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RELAX Magazin 2019

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Das Jahres-Magazin für Körper und Geist

Beziehung Wie ein Vampir Spa-Urlaub Adults only & mit den Kids Finanzindustrie Was man uns verschweigt


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EDI TOR IAL Liebe Leserin, lieber Leser! Ob im Kaffeehaus, in der Straßenbahn oder im Ruheraum eines SpaHotels, immer wieder beobachte ich die Menschen, wie sie Magazine lesen. Allerdings: Die meisten lesen gar nicht. Sie blättern, sehen sich Fotos an, die eine oder andere Überschrift, und sie blättern weiter. Den Journalisten in mir schmerzt das natürlich. Ich suche dann nach Antworten, sehe mir die Magazine an. Aber unweigerlich geht es mir genauso – ich finde kaum etwas Lesenswertes. Hingegen viel Fragmentiertes, schlecht Recherchiertes und ebenso Geschriebenes sowie Dinge, die mit unserer Lebenswirklichkeit eigentlich wenig bis gar nichts zu tun haben. Und dann jammert die Print-Branche, dass ihre Auflagen rapide schrumpfen! Als ich vor 23 Jahren das RELAX Magazin gegründet habe, war es mein Ziel, eine Zeitschrift nicht zum Blättern, sondern zum Lesen zu machen. Guter Journalismus mit Tiefgang und Hintergrund wurde so zu unserem gelebten Credo. Vielleicht erinnern Sie sich an unsere Berichte über den radikalen Islam oder über die Konzerne, die keine Steuern zahlen – das brachten wir, Jahre bevor es von anderen Medien thematisiert wurde. In diesem Sinne möchte ich Sie auf einen Artikel dieser Ausgabe hinweisen, der sich mit etwas beschäftigt, das uns alle in höchstem Ausmaß betrifft: die globale Finanzindustrie. Sie wurde vor 10 Jahren von den Regierungen gerettet. Private Banken wurden mit öffentlichen Geldern am Leben erhalten. Es handelte sich um die größte Vermögensumverteilung in der Geschichte der Menschheit – von unten nach oben! Und sie geht weiter: Die Zentralbanken haben seither 16.000 Milliarden US-Dollar in das Finanzsystem gepumpt und die Zinsen immer weiter gesenkt. Doch das Geld ist nicht bei uns in der Realwirtschaft angekommen, sondern zum größten Teil wiederum in die Finanzmärkte, in die Spekulation, geflossen. Warum das so ist, lesen Sie ab Seite 42. Sie erhalten unser Jahresmagazin übrigens auch gratis ins Haus, so Sie sich in unserem Newsletter (Dezember oder Jänner) dafür angemeldet haben. Bitte achten Sie daher zum Jahresende auf den Newsletter, in dem Sie Ihre Zustell­adresse stets aufs Neue eintragen müssen. Nur institutionelle Abo-Bezieher können Magazine nachbestellen, der Gratis-Versand an Privatpersonen erfolgt nur einmal pro Jahr – eine Nachlieferung ist leider nicht möglich. Allerdings: Alle Magazinbeiträge finden Sie auch online in unserem Blog auf relax-guide.com. Unsere neue Ausgabe entführt Sie wiederum in die bes­ten Wellnesshotels in Österreich und Deutschland, aber auch zu fernen Reisezielen, etwa nach Japan oder auf die Malediven, wo wir vor kurzem drei Spa-Hotels getestet haben. Allerdings nicht mit den in den Medien üblichen Presseeinladungen, sondern so, wie wir es auch bei den Hoteltests für den kritischen Wellnesshotelfüher RELAX Guide machen: auf unsere Kosten! Anders lässt sich ein unabhängiger Bericht eben nicht machen. Jedenfalls freue ich mich, Ihnen auch mit dieser Ausgabe wieder eine kleine Wundertüte zum Lesen liefern zu dürfen: mit Echtem und Traumhaftem ebenso wie mit Kritischem und augenöffnend Wissenswertem. Christian Werner

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INH A LT 10 BEZIEHUNG: WIE EIN VAMPIR Kennenlernen über eine Dating-App: Was unsere Autorin da erlebte 22 UND ALLES WIRD FEDERLEICHT Ein Weltklassearchitekt baut einen Meditations-Pavillon im Zauberwald 24 GUTES WASSER – SCHÖNE KRISTALLE Nur gutes Wasser macht unter dem Mikroskop schöne Kristalle! 28 YOGA, PLE ASE, ABER RICHTIG! Gefährlich: Viele Yogalehrer sind nicht ausreichend geschult 30 EIN TRAUM FÜR ZWEI Ein Honeymoon wie aus dem Bilderbuch 32 KRAFTPLATZ FÜR AUSGEPOWERTE Im führenden Gesundheitshotel. Ein Erfahrungsbericht 34 IN AUGENHÖHE MIT DER FESTUNG Schwimmen und Saunieren mit sensationellen Ausblicken

Wellnessmomente mit Weitblick. 1.117 m über dem Alltag inmitten der Schladminger Bergwelten.

38 TOP-SPA-HOTELS IN SÜDTIROL Zwei ganz unterschiedliche Hotels, aber beide sind besonders 42 FINANZINDUSTRIE: ER ÖFFNET UNS DIE AUGEN Fatale Folgen, die man uns jedoch verschweigt 54 DAS GANZE SCHIFF FÜR UNS ALLEINE Die neue „Suite“ im See ist ein restauriertes Oldtimer-Schiff 56 HUNDERT JAHRE GASTFREUNDSCHAFT Wo sich einst Ross und Reiter erfrischten: ein tolles Spa-Hotel 58 KIDS & SPA I: SPASS FÜR ALLE – AUCH FÜR TEENAGER Hier kommen Kids, Teenager und Eltern voll auf ihre Kosten 60 KIDS & SPA II: AUCH MINI-KÖCHE TISCHEN HIER AUF Ein Resort lässt die Kinder kochen – und bietet Köstliches für alle 62 KIDS & SPA III: MIT KIDS IN DEN SPA-URLAUB Tipp: vier Lilien-Hotels, in denen das auch einfach gelingt 64 WEGE, DIE ZU LEBENSLUST FÜHREN Wellness und Wandern – vier Lilien-Hotels zum Thema 66 DIE MILF-MÄDCHENRECHNUNG „Versaute“ Mütter sind begehrt, eine Sexualpädagogin warnt 70 HEILENDE KRÄFTE AUS DEM GARTEN Dieses Hotel ist auf Essenzen, Öle und Tees aus Kräutern spezialisiert 72 IM LAND, DAS ALLES FALSCH MACHT Wie ein kühner Gegenentwurf zum Multikulti-Europa: Japan 78 SHOWROOM KOSMETIK Neue Produkte von Ligne St Barth und Universkin 80 DAS WINTER-WUNDERLAND Lappland erinnert daran, wie sich Winter einmal anfühlte 84 WIEDER IM INDISCHEN OZE AN Malediven: drei unterschiedliche Hotels im Test 90 GRIECHENLAND WIE DAMALS Mitten in der Ägäis liegt eine Insel, die keiner kennt 94 INDEX Eine Auswahl guter Spa-Hotels – Lilien sind Bedingung! 101 IMPRESSUM & GEWINNSPIEL

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L EB E N

I llu s tr ati on : Ale x a n d e r St r ö c k

WIE EIN VA MPIR Unsere Autor in, eine Frau Mitte dreißig, begibt sich auf Par tnersuche. Über eine DatingApp lernt sie einen Mann kennen. Sie ver f ällt seiner manipulativen Kraft , dann wehr t sie sich. Und findet am Ende f ast zwanzig Frauen, die beinahe an ihm zerbrochen wären.

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ch bin aufgeregt, als ich die App herunterlade. Dating mit Mitte dreißig. Per Tinder. Ist das peinlich? Ich komme noch aus der Zeit des analogen Kennenlernens. Aus der Zeit der verblinzelten Momente, der verhaspelten Sätze, der kurzen Berührungen, des Anstarrens und Wegschauens. Egal. Ich bin lange Single. Und nicht auf der Suche nach der großen romantischen Liebe. Sex würde mir für den Anfang reichen. Also: Warum nicht? So lerne ich Tim im Mai 2018 kennen. Dass diese Geschichte mit Tim so enden wird, wie sie endet, das hatte ich früh gespürt, lange nicht wahrhaben wollen und am Ende doch kaum glauben können. Sicher liegt das auch 10

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an mir selbst, vielleicht sogar daran, wie Frauen heute sind. Es liegt auch an der Art, wie wir uns kennengelernt haben. Im Internet. Vor allem liegt es aber natürlich an ihm: Tim. Ich habe mich bis dahin nie mit einem Tinder-Match getroffen, vor Tim verliefen alle Chats im Sand. Die Online-Konversation mit ihm ist lustig, er überschüttet mich mit Nachrichten, wir tauschen Nummern aus. Auf WhatsApp geht es weiter. Er schreibt, wie außergewöhnlich er mich finde, und nennt das zwischen uns eine „besondere Verbindung“. Ich bin geschmeichelt. Er sei Philosophie-Doktorand, Mitte dreißig und lebe seit 10 Jahren in München. Ich google Tim, so wie


ich alle Tinder-Männer google. Liegt vielleicht an meinem Beruf, vielleicht ist es auch ein Sicherheitstick. Über Tim finde ich: nichts. Das wundert mich. Jemand, der promoviert, hinterlässt doch Spuren im Netz? Na gut, denke ich mir, nur den Vornamen in Kombination mit seinem Studienfach und seiner Universität zu googeln, ist ein bisschen optimistisch. Dennoch: Ich habe ein merkwürdiges Gefühl, kann es allerdings an nichts konkret festmachen. Tim ist zwar oft sehr vage in seinen Aussagen, aber auch nett, schlau und unterhaltsam. Wird schon passen. Wir vereinbaren ein Treffen, davor möchte er telefonieren. Das finde ich gut, das wertet ihn irgendwie auf. Ich denke: Wenn ich seine Stimme unattraktiv finde oder er dummes Zeug redet, spare ich mir gleich die Zeit, ihn zu treffen. Aber wir telefonieren fast drei Stunden lang. Tim ist großartig. Als

Ich wundere mich über die vielen WhatsApp-Nachrichten, die auf seinem Handy aufleuchten. Aus dem Augenwinkel sehe ich: nur Frauennamen. wir uns zum ersten Mal sehen, vergeht die Zeit wieder wie im Flug. Tim ist gut gekleidet, sein grau meliertes Haar und sein rotbrauner Bart sind teuer gepflegt. Er hat einen bestechenden Sinn für Mode und Stil. Ich will ihn wiedersehen. Unser zweites Date läuft so gut, dass ich bei ihm übernachte. Eigentlich wollte ich das nicht. Das geht mir zu schnell. Aber Tim überredet mich. Mir gefällt sein Engagement. Wir schlafen wenig in dieser Nacht. Am nächsten Morgen wundere ich mich über die vielen WhatsApp-Nachrichten, die auf seinem Handy aufleuchten. Aus dem Augenwinkel sehe ich: nur Frauennamen. Da ist wieder dieses ungute Gefühl. Wenn ich heute drüber nachdenke, frage ich mich: Warum habe ich mir nicht vertraut? Wieso habe ich mich selbst übergangen? Vielleicht auch, weil ich dachte, auf neuem Terrain zu sein, online, es online mit einer anderen Art des Kennenlernens zu tun zu haben, bei der womöglich andere Codes gelten. Ich habe mehr Irritationen akzeptiert. Tim lebt in einem kargen WG-Zimmer. Es wirkt, als wohne hier jemand, dessen Koffer bei einem Flug nicht mitgekommen ist. Er erzählt, er sei voriges Jahr zu seiner damaligen Freundin Marie nach Berlin gezogen. Gegen Maries Stiefvater, der sie als Kind regelmäßig sexuell missbraucht habe, sei zu der Zeit ein Gerichtsverfahren gelaufen. Nach wenigen Wochen des Zusammenlebens sei Marie extrem eifersüchtig geworden, habe überall gefährliche Bekanntschaften gesehen und versucht, ihn zu isolieren. Als er zu Freunden nach München geflogen sei, habe sie seinen Rückflug storniert und die Beziehung aus dem Nichts für beendet erklärt. „Völlig durchgeknallt, die Alte“, sagt Tim. Seine Sachen habe sie ihm bis heute nicht zurückgegeben. Ich bin entsetzt. Marie muss fürchterlich sein. Nachdem Tim und ich am Mittag auseinandergegangen sind, bombardiert er mich weiter mit WhatsApp-Nachrichten: Wie wunderbar das alles sei. Er könne gar nicht glauben, dass jemand wie ich auf Tinder ist. Das gehört zum Mythos Onlinedating: dass man einander versichert, hier im unroman-

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#voshรถvelfeeling Urlaub wie bei Freunden


tischen Internet die Ausnahme zu sein. Ein kollektiver Gründungsmythos. Ich sei das größte Glück, das ihm seit einer Ewigkeit passiert sei. Erst bade ich in diesen Worten, dann denke ich: Hey, wir kennen uns erst seit ein paar Tagen, mach mal halblang! Aber Tim hört nicht auf, mich mit Gefühlsbekenntnissen zu überschütten.

