

queerspace
Klaragasse
Magnus-Hirschfeld-Platz
Milkstraße
Luitpoltstraße


Wenn man über die queere Community nachdenkt, kommen zuerst viele außergewöhnliche Erscheinungen in den Kopf: Drag Queens und -Kings, extravagante Outfits, viel Glitzer und Regenbögen. Sobald man sich dieser Welt hingibt und sich näher mit ihr beschäftigt, wird man feststellen - es ist genau das - aber auch noch so viel mehr. Durch den Überbegriff Queer blendet man oftmals aus, dass es sich hierbei um Menschen handelt. Menschen, denen man wahrscheinlich sehr häufi g im Alltag begegnet. Selten fragen wir Andere nach der Sexualität oder dem gender. Wir gehen von einer heterosexuellen Cis-Person aus oder verlieren uns in Vorurteilen.
Die Lebensrealitäten von Queers ist nicht so leicht zu übersehen: Bereits in 2022 ist die registrierte Zahl der Angriffe gegen queere Menschen weiter angestiegen. Insgesamt 1.400 Straftaten wurden als Gewalt gegen Queer eingeordnet. Die Dunkelziffer ist vermutlich deutlich höher. Laut den Daten des Bundeskriminalamts und des Bundesinnenministeriums wurden im Jahr 2023 1.499 Fälle im Bereich “sexuelle Orientierung” und 854 Fälle im Bereich “geschlechtsbezogene Diversität” gemeldet Dies entspricht einem Anstieg der Vorfälle gegen lesbische, schwule, bisexuelle und queere Menschen um 49 % und gegen trans*, intergeschlechtliche und nicht-binäre Menschen um 105 %. Die meisten Vorfälle geschehen im öffentlichen oder nicht-privaten Raum. Architektur hat nicht die Macht, solche Taten zu verhindern, jedoch sozialpolitische Veränderung hervorzubringen. Durch Sichtbarkeit, Sicherheit und Teilhabe können die Wünsche und Anforderungen queere Personen erkannt, sowie Diskriminierungspotenziale und Gefahrensituationen minimiert werden. Öffentlicher Raum bietet eines der größten Diskriminierungspotenziale für Queers. Ausgehend von der Annahme, dass die Bedingungen und Bedürfnisse geschlechtlicher und sexueller Minderheiten derzeit in der Stadtplanung noch nicht näher form liert wurden, muss ein queerfeministisch- inklusiverer Ansatz verfolgt werden: „Inwieweit lassen sich Diskriminierungspotenziale für queere Personen im öffentlichstädtischen Raum erkennen, einordnen und welche stadtplanerischen Anforderungen resultieren aus diesen?“.
Queere Räume sind soziale wie auch architektonische Konstrukte. Beides steht in ständiger Wechselwirkung und ist ebenso in Abhängigkeit von Gesellschaft und Politik wie von planerischer Umsetzbarkeit. Architektur kann gleichermaßen politische Kämpfe austragen, wie auch repräsentieren. Die gesellschaftliche Meinung wird in den öffentlichen Raum getragen und dort ausgefochten. Ein queer feministischer Ansatz in städtebaulicher Planung ist nicht nur ein Selbstzweck, sondern dient einer verbesserten Lebensqualität, der Gleichberechtigung sozialer Gruppen und der erhöhten Qualität der gebauten Umgebung. Existenzielle Standards, menschliche Wünsche und Rechte, Würde und Gemeinwohl sind Aspekte, die nicht an einer sozialpolitischen Grenze enden sollten, sondern fachübergreifend und gemeinschaftlich mit den Möglichkeiten jeder Expertise dazu beitragen, eine inklusive und gerechte Umgebung für Queers und alle Menschen zu schaffen.

Konsum


Konsum Konsum frei
Katholische Stadtkirche Nürnberg | Gemeinde





Ultracomicx | Comicladen













Body Attack Premium Store | Sportlerernährung



Green Box | Parfümerie














Zielgruppe (geworben)



fem/mask

feminin maskulin divers
Zielgruppe (gefühlt)



fem/mask

Zugänglichkeit
leicht mittel schwer
Tag alle mo -sa wochenende eigen
Tageszeit
tag nacht beides
Teilhabe
feminin maskulin divers exklusiv
inklusiv
Sicherheit
sicher bedingt unsicher bedingt

















Magnus-Hirschfeld-Platz | Platz


Im Dezember 2023 veröffentlichte die Stadt Nürn- berg die Neuauflage der Broschüre über öffentliche Toiletten in der Nürnberger Innenstadt. Diese können, wie in der zugehörigen Verortung dargestellt, in die Kategorie Litfaßsäule, eigener Raum und U-Bahn eingeteilt werden. Diese wurden in der genannten Abbildung, wie auch in der Broschüre kartiert. Die Stadt Nürnberg verwies dabei bereits auf Informatio- nen wie die Barrierefreiheit, Kosten, die geschlechtliche Zuordnung, Wickeltische und Öffnungszeiten. In der Abbildung wurden diese Punkte aufgelistet und die die Wegstrecke aus den Analysebereichen zur nächsten öffentlichen Toilette berechnet. Hierbei bleibt unberücksichtigt, ob die nähste Toilette einen Wickeltisch außerhalb der Damenkabine besitzt, kostenlos zugänglich ist, eine inklusive Beschilderung oder Gesamtausstattung hat, oder geöffnet ist.

