Das Verbandsmagazin von Samariter Schweiz

6 SCHWERPUNKT
Wie die dynamische Nachfolge gelingen kann

18 AKTUELL Kann Lebensrettung strafbar sein?
22 WISSEN Tropenkrankheiten in Europa
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6 SCHWERPUNKT
Wie die dynamische Nachfolge gelingen kann

18 AKTUELL Kann Lebensrettung strafbar sein?
22 WISSEN Tropenkrankheiten in Europa

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Am 30. Mai 2026 könnt ihr mit der Familie, mit Freund:innen oder als Verein mit kleinen und grossen Taten Gutes tun. tag-der-guten-tat.ch
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«Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität.» Die Generation Z wird oft schlechtgeredet. Sie sei faul, wolle sich nicht mehr engagieren und sei egoistisch. Dabei ist die Kritik an der Jugend von heute so alt wie die Menschheit selbst. Das Eingangszitat stammt nämlich vom griechischen Philosophen Sokrates, der zwischen 470 und 399 v. Chr. gelebt hat.
Auch wenn die Unterschiede zwischen den Generationen oft gross und ihre Sichtweisen auf die Welt unterschiedlich sind, ist es – gerade in unseren Vereinen – matchentscheidend, diese Hürden zu überwinden und an der Weiterentwicklung des Vereins- und Samariterwesens zu arbeiten. Wir berichten in dieser Ausgabe von drei Vereinen, denen dies auf unterschiedliche Weise exemplarisch gelungen ist. Als Erstes haben wir eine Übung beim Samariterverein Widnau im St. Galler Rheintal besucht. Dank eines erfolgreichen Nachziehens der jungen Generation via Help-Gruppe sprüht dieser Verein regelrecht vor Jugendlichkeit. Um einen Verein erfolgreich in die Zukunft zu führen, brauche es «Menschenkenntnis, ein klares Konzept und das Gespür für Gruppendynamik», meint der Präsident Norbert Segmüller (ab Seite 6). An einem ganz anderen Punkt steht der Samariterverein Hildisrieden (LU). Die Überalterung macht der Präsidentin Sandra Bucher Sorgen. Darum haben drei Mitglieder des Vereinsvorstands den Grundlagenlehrgang Vereinsmanagement besucht, und ein Vereins -
coach führt sie nun durch den Strategie- und Umbruchprozess (ab Seite 10). Für einen dritten, Erfolg versprechenden Weg hat sich der Samariterverein Chablais VD & Pays d’Enhaut entschieden. Durch eine Fusion entsteht die Renaissance des Samariterwesens im östlichen Waadtland (ab Seite 12).
Die Integration von Jung und Alt in den Transformationsprozess ist auch Doris Wolf, Präsidentin des Kantonalverbands Bern und Mitglied des Zentralvorstands, wichtig. Das Interview finden Sie auf Seite 16. Die Jugend soll auch im Zentralvorstand eine gewichtigere Stimme erhalten. Das war eine Forderung der Jugendvertretung an der Frühlingskonferenz der Kantonalpräsidien. Welche Themen dort sonst noch diskutiert wurden, erfahren Sie auf Seite 17.
Kann Lebensrettung strafbar sein? Marc Thommen, Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Zürich, erläutert uns den rechtlichen Sachverhalt (ab Seite 18). Und last, but not least haben wir mit jenen Samariterinnen und Samaritern gesprochen, die bei der Brandkatastrophe in Crans-Montana im Einsatz waren.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre!
ANITA SIMEON LUTZ Redaktionsleitung

6 GENERATIONSWECHSEL
Der Samariter verein Widnau (SG) zeigt, wie die dynamische Nachfolge gelingen kann.
10 INTERVIEW
Der Grundlagenlehrgang Vereinsmanagement hat dem Samariterverein Hildisrieden (LU) geholfen.
12 NEUANFANG
Die Mitglieder des neuen Samaritervereins Chablais VD & Pays d’Enhaut sind mehrheitlich zwischen 25 und 35 Jahre alt.
14 JUNG UND ENGAGIERT
Die jüngsten Samariterlehrerinnen und lehrer der Schweiz kommen aus Frauenfeld. Ein Interview.
16 INTERVIEW
Die Präsidentin des Kantonalverbands Bern und Zentralvorstandsmitglied Doris Wolf erläutert uns ihre Sicht auf den Wandel der Zeit.
17 AKTUELL
Nachbericht der Frühlingskonferenz der kantonalen Präsidien.
Im Samariterverein Widnau (SG) pflegt man nach den Übungen auch das gesellige Beisammensein (Bericht ab S. 6). Dabei kommt Jung und Alt miteinander ins Gespräch.

18 RECHT
Kann Lebensrettung strafbar sein?
20 CRANS-MONTANA
Einsatz der Samariter:innen in der Silvesternacht.
22 WISSEN
Europa wird tropisch: Gefahrenpotenzial der Tigermücke.
«samariter» 2/2026
Erscheinungsdatum: 27. Mai 2026
Herausgeber
Samariter Schweiz
MartinDisteliStrasse 27
Postfach, 4601 Olten
Telefon 062 286 02 00 redaktion@samariter.ch www.samariter.ch
Bestellungen für Abonnemente sowie Adressänderungen bitte schriftlich an obige Adresse.
Abonnementspreis
Abonnement für Aussenstehende: Fr. 33.– pro Jahr
4 Ausgaben pro Jahr
Auflage: 16 800 Exemplare
Redaktion
Leitung: Anita Simeon Lutz (asi)
Westschweiz: Chantal Lienert (cli)
Südschweiz: Mara Zanetti Maestrani (m.z.)
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Postadresse:
Redaktion «samariter»
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Fotos
Titelseite und Inhaltsverzeichnis: Marion Nitsch
Editorial: Mike Peter

Der Samariterverein Widnau ist wohl einer der bekanntesten und aktivsten im St. Galler Rheintal.
Laut Norbert Segmüller braucht es «Menschenkenntnis, ein klares Konzept und das Gespür für Gruppendynamik», um einen Verein erfolgreich in die Zukunft zu führen.
Wir waren im März an einer Übung vor Ort dabei.
TEXT: Anita Simeon Lutz
FOTOS: Marion Nitsch

Ein Übungsposten befasste sich mit dem Thema Unterkühlung. Jeder und jede konnte die Wirkung einer Rettungsdecke spüren. Der spannend aufgebaute Abend wurde mit viel Motivation bestritten.
Eigentlich bin ich hier auf Einladung von Jonas Näf, der mich – zusammen mit Vereinskollegen gleichen Alters – am Ostschweizer Samaritertag von der Dynamik, der Frische und der Jugendhaftigkeit des Vereins überzeugt und mich eingeladen hat, bei einer der nächsten Übungen reinzuschauen. Im Herbst ist daraus nichts geworden, aber nun, am 4. März 2026, stehe ich hier und bin begeistert von der Dynamik, die der Kursabend entwickelt. Und ja, die meisten Menschen im Raum sind weit unter meiner Altersgruppe von rund 50 Jahren. Im Vorfeld der Übung treffe ich mich mit Jonas, dem jüngsten Samariterlehrer, sowie Norbert Segmüller, dem aktuellen Präsidenten des Vereins.
Der Übungsraum befindet sich ob dem Feuerwehrdepot und wird mit dem Musikverein geteilt. «Manchmal machen wir unsere Übungen auch mit der Feuerwehr zusammen», erläutert Jonas Näf. «Wir sind uns als Organisationen sehr nahe», erklärt er mit einem Schmunzeln. Später erfahre ich, dass Jonas eben nicht nur Kursleiter im Samariterverein ist, sondern auch in der Feuerwehr als Unteroffizier und Jugendleiter amtet.
Faszination Erste Hilfe
Widnau ist eine strukturstarke Gemeinde mit etwas mehr als 10 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Altersstruktur ist gleichmässig, das heisst, dass es etwa gleich viele Einwohner:innen von 1 bis 20 wie von 20 bis 40, 40 bis 60 und 60 bis 80 hat. Die Vereinskultur ist ausgeprägt, und es ist nicht selten der Fall, dass jemand gerade in zwei oder sogar mehreren Vereinen aktiv ist, so wie Jonas. Er kann dieses Jahr seinen 25. Geburtstag feiern. Zum Samariterverein ist er über die Jugendgruppe gestossen. Bereits in der dritten Primarklasse hat er zusammen mit seinen Kollegen gelernt, was im Notfall zu tun ist. «Die Erste HilfeKurse haben mich fasziniert, und der Zusammenhalt zwischen uns Jugendlichen war sehr gross», erzählt der ausgebildete Samariterlehrer. Die Faszination für das Samariterwesen hat er auch seiner Mutter weitergegeben, die nun seit einigen Jahren als Samariterlehrerin und Jugendkursleiterin im Samariterverein Widnau amtiert.
Der Eintritt von Norbert Segmüller in das Samariterwesen ist auf eine ganz persönliche Notsituation zurückzuführen. «Bei Freizeitarbeiten in meiner Werkstatt verletzte ich mich einmal so schwer, dass ein einfaches Pflaster nicht geholfen hätte. Da ich damals bei der Firma Leica Geosystems arbeitete, wir einen Betriebssanitätsposten vor Ort hatten und mein Wohnhaus einen Steinwurf von meinem Arbeitsort entfernt lag, ging ich dahin und liess mich verarzten. Der zuständige Betriebssanitäter, der auch Samariter war, hat mich dann gefragt, ob das nicht auch etwas für mich sei, und so bin ich dem Samariterverein beigetreten.» Seit 16 Jahren präsidiert Norbert nun den Verein und hat ihn in seiner Amtszeit auch der nächsten und übernächsten Generation schmackhaft gemacht. Gerne würde er nun den Posten des Präsidenten weitergeben, aber leider kamen ihm zwei Vorstandsmitglieder mit der Demission zuvor, die nun bei der letzten Vereinsversammlung erfolgreich durch zwei Vertreter der jungen Generation ersetzt wurden. «Als Nächstes bin ich dran», meint Nor