Er geht nicht ans Telefon. Ich will das klären, fühle mich schuldig. Tim hat viel Zeit, er arbeitet nicht. Er sagt, er sei von seinem Job in der Gastronomie, den er zuletzt gehabt habe, seit Monaten krankgeschrieben, wegen einer zurückliegenden Narben-OP. In welchem Café er gearbeitet hat, sagt er nicht, er weicht aus. Ich wundere mich, wie er jetzt sein Geld verdient. Irgendwie ist das alles seltsam. Ich stelle viele Fragen zu seinem Alltag. Da kippt die Stimmung in den WhatsApp-Nachrichten. Tim wirft mir vor, diese besondere Beziehung mit meinem Misstrauen zu zerdenken. Ich solle das nicht mit dem Verstand angehen, sondern mit dem Herzen. In meinem Kopf ist es sehr laut, seitdem ich Tim nähergekommen bin, permanent. Ich schlafe zu wenig, rauche ununterbrochen, vergesse zu essen. Tim und ich sind wieder verabredet, eine gute Woche ist seit unserem ersten Treffen vergangen, wir schreiben einander konstant Nachrichten. Vielleicht bin ich doch verknallt? Am Abend zuvor meldet er sich auf einmal nicht mehr. Am Morgen schickt er eine Nachricht: Mein Misstrauen mache ihn fertig, er fühle sich so ungerecht behandelt, dass er mich heute doch nicht sehen wolle. Er geht nicht ans Telefon. Ich will das klären, fühle mich schuldig. Vielleicht habe ich nach so langer Single-Zeit verlernt, wie Dating funktioniert? Vielleicht bin ich übervorsichtig, um nicht verletzt zu werden? Ich suche den Fehler bei mir: Ich weiß, ich bin eine laute Frau. In meinem Leben habe ich immer wieder gehört, dass ich zu viel von allem bin, zu neugierig, zu schnell, zu direkt, zu patent. Mit seinem Vorwurf, dass ich mich nicht hingebe, erwischt er mich an einer sensiblen Stelle. Ich will nicht zu stark für die Liebe sein. Ist das nicht das, was Frauen passiert, die erfolgreich sind, Geld haben und lernen, ihre Meinung zu sagen: dass sie verlernen, sich fallen zu lassen? Ich fahre spontan zu ihm. Tim freut sich, mich zu sehen, bleibt aber distanziert. Einige Dinge bleiben merkwürdig. Immer, wenn wir irgendwo Kaffee trinken oder etwas essen, hat er versehentlich nicht genug Geld dabei oder seinen Geldbeutel vergessen. Ich zahle jedes Mal. Natürlich fällt mir das auf, aber natürlich will ich nicht, dass das ein Problem wird. Geld ist mir egal. Ich lege großen Wert auf meine Eigenständigkeit. Tim nährt mit seinem vergessenen Portemonnaie elegant mein Emanzipationsgefühl. Er hat auch stets einen Bezug zu allem Möglichen in meinem Leben. Als er zum Beispiel bei mir zu Hause Urlaubsbilder aus Thailand sieht, erzählt er, dass er nach dem Tsunami von 2004 bei den Aufräumarbeiten geholfen habe, so viele Leichen, schrecklich. Oh, ist das nicht eine Erfahrung, die einen lange mitnimmt? Er winkt ab. Ich spreche ihn nochmal auf seine Doktorarbeit an, möchte den genauen Titel wissen. Er lenkt ab. Spricht lieber über unsere Zukunft. Wie froh er sei, dass er endlich seine Seelenverwandte getroffen habe! Ich fühle mich geschmeichelt. Und überfordert. Mir geht das wirklich

zu rasant, aber loslassen möchte ich auch nicht. Ich bin lange allein. Mir wird bewusst, wie sehr ich eigentlich nach einer festen Beziehung suche. Dass Tinder dafür wahrscheinlich der falsche Ort ist, war mir klar. Aber jetzt bin ich hier mit diesem Mann, der aufs Ganze geht. Dem muss ich doch eine Chance geben. Oder? Wieder verdränge ich das ungute Gefühl. Eine Woche später treffe ich eine Freundin. Sie erzählt, dass sie sich mit einem Freund über mein Tinder-Date, von dem ich natürlich bereits viel berichtet habe, unterhalten hat. Der Freund wurde stutzig bei der Beschreibung „Philosophie-Doktorand“: Eine seiner Kolleginnen im Friseursalon, der ihm gehört, heule sich seit Wochen die Augen aus, weil sich ihr Freund, auch ein Philosophie-Doktorand, nicht mehr melde, mit dem sie seit Januar 2018 zusammen sei. Meine Freundin zeigt dem Friseur ein Foto meines Philosophie-Doktoranden. Es ist derselbe. Mir wird schlecht. Ich spreche Tim am Telefon darauf an. Er sagt, es handle sich lediglich um eine kurze Tinder-Affäre, die mehr wollte. Er habe es leider nicht sauber beendet. Aber das sei jetzt auch egal: Ich sei krankhaft eifersüchtig! Er wolle keinen Kontakt mehr! Liebeskummer fühlt sich mit 36 genauso an wie mit 16. Gleiches Herz. Gleicher Kummer. Am nächsten Tag rudert Tim zurück: Es sei doch etwas so Besonderes zwischen uns. Daran müsse man festhalten. Ich versuche ihm zu erklären, dass ich kein Problem damit habe, dass er vor mir andere Frauen hatte, von mir aus auch via Tinder. Aber dass ich seine Reaktion auf meine zufällige Entdeckung unverhältnismäßig finde. Er entschuldigt sich. Wir telefonieren lange und treffen uns am nächsten Tag. Ich bitte ihn, einen HIV-Test zu machen, da flippt Tim aus. Nennt mich misstrauisch und hypochondrisch. Man könne meine infantile Art nicht ernst nehmen. Dann lenkt er wieder ein und verspricht, einen Test zu machen. Am nächsten Tag meldet er sich nicht. Am übernächsten Tag leuchtet auf meinem Handy auf: „Michèle, es ist vorbei. Das kann nie mehr gut werden. Du hast es kaputtgemacht mit deiner Eifersucht.“ Da habe ich aber schon genug Zeit gehabt, um meinen Kopf freizubekommen. Ich kenne diesen Mann seit nicht einmal drei Wochen. Seither ist alles ein Drama, ständig werden meine wunden Punkte berührt: meine Einsamkeit, mein Bedürfnis nach Schutz, ja sogar meine Angst, zu stark zu sein. Das ist nicht normal. Da stimmt etwas nicht. Am Nachmittag treffe ich eine alte Freundin und erzähle ihr von Tim. Sie erzählt von einer Bekannten, der gerade das Gleiche mit einem Mann passiert sei. Erst große Begeisterung, dann plötzlich eine andere Frau, Abbruch mit Vorwürfen und Schuldzuweisungen. Meine Freundin fragt: „Hast du ein Foto von ihm?“ Ich zeige ihr eins. Sie erkennt eindeutig Tim wieder. Ich frage mich, mit wie vielen Frauen dieser Mann geschlafen haben muss, dass ich in so kurzer Zeit Überschneidungen in zwei völlig unterschiedlichen Freundeskreisen finde. Ich schicke ihm eine Sprachnachricht, dass ich von dieser weiteren Frau weiß. Er antwortet mit Beschimpfungen. Ich stelle Handy und Festnetz aus. Dennoch bin ich völlig verunsichert. Ich frage mich, ob ich beziehungsunfähig bin. Ob Tim doch recht hat, dass ich mit meinem Misstrauen jegliches gute Gefühl im Keim ersticke. Immer wieder sagte er, ich würde mir und ihm kein Glück gönnen. In meinem Kopf ist Chaos. Dann fällt mir diese verrückte Ex-Freundin aus Berlin ein,

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Ich steh auf Österreich. Ich sitz auf ADA.

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von der er erzählt hat. Er hatte mir sogar ihr Instagram-Profil gezeigt. Ich habe den Drang, sie auf diesem Weg zu kontaktieren. Kurz hadere ich. Es ist ja schon übergriffig. Ich schreibe ihr trotzdem. Die Frau antwortet sofort. Ich solle sie anrufen. Es ist der Moment, wo ich etwas über diesen Mann Tim

Ich treffe eine Freundin, sie erzählt von einer Bekannten, der gerade das Gleiche mit einem Mann passiert sei. Sie fragt: „Hast du ein Foto von ihm?“ lerne, mehr von ihm erfahre, als er jemals wollte. Aber auch etwas über mich, über Frauen und über das, was Liebe anrichtet. Heute nenne ich diesen Moment die „Tinder-Peripetie“, angelehnt an die Begrifflichkeit der aristotelischen Dramenlehre. Man bezeichnet damit den entscheidenden Wendepunkt im Schicksal eines Menschen. Wenn Glück in Unglück umschlägt oder andersrum. In meinem Fall wird aus einem rasanten Tinder-Date in München ein flächendeckendes Drama in ganz Mitteleuropa. Marie ist der Anfang der Aufdeckung einer Lebenslüge. Und einer perfiden Lust an der Zerstörung von Frauen und ihrem Leben. Marie, heute Ende zwanzig, lernt Tim im Sommer 2016 auf Instagram kennen. Ständig lobt er ihre Fotos. Spricht von großen Gemeinsamkeiten. Er habe gleich gewusst, dass sie etwas Außergewöhnliches sei. Zwischen ihm und ihr sei eine besondere Verbindung. Marie, die in Berlin lebt, besucht Tim Ende November 2016 in München. Er wohne noch mit seiner Ex-Freundin zusammen, sagt er, weil es in München so schwer sei, eine neue Wohnung zu finden. Jene Ex-Freundin sei verreist. Marie und er verbringen ein inniges Wochenende. Marie reist zurück. Danach meldet sich Tim plötzlich gar nicht mehr – oder ununterbrochen. Die beiden streiten sich oft, Marie geht das zu schnell, Tim erwartet zu viel Aufmerksamkeit. Sie bricht den Kontakt ab. Im Frühjahr 2017 meldet er sich wieder, bedauert, dass ihre Liebe keine Chance gehabt habe, und erzählt, dass er ständig an sie denke. Seine Ex-Freundin sei endlich ausgezogen. Marie besucht ihn im Frühsommer wieder. In seiner Wohnung entdeckt sie Dinge, die ganz offensichtlich einer Frau gehören. Tim erklärt, er habe das Arbeitszimmer an eine befreundete Anwältin vermietet, um bei der Miete entlastet zu sein. Er habe Psychologie und Philosophie studiert, das Studium aber wegen eines lukrativen Jobs in der Marketingbranche abgebrochen. Er helfe diversen gastronomischen Betrieben in München und Innsbruck, ihre Gewinne zu maximieren. Aktuell arbeite er regelmäßig in Österreich an einem Projekt. Das Projekt platzt angeblich, Tim möchte einen Neuanfang. Er zieht im Oktober zu Marie nach Berlin. Dort wirft er ihr bald vor, keine Zeit für ihn zu haben und mit ihrem Misstrauen die Beziehung zu zerstören. Er habe alles für sie aufgegeben. Er beginnt, sie in unpassenden Situationen zu begrapschen, und nennt sie verklemmt. Als sie sich wehrt, wirft er einen Schlüsselbund nach ihr. Tim weist Marie immer wieder ohne Anlass darauf hin, dass sie seine Sachen nicht anfassen soll, und versteckt akribisch sein Handy. Eines Morgens aber vergisst er es am Ladekabel,