Viele von Nürnbergs öffentlichen Toiletten sind LitfaßsäulenToiletten. Diese einzelnen Kabinen tragen ein Damen / Herren Symbol, sind nicht vollständig ausgestattet, besitzen keinen Wickeltisch und benötigen Bargeld um geöffnet zu werden. 8 von 16 öffentlichen Toiletten im Nürnberger Stadtraum sind Litfaßsäulen-Toiletten.


Sich

sicherer unsicher
Personenzuordnung



feminin maskulin divers
unsichere Tageszeit
tag nacht beides
Platz
zu eng ausreichend
People movement
Route angepasst ungenutzt
Sichtfeld
geschützt uneinsehbar einsehbar
Belichtung
viel Licht Licht dunkel
Flucht
möglich nicht möglich

Peter-Henlein-Straße
Die Masterthesis befasst sich mit Anforderungen von queeren Personen an den gebauten Raum. Hierfür wurde Literaturarbeit, eine empirische Studie in Nürnberg, eine quantitative Umfrage, sowie Interviews durchgeführt. Dabei wurden Anforderungen an den Aktionsplan Queeres Nürnberg gestellt, um den Unterpunkt „öffentlicher Raum“ anzufügen. Die folgenden beispielhaft aufgeführten Anforderungen benennen einen queer inklusiven Planungsanstatz für eine architektonische und städtebauliche Umsetzung. Sie sind ein Ausschnitt einer lösungsorientierten Zusammenfassung, der in dieser Arbeit ausgeführten Themenbereiche.


Klaragasse
Luitpoltstraße
Magnus-Hirschfeld-Platz
Inklusives Sportangebot Bei einem inklusiveren Sportangebot im Außenraum können Stepper und Matten bereits im Boden integriert sowie Start- bzw. Treffpunkte vorgesehen werden. Dies geschieht bereits am Beispiel von Trampolinen.
Label abbauen Für den Abbau von Labeln können Abteilungen in fließenderen Übergängen kategorisiert werden oder nach anderen Regelungen der Unterteilung (beispielsweise Oberbekleidung, Jacken,...) und nicht nach dem Geschlecht. Außerdem ist die Bezeichnung von „Damen-“ oder „Herren“-Abteilung zu hinterfragen. Das Auslagern von Abteilungen in eigene Nutzungen sollte nur in Anbetracht von Sicherheitsaspekten möglich sein.
Milkstraße

Divers, Neutral, Unisex, All-Gender Eine neutrale Toilette sollte nach Möglichkeit gesetzlich festgelegt werden. Umlabeln von bestehenden WCs ist nur unter baulichen Maßnahmen oder als Übergangslösung tragbar. Alle Toiletten erfordern eine Gesamtausstattung, bestehend aus Kleiderhaken, Bürste, Papierspender, Hygienemülleimer und Hygienebeutel. Diese sind auch nachträglich noch in allen Kabinen anzubringen. Nach fi nanzieller und räumlicher Möglichkeit sind Wasserspender in einzelnen Kabinen einzuplanen. Pissoirs und Urinale sind in genderneutraler Ausführung auszustatten. Durch die Anbindung von raumhohen und bodentiefen Trennwänden werden Sicherheitsaspekte, auch bei Pissoirs, verstärkt. Wickeltische müssen in einem neutralen Bereich (eigener Raum oder neutrale Toilette) angebracht und zugänglich gemacht werden.
Mehr Toiletten im Außenraum Die Anzahl öffentlicher Toiletten im Außenraum muss gesteigert werden. Dies in Form von geschlossenen Räumen mit verschiedenen Bereichen, Barrierefreiheit und Wickelbereich. Auch die Litfaßsäulen-WC‘s sollten in ihrer Anzahl stark erhöht und auch in Bereichen wie Transit und der Südstadt etabliert werden. Hierfür müssen diese vollständig ausgestattet und mit neutralen Symbolen gekennzeichnet werden.
Weitere Aktionspunkte werden in der Arbeit ausgeführt.


