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Drohnen fahnden nach Cannabis
AMSTERDAM
Der Krieg gegen die Drogen nimmt immer bizarrere Formen an: Mittlerweile werden auch in Deutschland unbemannte Flugobjekte auf die Suche nach illegalen Cannabis-Plantagen geschickt.
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Text: Martin Müncheberg
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Nachdem bereits Wärmebildkameras und Geruchssensoren dabei helfen sollten, illegale Grower aufzuspüren, hat NRW-Landesinnenminister Jäger
deutschlandweit eingesetzt werden. Manche Drohnen sind dabei kleiner als ein Handteller und damit kaum wahrnehmbar – nicht zuletzt deshalb sind
(SPD) unlängst auf eine Anfrage der Piratenpartei im Landtag hin erklärt, dass die Polizei in Nordrhein-Westfalen seit 2009 insgesamt 29 mal Drohnen eingesetzt hat, um Cannabis-Plantagen aufzuspüren - andere Einsatzfelder gibt es für das neueste Spielzeug der Polizei bisher nicht. In einigen Fällen seien damit zwar auch schon mal Durchsuchungen vorbereitet oder Luftaufnahmen von Tatorten gemacht worden - das Haupteinsatzfeld der unbemannten Flugobjekte ist jedoch die Suche nach Cannabis.
die datenschutzrechtlichen Bedenken groß. Die Schulung der mit Drohnen agierenden Polizisten steckt derzeit noch in den Kinderschuhen. Deshalb gab es bisher auch nur verhältnismäßig wenige Einsätze - und auch die Einsatzkosten sind (unter anderem durch einige fatale Abstürze) zur Zeit noch sehr hoch. Trotzdem sind Drohnen in der Hand von Behörden ein Thema, welches in naher Zukunft noch massiv an Bedeutung gewinnen wird – da ist es gut, dass
die Piraten es schon heute auf die Tagesordnung gebracht haben. Denn die Gesetze und Verordnungen nach denen die Polizei heute handelt, sind (noch) nicht auf die neuesten Möglichkeiten (und Gefahren) von Drohneneinsätzen ausgelegt. Das wird also noch ein weites Feld für Politiker und Juristen werden, um diese Einsätze entweder zu verhindern, oder auf eine solide rechtliche
Im Überblick:
DER HASCHSCHMUGGLER Johan (44), ein ehemaliger Haschschmuggler, kommt aus Südholland. Über viele Jahre lang beförderte er Haschlieferungen von Marokko nach Holland, Deutschland und Skandinavien. Interessanterweise lebte er diese ganze Zeit in Marokko und war nicht nur verantwortlich für den Transport, sondern auch für den Anbau von Marihuana und die Herstellung von Hasch
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Mit Hydro auf die Überholspur ›› 22
Größere Blüten durch Manipulationen erzeugen ›› 41
Daniel Schwerd, Abgeordneter der Piraten im NRW-Landtag bezeichnete die Einsätze als „schweren Eingriff in die Grundrechte“ und erklärte, die angewandten Rechtsverordnungen seien gar nicht auf Drohneneinsätze ausgelegt. Zudem könnten bei den Einsätzen auch völlig Unbeteiligte gefilmt werden, was gewissen Datenschutzrichtlinien widerspreche. Aber nicht nur in Nordrhein-Westfalen nutzt die Polizei bereits Drohnen - auch in Niedersachsen, Berlin, Hessen, Bayern und Sachsen werden bereits Drohnen in verschiedenen Größen eingesetzt. Da auch die Bundespolizei und der Bundesgrenzschutz über ein DrohnenArsenal verfügen, kann man davon ausgehen, dass Drohnen mittlerweile
Grundlage zu stellen. Eins steht aber schon heute fest: Grundsätzlich werden auch die Drohnen nichts am erfolglosen “Krieg gegen die Drogen” ändern. Übrigens: Diese Nachricht ist es keine Falschmeldung wie die vom „CannaChopper“, von dem es hieß, er könne Cannabis riechen und sei bereits an der deutsch-holländischen Grenze erfolgreich im Einsatz. Diese Story stellte sich etwas später als frei erfunden heraus.
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Hier ein anonymer Kommentar zu den Wahlaufrufen des DHV, der uns als Leserbrief erreicht hat: Für keine Partei hat das Thema Legalisierung von Cannabis Priorität, da kann auch das Geschwalle von Tempel und Konsorten nicht drüber hinwegtäuschen. Erst das Blaue vom Himmel versprechen und hinterher heißt es dann auf Nachfrage nur „haben wir leider nicht in Koalitionsvertrag reinbekommen. Sorry, echt jetze“. Das weiß auch der DHV ganz genau und vor dem Hintergrund ist es einfach nur frech bzw. unverschämt den Leuten gegenüber die Euch bezahlen , wenn Ihr für irgendeine Partei versucht Stimmung zu machen - egal ob Linke, Grüne oder Piraten! 11 Jahre gibt‘s jetzt den DHV , hunderttausende Euro Spenden sind geflossen und immer noch gibt es keine Hanfpartei in Deutschland! Wir gaben dem DHV die Gelegenheit zur Stellungnahme und erhielten diese Zeilen: Wir sind beim DHV nicht überzeugt vom Konzept einer Hanfpartei, weil die Erfolgsaussichten einer neuen Partei bzw. einer Ein-Themen-Partei sehr begrenzt sind. Die Piraten zeigen das gerade deutlich -und die sind breiter aufgestellt. Und selbst wenn es eine (erfolgreiche) Hanfpartei gäbe, bräuchte es trotzdem weiterhin eine überparteiliche Hanflobby wie den DHV.Wenn der freundliche anonyme Leserbriefschreiber eine Partei gründen will, nur zu, wir werden sicher berichten! Möge jeder auf seine Art die Legalisierung voranbringen, Hauptsache was tun und nicht nur meckern!
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NACHRICHTEN
Cannabis News
Deutschland,
fest: Die neue Regelung ist letztlich zwar für einzelne Anwender okay, in summa aber nur ein fauler Kompromiss. Mit einer echten Legalisierung hat eine solche Entkriminalisierung des Eigenbedarfs mit Grenzwert einer so genannten geringen Menge nämlich nichts zu tun. Wir werden sehen, wie es in der Schweiz nun weitergeht und euch auch in Zukunft zur Lage unterrichten.\
Österreich und Schweiz 5)$ű#304$)Ã3& 3&(5 Text: Markus Berger
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Die Österreichische Hanfmesse Cultiva, die auch in diesem Jahr im Oktober veranstaltet wurde, bot mal wieder alle möglichen Highlights der europäischen Szene und Bewegung der Befürworter einer Relegalisierung der Cannabispflanze. Aber auch internationaler Besuch gab sich auf der Cultiva ein Stelldichein – so besuchte beispielsweise der US-amerikanische Bestsellerautor von Büchern zum Cannabis-Gardening und weltweit bekannte Superstar Ed Rosenthal die Hanfmesse im Wiener Ortsteil Vösendorf. Ed Rosenthal nutzte die Messe nicht nur, um seine bereits im deutschsprachigen Raum erhältlichen Werke zu signieren. Er stellte unter anderem auch seine neuesten Bücher vor, die zurzeit für den deutschen bzw. deutschsprachigen Markt vorbereitet werden. Das ist zum einen das Buch zum biologischen Gärtnern „Protect your Garden“ (Quick American Publishing), das auf Deutsch „Ed Rosenthals Wegweiser für den gesunden Biogarten“ heißen wird und vom Autor dieser News gerade übersetzt worden ist. Ein weiteres der Rosenthal`schen Bestseller ist das amerikanische „Let`s grow a pound“ (zu Deutsch etwa: Lasst uns ein Pfund growen), das derzeit ebenfalls ins Deutsche übertragen und im kommenden Jahr auch hier auf den Markt kommen wird. Der Titel für diese Edition steht zum
derzeitigen Zeitpunkt noch nicht fest – klar ist jedoch, dass dieses fulminante Werk auch den hiesigen Hanfgrower in blankes Entzücken versetzen wird. Die österreichische Cultiva nutzte Ed Rosenthal, um den Kontakt zu seinen Fans zu pflegen – oft ist der Kalifornier nämlich nicht im deutschsprachigen Raum unterwegs. Eure Soft Secrets wird euch auch weiterhin auf dem Laufenden halten. www.cultiva.at
/&6& )"/'3&(&-6/( */ %&3 4$)8&*; Seit dem 1. Oktober dieses Jahres gilt in der Schweiz eine neue Regelung im Umgang mit Cannabis und Cannabisprodukten. So gilt der Besitz von bis zu zehn Gramm Hanf als Ordnungswidrigkeit und wird nur noch mit einer Geldbuße von 100 Franken belegt (das entspricht etwa 80 Euro). Voraussetzung: Die zehn Gramm sind nachweislich zum Eigenbedarf gedacht und der erwischte Kiffer hat das 18. Lebensjahr vollendet. Mit dieser Neuregelung sind nicht alle Schweizer Politiker glücklich. Klar, dass die Konservativen in der Lockerung des Umgangs mit Cannabis eine Gefahr für die Öffentlichkeit sehen. In Wahrheit aber geht von einer solchen Praxis keine Gefahr für gesetzestreue Bürger aus – wir halten
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Und noch mal die Schweiz: Eine neue Broschüre für Kiffer und Hanffreunde sorgt derzeit für erhitzte Gemüter. Es geht um das Druckerzeugnis des Namens „Shit happens“. Das vom Schweizer
von der Polizei kontrolliert wird.“ Quellen: 20min.ch, www.focus-online.de
$"//"#*4 40$*"- $-6#4 'Ã3 "--& In Deutschland, in der Schweiz und in Österreich sind nun viele Hänflinge motiviert, eigene Cannabis Social Clubs zu etablieren (Soft Secrets berichtete über das Phänomen CSC bereits mehrmals). So reichen zum Beispiel einzelne Aktivisten in ihren jeweiligen Heimatorten Petitionen und/oder Anträge ein, um entsprechende Clubs einrichten und gründen zu können. Natürlich bislang, ohne weitere Erfolge verbuchen zu können. In Kassel (Hessen, Deutschland) beantragte der Hanfaktivist und Headshop-Betreiber Mike Freidank jetzt die Erlaubnis, einen Cannabis Social Club einführen zu dürfen. Natürlich ohne Aussicht auf Erfolg – die Stadt lehnte den Antrag erwartungsgemäß ab. Aber die lokale Presse sieht in solchen Aktionen stets ein lohnenswertes Thema, das man für die Bevölkerung beliebig auf eine Angst einflößende Berichterstattung herunterzubrechen bereit ist. So zum Beispiel der Kasseler Extra Tip. Der berichtete über die von Freidank eingereichte Petition und über die magere Reaktion, die von der Kasseler Stadtverwaltung ausgegangen war: „Die Stadt habe sich bisher nicht geäußert, weshalb sie gegen einen Cannabis Social Club (CSC) sei und sich auf Nachfragen auch geweigert, weiter Stellung zu beziehen“, schreibt der Extra Tip. Wie es in dieser Angelegenheit weitergeht, werdet ihr in eurer Soft Secrets in Kürze erfahren. Quelle: www.lokalo24.de
54$)&$)*&/ 10-*;&* ."$)5 5"#6-"3"4" Hanfaktivisten Sven Schendekehl (vom Verein Legalize it) herausgegebene und verantwortete Heftchen unterrichtet den Leser über aktuelle Gerichtsurteile, über Verhaltensmaßregeln im Umgang mit der Polizei, über Cannabisprodukte als solche und über rechtliche Konsequenzen, die den Kiffer erwarten, wenn er mal von der Staatsmacht überrumpelt wird. Das Heft hat sogar das deutsche Nachrichtenmagazin Focus auf den Plan gerufen. Unter der Überschrift „Bei Polizeikontrollen lügen“ veröffentlichte das Magazin einen Artikel, der sich über das schweizer Printobjekt erhitzt. „Shit happens“ wurde in einer groß angelegten Aktion über 5000 helvetischen Haushalten als Postwurfsendung in den Briefkasten befördert – selbst der Schweizer Nationalrat machte sich die Mühe, über die Publikation zu streiten. Die Polizei selber sieht das Heft jedoch als nicht kritisch – gibt sich eher lässig: So sei die 30 Seiten dicke Broschüre für die Züricher Kantonspolizei kein Problem, wie der Focus berichtet. Und auch das Schweizer Nachrichtenportal 20min.ch nahm sich der Sache an und interviewte Sven Schendekehl zur Sache. Der Focus zitiert den Macher des Hefts zur Motivation des Printobjekts: „Die Broschüre soll aufzeigen, wie man möglichst wenig bestraft wird, wenn man
Nun auch das noch: In Tschechien sind jetzt mehr als 50 Growshops von der Polizei heimgesucht und gefilzt worden. Und das kurz vor der landesgrößten Hanfmesse, dem CannaFest, das vom 8. bis zum 10. November in Prag stattgefunden hat. Was aber will die Polizei im ach so liberalen Tschechien von unbescholtenen Growshop-Betreibern? Von Geschäftsleuten, die ihre Unternehmen ganz offiziell und angemeldet führen, Steuern zahlen und auch sonst nichts zu verbergen haben? Ganz einfach: Die Growshops sollen bewusst Produkte vertreiben, die der Förderung einer „Rauschgiftsucht“ dienen – in Tschechien wird das liebevoll Toxikomanie genannt. Grundlage hierfür ist Paragraph 287 des tschechischen Strafgesetzbuchs, nach dem die „Verbreitung der Rauschgiftsucht“ eine Straftat darstellt. Vielen Shopbetreibern wird das so knapp vor dem CannaFest ordentlich die Suppe versalzen haben, immerhin waren die meisten der durchsuchten Geschäfte als Aussteller angemeldet. Dabei könnte man denken, das Ganze habe System, um den Growshops das Geschäft zu versauen. Immerhin hatte die tschechische Polizei bereits zum Global Marijuana March auf genau die gleiche Art und Weise so manchem GrowshopInhaber, der dort ausstellen wollte, einen Strich durch die Rechnung gemacht.
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PRODUKTE %65$) 1"44*0/ (&8*//5 %3&* 4Ã%".&3*ű ,"/*4$)& $"//"#*4 $614 Die südamerikanische Eigenanbau-Szene floriert weiterhin, da die gesetzlichen Regelungen für den Cannabisanbau gelockert wurden und sich deshalb eine „Amsterdam-Atmosphäre“ entfaltet. Dutch Passion hat kürzlich drei Cannabis Cups gewonnen und ihrer Kollektion hinzugefügt. Ihre Dutch Cheese-Sorte gewann beim Rio De Janeiro Cannabis Cup in Brasilien den ersten Preis. Er wurde verliehen für die höchsten Bewertungen hinsichtlich Geschmack, Potenz und Aroma - und wurde Beckenbauer zuerkannt, einem Grower, der sich auf den biologisch-organischen Anbau spezialisiert hat. Dutch Cheese holte auch den ersten Preis beim argentinischen „Revolutionscup“ zwei Monate zuvor. Und Dutch Passions Outdoor-/GewächshausKlassiker „Hollands Hope“ hat gerade in der „Bestes Hasch“-Kategorie im argentinischen „Copa Del Mar“Wettbewerb gewonnen. www.dutch-passion.nl
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Wir beabsichtigen, in Lateinamerika zu expandieren, und in diesem Zusammenhang freuen wir uns, den Lesern mitteilen zu können, dass zwei weitere Länder zum Soft Secrets-Vertriebsnetz hinzugekommen sind: Kolumbien und Peru. Soft Secrets wird nun in Lateinamerika in fünf Ländern mit einer Bevölkerung von zusammen 140 Millionen Einwohnern vertrieben. Wir wollen uns bei dieser Gelegenheit bei Ihnen, unseren Lesern und Inserenten in aller Welt, für Ihre Unterstützung und für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken. Soft Secrets wird weiter wachsen, qualitativ und quantitativ, und ist gegenwärtig überall in Europa und Lateinamerika erhältlich! Das Soft Secrets Team
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DIE CANNABIS-ONLINE-ENZYKLOPÄDIE /softsecretsDE @cannabisinfo_de
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INTERVIEW
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Von Feije Wieringa
GRÜNES GOLD Herr Silver Haze (natürlich ein Pseudonym) hat, so viel ich weiß, das erste ehrliche Buch über die Realität des illegalen Verkehrs der Coffeeshops geschrieben. Es ist ein weit weniger trauriges Buch, als es der Titel vermuten ließe, da es mit oft sehr unterhaltsamen Anekdoten gespickt ist. Es wird jedoch auch ausführlich über die Tatsache gesprochen, dass der Weg eines Züchters nicht immer mit Rosen und Blumen gepflastert ist. Es gibt unzählige Bücher über das Züchten. Dieses Buch hat jedoch nichts mit der Zucht an sich zu tun. Es handelt hingegen von den Schwierigkeiten auf die man trifft, wenn man beschließt, nicht nur ein paar Pflänzchen für den persönlichen Gebrauch zu züchten, sondern alles im großen Stil aufzuziehen. Das Buch von Silver Haze ist ein Must, sowohl für den Züchter, der vieles daraus lernen kann, als auch für die Verbraucher, die sich dessen bewusst werden, dass es absolut nicht selbstverständlich ist (im Moment…),
es blieben. Doch dann dachte ich: Warum nicht, ich habe tatsächlich etwas zu erzählen und mein Standpunkt in dieser Angelegenheit wurde noch niemals erzählt, so habe ich mich an den Computer gesetzt und habe die Geschichten nacheinander aufgeschrieben. Bereits während ich schrieb, war ich immer mehr davon überzeugt, dass meine Erzählung wirklich lehrreich sein könnte. Obwohl ich kein Moralist bin, wollte ich auf jeden Fall eine Art Abschreckung einbringen, die man folgender Maßen zusammen fassen könnte: „Nicht handeln, ohne vorher nachzudenken”.
los und begann, mit einem netten Typen zu sprechen, der einen Joint im Mund hatte und mir alles erklärte. Ich erhielt auch einen Haufen Broschüren mit Informationen, die ich an diesem Abend sehr aufmerksam las”. Hast du sofort beschlossen, dich in diesen Bereich zu stürzen und im großen Rahmen zu züchten? „Eigentlich ja. Ich bin kein Idealist, was Cannabis angeht. Was ich sagen möchte, man kann es kaufen, rauchen und
diesem Growshop wurde nichts Illegales verkauft. Du hättest alles auch extra in einem Geschäft für Gartenbauartikel kaufen können. Ich bin ein Mensch der, wenn er etwas anpackt, es richtig anpackt. Daher wollte ich lieber sofort im großen Stil und nicht auf einem Dachboden züchten. Lief alles sofort gut? „Vom technischen Standpunkt her lief es wunderbar, weil wir – in der Zwischenzeit hatte ich einen Partner gefunden – die
Wie hast du begonnen? „Natürlich erkläre ich das auch im Buch. Tatsächlich hat es sich so zugetragen: Wir sprechen über die Neunzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts, als der Gulden noch ein Gulden war. Ich arbeitete auf dem Fleischsektor und belieferte vor allem Restaurants. Ich hatte viele Chinesen als Kunden. Es war kein
IRGENDJEMAND MUSS DAS CANNABIS PRODUZIEREN, DA ES NATÜRLICH NICHT VOM HIMMEL FÄLLT, AUCH WENN GEWISSE LEUTE SICH SO VERHALTEN, ALS OB DEM GENAU SO WÄRE dass man in den Coffeeshops ein paar Gramm Cannabis vollkommen legal kaufen kann. Soft Secrets hat den Autor interviewt, der in der Zwischenzeit aus dem Sektor ausgestiegen ist, jedoch ausreichend Gründe dafür hat, seine wahre Identität zu verheimlichen. Er büßt wegen einer Verurteilung noch immer seine Schuld gegenüber der Justiz ab und zieht es vor, die Polizei in diesen Bekenntnissen nicht ermitteln zu lassen. Die Realität ist auf jeden Fall oft weit weniger romantisch, als man sich das vorstellen kann und auch für einen großartigen Züchter gilt der Spruch: Es ist ein hart verdientes Brot. Beginnen wir mit einer Klischeefrage: Weshalb dieses Buch? „Dafür gibt es verschiedene Gründe. Es hat alles damit begonnen, dass ich unter der Wirkung von ein paar Joints und einem Umtrunk einer Gruppe von Bekannten erzählt habe, welche verrückten und manchmal traurigen Geschichten man erlebt, wenn man in diesem Sektor arbeitet. Natürlich habe ich Geschichten erzählt, die die Leute nicht jeden Tag hören und man sagte mir, dass ich sie aufschreiben sollte. Ich ließ diese Idee vorerst in Schwebe. Da ich kein Schriftsteller bin, ließ ich
schlechter Job, doch auch von den Chinesen durfte man sich nicht zu viel erwarten. Die Spanne war beschränkt, man musste immer ein Extra hinzufügen. Oftmals musste ich mehr als 10 Stunden am Tag schuften. Angesichts der Tatsache, dass meine Kunden mir immer weniger und mit immer größerem Verzug bezahlten, musste auch ich mit dieser Differenz ein wenig als Bank arbeiten, wobei ich natürlich ich keine Zinsen verlangen konnte. Als ein großer Kunde in Konkurs ging, ahnte ich, dass alle schlecht enden würde”. Hast du in diesem Moment Cannabis in Erwägung gezogen? „Mehr oder weniger zufällig, beziehungsweise sollte es so geschehen. Eines morgens, als ich einem Kunden Fleisch liefern sollte, hatte dieser Verspätung. Ich bin kein Mensch der gerne still steht, also habe ich eine Runde gedreht. Ich sah eine beleuchtete Auslage und darüber die Aufschrift: „Growshop”. Ich war neugierig und dachte: Was für ein Geschäft das wohl sein mag? Zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass es Cannabis gab, hatte aber keine Vorstellung von all dem, was dahinter steckte. Ich betrat dieses Geschäft vollkommen ahnungs-
besitzen. Für mich war es nur eine allgemeine Tatsache. Ich betrachtete es als ein Geschäft, man muss sich keine Maske aufsetzten. Natürlich wusste ich, dass viele kleine Züchter dies anders sehen, aber glaube mir: Viele kleine Züchter belieferten die großen Coffeeshops nicht. Und nebenbei: In
Tätigkeit vom ersten Tag an gut organisiert haben. Es gab also ausreichend Platz, hervorragende elektronische Geräte, ein optimales Klima und am Zyklusende ein optimales Cannabis und einen schönen Bonus. Natürlich trifft man am Anfang auch auf Probleme, die man nicht bedacht hatte. Über das Züchten kann
11 man alle nötigen Informationen finden. Doch das was dann wirklich geschieht, kann seltsame Überraschungen mit sich bringen. Ich glaube, dass ich, wenn die erste Ernte ein Misserfolg gewesen wäre, nicht in diesem Bereich weiter gemacht hätte. Ich hatte jedoch einen Freund, der über einen wunderschönen Raum verfügte. Eine gute elektrische Versorgung, ein perfekter Lufteinlass und alles über Computer gsteuert. Es war einfacher, als wir gedacht hatten”. Hattest du niemals moralische Vorbehalte? „Nein. Meiner Meinung nach war ich überhaupt kein Verbrecher im wahrsten Sinne des Wortes. Ich schadete keinem, der Strom und die Ausrüstung waren bezahlt und ich störte niemanden. Mein Gedanke war folgender: Überall finden sich Coffeeshops, in denen man Cannabis kaufen kann. Und alle Dinge, die nötig sind, um es zu produzieren, kauft man im Growshop. Auch wenn ich davon überzeugt war, dass man die Growshops besser Geschäft für Gartenbauartikel nennen sollte. Wir sprechen von den Jahren, in denen das Wort Cannabis weitaus weniger heikel war als heute. Damals konnte man einfach so mit einigen hundert Pflanzen auf dem Rücksitz unterwegs sein, ohne dass irgendetwas passiert wäre. Ich war fest davon überzeugt, dass alle diese Coffeeshops, die aus dem Boden sprossen wie Pilze, auch beliefert werden mussten. Es schien mit mir nicht sinnig, dass ein Coffeeshop mit fünf Pflanzen im Garen funktionieren sollte. Man kann es drehen und wenden wie man will: Irgendjemand muss das Cannabis produzieren, da es natürlich nicht vom Himmel fällt, auch wenn gewisse Leute sich so verhalten, als ob dem genau so wäre”.
war. Gewöhnlicher Weise geschah dies auf vollkommen automatische Weise. Learning by doing”. Auch was die Menschen anbelangt, kann man schlussfolgern, wenn man das Buch liest „Besonders was die Menschen anbelangt. Einer der Gründe, weshalb ich das Buch geschrieben habe ist, dass es unterhaltsam ist, über die verschiedenen Individuen zu erzählen, die man in dieser Welt antrifft. Sicherlich erzähle ich im Buch von den eher besonderen Menschen, denn es sind viele Personen, die problemlos eine Plantage betreiben.