als er duschen geht. Marie öffnet Tims WhatsApp. Das, sagt sie selbst, sei gegen ihre Natur. Ich bin Journalistin, ich bin gewohnt, dass Leute auch Dinge sagen, von denen sie glauben, dass man sie hören will. Soziale Erwünschtheit heißt das. Wissenschaftlern versaut das jede Studie. Aber als Marie das sagt, verstehe ich, dass er sie auch so verletzt hat wie mich. Sie dazu gebracht hat, anders zu sein, als sie wirklich ist. Ich glaube ihr. Und ihre Vermutung wird bestätigt: Sie liest eindeutige Nachrichten an eine andere Frau. An diesem Tag will Tim, lange geplant, nach München fliegen, um Freunde zu besuchen. Marie bringt ihn zum Flugsteig, um sicherzugehen, dass er wirklich an Bord geht. Als er in der Luft ist, sagt sie seinen Rückflug ab. Sie hatte seine Reise mit ihrer Kreditkarte bezahlt, deswegen kann sie stornieren. Zu Hause findet Marie in seinen noch unausgepackten Kartons Unterlagen vom Jugendamt. Tim hat demnach ein Kind im Teenageralter, für das er nie Unterhalt bezahlt hat. Offenbar ist sein Name das Einzige, was an ihm stimmt. Seine Geburtsurkunde liegt obenauf. Bis heute ist sie auch das Einzige, was an ihm nicht infrage zu stellen ist. Der Rest ist die ganze Bandbreite von Lebensfehlern, Lügen und einem geistigen Gefängnis. Marie entdeckt auch eine ärztliche Diagnose über eine narzisstische Persönlichkeitsstörung, die Tim attestiert wurde, nachdem er sich vor ein paar Jahren selbst in die ambulante Psychiatrie hatte einweisen lassen. Er schuldet der Krankenkasse und verschiedenen Ärzten wohl mehrere zehntausend Euro. Miete zahlt er bei Marie nicht. Marie zeigt Tim wegen Betrugs und sexueller Nötigung an. Das Verfahren gegen Maries Stiefvater hat es nie gegeben, sexuell missbraucht wurde sie auch nicht. Mehreren Aufforderungen, seine Sachen bei ihr abzuholen, kommt er nicht nach. Die meisten Möbel, die er mitgebracht hat, gehören einer ExFreundin von ihm. Marie macht sie ausfindig, sie heißt Bianca. Marie sagt, ich solle diese Bianca auch einmal anrufen, das sei eine sehr harte Geschichte. Zuerst aber gibt sie mir Leilas Nummer. Es ist, als hätte jemand Säure über mein Herz geschüttet. Es tut nicht mehr weh. Ich bin nur wütend. Das, was Tim macht, ist eine moderne Form von Heiratsschwindelei. Heute, im Tinder-Zeitalter, nennt sich das „Love Scamming“. Auch in Deutschland häufen sich diese Fälle, seit es Tinder, Bumble, OkCupid und Instagram gibt. Zu leicht ist es, ein Scheinleben zu erfinden. Schnell ist so ein Profil mit interessanten Eigenschaften ausgefüllt. Aber das muss man doch merken? Nein, bei der Dreistigkeit der Beschönigungen und Lügen, die Tim an den Tag legt, hat man gar keine Zeit dazu, draufzukommen. Sein Tempo ist atemberaubend. Der Künstler Hape Kerkeling sagte mal über seine Rolle des Horst Schlämmer: „Das Wichtigste, was ich gelernt habe: Dreistigkeit siegt. Man muss einfach nur Dinge behaupten – und schon hat man gewonnen.“ Bei Kerkeling klingt das zynisch, aber lustig. Das, was Tim macht, ist nicht lustig. Schon während des Telefonats mit Marie weiß ich wenigs­ tens: Ich bin nicht verrückt. Tim hat versucht, auch mich psychisch zu zerlegen, hörig zu machen, zu manipulieren, bis ich nicht mehr weiß, wer ich bin und was geschieht. Und das in nur drei Wochen. Ich bin entsetzt. Über mich. Über ihn. Dann telefoniere ich mit Leila. Leila, heute Mitte dreißig, lernt Tim 2015 auf Tinder kennen. Sie haben eine lockere Affäre, treffen sich unregelmäßig

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über ein Jahr hinweg. Tim erzählt, er habe Philosophie studiert, aber abgebrochen. Ein lukrativer Job in Zürich habe ihm diese Entscheidung leicht gemacht. Er würde aber gerne noch Physik studieren. Leila ist türkischstämmig. Oft hat sie das Gefühl, sich als Frau mit Migrationshintergrund beruflich doppelt beweisen zu müssen. Im Nachhinein, sagt sie, scheint es, als habe er diesen wunden Punkt gleich erkannt: Sie möchte ernst genommen werden. Er macht ihr immer wieder Komplimente zu ihrem Job als Anwältin.

Tim hat versucht, mich psychisch zu zerlegen, hörig zu machen, bis ich nicht mehr weiß, wer ich bin und was geschieht. Und das in drei Wochen. Wenn sich die beiden treffen, gehen sie fast immer zu ihr. Tim überschüttet sie entweder mit Nachrichten oder meldet sich lange nicht oder nur knapp. Die Ähnlichkeiten zu Maries und meiner Geschichte sind frappierend. Irgendwann beichtet er Leila, dass er eigentlich eine Freundin habe. Die Beziehung sei schon lange vorbei, aber diese Bianca habe psychische Probleme und sei eine Trinkerin. Da ist es wieder: „Völlig durchgeknallt, die Alte!“ Er sei nur so lange bei Bianca geblieben, um sie vor sich selbst zu schützen. Jetzt könne er nicht mehr, er habe sich getrennt. Auch weil er gemerkt habe, wie wichtig ihm Leila und diese besondere Verbindung seien. Immer sind die Frauen verrückt, ich schäme mich, dass ich ihm genau das geglaubt habe. Diese Geschichten, in denen Frauen klischeehaft sind. Leila zieht bei Tim ein. Sie ist schon länger Single und findet, Mut gehört zur Liebe dazu. Sobald sie eingezogen ist, fasst er sie nicht mehr an. Straft sie mit Schweigen. Wirft ihr vor, keine Zeit für ihn zu haben, will sie aber auch nie begleiten, wenn sie mit Freunden ausgeht. Leila sucht den Fehler bei sich, wird aber auch misstrauisch. Ständig hängt er am Handy. Sie beginnt, Bilder von sich und ihrer Familie nach einem bestimmten Muster im Wohnzimmer aufzustellen. Jedes Mal, wenn sie übers Wochenende weg war, stehen diese Bilder falsch da, anders. Als hätte sie jemand weggeräumt und dann wieder aufgestellt. Auch findet sie leere Weinflaschen. Tim trinkt nicht. Zu groß ist seine Sorge, sagt er, die Kontrolle zu verlieren. Im Nachhinein ist das klar: Wer betrunken ist, kann an einem ausgeklügelten Lügenkonstrukt nur schwer festhalten. Irgendwann fällt Leila ein Hartz-IV-Bescheid auf Tims Namen in die Hände. Plötzlich ergibt alles Sinn. Leila trennt sich. Beim Auszug findet sie ein Notizbuch mit Frauennamen, dazugehörigen Stadtteilen und Kurzanalysen ihrer Persönlichkeiten. Tim führt Buch über seine Liebschaften, damit er nicht durcheinanderkommt. Leila zeigt Tim an, weil er sie um viel Geld gebracht hat. Doch das Verfahren wird eingestellt: Leila kann nicht beweisen, dass sie ihm Geld geliehen und ständig die Miete vorgeschossen hat. Die Miete wurde – mit ihm abgesprochen – von ihrem Konto abgebucht, alles, was sie ihm sonst lieh, gab sie ihm in bar. Am Ende unseres Telefonats mailt Leila mir Biancas Nummer. Ich bin fassungslos. Tim macht das mit System. Eine Freundin leiht mir ein Buch, das mir noch mehr die Augen öff-

net: „Psychopath Free“ von Jackson MacKenzie. Darin werden gleich zu Beginn 30 Merkmale aufgelistet, an denen man Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung erkennt. Alles passt auf Tim. Gespräche mit Psychologen und Ärzten bestätigen meine Vermutung. Menschen wie Tim höhlen die Identität ihres Opfers durch ständiges Infragestellen und Schuldzuweisungen sys­ tematisch aus. Dabei stellen sie sich selbst immer über andere. Ihnen fehlt jegliche Empathie. Eine narzisstische Persönlichkeitsstörung resultiert aus einer Not: der Not, sich selbst nicht genug zu sein. Durch Überhöhung, Hochstapelei und Degradierung anderer kompensieren die Betroffenen das. In Beziehungen überschütten sie ihren Partner zuerst mit Aufmerksamkeiten, Komplimenten, Dauerkontakt. Sobald sich der Partner auf die Beziehung fest eingelassen hat, beginnt die Zerlegung. Sie haben ein gutes Gespür für die Wünsche und Bedürfnisse des anderen und machen ihn sich gefügig, indem sie diese entweder im Überfluss geben oder aber komplett verweigern. Diese Form der Persönlichkeitsstörung könne nicht geheilt werden, sagen Experten. Ganz kurz habe ich Mitleid mit Tim. Diese Axt, die da offenbar sein Gehirn spaltet, wird dort immer stecken bleiben. Er wird nie erfahren, wie sich Liebe und Mitgefühl anfühlen. Wie schön und warm das Leben ist, wenn einen die richtige Person im Arm hält. Dann sagt eine Ärztin, die sich mit dieser Art Persönlichkeitsstörung schon sehr lange beschäftigt, zu mir: „Frau Loetzner, Sie brauchen mit ihm kein Mitleid zu haben. Verzeihen Sie lieber sich selbst.“ Ich nicke stumm. Und weiß doch, das wird ungleich schwerer. Ich rufe Bianca an. Als Tim erstmals Bianca auf Instagram kontaktiert, ist sie noch minderjährig. Ein Jahr lang schreiben sie einander viel, er macht ihr Komplimente. Tim hält Bianca mit Textnachrichten so auf Trab, dass sie sich von Freunden und Familie entfernt. Er bestätigt ihr ständig, dass sie besonders reif sei für ihr Alter und dass ihr Umfeld sie nicht sehe. Nach dem Abitur zieht sie zu ihm nach München, in seine WG. Mit zwei Koffern. Ihre Familie ist skeptisch, lässt sie aber gehen. Bianca kommt aus einem harmonischen Elternhaus. Mutter und Vater vertrauen ihr, wollen sie ihre Erfahrungen

Ich denke: Wenn Tim immer wieder aus den gleichen Gründen angezeigt wird, kann die Staatsanwaltschaft irgendwann nicht mehr wegsehen. machen lassen. Sie sucht mit ihm gemeinsam eine neue Wohnung für sie beide. Bianca kümmert sich ununterbrochen um ihn, er kann monatelang nicht arbeiten. Zwei Jahre lang zahlt sie die Miete von 1.200 Euro fast allein, hat als Studentin zwei Nebenjobs. Tim arbeitet nie. Immer wieder hat sie das Gefühl, Tim betrüge sie. Erst denkt sie, sie sei paranoid. Dann stellt sie ihm ähnliche Fallen wie Leila. Sie beginnt, ihre Schuhe in einer bestimmten Reihenfolge im Flur zu platzieren. Oft sind sie, wenn sie nach Hause kommt, weggeräumt. Sie findet fremde Haare im Bett, ausgetrunkene Weinflaschen, wenn sie über Nacht weg war, eindeutige Nachrichten auf seinem Handy. Sie stellt ihn zur Rede, Tim streitet alles ab.

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FÜHLT SICH GUT AN

SE

HOTEL DER BÄR . Familie Windisch Kirchbichl 9 . 6352 Ellmau am Wilden Kaiser . Austria T +43 5338 2395 . info@hotelbaer.com . www.hotelbaer.com

EN

R BÄR DE

IT 6 0 J A HR


Im Frühjahr 2017 trennt sich Bianca nach drei Jahren Beziehung. Er beschimpft sie. Als sie das Haus verlassen will, nimmt er ihr Schlüssel und Handy weg und sperrt sie eine ganze Nacht – mit ihm – in der Wohnung ein. Zu diesem Zeitpunkt ist Bianca zwanzig Jahre alt, Tim Anfang dreißig. Ein Alkoholproblem hatte sie nie – eine Erfindung von Tim, um sie schlechtzumachen. Bianca zieht aus und zeigt ihn wegen Nötigung an. Das Verfahren wird eingestellt: Aussage gegen Aussage.