Oben: Die Gruppeneinteilung erfolgt mit vier Postkarten, die zum Puzzle verschnitten worden sind.
Unten: Das Anbringen eines Druckverbandes ist bei starken Blutungen unerlässlich.
bert. Es gäbe auch bereits geeignete Kandidatinnen und Kandidaten, aber manchmal brauche es etwas Zeit, bis ein gesetzter Samen Frucht trage. Er sei aber guter Dinge, dass bei der nächsten Generalversammlung ein geeigneter Kandidat oder eine geeignete Kandidatin bereitstehe.
Was braucht es denn, um einen Verein erfolgreich in die Zukunft zu führen? «Im Wesentlichen braucht es Menschenkenntnis, ein klares Konzept und das Gespür für Gruppendynamik», meint


Oben: Die Erkennung und Behandlung eines anaphylaktischen Schocks muss geübt werden.
Unten: Gute Statisten lassen die Spülung der Augen bei Kontakt mit ätzenden Flüssigkeiten wahrhaft erscheinen.
Norbert. Es sei wichtig, die Augen für geeignete Mitglieder, die das innere Feuer für die Thematik der Ersten Hilfe weitergeben können, auch ausserhalb des Vereins offen zu halten. «Jedes Mitglied bringt besondere Fähigkeiten und Erfahrungen, auch aus den jeweiligen Berufssegmenten, mit, und oft zieht ein Mitglied das andere mit in den Verein. Natürlich bildet unsere gut funktionierende Jugendgruppe eine stabile Basis.»
«Und gerade bei der Jugend ist die Gruppendynamik matchentscheidend. Oft kennen sich die Jugendlichen von der Schule her, und es ist wichtig,
diesen Zusammenhalt auch nach der regulären Schulzeit beizubehalten», meint Jonas. Darum sieht der Samariterverein Widnau die sogenannten «Helpis» nicht isoliert vom ordentlichen Verein an. Einmal pro Jahr findet eine gemeinsame Übung statt, bei der die 3. Klässler:innen genauso wie die erfahrenen Frührentner:innen mitmachen. Ausserdem helfen die «Helpis» auch bei Blutspendeaktionen und Samaritersammlungen mit. Nach der Jugendgruppenzeit gibt es ein Schnupperjahr, in dem die Jugendlichen an den Vereinsübungen teilnehmen können, als Drittperson bei Sanitätsdiensten mitgenommen werden und auch bereits die nötigen Kurse für den Eintritt in den Aktivverein (IVR 1/2, Grundkurs) besuchen können. Nach einem Jahr erfolgt dann die Aufnahme in den Verein. «Die Jugendlichen dürfen schon früh beim Sanitätsdienst mitmachen, und das macht auch die Attraktivität des Samaritervereins Widnau aus. Einer der Höhepunkte des Jahres ist sicher der Sanitätsdienst an der Rheintalmesse Rhema», meint Jonas, und Norbert fügt hinzu: «In unserem Verein gibt es niemanden, der nicht auch Sanitätsdienst leistet – natürlich mit den nötigen Ausbildungen und Fachkenntnissen. Wir sind kein Pflästerliverein, sondern ein Verein von Mitgliedern mit ausgewiesenen Kompetenzen und Fähigkeiten.»
Der Samariterverein Widnau zählt aktuell (1.1.2026) 53 Vereins und 19 «Help» Mitglieder, wobei weitere acht bis neun Kinder am Informationsabend der Jugendgruppe Interesse an einer Mitgliedschaft bekundet haben. Am Abend des 4. März 2026 finden sich über 36 Personen im Übungslokal ein, um den IVR2 Refresher zu absolvieren. Auch Schnupperkandidat:innen sind dabei. Für die Übungen stehen insgesamt drei Samariterlehrer und eine Samariterlehrerin bereit. Auf dem Plan stehen praktische Übungen zur Patientenbeurteilung nach dem xABCDE und AVPU Schema sowie die richtigen Erste HilfeMassnahmen dazu. In vier verschiedenen Setups werden die Themen Unterkühlung, Kontakt mit ätzenden Flüssigkeiten, starke Blutungen und der korrekte Umgang mit einem anaphylaktischen Schock geübt. Die Gruppen sind in einer ersten Gruppeneinteilungsübung, bei der vier verschiedene Postkartensujets korrekt zusammengesetzt werden mussten, altersmässig bunt gemischt worden. Die Motivation ist gross, und man spürt förmlich die Begeisterung der Teilnehmenden. Auch mich reizt es, die Wirkung einer Isolationsfolie zu testen, meine Nase mal in eine Augenspülflüssig
keit zu stecken, den Puls eines Schockpatienten zu fühlen, einen Adrenalin Pen zu betätigen (natürlich ohne Nadel) sowie die korrekte Anwendung von Druckverbänden und Tourniquets zu üben. Als Abschluss wird im Übungsraum noch ein Buffet mit Getränken und Snacks aufgebaut, von dem sich alle bedienen dürfen. «Wir haben uns entschieden, nur nach jeder zweiten Übung ins Restaurant zu gehen, denn gerade für die Jungmitglieder ist das doch noch eine grosse Hürde», meint Norbert.
Also fassen wir zusammen: Um als Verein erfolgreich zu sein, ist es wichtig, möglichst früh zu sensibilisieren, die Gruppendynamik auszunutzen, die Augen nach möglichen Mitgliedern offenzuhalten, zu informieren und sich nicht zu verstecken sowie attraktive Übungen vorzubereiten und auch dem geselligen Beisammensein Rechnung zu tragen. «Aber am allerwichtigsten ist es, aufeinander zuzugehen und die Bedürfnisse der einzelnen Mitglieder ernst zu nehmen», meint Norbert abschliessend. Danke, dass wir einen Einblick erhalten durften!
Mehr Infos zum Samariterverein Widnau (SG) finden Sie unter: www.samariterwidnau.ch

Der Samariterverein Hildisrieden steckt in einer Umbruchphase. In dieser haben drei Personen des Vereinsvorstandes den Grundlagenlehrgang Vereinsmanagement von Samariter Schweiz besucht und dessen Erkenntnisse in den Vereinsalltag einfliessen lassen. Wir haben die Präsidentin Sandra Bucher interviewt.
INTERVIEW: Anita Simeon Lutz
Den Samariterverein Hildisrieden gibt es seit 1988. Wie ist die Entstehungsgeschichte?
Ein Einwohner von Hildisrieden war in Beromünster als Samariter tätig und hat dort auch die Samariterlehrerausbildung gemacht. Er fand, dass es Sinn machen würde, auch in Hildisrieden einen Samariterverein ins Leben zu rufen, und hat eine Gründungsversammlung organisiert. Bei dieser waren etwa 30 Leute dabei. Die meisten von ihnen wurden dann auch Mitglieder. Meine Mutter war die erste Präsidentin des Vereins.
Wann bist du dem Verein beigetreten?
Anno 1994 im Alter von 16 Jahren. Ich fungierte immer schon als Figurantin bei Nothelferkursen, und aus diesem Engagement ergab sich dann eine Mitgliedschaft. Im Jahr 2000, also mit 22, verliess ich den Verein, kehrte nach zwei Jahren aber wieder zurück und kam dann direkt in den Vorstand.
Wie haben sich die Aktivitäten und das Vereinsleben in den letzten zehn Jahren entwickelt?
Vor zehn Jahren hatten wir eine Samariterlehrerin, die bereits seit 25 Jahren unterrichtete, und die Dynamik des Vereins liess zu wünschen übrig. Vor allem die Durchführungen der Nothelferkurse waren etwas veraltet und die Motivation der jungen Teilnehmenden dementsprechend tief. Damals konnten wir jemanden überzeugen, die Ausbildung zur Samariterlehrerin zu machen, und so gab es eine Verjüngung, die dringend notwendig war. Die alte Samariterlehrerin hatte jedoch grosse Mühe, loszulassen, und so entstand eine ungute Stimmung im Verein.

Wie haben sich die Aktivitäten seither verändert?
Das Jahresprogramm hat sich nicht gross verändert, aber die Übungen sind wieder attraktiver geworden, und es hat frischen Wind gegeben. Es gibt keine Monologe über bestimmte Themen mehr; die Übungen sind interaktiver und verlangen mehr Engagement der Teilnehmenden.
Es gibt auch ein gutes Miteinander der Samaritervereine in der Region.
Wie sieht die überregionale Zusammenarbeit aus?
Die überregionale Zusammenarbeit ist in den letzten Jahren sicher intensiviert worden. Einmal im Jahr findet eine Gemeinschaftsübung zusammen mit den Samaritervereinen aus Rickenbach und Beromünster statt. Ausserdem haben wir auch eine überregionale Moulagengruppe.
Wie sieht die Altersverteilung im Verein Hildisrieden aus?
Das älteste Mitglied ist 82 und das jüngste 22, aber der grösste Teil ist über 65. Als ich vor vier Jahren das Präsidium übernahm, konnten wir im Vorstand gerade einen Generationenwechsel machen. Und in dieser Konstellation wollen wir dem Verein auch ein jugendlicheres, frischeres Image verleihen, obwohl wir auch nicht mehr 20 sind.
«Der Strategieworkshop hat unser Wir-Gefühl gestärkt.»
Aus diesem Grund hat ein Teil des Vorstands im letzten Jahr den Grundlagenlehrgang Vereinsmanagement absolviert. Was habt ihr daraus mitgenommen?
Es waren immer sehr spannende Abende. Irgendwann haben sich die Inhalte auch ein bisschen wiederholt, da die Kurse aufeinander aufbauten, aber der Grundlagenkurs hat uns die Augen geöffnet. Einerseits wissen wir nun, dass andere Vereine ähnliche Herausforderungen haben. Die Kursleitung hat uns ausserdem aus der Komfortzone gelockt und uns dazu motiviert, Probleme anzugehen und nach Lösungen zu suchen. Natürlich war es von Vorteil, dass wir zu dritt diesen Lehrgang absolviert haben. So konnten wir uns auf dem Nachhauseweg austauschen und einige Dinge dann auch konkret in unserem Verein umsetzen.
Was habt ihr denn bereits umgesetzt?
Wir haben den Slogan «Nur nichts machen ist falsch» überall eingeführt. Dann haben wir gelernt, Feedback abzuholen, auch wenn die Rückmeldungen spärlich sind. Je mehr wir auf die Mitglieder zugehen, desto mehr prägen wir die Kultur der offenen Kommunikation. Die offene Kommunikation war auch Thema beim Strategieworkshop, den wir im Februar durchgeführt haben. Wir haben klar zu verstehen gegeben, dass wir offen sind für Kritik, diese aber lieber im O-Ton als über Drittpersonen hören wollen.
Wie läuft so ein Strategieworkshop ab?
Wir hatten bei diesem Strategieworkshop die Hilfe eines Vereinscoachs, namentlich von Esther Fehlmann. Sie hat uns durch den Prozess und dann auch durch diesen Abend geführt. Die erste Strategiebesprechung fand innerhalb des Vorstands statt. Dabei ging es um die Vereinsanalyse des Status quo und um die Frage, wo wir mit dem Verein in Zukunft hinwollen. Interessanterweise deckte sich die Vereinsanalyse des Vorstandes mit der der Vereinsmitglieder. Das hat uns schon mal beruhigt. Als Problemfelder sichteten wir gemeinsam folgende Themen: Neumitgliedermangel, Überalterung, Kommunikation und den Sanitätsdienst, den immer die gleichen Mitglieder bestreiten. In der Diskussion haben wir gemerkt, dass es bei Letzterem nicht um das Nicht-Wollen geht, sondern dass das Selbstvertrauen bei einzelnen Mitgliedern nicht so gross ist. Wir haben deshalb die IVR- Auffrischung an einem Samstag angesetzt, sodass wir dranbleiben und daran arbeiten können. Eine erste, Erfolg versprechende Massnahme.
Was sind denn die Massnahmen, um der Überalterung entgegenzuwirken?
In erster Linie müssen wir neue Mitglieder gewinnen. Dafür müssen wir mehr Präsenz zeigen – sei es in den lokalen Medien, an Präsidentenkonferenzen im Dorf, an Märkten, Chilbis etc. Ausserdem müssen wir auf den Social-Media-Plattformen aktiv sein. Hierzu hat sich während des Strategieworkshops ein junges Team gebildet, das sich mit diesen Kanälen auskennt und diese nun bewirtschaftet. Alles in allem hat der Strategieworkshop unser Wir-Gefühl gestärkt, und ich bin guter Dinge, dass dies Früchte trägt.
Mehr Infos
Weitere Informationen zum Grundlagenlehrgang Vereinsmanagement finden Sie auf dem Portal von Samariter Schweiz. portal.samariter.ch

