetischer Wellen durch das elektromagnetische Spektrum beschrieben. Die wichtigste Eigenschaft von Licht für Pflanzen ist seine Wellenlänge bzw. sein Energiegehalt; je kürzer die Wellenlänge, desto höher der Energiegehalt.
Beim Vergleich von Lichtquellen müssen daher sowohl PPFD als auch die spektrale Zusammensetzung berücksichtigt werden. PPFD wird in µmol/m²/s angegeben und beschreibt, wie viele Lichtphotonen eine bestimmte Fläche pro Sekunde erreichen. Zum Vergleich: Die meisten Pflanzen benötigen mindestens 30–50 µmol/m²/s, um zu überleben.
Wie Pflanzen Licht wahrnehmen
Neben der Energiequelle dient Licht auch als Informationsquelle für Pflanzen. Unterschiedliche Spektren geben Hinweise auf die Umgebung und beeinflussen, wie eine Pflanze wächst, überlebt und sich vermehrt. Die Zusammensetzung des Lichts ist daher ebenso
Der Wellenlängenbereich von etwa 300 bis 800 nm löst Entwicklungsreaktionen in Pflanzen aus. Auch UV- und Infrarotlicht spielen eine Rolle in der Morphogenese. Pflanzen nehmen Licht über spezielle Pigmente wahr, sogenannte Photorezeptoren. Diese reagieren auf unterschiedliche Wellenlängen. Es gibt drei Hauptgruppen (siehe Abbildung 2):
• Phototropine Cryptochrome
• Phytochrome Phototropine und Cryptochrome reagieren vor allem auf UV- und blaues Licht. Phototropine steuern Bewegungen der Pflanze, etwa das Ausrichten zum Licht oder das Öffnen der Spaltöffnungen. Cryptochrome beeinflussen unter anderem
lassen sich im elektromagnetischen Spektrum darstellen (siehe Abbildung 1).
Beim Beschreiben des Lichtspektrums ist es sinnvoller, von Wellenlängen statt von Farben zu sprechen. Das liegt daran, dass sichtbares Licht für den Menschen nur einen kleinen Teil des gesamten Spektrums ausmacht – nämlich den Bereich zwischen 400 und 700 Nanometern (nm). Wie Abbildung 1 zeigt, entspricht dies weniger als 1 Prozent des gesamten Spektrums.
Photosynthetisch aktive Strahlung (PAR) bzw. die photosynthetische Photonenflussdichte (PPFD) beschreibt den Lichtbereich, den Pflanzen für die Photosynthese nutzen können. Da PPFD jedoch die Summe aller Photonen im Bereich von 400 bis 700 nm darstellt, können zwei sehr unterschiedliche Spektren denselben PPFD-Wert haben. Es besteht also keine direkte Beziehung zwischen PPFD und Spektralverteilung.

Abbildung 2 Eine Pflanze nimmt Informationen aus Licht über drei spezielle Photorezeptoren auf: Phototropine (phot), Cryptochrome (cry) und Phytochrome (phy). Die ersten beiden sind im UV- und Blau-Bereich aktiv, während Phytochrome auf rotes und fernrotes Licht reagieren.

Da fernrotes Licht größtenteils von der Blattoberfläche reflektiert wird, erhält eine Pflanze (relativ) mehr davon, wenn sie dicht von anderen Pflanzen umgeben ist. Um Schatten zu vermeiden, bildet die Pflanze längere Stängel, um mehr Licht zu erreichen.
die Pigmentbildung und die Ausrichtung der Blätter zur Sonne.
Phytochrome reagieren auf rotes und fernrotes Licht. Sie haben den größten Einfluss auf die Photomorphogenese und steuern Prozesse wie Streckungswachstum, Schattenvermeidung, Chlorophyllbildung und Blüte.
Einfluss auf die Blüte
Auch die Blüte wird durch das Verhältnis von Pr und Pfr gesteuert.
Die Dauer, in der Pfr dominiert, bestimmt die Blüteninduktion. Pflanzen messen so die Länge der Nacht.
Kurztagpflanzen beginnen zu blühen, wenn die Nacht lang genug ist und der Pfr-Anteil sinkt.
Grünes Licht (500–600 nm)
Grünes Licht wird oft unterschätzt. Obwohl ein Teil reflektiert wird, kann es die Photosynthese positiv beeinflussen.
Studien zeigen, dass die Zugabe von grünem Licht zu roten und blauen LEDs das Pflanzenwachstum steigern kann.
Ultraviolettes Licht (300–400 nm)
UV-Licht sorgt für kompakteres Wachstum, kann jedoch bei zu hoher Intensität schädlich sein. Werte über 4 kJ/m²/Tag können Photosynthese und Zellstrukturen beeinträchtigen.
Fazit
Die Frage „Was ist das ideale Lichtspektrum?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Es hängt stark von Pflanzenart und Anbaubedingungen ab. Für eine normale Entwicklung gelten folgende Richtwerte:
30–50 µmol/m²/s als Minimum
• 5–30 µmol/m²/s blaues Licht Höherer Anteil an Rot- und Fernrotlicht
• Verhältnis Rot zu Fernrot < 2
• Begrenzte UV-Strahlung (< 4 kJ/m²/Tag)
Zusätzlich gilt:
• Mehr blaues Licht kompaktere Pflanzen
Blaues Licht (400–500 nm)
Ein hoher Anteil an blauem Licht hemmt die Zellstreckung, wodurch Pflanzen kompakter wachsen und dickere Blätter entwickeln. Weniger blaues Licht führt zu größeren Blattflächen und längeren Internodien. Zu wenig blaues Licht wirkt sich negativ auf die Pflanzenentwicklung aus. Viele Pflanzen benö-
Anwendung in der Praxis Nachdem wir das Lichtspektrum und die tionen der Pflanze auf verschiedene Lichtfarben.
Rotes und fernrotes Licht sind energieärmer als blaues Licht, spielen aber eine entscheidende Rolle in der Pflanzenentwicklung. Die beiden Formen des Phytochroms (Pr und Pfr) bestimmen, wie Pflanzen ihre Umgebung wahrnehmen. Dieses Verhältnis wird als PSS (Phytochrome Photostationary State) bezeichnet.
Ein hoher Fernrotanteil signalisiert der Pflanze Konkurrenz um Licht, was zu Streckungswachstum führt – ein klassischer Shade-Avoi-
• Zu viel Fernrot gestrecktes Wachstum
• Niedriges Rot/Fernrot-Verhältnis wichtig für Blüte bei Kurztagpflanzen
• Grünes Licht unterstützt Photosynthese Fernrot allein steuert keine Blüte
Der nächste Schritt besteht darin, das optimale Lichtspektrum für Ihre Situation zu wählen. Wenn Sonnenlicht nicht ausreicht, kann eine geeignete Wachstumslampe den entscheidenden Unterschied machen.


