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SAMARITER Das Verbandsmagazin von Samariter Schweiz
Das sind wir 6 IMAGEKAMPAGNE
Gemeinsam Leben retten und Erste Hilfe leisten
18 ORTHOPÄDIE
Den Bewegungsapparat gesund halten
29 WELTNEUHEIT Ein Defibrillator im Handyformat
Hier. Für Menschlichkeit. Engagieren Sie sich!
Die Online-Kampagne des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) zeigt vom 3. August bis 11. November 2026, wie bereichernd und wertvoll Freiwilligenarbeit ist. Auf diversen Social-MediaKanälen inspirieren kurze Videos zu einem freiwilligen Engagement beim SRK. Zu Wort kommen Rotkreuz-Freiwillige sowie die SRK-Botschafterin Phanee de Pool und SRK-Botschafter Marc Trauffer. Informieren Sie sich über die vielfältigen Möglichkeiten eines freiwilligen Engagements beim SRK: redcross.ch/helfen
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EDITORIAL
Wir sind wichtig Liebe Samariterinnen und Samariter Eine Studie von gfs.bern im Auftrag von Helsana und dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) bringt Folgendes zutage: Nur die Hälfte der Schweizer Bevölkerung würde sich getrauen, im Notfall aktiv zu helfen. Dabei mangelt es nicht an Hilfsbereitschaft, sondern Unsicherheit ist das grösste Hemmnis. (Die Medienmitteilung zur Studie findet ihr ab Seite 12.) Und genau hier setzen wir als Samariterinnen und Samariter an. 14 848 Samariterinnen und Samariter, organisiert in 709 Samaritervereinen und 119 Jugendgruppen, leisteten im vergangenen Jahr 353 983 Einsatzstunden. Ausserdem bildeten sie schweizweit in 508 607 Unterrichtsstunden t otal 73 278 Menschen in verschiedenen Bevölkerungskursen aus. Das sind eindrückliche Zahlen, und diese müssen einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden. Aufgrund der Folgestrategie hat die Geschäftsstelle im Hinblick auf den Welttag der Ersten Hilfe eine neue Imagebroschüre und einen neuen Imagefilm realisiert, der anhand von Interviews und gut dokumentierten Einsätzen und Übungen das Wesen der Samariterbewegung zeigt. Dabei wurde bewusst auf ein emotionales Storytelling gesetzt. So berichtet etwa Oscar Dadò, den wir in dieser Ausgabe ausführlich porträtieren (ab Seite 10), welches Glück es bedeutet, wenn der Patient oder die P atientin nach einer Reanimation die Augen öffnet und selbst wieder atmen kann. Aber auch die Übungen der Jugendsamariter Biel-Benken gehen ans Herz, und der Kantonalverband Genf zeigt beim Generali Genève
Marathon eindrücklich, was es heisst, bei einem grossen Sportanlass die Erste Hilfe sicherzustellen. Den Bericht über die Kampagne mit all ihren Facetten lest ihr ab Seite 6. Im Zuge der Kampagne wird Samariter Schweiz zusammen mit den anderen Rettungsorganisationen des SRK am Welttag der Ersten Hilfe (Samstag, 12. September) auf dem Bundeshausplatz mit einer Aktion vertreten sein. Und dann ist in den letzten vier Monaten auch sonst viel passiert: an Pfingsten fand das Jugendlager in Winterthur statt (S. 14), am 20. Juni versammelten sich die Abgeordneten in Schwyz (S. 16), und auch in den Regionen fanden allerlei spannende Übungen und Versammlungen statt. Die Berichte aus den Vereinen findet ihr ab S. 20 und auf unserer Website in der Rubrik «Aus den Vereinen». In Sachen medizinisches Wissen haben wir Dr. med. Carlo Camathias, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, gefragt, worauf bei einem orthopädischen Notfall zu achten ist und wie ihr selbst bei euren Einsätzen den Bewegungsapparat in Schuss halten könnt. Das Interview findet ihr ab Seite 18. Ich wünsche eine spannende, lehrreiche Lektüre!
ANITA SIMEON LUTZ Redaktionsleitung samariter 3/2026 3
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GEMEINSAM LEBEN RETTEN... INHALT 6 NEUES IMAGE Mit frischem Bild- und Videomaterial will Samariter Schweiz die Samariterbewegung einem breiten Publikum zugänglich machen. 10 PORTRÄT Oscar Dadò ist Samariter mit Leidenschaft und Tatendrang.
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12 STUDIE Rund die Hälfte der Bevölkerung getraut sich nicht, im medizinischen Notfall zu helfen. 14 JUGENDLAGER An Pfingsten trafen sich die jungen Samariterinnen und Samariter, um zu üben, zu lachen, zu spielen und Gemeinschaft zu feiern.
16 ABGEORDNETENVERSAMMLUNG Mit Strategie und Weitsicht ins neue Geschäftsjahr. Die Samariterbewegung ist so wichtig wie nie zuvor. 20 WISSEN Wie man den Bewegungsapparat gesund hält und was im orthopädischen Notfall zu tun ist.
IMPRESSUM «samariter» 3/2026 Erscheinungsdatum: 26. August 2026 Herausgeber Samariter Schweiz Martin-Disteli-Strasse 27 Postfach, 4601 Olten Telefon 062 286 02 00 redaktion@samariter.ch www.samariter.ch Bestellungen für Abonnemente sowie Adressänderungen bitte schriftlich an obige Adresse. Abonnementspreis Abonnement für Aussenstehende: Fr. 33.– pro Jahr 4 Ausgaben pro Jahr Auflage: 16 800 Exemplare Redaktion Leitung: Anita Simeon Lutz (asi), anita.simeon@samariter.ch Telefon 079 509 54 84 Westschweiz: Chantal Lienert (cli) chantal.lienert@samariter.ch Telefon 079 342 64 19 Südschweiz: Mara Zanetti Maestrani (m.z.) mara.maestrani@samariter.ch Ob im abgelegenen Maggiatal, am Genève Marathon oder bei der Jugendausbildung in Biel-Benken: Samariterinnen und Samariter sind überall in der Schweiz mit viel Herzblut und grossem Engagement dabei, wenn es um die gemeinsame Aufgabe der Ersten Hilfe geht.
22 VEREINE/VERBÄNDE 28 SIE SIND DRAN Rätsel und Sudoku 29 WELTNEUHEIT Ein Defibrillator im Handyformat
redaktion@samariter.ch Postadresse: Redaktion «samariter» Postfach, 4601 Olten Inserate bw medien ea Medien AG Postfach 45, 8840 Einsiedeln Telefon 055 418 82 22 Mobile 079 407 46 06 samariter@bwmedien.ch www.bwmedien.ch Layout, Druck, Versand Stämpfli Kommunikation, 3001 Bern staempfli.com Fotos Titelseite und Inhaltsverzeichnis: Fresh Fruits, Marco Schnyder Editorial: Mike Peter
30 SERVICE 31 WARENSHOP samariter 3/2026 5
SCHWERPUNKT NEUES IMAGE
... UND ERSTE HILFE LEISTEN
Über 60 Samariterinnen und Samariter standen während des Generali Genève Marathons im Einsatz. Dies verlangt eine gute Organisation und Kommunikation.
Samariter Schweiz ist die grösste Rettungsorganisation des Schweizerischen Roten Kreuzes. Mit einem neuen Imagefilm und einer neu aufgelegten Imagebroschüre will Samariter Schweiz auf ihre wichtige Tätigkeit hinweisen und Jung und Alt dazu animieren, bei der Samariterbewegung mitzumachen. TEXT: Anita Simeon Lutz FOTOS: Fresh Fruits, Marco Schnyder
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«Ein Grossanlass mit vielen Freiwilligen in der Ersten Hilfe braucht eine gute Organisation und eine funktionierende Kommunikation.»
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Schnell zur Stelle «Der schönste Moment ist, wenn der Patient oder die Patientin nach einer Reanimation die Augen öffnet und selbst wieder atmen kann.» So beschreibt Oscar Dadò das Glücksgefühl, das er bereits zweimal als First Responder im Maggiatal erleben durfte (ein ausführliches Porträt über den engagierten Samariter aus dem Tessin finden Sie ab Seite 10 dieser Ausgabe). Gerade in solch abgelegenen Tälern ist es wichtig, dass die Leute vor Ort helfen können, bis professionelle Hilfe da ist. Im Notfall zählt jede Minute. Die Samariterinnen und Samariter sind daher als Freiwillige gefordert, die Erste Hilfe in den peripheren Gebieten der Schweiz sicherzustellen.
Gut organisiert
14 848 Samariterinnen und Samariter, organisiert in 709 Samaritervereinen und 119 Jugendgruppen, leisteten 353 983 Einsatzstunden. Ausserdem bildeten sie in 508 607 Unterrichtsstunden 73 278 Leute in verschiedenen Bevölkerungskursen aus. Das sind die eindrücklichen Zahlen des letzten Jahres. Ohne die Samariterbewegung wäre die Schweiz um viel Engagement und Herzblut im Bereich der Ersten Hilfe ärmer.
Anders in den Städten. Aber auch hier sind gut ausgebildete Freiwillige gefragt, wenn es zum Beispiel um das Notfalldispositiv bei einer Grossveranstaltung geht, etwa beim Generali Genève Marathon, der jährlich Anfang Mai stattfindet. Über 60 Samariterinnen und Samariter stehen während zweier Tage rund um die Uhr im Einsatz und stellen die Erstversorgung bei Überhitzung, Kreislaufkollapsen, Bienenstichen und verknackten Füssen sicher. «Ein solcher Grossanlass mit so vielen Freiwilligen in der Ersten Hilfe braucht eine gute Organisation, eine funktionierende Kommunikation und eine hervorragende Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen vor Ort wie der Ambulanz, der Polizei und der Rettungssanität», meint Philippe Belair, Vorstandsmitglied des Samaritervereins Plan-les-Ouates.
