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AYURVEDA IN EUROPA Immer mehr Menschen fragen ganzheitliche Entgiftungs- und Entschlackungskuren nach – ein Feld, das bislang mit den Lehren des „Wasserpfarrers“ Sebastian Kneipp, mit Heilfasten und Mayrkuren abgedeckt wurde. Doch Ayurveda erfreut sich steigender Beliebtheit, liegt im Trend: Das „Wissen vom Leben“ ist mehr als 5.000 Jahre alt und gleichzeitig die älteste überlieferte Heilkunde der Menschheit. Während sie im Stammland Indien trotz Unterdrückung durch die britischen Kolonialherren noch heute in zahlreichen Spitälern höchst erfolgreich zur Therapie von akuten wie chronischen Erkrankungen und zur Rehabilitation eingesetzt wird, war sie in Europa bis vor etwa 20 Jahren praktisch unbekannt. Erst der Boom der Wellnesshotellerie hat das geändert. Heute wird Ayurveda bereits in 210 von insgesamt 989 österreichischen sowie in 490 von insgesamt 1.327 deutschen Hotels verkauft, in den allermeisten Fällen hat dies mit echtem Ayurveda aber gar nichts zu tun. Zum einen, weil Ölmassagen nur ein winziger Teilbereich von Ayurveda sind, zum anderen, weil es sich dabei häufig nur um mehr oder weniger stümperhaft durchgeführte „Ölstreicheleien“ handelt, die zu allem Überfluss nicht selten mit billigen oder sogar völlig ungeeigneten Ölen durchgeführt werden. Im besten Fall erhält man davon einen gewissen verwöhnenden Effekt, physiologisch wirksam sind derartige Anwendungen natürlich nicht. Wie ähnlich gelagerte Fälle aus dem Nicht-AyurvedaBereich, zählen sie zu den Nonsense-Treatments, über die Sie im RELAX Guide öfters lesen.
Ayurveda boomt Vielleicht erinnern Sie sich: Unser Interesse am Thema führte uns vor drei Jahren nach Indien, für das Extra im RELAX Guide 2007 besuchten wir damals alle einschlägigen Hotels auf dem Subkontinent. In der Zwischenzeit ist es nun nicht mehr nötig, die zumeist erheblichen Strapazen – und Kosten – einer Fernreise auf sich zu nehmen, um eine Ayurvedakur zu machen. Denn auch in Europa gibt es mittlerweile zahlreiche Ayurvedazentren, deren Leistungen jenen von Indien um nichts nachstehen. Im Gegenteil: Im Allgemeinen, so lautet das Ergebnis unserer Recherchen, wird in Europa mit mehr Seriosität gearbeitet, wenngleich auch einheitliche Standards fehlen und daher so mancher „Hausbrauch“ zu Recht irritieren kann.
Alle 21 Ayurvedakurhotels im Test Nach wochenlangen Recherchen fanden wir jedenfalls rund fünf Dutzend Zentren, von denen die Mehrzahl allerdings nur ambulant behandelt, also keine Unterbringungsmöglichkeiten bieten kann. Dagegen umfassten unsere Auswahlkriterien erstens stationär buchbare Leistungen, zweitens ein möglichst ganzjähriges Angebot sowie drittens die Durchführung von sogenanntem Panchakarma, das sind medizinische Entgiftungskuren mit ausleitenden Therapien.
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Nach diesen Einschränkungen sind 21 Häuser verblieben, die wir alle in den vergangenen acht Monaten besucht haben. Gleich vorweg: Nicht immer ist uns die Bewertung leicht gefallen, manchmal hatten wir das Gefühl, sprichwörtlich Äpfel und Birnen miteinander zu vergleichen, zu unterschiedlich waren die einzelnen Teilbereiche. Virtuosen diagnostischen oder therapeuti schen Leistungen standen beispielsweise höchst spartanische Ausstattungen gegenüber, andererseits war ein luxuriöses Ambiente oder ein saftiger Preis noch lange kein Garant für eine ausgezeichnete Küche oder für die Verwendung hochwertiger Öle. Zu den Bewertungskritierien zählten jedenfalls Lage und Umgebung, Ambiente und Sauberkeit, Qualität des Yoga-Angebots, diagnostische und therapeutische Kompetenz, Qualität der verwendeten Öle, Geschmack und (ayurvedische) Qualität der Diätküche sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. Abhängig von Lebensstil und persönlichen Vorlieben kann man einzelne Leistungen natürlich unterschiedlich gewichten; wir haben uns jedenfalls bemüht, an alle Häuser den gleichen Maßstab anzulegen – einen, der den Ansprüchen der Mehrheit unserer Leser am ehesten entspricht. Und, weil diese Kuren nicht gerade billig sind, so viel wie möglich zu beschreiben, damit Sie zusätzlich zu unserer Lilien-Bewertung eine möglichst klare Entscheidungsgrundlage erhalten.
Ältestes Medizinsystem Hinter dem Trendbegriff Ayurveda verbirgt sich ein unglaublich vielfältig gestaltetes System – eine Kombination aus Erfahrungslehre und Philosophie, die praktisch alle Lebensbereiche abdeckt und beispielsweise selbst Kunst und Architektur einschließt. Dazu gehört auch ein vollständiges medizinisches System, das von Chirurgie über Gynäkologie und Augenheilkunde bis hin zu HNO und Psychiatrie alles kennt, was auch in der modernen Zivilisationsgesellschaft zur Medizin gehört. Allerdings mit dem wesentlichen Unterschied, dass es auch vorbeugend wirkt. Zentrale Elemente sind Reinigungs- bzw. Ausleitungstechniken, eine überaus fundierte Ernährungslehre, eine hoch entwickelte Pflanzenheilkunde sowie Yoga. Letzteres stellt übrigens in mehr als der Hälfte der getesteten Häuser einen eindeutigen Schwachpunkt dar. Nach der ayurvedischen Lehre besteht jede Form von Materie aus einer Kombination von fünf grundlegenden Elementen – Erde, Wasser, Feuer, Luft, Äther. Im menschlichen Körper zeigen sie sich als drei für das Auge nicht sichtbare, subtile Energien (Vata, Pitta, Kapha), die Doshas genannt werden und alle Funktionen des Körpers, des Verstandes und des Bewusstseins regeln. So steuert Vata beispielsweise die Bewegung, die Lebensfreude und die Angst, während Pitta unter anderem für den Stoffwechsel, für Verständnis oder Ärger verantwortlich ist. Kapha ist das Strukturprinzip, welches das Gerüst der Materie bildet und unter anderem Flüssigkeitshaushalt, Abwehrkräfte, Ausdauer und Sexualtrieb regelt. Die drei Doshas wirken auf allen Ebenen des Menschen zusammen. In jeder Zelle, aber genauso auch im gesamten Organismus erzeugen sie Strukturen und Funktionen. Nur das ausgewogene Gleichgewicht von Vata, Pitta und Kapha schafft Gesundheit. Geht es verloren, entsteht Krankheit: Viren und Bakterien können sich nur aufgrund dieser Störung ausbreiten. Dieses für einen gesunden Menschen unbedingt nötige Gleichgewicht der Doshas bedeutet aber nicht, dass sie exakt gleich verteilt sein müssen. Vielmehr verfügt jeder über eine sehr individuelle Konstellation dieser drei Regelkreise, die seine Konstitution – seine Veranlagung oder innerste Natur – festlegt.