Schnüffler oder Nachbarn, die neugierig schielen. Als alles in Ordnung war und wir alles anschließen wollten, stellte sich heraus, dass die elektronischen Geräte nicht bereit waren. Also musste in Eile und kreativ überlegt werden, denn bevor man auch nur merkt, hat man ein Vermögen verloren. Die Lösung war, einen Generator versteckt aufzustellen. Im Nachhinein klingt es lustig, doch damals hätten wir uns am liebsten die Haare gerauft”. Je größer du wurdest, desto bekannter wurdest du natürlich „Ja, ich habe niemals etwas über mein
Was hast du dann gemacht? „Ich war Kaufmann, ich habe niemals Gewalt angewendet. Ich habe diese Fälle auf sich beruhen lassen. Natürlich bin ich auch kein Waschlappen und wenn nötig, kann ich auch sehr drohend werden. Aber in Wirklichkeit war das nie nötig. Ich hielt mich an die Abmachungen und der Großteil der Leute, mit denen ich zu tun hatte, tat das Gleiche. Manchmal war es unerfreulich, dass Menschen, die ich als Freunde angesehen hatte, mich übers Ohr gehaut haben. Das ist traurig. Geld veranlasst die Menschen oft dazu, eigenartige Dinge zu tun”.
Wie hast du es angestellt, Cannabis zu verkaufen? „Zu Beginn wusste ich überhaupt nicht darüber. Als Fleischhändler hatte ich natürlich an so etwas noch nicht gedacht. Aber in einem Growshop konnte man ein bisschen reden und so gelangte man relativ leicht mit den Kunden in Kontakt. Und denke nicht, dass das alles nur schräge Individuen sind. Normaler Weise sind es anständige Personen, die nicht auffallen. Das gilt auch für die Strohmänner”. Und du hast begonnen, die Zucht auch auf noch größerem Niveau zu betreiben? „Natürlich. Für mich war das ein Geschäft. „Das grüne Gras“ nannte ich es manchmal. Um sich auszubreiten, benötigt man Plätze. Und es ist nicht leicht, gute Plätze zu finden. Erstens muss es ein Platz sein, der unbemerkt bleibt. Zweitens benötigt man einen Strohmann, das heißt jemanden, der als Gegenleistung für die Zurverfügungstellung eines Ortes einen Teil des Ertrages erhält und an deiner Stelle die Risiken auf sich nimmt. Ich lieferte und organisierte alles, von den Pflanzen bis hin zu den elektronischen Geräten und manchmal ging ich auch selbst gießen, auch wenn dies eigentlich die Aufgabe des Strohmanns
einen Fehler des Strohmanns. So einen Posten zählst du dann einfach zu den Unternehmensschäden. Der Fall mit der Gruppe der echten Verbrecher, den Einbrechern, war problematischer. Das sind Leute, die eine Plantage beobachten und durch Löcher von außen im Auge behalten, wann das Cannabis geerntet werden kann. Mir ist es einige Male passiert, du bezahlst die Zeche. Die Ernte geht verloren, die Urheber des Schadens haben keine Spuren hinterlassen und als Cannabis-Züchter kannst du dich ja nicht an die Polizei wenden. Ein Mal ist es mir auch passiert, dass mir ein Strohmann mit einer Entschuldigung erklärt hat, dass die Ernte verschwunden sei und dann habe ich ihn mit einem funkelnagelneuen BMW gesehen”.
Du bezahlst sie, alle sind zufrieden und man sieht sich dann bei der nächsten Ernte wieder”. Das ist die ideale Situation „So sollte es laufen. Doch je mehr man sich vergrößert, desto schwieriger wird es, alles zu verwalten. Eines der kleineren Probleme wird in meinem Buch ausführlich erklärt, dies ist die Kurzfassung: Der stotternde Nachbar bietet eine Gartenhütte an einem wunderbaren Ort für ein paar tausend Gulden im Monat an. Alles in einer Ebene, keine
Cannabis erzählt doch trotzdem klopften mir die Leute plötzlich in der Bar auf die Schulter und sagten: „Du handelst mit Cannabis?”. „Woher wissen sie das”, habe ich mich gefragt. Aber andererseits: Man kann nicht züchten, ohne mit Menschen zu tun zu haben und die Leute reden viel”. Und manchmal geht alles in Brüche „Es ereignete sich eine Überschwemmung und es stand praktisch das gesamte Gebäude unter Wasser. Es handelte sich dabei um deine Schuld oder um
Und am Ende hast du dich erwischen lassen? „Leider, ich habe mit dieser Tätigkeit gut gelebt aber irgendwann merkst du, dass man dir auf die Finger schaut. Heimlich, durch schöne Mädchen, die versuchen, dich in der Bar zum Reden zu bringen. Direkt auf eine Polizeisperre zuzusteuern ist ein Zeichen der Tatsache, dass du aufmerksam beobachtet wirst. Und als im Growshop, den ich häufig besuchte Mikrofone zum Abhören aufgestellt wurden, war alles zu Ende. Doch es waren schöne Jahre. Auch wenn mir in der Tat bewusst geworden war, dass man sich dabei sehr enggieren muss, so wie im Fleischhandel. Auch im Cannabishandel kommt das Geld nicht zufällig von irgendwo her, doch es ist mir gelungen, schöne Dinge zu tun. Ich bedauere es nicht, es fehlt mir aber auch nicht. Jeden Tag Geld wie Heu zu haben, die du für Trinken, Drogen oder Frauen ausgeben kannst kann auch langweilig werden. Oder du machst dich damit kaputt. Ich führe erneut ein ehrliches und viel stressloseres Leben. Und was mein Buch anbelangt: Es wurde bereits auf Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch übersetzt. Die Leute wissen auch dort, dass ein Mann des illegalen Verkehrs in diesem schrecklichen System immer zum Gespött der Situation wird”. ww.thegreengold.nl/de Erhältlich bei: www.bod.de www.ebook.de www.booksondemand.de www.buch.de www.amazon.de
13
ANBAU
Homegrower!
Wieviel hast du den für alles zahlen müssen? Das waren so etwa 800 Euro ohne Pflanzen.
Wieso entscheiden sich immer mehr Menschen für den Eigenanbau? Wir waren zu Besuch bei Nils, einem Hobbygrower, der vor Kurzem erst begonnen hat, sein eigenes Cannabis anzubauen. Vielleicht Text: Olit R. erfahren wir hier mehr.
Für welche Genetik hast du dich denn entschieden? Das erstemal hatte ich 10 Jorges Diamond und 15 OG-Kush im Zelt stehen. Patrick hatte die Möglichkeit, mir Stecklinge für 10 Euro das Stück zu besorgen, also habe ich sie mir über ihn zukommen lassen.
Hallo Nils, danke das wir dich mal besuchen durften. Hallo! (grinst) Warum auch nicht. Aber das stimmt schon, seitdem ich growe, lasse ich nur noch wenige Personen zu
Entschuldige Nils, nur um es besser zu verstehen. Hast du dich denn anderweitig auch informiert, oder vertrautest du ganz auf die Fähigkeiten deines Bekannten?
richtig leckeren, fruchtigen Geschmack schmecken können, ganz zu schweigen vom Turn. Ohne kratzen oder brennen im Hals. Ich war hin und weg. Sofort fragte ich ihn, ob er mir jeden Monat 50
DAS WAR DER HAMMER, ICH HABE ZUM ERSTENMAL EINEN RICHTIG LECKEREN, FRUCHTIGEN GESCHMACK SCHMECKEN KÖNNEN mir in die Wohnung. Wie ihr seht, ist die Wohnung auch nicht gerade groß, ein Wohn-Schlafraum mit einer kleinen Kochnische und ein Badezimmer. Ich lebe mit meiner Lebensgefährtin und einer Katze hier. Viele Möglichkeiten, ein GrowZelt aufzustellen, ohne dass es jemand sehen kann, gibt es hier leider nicht. Nein, das stimmt. Wer aber diese Art von Zelt nicht kennt, würde es vielleicht als Schrank durchgehen lassen. Wie kommt es denn, dass du dich entschieden hast, selber Gras anzubauen? Das kam daher, dass ich die letzten zwei bis drei Jahre nur noch gestrecktes Gras bekommen habe. Egal wen man fragte, alle hatten nur noch Haze. Hat man dann dieses angeblich supergeile Haze probiert, war es irgendeine gestreckte Kacke, aber kein Haze. Die Asche war oftmals schwarz und knochenhart, zerdrückte man sie zwischen zwei Fingern, blieb ein schwarzer öliger Streifen. Das war reines Gift, extrem selten fand ich etwas sauberes Gras. Mal bekam ich Magenschmerzen, ein anderes mal waren es Halsschmerzen, die über Tage anhielten. Ja, das ist in den letzten Jahren immer schlimmer geworden. Das Schlimmste ist, dass viele sogar wissen, dass ihr Dealer gestrecktes Gras verkauft, und es trotzdem weiterhin kaufen. Ja, so ging es mir auch. Obwohl ich mehrmals bei der selben Person Mist bekommen habe, ging ich wenige Tage wieder hin. Mit der Hoffnung, dass sich etwas geändert hat. Man hofft einfach. Mein Glück war, dass ich Anfang 2012 per Zufall den Patrick kennengelernt habe, denn er kannte sich mit dem Thema Cannabis und Eigenanbau sehr gut aus. Wir unterhielten uns über Hasch und Gras, per Zufall hatte ich einen fertig gedrehten Joint in der Tasche, den ich anzündete und ihm weiterreichen wollte. Er aber wollte nicht einmal daran ziehen. Er fragte nur „Homegrowing?“, was ich nicht verstand. Ich antwortete „Nein, Gras“. Man, das ist mir heute noch peinlich (lacht). Er erklärte mir, was er meinte, und gab mir eine Probe von seinem Home-Gras. Das war der Hammer, ich habe zum erstenmal einen
Gramm von diesem edlen Gras verkaufen könne, aber das wollte er nicht. Ich begann ihn zu löchern, auszufragen und entschied anschließend, selbst etwas Gras anzubauen. So entwickelte sich dann langsam alles.
Nein, ich habe mir natürlich Bücher zum Thema Indoor-Anbau gekauft und mich auch im Internet schlau gemacht. Es ist ja auch nicht so, dass er jeden Tag zum Gießen kam, aber egal, welche Probleme
von ihnen ihre Blätter so schlaff nach unten hängen, dass ich vom Schlimmsten ausging. Ich rief ihn sofort an, aber es stellte sich heraus, dass die Erde in diesen zwei Töpfen etwas trocken war. Die jungen Stecklinge hatten noch zu kleine Wurzeln, um sich die Feuchtigkeit von weiter unten zu holen, ein wenig Wasser und alles war okay. Ich goss jetzt immer jeden zweiten Tag mit genügend Wasser, und die Pflanzen wuchsen prächtig. Danach topfte ich sie in 6-LiterPötte um und ließ sie für weitere zwei Wochen in der Wachstumsphase, unter 18 Stunden Licht und sechs Stunden Dunkelheit. Etwas Wachstums-Dünger bekamen sie erst in der dritten Woche, vorher hatten sie genug Nährstoffe in der leicht vorgedüngten Erde. Ende der dritten Woche stellte ich das Licht von 18/6 auf 12/12, um die Blüte einzuleiten. Patrick kam ein zweitesmal, ungefähr eine Woche nach Umstellung der Zeit, um mit mir die unteren Äste zu entfernen. Er erklärte mir, dass die unteren Blüten nur wenig Licht bekommen und dass somit nur kleine fluffige Blüten entstehen würden. Nach dem Entfernen dieser unteren Zweige steckt die Pflanze ihre ganze
Das muss ja echt ein einschlägiges Erlebnis für dich gewesen sein, wenn du sofort selbst anbauen wolltest. Oder hast du schon vorher mal mit dem Gedanken gespielt? Nein, nicht im geringsten. Dieser Typ hat mir ein wenig die Augen geöffnet. Warum soll ich weiterhin meinen Körper mit Streckmitteln vergiften und mein Geld so aus dem Fenster schmeißen. Ich denke auch, die Gefahr erwischt zu werden, ist beim Einkauf auf der Straße größer, als ein kleines Zelt in der Wohnung zu haben. Außer, man prahlt damit überall herum, was ich auch schon oft erlebt habe. Außerdem deale ich nicht mit meinem Gras. Das ist vernünftig. Hattest du denn bisher schon mal mit der Polizei zu tun? Nein, zum Glück nicht, das sollte auch so bleiben. Wie ging es dann mit deinem Anbau weiter? Hat es sofort auf Anhieb geklappt, so wie du es dir vorgestellt hast? Ja, auf jeden Fall. Okay, mit etwas Hilfe, aber ich hatte, was ich wollte. Ich erkläre euch das mal kurz. Ich bat diesen neuen Bekannten, Patrick, mir beim ersten Durchgang zu helfen, was er nach längerem Zureden dann zum Glück auch tat. Wir einigten uns, dass er mir bei dem ersten Growversuch hilft, dafür bekam er alles, was über 200 Gramm Ertrag lag. Was natürlich okay war, alleine hätte ich bestimmt weniger Ertrag gehabt. Er listete mir alles auf, was ich brauchte. Angefangen vom Grow-Zelt 1 mal 1 mal 2 Meter. Hinzu kam ein dimmbares 400-W-Vorschaltgerät, einen Adjust-AWing-Reflektor, eine 400-W-HPS-DualSpectrum (Leuchtmittel), zwei kleine Clip-Ventilatoren, einen Dimmbaren 280m³/h-Lüfter mit einem 300m³/hKohlefilter, 25 6-Liter-Töpfe und drei Säcke Erde Light-mix.
In diesem Schrank versuchte Nils, oben eine Mutterpflanze und unten Stecklinge zu halten. es gab, ein Anruf genügte, und er hatte immer die richtige Antwort oder Hilfe parat. Das gab mir anfangs Sicherheit. Das ist nachvollziehbar. Gab es denn öfters Probleme das er kommen musste? Nein, das erstemal, als er Stecklinge brachte. Wir pflanzten sie erstmal für eine Woche in 10 mal 10 Zentimeter kleine Töpfchen. Am zweiten Tag ließen zwei
Power in die oberen Blüten. Nach zwei Wochen in der Blüte sah man die ersten Blütenansätze. Ab diesem Zeitpunkt sollte ich nur noch Blütendünger verwenden, mit halber Dosierung bei jedem Gießen. Ab der vierten Woche kam noch ein Blütenbooster hinzu, bis zwei Wochen vor der Ernte. Das drittemal kam Patrick ungefähr eine Woche vor der Ernte, um den genauen Erntezeitpunkt auszumachen. Er erklärte mir, dass, wenn zwei
14 Drittel der Blütengriffel sich bräunlich verfärbt haben, die Blüten geerntet werden können. Besser aber wäre ein Taschen-Mikroskop, um den genaueren Erntezeitpunkt auszumachen, da dieser anhand der Trichome besser zu erkennen wäre. Aber da musste ich mich noch-
Hier ist schön zu erkennen, dass der Grower die unteren Äste entfernt hat. mal schlau lesen, soviel wie er mir erklärt hatte, konnte ich nicht auf einmal behalten. Nach insgesamt 13Wochen war es dann soweit, er besuchte mich das viertemal, um mir das Maniküren von Blüten zu zeigen. Zum fünften und letztenmal dieser Session holte er sein Gras ab. Probleme gab es groß keine? Nein, das erstemal nicht. Nur am Tag der Ernte sah Patrick, dass sich unter den Töpfen ein weißer Pilz gebildet hatte. Ich habe es wohl mit dem Gießen ein wenig zu gut gemeint. Vermutlich waren 25 Töpfe aber auch zu viel für ein kleines Zelt wie dieses. Die Luft kann dann meiner Meinung nach nicht mehr richtig zirkulieren. Sonst gab es anfänglich keine Probleme. Darf man fragen wieviel du geerntet hast? Klar, es waren genau 287 Gramm feinstes Gras und 22 Gramm Skuff, welches
ich mit einem Pollenshaker von den Schnittresten abgeschüttelt habe. Ich war mehr als happy, kann ich euch sagen.
komplette Zelt und die Töpfe abwischen. Gesagt getan, nach zwei Wochen war der Befall weg.
Das glauben wir dir gerne. Patrick muss sich bestimmt auch gefreut haben, oder? Oh ja, er nahm sich aber nur 70 Gramm Blüten mit. Vermutlich, weil er selbst nicht mit soviel gerechnet hat.
Unter den Töpfen bildete sich aber wieder in der Blütezeit so ein weißer Flaum, ich beschloss eine Schicht Perlite unter den Töpfen auszulegen, so dass die Dränage sofort aufgesogen wurde. Seitdem habe ich dieses Problem nicht mehr. Naja, aber die zweite Ernte war leider auch dementsprechend schlechter, nur 178 Gramm Gras plus 15 Gramm Skuff. Ich bemerkte schnell, dass die Probleme erst mit
Wie lange kamst du damit aus, und wie ging es weiter? Es hat ungefähr für drei Monate gereicht. Aber zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass meine Freundin auch ganz gut beim Verbrauch mithilft. Anfangs wollte sie, dass dieser große schwarze Klotz (Grow-Zelt) hier nur einmal im Jahr, für einen Durchgang, aufgebaut wird. Das hat sich aber jetzt, wo sie das Endergebnis getestet hat, erledigt. Wir beide haben uns mittlerweile regelrecht in die Pflanze Hanf verliebt, es ist ehrlich ein schönes Hobby. Patrick legte mir ans Herz, ich solle mir eine kleine Ecke suchen, wo ich eine kleine Mutterpflanze halten kann, damit ich ihn irgendwann nicht mehr brauche. Das versuchte ich natürlich, aber ohne Erfolg. Ich habe es in einem kleinem Schrank versucht, oben die Mutti und unten die Stecklinge. Aber das war einfach zu klein für eine Mutterpflanze. Ich habe mir ein paar Stecklinge von meinen Pflanzen geschnitten, bevor ich sie in Blüte geschickt habe. Mal sehen, wenn es gut klappt, werde ich das in Zukunft alleine weiter versuchen. Einen Platz für eine Mutterpflanze werde ich wohl erst in unserer neuen Wohnung haben. Ich bemerkte auch beim meinem zweiten Grow, dass es nicht immer so problemlos geht, wie ich mir das anfangs vorgestellt habe. Der Sommer kam, und die Hitze stieg immer weiter an. Tagsüber waren es oftmals über 35° C und nachts noch immer 28° C im Zimmer. Die Luftfeuchtigkeit für die Wachstumsphase war mit 45 % zu gering, ich erhöhte sie auf 65 %, indem ich zweimal am Tag ein nasses Handtuch ins Zelt hing. Das sollte es aber noch nicht gewesen sein, denn die Pflanzen hatten noch einen Thrips-Befall. Patrick riet mir, die Pflanzen dreimal in Abständen von drei Tagen mit Neemöl abzuspritzen. Dazu sollte ich mit diesem Insektizid auch das
GANJAMAN IST AUF URLAUB IN ALBANIEN.
große Ahnung vom Anbau gehabt und wollte es so einfach wie möglich haben. Aber ich denke, dass ich das wohl in Zukunft lernen sollte, denn bisher lag der Ertrag maximal bei 290 Gramm. Viele sträuben sich vor den hohen Stromkosten und dass sie dadurch erwischt werden könnten, wie gehst du mit diesem Problem um? Ja, das war anfangs auch meine Sorge, aber ich habe den Strom einfach um 70 Euro monatlich erhöht, mit der Begründung, dass ich ein Terrarium gekauft habe. Als der Heizungsableser
Alle Blätter sind schön nach oben gestreckt, ein Zeichen, dass es den Pflanzen gut geht.
der Zeit kommen und dass man die Pflanzen täglich etwas länger beobachten sollte. Denn nur so kann man Probleme schnell beheben oder sie erst gar nicht aufkommen lassen. Misst du auch den pH- oder EC-Wert? Nein, damit habe ich mich noch nicht beschäftigt. Wie gesagt, ich habe keine
ES IST EIN SEA OF GREEN. SCHAU NUR ALL DIESE SKUNK UND SPECIAL QUEEN.
GASTAUTOR CLIFF CREMER
HIER SIND FARMER. WARTE, SIE WERDEN MICH GLEICH SEHEN. DIE WERDEN SICH FREUEN...
SCHAUT! EIN HELIKOPTER! CARABINIERI!
kam, habe ich vorher alles ausgeschaltet und Kleidungsstücke ans Zelt gehangen, und alles verlief einwandfrei. Dann wollen wir mal hoffen, dass es so bleibt und du noch sehr lange Spaß mit deinen Pflanzen hast. Danke für das tolle Gespräch. Danke, das hoffe ich doch stark.
VERDAMMT! DIE DINGER SEHEN GAR NICHT WIE GARTENGERÄTE AUS.
HALLO FREUNDE! HABT IHR VIELLEICHT EIN PAAR BUDS FÜR EUREN KUMPEL ÜBRIG!
WOW! DIESE FELDER SEHEN BESSER AUS ALS DIE AFGHANISCHEN.
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ICH LIEBE DIESES LAND.
UND LOS GEHT‘S. MACHT IHNEN FEUER UNTERM ARSCH.
MAN KÖNNTE GLAUBEN, SIE HÄTTEN NOCH NIE EINEN MANN AUS GANJA GESEHEN. ICH DENKE, AFGHANISTAN WAR NACH ALLDEM DOCH NICHT SO ÜBEL.
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INTERVIEW
Der Haschschmuggler Johan (44), ein ehemaliger Haschschmuggler, kommt aus Südholland. Über viele Jahre lang beförderte er
te ich ein Leben auf der Überholspur, begann schon bald mit allen Arten von Drogen zu experimentieren, mit wirk-
in eine Klinik ein. Im Grunde genommen bin ich ein Überlebender, denn die Behandlung erwies sich als erfolgreich,
Von Charles Steenhuyzen
ich damals nur in Kontakt gekommen wegen meines Heroinkonsums. Was hattest du gemacht? Ich brach ein Schließfach auf! Ich hatte gelernt, wie man einen Flammenstrahlbohrer baut, und so machte ich von ihm Gebrauch. Der Einbruch klappte gut, nur dass ich eine Spur hinterlassen hatte, so dass mir die Polizei schon bald auf den Fersen war. Warst du in jenen Tagen schon voll im Haschgeschäft drin? Nein. Aber ich habe schon immer eine kleine Cannabisplantage gehabt, normalerweise draußen, aber nicht das, was du „voll drin“ nennst. Ich habe mich schon immer für die Hanfpflanze interessiert und tue es noch. Man könnte sagen, ich bin völlig von ihr besessen! Wenn immer ich ein freies Stückchen Boden irgendwo habe, pflanze ich sofort einige Samen.
Haschlieferungen von Marokko nach Holland, Deutschland und Skandinavien.
lich allen, einschließlich Heroin. Das war nicht so gut, denn bevor ich mir darüber
und seither bin ich völlig clean. Aber es benötigte über sieben Jahre - und
Aber dieser Anbau ist nur dazu bestimmt, sich einen eigenen Geheimvorrat anzulegen? Ja und nein. Die magischen Erfahrungen beim Rauchen dieser kleinen, ganz normalen Pflanze nahmen mich völlig gefangen und faszinieren mich noch heute. Ich möchte alles über sie wissen. Damals gab es keine Growshops und der Anbau mit künstlicher Beleuchtung war unbekannt - oder allenfalls auf eine sehr kleine Gruppe beschränkt. Gute Bücher
GESCHNAPPT IST GESCHNAPPT, WER IM AUTO SITZT, SPIELT DA KEINE ROLLE. IN SOLCHEN LÄNDERN FINDEST DU DICH IN DER HÖLLE WIEDER. MEHR NOCH, WENN DU GANZ ALLEIN AUF DICH GESTELLT BIST. Interessanterweise lebte er diese ganze Zeit in Marokko und war nicht nur verantwortlich für den Transport, sondern auch für den Anbau von Marihuana und die Herstellung von Hasch. Alles befand sich in Johans Händen, vom Anbau auf den Feldern bis zur Belieferung der Kunden. Als er jedoch das erste Mal nach Holland zurückkehrte, wurde er sofort verhaftet. Seine Ex-Frau hatte ihn verraten und mit der Polizei zusammengearbeitet, um für sich eine Aufenthaltsbewilligung zu bekommen. Johan landete im Gefängnis und sein Eigentum wurde vom Justizministerium beschlagnahmt. Heute führt er ein ruhiges Leben und kann seinem liebsten Zeitvertreib nachgehen: die Hanfpflanze zu kultivieren. Alles über Johans absonderliche Art und Weise, das Schmuggelgeschäft von Marokko aus zu betreiben, wird in dieser Ausgabe von Soft Secrets zu Tage gebracht. SS: Johan, kannst du uns etwas über dein Vorleben erzählen? Johan: Ich zog nach Amsterdam, als ich sechzehn war. Das war in den frühen 70ern, in der Zeit der Hippiebewegung, von Flower Power, Peace & Love. Den Hippie-Lebenstil fand ich sehr attraktiv. Ich rauchte seit vierzehn. In jenen Tagen war das nicht so absurd. Außerdem führ-
recht klar werden konnte, war ich süchtig geworden. Glücklicherweise erkannte ich, dass ich drauf und dran war, völlig durchzudrehen und mit 21 willigte ich per Unterschrift freiwillig in die Überweisung
damit meine ich hauptsächlich auf einer mentalen Ebene über den Einfluss von zweieinhalb Jahren Heroinsucht hinwegzukommen. Seitdem habe ich es nicht wieder angerührt. Mit den Behörden war
waren ebenfalls selten. Ich erinnere mich, dass Hanf nur in Gärten oder in Töpfen auf dem Balkon angebaut wurde. Mein Garten war immer voll. Später, in Marokko, spezialisierte ich mich auf den
19 oder sechs Mal im Jahr nach Marokko hin und zurück. Brachtest du mit jedem weiteren Mal etwas mehr mit? Anfangs nicht. Nun ja, die Batterie wurde jedes Mal ein bisschen größer. Nach einer gewissen Zeit konnte ich fast sieben Kilo darin verstecken. Zwei Jahre lang fuhren wir hin und zurück, rauf und runter, nur für diese sieben Kilo. Und was immer der Zoll sich gedacht oder vermutet haben mag, sie konnten niemals etwas nachweisen, sie wurden niemals fündig. Wurden die Knöpfe der Batterien entfernt, war nur die gewöhnliche Batterieflüssigkeit zu sehen. Und die Batterie war immer noch voll funktionstüchtig. Ich startete den Wagen, obwohl sie nur ein Drittel ihrer Stromleistung erbrachte, die Voltzahl blieb bei 12 stehen. Es ging einmal schief, aber ich war nicht dabei. Später übernahmen Dieseltanks die Aufgabe der Batterie. Dann kamen die Boote und Container - und damit begannen die Operationen zu missglücken.
