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Evangelisation im Alltag Ein Bibelkurs
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Impressum Falls nicht anders angegeben, sind die Bibelstellen zitiert nach der Revidierten Elberfelder Übersetzung 2006. Copyright SCM R. Brockhaus im SCM-Verlag GmbH & Co. KG, Witten. Pippert, Rebecca Manley / Siemens, Ruth Evangelisation im Alltag Ein Bibelkurs Originally published in English under the title: Evangelism a LifeGuide Bible Study by Rebecca Manley Pippert and Ruth Siemens. Copyright ©2000 by Rebecca Manley Pippert and Ruth Siemens, Published by InterVarsity Press, P. O. Box 1400 Downers Grove, IL 60515, USA. www.ivpress.com. All rights reserved. Ursprünglich auf Englisch veröffentlicht unter dem Titel: Evangelism a LifeGuide Bible Study von Rebecca Manley Pippert und Ruth Siemens. Copyright ©2000 von Rebecca Manley Pippert und Ruth Siemens, herausgegeben von InterVarsity Press, P. O. Box 1400 Downers Grove, IL 60515, USA. www.ivpress.com. Alle Rechte vorbehalten. 1. Auflage ISBN 978-3-95790-106-4 © 2025 rigatio Stiftung gGmbH Carl-Benz-Straße 2 57299 Burbach info@rigatio.com Übersetzung, Umschlag und Gestaltung: rigatio Bildernachweise:
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Inhalt
Einleitung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Lektion 1 Warum die gute Nachricht verbreiten? Lukas 15,1-2.11-32 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Lektion 2 Ein Leben, das redet Kolosser 3,5–4,6. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Lektion 3 Das Interesse anderer wecken Johannes 4,4-30. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Lektion 4 Die gute Nachricht Apostelgeschichte 10,23-48. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Lektion 5 Kreative Kommunikation Lukas 10,25-37 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Lektion 6 Ein merkwürdiger Suchender Lukas 19,1-11. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Lektion 7 Bedingungen der Nachfolge Lukas 14,25-35 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Lektion 8 Freundschaftsevangelisation Johannes 1,35-51. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Lektion 9 Mit Fremden reden Apostelgeschichte 8,26-40. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Lektion 10 Interkulturelle Evangelisation Apostelgeschichte 17,16-34. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Lektion 11 Ausgewogene Erwartungen Markus 4,1-25 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Lektion 12 Widerstand erfahren Apostelgeschichte 4,1-31. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
Anhang Die Römische Straße . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
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Einleitung Eines Tages saß ich während eines Fluges neben einem Professor, der auf mich einen ziemlich intellektuellen Eindruck machte. Es ergab sich ein angeregtes Gespräch, während dem ich mir fest vornahm, ihm von meinem Glauben zu erzählen – zum passenden Zeitpunkt. Aber unerwartet fragte er mich nach meinem Beruf. Ich sagte: „Ich bin im christlichen Dienst.“ Es ist eine Sache, Christ zu sein. Etwas anderes ist es, das „beruflich“ zu machen. Auf seinem Gesicht sah ich Anzeichen von Verblüffung. Er schien zu denken: Seltsam, sie sieht eigentlich normal aus. Augenblicklich änderte sich sein Verhalten, und er war sichtlich bemüht, passende Worte für einen „christlichen Menschentyp“ zu finden. Er fragte mit leichter Herablassung: „Bei welcher Organisation arbeiten Sie?