MINIMALISM
ROYAL PHOTOGRAPHIC SOCIETY – GERMANY CHAPTER

29. MAI – 28. JUNI 26 KUNSTKIRCHE FRÖNDENBERG
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29. MAI – 28. JUNI 26 KUNSTKIRCHE FRÖNDENBERG
HERAUSGEBER
Royal Photographic Society – Germany
Chapter
AUSSTELLUNG MINIMALISM
Eine Ausstellung des Germany Chapter der Royal Photographic Society
AUSSTELLUNGSORT
Kunstverein Fröndenberg e.V.
KURATORISCHES KONZEPT UND
PROJEKTLEITUNG
Chris Renk
MITWIRKENDE FOTOGRAF:INNEN
Mitglieder des Germany Chapter der Royal Photographic Society
REDAKTION UND TEXTE
Chris Renk
unter Mitwirkung der teilnehmenden Fotograf:innen
GESTALTUNG UND SATZ
Chris Renk mit Adobe InDesign
TITELBILD
Fotografie: Chris Renk
ERSCHEINUNGSJAHR
2026
COPYRIGHT
© 2026 Royal Photographic Society –Germany Chapter sowie die jeweiligen Fotograf:innen.
Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil dieses Katalogs darf ohne vorherige schriftliche Genehmigung des Herausgebers oder der jeweiligen Urheber:innen vervielfältigt, gespeichert oder in irgendeiner Form weiterverarbeitet werden.
KONTAKT
Chris Renk (Chapter Organiser) Germany Chapter der Royal Photographic Society
HINWEISE
Die Rechte an den abgebildeten Fotografien verbleiben bei den jeweiligen Urheberinnen und Urhebern.

Liebe Besucherinnen und Besucher, es ist mir eine große Freude, Sie im Namen des Germany Chapter der Royal Photographic Society zur Ausstellung MINIMALISM im Kunstverein Fröndenberg e.V. willkommen zu heißen.
Minimalismus in der Fotografie ist weit mehr als eine Frage der Reduktion. Er ist eine bewusste Haltung – eine Entscheidung, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und Überflüssiges wegzulassen. In einer Welt, die von visueller Reizüberflutung, schnellen Bildern und permanentem Informationsfluss geprägt ist, wird Reduktion zu einer Form der Klarheit.
Die Fotografie besitzt die besondere Kraft, mit einfachen Mitteln Tiefe zu erzeugen. Wenn wir Ballast abwerfen –überflüssige Elemente, überladene Kompositionen und laute Farben – entsteht Raum: für Form, Licht, Struktur und Stille. Minimalistische Fotografie lädt dazu ein, genauer hinzusehen. Sie verlangsamt den Blick und öffnet ihn für Nuancen, die im Alltag oft übersehen werden.
Diese Ausstellung zeigt Werke von Fotografinnen und Fotografen, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Prinzip des Weniger auseinandergesetzt haben. Ihre Bilder erzählen von Klarheit und Einfachheit, von Zurückhaltung und Präzision – und zugleich von einer großen poetischen Kraft.
Ob in der Landschaft, der Architektur, im Stillleben oder im Detail: Immer geht es darum, das Unwesentliche loszulassen, um dem Wesentlichen Ausdruck zu verleihen. Formen, Linien, Flächen und Zwischenräume treten in einen stillen Dialog miteinander. Oft entsteht daraus eine fast meditative Wirkung, die den Betrachter dazu einlädt, sich selbst im Bild zu begegnen.
Als Kurator ist es mir wichtig, nicht nur ästhetisch überzeugende Arbeiten zu zeigen, sondern auch eine Vielfalt minimalistischer Positionen sichtbar zu machen. Minimalismus ist kein starres Regelwerk, sondern ein offener Denkraum. Er kann lautlos und subtil sein, aber auch radikal und provokant. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Elemente im Bild, sondern die Intensität, mit der sie wirken.
Die Mitglieder des Germany Chapter der Royal Photographic Society kommen aus unterschiedlichen fotografischen Disziplinen und kulturellen Hintergründen. Was sie verbindet, ist die Leidenschaft für das Bild und die Suche nach einer eigenen, authentischen Ausdrucksform.
Mit MINIMALISM möchten wir einen Beitrag zu diesem zeitlosen Dialog leisten und zugleich zeigen, wie aktuell und relevant Reduktion heute ist. Sie ist kein Verzicht, sondern eine Einladung zu bewussterem Sehen, zu tieferem Verstehen und zu einer Welt, in der weniger oft mehr bedeutet.
Ich wünsche Ihnen viel Freude und inspirierende Entdeckungen bei Ihrem Rundgang durch die Ausstellung.
Herzlichst
Chris Renk Vorsitzender
RPS Germany Chapter