Zur Person
Sandra Bucher (48) ist ausgebildete Kauffrau und bald auch diplomierte Spielgruppenleiterin. Seit 1994 ist sie Mitglied im Samariterverein Hildisrieden (LU), den sie seit drei Jahren präsidiert. samariter-hildisrieden.ch
Vor etwas mehr als einem Jahr wurde im Waadtland eine neue Samaritervereinigung gegründet: der Verein Chablais
VD & Pays d’Enhaut. Allerdings handelt es sich, um ganz ehrlich zu sein, nicht um eine echte Neugründung, sondern vielmehr um ein vielversprechendes Wiedererstehen.
TEXT und FOTOS: Chantal Lienert

V. l. n. r.: Nila Davit, Ersthelferin; Suzanne Räz, Ausbildnerin aus Vevey; Alexandra Baillif, Ersthelferin und BLS-AED-Ausbildnerin (ehemalige Präsidentin von Ollon); Maude Duc-Brunner, Präsidentin, und Jannis Bruecker, Materialverantwortlicher am Standort Ollon, beim letzten Ballonfestival in Châteaux-d’Œx.

Bergung eines Lawinenopfers.
Lange Zeit sicherten fünf Vereine die Präsenz der Samariter im östlichen Waadtland. Im Flachland, am rechten Rhoneufer, gab es jeweils Vereine in den Städten Villeneuve, Aigle und Bex. Der Verein des etwas höher gelegenen Ollon umfasste auch den Kurort Villars, während das Fremdenverkehrsziel Leysin über einen eigenen Verein verfügte. Im Laufe der Zeit und der Wechselfälle des Lebens verschwanden drei dieser Vereine, die beiden anderen hatten mit einem Mangel an Mitgliedern und Nachwuchs zu kämpfen.
Sicherstellen der Präsenz in der Region
Die aus Leysin stammende Maude Duc-Brunner, langjährige Ersthelferin und Vereinspräsidentin, hatte jedoch keinesfalls die Absicht, sich geschlagen zu geben. Sie bestand darauf, eine Samariterpräsenz in der Region aufrechtzuerhalten. Nach geduldiger Überzeugungsarbeit gelang es ihr schliesslich, die Mitglieder des Vereins von Ollon für den Neuanfang in anderer Form, nämlich durch Zusammenschluss mit den Samaritern von Leysin, zu gewinnen und so einen neuen Verein zu gründen, der das Waadtländer Chablais und das Pays-d’Enhaut abdecken sollte.
Kein ganz leichtes Unterfangen angesichts des besonders ausgedehnten Einzugsgebiets der neuen Samaritervereinigung. Von Villeneuve (375 m) am Ufer des Genfersees über Leysin (1252 m) bis Lavey (431 m) direkt gegenüber von Saint-Maurice (VS) vereint es See und Berge und deckt den gesamten Bezirk Aigle ab. Hinzu kommt das Pays-d’Enhaut (ca. 1000 m), das dem waadtländischen Teil des Saanetals entspricht, im Osten flankiert vom Kanton Bern, im Nordwesten vom Kanton Freiburg. Die einstmals in Château-d’Œx vertretenen Samariter haben schon vor langer Zeit ihre Aktivität eingestellt.
Ein äusserst gefragter Verein
Derzeit hat der neue Verein etwa 15 aktive Mitglieder (IVR 2 und IVR 3), die mehrheitlich zwischen 25 und 35 Jahre alt sind. Entsprechend dem Einzugsgebiet des Vereins kommen sie aus der ganzen Region, manche sind sogar in den Nachbarkantonen wohnhaft. Die monatlichen Übungen finden in Aigle bei der Feuerwehr statt. Dort gibt es einen Bestand an Übungsma-
terial, an den Standorten Ollon und Leysin auch Material für die Sanitätsdiensteinsätze. Seit Oktober letzten Jahres wird die interne Ausbildung durch eine neue Kursleiterin, eine professionelle Rettungssanitäterin, gewährleistet, was von den Mitgliedern sehr geschätzt wird. Diese haben im Übrigen Interesse daran, auf dem neuesten Stand zu bleiben, da ihre Dienste gefragt sind. In der Weinbau- und Tourismusregion finden zahlreiche bedeutende Sportveranstaltungen statt, und im vergangenen Jahr haben die Samariter 740 Dienststunden bei 18 Sanitätsdiensten geleistet. Für das Jahr 2026 füllt sich das Auftragsbuch rasch; allein im ersten Halbjahr sind bereits zehn Sanitätsdienste geplant.
Das Internationale Ballonfestival Ende Januar, der Alpabzug von L’Étivaz im Spätsommer und das Internationale VW-Käfer-Treffen im Herbst im Paysd’Enhaut, die Westschweizer und Freiburger Meisterschaften im Skilanglauf in Les Diablerets sowie der Halbmarathon der Alpen Aigle–Leysin im Sommer sind nur einige Beispiele für die Art von Veranstaltungen, die das ganze Jahr über in der Region stattfinden. Mit eigenem Personal allein kann der Verein die vielen Dienststunden nicht abdecken. Glücklicherweise kann er hier auf die Hilfe von Nothelfern von ausserhalb zählen. Eine Kursleiterin aus Vevey, Mitglieder der benachbarten Vereine des Walliser und Freiburger Chablais und der Vereine des Obergreyerz sowie Samariterinnen und Samariter von noch weiter her leisten regelmässig tatkräftige Unterstützung.
Beziehungspflege
An drei Samstagen im Jahr findet eine grössere Übung unter freiem Himmel statt, an der auch andere Vereine teilnehmen können. Am Samstag, dem 28. Februar, war der Verein von Orbe im nördlichen Waadtland an der Reihe, dessen Mitglieder sich schon in den frühen Morgenstunden auf den Weg gemacht hatten, um pünktlich zum Übungsbeginn um 8 Uhr in Leysin zu sein. Angesichts der reizvollen Vorstellung, im Schnee zu arbeiten, erschienen sie zahlreich. In vier Situationen – eine Skilangläuferin, die sich unwohl fühlte, von der Piste abgekommene Rodler, ein verletzter Skifahrer und ein Autounfall – mussten die Nothelfer ihr Können unter Beweis stellen. Am Nachmittag erläuterte ein dreiköpfiges Rettungskräfteteam der Alpinen Rettung Westschweiz (SARO), wie die Bergrettung organisiert ist, und gab den Samariterinnen und Samaritern eine Einführung in die Suche nach unter Schneemassen verschütteten Personen mithilfe eines Lawinenverschüttetensuchgeräts (LVS).
Nach dem ersten Jahr seines Bestehens ist der Verein Chablais VD & Pays d’Enhaut gut aufgestellt. Das Team ist motiviert, die Leitung steuert das Boot mit sicherer Hand, und abgesehen von den Sanitätsdiensten führt der Verein auch eine stattliche Zahl an Kursen durch. Nun geht es darum, neue Mitglieder zu gewinnen. Aus diesem Grund wird sich der Verein am 30. Mai erstmals am «Tag der guten Tat» beteiligen. Wir wünschen ihm ein langes Leben und viel Erfolg!

Erklärung der Funktionsweise eines Lawinenverschüttetensuchgeräts.

Auf der Suche nach einem unter dem Schnee verschütteten Opfer.

Eine Langläuferin, der es unwohl geworden ist, wird unter den aufmerksamen Blicken einer Wertungsrichterin gerettet.