Hervorragend ausgebildet Organisation und Koordination werden bereits in den rund 120 Jugendgruppen grossgeschrieben. In erster Linie geht es hier aber darum, in realistisch nachgestellten Szenarien zu üben, was im Notfall zu tun wäre. So versichert der 7-jährige Santiago samariter 3/2026 7
SCHWERPUNKT NEUES IMAGE
selbstsicher in die Kamera: «Ich würde mich getrauten, Leuten zu helfen, wenn sie auf der Strasse liegen. Wenn es aber nicht klappt, dann ist es nicht gut, daher gehe ich in den Samariterverein.» Dies unterscheidet ihn von rund 4 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern der Schweiz, die sich nicht getrauen würden, im Notfall aktiv zu helfen. Das zeigt eine Studie von gfs.bern, die von
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«Unsicherheit bekämpft man, indem man regelmässig übt – am besten bereits von Kindesbeinen an.»
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Helsana und dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) in Auftrag gegeben wurde (mehr zur Studie lesen Sie ab Seite 120). Dabei mangelt es nicht an fehlender Hilfsbereitschaft, sondern Unsicherheit ist das grösste Hemmnis. Und Unsicherheit bekämpft man, indem man regelmässig übt, damit Menschen im Notfall ruhig und korrekt handeln können. Samariter Schweiz bietet zusammen mit den Samaritervereinen vor Ort ein breites Angebot an Kursen, die die Handlungskompetenz von uns allen nachhaltig stärken. Ausserdem halten sich auch die aktiven Samariterinnen und Samariter mit Fortbildungs- und Auffrischungskursen ständig up to date.
Früh übt sich … Mit den Projekten «Erste Hilfe mit Globi» und «Retten ist KLASSE» werden schon die Jüngsten für die Themen der Ersten Hilfe sensibilisiert. Nicht wenige werden dadurch richtige Fans der Samariterbewegung und stellen sich bereits in jungen Jahren in den Dienst der Gesellschaft. So zum Beispiel Nadine Lüdi, die in der Primarschule einen Erste-Hilfe-Kurs besuchte, der ihr Interesse an der Medizin weckte. Heute arbeitet sie als Pflegefachfrau und macht eine Weiterbildung für den Einsatz auf der Intensivstation. In ihrer Freizeit amtet sie als Verantwortliche fürs Kurswesen und als technische Leitung beim Samariterverein BielBenken. «Wir sind verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten. Darum ist es wichtig, im Notfall zu wissen, was zu tun ist. Nur nichts tun ist falsch.»
Die Unterlagen stehen zu Ihrer Verfügung Impressionen aus einer Jugendgruppenübung in Biel-Benken
Samariter Schweiz hätte Freude, wenn so viele Samariterinnen und Samariter wie möglich den Imagefilm liken und viele Vereine ihn mit ihrer Community teilen würden. Er steht auf der Website www.samariter.ch zur Ansicht bereit. Die Imagebroschüre wird für die Samaritervereine angepasst und individualisierbar sowie in allen drei Landessprachen demnächst im Printshop innerhalb des Samariterportals erhältlich sein. Bereits jetzt finden Sie im Printshop einige Flyer und Broschüren, die Sie für ihre Mitgliederwerbung sowie für die Bewerbung ihres Vereins nutzen können.
Mehr Infos unter: www.samariter.ch
Früh übt sich, wer Meisterin oder Meister werden will.
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«Wir sind verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten. Darum ist es wichtig, im Notfall zu wissen, was zu tun ist. Nur nichts tun ist falsch.»
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Unser «Hero-Foto» von vier Aktivmitgliedern des Samaritervereins Biel-Benken (v. l.): Annika, Rebecca, Sarah, Liv.
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SCHWERPUNKT PORTRÄT
«Ich habe es immer geliebt, anderen zu helfen» Oscar Dadò ist Präsident und Ausbilder des Samaritervereins Cavergno, seit Ende April Mitglied des Kantonalvorstands der ASSTM und als Ersthelfer im Maggiatal tätig. TEXT: Mara Zanetti Maestrani, FOTOS: Fresh Fruits
Der besondere Lebensweg von Oscar Dadò (48) cken und am Knie unterziehen. Für ihn, einen aus Cavergno hat ihn schon sehr früh dazu ge- dynamischen jungen Mann, der immer in Bewebracht, eine Neigung zur Nächstenhilfe und zur gung gewesen war, war es eine harte Erfahrung, Rettung zu entwickeln. Wir haben ihn interviewt, die ihn tief berührt, aber auch «verändert» hat und um ihn besser kennenzulernen und zu erfahren, von der er in den Rettungskursen oft spricht: wie er das Samariter-Sein erlebt, insbesondere «Durch diese Erfahrung, den langen Krankenjetzt, nachdem er in den Kantonalvorstand des hausaufenthalt und den Schmerz bin ich stärker Kantonalverbands Tessin und Moesano (ASSTM) denn je wieder aufgestanden», gesteht er uns begewählt worden ist (siehe Seite 22). wegt. «Ich erzähle den jungen Kursteilnehmerinnen und -teilnehmern von dem Unfall und zeige Oscar Dadò wurde in Locarno geboren, ist von ihnen auch die Fotos davon, als Lehre und MahBeruf Schreiner und arbeitet seit Jahren im Mag- nung, dass man nur ein Leben hat und es immer giatal (dem Heimatstal seines Vaters Luciano), wo und unter allen Umständen respektieren muss!» er eine Familie gegründet hat. Er lebt in Cavergno – einem Dorf mit 500 Einwohnern, das zur Gemeinde Cevio gehört – mit seiner Frau Daniela und den Kindern Allyson (11 Jahre) und Estevan (7 Jahre), dem Hund Pippo und der Katze Lapis. Zu seinen Hobbys gehören neben dem Samariterdienst Bergwanderungen, Ferien am Meer, Hunde und Motorräder, Unihockey und die Pfadfinder.
Das Motorrad und der Unfall … Wir sprachen gerade über seinen Lebensweg … Der war, ehrlich gesagt, nicht immer einfach. Leider hatte er vor etwa 20 Jahren, im Jahr 2004, zusammen mit seinem geliebten Motorrad einen schweren Unfall, nach dem er fünf Tage im Koma lag. Anschliessend musste er sich schweren Operationen am Rü10 samariter 3/2026
Oscar Dadò ist Samariter mit Leidenschaft und Tatendrang.
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«Man hat nur ein Leben, das man immer und unter allen Umständen respektieren muss!»
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Als First Responder in einem abgelegenen, weitläufigen Tal zählt jede Minute.
Renato Lampert hat mich motiviert Seinen Einstieg in die Samariterwelt fand er dank des Ersthelferkurses, der damals von Renato Lampert (ehemaliges Mitglied des Zentralvorstands von Samariter Schweiz und heute Ehrenmitglied) geleitet wurde. «Renato hat mich inspiriert und mir die richtige Motivation vermittelt, mit und für die Samariter zu arbeiten.» So absolvierte Oscar zunächst 1999 eine Ausbildung zum Ausbilder und wurde wenige Jahre später zum Präsidenten des Samaritervereins seiner Gemeinde Cavergno gewählt. Dieses Amt bekleidet er nun seit 15 Jahren, stets mit Leidenschaft und Tatendrang. «Ich habe es schon immer geliebt, anderen zu helfen und i hnen beizubringen, wie man das macht», vertraut er uns mit einem Lächeln an.
Die Bedeutung der Ersthelferinnen und Ersthelfer in einem a bgelegenen Tal «Die Aufgabe als Ersthelfer, für die ich mich sofort zur Verfügung gestellt habe, hat mich begeistert und begeistert mich heute noch mehr, vor allem, weil ich in einem weitläufigen, lang gestreckten Tal lebe, das abgelegen ist, und die Rettungskräfte – je nachdem, wo sich der Unfall ereignet – oft
ziemlich lange brauchen, um anzukommen. Bis heute bin ich zu 14 Notrufen ausgerückt. Von meinem allerersten Einsatz konnte ich bereits – nicht ohne Emotionen – in dieser Zeitschrift berichten. Bei einem der letzten Einsätze, bei dem ich nach Riveo eilte, hatte ich das Erlebnis, das Opfer wiederzubeleben. Das sind Dinge, mit denen man wirklich nicht rechnet und auf die man nie wirklich vorbereitet ist … Es sind intensive und sehr be wegende Momente. Sie gehen einem ans Herz und lassen einen die Bedeutung dessen erkennen, was man tut.» Seit dem 26. April ist Oscar auch neues Mitglied im Vorstand des Verbands der Samaritervereine Tessin und Moesano (ASSTM), wo er die Funktion des Vertreters der Führungskräftekommission übernehmen wird. Wir fragen ihn, was er in dieser neuen und wichtigen Funktion gerne erreichen möchte: «Ich möchte den Vereinen und ihrer Arbeit nahe sein, auf ihre Bedürfnisse und Probleme eingehen und gemeinsam Lösungen finden, um eine solide Zukunft aufzubauen. Ausserdem würde ich gerne die Idee einer Samariter-Tagung für 2027 konkretisieren …» samariter 3/2026 11
AKTUELL STUDIE
Erste Hilfe: Jede zweite Person fühlt sich unsicher Rund die Hälfte der Bevölkerung traut sich nicht, bei einem medizinischen Notfall zu helfen. Eine gemeinsame Studie von Helsana und dem Schweizerischen Roten Kreuz (SRK) zeigt grosse U nsicherheiten bei konkreten Erste-Hilfe-Massnahmen. Für Helsana und das SRK ist klar: Erste Hilfe muss regelmässig geübt werden, damit Menschen im Notfall sicher handeln können. TEXT: Medienmitteilung Helsana und SRK FOTOS: zVg Die Schweizer Bevölkerung hält Erste Hilfe für wichtig, fühlt sich im entscheidenden Moment jedoch oft unsicher. Das zeigt eine repräsentative Studie des Schweizerischen Roten Kreuzes und der Helsana durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut gfs.bern. Rund die Hälfte der Bevölkerung fühlt sich eher bis sehr sicher im Umgang mit Notfallsituationen. 44 Prozent geben hingegen an, sich eher oder sehr unsicher zu fühlen. Ein zentraler Grund dafür ist der zeitliche Abstand zur Ausbildung: Zwar haben 49 Prozent mindestens einmal einen Erste-Hilfe-Kurs besucht, doch liegt dieser oft viele Jahre zurück – nicht selten bis zur Fahrprüfung. Nur 44 Prozent der Bevölkerung frischen ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmässig auf.