KURATORISCHER ESSAY VON CHRIS RENK
Minimalismus ist nicht einfach ein Stil. Er ist eine Form des Sehens.
In der Fotografie bedeutet Minimalismus, Entscheidungen zu treffen: Was ist wesentlich? Was kann weggelassen werden? Welche Elemente tragen tatsächlich zur Aussage eines Bildes bei, und welche lenken lediglich davon ab?
Diese Fragen stehen im Zentrum einer fotografischen Haltung, die nicht auf Vereinfachung um ihrer selbst willen zielt, sondern auf Konzentration.
Der minimalistische Ansatz führt zu Bildern, die auf den ersten Blick still und zurückhaltend wirken. Gerade diese
Zurückhaltung eröffnet jedoch eine besondere Intensität. Wo visuelle Überfülle fehlt, gewinnen Linien, Flächen, Farben, Strukturen und Proportionen an Bedeutung. Negative Räume werden zu aktiven Bestandteilen der Komposition. Licht definiert Form, und kleine Verschiebungen im Verhältnis der Elemente erzeugen Spannung und Rhythmus.
Minimalistische Fotografie verlangt ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Sie setzt voraus, dass Fotografierende nicht nur Motive erkennen, sondern Beziehungen zwischen Formen, Kontrasten und Leerstellen wahrnehmen. Oft sind es unscheinbare Szenen – eine einzelne Wand, ein Schatten, ein Horizont, ein isoliertes Objekt –, die in ihrer Reduktion eine unerwartete Ausdruckskraft entfalten.
Die in dieser Ausstellung versammelten Arbeiten zeigen, wie vielfältig Minimalismus interpretiert werden kann. Manche Bilder arbeiten mit grafischer Strenge und klaren geometrischen Strukturen. Andere setzen auf subtile Farbnuancen, atmosphärische Leere oder poetische Andeutungen. Einige Fotografien wirken beinahe abstrakt, andere bleiben gegenständlich und verankert in der beobachtbaren Welt. Gemeinsam ist ihnen das bewusste Weglassen und die Konzentration auf das, was für die Bildwirkung entscheidend ist.
Minimalismus ist dabei keineswegs gleichbedeutend mit Einfachheit. Hinter scheinbar reduzierten Bildern steht häufig ein komplexer Prozess des Sehens, Auswählens und Gestaltens. Jedes Element muss seinen Platz rechtfertigen. Jede Linie, jede Farbe, jede Fläche trägt zur Gesamtwirkung bei. Was übrig bleibt, besitzt umso größere Präzision.
In einer Zeit, in der Bilder in unüberschaubarer Menge produziert und konsumiert werden, bietet der Minimalismus einen Gegenentwurf.
Er fordert Entschleunigung – beim Fotografieren ebenso wie beim Betrachten. Er lädt dazu ein, genauer hinzusehen und den stillen Qualitäten eines Bildes Raum zu geben.
Die Fotografinnen und Fotografen des Germany Chapter der Royal Photographic Society nähern sich diesem
Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Ihre Arbeiten zeigen, dass Minimalismus keine feste Formel ist, sondern ein offener Ansatz, der sowohl formale Strenge als auch emotionale Tiefe zulässt.
Diese Ausstellung versteht Minimalismus als Einladung, mehr zu sehen, indem weniger gezeigt wird. Sie macht sichtbar, dass Reduktion nicht Verlust bedeutet, sondern Konzentration – und dass gerade in der Stille eines Bildes eine besondere Kraft entstehen kann.