Das Abschlussbild soll zeigen, an welchen vereinzelten Punkten des Analysebereichs Veränderungen sofort umsetzbar wären. Diese würden nicht nur für eine queer-inklusivere Umgebung sorgen, sondern Sicherheitsund Teilhabeaspekte von LGBT*QAI+ und FLINTA* Personen stark erhöhen

Die Masterthesis wurde inzwischen als halböffentliche Verteidigung, öffentliche Ausstellung der TH Nürnberg, vor dem Stadtplanungsamt Nürnberg und als Teil von diversen Ausstellungen präsentiert. Sie wurde online publiziert und als Booklet in Zweitauflage gedruckt.

Ein Blick in die Menschheitsgeschichte zeigt, dass Gesellschaften lange Zeit viele und diverse Bilder von Gött:innen vereinten. Ausgehend von Perspektiven auf prä-patriarchale Gesellschaften und deren vielfältige Darstellungen von Gött:innen ist das GÖTT:INNEN-Projekt entstanden. Was sind moderne Gött:innen?Worauf richtet die westliche Gesellschaft ihre Verehrung? Hat Anbetung heute noch einen Platz? Nach der Präsentation der Masterthesis Queer Space gingen ich über in ein Gespräch mit Dr. Anke Schröder (Architektursoziologin und -kriminologin) über queer-feministische Perspektiven auf Architektur und Stadtplanung. Hierbei sind wir besonders auf die Aspekte Sicherheit und Teilhabe eingegangen. https://www.ihmekult.de/de/goettinnen-projekt-gruppenausstellung












Partizipation am Aufseßplatz
master projekt
Der Aufseßplatz in der Nürnberger Südstadt hat seit den 1990er Jahren mehrere Umgestaltungen erfahren, die teilweise von Bürger*innenbeteiligungsprozessen begleitet wurden. Dennoch gilt er bis heute als einer der am wenigsten akzeptierten öffentlichen Räume der Stadt. Vor diesem Hintergrund untersucht das Masterprojekt die Rolle von Partizipation in städtebaulichen Transformationsprozessen sowie die Frage, wie transparent planerische Entscheidungen für unterschiedliche Akteursgruppen tatsächlich sind. Grundlage der Arbeit bilden Interviews mit zentralen Akteur*innen, lokalen Initiativen und Anwohner*innen sowie die Konzeption und Durchführung einer eigenen Kurzbeteiligung.
Die Analyse zeigt, dass sich über die Jahre eine Vielzahl an Konflikten, Missverständnissen und strukturellen Problemen aufgebaut hat. Beteiligungsformate blieben häufig punktuell, wenig zugänglich oder fanden zu spät im Planungsprozess statt, sodass reale Einflussmöglichkeiten begrenzt waren. Gleichzeitig wird deutlich, dass ein grundsätzliches Interesse an Mitwirkung vorhanden ist, jedoch häufig an zeitlichen, sprachlichen oder strukturellen Hürden scheitert. Vor diesem Hintergrund entwickelt das Projekt die These, dass zukünftige Beteiligungsprozesse niedrigschwelliger, kontinuierlicher und vielfältiger gestaltet werden müssen. Neben klassischen Formaten wird insbesondere das Potenzial situativer und hybrider Beteiligung hervorgehoben: Formate, die direkt im öffentlichen Raum stattfinden und spontane Teilnahme ermöglichen, können dazu beitragen, mehr und diversere Nutzer*innengruppen zu erreichen und bestehende Barrieren abzubauen.
Die Analyse kommt zu dem Schluss, dass die Probleme am Aufseßplatz weniger auf einzelne Fehlentscheidungen zurückzuführen sind, sondern vielmehr auf eine Abfolge unzureichend abgestimmter Prozesse. Als zentrales Defizit wird die fehlende Transparenz zwischen Verwaltung, Planung, lokalen Akteur*innen und Stadtgesellschaft identifiziert. Eine offenere Kommunikation, nachvollziehbare Entscheidungsstrukturen und frühzeitige Einbindung werden daher als entscheidende Faktoren für eine nachhaltige und akzeptierte Stadtentwicklung herausgestellt.