Die Abwesenheit von Schädlingen ist für die gesunde Entwicklung der Blüte entscheidend
Die Interaktionen zwischen parasitären Organismen und ihrem Wirt, der Pflanze, sind komplex - viel mehr als es auf den ersten Blick scheint. Dabei kommt es zu einem evolutionären Wettrüsten zwischen dem parasitären Organismus und der Pflanzenverteidigung.
Pflanzen haben vielfältige Strategien entwickelt, um Pflanzenfresser abzuwehren, vor allem Insekten und andere kleine Gliederfüßler, die sich häufig von derselben Art ernähren. Die Populationen dieser Organismen, welche sich in der Regel enorm vermehren, bringen jedoch immer wieder Individuen mit neuen Eigenschaften hervor, welche die Abwehrmechanismen der Pflanze überwinden können. In der
Natur führt dies zu einem Gleichgewicht mit moderaten Schwankungen sowohl in der Pflanzenpopulation als auch bezüglich ihrer Schädlinge. Bei Nutzpflanzen ist dieses Gleichgewicht jedoch völlig gestört. Dies liegt nicht nur daran, weil Pflanzengruppen derselben Art anfälliger für Schädlingsbefall sind, sondern auch weil viele der heutigen Sorten nicht primär auf Resistenz, sondern auf andere agronomische Eigenschaften

unterschiedliche Denkansätze. So werden etwa die Auswirkungen der Konkurrenz mit Unkräutern in einschlägigen wissenschaftlichen Abhandlungen untersucht.
Dieser Artikel konzentriert sich auf die genetischen Grundlagen der Interaktion zwischen der Pflanzenabwehr und den häufigsten Gliederfüßler-Schädlingen sowie Krankheitserregern, die als Parasiten auftreten - weil solche Organismen die häufigste Schadensursache darstellen und Pflanzenarten eine Reihe genetisch basierter Verteidigungsmechanismen gegen sie entwickelt haben.
Pflanzenresistenz
Viele der von Pflanzen entwickelten Abwehrstrategien sind generisch (arttypisch) und gegen viele Schädlinge sowie Krankheiten wirksam. Wenn aber die Koevolution des parasitären Organismus mit der Pflanzenart über einen langen Zeitraum andauert, kommt es zu deutlich spezifischeren Reaktionen. Trotz der hohen Variabilität lassen sich all diese Verteidigungen in drei Hauptkategorien einteilen.
Physische Barrieren
Diese Art der Abwehr ist allgemeiner und hindert den Schädling daran, seinen Lebenszyklus zu durchlaufen, indem er beispielsweise von der Nahrungsaufnahme, Eiablage oder Fortbewegung auf der Pflanzenoberfläche abgehalten wird.
wie Lebenskraft, Ertrag oder Frühreife selektiert werden.
Deshalb wird Sammlungen traditioneller Sorten und den wilden Verwandten von Kulturpflanzen derzeit mehr Aufmerksamkeit geschenkt, weil sie Genreservoirs für die Resistenz gegen viele dieser Gliederfüßler und Krankheiten darstellen.
Schädlinge - agronomisch oder ökologisch betrachtet
Die weitestgehende Definition eines Schädlings in der Agrarwissenschaft umfasst alle lebenden Organismen, die den Ertrag, die Qualität mindern oder auf andere Art eine Kulturpflanze schädigen. Aus ökologischer Perspektive werden Schädlinge jedoch meist mit parasitären Beziehungen assoziiert, weil dies der häufigste Fall ist. Es ist auch wichtig, daran zu erinnern, dass die agronomische Definition eines Schädlings neben Parasitismus auch andere ökologische Beziehungen einschließt.
Die Konkurrenz mit Unkräutern beispielsweise verursacht einen Produktionsabfall, während Pflanzenfresser im Laufe ihres Lebens viele Individuen einer Art vertilgen. Dies ist der Hauptunterschied zu Parasiten, welche sich typischerweise von einem einzigen Wirt ernähren, ihn jedoch am Leben erhalten. Obwohl die genannten Fälle wegen der Verusachung von Schäden alle unter die agrarwissenschaftliche Definition eines Schädlings fallen, erfordern deren Vorgehensweisen
Häufige Beispiele sind die Präsenz von Haaren, sowohl mit Drüsen (Trichome) als auch ohne, welche die Fortbewegung und Nahrungsaufnahme erschweren. Dicke oder wachsartige Überzüge versperren stechenden- saugenden Gliederfüßlern wie Thripsen und Milben den ungehinderten Zugang zum Pflanzensaft. Gleichzeitig macht ein erhöhter Zellulose- und Ligningehalt das Pflanzengewebe härter und erschwert beißenden Insekten wie Raupen die Verdauung.
Im Falle von Cannabis lässt sich praktisch die gesamte in diesem Abschnitt erwähnte Variabilität beobachten, da alle oben genannten Merkmale in der Spezies vorhanden sind, allerdings unterschiedlich ausgeprägt - abhängig von der Sorte und einzelnen Pflanzen.
Abwehr durch chemische Verbindungen
Diese Art der Verteidigung ist in der Regel spezifischer als physische Hindernisse, auch wenn es Moleküle mit umfassend wirksamer insektizider Wirkung gibt, wie etwa Pyrethrine.
Beispiele für die Abwehr durch chemische Stoffe schließen die Produktion von Alkaloiden ein, welche für Insekten giftig sind; phenolische Verbindungen mit fungizider und bakterizider Wirkung, wie Tannine und Phytoalexine; und die wohlbekannten Terpene. Letztere bilden eine sehr abwechslungsreiche Gruppe und weisen je nach Terpenart, Pflanze und den Schädlingen, gegen die sie wirken, unterschiedliche Eigenschaften auf. Der Effekt kann toxisch oder abschreckend sein und sogar Insekten in Form von Fressfeinden des die Pflanze befallenden Schädlings anlocken

Ausgewachsene Thripse unter dem Mikroskop mit ihren charakteristischen gefransten Flügeln
(Boncan und andere, 2020).
Bei dieser Art der biologischen Schädlingsbekämpfung können Pflanzen schädliche Insekten sogar an der Verdauung ihrer Nahrung hindern, indem sie Moleküle einsetzen, welche die Wirkung von Verdauungsenzymen wie Proteasen hemmen. Sie produzieren außerdem eine Reihe sehr interessanter Verbindungen aus der Terpenfamilie, die als Phytoecdysonen (Ecdysteroide) bekannt sind; diese Substanzen imitieren die Häutungshormone von Insekten und verursachen eine vorzeitige oder fehlerhafte Häutung.
Genetische Reaktionen auf Schädlingsbefall
Die in beiden vorigen Abschnitten geschilderten Strategien können in Pflanzen ohne akuten (vor allem physischen) Schädlingsoder Krankheitsbefall zutage treten, sie werden allerdings bei Anwesenheit und Attacken phytophager Organismen entsprechend angepasst. Dieses genetische Reaktionssystem basiert auf R-Proteinen, die mit Pathogenen (PAMPs) oder Mikroorganismen (MAMPs) assoziierte molekulare Muster erkennen und daraufhin eine Reihe spezifischer Reaktionen veranlassen.
Wird eine dieser spezifischen Sequenzen vom R-Protein erkannt, wird eine Signalkaskade ausgelöst, vermittelt durch Hormone, welche wie beispielsweise Salicylsäure mit der Reaktion auf biotischen Stress in Verbindung stehen. Schließlich erzeugt die Pflanze eine der genannten chemischen Verbindungen oder erhöht deren Produktion, zusammen mit anderen Verbindungen, die eng mit Stressprozessen verknüpft sind, wie etwa Reaktive Sauerstoffspezies (ROS).
Ähnlich wie bei Tieren mit ihren Immunsystemen weist dieses pflanzliche Abwehrsystem eine signifikante geneti -