“ „Bei einem Missionswerk, das unter Studenten arbeitet“, antwortete ich. Er sah etwas perplex aus. „Stimmt irgendetwas nicht?“, fragte ich ihn. „Oh, nein, alles in Ordnung“, erwiderte er: „Es ist nur … Lohnt sich eine solche Arbeit heute noch.“ Etwas nachdenklich sagte ich: „Ob sich meine Arbeit lohnt. Ich würde lieber sagen, dass sie sehr faszinierend ist.“ Als würde er beinahe mit sich selbst reden, fragte er: „Faszinierend? Wie das denn?“ Ich antwortete: „Weil ich mit Studenten arbeite. Immer wieder sind wir mit den Fragen konfrontiert ‚Wie können wir wissen, dass irgendetwas wahr ist? Wie können wir sichergehen, dass wir unserer kleinen Welt nicht nur das Etikett ‚Wirklichkeit‘ verpassen? Gibt es eine Grundlage für unseren Glauben oder ist es nur Wunschdenken?‘“ Darauf erwiderte er: „Sie werden es nicht glauben, aber diese Fragen sind mir auch schon durch den Kopf gegangen. Also gut: Welche Art von Beweisen haben Sie?“ Dann sprachen wir über die Beweise für den christlichen Glauben. Daraufhin meinte er: „Wissen Sie, außer den Beweisen hat mich in diesem Gespräch am meisten
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Evangelisation im Alltag beeindruckt, dass Sie ein sehr hoffnungsvoller Mensch sind und nicht irgendwie verzagt wirken. Wie kommt das?“ Dann konnte ich ihm während der letzten fünf Minuten vor unserer Landung erzählen, dass Jesus Christus die Ursache dafür ist. Meine Erfahrung mit dem Professor war völlig verschieden von meinen ersten unbeholfenen Versuchen, das Evangelium weiterzugeben. Damals verbrachte ich ein Auslandssemester in Spanien. Ich wusste, dass Gott mich berufen hatte, sein Zeuge zu sein. Aber die ersten Monate ließ ich es zu, dass mir meine Befürchtungen und Unsicherheiten Angst einjagten – hinzu kam mein Unbehagen, Christus in einer fremden Kultur und Sprache zu bezeugen. Als ich z. B. eines Tages Stille Zeit machte und in der Bibel las, kam eine Freundin, die immer etwas spöttisch war, unerwartet ins Zimmer und fragte: „Was liest du?“ Ich war ziemlich sicher, dass sie mich für religiös überspannt halten würde – nicht nur weil ich in der Bibel las, sondern das sogar an einem ganz gewöhnlichen Wochentag. Also ließ ich meine Bibel schnell unter anderen Büchern verschwinden und versuchte so entspannt wie möglich zu wirken. „Och, nichts wirklich.“ „Klar hast du gelesen. Was denn?“ „Nicht viel“, antwortete ich. „Becky, was hast du gelesen?“, wollte sie wissen. „Na gut, die Bibel“, sagte ich. Dabei versuchte ich, so normal wie möglich zu wirken. Mit der Zeit wurde mir klar, dass wir berufen sind, unseren Glauben zu zeigen, und nicht ihn anderen überzustülpen oder ihn zu verstecken. Als ich die Evangelien las und sah, wie feinfühlig Jesus mit Menschen umging, war das sehr befreiend für mich. Es ist eine lange Geschichte, aber Gott gab mir ein Mittel gegen meine Ängste und Schüchternheit beim Weitergeben des Glaubens. Nach einiger Zeit verließ ich Spanien wieder. Gott gebrauchte einen evangelistischen Bibelkurs, den ich mit fünf Ungläubigen machte (darunter eine bekennende Atheistin und eine Marxistin). Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich es noch nie erlebt, dass sich jemand bekehrte. Heute bin ich die Patentante des Kindes einer ehemaligen Atheistin. Hätte man mich damals gefragt, ob eine der fünf Studentinnen offen fürs Evangelium ist, hätte ich laut gelacht. Aber ich kannte weder ihre Herzen noch die Kraft des Geistes Gottes, ihre Herzen zu durchdringen.