DER KONFLIKT
DER KONFLIKT WER IST SCHULD?
Veranlasst durch Stadt Nürnberg Maßnahme der Hochbeete um die Bäume vor Beschädigungen durch Personen und Tiere zu schützen
Beschädigung der Bäume am Aufseßplatz durch neue Hochbeete
Feststellung der absterbenden Bäume (Baumgutachten) Wie eindeutig war dieses Gutachten?
Südstadt-Aktiv e.V. sieht
Möglichkeit eines Marktplatzes
BETEILIGUNG 1 Haushaltsbefragung zu möglicher Neugestaltung des Aufseßplatzes von Prof. Dr. Bacher
Südstadt-Aktiv e.V. und Stadt Nürnberg planen einen Wettbewerb für den Aufseßplatz
BETEILIGUNG 2 mit Kindern Kinder konnten ihre Wünsche an einen Spielplatz aufmalen
Realisierungswettbewerb Klare Vorgabe: Marktplatz
Wettbewerb Auslobung Aufseßplatz
BETEILIGUNG 3
Informationsveranstaltung für
Bürger'innen, Organisationen und Akteure
Südstadt-Aktiv e.V. erklärt das Gutachten für eindeutig: "Die Bäume waren alle massiv geschädigt. Die Äste hatten Löcher. Es gab sogar ein Baumgutachten. Ich hab sogar die Stämme fotografiert. Da war kein gesunder Baum mehr dabei."
Während der beantwortung der Schuldfrage entstand ein Netzwerk aus Kettenreaktionen verschiedener Ereignisse. Letztendlich wurde die fehlende Kommunikation intern und mit der Öffentlichkeit hierbei als Hauptproblem festgestellt.
"Scharf kritisiert der Bund Naturschutz in Bayern e.V. die Behauptung eines von der Stadt beauftragten Baumgutachters, wonach die meisten Bäume derart geschädigt seien, dass sie ohnehin bald gefällt werden müssten: Jeder ausgewachsene Baum produziere pro Stunde genügend Sauerstoff für 25 Menschen und absorbiere große Mengen Schadstoffe und Staub. Somit seien auch Bäume erhaltenswert, die lediglich eine weitere Lebensdauer von fünf, zehn oder 15 Jahren hätten."
Ergebnis: "Eine Umgestaltung des Platzes wünscht sich die Mehrzahl der Befragten. Neben einer Begrünung und freundlicheren Gestaltung sollten bei der Umgestaltung auch die Bedürfnisse der Kinder berücksichtigt werden."
Auf dem Dach des Kaufhof Gebäudes ohne Information oder öffentlich lauter Kundgabe
Ausstellung der eingereichten Entwürfe
Stadt und LA Hammer stellen Entwurf vor Gewinnerin und Entwurf stehen bereits fest
Realisierungswettbewerb lässt kaum noch Spielraum für Anpassungen zu
Unter Anwesenheit von Stadt Nürnberg, Umweltschutz, Organisationen, Fachplanern stellte Frau Hammer die Planung und Gründe für Umbau vor
BETEILIGUNG 4 Informationswoche zum Aufseßplatz Veranstaltet durch Quartiersmanagement Insgesamt 60 Besucher (danach 20 weitere)
Baubeginn BETEILIGUNG 5 Bürgerverein Nürnberg Süd sammelt Unterschriften zum Erhalt der Bäume Stadt Nürnberg stimmt dem erhalt von 15 Bäumen zu
Was würde den Bürger'innen erzählt? 15 erhaltene Bäume heute weiterhin am absterben und werden nichtmehr blühen
Fertigstellung Aufseßplatz
Aufseßplatz hat gleiche Größe wie Hauptmarkt (Altstadt)
"Konflikthaltig ist darüber- hinaus die Tatsache, dass der Aufseßplatz Treffpunkt "sozialer Randgruppen"Alkoholkranker, Abhängiger oder sozial Schwacher ist."
Südstadt-Aktiv und Stadt Nürnberg suchen anschließend eine'n Gewinner'in aus
Gewinnerin: Landschaftsarchitektin Birgit Hammer, Berlin
Große Unklarheit bei BürgerInnen & Organisationen - Konzept und Plan wird nicht angenommen und verstanden einen grünen Platz zu pflastern
"Mir hat niemand geholfen. Ich stand alleine auf diesem Podest - ich kam mir vor wie mit Tomaten beworfen" Birgit Hammer, LA Berlin
Ausstellung der Pläne, zusätzliche Möglichkeit seine Meinung in einem Fragebogen zu äußern 13 Fragebögen ausgefüllt
Aufseßplatz sollte Marktplatz und Mittelpunkt der Südstadt werden, wie der Hauptmakrt der Altstadt. War dafür gedacht ein Zentrum für die Anwohner'innen zu schaffen und Veranstaltungen in die Südstadt zu bringen
Kein Verständnis für die notwendige Situation einer Veränderung aufgrund der beschädigten Bäume
Kritikpunkte: mehr große Bäume, mehr begrünte Flächen, Grün und Schatten auf dem ganzen Platz verteilt, Kurvenlineal statt öder Geraden