Die Royal Photographic Society wurde im Jahr 1853 in London gegründet und zählt zu den ältesten und renommiertesten fotografischen Gesellschaften der Welt. Ihr ursprüngliches Ziel war es, die Kunst und Wissenschaft der Fotografie zu fördern – ein Anliegen, das bis heute unverändert besteht.
Seit ihrer Gründung begleitet die Society die Entwicklung der Fotografie von den frühen experimentellen Verfahren des 19. Jahrhunderts bis hin zu den vielfältigen Ausdrucksformen der Gegenwart. Sie versteht sich als internationale Gemeinschaft von Fotograf:innen, Bildschaffenden, Wissenschaftler:innen und Fotobegeisterten, die sich dem kreativen und technischen Potenzial des Mediums widmen.
Im Laufe ihrer Geschichte hat die Royal Photographic Society zahlreiche bedeutende Fotograf:innen unterstützt und ausgezeichnet. Zu ihren Mitgliedern gehörten Persönlichkeiten wie Julia Margaret Cameron, Ansel Adams und Cecil Beaton. Mit ihrem international anerkannten Distinktionsprogramm – darunter LRPS, ARPS und FRPS – setzt die Society bis heute Maßstäbe für fotografische Exzellenz.
Neben Ausstellungen, Publikationen, Workshops und Bildungsprogrammen engagiert sich die Society für die Vermittlung fotografischer Kultur sowie für die Förderung neuer Talente. Ihre umfangreiche Sammlung historischer Fotografien und Archive ist ein bedeutender Beitrag zum visuellen Erbe der Fotografie.
Heute verbindet die Royal Photographic Society Mitglieder in vielen Ländern der Welt. Sie schafft Räume für Austausch, Weiterbildung und Inspiration und unterstützt Fotograf:innen dabei, ihre individuelle Bildsprache weiterzuentwickeln.
Mit ihrer über 170-jährigen Geschichte steht die Royal Photographic Society für Kontinuität, Innovation und höchste Qualitätsansprüche. Sie ist zugleich Traditionsinstitution und lebendige Plattform für zeitgenössische Fotografie.
Das Germany Chapter der Royal Photographic Society bringt Fotograf:innen aus ganz Deutschland sowie aus angrenzenden Regionen zusammen, die sich der kreativen und persönlichen Weiterentwicklung in der Fotografie widmen.
Als Teil des internationalen Netzwerks der Royal Photographic Society fördert das Chapter den fachlichen Austausch, die gegenseitige Inspiration und die Zusammenarbeit über fotografische Genres und Erfahrungsstufen hinweg.
Mitglieder beschäftigen sich mit den unterschiedlichsten Bereichen der Fotografie – von Landschaft, Architektur und Porträt bis hin zu konzeptionellen und experimentellen Arbeiten.
Regelmäßige Online-Meetings, persönliche Treffen, Workshops, Vorträge und gemeinsame Projekte bieten vielfältige Möglichkeiten, über fotografische Ideen zu diskutieren und voneinander zu lernen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf langfristigen Gemeinschaftsprojekten und Ausstellungen, die die kreative Vielfalt des Chapters sichtbar machen.
Das Ausstellungsprojekt MINIMALISM ist ein Beispiel für diese kollektive Arbeitsweise. Die teilnehmenden Fotografinnen und Fotografen interpretieren das Thema aus individuellen Perspektiven und zeigen, wie facettenreich sich die fotografische Reduktion gestalten lässt.
Das Germany Chapter versteht sich als offene und engagierte Gemeinschaft, die sowohl erfahrene Fotograf:innen als auch neue Mitglieder willkommen heißt. Im Mittelpunkt stehen die Freude an der Fotografie, die kontinuierliche Weiterentwicklung und der Austausch innerhalb einer internationalen fotografischen Kultur.
Der Ausstellungsraum als bewusste Lehrstelle – eine Choreographie der Stille, des Lichts und der Prespektive.
Der Kunstverein Fröndenberg e.V. befindet sich in einer profanierten Kirche, deren besondere Architektur dem Ausstellungsprojekt MINIMALISM einen außergewöhnlichen Rahmen verleiht. Hohe Gewölbe, klare Sichtachsen und die stille Atmosphäre des historischen Raumes schaffen einen Ort, an dem Fotografie mit besonderer Intensität erlebt werden kann.
Die Verbindung von sakral geprägter Architektur und zeitgenössischer Fotografie eröffnet in der Kunstkirche Warmen einen spannungsvollen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die reduzierte Gestaltung des Innenraums lenkt den Blick auf Licht, Proportion und Struktur – jene Elemente, die auch im Zentrum minimalistischer Fotografie stehen.
Natürliches Licht, großzügige Wandflächen und die offene Raumwirkung fördern eine konzentrierte Betrachtung der ausgestellten Arbeiten. Jede Fotografie erhält Raum zur Entfaltung und wird zugleich Teil eines größeren visuellen Zusammenhangs. Die Architektur bleibt dabei bewusst zurückhaltend und bildet eine stille Bühne für die präsentierten Werke.
Der Rundgang durch die Ausstellung folgt dem Rhythmus der Kunstkirche Warmen und schafft Momente des Innehaltens, der Distanz und der Annäherung. Zwischen den einzelnen Arbeiten entstehen bewusste Zwischenräume, die den Blick entschleunigen und die Wahrnehmung schärfen.
So wird der Ausstellungsraum selbst zu einem wesentlichen Bestandteil des kuratorischen Konzepts. Er verkörpert jene Qualitäten von Ruhe, Klarheit und Konzentration, die auch den ausgestellten Fotografien zugrunde liegen. In der Kunstkirche Warmen begegnen sich Architektur und Fotografie in einer Weise, die den Gedanken des Minimalismus auf eindrucksvolle Weise erfahrbar macht.