sche Variabilität bei verschiedenen Sorten und Individuen derselben Gattung auf. Die Identifizierung der Gene, die R-Proteine kodieren, ist heute von besonderem Interesse für die genetische Verbesserung, da Pflanzen, wie bereits erwähnt, traditionell gegen einige dieser Abwehreigenschaften selektiert werden (Chen und andere, 2015).
Wie überwinden Krankheitserreger die pflanzliche Verteidigung?
Die Mechanismen, mit denen Krankheitserreger die pflanzliche Abwehr umgehen, sind vielfältig und mitunter komplex. Oftmals beruhen sie jedoch auf einem sehr einfachen Prinzip: der großen Anzahl an Nachkommen, die sie erzeugen. So entstehen ständig neue Individuen mit leicht unterschiedlichem Verhalten und veränderten Fressgewohnheiten.
Zwei der häufigsten Schädlinge, und wohl die wichtigsten, welche dies für den Cannabisanbau exemplifizieren, sind Milben und Thripse. Wer ihr Verhalten an der Pflanze genauer beobachtet, stellt fest, dass sich die meisten Individuen zwar auf voll entwickelten Blättern befinden, sich einige aber auch von den Zellen des Stängels, der Blattstiele oder sogar der Wurzelbasis ernähren - Bereiche, in denen die physischen Barrieren der Pflanze nicht so einheitlich sind.
Resistenzen gegen chemische Verbindungen werden auf ähnliche Weise erworben. Im Fall von Proteaseinhibitoren beispielsweise genügt es, wenn die Schädlingspopulation Individuen mit unterschiedlichen Proteasen enthält, die von den Inhibitoren nicht beeinflusst werden, damit der resistente Genotyp des Insekts gedeiht und sich rasant vermehrt. Dies ist der Fall bei einer Art - Helicoverpa zea -, die eng mit einem Cannabisschädling, dem Knospenwurm, verwandt ist und Proteasevarianten entwickelt hat, die gegen die in Kartoffeln vorhandenen Hemmern resistent sind (Bayés und andere, 2005).
Selektion in Hinblick auf Resistenz gegen Krankheitserreger
Sobald die verschiedenen Wirkungsweisen von Resistenzen bekannt sind, kann ein Zuchtprogramm entwickelt werden, um einen Resistenzmechanismus zu erkennen und ihn in eine Sorte einzuführen oder in ihr zu stabilisieren. Begonnen wird mit der Suche nach resistenten Individuen, idealerweise innerhalb derselben Sorte, die verbessert werden soll. Oftmals ist es jedoch notwendig, eng verwandte Sorten oder Wildformen heranzuziehen.
Nach der Identifizierung widerstandsfähiger Individuen muss der genetische Ursprung der Resistenz bestimmt werden, denn die nächsten Schritte im Zuchtprogramm hängen davon ab. Wenn Insekten aufgrund einer physischen Barriere Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme haben, handelt es sich wahrscheinlich um ein polygen bedingtes Merkmal, da Strukturen wie Haare oder Trichome von mehreren Genen kodiert werden. Wird eine abstoßende oder toxische Beziehung festgestellt, wobei nur sehr wenige Individuen die Pflanze besiedeln oder sich auf ihr entwickeln, könnte es auf die erhöhte Produktion einer chemischen Verbindung zurückzuführen sein, die höchstwahrscheinlich von einem

Thripslarve im Detail
oder wenigen Genen kodiert wird.
In der Züchtungspraxis bedeutet dies: Für ein Merkmal, das von einem oder wenigen Genen kodiert wird, können Verfahren wie die Rückkreuzung angewandt werden, d.h. es ist möglich, mit einer kleinen Anzahl von Generationen und Individuen zu arbeiten. Dies wäre beim PM1-Gen der Fall, das kürzlich bei
Cannabis als verantwortlich für die Resistenz gegen den Falschen Mehltau identifiziert wurde (Mihalyov & Garfinkel, 2021). Für polygen bedingte Merkmale hingegen gilt: Je mehr Gene beteiligt sind, desto vorteilhafter ist es, Programme mit einer größeren Anzahl von Individuen und Generationen durchzuführen (Ordás López & Malvar Pintos, 2012).
Konzept horizontaler und vertikaler Resistenz
Horizontale Resistenz bezeichnet eine generische Resistenz gegenüber mehreren ähnlichen Typen von Krankheitserregern. Sie führt zu einem quantitativen (polygenen) Merkmal, da ein breites Spektrum an Resistenzstufen existiert. Diese Resistenz ist nicht absolut, aber für Schädlinge schwerer zu überwinden (Burbano-Figueroa, 2020).
Vertikale Resistenz wird durch ein oder wenige Gene bedingt, was in der Regel mit der Erkennung des Krankheitserregers durch die genannten R-Proteine zusammenhängt. Diese Gene übertragen spezifischere qualitative Resistenzen, weil - kodiert durch wenige Gene - die Variation in der Population auf resistente und empfängliche Pflanzen beschränkt ist. Diese Resistenz lässt sich leichter einbringen und ist kurzfristig wirksamer, kann aber von nachfolgenden Krankheitserreger-Generationen leicht überwunden werden.

Stressfaktoren können die Produktion bestimmter aromatischer Verbindungen begünstigen, diese müssen jedoch abiotisch und nicht durch Schädlinge erzeugt werden


Mr. José - info@pestovat.cz
Seit 2002 öffnet die Spannabis, eine der weltweit wichtigsten Cannabismessen, in jedem Frühjahr ihre Tore. Dieses Jahr gab es jedoch eine ungewöhnliche Änderung: die Messe fand nicht mehr in Barcelona statt, sondern war nach Bilbao umgezogen. Natürlich durfte das Redaktionsteam von Soft Secrets diese legendär e Veranstaltung nicht versäumen.

Obwohl Bilbao und Barcelona nur gut eine Flugstunde voneinander entfernt liegen, sind die Städte kulturell zwei völlig unterschiedliche Welten. In der katalanischen Hauptstadt gibt es sehr viele Cannabis-Clubs, das Nachtleben pulsiert und der Geruch von Cannabis in der Luft ist nichts Ungewöhnliches. Das baskische Bilbao hingegen wirkt in dieser Hinsicht etwas anders, obwohl der Cannabiskonsum auch dort sehr beliebt und weit verbreitet ist. Einheimische erzählten mir, dass es in Bilbao zwar weniger offizielle Cannabis-Clubs gibt, aber dennoch viele Orte, wo man ungestört einen Joint drehen kann, ohne dass jemand eine Augenbraue verzieht.
Die diesjährige Spannabis - Ausgabe Nummer 23 - ist vermutlich die am längsten bestehende Cannabis-Fachmesse in Europa, wenn nicht
sogar darüber hinaus. Sie findet seit 2002 jedes Frühjahr statt, mit nur einer einzigen Unterbrechung aufgrund von COVID-19 - und diese Absage erfolgte knapp einen Tag vor der geplanten Eröffnung. Der Umzug nach Bilbao wurde offiziell mit der geplanten Neugestaltung des Geländes der Fira de Cornellà begründet, das lange Zeit Veranstaltungsort der Spannabis war. Meinen Informationen zufolge ist die Stätte jedoch noch immer unverändert, was darauf hindeutet, dass der Abriss wahrscheinlich verschoben wurde.
Neuer Veranstaltungsort, neue Energie In Bilbao fand die Spannabis im Messezentrum statt und ich muss sagen, in puncto Organisation und Professionalität war eine klare Veränderung zum Besseren ersichtlich. Die Ausstellungshalle ist geräumig, sodass
sich die Besucher bequem zwischen den Ständen bewegen konnten. Am vorherigen Veranstaltungsort mussten wir uns manchmal regelrecht durch die Menschenmassen drängen, und dies wirkte zeitweise etwas bedrückend. Dank der hohen Decken war die Luftqualität in Bilbao auch spürbar besser. Die Bedingungen waren einfach ideal, um einen ganzen Tag - oder sogar ein ganzes Wochenende - auf der Messe zu verbringen. Alle Aussteller befanden sich in einer einzigen Halle, sodass man sich schnell einen Überblick verschaffen konnte, wo wer sich befand. Ich war ein wenig besorgt, ob die Musikbühne - ein fester Bestandteil der Spannabis - am neuen Veranstaltungsort richtig aufgebaut werden könnte, aber diese Befürchtung erwies sich als gänzlich unbegründet. Von

der Halle aus konnten die Besucher auf zwei Seiten große Freiflächen betreten. Dort fanden sie Chill-Out-Zonen, Getränke und zahlreiche Stände mit einer großen Auswahl an Streetfood vor. Das Ganze wurde von Musik lokaler DJs, Rapper und anderer Darsteller begleitet. Nach meinem Eindruck war es völlig unmöglich, sich zu langweilen.
Die gesamte Veranstaltung war äußerst professionell organisiert, sie wurde am neuen Ort meiner Meinung nach auf anderes Niveau gehoben. Auch wenn man merkte, dass die europäische Cannabisbranche derzeit nicht ihre stärkste Phase durchmacht - einige bisher regelmäßige Aussteller fehlten dieses Jahr, und es war allgemein die Anspannung knapperer Budgets wahrzunehmen -, tat dies der Gesamtatmosphäre der Messe keinen Abbruch. Spannabis bestätigte einmal mehr seine Position als bedeutende globale Cannabisveranstaltung und fabelhafter Treffpunkt für Branchenexperten und Cannabis-Enthusiasten gleichermaßen. Und ich denke, man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der Umzug von Barcelona nach Bilbao die Erwartungen übertroffen hat. Ich freue mich schon jetzt auf die nächste Ausgabe.


