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Die Ursache von Krankheit Weil er sich dabei am wohlsten fühlt, strebt jeder Körper von sich aus die für ihn ideale DoshaKonstellation an, was in Indien Prakriti genannt wird. Ist die innerste Natur durch falsche Ernährung, ungünstigen Lebensstil oder äußere Ereignisse verzerrt, geraten die Doshas aus ihrer Balance. Vikriti tritt ein: eine gestörte Funktion von Vata, Pitta und Kapha. Die Aufgabe der Ayurvedakur besteht nun darin, das momentan gestörte und Krankheit verursachende Ungleichgewicht zu finden und den Organismus wieder in einen Zustand des Gleichwichts zu bringen. Nach der ayurvedischen Auffassung sind die Ursachen von Krankheit auch falsch getroffene Entscheidungen – beim Essen, bei der Arbeit, in sozialen Beziehungen. Da der Verstand unsere Entscheidungen steuert, beschreiben die alten Schriften den Irrtum des Intellekts – Pragya Aparadh – als letzte Ursache von Krankheit. Darum zielt Ayurveda darauf ab, die Fehler des Intellekts auszumerzen. Ein Mensch, der im Gleichgewicht ist, dessen Doshas in einem für ihn ausgewogenen Verhältnis schwingen, steht in Kontakt mit sich selbst. Er entscheidet spontan im Sinne seiner Gesundheit, im Einklang mit seiner Natur. So, wie es Goethe sagte: „Ganz leise spricht ein Gott in unsrer Brust, ganz leise, ganz vernehmlich, zeigt uns an, was zu ergreifen ist und was zu fliehn.“
Panchakarma & Light-Kuren: Heilen, Entgiften, Regenerieren Panchakarma ist eine Ausleitungskur, ihre Aufgabe ist es, Stoffwechselschlacken und Gifte aus dem Körper zu schleusen und so das Gleichgewicht der Doshas zu stärken. Nur ein relativ kleiner Teil des Panchakarmakonzepts, das aus fünf zweiphasigen Behandlungszyklen besteht, liegt in verschiedenartigen, jeweils auf die Bedürfnisse des Gastes abgestimmten Ölmassagen. Breiten Raum nehmen dagegen Behandlungen wie Wärmetherapie, Ölbäder für die Augen, medizinische Einläufe und manchmal sogar die Reinigung des Verdauungstraktes durch Erbrechen sowie Aderlass ein. Zur Therapie von chronischen Krankheiten wie etwa Rheuma, Asthma, Bluthochdruck oder Schuppenflechte hat sich Panchakarma jedenfalls bestens bewährt. Die Gäste in vielen der beschriebenen Hotels sind jedoch im schulmedizinischen Sinne gesund. Sie kommen zumindest ohne schwerwiegende körperliche Probleme, allerdings sehr häufig mit den für die westliche Zivilisation so typischen Folgen von Stress, falscher Lebensweise und ungesunder Ernährung: Antriebslosigkeit, unerklärliche Müdigkeit, Konzentrationsschwäche – um nur einige zu nennen. In diesen Fällen wird die Ausleitung milder ausfallen und werden in der Regel Ölmassagen verstärkt zum Einsatz kommen, dagegen entfällt bei sogenannten „Light“-Kuren die Ausleitung zur Gänze.
Ayurveda wirkt Ayurveda wirkt: Im Körper angesammelte Gifte und Schlacken werden ausgeleitet, und je mehr Zeit dafür zur Verfügung steht, desto besser. Ähnlich wie bei einer Fasten- oder Mayrkur kehrt ein solcher Reinigungsprozess auch psychisch das Unterste zuoberst: Ein Trauma aus der Vergangenheit, Schattenanteile der Seele, verdrängte Emotionen, aber auch unterdrückte Stärken können hochkommen. In guten Kurhäusern wird man in diesem Fall einfühlsam begleitet. Wer einmal erlebt hat, wie das duftende, warme Öl eines Shirodara (Stirnguss) quälende Kopfschmerzen fortzaubert oder wie ein Pizzichilli („Königsguss“) allmählich vom Burn-out zurück zu innerer Kraft führt, wird erahnen können, welche Schatzkammer dieses fernöstliche „Wissen vom Leben“ für uns Zivilisationsmenschen bereithält.
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Ö S T ERREICH Gesundheit
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Ayurveda im Schloss Pichlarn ***** Grünruhelage bei Irdning – Ennstal
Im Golf- und Wellnesshotel: traumhaft gelegenes und charmant verwinkeltes Schloss mit großem Zubau für Kongresse und Tagungen, direkt am Golfplatz gelegen, weshalb man im Sommer fast täglich den Rasenmäher hört, was natürlich nicht unbedingt die Entspannung fördert. Kleine, klassisch arrangierte Zimmer mit ebensolchen Bädern überwiegen, durchwegs mit fabelhaftem Ausblick auf die Bergwelt ringsum. Die Zimmer zur Nordseite bieten das weitaus beeindruckendere Panorama, allerdings hört man hier frühmorgens den Zulieferverkehr. Zum weitläufigen und elegant gestalteten Spa mit Liegewiese gehört auch die Praxis von Dr. Hans Schäffler, einem gelernten Schulmediziner, der sich bereits vor 25 Jahren in Indien zum Ayurvedaarzt ausbilden ließ und sich in der Zwischenzeit einen ausgezeichneten Ruf erarbeiten konnte. Ein gut motiviertes und freundliches Team bietet sehr gute Therapien, geradezu begeisternd sind jene von Anita und Sylvia. Stirn- und Körpergüsse werden mit Schlauch und Pumpe durchgeführt, Yoga gibt es leider nur dreimal
Ayurveda im Schloss Pichlarn
die Woche, im Hinblick auf Didaktik und Können ist das Angebot noch verbesserungsfähig – und einen „Yogameister“ mit Bierbauch haben wir anderswo auch noch nie getroffen. Die Küchenleistung schwankt, punktet im Durchschnitt aber mit „gut“ bis „sehr gut“. Störend nur, dass wir als Kurgäste mit den anderen Hotelgästen im selben Restaurant speisen mussten, das ist aber nach Aussage des Hotels eher eine Ausnahme gewesen. Sieben-, zehn-, 12- und 14-tägiges Panchakarma, daneben noch mehrere „Light“-Packages. 220 Betten. Freibecken (Sommer), Hallenbad, Sauna, Dampfbad, Massagen, Kosmetik, Fitnessstudio, Personal Trainer. 18-Loch-Parcours. Tennishalle. Zehntägiges Panchakarma ab € 3.425,–. • 8952 Irdning, Gatschen 28 ' +43-(0)3682-24440-0 Gesundheit
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Ayurveda Rhyner
Mehrere Standorte in Österreich und in der Schweiz
Ayurveda auf Reisen: Loosdorf, eines der besten Ayurvedakurhäuser Europas, hat vor kurzem seine Pforten geschlossen – und sich auf Wanderschaft begeben: Ab
Ayurveda Rhyner
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sofort ist das Können des Diagnostikvirtuosen Dr. Hans Rhyner – er praktizierte 20 Jahre in indischen Spitälern und unterhält seit Jahren eine Praxis in der Schweiz – an mehreren Orten zu haben, jeweils zu gewissen Terminen, die man auf der Webseite www.ayurveda-rhyner.com erfährt. Naturgemäß können wir in diesem Fall keine spezifische Bewertung in Sachen Unterbringungsinfrastruktur und Zimmer abgeben, der Name Dr. Rhyner steht jedoch als Garant dafür, dass nicht nur die regenerierenden Behandlungen wirklich im Sinne der jahrtausendealten Lehre durchgeführt werden, sondern dass auch rundherum alles passt, bis hin zur Küche, die wir als die beste von allen getesteten Häusern und mit „ausgezeichnet“ beurteilen. Die Qualität der verwendeten Öle ist vor allem im Vergleich mit jenen, die wir in Indien erlebt haben (Extra „Ayurveda in Indien“, RELAX Guide 2007), geradezu sensationell, was Wunder, werden sie doch von Dr. Rhyner und seiner Frau zum großen Teil selbst hergestellt – ausschließlich biologische Herkunft ist selbstverständlich. Zur Auswahl stehen vor allem das Rogner-Bad Blumau in der Steiermark, weiters das Hotel Miramonte in Bad Gastein (April 2011), ein kleines Gästehaus in Speicher bei St. Gallen (CH) sowie das Hotel Travancore Heritage in Chowara (Südindien, im November 2010). Mit an Bord ist jeweils das ganze Team, in allen Häusern stehen den Gästen eigene Räumlichkeiten zur Verfügung. So bleiben die Kurgäste