Siebzehn Fotografinnen und Fotografen des Germany Chapter der Royal Photographic Society interpretieren das Thema Minimalismus auf sehr unterschiedliche Weise.
Ihre Arbeiten reichen von abstrakten Studien aus Licht und Schatten über architektonische Strukturen und reduzierte Landschaften bis hin zu stillen Beobachtungen des Alltags.
Gemeinsam zeigen sie, wie durch bewusste Reduktion Klarheit entsteht und wie im Weniger das Wesentliche sichtbar wird.
01 - 17
ALLTAGSKULTUR IN LICHT UND SCHATTEN
Licht und Schatten in alltäglichen Gegenständen hält Andreas Pfeiffer in seinen Fotografien fest. Objekte, denen der Betrachter im Vorbeigehen begegnet. Treppenaufgänge, Geländer, Be-tondetails und Gebrauchsgegenstände werden zu präzisen Kompositionen, in denen Linien, Flächen und Perspektiven eine visuelle Ordnung schaffen.
Gezielte Farbakzente und der Wechsel zwischen Farbe und Schwarzweiß verstärken die grafi-sche Wirkung der Serie.
Seine Arbeiten zeigen, wie sich Minimalismus im Alltäglichen entdecken lässt und wie durch Reduktion und Stille konzentrierte Bilder von formaler Klarheit entstehen.
AUSGESTELLTE WERKE
01 Nádraží, Tschechien 02 Übernacht, Essen, Deutschland 03 Rhein, Köln, Deutschland 04 Spielplatz, Backnang, Deutschland 05 Metropol, Stuttgart, Deutschland
06 Straßenrand, Backnang, Deutschland