Das fröhliche Team, das sich am 28. Februar in Leysin versammelt hatte.
In der Schweiz gibt es insgesamt drei fertig ausgebildete Samariterlehrer mit Jahrgang 2005. Sie gelten somit als die jüngsten Samariterlehrer der gesamten Schweiz. Zwei von ihnen wohnen im Kanton Thurgau und sind Mitglied im Samariterverein Frauenfeld. Ein Doppelinterview.
FRAGEN: Hansjörg Steffen
FOTOS: zVg


Frederik Winter und Nik Müller werden dieses Jahr beide 21 Jahre alt. Mit Bravour haben sie im letzten Herbst die Ausbildung zum Samariterlehrer abgeschlossen. Was sie dazu motiviert hat und wie sie nun ihr Wissen im Verein weitergeben, erfahren Sie im Interview.
Stellt euch doch bitte kurz vor.
F. W.: Ich heisse Frederik Winter, bin 21 Jahre alt und wohne in Frauenfeld. Momentan mache ich die Ausbildung zum Dipl. Pflegefachmann HF. In meiner Freizeit engagiere ich mich im Samariterverein und bei der Feuerwehr.
N. M.: Mein Name ist Nik Müller, ich bin 20 Jahre alt und seit rund 13 Jahren mit grosser Überzeugung Mitglied im Samariterverein Frauen feld. Meine Laufbahn begann in der Help Jugendgruppe, die damals neu reaktiviert wurde. Besucht habe ich die Pädagogische Maturitätsschule in Kreuzlingen. Dort durfte ich bereits wertvolle erste Erfahrungen im Unterrichten und im Arbeiten mit Gruppen sammeln, was mir in meiner heutigen Tätigkeit als Samariterlehrer sehr zugutekommt.
Wie seid ihr zum ersten Mal mit den Samaritern in Kontakt gekommen?
F. W.: Eine Nachbarin war im Samariterverein Frauenfeld aktiv und rief die Jugendsamariter wieder ins Leben. Als ich das mitbekommen hatte, wollte ich mir das mal anschauen, und wie man sieht, hat es mir gefallen, und ich bin geblieben.
N. M.: Der genaue Zeitpunkt, an dem meine Begeisterung für die Erste Hilfe entstanden ist, lässt sich rückblickend kaum festlegen. In der dritten Klasse der Primarschule bin ich im Ferienpass-Flyer der Stadt Frauenfeld auf das Angebot einer Erste-Hilfe-Jugendgruppe gestossen – der Help. Ich meldete mich spontan für einen Schnuppertag an, nahm teil und blieb der Gruppe treu.
Was war der Hauptgrund, dass ihr damals in die Help eingetreten seid?
F. W.: Mein Interesse am Rettungswesen war schon von Kindheit an vorhanden. Da bei den «Helpis» Gleichaltrige und Gleichgesinnte waren, fühlte ich mich sofort wohl.
N. M.: Nach dem Ferienpass, bei dem ich die Help sowie das Samariterwesen näher kennenlernen durfte, war für mich schnell klar, dass ich Teil dieser Gemeinschaft werden möchte. Besonders gefallen hat mir, dass man sich bereits in jungen Jahren mit wichtigen und verantwortungsvollen Themen auseinandersetzt und lernt, anderen Menschen in Not aktiv helfen zu können.
Wie verlief der Wechsel von der Help in den Samariterverein?
F. W.: Ich habe mein Interesse geäussert, zu den aktiven Samaritern zu wechseln. Daraufhin durfte ich im Jahr 2022 die Ausbildungen bis und mit IVR 2 und den Kurs Grundlagen Sanitätsdienst absolvieren und dann mit 18 Jahren im Jahr 2023 meinen ersten Sanitätsdienst leisten.
N. M.: Der Übergang von der Jugendgruppe in den aktiven Verein verlief aufgrund der Coronapandemie ungewöhnlich schnell. Während des Lockdowns organisierte der Verein Onlineübungen, an denen auch wir Mitglieder der Help teilnehmen durften. Nach den Lockerungen der Massnahmen und der Wiederaufnahme des regulären Übungsbetriebs wurden wir schrittweise in die Übungen der aktiven Samariterinnen und Samariter integriert. Dadurch konnten wir früh Erfahrungen sammeln. Später folgten die notwendigen Ausbildungen und Kurse, sodass wir mit Erreichen des 18. Lebensjahres bereit waren, im Sanitätsdienst eingesetzt zu werden.
Wann und aus welchem Grund habt ihr euch entschieden, die Ausbildung zum Samariterlehrer zu machen?
F. W.: Ich wurde angefragt, ob ich Interesse hätte, Samariterlehrer zu werden. Dem stimmte ich zu, da ich gerne mein Wissen vertiefen und anderen weitergeben wollte. Ausserdem gefiel mir, dass ich dann an der Übungsgestaltung mitwirken und Ideen einbringen kann.
N. M.: Anlässlich einer Übung kam unsere Präsidentin auf Frederik und mich zu und fragte uns, ob wir uns eine zukünftige Rolle als Samariterlehrer vorstellen könnten. In der Folge erhielten wir während eines Jahres Einblick in die techni-
sche Leitung und hatten Zeit, uns bewusst mit dieser Entscheidung auseinanderzusetzen. Ich entschied mich schliesslich für die Ausbildung, weil mir die Wissensvermittlung grosse Freude bereitet und ich die Möglichkeit schätze, aktiv an der Weiterentwicklung unseres Vereins mitzuwirken.
Wie war die Ausbildung zum Samariterlehrer?
F. W.: Es war viel, verschiedene Kurse, Prüfungen und Vorbereitungen, jedoch hat es auch Spass gemacht. Ich konnte mir viel Wissen aneignen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Ausserdem konnte ich neue Leute kennenlernen. Zudem kam ich auch an neue Orte, beispielsweise nach Vaduz für den BLS-AED-Instruktor.
N. M.: Die Ausbildung zum Samariterlehrer und Kursleiter stellt sowohl fachlich als auch persönlich eine grosse Bereicherung dar. Es wird viel Fachwissen repetiert und vertieft, was aus meiner Sicht unabdingbar ist. Als Samariterlehrer tragen wir die Verantwortung, dieses Wissen korrekt, verständlich und praxisnah weiterzugeben. Dies gelingt nur, wenn man selbst fundierte Kenntnisse besitzt und die Inhalte wirklich versteht. Deshalb empfinde ich die Intensität der Ausbildung als sehr sinnvoll und schätze es, dass genügend Raum für Vertiefung und Weiterbildung bleibt.
Jetzt habt ihr die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und gehört zu den jüngsten Samariterlehrern der Schweiz. Was sind eure weiteren Ziele?
F. W.: Momentan möchte ich mich weiter in das Samariterlehrer- und Kursleiterleben einleben. In Zukunft könnte ich mir auch vorstellen, den Samariterinstruktor zu machen, um auch IVR3-Kurse geben und dort auch mehr von meinem Fachwissen aus meinem Arbeitsleben weitergeben zu können.
N. M.: Im Moment steht für mich das Sammeln von praktischer Erfahrung im Vordergrund, sowohl als Samariterlehrer als auch als Kursleiter. Darüber hinaus liegt mir der Samariterverein sehr am Herzen. Ich möchte mich weiterhin aktiv einbringen und mit neuen Ideen zur Weiterentwicklung beitragen, sei es bei der Gestaltung von Übungen oder bei Anpassungen im Material- und Ausbildungsbereich.
Doris Wolf ist bereits seit über 15 Jahren Präsidentin des Kantonalverbands Bern und hat als solche manche Umwälzungen in den Vereinen miterlebt. Seit letztem Sommer ist sie ausserdem im Zentralvorstand für die Ressorts Bildung und Jugend mitverantwortlich. Wir haben sie zum Thema Generationswechsel in den Vereinen und im Verband befragt.
INTERVIEW: Anita Simeon Lutz
Wie gelingt der Generationenwechsel in den Vereinen und in den Verbänden am besten?
Beim Kantonalverband Bern versuchen wir, die Vereine mit ins Boot zu holen und ihre Anliegen und Bedürfnisse abzufragen. Dabei ist es wichtig, nicht nur den Status quo abzubilden, sondern auch in die Zukunft zu schauen. Auch für den Verband ist es wichtig, sich Gedanken zu machen, wo wir in zehn Jahren stehen wollen und wie und mit welchen Massnahmen wir dahin kommen können. Die Einbindung der Jugend ist dabei ein sehr wichtiger Aspekt.
Wie sehen Sie denn die Zukunft des Samariterwesens?
Das Samariterwesen wird sich weiterhin sehr verändern. Wir werden wahrscheinlich in zehn Jahren in einem sehr kompetitiven Umfeld mit weniger Vereinen und mit weniger Aktivmitgliedern dastehen. Darum ist es wichtig, dass wir Weiterbildungen und Schulungen anbieten und die Vereine in ihren Herausforderungen unterstützen. Das bedingt, dass man die Anliegen der Leute ernst nimmt. Eine offene und transparente Kommunikation ist unabdingbar. Es gab immer schon Vereine, die am Sterben waren und auf einmal ein Revival erfahren haben. Es gibt Vereine, die sehr gut dotiert sind, und es gibt auch solche, die mit 15 bis 20 Mitgliedern zufrieden sind. Dementsprechend sind die Ausgangslagen der Vereine vielfältig. Dank unseren Vereinscoaches (im Kanton Bern nennen wir sie Vereinsvetreter) können wir oftmals auch für Vereine, deren Strukturen nicht mehr so standhaft sind, nachhaltige Lösungen finden. Dafür müssen wir aber von den Problemen erfahren, bevor es lichterloh brennt.
An der Frühlingskonferenz haben Vertretende der jungen Generation eine Vertretung der Jugend im Zentralvorstand gewünscht (Bericht S. 17). Was denken Sie von dem Vorstoss?
Wir werden das Anliegen auf jeden Fall ernst nehmen und an einer unserer nächsten Zentralvorstandssitzungen traktandieren. Wir haben sowohl bei Samariter Schweiz wie im