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unter sich und wird die intime Atmosphäre gewahrt – ganz so, wie einst in Loosdorf. Yoga morgens und abends; es wäre im Hinblick auf Didaktik und Können noch ein bisserl steigerungsfähig. Das Team ist bestens geschult, gut gelaunt und offeriert herzerfrischende Freundlichkeit, was unweigerlich auch auf die Gäste überspringt: Die Stimmung ist zumeist schlechthin fabelhaft. Viel internationales und sehr angenehmes Publikum, wunderbares Geborgenheitsgefühl. Zwei- bis fünftägige „Light“-Kuren sowie zehn-, 12- und 14-tägiges Panchakarma. Anmerkung: Die angeführte Adresse ist die Firmenzentrale, kein Kurhotel! Zehntägiges Panchakarma ab € 3.150,–. • 2136 Laa an der Thaya, Bürgerspitalgasse 2 ' +43-(0)2522-84141 Gesundheit
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Sonnhof Ayurveda Resort **** Grünlage bei Thiersee – Nähe Kufstein
Kein Resort, wie der Name vermuten ließe, sondern vielmehr ein kleines Hotel, jedenfalls ein überaus sympathischer Familienbetrieb, der sich als Wellnesshotel schon frühzeitig eine Ayurvedaspezialisierung auf die Fahnen geheftet hat. Die Chefin ist dabei die treibende Kraft gewesen, verfügt sie doch über Leidenschaft und Sachverstand – therapeutische Ausbildung inklusive. Ärztlicher Leiter ist Dr. Gaurav Sharma, ein junger, stets
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Sonnhof Ayurveda Resort
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auffällig gut gekleideter Arzt aus Indien, der seinen diagnostischen Auftrag sehr gewissenhaft durchführt und sich naturgemäß auch auf Panchakarma versteht. Saubere und gepflegte Zimmer, teilweise mit Holzböden und schwacher Beleuchtung (Badezimmer!), die größeren befinden sich im Neubau, in dem auch der Therapiebereich untergebracht ist. „Parkplatz vor Alpenkulisse“ beschreibt den Ausblick, den man von Restaurant, Hallenbad und vielen Zimmern hat. Teilweise viel zu laute Hintergrundmusik, gute Therapien, sehr freundliche Crew. Insgesamt fünf Familienmitglieder arbeiten im
Haus mit, die Gastgeber sind stets präsent und hilfsbereit. Yoga gibt es etwa dreimal pro Woche, fachlich und didaktisch könnte man dabei noch etwas zulegen. Sieben-, zehn-, 14- und 21-tägige Panchakarmakuren, daneben kürzere „Light“-Packages. Fazit: liebevoll geführte Geborgenheit mit kleinen Schwächen und fairen Preisen. 21 Liegen, 63 Betten. Hallenbad, Sauna, Dampfbad, Massagen, Kosmetik, Fitnessgeräte. Zehntägiges Panchakarma ab € 2.322,–. • 6335 Thiersee, Hinterthiersee 15 ' +43-(0)5376-5502
D E U T SCH L A ND Gesundheit
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Aum Ayurveda-Kurzentrum
Grünruhelage – 70 km nordöstlich von Stuttgart
Am Ortsrand an der Straße, umgeben von Wald und Wiesen, zudem in einem naturbelassenen Garten mit Goldfischteich und luftigem Pavillon gelegen: eines der ältesten Ayurvedazentren Europas; seit 1994 wird es von Reinhard Ravidas Korn, einem Heilpraktiker und gelernten Psychologen geleitet, der sechs Jahre Schüler des Virtuosen Dr. Balaji Tambe war, welcher das Atmasantulana-Village, ein großes Zentrum bei Mumbai,
führt und auch Schirmherr und Berater des Hauses ist. Ausgeprägte Schlichtheit, helle Farben und ebensolche Vollholzmöbel prägen das Ambiente, fürsorgliche Mitarbeiter, sehr gute Treatments und hochwertige Öle kennzeichnen die Therapien. Der Stirnölguss wird übrigens nicht – wie anderswo fast schon die Regel – mit Schlauch und Elektropumpe, sondern mit dem traditionellen, schwingenden Dhara-Gefäß mit Baumwolldocht durchgeführt. Während des Kuraufenthaltes werden Vorträge und Fragestunden abgehalten, in denen man viel über das Wesen der indischen Lehre erfährt. Ver-
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Info und Buchen für alle Hotels: www.relax-guide.at mittelt werden aber keine Dogmen, dagegen ist es das Ziel, die Eigenständigkeit und Weiterentwicklung des Gastes zu fördern. Allmorgendliches Yoga für 60 Minuten, täglich Meditation. Gute Küche nach sattvischen Kriterien, ungekünstelt freundliche und gelassene Atmosphäre mit dem Hintergrund lebendiger Spiritualität, die Emotionen beruhigt und den Geist klärt. 14-, 21- und 28-tägiges Panchakarma, Kurzaufenthalte für „Light“-Versionen sind zum Tagessatz von 130 Euro (inkl. EZ, VP, Rahmenprogramm, medizinischer Betreuung, einer Behandlung) ebenso zu haben. Auch ambulante Massagen sowie Mittagstisch für externe Gäste (nach Voranmeldung). Gute Preise, 22 Betten. 14-tägiges Panchakarma ab € 1.820,–. • 74629 Pfedelbach-Gleichen, Römerstraße 1-3 ' +49-(0)7949-590 Gesundheit
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Ayurveda Garden
Grünruhelage – 75 km nördlich von Stuttgart
Am Ende des Kurpark am Stadtrand, unweit von Klinikgebäuden und einem öffentlichen „Erlebnisbad“ gelegen: ein kleines Zentrum, das aus drei einzelnen Häusern besteht. Im ersten befinden sich Rezeption und Therapieräume, im zweiten Speisesaal und Shop, im dritten sind die Gästezimmer im Ikea-Stil, die ein bisserl dunkel anmuten. Alles ist sehr sauber, die öffentlichen Räume zeigen sich liebevoll arrangiert, Kerzenlicht, Rosenblüten und indische Möbel schaffen eine heimelige Atmosphäre. Eigentümer und Leiter ist Dr. Shine Koorkaparambil, der einer Ärztefamilie mit 200-jähriger Tradition in Kerala entstammt und seit 1996 in Deutschland praktiziert. Nachlässig anmutende Untersuchung, gute Behandlungen, allerdings ohne die übliche Geschlechtertrennung, zudem werden Stirn- und Körpergüsse mit Schläuchen durchgeführt. Das Geräusch der elektrischen Pumpe irritiert, wird aber von der indischen Musik überlagert, die dabei stets läuft. Allmorgendliches Yoga für 30 Minuten, herzliches Umfeld. Die Küche ist indisch, aber nicht streng nach ayurvedischen Grundsätzen ausgerichtet, hinsichtlich Geschmack und Frische erlebten wir alles als eher enttäuschend. Zehn-, 14- und 21-tägige Panchakarmakuren, daneben drei-, fünf- und siebentägige „Light-Kuren“ sowie ein Schnuppertag mit Mittagessen. Liegewiese, 14 Betten. Zehntägiges Panchakarma ab € 2.085,–. • 74906 Bad Rappenau, Saline 1-3 ' +49-(0)7264-8905-95 Gesundheit 12
Ayurveda-Gesundheitszentrum
Grünruhelage am Motzener See – 45 km südlich von Berlin