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Seit dieser Erfahrung in Spanien durfte ich sehen, wie viele Menschen ihr Leben Gott übergeben haben und verändert wurden. Und dieses Wunder der Bekehrung bewegt mich immer wieder. Was kann ein größeres Wunder sein, als zu sehen, wie ein ehemals in Sünden toter Mensch neues Leben in Gott bekommt? Noch verwunderlicher ist es, dass Gott uns einlädt, Teil dieses Prozesses zu sein. Wir haben nicht nur das Vorrecht, Gottes Botschaft weiterzugeben. Wir haben sogar das großartige Privileg, zu einer Antwort darauf einzuladen. Wegen der ungeheuren Tragweite dieses Vorrechts haben wir diesen Bibelkurs geschrieben. Wie kommen wir an den Punkt, mit unseren Freunden oder mit Fremden über Jesus Christus zu sprechen? Wie können wir unsere Ängste und Unsicherheiten bei der Evangelisation überwinden? Wie bekommen wir den Mut und den zuversichtlichen Glauben, den wir brauchen? In diesem Kurs wollen wir diese Fragen beantworten. Der Kurs besteht aus zwölf Lektionen, in denen wir in der Bibel Beispiele aus dem Leben Jesu und der frühen Gemeinde ansehen. Sie lehren uns, wie man das Evangelium klar und kreativ weitergibt. Ich habe diesen Kurs mit Ruth Siemens geschrieben; sie war in Spanien meine Mitbewohnerin. Ruth hat mir dabei geholfen, meine ersten Ängste bei der Weitergabe meines Glaubens an Jesus Christus zu überwinden. Mit viel Weisheit, Ermutigung und Geduld half sie mir zu verstehen, dass Evangelisation ein Lebensstil ist.
Hinweise für das Einzelstudium 1. Bete zu Beginn, dass Gott durch sein Wort zu dir spricht. 2. Lies die Einführung zu jeder Lektion, und beschäftige dich mit der Aufgabe unter Gruppengespräch und Persönliche Gedanken. Dadurch sollst du dich auf Gott ausrichten und zum Thema der Lektion hingeführt werden. 3. Jede Lektion behandelt einen besonderen Abschnitt aus der Heiligen Schrift. Die einleitenden Texte beziehen sich auf diese Verse. Lies zuerst den Abschnitt, der studiert werden soll. Den Fragen liegt der Text der revidierten Elberfelder Bibel zugrunde. Du kannst aber auch mit jeder anderen Bibelübersetzung arbeiten. 4. Dies ist ein induktives Bibelstudium. Es hat den Zweck, dass du selbst entdeckst, was die Heilige Schrift sagt. Das Studium enthält drei Arten von Fragen. Beobachtungsfragen, die sich auf die grundlegenden Fakten beziehen: Wer, was, wann, wo und wie? Dann die Bedeutungsfragen, die untersuchen, was das
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Evangelisation im Alltag Bibelwort uns sagen will. Die Anwendungsfragen helfen dir, die praktischen Folgerungen des Textes für dein geistliches Wachstum umzusetzen. Diese drei Schlüssel öffnen die Schätze der Heiligen Schrift. Schreibe deine Antworten auf die vorgesehenen Schreiblinien oder in ein geeignetes Heft. Durch das Schreiben bekommst du mehr Klarheit und ein tieferes Verständnis für das Wort Gottes. 5. Es kann hilfreich sein, ein gutes Bibellexikon zu verwenden. Schlage darin unbekannte Wörter, Namen oder Orte nach. 6. Nutze die Gebetsvorschläge. Du wirst dadurch in den Dank für das Gelernte geführt. Außerdem denke im Gebet über die praktischen Anwendungen nach, die dir in den Sinn gekommen sind. 7. Vielleicht möchtest du auch mit den Vorschlägen unter Zur Vertiefung weitermachen. Du kannst diese Idee aber auch später nochmals zur Vertiefung aufgreifen.
