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D302_Jahresbericht 2025

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Jahresbericht 2025

Verlag, Redaktion, Copyright: Rheumaliga Schweiz, Josefstrasse 92, 8005 Zürich

Tel.: 044 487 40 00, E-Mail: info@rheumaliga.ch; www.rheumaliga.ch

Postkonto 80-2042-1, Bank UBS Zürich, IBAN CH83 0023 0230 5909 6001 F

Gestaltung: Senn.Studio, Zürich

Auflage: 180 Expl. deutsch, 70 Expl. französisch

Titelbild: Myrta Schneider, Betroffene Morbus Sjögren

Jahresrechnung

Kommentar zur Jahresrechnung

Bericht der Revisionsstelle zur eingeschränkten Revision

Bilanz per 31. Dezember 2025

Betriebsrechnung 2025

Sponsoren – Stiftungen

Nationale Geschäftsstelle

Ehrenmitglieder

Vorstand der Rheumaliga Schweiz

Mitgliederorganisationen

Vorwort

Liebe Mitglieder, liebe Partnerinnen und Partner, liebe Freunde der Rheumaliga Schweiz

Es war ein Jahr voller Bewegung, wortwörtlich und im übertragenen Sinn. Ganz nach unserem Jahresmotto haben wir uns « bewusst bewegt » und 2025 war geprägt vom Aufbruch in neue Welten. Gemeinsam mit unseren Mitgliedorganisationen, Partnern und Fachpersonen haben wir wichtige Weichen gestellt, um die Versorgung von zwei Millionen Rheumabetroffenen in der Schweiz weiter zu stärken.

Wir durften 2025 gleich mehrfach feiern: Bei unserer Sturzberatung, die nun seit 10 Jahren durch über 6’000 erfolgreiche Hausbesuche für mehr Sicherheit im Alltag sorgt. Damit setzen wir ein wichtiges Zeichen und feiern einen grossen Erfolg für gezielte Unterstützung und die Förderung der Lebensqualität von Menschen im Alter. Gleichzeitig durfte auch unser Mitgliedermagazin ein Jubiläum feiern ; bereits seit beeindruckenden 40 Jahren liefern wir Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen zentrale Informationen im Umgang mit Rheuma. Auch die gesteigerte Teilnehmendenzahl an unserer Hausarztfortbildung war für uns ein grosser Erfolg.

In kleinen und grossen Momenten haben wir gespürt, dass Neues entsteht. Zusammen mit unserem Zentralvorstand, unseren Mitgliederorganisationen und Schlüsselpartnern

haben wir die Aussenwirkung der Rheumaliga analysiert und unser Markenprofil geschärft. Hiermit haben wir den strategischen Grundstein gelegt, um Betroffene und Fachpersonen in Zukunft noch gezielter unterstützen und gegenüber Entscheidungsträgern vertreten zu können. Unser Teamspirit hat uns getragen – vom SGR-Kongress bis zum Familientag – spürbar an über 190 gemeinsamen Mittagessen in unserer Geschäftsstelle in Zürich und unserem Teamausflug in die Rehaklinik Zollikerberg im September. Vakanzen aufgrund von Mutterschaftsabwesenheiten haben uns zusammengeschweisst und gezeigt, wie resilient und professionell die Organisation auch in kleinerer Besetzung arbeitet.

Auch im Zusammenspiel mit der Gesundheitsversorgung war 2025 ein Jahr des Gestaltens. Hier galt es, Überraschungen anzunehmen, mutige Entscheidungen zu treffen und den Fokus auf das zu richten, was Betroffenen echten Mehrwert bringt. Besonders bereichernd waren die zahlreichen Begegnungen mit Betroffenen und Fachpersonen, und die Frage, wie gute Ideen so skaliert werden können, dass sie überall dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Dies unter dem Gesichtspunkt, dass wir unsere finanziellen Mittel weiterhin strategisch investieren und gleichzeitig nachhaltig sichern wollen.

2026 wird ein entscheidendes Jahr: Die aufsuchende Sturzberatung wird in die Grundversicherung überführt, wir

lösen mehrere, veraltete Softwares mit einer neuen, integrierten Lösung ab und unsere neue Website wird live gehen, was mit intensiven Vorbereitungen für uns und unsere Mitgliederorganisationen verbunden ist. Die neue Website wird uns dabei unterstützen, Betroffene, Fachpersonen und Entscheidungsträger noch gezielter zu erreichen. Denn wir sind da, um Versorgungslücken zu schliessen und Menschen mit Rheuma so zu stärken, dass sie sich nicht über ihre Krankheit definieren, sondern als Menschen mit Mut, Persönlichkeit und Lebensfreude.

Mit grosser Dankbarkeit blicken wir also auf ein Jahr zurück, das von Kompetenz, Solidarität und Innovation getragen war. Gemeinsam gestalten wir die Rheumaversorgung der Zukunft und blicken auf unseren Weg voran.

Mit herzlichen Grüssen

Annette Stolz, Geschäftsleiterin Rheumaliga Schweiz Franz Stämpfli, Präsident der Rheumaliga Schweiz

Beraten, bewegen, begleiten.

Rheuma betrifft alle Lebensbereiche

Haben Sie Erfahrung mit Rheuma? Dann wissen Sie, wie mühselig der Alltag mit rheumatischen Beschwerden sein kann. Auch wir von der Rheumaliga Schweiz kennen uns damit aus. Ob Sehnenscheidenentzündung, Kniearthrose oder chronische Erkrankungen wie Rheumatoide Arthritis –Betroffene spüren die Auswirkungen auf der körperlichen, seelischen und sozialen Ebene. Belastend ist vielfach auch das Unverständnis im Umfeld, vor allem dann, wenn die Erkrankung nicht sichtbar ist.

Rheuma kann in jedem Alter zum Thema werden. Manche leiden nur vorübergehend an rheumatischen Beschwerden, oft aber hat Rheuma einen chronischen Verlauf. Verbunden ist Rheuma mit Schmerzen und häufig mit Bewegungseinschränkungen. Die meisten rheumatischen Erkrankungen lassen sich heute zwar gut kontrollieren und behandeln. Trotzdem wiegt chronisches Rheuma schwer.

Rheuma hat viele Gesichter

Rheuma ist ein Sammelbegriff für 200 Erkrankungen mit unterschiedlichen Ursachen, unterschiedlichem Verlauf und unterschiedlichen Beeinträchtigungen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie sich vor allem am Bewegungsapparat zeigen, also an den Gelenken, an der Wirbelsäule, an Weichteilen wie Muskeln, Bändern oder Sehnen und an den Knochen. Auch das Nervensystem oder Organe wie Herz, Nieren, Lunge, Darm, Haut und Augen können geschädigt werden. Rheuma kann sich über Jahre unbemerkt entwickeln, ist aber fast immer mit Schmerzen verbunden. Und entgegen dem Vorurteil, Rheuma sei eine typische Alterskrankheit, können bereits Kinder davon betroffen sein.

Wir stärken Betroffene in ihrem Alltag mit Rheuma

Zusammen mit unseren 23 Mitgliederorganisationen (17 kantonale/regionale Rheumaligen und 6 nationale Patientenorganisationen) ist die Rheumaliga Schweiz Anlaufstelle und Sprachrohr für die rund zwei Millionen Rheumabetroffenen in der ganzen Schweiz.

Das haben wir bewirkt

Beraten, bewegen, begleiten. 6

Digitalstrategie

Im Jahr 2025 konnten weitere bedeutende Fortschritte bei der Umsetzung der Digitalstrategie 2023–2027 der Rheumaliga Schweiz erzielt werden. Der Schwerpunkt lag auf dem geplanten Relaunch der Website sowie auf der Ablösung der bestehenden ERP- und CRM-Systeme. Passende Systeme und externe Partner wurden sorgfältig evaluiert, strategische Entscheidungen getroffen und erste Umsetzungsschritte eingeleitet.

Die Rheumaliga Schweiz setzte dabei bewusst auf zukunftsfähige, erprobte und moderne Technologien, die optimal aufeinander abgestimmt sind und langfristige Stabilität sowie Weiterentwicklungsmöglichkeiten bieten. Ziel ist es, interne Prozesse zu vereinfachen und wo sinnvoll, zu automatisieren. Gleichzeitig soll die Benutzerfreundlichkeit der Website weiter gesteigert werden.

Die Umsetzung der Digitalstrategie wird das gesamte Team auch in den kommenden Jahren intensiv begleiten. Die Organisation ist überzeugt, dass dieser Entwicklungsprozess langfristig einen entscheidenden Beitrag dazu leistet, Rheumabetroffenen ein zeitgemässes, attraktives und wirksames Angebot zu bieten. Die Digitalstrategie ist damit weit mehr als ein technisches Projekt : Sie ist ein zentraler Organisationsentwicklungsprozess, der die Rheumaliga Schweiz nachhaltig stärkt und Betroffene auf ihrem Weg noch besser unterstützt.

Künstliche Intelligenz ( KI )

Die Rheumaliga Schweiz prüft den gezielten und verantwortungsvollen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag. In einem praxisnahen KI-Workshop wurden mögliche Einsatzbereiche vorgestellt. Auch künftig wird KI

ein wichtiger Bestandteil der digitalen Weiterentwicklung sein.