Outdoor-Anbau - und nicht nur wegen des für Cannabis günstigen Klimas. Wie hat es dich dahin verschlagen? Ich heiratete ein marokkanisches Mädchen. Wir lebten zusammen in Marokko. War das auch wegen den Pflanzen? Ja und nein. Ich mag Holland, aber damals bot es nicht gerade das, was ich mir für
mir, damit ich eine Unze (28,35 Gramm) Afghani für 370 Gulden kaufen konnte. Bei diesem Deal verdoppelte ich mein Geld. Es war wirklich gutes Hasch. Das Ergebnis sechs Monate später: Ich stellte fest, dass ich tatsächlich sehr viel Geld machte. Einige Deals noch, dachte ich, und ich kann mein eigenes Café eröffnen. Ich begann viel über diese Thema nachzudenken und wollte alles darüber wissen.
chen, die ich in Holland kennengelernt hatte. Und ich wusste, wen ich bei diesem Geschäft zu kontaktieren hatte. Das zweite Mal fuhr ich eine Lieferung; die Batterie hatte ich umgebaut, so dass ich vier Kilo in ihr verstecken konnte. Heute können wir über mickrige vier Kilo lachen, aber in der Zeit war das wirklich eine riesige Menge. In Holland lag der Preis für das Kilo bei 5000-6000
AN EINEM BESTIMMTEN ZEITPUNKT HATTE ICH DERMASSEN GENUG DAVON, ZU VERLIEREN - UND SAH ENDLICH EIN, DASS ICH AN DER FALSCHEN SEITE DES TISCHES SASS. DESHALB KAUFTE ICH MIR EIN KASINO. mein Leben erwartete. Ich hätte gern viele Pflanzen angebaut oder einen Shop gegründet, aber dafür braucht man eine Menge Geld. Deshalb entschied ich mich, Hasch zu verkaufen. Ich hatte einiges von der Welt gesehen und zog das KifferMilieu der Harte-Drogen-Szene vor. Für meinen ersten Deal investierte ich 150 Gulden eigenes Geld, den Rest borgte ich
Wo kam all dieses Hasch her, und wie kam es her, und vor allem: Wo konnte man das beste kriegen? Mir wurde bald klar, dass die Antworten in Marokko sind. Wie alt warst du, als du mit dem Haschdealen anfingst? 21. Mit 22 reiste ich das erste Mal nach Marokko. Ich ging, um Leute aufzusu-
Gulden (etwa 2727 Euro - Red.). Es konnten nur vier Kilo aufgenommen werden, aber für damals war das spitzenmäßig. In Marokko bezahlte man dafür 1200 Gulden (545 Euro - Red.). Du konntest es in Holland verkaufen, ein Kilo zur persönlichen Verwendung beiseite legen und für die nächste Ladung nach Marokko zurückkehren. Ich fuhr fünf
Fuhrst du gewöhnlich allein oder zusammen mit anderen? Meistens waren wir zu zweit. Nach einiger Zeit expandierten wir. In einem Auto können nicht mehr als 40-50 Kilo transportiert werden. Und der Zoll begann gründlicher zu durchsuchen. Sie wissen das exakte Gewicht verschiedener Automodelle, und wenn sie das Auto auf eine Waage stellen, können sie es auf Abweichungen überprüfen. Sie verfügen auch über Infrarot-Geräte und sind so fortschrittlich geworden, dass es praktisch unmöglich geworden war, weiterzumachen wie bisher. Außerdem hatten Anbauer und Geschäftsleute damit begonnen, ihre Abnehmer zu verraten, so dass Zoll und Polizei in Spanien schon auf dich warten würden. Daher stiegen wir auf Boote um. In Marokko hatten wir zwei Schnellboote, jedes ausgerüstet mit vier 240 PS-Mercury-Motoren. Und gehörten die Boote euch? Ja, es waren unsere Boote. Damals hatte ich einen Partner, jemanden von dort. Mit den Booten konnten wir zwischen sechsund achthundert Kilo transportieren. Ich würde am Strand liegen, wo der Stoff im Sand vergraben war, und warten. Um zehn Uhr abends konnte man ihn ausgra-
MITTERNACHT WEISST DU, SIE HABEN DAS ALLES NICHT RICHTIG KAPIERT. ICH MÖCHTE WETTEN, ER WAR NICHT SO GUT WIE BOB DYLAN.
DU LEBST.
ES WAR NICHT MEINE FLÖTE, FÜR DIE ICH BERÜHMT WAR. ICH ZEIG‘S DIR. LASS MICH DEMONSTRIEREN
DIE PFEIFEN DES PAN
DAS IST DIE BESTE PFEIFENKOLLEKTION, DIE ICH JEMALS ZU GESICHT BEKAM, PAN.
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ben, warten. Wenn das Wetter schlecht wurde, konnte man ihn wieder vergraben bis zur nächsten Nacht. Das Meer musste ruhig sein - und kein Vollmond. Wie verliefen die Kontakte mit Marokko? Zu jener Zeit lebte ich die Hälfte des Jahres in Marokko.
Warum habt ihr in Marokko angebaut? Das Gesetz dort ist: Wenn ein einheimisches Mädchen nach der muslimischen Tradition heiratet und ihr Vater bereits gestorben ist, hat sie ein Recht auf ihr Erbe, sobald sie verheiratet ist. Der Vater meiner Frau war gestorben und so erhielten wir viereinhalb Hektar Land im RifGebirge. Ich hatte sie nach der mus-
auf dem Land. Ich blieb fünf Jahre dort, säte und erntete. Und vom Leben in den Bergen wurde ich völlig irre - weil es dir schließlich auf die Nerven geht. Warum das? Nun, wenn du von hier kommst, ist es dir unmöglich, dort zu leben! Es gibt keinen elektrischen Strom, keine Dusche, keine
Wusste deine marokkanische Frau von euren Geschäften? Sie wusste, dass ich mit Kief zu tun hatte, aber sie fragte niemals. Es ist dort unten undenkbar, dass eine Frau ihrem Mann über seine Geschäfte Fragen stellt. Erzählt ein Mann seiner Frau nur irgendetwas davon, gilt das beinahe schon als abartig.
Du nahmst dein Wissen dorthin mit? Nein, ich ging dorthin, um zu lernen. Im ersten Jahr sagte ich kein Wort, ich beobachtete nur und lernte. Ich sah zu, was sie machten, und warum sie es so machten. Nach einem Jahr brachte ich eigene Ideen ein. Bis dahin hatte ich Respekt erworben, indem ich ihnen zeigte, dass ich den Wert von Kief genau einschätzen konnte. Ich kaufte immer Pflanzen, niemals Hasch, während ich dort lebte – d.h. Hasch nur am Anfang, mit den Autos. Später kauften wir nur Pflanzen. Und wir stellten Leute ein, um das Hasch zu pressen. Das bedeutet, wir mussten auch die zweitklassigen und drittklassigen Qualitäten nehmen. Sieh, wenn du dort Hasch kaufst, kaufst du eine bestimmte Qualität, und alles Übrige, das sich bei der Pressung ergibt, gehört dem Anbauer. Wenn du deine eigenen Leute für das Pressen einsetzt, kannst du das alles für dich behalten.
War der geschmuggelte Stoff für den holländischen Markt bestimmt? Eher für den deutschen und skandinavischen Markt. Mein erstes großes Geld machte ich in Christiania, in dieser HippieKommune in Kopenhagen. Wir lieferten dahin alle zwei Wochen. Und ich spreche von 80 bis 120 Kilo. Habt ihr das Produkt selber verkauft? Ja, und ich kontrollierte die ganze Sache, von den Feldern in Marokko bis Holland, und von hier bis nach Deutschland und Skandinavien. Irgendwann waren wir wirklich ganz groß drin, alles lag in unseren Händen, von der Aussaat bis zur Ernte. Wir machten hübsche Packen daraus und schmuggelten sie selbst. In Skandinavien hatten wir auch unsere eigenen „Verkaufsstellen“. Du kannst dir vorstellen, was für ein Geld wir machten! Aber es brauchte Jahre, um so weit zu kommen, und einige waren hart.
nehmen. Und reden wir nicht von Ketama! Ketama ist nur dieses winzige Dorf, ein Vorzeigeprojekt für die Touristen, damit diese sagen können, sie sind dort gewesen. Das ist alles. Wenn du tiefer in die Berge gehst, bekommst du die richtigen Felder zu sehen, soweit das Auge reicht. Und mir war das Glück zuteil geworden, diese Farm in die Mitte von alldem aufzubauen.
limischen Tradition geheiratet. Als wir uns scheiden ließen, geschah dies auch muslimisch, ich musste deshalb nach Marokko zurückkehren. War es sozusagen eine „geschäftsbedingte“ Heirat? Ja, aber die gesamte Familie war völlig einverstanden. Wir bauten ein Farmhaus
Toilette. Und keine Privatsphäre. Fünf Jahre ist wohl das Maximum, lernen, was du wissen willst, dann aber nichts wie weg! Was war es, was du wissen wolltest? Alles über diese Pflanzen! Um eine Vorstellung zu bekommen: In jenen Tagen war es dort, wo ich lebte, Touristen nicht gestattet, Kontakte zu Nachbarn aufzu-
Was hast du in diesem ersten Jahr hauptsächlich gelernt? Wie schlecht die Marokkaner ihre Pflanzen behandeln! Sie sind nicht besonders daran interessiert, die Qualität zu verbessern. Die Pflanzen wachsen, so Allah es will, wenn nicht, wachsen sie eben nicht, so einfach ist das. Teil 2 im nächsten Ausgabe
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CANNABISANBAU MIT LITTLE LEBOWKSI
Mit Hydro auf die Überholspur Der Sommer ist vorüber! Endlich können wir mit der Einrichtung des Anbauraums fortfahren, in der Gewissheit, dass unsere kostbaren Pflanzen nicht mehr den Launen der Mutter Natur ausgesetzt sind, die uns etwa mit einer Hitzewelle heimsuchen könnte! Wenn wir mit dem Winteranbau beginnen und die Optionen im lokalen Growshop ins Auge fassen, wofür sollen wir uns entscheiden? Für den guten altmodischen Kompost oder für ein Hightech-Hydrosystem? Von Little Lebowksi
Nährstoffe eine Pflanze aufnehmen kann, umso größere Erträge wird sie produzieren. Vorteile passiver hydroponischer Systeme Sie sind SO einfach - für einen unerfahrenen Grower, der noch die Grundlagen des Innenanbaus lernt, verringert ein passives Hydrosystem das Risiko des Zu-Viel oder Zu-Wenig-Wässerns; es gibt keine
Hydroponik kann weniger Pflege und Wartung, eine einfachere Einrichtung und ein saubereres, kompostfreies Anbaumillieu bedeuten...ganz zu schweigen von früheren Ernten und höheren Erträgen! Es kann aber auch eine permanente Überwachung der Nahrungszufuhr zur Folge haben, umfallende Pflanzen und undichte Decken! Auf dem Markt gibt es sehr viele hydroponische Systeme, die zahlreiche unterschiedliche hydroponische Techniken nutzen: passive Hydrosysteme, EbbeFlut-Systeme, Tropfbewässerung, DWC, NFT und Aeroponik. Bertrachten wir die Vor- und Nachteile und wie die Hydroponik im Vergleich zur „Handfütterung“ abschneidet. Passives Hydrosystem - Was ist das? Anders als bei aktiven Hydroverfahren, bei denen eine Wasser- oder Luftpumpe eingesetzt wird, um die Nährlösung zu liefern, bauen passive Hydrotechniken normalerweise auf die Kapillarität im die Wurzeln umgebenden Pflanzmedium - hier ist keine Pumpe im Spiel. Die Versorgung wird meistens gewährleistet, indem das Pflanzmedium in Kontakt mit einem
zu überführen, während fortschrittlichere Systeme wie der AutoPot Ventile verwenden, die mit einem Wassertank verbunden sind, um den Tray mit den darauf stehenden Töpfen zu fluten. Pflanzen in einem passiven Hydrosystem haben beinahe durchgehend Zugang zu Wasser und Nahrung, und weil bei den meisten passiven Systemen von unten bewässert wird, bleibt der obere Bereich der
Arbeitsbelastung zunimmt. 200 Pflanzen zu bewässern ist daher genauso einfach wie bei 20 Pflanzen! Aus diesem Grund werden im Erwerbsgartenbau tatsächlich modulare passive Systeme eingesetzt. Weniger Gänge zum Anbauraum - beim kommerziellen Anbau im großen Stil geht es allein darum, mit möglichst geringem Risiko einen maximalen Ertrag zu erzielen. Um nicht mit schmutzbedeckten Händen auf frischer Tat ertappt zu werden, müssen wir so wenig Zeit wie möglich im Anbauraum verbringen. Eine große Plantage von Hand zu wässern ist ein FullTime-Job und geht daher gar nicht. Aktive Hydrosysteme erbringen den Ertrag, aber Wartungspflichten erfordern häufiges Aufsuchen des Anbauraums - das System nachfüllen, EC und pH anpassen. Ein passives System, das durch ein großes Reservoir versorgt wird, kann einmal in der Woche inspiziert werden, wodurch das Risiko, die Aufmerksamkeit neugieriger Nachbarn, der örtlichen Gesetzeshüter oder kleiner fieser Erntediebe zu erregen, erheblich verringert wird!
Nachteile passiver Systeme Übersättigung der Wurzelzone - fortwährend der Nährlösung ausgesetzt zu DWC-Wurzelballen! Fantastisch! sein bedeutet, der untere Bereich des Pflanzmediums ist immer nass und sauerPumpen, Zeitschaltuhren, und man muss stoffarm. Dies kann langsames Wachstum keine komplizierten Versorgungspläne ver- und Wurzelkrankheiten bewirken. Um stehen. Es ist einfacher,ein passives System dagegen anzugehen nutzen wir ein leichzu betreiben als von Hand zu gießen und tes, gut durchlüftetes Medium wie Kokos wir erhalten einen weit höheren Ertrag. - und wir MÜSSEN uns vergewissern, dass sich das Wurzelsystem der Pflanzen gut Kein Umlaufsystem - die Nährlösung wird ausgebildet hat, bevor wir sie in das System von der Pflanze verbraucht und es gibt bringen. Gießen Sie anfangs die Pflanzen keinen Abfluss, der in in den Tank zurück- in ihren Töpfen von Hand, überprüfen Sie, fließt. Das bedeutet, der EC und pH im ob die Wurzeln auf den Grund des Topfes Tank schwanken nicht und die Pflanzen auftreffen und setzen Sie den Topf dann
NFT-System im „Hobbyformat“ mit feinen
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passiven Autopot-System
Nährlösungsreservoir gehalten wird. Passive Hydroponik in seiner einfachsten Form ist, die Töpfe in einen Tray zu stellen und die Nährlösung in den Tray zu gießen. Einige passive Hydrosysteme arbeiten mit „Dochten“, um die Nährlösung in den Topf
Wurzelzone sehr sauerstoffreich. Deshalb können mit passiven Hydrosystemen überragende Ergebnisse erzielt werden, und sie sind dabei unglaublich nutzerfreundlich und einfach zu warten. Umso mehr Sauerstoff, Wasser und
erhalten immer frische, ausgewogene Kost. Fantastisch!
in das System um. Es macht etwas mehr Arbeit, doch es lohnt sich.
Einfach erweiterbar - die meisten Ausführungen von passiven Hydrosystemen mit einem Wassertank sind leicht erweiterbar, ohne dass deshalb die
Pflanzmedium immer noch erforderlich - ja, es handelt sich um ein Hydrosystem, aber das Fehlen von Pumpen heißt, man verlässt sich auf die Kapillarität des Pflanzmediums
23 beim Transport von Feuchtigkeit durch die Wurzelzone. Wir tragen immer noch Säcke vom Auto zum Anbauraum... doch immerhin werden die Pflanzen im Falle eines Stromausfalls weiter versorgt.
Ebbe-Flut-System - was ist das? Das Prinzip eines Ebbe-Flut-Systems ist einfach. Eine Pflanze steht auf einem Fluttisch
quetscht und wieder frischer Sauerstoff hineingezogen. Um so mehr Sauerstoff in den Wurzelbereich gebracht werden kann, umso gesünder bleibt die Pflanze.
Hersteller niedrige Tische mit integrierten Reservoirs... fragen Sie Ihren Growshop nach weiteren Informationen.
Tropfbewässerung - Was ist das? Keine Ansammlungen von Düngersalzen sämtliche Nährstoffe, die nicht von den Pflanzen verbraucht werden, fließen ein-
Es gibt viele Arten der TropfbewässerungTropfer für Töpfe, für Steinwollmatten Tropfringsysteme - aber sie funktionie-
dem Erde-Liebhaber, der nur seine Töpfe automatisch bewässert haben will bis zum Hydro-Experten, der täglich die Nährstoffaufnahme seiner Pflanzen messen und für seinen eigenen Anbau den perfekten Versorgungszeitplan ausknobeln möchte. Die Tropfbewässerung kann bei jedem Pflanzmedium und in jeder
WENN KEIN PFLANZMEDIUM (WELCHER ART AUCH IMMER) ERFORDERLICH IST, NICHT EINMAL EIN ANZUCHTWÜRFEL, VERMINDERT SICH DAS RISIKO BODENBÜRTIGER SCHÄDLINGE UND KRANKHEITEN. fach wieder in das Reservoir zurück anstatt sich am Grund des Topfes abzulagern. Eine Ansammlung von Düngersalzen würde das Wachstum hemmen, denn sie würde die „Aussperrung“ bestimmter Nährstoffe bewirken.
Die Nährlösung wird in einem Reservoir gehalten und während der Zeitperioden, die auf dem Timer eingestellt sind, wird sie durch den Schlauch gepumpt und über die Tropfer an jede einzelne Pflanze geliefert.
Verwenden Sie einen Reiniger für die Leitungen des Hydrosystems, um
Die Nährlösung nimmt ihren Weg durch das Medium und über die Wurzeln der Pflanzen, drainiert aus dem Pflanzmedium und zieht dadurch Sauerstoff in den Wurzelbereich. Wenn wir häufiger über den ganzen Tag verteilt Wasser und Nährstoffe in kleinen Dosen zuführen, sorgen wir dafür, dass das Medium sich nicht vollsaugt und immer reichlich Sauerstoff um die Wurzeln der Pflanze vorhanden ist.
Verstopfungen zu verhindern oder in einem Eimer, eine Nährlösung wird aus einem Reservoir gepumpt und flutet den Tisch oder den Eimer. Schaltet sich die Pumpe ab, fließt die Nährlösung wieder in das Reservoir zurück. Um die Häufigkeit der Flut- und Abflussperioden einzustellen, wird eine Zeitschaltuhr verwendet. Während der Flutperiode werden die Wurzeln der Pflanze überschwemmt, was ihnen ermöglicht, alles Wasser und Schöner Baum in einem sämtliche Nährstoffe aufzunehmen, die Flo-Gro-Tropfring-System sie benötigen. Die gesamte verbrauchte Luft wird dann aus der Wurzelzone hinausgedrängt, und wenn die Lösung Nachteile von Ebbe-Flut-Systemen abfließt, wird wieder frischer Sauerstoff in Kompliziert - das modulare Ebbe-Flutdie Wurzelzone hineingezogen. Wie die System aufzubauen und instandzuhalPflanzen größer werden, erhöhen wir die ten kann sich schon zu einem kleinen Anzahl der täglichen Flutperioden. Albtraum auswachsen. Es ist großartig, dass die Module beliebig positioniert werDie Menge der verbrauchten Nährlösung den können, aber die Installation bedeutet zu messen ist einfach, was es erfahrenen viel Fummelei mit zahlreichen Leitungen Growern ermöglicht, maßgeschneider- und Dichtungsringen. Der beste Plan te Versorgungszeitpläne zu entwickeln, ist, die Töpfe gleich da hinzustellen, wo um optimale Erträge von ihren Pflanzen man sie haben will und anschließend die zu erhalten. Leitungen um sie herum zu legen. Vorteile von Ebbe-Flut-Systemen Sie sind wirklich variabel - im einfachsten Fall bieten sie die Möglichkeit, dass die Töpfe einfach nur automatisch bewässert werden, doch für den Grower mit mehr Erfahrung ist es die Methode, welche die größte Wahl lässt, da man die Anzahl der täglichen Flutperioden ändern kann und auch deren Dauer. So können wir das System unserem Anbaumillieu einpassen - denn jeder Anbauraum weist eine andere Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftströmung auf - und den größtmöglichen Ertrag aus unseren Pflanzen herausholen. Wurzelzone wird mehrmals am Tag vollständig mit frischem Sauerstoff versorgt während der Flutperiode wird die Luft vollständig aus der Wurzelzone herausge-
ren alle nach dem gleichen Prinzip. Die Pflanzen werden in einem Medium gestartet, ein Tropfer dort platziert oder darüber gehangen. Der Tropfer ist mit einem Schlauch verbunden, der wiederum an eine Pumpe angeschlossen ist.
Während die Pflanzen reifen, wird die Anzahl der Zeitabschnitte, in denen Nahrung zugeführt wird, erhöht, um Wachstum und Ertrag zu optimieren. Das ist die bevorzugte kommerzielle Methode des Anbaus von Pflanzen mit einem längeren Lebenszyklus wie Tomaten, Paprika und Gurken. Vorteile der Tropfbewässerung Total flexibel - Tropfbewässerung hat jedem Grower etwas zu bieten - von
Größenordnung angewendet werden. Gute Mischung aus Nahrung, Wasser und Sauerstoff - wenn Pflanzen wenig aber oft genährt werden, ist das Medium niemals gesättigt und es tritt kein Sauerstoffmangel ein. Werden die Pflanzen hingegen alle paar Tage einmal von Hand gegossen, kann dies zu einer Staunässe führen, bei welcher der gesamte Sauerstoff aus der Wurzelzone herausgepresst wird und die Wurzeln eine Ewigkeit brauchen, um die Feuchtigkeit von dem Medium aufzunehmen. Viel weniger Arbeit als beim Gießen von Hand - für sämtliche Pflanzen ist nur einen Tank mit Nährlösung zu handhaben und alle zwei Tage nachzufüllen - weit einfacher als das Gießen von Hand. Nachteile der Tropfbewässerung Der Aufbau ist zeitaufwendig - für eine größere Anlage braucht man mindestens einen oder zwei Tropfer pro Pflanze, jeder einzelne muss mit der Hauptleitung verbunden werden, die von der Pumpe abgeht, mit einer Unmenge von kniffligen Anschlüssen. Diese Arbeiten können einen zur Weißglut bringen, aber wenn man es geschafft hat, ist es die Mühe Wert gewesen. Vorausgesetzt, dass keine Lecks auftreten! Verstopfungen - ein Tropferschlauch hat einen geringen Innendurchmesser und
Missverständnis - es liegt in Wirklichkeit nicht an den Systemen, doch es scheint, als würde außerhalb der Staaten tatsächlich niemand Ebbe-Flut-Systeme betreiben. In den USA hingegen ... nutzt sie schon jeder Depp! Die dort gebräuchlichen Systeme sind unglaublich einfach aufzubauen, zu handhaben, und Töpfe sowie Kokos können weiterhin verwendet werden. Kommt, Growshops in Europa... haltet euch ran! Zu hoch für Zelte - Die meisten EbbeFlut-Tische auf dem Markt sitzen auf einem Gestell, unter dem sich ein großes Reservoir befindet. Leider brauchen die größeren Tische größere Reservoirs, um sie zu fluten, und dies beansprucht wertvollen „Kopfraum“ in einem Growzelt. Glücklicherweise produzieren nun einige
Wurzeln in einem aeroponischen Cloner
24 im Verlauf eines ganzen Anbauzeitraums – 8 bis 14 Wochen, abhängig von der Sorte - besteht die Möglichkeit, dass diese Tropferschläuche verstopfen, besonders wenn man konzentrierte Mineralstoffe und Stimulatoren verwendet (und wenn man möglichst viele Blüten bekommen will, wird man das tun!). Die Zugabe eines Antiblockmittels - wie „Keep It Clean“ oder „D-Block“ - in das Reservoir sorgt für einen ungehinderten Fluss.
DWC - Was ist das? Deep Water Culture (DWC) ist ein Anbauverfahren, bei dem die Wurzeln der Pflanze andauernd in eine sauerstoffreiche Nährlösung getaucht werden (daher der Ausdruck „Deep Water“). Es wird sehr wenig Pflanzmedium verwendet, nur Anzuchtwürfel und etwas Blähton. Der erste Wurzelballen der Pflanze entwickelt sich anfangs in einem Netztopf, der über
mit einer eineinhalb Meter großen Pflanze voller Blüten und einem Wurzelballen, der nicht mehr in den Eimer passen will! Es ist ein Job für zwei Leute.
