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PORTUGAL BAUT TONNEN VON MEDIZINISCHEM CANNABIS FÜR DEN EXPORT AN (ABER FÜR EINHEIMISCHE PATIENTEN BLEIBT ES UNERHÄLTLICH) 2023 exportierte Portugal 11 Tonnen Cannabis, aber nur 17 kg wurden innerhalb der Landesgrenzen verkauft. Patienten greifen immer noch auf den Schwarzmarkt zurück, obwohl die Pflanze im Land legal ist.
Vorschriften zu Recht auf Sicherheit und Qualität konzentrieren, bedauert aber die mangelnden Zugriffsmöglichkeiten. Dem Experten zufolge könnte Portugal dem Beispiel anderer europäischer Länder wie Deutschland folgen, wo Apotheken „Magistralrezepturen“ oder für Kunden individuell präparierte Blüten und Extrakte auf der Grundlage medizinischer Rezepte verkaufen dürfen.
Medizinisches Cannabis wurde in Portugal 2018 zugelassen und 2019 reguliert - es ist weltweit das erste Land, das - im Jahr 2001 - den Freizeitkonsum aller Drogen entkriminalisierte. Medikamente, Präparate und Substanzen auf Basis der Cannabispflanze sind für „medizinische Zwecke“ legal. Während Dutzende von Pharmaund Agrarunternehmen nach der Legalisierung von medizinischem Cannabis ins Land strömten, bleibt der Zugang für portugiesische Patienten extrem eingeschränkt.
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Als einziges Produkt werden derzeit in Portugal die Cannabisblüten des kanadischen Herstellers Tilray verkauft, die 18 Prozent THC - wichtigster psychoaktiver Bestandteil der Pflanze - enthalten. Patienten können die Blüten entweder rauchen oder sie mit einem Gerät erhitzen und den Dampf inhalieren. Eine Schachtel mit 15 Gramm kostet 150 € - weit über dem Schwarzmarktpreis - und der Betrag wird von den Krankenkassen nicht zurückerstattet. Darüber hinaus können Cannabisblüten nur Patienten verschrieben werden, die an sieben bestimmten Krankheiten leiden, und bei denen alle anderen „chemischen Optionen” erfolglos geblieben sind. Das Produkt wird von den drei größten Pharmaunternehmen des Landes nicht auf Lager gehalten, und 2023 wurden etwas mehr als tausend
P R Ä S E N T I E RT
Eine weitere Schwierigkeit in der EU ist das Fehlen einer „gegenseitigen Anerkennung“ von medizinischem Cannabis. Während „traditionelle“ Medizin in anderen Ländern verkauft werden kann, wenn sie in einem Land zugelassen ist, sind Cannabispflanzen von diesem Verfahren ausgenommen. Boxen Tilray verkauft, was 17 kg entspricht. Im selben Jahr wurden 11 Tonnen medizinisches Cannabis aus Portugal exportiert, und zwar von den rund 40 Firmen, die sich im Land niedergelassen haben, darunter Somai Pharmaceuticals. Portugal ist gegenwärtig der zweitgrößte Produzent von Cannabis in der EU. Das International Narcotics Control Board (INCB) stellt jedes Jahr nach Ländern die voraussichtliche Produktion von Betäubungsmitteln für medizinische und wissenschaftliche Zwecke zusammen. 2024 deklarierten die portugiesischen Behörden 34 Tonnen medizinisches Cannabis, nur etwas weniger als Spanien mit 36 Tonnen. Luis Meirinhos Soares arbeitete über 25 Jahre lang bei der staatlichen Regulierungsbehörde für das Gesundheitswesen und ist jetzt Berater bei Cannavigia, einer Compliance-Software für Cannabistransparenz. Er ist der Meinung, dass sich die portugiesischen
Im Februar registrierte die Europäische Kommission eine Bürgerinitiative, die einen besseren Zugang zu medizinischem Cannabis fordert. „Fördert die Verfügbarkeit von medizinischem Cannabis auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und der Erfahrungen von Patienten, und erlaubt Patienten den Transport von Cannabis (...) in der gesamten EU, um die volle Inanspruchnahme des Rechts auf Gesundheit zu gewährleisten“, heißt es in der Initiative, welche auch die Legalisierung des Freizeitkonsums fordert - ein Punkt, der von der EU abgelehnt wird. Wenn die Petition innerhalb von sechs Monaten nach dem Start wenigstens eine Million Unterschriften in mindestens sieben Mitgliedstaaten erhält, wird die Kommission Rechtsvorschriften für einen besseren Zugang zu medizinischem Cannabis in Europa in Betracht ziehen. Quelle: Euronews.com