LICHT, SCHATTEN UND MENSCHLICHE SPUREN
Anna Lisa Lohmann richtet ihren Blick auf urbane Räume, in denen Licht, Schatten und menschliche Präsenz zu präzisen
Bildkompositionen verschmelzen. Treppen, Geländer und architektonische Strukturen werden durch markante
Kontraste und gezielte gelbe Farbakzente zu grafisch klaren Studien verdichtet. Menschen erscheinen als Silhouetten oder flüchtige Spuren und verleihen den Fotografien eine subtile erzählerische Dimension.
Ihre Arbeiten machen sichtbar, wie Minimalismus aus dem bewussten Zusammenspiel von Raum, Bewegung und Licht entsteht.
AUSGESTELLTE WERKE






STRUKTUREN, RHYTHMEN UND STILLE ABSTRAKTION
Bernhard Lücke entdeckt Minimalismus in architektonischen Details, organischen Oberflächen und sorgfältig beobachteten Alltagsmotiven. Spiralen, Kreisformen, Texturen und Lichtsituationen werden zu präzisen Kompositionen, in denen Rhythmus, Wiederholung und Reduktion eine zentrale Rolle spielen.
Die ausgewählten Fotografien bewegen sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion und zeichnen sich durch eine ruhige, konzentrierte Bildsprache aus. Seine Arbeiten zeigen, wie im Zusammenspiel von Struktur, Form und Licht eine stille, eindrucksvolle Klarheit entsteht.
AUSGESTELLTE WERKE
01 Konvergenz, Berlin, Deutschland
Vergänglichkeit, Berlin, Deutschland
Gefangene Weite, Nordsee, Deutschland 04 Verhüllte Schwelle, Berlin, Deutschland
Köpfe, Berlin, Deutschland
06 Namensraum, Berlin, Deutschland


02 Vergänglichkeit




Chris Renk konzentriert sich in seinen Fotografien auf die grafische Kraft zeitgenössischer Architektur. Kuppeln, Türme, Dachkonstruktionen und Lichtinstallationen werden zu präzisen Kompositionen, in denen Kreis, Quadrat und Linie eine klare visuelle Ordnung bilden. Die überwiegend monochrome Gestaltung und die dramatische Lichtführung verleihen den Bildern eine skulpturale Präsenz.
Seine Arbeiten zeigen, wie Minimalismus in monumentalen Bauformen sichtbar wird und wie Architektur durch Reduktion zu abstrakter, zeitloser Bildsprache werden kann.
AUSGESTELLTE WERKE
Lichtinstallation U-Bahn Gern, München, Deutschland
Sonnenuhrenhof U-Bahn Messestadt-Ost, München, Deutschland
Nokia Networks Munich Office, München, Deutschland
06 Berliner Fernsehturm, Berlin, Deutschland






HORIZONT, LEERE UND KRAFTVOLLE FARBFLÄCHEN
Christopher Wills verinnerlicht in seinen Fotografien, wie Minimalismus sowohl in der Natur als auch in abstrakten Farbkompositionen Ausdruck finden kann. Horizontlinien, weite Schneeflächen und intensive Farbkontraste werden auf wenige, präzise gesetzte Elemente reduziert. Meer, Himmel, Schnee und Architektur erscheinen als klare Flächen von großer Ruhe und visueller Kraft.
Seine Arbeiten verbinden meditative Stille mit leuchtender Farbigkeit und machen sichtbar, wie Reduktion zu einer ebenso einfachen wie eindrucksvollen Bildsprache werden kann.
AUSGESTELLTE WERKE

01 Strand in Dorset, Dorset, England
02 Unter Schnee begraben, Schwarzwald, Deutschland
03 Doshi Garten Refugium, Vitra, Weil am Rhein, Deutschland