Rheuma verändert

vieles –aber nicht, wer du bist .

Die Rheumaliga Schweiz hat 2025 die öffentliche Wahrnehmung der Organisation weiter gestärkt und die Anliegen von Menschen mit Rheuma gezielt sichtbar gemacht. Blogbeiträge, Newsletter, Podcasts, Publikationen, Social-MediaInhalte sowie eine Sensibilisierungskampagne zu Training vermittelten Wissen auf verständliche und praxisnahe Weise. Auch die Medienarbeit trug zur Sichtbarkeit bei : So konnte die Rheumaliga in der nationalen « Coopzeitung » ( Auflage Deutsch und Französisch : über 3,1 Mio. ) fundierte Informationen zu Bewegung bei Rheuma vermitteln, in der « SonntagsZeitung » ( Auflage : über 100’000 ) Auskunft zum Thema Arthrose geben und im « Tages-Anzeiger » ( Auflage : über 86’000 ) Fachwissen zu Rückenschmerzen einbringen.

Insgesamt wurde die Rheumaliga Schweiz 2025 in über 630 Beiträgen in den Medien erwähnt und erzielte damit eine Reichweite von knapp 16’600 Millionen Kontakten. Das Medienmonitoring zeigt weiterhin eine Verlagerung in die digitale Berichterstattung, die zunehmend die klassischen Printtitel ablöst. Die Reichweite der digitalen Titel wird aktuell nicht gemessen.

Rheumaliga. Mein Weg voran.

Ein zentraler Meilenstein 2025 war die gemeinsame Erarbeitung eines neuen Markenprofils zusammen mit den Mitgliedorganisationen in Form von wiederkehrenden Austauschen. Das Markenprofil ist mehr als ein Leitfaden für Texte, Bilder und Tonalität. Es fasst Selbstverständnis, Auftrag, Werte und Persönlichkeit der Non-Profit-Organisation zusammen und gibt Orientierung, wofür die Marke Rheumaliga steht. Es stellt sicher, dass sämtliche Massnahmen eine konsistente Markenerfahrung vermitteln, Vertrauen aufbauen und die Identifikation der Zielgruppen fördern. Unterstützt in diesem Prozess wurde die Rheumaliga Schweiz von der Kommunikationsagentur Wirz Group AG. Das neue Markenprofil stellt Betroffene in den Mittelpunkt. Es beginnt schon am Morgen, wenn der erste Schritt schmerzt, die Kaffeetasse schwer in der Hand liegt und der Tag nur mühsam beginnt. Rheuma bremst nicht nur den Körper, es nimmt oft auch kostbare Momente der Freude. Das Markenprofil vermittelt, dass die Rheumaliga an der Seite der Betroffenen steht, ihnen Rückenwind gibt und Schritt für Schritt Wege aufzeigt, den Alltag leichter zu gestalten. Denn Rheuma verändert vieles, aber nicht, wer man ist. Mit Wissen, Übungen und einer unterstützenden Gemeinschaft werden kleine Erfolge möglich und schwierige Situationen gemeinsam gemeistert. Die Rheumaliga ist da, damit Menschen mit Rheuma ihr Leben so selbstbestimmt wie möglich gestalten können. In jeder Situation. In jedem

Fall. Damit kostbare Momente der Entlastung, der Zuversicht und der Freude erhalten bleiben.

In der Praxis begleitet das Markenprofil alle Kommunikationsaktivitäten. Es wird bei Kampagnenideen, Texten, Mediengestaltungen, Schulungen und der Zusammenarbeit mit Agenturen angewendet. So entsteht ein einheitlicher, erkennbarer Auftritt, der Betroffene stärkt und Orientierung gibt. Der Ansatz « Mein Weg voran.» macht deutlich, dass nicht die Krankheit, sondern die Menschen mit ihren Möglichkeiten im Zentrum stehen.

Um das Markenprofil erlebbar und auch visuell sichtbar zu machen, hat die Rheumaliga in weiteren Austauschen mit den Mitgliederorganisationen eine visuelle Idee erarbeitet. Diese mit Fokus auf die neue Website. Auch hier gilt der Anspruch, nicht nur textbasiert, sondern auch visuell gemeinsam – die Dachorganisation sowie ihre Mitgliederorganisationen – stark und als Einheit aufzutreten. Die Umsetzung und Implementierung dieser visuellen Idee wird 2026 schrittweise eingeführt.

Aktionstage 2025

Das Konzept der Aktionswoche ( neu « Aktionstage » genannt ) wurde 2025 pausiert und unterlag einem intensiven Überarbeitungsprozess. Basierend auf einer Analyse der vergangenen Jahre, einer Umfrage sowie Beratungsgremien mit den Mitgliederorganisationen hat die Rheumaliga Schweiz in engem Austausch einen angepassten Vorschlag erarbeitet. Das überarbeitete Konzept sieht eine neue Aufgabenteilung zwischen der nationalen und regionalen Ebene vor und setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Während sich der erste Teil an die breite Öffentlichkeit richtet ( bspw. in Form eines Standes, eines Inserats oder einer Kooperation ), stehen für den zweiten Teil ( in Form eines Fachvortrags ) die bestehenden Mitglieder der Mitgliederorganisationen stärker im Fokus. Das neue Konzept ist auf sehr viel positive Resonanz gestossen und die Rheumaliga spricht ein grosses Dankeschön an die Mitgliederorganisationen und Schlüsselpartner aus, die den Erarbeitungsprozess tatkräftig unterstützt haben.

Schwerpunkt Training – Kampagne « Machst du mit ? »

Nach dem erfolgreichen Start des zweijährigen Schwerpunktthemas Bewegung im Jahr 2024 vertiefte die Rheumaliga Schweiz ihr Engagement 2025 gezielt. Aufbauend auf « Bewusst bewegt » mit dem Fokus auf Alltagsbewegung im Jahr 2024 rückte die Rheumaliga im Jahr 2025 mit « Bewusst trainiert » das angeleitete, sichere und wirksame Training für Menschen mit Rheuma ins Zentrum. Ziel war es, Betroffene zu befähigen, Bewegung nicht nur als Teil des Alltags, sondern als bewusst eingesetztes Mittel zur Stärkung von Mobilität sowie für einen besseren Umgang mit Schmerz zu erleben. Die Sujets der Bewegungskampagne 2025 wurden wie im Vorjahr mithilfe künstlicher Intelligenz ( KI ) von der Designagentur Oloid Concept GmbH entworfen.

Die Bewegungskampagne setzt dort an, wo viele Menschen mit Rheuma Unsicherheit verspüren : beim Übergang von alltäglicher Bewegung zu gezieltem Training. Mit klaren Botschaften, praxisnahen Übungen und fachlich fundierten Informationen zeigte die Rheumaliga Schweiz, dass Training trotz und gerade wegen Rheuma möglich, sinnvoll und wirksam ist. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Selbstwirksamkeit von Betroffenen, einem zentralen Faktor im Umgang mit einer chronischen Erkrankung.

Die zentralen Elemente der Kampagne 2025 waren die neu produzierten Bewegungsvideos sowie eine Postkartenaktion. Die beiden Massnahmen decken die vier Trainingsbereiche Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und Koordination ab.

Die Postkartenaktion bestand aus einem Set mit vier Sujets, wobei jede der vier Karten vorfrankiert war, sodass sie ohne Aufwand an Freundinnen und Freunde oder Familienmitglieder verschickt werden konnte. Ziel war es, Bewegung zu einem gemeinsamen Erlebnis zu machen. Die Kampagne durfte zudem an der hepa.ch-Fachtagung sowie beim Amt für Gesundheitsförderung und Prävention ( AGP ) des Kantons Neuenburg vorgestellt werden und machte das Thema Bewegung damit auch über die Rheuma-Community hinaus sichtbar.

Über alle Kanäle hinweg erzielte die Bewegungskampagne 2025 eine hohe Sichtbarkeit und Resonanz :

• Auf Social Media erzielte die Kampagne verschiedene Impressionen und Interaktionen : 1,4 Mio. Impressionen und 38’429 Interaktionen ( Hinweis : Interaktionen = Klicks, Reaktionen und Kommentare ).

• Die Postkarten wurden knapp 10’000-mal im OnlineShop der Rheumaliga Schweiz bestellt.

Die Videos zeigen leicht verständliche Übungen in unterschiedlichen Intensitäten und Trainingsformen. Sie wurden bewusst niederschwellig gestaltet, sodass Training selbstständig, sicher und im eigenen Tempo durchgeführt werden kann. Damit schuf die Rheumaliga Schweiz ein dauerhaft nutzbares Angebot, das weit über die Kampagnendauer hinaus Wirkung entfaltet.

Die Trainingsvideos der Rheumaliga Schweiz wurden auf der eigenen Website sowie auf YouTube publiziert.

• Die Rheumaliga Schweiz produzierte 33 Videos in den drei Landessprachen Deutsch, Französisch und Italienisch.

• Die Videos wurden insgesamt über 36’000-mal aufgerufen.