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Nur rund die Hälfte der Bevölkerung traut sich zu, einen Defibrillator einzusetzen.
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Notfallsituationen können alle treffen Rund zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung hat mindestens einmal einen medizinischen Notfall miterlebt. Dabei treten Notfälle im engsten privaten Umfeld ebenso oft auf wie bei unbekannten Personen. Rund jede fünfte Person hat zudem selbst bereits einen medizinischen Notfall erlitten. 12 samariter 3/2026
Grosse Wissenslücken bei der Ersten Hilfe Besonders deutliche Defizite zeigt die Studie beim konkreten Handlungswissen. Zentrale Elemente der Ersten Hilfe, etwa die Alarmierung des Rettungsdienstes oder das Erkennen eines Defibrillators, sind in der Bevölkerung zwar breit verankert, dennoch bestehen deutliche Unsicherheiten in der praktischen Anwendung. So traut sich nur rund die Hälfte der Bevölkerung zu, einen Defibrillator einzusetzen, während jede fünfte Person eher Unterstützung hinzuziehen würde. Auch bei der Herzdruckmassage zeigt sich Zurückhaltung: Rund 30 Prozent fühlen sich unsicher oder zögern bei der Durchführung. Digitale Hilfsmittel können Erste Hilfe unterstützen, praktische Übung aber nicht ersetzen. Die Befragten der Studie sind sich einig: Smartphones ermöglichen schnellen Zugang zu Informationen. Gleichzeitig befürchtet ein Teil der Befragten aber auch, dass dies zu einer passiveren Haltung im Notfall führt und häufiger lediglich der Rettungsdienst alarmiert wird, statt aktiv zu helfen.
Unsicherheit ist das Kernproblem Die Studienergebnisse legen nahe: Nicht fehlende Hilfsbereitschaft, sondern Unsicherheit ist das grösste Hemmnis. Am häufigsten werden mangelnde Erfahrung (38 Prozent) sowie die Angst vor Fehlentscheidungen (32 Prozent) genannt. 85 Prozent der Befragten erachten nationale Informa tionskampagnen als sinnvoll. Die Unterstützung für konkrete Massnahmen ist noch höher:
Obligatorische Kurse in Schulen (94 Prozent) und Betrieben (89 Prozent) sowie mehr Defibrillatoren im öffentlichen Raum (88 Prozent) finden breite Zustimmung.
SRK UND HELSANA: PARTNERSCHAFT FÜR E RSTE HILFE UND PRÄVENTION
«Dass sich rund die Hälfte der Bevölkerung unsicher fühlt und viele Kenntnisse nicht mehr aktuell sind, zeigt deutlich: Wir müssen in Sachen Ausbildung dranbleiben», betont Helsana-CEO Roman Sonderegger. «Es freut mich, dass wir zusammen mit dem Schweizerischen Roten Kreuz hierfür einen Beitrag leisten.»
Seit Anfang 2020 verbindet die Krankenversicherung Helsana und das Schweizerische Rote Kreuz (SRK) eine Partnerschaft. Ein zentraler Fokus der Zusammenarbeit liegt auf der Sensibilisierung der Öffentlichkeit für die Bedeutung der Ersten Hilfe sowie der Ertrinkungsprävention. Diese Aufgaben gehören zu den Kernkompetenzen des SRK und seiner Rettungsorganisationen – Samariter Schweiz, Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG), Schweizerischer Militär-Sanitäts-Verband (SMSV) und Schweizerischer Verein für Such- und Rettungshunde (REDOG).
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Nicht fehlende Hilfsbereitschaft, sondern Unsicherheit ist das grösste Hemmnis.
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«Erste Hilfe muss regelmässig geübt werden, damit Menschen im Notfall ruhig und korrekt handeln können», sagt SRK-Direktorin Nora Kronig. «Gemeinsam mit den Rettungsorganisationen des Roten Kreuzes setzen wir uns dafür ein, diese Handlungskompetenz nachhaltig zu stärken: möglichst früh, bereits im Schulalltag, praxisnah und für alle zugänglich.»
Erste-Hilfe-Kompetenz als Teil der Prävention Die Studie fokussiert auf die Handlungskompetenz in Notfallsituationen und macht deutlich, dass diese ein wichtiger, aber bisher nicht ausreichend verankerter Teil der Gesundheitskompetenz ist. Als Partnerin des Schweizerischen Roten Kreuzes setzt sich Helsana für mehr praxisnahes Wissen um die Erste Hilfe in der Schweizer Bevölkerung ein. Mit ihren Kursen in der ganzen Schweiz leisten gerade die Rotkreuz-Rettungsorganisationen hierfür einen unverzichtbaren Beitrag.
«Ertrinken verhindern»: ein Engagement, das Leben rettet Seit diesem Jahr engagiert sich Helsana zusätzlich als Partnerin der Schweizerischen LebensrettungsGesellschaft (SLRG) für Ertrinkungsprävention und unterstützt die Mission «Ertrinken verhindern». Die Studie zeigt: Gerade bei Notfällen im Wasser ist die Unsicherheit besonders gross. Die Bevölkerung fühlt sich hier weniger handlungs
Die Studie wurde von gfs.bern im März 2026 durchgeführt. Dafür wurden rund 2000 Personen im Alter von 18 bis 74 Jahren in der gesamten Schweiz befragt.
sicher als in anderen Notfallsituationen. Zudem haben rund drei Viertel der Befragten noch nie einen Kurs besucht, der das richtige Verhalten bei Ertrinkungsunfällen thematisiert. In dieser Partnerschaft setzt Helsana ab diesem Sommer Projekte und Kampagnen um, damit die Menschen den Aufenthalt am, im und auf dem Wasser sicher geniessen können. Die komplette Studie finden Sie unter: helsana.ch/srk samariter 3/2026 13
AKTUELL JUGENDLAGER 2026
Heisses Pflaster in Wallisellen An Pfingsten trafen sich die jungen Samariter:innen, um zu üben, zu lachen, zu spielen und Gemeinschaft zu feiern. TEXT: Robert Keller, Leiter Kommission Jugendlager FOTOS: zVg Was passiert, wenn sich über 200 hochmotivierte Jugendliche, Leiter, Helferinnen und OK-Mitglieder für ein Wochenende in Wallisellen zusammenfinden? Richtig: Es wird laut, es wird lustig, und dieses Jahr vor allem extrem heiss! Bei bombastischem Sommerwetter und Temperaturen von deutlich über 30 °C kamen wir alle ganz schön ins Schwitzen – es wurde literweise Sonnencreme aufgetragen, und die kühlen Getränke waren schneller weg, als man «Help-Olympiade» sagen konnte. Fast schon zu warm, aber echte Samariter:innen kennen ja bekanntlich keinen Schmerz.
Gute Stimmung bei den über 200 Jugendlichen am Pfingstlager 2026.
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Der fiese Schattenwolf und die Rettung des Feuers Das ganze Wochenende stand unter einem magischen Stern. Der schlaue Fuchs «Flinki» begrüsste uns und brauchte dringend unsere Hilfe: Der fiese Schattenwolf hatte doch tatsächlich das olympische Feuer gestohlen! Ohne dieses Feuer drohte die g rosse Help-Olympiade zu erlöschen. Die Mission war klar: Das Feuer musste zurückgeholt werden. Schon am Samstag ging es mit einer rasanten Erste-Hilfe-Schnitzeljagd durch Wallisellen los. An 13 verschiedenen Posten bewiesen die Kids
Teamgeist: Es wurden kreative Länderfahnen gebastelt, beim Wassereimerspiel um jeden Tropfen gekämpft und beim lustigen Gruppenfoto um die Wette gestrahlt. Am Abend stand die grosse Ländervorstellung auf dem Programm. Jede Jugendgruppe verkörperte ein Land und zeigte auf der Bühne tolle Sketche und Minitheater – die Stimmung im Saal kochte fast so sehr wie das Wetter draussen!