Hinweise für Teilnehmer eines Gruppenstudiums 1. Komm vorbereitet zu den Treffen. Beachte die Hinweise für das Einzelstudium. Du wirst feststellen, dass eine sorgfältige Vorbereitung das Gruppentreffen ungemein bereichert. 2. Sei bereit, dich an der Diskussion zu beteiligen. Der Gruppenleiter wird keine Vorlesung halten. Stattdessen wird er die Teilnehmer der Gruppe ermutigen, das Gelernte zu diskutieren. Der Leiter wird die Fragen zugrunde legen, die du in diesem Heft findest. 3. Halte dich an das Diskussionsthema. Deine Antworten sollten auf den behandelten Versen basieren, und nicht auf den Aussagen anderer Autoritäten wie Kommentaren oder Bibellehrern. Die Lektionen konzentrieren sich auf einen besonderen Abschnitt der Heiligen Schrift. Nur selten sollte man auf andere Stellen der Bibel zurückgreifen. Das ermöglicht es jedem, unter gleichen Voraussetzungen an einem tiefgehenden Studium teilzunehmen. 4. Sei feinfühlig gegenüber den anderen Teilnehmern der Gruppe. Höre aufmerksam zu, wenn andere reden – du wirst über deren Erkenntnisse erstaunt sein! Bei vielen Fragen sind mehrere Antworten möglich. Oft gibt es keine „richtig“ oder „falsch“ Antworten, besonders wenn es um die Anwendung
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geht. Stattdessen soll uns die Fragen antreiben, den Text noch gründlicher zu erforschen. Wenn möglich, knüpfe mit deinen Aussagen an die Beiträge anderer an. Bekräftige die Aussagen anderer Teilnehmer – sofern das möglich ist. Das wird schüchterne Gruppenmitglieder ermutigen, sich auch einzubringen. 5. Achte darauf, dass du die Diskussion nicht dominierst. Wir sind manchmal so eifrig, unsere Gedanken mitzuteilen, dass wir anderen wenig Gelegenheit geben, sich zu äußern. Auf alle Fälle beteilige dich! Aber erlaube den anderen das auch. 6. Erwarte, dass Gott dich durch den diskutierten Abschnitt und die Gruppenteilnehmer lehrt. Bete, dass ihr eine gute und gewinnbringende Zeit zusammen habt. Aber auch, dass ihr als Ergebnis des Studiums Wege zur praktischen Umsetzung findet. 7. Bedenke, dass alle Äußerungen in der Gruppe vertraulich sind und nicht hinausgetragen werden sollten. Ausnahme: Es gibt die ausdrückliche Erlaubnis dazu. 8. Wenn du der Gruppenleiter bist, findest du zusätzliche Hilfen auf rigatio.com.
Diese Icons dienen zur Orientierung beim Bearbeiten des Kurses
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Gruppengespräch Persönliche Gedanken Zur Vertiefung Bibel lesen Gebet
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Lektion 1 Warum die gute Nachricht verbreiten? Lukas 15,1-2.11-32 Einmal sah ich eine Ballettaufführung des Stücks Der verlorene Sohn mit dem großen russischen Tänzer Mikhail Baryshnikov in der Hauptrolle. Der eindrücklichste Moment war, als Baryshnikov zum Vater zurückkehrte, um Vergebung zu erbitten. In der Schlussszene des Stücks, als der Vater den Sohn zärtlich in seine Arme schloss, ruhte der Kopf des Sohnes erschöpft und getröstet an der Brust des Vaters. Er war endlich zu Hause. Das allein zählte. Warum packt uns heute noch diese Geschichte, die strengen Juden vor 2000 Jahren erzählt wurde? Weil Jesus hier eines der tiefsten menschlichen Gefühle anspricht: Da ist ein Kind in äußersten Schwierigkeiten. Beziehungen in der Familie sind zerbrochen, Eltern trauern, es gibt gewaltige Sorgen. Wird das verlorene Kind seinen Weg nach Hause finden? Wird das verwundete Herz der Eltern geheilt? Wird das Kind wiederhergestellt!
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Kannst du dich daran erinnern, dass du schon einmal etwas sehr Wertvolles verloren hast? Wie hast du dich gefühlt? Hast du es wiedergefunden? Wenn ja, beschreib deine Gefühle.
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Wie siehst du Ungläubige, die ein kaputtes Leben führen – mit Mitgefühl oder mit einem kritischen, richtenden Geist?