Doris Wolf ist Mitglied des Zentralvorstands von Samariter Schweiz und amtet bereits seit 2011 als Präsidentin des Kantonalverbands Bern.
Kanton Bern jedoch auch Jugendvetreter, die ihre Sache hervorragend machen. Die Jugend wird gehört.
Wie begeistert man die Jugend für das Thema der Samariter?
Meines Erachtens muss man wieder vermehrt in der Schule ansetzen. Kinder sind sehr begeisterungsfähig. Und wen einmal das Feuer für das Thema der Ersten Hilfe gepackt hat, den lässt es nicht mehr los. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Kinder, die in der Schule damit konfrontiert werden, auch in unsere Jugendgruppen kommen und später den Übertritt in den regulären Verein machen. Die Jugendgruppen werden von den Vereinen sehr unterstützt und gefördert, auch finanziell.
Seit letztem Jahr sind Sie auch Mitglied des Zentralvorstands von Samariter Schweiz. Wie sehen Sie die Zukunft des Dachverbandes?
Wir müssen als Einheit auftreten. Vom einzelnen Verein im hintersten Emmental bis zur Dachorganisation mit Sitz in Olten. Das bedingt Offenheit und Transparenz, aber auch eine gewisse Standfestigkeit. Ich bin aber der Meinung, dass wir im Moment auf einem guten Weg sind.
Vielen Dank für das Gespräch.
Die Frühlingskonferenz der Kantonalpräsidien dient traditionellerweise der Vorbereitung der Abgeordnetenversammlung, die dieses Jahr am 20. Juni in Schwyz stattfinden wird. Dabei gibt es erfreuliche Neuigkeiten bezüglich des finanziellen Jahresabschlusses und der Weiterentwicklung und Umsetzung der Strategie 2029 von Samariter Schweiz.
TEXT und FOTO: Anita Simeon Lutz GRAFIK: Samariter Schweiz
Die Frühlingskonferenz der Kantonalpräsidien vom 21. März fand dieses Jahr wiederum im Hotel Sempachersee in Nottwil statt, diesmal aber im Saal AULA mit Tageslicht und direktem Zugang ins Freie. Die Stimmung war auch dementsprechend aufgehellt, und die meisten Geschäfte wurden mit grossem Mehr von den Stimmberechtigten vor Ort gutgeheissen. So wurden die Traktandenliste für die Abgeordnetenversammlung genehmigt, das Protokoll der letztjährigen Ausgabe abgesegnet und der Leistungsbericht 2025 positiv zur Kenntnis genommen. Auch betreffend Jahresrechnung gibt es Positives zu berichten. Operativ war das Jahr 2025 trotz tieferer Erträge erfolgreich: Die Kosteneinsparungen – insbesondere beim Personal – führten zu einem deutlich höheren Betriebsergebnis als budgetiert.
Umwandlung der Strategie 2029 in konkrete Massnahmen
Das Budget fürs Jahr 2026 basiert auf der Jahresrechnung 2025 und geht von ähnlichen Betriebserträgen und -aufwendungen aus. Das Leistungsprogramm der Geschäftsstelle Samariter Schweiz fokussiert sich auf die strategischen Stossrichtungen aus der Strategie 2029. Bei der Umwandlung der Strategie in konkrete Massnahmen fliessen auch die Erkenntnisse aus der Umfrage Stabilità mit ein. In der Geschäftsstelle wurde ein internes Tool eingeführt, das bei der Massnahmen- und Aufgabenerfassung sowie beim Reporting und bei der Nachvollziehbarkeit des Projektstands hilft.
Nach dem Mittagessen und einigen Informationen der Geschäftsstelle über neue Broschüren, Partnerschaften und Zusammenarbeiten (wir werden
Vision 2029
Strategische Handlungsfelder
Strategische Stossrichtungen
Strategische Ziele
Ziele 2026 und Folgejahre
Operationalisierung und Massnahmen
Die Vision der Nachfolgestrategie 2029 wurde sukzessive in Ziele und Massnahmen umgesetzt, die in Bearbeitung sind.
bei Gelegenheit darüber berichten) wurde die langjährige Präsidentin des Kantonalverbands Samaritains Vaud, Véronique Stoller, verabschiedet. Sie bedankte sich bei allen Anwesenden für die gute Zusammenarbeit und hob besonders die Bemühungen der Geschäftsstelle hervor, im letzten Jahr die französischsprechenden Verbände mehr ins Boot zu holen. Während der gesamten Konferenz konnten zudem Anträge, Fragen und Meinungen auf die dafür vorgesehenen Stellwände notiert werden. Dabei sticht vor allem der Wunsch der Jugendvertreter:innen heraus, die eine Stimme der Jugend im Zentralvorstand (ZV) fordern. Der Wunsch wird aufgenommen und mit ZV und Geschäftsstelle diskutiert (siehe Interview mit Doris Wolf auf Seite 16). Alles in allem war es eine konstruktive Frühlingskonferenz und eine gute Vorbereitung für die Abgeordnetenversammlung.

Die meisten Geschäfte wurden mit grossem Mehr von den Stimmberechtigten vor Ort gutgeheissen.
Kann Lebensrettung strafbar sein? Wer im Notfall reanimiert, handelt unter grossem Druck. Empirische Erhebungen zeigen, dass mögliche Helferinnen und Helfer oft aus Angst vor rechtlichen Konsequenzen zögern, eine Reanimation durchzuführen. Diese Sorge ist jedoch unbegründet.
TEXT: Prof. Dr. iur. Marc Thommen, Zürich | FOTO: zVg
Wer reanimiert, handelt immer unter Zeitdruck und Stress. Umfragen zeigen, dass viele Helferinnen und Helfer – auch professionelle – juristische Konsequenzen fürchten. Was, wenn die betroffene Person trotz Reanimation stirbt? Was, wenn sie überlebt, aber Schädigungen davonträgt? Was, wenn sie gar nicht gerettet werden wollte? Und was, wenn man sich entscheidet, nicht zu reanimieren? Der Swiss Resuscitation Council (SRC) hat diese Fragen in einem Gutachten durch den Schreibenden klären lassen. Als Resultat kann vorweggenommen werden, dass die Strafbarkeitsrisiken sehr gering sind, wenn sich die Retterinnen und Retter an zwei Leit linien halten: Als Regel gilt, dass im Zweifel zu reanimieren ist (1. In dubio pro REA!).

Marc Thommen ist Professor für Strafrecht und Strafprozessrecht an der Universität Zürich. Er hat in seiner Dissertation sowie in diversen weiteren Beiträgen medizinstrafrechtliche Fragen behandelt. Von 2018 bis 2021 war er als Mitglied der Subkommission an der Revision der Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) zu den Reanimationsentscheidungen beteiligt. Im Spätsommer 2025 hat er für den Swiss Resuscitation Council (SRC) ein umfassendes juristisches Gutachten zu «Strafbarkeitsrisiken für Helfer bei Basismassnahmen der Wiederbelebung (BLS-AED)» fertiggestellt. Mehr Infos unter: www.resuscitation.ch
Als Ausnahme gilt, dass eine klare Ablehnung der Reanimation zu respektieren ist (2. Nein ist Nein!).
Tod trotz Reanimation
Stirbt eine Patientin oder ein Patient trotz sofort eingeleiteter Massnahmen, könnte die rettende Person nur dann wegen fahrlässiger Tötung (Artikel 117 Strafgesetzbuch, StGB) belangt werden, wenn ihr eine klare Sorgfaltspflichtverletzung nachzuweisen ist (Art. 12 Abs. 3 StGB). Allerdings dürfen im Nachhinein keine übertriebenen Anforderungen gestellt werden. Eine Haftung ist nur möglich, wenn die Art und Weise der Intervention auch unter Berück sichtigung der Extremsituation von vornherein erkennbar unvertretbar war. Das wäre etwa der Fall, wenn eine rettende Person, die erkannt hat, dass ein Herz-Kreislauf-Stillstand vorliegt, erst nach einer Wartezeit von fünf Minuten mit der Reanimation beginnt.
Schädliche Reanimation
Rippenbrüche oder hypoxische Hirnschäden gehören zu den möglichen Folgen einer Reanimation. Juristisch gelten sie zwar als Körperverletzungen (Art. 122 ff. StGB), doch sie sind meist gerechtfertigt, weil die Retterin oder der Retter davon ausgehen kann, dass auch die betroffene Person diese Folgen in Kauf nehmen würde. Wenn unklar ist, ob der Reanimation zugestimmt würde, kann die rettende Person gerechtfertigt sein, weil sie versucht, ein Leben zu retten.
Ungewollte Reanimation
Wenn die betroffene Person ausdrücklich keine Reanimation wünscht – etwa in einer Patientenverfügung oder durch einen dokumentierten Rea-