„Psychopath Free“ listet 30 Merkmale, an denen man Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung erkennt, auf. Alles passt auf Tim. Ich erstelle für uns vier Zufallsfreundinnen eine WhatsApp-Gruppe mit dem Namen „Aufs Maul“. Ich bin irre wütend, dass jemand wie Tim immer wieder davonkommt. In der Chat-Gruppe vergleichen wir Chat-Verläufe und re­kon­s­tru­ieren erst die vergangenen zwei, dann fast 10 Jahre. Die gleichen Sätze, die gleichen Tricks, die gleichen Vorwürfe. Aber es gibt auch Momente von grotesker Komik in unserem Gruppen-Chat. Lange sparen wir das Thema Sex aus. Zu ekelhaft fühlt es sich an, mit so einem Mann geschlafen zu haben. Dann schreibt eine von uns: „Können wir hier bitte auch mal über intime Details sprechen?“ Eine andere: „Ich dachte schon, nur ich finde einiges merkwürdig.“ Wir sind an einem Punkt, an dem wir lachen können. Immerhin. Und noch besser: Tim scheint ein ganz trophäenhaftes Beuteschema zu haben. Die drei Frauen sind klug, gebildet, witzig und erfolgreich in ihrem Job. Ich reihe mich nicht in eine Ansammlung von naiven Dummchen ein. Ich mache zusammen mit diesen drei 15 weitere Frauen ausfindig, die Tim um viel Geld und ihren halben Verstand gebracht hat. Nur Bianca, Leila und Marie erlauben mir, meine Gespräche mit ihnen für diesen Artikel zu nutzen. Sie wollen nicht, dass ihre Cousine, ihre Freundin, ihre Tochter eines Tages das nächste Opfer ist. Den anderen Geschädigten ist es zu peinlich, dass sie auf diesen Hochstapler reingefallen sind. Am liebsten wollen sie die ganze Tim-Episode aus ihrem Leben streichen. Ihr Geld sehen sie eh nie wieder, Tim bezieht Hartz IV, offenbar immer noch. Tims typisches Date funktioniert so: Am Tag Kaffee trinken, am Abend in eine Bar gehen, die möglichst nicht in der Münchner Innenstadt liegt, damit man niemandem begegnet, danach bei der Frau übernachten und mit ihr am nächsten Tag an die Osterseen fahren. Dort erzählt er, dass das sein besonderer Ort und er noch nie mit einer Frau hier gewesen sei. Um aktuelle und frühere Liebschaften zu kontrollieren, richtet er Fake-Profile ein: Er startet unter falschem Namen Chats und versucht so herauszufinden, was die Frauen gerade machen. Er überwacht sie – auch die Verflossenen, um zu sehen, ob sie ihm auf die Schliche kommen. Er chattet, mailt und tindert den ganzen Tag. Am liebsten sitzt er auf der Bank auf dem Grünstreifen vor dem Haus, in dem er wohnt. Da hat er noch W-Lan, seine Handykosten muss er im Blick behalten. Würde das Smartphone gesperrt, hätte er nichts mehr zu tun.

In seinen angeblichen Biografien taucht immer wieder das Philosophiestudium auf, wahlweise Physik oder Psychologie. Dass ich ihn zu Beginn unserer Liaison nicht googeln konnte, ist klar: Tim hat alles aus dem Netz gelöscht, was Hinweise auf seine tatsächliche Vita geben könnte. Bis auf ein leeres XingProfil und einen ebenso rudimentären Facebook-Account gibt es nichts – außer sein wohlkuratiertes Instagram-Profil, auf dem er sich als hipper Philosophie-Doktorand und Musik-Nerd zelebriert. Um Frauen mit seinem Physikwissen zu beeindrucken, hat er Harald-Lesch-Folgen auswendig gelernt. Für Belege seiner psychologischen Kennerschaft zitiert er aus der US-Serie „Lie to Me“. Woher ich das weiß? Als die Beziehung zu ihm beendet war, sah ich mehrere Folgen der Serie – und erkannte ganze Satzfragmente wieder. Unsere Chat-Gruppe bestätigt meinen Verdacht. Bianca erzählt, er sei süchtig nach dieser Serie gewesen, Leila sagt das Gleiche über Harald Leschs „Kosmos“. Tim hat nie eine Universität besucht. Er hat gar kein Abitur. Wir Frauen in der Chat-Gruppe haben wirklich alles zusammengetragen, was wir finden konnten. Um diese Chronologie zusammenzupuzzeln, halfen uns die vielen Unterlagen, die er bei Marie, Bianca und Leila zurückließ. Aber auch die Gespräche mit den Frauen, die hier nicht auftauchen wollen. Bis heute lässt Tim nicht davon ab, uns in unregelmäßigen Abständen zu kontaktieren und uns zu drohen – oder zu schmeicheln. Wir ignorieren das.

Alles aus dem Netz gelöscht, was Hinweise auf seine Vita geben könnte. Einmal konfrontierte ich ihn, nachdem es zwischen uns vorbei war, damit, dass ich weiß, dass er nie studiert hat. Tim hat mich angeschrien: Ich würde spinnen! Wer sich mit Persönlichkeitsstörungen auskennt, sagt, es würde nicht helfen, Tim darüber zu informieren, was wir jetzt über ihn wissen. Das erfundene Studium, die angebliche Bankkarriere, die Schulden, die Arbeitslosigkeit, das Kind, für das er nichts bezahlt. Marie heißt nicht Marie, auch Bianca und Leila heißen anders. Und Tim heißt nicht Tim. Seinen echten Namen könnte ich hier nicht erwähnen, ohne dass mir juristische Folgen drohen. Wie gern würde ich schreiben: Liebe Frauen, trefft euch nie mit dem Mann namens … ! Es liegen und lagen gegen Tim laut diversen Frauen mehrere Anzeigen wegen Nötigung, Betrug, Falschaussage und Verleumdung vor. Ich habe durch Tim viel über mich gelernt. Ich weiß jetzt, wo meine wunden Punkte sind – und was ich suche. Viele der Frauen, die ich traf, hatten seit Tim keinen Partner mehr. Angst, Unsicherheit und Enttäuschung sind noch lange da, nachdem er verschwunden ist. Ich habe nicht aufgehört zu daten. Aber ich bin vorsichtiger. Tim ist nun eben Teil meiner Geschichte. Und ich will mit meiner Offenheit auch zeigen, dass er mich genauso wenig gebrochen hat wie Marie, Leila und Bianca. Mein Herz ist nicht kaputt. ■ Anmerkung: Michèle Loetzner hofft, dass sich auf diesen Beitrag hin noch weitere Frauen melden, denen es ähnlich ergangen ist. Zuschriften erreichen Loetzner über unsere Adresse redaktion@relax-guide.com. Von dem Honorar für diesen Artikel fuhr sie übrigens mit Marie, Bianca und Leila in den Urlaub.

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B A Y E R I S C HE A LPEN

UND ALLES WIRD FEDERLEICHT … Was passier t , wenn ein japanischer Weltklasse-Architekt auf einer Lichtung in einem Zauber wald einen Medit ations-Pavillon baut? Ein kleines Wunder, das erstens st aunen und zweitens ein deutsches Spitzenwellnesshotel noch einzigar tiger macht .

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as wirkliche Leben ist erfinderischer als jeder Romanautor. Das wussten große Literaten allerdings schon immer. Man stelle sich vor, jemand will eine Hütte im Wald bauen, mit einer Holzterrasse dazu. Und weil es was „G’scheites“ werden soll, kommt er auf die Idee, einen Architekten zu engagieren, der gerade im schottischen Dundee für 100 Millionen Euro ein kühnes Museum entworfen hat. Mehr noch: Der Mann beschäftigt sich gerade mit der Errichtung des neuen, 1,3 Milliarden Euro teuren Olympiastadions in Tokio. Nun, es ist ein bisschen so, als wollte man für eine Geburtstagsfeier im kleinen Kreis die Rolling Stones engagieren – und schafft das auch! Nennen wir es das Streben nach dem Allerfeinsten. Der Architekt hat einen wirklich originellen japanischen Namen, er heißt Kengo Kuma, und er kommt tatsächlich und leibhaftig ins Elmau-Tal nach Bayern zu diesem unverwechselbaren Hotel, dessen historischer Trakt anmutet wie ein englisches Schloss. Vor der gewaltigen Kulisse des bayerischen Wettersteingebirges geht er mit angestrengtem Gesicht und dem Auftraggeber im Wald spazieren. Dann sagt Kengo Kuma auf einer kleinen Lichtung mit vielsagendem Blick: „Der Boden spricht mit mir. Das ist der Platz. Hier bauen wir.“ 22

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So jedenfalls erzählt es der inzwischen 74-jährige Tourismusvirtuose Jakob Edinger, der das Anwesen 2007 bei einem Spaziergang zufällig entdeckt hatte. Und danach keine Minute verlor, es auch zu kaufen. Edingers Gespür für höchste Güte führte ihn auch zu Kengo Kuma. Der kühne Entwurf wurde tatsächlich ein baulicher Glücksfall, über dessen Kosten man aber wohl nur mit viel Gleichmut meditieren kann. Dem japanischen Stararchitekten, der das kleine Projekt als Ausgleich zu seinem Megabauwerk in Tokio mit Hingabe betrieb, gelang es, die „Holzhütte“ im Wald kurzerhand auf die Weltkarte der modernen Spa-Architektur zu hieven. Als hölzernes Baumaterial wurde Weißtanne verwendet, weil sie „so leise ist“. 40 vornehmlich lokale Firmen setzten einen außergewöhnlichen Entwurf um. Ähnliches gibt es in Deutschland nicht einmal ansatzweise. Am spektakulärsten ist wohl das Innendach aus 1.550 steirischen Weißtannenschindeln, das aussieht, als wäre ein frisch geschnittener Scheiterhaufen von mystischer Kraft in den Himmel gezogen worden. Die Gäste spazie- Garmischren vom Hotel rund 200 m durch einen belebenden Partenkirchen


Wald zu dem eingeschoßigen Pavillon, um dann von hochkarätigen Meistern der Meditation und umgeben von der Kraft des Waldes in der Kunst der eigenen Erdung unterwiesen zu werden. Im Jahr 2019 sind übrigens insgesamt 27 mehrtägige Yoga- und Meditations-Retreats geplant, Yoga und Meditati-

Der Boden spricht mit mir. Das ist der Platz. Hier bauen wir.

Auf der Weltkar te der zeitgenössischen Spa-Architektur: das neue Meditation House des Vier-Lilien-Hotels Das Kranzbach.

Und während die Durchblutung von Haut und Muskulatur allmählich zunimmt, erinnert man sich unweigerlich an das berühmteste Haiku-Gedicht Japans: Der Frosch. Es lautet so: Der alte Teich. Ein Frosch hüpft hinein. Das Geräusch des Wassers. ■ Mehr: Das Kranzbach, Fon +49-(0)8823-928000, www.daskranzbach.de und www.relax-guide.com

F ot os: A nnel i ese Kom pats cher

on gibt es außerhalb dieser Termine zumeist zweimal täglich. Das Kranzbach erfreut seine Gäste allerdings schon vorher, unter anderem mit einem von herrlichen Baumwipfeln umgebenen Baumhaus. An herrlicher Natur herrscht hier ja kein Mangel. Eine 13 Hektar große Bergwiese umgibt diese außergewöhnliche Wellnessadresse, und dahinter liegen die Wälder der Bayerischen Staatsforste, umringt von den Gipfeln des Karwendel und der Zugspitze. Der Bayerische König Ludwig II., der Schönheit wie dem Wahnsinn gleichermaßen zugetan, ließ sich hier übrigens gerne in kalten Winternächten mit einem Pferdeschlitten zu seinem Jagdschloss bringen. Als Vier-Lilien-Hotel bietet das Kranzbach freilich auch ein weitläufiges Spa mit mehreren Innen- und Außenpools, darunter ein 21 m langes, ganzjährig beheiztes Außensportbecken (Temperatur: 29 Grad) und ein anregender Salzwasserpool. Wirklich außergewöhnlich ist aber ein Stück japanischer Badekultur: der Onsen. Bei frischer Luft und 40 Grad warmem Wasser lösen sich Verspannungen, und die innere Ruhe kommt wie von selbst. Instant-Nirwana sozusagen.

Aus dieser Ruhe kommt die Kraft , mit der sich neue Ideen entfalten können: r ingsum nur Märchenwald – aber das schier endlos.

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Fo t o s : H a d o L if e , Offi ce Ma sa r u E moto, De r Stei rerhof Bad Walter sdor f

STEIERMARK

GUTES WASSER – SCHÖNE KRIS TALLE Gutes Wasser belebt und heilt , das weiß jeder, der es einmal er f ahren hat . Gutes Wasser lässt sich aber auch abbilden: unter dem Mikroskop, als wunderschöner Kr istall. Der Japaner Masaru Emoto hat es entdeckt , ein Spitzenhotel in Bad Waltersdor f hat es ausprobier t.