• Der dazugehörigen Blogbeitrag auf der Website der Rheumaliga Schweiz erreichte 13’657 Aufrufe.

www.rheumaliga.ch

Die Website der Rheumaliga Schweiz ist eine zentrale Anlaufstelle für Informationen zu Rheumaerkrankungen und verwandten Gesundheitsthemen. In drei Landessprachen bietet sie Betroffenen gezielte Unterstützung durch Beratungsangebote, fundierte Wissensvermittlung sowie einen einfachen Zugang zum vielfältigen Kursprogramm der regionalen Rheumaligen. Fachpersonen finden auf der Website vertiefte Fachinformationen und Weiterbildungsangebote.

Wie auf Seite 8 bereits erwähnt, investierte die Rheumaliga Schweiz 2025 in den Relaunch der bestehenden Website. Passende Systeme und externe Partner wurden sorgfältig evaluiert und man hat sich für eine Zusammenarbeit mit der Webagentur sitegeist media solutions GmbH entschieden.

Rheuma verstehen

Die 16 Krankheitsbilder in der Rubrik «Rheuma von A bis Z» erfreuen sich anhaltender Beliebtheit. Ergänzend dazu standen per 31. Dezember 2025 rund 260 Blogbeiträge zur Verfügung, die aktuelle Informationen sowie praxisnahe Tipps zu Alltagsthemen vermitteln. Auch der digitale Calciumrechner wurde weiterhin rege genutzt.

Sichtbarkeit in Suchmaschinen

Die Sichtbarkeit ist 2025 weiter gestiegen. Die Website rheumaliga.ch ist in der Schweiz mit 23’706 relevanten Suchbegriffen über Google auffindbar und rangiert bei zentralen Themen häufig in den vorderen Suchergebnissen. Das hohe Vertrauen in die Website zeigt sich zudem in 1’875 Domains, die auf rheumaliga.ch verlinken und damit die Autorität der Website weiter stärken.

Webanalytik

Auch 2025 stellten die Auswirkungen des Cookie-Banners eine Herausforderung für die Webanalytik dar. Da StatistikCookies zunehmend abgelehnt werden, können rund 40 % der Nutzungsdaten nicht erfasst werden. Diese Einschränkung erschwert ein vollständiges Bild der Website-Nutzung und detaillierte Analysen. Die verfügbaren Kennzahlen zeigen dennoch eine intensive Nutzung:

• 2025 griffen 780’000 Nutzerinnen und Nutzer auf rheumaliga.ch zu (Vorjahr: 920’000).

• Die Anzahl der Sitzungen belief sich auf 1,1 Millionen (Vorjahr: 1,25 Millionen).

• Insgesamt wurden 1,67 Millionen Seitenaufrufe verzeichnet (Vorjahr: 1,8 Millionen).

Social Media

Soziale Medien ermöglichen der Rheumaliga Schweiz, mit einer breiten Community in Dialog zu treten, Wissen über Rheuma zu vermitteln und das Engagement für gesundheitliche Themen zu fördern. Über Facebook, Instagram, LinkedIn und YouTube pflegt die Organisation einen aktiven Austausch mit Betroffenen, Angehörigen, Fachpersonen und Interessierten. Regelmässig werden Inhalte zu Rheumaerkrankungen, Gesundheitstipps sowie Kursangebote und aktuelle News veröffentlicht.

Das 2024 eingeführte Social-Media-Konzept hat sich bewährt und zeigte auch 2025 deutlich Wirkung. Die Reichweite konnte weiter gesteigert werden, ebenso das Engagement und die Anzahl der Followerinnen und Follower. Ein besonderer Fokus liegt auf einer persönlichen, authentischen und nahbaren Kommunikation.

Einen wichtigen Beitrag leisten die beiden Social-MediaBotschafterinnen der Rheumaliga Schweiz. Silvia Jauch bloggt weiterhin auf dem deutschen Instagram-Account und neu auch auf Facebook, während Melissa Morard den französischsprachigen Instagram-Account betreut. Mit ihren persönlichen Einblicken in den Alltag mit Rheuma schaffen sie Nähe, stärken die Glaubwürdigkeit der Organisation und erzielen eine hohe Resonanz in der Community.

• Auf Facebook zählt die Community über 5’900 Abonnentinnen und Abonnenten ( Vorjahr: 4’800 ).

• Der deutschsprachige Instagram-Kanal erreicht rund 3’000 Followerinnen und Follower ( Vorjahr: 2’500 ).

• Auf dem französischsprachigen Instagram-Kanal folgen 380 Personen ( Vorjahr: 340 ).

• Auf LinkedIn wuchs die Community auf 1’550 Followerinnen und Follower ( Vorjahr: 1’250 ).

• Der YouTube-Kanal verzeichnet 2’600 Abonnentinnen und Abonnenten ( Vorjahr: 2’200 ).

Mitgliedermagazin forumR

Die Mitgliederzeitschrift forumR feierte in diesem Jahr einen besonderen Meilenstein : Seit 40 Jahren begleitet das Magazin Betroffene, Angehörige und Fachpersonen durch den Alltag mit Rheuma. Mit den Experteninterviews und Fachartikeln im Fokus- und Forschungsteil, persönlichen Erfahrungsberichten und konkreten Tipps zu Hilfsmitteln sowie Hinweisen auf regionale Beratungsangebote bleibt das forumR ein zentraler Pfeiler im Angebot der Rheumaliga Schweiz.

• Das Magazin erschien viermal in drei Landessprachen. Die Auflage gem. WEMF / SW-Beglaubigung betrug jeweils 18’194 Exemplare ( Vorjahr : 19’278 ).

Melissa Morard (links) und Silvia Jauch (rechts), die beiden Bloggerinnen und Social-Media-Botschafterinnen der Rheumaliga Schweiz

Die Jubiläumsausgabe und zugleich erste Ausgabe des Jahres warf einen Blick zurück auf vier Jahrzehnte Rheumageschichte und die Entwicklung der Patienteninformation in der Schweiz. Die zweite Ausgabe widmete sich dem differenzierten Umgang mit Medikamenten und dem Umgang mit Schmerzen. Experteninterviews und ein bewegendes Portrait zeigten auf, wie ein verantwortungsvoller Weg in der Schmerztherapie aussieht. Für die dritte Ausgabe standen unser Jahresschwerpunkt « Bewusst trainiert » sowie Inspirationen für Übungen im Alltag im Zentrum. Zum Jahresabschluss drehte sich in der vierten Ausgabe dann alles um die Kraft der Atmung.

«Schwangerschaft, Geburt und Baby-Zeit mit Rheuma» war eines der spannenden Podcast-Themen 2025.

Zu Gast bei unserer Podcastmoderatorin Carla Keller (links) war Nadine Rhême, Rheumabetroffene und Zweifachmama (rechts).

Rheuma persönlich – der Podcast, der bewegt

Der Podcast der Rheumaliga Schweiz hat sich 2025 als zentraler und wirkungsvoller digitaler Informationskanal weiter gefestigt. Die Hörerinnen- und Hörerschaft wächst kontinuierlich. Die stetig steigenden Downloadzahlen zeigen, dass das Format ein echtes Bedürfnis abdeckt und nachhaltig etabliert ist.

Die Podcasts « Rheuma persönlich » sowie « Le rhumatisme et moi » ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit rheumarelevanten Themen und erreichen Menschen in verschiedenen Lebenssituationen sowie verschiedene Altersgruppen. Durch die Kombination aus fachlicher Expertise und persönlichen Perspektiven stärkt er die Gesundheitskompetenz, vermittelt Orientierung und fördert Selbstwirksamkeit sowie Vertrauen im Umgang mit der eigenen Erkrankung.

Der Podcast griff 2025 über beide Sprachen hinweg aktuelle Themen in Form von insgesamt zehn neuen Episoden auf, darunter Schwangerschaft mit Rheuma, der verantwortungsvolle Umgang mit Schmerzmitteln, Morbus Sjögren oder Atemübungen und Resilienz.

Besonders stark nachgefragt blieben Episoden zu entzündungshemmender Ernährung, Fibromyalgie, Medikamenten bei Rheuma sowie Osteoporose. « Rheuma persönlich » umfasst per Ende 2025 45 Episoden und « Le rhumatisme et moi » bereits 18.

Ein erfreulicher Effekt zeigte sich 2025 im französischsprachigen Podcast. Der deutliche Zuwachs an Hörerinnen und Hörern stärkt die Mehrsprachigkeit der Rheumaliga Schweiz und erweitert die Reichweite und Sichtbarkeit in der Romandie.

Seit dem Start des Podcasts wurden über beide Sprachversionen hinweg rund 80’000 Downloads erzielt. Diese starke Reichweite ist auch der Integration des Podcasts in den YouTube-Kanal der Rheumaliga Schweiz zu verdanken. Der Podcast ist auf der Website der Rheumaliga Schweiz sowie bei Spotify, Apple Podcasts und weiteren PodcastPlattformen anzuhören.