NFT - was ist das? NFT steht für Nutrient Film Technique (Nährfilmtechnik), bei der eine Nährlösung auf einen Tray oder (beim kommerziellen Anbau) in eine Rinne gepumpt wird, so dass sich ein sehr flacher, sich langsam fortbewegender Film bildet, der durch die Wurzeln der Pflanzen fließt und sie mit allen Elementen versorgt, die sie benötigen. Die Wurzeln der Pflanze wachsen in die Lösung hinein und füllen den Tray bzw. die Rinne, so dass sich eine große Wurzelmatte bildet. Dieser permanente Zugang zu Wasser und Nährstoffen, zusammen mit einem
Sauberer Betrieb, sehr wenig Abfall - kein Kompost bedeutet keine Gefährdung durch bodenbürtige Schädlinge und kein Schleppen schwerer Säcke mit Pflanzmedium beim Aufbau oder nach der „Abholzung“. Einfach nur die Wurzelmatte einrollen und wegwerfen!
wenn man von dem Anzuchtwürfel absieht, falls die Pflanze aus einem Samenkorn aufkeimte. Die Wurzeln der Pflanze wachsen in eine Kammer oder Rinne, wo sie von Zerstäubern, Sprinklern oder Sprühköpfen genährt werden, welche die Nährlösung mit Hilfe einer Pumpe liefern.
Nachteile von NFT Wurzelerkrankungen - spricht man mit gestandenen Growern über NFT, sagen alle das Gleiche: fantastische Ergebnisse ABER wegen Pythium aufpassen! Da die Wurzeln der Pflanzen ständig in Wasser gebadet werden, können sie leicht von Wurzelkrankheiten befallen werden. Hohe Temperaturen können in wenigen Stunden einen Befall bewirken. Nutzen Sie ein Heiz- bzw. Kühlgerät, um eine konstante Wurzeltemperatur von 20-22 °C aufrecht zu erhalten und führen Sie Wurzelbehandlungen - Pyth Tabs or
Aeroponik kann für den Anbau im Verlauf des gesamten Zyklusses angewendet werden und produziert bei der Stecklingsvermehrung exzellente Ergebnisse. Aeroponisch angebaute Pflanzen haben immer Zugang zu Nährlösung und Sauerstoff; sie nehmen sehr viel mehr Wasser und Nährstoffe auf als Pflanzen, die von Hand gegossen werden. Umso mehr Sauerstoff, Wasser und Nährstoffe eine Pflanze aufnehmen kann, umso größere Erträge wird sie produzieren.
EIN AEROPONISCHES SYSTEM ZU BETREIBEN GLEICHT EIN WENIG DEM FAHREN EINES FERRARI MIT RASENDER GESCHWINDIGKEIT... VERBLÜFFENDE LEISTUNG, ABER EIN KLEINER FEHLER - UND ES IST AUS! einem Reservoir oder Eimer hängt. Die Wurzeln der Pflanze wachsen aus dem Topf heraus in das Reservoir hinein, wo Wasser, Nährstoffe und Sauerstoff gleichbleibend zur Verfügung stehen, die mit Hilfe einer Luftpumpe geliefert werden. In Deep Water Culture angebaute Pflanzen verfügen über ein riesiges Angebot an Nährlösung und Sauerstoff. Richtig durchgeführt sind erstaunliche Ergebnisse möglich. Vorteile von DWC Das einfachste Hydrosystem - die meisten Systeme bestehen nur aus einem Eimer, einem Netztopf und einer Luftpumpe. Es gibt keine beweglichen Teile und keine externen Leitungen - Lecks sind somit ausgeschlossen. Turbo-Erträge - DWC-Systeme setzen Pflanzen einem überreichlichen Angebot an Wasser, Nährstoffen und Sauerstoff aus. Sie sitzen buchstäblich in einem Bad von sehr sauerstoffreicher Nährlösung! Gewaltige Ernten stehen bevor! Keine Versorgungspläne ausarbeiten müssen - die Pflanzenwurzeln haben ständig Zugang zu allem Wasser und sämtlichen Nährstoffen, die sie brauchen; sie nehmen auf, was immer sie brauchen und genau dann, wenn sie es brauchen. Eine Zeitschaltuhr ist nicht notwendig. Nachteile von DWC Lärmend - jedes System, das mit einer Luftpumpe betrieben wird, erzeugt ein schnarrendes Geräusch. Ein System allein geht noch, aber vier in einem Zelt - da wird man schier verrückt! Versuchen Sie diese an einem elastischen Gummiseil aufzuhängen, um die Vibrationen zu vermindern. DasReservoirsäubern - Reinigungspflichten nachkommen; den Deckel öffnen, die Pflanze aus dem System herausnehmen und auf einen zweiten Eimer versetzen. Klingt einfach? Dann versuchen Sie es ‚mal
überreichlichen Angebot an Sauerstoff für die Wurzeln, bedeutet, dass mit NFT angebaute Pflanzen sehr schnell wachsen und erheblich größere Erträge abwerfen als der Anbau in Erde. Deshalb ist NfT die bevorzugte Methode im Erwerbsgartenbau für frühzeitig erntereif werdende Pflanzen wie Salate und Kräuter. Vorteile von NFT Höheres Wachstumstempo und größere Erträge - weil die Pflanzen immer auf das
Regen A Root - bei den ersten Anzeichen von Problemen durch. Ständige Kontrolle - die durchgehende Verfügbarkeit von Nährlösung ermöglicht eine kontinuierliche Versorgung durch die Wurzeln. Dabei verändert sich die Balance der Nährstoffe in der Lösung und der EC schwankt. Man muss sich bei der Überwachung des EC auf dem Laufenden halten - was auch für den pH zutrifft -, sonst werden die Pflanzen unter
Vorteile von Aeroponik Extreme Wachstumsgeschwindigkeit und gewaltige Ernteerträge - von allem Systemen auf dem Markt bieten aeroponische Systeme den intensivsten Kontakt der Pflanzenwurzeln mit Wasser, Nährstoffen und Sauerstoff. Umso verfügbarer diese drei Schlüsselelemente für die Pflanze sind, umso schneller entwickelt sie sich und umso mehr Blüten wird sie am Ende liefern. Schnellere Durchlaufzeit von Klonen mit aeroponische Clonern lassen sich Ableger am schnellsten bewurzeln. Innerhalb von 5-6 Tagen umzupflanzen ist nicht ungewöhnlich und in größere Cloner passen über 100 Ableger! Gesunder Wurzelbereich - kein Pflanzmedium welcher Art auch immer ist erforderlich, nicht einmal ein Anzuchtwürfel; dies bedeutet ein vermindertes Risiko bodenbürtiger Schädlinge und Krankheiten.
Nachteile von Aeroponic In diesem Schrank versuchte Nils, oben eine Sehr gute Ergebnisse, hohes Risiko Mutterpflanze und unten Stecklinge zu halten. Aeroponischer Anbau richtig durchgeführt stellt so ziemlich den Gipfel dar, was sich aus den Pflanzen heraushozugreifen können, was sie benötigen, Mangelkrankheiten leiden. Um beste len lässt. Die möglichen Erträge sind wachsen sie schneller und bringen mehr Ergebnisse zu erzielen, ersetzen wir die riesig! Ein aeroponisches System zu Ertrag. Das beschleunigte Wachstum ver- Lösung mindestens einmal pro Woche - betreiben gleicht jedoch ein wenig kürzt die vegetative Phase, so dass meh- oder öfter, wenn die Pflanzen blühen. dem Fahren eines Ferrari mit rasenrere Ernten im Jahr möglich sind. Bei der der Geschwindigkeit... verblüffende richtigen Durchführung sind bedeutend Umfallende Pflanzen – NFT stützt nicht Leistung, aber ein kleiner Fehler und es höhere Erträge zu erzielen als beim her- die Struktur der Pflanze und wenn die ist vorbei! Das Fehlen von Pflanzmedium kömmlichen Anbau mit Kompost. Pflanzen zu blühen anfangen, werden im Wurzelbereich führt dazu, dass die sie „kopflastig“ und kippen um. Planen Pflanzen gegenüber Überdüngung, Es ist einfach – diese Hydrosysteme Sie die Stützkonstruktionen vor der Temperaturen, pH-Schwankungen und aufzubauen ist eine einfache Blühphase und halten Sie Erbsennetze Wurzelkrankheiten sehr anfällig sind. Aufgabe. Es gibt keine komplizierten und Jojos bereit. Derweil brauchen die Systeme selbst viel Leitungssysteme oder man muss keine Wartung; ein Stromausfall schaltet die Versorgungszeitpläne kalkulieren. Weil Aeroponik - was ist das? Pumpe ab oder ein Sprinkler fällt aus - in das System außerdem immer „einge- Aeroponik ist ein Anbauverfahren, bei wenigen Stunden sind die Pflanzen hinschaltet“ ist und die Pflanzen einfach dem die Wurzeln der Pflanze in der Luft über. Doch für den kleinen Hobbygrower nehmen, was sie brauchen, besteht kein aufgehangen und fortwährend mit einem ist es das Risiko wert! Risiko, dass sie zu viel oder zu wenig Nebel aus Nährstofflösung besprüht werden. Es wird kein Pflanzmedium genutzt, Happy growing! Nahrung erhalten.
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EVENTS
Hanfmesse Cultiva 2013 )"/'#&53*&#& 45&--&/ 4*$) 703 Im Jahr 2008 fand in Wien die erste Cultiva-Hanfmesse statt, die seitdem jedes Jahr aufs Neue Tausende Besucher in die Eventpyramide in WienVösendorf zieht, so auch vom 18. bis 20. Oktober dieses Jahres. Dutzende Aussteller aus allen Bereichen der Hanfbranche bauten ihre Stände auf, Text und Fotos: Robert B. um ihre Leistungen zu präsentieren. Seedbanks wie Sensi Seeds, Dinafem Seeds, Dutch Passion und Sweet Seeds sind natürlich mit dabei gewesen. Auch Growshops wie Bush Doctor und der Berliner Großhandel Grow In
siert, der sollte all diese neuen Artikel genau beobachten. So konnten sich z. B. die Carbon Active Filter oder die Adjust A Wing Reflektoren behaupten. Eine Besonderheit der Cultiva ist, dass
eine solche Ausnahmegenehmigung in Deutschland zu beantragen, wenn Cannabis die Symptome der Erkrankungen lindern kann. Immerhin wurden die Antragsverfahren schon ein wenig aufgelockert, da die ersten Patienten diesen Weg gegangen sind, und mit noch mehr Patienten werden die Verfahren noch einfacher werden. Einer der richtigen Stars auf der Cultiva war natürlich Mathias Bröckers, den viele kennen, weil er das Buch „Die
NEBEN ALL DEN BEREITS BEWÄHRTEN PRODUKTEN WURDEN ERNEUT VIELE NEUHEITEN VORGESTELLT waren da. An einigen Ständen wurden Hanf-Textilien und Hanflebensmittel angeboten. Es fehlten natürlich nicht die Hersteller von Rauchgeräten und
richtige Hanfpflanzen in der vegetativen Phase ausgestellt und gehandelt werden dürfen. Neben den Messeausstellern haben viele Besucher den Vorlesungen
Wiederentdeckung der Nutzpflanze Hanf“ von Jack Herer übersetzt hat. Jack Herer ist es gewesen, der ein Umdenken in den USA ermöglicht hat,
weiterem Rauchbedarf. Wer gesünder konsumieren möchte, der wurde bei Verdampftnochmal, dem Spezialisten für Vaporizer, schnell fündig. Neben all den Unternehmern zählten aber auch Legalisierungsorganisationen, wie Legalize.eu und der DHV zu den Ausstellern, die hier interessierten Besuchern nahebringen wollten, wie wichtig Legalisierungsarbeit von der Basis ist. Neben all den bereits bewährten Produkten wurden erneut viele Neuheiten vorgestellt. Hier stellt sich natürlich die Frage, ob sich diese neuen Innovationen bewähren werden, oder ob es wieder nur Kurzläufer sind, an die sich schnell keiner mehr erinnern wird. Wer sich für die Materie interes-
ihre Aufmerksamkeit geschenkt. Dieses verwundert nicht, wenn Ed Rosenthal als der Growguru extra aus den USA anreist, um Vorträge zu halten. Es ging natürlich darum, wie man richtig growt. Ed Rosenthal ist die Fachkraft, die wirklich detailliertes Insiderfachwissen vermitteln kann. Aber auch andere Vorträge waren ausgesprochen interessant. Peter Rausch behandelte die Metabolismen der natürlichen und synthetischen Cannabinoide. Tilo Clemeur und Günter Weiglein berichteten, wie auch in den Jahren zuvor, über ihre Situation als Hanfpatienten und wie sie es geschafft haben, eine Ausnahmegenehmigung zu erhalten. Sie empfehlen jedem, der einen Krankheitsverlauf vorweisen kann,
über das Cannabis als Medizin wiederentdeckt wurde. Mathias Bröckers war nach dem Lesen dieses Werks überzeugt und ist seitdem eine Persönlichkeit, die sich mit der Drogenthematik und der Legalisierungsbewegung bestens auskennt und demnach auch interessantes Insiderwissen vermitteln kann. Sein Vortrag behandelte jedoch sein Werk „Die Drogenlüge, warum Drogenverbote den Terrorismus fördern und Ihrer Gesundheit schadet“. Als führende Persönlichkeit von der internationalen Legalisierungsbewegung für alle Drogen, ENCOD, reiste Joep Oomen aus Belgien an, um über Cannabis Social Clubs zu berichten, die es seit wenigen
Jahren in Belgien gibt. Dieser Anbau zwecks Selbstversorgung wäre auch für Österreich, Deutschland und die Schweiz einer der möglichen Schritte in Richtung Legalisierung. Aber auch hier ist es wie bei den Patienten: Erst dann, wenn viele betroffene Personen diesen Weg gehen, sobald es möglich ist, wird es für alle, die folgen werden, einfacher. Hans Cousto dürfte vielen interessierten Hanfliebhabern ein Begriff sein. Dieser Mann ist seit geraumer Zeit in der Legalisierungsszene aktiv, und auch er ist zur Cultiva angereist. Er bearbeitete in einem Workshop das Thema Cannabis Social Clubs und deutsches Recht. Der DHV leitet derzeit Bürger dazu an, Anträge für CSCs an die Gemeinden zu stellen, da diese als wissenschaftliche Projekte bei der derzeitigen Gesetzeslage genehmigt werden können. Über diesen Weg wurde auch das Methadonprogramm eingeführt. Es ist demnach durchaus möglich, dass es innerhalb der nächsten Jahre erste CSCs in Deutschland geben wird. Neben allen Ausstellern und den Workshops wurde auch für weitere Unterhaltung gesorgt. So wurden z. B. rege besuchte Kochshows abgehalten. Immerhin ist Hanf als Lebensmittel ein interessanter und sehr gesunder Rohstoff für die bewusste Ernährung. In der Garden Lounge sorgten Medijuana und DJs für guten Sound, der jedoch von Filmvorführungen unterbrochen wurde. So konnte einfach mal ein wenig relaxt werden, da so ein ganzer Messetag auch sehr anstrengend sein kann. Wer nicht allein Entspannung und Getränke suchte, der fand in den hausinternen Restaurants stets bestes Essen vor. Es wurde jedoch auch über die Öffnungszeiten der Cultiva hinaus ein vielfältiges Programm geboten. So wurde am Freitag in der Garden Lounge für Getränke und Musik gesorgt. Ab 19 Uhr traten hier DJ Kapazunda, die Balkan Tango Vibes und DJ Mi:Kesh auf, um bei den Gästen für Stimmung zu sorgen. Am Samstag ging es nach der Messe mit deutlich mehr Besuchern als am Freitag in der Garden Lounge weiter. DJ Doblhoff & Scheibosan und Deladap sorgten für Unterhaltung. Ab 22 Uhr wurde dann noch die Cultiva Lounge in der Poolbar geöffnet. Hier sorgten DJ Smoab und DJ Crazy Sonic für die passende Beschallung. Viele Gäste blieben bis tief in die Nacht und konnten so einige der Aussteller mal privat kennenlernen. Die Hanfmesse Cultiva bietet mit Ausstellern, Workshops und Entertainment mehr Programm, als der Messebesucher in drei Tagen aufnehmen kann. Wer nächstes Jahr die Cultiva in Wien besuchen möchte, der sollte sich somit vorab einen kleinen Plan aufstellen, welche Workshops besucht werden, um in der verbleibenden Zeit dann die Aussteller zu besuchen. Diese nehmen sich gerne Zeit, um interessierte Gäste zu den Produkten zu informieren. In den letzten Stunden am Sonntag vor dem Abbau der Stände werden viele Artikel weit unter Preis verkauft oder sogar verschenkt. Wer hier dabei ist, kann gutes Geld sparen!
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GLOSSE
Wir malen uns die Welt, wie sie uns gefällt 8*& %*& %30(&/10-*5*, %*& 7&3/6/'5 ,0/5&3,"3*&35 Herrschaften, einmal die Ohren gespitzt: Yeah, es ist bequem, die Wahrheit für sich zurechtzuschneiden und so zu betrachten oder sich einzurichten, wie man es gerade passend und nützlich findet. Machen wir doch schließlich alle immer wieder. Vielleicht ist das sogar ein spezieller Selbsterhaltungsmechanismus des Bewusstseins. Manchmal jedoch, ist solche nach individuellen Präferenzen selektierte Weltanschauung fehl am Platz, gerade in der Hanfdiskussion, haben doch Kiffer ihre ganz eigene Art, sich die Fakten zurechtzulegen – gerne manchmal auch Markus Berger etwas unkritisch. Wenn wieder mal auf einer Party der philosophisch anheimelnde Ausspruch getätigt wird, Hanf sei absolut ungefährlich und bewirke ausschließlich positive Flows, so ist an dieser Stelle ein Punkt erreicht, an welchem ich die Party entweder verlasse
gesund ist. Da geht es zum einen um das Rauchen schlechthin. Wann immer Pflanzenmaterial verbrannt und der entstehende Rauch inhaliert wird, enthält der Dunst kanzerogene, also krebserregende Verbindungen. Ja, richtig, nicht
nur solche Tatsachen annimmt, die ihm oder ihr als förderlich und angenehm erscheinen. Hier würde einerseits die berühmte Schopenhauer’sche Weisheit der Welt als Wille und Vorstellung greifen, ja diese sogar bestätigt, wenn – ja, wenn denn nur auch die ganze Wahrheit gesehen würde ... Wäre der populäre Ausspruch des Paracelsus nicht so unendlich ausgelutscht, würde ich ihn hier zum Besten geben wollen. Doch in Wahrheit wissen wir sehr gut um die Zweischneidigkeit aller Dinge. Aber – und jetzt führen wir vermeintlicherweise alles obige ad absurdum – es geht, zumindest in der Hanffrage, die in unseren Gesellschaften als Politikum behandelt wird, nicht um Vernunft und Logik. Sondern viel-
mindestens dreißig Prozent und auf der Rückseite mindestens vierzig Prozent mit Warnfläche bedeckt sein. Dort steht dann sinngemäß: „Rauchen tötet!“, „Ihr Arzt oder Apotheker kann Ihnen helfen, das Rauchen aufzugeben“, „Rauchen verursacht auch bei Ihren Kindern schwere Krankheiten“, „Rauchen in der Schwangerschaft schädigt das heranwachsende Kind“ und so weiter. Klar, das stimmt möglicherweise alles. Niemand würde das ernsthaft bezweifeln wollen. Gerade bei den mit Gift versetzten Filterzigarettenverschnitten unserer Zivilisation. Aber: Würde sich auch nur jeder zweite Raucher von diesen Warnungen inspirieren lassen und das Rauchen aufgeben, würde sich die Regierung wohl in den Arsch beißen – die Wirtschaft wäre am Ende.
WANN IMMER PFLANZENMATERIAL VERBRANNT UND DER ENTSTEHENDE RAUCH INHALIERT WIRD, ENTHÄLT DER DUNST KANZEROGENE, ALSO KREBSERREGENDE VERBINDUNGEN oder mich auf heiße Diskussionen einlasse. Sicher, ich bin auch seit Jahrzehnten ein überzeugter Kämpfer für die Relegalisierung der Hanfpflanze. Doch ist es allmählich fast schon lästig, die immer selben Lobhudeleien bezüglich des Cannabis hören zu müssen. Keine Sache ist entweder nur gut oder nur schlecht. Der Schweizer Naturstoffchemiker und LSDErfinder Albert Hofmann (11. Januar 1906 bis 29. April 2008) schrieb mir vor relativ genau zehn Jahren, nämlich zum 19. April 2003 (anlässlich des 60. Jahrestages des LSD), in sein Buch „Lob des Schauens“ folgende Widmung: „Die Welt ist so, wie wir sie wahrnehmen und was wir von ihr wahrnehmen“. Und genau das ist der Punkt. Der Mensch in seiner geistreichen Natur gestaltet nämlich stets seine ganz persönliche Wirklichkeit. Zugang zu dieser subjektiven „Wahrheit“ findet all das, was uns als Individuen angenehm und passend scheint. Verdrängt und als nicht wirklich angenommen werden Tatsachen, die unser momentanes oder permanent vorhandenes Verständnis von Bequemlichkeit, Recht und Ordnung in irgendeiner Weise in Frage stellen. Und so schimpft der Kiffer auf „das System“, ohne jedoch zu bemerken, daß er oder sie als Hanfpurist per Grundsatz die gleichen, für dieses System so typischen Verhaltensmuster aufweist und auch dieselben Ansichten vertritt. Falsch ist nicht nur, daß Hanf eine gefährliche Einstiegsdroge ist. Falsch ist auch, daß Hanf vollkommen harmlos, dafür aber immer und überall total
nur bei der Zigarette – auch beim Genuss puren gerauchten Cannabiskrauts (oder Öls, Haschischs usw.) werden solcherlei ungesunde Stoffe erzeugt und eingeatmet. Und falls jemand das nicht glauben mag, füge ich gern noch hinzu, dass Marijuanarauch sogar 1,5 mal mehr Teer und 1,7 mal mehr Benzopyrene (krebsfördernde Substanzen) als Tabakrauch enthält. Nachzulesen in Tony Bührers Haschisch-Studie (1989). Aber was soll die Erbringung von Nachweisen? Sind wir nicht alle selbst gefordert, unser Wohl in die Hand zu nehmen? Sollten wir uns nicht jeder um die ganze Wahrheit bemühen? In einer argumentativen Kontroverse jedenfalls, wie sie die Legalize-it-Front vermeintlicherweise mit den diversen Regierungen ausficht, hat Einseitigkeit und Wunschdenken wenig Platz und noch viel weniger Sinn. Argumente können sowieso nur dann greifen, wenn eine Streitfrage mit Mitteln der Vernunft und Logik gelöst werden soll. Und dann, liebe Rauchergemeinde, müssen wir schon so ehrlich sein und auch die nicht so angenehmen Fakten auf den Tisch legen. Es ist ein grober Patzer, eine Sache als nur gut oder nur als schlecht zu behandeln. Der Mensch lässt sich in dieser Hinsicht allerdings immer wieder gern hinreißen, die Schwarz/WeißScheuklappen aufzusetzen und entsprechend seiner meist vordergründigen Überzeugung hundertprozentige Partei zu ergreifen – meist, um einer bestimmten Gruppierung angehören zu können oder auch einfach, weil er oder sie für sich
mehr um Macht und Wirtschaft, um Territorialverhalten und ums liebe Geld. Nichts anderes spielt bei der politisierten Hanffrage eine Rolle. Deshalb verpuffen auch sämtliche auf der Vernunft fußenden Argumente der Legalisierer im luftleeren Raum. Denn ginge es beim Hanfverbot um Vernunft und Verantwortung, dann würden Zigaretten und Alkohol auch nicht verkauft werden, im Gegenteil: Sie wären dann ebenfalls verboten. In Deutschland druckt man zwangsweise seit Sommer 2003 riesige Warnungen auf Zigarettenschachteln. Dabei müssen auf der Vorderseite der Schachteln
Punkt. Traurig, aber wahr. Und von dieser wirtschaftspolitischen Struktur ist übrigens die gesamte Gesellschaft durchzogen. Was wäre wohl, wenn kein Autorfahrer mehr Verkehrsünden beginge? Kein Überfahren roter Ampeln, kein Falschparken, keine Geschwindigkeitsübertretungen, kein unangeschnalltes Fahren und so weiter? Es wäre ebenso, wie mit den das Rauchen aufgebenden Tabakkonsumenten: In Frankfurt am Main fiel vor einigen Jahren stadtweit die gesamte Blitzanlage der Ampeln für einen halben Tag aus. Der entstandene, durch Nicht-Blitzen verursachte Schaden belief sich auf mehrere Millionen D-Mark. Wahnsinn, oder?