Nur nichts tun ist falsch. Das gilt auch für die Reanimation.
Status Nein –, dann muss dieser Wille respektiert werden, auch wenn die Massnahme objektiv Erfolg versprechend wäre. Eine Reanimation gegen den Willen kann als Körperverletzung (Art. 122 ff. StGB) oder als Nötigung (Art. 181 StGB) strafbar sein.
Das grösste Strafbarkeitsrisiko droht bei Untätigkeit: Laienhelferinnen und Laienhelfer sowie First Responder, die eine gebotene und gewollte Reanimation nicht vornehmen, riskieren eine Verurteilung wegen unterlassener Nothilfe (Art. 128 StGB). Professionellen Rettungskräften mit vertraglicher Hilfspflicht – also Ärzt:innen und Rettungssanitäter:innen – droht im Extremfall sogar eine Anklage wegen Tötung durch Unterlassen (Art. 11 und Art. 111 StGB). Auch hier gilt, dass die Hilfebedürftigkeit und die Rettungsmöglichkeiten bereits in der konkreten Notsituation klar erkennbar gewesen sein müssen.
Irren ist menschlich
Das Recht berücksichtigt, dass Menschen nicht unfehlbar sind. Notsituationen und Rettungsmöglichkeiten können falsch eingeschätzt werden. So kann es insbesondere bei Laien vorkommen, dass sie einen Herz-Kreislauf-Stillstand gar nicht als solchen erkennen oder ihnen nicht klar ist, dass es bei Herzdruckmassagen oft zu Rippenbrüchen kommt. Sämtlichen Helfer:innen stellt sich das Problem, dass für sie meist nicht erkennbar und in der Notsituation auch nicht abklärbar ist, ob eine
Reanimation befürwortet oder abgelehnt wird. Professionellen Rettungskräften stellt sich diese Frage auch, wenn sie bei versuchten Suiziden intervenieren sollen: Darf eine Person, die versucht hat, sich das Leben zu nehmen, gerettet werden, oder darf man sie auch sterben lassen? In all diesen Situationen ist entscheidend, was sich die helfende Person vorstellt, denn nach dieser Vorstellung wird sie zu ihren Gunsten beurteilt (Art. 13 Abs. 1 StGB). Wenn sie davon ausgeht, dass die Person gerettet werden möchte, sich das im Nachhinein aber als falsch herausstellt, ist sie trotzdem geschützt. Einzig bei groben, für alle von vornherein erkennbaren Fehleinschätzungen kann eine Fahrlässigkeitshaftung drohen (Art. 13 Abs. 2 StGB). Das wäre etwa der Fall, wenn die rettende Person bei einer Reanimation im klinischen Kontext explizit auf einen REA-Nein-Status hingewiesen wird und die Patientin oder den Patienten trotzdem reanimiert.
Leitlinien für die Praxis
Wer sich deshalb an die folgenden zwei Leitlinien hält, kann das Strafbarkeitsrisiko praktisch auf null reduzieren: Als Regel gilt, dass im Zweifel zu reanimieren ist (1. In dubio pro REA!). Nur wenn in Ausnahmefällen, zum Beispiel aufgrund einer Patientenverfügung, klar feststeht, dass eine Reanimation abgelehnt wird, darf nicht reanimiert werden (2. Nein ist Nein!).
Dieser Artikel wurde exklusiv für die Schweizer Rettungsfachzeitschrift ‹star of life› verfasst und dort in der Ausgabe 1/26 erstveröffentlicht.
Beim Brand in der Bar Le Constellation in Crans-Montana waren zwei Teams von Samariterinnen und Samaritern an den Rettungseinsätzen beteiligt. Stéphanie Mottier, die Präsidentin des örtlichen Vereins, und Yvan Vuilloud, der Ausbildungsleiter, haben uns erzählt, was sie erlebt und welche Lehren sie daraus gezogen haben.
TEXTE : Chantal Lienert
FOTO : Copyright ©PatrickGüller
Als am 1. Januar 2026 um etwa 1.50 Uhr morgens die vier Samariter, die gerade ihren Silvesterposten auf dem Victoriaplatz beenden, von der 144-Zentrale aufgefordert werden, sich wegen einer «Explosion in einem Restaurant» zu einem Einsatz etwa 800 Meter weiter zu begeben, sind sie etwas verwirrt. Sie haben nichts gehört, und die Nacht ist scheinbar ruhig. Bei der Bar Le Constellation jedoch herrscht hektisches Treiben. Die Feuer wehr ist im Einsatz, und es hat sich eine grosse Menschenmenge versammelt.
Brandverletzte auf der Strasse
Als Postenleiter fungiert ein Arzt der GRIMM*. Aufgabe der Samariter:innen ist es, die Verletzten in Empfang zu nehmen, welche die Feuerwehr mit Atemschutzausrüstung aus dem brennenden Lokal evakuiert. Ein Teil der Brandopfer kann in einem gegenüberliegenden Pub untergebracht werden. Doch schon bald reicht der Platz nicht mehr, und die leicht bekleideten Opfer werden direkt auf dem Asphaltboden abgelegt. Mit ihren für die üblichen
* Die GRIMM (Groupe d’intervention médicale en montagne, Medizinische Einsatzgruppe in den Bergen) besteht aus Ärztinnen und Ärzten und anderen Gesundheitsfachpersonen, die speziell für Eingriffe unter besonderen Bedingungen ausgebildet sind. Sie ist das Walliser Pendant zur SARO (Secours alpin romand, Alpine Rettung Westschweiz), s. S. 12 und 13.
** Das KMS-Detachement (Détachement poste médical avancé, DPMA) der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation 144 ist ein Korps, das sich aus Gesundheitsfachleuten und Ersthelfenden zusammensetzt, die für den Einsatz in Notsituationen ausgebildet sind.
Situationen vorgesehenen Einsatztaschen fühlen sich die Samariter:innen schnell hilflos. Glücklicherweise kommt die Bevölkerung zu Hilfe, steuert Decken und Ausrüstung bei und bietet Unterstützung an. So kann jedes Opfer einer Person anvertraut werden, die sich um es kümmert. Später öffnet die Walliser Kantonalbank ihre Räumlichkeiten, sodass alle in Sicherheit gebracht werden können.
«Vorbereitet ist man nie, aber als Samariter macht man einfach seinen Job.»
Behelfsklinik
Parallel dazu wird bei der Präsidentin Stéphanie Mottier, Mitglied des KMS-Detachement**, Verstärkung angefordert – etwa zur gleichen Zeit wie bei dem vierköpfigen Team des Silvesterpostens. Vier weitere Samariter:innen reagieren auf den Alarm. Sie sollen sich an den Standort Moubra begeben, wo eine Behelfsklinik eingerichtet ist. Die schwersten Fälle werden dorthin gebracht, bevor sie per Rettungswagen oder Hubschrauber in diverse Spitäler verlegt werden. Die Präsidentin kümmert sich um die Patientenregistrierung, während die anderen vier Samariter:innen die professionellen Rettungskräfte und das ärztliche Personal unterstützen.

in Crans-Montana beteiligten sich Samariterinnen und Samariter an den Rettungsmassnahmen.
Das Ereignis erforderte die Mobilisierung eines aussergewöhnlichen Aufgebots an Rettungskräften, auch weit über die Kantonsgrenzen hinaus. Im Laufe des Vormittags konnten die letzten Betroffenen in verschiedene Spitäler im In- und Ausland gebracht werden. Insgesamt wurden rund 150 Personen versorgt, und Stéphanie Mottier ist beeindruckt, wie reibungslos die Organisation geklappt hat. Auf die Frage, ob die Samariter:innen auf einen solchen Einsatz vorbereitet gewesen seien,
Der 2018 aus dem Zusammenschluss der Vereine von CransMontana und Umgebung und von Flanthey-Lens hervorgegangene Samariterverein Grand-Bisse zählt 36 aktive Mitglieder, nebst einer Gruppe von 35 Bibi's Kids. Präsidentin ist Stéphanie Mottier, Yvan Vuilloud ist Ausbildungsleiter, und um die Kurse und Übungen kümmern sich eine Kursleiterin und ein Kursleiter. Jedes Jahr, sommers wie winters, werden die Dienste der Samariterinnen und Samariter für rund 50 Veranstaltungen von lokaler bis internationaler Bedeutung in Anspruch genommen, mit insgesamt rund 100 Sanitätsposten.
Der Verein arbeitet regelmässig mit den Vereinen von Grône, Nendaz und Haut-Lac zusammen.
meint Yvan Vuilloud: «Vorbereitet ist man nie, aber als Samariter macht man einfach seinen Job.» Weil man routiniert und gut aufeinander eingespielt sei, schaffe man es, im Notfall die Nerven zu behalten und schnell seinen Platz unter allen Einsatzkräften einzunehmen. Sich auf eine Katastrophe vorzubereiten, sei schwierig, aber im Ernstfall wisse man automatisch, wo es anzupacken gelte. «Sehr geholfen hat uns auch der Umstand, dass wir uns alle kennen», sagt Stéphanie Mottier.
Nach dem Ereignis rangierten die am Rettungseinsatz beteiligten Samariter:innen bei den Gedenkveranstaltungen auf Augenhöhe mit den anderen Einsatzkräften und schritten an der Seite der Feuerwehr. Alle nahmen auch an der Nachbesprechung des KMS-Detachements mit einem Arzt und einem Psychologen teil. Ausserdem stellten die Apotheken des Kurorts allen Beteiligten ein Homöopathie-Kit zur Verfügung. Anschliessend kehrten alle wieder in den Alltag zurück, jedoch stets wachsam und aufmerksam füreinander. Heute sind einige Verletzte oder Angehörige noch in Kontakt mit den Ersthelfenden. Deren Anwesenheit war unerlässlich – nicht zuletzt, damit die Opfer sich nicht verlassen fühlten.
Die Tigermücke breitet sich in ganz Europa und auch in der Schweiz immer weiter aus. Am stärksten betroffen sind Gebiete, in denen sie ständig eingeschleppt wird, wie historisch gesehen der Kanton Tessin, wo sie aus dem benachbarten Italien kommen, aber mittlerweile tauschen auch die Städte Genf und Basel Tigermücken mit den angrenzenden Regionen aus. Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt hat nun den ersten Nachweis des Dengue-Virus in Tigermücken nördlich der Alpen erbracht.
REDAKTION: Anita Simeon Lutz
FOTO: Pixabay
Vor noch nicht allzu langer Zeit waren durch Mücken übertragene Krankheiten auf jeweils bestimmte geografische Regionen beschränkt. Personen, die sich nicht in diesen Risikogebieten befanden, waren vor ihnen recht sicher. Man musste sich vor allem dann Sorgen machen, sich eine der von Mücken übertragenen Krankheiten zuzuziehen, wenn man an einem Ort lebte oder an einen Ort reiste, an dem diese Krankheiten verbreitet sind. Durch den Klimawandel ändert sich das jedoch stetig, da sich die Verbreitungsgebiete bestimmter krankheitsübertragender Insekten ausweiten. Auch führt die zunehmende Reisetätigkeit dazu, dass während der Reise erkrankte Reisende neue Krankheitserreger in ihre Heimatländer einschleppen oder Insekten oder ihre Eier über Handelsware in neue Gebiete eingeführt werden, wo es dann zu einer Verbreitung kommen könnte.
Aktuell wurden drei verschiedene invasive Mückenarten identifiziert, die bisher in der Schweiz nicht heimisch waren. Dazu gehören die Asiatische Tigermücke, die Koreanische Buschmücke und die Japanische Buschmücke. Von diesen drei Stechmücken ist vor allem das Auftreten der Tigermücke besorgniserregend, da sie Krankheitserreger wie das Chikungunya-, das Dengue- oder das ZikaVirus übertragen kann. Bislang waren Erkrankungen, die auf diese Viren zurückzuführen waren, für die Schweizer Bevölkerung primär mit Reisen in
Risikogebiete verbunden. In der Schweiz musste sich niemand Sorgen machen, sich mit einer dieser Infektionen anzustecken. Nun, da die Überträgermücke bei uns gefunden wurde, müssen wir aufmerksamer sein.
Anzeichen und Symptome
Das Denguefieber ist wohl die gefährlichste Krankheit der durch Tigermücken übertragenen Viren. Nicht alle, die sich mit Dengue infizieren, werden jedoch krank. Statistiken zeigen derzeit, dass nur gerade eine von vier Personen, die sich mit Dengue infiziert, tatsächlich erkrankt, wobei die Symptome hier leicht oder schwer sein können. Man kann sich mehrmals mit Dengue anstecken. Bei einer in der Vergangenheit bereits durchgemachten Dengue-Infektion kann eine weitere Dengue-Infektion aber auch lebensbedrohlich werden. Zu den Symptomen des schweren Denguefiebers, die oft 24–48 Stunden nach Abklingen des Fiebers auftreten, gehören: Erbrechen (mindestens dreimal in 24 Stunden), Bauchschmerzen, Blut im Stuhl oder Erbrechen von Blut, Bluten des Zahnfleischs oder der Nase, Reizbarkeit oder Unruhe. Wenn eines dieser Symptome auftritt, ist es wichtig, sich sofort in ärztliche Behandlung zu begeben.
Zahlreiche Kantone haben den Asiatischen Tigermücken den Kampf angesagt. So auch der Kanton Basel-Stadt. Für die Bekämpfung der Tigermücke im öffentlichen Raum sind im Kanton Basel-Stadt die Behörden und die Gemeinden zuständig, auf