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hinshin“ ist das japanische Wort für etwas, das noch keiner je gehört hat: den Ton des immer dichter fallenden Schnees oder auch den Ton der hereinbrechenden Nacht. Gibt es diese Töne überhaupt oder können wir sie nur nicht hören, weil unser Ohr lediglich auf Frequenzen zwischen 15 und 20.000 Hertz beschränkt ist? Und kann Wasser Informationen aufnehmen, Positives wie Negatives, kann es auf Gedanken und Gefühle von Menschen reagieren? Ja, sagte der vor fünf Jahren verstorbene japanische Alternativmediziner, Forscher und vielfache Buchautor Masaru Emoto, denn alles im Universum ist Schwingung. Unterschiedlich „aufgeladenes“ Wasser bringt auch unterscheidbare Schwingungen hervor, die uns wiederum mehr oder weniger guttun. Emoto, der sich sein Leben lang mit den Eigenschaften des Wassers beschäftigt hatte, sprach dem Wasser so etwas wie eine „Seele“ zu. Unter dem Mikroskop fotografierte er Kristalle von Wassertropfen und fand heraus, dass nur gutes Wasser schöne Kristalle ergibt, während schlechtes, also etwa verunreinig­ tes, hingegen geschwulstartige Strukturen hinterlässt. Nicht nur das: Die Strukturen lassen sich verändern, durch Gebete, durch gesprochene Worte oder Musik. Jede Art von Musik 24

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bringt ihre eigene Struktur hervor, und schlechtes Wasser lässt sich durch positive Schwingungen – wie sie eben Gebete oder Musik erzeugen – in gutes Wasser verwandeln. Gutes Wasser steht auch im Fünfsternhotel Der Steirerhof in Bad Waltersdorf im Zentrum der Aufmerksamkeit, was Wunder, geht es doch schließlich um die Gesundheit und das

Kann Wasser auf Gedanken und Gefühle reagieren? Ja, denn alles im Universum ist Schwingung. Wohlbefinden der Gäs­te. Aus diesem Grund entschloss man sich im Steirerhof, die Wasserqualität der Hotelpools nach der Methode Masuru Emotos veranschaulichen zu lassen – und zwar von der von Emoto mitbegründeten Firma Hado Life, die in Vorarlberg beheimatet ist und bereits seit 15 Jahren die formgebenden Bildkräfte von Wasser mittels mikroskopischer Eiskristallbilder untersucht. Bad Das Ergebnis: „Der Steirerhof hat Waltersdorf


Schon seit 17 Jahren in Folge mit vier Lilien prämier t : das Hotel Der Steirerhof in Bad Waltersdor f, hier mit einem der insgesamt fünf Außenpools (oben). Linke Seite: Naturpoolwasser-Eiskr istall in 200-facher Vergrößerung – die Schönheit steht für höchste Wassergüte.

sehr gute Wässer“, resümiert HadoWasser, und das mitten in der steiLife-Chef Rasmus Gaupp-Berghausen. rischen Weinlandschaft. Es handelt Gutes Wasser gibt es im Steirerhof sich um das größte hierzulande je gein zahlreichen Variationen, insgesamt baute Tannenholzbecken. „Wir wollten kann man sich an sieben Pools mit unnaturbelassenes Wasser, das aber auch terschiedlichen Temperaturen (20 bis 38 den strengen Kriterien des Bäderhy­ Grad) und verschiedenartiger Mineragienegesetzes entspricht“, sagt HotelLinks: toxisches Flusswasser mit krebsartiger lisierung erfreuen, die gesamte Wasserdirektorin Gunda Unterweger, die mit Struktur. Nach mehrstündigem Gebet ist fläche beträgt nicht weniger als 800 m2. ihrem Mann Werner seit vielen Jahren die Wasserprobe veränder t . Der neue Aus 1.200 m Tiefe sprudelt zum Beidas renommierte Haus führt. „Es war Kr istall zeigt sich wunderschön (rechts). spiel eines der schonendsten Thermaleine echte Herausforderung, weil das heilwässer Österreichs in vier der BeProjekt mit hohen Auflagen der Behörcken, neben der herrlich regenerierenden Wirkung gibt es den verbunden war.“ Zugänglich ist der wunderbare Naturpool Heilanzeigen bei Rheumaleiden und Erschöpfungszuständen. nur für Nacktbadende, die sich dann bei frischer Luft fast wie Etwas ganz Besonderes ist auch das Solebad aus der hauseigeim Paradies fühlen können. nen Thermalquelle. Salz und Wasser zählen zu den GrundbauDer Steirerhof überzeugt freilich nicht nur mit der Vielfalt steinen allen Lebens, der menschliche Körper besteht übrigens an herrlichen Pools, sondern auch in anderen Bereichen. Spa zu mehr als 70 Prozent aus Wasser. Nach Emoto vermittelt und Restaurants etwa sind ausschließlich Hotelgästen zugängSole genau jenes Schwingungsmuster, das uns bei Disharmolich, damit Ruhe und Erholung gewährleis­tet bleiben. Die ausnie und Krankheit fehlt. Sole ist ein Wasser voller Kraft. Ein gezeichnete Küche setzt auf Natur – die Kräuter kommen aus 20- bis 30-minütiges Solebad führt zu Einlagerungen der kris­ dem eigenen Garten, Fleisch, Eier und Milch aus ökologischer tallinen Strukturen des Salzes in der Haut und kann bis zu 100 und tiergerechter Haltung. Stunden nach dem Bad auf den Körper wirken. Solebäder förWäre da noch die fabelhafte Restaurantterrasse zu nennen, dern die Durchblutung der Haut und wirken positiv bei Hautdas zuvorkommende Service – und der bezaubernde Charme leiden, Allergien, Erkrankungen des Bewegungsapparates soder Gastgeberin. Kein Wunder also, dass der Steirerhof vom wie Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen. RELAX Guide seit 17 Jahren in Folge mit vier Lilien ausgeViele Menschen schwimmen zwar gerne, mögen aber chlorzeichnet wird. ■ oder ozonhaltiges Wasser nicht. Wer in möglichst natürlichem Wasser baden möchte, der findet im Steirerhof etwas ganz SpeMehr: Der Steirerhof, 08000-311412 (zum Nulltarif ), zielles: Österreichs wohl feinsten Naturpool mit seengleichem +43-(0)3333-3211-0, www.dersteirerhof.at und relax-guide.com

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ZELL AM SEE

5 Sterne Superior

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4 Relax Lilien

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2 Gault Millau Hauben

EIN LIEBLINGSPLATZ UNTER 5 STERNEN Anspruchsvolle Individualisten finden im WELLNESS- GOLF & GENIESSERHOTEL SALZBURGERHOF ZELL AM SEE mit seinem bezaubernden Garten alles, was einen gelungenen Urlaub ausmacht: Herzliche Gastfreundschaft eines Familienbetriebes, ein erstklassiges Wellnessangebot mit hochprofessionellen Treatments und eine exzellente 2-Hauben-Küche in einer der attraktivsten Ferienregionen Österreichs.


Fotos: Paul Dahan, www.pauldahan.com

WELLNESS- GOLF- & GENIESSERHOTEL SALZBURGERHOF FAMILIE HOLLEIS A-5700 ZELL AM SEE Tel. 0043 6542 765 Fax 0043 6542 765-66 WWW.SALZBURGERHOF.AT 5STERNE@SALZBURGERHOF.AT


STEIERMARK

YOGA, PLEASE, ABER RICHTIG! Immer mehr Menschen entdecken Yoga zur Stärkung von Körper und Geist . Doch längst nicht alle Yogalehrer sind auch fachlich genügend versier t. In diesem Hotel ist das anders!

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uskeln spüren, von denen man nicht einmal gewusst hat, dass sie Teil des eigenen Körpers sind: Auch das kann man in einem Wellnesshotel erleben, freilich vorausgesetzt, die zuständigen Therapeuten und Coaches sind fachlich auch dementsprechend versiert. Petra Barta, die Gastgeberin des G’sund- & Naturhotels Die Wasnerin, einem vom RELAX Guide mit drei Lilien ausgezeichneten Haus im Ausseerland, hat dies schon öfter selbst erfahren. Zuletzt im hoteleigenen Spa, bei einer Nuad-Thai-Massage: Diese Kombination aus passivem Yoga und Akupressur – man trägt dabei leichte Trainingsbekleidung – führt unerwartet schnell zu völliger Tiefenentspannung. Und eben auch zu unerwartetem, aber den28

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noch irgendwie wohltuendem Muskelkater am nächsten Tag. Petra Barta, die den Traditionsbetrieb im steirischen Salz-

60 Prozent üben Yoga falsch aus, das führt zu körperlichen Schäden. kammergut vor sechs Jahren übernommen hat, unterzieht prinzipiell alle Angebote des Hauses selbst einem kritischen Test. Den Löwenanteil macht mittlerweile Bad Aussee das Thema Yoga aus. „Viele Gäste kom-


men genau deswegen zu uns.“ Aus gutem Grund: In der Wasnerin entwickelt man sich in Sachen Yoga ständig weiter. Aus dem fünfköpfigen Therapeutenteam ist immer jemand in einer weiterführenden Ausbildung – und wir reden hier nicht von den üblichen Schnellsiedekursen! Eine Mitarbeiterin etwa lässt sich derzeit zur Expertin für transpersonale Klangtherapie schulen; demnächst möchte man nämlich auch „Yoga und Klangtherapie“ ins Angebot aufnehmen. Als Einzeltherapie, wie die charmante Gastgeberin erklärt, die mithilfe von monotonen Klängen großer Gongs energetische Blockaden lösen soll. Im Vorfeld wird es jeweils ein Gespräch mit der Therapeutin geben, in dem auch psychosomatische Beschwerden zur Sprache kommen können. Und man wird nach einer solch tiefgehenden Behandlung, bei der die Seele behutsam auch einmal auf unbekanntere Pfade ge­lotst wird, nicht einfach so entlassen: „Man muss den Gast richtiggehend in den Tagesrhythmus, in die Hotelwirklichkeit zurückholen.“ Ein besonderer Schwerpunkt in diesem feinen Hotel ist neu­er­dings die Yogatherapie. „So viele Menschen praktizieren heutzutage Yoga, aber nicht richtig und oft zu exzessiv. Sogar manche Yogalehrer sind da auch keine Ausnahme“, erläutert die kundige Chefin der Wasnerin. Petra Barta spricht von nicht weniger als 60 Prozent, die aufgrund von falsch ausgeübtem Yoga unter Abnützungserscheinungen leiden oder gar kleine Verletzungen davongetragen haben: „Tatsächlich kann man sehr viel falsch machen. Treten dann noch ein übergroßes Ego, Perfektionszwang und schlecht ausgebildete Yogalehrer hinzu, kann man sich schnell seine Gesundheit ruinieren.“ In den Yogatherapiestunden – zwei Lehrer im Haus haben dafür eine lange Ausbildung gemacht – wird nun in Kleinst-

Feine Besonderheiten in der Wasner in: ein herrliches Spa und der Ausblick in die Bergwelt – Dachstein-Gletscher inklusive.

Die Basis sinnvollen Yogas ist leider längst nicht überall die Regel : meditative Atmosphäre und bestens ausgebildete Therapeuten.

F oto s: T i na Rei ter, No r a Köc k, Alexand er Kol ler, feel free

gruppen von maximal vier Teilnehmern individuell an der Korrektur falsch eingelernter Bewegungsabläufe gearbeitet. Egal, für welches Yoga-Angebot man sich als Gast in der Wasnerin entscheidet – ob eben Yogatherapie, Entgiftungs-Yoga, Anfängereinzelstunden oder Aerial Yoga, für das man sich in spezielle Stoffschlaufen hängt und mit dem eigenen Körpergewicht arbeitet: Mittels Ernährung kann man den Körper zusätzlich unterstützen. Auf Wunsch gibt es vegane Küche auf hohem Niveau, was bereits seit geraumer Zeit zum Standardrepertoire der Wasnerin-Köche zählt. Auch die Detox-Küche zur Regulierung des Säure-Basen-Haushalts beherrscht man hier. Yoga nicht nur in geschlossenen Räumen anzubieten, ist der engagierten Wasnerin-Gastgeberin schon länger ein Anliegen: So nimmt man die Gäste mit zu Sessions am See, genauer gesagt an den Grundlsee und den Altausseer See, entführt sie mitunter in alpines Gelände und zu Kraftplätzen im Wald. Und zwar sommers wie winters. Schnee ist kein Hindernis für Yoga, im Gegenteil. Die Natur vermag uns im Winter noch fürsorglicher in einen wohltuenden Mantel aus Ruhe zu hüllen. Dank schnellerer, besonders fließender Abläufe kühlt man auch nicht leicht aus – und wenn doch einmal, so kann man sich in einer der Saunen des mehrstöckigen Wasnerin-Spas wieder ordentlich aufwärmen. Eine Tasse Tee von der Teebar, eine Kuscheldecke, und ab in die Liege mit Panoramaausblick auf den Dachstein-Gletscher. Den Bewegungen nachspüren … ■

Aer ial Yoga in der Wasner in, es schont Gelenke und die Wirbelsäule.

Mehr: Die Wasnerin G’sund- & Naturhotel, Fon +43(0)3622-52108, www.diewasnerin.at und relax-guide.com

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O B E R Ö S T E R R E I CH

EIN TRAUM Fo t o s : Ge in b e r g 5 P r i v a te S pa V i ll a s

FÜR ZWEI Die Oma schenkte unserer Autor in zur Hochzeit einen Hotelgutschein. Nichts Gewöhnliches, etwas ganz Besonderes sollte es sein. Nämlich ein Honeymoon wie aus dem Bilderbuch. In einem Mini-Resor t im oberösterreichischen Geinberg ist das dann tatsächlich gelungen.