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Plantarium, Nimwegen
In dem schönen Nimwegen (Nijmegen), der ältesten Stadt der Niederlande ist bereits seit 1995 der Grow- und Headshop Plantarium gefestigt. Nur 5 km entfernt von der Deutschen Grenze, in der Nähe des Ruhrgebiets. Ein sehr relaxter Shop, in dem alle Mitarbeiter auch Deutsch sprechen. Mit einem sehr kompletten Sortiment für kleine Züchter, aber auch alles für den Raucher. Glas- und Acryl bongs, Shishas und mehr als 100 Sorten Cannabissamen auf Lager. Auch für Reparaturen und Beratung sind Sie jederzeit willkommen. Adresse: Gerard Noodtstraat 50, 6511 SX Nijmegen Niederlande. Tel.: 0031-24-3888408 Fax: 0031-24-3607237 www.plantarium.biz info@plantarium.biz Öffnungszeiten: Di. bis Fr. 10.00-18.00 Uhr Sa. 10.00-17.00 Uhr Montags geschlossen
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Die Profi-GrowShops
Öffnungzeiten unter www.bloomshop.de Göttingen Königsstieg 94a
Osterode am Harz Rollberg 38
Goslar Kattenberg 1
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Grow-Bonn, Bonn
Grow-Bonn bietet alles für große und kleine Gärtnerträume Der Shop für Begrünungskonzepte bietet auf ca. 40m2 Verkaufsfläche allen Gärtnern das, wonach eine gute Züchtung verlangt. Die Produktpalette reicht von Beleuchtungs- und Belüftungssystemen über Messgeräte, Dünger zur Pflanzenaufzucht, Substrate, Pflanzenschutz und Schädlingsbekämpfung bis zu Homeboxen sowie Regel- und Steuerungstechnik. Zudem werden Komplettsets angeboten, mit denen jeder Hobbygärtner sofort loslegen kann mit der eigenen Züchtung. Grow-Bonn, Franzstraße 37, 53111 Bonn. Telefon: 0228-9095783 Telefax: 0228-9095772. www.grow-bonn.de info@grow-bonn.de Öffnungszeiten: Mo. - Fr.: 11.00 bis 19.00 Uhr Sa.: 10.00 bis 16.00 Uhr.
Dutch Passion Retail, Maastricht
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Im Dutch Passion Retail verkaufen wir das gesamte Sortiment Cannabis Samen unserer berühmten und hochqualitativen Dutch Passion Seed Company. Von AutoMazar bis Euforia, White Widow und Blueberry. Das Sortiment unserer Website kann jederzeit in unserem Shop gekauft werden. Unsere freundliche Belegschaft hilft euch dabei, die perfekte Wahl zu treffen. Jedermann, egal von welcher Nationalität, ist in unserem Laden herzlich willkommen, wir freuen uns auf euren baldigen Besuch! Dutch Passion Retail, Grote Gracht 40, 6211 SX MAASTRICHT www.dutch-passion.nl Tel.: 0031-43-3215848 Montag ~ Samstag von 10:00 bis 18:00 Uhr
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Gewächs- & Treibhaustechnik Schwetzinger Str. 46 68165 Mannheim Tel.: 0621 30 69 474 green-paradise.de Öffnungszeiten: Mo-Fr: 12 - 20 Uhr Sa: 12 - 15:30 Uhr
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Rauchkultur, Kunsthandwerk & Esoterik Keplerstr. 33 68165 Mannheim Tel.: 0621 30 69 472 bock-shops.com Öffnungszeiten: Mo-Fr: 12 - 20 Uhr Sa: 12 - 15:30 Uhr
getinfo@bongshop.de
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29 Klaus der Gärtner, Berlin Growshop 150m2
Headshop 100m2
Straßmannstr. 1 10249 Berlin Tel. +49 30 373 00 376 Tel. +49 30 373 00 377 Fax. +49 30 373 00 380 www.klausdergaertner.de E-mail: info@ klausdergaertner.de Öffnungszeiten: Mo-Fr: 11-20 Uhr Sa: 14-18 Uhr
Straßmannstr. 33 10249 Berlin Tel. +49 30 373 00 376 Tel. +49 30 373 00 377 Fax. +49 30 373 00 380 www.klausdergaertner.de E-mail: info@ klausdergaertner.de Öffnungszeiten: Mo-Fr: 11-20 Uhr Sa: 14-18 Uhr
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Gras Grün, Berlin
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Growshop, Headshop
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Fachhandel für ambitionierte Zimmergärtner. Schnellversand Farbkatalog anfordern! Oranienstr. 183 10999 Berlin Tel: +49 (0)30-611 31 90 Fax: +49 (0)30-611 27 9 27 Parkplatz im Hof U-Bhf. Kottbusser Tor www.grasgruen.de
9 Vaporizer Fachhandel in Berlin und im Internet Beratung, Vermietung und Verkauf. Vaporizer sind unsere Leidenschaft. In unserem Berliner Ladengeschäft bekommt ihr Ersatzteile, Wasserfilter und Zubehör, Bongs, Bubblers, Mühlen, Glaswaren, Adapter, Literatur, Kräuter und Waagen. Growbedarf auf Bestellung im Ladengeschäft. www.Verdampftnochmal.de Karl-Kunger-Str. 28 / 12435 Berlin Tel.: +49 (0)30 54 733 733 Fax.: +49 (0)30 54 733 780 Öffnungszeiten: Mo-Fr 10:00 -18:00 Uhr
Schall & Rauch im Hafen, Linz
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Der grösste Head&Growshop Österreichs bietet euch auf 600m2 Vaporizer, Literatur, Textilien, Kosmetika, Lebensmittel und über 850 Wasserpfeifen. Im Ausstellungsbereich des Growshops können alle verfügbaren Homeboxen, Beleuchtungen, Filter, Lüfter und Bewässerungssysteme genauestens betrachtet werden. Unser Seeds-Corner bietet über 150 verschiedene Sorten Samen verschiedenster Hersteller. Gratis Parkplätze und eine Laderampe im Innenhof für anonymes Verladen stehen zur Verfügung.
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SCHALL & RAUCH im Hafen, Industriezeile 47, 4020 Linz / AUT Tel: +43 732 908086 Mo – Fr 12h – 19h / Sa 12h – 17h hafen@schall-rauch.at WWW.SCHALL-RAUCH.AT
Highlight, Heilbronn
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Head - Grow - Spirit Head: Bongs, Shisha, Papers, Blunts, Tabak, Grinder, Waagen, Zubehör, … Grow: Beleuchtung, Homeboxen, Klimatechnik, Dünger, Bewässerungssysteme, Substrate, Umkehrosmose, Nützlinge, Bücher, … Spirit: Räucherstäbchen, Chillifood, CD´s, Edel- und Heilsteine, Geschenke, … Gartenstr. 31, 74074 Heilbronn, Tel: +49(0)7131/620181, Fax: +49(0)7131/677775 highlight@meerle.de Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-19 Uhr Sa 11-16 Uhr
Kalidad, Malsch
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Größter Grow - und Headshop im Rhein Neckar Kreis Riesige Auswahl an Düngern, Substraten, Leuchtmitteln, Homeboxen und vielem mehr. Persönliche, kompetente, freundliche und diskrete Beratung vor Ort. Ausserstädtisch im Industriegebiet Rot-Malsch gelegen, erreichbar auch mit der S-Bahn ( Haltestelle vor dem Haus ) via Karlsruhe, Heidelberg oder Mannheim. Kalidad, am Bahnhof 6, 69254 Malsch Öffnungszeiten: Mo. - Fr. 10.00 -18.30 Uhr, Sa 10.00 – 14.00 Uhr www.kalidad.de info@kalidad.de Tel.+Fax: +49(0)7253 9324144
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HANF IN ÖSTERREICH
Österreich: Stecklinge als Verdachtsmoment
„Operation Grasgeflüster“ vergangenes Jahr in Graz. Im Rahmen dieser Aktion wurden sämtliche Head- & Grow-Shops in Graz über einen längeren Zeitraum überwacht. Es wurden etwa 50 Kunden ausgeforscht, Hausdurchsuchungen durchgeführt und letztendlich ein Stecklingshändler
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In Österreich sind THC-freie Seeds und Stecklinge, sogar ganze Hanfpflanzen in der Vorblüte, legal. Wer möchte, der kann ein ganzes Fußballfeld voll mit Hanf anbauen, er muss nur bei kurzer Tageslänge das Flutlicht einschalten, damit die Pflanzen nicht zu blühen beginnen. Wir treffen David Rosse, Obmann und Gründer des ÖHV (Österreichischer Hanf-Verband), www.hanfverband.at. Er kennt sich mit der Rechtslage in Von Robert B. Österreich aus.
Glück) keine Rolle. Ebenso könntest du ja nicht jeden gleich bestrafen, der sich ein Auto anschafft, welches schneller als das erlaubte Tempolimit fahren kann. Ihr Österreicher habt also den Hang dazu, euch Hanfpflanzen in der Vorblütephase zur Raumluftverbesserung in die Wohnung zu stellen? Was jeder einzelne Kunde mit seinen erworbenen Pflanzen tut, möchte und kann ich nicht beurteilen. Anhand der Umsätze, die gewisse StecklingsUnternehmen erzielen, kannst du aber davon ausgehen (lacht). Mir wurde gesagt, dass der Fund von Hanfstecklingen als Verdachtsmoment zum Drogenanbau gewertet wird. Wenn ich aus dem Laden mit zehn Stecklingen komme und der Zivilfahnder mich stellt, habe ich mit einer Hausdurchsuchung zu rechnen? Das kann man leider nicht pauschal beantworten. Es kommt mit Sicherheit darauf an, mit welcher Anzahl an Stecklingen du angehalten wirst. Es macht einen Unterschied, ob es hundert Stecklinge sind oder fünf. Das Risiko einer Hausdurchsuchung ist aber schon bei fünf Stück gegeben.
David, ist es so, dass THC-freie Hanfprodukte, wie Samen, Stecklinge, viele Hanferzeugnisse und auch ganze Hanfbüsche, bei euch in Österreich legal sind? Um genau zu sein, ist das in Österreich eine Grauzone bzw. Interpretationssache.
oder als „Zierpflanze“ unter 18 Stunden Beleuchtung pro Tag legal halten. Erst mit der Umstellung auf 12 Stunden Licht pro Tag wird der „Tatbestand der Suchtgiftproduktion bzw. Vorbereitung zum Suchtgifthandel“ erfüllt. Die StecklingsproduzentInnen bewegen
Kontrolliert die Polizei Stecklingskäufer gezielt oder nur zufällig? Aufgrund der enormen Menge an Stecklingen, die in Österreich verkauft wird, ist es den Behörden gar nicht möglich, alle Shops durchgehend zu „über-
DA ABER THC DER VERBOTENE INHALTSSTOFF IST, IST DIE PFLANZE OHNE THC SOZUSAGEN EINE LEGALE PFLANZE WIE JEDE ANDERE Es nicht so, dass genau im Gesetz stehen würde, was legal ist und was nicht. Sprich: Es steht nirgends geschrieben, dass Stecklinge legal sind. In Österreich ist, wie in allen Ländern, die die UNO Single Convention on Narcotic Drugs unterschrieben haben, THC-haltiger Hanf/Cannabis verboten. Man muss sich schon sehr genau mit dem SMG (Ö: Suchtmittelgesetz, in DE: BtmG) beschäftigen, um herauszufinden, in welchen rechtlichen Schlupflöchern sich die StecklingsproduzentInnen in Österreich bewegen: Zuerst muss der Begriff Suchtgift definiert werden: „Die lebendige Pflanze (ob als Mutterpflanze oder Steckling) produziert unter einer 18-stündigen Beleuchtung kein oder zumindest fast kein THC. Da aber THC der verbotene Inhaltsstoff ist, ist die Pflanze ohne THC sozusagen (noch) eine legale Pflanze wie jede andere. Theoretisch kann sich der Kunde die Pflanze zur „Raumluftverbesserung“
sich somit in einer Grauzone, da sie ja keine THC-haltigen Pflanzen anbieten, die Käufer der Stecklinge verstoßen allerdings klar gegen das Gesetz, sobald sie die Beleuchtungszeit auf 12 Stunden pro Tag reduzieren. Der Gründer von FloweryField war meines Wissens nach innerhalb weniger Jahre Millionär, er vertreibt Hanfstecklinge. Er ist nicht der einzige, der das macht. Hanfstecklinge als Zierpflanzen, wird das von den Ordnungsbehörden geglaubt? Zum finanziellen Status des FloweryFieldGründers möchte ich mich nicht äußern, doch da sich diese Firma nie für die Freigabe von Cannabis einsetzt, vermuten wir einmal, dass ihnen die aktuelle Situation sehr zusagt. Die Ordnungsbehörden in Österreich sind auch an Gesetze gebunden und ohne Beweis keine Anklage. Ob die Behörden es also glauben oder nicht, spielt (zum
wachen“. Leider gibt es dennoch immer wieder „Schwerpunktaktionen“, wie die
zu 34 Monaten teilbedingter Haft verurteilt (davon 11 Monate unbedingt mit Fußfessel) - wegen „Beitragstäterschaft“ zur Suchtgiftproduktion. Der Stecklingskauf kann also als Verdachtsmoment auf Drogenhanfanbau gewertet werden. Ist der Besitz von Seeds auch solch einVerdachtsmoment? Seeds und Stecklinge besitzen so gesehen dasselbe „Potenzial“. Auch aus Seeds kann man sich eine Pflanze zur Raumluftverbesserung ziehen. Hier entscheiden meist weitere Faktoren: Bei der Hausdurchsuchung wird schon oft ein Foto von der Zeitschaltuhr gemacht. Wenn die Uhr auf 12 Stunden pro Tag steht, hast du schon verloren. Ähnlich sieht es aus, wenn die Polizei eine Waage, jede Menge Baggies und eventuell noch eine Bong findet, dann wird es schwer zu argumentieren, dass du die Pflanzen nicht zu Suchtgift verarbeiten wolltest. Wir haben von einem Stecklingsproduzenten und dessen Vertreiber gehört, dass ihnen die Beratung zum Drogenanbau unterstellt wurde. Anstiftungen zu Straftaten sind auch bei euch ein Vergehen? Ja, das stimmt, ich habe selbst eine Zeit lang in einem Laden gearbeitet, der Stecklinge verkauft. Hier muss jeder Verkäufer sehr auf seine Wortwahl achten. Es wird z. B. nie über Ertrag oder ähnliches geredet. Man darf dem Kunden also keine Tipps geben, die in irgendeiner Art mit der Produktion von Suchtmitteln zu
31 tun hat. Sei es der beste Ertrag, die richtige Erntetechnik oder einfach über die Wirkung der unterschiedlichen Sorten. All diese Informationen könnten als Beihilfe zum Drogenanbau gewertet werden. Das
9 Euro dadurch jedoch wirklich gerechtfertigt ist, wage ich zu bezweifeln. Das ist wohl auch der Grund, warum sich die großen Stecklingsfirmen nicht für eine liberalere Drogenpolitik engagieren. Weil
Baggies oder ähnliches verdächtiges Material gefunden wurden. In Österreich muss die Polizei einen Handel oder die Vorbereitungen zum Handel explizit nachweisen können. Sei es durch belas-
AUS AKTUELLER SICHT GEHE ICH SOGAR EHER DAVON AUS, DASS DIE STECKLINGSINDUSTRIE NICHT MEHR LANGE EXISTIEREN WIRD geht sogar soweit, dass der oben genannte Händler aus Graz Probleme hatte, weil er Fachlektüre zum Cannabisanbau neben den Stecklingen angeboten hat. Das Beispiel der Operation Grasgeflüster zeigt, dass sich Stecklingshändler in Österreich nach wie vor auf sehr dünnem Eis bewegen. Der Betroffene hatte sogar Berufung eingelegt, doch das Urteil wurde vom OGH bestätigt. Obwohl der Händler alle Stecklinge ordnungsgemäß versteuerte und insgesamt mehr als 250.000 Euro an Steuern für diese bezahlte, wurde er verurteilt. Andere Stecklingsfirmen machen das zehnfache an Umsatz und werden weiterhin in Ruhe gelassen. Ich komme aus Münster in NRW, wenn hier ein Steckling drei Euro kosten sollte, dann war zu vernehmen, dass das viel zu teuer wäre. Wohlgemerkt in einem illegalen Markt. Bei euch ist der Handel legal, ihr verlangt mit rund neun Euro die dreifachen Preise. Wie kann das sein? Zum einen kommt natürlich bei einem legalen Markt immer die Mehrwertsteuer dazu, du wirst jetzt vielleicht lachen, aber wie oben erwähnt, werden alle Stecklinge in Österreich versteuert. Hinzu kommt,
dass viele der großen Händler schon 10 bis 20 Mitarbeiter haben. Rechnet man die Lohnnebenkosten sowie Miete für die großen Hallen und nicht zu vergessen die Stromrechnung sowie weitere notwendige Fixkosten, dann kommt da sicher eine ordentliche monatliche Belastung auf einen zu. Dennoch bin ich sicher, dass die großen Stecklingsfirmen sehr gute Gewinne erzielen. Ob der Stückpreis von
für sie die Situation so in Ordnung ist. Dem Händler kann es ja egal sein, ob 50 Prozent seiner Kunden strafrechtlich verfolgt werden. Und seien wir mal ehrlich, wer würde noch Stecklinge kaufen, wenn Cannabis legal erhältlich wäre wie Alkohol? Die wenigsten Menschen brauen sich ihr eigenes Bier, obwohl dies ja auch möglich wäre. Wenn der Gründer von FloweryFields in wenigen Jahren Millionär wurde, wie kann es sein, dass jetzt nicht sämtliche Gärtnereien Marijuanastecklinge nehmen und den Preis auf einen Euro drücken? Das ist eine gute Frage, lukrativ wäre es ja allemal (lacht). Ich denke, es liegt wohl daran, dass sie erstens nicht die nötige Kompetenz für Hanf besitzen. Und außerdem ist das gesellschaftliche Stigma gegenüber Hanf leider noch zu groß. Gibt es in Österreich für den Konsumenten oder Eigenverbrauchsgrower so etwas wie eine geringe Menge, bei der von einer Strafe abgesehen werden kann? Nein, in Österreich gab es schon einen Fall, wo bei einem Mann zehn Kilo
Cannabis in der Tiefkühltruhe gefunden wurden. Er wurde wegen Eigenbedarf freigesprochen, weil es kein Indiz für einen Handel gab. Bei seiner Aussage gab der Betroffene zu Protokoll, bei einem Spaziergang zufällig über die Plantage „gestolpert“ zu sein, er erntete das Cannabis und fror es für seinen eigenen Gebrauch ein. Ich nehme an, dass auch in diesem Fall weder eine Waage,
tende Aussagen, durch Selbstbelastung in der eigenen Aussage oder eben durch die Sicherstellung von einschlägigem Verkaufsequipment wie Waagen, Baggies etc. Die Menge sagt dabei gar nichts darüber aus, ob es Eigenbedarf ist. In Österreich gehe ich in einen zugelassenen Laden, kaufe Seeds, Stecklinge und alles an Zubehör. Ist Österreich ein Selbstversorger oder importiert ihr noch immer aus Marokko? Auch in Österreich gibt es nach wie vor importierte Ware aus Marokko oder Indien, allerdings eben vorwiegend die Harzprodukte (Hasch). Das „Gras“ wird hingegen immer mehr im Eigenanbau gepflanzt. Ich denke, der Großteil der KonsumentInnen versorgt sich mittlerweile untereinander im Freundeskreis. Der Schwarzmarkt existiert aber natürlich auch weiter, solange es eine Nachfrage gibt. Wenn der Weg zur Straftat bei euch wirklich so leicht ist, habt ihr dann noch ein Problem mit verstrecktem Marijuana, das wir in Deutschland seit einigen Jahren leider haben? Natürlich, skrupellose Menschen gibt es
auch bei uns. Gerade, wenn du selbst recht einfach anbauen kannst, ist die Versuchung den ohnehin schon hohen Gewinn durch Strecken noch weiter zu erhöhen scheinbar für einige Menschen groß. Gerade das Gras, welches am Schwarzmarkt angeboten wird, ist oft mit Brix, Haarspray oder diversen anderen Streckmitteln versehen. Viele Leute bauen daher nur für sich oder den engen Freundeskreis an.
Was erwartest du für die Zukunft von Drogenhanf in deinem Land? Wann kannst du von deinem legal angebauten Drogenhanf in einem öffentlichen Lokal legal deinen Joint rauchen? Das hängt vom Engagement der Hanfbranche und der Bewegung ab. Mittlerweile wäre die Branche groß genug, um Ihre Interessen professionell zu kommunizieren und für diese einzutreten. Solange aber die Pharmalobby den Ton angibt, wird sich wenig an dieser Situation ändern. Aus aktueller Sicht gehe ich sogar eher davon aus, dass die Stecklingsindustrie nicht
mehr lange existieren wird. Österreich wird bald den Anbau wie in Holland unter staatliche Obhut stellen, und dann wird es nunmehr ein paar wenige medizinische Sorten geben. Der Staat hat nämlich auch ein enormes Interesse daran, ein Stück von diesem Kuchen abzubekommen, und mit der Gesetzesänderung von 2008 wurden die Weichen in diese Richtung auch schon gestellt. David, du bist Obmann von www.hanfverband.at. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und dich fragen: Warum gibt es euch, wie viele seid ihr und was sind eure Ziele? Der ÖHV ist die professionelle Interessenvertretung der Hanfbranche in Österreich. Unser Ziel ist es, die Interessen der Hanfbranche zu bündeln und klar zu kommunizieren. Also Lobbyarbeit im positiven Sinn. Wir halten uns bei der Ausübung der LobbyTätigkeiten an den Verhaltenskodex der ÖPAV (Österreichische Public Affairs Vereinigung). Derzeit zählt unser Verband 16 Firmenmitglieder sowie etwa 150 Privatmitglieder. Wie kann man euch unterstützen? Privatpersonen können bereits ab einem Jahresbeitrag von nur 12 Euro Mitglied des ÖHV werden. Firmen können gegen eine jährliche Gebühr Mitglied im Verband werden und uns so bei unserer wichtigen Tätigkeit unterstützen. Derzeit kämpfen wir noch mit der Basisfinanzierung, neue Mitglieder sind also sehr gefragt! Da Wien zudem als jährlicher Austragungsort der UNO-Drogenkonferenz ein wichtiger internationaler Standort in Bezug auf Drogenpolitik ist und wir auch mit ENCOD und internationalen Verbänden wie der IACM zusammenarbeiten, ist eine Mitgliedschaft auch für ausländische Firmen sehr interessant. Alle notwendigen Informationen zur Mitgliedschaft findet ihr auf www.hanfverband.at Das soll es dann zu diesem Thema gewesen sein, David, wir von Soft Secrets bedanken uns bei dir für diese Infos und wünschen dem ganzen Hanfverband, dass er seine Ziele schnell erreichen wird.
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CANNABISMEDIZIN
Cannabis als Ausstiegsdroge
Von Robert B.
*/ "/-&)/6/( ;6. 70353"( 70/ %3 .&% ,635 #-""4 "6' %&3 $6-5*7" Der Name Dr. med. Kurt Blaas wird vielen Lesern ein Begriff sein. Es handelt sich um einen Allgemeinmediziner in Wien, der als einer der ersten Ärzte als Drogentherapeut in Österreich vorgeht. Er hat sich zudem an der Gründung der IACM, International Association for Cannabinoid Medicines, beteiligt. Ende der Neunzigerjahre war er es, der
und sehr teuer. So fehlt es dem Süchtigen an Geld, die Gesundheit leidet, und eine staatliche Verfolgung bleibt oft nicht aus. Mit der Sucht setzt ein stetig voranschreitender sozialer Abstieg ein. Der Zug fährt jedoch und man kann nicht einfach so abspringen. Sucht ist als eine Krankheit anerkannt worden. Auch bei einem totalen Entzug ist diese Erkrankung in der Regel
Problem der Suchtkrankheit nicht aus der Welt geredet werden kann, wenn es sich nicht heilen lässt und die Betroffenen auch nach einem vollständigen Entzug einfach noch süchtig sind, dann ist dies eine Erkrankung, die behandelt werden muss, um keinen Schaden anzurichten. Der Schaden wäre der Rückfall zu harten Drogen, die erhebliche Probleme auslösen
nicht geheilt. So wird der süchtige Mensch bei der erstbesten Gelegenheit mit einer Ersatzdroge oder der Hauptdroge rückfällig und sitzt wieder im Zug. Viele würden gerne aussteigen, können es jedoch nicht mehr. Hier muss somit eine Möglichkeit für den Ausstieg geschaffen werden. Viele ehemalige Heroinabhängige werden mit Methadon substituiert, da sie dann ihre Suchtkrankheit ruhigstellen können. Ohne Methadon ist die Suchtkrankheit wieder da, wobei Methadon noch schneller und wesentlich stärker körperlich
können. Cannabis ist ein Stoff, mit dem sich Suchtkrankheiten häufig behandeln lassen, der keine Schäden an Organen und Psyche verursacht, wenn nicht psychische Schwächen vorliegen. Auch die Wirkung von Cannabis ist hierbei nicht so beschaffen, dass ein geregeltes Leben unmöglich wäre. Cannabis kann demnach ein Substitutionsmittel sein, wenn der Patient darauf anspricht. Mit Cannabis kann aber auch ein Entzug erleichtert werden, wenn die eigentlichen Stoffe Heroin oder Methadon herunterdosiert
Cannabis ist als Rauschmittel eines der ungefährlichsten, da es keine tödlichen Dosierungen gibt und es wird im Regelfall sehr gut vertragen. Cannabis kann als Ausstiegsdroge probiert werden. Hier wäre Cannabis dann wie Methadon als Medikament oder als Substitutionsmittel zu klassifizieren. Bei diesen Substanzgruppen gibt es immer Patienten, die auf eine Substanz nicht ansprechen, auf eine andere jedoch schon. Wenn Cannabis zur Ausstiegsdroge erklärt wird, dann kann sie vielen helfen, einigen jedoch nicht. Von allen Lösungsansätzen zur Behebung einer schweren Drogensucht mit entspre-
abhängig macht. Ein Entzug von Heroin wäre leichter als von Methadon. Warum wird dann Methadon überhaupt verschrieben, wenn es ein noch schlimmeres Suchtmittel als Heroin ist? Weil es keinen Rausch auslöst, jedoch das Suchtzentrum beruhigt. Genauso gut könnte auch Heroin verabreicht werden, da auch dann die ganzen Geldsorgen und die kriminelle Verfolgung wegfallen würden. Aber auch dann wären Heroin und Methadon harte Substanzen, die mitunter vom Körper abgestoßen werden können, nicht jeder Junkie verträgt Methadon. Wenn das
werden, da die Wirkung von Cannabis die Wirkung von Heroin und Methadon und umgekehrt verstärkt. Viele Konsumenten harter Drogen, die aus dem fahrenden Zug aussteigen wollen, sprechen gut auf Cannabis als Ausstiegsdroge an. Dabei gibt es natürlich eine Gewöhnungszeit, in der der Drogenkonsument seinen körperlichen Entzug überstehen und sich an das neue Mittel gewöhnen muss. Wenn jedoch ein Junkie damit vom Heroin loskommt, dann ist dieser Fortschritt gravierend. Cannabis wirkt dabei auf das Suchtzentrum derart beruhigend, dass
chenden Suchtproblemen wäre Cannabis jedoch eine humane Möglichkeit, die nicht nur bei Junkies, sondern auch bei Alkohol oder anderen Drogen getestet und dann eingesetzt werden kann. Es sollte ergänzt werden, dass viele Menschen, die ein Suchtproblem mit Alkohol oder anderen harten Substanzen erlebt haben, Cannabis verwenden, um das Suchtverlangen zu befriedigen, um sich auf diesem Weg vor einem Rückfall zu schützen. Dr. med. Kurt Blaas macht dieses bereits praktizierte Wissen als Mediziner publik.