Pflaster, Verbände und fliegende Dosen: die Help-Olympiade Der Sonntag stand ganz im Zeichen der grossen Help-Olympiade, und unsere Nachwuchssama riter:innen mussten bei der Gluthitze zeigen, was sie theoretisch und praktisch draufhaben. Der Wettkampf war straff durchorganisiert: Jeder Posten wurde vierfach geführt, dauerte exakt 15 Minuten und forderte vollen Einsatz. Bei den Erste-Hilfe-Posten ging es richtig zur Sache: • Alarmierung und Verbände: Hier rauchten die Köpfe über kniffligen Theoriefragen, während die Hände flink Dreieckstücher und verschiedene Binden zu perfekten Bind- und Abdeckverbänden wickelten. • BLS-AED: An diesem Posten wurde es ernst. Die Teilnehmenden zeigten die korrekte Reanimation (Herzdruckmassage ohne Beatmung) an Junior-Phantomen und bewiesen, dass sie fehlerfrei mit dem Defibrillator (AED) umgehen können. • Stabile Seitenlagerung: Die Kids mussten ein reales Fallbeispiel meistern, einen «bewusstlosen» Figuranten richtig einschätzen und ihn blitzschnell auf der Rettungsdecke in die stabile Seitenlagerung bringen. • Helmabnahme: Am Nachmittag wartete die nächste Herausforderung – ein simulierter Unfall mit einem Mofafahrer. Hier war höchste Vorsicht geboten, um dem bewusstlosen Patienten den Helm absolut sicher und nackenschonend abzunehmen. • PECH-Schema und Druckverband: Beim PECH-Schema wurde ein verstauchter Knöchel verarztet – inklusive blauer Moulagen-Farbe für den täuschend echten Bluterguss und kühlenden Cool-Packs. Direkt nebenan wurde beim Druckverband geübt, wie man starke Blutungen mit Kompressen und Gazebinden fachmännisch stoppt. Damit der Kopf bei über 30 °C nicht völlig blockierte, gab es geniale Plauschposten zum Auf-
Das Organisationskomitee des Jugendlagers 2026 (v. l. ): Lars Siegenthaler, Beatrice Keller, Röbi Keller, Larissa Kretz, Jonas Stalder
lockern. Beim «Zielwurf-Mix» flogen Tennisbälle, Frisbees und mit Wasser gefüllte Luftballons in Kisten, um Punkte für die Gruppe zu ergattern. Beim Duplo-Bauwerk mussten die «Seher» den blinden «Baumeistern» ohne Hände erklären, wie die bunten Klötzchen gestapelt werden. Nachmittags wurde es beim Dosenwerfen laut, beim «Magnet-Fischen» mussten Unterlagsscheiben der Reihe nach aus Wannen voll trübem Wasser und Pflanzenerde geangelt werden, und beim «Spinnennetz» durften sich die Teams nur gegenseitig durch Seile hieven. Dank des grandiosen Einsatzes an allen Posten sicherten sich die Gruppen zahlreiche Punkte, und die restlichen Puzzleteile bauten sie zusammen und konnten so das gestohlene olympische Feuer erfolgreich aus den Fängen des Schattenwolfs befreien. Nach einer krachenden «Olympiaden-QuizNight» am Abend fielen alle müde, aber mit einem riesigen Lächeln im Gesicht in ihre Schlafsäcke in der Turnhalle.
Ein runder Abschluss Am Montag stand nach dem Fahnenlauf die grosse Rangverkündigung an. Die glücklichen Erstplatzierten durften stolz den Plüschtierfuchs «Flinki» und prall gefüllte Snackbeutel entgegennehmen. Nach dem grossen Tschüsskreis und einem letzten gemeinsamen Mittagessen machten sich alle mit dem Zug auf den Heimweg. Ein riesiges Dankeschön geht an das fantastische OK, die unermüdlichen Helfenden und natürlich an die genialen Teilnehmer:innen! Ihr habt Wallisellen zum Beben gebracht. Wir freuen uns schon jetzt aufs nächste Jahr – dann vielleicht mit einer kleinen Brise Abkühlung! samariter 3/2026 15
AKTUELL NACHBERICHT ABGEORDNETENVERSAMMLUNG
Gemeinsam vorwärts Der Kantonshauptort Schwyz war am 20. Juni 2026 Gastgeber der 138. Abgeordnetenversammlung von Samariter Schweiz sowie der 21. Stiftungsversammlung der Stiftung Henry Dunant. Delegierte aus der ganzen Schweiz kamen im MythenForum zusammen, um wichtige Entscheidungen für die Zukunft des Verbundes zu treffen. TEXT: Mike Peter FOTO: Marion Nitsch
Frieda Müller, Präsidentin des Samariterverban des Kanton Schwyz hiess zusammen mit drei Mit organisatorinnen der diesjährigen Versammlung die Anwesenden in allen vier Landessprachen ganz herzlich willkommen. Der neue Zentralvorstand, der mit dieser Versammlung sein erstes Jahr im Amt innehält, führte durch die Versammlung.
Funktionsträger zu Ehrenmitgliedern ernannt. Zu Ehrenmitgliedern gewählt wurden: Theresia Imgrüth Nachbur, ehemalige Vizepräsidentin des Zentralvorstandes; Ursula Forrer, ehemaliges M itglied des Zentralvorstandes; Paul Ammann, ehemaliger Präsident der Geschäftsprüfungskom mission; D ario Benedetti, ehemaliges Mitglied der Geschäftsprüfungskommission.
Leistungsprogramm 2026
Die Abgeordnetenversammlung 2026 stand im Zeichen von Verantwortung, Engagement und Gemeinschaft. Mit den verabschiedeten Beschlüs sen stärkt Samariter Schweiz seine Ausrichtung für die kommenden Jahre und setzt sich weiterhin für eine sichere, hilfsbereite und solidarische Gesell schaft ein. Die nächste Abgeordnetenversammlung findet am 19. Juni 2027 in Schaffhausen statt.
Die Abgeordneten folgten den Empfehlungen des Zentralvorstandes und genehmigten sowohl den Leistungsbericht als auch die Jahresrechnung 2025 mit grosser Mehrheit. Ebenfalls Zustimmung fand das von Quästorin Claudia Kühni präsentierte Budget 2026. Basierend auf der Folgestrategie 2029 sowie den Erkenntnissen aus der Verbundum frage «Stabilita» wurde das Leistungsprogramm 2026 erarbeitet. Es definiert die zentralen Ziele und Massnahmen für das laufende Jahr. Erstmals erhalten die Verbandsorgane ein umfassendes Booklet, das die Ziele, geplanten Massnahmen so wie die erzielten Fortschritte übersichtlich dar stellt. Die Publikation wurde von der Geschäfts stelle Samariter Schweiz erstellt und ist in Deutsch, Französisch und Italienisch verfügbar. Die Abge ordneten genehmigten das Leistungsprogramm 2026 mit grosser Mehrheit.
Vier Persönlichkeiten zu Ehrenmitgliedern ernannt Für ihr langjähriges und ausserordentliches En gagement zugunsten von Samariter Schweiz wur den vier ehemalige Funktionsträgerinnen und 16 samariter 3/2026
Neue Ehrenmitglieder (v.l.n.r.): Theresia Imgrüth Nachbur, Paul A mmann, Ursula Forrer, Dario Benedetti
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WISSEN
«Jede und jeder Jugend liche ist angespannt, physisch wie psychisch» Ob an Grümpelturnieren oder an internationalen Läufen: orthopädische Verletzungen gehören zum Samariteralltag. Gerade bei Sanitätsposten ist es aber auch wichtig, den eigenen Bewegungsapparat gesund zu halten. Worauf es ankommt, erklärt uns Carlo Camathias, Facharzt für orthopädische Chirurgie.
INTERVIEW: Anita Simeon Lutz FOTO: zVg Im Pixar Film «WALL-E – Der Letzte räumt die Erde auf» sind die Menschen, die seit Generationen im Raumschiff leben und sich auf Luftsesseln fortbewegen, degenerierte, fettleibige Wesen, deren Bewegungsapparat quasi inexistent ist. Wie weit sind wir von dieser Vision entfernt? Im Animationsfilm wird die Degeneration schon etwas drastisch dargestellt. Wir leben ja auch nicht im Raumschiff, aber es gibt gewisse Anzeichen, dass wir als Gesellschaft ein bisschen in diese Rich tung gehen. Dabei hat unsere Beziehung zur Be wegung etwas schizophrene Züge. Entweder ma chen wir extrem viel Sport oder gar keinen. Im Jugendsport macht sich ausserdem eine Professio nalisierung bemerkbar, die diese Tendenz noch verstärkt. Meine jungen Patientinnen und Patien ten trainieren fünfmal in der Woche oder gar nicht. Der Breitensport hat an Bedeutung verloren.
Sie widmen sich besonders der Kinderund Jugendorthopädie. Inwiefern unterscheiden sich die orthopädischen Probleme je nach Altersstufe? Bei Kindern und Jugendlichen gibt es eine grosse Variable, die bei Erwachsenen nicht mehr vor kommt: das Wachstum. Und das Wachstum ver ändert wahnsinnig viel. Innerhalb kurzer Zeit än dern sich die physikalischen Gegebenheiten. Die Hebelwirkungen sind plötzlich anders, und in der 18 samariter 3/2026
Pubertät kommen zusätzlich noch die ganzen Hor mone dazu. Bei den Erwachsenen gibt es auch Veränderungen, aber diese verlaufen langsamer, meist über Jahrzehnte. Im Kindesalter wachsen vor allem die Knochen. Die Muskeln und Sehnen wer den mitgezogen. Das heisst: Alle Jugendlichen sind angespannt, physisch wie psychisch. Dehnübun gen sind daher das A und O, um Verletzungen vorzubeugen. Tendenziell gibt es bei Jugendlichen eher Knochenbrüche als bei älteren Menschen. Sie heilen aber auch schneller und besser, es sei denn, der Bruch verläuft direkt in oder an einer Wachs tumsfuge.
Welche Probleme des Bewegungsapparats begegnen Ihnen am häufigsten in Ihrer Praxis? Ich habe mich auf Knieoperationen spezialisiert, und dementsprechend sind es vor allem Kreuzband risse und Gelenkläsionen, die ich sehe. Jugendliche haben ein grösseres Gelenkspiel und sind im Knie daher oft beweglicher und flexibler. Kommt es aber zu einer Verletzung, dann können sie diese viel weniger kompensieren, und das Risiko von Zusatz verletzungen ist sehr gross. Jemand Erwachsenes kann zum Beispiel einen Kreuzbandriss kompen sieren, einem Kind ist das weniger möglich.