Text: Martin Müncheberg/ Fotos: Remexian Pharma
GmbH
Wir führten mit dem Remexian-Chef Stefan Adomeit ein ausführliches Interview über ganz verschiedene Themen wie medizinisches Cannabis, deutsche Telemedizin und die von Remexian gegen “Dr. Ansay” erwirkte einstweilige Verfügung – wobei manchen Fragen dann doch recht deutlich ausgewichen wurde...

Die Remexian Pharma GmbH mit Sitz in Ludwigsfelde bei Berlin ist ein führender Importeur und Großhändler von Medizinalcannabis in Deutschland. Das Unternehmen beliefert Apotheken und pharmazeutische Großhändler mit in der EU hergestellten medizinischem Cannabis und arbeitet nach den pharmazeutischen Qualitätsstandards “Good Manufacturing Practice” (GMP) und “Good Distribution Practice” (GDP). Auch das international diversifizierte Partnernetzwerk von Remexian und robuste Qualitäts- und Logistikprozesse helfen dabei, eine planbare und preislich faire Versorgung mit Medizinalcannabis in Deutschland zu gewährleisten. Darüber hinaus scheint es der Geschäftsleitung wichtig zu sein, ein möglichst sauberes Firmenimage zu präsentieren, weshalb Remexian gegenüber der Telemedizin-Plattform “Dr. Ansay” eine einstweilige Verfügung erwirkte. Tatsächlich steht Dr. Ansay ja aktuell wegen verschiedener Aspekte seiner Geschäftstätigkeit in der Kritik von ganz verschiedenen Seiten, wovon die einstweilige Verfügung von Remexian wohl eine der am wenigsten Sorgen bereitende Angelegenheit ist. Trotzdem wollten wir natürlich auch etwas über die Motivation dahinter erfahren und befragten Stefan Adomeit, der Remexian seit 20218 mit Francesco Baganz aufbaut und führt, unter anderem auch darüber. Hier das schriftlich geführte Interview, welches wegen dieser Form aber leider keine spontanen Nachfragen erlaubte.
Was ist Ihre persönliche Sicht auf Cannabis? Ist es für Sie nur eine Medizin, die Sie mit Remexian vertreiben, oder auch eine empfehlenswerte Alternative zur Volksdroge Alkohol?
Cannabis ist in erster Linie eine wertvolle medizinische Ressource und bemerkenswert vielseitig. Die Pflanze bietet zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, um etwa Symptome bei
verschiedenen Krankheiten zu lindern. Dieses therapeutische Wirkungspotenzial unterscheidet Cannabis beispielsweise von Alkohol, der als gesellschaftlich akzeptierte Droge oft zu gesundheitlichen Problemen führt. Der Gebrauch von Cannabis als Genuss- und Arzneimittel erfordert einen klaren regulatorischen Rahmen, um Missbrauch vorzubeugen. Es ist wichtig, dass die Öffentlichkeit gut informiert ist und dass medizinische Versorgung und Freizeitkonsum klar voneinander getrennt werden. Unser Fokus bei Remexian Pharma liegt klar auf dem medizinischen Nutzen der Cannabispflanze und der sicheren Versorgung der Patienten und Patientinnen.
Welchen konkreten medizinischen Wert sehen Sie in Cannabis? Und haben Sie irgendeine konkrete Mission, die Sie mit Ihrer Firma verbinden?
Cannabis wird in der Schmerztherapie angewandt oder auch in der Behandlung von Epilepsie, Multipler Sklerose oder dem Tourette-Syndrom. Die Pflanze ist besonders interessant für Patienten und Patientinnen, die
Ich bin kein Mediziner, sehe aber gute Gründe, Cannabis den Medikamenten zuzuordnen.
auf konventionelle Medikamente nicht ansprechen oder ihre Therapie ergänzen möchten. Unsere Mission ist es, die Vorteile der Cannabinoide durch eine kosteneffiziente Versorgung sicherzustellen und damit die Lebensqualität der Patienten und Patientinnen zu verbessern.
Stimmt der Begriff “Medizin” oder “Heilmittel” überhaupt rein fachlich im Zusammenhang mit Cannabis, wenn dieses zwar viele Symptome lindert, aber selbst gar nicht tatsächlich zu heilen vermag?
Ich bin kein Mediziner, sehe aber gute Gründe, Cannabis den Medikamenten zuzuordnen. Medikamente oder Arzneimittel sollen nach unserer
gängigen Definition entweder Krankheiten heilen, sie verhindern oder aber zumindest lindern. Viele Medikamente, wie etwa Schmerzmittel, haben primär eine symptomlindernde Funktion. Cannabis erweitert diese Palette an medizinischen Optionen. Umso wichtiger ist es, dass die Einnahme – wie bei jeder Medizin – durch einen Arzt oder eine Ärztin fachlich begleitet werden.
Kann man Cannabis als Medizin und Cannabis als Freizeitdroge in der Praxis überhaupt voneinander trennen? Viele Freizeitkonsumenten nutzen Cannabis - oft ohne es selbst zu erkennen - ja auch medizinisch… Zwischen medizinischem und freizeitorientiertem Gebrauch zu unterscheiden, ist wichtig, um allen Anwenderinnen und Anwendern eine sichere Nutzung zu ermöglichen und Missbrauch zu vermeiden. Nur wenn der Zugang zu medizinischem Cannabis durch ärztliche Ver-
schreibung erfolgt und die pharmazeutischen Produkte strengen Standards genügen, ist die Sicherheit und Wirksamkeit für Patientinnen und Patienten gewährleistet.
Was halten Sie von den geplanten Änderungen des MedizinalCannabisgesetzes?
Wir begrüßen jeden Vorstoß, der die Verfügbarkeit von medizinischem Cannabis für Patienten und Patientinnen sicherstellt. An erster Stelle steht für uns: All jene, die mit medizinischem Cannabis nachweisliche Therapieerfolge erzielen, sollten zuverlässig mit sicheren pharmazeutischen Produkten versorgt werden können.
Erwarten Sie eine oder mehrere konkrete Änderungen des derzeitigen Medizinal-Cannabisgesetzes und unterstützen Sie diese?
Wir unterstützen Maßnahmen, die klare Rah-