MIT DER SUCHT SETZT EIN STETIG VORAN SCHREITENDER SOZIALER ABSTIEG EIN Cannabismedizin in Österreich einführte. Er gründete die ARGE CAM als eine Interessengemeinschaft für Juristen, Patienten, Mediziner und weitere Akademiker, die an Hanf als Medizin interessiert sind. Dr. med. Kurt Blaas ist für Cannabis als Medizin eine der bedeutendsten Persönlichkeiten in Österreich. Bei vielen betreuten Patienten, ob sie krank oder suchtkrank sind, konnten entscheidende Therapie-Erfolge verzeichnet werden. Dr. med. Kurt Blaas war auch 2013 Redner auf der Cultiva, der Workshops zu Cannabis gegen Krebs, Vaporisierung sowie natürlich zu Cannabis als Ausstiegsdroge abgehalten hat. Gerade dieser Vortrag hat uns interessiert, da man von Prohibitionisten doch immer noch zu hören bekommt, dass Cannabis definitiv die typische Einstiegsdroge sei. Dieses Propagandamärchen, mit dem die US-Regierung erklären wollte, weswegen nach dem Vietnamkrieg so viele ehemalige Soldaten heroinabhängig waren, ist natürlich wissenschaftlich widerlegt. Nun meldet sich Dr. Kurt Blaas zu Wort und erklärt das genaue Gegenteil zu den Lügenmärchen: Cannabis als Ausstiegsdroge! Wie kann das sein? In seinem Vortrag erklärte Dr. Kurt Blaas sehr anschaulich Drogenprobleme. Eine Drogenkarriere sei mit einem Zug gleichzusetzen, in den der Mensch einsteigt, ein Stück weit mitfährt und irgendwo wieder aussteigen will. Aus einem fahrenden Zug auszusteigen, ist hierbei natürlich ein Problem, und Cannabis als Ausstiegsdroge wäre eine funktionierende Möglichkeit. Der Vortrag umfasste aber auch die Geschichte des Hanfs und des Hanfverbots sowie die Wirkung der Cannabinoide. Wird von Drogensucht gesprochen, dann wird dabei sofort an Heroin gedacht, da dieses eine der Substanzen ist, die eine sehr hohe körperliche und psychische Abhängigkeit erzeugen. Die Veranlagung zu einer Suchtkrankheit schlummert bereits in vielen Menschen und wird beim Kontakt mit Suchtmitteln schnell aktiviert. Der Erstkonsument steigt in den Zug ein, und die Fahrt geht los. Aufgrund der Prohibition sind Drogen wie Heroin verboten und deswegen oft auch unrein
der Patient nicht zwanghaft auf seine ursprüngliche Droge zurückgreifen muss. Dennoch kann Cannabis so konsumiert werden, dass ein normaler Tagesablauf mit Erwerb und Privatleben möglich ist. Wenn bedacht wird, dass ein großer Teil aller Junkies nach ihrem Entzug mit Methadon substituiert werden, dann wäre auch der Cannabiskonsum gerechtfertigt.
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ERNTE 2013
Das albanische Abenteuer &*/ '0503&1035 Royal Queen Seeds reiste im vergangenen September mit einem Team von Amsterdam nach Albanien, um die Ernte in den Bergen mitzuerleben, wo viele Bauern nun den Anbau von Ganja als Fulltime-Job betreiben. Dem RQS-Team wurde der Zutritt zu vielen Ganjafeldern gestattet, und das ist ganz ungewöhnlich, da die albanischen Bauern verständlicherweise nicht sehr von Ausländern, Journalisten oder Touristen begeistert sind, die zu ihren Dörfern kommen. Das Betreten dieser Bergdörfer ist normaler-
Die albanischen Ganja-Felder
Die albanischen Ganjafelder 2013…
weise streng verboten und nur Leuten mit Kontakten innerhalb der bäuerlichen Gemeinschaften erlaubt. Selbst die albanische Polizei und Armee haben keinen Zugang zu dieser Region - wenn sie versuchen einzudringen, kommt es zu blutigen Schießereien. Wie lange der Status Quo in den albanischen Bergen bestehen bleibt, weiß niemand zu sagen. Soft Secrets jedoch präsentiert stolz die beeindruckenden Fotoaufnahmen, die das Royal Queen Seeds-Team mitgebracht hat!
Die Felder liegen hoch im Gebirge. Die Wasserversorgung ist das Hauptproblem, auch Raupenfahrzeuge sind ein gewaltiges Problem
Die Bauern haben auch ihre eigenen Gärten mit Pflanzen vollgepackt
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Nasse und ungetrimmte Buds hängen zum Trocknen draußen
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Die meisten albanischen Bauern bevorBorja, eines der Mitglieder des
zugen die RQS Sorten SKUNK #1 und die
RQS-Teams, genießt seine Spielzeit.
SPECIAL QUEEN.
Ein schöner Bud der SKUNK #1 von RQS Das Team des RQS fand auch eine BLUEBERRY, die das freundliche
Die Berge der Göttin
Klima Albaniens (etwa 28 Grad) dankend annahm.
SPECIAL QUEEN
Schön getrimmt, toll manikürt, gut gemacht!
Manche Haze-Varietäten sind ebenfalls gefleckt, aber sie sind bei den albanischen Bauern nicht sehr beliebt, denn die bevorzugen Quantität statt Qualität.
Ein Happy Garten! SKUNK #1
Mit Dank an Royal Queen Seeds Amsterdam
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CSC
„Trekt uw Plant“ macht es uns vor!
Marijuana bekommen - als Tourist? Sorry, das geht nur, wenn du in Belgien lebst. Wenn du Marijuana als Tourist möchtest, dann wären die Coffee Shops in Holland die bessere Wahl. Oder noch besser: Startet CSCs in Deutschland! Text und Fotos: Olit R.
$"//"#*4 40$*"- $-6#4 */ #&-(*&/ ű 5&*- Das Thema Cannabis Social Clubs interessiert uns so brennend, dass das Interview aus der vorherigen Ausgabe hier an dieser Stelle fortgesetzt wird. Dominique wird uns weiter Rede und Antwort stehen, um uns einen guten Einblick in die Arbeitsweise von “Trekt uw Plant”, dem ersten belgischen Cannabis Social Club, zu gewähren. Hallo, Dominique, wir freuen uns, heute mit dir reden zu können. Zurück zum Thema: Ihr seid ein nicht kommerzieller
herstellen. Der Grower selber entscheidet, wie er starten möchte. Die meisten Grower wollen mit Samen arbeiten, weil die Pflanzen dann größer werden. Sie tragen mehr Marijuana und sind resistenter gegen Krankheiten und Schädlinge. Normalerweise mache ich einen Check up mit den Growern, einen sogenannten Hausbesuch. Das ist sehr gut und sehr sozial, ich kann mit dem Grower einen guten Kontakt aufbauen. Sie halten mich wöchentlich auf dem Laufenden, und wenn ich komme, um alles zu kont-
ohne Angst vor dem Gefängnis anbauen. Es ist ein geduldeter Cannabis Social Club. Ist das der einzige CSC, oder sind da noch andere? Zurzeit gibt es drei CSC in Belgien, wenn dieser Artikel veröffentlicht wird, könnten es jedoch mehr werden. Wir haben zwei Unterteilungen in zwei verschiedenen Provinzen in Belgien, und zudem haben wir ein Hauptquartier. Der Staatsanwalt von Antwerpen sagte im holländischen Fernsehen, dass er uns bei unserer Vorgehensweise nicht ein drittes Mal den
UNSER CLUB ENTSCHEIDET SOMIT, WIE VIEL DIE GROWER FÜR IHRE ARBEIT BEZAHLT BEKOMMEN Club. Freie Mitglieder bauen in ihrer Freizeit Marijuana für eure Mitglieder an. Das ist Arbeit. Bezahlt ihr diese Arbeit, ohne dabei Profit zu machen, oder ist dies ehrenamtliche Arbeit? Natürlich ist der Indoor-Anbau mit Kosten verbunden. Der Grower muss für den Strom, Wasser und Erde bezahlen, wenn er mit den Pflanzen arbeitet und diese erntet. Es ist wie ein normaler Job. Alle Mitglieder unseres CSC entscheiden einmal im Jahr bei der Generalversammlung, wie teuer das Marijuana gehandelt wird – in Anbetracht der Kosten der Grower und der Arbeitskosten unseres Clubs. Es ist wirklich harte Arbeit, alles gut zu organisieren und transparent zu halten. Wir müssen uns um alle Posten kümmern, um mit dem Gesetz arbeiten zu können. Unser Club entscheidet somit, wie viel die Grower für ihre Arbeit bezahlt bekommen. 2012 bekamen die Grower 4,50 Euro für ein Gramm trockenes Marijuana. Unser Club schlägt noch einmal 2,50 Euro drauf, um die eigenen Unkosten zu decken. So zahlt der Verbraucher sieben Euro das Gramm und zahlt somit immer noch weniger im Vergleich zum Schwarzmarkt, der außerdem nicht die Qualität bieten kann. Lass mich daran erinnern, dass unser Marijuana nicht verkauft wird, wie in den Coffee Shops oder einem normalen Handel. Die Pflanzen gehören den Mitgliedern vom ersten Tag des Anbaus. So zahlen sie einfach nur die anfallenden Kosten des Anbaus. Trek uw Plant baut an einigen Plätzen nur wenige Pflanzen an, weil das Risiko dann geringer ist, mit allem aufzufliegen. Das bedeutet, dass ihr eine Lampe hier und dort habt. Wie organisiert ihr eure Arbeit? Habt ihr einen Platz für die vegetative Phase, um die Pflanzen zu den Blüteplätzen zu geben, oder startet ihr mit den Samen direkt vor Ort? Manchmal gehen wir so vor. Wir haben mehrere Genetik-Farmen, wo wir die Mutterpflanzen halten oder Samen
Jedes Mitglied erhält eine Pflanze. Geht eine Pflanze ein, was macht ihr dann? Erhält das Mitglied dann nichts? Einige Pflanzen produzieren mehr Ertrag als andere. Wir versuchen, diese Defizite
Prozess machen wird, somit sind unsere Grower und Mitglieder vorerst sicher. Zudem steht es in unserem Gesetz (unser Justizminister veröffentlichte 2012 eine Richtlinie, er ist jetzt der neue Minister für öffentliche Gesundheit), dass jeder, der in Belgien lebt, eine Pflanze haben darf, ohne verfolgt zu werden, solange
mit diesen Pflanzen auszugleichen, damit mehr Mitgliedern geholfen ist und es keine Überproduktion gibt. Das ist sehr wichtig, um nicht auf den illegalen Markt zurückgreifen zu müssen.
keine erschwerenden Umstände, wie bei Jugendlichen oder durch die Störung der Öffentlichkeit, stattfinden. Die Polizei kann uns die Pflanzen oder die Growausrüstung nicht mehr wegnehmen.
Das waren jetzt einige Fragen zu den Pflanzen. Wir haben auch noch einige Fragen zu „Trekt uw Plant“. Ihr könnt
Ich bin ein Deutscher und möchte einen langen Urlaub in Belgien machen. Kann ich ein Mitglied werden und mein
rollieren, komme ich vorbereitet, um die besten Tipps und Tricks zu vermitteln.
Wäre es dann okay, wenn ich mein Marijuana mit nach Deutschland nehme, wo es illegal ist? Wir denken, dass alle Verbotsgesetze gegen Cannabis absurd sind. Aber eben aufgrund dieser Gesetzgebungen können wir den Menschen nicht dabei helfen, mit Cannabis in andere Länder zu reisen. Wir hoffen jedoch, dass unser Modellprojekt ein Beispiel für andere Nationen sein kann, natürlich auch für Deutschland. Anderes Thema: Wie reagieren außenstehende Leute auf euer Geschäft mit dem Marijuana? Sie denken, dass es eine sehr gute Sache ist, und sie unterstützen es offensichtlich. Die Medien machen bereits Scherze über uns in den Zeitungen. Sie sagten, dass ein Pastor mit Pflanzen auf seiner Kirche für TUP anbaut. Es handelte sich um ein Gerücht in der Kleinstadt. Die Leute sind sehr nüchtern darin, uns zu verurteilen. Wir sind der Soziale Club in Belgien, wir sind Trekt uw Plant. Es ist bereits normal, dass wir in Belgien existieren. Manchmal fragen die Leute nach unserer Arbeit und wir erklären, wie wir es machen und wieso wir es machen. Danach verstehen sie meist, und sie denken, dass es eine sehr gute
Alternative zum illegalen Schwarzmarkt ist. Einige politische Parteien befürworten das CSC-System. Es muss jedoch sehr vorsichtig vorgegangen werden, damit wir nicht jemanden dabei haben, der das System dazu missbraucht, persönlichen Profit zu machen. Aber dann kann unser Clubsystem dazu beitragen, die Uhr zurück zu drehen und kann
39 somit dazu beitragen, unsere Existenz in der Gesellschaft erlauben. Was sind deine Erfahrungen mit den Mitgliedern? Die Mitglieder sind zuerst einmal sehr glücklich, dass sie sich von dem illegalen Markt fernhalten können und
Es ist nur für die lokalen Konsumenten und ihre Prioritäten, wie Qualität, Preis und Sicherheit, gedacht. Was kann ich tun, um euch zu helfen? Bringt das Wort unter die Leute! Pflanzt die Saat, die Idee, und beobachtet, wie sie wächst!
Wir besuchen sie alle zwei Wochen, sie dürfen den Strom nicht klauen, und sie müssen einem biologischen Anbau nachkommen. Bis jetzt habe ich ungefähr zehn neue Grower trainiert. Sie arbeiten alle sehr gut, und es ist sehr wichtig, sie zu motivieren. Sie hatten eigentlich alle Rückschläge, wenn sie anfingen. Aber zu guter Letzt liefern sie alle eine exzellente Qualität an Marijuana. Wir legen Wert auf Qualität – und die geht vor Quantität. Das System wird von uns Anfang 2014 ausgewertet. Wir begannen mit diesem „Schulungssystem“ im Januar 2012. Wir schlossen 2011 mit drei Growern ab, wir haben zum Ende 2012 16 bis 18 Grower und im Sommer 2013 sind es sogar schon 26. Das ist für ein Jahr kein schlechtes Wachstum. Wir sind sehr glücklich, diese Grower zu haben, da wir rund 300 Mitglieder haben. Ich habe zudem bereits Workshops für das Growing, die Ernte und den schonenderen Konsum gegeben. Wir haben zudem einen Heilungs- Spezialisten für die Pflanzen, der Cannabis zu unglaublichen Aromen und Gerüchen bringt. Mag sein, dass du eines Tages ein Interview mit ihm machen kannst. Die Workshops sind für unsere Mitglieder kostenlos und für Außenstehende gegen ein kleines Eintrittsgeld zugänglich. Sie können lernen, wie man eine Pflanze anbaut und eine maximale Qualität erhält, ohne dabei viel wissen zu müssen. Growing for Dummies. Wenn ihr in größeren Dimensionen anbauen würdet, dann könntet ihr es für weniger Geld machen. Ist das eure Zukunft, größer und größer zu werden? Nicht zehn Plätze mit einer Lampe, zehn Plätze mit zehn Lampen?
DANACH VERSTEHEN SIE MEIST, UND SIE DENKEN, DASS ES EINE SEHR GUTE ALTERNATIVE ZUM ILLEGALEN SCHWARZMARKT IST zudem 50 Prozent weniger Geld für ihr Marijuana von besserer Qualität ausgeben müssen. Einige unserer Mitglieder sind bereits alt, und gerade die wollen nicht von „Kriminellen“ kaufen. Somit ist unser Marijuana sicher und gesund für sie. Einige unserer Mitglieder fühlen sich noch immer diskriminiert, aber andere sprachen darüber mit ihren Ärzten, ihren Familien, ihren Freunden, Mitarbeitern und anderen. Wir haben einige Väter und erwachsene Söhne als Mitglieder. Somit ist es wirklich sehr sozial. Wir sind einfach Menschen und unsere Mitglieder sind normal lebende und arbeitende Menschen der Mittelschicht. Unsere Mitglieder stammen aus allen Bereichen, sie haben alle möglichen Ausrichtungen und eine Gemeinsamkeit: Cannabis! Denkst du, dass der CSC die Zukunft auf unserem Weg der Legalisierung von Marijuana ist? Wenn seine Umsetzung gut überwacht wird, dann würde ich sagen, dass es ein Weg ist, den Cannabismarkt zu regulieren. Betrachte die Clubs als eine Low Budget- und Non-Profit-Verpflichtung, im Vergleich zum System der Coffee Shops.
Wirst du uns helfen, wenn Deutschland die Cannabis Social Clubs legalisiert? Aber natürlich, so wie das spanische Wissen uns half, so wird belgisches Wissen euch in Deutschland helfen. Wir sind alle Brüder und Schwestern in der gemeinsamen Sache. Ihr habt eine kleine Growing-Schule. Wenn neue Mitglieder für den Club anbauen möchten, dann erzählst du ihnen, wie sie es anfangen sollen. Ist dieser Weg erfolgreich? Habt ihr gute Schüler? Das ist kompliziert, da eine Menge Leute darüber nachdenken, für uns Cannabis anzubauen. Aber wenn sie sehen, was wir von ihnen erwarten und wie man anbaut, dann bleiben wirklich nur die Hobbygrower bei uns. Eine Menge Menschen sucht nach einem Weg, um Profit zu machen. Die kleinen Grower kommen nicht so einfach weiter. Sie sind durch die repressive Aktion der Polizei in den letzten 20 Jahren gezeichnet. So kommen die faulen Äpfel zuerst zu uns. Sie werden jedoch nicht für uns arbeiten, da wir ihnen nur eine begrenzte Anzahl an Pflanzen erlauben und eine komplette Transparenz beim Anbau erwarten.
Größer ist nicht immer besser. Wir lieben die kleinen Grower, die sich wirklich um jede einzelne Pflanze kümmern. Wir wollen sie so behalten. Aber wenn der
Club ein wenig größer wird, dann müssen wir mit größeren Grows experimentieren. Dieses meint nicht mehr Pflanzen, dafür aber größere Pflanzen. Und mehr Gewächshaus-Grower (= bessere Qualität als durch Indoor-Grows). Wenn du größer anbauen möchtest, dann musst du damit beginnen, über einen permanenten Sicherheitsdienst und solche Sachen nachzudenken. Das ist eine Menge Arbeit. Wir werden sehen, wenn wir soweit sind. Was ist dein Traum für Trekt uw Plant? Wir möchten offiziell durch die Regierung bemerkt werden und mit unserem System im Gesetz legalisiert werden, damit wir so vielen Leuten wie möglich helfen können, besonders den kranken Menschen. Wir möchten Jobs und soziale Wohlfahrt bilden. Wir möchten uns als die Alternative zum illegalen Markt präsentieren, und wir wollen einen Raum bieten, wo Menschen zusammen kommen können, um über Cannabis zu sprechen. Wir möchten zudem, dass die Konsumenten Rechte haben und dass der Marijuana-Anbau für die private Verwendung erlaubt wird. Last but not least möchten wir ein Beispiel für alle sein, die ihren eigenen CSC starten möchten. Wir möchten eine führende Rolle in der Einbindung des Cannabis Social Club Models sein. Soweit das Interview mit Dominique, für das wir uns recht herzlich bedanken. Trekt uw Plant ist das große Ziel, das wir für Deutschland und andere Länder anstreben. Wir würden damit beginnen, in den Clubs anzubauen, und jeder bekäme sein Marijuana in bester Qualität. Niemand müsste Brix rauchen, niemand würde zu seinem Dealer gehen, um sein Geld der Mafia zu geben. Jeder würde bestes Marijuana für wenig Geld erhalten und könnte aus medizinischen Gründen oder einfach zum Genus konsumieren. Diejenigen, die die Möglichkeiten und die Zeit haben, würden anbauen, und der ganze Club würde profitieren. Wir hoffen, dass Belgien ein Eingang zu einer neuen deutschen Drogenpolitik ist.
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ANBAUTIPPS
Größere Blüten durch Manipulationen erzeugen Ich hatte das Glück - lange bevor ich Lesestoff über Cannabis in die Finger bekam - von einem Freund zu lernen, wie Pflanzen manipuliert werden können. Nachdem ich die Wirkungen an meinen Pflanzen selbst gesehen hatte, wollte ich wissen, weshalb der Ertrag steigt, wenn
beschatten - dann kann das Licht weiter in die Tiefe vordringen.
Super Cropping Die erste Technik zur Manipulation von Pflanzen, die ich gelernte hatte, wurde mir von einem langjährigen Freund bei-
Er übte gerade genug Druck aus, um ihn zu beschädigen, ohne den Stängel ganz zu brechen. Gleich darauf knickte er ihn an der Druckstelle sanft um und trat zurück. Jetzt war ich dran es zu versuchen. Er wies auf eine andere geeignete Stelle der Pflanze und sagte, ich solle so fest
GERATEN SIE NICHT IN PANIK, WENN SIE SEHEN, WIE FLÜSSIGKEIT AUS DER GEQUETSCHTEN STELLE QUILLT, ES IST NUR WASSER! man Zweigen und Blättern Schaden zufügt, und welche anderen Verfahren es gibt, die ich anwenden kann, um noch größere Ernten zu erzielen. Ich werde oft gefragt: „Wie viele Pflanzen kann ich unter dieser Lampe anbauen?“ Meine Antwort beginnt stets mit einer anderen Frage: Wie lässt sich der Raum optimal ausfüllen? Um sie zu beantworten, sollten wir zunächst darüber nachzudenken, welche Techniken für den Anbau solcher Pflanzen angewendet werden können. Im Wesentlichen geht es bei dieser Manipulation von Pflanzen darum, die pflanzliche Energie umzuleiten. Abhängig vom jeweiligen Verfahren kann dies eine zeitlich befristete oder eine dauerhafte Umleitung sein. Dabei verlangen wir von der Pflanze, sich während ihrer Wachstumsphase auf besondere Bereiche zu konzentrieren, um einige konkrete Ergebnisse zu Stande zu bringen: kräftigerer Pflanzenkörper, größere Blütenstände usw. Ähnlich wie bei Bonsais verändern wir die Form, Größe und den Energiefluss innerhalb der Pflanze, um diese Effekte zu erzielen. Wir sind in der Lage, diese Manipulationstechniken zu nutzen und eine beliebige Anzahl von Pflanzen dahin zu bringen, dass sie jeden Raum ausfüllen und über die ganze Zeit auf die Maximierung des möglichen Ernteertrages hinarbeiten.
Foraging
gebracht, dessen Garten immer beneidenswerte Ernten hervorbrachte. Als ich ihn um Tipps bat, wie meine Pflanzen
drücken, bis ich ein „Knacken“ zwischen meinen Fingern verspüren würde. Dies war meine Einführung in Super Cropping.
Von Golgi Apparatus
„Phosphoload“ gebrauchen muss, von denen behauptet wird, sie hätten die gleiche Wirkung, und die den Hormonhaushalt verändern. Mit dieser Technik schädigen wir wissentlich die inneren Gefäßstränge, um die Pflanze zu zwingen, sich selbst zu heilen, indem sie Narbengewebe und einen „Höcker“ an der Knickstelle ausbildet. Es wird ihr später gelingen, die Säfte wieder zur Triebspitze zu leiten, aber für die nächsten 24-28 Stunden dirigiert die Pflanze die Energie, die zum Wachstum der Triebspitze genutzt worden wäre, um zu dem Laubwerk unterhalb des Knicks. Letzten Endes wird sich ein Stamm ergeben, der sichtlich dicker und stärker ist
FIM - Man nimmt eine gute, spitze Schere oder eine Klinge, um einen Teil der Triebspitze zu entfernen ebenso ergiebig produzieren könnten, beugte er sich über eine meiner Pflanzen und sagte: „Aber nicht gleich ausflippen! Ich verspreche dir, ich verletze sie nicht wirklich. Der Pflanze wird es morgen besser gehen als jemals zuvor.“ Ich holte einmal tief Luft und schenkte ihm mein vollstes Vertrauen. Dann sah ich, wie er seinen Daumen und einen Finger um das Meristem des Hauptstängels an der Spitze der Pflanze legte und zudrückte.