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chon als kleines Mädchen habe ich von einer Prinzessinnenhochzeit geträumt: ein Traum, der im letzten Winter mit Roland in Erfüllung ging. Unsere Hochzeit war ein fulminantes Fest, vor lauter Planen und Organisieren schafften wir es allerdings nicht mehr, uns auch über unsere Flitterwochen Gedanken zu machen. Anna, meine allerbeste Freundin, hatte jedoch einen Tipp parat: die Geinberg5 Private Spa Villas. Sie war selbst schon dort gewesen, es sei ein luxuriöses Mini-Resort und geradezu ein Traum für Verliebte. „Es sind die Malediven von Österreich“, schwärmte sie. Das klang etwas dick aufgetragen. Doch auf Annas Ratschläge, das wusste ich, konnte ich mich verlassen. Und unsere Freude war groß, als wir von meiner Oma einen Geschenkgutschein für dieses edle Wellness-Resort erhielten. Heute kann ich sagen, dass wir uns ein besseres Hochzeitsgeschenk gar nicht hätten wünschen können. Wir haben uns sogar noch einmal verliebt: in die riesige Suite mit dem privaten Badeteich, in die köstliche Küche des Zwei-Hauben-Restaurants Aqarium, in die exklusiven Wellnessbereiche. Und ganz besonders: in die unvergleichliche Privatsphäre. Die Flugkosten auf die „Malediven“ konnten wir uns natürlich ersparen, die Anreise mit dem Auto war stressfrei und kurz. Wir kamen am frühen Abend an. Willi, unser freundlicher Butler, brachte uns zur Suite 650 – unserem Glück für die nächsten vier Tage. Es war, als beträte man eine Luxus30

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wohnung: mit stilvoller Möblierung und stimmungsvoller Beleuchtung, mit offenem Kamin und einem wohlig-warmen Thermalwhirlpool unter einem herrlichen Sternenhimmel. War es die sternenklare Nacht oder einfach nur die wundervolle Atmosphäre, die uns umgab, jedenfalls zeigte sich Ro-

Ein besseres Hochzeitsgeschenk hätten wir uns nicht wünschen können. land so unverhofft wie urplötzlich als Romantiker. In einer Flaschenpost, die ich aus unserem Badeteich angeln musste, schrieb er, dass „jeder Tag mit Dir ein Geschenk“ sei. Immer wieder denke ich gern an diese Tage im Geinberg5 zurück. Gleich am ers­ten Abend baten wir unseren Stets-zuDiensten-Butler Willi, uns eine Flasche Champagner zu bringen – es wurden dann allerdings zwei. So feierten wir die ers­ ten Stunden im Whirlpool auf der Terrasse, später wechselten wir in den privaten Wellnessbereich unserer Suite. Das war der Anfang eines Honeymoon at its best! Den nächsten Tag begannen wir mit einem Frühstück, Willi brachte es uns in die Suite – wie bestellt pünktlich um 13 Uhr –, Eggs Benedict, French Toast, MinuGeinberg tensteak und köstliche Pancakes inklusive.


Mit eigenem Spa – die edlen Suiten von Geinberg5 (linke Seite). Ja, so beginnen herrliche Tage: mit einem Frühstück bei vielstimmigem Vogel­ gesang – der Butler br ingt es pünktlich (oben). Dinner für zwei, entweder im kleinen Zwei-Hauben-Restaurant oder, ganz pr ivat , in der Spa-Suite.

Dann gingen wir in den Hamam, in eine wunderschöne orientalische Erlebniswelt mit phantastischen Massagemöglichkeiten. Das „Juwel des Sultans“ war in unserem Honeymoon-Package übrigens inkludiert, schon die 60 Minuten der Seifenschaummassage erlebten wir als ausgesprochen wohltuend. Danach aber entwickelte sich in uns ein Gefühl, wie neu geboren zu sein. Gleichsam wie auf Wolken schwebten wir buchstäblich zurück in unsere Suite. Zum Nachruhen, eingehüllt auf der Terrasse, unter den zarten Strahlen der Frühlingssonne. Aber dann – „was ist denn los, sind wir bereits süchtig geworden?“ – ließen wir uns nochmals massieren, diesmal kam aber die Masseurin zu uns in die Villa. Herrlich! Ich denke, die Geinberg5 Private Spa Villas sind eine ganz eigene Welt, etwas, das man heutzutage mit der Lupe suchen muss. Es ist kein Großhotel, jedoch ein einziger großer Ruhepol. Dabei ein ganz kleines Resort mit nicht mehr als 21 Suiten. Sie sind unfasslich weitläufig – jede Suite misst mindestens 114 m2, also etwa das Vierfache eines üblichen Hotelzimmers –, hinzu kommen Terrasse, ein kleiner Garten und die private Badebucht mit Steg in einem riesigen Naturbadeteich. Und das eigene Spa in der Suite. All das macht Geinberg5 zu einer Top-Adresse für Verliebte – und alltagstüchtige Männer schnell zu Romantikern. Oma hat eben schon immer gewusst, was gut für mich ist. Danke, liebe Oma! ■

Mehr: Geinberg5 Private Spa Villas, Fon +43-(0)7723-85015555, www.geinberg5.com und www.relax-guide.com

Romantik zelebr ieren, und das völlig ungestör t: Champagner im Thermalwhirlpool auf der eigenen Terrasse.

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DETOX

KRAFTPL ATZ FÜR AUSGEPOWERTE Der Name Lanserhof steht für die zwei führenden Gesundheitshotels Europas. Sie sind luxuriös, aber teuer. Deswegen hat unsere Autorin lange überlegt. Schließlich fuhr sie doch in den Lanserhof Lans. Denn sie war durcheinander und völlig erschöpft. Ein Er fahrungsber icht.

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ein persönlicher Akku? Rot blinkend, wie unter 10 Prozent. Die letzten Monate waren echt hart. Schreiben ohne Ende, immer neue Ideen haben müssen, der ständige Druck. Zuhause: Baustelle wegen Dachausbau, Lärm schon ab sechs Uhr früh. Viel Kaffee – und zu viel Sprudel nach Feier­ abend. Meine Verdauung? Völlig durcheinander. Wassereinlagerungen im Gesicht, die einfach nicht mehr weggegangen sind. Schlechter Schlaf. Und ein Gefühl, als ob Tausende mikroskopisch kleine aufgescheuchte Vögel durch die Beine flattern. Ich hatte vom Lanserhof gehört. Eine Top-Adresse zum Entgiften, eine Energiestation zum Aufladen. Teuer. Habe lange überlegt. Irgendwann war mir klar: Du hast schon in blödere Sachen investiert als in dich selbst. Und: Eine richtig lange Auszeit ist beruflich nicht drin. Dann bin ich hingefahren – für eine Woche. Tolles Haus, traumhaft schön gelegen, großartige Interieurs, absolutes Geborgenheitsgefühl. Gleich nach der Ankunft hieß es: ab zur Bioimpedanzanalyse. Da wirst du verkabelt und sie messen Dinge wie Körperfett, Muskelmasse, Wasserhaushalt. Sie beurteilen deinen Gesund32

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heitszustand hier nicht mehr nach Gewicht oder Body Mass Index, sondern nach der Körperzusammensetzung. Die Ärztin, die mich die ganze Woche betreut hat (allein neun Ärzte arbeiten hier), hat dann auch gleich gesagt: Sie müssen im All-

Du hast schon in blödere Dinge investiert als in dich selbst. tag schon noch weitermachen mit der Kur. Ernüchternd: In den ersten Tagen wählst du für Frühstück und Lunch zwischen Milch und Joghurt-Varianten, am Abend suchst du dir eine Suppe aus. Aber für den Darm ist es richtig gut, wenn er mal entlastet wird. Der Darm ist es nämlich, der bestimmt, ob du Bäume ausreißen könntest und dein Gesicht strahlt oder ob du dich nur durch den Tag schleppst, von allem gleich genervt bist und nur mit viel Lans bei Innsbruck Kaffee überlebst. Übrigens, das fand ich


Fo t o s : Ale x a n de r Ha i de n

Grandiose Lage, luxur iöse Geborgenheit – belebender geht Entgiften und Entschlacken nirgendwo: Tee-Lounge im neuen Lanserhof Lans.

spannend: Die Giftstoffe von Kaffee oder Alkohol muss der Körper in den Zellen mit Wasser verdünnen – deshalb das Aufgeschwemmtsein! Nach der Detox-Drainage bin ich erstmal halb ins Koma gefallen. Ich falle überhaupt extrem früh todmüde ins Bett. Um halb neun schon! Am dritten Tag gab es sogar Avocado zum Frühstück, dazu Buchweizentoast und Haferschleim. Du musst jeden Bissen dreißigmal kauen und darfst eine halbe Stunde vor und nach dem Essen nichts trinken. Was seltsamerweise wirklich dazu führt, dass du nach 20 Minuten satt bist und dich schön leicht fühlst. Ich bekam eine Salztherapie für die Haut, einen Termin beim Craniosacraltherapeuten, der dir die Muskeln und Knochen an bestimmten Punkten massiert, was die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert. Und immer wieder einen heißen Leberwickel zum Entgiften. Am fünften Tag hatte ich ein ionisches Fußbad und einen veganen Kochkurs. Am Nachmittag dann: Termin bei der Ärztin. Wir haben uns auch über meine Ernährung unterhalten. Ich wusste nicht, dass Orangensaft und Früchte im Darm fermentieren, dann quasi als Alkohol gelten und Gift für die Leber sind. Am nächsten Tag war ich bei einem Ernährungsvortrag, auch wieder spannend. Ansonsten gab es fast nur noch Wohlfühltermine – eine Kopf- und Gesichtsmassage, eine Stunde Functional Training, Beauty-Behandlungen. Die Derma-Abteilung im Lanserhof kann echt was. Ich werde sie vermissen. Irgendwie ist die Zeit hier viel zu schnell vergangen. Am Anfang bist du damit beschäftigt, dich einzufinden – wo ist der heiße Salzpool, wo die Massageabteilung, wann muss ich das Bittersalz nehmen, etc. Zum Glück sind alle hier sehr freundlich. Es war kein normaler Urlaub. Aber: Mein Akku ist wieder voll. Und ich weiß jetzt, wie er aufgeladen bleibt. ■

Hohes ästhetisches Niveau und betörender Ausblick: eine Junior Suite. Auch im Restaurant sind die Berge zum Greifen nah (unten).

Mehr: Lanserhof Lans, Fon +43-(0)512-38666-0, www.lanserhof.com und www.relax-guide.com

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SA L Z B U R G

IN AUGENHÖHE MIT DER FESTUNG Vor den Toren der Mozar t-St adt : Ein Salzburger Traditionsbetr ieb hat mit einem f abelhaften Adults-only-Wellnessbereich auf dem Dach einen Anziehungspunkt der besonderen Ar t geschaffen: Man schwitzt und schwimmt hier mit sensationellen Ausblicken.

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ür die meisten Gäste des Salzburger Wellnesshotels Gmachl Genussdorf ist völlig klar, wo sie zuerst hinwollen: ins Dach-Spa. Und angesichts der sensationellen Ausblicke von hier oben ist der Griff zum Handy geradezu obligatorisch, wie Gastgeber Franz Gmachl erzählt: „Vor allem junge Gäste fotografieren sich hier selbst, paarweise oder einzeln.“ Der Infinity-Pool mit Blick auf die Festung Hohensalzburg, auf die Salzburger Hausberge, die Loferer Steinberge und sogar bis ins Tennengebirge hinein sei auf der Fotoplattform Instagram gewissermaßen schon ein Star, dank der zahlreichen Selfies mit Hashtag. Für das Hotel bedeutet diese Verbreitung via Social Media kostenlose Werbung. Das war freilich nicht das Motiv für den Bau des Dach-Spas, vielmehr ging es um eine Aufwertung und Erweiterung der Wellnessinfrastruktur. Das Gmachl Genussdorf in Bergheim, nur fünf Kilometer von der Salzburger Altstadt entfernt, ist ein Hotel, das der Konkurrenz innerhalb kurzer Zeit in vielerlei Hinsicht davongezogen ist. „Vor wenig mehr als einem Jahrzehnt entsprach dieser sympathische Familienbetrieb noch dem Typ ,Kirchenwirt mit Metzgerei‘“, schreibt der aktuelle RELAX Guide. 34

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Nach gewaltigen Modernisierungen zählt das Gmachl Genussdorf nun mit vier von vier Lilien zu den besten Hotels des Landes. Als unangefochtenes Highlight des Dach-Spas im vierten Stock – es ist übrigens erwachsenen Gästen vorbehal-

Selfies mit grandiosem Hintergrund: Vor allem junge Gäste fotografieren sich hier selbst, paarweise oder einzeln. ten, auch wenn das Haus durchaus kinderlieb ist – gilt der erwähnte Infinity-Pool. 14 Meter lang und auf wohlige 33 Grad beheizt, lockt er auch im Winter zum Panoramaschwimmen. Ebenfalls auf dem Dach finden sich weiters eine Sauna, in der man in Augenhöhe mit der berühmten Salzburger Festung schwitzt (bis 22 Uhr in Betrieb!), ein Soledampfbad, eine Teelounge mit offenem Kamin sowie angenehm disBergheim krete Ruhekojen samt Leselämpchen, Letzteres bei Salzburg als Teil einer weitläufigen und edel aus-


Spa à la Gmachl Genussdor f: Rooftop-Pool mit Blick auf die Festung

Feine Infrarot-Wärmeliegen (oben). Stimmungsvolle Ruheräume

Hohensalzburg (links). Die Panoramasauna am Dach (oben).