Im Viersternhotel Residenz am Motzener See, einem modernen Tagungs-, Event- und Wellnesshotel unterge-
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brachtes Zentrum, das in einem Nebengebäude ein paar Schritte abseits zu finden ist. Als Kurgast kann man entweder eines der Hotelzimmer oder ein Apartment im Ayurvedahaus buchen, alle sind ansprechend und sehr gepflegt, manche haben einen kleinen Balkon. Die Leitung liegt bei Julio Lesniewier, einem gebürtigen Argentinier und Heilpraktiker mit Schwerpunkt Akupunktur, Chiropraktik und Gesprächstherapie, der hier nach eigenen Angaben seit zehn Jahren „ein an Europa angepasstes“ Ayurveda praktiziert, was sich unter anderem darin ausdrückt, dass statt Bastis (Einläufe) die Colon-Hydro-Therapie, eine mechanische Dickdarmspülung, angewandt wird und TCM-Elemente in den Therapieplan einfließen. Wenig begeisterndes und durch unverzeihliche Deko irritierendes Ambiente, die Stirn- und Körpergüsse werden mit Schlauch und Pumpe durchgeführt. Die Mahlzeiten werden unter Businessund Urlaubsgästen im Hotelrestaurant eingenommen, die Küche ist ausgezeichnet, modern interpretiert, zart und stimmig abgeschmeckt, mit Stil und Liebe serviert. Kein Yoga, kein Rahmenprogramm, Ayurveda findet jedenfalls anderswo wesentlich atmosphärischer und authentischer statt. Sechs-, neun- und 13-tägiges Panchakarma, daneben drei-, fünf-, sieben- und 13-tägige „Light“-Packages. Feine Terrasse, 120 Betten. Hallenbad, Sauna, Massagen, Kosmetik. Neuntägiges Panchakarma ab € 2.064,–. • 15741 Motzen, Töpchiner Straße 4 ' +49-(0)33769-20913 Gesundheit
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Ayurveda-Klinik Habichtswald Grünruhelage am Stadtrand – Kassel
In einem Trakt der Klinik Habichtswald – einer Art Zweckbaulabyrinth mit Krankenhausanmutung – untergebrachtes Zentrum mit hellen und netten Zimmern, die allerdings zumeist Ausblick auf Fassaden bieten. Geleitet wird es von Dr. Kalyani Chopra, einer indischstämmigen Deutschen, die Schulmedizinerin und Ayur vedaärztin ist. Gewissenhafte Untersuchung mit klar formulierter Diagnose, hervorragende Treatments bei Geschlechtertrennung und mit hochwertigen Ölen, die selbst auf traditionelle Weise hergestellt werden. Nette, aufmerksame Therapeuten, die zumeist sehr gut ausgebildet sind. Umfangreiches Rahmenprogramm, Meditationen, morgendliches Yoga (30 min auf schwachem Niveau) viermal pro Woche. Je nach Kur erhält man Ayurvedaküche oder Panchakarmaschonkost, alles ist schön angerichtet, geschmacklich aber wenig begeis ternd, irgendwie leblos und jedenfalls fernab jener „regionalbiologischen“, mit Liebe zubereiteten Qualität, die wir anderswo erfahren haben. Eher förmliche Atmosphäre, nicht unbedingt heimeliges Ambiente. In wenigen Schritten ist man im Schlosspark Wilhelmshö-
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Maharishi Privatklinik Bad Ems
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he, der sich für Spaziergänge bestens eignet. 14- und 21-tägiges Panchakarma (mit 17 bzw. 30 Therapien), daneben vier-, fünf-, sieben- und zehntägige „Light“Packages, von denen das teuerste 13 Anwendungen umfasst und 2.776,20 Euro kostet. 30 Betten. Fitnessgeräte. 14-tägiges Panchakarma ab € 3.952,80. • 34131 Kassel, Wigandstr. 1, ' +49-(0)561-3108-99 Gesundheit
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Maharishi Privatklinik Bad Ems
Zentrumslage in Bad Ems – 10 km östlich von Koblenz
Sozusagen die letzte Bastion der Maharishi-Organisation in Deutschland, sie ist eine staatlich anerkannte Privatklinik und im Ostflügel des Viersternhauses Kurhotel Bad Ems, eines schlossähnlichen Barockbaus mit wilheminischen Zügen und hohen Räumen, untergebracht. Fast alle Zimmer wurden vor kurzem äußerst aufwändig renoviert, sie verströmen konservativen Luxus – Kirschholztäfelungen, Marmorbäder und gepols terte Stofftapeten inklusive. Was uns zudem erfreute: Das gute Leselicht am Bett, hier könnten sich wohl 95 Prozent der deutschen Hotels was abschauen! Die medizinische Leitung liegt bei Dr. Karin Pirc, einer gelernten Schulmedizinerin und Psychologin. Pirc ist sozusagen deutsches Ayurveda-Urgestein, hat sie doch bereits 1985 die erste Klinik aufgebaut. Sie wird unterstützt von Dr. Bärbel Kullik und dem jungen indischen Vaidya
Dr. Kalyan Chakravarthy, bei dem wir die Untersuchung gemacht haben und der von alten Stammgästen – diese sind hier zahlreich vertreten – hoch geschätzt wird. Irritierende Diagnose, sehr gute Therapien bei Geschlechtertrennung in angenehmem Umfeld, aufmerksame Crew, hochwertige Öle und gute Arzneien. Für die Mahlzeiten gibt es ein eigenes Restaurant, auf diese Weise bleiben die Kurgäste unter sich. Sehr gute Küche – sogar ein wenig besser als im Parkschlösschen Bad Wildstein. Viele junge Mitarbeiter im Hotel – allesamt erfrischend freundlich und niveauvoll. Yoga je nach Auslastung des Hauses ein- bis zweimal täglich, zumindest im Vergleich mit jenen Yogalehrern, die wir in Indien erlebt haben, wäre alles aber noch deutlich steigerungsfähig. Das Haus liegt absolut zentral an der Promenade am Lahnufer, aus einigen Zimmern ist der Verkehr zu hören. 10-, 14- und 21-tägige Panchakarmakuren, die längste umfasst 26 Therapien und kostet ab 6.405 Euro. Auch ein-, zwei-, drei-, fünf- und siebentägige „Light“-Packages, Diagnose und Behandlungen sind zudem ambulant möglich. Die Kapazität der Klinik liegt bei etwa 50 Gästen, im Hotel 160 Betten. Thermalhallenbad, Saunahütte im Freien, Dampfbad, Massagen, Kosmetik. Zehntägiges Panchakarma ab € 2.969,–. • 56130 Bad Ems, Römerstraße 1-3 ' +49-(0)2603-94070
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Parkschlösschen Bad Wildstein ***** Grünruhelage bei Traben-Trarbach – Moseltal
Das luxuriöseste Haus von allen: in einem engen Seitental der Mosel, inmitten eines Parks mit herrlichen, uralten Bäumen gelegenes Jugendstilschlösschen; hier ist man seit 1993 auf Ayurveda spezialisiert. Das Ambiente präsentiert sich geschmackvoll und von stilsicherer Hand arrangiert. Alle Zimmer haben Woll teppichböden, viele wenig Tageslicht, die meisten einen sehr bescheidenen Ausblick. Fein: die Zimmer sind von Elektrosmog befreit – Ethernet statt W-Lan –, zudem gibt es mehrere Radiokanäle mit äußerst angenehmer Musik sowie einen Wellnessbereich. Weniger fein fanden wir dagegen die museumsreifen Zimmersafeschlüssel, die man den ganzen Tag mit sich herumschleppen muss, weiters ein äußerst brustschwaches Leselicht sowie die extrem weichen Matratzen. Leitender Arzt ist der indische Vaidya Kumaran Rajsekhar, den man auf den ersten Blick eher als Pop-Musiker oder Impresario einstufen würde, von dessen diagnostischer Kompetenz und menschlichem Feingefühl man aber schon nach wenigen Minuten zutiefst beeindruckt ist.