Wie erkenne ich die Schwere einer Verletzung, gerade bei einer Gelenkläsion? Grundsätzlich gilt: Je grösser und schneller die Schwellung auftritt, desto eher ist wirklich etwas kaputtgegangen. Schwellungen der Gelenke sollte man nicht verharmlosen. Bei Kindern kommt er schwerend dazu, dass sie oft den Schmerz nicht
einordnen und beschreiben können. Daher ist die gute Beobachtung eines verletzten Kindes wichtig, denn es kann zum Beispiel bei einer inneren Blu tung im Bauchraum rapide zu einer lebensbedroh lichen Situation kommen.
Eines Ihrer Fachgebiete ist die Manuelle Medizin. Was versteht man darunter? Es geht um die mechanische Aktivierung von Ge lenk- und Muskelfunktionen, zum Beispiel bei ei ner blockierten Rippe oder einem Hexenschuss. Wir sprechen von Mobilisation und Manipulation.
Am Sanitätsposten stehen sich die Samariterinnen und Samariter oft die Beine in den Bauch. Welche Tricks und Tipps haben Sie für lange Einsätze? Laufen ist grundsätzlich besser als Stehen und Sit zen. Beim Laufen werden die Muskeln durchblu tet, und der ganze Kreislauf bleibt angeregt. Aus serdem ist eine gute Ausrüstung sehr wichtig. Bei Sanitätseinsätzen kommt es vor allem auf die rich tigen Schuhe an. Ein guter Schuh stabilisiert die Ferse und verhindert das Einknicken des Fusses. Die Sohle sollte die Schritte dämpfen, aber bitte regelmässig. Rucksäcke etc. sind meist ergono misch sinnvoll gestaltet, aber das hilft nichts, wenn man zum Beispiel den Hüftgurt nie braucht und den Rucksack nur über eine Schulter hievt.
Wie hat sich die medizinische Ortho pädie während Ihrer Tätigkeit als Arzt entwickelt? In der orthopädischen Chirurgie geht die Tendenz dahin, eher früher kleine, minimalinvasive Kor rekturen vorzunehmen, bevor ein grosser Schaden entsteht. Viele Eingriffe, die früher operativ ge macht wurden, werden heute mit Bewegungs therapie korrigiert. Die Behandlung eines KnickSenkfusses zum Beispiel ist für mich kein operativer Eingriff mehr. Die Operationen sind heute weniger invasiv, dafür präziser und indivi dueller. Durch präzisere Operationstechniken, hochaufgelöste Bildgebungen, Robotertechnik und Navigationshilfen kann ein Eingriff massgeschnei dert erfolgen. Ausserdem arbeitet man in einem ersten Schritt viel rekonstruktiver als früher. Man versucht zum Beispiel, einen Knorpel zu erhalten, bevor man eine Prothese einsetzt. Das biologische Wissen ist heute viel weiter als vor 30 Jahren, als ich meine Ausbildung begonnen habe.
Wie wichtig ist künstliche Intelligenz (KI) in der medizinischen Weiterent wicklung?
ZUR PERSON Dr. med. Carlo Camathias ist Facharzt für orthopädische hirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats. Sein C Spezialgebiet ist die Kinder- und Jugendorthopädie. Er behandelt das gesamte Spektrum kinderorthopädischer Probleme – von Fuss- und Beinfehlstellungen über Wirbelsäulenerkrankungen bis zu Sportverletzungen. Seine besondere Expertise liegt in der Knieorthopädie: Patellaluxationen, Kreuzbandverletzungen und komplexe Knieinstabilitäten. Dabei behandelt er alle Patientinnen und Patienten so, wie er seine eigenen Kinder behandeln würde: mit evidenzbasierter Medizin, persönlicher Betreuung und K ontinuität von der ersten Konsultation bis zur letzten Kontrolle. Als Dozent und Forscher an den Universitäten Basel und Krems bietet er stets die nachhaltigsten Behandlungsmethoden.
Bei der Evaluation von Problemen kann KI sehr unterstützend sein, weil innert kurzer Zeit viel mehr Daten verarbeitet, verglichen und ausgewertet werden können. Wissen ist für alle in kurzer Zeit zugänglich, auch spartenübergreifend. So werden Querverbindungen unter den Fachgebieten mög lich, die neue Möglichkeiten eröffnen. KI wird einen grossen Impact auf alle wissenschaftlichen Zweige haben, aber KI wird uns nicht die Innovation an sich abnehmen. Bezüglich des Datenschutzes bin ich überzeugt, dass wir immer mehr auf lokale K I-Systeme setzen werden und uns so unabhängig der grossen Techkonzerne bewegen können. samariter 3/2026 19
VEREINE UND VERBÄNDE ROMANDIE
ÜBUNGEN VOR NATURNAHER KULISSE Am Samstag, 2. Mai, hatten die Samariterinnen und Samariter des Walliser Chablais die Gelegenheit, im Rahmen einer sehr gut vorbereiteten, vereinsübergreifenden Übung in der Dorfmitte von Collombey unter freiem Himmel zu trainieren. TEXT: Chantal Lienert, FOTOS: zVg Die fünf Vereine des Samariter-Regionalverbands Chablais organisieren jeweils im Wechsel eine gemeinsame Übung. Federführend in diesem Jahr war der Verein von Collombey-Muraz, anlässlich des 50. Jahrestages seiner Gründung durch den Zusammenschluss der Vereine Collombey und Muraz, die ihrerseits seit den 1950er-Jahren bestanden.
Fünf Situationen für fünf Posten Die Stillung einer Blutung, die pädiatrischen Vitalparameter, ein Thoraxtrauma bei einem Kind, ein Schädel-HirnTrauma bei einem alkoholisierten jungen Erwachsenen sowie der BLS-AED-SRC-Algorithmus 2025 standen auf der Aufgabenliste der fünf Posten in der Dorfmitte von Collombey. Um die Situationen möglichst realistisch zu gestalten, ging es nicht nur darum, bei den zu versorgenden Personen die richtigen Massnahmen zu ergreifen, sondern auch um den richtigen Umgang mit den Begleitumständen, die mit dem Umfeld oder der Umgebung zusammenhingen. Beispielsweise musste man sich auch um den Vater eines vom Velo gestürzten Kindes kümmern, der vehement gegen die Anforderung eines Rettungswagens protestierte. Oder man durfte bei der Versorgung einer Person, die sich beim Holzmachen eine stark blutende Verletzung zugezogen hatte, nicht die Nerven verlieren, weil die professionelle Hilfe erst mit Verspätung eintraf.
Reichlich Nachwuchs Die gemischten Teams aus Samariterinnen und Samaritern verschiedener Vereine, die sich noch nicht alle kannten, konnten dabei vom hilfreichen Umstand profitieren, dass mittlerweile alle Vereine im französischsprachigen Wallis und in der gesamten Westschweiz über identische Einsatztaschen verfügen. Im Übrigen war die Autorin erfreut, eine Reihe von bekannten Gesichtern wiederzusehen, die sie zehn Jahre zuvor kennengelernt hatte, anlässlich der Tour du Chablais, bei der seinerzeit die Help-Gruppe MontheyChoëx den Sanitätsdienst leistete (samariter 6/7, 2016). Mittlerweile sind diese jungen Menschen im Erwachsenenbereich aktiv und übernehmen dort Verantwortung. Einige davon haben eine berufliche Laufbahn im Gesundheitsbe20 samariter 3/2026
Die Samariter aus dem Walliser Chablais haben am Samstag, 2. Mai, im Dorf Collombey mit Elan und Eifer trainiert.
Sturz eines kleinen Jungen mit dem Fahrrad – ein Anlass, sich die Vitalparameter bei Kindern noch einmal ins Gedächtnis zu rufen.
reich eingeschlagen. Der Vormittag dieses fast frühsommerlichen Tages Anfang Mai endete in bester Stimmung bei einem geselligen Umtrunk.
Die Samariter des Walliser Chablais Zum Regionalverband des Walliser Chablais gehören die Samaritervereine von Collombey-Muraz, Haut-Lac, Saint-Maurice, Massongex-Daviaz-Vérossaz und Monthey-Choëx. Zusammen zählen sie etwas mehr als 80 aktive Mitglieder. Das Einzugsgebiet der fünf Vereine umfasst das linke Rhoneufer, von Saint-Maurice über Val d'Illiez und die Fremdenverkehrsorte Champéry und Morgins bis nach Saint-Gingolph. Zudem ist die Help-Gruppe Choëx-Chablais in der Region sehr aktiv.