REDUKTION AUF FARBE, FORM UND STILLE
Eberhard Potempa zeigt in seinen Fotografien, wie sich Minimalismus durch klare Formen, reduzierte Farbflächen und eine sorgfältige Balance zwischen Struktur und Leere ausdrücken lässt.
Fenster, Bojen, Architekturdetails und alltägliche Objekte werden zu ruhigen Kompositionen von großer Präzision. Kräftige Blau-, Rot- und Ockertöne setzen gezielte Akzente und verleihen den Bildern eine poetische Klarheit. Seine Arbeiten strahlen Stille und Konzentration aus und laden dazu ein, die Schönheit des Einfachen neu zu entdecken.
AUSGESTELLTE WERKE
01 Ein Fenster genügt, Bergen, Norwegen
02 Stille Koordinate, Baldenaysee (Essen), Deutschland
03 Am Rand der Ruhe, Albenga (Riviera), Italien
04 Rhythmus der Ziege, San Cristobal de la Laguna, Teneriffa, Spanien
05 Mittagsschatten, Santa Cruz, Teneriffa, Spanien
06 Bruchlinie, Santa Cruz de la Palma, La Palma, Spanien






LICHT, KÖRPER UND KONZENTRIERTE STILLE
Gerald Gezett reduziert in seiner Fotografie Körper, Licht und Raum auf eine eindringliche, fast skulpturale Komposition. Der menschliche Akt erscheint aus tiefem Schwarz heraus modelliert; eine einzelne Lichtquelle formt Konturen, Schatten und Spannungen mit großer Präzision. Die zurückhaltende Pose und die klare Lichtführung verleihen dem Bild eine meditative Ruhe.
Seine Arbeit zeigt, wie Minimalismus durch bewusste Reduktion eine intensive emotionale und ästhetische Präsenz entfalten kann.
AUSGESTELLTE WERKE

ARCHITEKTUREN DER RESONANZ
Inessa Morisot untersucht in ihrer Serie die Wechselwirkung von Licht, Schatten und architektonischem Raum. Wände, Kanten und Öffnungen lösen sich in abstrakte Kompositionen auf, in denen Fläche, Tiefe und Dunkelheit in ein sensibles Gleichgewicht treten.
Die konsequente Reduktion auf Schwarzweiß verstärkt die meditative Wirkung der Bilder. Inspiriert vom japanischen Konzept des Ma – dem bedeutungsvollen Zwischenraum –entstehen Fotografien, in denen Architektur nicht dargestellt, sondern als unmittelbare Wahrnehmung erfahrbar wird.
AUSGESTELLTE WERKE






Jonathan C.K. Webb zeigt in seinen Fotografien, wie Minimalismus durch die Beziehung zwischen Mensch, Raum und Maßstab entsteht. Aus der Vogelperspektive werden einzelne Figuren zu kleinen Akzenten in weitläufigen Flächen aus Sand, Wasser und Beton. Lange Schatten und klare horizontale Strukturen verleihen den Bildern eine starke grafische Wirkung.
Seine Arbeiten verbinden Abstraktion und Beobachtung und machen sichtbar, wie sich Bewegung, Isolation und Weite zu stillen, präzise komponierten Bildwelten verdichten.
AUSGESTELLTE WERKE
Der Hund, Grafschaft Lancashire, England
Der Spaziergang, Grafschaft Lancashire, England 05 Der Gassigang, Grafschaft Lancashire, England


Spaziergang



LINIEN DER NATUR
Martin Gerling konzentriert sich in seiner Serie auf die elementare Form des Astes. Vor tiefschwarzem Hintergrund werden Zweige, Flechten und erste Knospen zu reduzierten Linienzeichnungen von großer Präzision. Kleine Variationen in Struktur, Krümmung und Wachstum verleihen jedem Bild eine eigene Spannung, während die konsequente Gestaltung eine bemerkenswerte formale Geschlossenheit erzeugt.
Seine Arbeiten zeigen, wie Minimalismus in der Natur verborgen liegt und wie selbst unscheinbare Details zu stillen, grafisch kraftvollen Kompositionen werden.