Unterstützt wird er von zwei gelernten Schulmedizinern mit entsprechenden Zusatzausbildungen. Sehr gute Therapien in feinem Ambiente bei Geschlechtertrennung. Angenehme Öle, allerdings wird häufig auch Distelöl verwendet, was ein bisserl seltsam ist, weiters werden Stirn- und Körpergüsse auch hier mit Schlauch und elektrischer Pumpe durchgeführt. Meditationen; Yoga wird morgens und abends angeboten, hinsichtlich Didaktik und Können der „Lehrer“ sehen wir aber noch einen sehr deutlichen Spielraum nach oben. Aufmerksame, sehr freundliche Betreuung, täglich Vorträge von Koch, Arzt oder Therapeuten. Gute Küche, der allerdings Chutneys und Raitas nicht schlecht stünden, verbesserungsfähiges Frühstück. Zehn- und 14-tägiges Panchakarma, zusätzlich mehrere „Light“-Angebote, die zwischen einem Tag und zwei Wochen dauern. Die Kapazität liegt bei 55 Gästen, das Hotel hat (theoretisch, da überwiegend Doppelzimmer) 110 Betten. Thermalhallenbad, Sauna, Dampfbad, Massagen, Kosmetik, Ayurveda, Fitnessstudio, Personal Trainer. Zehntägiges Panchakarma ab € 3.805,–. • 56841 Traben-Trarbach, Wildbadstraße 201 ' +49-(0)6541-705-0
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Ayurveda-Pension Le Cocon
Grünruhelage am Ortsrand – 140 km westlich von Zürich
Am Rand eines Dörfchens in der französischen Schweiz, unweit vom Neuenburger See – ja, so heißt der Lac de Neuchâtel auf deutsch –, an einem Naturschutzgebiet gelegen: ein kleines Bauernhaus aus dem 17. Jahrhundert, wild umrankt, mit rissiger Fassade, inwendig liebevoll restauriert und von stilsicherer Hand höchst gemütlich gestaltet. Die Zimmer sind klein, gewinnend schlicht und sehr gepflegt, haben Holzböden und sind mit Bauernmöbeln sparsam möbliert. Leiterin ist die Schweizerin Johanna Wäfler, sie ist Naturärztin und Ayurvedapraktikerin und hat in Frankreich und Indien gelernt. Ihr Partner besorgt die Küche, in der vorwiegend biologische Produkte aus der Region, aber auch solche aus dem eigenen Garten verwendet werden. Alle Gäste sitzen an einer gemeinsamen Tafel, von der aus man dem Koch bei seiner Arbeit zusehen kann. Sehr gute Gerichte – oft gar nicht indisch, aber stets nach ayurvedischen Regeln zubereitet und jedenfalls mit wohltuend sattvischer Charakteristik. Ausgezeichnete Therapien, bei vielen ist ein abschließendes Dampfbad inkludiert, Geschlechtertrennung findet nicht statt. Stirn- und Körpergüsse werden hier übrigens mit Schwingkessel und Messingkännchen – also so, wie es
sich gehört – gemacht. Hochwertige Öle, sie stammen teilweise aus eigener Herstellung. Liebevolle Atmosphäre, zauberhafter Garten, viel Charme inmitten eines wogenden Blütenmeeres. 11-tägige Panchakarmakuren (inklusive 50 Therapieanwendungen, das ist ein Mehrfaches der Packages anderswo) gibt es nur zu drei Terminen im Jahr, während der restlichen Zeit stehen mehrere ein- bis dreiwöchige „Light“-Kuren (leider ohne Yoga), die preislich pro Woche zwischen 1.430 und 1.910 Euro liegen, im Angebot. 10 Betten. Sauna. 11-tägiges Panchakarma ab € 3.605,–. • 2613 Villeret, Rue de la Combe-Grède 33 ' +41-32-9416163 Gesundheit 12
Fidazer Hof
Grünruhelage am Ortsrand – 140 km südöstlich von Zürich
Freundliches Kleinsthotel im Bündner Oberland, vor berauschender Bergkulisse gelegen: ein traditionelles, typisches Schweizer Alpenhaus, das sich sehr gepflegt präsentiert – uriges Restaurant und generell eine gemütliche Landgasthofanmutung inklusive. Die rührige Besitzerin, Antonia Schärli, ist gleichzeitig Natur- und Ayurvedaärztin und versteht sich zudem auf Craniosacraltherapie, Shiatsu und Darmsanierung; ihre Praxis ist im Hotel untergebracht. Nur zweimal jährlich, näm-
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lich in der zweiten April- sowie in der ersten Novemberhälfte finden hier wahlweise 9- oder zwölftägige Panchakarmakuren statt, Restaurant und Hotel sind dann ausschließlich Kurgästen vorbehalten. Aufmerksame Untersuchung, Therapien in angenehm gestalteten Räumen, von denen manche einen herrlichen Ausblick bieten. Enttäuschende Ölqualität – wir bekamen ganz normales Sonnenblumenöl –, als unangenehm empfan den wir auch die Plastikmatten, auf denen man während der Behandlung liegen muss. Keine Geschlechtertrennung, kein Yoga, keine Meditationen. Traumhafte Restaurantterrasse – hier kann man mit etwas Glück auch noch im November speisen –, gute Küche, freundliche Crew, familiäres Umfeld, allerdings wenig von der nahezu magischen Aura, die so manches andere Ayurvedahaus umgibt. 24 Betten. Sauna, Dampfbad. Neuntägiges Panchakarma ab € 1.750,–. • 7019 Flims-Fidaz, Via da Fidaz 34, ' +41-81-9209010 Gesundheit
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Maharishi Ayurveda Gesundheitszentrum Ruhige Ortslage mit Fernblick – 90 km südlich von Zürich
Ein imposantes ehemaliges Grandhotel aus dem 19. Jahrhundert beherbergt das „Hauptquartier“ der Maharishi-Organisation. Hier begründete der legendäre, 2008 verstorbene Guru Maharishi Mahesh Yogi in den 1970er Jahren sein Unternehmen, das an der weltweiten Bekanntmachung des ayurvedischen Medizinsystems wie kein zweites beteiligt war. Unter anderem versammelte Maharishi Pop- und Filmgrößen wie die Beatles, Donovan, Clint Eastwood und Mia Farrow zu Meditationskursen in Rishikesh; Buchautor Deepak Chopra nennt ihn rückblickend „eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Jahrhunderts“, Ringo Starr „einen der wirklich weisen Männer, denen ich im Leben begegnet bin“. Er gewann auch medizinische Anerkennung für die Wiederbelebung einer alten indischen Yogatechnik, die er unter dem neuen Namen Transzendentale Meditation „verkaufte“. Das Kurzentrum befindet sich allerdings nicht hier, sondern nebenan: in einem traditionellen Alpenhaus mit blumengeschmückten Balkonen an der Straßenseite – teilweise mit Ausblick auf die Alpen und den Vierwaldstättersee. Es verströmt Rustikalität im Stil der 1970er-Jahre, die Zimmer sind sauber und hell, mit leichten Farben und hellen Holz-