Hören auch Sie einmal rein ! www.rheumaliga.ch/podcast

Bildung durch Lektüre

Warum habe ich Rheuma und was bedeutet meine Diagnose ? Wie sieht meine Prognose aus und was kann ich aktiv zur ärztlichen Behandlung beitragen ? Auch nach mehreren Konsultationen bleiben derlei Fragen häufig offen oder Missverständnisse bestehen. Hier möchten die Publikationen der Rheumaliga Schweiz einhaken, Erklärungen liefern und Verständnis schaffen. Sie beschreiben Krankheitsbilder, Risikofaktoren und Behandlungsmöglichkeiten und motivieren zu einem gesundheitsfördernden Lebensstil. Sämtliche Publikationen werden von Expertinnen und Experten ihres Faches geprüft und bemühen sich um eine verständliche Sprache. Kernstück unseres Sortiments bilden Broschüren, einschliesslich solcher in leichter Sprache in acht verschiedenen Sprachen ( Reihe « kurz & knapp » ). Hinzu kommen Faltblätter mit ergonomischen Tipps und Übungen zum Heimtraining.

Neue Publikation zu Morbus Sjögren

Die Rheumaliga Schweiz war 2025 mit drei grossen Publikationsprojekten beschäftigt, wovon eines – aber ein wichtiges – noch vor Jahresende abgeschlossen werden konnte : das zu « Morbus Sjögren ». Die neue Broschüre schliesst nicht nur eine Lücke im Verlagsprogramm, sondern hoffentlich auch Wissens- und Verständnislücken bei den Betroffenen, deren Angehörigen und allen, die mit dieser eher seltenen chronisch-entzündlichen Rheumaerkrankung zu

tun haben. Übrigens wurde das Autorenteam während der Bearbeitung der Texte darauf aufmerksam, dass die Krankheit 2025 ihren Namen wechselte, von « Sjögren-Syndrom »

zu « Morbus Sjögren ». So bekam die Broschüre den topaktuellen Titel.

• Die Rheumaliga Schweiz gibt rund fünfzig Titel in drei Sprachen heraus. Gesamthaft wurden im Jahr 2025 gegen 178’000 Exemplare abgegeben. Das ist eine Zunahme von 11 % gegenüber dem Vorjahr.

Die neue Broschüre zur chronisch-entzündlichen Rheumaerkrankung

Morbus Sjögren

Dienstleistungen

Rheumaerkrankungen erfordern eine schnelle, gezielte und vor allem korrekte Behandlung. Die ersten Ansprechpartner für Betroffene sind meist Hausärztinnen und Hausärzte sowie weitere Health Professionals. Die Rheumaliga Schweiz setzt sich intensiv dafür ein, dass diese wichtigen Ansprechpersonen gut über Rheuma informiert sind. Aus diesem Grund organisiert sie seit über dreissig Jahren Fortbildungen für medizinische Fachpersonen.

Die Bewegungskurse in den kantonalen und regionalen Ligen zeichnen sich durch fundierte fachliche Qualität aus, die auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand basiert. Zur Sicherstellung dieser Qualität ist eine gezielte Fortbildung der Kursleitenden erforderlich. Deshalb bietet die Rheumaliga Schweiz jedes Jahr ein umfangreiches Fortbildungsangebot für Kursleitende, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten und Mitarbeitende der Rheumaliga an.

Darüber hinaus organisiert die Rheumaliga Schweiz in kleinerem Rahmen auch überregionale Veranstaltungen für Betroffene, wie beispielsweise den Familientag in der Deutschschweiz.

Kurse für Fachpersonen

Update Rheumatologie für Hausärztinnen und Hausärzte

Seit über 30 Jahren bietet die Rheumaliga Schweiz Hausärztinnen und Hausärzten ein kompaktes « Update Rheumatologie ». Die schweizweite Fortbildungsreihe widmet sich jährlich mit Referaten und interaktiven Workshops einem rheumatologischen Schwerpunktthema. 2025 lautete das Thema « Rückenschmerzen – Daily Business in der hausärztlichen Praxis ? ! ».

• Es konnten 7 Update-Fortbildungen ( Vorjahr : 8 ) durchgeführt werden. Insgesamt bildeten sich 353 Hausärztinnen und Hausärzte weiter ( Vorjahr : 277 ).

Apothekerinnen und Apotheker

Die Fortbildungen für Pharmazeutinnen und Pharmazeuten dienen nicht nur der Wissensvermittlung, sondern fördern auch den Dialog zwischen der Ärzteschaft und Apothekerinnen und Apothekern. Die Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit den regionalen « pharmActuel »-Verbänden organisiert.

Aufgrund abnehmender Teilnehmendenzahlen und einer geplanten Konzeptüberarbeitung wurden die Apothekerfortbildungen 2025 mehrheitlich pausiert.

• An 1 ( Vorjahr : 4 ) Abendveranstaltung bildeten sich 28

Apothekerinnen und Apotheker weiter ( Vorjahr : 275 ).

Medizinische Praxisassistent*innen

Auch für medizinische Praxisassistentinnen und -assistenten ( MPAs ) in einer Rheumatologie- oder Hausarztpraxis ist es wichtig, stets auf dem neusten Wissensstand zu sein. Die Fortbildungen zu unterschiedlichen rheumatologischen Themen finden in Kooperation mit den Sektionen des SVA statt. Auch bei den MPAs wurden die Fortbildungen 2025 reduziert.

Eine tiefergehende, spezielle Befähigung von Betroffenen können MPAs mit einer Ausbildung im Projekt KOMPASS leisten ( siehe Seite 23 ).

Health Professionals

Unverzichtbarer Therapieteil in der Behandlung von Rheumabetroffenen sind Bewegung und Training. Die kantonalen / regionalen Rheumaligen bieten mit hoher fachlicher Kompetenz eine grosse Anzahl unterschiedlicher Bewegungskurse an ( siehe auch Seite 31 ). Dabei hat die Rheumaliga Schweiz mit ihren Fortbildungen für Kursleitende eine wichtige Rolle im Rahmen der Qualitätssicherung inne. Besonders beliebt sind die fünf nationalen Kursprogramme : Rückentraining « Active Backademy », Osteoporose-Gymnastik « Osteogym » sowie das Wassertraining « Aquawell » und das sanfte Wassertraining « Aquacura ». Das Kurskonzept « EverFit » sorgt zudem für Bewegung und Balance im Alter.

KOMPASS

Ein zentrales Anliegen der Rheumaliga Schweiz ist es, Menschen mit rheumatischen Erkrankungen im Alltag zu unterstützen und sie zu befähigen, eine gute Lebensqualität zu erreichen. Das Projekt KOMPASS bietet hierfür einen wirkungsvollen Rahmen zur Förderung des Selbstmanagements bei Betroffenen von Arthritis (Rheumatoide Arthritis, Psoriasis Arthritis, Morbus Bechterew / axSpA), Gicht und Osteoporose. Medizinische Praxisassistentinnen und -assistenten (MPA) sowie medizinische Praxiskoordinatoren und -koordinatorinnen (MPK) aus rheumatologischen und Hausarztpraxen können nach einer spezifischen Weiterbildung Beratungen anbieten und somit auch ihre beruflichen Kompetenzen gezielt erweitern.

• 92 MPAs ( Vorjahr : 215 ) haben an 4 Fortbildungen ihr Wissen im Bereich Rheumatologie vertieft ( Vorjahr 11 ).

• 228 Health Professionals ( Vorjahr : 272 ) haben 2025 an 8 Fortbildungen der Rheumaliga Schweiz teilgenommen ( Vorjahr : 12 ).

Die Lebensqualität und Autonomie der Betroffenen werden gestärkt, was wesentlich dazu beiträgt, dass sich das gesundheitsförderliche Verhalten bei den Betroffenen nachhaltig etabliert.

• 2025 führten 36 MPAs / MPKs in 35 Rheuma- bzw.

Allgemeinpraxen erfolgreich Beratungen durch.

• Insgesamt wurden 510 Beratungsstunden durchgeführt (Vorjahr: 370).

• Bis Ende 2025 haben insgesamt 197 Rheumabetroffene die Beratung abgeschlossen (Vorjahr: 218).

In Anbetracht des Fachärztemangels in der Rheumatologie bietet KOMPASS eine zukunftsweisende und niederschwellige Versorgungslösung. Das Beratungskonzept umfasst Inhalte aus den Bereichen Bewegung, Ernährung, Gelenkschutz, Frakturvermeidung, Komplementärmedizin, Medikation, Wissen über die Erkrankung sowie den Umgang mit Schmerzen und die Bewältigung des Krankheitsalltags. Insgesamt zeigt die Evaluation der Rheumaliga Schweiz auf Ebene der Betroffenen, dass diese nach den Beratungen besser informiert sind und einen selbstbewussteren Umgang mit ihrer Krankheit erlernt haben. Die individuelle 1:1-Beratung stärkt nicht nur die Patientenbindung an die Praxis, sondern auch das gegenseitige Vertrauen und Engagement. Die Patientinnen und Patienten beurteilen ihren Gesundheitszustand durch die gewonnene Eigenkompetenz positiver und fühlen sich bestärkt, eigenständig aktiv zu werden. Sie lernen, Krankheitssymptome besser wahrzunehmen, einzuordnen und entsprechend zu handeln, was ihre Rolle als Expertinnen und Experten in eigener Sache festigt.