menbedingungen für die sichere und kontrollierte Abgabe von Medizinalcannabis schaffen. Aktuell wird unter anderem diskutiert, ärztliche Cannabis-Verschreibungen aus dem Ausland weiter einzuschränken. Dieser nachvollziehbare Schritt birgt einen Zielkonflikt. Einerseits ist der persönliche Arztkontakt für eine qualifizierte Cannabis-Therapie sinnvoll. Andererseits ist dieser heute aus unserer Sicht nicht mehr zwingend an ein Gespräch in der Arztpraxis gebunden. Gerade in ländlichen Regionen leiden Patienten und Patientinnen zudem bereits unter einem erheblichen ärztlichen Versorgungsengpass. Es wäre nicht im Sinne dieser Anwendenden, den Zugang zu medizinischem Fachpersonal weiter zu erschweren.
Sehen sie die derzeit praktizierte und vielerorts in der Kritik stehendeTelemedizin in Gefahr abgeschafft oder verändert zu werden? Die Telemedizin hat sich als wirkungsvolles Werkzeug erwiesen, um den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen zu erleichtern. Aktuelle Entwicklungen zeigen allerdings, dass einige Plattformen bestehende Gesetze umgehen. Darum befürworten wir, telemedizinische Dienstleistungen klar zu reglementieren und die Einhaltung der rechtlichen Grundlagen entsprechend zu prüfen. Regelverstöße müssen geahndet werden.
Befürworten Sie eigentlich die in Deutschland praktizierte Teillegalisierung von Cannabis und dem damit einher
gehenden Heimanbau dieser Pflanze? Es gibt Vor- und Nachteile der Teillegalisierung, wie sie in Deutschland gehandhabt wird. Wir sind dafür, klare Regelungen zu schaffen, um sicherzustellen, dass Cannabis unter sicheren Bedingungen genutzt und Missbrauch verhindert wird.
Das in der Vergangenheit oft gehörte Argument, dass Freizeitkonsumenten den echten Patienten das knappe medizinische Cannabis wegnehmen, ist ja längst nicht mehr haltbar bei der großen Menge der aktuell angebotenen Cannabisblüten - was also spricht dagegen, dass man auch für kleinere Beschwerden wie Schlafstörungen oder Appetitlosigkeit Cannabis auf Rezept erhalten und frei Haus geliefert
Verletzen Cannabis-Online-Apotheken und Dienstleister wie “Dr. Ansay” Ihrer Meinung nach bestehende Gesetze oder nutzen sie nur die bestehende Marktund Gesetzeslage clever aus? Einige Plattformen bewegen sich in rechtlichen Grauzonen. Die von uns gegen “Dr. Ansay” erwirkte einstweilige Verfügung zielt darauf ab, sicherzustellen, dass alle Anbieter bestehenden rechtlichen Vorgaben folgen. Ein Verstoß gegen das Heilmittelwerbegesetz oder andere regulatorische Vorgaben kann das Vertrauen in den gesamten Markt beeinträchtigen und den Zugang zu sicherem medizinischem Cannabis gefährden.
Haben Sie deshalb gegen die Telemedizin-Plattform “Dr. Ansay” eine
Die Telemedizin hat sich als wirkungsvolles Werkzeug erwiesen, um den Zugang zu medizinischen Dienstleistungen zu erleichtern.
bekommen kann?
Der Zugang zu Cannabis sollte auf medizinischer Notwendigkeit basieren, um Missbrauch zu verhindern. Über die entsprechenden Leitlinien entscheiden die medizinischen Fachgesellschaften.
ländlichen Gebieten wohnen oder eingeschränkte Mobilität haben. Dennoch müssen Telemedizin-Dienste rechtskonform arbeiten, und der Zugang zu Medizinalcannabis sollte ausschließlich Patienten vorbehalten sein. Wir unterstützen die Telemedizin, wenn sie mit den geltenden Gesetzen im Einklang steht und die Patientensicherheit gewährt bleibt.
Wo sollten sich gelegentliche Freizeitkonsumenten, die keine Ambitionen haben, selbst anzubauen oder einem CSC beizutreten, Ihrer Meinung nach mit Cannabis versorgen? Freizeitkonsumenten haben seit 2024 die Möglichkeit, legales und sicheres Cannabis zu beziehen. Dieser Schritt sorgt für Rechtssicherheit und trägt auch zur Entstigmatisierung der deutschen Cannabis-Kultur bei. Als Pharmagroßhändler konzentrieren wir uns aber auf medizinisches Cannabis.
einstweilige Verfügung erwirkt? Oder was wollen Sie damit ganz konkret erreichen?


Unsere Motivation lag in dem Ziel, den Markt für medizinisches Cannabis sicher und fair zu gestalten. Es ist unser Anliegen, dass alle Anbieter bestehende gesetzliche Regeln respektieren. “Dr. Ansay” hat mit seinen Praktiken gegen solche Standards verstoßen, wie das Gericht bestätigt hat. Indem wir eine einstweilige Verfügung erwirkt haben, möchten wir sicherstellen, dass irreführende Praktiken vermieden werden und dass Patienten Zugang zu legitim verschriebenem Cannabis haben, ohne den Zwängen unlauterer Geschäftspraktiken ausgesetzt zu sein.
Und in welchem Zeitrahmen glauben Sie, diese Ziele realistischerweise erreichen zu können?
Ein rechtlicher Prozess kann komplex und zeitaufwändig sein, insbesondere bei Plattformen, die in Nicht-EU-Ländern ansässig sind. Die einstweilige Verfügung ist für uns ein Erfolg, da wir uns darin bestätigt sehen, dass die Gesetze in Deutschland im Sinne der Patientensicherheit funktionieren.
Sehen Sie noch eine Chance dafür, dass die ursprünglich geplante Säule II des CanG – also Cannabisverkaufsstellen für Freizeitkonsumenten – unter Friedrich Merz noch umgesetzt werden kann? Wie sich der rechtliche Rahmen entwickeln wird, hängt von vielen Faktoren ab. Eine politische Prognose fällt mir deshalb schwer. Für uns als Remexian Pharma steht der medizinische Einsatz von Cannabis im Fokus.
Können Sie die vielen Cannabiskonsumenten verstehen, die Möglichkeiten der Telemedizin genutzt haben bzw. nutzen, um sich legal mit medizinischem Cannabis zu versorgen? Das ist ja letztendlich auch im Sinne unserer Regierung, die mit der Legalisierung ja den Schwarzmarkt eindämmen wollte...
Die Nutzung der Telemedizin bietet viele Vorteile, vor allem für Patienten, die in
Welche Zukunft sehen Sie für Cannabis als Medizin in Deutschland und wird diese eher positiv oder negativ sein? Ich sehe eine positive Zukunft für medizinisches Cannabis in Deutschland. Mit den richtigen regulatorischen Rahmenbedingungen und einem steigenden Bewusstsein für die therapeutischen Vorteile kann der Cannabis-Markt weiter wachsen. Unser Ziel bei Remexian Pharma ist es, diesen Weg aktiv mitzugestalten und durch breit verfügbare, sichere Produkte die medizinische Versorgung zu optimieren. Alles klar, hoffen wir, dass Ihre Vision von einer positiven Zukunft für medizinisches Cannabis in Deutschland bald Realität wird. Die ausreichende Versorgung der deutschen Bevölkerung mit Cannabisblüten ist ja - auf dem einen oder anderen Wege - schon heute sichergestellt. Und das ist auch gut so.

NACHTRAG:
Kurz nach dem Interview stießen wir noch auf die folgende Nachricht über Remexian: “Viele medizinische Cannabisblüten werden in Deutschland bestrahlt. Das dient der Produktsicherheit, um Mikroorganismen wie Schimmel, Bakterien und Pilze zu eliminieren. Ganz so einfach ist die Umsetzung für Hersteller allerdings nicht: Für jedes Kultivar muss eine separate Lizenz vorliegen. Der Hersteller Remexian ist nun in die Kritik geraten, weil er mehrere Kulturen mit derselben Lizenz bestrahlt haben soll.” Hätten wir davon vor unserem Interview gewusst, hätten wir dazu natürlich auch noch (mindestens) eine Frage gestellt...
Lifestyle
Text: Martin Müncheberg
Freak Brothers - die Serie
Seit Ende März nun auch in Deutschland auf Netflix (und damit auf deutsch) verfügbar: Die Freakbrother-Serie, basierend auf den Kult-Comics von Gilbert Shelton. Zum Inhalt: Die drei Freaks Freewheelin’ Franklin, Phineas und Fat Freddy besuchen im Jahre 1969 das legendäre Woodstock-Festival. Dort soll laut Gerüchten das beste je in Umlauf gebrachte Cannabis-Extrakt zu bekommen sein. Und tatsächlich: Bei einem indischen Guru erwerben sie schließlich das Elixier. Zurück daheim träufeln sie es auf einen Joint, rauchen diesen gemeinsam mit Fat Freddys Kater und erleben anschließend einen mächtigen Rausch. Anschließend fallen sie in einen komatösen Schlaf aus dem sie erst fünfzig Jahre später aufwachen – und zwar im San Francisco des Jahres 2020. Sie gelangen folgerichtig zu dem Schluss, dass das Elixier sie auf eine Zeitreise in die Zukunft geschickt hat. Während sie nun nach einem Weg zurück in „ihr“ Jahr 1969 suchen, haben sie mit zahlreichen Tücken unserer modernen Welt zu kämpfen, die sie zu großen Teilen natürlich nicht verstehen können. Politische Korrektheit, Wokeness und Smartphones treffen hier auf die anachronistisch agierenden Freaks, was zu zahlreichen amüsanten Reibereien führt.