01 Baumgeflüster 1





LICHT, FORM UND PRÄZISE REDUKTION
Michael Tobias verdeutlicht in seinen Fotografien, wie unterschiedlich Minimalismus interpretiert werden kann. Architektur, Landschaft, Stillleben und industrielle Motive werden auf ihre wesentlichen Formen reduziert und zu klaren, sorgfältig komponierten Bildern verdichtet.
Kontraste zwischen Schwarzweiß und Farbe, Licht und Dunkelheit sowie grafischer Strenge und atmosphärischer Tiefe verleihen der Serie eine besondere Spannung. Seine Arbeiten verbinden technische Präzision mit ästhetischer Klarheit und machen sichtbar, wie Reduktion zu einer eindrucksvollen visuellen Sprache wird.
AUSGESTELLTE WERKE
01 Die Welle, Berlin, Deutschland
02 Am Rand der Stille, Juelsminde, Dänemark
03 Vakuum Vinum, Solingen, Deutschland
04 Flächen, Linien und Licht, Gütersloh, Deutschland
05 Træskohage Fyr, Stouby, Dänemark
06 Notlicht, Kall, Deutschland


Am Rand der Stille




LICHT, RHYTHMUS UND REDUZIERTE PRÄSENZ
Paul Joyce fokusiert sich in seinen Fotografien auf die Wechselwirkung von Licht, Struktur und Raum. Architektonische Linien, grafische Schatten und rhythmische Muster werden zu klar komponierten Bildflächen von großer Präzision.
Eine einzelne Figur in einem nahezu weißen Raum setzt einen markanten Akzent und verdeutlicht die Kraft von Maßstab und Leere. Der Kontrast zwischen strenger Geometrie und reduzierter menschlicher Präsenz verleiht der Serie eine ruhige, zugleich eindrucksvolle visuelle Spannung.
AUSGESTELLTE WERKE
01 Parking space, München, Deutschland
02 Summer Shadows, München, Deutschland
03 Lady In Red, München, Deutschland
04 Zebra, München, Deutschland




FORM, SYMBOL UND STILLE BEOBACHTUNG
Robert Driscoll erkundet in seinen Fotografien abstrakte Formen, natürliche Strukturen und verbindet sie mit sorgfältig beobachtete Details des Alltags. Ein geometrisches Objekt, architektonische Elemente, reduzierte Landschaften und symbolhafte Motive werden zu klar komponierten Bildern von großer Ruhe und Präzision.
Die Serie bewegt sich zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion und zeigt, wie Minimalismus sowohl in der Natur als auch in gestalteten Formen sichtbar wird. Seine Arbeiten laden dazu ein, im Einfachen Bedeutung, Balance und poetische Konzentration zu entdecken.
AUSGESTELLTE WERKE
01 Atelier-Schild, Michelstadt, Deutschland
02 Fenster, Darmstadt, Deutschland
03 Friedlicher Hafen, Gernsheim, Deutschland
04 Hochwasser am Bruchsee, Heppenheim, Deutschland
05 Platane auf der Mathildenhöhe, Darmstadt, Deutschland
06 Schild, Miltenberg, Deutschland

01 Atelier-Schild





FARBE, STRUKTUR UND GRAFISCHE PRÄZISION
Siegfried Rubbert reduziert architektonische Details und alltägliche Oberflächen auf klare Kompositionen aus Farbe, Form und Struktur. Türen, Fassaden, Schatten und abstrakte Reflexionen werden zu grafischen Studien von großer Präzision. Kräftige Farbflächen treffen auf feine Texturen und geometrische Ordnungen, die den Bildern eine ruhige, zugleich spannungsvolle Präsenz verleihen.
Seine Fotografien zeigen, wie Minimalismus durch genaue Beobachtung entsteht und wie selbst unscheinbare Details zu eigenständigen, visuell kraftvollen Bildkompositionen werden.
AUSGESTELLTE WERKE
01 Pink and Yellow, Burano, Italien
02 Blue, White and Brown, Burano, Italien
03 Brown, Rosa and White, Burano, Italien
04 Orange and Blue-Green, Burano, Italien
05 Beam of Light, Berlin, Deutschland
06 The Black Square, Bremerhaven, Deutschland






Stefan Löffler inszeniert Architektur, Licht und menschliche Figuren in atmosphärisch dichten Kompositionen. Weite Räume, klare Linien und sorgfältig platzierte Personen erzeugen eine stille Spannung zwischen Maßstab, Bewegung und Leere. Der Wechsel zwischen Schwarzweiß und zurückhaltender Farbigkeit verstärkt die kontemplative Wirkung der Serie.
Seine Fotografien zeigen, wie Minimalismus durch Reduktion und präzise Komposition eine starke erzählerische Kraft entfalten kann.