Familientag – Vernetzung und Stärkung für Familien

Der Alltag mit einem rheumabetroffenen Kind stellt die gesamte Familie vor besondere Herausforderungen. Um den Austausch unter den Familien zu fördern und fundiertes Wissen zu vermitteln, organisierte die Rheumaliga Schweiz auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Pädiatrischen Rheumatologie Schweiz am 22. November 2025 den nationalen Familientag. Rund um das Seminarhotel Bocken in Horgen (ZH) trafen sich Kinder, Jugendliche und deren Eltern zu einem Tag, der Information mit Spiel und Bewegung verband und geballtes Fachwissen zugänglich machte.

Das Programm bot massgeschneiderte Angebote für alle Altersgruppen: Während Eltern in Basisreferaten Orientierungshilfe erhielten oder beim Pilates Kraft tankten, setzten sich Jugendliche in Austauschrunden mit Fachpersonen und einem Selbstverteidigungskurs mit ihrer Situation auseinander. Ein zentrales Referat zum Thema «Rheuma im Klassenzimmer» gab wertvolle Impulse für den Schulalltag. Die jüngeren Kinder entdeckten derweil das Gelände spielerisch bei einem Orientierungslauf oder beim GrittibänzBacken.

• 84 Teilnehmende aus 24 Familien nutzten die Gelegenheit am diesjährigen Familientag, um sich zu informieren und zu vernetzen (Vorjahr: 117 Teilnehmende aus 32 Familien).

Fachexpertinnen und -experten aus Medizin, Psychologie, Physiotherapie und dem Schulwesen standen den Familien den ganzen Tag über für persönliche Gespräche zur Verfügung. Dank des SOS-Fonds der Rheumaliga Schweiz war die Teilnahme für alle Betroffenen unabhängig von ihrer finanziellen Situation möglich. Der Erfahrungsaustausch am Ende der Veranstaltung verdeutlichte ausserdem: Die Gewissheit, mit der Diagnose nicht allein zu sein, stärkt die Zuversicht und Widerstandskraft der betroffenen Familien nachhaltig.

Gritibänz-Backen am diesjährigen Familientag der Rheumaliga Schweiz

Beratungen

Mit einem Team von vier Physiotherapeutinnen, einer Ergotherapeutin und einer Ärztin bietet die Rheumaliga Schweiz ein vielfältiges Beratungsangebot an. Betroffene und Angehörige, aber auch Fachpersonen, die spezielle Informationen zu rheumatischen Themen benötigen, können zu Bürozeiten telefonisch oder schriftlich per Mail um Rat fragen. Zudem arbeitet die Rheumaliga Schweiz in der Deutschschweiz mit einer Psychologin und einer Ernährungsberaterin zusammen. Diese Beratungen können nach Wunsch vor Ort, telefonisch oder online durchgeführt werden.

Die Beratungen sind für alle Personen kostenlos und werden auf Deutsch, Französisch und Italienisch angeboten. Das Angebot ist sehr niederschwellig und alle Anfragen werden zeitnah beantwortet.

Wird in einem Beratungs-Gespräch deutlich, dass vertiefte Unterstützung ( beispielsweise Fragen zu Sozialversicherungen oder finanziellen Themen ) notwendig ist, erfolgt eine Vermittlung an die Fachstellen der kantonalen / regionalen Rheumaligen. Diese Fachstellen bieten fundierte persönliche Beratungen und kompetente Sozialberatung an. Die Erfahrung zeigt, dass in meist kurzen Gesprächen eine grosse Wirkung erzielt wird und Betroffene nicht nur ihr Wissen erweitern, sondern auch ein Stück Sicherheit erhalten.

Sehr häufig wenden sich Personen nach einer Erstdiagnose einer entzündlich rheumatischen Autoimmunerkrankung an die Beraterinnen der Rheumaliga Schweiz. Die Diagnose ist ein Schock und viele Fragen stehen im Raum, mit denen sich die Betroffenen überfordert fühlen. Hier kann die Rheumaliga mit den Betroffenen eine Auslegeordnung machen und sie auffangen. Weitere häufige Anliegen betreffen die Erkrankungen Fibromyalgie, Rückenschmerzen, Osteoporose und Polymyalgie rheumatica. Auch seltene Erkrankungen, wie beispielsweise das Ehlers-Danlos-Syndrom, Morbus Sjögren oder das SAPHO-Syndrom, sind oft Themen der Anfragen. Weiter kommen viele Fragen zu CBD ( Cannabidiol ) und Medikamenten ( vor allem Biologika, Cortison und Osteoporose-Medikamente ), zu Bewegungsempfehlungen und zur Ergonomie.

• 2025 wurden insgesamt 534 Fachberatungen in Deutsch, Französisch und Italienisch durchgeführt ( Vorjahr : 761 ).

Sturzprävention

Sturzprävention : Sicher und selbstständig im eigenen Zuhause

In der Schweiz verletzen sich jährlich über 88’000 Seniorinnen und Senioren bei Sturzunfällen, die medizinische Folgen nach sich ziehen. Besonders alarmierend ist, dass sich über die Hälfte dieser Unfälle innerhalb der eigenen Wohnung oder im unmittelbaren häuslichen Umfeld ereignen. Vor diesem Hintergrund ist das Engagement der Rheumaliga Schweiz im Bereich der Sturzberatung von entscheidender Bedeutung : Es leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Menschen trotz körperlicher Einschränkungen so lange wie möglich selbstbestimmt zu Hause wohnen können. Das bewährte Programm « Sicher durch den Alltag » wurde auch im Jahr 2025 konsequent weitergeführt. Das Angebot basiert auf wissenschaftlich fundierten Hausbesuchen durch spezialisierte Physio- und Ergotherapeutinnen. Diese prüfen den Wohnraum auf Gefahren, geben individuelle Empfehlungen zur Sturzvermeidung ab und zeigen spezifische Übungen zur Verbesserung der Kraft und des Gleichgewichts.

• 2025 konnten insgesamt 260 Abklärungen durchgeführt werden ( im Vergleich zu 196 Abklärungen im Vorjahr ), wobei das Durchschnittsalter der Teilnehmenden bei 81.5 Jahren lag.

Sturz als Krankenpflege-Leistungsverordnung

Für die Rheumaliga Schweiz markiert das Jahr 2025 einen historischen Meilenstein : Im Juni entschied das Eidgenössische Departement des Innern, die aufsuchende Sturzrisikoabklärung und -beratung offiziell in den Leistungskatalog der obligatorischen Krankenpflegeversicherung ( OKP ) aufzunehmen. Dieser Erfolg krönt das zehnjährige Jubiläum eines Programms, das seit seiner Einführung im Jahr 2015 durch über 6’000 Hausbesuche massgeblich zur Sicherheit von Seniorinnen und Senioren beigetragen hat. Wissenschaftliche Belege unterstreichen die enorme Bedeutung dieser Arbeit : Fast die Hälfte der medizinisch behandelten Stürze kann durch das spezifische Rheumaliga-Konzept vermieden werden. Bis heute wurden dadurch schätzungsweise 1’900 Stürze verhindert.

Im Bereich der Finanzierung setzte die Organisation auf Innovation und betrat Neuland, indem sie direkt mit dem Bundesamt für Gesundheit ( BAG ) und den Einkaufsgemeinschaften der Versicherer ( tarifsuisse, HSK und CSS ) über eine nationale Pauschale in den Dialog trat. Das Ziel besteht darin, die Sinnhaftigkeit einer effizienten Pauschalvergütung zu untermauern und somit eine nachhaltige und kostendeckende Lösung für das gesamte Gesundheitssystem sicherzustellen, während gleichzeitig das Risiko einer Mengenausweitung minimiert wird. Dieser Dialog ist noch nicht abgeschlossen und wird 2026 fortgesetzt, damit die Sturz -

beratung der Zielbevölkerung künftig zur Verfügung steht.

Parallel dazu wurden die operativen Vorbereitungen intensiv vorangetrieben. Auch die technische und qualitative Infrastruktur wurde im Berichtsjahr evaluiert. Zudem wur -

de ein Qualitätssicherungssystem ( QSS ) erarbeitet, um die hohen Standards des Rheumaliga-Konzepts schweizweit zu garantieren und die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Physio- und Ergotherapie zu stärken.

Hilfsmittel

Im April setzte die Rheumaliga Schweiz mit der Publikation des neuen Hilfsmittel-Katalogs 2025 / 26 in den drei Landessprachen einen bedeutenden Akzent, um die Verfügbarkeit und Sichtbarkeit von Alltagshilfen schweizweit zu fördern.

• Der Hilfsmittel-Katalog der Rheumaliga Schweiz wurde insgesamt 28’716-mal bestellt.

