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NIEDERLÄNDISCHER MODELLVERSUCH ZU LEGALEM MARIHUANA TRITT IN NEUE ENTSCHEIDENDE PHASE In den Niederlanden tritt der sog. „Wiet Proef“ (Marihuana-Experiment) in eine nächste, entscheidende Phase. Seit dem 7. April 2025 verkaufen in zehn niederländischen Gemeinden - Almere, Arnheim, Breda, Groningen, Heerlen, Hellevoetsluis, Maastricht, Nijmegen, Tilburg und Zaanstad - alle Coffeeshops nur noch legal angebautes Marihuana. Die dortigen Coffeeshops dürfen nicht mehr an der „Hintertür“ von illegalen Growern kaufen, wie es jahrzehntelang geduldet wurde. Jetzt ist es fast achtzig Coffeeshops nur noch erlaubt, von einer ausgewählten Gruppe von Produzenten zu kaufen, die an dem offiziellen Projekt teilnehmen.
Fribourg Fri bourg Rue De Romont 10 CH - 1700 Fribourg Tel. +41 34 422 42 95
TrendShop Trend Shop Kramgasse 3 CH - 3011 Bern Tel. +41 31 311 40 18
GrowCenter Grow Center Worblentalstrasse 30 CH - 3063 Ittigen Tel. +41 31 371 03 07
World Of Vape Neuengass Passage 3 CH - 3011 Bern Tel. +41 31 503 43 43
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Ein historischer Schritt, wie sowohl die Coffeeshop-Besitzer als auch die Cannabisanbauer meinen, denn so wird der berüchtigten „Gedoogbeleid“, der Politik der Toleranz, ein Ende gesetzt. Letztendlich hoffen sie auf eine vollständige Legalisierung von Cannabis, wie sie bereits in vielen anderen Ländern erfolgt ist. Wie die Coffeeshops vermelden, wird legales Marihuana von den Konsumenten gut angenommen. Die Beteiligten sind jedoch besorgt, ob der Übergang völlig reibungslos verläuft. Beliebte legale Marihuanasorten sind nicht immer erhältlich. Haschisch ist hier so gut wie gar nicht zu bekommen, obwohl es sehr häufig konsumiert wird - kürzlich schlugen die Coffeeshops deswegen Alarm. In letzter Minute beschloss die niederländische Regierung, den Verkauf von illegalem, meist marokkanischem Haschisch noch einige Monate lang zu dulden, in der Hoffnung, dass auch das legale Angebot wächst. Nach der Regierung gibt es zwar genug Marihuana, aber nicht genug hochwertiges Haschisch. Die Befürchtung, dass es auch zu wenig legales Marihuana geben könnte, ist darin begründet, dass noch nicht alle Cannabisanbauer aktiv sind. Von den zehn ausgewähl-
ten staatlich zugelassenen Cannabisproduzenten ist nur die Hälfte voll betriebsbereit. Der Rest befindet sich erst in der Startphase oder hat noch gar nicht angefangen. Nicht allen Unternehmen gelang es, rechtzeitig einen geeigneten Standort zu finden; die Suche und Auswahl von Investoren dauerte länger als erwartet und einige Cannabisanbauer hatten Schwierigkeiten, ein Bankkonto zu eröffnen. Infolgedessen gibt es derzeit noch weniger legale Marihuanaproduktion als erhofft. „Die Absicht war, diese neue Phase mit mehr Anbauern zu beginnen, daher verstehe ich die Sorgen der Coffeeshops“, sagt Rick Bakker, kaufmännischer Direktor von Hollandse Hoogtes, einem der zehn legalen Anbaubetriebe. Vor sechs Monaten begann das Unternehmen mit 15 Mitarbeitern, jetzt sind es 140, die in den Plantagenhallen in Bemmel arbeiten. Pro Woche werden etwa 200 Kilo Marihuana geliefert. Bakker: „Das reicht nicht aus, um alle Coffeeshops zu versorgen, also müssen wir manchmal Nein sagen.“ Die Coffeeshops können sich aber auch an andere Lieferanten wenden. „Ich denke, dass insgesamt mehr als genug produziert wird“. Seiner Meinung gibt es immer genug Auswahl, wenn der Betrieb bei allen Cannabisproduzenten richtig läuft. Hollandse Hoogtes nimmt jede Woche 3.000 Stecklinge von Mutterpflanzen 45 verschiedener Cannabissorten, die in einigen Monaten zu erntereifen Cannabispflanzen heranwachsen. Die Idee besteht darin, jederzeit frisch geerntetes Marihuana zu haben, sodass ständig Lieferungen erfolgen können. Die Verbraucher werden sich an neue Cannabissorten gewöhnen müssen, sagt der Cannabiszüchter Benjamin Selma. Er hatte in den letzten Jahren in den Vereinigten Staaten Cannabis angebaut und arbeitet jetzt für Hollandse Hoogtes. “Der Schwarzmarkt hat sich in 40 Jahren entwickelt, sodass viele verschiedene Cannabissorten überall verkauft werden. Wir sind
gerade sechs Monate im Geschäft, deshalb können wir nicht alles sofort produzieren.” Laut Selma wird dies wettgemacht, indem Konsumenten nun saubereres und qualitativ besseres Cannabis erhalten. „Letztendlich wird das Angebot auch viel diverser sein als jetzt.“ Bis zum völlig legalen Verkauf wird es noch mindestens vier Jahre dauern. Dann wertet die niederländischen Regierung den Modellversuch aus, um zu sehen, ob er fortgesetzt werden kann. Mit dem „Wiet Proef“ (Marihuana-Experiment) will die niederländische Regierung die regulierte Produktion und den Verkauf von Cannabis in den Niederlanden testen. Neben der Qualität werden auch die Auswirkungen auf die Kriminalität und die Öffentliche Gesundheit gemessen. In zehn Testgemeinden dürfen zehn in den Niederlanden registrierte Unternehmen Cannabis an Coffeeshops liefern. Mit den Vorbereitungen wurde 2017 begonnen, aber das erste legale Marihuana war nicht vor 2023 erhältlich. Letztes Jahr durften die Coffeeshops in den zehn Städten auch illegal angebautes Gras verkaufen, aber jetzt wird es nicht mehr geduldet. Einige Coffeeshops haben fast vollständig auf legales Marihuana umgestellt, andere noch nicht.