LINIEN, STRUKTUREN UND ATMOSPHÄRISCHE WEITE
Ute Gerling verbindet in ihren Fotografien architektonische Strukturen mit stillen Landschaften und reduziert beide auf ihre wesentlichen Formen. Geometrische Fassaden, feine Linien und rhythmische Muster stehen im Dialog mit nebelverhangenen Szenerien von großer Ruhe.
Klare Kontraste zwischen grafischer Präzision und atmosphärischer Weite verleihen der Serie eine besondere Spannung. Ihre Arbeiten zeigen, wie Minimalismus sowohl in strenger Struktur als auch in der stillen Offenheit von Landschaft seinen Ausdruck finden kann.
AUSGESTELLTE WERKE






ARCHITEKTUR ALS KOMPOSITION AUS LICHT UND FORM
Walter Schmitt widmet sich in seinen Fotografien der reduzierten Sprache moderner Architektur. Fassaden, Treppenräume und geschwungene Wandflächen werden zu klaren Kompositionen aus Linie, Fläche und Licht.
Die zurückhaltende Farbigkeit aus Weiß- und Blautönen sowie die konsequente Reduktion auf geometrische Formen verleihen den Bildern eine ruhige, beinahe skulpturale Präsenz. Seine Arbeiten zeigen, wie Architektur durch präzise Beobachtung zu abstrakten Bildwelten von großer Eleganz und Klarheit wird.
AUSGESTELLTE WERKE
01 Verlorene Perspektive, Rotterdam, Niederlande


03 Betonwellen, Düsseldorf, Deutschland
04 Schattenspiel II, Santorini, Griechenland
05 Schattenspiel I, Bilbao, Spanien
06 Strenge Symmetrie, Neuss, Deutschland




Diese Ausstellung wäre ohne das Engagement vieler Menschen nicht möglich gewesen.
Unser besonderer Dank gilt allen teilnehmenden Fotografinnen und Fotografen des Germany Chapter der Royal Photographic Society für ihre kreativen Beiträge und ihre intensive Auseinandersetzung mit dem Thema MINIMALISM.
Wir danken dem Kunstverein Fröndenberg e.V. herzlich für die Gastfreundschaft, die professionelle Unterstützung sowie für die Übernahme des Galeriedienstes während der gesamten Ausstellungsdauer.
Ebenso danken wir dem Kunstverein für die Organisation des Drucks der Ausstellungsplakate und für die Möglichkeit, diese Ausstellung in der besonderen Atmosphäre der Kunstkirche zu präsentieren.
Ein besonderer Dank gilt Ute Gerling und Martin Gerling. Durch ihr persönliches Engagement und ihre enge Verbindung zwischen dem Kunstverein Fröndenberg und dem Germany Chapter der Royal Photographic Society haben sie maßgeblich dazu beigetragen, diese außergewöhnliche Ausstellungsstätte für unser Projekt zu erschließen.
Ebenso danken wir Dieter van Riel, 2. Vorsitzender und Ausstellungskoordinator des Kunstvereins Fröndenberg, für seine Unterstützung und Begleitung bei der Realisierung dieser Ausstellung.
Darüber hinaus danken wir allen Mitgliedern des Germany Chapter und des Kunstvereins, die den Auf- und Abbau der Ausstellung mit großem Einsatz unterstützt haben.
Unser Dank gilt schließlich allen Besucherinnen und Besuchern, deren Interesse und Begeisterung diese Ausstellung lebendig werden lassen.