möbeln gestaltet und höchst einfach – manche sogar ohne Bad – eingerichtet. Über einen Verbindungsgang gelangt man in einen neuen Zubau, in dem fünf zeitgemäße Zimmer sowie die Therapieräume untergebracht sind. Leiterin ist Dr. Sophie Beall, eine Schulmedizinerin mit Ayurvedaarztausbildung und viel Erfahrung in Diagnostik und Behandlung von chronischen Erkrankungen, zum Einsatz kommen eigene Maharishi-Öle und Arzneien, mit denen wir – auch anderswo – stets beste Erfahrungen machten. Aufmerksame Untersuchung, gute Treatments bei klassischer Geschlechtertrennung. Nervig: Der Stirnguss wird mit Gummischlauch und Elektropumpe durchgeführt, das klassische Schwinggefäß gibt es nur gegen einen saftigen Aufpreis. Allmorgendliches Yoga – es könnte besser sein –, am Abend gibt es Vorträge oder Meditationen. Gute ayurvedische Küche, zumeist gut betuchtes, internationales Publikum, verhalten-nüchterne Stimmung. Acht-, zehn- und 12-tägige Panchakarmakuren, auch Kurzaufenthalte und Schnuppertage (Pulsdiagnose, zwei Behandlungen, Mittagessen) ab 237 Euro. 25 Betten. Zehntägiges Panchakarma ab € 3.095,–. • 6377 Seelisberg, Dorfstraße 65, ' +41-41-8250700 Gesundheit 10
Seehotel Bären Brienz
Zentrumslage an der B6 in Brienz – 100 km südlich von Zürich
Zwischen Seeufer und Hauptverkehrsstraße gelegen: ältliches Urlaubshotel, optisch ein Ramasuri, also eine Art Ringelspiel von unterschiedlichsten Stilen, Farben und Formen. So manches Zimmer kommt nur mit Etagendusche, von der Restaurantterrasse genießt man einen herrlichen Ausblick auf den See. Als Kurgast speist man gemeinsam mit Urlaubern, die Küche – sie könnte wohl noch etwas zulegen – hat mit ayurvedischer Diät wenig zu tun, zum Frühstück gab’s sogar Brot, Käse und Marmelade. Oberflächlich wirkende Untersuchung ohne eindeutige Diagnose, gute Behandlungen in düsterem und wenig erfreulichem Ambiente. Ekeliger Bademantel, kein Yoga, kein Rahmenprogramm. 15-tägiges Panchakarma, daneben ein-, vier-, fünf-, sieben-, acht-, 14und 21-tägige Packages ohne Ausleitungstherapien, das teuerste schlägt mit 4.345 Euro zu Buche. 48 Betten. 15-tägiges Panchakarma ab € 3.075,–. • 3855 Brienz, Hauptstraße 72, ' +41-33-9512412
U NG A RN Gesundheit
Calendula Ayurvedic & Medical Center
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Grünruhelage beim Plattensee – 100 km südlich von Budapest
Ein kleines Haus in einer Gartensiedlung am Ortsrand
von Siófok: im Gegensatz zu manch anderem Zentrum kein „Social Club“, also kein Ort, an dem sich hauptsächlich unter Langeweile leidende Gutbetuchte regel mäßig zum Zwecke neubürgerlicher Repräsentations
extra ayurveda
Info und Buchen für alle Hotels: www.relax-guide.at askese einfinden. Denn die meisten Gäste kommen mit schweren gesundheitlichen Problemen hierher – oder dann, wenn die westliche Medizin keine Heilung bringen konnte. Und anscheinend kann allen geholfen werden, was der Klinik vor allem in Russland einen außerordentlich guten Ruf verschafft hat. Geleitet wird das Zentrum von Dr. Szkopincev Dimitrij, einem russischen Schulmediziner, ihm stehen das indische Ärztepaar Arun und Sangeeta Gupta sowie eine ungarische Ayurvedaärztin zur Seite. Alles ist sehr einfach und sehr sauber, die Zimmer verströmen offensiven Ostblockcharme, eine Ausnahme bildet da nur ein „Luxusapartment“ genanntes in einer Blockhütte; dieses verfügt über eigene Therapieräume – für jene, die sich nicht unters gemeine Volk mischen wollen. Manche Gäste wohnen auch in nahen Hotels oder Privatzimmern, das Angebot ist groß, die Standards nicht berauschend. Außerordentlich sorgfältige Untersuchung mit klar formulierter Diagnose, hervorragende Behandlungen – acht der zwölf Therapeuten kommen aus Indien –, gute Öle, keine Geschlechtertrennung. Yoga erhält hier ausnahmsweise einmal genau den Stellenwert, den es im Rahmen einer Kur verdient, nämlich einen ganz besonderen:
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viermal täglich, auch zwischen den Behandlungen! Durchgeführt mit großer Leidenschaft und ebensolcher Aufmerksamkeit für jeden Einzelnen, von einem jungen Inder, der zudem aus Rishikesh, also der „Wiege“ des Yoga, stammt. Je nachdem, welche Köchin gerade Dienst hat, bringt die Küche abwechselnd indisch oder ungarisch Angehauchtes auf den Tisch, das Essen schmeckt zumeist ganz passabel, ist aber nicht selten ein bisserl sehr lange gekocht. Außerordentlich liebevolles Team, viele Gäste aus Russland, gesprochen wird Russisch, Ungarisch, Englisch, Malayalam, Panjabi, Hindi – und Deutsch. Hinsichtlich der spartanischen Zimmer und des allgemeinen Preisniveaus in Ungarn erscheint die Tagespauschale von 220 Euro auf den ersten Blick überraschend hoch, allerdings ist in diesem Preis alles enthalten, darunter zahlreiche Arzneien sowie vier Therapien pro Tag, also konkurrenzlos viele. Es wird daher hier nicht passieren, dass man für empfohlene Zusatztheraphien oder ayurvedische Medikamente nochmals zur Kasse gebeten wird. Bademantel mitnehmen – der angebotene ist aus Polyester! 16 Betten. Zehntägiges Panchakarma ab € 2.200,–. • 8600 Siófok, Viola utca 34, ' +36-84-352725
ITA LIEN, FR ANKRE ICH, S PAN I EN Gesundheit 12
Ashram Joytinat
Grünruhelage mit Fernblick – 90 km südlich von Rimini
Mit Post-Hippie-Flair: ein Ashram – zwei einfache Häuser mit einem Stück Land, auf dem Kräuter, Gemüse und Wein angebaut werden, ein Teich und ringsum hügeliges Bauernland, soweit das Auge reicht. Alles ist höchst einfach, aber doch sauber. Man schläft in Gemeinschaftsräumen und wohnt in einer Art spiritueller WG zusammen. Wie in jedem Ashram herrschen gewisse Regeln, an die sich alle, auch die Gäste, halten müssen. Dazu gehört ein geregelter Tagesablauf: Man beginnt mit Entgiftungstee, dann folgen Mantrasingen, Yoga, Meditation und Frühstück. Vor den Mahlzeiten wird stets gemeinsam gebetet und gesungen. Geleitet wird das Haus von Swami Joytimayananda, einem 70-jährigen Yogi mit heller Ausstrahlung, der seit 1985 in Italien lebt und in der Zwischenzeit mehrere Ausbildungszentren für Yoga und Ayurveda aufgebaut hat. Er ist ein Vaidya, das heißt, er hat seine Ausbildung im klassischen Meister-Schüler-Prinzip von einem anderen Meister in Indien erhalten. Aufmerksame Untersuchung, gute Behandlungen mit ebensolchen, selbst hergestellten Ölen. Ausgezeichnetes Yoga, gute indische Küche von der Ehefrau des Swami. Gäste aus aller Welt, an den Adriastrand sind’s 20 km. Sechstägiges Panchakarma zu fixen