(unten) – so r ichtig zum Ankommen und Wohlfühlen.

gestatteten Ruhezone. Der zweite Bereich des Gmachl-Spas ist Richtung Garten ausgerichtet und hält unter anderem weitere Ruheräume, eine romantische Solegrotte zum schwerelosen Schweben, einen bestens gepflegten Naturbadeteich samt Wasserfall und einen Whirlpool unter freiem Himmel parat. Und natürlich eine Saunalandschaft mit Außensauna; nach einem der täglichen Aufgüsse kann man sich in dem 10.000 Quadratmeter großen Garten an der frischen Luft abkühlen. Nun könnte man meinen, ein solches Hotel mit einem weitläufigen Garten, mit diesem Fernblick, läge völlig abgeschieden. Das Gmachl Genussdorf ist aber an einem neuralgischen Punkt des Ortes Bergheim angesiedelt. Und mit diesem traditionsgeladenen Standort hat auch der zweite Name des Hotels zu tun: Genussdorf wird es deshalb genannt, weil es – höchst ungewöhnlich für ein Wellnesshotel – auch eine eigene Brauerei, eine Metzgerei sowie ein Wirtshaus beheimatet. Schon vor Jahrhunderten hat man im Stammhaus auf der Dorfplatzseite Fleisch verarbeitet, Gastgeber Franz Gmachl ist selbst Metzgermeister. Hier entstehen wunderbarer Leberkäse, zahlreiche Wurstsorten, Schinkenspezialitäten … Diese Köst-

lichkeiten werden im hauseigenen Delikatessenladen verkauft – neben Pestovariationen und Marmeladen aus der Küche des Gmachl, eigener Schokolade, Seifen und Dekoartikeln. Und natürlich dem Bier: In den kupfernen Braukesseln, die die Gäs­te schon beim Hereinkommen sehen, entstehen mehrere Sorten des ungefilterten Bierstils Zwickl. „Es gibt kaum einen Gast, der nicht unser Hausbier mitnimmt – ob das helle, das dunkle oder das Weißbier“, freut sich Franz Gmachl. Einmal pro Woche lädt man zu Verkostungen, bei denen neben den Gmachl-Bieren internationale Hopfenspezialitäten, vorrangig von Mikrobrauereien, durchprobiert werden, fachmännisch kommentiert – Sohn Franz ist Biersommelier. Die Hausbiere werden übrigens auch im Wirtshaus namens Franz der Wirt ausgeschenkt, dessen Ursprünge ins Jahr 1858 zurückreichen. Damals galt es, die Fuhrleute des Flachgaus und deren Pferde zu versorgen. Ein Dach-Spa war da freilich nicht einmal eine Utopie … ■

F o tos : G machl G enuss d or f

Mehr: Gmachl Genussdorf, Fon +43 (0)662-452124-0, www.gmachl.at und www.relax-guide.com

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05. 2018


~ Die unvergesslichen Mirabell Momente ~

NEU: SÜDTIROL IM REL AX GUIDE Im Extra 2019: die Südtirol-Top-25. Luxushotels ebenso wie einf achere Häuser – die 25 Top-Spa-Hotels in allen Kategor ien.

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n jedem RELAX Guide gibt es einen Sonderteil, ein sogenanntes Extra. Für die neue Ausgabe haben wir uns die Spa-Hotels in Südtirol vorgenommen. Und die 25 besten ausgesucht. Das war richtig Arbeit! Zunächst haben wir alle exis­ tierenden Hotels auf ihr Spa-Angebot abgeklopft, danach erfolgten die Tests: 44 Häuser wurden dazu anonym überprüft, nur die besten 25 schafften es in den RELAX Guide. Die Auswahl erfolgte allerdings nicht im Sinne irgendeiner „Monokultur“, sondern in allen Kategorien und Preisklassen, sozusagen für jeden Geldbeutel und für jeden Geschmack etwas. Das heißt, Sie entdecken unter unseren Top 25 in Südtirol nicht nur Hotels verschiedenartiger Preisniveaus und Sternekategorien, sondern auch kleine und kleinste Hideaways, große Mainstream-Hotels sowie solche, die als familiengeeignet oder für Ruhesuchende konzipiert sind. Auch Naturnahes und Bodenständiges gehört in eine solche Auswahl. Zudem war es unser Anliegen, dass die Hotels möglichst in unterschiedlichen Regionen gelegen sein sollten, auch unterschiedliche Höhenund Naturlagen haben wir berücksichtigt. Ja, die Natur. Sie zählt zu den schönsten Vorzügen Südti­rols. Mediterranes Flair mit mehr als 300 Sonnentagen pro Jahr – das ist zu jeder Jahreszeit verlockend. Mit dem neuen RELAX Guide finden Sie schnell das für Sie am bes­ten passende Hotel, und unsere Lilien geben Ihnen Sicherheit, damit Sie nicht Fake-Bewertungen oder völlig überzogener Hotelwerbung auf den Leim gehen. Die 25 Hotels sind jedenfalls großartig, einige davon finden Sie übrigens auch hier – auf diesen Seiten. ■ Zum Weiterlesen: RELAX Guide 2019 Österreich, 24,90 Euro. RELAX Guide 2019 Deutschland, 24,90 Euro. Im Buchhandel und bei amazon.de. 38 |

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SÜDT I ROL

DOLCE VITA – ABER NUR FÜR PAARE Romantische Suiten und ein herrliches Spa: ein Adults-only-Resor t im Meraner Land.

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F o tos : P re id lho f L ux ur y D olc eV i t a Reso r t

uhig am Ortsrand und umgeben von Weingärten, Apfel­ hainen und Olivenbäumen liegt diese aus drei Gebäuden bestehende, bestens gepflegte Anlage, das Fünfsternhotel Preidlhof Luxury DolceVita Resort. Vor kurzem wurde das Haus komplett modernisiert, Grautöne mit pinken Akzenten bestimmen nunmehr die Fassaden und das Ambiente. Adults only heißt die Zielgruppe, das Mindestalter ist 16 Jahre, und alles ist auf ruhesuchende Paare ausgerichtet – Wellness und Romantik inklusive. Auf der Suche nach Letzterem wird man im Preidlhof schnell fündig: vor allem bei den Zimmern, die aus zahlreichen Varianten wählbar sind. Darunter etwa Love-Suiten und PenthouseSuiten, die mit Outdoor-Living-Room, Sauna, Rooftop-Whirlpool, eigenem Infinity-Pool und Butler-Service begeis­tern. Das weitläufige Spa offeriert sechs Pools mit verschiedenen Temperaturen und Wässern, darunter ein 23 m langes, ganzjährig nutzbares Freibecken, das durch einen Tunnel in ein FKKFreibecken übergeht, sowie ein 20 m langer Infinity-Sportpool am Dach. Ein weiteres Highlight ist der brandneue Spa-Tower, er bietet auf sechs Ebenen Saunen und feine Ruhezonen sowie Soleaußenpool. Aufgüsse mit Show-Charakter gibt es für jeden

Geschmack – von „Sandmann“ bis „Rockability“ –, und Michael, Italiens Nummer-eins-Saunameister, zelebriert sie! „Für Honeymooner und für einen romantischen Anlass sind wir der Spezialist“, resümiert Klaus Ladurner, der Gastgeber des familiengeführten Preidlhofs. Denn es seien nicht nur die stimmungsvollen Details in den Zimmern und feine Dinge wie außergewöhnlich viel Privatsphäre und Butler-Service, sondern auch die Geschenkideen für den Partner, die das Haus nach Gäste­wünschen entwickelt hat. Ladurner: „Zum Beispiel Massagen im Olivenhain, romantische Zimmerdekorationen plus Bettwäsche aus feinstem Satin, das Überraschungs-Dinner am Pool oder der Ausflug mit dem Porsche-Boxster-Cabrio.“ Die vollständige Liste der zubuchbaren, verwöhnenden Extras für Liebende ist freilich noch bedeutend länger. Doch was wäre eine romantische Auszeit für zwei ohne Genuss für den Gaumen? Klaus Ladurner: „Wir sind uns dieser hohen Ansprüche natürlich bewusst. Daher bieten wir ausschließlich haubengekrönte Gourmetküche an.“ Begleitet wird sie übrigens von kostbaren Tropfen – auch solchen aus eigenem Anbau. Und am Nachmittag wird das im Preis inkludierte Buffet mit Schauküche regelrecht gefeiert. ■ Mehr: Preidlhof Luxury DolceVita Resort, Fon +39-0473-666251 und www.preidlhof.it Stimmungsvoll: Nächtliche Wasserfreuden in absoluter Pr ivacy – es gibt auch Zimmer mit Butler-Service und eigenem Pool (oben). Aufreizend modisch: die Romantik-Suiten im Preidlhof (links).

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SÜ DT I R O L

DAS KLEINOD HOCH ÜBER MERAN Ruhe, Pr ivatsphäre und Geborgenheit, dafür steht dieses Hotel in Dor f Tirol. Aber auch für die guten alten Hoteltugenden: bestens geschulte Mitarbeiter und feine Tischkultur.

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ir leben in Zeiten kollektiver Unvernunft, leider. Fünf Sterne sind heute oft nicht mehr das, was sie einmal waren: Immer häufiger sitzt man etwa an – viel zu kleinen – Kunststofftischen, statt einem Tischtuch gibt es ein Plas­tikset. Der Kellner schüttelt bei der Frage nach Amaro Pugliese ungläubig den Kopf – „noch nie gehört“ –, und nach der Bestellung von zwei Metaxa kommen nicht diese, sondern zwei Taxis. Doch auch wenn man sie mit der Lupe suchen muss, es gibt sie noch, die Häuser, in denen die guten alten Hoteltugenden noch hochgehalten werden. Hoch über Meran, inmitten von Weinbergen und Apfelhainen, haben wir ein Exemplar dieser seltenen Spezies gefunden: das Castel in Dorf Tirol. Es handelt sich um ein selten schönes Exemplar, um ein beherbergungsmäßiges Kleinod unter der sehr persönlichen Führung der Familie Dobitsch. Es wird vor allem Menschen gefallen, die einen Sinn für Stil, Charme und hohe Qualität haben. Schon die Lobby erfreut das Auge: lichtdurchflutet, großzügig, helles Holz, Glas und Messing. Die insgesamt nur 45 Zimmer und Suiten sind sehr großzügig geschnitten und aus40

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nahmslos nach Süden ausgerichtet. Das bedeutet einen traumhaften Ausblick, den bodentiefe Fensterfronten nochmals betonen. Jedes Zimmer hat Balkon, Klimaanlage, einen edlen Holzboden sowie stilvoll arrangierte Interieurs, die nicht auf

Das Haus wird Menschen gefallen, die einen Sinn für Stil, Charme und hohe Qualität haben. aufreizend modische Verrenkungen setzen, sondern auf hochwertige Anmutung, auf heimische Naturmaterialien und unaufdringliche, zeitlose Eleganz, eine Wohltat! Das gesamte Haus wurde vor kurzem einer Renovierung unterzogen, und während anSüdtirol derswo ständig neue Zimmertrakte hinzu­ gebaut werden – und dadurch der Platz in den Wellnessbereichen schrumpft! –, hat man hier


Traumhaft: Atmosphäre und Ausblick im Castel Dor f Tirol (links, oben).

Fo t o s : C a s t e l D o r f T iro l

Kochkunst auf höchstem Niveau: Ravioli, Brokkoli und Lardo à la Castel.

Küchenchef Gerhard Wieser: sorgfältige Auswahl – auch beim Speck.