VEREINE UND VERBÄNDE ROMANDIE
«GEHT NICHT, HEUTE ABEND MUSS ICH INS SCHWIMMBAD!» Zahlreiche Mitglieder des Vereins von Orbe wollten die Übung vom 23. Juni nicht verpassen. An einem heissen Tag, an dem das Thermometer knapp 35 Grad anzeigte, hat die Aussicht auf eine Abkühlung im Wasser wahrscheinlich mehr als einen dazu veranlasst, das Ersthelfer-Outfit gegen den Badeanzug einzutauschen. TEXT: : Chantal Lienert, FOTOS: zVg Die Idee, eine Übung in Zusammenarbeit mit dem Bade- eigenen Kenntnisse auf den Prüfstand zu stellen und mit meisterteam des Schwimmbads zu organisieren, entstamm- «Profis» trainieren zu können. te einem Treffen zwischen dem Präsidenten des Vereins, der Da Fälle von Insektenstichen im Schwimmbad von Orbe das Schwimmbad von Orbe verwaltet, und Ketty Villemin, sehr häufig vorkommen, interessierten sie sich besonders der Präsidentin des Samaritervereins. für das bite away®-Gerät aus der Samariterausrüstung. Es Im ersten Teil des Abends machten sich die Samariterinnen handelt sich dabei um einen Thermostift, der durch Abgaund Samariter unter der Anleitung der Wasserrettungsspe- be von Wärme die Auswirkungen des Stiches neutralisiert. zialisten mit den Rettungstechniken im Schwimmbad ver- Beim Abschied zeigten sich sowohl das Rettungsschwimtraut: in Richtung einer in Not geratenen Person kraulen, merteam als auch die Samariterinnen und Samariter äus ohne sie dabei aus den Augen zu verlieren, und sie wieder serst zufrieden mit dem Abend. Eine junge Zuschauerin zum Beckenrand bringen (wobei die Technik davon ab- war so begeistert, dass sie sich sogleich nach dem Termin hängt, ob die Person bei Bewusstsein oder bewusstlos ist), der nächsten Übung erkundigte. Den Vereinsmitgliedern nach einer untergegangenen Person tauchen und die Person kommt nun die Aufgabe zu, sie herzlich aufzunehmen und schliesslich aus dem Wasser heben. Paarweise übernahmen dauerhaft für die Sache der Samariter zu gewinnen. die beteiligten Samariterinnen und Samariter abwechselnd die Rolle der verletzten oder der rettenden Person. Mit viel Der Verein von Orbe Schwung und unverhohlenem Vergnügen stürzten sich die Aktuell zählt der Verein Orbe 25 aktive Mitglieder, darunter eine Orber Nothelferinnen und Nothelfer ins Wasser und führ- grosse Anzahl junger Menschen, die aus eigener Initiative eingetreten sind, um mit anzupacken. Die Ersthelferinnen und Erstten die ihnen angetragenen Übungen durch.
Im zweiten Teil ging es um klassischere Samariterthemen, die perfekt zum Veranstaltungsort passten: BLS-AED bei einer leblosen Person, Hitzschlag sowie Unwohlsein nach einem Insektenstich. Das Bademeisterteam mischte sich dabei unter die Samaritergruppen und freute sich, die
helfer üben regelmässig unter der Anleitung einer Kursleiterin und zweier Kursleiter. Einmal im Jahr treffen sie sich für ein Wochenende in Romainmôtier und vertiefen ein bestimmtes Thema. Der Verein arbeitet regelmässig mit seinen Kolleginnen und Kollegen vom Pool Nord Vaudois zusammen, beteiligt sich an sieben Blutspendeaktionen in der Region sowie am Ferienpass der Gemeinde Orbe.
Nacheinander vertrauen die Samariterinnen und Samariter von Orbe, dass ihre Kolleg:innen sie an Land zurückbringen.
Es ist gut, die richtigen Handgriffe zu kennen, mit denen man eine Person in Not aus einem Gewässer retten kann.
Auf dem Festland
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VEREINE UND VERBÄNDE TESSIN
ZWEI NEUE MITGLIEDER IM KANTONALVORSTAND Nach dem Jubiläumsjahr 2025, in dem der Kantonalverband Tessin und Moesano (ASSTM) mit einer Veranstaltung im vergangenen Herbst in San Bernardino sein 70-jähriges Bestehen feierte, wurden die regulären Aktivitäten der Samariterbewegung wieder aufgenommen. TEXT: Mara Zanetti Maestrani, FOTOS: zVg So fand am vergangenen 26. April in Stabio, zu Gast beim örtlichen Samariterverein, der im Jahr 2025 sein 85-jähriges Bestehen feierte, die jährliche Generalversammlung des Verbands statt. Wie immer war dies ein wichtiger Moment der Begegnung, des Austauschs und der Information für die Samariterbewegung im Tessin und im Bezirk Moesa. Im Verlauf der Tagung wurden die wichtigsten Themen im Zusammenhang mit den kantonalen und nationalen Aktivitäten vorgestellt, wobei sowohl auf die bisher geleistete Arbeit als auch auf die Zukunftsperspektiven eingegangen wurde. Insbesondere wurde das Engagement des Vorstands hervorgehoben, Kurse zum Thema Konfliktmanagement organisieren zu wollen, und die Delegierten wurden über die Absicht informiert, im Laufe des Jahres 2027 eine Samaritertagung zu veranstalten. Nicht zuletzt gehört zu den Aufgaben des Kantonalvorstands auch, für den Verband und alle angeschlossenen Vereine die Steuerbefreiung zu beantragen und zu erwirken. Die Delegierten wurden zudem darüber informiert, dass die ASSTM in diesem Jahr einen neuen und zweckmässigeren Kantonalsitz, ebenfalls in Rivera, einweihen kann. Was die Kurse betrifft, so wurden im Jahr 2025 insgesamt 118 Erste-Hilfe-Kurse organisiert, mit insgesamt 851 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Besonders gut angenommen wurden die BLS-AED-Kurse, die betrieblichen Kurse und der IAS-Kurs der Stufe 1.
Wiedergewählter Präsident und neue Vorstandsmitglieder Was die Ernennungen betrifft, so wurde der bisherige Kantonalvorstand bestätigt, wobei Fabio Poncioni als Präsident wiedergewählt wurde, ebenso wie die Vorstandsmitglieder Katia Bogiani, Sandro Merlini und Vincenzo Lacalamita, der zum Vizepräsidenten ernannt wurde. Zur Vervollständigung des Vorstands wurden Ursula Terribilini (Kursleiterin des Vereins Loco e Dintorni und zugleich Vorstandsmitglied) und Oscar Dadò (seit 15 Jahren Präsident der Sektion Cavergno und Kursleiter) per Akklamation neu gewählt. Ihnen wurde ein herzlicher Empfang bereitet und aufrichtiger Dank für ihre Bereitschaft und ihr künftiges Engagement ausgesprochen. Während der Versammlung und auf Vorschlag des Ehrenmitglieds Luciano Savazzi ha22 samariter 3/2026
Die Medaillengewinner:innen mit Fabio Poncioni (links) und der Vize präsidentin von Samariter Schweiz, Ursina Pally Hofmann (rechts)
Die beiden neu gewählten Mitglieder des ASSTM- Vorstands: Ursula Terribilini und Oscar Dadò
ben die Delegierten Dario Benedetti zum Ehrenmitglied ernannt. Benedetti war 24 Jahre lang in der Sektion Chiasso aktiv, weitere 12 Jahre war er Mitglied des Kantonalvorstands, und ein Jahrzehnt lang vertrat er das Tessin in Olten.
Die Henry-Dunant-Preisträger:innen Wie üblich wurden während der Versammlung auch die Henry-Dunant-Medaillen verliehen. In diesem Jahr wurde die Medaille an Ornella Ferrari-Fidel (Sektion AcquarossaSeravalle) sowie an Monica Della Casa, Felice Fontana, Gabriella Fontana und Luca Donati (alle aus der Sektion Stabio) verliehen, als Anerkennung für ihr Engagement und ihren Beitrag zur Samariterbewegung. Die nächste Kantonalversammlung, die für den 25. April 2027 geplant ist, findet in Cavergno statt.
VEREINE UND VERBÄNDE TESSIN
DER SAMARITERVEREIN CAVERGNO FEIERT 90 JAHRE Mit einer «SAMangiada» feierte der Samariterverein Cavergno sein 90-jähriges Bestehen. TEXT: Mara Zanetti Maestrani, FOTOS: zVg Um sein 90-jähriges Bestehen zu feiern, organisierte der Samariterverein Cavergno am 25. April ein grosses Fest mit Tagung – genannt «SAMangiada» – im Gebiet des Bavonatals zwischen Faedo und Sabbione, wobei die Teilnehmenden zu Fuss auf den vorhandenen Wanderwegen und der Strasse von einem Ortsteil zum anderen wanderten. Für einen kleinen Verein in einer Bergregion wie dem Valle maggia ist das 90-Jahr-Jubiläum ein bedeutender Meilenstein. Es war eine Mischung aus Vorführungen von Einsätzen sowie einer geselligen «Mangiada» (im Dialekt: Mittagessen) in guter Gesellschaft. Kurz gesagt, ein geselliger Tag für die Samariterinnen und Samariter der Region Locarnese e Valli, organisiert in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr von Cevio, der Rettungsgruppe Alta Valle maggia und der Bergrettungshundestaffel Ticino.
Die Geschichte 1936–2026
Der heutige Verein Der Samariterverein Cavergno unter dem Vorsitz von Ausbilder Oscar Dadò deckt heute das Gebiet von Cevio und dem Rovana-Tal mit den Ortschaften Linescio, Cerentino, Bosco Gurin und Campo Vallemaggia ab. Er arbeitet mit der Feuerwehr von Cevio zusammen. Die Samariterinnen und Samariter – insgesamt 10 – beteiligen sich an vielfältigen Aktivitäten: von Einsätzen bei Notrufen als Ersthelfende bis hin zu medizinischen Diensten in enger Zusammenarbeit mit der Notrufnummer 144. Der Verein nimmt auch am Tag der Kranken mit Besuchen und anderen Initiativen teil und arbeitet mit dem Transfusionszentrum bei Blutspendeaktionen zusammen. Zudem führt er verschiedene Aus- und Weiterbildungskurse durch. Während des Festes sprach Präsident Dadò allen, die es dem Verein ermöglicht haben, dieses Ziel zu erreichen, seinen herzlichen Dank aus, mit Respekt für diejenigen, die den Verein in den vergangenen Jahrzehnten gegründet und vorangetrieben haben, und mit Dankbarkeit für diejenigen, die heute im Einsatz stehen: «Ohne die Beharrlichkeit unserer Samariterinnen und Samariter und den Beitrag der Fördermitglieder, der Sponsoren und unserer Gemeinde», sagte er vor den zahlreichen Anwesenden bei der «SAMangiada», «wäre es nicht möglich gewesen, so weit zu kommen und über wirksames Material für die Erste Hilfe zu verfügen. Danke an alle, die weiterhin an die Sache der Samariter glauben.»