Der Hauptvorteil von Super Cropping besteht darin, dass es die Pflanze insgesamt stärkt. Das vegetative Wachstum wird gefördert und vor allem die Stängel werden gekräftigt, damit sie später einmal das Gewicht der Blütentrauben tragen können. Super Cropping kann auch angewandt werden, um die physische Größe und das Höhenwachstum der Pflanze zu kontrollieren, ohne dass man hierzu Chemikalien wie „Bushload“ oder
Zur Pflege unserer Pflanzen gehört es selbstverständlich, alle Blätter, die beschädigt sind oder ungesund aussehen, zu beseitigen. Foraging als grundlegendste Form der Pflanzenmanipulation bezieht sich auf die Entfernung von Blättern, die verfärbt, beschädigt sind oder nekrotisch erscheinen. So wird es der Pflanze ermöglicht, die Energie, welche sie normalerweise an solche tiefer sitzenden oder beschädigten Blätter verschwendet hätte, zu verlagern und zu den neueren und extrem effizienten Trieben an der Spitze zu leiten. Unsere Girls verschleudern eine Menge Energie, um beschädigte oder kranke Blätter am Leben zu erhalten. Daher ist es immer besser, solche Blätter beim ersten Anblick loszuwerden und dafür zu sorgen, dass die Energie dahin fließt, wo wir sie haben wollen. Letztendlich schließt Foraging auch das TOPPING - Die Pfeile zeigen auf die beiden Nodien, die apikaldominant werden, Entfernen der größeren Fächerblätter ein, nachdem die Spitze entfernt worden ist die den unteren Teil der Pflanze völlig
als bei einer Pflanze, die nicht „supergecroppt“ wurde. Erst mal wird eine Pflanze ausgewählt, die einige Sätze von Blättern und Nodien (Blattansätze) hat und mindestens 15 bis 20 cm groß ist. Die Idee ist, diese Technik an einer Stelle der Pflanze anzuwenden, wo das aktivste Wachstum stattfindet, um die Energie in alle Bereiche unterhalb des Quetschpunktes umzuleiten. Als Nächstes legen wir Daumen und Zeigefinger um den Hauptstängel zwischen die beiden obersten Nodiensätze und drücken den Stängel. Wir drücken nur stark genug, dass wir das Knacken des Xylems spüren, so etwa wie beim Ausdrücken eines Pickels. Geraten Sie nicht in Panik, wenn Sie sehen, wie Flüssigkeit aus der gequetschten Stelle quillt, es ist nur Wasser. Wir müssen unbedingt vermeiden, den Stamm so schwer zu beschädigen, dass es einem Kappen gleichkäme. Die Pflanze sollte sich innerhalb weniger Tage vollständig erholen, der geknickte Stängel sich wieder hin zum Licht aufrichten und sich an der Knickstelle der „Höcker“ aus Narbengewebe bilden. Sie können dieses Verfahren wiederholt anwenden, da die Pflanze zwischen jedem aufsteigenden Nodus senkrecht wächst; das
42 Narbengewebe macht es zu schwierig, die selbe Stelle nochmals zu drücken, und es zu tun könnte einen irreparablen Schaden verursachen. Für den Rest der Pflanze gilt allerdings mein persönliches Supercropping-Motto: „Wo es eine Stelle zum Drücken gibt, nur zu.“ ANBAUTIPP: Silikat als Zusatz stärkt ebenfalls die Zellwände der Pflanze und zusammen mit Supercropping werden Sie eine kräftige, ebenmäßige Pflanze bekommen.
Topping Reproduktion ist in der Natur die vorherrschende Tendenz, die allem, was die Pflanzen machen, zugrunde liegt. Die Blütenknospe an der Spitze des Haupttriebes (auch Terminalknospe genannt) wächst immer zum größten und stärksten Blütenstand heran, weil das Licht direkt auf sie einwirkt. Die Pflanze weiß, dass dieser Blütenstand die beste Chance für die Reproduktion bietet und leitet die meiste Energie zur Triebspitze (Apikaldominanz). Es ist, als wollte man den besten Spieler des Teams in Szene setzen, damit am Ende das Ergebnis stimmt. Bei einem normalen Wachstumsverlauf sendet eine Pflanze hemmend wirkende Hormone an die tieferen oder seitlichen Austriebe, wodurch deren Wachstum verlangsamt
LOLLIPOPPING - Mit den gegen den Stängel drückenden Fingern gleitet man nach unten, um die unerwünschten tieferen Austriebe zu beseitigen
eine Schere oder Klinge zu verwenden. Durch das Abreißen von Blättern und Zweigen kann der Pflanze sehr leicht Schaden zugefügt werden; außerdem gewährleisten diese Hilfsmittel Sorgfalt und Präzision. Um diese Methode nicht
die Hauptcola, die gerade abgeschnitten wurde, aber in diesem Fall sind zwei (oder drei, vier!) besser als eine. Topping könnte in der Tat das „Blütenpotential“ verdoppeln oder verdreifachen. Zudem fördert dieses Verfahren das schnelle Wachstum
ausgewählt, wo Sie den Schnitt machen möchten, dann wird die Spitze einfach abgeschnitten und beseitigt. Aber anstatt diese abgeschnittenen Triebspitzen einfach wegzuwerfen, schneiden manche Grower Stücke von ihnen ab, die lang genug sind, um als Klone Verwendung zu finden, um mit ihnen ein nicht enden wollenden Erntezyklus einzuleiten.
Lollipopping
SUPERCROPPING - Wählen Sie eine Stelle zum Drücken aus, knicken Sie die Quetschstelle und geben Sie der Pflanze 24-48 Stunden Zeit, um sich selbst zu kurieren
und die meiste Energie der Pflanze für die Terminalknospe gesichert wird. „Topping“ ist der von Cannabisgrowern verwendete Ausdruck für das Abtrennen der Spitze des Haupttriebes. Manche nennen es auch „Pinching“, weil man im wörtlichen Sinne die Triebspitze einfach mit den Fingern abdrehen oder abkneifen kann. Ich empfehle, immer wenn etwas von der Pflanze abgetrennt wird,
mit dem Drücken beim Supercropping durcheinanderzubringen, bezeichnen wir sie als „Topping“. Durch die Beseitigung der Spitze wird die Apikaldominanz von der einen Endknospe zu den beiden Nodien direkt unterhalb der Schnittstelle verlagert. Somit werden aus einer apikaldominanten Cola (Blütentraube) an der Spitze zwei apikaldominante Colas. Man muss einräumen, dass keine dieser Colas sich jemals so kräftig ausbilden wird wie
aller Zweige unterhalb der Schnittstelle und nicht nur an den beiden Nodien direkt darunter. Ähnlich dem Super-Cropping ist Topping eine weitere Variante, die Pflanze vorsätzlich zu beschädigen, damit Energie in eine andere Richtung geleitet wird, wobei sich jedoch im Vergleich die Ergebnisse gewaltig unterscheiden. Um an den Pflanzen die Topping-Methode durchzuführen, wird zuerst eine Stelle zwischen Nodien an der Pflanzenspitze
Diese nächstfolgende Methode schließt die Beseitigung einer beträchtlichen Anzahl gesunder Zweige an Ihrer Pflanze ein und aus diesem Grunde schrecken viele Grower davor zurück, sie auszuprobieren. Experimentieren Sie mit Techniken, die für Sie neu sind, immer nur an einer oder zwei Pflanzen. So wird bei einem falschen Herangehen nicht die gesamte Ernte ruiniert und es ist ein direkter Vergleich mit benachbarten Pflanzen möglich, die dem neuen Verfahren nicht unterzogen wurden. Lollipopping ist dem Topping genau entgegengesetzt und dennoch können beide Verfahren kombiniert werden. Anstatt neuen Wuchs abzuschneiden oder zu beschädigen beseitigen wir radikal sämtliche Austriebe außer dem frischen Grün am Ende eines Zweiges. Der Begriff Lollipopping kommt vom Aussehen des Zweiges, nachdem an ihm diese Manipulation vorgenommen worden ist. Am Ende steht etwas, das wie der Stiel eines Lutschers aussieht, dessen Spitze mit einer herrlichen Blütentraube geschmückt ist (daher Lollipop). Bei dieser Methode halten wir den Stängel zwischen Daumen und Zeigefinger; wir beginnen unmittelbar unterhalb der obersten 3-4 Nodiensätze - oder wo immer sich voraussichtlich das Blätterdach bilden wird. Die andere Hand hält den Stängel an einer Stelle oberhalb der Finger. Jetzt wird leicht gedrückt und wir ziehen behutsam die gesamte Strecke hinab bis zur Basis der Pflanze und passen diesmal auf, dass der Stängel nicht beschädigt wird. Die Austriebe, die den hinab gleitenden Fingern im Weg stehen, sollten ziemlich leicht abfallen. Durch die Entfernung die-
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LST/SCROG - Nach der Installation des SCROG-Gitters lassen sich die Zweige trainieren, horizontal zu wachsen (LST - Low Stress Training)
ses tieferen Wuchses wird alle verfügbare Energie zu den Blütenständen geleitet, die oben verblieben sind. Mit weniger Blütenständen pro Zweig, die mit Energie zu versorgen sind, produziert die Pflanze zwangsläufig größere, dichtere Blüten. Lollipopping ist nicht für jeden Grower ideal; manche stören sich nicht an den mickrigen Blüten, die in den untersten Regionen der Pflanze wachsen, sind zufrieden mit der Größe der Cola wie sie ist, und entscheiden sich, diese Methode nicht anzuwenden. Für jene unter uns, die möchten, dass die Pflanzen die größtmöglichen Nuggets produzieren, ist es das gegebene Verfahren, welches den Blütenständen dazu verhilft, durch die Zufuhr ausreichender Energie ihr maximales Volumen zu erreichen. Von dieser Manipulation wird bei der SCROGMethode intensiv Gebrauch gemacht darauf kommen wir später zurück.
Blütenstände ausbilden, doch statt alles vom Stängel abzuschneiden, lässt man einen kleinen Teil stehen. Etwa wie: „Oh, ich habe einen Teil von diesem Nodus ausgelassen, als ich versuchte, die Pflanze zu köpfen.“ Das Ergebnis können bis zu 6-8 Triebe sein, die sich aus diesem einen Nodus bilden, der teilweise abge-
schnitten worden ist. Da diese Technik ziemlich neu ist, fallen die Berichte von Growern unterschiedlich aus, wohl weil die Ergebnisse von Pflanze zu Pflanze deutlich variieren, selbst wenn bei jeder genau dieselbe Vorgehensweise praktiziert wird. 100%-ige Präzision beim Abschneiden nur eines Teils des Nodus ist fast unmöglich, aber nach dem Prinzip Versuch und Irrtum und bei guter Kenntnis der Varietät wird sich schließlich der goldene Mittelweg, d.h. wie viel man am besten wegschneidet, finden. Bei diesem Verfahren gebrauchen wir eine gute, spitze Schere, um ein großes Stück des neuen Zuwachses an der Spitze des Hauptstängels auszuschneiden. Es sieht aus wie ein Knäuel kleiner Blätter, aber passen Sie auf, dass Sie nicht alles wegschneiden, das würde Topping gleichkommen.
weise immer aus der gleichen Richtung: von oben. Ohne einen „Sonnenaufgang“ oder „Sonnenuntergang“ erschwert die dreieckige Form der meisten Cannabispflanzen es dem von der oben angebrachten feststehenden Lampe abstrahlenden Licht zu den unteren Regionen der Pflanze vorzudringen. Daher lässt sich im Anbauraum die Bedeutung von reflektierendem Material an den Wänden und sogar ergänzender Beleuchtung von der Seite erklären - als eine zusätzlich Option für die Steuerung und Ausbreitung des Lichts. Die Höhe ist für den typischen Indoor-Grower ebenfalls ein Thema, besonders beim Anbau sativadominanter Sorten, die sich gerne ausstrecken. Mit den Jahren sind die Grower kreativ geworden und kommen mit zahlreichen Lösungsvorschlägen, um diese Probleme in den Griff zu kriegen.
Bisher haben wir uns bei der Manipulation der Pflanze darauf konzentriert, den maximalen Ertrag aus ihr herauszuholen. Jetzt wollen wir darüber sprechen, wie die Pflanzen den Raum ausfüllen sollten, denn der Ertrag muss nicht allein abhängen von der Anzahl der Pflanzen. Beim Innenanbau kommt das Licht typischer-
Das trifft beispielsweise auf das Sea of Green (SOG)-Verfahren zu, das sich hervorragend eignet, um frühe Ernten einzufahren und bei dem sich alles um Raum- und Zeitmanagement dreht. Mit SOG versucht man jeden Zentimeter beleuchtete Fläche zu nutzen, indem kleine Behälter (0,5 l -1 l) eng nebeneinan-
FIM Ein neueres Verfahren, dessen Popularität unter Growern zugenommen hat, ist die sich versehentlich ergebene FIM (Fuck I Missed)-Technik. Diese Methode kann aberwitzige Auswirkungen auf die Entwicklung der Cola haben, wenn der Schnitt akkurat durchgeführt wird. Wie beim Topping beinhaltet dieses Verfahren das Kappen in dem Bereich, wo sich die obersten
SUPERCROPPING - Nicht nervös werden, wenn etwas Flüssigkeit aus der Quetschkante quillt; wir haben durch diese Vorgehensweise das Xylem beschädigt und es handelt es sich nur um ein bisschen Wasser
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SUPERCROPPING - Bieten Sie genug Druck auf, um ein „Knacken“ zwischen den Fingern zu verspüren, aber brechen Sie den Stängel nicht ab
der gestellt und die Pflanzen nach nur einer Woche (oder maximal zwei Wochen) Vegetationsperiode in die Blüte geschickt werden. Anstatt den Anbauraum mit nur wenigen großen Pflanzen zu füllen, die eine längere Vegetationsphase benötigen würden, haben Sie hier eine größere Anzahl von Pflanzen, jedoch mit weniger Ertrag pro Pflanze. Dies bedeutet eine unausgesetzte Rotation blühender Pflanzen, was weniger Wartezeit zwischen den Ernten mit sich bringt. Die Screen of Green (SCROG)-Methode gehört unter Indoor-Growern zu den beliebtesten Systemen, weil mit ihr Pflanzen zu ihrer vollen Größe auswachsen können und diese bei jeder Raumgröße Raum sehr produktiv sind. Diese Verfahrensweise kombiniert Lollipopping mit Topping und zur Stützung der Pflanze wird ein Netz oder Gitter eingesetzt (auch um das Wachstum nach oben zu begrenzen). So wird auch ein einsehbarer „Sea of Green“ geschaffen mit einem festsitzenden Dach aus Colas. Ich muss hinzufügen, ein wunderbarer Anblick! Im Unterschied zur SOG-Methode wird der Raum nicht einfach nur mit möglichsten vielen Pflanzen gefüllt, um den Sea of Green-Look zu erhalten. Stattdessen nehmen wir einige Pflanzen, manipulieren ihre Größe und Form, um den Raum zu füllen. Das stationäre Dach hat jedoch auch seine Schattenseiten, denn es gewährt fast keine Bewegungsfreiheit, was wiederum
den Zugang zu den inneren Pflanzen erschweren könnte. Bevor das Netz installiert wird, sollten Sie sich daher vergewissern, ob alle Manipulationen durchgeführt und abgeschlossen sind und nicht die Gefahr eines Schädlingsbefalls besteht, was später Zugang zu allen Pflanzen erforderlich machen würde. Bei der SCROG-Methode muss die Pflanze während der frühen Wuchsphase bearbeitet werden, um die Anzahl der späteren Hauptcolas zu vervielfachen. Wir beginnen mit einer Pflanze, die eine Höhe von mindestens 15-20 cm erreicht hat und setzen sie in den vorgesehenen Topf. Überprüfen Sie, ob er groß genug ist, um das Wurzelsystem der Pflanze im Verlauf des gesamten Zyklus bewältigen zu können. Nutzen Sie die obige Topping-Anleitung, um - abhängig von der Größe des Raumes und der Behälter - die gewünschte Anzahl von Zweigen zu erhalten. Die Pflanzen werden so „trainiert“, dass sie eine Zeit lang horizontal dem Netz (Gitter) entlang wachsen, und unterwegs werden sie daran festgebunden. Hierbei kann man beim Festbinden entweder ein Vorwärts/ Rückwärtsoder spiraliges Muster anwenden, um das Netz bzw. Gitter auszufüllen. Dieses Verfahren bringt jeden Nodus auf die selbe Höhe des Netzes und treibt die Triebe senkrecht nach oben dem Licht entgegen, um das Cola-Dach auszubilden. Die erhöhte Produktion infolge dieser Anzahl von Colas sollten wir
BLOODY NORA
anschließend noch weiter vorantreiben, indem wir auf den Rest der Pflanze die Lollipop-Methode anwenden d.h. alles unterhalb dem Niveau des Gitternetzes beseitigen. Bei dieser Struktur kann das Licht nicht durch das Dach dringen, das von den Colas gebildet wird, so dass die Beseitigung dieses Grüns der beste Weg ist, die Energie dorthin zu leiten, wo sie am meisten Nutzen bringt. Damit wird nebenbei auch mehr Luftstrom von der Basis der Pflanze her ermöglicht. Die oberen Zweige sollten sooft es erforderlich erscheint abgeschnitten und supergecropt werden, um das Dach auf gleicher Höhe zu halten. Der Schlüssel zu einem erfolgreichen SCROG ist, die Zweige so zu trainieren, dass sie den Raum gleichmäßig ausfüllen und etwa die gleiche Höhe aufweisen. Bei dieser Anbaumethode werden wir keine tiefer sitzenden, flaumigen Blütenstände mehr haben, sondern große Hauptcolas, die auf gleicher Höhe der gleichen Lichtintensität ausgesetzt sind. SCROG erfordert eine ausreichend lange Vegetationsphase, denn die Pflanzen müssen in der richtigen Art und Weise trainiert werden - und einen patenten Grower. Die Pflanzen darauf trainieren, dass sie horizontal wachsen, ist eine Low Stress Training (LST)Variante. LST schließt den Gebrauch von Pflanzenstützen, Schnüren, Draht, Klettverschluss, Gitternetzen oder sonst etwas geeignetem zum Trainieren und Binden der Zweige ein, und zwar so, dass sie nicht abgeschnitten oder beschädigt
werden. Zuvor hatten wir uns nur mit High Stress Training (HST)-Techniken beschäftigt; eine Pflanze zu beschneiden oder zu beschädigen verursacht bei ihr offensichtlich mehr Stress als auf den Stängel mit Hilfe von Bändern auf die eine oder andere Art „sanften Überredungsdruck“ auszuüben. Letzten Endes bringen alle diese Manipulationstechniken für die Pflanzen erhöhten Stress mit sich und der Schlüssel zum Erfolg ist zu verstehen, wie viel Stress noch verträglich ist. Vergessen Sie nicht, dass zu viel Stress Hermaphroditismus (unter anderem) bei Ihren Girls auslösen kann, was am Ende gar zum Verlust der Pflanzen führt und einen schweren Rückschlag bedeuten würde. Daher sollte man vorsichtig vorgehen und daran denken, erst mit einigen wenigen Pflanzen zu experimentieren bevor das Verfahren auf den gesamten Bestand angewandt wird. So effektiv alle diese Pflanzenmanipulationen sind, sie allein reichen nicht aus, um den Job zu erledigen. Die Pflanzen brauchen auch einen umfassenden Versorgungsplan für die Zufuhr von Licht, Wasser und Nährstoffen, um solche bildschönen Blütenstände hervorzubringen. Hier im Garten wirken physikalische, chemische und biologische Faktoren zusammen. Zur richtigen Balance zu finden erfordert einige Fummelei, aber dadurch wird das Potential optimal ausgeschöpft.
FIM - Bei FIM lässt man einen kleinen Teil des frischen Grüns unversehrt und entfernt den Rest
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SCHALL & RAUCH im Hafen Industriezeile 47 4020 Linz / Österreich Tel: +43 732 908086
Klaus der Gärtner
Sortimentsrecherche zur Optimierung seines Angebots, welches derzeit über 750 verschiedene Bongs und Shishas, über 300 verschiedene Purpfeifen, über 120 Typen von Digitalwagen, über 180 Sorten Grinder, über 350 Sorten verschiedene Paper und mehr als 15 verschiedene Vaporizer umfasst.
köpfiges Team geworden – darunter befinden sich einige der ansehnlichsten Jungs Berlins. Achja, und ein Mädchen - und die sieht auch gar nicht schlecht aus.
Aber auch der KdG-Growshop wartet immer wieder mit neuen herausragenden Produkten auf. So ist mit „Aptus“ inzwischen auch ein absolutes Highlight im Dünger-Segement im Angebot, das nur drei Shops in Berlin verkaufen dürfen (KdG, Acker & Buschmann) und welches Top Qualität für professionelle Grower bietet. Die hochkonzentrierten Dünger enthalten mehrfach aktive Inhaltsstoffe, sind zertifiziert und zu 100 Prozent organisch. Neben dem Sortiment ist auch das KdGTeam weitergewachsen: Aus der vierköpfigen Truppe ist mittlerweile ein sieben-
Growshop „Klaus der Gärtner“ Strassmannstraße 1 10249 Berlin Tel.: +49 (0)30 373 00 377 Fax: +49 (0)30 373 00 380
Das „Schall & Rauch im Hafen“ - gegründet Anfang 2012 - liegt wie der Name schon sagt im Linzer Hafenviertel, im zweiten Stock des ehemaligen Quelle-Gebäudes. Die Autobahnabfahrt ist nur zwei Minuten entfernt und kostenlose Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Auch eine Busstation befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Geschäft.
Die zwei Geschäfte von KdG in der Berliner Strassmannstraße sind mittlerweile stadtbekannt und in der deutschen Hanfbranche längst voll etabliert. Das KdGTeam ist auch international oft unterwegs und nimmt an ausländischen Hanfmessen und an verschiedensten Workshops teil, um Produkt- und kenntnisstandtechnisch immer auf der Höhe der Zeit zu sein. KdG kümmert sich aber auch um seine unmittelbare Nachbarschaft und hat in Friedrichshain einige Baumpatenschaften übernommen, um so zu einer sauberen und grünen Umwelt beizutragen. Der KdG-Headshop wurde vor kurzem detailverliebt neu gestaltet worden – ein Besuch lohnt sich also in jedem Fall, denn KdG betreibt eine ständige
Fourtwenty
Anfangs Februar diesen Jahres bezog das Fourtwenty Growcenter seine neuen hellen und sauberen Räumlichkeiten an der Worblentalstrasse 30 in Ittigen. Auf über 600m2 bietet das Fourtwenty Growcenter eine riesige Auswahl an hochqualitativem Grow-Equipment der besten und führenden Herstellern der Branche. Dank der grossen neuen Ladenfläche am optimal situierten Standort können über 95% des Sortiments ab Lager sofort geliefert oder direkt abgeholt werden. Aufgrund der neuen Lagerlogistik können auch grosse Bestellungen sofort ausgeführt werden ohne das grosse Wartezeiten entstehen. Ein diskreter Vordereingang oder eine praktische Laderampe gestalten das Einkaufen Sicher und unauffällig. Praktisch gestaltet sich auch der versteckte Hintereingang welcher über einen Parkplatz gut erreichbar ist. Diskretion und Sicherheit wird im Fourtwenty GROSS geschrieben, des-
Öffnungszeiten: Mo–Fr: 12.00–19.00 Uhr Sa: 12.00–17.00 Uhr Email: hafen@schall-rauch.at www.schall-rauch.at
Headshop „Klaus der Gärtner“ Strassmannstraße 33 10249 Berlin Tel.: +49 (0)30 373 00 376
Öffnungszeiten: Mo – Fr: 11.00 Uhr – 20.00 Uhr Samstag: 14.00 Uhr – 18.00 Uhr Email: info@klausdergaertner.de www.klausdergeartner.de KdG verschenkt 10 „Believer-Packs“ an die ersten zehn, die eine Email mit dem Stichwort „Believer-Pack“ an growshop@klausdergaertner.de schicken!
halb werden auch private Beratungen im abgeschlossenen und abhörsicheren Beratungsraum angeboten. Eine ehrliche, gut fundierte und persönliche Beratung wird in den Vordergrund gestellt und dank dem erfahrenen und kompetenten Team, werden auch bei komplexen Problemen saubere und kostengünstige Lösungen gefunden. Die neuesten und gängigsten Artikel werden immer im Showroom des Growcenters ausgestellt. Durch das grosse und breite Sortiment ist das Growcenter auch eine beliebte Anlaufstelle für andere Händler und Wiederverkäufer. Dank dem neuen Growcenter avancierte Fourtwenty definitiv zum Marktleader im Kanton Bern. Besuchen Sie das Fourtwenty Growcenter in Ittigen bei Bern und überzeugen sich vom Konzept und der Kompetenz dieses schweizer Growshops! Nähere Infos und Öffnungszeiten unter www.fourtwenty.ch
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HOMEGROWING
Ernte, Verarbeitung und Lagerung
Text und Fotos: Olit R.