Kleine Helfer, grosse

Wirkung

Die Verkaufsstatistik des vergangenen Jahres belegt die grosse Nachfrage nach praktischen Lösungen : An der Spitze der fünf meistverkauften Produkte stand der Flaschenöffner « Pet Boy », gefolgt vom Sockenanzieher, festen Griffverdickungen, dem Multiöffner sowie weichen Massagebällen. Dieser Erfolg gründet auf einer sorgfältigen Sortimentsgestaltung, die sich an strikten Aufnahmekriterien wie Ergonomie, Anwendernutzen, Lebensdauer, Verarbeitungsqualität und Sicherheit orientiert. Über den reinen Verkauf hinaus zeichnet sich der Shop der Rheumaliga Schweiz durch eine hohe Beratungskompetenz und eine bewusste Standortpolitik aus. Die Zusammenarbeit mit Schweizer Firmen und insbesondere mit Institutionen für Menschen mit Beeinträchtigungen wird in den Vordergrund gestellt.

«Man kann sich unsere Alltagshilfen wie einen Werkzeugkasten für die Freiheit vorstellen : Wo die eigenen Gelenke an Kraft verlieren, füllen sie die Lücke, damit die Türe zur Eigenständigkeit im Alltag weit offen bleibt.»

Karin Imholz, Leiterin Gesundheitsversorgung und Prävention

• Diese Hilfsmittel wurden in 2025 neu ins Sortiment aufgenommen:

— Zehenreiniger

— Ersatzbezüge zu Zehenreiniger

— Kehrgarnitur mit langem Stiel

— Trainingsband Level 4, lang

• 2025 wurden insgesamt 36’137 Hilfsmittel verkauft

( Vorjahr 39’210 ).

Mit Blick auf das Jahr 2026 plant die Organisation, die Lagerbewirtschaftung zu optimieren, das Produktsortiment gezielt weiterzuentwickeln und die Beschaffungsprozesse effizienter zu gestalten. Diese kontinuierliche Verbesserung stellt sicher, dass die Betroffenen auch künftig auf hochwertige Unterstützung zählen können

Gutes tun, das bleibt – Vermächtnisse an die Rheumaliga Schweiz Testamentarische Zuwendungen sind für die Rheumaliga Schweiz seit vielen Jahren eine wertvolle und tragende Säule. Sie stehen für ein tiefes Vertrauen und für den Wunsch, über das eigene Leben hinaus Wirkung zu entfalten. Immer wieder zeigen uns Menschen, dass sie mit ihrem Nachlass einen nachhaltigen Beitrag zur Unterstützung von Betroffenen leisten wollen und so die Zukunft der Rheumaversorgung mitgestalten wollen.

Für diese besondere Form der Verbundenheit ist die Rheumaliga Schweiz ausserordentlich dankbar. Jede Berücksichtigung in einem Testament ist Ausdruck von Wertschätzung und Verantwortung – und ermöglicht es uns, unsere Arbeit langfristig und verlässlich weiterzuführen. Gross blieb auch im Jahr 2025 das Interesse am Testamentratgeber. Er bietet eine klare, praxisnahe Orientierung und zeigt Schritt für Schritt auf, wie ein rechtsgültiges Testament einfach selbst verfasst werden kann.

Ergänzend dazu führte die Rheumaliga Schweiz im September 2025 zwei Webinare in deutscher und französischer Sprache durch. Die Teilnehmenden erhielten kompakte und verständliche Informationen rund um die Testamentserstellung sowie die Möglichkeit, eine gemeinnützige Organisation zu berücksichtigen. Aufgrund der positiven Resonanz ist geplant, dieses Informationsangebot auch im Jahr 2026 weiterzuführen.

Anlässlich des internationalen Tags des Testaments am 13. September 2025 hat die Rheumaliga Schweiz mit mehreren digitalen Beiträgen auf die Bedeutung einer vorausschauenden Nachlassregelung aufmerksam gemacht.

Leistungen der Mitgliederorganisationen

Kurse für Betroffene

Die kantonalen / regionalen Rheumaligen sowie die nationalen Patientenorganisationen bieten ein sehr vielseitiges Kursangebot, das von ausgebildeten Fachkräften durchgeführt wird. Besonders beliebt sind die fünf nationalen

Kurskonzepte: Rückentraining « Active Backademy », Osteoporosetraining « Osteogym », Bewegung und Balance im Alter « Everfit », Wassertraining « Aquawell » und die therapeutische Wassergymnastik « Aquacura ».

Das Kerngeschäft Kurswesen hat im Vergleich zu den Vorjahren einen weiteren Aufschwung erlebt. Viele kantonale und regionale Rheumaligen sowie Mitgliederorganisationen konnten ihr Kursangebot im Vergleich zum Vorjahr ausbauen und neue Teilnehmende rekrutieren. Dies ist eine sehr erfreuliche Entwicklung.

• Mehr als 33’221 Personen haben 2025 in der ganzen Schweiz an Kursen der Mitgliederorganisationen der Rheumaliga Schweiz teilgenommen ( Vorjahr: 32’355 ).

• Rund 3’379 Kurse wurden 2025 insgesamt durchgeführt ( Vorjahr: 3’330 ).

Beratung

Menschen mit Rheuma und ihre Angehörigen haben viele Fragen. In den kantonalen / regionalen Rheumaligen erhalten sie vielseitige, professionelle Beratung und in den Patientenorganisationen finden sie den wichtigen Austausch mit anderen Betroffenen. Das Spektrum der Beratungsangebote ist gross. Besonders wichtig und gefragt ist die Sozialberatung. Diese war 2025 gefragter denn je.

• 2025 wurden von den Mitgliederorganisationen mehr als 11’228 Sozialberatungen durchgeführt ( Vorjahr: 10’789 ).

Unterstützung der Selbsthilfegruppenarbeit

Hilfe zur Selbsthilfe ist für sehr viele Betroffene und ihre Angehörigen ein wichtiges Standbein bei der Bewältigung des täglichen Lebens.

• 2025 wurden insgesamt 111 Gruppen verzeichnet ( Vorjahr: 114 ).

• An 479 Treffen ( Vorjahr: 489 ) haben mehr als 2’605 Personen teilgenommen ( Vorjahr: 2’791 ).

Kooperation und Engagement

Schlüsselpartner SGR

Bei der umfassenden Versorgung von Rheumabetroffenen ist die enge Zusammenarbeit der Rheumaliga Schweiz mit der Schweizerischen Gesellschaft für Rheumatologie ( SGR ) seit vielen Jahren zentral.

Der drohende Fachärztemangel und die wachsenden Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten machen einen Strukturwandel und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unabdingbar. Die enge Zusammenarbeit der SGR mit der Rheumaliga Schweiz ist dabei ein wichtiger Baustein und soll stetig weiter vertieft werden.

In der integrierten Versorgung ist Interprofessionalität ein Kernelement des Chronic-Care-Managements. Denn mit einer intensiven Zusammenarbeit kann eine Optimierung der gemeinsamen Versorgung von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen erreicht und durch Synergien können Ressourcen zweckmässiger und wirtschaftlicher eingesetzt werden.

2025 hatten die im Strategieprozess von 2022 definierten gemeinsamen Ziele der SGR und der Rheumaliga Schweiz weiterhin Gültigkeit:

• Der Ärzteschaft die Angebote und Dienstleistungen der Rheumaliga Schweiz vermitteln und die Wahrnehmung der Rheumaliga Schweiz stärken

• Die Zusammenarbeit von SGR und der Rheumaliga Schweiz festigen und sichtbar machen, sodass sie zu einer Selbstverständlichkeit wird

• In Zusammenarbeit die Patientinnen- und Patientensicherheit und Versorgungsqualität erhöhen

hpr

Alle nicht ärztlichen Gesundheitsfachpersonen in der Rheumatologie sind im Verein der Health Professionals in Rheumatology Switzerland (hpr) vertreten. Gemäss dem 3-Säulen-Prinzip der EULAR (siehe Seite 34 ) stehen hpr, die SGR und die Rheumaliga Schweiz in einem engen Austausch.

Alle Beteiligten sind sich darüber einig, dass die optimale Versorgung von Rheumabetroffenen nur gelingt, wenn die drei Säulen ineinandergreifen. So stellt die Rheumaliga Schweiz auch ein Mitglied des hpr-Vorstands. Zudem findet im Rahmen des jährlichen nationalen Rheumatologie-Kongresses ein Symposium für Health Professionals mit gemeinsamen Sessions der Rheumatologinnen und Rheumatologen statt, in die sich auch die Rheumaliga Schweiz einbringen kann.

EULAR

Die Rheumaliga Schweiz schätzt den internationalen Austausch. Sie ist daher Mitglied der EULAR ( European Alliance of Associations for Rheumatology ) und bringt sich an den regelmässig stattfindenden europäischen EULAR-Kongressen aktiv mit Vorträgen und Poster-Präsentationen ein. In diesem Jahr fand der EULAR-Kongress vom 11. bis 14. Juni in Barcelona statt.

Geliko

Die Rheumaliga Schweiz ist seit vielen Jahren aktives Mitglied der Geliko – der Schweizerischen GesundheitsligenKonferenz. Die Geliko vertritt die Interessen von Menschen mit chronischen Krankheiten in der Gesundheits- und Sozialpolitik und kämpft gegen negative gesundheitliche, finanzielle und soziale Folgen von chronischen Krankheiten.