Herrn Endreß (Südstadt Aktiv e.V.) : "Der alte Aufseßplatz war gegen Ende sehr ungemütlich, nicht wirklich einsehbar und man konnte sich nichtmehr sicher oder wohl fühlen. Man hat mehr Überblick gebraucht"
BETEILIGUNG 6 Informations- und Diskussionsveranstaltung Einladung zum Bürgergespräch vom Quartiersmanagement Was passiert am neuen Aufseßplatz? Nutzungskonzept als Empfehlung für die Anwohner und Veranstalter
Südstadt-Aktiv e.V. veranstaltet ein Einweihungsfest Finanziell unterstützt durch Stadt Nürnberg Positive Bürger'innen Reaktion
Beteiligung für eine Umgestaltung des Nelson-Mandela-Platzes
Beteiligung in mehreren Phasen mit Informationsveranstaltungen, Workshops, Diskussionsrunden mit den Planerinnen und Planern
Bürger'innen im Umfeld werden persönlich postalisch eingeladen
Südstadt-Aktiv e.V.'s Maifest belebt den Aufseßplatz Maifest findet järhlich am Aufseßplatz statt Maifest bringt Verkaufsoffenen -Sonntag mit sich großer Erfolg für Gewerbe
Gewerbe spüren wirtschaftliche Probleme durch Wandel in Richtung Altstadt -früher Südstadt Kaufhof besser als Altstadt -Gegen Ende Umsatz 10% von Altstadt
Angedachten Veranstaltungen: Weihnachtsmarkt, Ferienaktion des Jugendamts, Street-Ball Turniere für WM 2006, open air Kinoveranstaltung, Straßentheaterfestival
Große und breit aufgestellte Teilnehmeranzahl
Südstadt-Aktiv e.V. überlegt sich weitere und neue Veranstaltungen
Südstadt Aktiv fehlen die finanziel en Mittel um Veranstaltungen weiterhin aufrecht zu erhalten
Stadt Nürnberg unterstützt nurnoch neue Projekte durch Finanzierungen
Beteiligung ein großer Erfolg mit positiver Bürger'innenreaktion
Stadt Nürnberg lehnt Verbindung zwischen Veranstaltungen Südund Altstadt ab
Maifest findet weiterhin statt - wird finanziert durch Schaustel er - verkleinert sich jedoch über die Jahre
Stadt Nürnberg gestattet manche Veranstaltungen nichtmehr am Aufseßplatz
versuchen sich an Weihnachtsmarkt Süd, Faschingsfeiern, Weihnachtsbäumen, Märkten ... Langsame wirtschaftliche Rezession des Kaufhof Süd Größtes / wichtigstes Kaufhaus der Südstadt Interesse der Bevölkerung beginnt in Richtung Altstadt zu tendieren - weg von der Südstadt und vom Aufseßplatz
Rezession nun deutlich spürbar
Schließung des Kaufhofs
Gewerbe beginnen die Südstadt zu verlassen / schließen ihre Geschäfte
Südstadt Aktiv fehlen die finanziellen Mittel um Veranstaltungen weiterhin aufrecht zu erhalten "Der Verlust des Kaufhofs hat uns alle schwer getroffen" Fritz Endreß
Was ist der Aufseßplatz? Leerer versiegelter Platz Kritik gegen fehlendes Grün und Bäume kehrt zurück
Fehlende Veranstaltungen lassen das leere Volumen des Platzes deutlich werden
Unzufriedenheit in der Bevölkerung steigt stetig. Die Südstadt verliert an gutem Ruf Die Presse weist auf die Südstadt als "Problemviertel" wiederholt hin
Maifest findet weiterhin jährlich statt Die Südstadt im ständigen Wandel wird immer internationaler, multikultureller und diverser
verkaufsoffener Sonntag wird kaum noch genutzt
Kein grüner Park | kein Marktplatz
Maifest spricht mittlerweile zu spezifische Zielgruppe an -Interesse an der Südstadt hat abgenommen -Veranstaltungen sprechen zu ausgewählte Zielgruppen an -Interesse am Maifest nimmt ab
Kosten für Maifest betragen 25.000 € noch vor Festbeginn nur für die Planung und Versicherungen
Viele BürgerInnen wissen nicht, dass der Aufseßplatz als Markt- und Festplatz geplant war
Neu Hinzugezogene und neue Generationen kennen nur diese Situation
Presse schreibt über einen erneuten Festbeginn: "Die Sonne brannte gnadenlos auf eine leere Pflasterwiese"
Edeka kauft KaufhofImmobilie, Grundstück und Parkhaus
Zum ersten Mal seit Fertigstellung in 2005 am Aufseßplatz
Planung der Aufwertung erneut durch Landschaftsarchitektin Birgit Hammer, Berlin
BETEILIGUNG 7 Diskussionsrunde & Vorstellung neuer Entwürfe zur "Aufwertung des Aufseßplatzes"
Beginn Abriss Kaufhof
Fassadenwettbewerb Schocken
Einladungswettbewerb
Pläne erstellt ohne ein weiteres Mal vor Ort gewesen zu sein?