Die Tigermücke wird auch in europäischen Gefielden zum Gesundheitsrisiko.
Privatgelände die Eigentümerinnen und Eigentümer. Da sich dort viele potenzielle Brutstätten wie Pflanzentopfuntersetzer und Regentonnen befinden, stellt das Kantonale Laboratorium BaselStadt verschiedene Informationen zur Sensibilisierung der Bevölkerung bereit. Zur Behandlung nicht vermeidbarer Brutstätten wird ein biologisches Mittel kostenlos abgegeben. Das Laboratorium hat zudem Aussenbereiche von ausgewählten Betrieben, sensiblen Liegenschaften (z. B. Spitäler, Altersheime, Schulen) und Wohnhäusern inspiziert. Die rund 40 Kontrollen vor Ort ergaben in fast allen Fällen, dass entweder keine oder nur ungenügende Massnahmen gegen die Tigermücke ergriffen wurden. Um der Mückenvermehrung entgegenzuwirken, sollten von Mai bis September alle Behälter, die stehendes Wasser enthalten können, vollständig abgedeckt oder mindestens einmal pro Woche ausgeleert und gereinigt werden.
Von den insgesamt 1628 im Jahr 2025 im Kanton Basel-Stadt gefangenen Mücken waren die überwiegende Mehrheit einheimische Stechmücken. Lediglich zwei Prozent waren Mücken der Gattung
Aedes, zu der die Asiatische Tigermücke zählt. Die Mücken wurden in Gruppen (Pools) untersucht. In 24 der 163 Pools konnte das Usutu-Virus nachgewiesen werden. Ausserdem wurden Proben des Pilotmonitorings 2024 mit zusätzlichen Methoden auf DNA-Sequenzierung und durch ein abhängiges Labor geprüft. So konnte in einem Aedes-Pool der überraschende Fund des Dengue-Virus bestätigt werden. Dies stellt den ersten Nachweis dieses Virus in Stechmücken nördlich der Alpen dar. Der Einzelnachweis deutet unter den hiesigen klimatischen Bedingungen auf eine vermutlich sehr niedrige Verbreitung in der lokalen Aedes-Population hin, ohne jedoch belastbare Aussagen zur tatsächlichen Verbreitung zu erlauben. Es gilt jedoch, auf der Hut zu sein!
Quellen:
• Swiss Tropical and Public Health Institute (Swiss TPH), Allschwil (BS), www.swisstph.ch
• Universität Zürich, Zentrum für Reisemedizin, Zürich, www.reisemedizin.uzh.ch
• Kantonales Laboratorium Basel-Stadt, Basel, www.bs.ch/gd/kantonslabor
• Bundesamt für Umwelt BAFU, Bern, www.bafu.admin.ch
Eine kreative und publikunswirksame Idee: Der Reanimationsmarathon des Samaritervereins Croce Verde Bellinzona wurde zum sensibilisierenden Ereignis mit Nachahmungsqualität.
TEXT: Mara Zanetti Maestrani, FOTOS: zVg
Wie kann man die breite Öffentlichkeit abholen, sie richtiggehend in den Bann ziehen und dazu bringen, vor dem Stand der Samariter zu verweilen? Eine geniale – und bislang auf kantonaler Ebene offenbar beispiellose – Idee hatte die 23-jährige Lisa Mombelli, seit fünf Jahren Samariterin im Verein Croce Verde in Bellinzona: «Könnte man nicht einen Reanimationsmarathon veranstalten?», fragte sie sich, wandte sich damit sogleich an ihre Kollegin Isabella – und schon nahm die Idee konkret Gestalt an. Am Samstag, dem 21. März, organisierten die beiden jungen Frauen im Rahmen des traditionellen, gut besuchten Wochenmarktes im Herzen von Bellinzona mit der Unterstützung ihres Vereins die Sensibilisierungs- und Informationsveranstaltung, mit allem, was für den Reanimationsmarathon dazugehörte. Neben einem Informationsstand mit Prospekten und Auskünften zu Kursen und anderen Samariteraktivitäten gab es ein Übungsphantom und einen grossen Bildschirm, auf dem die Gesamtzeit der Herzmassage aufgezeichnet wurde. Die Massage musste mit ununterbrochenen Thoraxkompressionen fortgesetzt werden, wobei eine Person direkt an die nächste übergab. Das Ganze stets mit Hilfestellung und unter Anleitung der anwesenden wachsamen Kursleiterinnen.
Symbolische Herausforderung
Überraschenderweise – Lisa hat uns anvertraut, dass sie am Vorabend sehr angespannt und besorgt über den Ausgang ihres Projekts gewesen sei – beteiligten sich über 120 Personen an der Herzmassage, manche zwei Minuten, andere eventuell etwas weniger lang. Unter den Ersten befand sich auch der Bürgermeister von Bellinzona, Mario Branda. «Sogar einige Kinder haben es ausprobiert», erzählt uns Lisa am nächsten Tag, immer noch voll Begeisterung. «Natürlich ist es für Kinder sehr anstrengend, zwei Minuten durchzuhalten, aber sie haben sich nach Kräften bemüht. Als Ansporn konnten alle die Gesamtzeit des Marathons auf einem grossen Bildschirm verfolgen. Insgesamt war es eine ‹symbolische Herausforderung›, die allen offenstand und dank der es endlich gelungen ist, die Menschen aktiv und konkret einzubeziehen!» Und am Ende des Vormittags verzeichnete der Bildschirm volle 4 Stunden und 10 Minuten Herzmassage!

Anstrengend: Zwei Minuten Herzmassage durchzuhalten, ist nicht jedermanns Sache.

Beachtliche Leistung: Am Ende des Vormittags verzeichnete der Bildschirm volle 4 Stunden und 10 Minuten Herzmassage!
Wichtig war, dass Interessierte und Neugierige, bevor sie eventuell selbst Hand anlegten, sich zunächst anschauen konnten, wie eine korrekte Herzmassage geht. In einem zweiten Schritt konnten sie dann selbst Hand anlegen. «Viele», so Lisa, «haben uns gestanden, dass sie noch nie zuvor eine Herzmassage durchgeführt hatten und dass das Ausprobieren sie dafür sensibilisiert habe.» Und wer weiss – möchte man anfügen –, vielleicht meldet sich der eine oder andere ja zu einem Kurs an. Zweifellos hat der Marathon dazu beigetragen, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass im Falle eines Herzstillstands jede Minute zählt, um die Überlebenschancen der betroffenen Person deutlich zu erhöhen. «Wir waren sehr zufrieden», so Lisas Fazit, «und zwar so, dass wir bereits erwägen, die Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder anzubieten.»
Der Samariterverein Croce Verde Bellinzona veranstaltete im April in Giubiasco einen Event für die Bevölkerung mit dem Ziel, neue junge Talente für die Rettungsdienste zu gewinnen.
TEXT: Mara Zanetti Maestrani, FOTOS: zVg
«Wie andere Sektionen haben auch wir das Problem des Generationswechsels», erzählt uns Lisa Mombelli, eine junge und tatkräftige Samariterin des Samaritervereins Croce Verde in Bellinzona, am Telefon. «Deshalb hatte ich schon seit ein paar Jahren die Idee, etwas zu organisieren, um unsere Arbeit zu zeigen und junge Menschen anzusprechen.» Lisa dachte an eine grosse Veranstaltung, die ein breites Publikum anziehen sollte, auch die jüngeren Generationen. So brachte sie zusammen mit ihrer Freundin und Samariterkollegin Isabella Ducommun ihre Idee im Vorstand ein, und dann fand die Grossveranstaltung «Samariter – Wer? Was? Warum?» am Samstag, dem 11. April 2026, in der Markthalle von Giubiasco statt, wo sechs Samaritervereine gemeinsam mit sieben Partnerorganisationen ihre Aktivitäten vorstellen konnten. Neben dem Verein Bellinzona waren die Vereine Lugano, Coldrerio, Tenero-Contra, Acquarossa-Serravalle und Agno präsent. Die Partnerorganisationen, die jeweils ebenfalls mit einem Informationsstand vertreten waren, waren die Rettungszentrale Ticino 144, das Care Team Ticino, Nez Rouge Ticino, der Blutspendedienst des SRK der italienischen Schweiz, der Rettungsdienst der Croce Verde von Bellinzona, Redog Ticino und die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG).

Wer sind die Samariter? Was machen sie? Wie und warum? All diese Fragen konnten während der Veranstaltung beantwortet werden.
Rechts ein Teil der Ausstellungsstände in der Markthalle von Giubiasco.
Atmosphäre der Zusammengehörigkeit «Unter uns allen entstand eine wunderbare Atmosphäre, wir spürten eine Art Zusammengehörigkeit, Brüderlichkeit und gemeinsame Kraft, indem wir etwas für andere taten und präsentierten», erzählt Lisa begeistert. «Und das Publikum war zahlreich und interessiert, es waren viele Kinder da. Wir haben einen Parcours mit verschiedenen Stationen und Spielen aufgebaut, an dessen Ende man einen Stempel auf die Karte bekam. Ein lehrreiches, aber auch unterhaltsames Spiel, das viele Familien begeistern konnte.» Ob die Veranstaltung in Form neuer und junger Mitglieder Früchte getragen hat, wird sich erst in einiger Zeit zeigen, doch alle Anwesenden waren sehr zufrieden, die Organisatoren eingeschlossen! Der Tag umfasste auch kurze öffentliche Vorträge zu verschiedenen Themen, von der Herz-LungenWiederbelebung (Fondazione Ticino Cuore) über künstliche Intelligenz, die Bedeutung des Immunsystems und den Umgang mit der Angst vor Feuer bis hin zu Burn-out und Stress, Blutspenden, der Vorstellung des Care Teams und der Frage, wie man in einer hypervernetzten Welt aufwachsen kann. Alle Vorträge wurden von einem aufmerksamen Publikum verfolgt und von sehr kompetenten Vertreterinnen und Vertretern der anwesenden Einrichtungen gehalten. «Eine Veranstaltung, die wiederholt werden sollte», sagt Lisa Mombelli voller Freude und Zufriedenheit.