Der Samariterverein Cavergno wurde 1936 gegründet, dank Dr. Valente Bernasconi, der damals im Tal tätig war. Der Hauptgrund für die Gründung des Vereins war die Notwendigkeit einer Rettungsdienstleistung für die zahlreichen Unfälle auf den unwegsamen Almen des Bavonatals. Damals hiess der Verein «Sezione Samaritani Alta Vallemaggia» und versorgte die Gemeinden in der Umgebung des Dorfes sowie das gesamte Bavonatal. Die erste Anschaffung war eine Trage, die für den Transport in den Bergen unverzichtbar war. In den 1950er-Jahren änderte der Verein seinen Namen in «Sezione Samaritani Cavergno»; in jenen Jahren war er während der grossen Wasserkraftbauwerksarbeiten an der Maggia sehr aktiv, insbesondere bei Unfällen auf den Baustellen und in den Tunneln. Der Verein stellte damals den Rettungswagendienst sicher. Im Jahr 1976 gründete der Verein die R ettungsgruppe Alta Vallemaggia, die bis heute mit der Rettungskolonne des SAC Locarno und der Rega zusammenarbeitet. Bild links: Eine Gruppe von Samariter:innen aus Cavergno mit ihrem Vorsitzenden Oscar Dadò (links) Bild rechts: Eine Übungskonstellation, an der ein Verletzter versorgt werden muss
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UNFALL HAUTNAH 31.10.2026 KKL Luzern SPORTVERLETZUNGEN LUFTRETTUNG DER WEG ZUrück Dokumentation & Datenschutz
simultanübersetzung deutsch/Franzöisch
4 Referate 25 Aussteller 3.5 IVR-STunden
INFOS UND ANMELDUNGEN: ersthelfersymposium.ch
VEREINE UND VERBÄNDE
LIECHTENSTEIN
EIN FELS IN DER BRANDUNG TRITT KÜRZER Die Geschichte des Samaritervereins Triesenberg ist untrennbar mit einem Namen verbunden: Daniel Beck. Nach 45 Jahren an der Spitze des Vorstands hat der langjährige Präsident sein Amt nun in neue Hände übergeben. Ein Rückblick auf eine Ära im Zeichen der Ersten Hilfe und der Menschlichkeit. TEXT: zVg, FOTOS: Liechtensteiner Vaterland und Foto Korner Jede Ära geht einmal zu Ende, doch Daniel Becks Spuren im Verein Triesenberg werden noch lange sichtbar bleiben. Als er vor vielen Jahren das Amt des Präsidenten übernahm, waren die Heraus forderungen gross. Mit viel Herzblut, Idealismus und einer ordentlichen Por tion Durchhaltevermögen hat er den Verein nicht nur durch ruhige Gewässer, sondern auch durch stürmische Zeiten geführt. Daniel Beck hat 45 Jahre lang den
es, den Spagat zwischen den traditionellen Werten des Samariterwesens und den Anforderungen der modernen Zeit zu meistern. Ob es um die Modernisierung der Ausrüstung oder die Organisation grosser Postendienste bei Veranstaltungen ging: Auf seine Planung war stets Verlass. Unter seiner Leitung wurden zahlreiche Mitglieder für ihre langjährige Treue geehrt, und er selbst betonte immer wieder, dass Idealismus und Herzblut die Grundvoraussetzungen für die Arbeit im Verein seien. Besonders am Herzen lag ihm dabei stets die Kameradschaft, die oft bei einem gemütlichen Nachtessen nach den Versammlungen gepflegt wurde.
Für Daniel Beck war die Präsidentschaft Samariterverein Triesenberg präsidiert. Seit 55 Jahren ist er dessen Mitglied. nie eine reine Verwaltungsaufgabe. Er verstand den Verein als grosse Familie. Ob bei den zahlreichen Postendiensten an Sportfesten oder kulturellen Anlässen – Daniel Beck war oft der Erste, der kam, und der Letzte, der ging. Unter Besondere Ehrung seiner Leitung wurden unzählige Stunden Freiwilligen Am 27. April 2026 wurde Daniel Beck auf Schloss Vaduz arbeit geleistet, die für die Sicherheit in der Gemeinde Trie- das Ritterkreuz des Fürstlich Liechtensteinischen Versenberg unerlässlich ist. In seiner Zeit als Präsident war dienstordens verliehen. Diese hohe Auszeichnung erhielt er Daniel Beck weit mehr als ein blosser Verwalter. Er verstand in Anerkennung seiner jahrzehntelangen Verdienste um das Land Liechtenstein, insbesondere für seine Arbeit bei den Samariterinnen und Samaritern. Die feierliche Übergabe erfolgte durch S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein in Stellvertretung von Fürst Hans-Adam II.
Verleihung des Fürstlich Liechtensteinischen Verdienstordens durch Erbprinz Alois.
An der Mitgliederversammlung vom 13. März 2026 wurde der 24-jährige Pascal Beeli zum neuen Präsidenten des Samaritervereins Triesenberg gewählt. Zusammen mit dem ebenfalls neu gewählten Vorstand – Vizepräsidentin Isabel Eberle, Materialverwalterin Karoline Ackermann, Aktuarin Maria Schädler sowie Technische Leitung Melanie Bühler – wird er an die bisherigen Erfolge anknüpfen und neue Impulse setzen. Obwohl Daniel Beck das Zepter nun abgegeben hat, bleibt er dem Verein als geschätztes Mitglied erhalten. Der neue Vorstand tritt in grosse Fussstapfen, übernimmt aber ein hervorragend bestelltes Haus. Der Samariterverein Triesenberg dankt Daniel Beck für seinen unermüdlichen Einsatz, die unzähligen ehrenamtlichen Stunden und sein grosses Herz. samariter 3/2026 25
VEREINE UND VERBÄNDE DEUTSCHSCHWEIZ
PROJEKT «SAMARITER LEO»: DREI VEREINE GESTALTEN GEMEINSAM IHRE ZUKUNFT Ressourcen bündeln, Synergien nutzen und die lokale Verankerung langfristig sichern: Die Samaritervereine Lopper, Ennetmoos und Oberdorf-Büren sowie die Jugendsamariter (SaNili) beschreiten innovative Wege. Ende April trafen sich die Mitglieder im Kirchensaal Büren zu einem zukunftsweisenden Kick-off-Tag, um die strategischen Weichen für eine gemeinsame Fusion zum neuen Verein «Samariter LEO» zu stellen. TEXT: Birgit Flühler, FOTOS: zVg Der gesellschaftliche Wandel stellt viele gemeinnützige Organisationen vor neue Herausforderungen. Ob Feuerwehr, Spitex oder Hausarztpraxen – die Konsolidierung von Kräften ist ein bewährtes Mittel, um knapper werdenden personellen Ressourcen und veränderten Strukturen effektiv zu begegnen. Die beteiligten Samaritervereine agieren hierbei proaktiv und gestalten den Wandel aus einer Position der Stärke heraus. Die Landratspräsidentin Erika Liem-Gander betonte in ihrem Impulsreferat den strategischen Wert dieses Prozesses: Eine Fusion markiere den Start von etwas Grösserem. Der Zusammenschluss erlaube es, das Angebot zu diversifizieren, sich gegenseitig zu ergänzen und eine deutlich stärkere regionale Strahlkraft zu entwickeln. Auch die Gedanken der Leiterin Verbandsunterstützung von Samariter Schweiz, Desireé Prinz gingen in die gleiche
Ein Gruppenfoto der Teilnehmenden am zukunftsweisenden Kick-off-Tag
26 samariter 3/2026
Richtung. Aus drei Vereinen mit drei Geschichten auf drei Wegen kann ein gemeinsamer Weg in die Zukunft werden. Durch das gemeinsame Mitgestalten bleibt jeder einzelne wichtig. Sie forderte uns auf, die auf den Tischen liegenden Postkarten als Anregung für eine erste Diskussion mit dem Sitznachbarn zu nehmen und laut zu überlegen, was jede und jeder Einzelne aus dem bisherigen Verein unbedingt mitnehmen möchte. Dabei dürften Sätze wie: «Das haben wir schon immer so gemacht» gerne vermieden werden.
Professionelle Führung: Rolf Erni als Motor des Prozesses Ein Fusionsprojekt dieser Grössenordnung verlangt nach einer erfahrenen und kontinuierlichen Leitung. Diese zentrale Rolle übernimmt der externe Vereinscoach Rolf Erni. Er leitet und treibt die Projekt- und Arbeitsgruppe strate-
gisch voran und sorgt dafür, dass der gesamte Prozess strukturiert und zielgerichtet verläuft. Auch für die kommenden Phasen und die zukünftige Ausgestaltung des neuen Vereins steht fest: Rolf Erni wird die Arbeitsgruppe weiterhin eng begleiten und mit seiner Expertise nachhaltig unterstützen. Zum Auftakt des Kick-off-Tags ermutigte Rolf Erni die Teilnehmenden, sich von traditionellen Denkmustern zu lösen, und forderte sie auf, alle – auch unkonventionelle – Ideen offen auszusprechen. Unter seiner professionellen Moderation erarbeiteten die Mitglieder in sechs thematischen Workshops konkrete Vorschläge zu zentralen Zukunftsfragen: von der Definition gemeinsamer Werte bis hin zur logistischen und organisatorischen Optimierung.