Von der Stadt bestellte Pläne & Entwürfe zum Thema Klima War deutlich überrascht, dass die neu gepflanzten Bäume in 2005 in diesem Zeitraum nicht die erdachte Größe erreicht haben
Grünere Pläne wurden von Landschaftsarchitektin Hammer, Berlin vorgestellt
Wo ist die Stadt Nürnberg?
BürgerInnen können mit ihr in die Diskussion gehen
Geladen und organisiert vom Quartiersmanagement LA Birgit Hammer auch geladen und anwesend
Südstadt-Aktiv über Beteiligungen: "So eine Beteiligung betrifft 30, 40 vllt 50% der Leute. Das sind immer die gleichen. (…) Den Anderen ist der Handel egal, die denken da auch nicht drüber nach was so eine Planung anrichtet " LA Hammer über die Diskussionsrunde 2019: "Aber gleichzeitig war es insofern ein bisschen frustrierend, sobald wir Vorschläge gemacht haben - jede Gruppe hatte immer irgendwelche anderen Anmerkungen, oder dass es nicht gewollt war - wir haben zum Beispiel viel mehr Bäume vorgeschlagen an bestimmten Positionen und die können fast alle nicht umgesetzt werden weil - ach ja - das Maifest"
Südstadt-Aktiv erhielt keine Einladung und sah durch Zufall vor Ort zum ersten Mal die neuen Pläne
Laut Presse auch organisiert von Südstadt-Aktiv
BürgerInnen wünschen sich mehr Grün und mehr Bäume
Warum keine Beteiligung wie am Nelson-Mandela-Platz? Warum erneute keine BürgerInnenbeteiligung?
Hätte die Chance einer "Korrektur" vergangener Fehler sein können
2019 Planung der Aufwertung für den Aufseßplatz seither eingfroren
Auslober: TBB-Imetaal Wohnungbau GmbH
Koordinator:SCHIRMER Architekten + Stadtplaner GmbH, Würzburg
Investor: TenBrinke
Südstadt-Aktiv protestierte gegen die Pläne, weil dies das Ende des Maifests bedeuten würde
Was will die Stadt Nürnberg?
Sehr wenige BürgerInnen anwesend
somit einen weiterer wirtschaftlicher Tiefschlag für manche Gewerbe der Südstadt
Planung nicht öffentlich einsehbar
"Diskussionsrunde" zu bereits geplanten und ausgearbeiteten Entwürfen Ergebnis der Diskussionsrunde nicht öffentlich einsehbar
BürgerInnen werden erneut vor vollendete Tatsachen gesetzt - keine Informationsveranstaltung zuvor
BürgerInnen wurden bis heute nicht informiert, was aus ihrer Beteiligung wurde
Information aus Interview. Keine veröffentlichte Information
Gewerbe im unklaren, ob die Veränderung kommt, die das Maifest und weitere Veranstaltungen ausschließen würde
Landschaftsarchitektin im unklaren über die weitere Planung
Landschaftsarchitektin, Südstadt Aktiv e.V. und Quartiersmanagement voller Hoffnung, dass das Schocken-Carré die Südstadt wieder belebt und aufwertet
BÜRGER:INNEN FRAGEBOGEN MEINUNG HEUTE
BERUFSTÄTIG
Wie finden Sie den Aufseßplatz?
Halten Sie sich gerne am Aufseßplatz auf?
Benötigt der Aufseßplatz eine Veränderung?
Kennen Sie den Aufseßplatz als Marktplatz?
Braucht der Platz mehr Veranstaltungen?
Braucht die Südstadt einen Marktplatz?
Hätten Sie lieber Grün als einen Markt?
Besuchen Sie jährlich das Maifest?
Südstadtfeste auf den Aufseßplatz verlegen?
(Gewerbe) Beeinflusst Sie der Aufseßplatz?
IHRE MEINUNG
ALTERSGRUPPEN
Wussten Sie .. ?
Wussten Sie, dass es Beteiligungen gibt?
Fühlen Sie sich ausreichend informiert? Wird man bei Beteiligungen ernstgenommen? Wussten Sie von einer Beteiligung in 2005? Wenn ja - haben Sie sich beteiligt? Wenn nein - hätten Sie sich beteiligt?
Wussten Sie von einer Beteiligung in 2019? Wenn ja - haben Sie sich beteiligt? Wenn nein - hätten Sie sich beteiligt?
Um ein Verständnis der heutigen Situation zu erhalten, wurden Anwohner*innen zu ihrer Meinung des Platzes und ihren Kenntnissen über Beteiligungsformate befragt.
KINDER i.H.
Was wollen Sie?
Wollen Sie an Informationsveranstaltungen teilnehmen?
Wollen Sie sich interaktiv beteiligen?
Bauliche Veränderung oder Markt?
Wollen Sie dafür eine Bürger'innenbeteiligung?
Möchten nicht interaktiv an Beteiligungenhe teilnehmen
Empfinden, dass der Aufseßplatz eine Veränderung benötigt Wollen eine Bürger'innenbeteiligung für den Aufseßplatz
