Terminen während der Sommermonate, zudem Wochenend-„Light“-Packages, und man kann auch zu günstigen Preisen (25 Euro inkl. ayurvedischer VP) beliebig lange dort wohnen, mit Therapien nach Wahl gegen Aufpreis. Lässt sich mit keinem anderen Haus vergleichen, was eine gewisse Unschärfe in der Bewertung nach sich zieht – wir bitten um Verständnis. 30 Betten. Siebentägiges Panchakarma ab € 1.100,–. • 60013 Corinaldo, Via Ripa 24, ' +39-071-679032 Gesundheit
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Tapovan
Grünruhelage 65 km nördlich von Le Havre – Normandie
In ländlicher Gegend, fünf Autominuten von einem typischen Normandie-Kiesstrand entfernt: eine mehrere Hektar umfassende Anlage mit acht Gebäuden, weitläufigem Park, großem Gemüsegarten und üppig blühenden Blumen und Sträuchern. Es gibt ein Therapiehaus, einen Esspavillon, ein Vortragshaus, ein Yogahaus, weitere Häuschen für Einzelbehandlungen sowie für die Gäste, zudem einen Shop, in dem Öle, Gewürze, Räucherwerk und Stoffe erhältlich sind. Im Tapovan werden laufend auch Ausbildungen angeboten, deshalb können schon mal an die 20 Studenten im Haus sein. Die Leitung hat Kiran Vyas, ein Pädagoge indischer Abstammung, der dieses Zentrum 1983 gegründet hat, inne. Ihm zur Seite
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extra ayurveda
Alle Web- und Mail-Adressen: www.relax-guide.at
stehen seine Frau, eine Schulmedizinerin und Homöopathin, sein Bruder sowie seine Schwiegertochter Falguni Vyas, eine gelernte Ayurvedaärztin. Stirn- und Körpergüsse werden hier mit Schwingkessel und Messingkännchen – also so, wie es sich gehört – gemacht, die Therapieräume sind zumeist gefliest, klein und eher nüchtern gestaltet. Bei den Behandlungen liegt man auf einer Plastikfolie, die Therapeuten tragen Plastikschürzen – das raschelt ganz schön! Nicht wirklich begeistert waren wir vom ungekochten Sesamöl, das so gar nicht in die Haut eindringen will. Keine strikte Geschlechtertrennung, die insgesamt sieben Therapeuten arbeiten mit viel Achtsamkeit; über allem eine meditative, fast spirituell zu nennende Atmosphäre. Sporadisch Meditationen in nettem Ambiente, täglich gutes Yoga gegen Aufpreis (15 Euro). Die Küche ist gut – von einem Inder schmackhaft zubereitet, einfach, mit frischen Zutaten aus dem eigenen Garten –, morgens gibt es Sprossen mit Sojasuppe, mittags und abends Suppe, Getreide und Gemüse. So manche liebevolle Dekoration könnte noch ergänzt werden, unter dem Strich ist’s ein wunderbar friedlicher Platz mit erholsamer Atmosphäre und passabler Möglichkeit zum Entschlacken und Regenerieren. Vorausgesetzt, man verzichtet auf den von Gästen ins Haus geschmuggelten Rotwein, was so mancher Dame aus Holland aber nicht immer gelingt. Panchakarma wird hier zwar in Form von sechstägigen Packages angeboten, der formulierte Schwerpunkt liegt aber bei „Light“-Kuren, von denen es mehrere gibt, darunter solche zu den Themen Prävention, Abnehmen, innere Schönheit, mentale Stärke und innere Freiheit. Die Tagessätze dafür liegen zwischen 180 und 390 Euro (inklusive Behandlungen, zzgl. Verpflegung und Zimmer). Wer nicht im Haus wohnen will, der kann zwischen einfachem Gästehaus und Fünfsternhotel in nächster Nähe wählen. Für Auskünfte in Deutsch gibt es ein Büro in der Schweiz: +41-32-7245111, tapovan.swiss@bluewin.ch. 30 Betten. Sauna. Sechstägiges Panchakarma ab € 1.520,–.
• 76540 Sassetot-le-Mauconduit, Hameau d’Anneville ' +33-(0)235-292021 Gesundheit
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Centro de Salud Port Salvi
Grünruhelage am Meer – 100 km nordöstlich von Barcelona
An der Costa Brava, auf den Felsen einer schmalen Landzunge am Ortsrand, in Hafennähe gelegenes Zentrum, das im Gebäudekomplex des Hotels Eden Roc untergebracht ist. Die Zimmer für Kurgäste befinden sich entweder im Zentrum selbst oder nebenan in dem Häuschen Garden Eden, viele bieten direkten Ausblick aufs Meer, alle Steinböden, was im Winter nicht angenehm ist, zumal auch keine Heizung vorhanden ist. Klassischmediterrane Einrichtung, nicht überall ganz taufrisch, schöner Garten. Die räumliche Trennung vom Großhotel sorgt für eine mehr oder weniger gute Abschottung vom Massentourismus, vor allem zur Hauptsaison kann es ab und an ganz schön laut werden – Horden von betrunkenen Holländern sorgen dafür. Medizinischer Leiter ist der hoch kompetente Professor Dr. Rajendra Deshpande aus Puna, Indien, der dort an der Universität lehrt, drei Monate pro Jahr im Haus ist und für die restliche Zeit indische Kollegen entsendet. Aufmerksame Untersuchung, gute Therapien in eher düsteren und wohl auch etwas feuchten Räumen; die meisten Therapeuten sind Spanier. Hochwertige Öle aus indischer Erzeugung. Täglich gutes Yoga. Durchschnittliche Küche, zum Frühstück gibt es normale Dinge wie Toast und Marmelade – natürlich nicht aus biologischer Herkunft. Zehn-, 14und 21-tägige Panchakarmakuren, die längste umfasst insgesamt 40 Therapien und kostet 3.699 Euro, auch eine siebentägige „Light“-Kur ist zu haben. 42 Betten. Im Eden Roc: Freibecken (Sommer), Hallenbad, Sauna, Massagen, Kosmetik, Fitnessgeräte. Zehntägiges Panchakarma ab € 1.990,20. • 17220 Sant Feliu de Guíxols, Carrer de Port Salvi ' +34-(0)972-320100
E NGL A N D, NIED ERL ANDE , NO R W EG EN Gesundheit
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Ayuseva
Grünlage am Stadtrand von Brighton – Südengland