5*114 'Ã3 $-&7&3& (308&3 Worauf ist zu achten, wenn die Ernte kurz bevor steht. Zum Beispiel darauf, dass zwei Wochen vor der Ernte kein Dünger oder Zusätze mehr verabreicht werden, so kann die Pflanze die restlichen Nährstoffe aufbrauchen. Ansonsten wird das Gras unangenehm chemisch schmekken, beim Rauchen wird es die Atemwege reizen, so dass man ständig husten muss. Der eigentliche leckere Gras-Geschmack wird nicht vorhanden sein. Wer einen Substrat-Cleaner verwendet, kann bis fünf Tage vor der Ernte dün-
der jeweiligen Cannabis-Sorte etwas steuern. Das heißt z. B., wenn man eine Sativa,
Morgentau dringt so wieder leicht gleichmäßig ins Gras ein und der Reifeprozess kann wiederholt oder nachgeholt werden. Dazu aber weiter unten.) Die Trocknung nimmt etwa eine Woche Zeit in Anspruch. Sobald die kleinen Ästchen sich nicht mehr biegen lassen, sondern brechen, ist es Zeit den Veredelungsprozess einzuleiten. Dafür eignen sich am besten saubere und verschließbare Glasgefäße. Im Inneren der Blüten ist noch immer
würde. Denn die Blätter schmiegen sich an den Blüten, und beim Entfernen der getrockneten Blätter zerbrechen die zarten Trichome. Schlimmer noch ist die Gefahr, so die eine oder andere Stelle mit Schimmelpilz leichter zu übersäen. Das wäre nicht gut, weil so ein Schimmelpilz in wenigen Tagen alle Blüten angreifen kann. Die meisten Grower haben sich daher für die zeitintensivere Arbeit entschieden. Dazu schneidet man jeden Ast einzeln ab und entfernt erstmal alle nicht harzigen Blätter (wenn sie nicht schon
EINE ZU HOHE LUFTFEUCHTIGKEIT KANN SCHIMMEL VERURSACHEN gen. Wichtig ist, dass beim Spülen immer ein Drittel des Gießwassers wieder aus dem Topf fließt (Dränage). Zu diesem Zeitpunkt könnte man schon die großen
welche normalerweise ein aktives High verursacht, ausreifen lässt, es auch leicht entspannend (Body-High) wirken kann. Aber auch in den Blättern befindet sich
vorher entfernt wurden). Weiter geht es mit dem Entfernen der harzigen Blätter und Blütenblätterspitzen. Je sorgfältiger man hier arbeitet, desto besser ist das Endergebnis. Es gibt Trimm-Maschinen, die in kürzester Zeit große Mengen Cannabis trimmen. Die Maschinen schneiden einfach nur das überstehende Blatt ab, aber der Stiel und die halben Blätter bleiben in und an der Blüte dran. Die beste Methode aber ist immer noch per Hand. Denn mit der Schere hingegen kann man Stiele und Blätter bis im Inneren der Blüte entfernen. Später werden die kleinen, fertig getrimmten Ästchen auf einer Leine im Dunkeln zum Trocknen aufgehängt. Oder man schneidet die Buds
Auf einem solchen Netz können die kleineren Blüten getrocknet werden. ein gewisser Anteil an Restfeuchte, und das Gras riecht noch leicht strohig, aber das ändert sich mit diesem Prozess. Die Blüten werden sorgfältig vom übrigen Stängel entfernt und ohne sie zu drücken in den Gefäßen verpackt und luftdicht verschlossen. Jeden Tag werden jetzt die Behälter für wenige Minuten geöffnet, um die letzte Restfeuchte entweichen zu lassen. Nach einer weiteren Woche ist es dann soweit, die Behälter können endgültig verschlossen werden. Genießer lassen es noch gerne ein paar Wochen
Rechts im Bild wurde das Gras fermentiert, links wurde es normal im Dunkeln getrocknet mit einem anschließenden Veredelungsprozess.
Sonnenblätter entfernen, somit gelangt das begehrte THC. Einige verwenden sie noch etwas Licht zu den unteren Blüten für Teemischungen oder extrahieren den und diese können so noch nachreifen. Wirkstoff mit Fett oder Alkohol. Sobald die Andere ernten in zwei Phasen, erst die Blätter gelb werden, baut sich der THCoberen Blüten und zwei Wochen spä- Gehalt wieder ab. Ist der Erntezeitpunkt ter den Rest. Schwieriger wird es, den einmal erreicht, fängt man mit den eingenauen Erntezeitpunkt auszumachen. zelnen Zweigen an. Aber auch hier spalViele ernten, wenn 50 bis 70 % der ten sich die Meinungen. Die einen sagen, Blütennarben sich braun verfärbt haben. Das ist eine Möglichkeit, besser aber geht es mit einem Taschenmikroskop, um sicher die Reife bestimmen zu können. Es gibt verschiedene Arten von Trichomen, uns interessieren nur die, mit einem Stiel und einer kleinen Kugel darauf. Sie befinden sich auf den Blüten und den kleinen Blütenblättern. Anfangs sind sie noch Eine Erntemaschine kann viel Zeit sparen. klar und durchsichtig, später werden sie milchig und zuletzt bernsteinfarben. Der richtige Zeitpunkt ist, wenn die meisten dass es besser ist, die Pflanze einfach Trichome milchig und wenige bernstein- abzuschneiden und sie kopfüber zum farben sind. Zu diesem Zeitpunkt kann Trocknen aufzuhängen. Die Begründung man davon ausgehen, dass sich die ist, dass die Trichome von den größeunterschiedlichsten Terpene voll entwi- ren Blütenblättern geschützt werden, ckelt haben. Zu einem späteren Zeitpunkt indem sie sich bei der Trocknung wie ein würde sich das THC in CBN umwandeln Schutzschild um die Blüte schmiegen. Erst und somit wäre es nicht mehr so stark vor dem endgültigen Verpacken werden psychoaktiv, sondern nur noch leicht sie getrimmt. Andere aber sagen, dass sedativ. So könnte man auch die Wirkung genau das die Trichome kaputt machen
Diese Buds sind bereit zum Verpacken. von den Stängeln und trocknet sie in Trockensieben, was auch sehr gut funktioniert. Die Temperatur für eine optimale Trocknung sollte zwischen 18 und 22 Grad liegen und die Luftfeuchtigkeit bei 40 bis 60 %. Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit kann Schimmel verursachen. Zur Unterstützung an zu feuchten Tagen, kann schon ein kleiner Luftentfeuchter wahre Wunder bewirken. Ist es zu trocken und zu warm, trocknet das Gras zu schnell, und das Chlorophyll kann nicht abgebaut werden. Das Ergebnis wäre ein bitteres kratzendes Raucherlebnis (in einem solchen Fall kann man das Gras morgens früh an einem offenem Fenster auslegen. Der
länger reifen, bevor sie es endgültig konsumieren.Viele Grower denken, dass dieser eben beschriebene Reifeprozess eine Fermentierung sei, das ist aber falsch. Fermentiertes Cannabis ist braun. Dabei werden die frischen Blüten sofort am Tag der Ernte für drei Tage in einem Behälter luftdicht verschlossen. Danach werden sie sehr schnell getrocknet, weil sonst alles verschimmeln könnte. Mit den Ernteresten (harzige Blätter) kann man später die verschiedensten Leckereien herstellen. Leider aber bleibt das für deutsche Bürger nur ein Traum, denn wie wir alle wissen, ist der Anbau in Deutschland ja verboten, schade.
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TRAVEL REPORT
Japan – alles prima (außer Cannabis) Drei Wochen waren wir im September in Japan unterwegs - von Nikkō über Tokyo und Kyoto nach Hiroshima und Nagasaki. Drei der vier japanischen Hauptinseln erkundeten wir mit einem Mietwagen - so lernt man Land und Leute schon ziemlich gut kennen… Text: Martin Müncheberg In Nikkō, der ersten Station unserer Reise, fiel uns bereits auf, wie groß in Japan der RESPEKT geschrieben wird. Jeder scheint ihn hier vor jedem zu haben und auch von jedem zu kriegen. So oft, wie man sich in Japan verbeugt, tut man dies wohl kaum anderswo. Im Hotel, im Restaurant, im Zug, im Auto, im Fahrstuhl und manchmal auch einfach so auf der Straße – der Durchschnittsjapaner hat sicherlich eine ganz fabelhafte Rückenmuskulatur. In schöner Landschaft gelegen, wartete das kleine Städtchen Nikkō mit einer berühmten (und für die japanische Geschichte sehr wichtigen) Tempelanlage und hübschen Bergstraßen auf. Hier ist man der Natur definitiv näher als in den Megacitys, die wir danach besuchten – die größte davon stand als Nächstes auf unserem Reiseplan: Tokyo. Im städtischen Verbund mit Yokohama bildet die japanische Hauptstadt mit über 36 Millionen Einwohnern die größte Metropolenregion der Welt – insofern war es doch recht illusorisch von uns zu glauben, wir könnten diese Region in drei Tagen auch nur annähernd besichtigen. Immerhin befand sich unser Hotel in unmittelbarer Nähe der „Shinjuku Station“ – angeblich die am höchsten frequentierte Bahnstation der Welt. Tatsächlich vermag einen der erste Eindruck zu erschlagen – vor allem, wenn man eigentlich nur den Mietwagen zurückgeben will und ihn einfach keiner haben will. Aber auch wenn Dich geschätzte 99 Prozent der Japaner sprachlich kein bisschen verstehen – helfen tun sie Dir doch. Man muss sich nur irgendwie verständlich machen. Notfalls mit Händen und Füßen. Wie riesig Tokyo tatsächlich ist, kann man nur erahnen – zum Beispiel, wenn man die Aussichtsplattform des hiesigen Rathauses nutzt, die einen Panoramablick aus über zweihundert Metern Höhe ermöglicht. Hier ist es ganz egal, in welche Himmelsrichtung man blickt: Ein Ende der Stadt ist nicht abzusehen. Und anders als z. B. in New York, wo sich die Wolkenkratzer auf der Halbinsel Manhattan konzentrieren, gibt es in Tokyo kein solches Zentrum – jeder Stadtteil hat hier sein eigenes Manhattan. Auch Parkanlagen gibt es viele, zum Teil in erstaunlicher Größe. Sehenswürdigkeiten natürlich ebenso: der inzwischen zugängliche kaiserliche Garten, Tempel und Schreine ohne Ende, die „Wasserstadt“, die Edel-ShoppingMeile „Ginza“ und, und, und - wir buchten
eine ganztägige Stadtrundfahrt und überließen die Auswahl dem Zufall. Von Tokyo aus nahmen wir den Shinkansen nach Kyoto, wo wir nach gut
zwei Stunden Fahrzeit ankamen. Das Reisen mit dem Zug ist hier erstaunlich unkompliziert, da alle Bahnhöfe auch in Englisch beschriftet sind. Und wenn man doch mal nicht genau weiß, wo man gerade hin muss, stehen viele freundliche Service- und Info-Kräfte herum, die einem freundlich den kürzesten Weg weisen. In Japan ist das Fahren mit dem Shinkansen die mit Abstand schnellste Reisevariante, wenn die Entfernungen nicht so groß sind, dass sich ein Flug lohnt. Denn so ein „Bullet Train“ fährt bis zu 270 km/h schnell und hält nur in größeren Städten. Die alte Kaiserstadt Kyoto kann man sich anschauen, muss man aber nicht. In einem Gebirgstal gelegen, kann man hier von der Aussichtsplattform des „Kyoto Tower“ das Ende der Stadt in jeder Himmelsrichtung erkennen. Natürlich gibt es auch hier viele schöne Tempel und Schreine, aber wenn man erstmal ein paar Große gesehen hat, lässt die Faszination doch merklich nach. Das vielleicht Außergewöhnlichste an dieser
Stadt ist ihr Hauptbahnhof – ein futuristisches Gebäude mit hoher, offener Halle, das auch schon diverse DesignerPreise gewann. Von Kyoto aus fuhren wir mit einem neuen Mietwagen auf die Halbinsel Wakayama, wo neben dem für buddhistische Mönche heiligen Berg „Koyasan“ auch einer der wohl faszinierendsten Orte Japans liegt: der alte Friedhof „Okunoin“. Manche Gräber stehen schon seit Jahrhunderten hier und sehen dem-
entsprechend aus: Vom Regen gezeichnet und mit Moos überwuchert ergeben sie ein wild-romantisches Bild an dem von hohen, jahrhundertealten Zedern gesäumten Friedhofspfad, der (wie könnte es anders sein) zu einem heiligen Tempel führt. Der gut zwei Kilometer lange Weg hat rechts und links vielfältige Abzweigungen, manche Gräber liegen etwas abseits und sind nur über diese Seitenwege zu erreichen – wenn man sie beschreitet, kommt dabei fast ein wenig Indiana-Jones-Feeling auf... Die nächste Station unserer Reise war Hiroshima – heute eine moderne Stadt, die 1945 traurige Berühmtheit erlangte, als hier die erste Atombombe der Menschheitsgeschichte abgeworfen wurde. Der „A-Bomb-Dome“ zeugt noch immer von der unglaublichen Kraft dieser Massenvernichtungswaffe. Ein Mahnmal und ein Museum im nahegelegenen „Peace Park“ erinnern an die vielen Opfer und fordern eine weltweite Ächtung von Atomwaffen. Leider vergebens.
Von Hiroshima aus kann man mit verschiedenen Fähren die Insel Miyajima besuchen, die für das „Torii-Tor“ bekannt ist – dieses typisch japanische Tor steht bei Flut im Wasser, bei Ebbe kann man es durchschreiten. Für viele Touristen wäre das sicherlich schon Grund genug, auf diese Insel zu kommen, aber hier gibt es noch mehr zu sehen: Mit der Seilbahn kann man in die Nähe des höchsten Punktes der Insel gelangen und muss dann nur noch einen guten Kilometer zum Gipfel klettern. Bei 30 Grad im Schatten kann das viel Schweiß kosten, denn der Weg führt zum Teil steil bergauf. Oben angekommen, entschädigt die weite Sicht über das japanische Binnenmeer mit seinen vielen kleinen Inseln. Die dritte Attraktion der Insel ist das hier wild und ohne natürliche Feinde lebende Rotwild, welches keinerlei Scheu vor Menschen kennt. Ganz im
Gegenteil: Besucher werden schon mal von putzigen Rehen energisch bedrängt, wenn sie etwas Fressbares in der Hand oder Tasche haben. Eine unserer letzten Stationen war Nagasaki – von vielen als „das San Francisco Japans“ bezeichnet. Und tatsächlich gibt es einige auffällige Parallelen: Nagasaki liegt auch am Meer, und hier wie da sind sehr viele Häuser auf extrem hügeligem Grund gebaut. Beide Städte haben eine „Golden Gate Bridge“ – wobei die in San Francisco orange-rot und die in Nagasaki weiß ist. Und natürlich gibt es hüben wie drüben herrliche Aussichtspunkte, von denen man auf die Stadt herunterblicken kann. Aber das war s dann auch schon mit den Gemeinsamkeiten. Einen ähnlich liberalen Umgang mit Cannabis (wie er in San Francisco gepflegt wird) wird man in Nagasaki nicht finden. Dabei ist Cannabis auch ein integraler Bestandteil der japanischen Kultur - und das schon seit den Anfängen ihrer Geschichte.
53 Cannabis gilt als ein heiliges Kraut der Shinto-Religion und wurde von vielen mittelalterlichen Dichtern und buddhistischen Zen-Mönchen nicht nur konsumiert, sondern auch vielfach in Wort und Schrift gepriesen. Aber nicht nur als
spirituelles Rauschmittel war Cannabis in Japan lange weit verbreitet - so benutzten Japanische Händler auch spezielle Münzen, die quadratischen Löcher in der Mitte hatten und die auf Hanfschnüre aufgefädelt mitgeführt wurden. Noch heute hat die japanische 5-Yen-Münze so ein viereckiges Loch - ein Überbleibsel dieser jahrhundertelangen Praxis. Wenn es etwas gibt, auf das japanische Behörden extrem allergisch reagieren, dann ist das - nach ausländischen Einbrechern und Ausländern, die sich das Sorgerecht für ihre halb japanischen Kinder erstreiten wollen - das „dämonische Kraut“ Marihuana, welches brave Japaner der Legende nach stets von zwielichtigen Ausländern im RoppongiViertel von Tokyo (?) kaufen. Der Preis für ein Gramm gutes Weed liegt in der größten Metropole der Welt bei ca. 150 Euro - das ist in etwa 40 mal soviel, wie ein vergleichbares Gramm auf Hawaii kostet. Der hohe Preis reizt einerseits Kriminelle aller Art, am illegalen Cannabis-Handel teilzunehmen - andererseits geraten so aber auch Jugendliche schnell in Versuchung, das selbst Angebaute gewinnbringend weiterzuverkaufen. Denn wie gesagt die Samen (auch potente) kann man hier ganz legal kaufen. Und so berichten japanische Massenmedien regelmäßig über aktuelle Festnahmen von Cannabis-Usern und -Händlern, die in jedem Fall auch noch mit ausführlichen Erläuterungen von Polizeisprechern über die Gefahren des „dämonischen Krautes“ versehen werden. Die japanische „National Police Agency“ erklärte beispielsweise, dass im letzten Jahr insgesamt 2.778 Menschen wegen Marihuana-Vergehen verhaftet wurden - das sind 22,3 Prozent mehr, als noch im Vorjahr. Von den im letzten Jahr Inhaftierten sind über 90 Prozent Ersttäter - es handelt sich bei diesen Menschen also nicht um gewöhnliche Kriminelle. Zudem sind 60 Prozent der Verhafteten jünger als 30 Jahre und immer wieder berichteten japanische
Medien über Einzelfälle, in denen namhafte Japaner mit Cannabis erwischt wurden - seien es bekannte Entertainer, Musiker, Schauspieler, Sumo-Ringer oder einfach nur Studenten von japanischen Elite-Universitäten wie z. B. Keio
oder Waseda. Hin und wieder trifft es auch ausländische Rugby-Spieler oder sogar die Mehrheit japanischer UniRugby-Teams. Wie aber bekommen Japaner Lust auf Cannabis? Bei den drakonischen Gesetzen (Ein einziger Joint kann im schlimmsten Fall bis zu fünf Jahre Knast bringen!) ist es mehr als verwunderlich, dass sich hier überhaupt jemand in die Nähe von Marihuana wagt. Vielleicht liegt das ja an der gespaltenen Sichtweise, die die japanische Justiz auf diese Pflanze hat. Denn da Cannabissamen ja keinerlei THC enthalten und aus den internationalen Prohibitionsverträgen ausdrücklich ausgenommen sind, dürfen Samen in Japan ganz legal gehandelt werden offiziell natürlich nur als Lebensmittel oder Vogelfutter. Manche der Samen sind extra bestrahlt worden, damit sie
nicht mehr keimen können - diesen Aufwand betreiben aber bei weitem nicht alle Händler von Cannabissamen. In letzter Zeit kommt es auch immer öfter vor, dass Cannabissamen als Kuriositäten verkauft werden - man kann sie auch online von lokalen Anbietern bestellen oder gleich aus Holland oder Spanien beziehen. Dann kosten zehn Samen auch schon mal zwischen 10.000 und 20.000 Yen (wechselkursabhängig zwischen 80 und 160 Euro) - erst wenn daraus Hanfpflanzen entstehen, die auch THC bilden, wird die Sache ganz plötzlich illegal. Bevor Japaner so weit gehen, dass streng verbotene Kraut heimlich anzubauen, haben sie es fast immer schon (mindestens) einmal im Ausland probiert. Insbesondere gut situierte japanische Jugendliche, die viel in der Welt umherreisen, haben in den meisten Fällen ihre ersten eigeneh Konsumerfahrungen in Europa oder den USA gemacht. Aber wie immer es auch anfängt - die meisten bemerken so, dass der Konsum von Cannabis Spaß macht und gleichzeitig relativ harmlos ist. Wenn sie dann zurück nach Japan kommen, erkennen sie, dass die Dämonisierung der Pflanze nicht etwa auf Fakten oder Logik beruht. Sie sprechen dann mit ihren Freunden über ihre Erfahrungen und schreiben auch in japanischen Blogs darüber - und verstärken so die Aura des Coolen, welche die Hanfkultur in Japan umgibt. Überraschenderweise gibt es in Japan sogar wilde Hanfpflanzen, die wohl auch ganz gut „turnen“ - in Aomori im Norden und vereinzelt auch anderswo. In den 80er und 90er Jahren waren diese Pflanzen sehr beliebt bei in- und ausländischen Surfern, die damals immer im Herbst in ihre Kleintransporter sprangen und in die Gebiete fuhren, von denen man wusste, dass hier auch THC-reiche Wildpflanzen gedeihen. Das nahm mit der Zeit aber derartige Ausmaße an, dass
diese Surfer-Roadtrips zum Ärgernis für manche lokale Bewohner wurden, welche die Polizei informierten, die dann auch sofort und eindringlich davor warnte, sich den „gefährlichen“ Pflanzen zu nähern. Obwohl sich Wissenschaftler weltweit inzwischen einig sind, dass es sich bei Cannabis um eine eher harmlose Rauschpflanze handelt, versucht die japanische Regierung sämtliche Ansätze einer „westlichen Drogenkultur“ zu verhindern. Werden Japaner mit Cannabis (oder Heroin oder Kokain - die Justiz unterscheidet hier nicht zwischen harten und weichen Drogen) erwischt, werden sie in der Regel mit einer Gefängnisstraße zwischen drei und fünf Jahren bestraft. Auch Ausländer landen im Gefängnis, wo sie dann einige Monate einsitzen müssen, bevor sie (meist in die Heimat) abgeschoben werden. Leider ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich daran in Japan in absehbarer Zeit etwas ändert, sehr gering. Das Ergebnis ist also auch weiterhin, dass ansonsten gesetzestreue Jugendliche, die vielleicht Künstler, Ärzte oder Wissenschaftler geworden wären, wegen ein bisschen Cannabis vor Gericht gezerrt und in den Zeitungen öffentlich gegeißelt werden - damit ist ihr Leben und der Ruf ihrer Familie gleichermaßen ruiniert. Wer weiß, vielleicht wäre ja einer dieser Jugendlichen später sogar japanischer Premierminister geworden - doch obwohl sich Japan immer so gerne nach den Wertevorstellungen der USA richtet, hinkt es in Sachen Cannabis weit abgeschlagen hinterher. Trotz aller berechtigter Kritik, die man an Barak Obama üben kann, ist er doch der erste US-Präsident, der ganz unumwunden zugibt, in seiner Jugend reichlich Marihuana konsumiert (also auch eingeatmet) zu haben. So etwas würde sich derzeit kein japanischer Politiker trauen.
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Die nächste Ausgabe erscheint am 31. Januar 2014
Soft Secrets wird herausgegeben von Discover Publisher BV Postfach 362, 5460 AJ Veghel, Niederlande Telefon: +31(0)73 5498112 Fax: +31(0)73 5479732 E-mail: info@softsecrets.nl Chef-Redakteur: Cliff Cremer Mitarbeiter: Jorge Cervantes, Markus Berger, Ed Rosenthal, Martin Muencheberg, Robert B., Olit R., Little Lebowski, Charles Steenhuyzen, Golgi Apparatus u.a. Übersetzungen: Helmut Schöffler Anschrift der Redaktion: E-Mail: brd@softsecrets.nl Anzeigen: info@softsecrets.nl Ein Wort des Herausgebers: Die deutsche Regierung hat hinsichtlich des Konsums von Cannabis einen Prozess der relativen Liberalisierung eingeleitet und Cannabisaktivisten engagieren sich sehr, um diese Entwicklung zu fördern. Mehrere Gemeinderäte und Hauptkommissare unterstützen nun aktiv ein CoffeeshopSystem nach holländischem Vorbild als eine Möglichkeit, harte von weichen Drogen zu trennen, wie es sich in Holland bewährt hat. Ob sie einen neuen Coffeeshop aufsuchen oder für den Eigenbedarf anbauen - Cannabiskonsumenten stellen für niemanden eine Bedrohung dar und verursachen keine wahrnehmbaren sozialen Probleme. Einige Politiker und Kommentatoren fordern die vollständige Legalisierung von Marihuana. Warten wirs ab und wir werden sehen, wie sich die Debatte in einer Zeit relativer Ruhe zwischen allen an der Auseinandersetzung Beteiligten entwickelt. In der Zwischenzeit hofft der Herausgeber, dass Soft Secrets der Öffentlichkeit eine positive Seite der Normalisierung des Cannabiskonsums aufzeigen wird und ist bestrebt, sowohl Befürwortern als auch Gegnern der Legalisierung ein Forum zu bieten. Das setzt voraus, dass der Verleger nicht unbedingt mit allem, was in Artikeln und Anzeigen erscheint, einverstanden ist. Der Herausgeber distanziert sich hiermit ausdrücklich von veröffentlichten Aussagen oder Darstellungen, die den Eindruck erwecken könnten, dass der Konsum oder die Produktion von Cannabis befürwortet wird. Es ist untersagt, ohne das vorherige Einverständnis des Herausgebers oder anderer Inhaber von Urheberrechten irgendetwas - gleich welchen Formats von diesem Magazin zu kopieren oder zu reproduzieren. Der Herausgeber übernimmt keine Verantwortung für nicht angeforderte Einsendungen. Der Herausgeber ist bemüht, alle Urheberrechtsinhaber von Foto-/Videomaterial zu erreichen. Diejenigen, die meinen, noch Anspruch auf diese Rechte zu haben, sind berechtigt, den Herausgeber zu kontaktieren.
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