Ergebnisse und konkrete Lösungsansätze Die intensive Gruppenarbeit lieferte ein klares und konstruktives Meinungsbild. Als grosse Chance werden die vielseitigere Gestaltung der Monatsübungen und das Knüpfen neuer Netzwerke gewertet. Gleichzeitig wurden Bedenken bezüglich der Integration älterer Mitglieder (70+) offen diskutiert; hier herrschte Konsens darüber, dass der neue Verein massgeblich vom Herzblut und der Erfahrung aller Generationen lebt. Für das künftige Auftreten wurden innovative Ideen fixiert: Eine erhöhte Sichtbarkeit durch Infostände an Märkten sowie Erste-Hilfe-Lektionen in Primarschulen sollen die Verankerung in den Gemeinden stärken. Organisatorisch wird eine Zusammenlegung der Materialmagazine an einem zentralen Standort angestrebt. Zudem soll der künftige Vorstand entlastet werden, indem jedes Mitglied jeweils nur ein festes Amt belegt.
Desirée Prinz, Leiterin Verbandsunterstützung von Samariter Schweiz, animierte die Anwesenden zur Diskussion.
Der Vereinscoach Rolf Erni leitet den Transformationsprozess und wird die Arbeitsgruppe eng begleiten und mit seiner Expertise unterstützen.
Strategischer Fahrplan bis 2027 Roland Rossacher, Präsident des Kantonalverbandes Unterwalden, mahnte in seinem Votum an, die künftigen Verhandlungen stets ohne Scheuklappen und mit Blick auf das grosse Ganze zu führen. Ein erster Meilenstein ist bereits gesetzt: Die Anwesenden einigten sich auf den neuen, von der Arbeitsgruppe vorgeschlagenen Vereinsnamen «Samariter LEO» (gebildet aus den Anfangsbuchstaben der Gründungsvereine Lopper, Ennetmoos und Oberdorf-Büren). Die gesammelten Ergebnisse dienen der von Rolf Erni geführten Arbeitsgruppe nun als verbindliche Basis für die nächsten Schritte. Wie Angela Waser im Schlusswort erläuterte, sieht der strategische Zeitplan vor, bis Ende dieses Jahres die künftigen Vorstandsstrukturen sowie die Rollenprofile und Verantwortlichkeiten zu definieren, um daraus die neuen Statuten zu erarbeiten. Auch in dieser Phase bleibt kritisches Mitdenken erwünscht. Die offizielle Information und die finale Abstimmung über die Fusion finden an den ordentlichen Vereinsversammlungen Anfang des kommenden Jahres statt. Die Auswertung der Aktivitäten und Mitglieder der drei Vereine
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SIE SIND DRAN
SCHWEDENRÄTSEL Gestalt bei Shakespeare
Andenpflanze
die Kernspaltung betreffend
med.: untätig
riskant, unsicher: auf ... Eis
besitzanzeig. Fürwort
Gewebe v. Handtüchern (dt.)
Zeichner und Mitautor v. Asterix † Insel der Kanaren: El ...
Verbannungsort
1 naiver Dickschädel
loyal
europ. Inselbewohner
Pflanzendecke
amerik. Farm Begrüssungswort auf Hawaii
sanft
amerik. Schulart
alte Leuchtdichteeinheit
Schneehütte
Untergewand d. Ritter
10
engl. Abk.: Samstag
3. Person von haben (Präs.)
Filmaffe: King ... Hund v. Obelix
4 Karton, dickes Papier
Parfüm, Odeur
2
4
5
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7
8
SUDOKU 1 4 6 3
9 8 8 2 5
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9 8 5 1
3 6 4 9 1
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lat.: Göttin
Basler Fussballclub
röm. 12
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Heil- und Gewürzpflanze
9
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Senden Sie uns das Lösungswort des Kreuzworträtsels an wettbewerb@samariter.ch, und gewinnen Sie einen von drei Gutscheinen im Wert von je CHF 100.– zur Einlösung im Samaritershop unter samariter.shop. Bitte vergessen Sie nicht, uns auch Ihre Anschrift und Ihre Adresse mitzuteilen, damit wir wissen, wohin wir gegebenenfalls den Gewinn hinschicken können. Die Namen der Gewinner:innen werden in der nächsten Ausgabe publiziert. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Das Lösungswort aus «samariter» 2/2026 lautet:
7
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MITMACHEN & GEWINNEN
7
7
Deichschleuse
frz.: Schrei
6
3 3
8
arab. Fürsten Schutzpatron Norwegens
raetsel.ch
1
frz.: Alter
Gruppe chem. Elemente
norweg. Band Schutzwand
Schwertwal
Klemmvorrichtung lokales Rechner11 netz
7
Röhrchen Mz.
Katzenlaut
span. Modemacher (Paco)
Bildergeschichte
Fürst von Monaco †
peruan. Hptst.
d. Mastdarm be5 treffend Spaltwerkzeug
Polizeimitarbeiter Mz.
Ausführung
SCHWYZ
8 2
Je einer von drei Ächt-Schwyz-Geschenkkörben im Wert von CHF 113.– geht an: Flavia Carobbio, Bodio (TI); Karin Luzio-Kopp, Savognin (GR); Nicky Petter, Yvorne (VD).
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Weltneuheit: ein Defibrillator im Handyformat Bei einem Herzstillstand zählt jede Minute. Die neuen, innovativen Defibrillatoren ViVest Pocket AED sind kaum grösser als ein Mobiltelefon und können immer und überall mitgeführt werden. Im Ernstfall ist genau das für Samariterinnen und Samariter entscheidend.
TEXT und FOTOS: zVg Samariterinnen und Samariter sind an unterschiedlichsten Veranstaltungen im Einsatz. Bei medizinischen Notfällen zählt schnelles Handeln. Kommt es zu einem Herz-Kreislauf-Stillstand, sinken die Überlebenschancen ohne sofortige Hilfe nachweislich nach wenigen Minuten drastisch. Eine frühzeitige Herzdruckmassage und der rasche Einsatz eines AED können bekannterweise Leben retten.
Dank ihrer Robustheit und der Schutzklasse IP65 sind sie auch für anspruchsvolle Einsätze geeignet, sei es bei starkem Regen, grosser Hitze, eisiger Kälte oder in Höhenlagen. Für Samariterinnen und Samariter schaffen diese beiden Geräte zusätzliche Einsatzsicherheit. Denn ein leicht transportierbarer, robuster Defibrillator ist häufiger genau dort rasch verfügbar, wo er dringend gebraucht wird.
Ein Defibrillator, der immer dabei ist
Zwei Modelle für unterschiedliche Anforderungen
Genau hier setzen die beiden innovativen AED-Geräte ViVest Pocket P1 und P3 an, denn sie bringen die Leistung eines Defibrillators in ein besonders kompaktes Format. Sie sind kaum grösser als ein Mobiltelefon und wiegen weniger als 0,7 Kilogramm. Im Vergleich zu herkömmlichen AEDModellen bedeutet das eine Gewichtsreduzierung um mehr als die Hälfte und eine Volumenreduzierung um 75 Prozent. Besonders im Gelände ist ein leichtes, widerstandsfähiges Gerät, das sich am Körper tragen lässt, von grossem Vorteil.
Der ViVest Pocket AED ist in zwei Varianten erhältlich. Der schwarze P1 verfügt über einen kontinuierlichen VF/VTIdentifikationsmodus zur Erkennung von Kammerflimmern und ventrikulärer Tachykardie, der blaue P3 hat eine integrierte Kindertaste. Beide Geräte sind wahlweise mit Einwegbatterie oder wiederaufladbarer Batterie verfügbar.
TECHNISCHE HIGHLIGHTS AUF EINEN BLICK • Masse: 15 × 8,6 × 5,3 cm • Gewicht: < 0,7 kg • Schutzklasse IP65: staub- und wassergeschützt • Lebensdauer Elektroden: 5 Jahre • Betriebstemperatur: –15 °C bis +50 °C • Falltest aus 1,5 m Höhe • Modell P1 mit VF/VT- Identifikationsmodus • Modell P3 mit Kindertaste • Die Geräte und das Zubehör sind im Samariter.shop erhältlich.
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Wir sind von Montag bis Freitag unter 062 286 02 00 wie folgt erreichbar:
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Rotkreuzpreis des Schweizerischen Roten Kreuzes Sie kennen eine Person oder Organisation, die sich auf ganz aussergewöhnliche Art für andere Menschen einsetzt? Ihre Leistung ist beispielhaft, herausragend und nachhaltig? Schlagen Sie sie für den Rotkreuzpreis vor.
First Aid Stufe 3 IVR Refresher, Schwerpunkt strukturierte Patientenübergabe exkl. BLS-AED-SRC Komplett 16. Oktober 2026 First Aid Stufe 3 IVR Refresher, Schwerpunkt Advanced (SimCenter) inkl. BLS-AED-SRC Komplett 17.–18. Dezember 2026 19. First Responder Symposium
20. März 2027
SIRMED, Schweizer Institut für Rettungsmedizin Guido A. Zäch Strasse 2b, CH-6207 Nottwil sirmed.ch
30 samariter 3/2026
Einreichefrist: 31. Dezember 2026 Weitere Informationen und Vorschlagsformular: redcross.ch/rotkreuzpreis
Sicherheit und Versorgung auf jedem Kilometer Laufveranstaltungen liegen im Trend. Tausende Leistungssportler:innen und Hobbyläufer:innen nehmen an den unterschiedlichsten Events teil, kämpfen um Podestplätze oder freuen sich über ihr Laufdebüt. Dabei kommen viele an ihre Grenzen und bringen den Sanitätsdienst ins Zentrum des Geschehens. Muskelkrämpfe, Zerrungen, Dehydration, Unterzuckerung, Kreislaufprobleme, Sonnenstich, Unterkühlung, Stürze oder kleinere Verletzungen – beim Marathon, Halbmarathon, Stadt- oder Berglauf kann so ziemlich alles passieren. Im samariter.shop finden Sie die Erste-Hilfe-Produkte, die Sie für Ihren Einsatz am Streckenrand oder im Zielbereich benötigen.
Samariterinnen und Samariter profitieren im samariter.shop von Vergünstigungen. samariter.shop info@samariter.shop 032 566 71 71
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