Ein typisches englisches Vorstadthaus mit Erker und großem Garten dahinter, in einer Wohnsiedlung gelegen. Hier leben und arbeiten Rebecca und Sascha Kriese, er stammt aus Deutschland, seine Frau ist Britin. Beide kommen aus völlig anderen Berufen, erlernten in Indien die alte Heilkunst und eröffneten vor sechs Jahren ihre – mittlerweile gut besuchte – Praxis, in die man hauptsächlich zur ambulanten Behandlung
kommt, allerdings gibt es auch zwei Gästezimmer. Panchakarmakuren dauern hier ausnahmslos vier Wochen, was zwischen 3.000 und 4.000 Pfund kostet. Einen fixen Preis gibt es nicht, da dieser von Art und Anzahl der Therapien abhängt, was wiederum individuell nach erfolgter Eingangsuntersuchung abgestimmt wird. Während der Kur betreut das Paar die Gäste und kocht mit Leidenschaft und biologischen Zutaten – was auf den Tisch kommt, ist jedenfalls ausgezeichnet. Außerordentlich aufmerksame Untersuchung mit klar formulierter Diagnose, sehr gute Öle, hervorragende
extra ayurveda
Info und Buchen für alle Hotels: www.relax-guide.at Behandlungen in angenehmem, stilvollem Umfeld. Yoga gibt es auf Wunsch gegen Aufpreis, zum berühmten Pier am Strand von Brighton sind’s fünf Kilometer. Fazit: Kompetenz und Geborgenheit in berührender Intensität. 3 Betten. Vierwöchiges Panchakarma ab etwa € 4.000,–. • BN1 5LT Brighton, 23 Green Ridge ' +44-(0)1273-500492 Gesundheit 12
Ayurveda Twente
Küche oder Behandlungsqualität machen. Die vorgenommene Bewertung ist daher ausnahmsweise eine „gefühlte“, wir meinen aber, dass diese Vorgangsweise im Sinne der Vollständigkeit des Kapitels gerechtfertigt ist. Siebentägiges Panchakarma, zudem ein- bis fünftägige „Light“-Kuren zu Preisen von etwa 250 bis 450 Euro pro Tag. 32 Betten. Siebentägiges Panchakarma ab etwa € 2.100,–. • 8121 RH Olst, Kotterikstraat 2a, ' +31-(0)570-564636
Grünruhelage am Ortsrand – 140 km östlich von Amsterdam
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Außerhalb des Ortes, zwischen Wiesen und Wäldern gelegene, sympathische Ayurvedapension mit kleinen, einfachen Zimmern im ersten Stock und Bädern im Erdgeschoß, gemütlichen Räumen und Gemüsegarten. Geführt wird das Häuschen von Silvia Lotte, sie ist seit 30 Jahren Ayurvedatherapeutin, allerdings keine Ärztin, was bedeutet, dass sie weder Konstitutionsbestimmung noch Diagnostik durchführt. Die meisten Gäste kommen daher nach Eingangskonsultation von Vaidya Robert Swami Persaud, der südlich von Arnheim, also eine gute Autostunde entfernt, eine Praxis hat und auch zahlreiche Kranke hierher überweist, werden doch in Holland die Kosten von den meisten Krankenversicherungen rückvergütet. Yoga auf dem dunklen Dachboden, je nach Gästewunsch ein- bis zweimal täglich. Gute Behandlungen, gute Küche, sehr nette Mitarbeiter. Drei Doppelzimmer, 6 Betten. Fünftägiges Panchakarma ab € 1.295,–. • 7496 AC Hengevelde, Goorsestraat 49 ' +31-(0)547-333100
Maharishi Helsesenter
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Premdani Ayurveda Clinic
Grünruhelage bei Olst – 120 km östlich von Amsterdam
Erst nach Redaktionsschluss eröffnetes Haus, außerhalb des kleines Ortes, inmitten von Feldern gelegen. Bislang gab es hier Konsultationen und Behandlungen ausschließlich ambulant, nach Redaktionsschluss wurde ein Zubau für stationäre Kuren eröffnet, als Datum wurde uns September 2010 genannt. Er bietet einen Speisesaal mit Schauküche, kleine, einfache Zimmer, alles ist mit weißen Marmorböden gefliest. Medizinischer Leiter ist Etienne Premdani, ein indischstämmiger, in Suriam geborener Holländer, der mit seiner Familie im selben Haus lebt. Premdani hat in Indien eine Ausbildung zum Ayurvedaarzt absolviert, setzt aber nebenbei dennoch auf Technisches wie etwa Bioresonanztherapie und Dunkelfeldmikroskopie, auch die traditionellen Bastis (therapeutische Einläufe) werden hier durch Colon-Hydro-Therapie ersetzt. Täglich Yoga und Meditation. Wir haben das Haus vor der Eröffnung ambulant besucht, können daher keine Angaben über
Grünlage bei Lillehammer – 150 km nördlich von Oslo
Am Rand eines Dörfchens, direkt an der Straße gelegen: Ein 50-jähriges Holzhaus, in dem die Zeit stehen geblieben ist. Öffentliche Räume in tadellosem 1960er-Look, Speisesaal mit Plastikblumen, uralten Vorhängen und hellblauem, originalem Linoleumboden. Sehr einfache, aber saubere Zimmer mit Laminatböden, Ikea-Möbeln und uralten Bädern, nur eines hat Ethernetanschluss. Leiter ist seit 20 Jahren Dr. Lars Björn Rasmussen, ein gebürtiger Däne und gelernter Schulmediziner, der seine Ausbildung bei Maharishi in Fairfield, Iowa, bereits 1985 abgeschlossen hat und seither Ayurveda praktiziert. Dr. Rasmussen spricht gutes Deutsch und ist auf seine Heilerfolge speziell bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Fibromyalgien, Bourn-out und chronischer Müdigkeit stolz. Geschlechtertrennung, sehr gute Therapien, für Stirn- und Körpergüsse verwendet man jedoch Gummischläuche und elektrische Pumpe. Zum Einsatz kommen hochwertige Öle und Maharishi-Arzneien, die sich als sehr wirkungsvoll erweisen. Geschmacklich gute bis sehr gute ayurvedische Küche, generell aber zu lange gekocht. Seltsam: Frische Früchte zu allen Mahlzeiten – das gibt es nirgendwo sonst, da es, laut einhelliger Auffassung, dem Kurgedanken abträglich sein soll. Wahlweise stets heißes Wasser, Vatatee, Getreidekaffe oder selbst gemachter „Bringebärsaft“ (Himbeere), der so fein schmeckt, dass man fast süchtig danach werden könnte. Kein Yoga, Transzendentale Meditation gegen saftigen Aufpreis. Sehr freundliche und hilfsbereite Mitarbeiter, kalte Nächte, nordische Zurückhaltung und Ruhe im ganzen Haus. Auf der Straße herrscht hingegen nur zwischen Abend und frühem Morgen Stille. Die Adresse ist vom Flughafen Oslo aus auch schnell mit der Bahn (Lillehammer) erreichbar. In der Nähe: Wanderwege und Seeufer ohne Zahl. Und am Abend kann ein Elch vor dem Fenster stehen. Vier-, sechs- und achttägige Panchakarmakuren, auf Wunsch kann tageweise verlängert werden. 16 Betten. Achttägiges Panchakarma ab € 2.780,–. • 2610 Mesnali, Sjusjøvegen 1332 ' +47-(0)62363320
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