Good Luck, Have Fun, Don‘t Die
Ein namenloser Mann aus der Zukunft landet in den heutigen USA – genauer gesagt in einem typischen Diner. Schnell offenbart er, dass er auf der Suche nach Freiwilligen ist, die mit ihm die Welt retten wollen. Schließlich findet er einige Personen, die sich ihm mehr oder minder freiwillig anschließen wollen beziehungsweise müssen, und zieht mit ihnen in die Schlacht gegen eine bevorstehende KI-Epidemie. Von Anfang an ist allerdings auch eine Sache klar: Man kann der KI zwar den Kampf ansagen, aber leider ist sie schon so weit fortgeschritten, dass es schwer wird, sie vollends loszuwerden. Das ist auch der Grund, weshalb die bunte Truppe die KI nicht zerstören, sondern Sicherheitsprotokolle installieren will, die sie eindämmen sollen... „Good Luck, Have Fun, Don‘t Die“ ist ein Filmspaß voller absurder Wendungen, für den der Regisseur einen überspitzt witzigen Ansatz wählte, um uns vorzuführen, dass manche Menschen schon recht verblödet sind – und die KI am Ende gar nicht sooo böse ist. Gut geeignet für einen THC-geschwängerten Filmeabend.
Marteria: „Zum Glück in die Zukunft III“
Das neue Marteria-Album enthält 11 neue, von The Krauts produzierte Tracks, veröffentlicht über sein eigenes Label MARMUSIC. Die drei vorab veröffentlichten Singles deuten auch die Richtung des Albums an: „Babylonia“ (erschienen am 5. September 2025) ist der atmosphärische Opener, „L.I.E.B.“ (17. Oktober 2025) der persönliche Track und „MEINS!“ (5. Dezember 2025) die Ansage. Marteria hat in Interviews das Album als „indirekt politisch und extrem persönlich“ beschrieben, sein Cannabis liebendes Alter-Ego Marsimoto hat er ja schon im Dezember 2024 offiziell beendet. Was „indirekt politisch“ bei Marteria bedeutet, lässt sich an seiner Biografie ablesen: Ein Kind der Nachwendezeit aus Rostock-Lichtenhagen, aufgewachsen zwischen Plattenbau und Ostsee, der seinen Weg durch Fußball, Modeln und Rap gefunden hat. Marteria predigt dabei nie. Er erzählt. Das hat ihn schon 2010 von der Deutschrap-Masse unterschieden, und das wird wohl auch 2026 funktionieren.

Send Help
In „Send Help“ stranden eine sozial ungeschickte Zahlenmeisterin und ihr sexistischer Schnösel-Chef gemeinsam auf einer einsamen Insel und man weiß erst gar nicht, in welche Richtung sich der Film entwickelt. Wird es eine klassische SurvivorStory oder ein Liebesfilm? Oder ist es ein Horror- oder Abenteuerfilm? Könnte es auch eine schwarze Komödie sein? Tatsächlich stecken Elemente von all diesen Genres in diesem Film, der zwar nicht das angekündigte Horror-Comeback von Sam Raimi darstellt, sondern einen gelungenen Genre-Mix, der es durchgehend versteht zu unterhalten. Das Ganze macht einfach Spaß, weil die (übersichtliche) Besetzung gut und voller Spielfreude ist. Auch das Ende überzeugt – vor allem, weil man es (so) einfach nicht erwartet...
World Wide Weed ist der erste globale Cannabisführer, der nicht nur den rechtlichen Status von Cannabis in jedem Land beleuchtet, sondern auch tief in die jeweilige Geschichte, Kultur und Szene eintaucht. Basierend auf über 100 bereisten Ländern und jahrzehntelanger Fachrecherche liefert dieses Buch ein ebenso informatives wie unterhaltsames Bild der weltumspannenden Kulturpflanze Cannabis. Garniert mit Fakten, Anekdoten und praktischen Tipps – und damit ideal für Reisende, Neugierige, Konsumenten und alle, die einfach wissen wollen, wie hanfgrün unsere Welt wirklich ist. Stefan Haag, seit Jahrzehnten auf den Spuren unserer Lieblingspflanze unterwegs, berichtet über Konsumrealitäten, Gesetzeslücken, Klassiker und Kuriositäten –vom Ganja-Shop in Thailand bis zu den ewigen Haschgründen Marokkos..



Von Johnny Stardust
Günstige Cannabissamen sind ein kontrovers diskutiertes Thema. Häufig werden sie mit instabiler Genetik in Verbindung gebracht, also mit einer hohen Streuung an Phänotypen oder einer erhöhten Neigung zur Zwitterbildung. Auch ich habe preiswertem Saatgut lange mit einer gewissen Skepsis gegenübergestanden. Zu groß war die Sorge, am Ende Zeit, Platz und Energie in Pflanzen zu investieren, die den eigenen Erwartungen nicht gerecht werden. Letztlich war es jedoch die Neugier, die überwog, und ich beschloss, mir selbst ein Bild zu machen.

Nach einem Überblick über das aktuelle Niedrigpreissegment fiel meine Wahl auf die Sorte Special Lime Haze von Bulk Seeds. Eine Fünferpackung kostete 17,50 Euro, was einem Preis von 3,50 Euro pro Samen entspricht. Für Außenstehende mag auch das noch hoch erscheinen, im Vergleich zu etablierten Seedbanks ist dieser Preis jedoch ausgesprochen niedrig. Die Frage war also: Kann eine günstige Version eines Klassikers überzeugen?
Als genetische Vorlage dient die legendäre Super Lemon Haze von Greenhouse Seeds, die im Jahr 2008 den ersten Platz beim High Times Cannabis Cup belegte. Aus niederländischen Coffeeshops kenne ich diese Sorte als äußerst aromatisch, mit ausgeprägten Zitronennoten, einer typischen Haze-Würze und einer stark zerebralen, euphorischen Wirkung. Entsprechend gespannt war ich, wie nah die günstige Interpretation diesem Original kommen würde.

tig die Entwicklung der Seitentriebe zu fördern. Diese Maßnahme diente letztlich weniger einer direkten Ertragssteigerung, sondern vielmehr der besseren Raumausnutzung und einer gleichmäßigeren Lichtverteilung.
Blütephase
Nach 2,5 Wochen Vegetation wurde die Blüte durch die Umstellung auf einen 12/12-Lichtzyklus eingeleitet. Die Pflanzen reagierten mit einem deutlichen Stretch und verdreifachten ihre Höhe in den ersten drei Blütewochen nahezu. Ab der dritten Blütewoche zeigten sich die ersten weißen Blütenstempel und im weiteren Verlauf wurde klar, dass sich zwei unterschiedliche Phänotypen entwickelten.
Phänotyp 1 bildete eher kleinere, dafür sehr kompakte und harte Blüten mit starkem Harzbesatz. Das Aroma war intensiv, jedoch weniger zitronig als erwartet und stärker in Richtung Skunk ausgeprägt.
Phänotyp 2 entwickelte etwas größere, nicht ganz so feste Buds, überzeugte jedoch mit deutlich ausgeprägten Zitronen- und Haze-Noten. Zudem benötigte dieser Phänotyp etwas länger bis zur vollständigen Reife. Ab der neunten Blütewoche wurde die Nährstoffversorgung eingestellt und ausschließlich mit klarem Wasser gegossen.