Zur Erreichung ihrer Ziele arbeitet die Geliko gemeinsam mit der Rheumaliga Schweiz und den weiteren Mitgliedern an der politischen Meinungsbildung, der Entwicklung strategischer Grundlagen und deren Umsetzung, dem themenbezogenen Austausch sowie der Verbesserung von Versorgungs- und Unterstützungsangeboten. So erbringt sie Leistungen zur Förderung der sozialen Eingliederung von Menschen mit Beeinträchtigungen gemäss Art. 74 IVG und setzt sich gesundheitspolitisch für eine verfassungskonforme Umsetzung der Tabakproduktegesetzgebung sowie für

ein nationales Tabak- und Nikotinmonitoring ein. Zudem engagiert sie sich für eine bessere Balance zwischen Kuration und Prävention im KVG, stärkt die Selbstmanagement-Kompetenz bei chronischen Krankheiten über die Plattform SELF und das Forum SELF und bündelt ihre Kräfte durch Vernetzung mit Partnerorganisationen.

Die Regionalen Anlaufstellen REAS sind ein gemeinsames Projekt der Geliko, der Fachhochschule Nordwestschweiz, Olten, der HETSL ( HES-SO ), Lausanne, und unterstützen Menschen mit Mehrfachbelastungen durch koordinierte, massgeschneiderte Hilfsangebote. Nach dem erfolgreichen Aufbau in drei Kantonen ( 2020–2024 ) mit nachgewiesener positiver Wirkung wird, im Auftrag von Gesundheitsförderung Schweiz, das Projekt ab 2025 in einer vierjährigen Übergangsphase weitergeführt und auf weitere Regionen ausgebaut. Parallel dazu werden Finanzierung, Qualitätssicherung und Wirkungsmonitoring systematisch weiterentwickelt, mit dem Ziel eines nachhaltigen Dauerbetriebs.

«Wir beraten, bewegen und begleiten.»

Das Team der Rheumaliga Schweiz

Kommentar zur Jahresrechnung 2025

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Ein ereignisreiches Geschäftsjahr liegt hinter uns. Es war geprägt von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlichen Unsicherheiten und einem anspruchsvollen Umfeld. Unsere Mitarbeitenden haben jedoch mit grossem Engagement dazu beigetragen, dass die Rheumaliga Schweiz weiterhin als verlässliche Partnerin für ihre Mitglieder sowie im gesundheitlichen Umfeld auftreten konnte.

Die Rechnung 2025 schliesst mit einem Verlust von CHF -313’686 ab. Gegenüber dem Budget 2025 ( Verlust von CHF -527’906 ) bedeutet dies eine Besserstellung von CHF 214’220 und hat damit die Erwartungen übertroffen. Der Zentralvorstand ist sich bewusst, dass die Geldmittel sehr unterschiedlich fliessen, und setzt sie auch zielbewusst in nachhaltigen Projekten zugunsten der Rheumapatientinnen und -patienten ein.

Die Budgetvorgaben bzw. die einzelnen Aufwandpositionen sind insgesamt sehr gut eingehalten worden. Dies zeugt von einer guten Kostenkontrolle und ist in der heutigen Zeit sehr wichtig. Weitere Details zum Jahresabschluss 2025 sowie Erläuterungen finden Sie auf den nachfolgenden Seiten.

Einerseits stehen in den kommenden Jahren massive Investitionen in das Digitalisierungsprojekt an und andererseits müssen kreative Wege gefunden werden, um die Finanzlücken einigermassen schliessen zu können. Investi-

tionen sind kostspielig, jedoch wichtig und nötig, um den künftigen Herausforderungen gerecht zu werden. Die verantwortlichen Personen arbeiten mit Zuversicht und grossem Engagement an den Projekten.

An dieser Stelle bedanke ich mich für die verschiedenen

Spenden und zugesprochenen Legate im Namen der Rheumaliga Schweiz. Dank Ihrer Spenden können wir Projekte verwirklichen und uns für Menschen mit rheumatischen Erkrankungen in der ganzen Schweiz einsetzen.

Danke, dass Sie uns auch weiterhin unterstützen und sich für unsere Arbeit interessieren.

Kurth Birri

Quästor Rheumaliga Schweiz

2025 Ausgaben 2025

Dienstleistungen *

Mittelbeschaffung

Öffentliche Hand

Mittelbeschaffung

Stiftungen

Spenden

Legate

* Sponsoringerträge im Umfang von CHF 421’450 sind bei den Dienstleistungen integriert.

Projekt-/Dienstleistungsaufwand Mittelbeschaffung Administration

Bericht der Revisionsstelle zur eingeschränkten Revision

Bericht der Revisionsstelle zur eingeschränkten Revision an die Delegiertenversammlung der Rheumaliga Schweiz

Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung (Bilanz, Betriebsrechnung, Geldflussrechnung, Rechnung über die Veränderung des Kapitals und Anhang) der Rheumaliga Schweiz für das am 31. Dezember 2025 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. In Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER 21 unterliegen die Angaben im Leistungsbericht keiner Prüfungspflicht der Revisionsstelle.

Für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den Kern-FER, den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten ist der Zentralvorstand verantwortlich, während unsere Aufgabe darin besteht, die Jahresrechnung zu prüfen. Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich Zulassung und Unabhängigkeit erfüllen. Unsere Revision erfolgte nach dem Schweizer Standard zur Eingeschränkten Revision. Demnach ist diese Revision so zu planen und durchzuführen, dass wesentliche Fehlaussagen in der Jahresrechnung erkannt werden. Eine eingeschränkte Revision umfasst hauptsächlich Befragungen und analytische Prüfungshandlungen sowie den Umständen angemessene Detailprüfungen der beim geprüften Unternehmen vorhandenen Unterlagen. Dagegen sind Prüfungen der betrieblichen Abläufe und des internen Kontrollsystems

sowie Befragungen und weitere Prüfungshandlungen zur Aufdeckung deliktischer Handlungen oder anderer Gesetzesverstösse nicht Bestandteil dieser Revision.

Bei unserer Revision sind wir nicht auf Sachverhalte gestossen, aus denen wir schliessen müssten, dass die Jahresrechnung kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage in Übereinstimmung mit den Kern-FER vermittelt und nicht dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht.

Zürich, 27. März 2026 BDO AG

Bilanz per 31. Dezember 2025

Aktiven 2025 CHF 2024 CHF

Umlaufvermögen

Flüssige Mittel 493’301 164’503

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 248’459 334’214

Wertberichtigungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -47’100 -42’500

Übrige kurzfristige Forderungen 88’929 94’649

Vorräte 148’000 254’700

Aktive Rechnungsabgrenzungen 20’190 11’452

Verbindlichkeiten aus

und Leistungen

kurzfristige Verbindlichkeiten

Fondskapital (zweckgebundene Fonds)

Manuel Lüthi i.V. Pirmin Real

Leitender Revisor

Zugelassener

Revisionsexperte

Anlagevermögen

Finanzanlagen und Beteiligungen 2’839’568 3’487’348

Mieterkautionen 41’038

Organisationskapital

Anlagen

Betriebsrechnung 2025

Erhaltene zweckfreie Spenden

Ertrag Rheumaspende

Spendenanteile Mitgliederorganisationen (inkl. Zuweisung Projektfonds)

Erbschaften und Legate

Projektbeiträge Dritter

An Mitgliederorganisationen verrechnete Aufwandsanteile

Ergebnis vor Veränderung des Fondskapitals

Jahresergebnis (vor Veränderung des Organisationskapitals) -313’686 -450’555

Die vollständige und revidierte Jahresrechnung sowie der Revisionsbericht sind auf der Website rheumaliga.ch abrufbar und werden allen Interessierten auf Wunsch kostenlos zugestellt.

Sponsoren

• A. Menarini AG, Zürich

• AbbVie AG, Cham

• AstraZeneca AG, Zürich

• Boehringer Ingelheim (Schweiz) GmbH, Zürich

• CSL Vifor AG, St. Gallen

• Gebro Pharma AG, Thal Gau

• IBSA Institut Biochimique SA, Baar

• iQone Healthcare Switzerland SA, Versoix

• Janssen Cilag AG (Johnson & Johnson), Schaffhausen

• Nordic Pharma GmbH, Zürich

• Novartis Pharma Schweiz AG, Rotkreuz

• Pfizer AG, Zürich

• Roche Pharma (Schweiz) AG, Basel

• Sandoz Pharmaceuticals AG, Rotkreuz

• Sanofi AG, Vernier

• SchlafTEQ AG, Zürich

• Senevita AG, Muri bei Bern

• UCB Pharma AG, Bulle

• Verfora AG, Villars sur Glâne

• Viatris Pharma GmbH, Steinhausen

• Vita Health Care AG, Zürich

• ZetLab, Zürich

Firmenspenden

• MS Direct Group

• Stiftungen

• Armin & Jeannine Kurz Stiftung, Zürich

• Barbara Spengler Stiftung, Wittenbach

• Beisheim Stiftung, Baar

• Carl und Elise Elsener-Gut Stiftung, Ibach

• Carl und Mathilde Thiel-Stiftung, Küsnacht

• Claire Sturzenegger-Jeanfavre Stiftung, Basel

• David Bruderer Stiftung, Uitikon

• DEAR Foundation - Solidarité Suisse, Affoltern am Albis

• Ernst Göhner Stiftung, Zug

• Fondation Jean et Linette Warnery, Morges

• Fondation Petram, Fribourg

• Gesundheitsförderung Schweiz, Lausanne

• Hans Marti Stiftung, Reinach BL

• Hirzel-Callegari Stiftung, Zürich

• Irène und Max Gsell Stiftung, Bern

• Lazarus Stiftung, Winterthur

• Linsi Foundation, Stäfa

• MBF Foundation, Basel

• MIKIBA Stiftung, Triesen

• Otto Gamma Stiftung, Zürich

• Paul und Ida Rohner-Schweizer Stiftung, Walzenhausen

• Spendenstiftung Bank Vontobel, Zürich

• St. Anna Stiftung, Luzern

Die Rheumaliga Schweiz dankt all ihren Spendern und ihren Legategeberinnen und -gebern sehr herzlich für ihre grosszügige Unterstützung. Aus Datenschutzgründen verzichten wir auf eine namentliche Nennung im Jahresbericht. Unser Dank gilt auch allen Sponsoren, Stiftungen und Firmen, die im Jahresbericht nicht genannt werden wollen.