In dieser Umfrage konnten Teilnehmende eigene Gestaltungswünsche beschreiben und einzeichnen
















Alle Gestaltungsideen der Teilnehmenden wurden in ein städtebauliches Modell übersetzt und der Stadt Nürnberg, sowie den beteiligten Akteur*innen präsentiert


Ausstellung im Offenen Büro der Stadt Nürnberg. Die aktuelle Wohnungs- und globale Klimakrise stellt neue Herausforderungen an das städtische (Wieder-)Bauen und die Stadt(um)planung in Nürnberg. Die Ausstellung zeigt Arbeiten von Studierenden (u.a. Partizipation am Aufseßplatz, Nürnberg - Ricarda Oed), welche sich mit ausgewählten Konflikten der Nürnberger Stadt beschäftigten. Das Masterprojekt wurde geleitet von Prof.in Dr.in Gabu Heindl.
Ausstellund und Führungen zum Projekt, als Teil der jährlichen Stadt(ver)führungen der Stadt Nürnberg. Die Ausstellung fand im Südstaftforum statt, in welchem Besucher*innen sich erneut beteiligen konnten und Veränderungen im Modell durchführen konnten. Zusätzlich wurden Führungen und Vorträge angeboten, in welchem die Situation des Platzes vor Ort analysiert, beschrieben und diskutiert wurde.






Das Projekt „Mobile | Immobile“ setzt sich mit dem Kreuzungspunkt Landgrabenstraße | Gibitzenhofstraße in Nürnbergs Südstadt auseinander. Als repräsentatives Abbild der Südstadt, spiegelt dieser Kreuzungspunkt, als einer von Vielen, das wahre Leben in der Südstadt wieder. Nicht nur dient ein solcher Punkt als Verbindung von Straßen, oder nur der Überquerung - er kann auch als Treffpunkt, Einkaufsort oder zum verweilen genutzt werden. Ob es der Einkauf nach der Arbeit ist, der Café und Kuchen - Treff im alt-bekannten Bäcker mit den Freundinnen jeden Sonntag, oder der Weg zum einzigen Dönerladen bei welchem man mit „Hallo Chefin“ begrüßt wird - die Südstadt entwickelt an solchen Punkten ein Leben, welches für den Außenstehenden kaum zu erkennen ist.
An einer solchen Kreuzung gibt es jedoch ein vorrangiges Themadas Auto. Durch dieses im Vordergrund des Geschehens, scheint der Passant oftmals in den Hintergrund zu geraten. Während die industrielle Gesellschaft oftmals das Wort mobil selbstverständlich mit dem Automobil assoziiert, gewann der Straßenverkehr, sowie dessen Netzwerk an enormer Bedeutung. Diese hat nun zur Folge, dass Fußgängige in der Mobilität Einschränkungen und Hindernisse erleben und ertragen, um dem täglichen Verkehrsgeschehen den Vorrang zu gewähren. Durch Verkehrsregelungen wie Ampeln, Schilder und Fahrspuren an notwendigen Stellen, wird der Weg des Automobils klar strukturiert. Für Fußgängige, welche die gleichen Regelungen zu befolgen haben, sind diese oftmals weniger konventionell oder sogar umständlich. Eckpunkte wie die Landgrabenstraße | Gibitzenhofstraße zeigen auf, dass der Fußweg Unannehmlichkeiten und Umwege enthält, eine Immobilität, um dem Pkw den Vorrang zu gewähren - die Mobilität.
Es war spannend zu beobachten, wie sich verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Problemstellungen auseinandersetzen, oftmals sogar ohne ein Problem bewusst wahrzunehmen. Dies lies uns jedoch mit der Fragestellung enden, ob wir uns bereits ganz selbstverständlich dem Auto untergeordnet haben?
In Zusammenarbeit mit Lukas Hegendörfer