Genetik
Wie auch das Vorbild basiert die Special Lime Haze auf einer Kreuzung aus Lemon Skunk und Super Silver Haze. Laut Hersteller handelt es sich um eine feminisierte Hybridsorte mit sativadominanter Ausrichtung. Der THC-Gehalt wird mit 22 bis 24 Prozent angegeben, während der CBD-Anteil bei niedrigen 0,23 Prozent liegen soll. Diese Werte deuten auf eine durchaus potente Sorte hin, die sowohl geschmacklich als auch in ihrer Wirkung einiges zu bieten haben könnte.
Equipment
Als Substrat kam BioBizz All-Mix zum Einsatz. Gedüngt wurde ebenfalls mit BioBizz. Beleuchtet wurde mit der dimmbaren „Europe“-LED-Lampe von Greenception, die ein für Wachstum und Blüte geeignetes Vollspektrum bietet. Gegrowt wurde in 11-Liter-Endtöpfen.
Keimung
Die Keimung erfolgte klassisch im feuchten Küchenpapier an einem dunklen Ort. Beide Samen keimten innerhalb von etwa 32 Stunden. Auffällig war dabei die kräftige Ausprägung der Keimwurzeln. Die gekeimten Samen wurden direkt in ihre Endtöpfe gesetzt, etwa einen Zentimeter tief ins Substrat. Nach weiteren 48 Stunden zeigten sich die Sämlinge an der Oberfläche und der Beleuchtungszyklus wurde auf 18 Stunden Licht und 6 Stunden Dunkelheit eingestellt.
Vegetationsphase
Bereits in den ersten Tagen zeigte sich die ausgeprägte Wuchskraft der jungen Pflanzen. Das Wachstum verlief schnell. Beide Pflanzen sahen sehr vital aus. Nach zwei Wochen entschied ich mich dazu, ein sanftes LowStress-Training anzuwenden, in dem ich den Hauptrieb etwas heruntergebunden habe. Ziel war es, die Höhe zu kontrollieren und gleichzei-
Ernte und Trocknung Geerntet wurde, als etwa zehn Prozent der Trichome bernsteinfarben waren, während der Großteil milchig erschien. Das war bei Phänotyp 1 nach 10 Blütewochen und bei Phänotyp 2 nach 11,5 Blütewochen der Fall. Beide Pflanzen wurden als Ganzes abgeschnitten und kopfüber zum Trocknen aufgehängt. Getrimmt wurde erst nach dem Trocknen, das über neun Tage bei Temperaturen zwischen 19 und 22 Grad sowie einer relativen Luftfeuchte von 45 bis 55 Prozent erfolgte. Anschließend durften die Buds acht Wochen in Grove Bags reifen.
Der Ertrag belief sich auf 15,3 Gramm Trockengewicht bei Phänotyp 1 und auf 20,2 Gramm bei Phänotyp 2. Ich gebe zu, dass der Ertrag gerne etwas höher ausfallen hätte dürfen, aber angesichts der kurzen Vegetationszeit war er dennoch akzeptabel.
Fazit
Geschmacklich konnte vor allem Phänotyp 2 überzeugen, während sich die Wirkung bei beiden Exemplaren sehr ähnlich zeigte: zunächst klar und zerebral, später angenehm entspannend. Insgesamt liefert die Special Lime Haze ein rundes und potentes Ergebnis ohne negative Überraschungen. Es kam zu keiner Zwitterbildung, es traten keine Probleme während der Kultivierung auf, und auch qualitativ gibt es wenig zu beanstanden. Für Grower, die günstiges Saatgut ausprobieren möchten, stellt diese Sorte eine durchaus interessante Option dar.


Von Robert Brungert
Zwei Jahre ist es her, als viele nicht mehr daran glaubten, dann war es da, unser CanG, unterteilt in das Konsum CanG, Medizin CanG und weitere Kapitel. Euphorie herrschte im ganzen Land und selbst international war die Freude über diese „Deutsche Legalisierung“ groß. Viele hoffen, dass ihre Nationen unter dem Einfluss der „Lokomotive Deutschland“ mitziehen.

Sicherlich gibt es Gewinner – Konsumenten, die auf die Einhaltung der Benimm-Regeln achten, sind jetzt auf der sicheren Seite. Sie dürfen sogar selber anbauen oder sich in Anbaugemeinschaften (oder kurz CSCs - Cannabis Social Clubs) selber versorgen. Einige freuen sich auch über die erlassene Haftstrafe oder darüber, dass die Grenzwerte im Straßenverkehr von 1 auf 3,5 ng/ml Blutserum erhöht wurden. Doch was ist mit den Unternehmern der Cannabisbranche? Die große Euphorie lässt hier und da die Kassen klingeln. Doch insgesamt dürften die meisten Cannabis-Unternehmer mehr als enttäuscht sein. Sie werden durch das nicht gewinnorientierte KcanG einfach ausgeklammert.
Das vermutlich beste Beispiel für diese These ist die nachträgliche Änderung des KCanG. Für einfache Konsumenten trat es am 1. April 2024 in Kraft. Für die Anbaugemeinschaften jedoch erst am 1. Juli 2024. Viele dieser CSCs waren in der Vorbereitungsphase, und auch Unternehmer wollten in der Branche Fuß fassen. Eine Idee beider Parteien lautete, dass Unternehmen sogenannte Cannabis-Hubs gründen. Hier könnten die CSCs Kapazitäten buchen und den ganzen Anbau outsourcen.
Wäre das nicht möglich, könnten Unternehmer die voll eingerichteten Räume zur Verfügung stellen. Die Mitglieder der CSCs würden diese mieten und selber anbauen. Oder mehrere CSCs pachten gemeinsam und ergänzen sich. In diesen Zeiten des Umbruchs sind der Kreativität und Fantasie keine Grenzen gesetzt. Und das erdrückende Problem der sechsstelligen Vorfinanzierung dieser gesicherten Anbauräume wäre vom Tisch gewesen – mittellose CSCs hätten geerntet!
Auf den Punkt gebracht: Einige Unternehmen wollten über die Cannabis-Hubs am KCanG Geld verdienen und vermutlich nicht wenig.
Genau das widerspricht dem Grundgedanken des KCanGs, unser Gesetzgeber hat mit der Änderung vom 20.06.2024 diese Canna bis-Hubs sehr erschwert und kommerzielle Cannabis-Hubs komplett verboten. Das sollten wir immer im Hinterkopf behalten, es gehört zu unserer Normalität, dass Gesetze angepasst werden und sich damit ändern.
Es gibt bereits CSCs, die für den eigenen Anbau kein Konzept haben und sich wieder auflösen. Andere wollen eigentlich weiter bestehen, wissen aber nicht, wie sie die hohen Startinvestitionen vorfinanzieren können. Auch deswegen hat ein ganzer Teil bereits aufgegeben oder bislang keine Be willigung erhalten. Cannabis-Hubs hätten alles beschleunigt.
Ein weiterer Gedanke: Der legale Anbau von Konsumcannabis wäre mit geringeren Auflagen als der Anbau von medizinischem Cannabis verbunden. Hier steckt also das ganz große Geld für alle, die nicht wie ein Pharma-Unternehmen aufgestellt sind. Und genau hier wird sehr darauf geachtet, dass Unternehmen nicht zum Zug kommen.
Nicht nur der kommerzielle Anbau, auch die Abgabe in Coffee-Shops ist nicht erlaubt. Selbst CSCs müssen sich an Konsumverbote halten und dürfen in ihren Räumen keine Kiffer-Bewirtung anbieten. Wenn bezahlte Arbeitsplätze ein Argument der Legalisie rung sind, dann ist hier das komplette Po tenzial verschenkt. Nur zur Information: Das KCanG ist keine Legalisierung, es ist lediglich eine eng gesteckte Entkriminalisierung.
Andererseits ist die Nachfrage nach Can nabissamen, Lampen, Dünger, Growzelten usw. vermutlich explodiert. Das Verbot hat früher zwar niemanden vom Konsum abgehalten, viele wollten aber ganz unauf fällig bleiben und immer nur kleine Mengen
haben. Eigenanbau war ihnen bislang zu riskant, das hat sich nun geändert.
Hier verdienen die Unternehmen jedoch nur ums Eck. Außerdem ist die Konkurrenz in vielen Produktgruppen erdrückend, die Gewinnspannen bleiben übersichtlich. Eventuell ist es auch nur Euphorie, welche die Kassen kurz klingeln lässt. Ebbt nach dem Strohfeuer alles ab?
Vermutlich sind die meisten Cannabis-Unternehmer mit dem KCanG alles andere als zufrieden. Sie müssen sozusagen wie ein Hund vor dem Supermarkt draußen bleiben.
Und wo ist das Problem für uns Konsumenten? Was interessieren uns schon die Gewinne unserer Cannabis-Unternehmer?
Genau dieser Aspekt sollte uns aber doch interessieren. Wer viele bezahlte Arbeits -
plätze und insgesamt erhebliche Steuern und Sozialabgaben generiert, hat gesellschaftlich ein ganz anderes Gewicht. Auch in anderen Bereichen ist es so, dass die Wirtschaft ihre Interessen durchdrückt und gelegentlich selbst unsere Politiker vor sich her scheucht. Mehr Geld im legalen Cannabis-Universum würde die ganze von uns gewünschte Entwicklung beflügeln.
Es soll jedoch nicht bedeuten, dass überzogene Preise oder hohe Steuern für Konsumcannabis zu begrüßen wären. Solange der legale Markt nicht attraktiver als das illegale Angebot ist, wird die Initialzündung nicht erfolgen. Der legale Markt sollte die Preise also eher unter- als überbieten und zugleich das bessere Angebot machen.
Ist das CanG der neue Status quo? Dies bleibt zu befürchten. Mit dem KCanG wird unserer Cannabis-Wirtschaft die Luft abgedrückt und wer soll den nötigen Druck auf schwarze Regierungen schon machen? Wann sich die nächste Regierung ohne CDU/ CSU bilden kann, steht in den Sternen.