Das Gleichnis vom verlorenen Sohn steht im Kontext dreier Gleichnisse, die Jesus erzählt. Das erste handelt vom verlorenen Schaf. Der Hirte lässt die 99 zurück, sucht und findet das Schaf und hat große Freude. Jesus sagt: „So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben“ (Lk 15,7). Gottes Wunsch, Sünder zu finden und zurückzubringen, geht weit über unser Verstehen. Dann erzählt Jesus von der Frau und der verlorenen Drachme. Mithilfe einer Lampe sucht sie gründlich, bis sie die Münze findet. Wir als Jünger sollten uns gründlich an der Suche nach Sündern beteiligen aus Liebe zum großen Hirten, dem wir dienen. Im Gleichnis vom verlorenen Sohn sehen wir ebenfalls das Thema der Suche nach Sündern. Es hilft uns, die richtige Motivation für die Weitergabe des Evangeliums zu verstehen.
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Lies Lukas 15,1-2.11-32.
1. Warum sah Jesus sich gedrängt, dieses Gleichnis zu erzählen? Und warum wählt er die Form eines Gleichnisses?
2. Das Erbe fiel normalerweise erst nach dem Tod des Vaters an die Söhne. Der jüngere bekam ein Drittel, der ältere den Rest (5Mo 21,17). Wie haben Jesu Zuhörer das Verhalten des Sohnes wohl empfunden (V. 11-12)?
Dieses Gleichnis hilft uns, die richtige Motivation für die Weitergabe des Evangeliums zu verstehen.
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Evangelisation im Alltag 3. Damals wurden die Kinder zum Gehorsam gegenüber dem Gesetz und zum Zusammenhalt in der Familie erzogen. Wie hätten die Pharisäer wohl auf die weiteren Eskapaden des Sohnes reagiert (V. 13)?
4. Inwiefern war die Tätigkeit des Jungen mit das Schlimmste, was man sich als Jude vorstellen konnte (V. 14-15)?
5. Das Verhalten des Jungen muss auf die Zuhörer abstoßend gewesen sein. Bei welcher Art Menschen fällt es dir schwer, Kontakt aufzubauen oder Mitleid zu empfinden?
6. Was hat den Jungen wohl in Sünde und Rebellion geführt?
7. Wie beschreibt Jesus das Wesen der Buße (V.17)?
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Auch wenn Buße letztendlich immer ein Geheimnis ist, welche Faktoren scheinen den Sohn beeinflusst zu haben?
8. Jesus fordert die Pharisäer mit dieser Geschichte absichtlich sehr heraus. Welche Reaktion des Vaters erwarteten die Zuhörer wohl?
9. Jesus gibt uns eine der schönsten Darstellungen des Vaters in der Heiligen Schrift. Schreibe alles auf, was der Vater macht (V. 20-24).
10. Gott liebt uns so sehr, dass die Buße eine völlige Wiederherstellung des alten Zustands mit sich bringt. Der Sohn gehört wieder zur Familie. Der Vater nimmt die Umkehr des Sohnes völlig an. Wie passt die radikale Gnade Gottes zu deiner Sicht von Gottes Haltung dir gegenüber?
11. Welches falsche Verständnis von Treue hatte der ältere Sohn, sodass er nicht zum Fest gehen wollte (V. 25-30)?
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Evangelisation im Alltag 12. Warum ist ein richtender, kritischer Geist so oft die „Krankheit der Hingegebenen“, wie das bei den Pharisäern der Fall war?
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13. Denke über die Freude des Vaters nach, als der Sohn zurückkehrt. Was kannst du tun, damit du auch gegenüber unangenehmen Menschen diese Haltung gewinnst?
Danke dem Herrn für die vielfältige Weise, wie er dir Gnade trotz deiner Sünde gezeigt hat. Bitte ihn um ein weites Herz, damit Mitgefühl und Liebe denen zufließt, die noch nicht zu Hause sind.
Zur Vertiefung
Danke Gott von ganzem Herzen für deine Errettung. Stell dir vor, wie im Himmel gefeiert wurde, als du zu Gott umgekehrt bist. Danke Gott für die Menschen, die er gebrauchte, um dich mit dem Evangelium zu erreichen.
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