Die Samariterinnen und Samariter des Vereins Croce Verde von Bellinzona, die dank der Initiative der jungen Lisa und Isabella die grosse Veranstaltung in Giubiasco ins Leben gerufen haben.
In harmonischer Einmütigkeit applaudierten die Waadtländer Samariter, die sich im Bankenverwaltungszentrum von Prilly im Westen von Lausanne zusammengefunden hatten, zwei Medaillenträgern, feierten drei neue Ehrenmitglieder und wählten einen Präsidenten sowie zwei neue Mitglieder in den Kantonalvorstand und schlugen damit ein neues Kapitel in der Verbandsgeschichte auf.
TEXT : Chantal Lienert | FOTOS: Loïc Gex
Nach achtjähriger Präsidentschaft eröffnete Véronique Stoller am 25. April zum letzten Mal die Abgeordnetenversammlung (AV) der Samaritains Vaud. Genau genommen war es das zweite Mal, dass sie ihr Mandat an der Spitze des Kantonalverbands zurückgab. Anfang der 2000er Jahre hatte sie bereits eine vierjährige Amtszeit geleistet und trat dann kürzer, um sich ihrer Aufgabe als junge Mutter zu widmen. Einige Jahre später, als ihre Tochter grösser war, nahm sie wieder Kontakt zu den Samaritern auf. Damals steckte der Verband tief in der Krise. Ihr Nothelferinnenherz veranlasste sie, ihren Teil zur Bewältigung der stürmischen Zeiten beizutragen, und so wurde sie 2018 praktisch aus dem Stand wieder zur Präsidentin gewählt.
Die Welt verändert sich
Bilanz ziehend aus den acht Jahren ihrer zweiten Amtszeit verschwieg die scheidende Präsidentin nicht, dass der Weg mitunter steinig war. Abgesehen von internen Turbulenzen hat man sich auch damit auseinandersetzen müssen, dass die Welt sich ändert. Alles geht schneller, die professionelle

Konkurrenz wird immer härter, und es ist schwieriger, Unterstützung zu erhalten. Obgleich es Vereinsauflösungen zu verkraften gab, konnte sie sich aber doch über den neuen Aufschwung freuen, der andere, schon fast aufgegebene Vereine neu belebte.
Anschliessend führte Véronique Stoller durch die statutarischen Geschäfte der AV, welche die Abstimmung rasch und ohne längere Diskussionen passierten. Mit Gérard Séchaux und Ander Lopez wählten die Abgeordneten zudem zwei neue Mitglieder in den Kantonalvorstand; beide hatten sich auf eine Anzeige auf der Plattform Bénévolat-Vaud hin gemeldet und angeboten, ihre Fähigkeiten in den Dienst der Samariter zu stellen. Weiter wurde Patrick Brossy zum neuen Präsidenten gewählt. Nach einer stationenreichen Karriere bei den Samaritern, zunächst als Freiwilliger und später als Leiter der professionellen Struktur der Samaritains Vaud, kennt er die Ersthelferorganisation wie seine Westentasche und freut sich darauf, weiterhin einer Sache zu dienen, der er sehr verbunden ist.

Zwei Personen wurden in diesem Jahr in Anwesenheit von Fabio Poncioni als Vertreter des Zentralvorstands mit der Henry-Dunant-Medaille geehrt. Es handelt sich um Pascal Baltensperger vom Verein Orbe sowie um Nathalie Dutoit vom Verein Lutry. Darüber hinaus wurden Hélène Bapt iste und Jean-Pierre Wüthrich in Anerkennung ihrer unerschütterlichen Treue und ihrer immensen Verdienste um die Belange der Samariter zu Ehrenmitgliedern der Samaritains Vaud ernannt.
In seiner Würdigung der scheidenden Präsidentin unterstrich Vizepräsident Thierry Barraud, mit welcher Energie diese ihr Mandat wahrgenommen habe: «... sie packt an, rekrutiert neue Mitglieder, gibt Kurse, findet neue Lösungen und vertritt die Romands bei den Samaritern Schweiz.» Sein Vorschlag, Véronique Stoller die Ehrenmitgliedschaft der Samaritains Vaud zu verleihen, wurde mit grossem Applaus quittiert.
In heiterer Atmosphäre schloss die Präsidentin die Versammlung und lud die Abgeordneten an diesem schönen, sonnigen Nachmittag zu einem freundschaftlichen Umtrunk im Garten des Verwaltungszentrums ein.















First Aid Stufe 2 IVR Refresher inkl. BLS-AED-SRC Komplett 16. September 2026
First Aid Stufe 3 IVR Refresher, Schwerpunkt Kindernotfälle inkl. BLS-AED-SRC Komplett 18. September 2026
First Aid Stufe 3 IVR Refresher, Schwerpunkt Stop the bleeding exkl. BLS-AED-SRC Komplett 7. Oktober 2026
SIRMED, Schweizer Institut für Rettungsmedizin Guido A. Zäch Strasse 2b, CH-6207 Nottwil sirmed.ch
weibl. Vorname med.: Geschwür Motorradsport Körperstellungen im Yoga Unterarmknochen Hauptschlagader Bezugsart Mz. Klickfeld
Gartengerät
Staat in Südamerika Meditationsform Getreidespeicher unmodern
Seriosität
betagt, nicht neu Anfänger Entwicklung
Prinzessin in Star Wars generell schnell 5
span.: Sonne Männerkurzname Putsch grosses Meerestier
Ausstrahlung span.: bis Kindersprache: Hund 4
salopp, lässig
Grund weibl. Vorname 1
Vermutung einstellige Zahl frz.: meine Mz.
Kellerkrebs Lied (engl.) Abk.: englisch Schrägstrich (engl.) 3 Quellfluss der Donau
Wirkstoff in Teeblättern Eselslaut Autoabgasentgifter (Kw.)
Vorn. v. Schauspielerin West † Kult, Verehrung
Stärkungsmittel frz. Chemikerin † 1934 2
Gestalt d. griech. Mythologie törichter Mensch, Dummkopf
Börsenaufgelder
griech. Buchstabe
stellenweise: ... und da
Korridor Fernsehgerät (ugs.) 6 landwirtschaftl. Geräte USGeheimdienst
1 2 3 4 5 6 raetsel.ch
Senden Sie uns das Lösungswort des Kreuzworträtsels an wettbewerb@samariter.ch, und gewinnen Sie einen von drei Ächt-Schwyz-Geschenkkörben im Wert von je CHF 113.–Mehr Infos dazu: www.aechtschwyz.ch
Das Lösungswort aus «samariter» 1/2026 lautet:
Zwei Übernachtungen und ein Entdeckungsmenü für zwei Personen im Hôtel des Horologers im Vallée de Joux hat gewonnen: Carmen Wicki, Schötz. 8 9 6 1 9 2 5 2 4 4 1 3 5 3 3 8 9 7 6 5 1 7 2 2 9 1
raetsel.ch

Die Abgeordnetenversammlung von Samariter Schweiz findet dieses Jahr am 20. Juni im MythenForum in Schwyz statt. In diesem Beitrag wollen wir euch den Tagungskanton und den Tagungsort etwas näherbringen.
TEXT und FOTOS: schwyz.tourismus
Schroffe Kalkklippen und saftige Alpenwiesen: Die Lidernen-Trilogie gehört zweifellos zu den attraktivsten Alpinwanderungen der Schweiz.

Ganz ehrlich: Die Schwyzerinnen und Schwyzer wohnen an einem besonderen Ort - mit unglaublicher Vielfalt und Naturreichtum. Abwechslungsreiche Berg- und Seenlandschaften, ganz viel Geschichte, Kultur, Brauchtum und feinsten regionalen Genuss findet man in jeder Ecke des Urkantons. Es wäre schade, diesen Tagungsort nur aus dem Kongresssaal erlebt zu haben. Da hätte man definitiv etwas verpasst. Es sei denn, du holst es vor oder nach.
Ob Wandern, Biken, Klettern oder ein anderer Outdoorsport, um den Kopf zu durchlüften – all das gibt es direkt vor deiner Haustür. Das Portal outdoor-schwyz.ch ist dabei besonders praktisch. Dort findest du Hunderte Touren und Ideen für deine Freizeit. Dazu gibt es eine kostenlose App, mit der du auch unterwegs immer auf Kurs bist.
Am Ursprung der Schweiz
Wilhelm Tell, der Rütlischwur, die Schlacht am Morgarten – ob Mythos oder belegte Geschichte, diese Erzählungen sind eng mit unserer Region verbunden. Museen und mythische Schauplätze erlauben dir, dich mit der Frage auseinanderzusetzen: Woher kommen wir?

Ächt Schwyz – regionaler Genuss
Ächt Schwyz steht für Produkte und Angebote, die wirklich aus dem Kanton Schwyz kommen. Ob direkt ab Hof, vom regionalen Hersteller oder im Dorfladen oder Restaurant. Hergestellt aus eigenen Ressourcen und mit Menschen von hier. Mit Gutscheinen und Geschenkkörben wird daraus ein Geschenk mit Bedeutung – online bestellbar unter www.aechtschwyz.ch.
Mit etwas Glück kannst du einen von drei Geschenkkörben im Wert von je 113 Franken gewinnen. Du musst nur das Rätsel auf Seite 28 lösen und das Lösungswort einsenden. Übrigens: Auch das Tagungslokal der Abgeordnetenversammlung, das MythenForum in Schwyz, ist ein «Ächt Schwyz»-Gastrobetrieb.
Entdecke vieles mehr auf: www.schwyz-tourismus.ch
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