NL5XHAZE X BAY BURGER


Text & Fotos: Derrick Bergman
Der niederländische legale Cannabisproduzent Holigram ist tief in der dortigen Cannabis-Szene verwurzelt. Sie arbeiten mit versierten lokalen Growern und mit Jetze de Raad, dem Gründer des Düngerherstellers BioBizz, zusammen. Aus dieser Kooperation ging ein außergewöhnlicher Cannabisanbaubetrieb hervor.
Jetze de Raad, in den 1990er Jahren Student an der Universität Wageningen (einer renommierten Agraruniversität in den Niederlanden, Anm. d. Red.), arbeitete bei Positronics, dem legendären Growshop von Wernard Bruining in Amsterdam. Im hinteren Bereich des Shops entwickelte er einen organischen Pflanzendünger für Cannabis. Nach der Insolvenz von Positronics gründete De Raad BioBizz in Groningen und baute es zu einem multinationalen Unternehmen mit Millionenumsätzen aus. Mittlerweile arbeitet er mit Holigram zusammen, um legales Marijuana zu produzieren.
Die Produktionsstätte von Holigram befindet sich im äußersten Nordosten der Niederlande, nur einen Steinwurf von der deutschen Grenze entfernt, im Dorf Nieuw Beerta. Nachhaltigkeit besitzt für das Unternehmen höchste Priorität. Die Anlage verbraucht kein Erdgas, die Dächer sind mit Solarmodulen bedeckt, auch LED-Beleuchtung und Wasserrecycling tragen zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks bei.
Die Gärtnerei ist in vielerlei Hinsicht einzigartig. Von der Gemeinde wurde keine Genehmigung für einen quadratischen Gebäudekasten erteilt, sie verlangte stattdessen Schrägdächer auf den Produktionshallen, passend zu den Bauernhäusern der Region. Der Gewächshausbetrieb ist an ein wunderschönes Bauernhaus angebaut und fügt sich harmonisch in die Landschaft ein. Ebenfalls einzigartig: Holigram baut in zwei Ebenen an, um den verfügbaren Raum optimal zu nutzen. Von den achtzehn Anbauzellen waren während unseres Besuchs zehn in Betrieb.
John, ein bekannter lokaler Grower, der nun exklusiv für Holigram arbeitet, führt uns zusammen mit einem seiner italienischen Cannabisanbau-Experten herum. Wir beginnen im Anbauraum, wo die Sub Zero geerntet wird. Die Pflanzen sehen fantastisch aus. Ihre kompakten Blütenstände
sind so voller Trichome, dass sie weiß erscheinen und sich wunderschön von den dunkelvioletten Blättern abheben. Das intensive Aroma erinnert an Mandarine. Stolz sieht John zu, wie Mitarbeiter in roter Arbeitskleidung die Pflanzen zurechtschneiden und an Transportgestellen aufhängen.
Trimmbehälter
Holigram hat verschiedene Substratmischungen getestet und sich für Kokosfasern als Medium entschieden. Das gesamte Marijuana wird von Hand zurechtgeschnitten. Die Trimmer verwenden „Trim Bins“, in denen die abfallenden Trichome aufgefangen werden. Dieses Pulver wird in der Hasch-Abteilung zu klassischen Haschischplatten gepresst. Holigram produziert auch Joints, aber noch keine Edibles. Der Fokus liegt auf der Optimierung des Anbaus. Erst wenn dieser vollständig unter Kontrolle ist, werden Edibles ins Spiel kommen.
Wie alle Cannabis-Testanbauer sieht auch Holigram - für die meisten Konsumenten ist der THC-Gehalt das wichtigste Kriterium. Sorten mit weniger als 20 % THC lassen sich schwer verkaufen, sagt Patrick, Account Manager der ersten Stunde und ein Veteran der Cannabisbranche. „Es ist wirklich eine Schande, denn der THC-Gehalt allein sagt nur wenig über eine Sorte aus. Das Terpenprofil ist wichtiger. Und der Entourage-Effekt, das Zusammenspiel von Cannabinoiden und Terpenen, ist der entscheidende Faktor.“
FOMO
Patrick hat festgestellt, dass die Coffeeshops im Wietexperiment unter FOMO leiden - Fear Of Missing Out (Angst, etwas zu verpassen) „Deshalb kaufen sie jede Cannabissorte, die sie kriegen können. Die riesige Auswahl führt aber zu einer Überforderung der Kunden, die dann lieber auf ihnen schon bekannte Sorten zurückgreifen. Dabei gibt es so viel exzellenten Stoff - nicht nur bei uns, sondern von allen Anbauern.“




Die Regale lassen sich auseinanderschieben, um die Pflanzen besser zu erreichen Durch den Cannabisanbau in zwei Ebenen wird der verfügbare Raum optimal genutzt



Computerbildschirm der „Water Factory“


Die Stecklingsabteilung




Die Trichome werden in eine Form gegeben und anschließend zu einer Platte gepresst

Die Gärtnerei ist einem monumentalen Bauernhaus angegliedert


Einige verpackte Produkte

Der Trockenraum

Alle Marijuana-Trimmer nutzen einen Auffangbehälter für die Trichome
Holigram - Zahlen und Fakten
Ort: Nieuw Beerta
Anzahl der Beschäftigten: 75
Netto-Anbaufläche: 3.000 m2
Anzahl der Marijuanasorten: 10 (65 Sorten in der Sammlung)
Anzahl der Pflanzen: ca. 12.000
Substrat: Kokosfaser
Bekannte Cannabissorten: Koolato, Wilson Zero, Chauffeur, OG Kush Breath 2.1

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Übersetzungen: Helmut Schöffler
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Soft Secrets ist ein im Abstand von zwei Monaten erscheinendes kostenloses Magazin, das in den Niederlanden (dort als “Highlife”), Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Polen, der Tschechischen Republik und Chile erscheint. Weltweit erleben wir derzeit einen Prozess der relativen Liberalisierung hinsichtlich des Cannabiskonsums, sei es für medizinische
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