Nationale Geschäftsstelle

Geschäftsleitung

• Annette Stolz (Geschäftsleiterin)

Mitarbeitende

• Elisabeth Albertini (Partnerschaften & Projekte)

• Paulina Appel (Administration Alltagshilfen, seit August 2025)

• Marina Azarhoush (IT-Projektleiterin)

• Sabina Baggenstos (Digital & Multimedia Managerin)

• Katrin Bleil (Leiterin HR & Administration)

• Bea Bürgi (Administration Alltagshilfen)

• Andrea Burger (Kurse Romandie & Fachberatung)

• Zoé Burkhard (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)

• Irina Christener (Administration Kurse & IT, seit März 2025)

• Vivian Decker (Projektleiterin Kommunikation & Operations, seit April 2025)

• Patrick Frei (Redaktor)

• Marina Frick (Kurse Update Rheumatologie, bis April 2025)

• Nadja Gensterblum (Administration Sturzprävention & Fachberatung, seit April 2025)

• Natalie Georgiadis (Fachberatung)

• Lorella Giacca (Verantwortliche BSV & Datenschutz)

• Rocio Guzman (Administration Hilfsmittel und Sturzprävention, bis April 2025)

• Karin Imholz (Leiterin Gesundheitsversorgung und Prävention, seit April 2025)

• Christina Lanz (Administration Alltagshilfen & IT)

• Julia Kind (Leiterin Kommunikation & Marketing, bis Dezember 2025)

• Fabienne Moser (Projektleiterin Webshop, bis August 2025)

• Sybille Peter (Administration Alltagshilfen, seit September 2025)

• Daria Rimann (Public Relations & Projekte)

• Tina Spichtig (Public Relations & Medien und Fundraising)

• Remo Stücheli (Partnerschaften & Projekte, seit Januar 2025)

• Péter Tamás (Administration)

• Daniela Vigano (Administration Sturzprävention & Fachberatung)

• Rita Waldmeier (Administration)

• Judith Wendler (Buchhaltung)

• Stefanie Wipf (Leiterin Bildung & Projekte)

• Barbara Zindel (Co-Leiterin Dienstleistungen, bis April 2025)

• Chiara Zivkovic (Lernende, seit August 2025)

Sekretariat SGR / Geliko

• Anna Hohenegger (Geschäftsleiterin SGR)

• Manuela Erb (Assistentin SGR)

• Erich Tschirky (Geschäftsführer Geliko)

• Franziska Casagrande (Assistentin Geliko)

Stellenprozente

Per Ende 2025 waren insgesamt 28 Mitarbeitende ( Vorjahr

26 ) mit einem Total von 2060 Stellenprozenten ( Vorjahr 1830 ) angestellt, sowie 15 Stellenprozente ( Vorjahr 12 ), welche von externen Teilzeitbeschäftigten geleistet wurden. Dazu kommen 200 Stellenprozente ( Vorjahr 200 ) für die Schweizerische Gesellschaft für Rheumatologie und die Geliko.

Ehrenmitglieder

• Dr. med. André Aeschlimann, Binningen

• Dr. med. Hans-Ulrich Auer, Aarau

• Gisela Dalvit, Oberrieden

• Dr. med. Margrit Eggenberger, Molinazzo

• Prof. Dr. Liana Euller-Ziegler, Nizza

• Urs Gamper, Vilters

• Dr. med. Thomas Langenegger, Zug

• Dr. oec. Josef Räber, St. Gallen

• Dr. med. Hans A. Schwarz, Rubigen

• Prof. Dr. med. Thomas Vischer, Carouge

Zentralvorstand

• Franz Stämpfli, Fürsprecher und Notar, Bern (Präsident, Mitglied im Ausschuss, im Amt seit 2007)

• Kurth Birri, Vilters, Quästor Rheumaliga SG, GR, AI/AR und Fürstentum Liechtenstein (Quästor, Mitglied im Ausschuss, im Amt seit 2007)

Mitglieder des Zentralvorstands

• Prof. Dr. med. Daniel Aeberli, Rheumatologe, Leitender Arzt Rheumatologie Spital Emmental (im Amt seit Mai 2023)

• René Bräm, lic. iur., Geschäftsleiter Schweizerische Vereinigung Morbus Bechterew, Zürich (im Amt seit 1998)

• Gabriella Chiesa Tanner, dipl. Apothekerin, Zürich (Mitglied im Ausschuss, im Amt seit November 2020)

• Roger Hilfiker, Physiotherapeut MA, Professor FH Hochschule für Gesundheit, HES-SO Valais-Wallis (im Amt seit Mai 2019)

• Andrea Möhr, Betriebsökonomin FH, Mitglied im Betroffenenrat der Rheumaliga Schweiz, Kerzers (im Amt seit November 2020)

Gemäss Statuten müssen die Vorstandsmitglieder jeweils vier Jahre nach Amtsantritt von der Delegiertenversammlung der Rheumaliga Schweiz in ihrem Amt bestätigt werden.

Mitgliederorganisationen

Kantonale/regionale Rheumaligen (RL/LR)

• RL beider Basel, 061 269 99 50, info.bsbl@rheumaliga.ch*

• RL Bern und Oberwallis, 031 311 00 06, info.be@rheumaliga.ch*

• LR fribourgeoise, 026 322 90 00, info.fr@rheumaliga.ch

• LR genevoise, 022 718 35 55, laligue@laligue.ch*

• RL Glarus, 078 240 88 48, rheumaliga.gl@bluewin.ch

• LR jurassienne, 032 466 63 61, info.ju@rheumaliga.ch

• RL Luzern und Unterwalden, 041 220 27 95, info.lu.nw.ow@rheumaliga.ch*

• LR neuchâteloise, 032 913 22 77, info.ne@rheumaliga.ch

• RL Schaffhausen, 052 643 44 47, info.sh@rheumaliga.ch*

• RL Solothurn, 032 623 51 71, rheumaliga.so@bluewin.ch

• RL St. Gallen, Graubünden, beider Appenzell (AI/AR) und Fürstentum Liechtenstein, 081 302 47 80, info.sgfl@rheumaliga.ch*

• RL Thurgau, 071 688 53 67, info.tg@rheumaliga.ch*

• Lega ticinese contro il reumatismo, 091 825 46 13, info.ti@rheumaliga.ch

• RL Uri und Schwyz, 041 870 40 10, info@ursz.rheumaliga.ch

• LR valaisanne, 027 322 59 14, info@lrvalais.ch

• LR vaudoise, 021 623 37 07, info@lvr.ch*

• RL Zürich, Zug, Aargau, 044 405 45 50, info@rheumaliga-zza.ch*

Nationale Patientenorganisationen und Selbsthilfegruppen

• lupus suisse, 044 487 40 67, www.lupus-suisse.ch

• Schweizerische Fibromyalgie-Vereinigung, 077 709 49 28, www.suisse-fibromyalgie.ch*

• Schweizerische Polyarthritiker-Vereinigung, 044 422 35 00, www.arthritis.ch*

• Schweizerische Vereinigung Morbus Bechterew, 044 272 78 66, www.bechterew.ch*

• Schweizerische Vereinigung Osteogenesis Imperfecta, 043 300 97 60, www.glasknochen.ch

• Schweizerische Vereinigung der Sklerodermie-Betroffenen, 077 502 18 68, www.sclerodermie.ch

• Junge Menschen mit Rheuma, 044 487 40 00, www.rheumaliga.ch/jungemitrheuma

* Diese Mitgliederorganisationen sind Zewo-zertifiziert.

Beraten, bewegen, begleiten:

Wir stärken Betroffene in ihrem

Alltag mit Rheuma.

Rheumaliga Schweiz Josefstrasse 92 8005 Zürich

Telefon 044 487 40 00 info@rheumaliga.ch www.rheumaliga.ch

Postkonto 80-2042-1 Bank UBS Zürich

CH83 0023 0230 5909 6001 F

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