Dem verdichteten Wohnen im Umland begegnet das Projekt mit genannter These. Neben der Nachhaltigkeit durch Dachgärten, Anbauten, Solaranlagen, Gebäuderastern, Grünfl ächen und Grauwassernutzung - soll auch die Gemeinschaft in ein zukunftsorientiertes Lebensumfeld übergehen. So gibt es keinerlei Pkw-Stellplätze, die Wohnungen sind ausschließlich mit dem nötigsten Platzbedarf belegt, die Wohnungen besitzen ausschließlich kleine Küchenblöcke - jedoch keine Küchen und wenig Stauraum. Dies wird ersetzt durch Fahrradstationen, gemeinschaftliche Wohnzimmer pro Etage, Gemeinschafts- Küchen und Essräume, Gemeinschaftsräume im Erdgeschoss, sowie Waschräume und „Tausch-Lager“ auf den Wohngeschossen. Das Gründach, der Sonnenschutz, das Tragwerk, sowie Belichtung und Kommunikation in den Wohnungen wurde an diese neuartige Wohnsituation angepasst und neu überdacht. Das große Atrium schafft Blickbezüge über alle Geschosse hinweg und steigert den Austausch der Bewohner.
Das Erdgeschoss bildet die öffentlichen Bereiche, welche von den Bewohnern, Personen aus der Umgebung, aber auch Schulen, Hochschulen und weiteren Bildungseinrichtungen zur Information genutzt werden können, um sich über einen nachhaligen Lebensstandard zu informieren. Die beiden Obergeschosse bilden das Gebäude durch ihre drei Wohntypen, welche in ihrem Raster verspringen um Balkone und Podeste zu generieren. Die Bewohner können in den öffentlichen und internen Bereichen mitwirken um so eine Mietminderung zu erhalten.
Das Grundraster, von 3,75 Metern, dient der Nachhltigkeit des Gebäudes. Es sorgt dafür, dass alle Innen- und Außenwände ein Wohnungsbau - Standardmaß erhalten, keine übermäßigen Verschnitte im Holzrahmenbau generiert werden und rastert die gewählte Hybridbauweise vor. Das Stütz- und Trägerraster bildet die statische Struktur in Innen- und Außenraum, kann allerdings dank lösbarer Fügungen optimal rückgebaut werden.
Das Gebäude weist ein Grundraster von 45x45 Metern auf, woraus sich eine Gesamtfläche von 2.025 Quadratmetern pro Geschoss ergibt. Mit insgesamt drei Obergeschossen und dem Erdgeschoss umfasst das Projekt eine Bruttogrundfläche von 6.075 Quadratmetern. Die Flächen verteilen sich auf 1.080 Quadratmeter im Erdgeschoss sowie jeweils 1.665 Quadratmeter in den drei Obergeschossen. Innerhalb dieser Struktur entstehen insgesamt 32 Wohneinheiten für rund 84 Personen. Das Wohnungsangebot gliedert sich in 16 Single-Apartments mit einer Fläche von jeweils 22 Quadratmetern, sechs Paarwohnungen mit jeweils 45 Quadratmetern sowie zehn Familienwohnungen, die mit je 76 Quadratmetern den größten Typus darstellen. Die Wohnungen sind auf ein mindestmaß an nötiger Wohnfläche pro Person berechnet, so dass Bewohnende die öffentlichen Gemeinschaftsflächen als ihren zusätzlichen Wohnraum anerkennen und nutzen.
Flächenberechnung:
Gebäudegesamtstruktur 45x45 = 2 025m2
BGF EG = 1 080m2
BGF 1OG = 1 665m2
BGF 2OG = 1 665m2
BGF 3OG = 1665m2
= 6 075m2
Wohnung Single = 16x
Wohnung Pärchen = 6x
Wohnung Familie = 10x
= 32 Wohnungen
= ca. 84 Personen
t gemäß mm
12 mm
2x 130 mm W 40,
Der außenliegende Sonnenschutz ist als flexibles SchiebeDreh-System gestaltet und ermöglicht es, Balkonbereiche je nach Bedarf zu öffnen oder abzuschirmen. Über leichtgängige Rollwagen und eine doppelte Laufschiene lassen sich die Elemente verschieben und drehen, sodass individuelle Bereiche für mehr Privatsphäre oder zusammenhängende Außenflächen entstehen. Einfache Stopper fixieren die Module in der gewünschten Position und machen den Sonnenschutz zu einem variablen Gestaltungselement der Fassade.
achverglasung
aschen als ässig
Alle Wohnungen verfügen über Kommunikationsfenster, die sich als Faltschiebe-Elemente zum Laubengang hin öffnen lassen. Sie erweitern den Vorbereich zu einem halböffentlichen Raum, der spontane Begegnungen und Austausch mit der Nachbarschaft fördert. Gleichzeitig ermöglichen innenliegende Faltläden, den Bereich mit wenigen Handgriffen abzuschirmen und jederzeit die gewünschte Privatsphäre herzustellen. Dadurch entsteht ein flexibler Übergang zwischen Rückzug und Gemeinschaft, der die soziale Qualität des Wohnens stärkt.
Ricarda Oed Ing. M.A. Architektur
Heynestraße 19 90443 Nürnberg
0152 07333338 ricarda.oed@gmx.de
linkedin.com/in/ricarda-oed issuu.com/ricardaoed