Ja, so beginnen gute Tage: Frühstück auf der Castel-Terrasse.

beim Umbau die Zimmeranzahl kurzerhand reduziert. Das ist Jahren. Nach seiner Auffassung beginnt die Kunst des Koalles andere als üblich, aber gerade deshalb höchst einnehmend. chens schon beim Einkauf, mit der sorgfältigen Auswahl alDenn „weniger Betten bei gleicher, großzügiger Infrastruktur ler Zutaten. Danach kommt der Respekt gegenüber der Nabedeuten für unsere Gäste ein Mehr an Servicequalität, Privattur und dem Eigengeschmack der Grundprodukte. Aus diesen sphäre und Geborgenheit“, wie die stets präsente Gastgeberin Gründen bestimmen frische, hochwertige Erzeugnisse aus verEvelyn Dobitsch resümiert. Sie war übrigens bereits 16 Jahre trauten Quellen und zum größten Teil direkt aus der Region Gast im Castel, bevor sie es mit ihrem Mann kaufte! die Speisekarten in den beiden Res­taurants des Hauses. Die besonders schöne Lage des Hotels erfreut auch im Spa, Neben dem À-la-carte-Restaurant, in dem man als Halbin dem die Panoramaidylle in nahezu allen Bereichen erlebbar pensionsgast dann auch à la carte (im Logispreis inkludiert!) ist, sogar in den Behandlungsräumen! speist, gibt es im Castel auch die „Trenkerstube“. Ein urigKnapp 50 Mitarbeiter arbeiten im Castel, und für alle gilt: kleines Stübchen, das vom Guide Michelin bereits seit einem Ein Nein gibt es nicht. „Ja“, sagt Evelyn Dobitsch, „denn ein Jahrzehnt mit zwei Sternen prämiert wird und damit zu den Nein ist das absolute Unwort in unserem Allerbesten im Alpenraum zählt. Wieser Castel-Standard: gut geschulte Umgang mit den Gäs­ten.“ Tatsächlich ernimmt dort die Gäste mit auf eine kulinaMitarbeiter und feinste Tischkultur – lebten wir die Mitarbeiter als überaus komrische Reise durch seine leichte, alpin-meheute sogar in Fünfsternhotels petent und aufmerksam, und tatsächlich diterrane Küche. Das erlesene Weinangenicht mehr selbstverständlich. bekamen wir niemals das Unwort zu höbot mit den Schwerpunkten Südtirol und ren. Und statt mit vor Höflichkeit triefenItalien sowie die feine Tischkultur machen der Steifheit wurden wir mit leichtfüßiger den Genuss perfekt. Herzlichkeit behandelt. Das hebt die StimNoch etwas Fabelhaftes: die vielen Termung – einfach schön! rassen, für jeden Tagesabschnitt gibt es eine Doch nicht nur in Sachen Lage, Ambipassende. Und dank des milden Klimas ente und Service punktet das Castel – der kann man von April bis Oktober im Freien RELAX Guide bewertete es übrigens mit frühstücken. Morgensonne inklusive! ■ drei Lilien und 17 Punkten –, sondern auch mit seiner exzellenten Küche. ChefMehr: Castel Dorf Tirol, +39-0473koch ist Gerhard Wieser, und das seit 25 923693 und www.hotel-castel.com

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WI S S E N

ER ÖFFNET AUGEN

Fo t o : Ke n FM

UNS DIE „Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat sich die Finanzindustrie zur weitaus größten Macht auf unserem Planeten entwickelt. Sie hat die Kontrolle über entscheidende Bereiche unseres Lebens an sich gerissen. Ihre Gier zerstört unsere Lebensgrundlagen und gefährdet unsere Zukunft.“ Der Bestseller-Autor Ernst Wolff spricht Klartext.

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enn wir uns in der Welt umschauen, stellen wir sehr schnell fest: Die politische Stimmung ist so schlimm wie schon lange nicht. Es gibt keine politische Bewegung, keine wirtschaftliche Veränderung, die einem Hoffnung auf eine bessere Zukunft machen würde. Dafür gibt es bedrohliche Entwicklungen. Am schlimmsten dürfte wohl die Möglichkeit eines Krieges zwischen den USA, China und Russland sein, wobei der Iran als Anlass genommen werden könnte. Vor rund 30 Jahren hat Europa einen geradezu euphorischen Taumel erlebt. Damals war es zu Mauerfall und Wiedervereinigung sowie zum Zusammenbruch der Sowjetunion gekommen. All das wurde als „Aufbruch in ein neues Zeitalter“ gefeiert. Ein sehr bekannter amerikanischer Soziologe japanischer Herkunft, Francis Fukuyama, hat damals ein Buch geschrieben, das in 16 Sprachen übersetzt und zum Weltbestseller wurde – „Das Ende der Geschichte“. Die Kernaussage: Der Untergang des Ostblocks habe gezeigt, dass sich totalitäre Systeme überlebt und der Liberalismus sowie die freie Marktwirtschaft weltweit endgültig gesiegt hätten. Was von nun an folgen würde, sei eine unendliche Periode des Friedens und des Wohlstands. Die Explosion der sozialen Ungleichheit Heute wissen wir, dass diese Periode nur wenige Jahre gedauert hat. Es kam zu den Jugoslawienkriegen, die die schwersten 42

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Luftangriffe seit 1945 nach Europa zurückbrachten. Mit dem 11. September ereignete sich der schlimmste Terroranschlag, den die USA jemals erlebt hatten. Es folgten weitere Kriege, unter anderem in Afghanistan, im Irak, in Syrien und im Jemen. Es folgten Finanzkrise, Eurokrise und danach die größte Flüchtlingswelle seit dem Zweiten Weltkrieg. Die Folge der Eurokrise war, dass Hunger, Armut und Obdachlosigkeit in nie gekanntem Ausmaß in Südeuropa Einzug hielten und damit die wichtigste Entwicklung in der Welt widerspiegelten, nämlich die Explosion der sozialen Ungleichheit. Diese immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich ist dadurch gekennzeichnet, dass auf der einen Seite Hunger, Armut und Verelendung immer schlimmer um sich greifen, auf der anderen Seite aber Aktienkurse, Anleihenkurse und Immobilienmärkte zu immer neuen historischen Höchstständen aufbrechen und dafür sorgen, dass eine kleine Gruppe von Menschen immer wohlhabender wird. Wir sehen heute, dass einzelne Individuen über einen größeren Reichtum verfügen als früher die Sonnenkönige. Wir sehen, dass alleine Bill Gates (Microsoft-Gründer), Jeff Bezos (Amazon) und Warren Buffet (größter privater US-Investor) über ein Vermögen verfügen, das dem der Hälfte der US-Bevölkerung – 165 Millionen Menschen – entspricht. Während also die Mehrheit zu den Verlierern des Systems zählt, gibt es auch Gewinner in der


F oto: Manuel P erez Leal/A dobe Stock

gegenwärtigen Entwicklung: Gruppen von Personen, die vom wirtschaftlichen und vom sozialen Niedergang enorm profitiert haben und die aus praktisch allen Krisen und Kriegen als Sieger hervorgegangen sind. Sieht man etwas genauer hin, dann stellt man fest: Hinter diesen Personen steht eine Macht, die mit Vorliebe im Verborgenen arbeitet – die Finanzindustrie. Sie ist zu einer Macht geworden, die wesentlich größer ist als alles, was die Welt bisher gesehen hat. Die Finanzindustrie dominiert heute alle Länder der Erde, egal ob es sich um rückständige Monarchien oder parlamentarische Demokratien handelt. Sie hat sich die Medien und die Politik weltweit unterworfen. Und hat es dabei geschafft, selbst nahezu unerkannt zu bleiben! Die Finanzindustrie verdankt das vor allem der Tatsache, dass die meisten Menschen ihre Wirkungsweise nicht verste-

Sie dominiert alle Länder. Sie hat sich die Medien und die Politik weltweit unterworfen. Und hat es geschafft, selbst nahezu unerkannt zu bleiben. hen. Sie meinen, dass es sich dabei um einen Teilbereich unserer Gesellschaft handelt, den der Normalbürger nicht zu verstehen braucht, weil er ihn ohnehin nicht durchschauen kann. Diese Haltung hat allerdings fatale Folgen. Derart von Ahnungslosigkeit und Gleichgültigkeit begleitet, hat es die Finanzindustrie im vergangenen Jahrhundert geschafft, die Welt in zwei Weltkriege zu stürzen, zahllose weitere Kriege vom Zaun zu brechen, die Welt auf Kosten der in Krisengebieten lebenden Menschen zu destabilisieren und die eigene Herrschaft zu festigen. Aber wer genau ist diese Finanzindustrie? Wer steht dahinter, und wie ist es ihr gelungen, den Rest der Welt vollständig zu unterjochen? Die Oberhoheit über das Weltfinanzsystem Werfen wir dazu einen Blick auf die Geschichte, beginnen wir im Sommer 1944 in Bretton Woods, einem Dorf an der Ostküste der USA. Hier trafen sich die Delegationen von 44 Ländern, um eine globale Finanzordnung festzulegen. Allerdings hätten 42 dieser Länder ihre Vertreter gar nicht zu schicken brauchen, denn es hatte zuvor dreijährige Geheimverhandlungen zwischen den USA und Großbritannien gegeben, in denen die Grundzüge des Abkommens bereits festgelegt waren. Der Kern war, dass der US-Dollar als Leitwährung eingeführt und damit weltweit jeder Markt für die Amerikaner geöffnet wurde. Das verschaffte den USA gegenüber allen anderen Ländern einen Wettbewerbsvorteil, den davor niemals ein Land gehabt hatte. Die US-Zentralbank, die Fed, erhielt damit mehr Macht als alle anderen Zentralbanken der Welt, und den Banken der Wall Street wurde damit die Oberhoheit über das Finanzsystem der gesamten Welt verschafft. Ein Beispiel zur Veranschaulichung: Im Jahr 2000 hielten die Zentralbanken der Welt 70 Prozent ihrer Währungsreserven in Dollar. Diese Dollars können aber nur von der US-Zentralbank gedruckt werden. Indem die USA neue Dollars drucken, machen sie sich selber reicher, gleichzeitig aber verarmen sie den Rest der Welt. Denn je mehr Dollars gedruckt werden,

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d­esto weniger ist der einzelne Dollar wert. Auf diese Weise ist die gesamte Welt abhängig von der Finanzpolitik der Fed. Um diese Übermacht vollends zu verstehen, müssen wir noch einmal einen Schritt zurück in der Geschichte machen: Bezeichnenderweise beginnt das US-Finanzsys­tem im Wilden Westen, der im 19. Jahrhundert von immer größeren Einwandererströmen erobert wurde, was zu einem der größten Völkermorde der Geschichte führte – quasi ganz nebenbei wurden 800 Indianerstämme, ihre Kulturen und Lebensgrundlagen vernichtet. Aber die Einwanderer haben mit ihrer Masse auch dafür gesorgt, dass riesige Konzerne entstanden, und zwar in der Öl-, Stahl- und Bauindustrie. Diese Konzerne haben sich untereinander einen brutalen Wettkampf geliefert, das Geld dafür wurde in großem Stil über Kredite finanziert. Das wiederum hat dazu geführt, dass die damaligen Banken die ganz großen Gewinner dieser Entwicklung wurden. Einer der wichtigsten Namen von damals ist John Pierpont Morgan, dessen Bank – J.P. Morgan – Anfang des 20. Jahrhunderts in mehreren hundert Vorständen von Konzernen gesessen ist. Diese Banken, die nach und nach immer mehr Macht an sich gerissen haben, waren in den USA relativ verhasst, weil die Familien, denen sie gehörten, in Saus und Braus lebten, während sehr viele der Einwanderer mit Armut, Hunger und sehr schlechten Lebensbedingungen zu kämpfen hatten. Geheimes Treffen auf Jekyll Island Doch diese Banken wollten noch sehr viel mehr, nämlich nichts weniger als die Gründung einer Zentralbank und damit das Monopol zum Gelddrucken! Dazu trafen sich die sechs wichtigsten Wall-Street-Banker und zwei Politiker im Spätherbst 1910 auf Jekyll Island – unter falschem Namen und angeblich zur Entenjagd. Die sechs Banker verkörperten übrigens etwa ein Viertel des damaligen Weltvermögens. Das geheime Banker-Treffen auf Jekyll Island war erfolgreich. 1913 wurde die Fed, die Federal Reserve, als Kartell mit privaten Eigentümern gegründet. Unmittelbar vor dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges sollte sich das System für die USBanken zu einer wahren Goldgrube entwickeln: Sie vergaben an alle kriegsführenden Staaten Europas hohe Kredite. Im Jahre 1916, also im dritten Jahr des Krieges, wurde USPräsident Woodrow Wilson noch als „Friedenspräsident“ gewählt, weil er im Wahlkampf versprochen hatte, die USA aus dem Krieg herauszuhalten. Wenige Monate später sind dann die USA dennoch in den Krieg eingetreten. Denn bis Anfang 1917 sah es so aus, als würde Deutschland den Krieg gewinnen, aber das wäre für die Banken, die ihr Geld früher oder später wieder zurückhaben wollten, fatal gewesen, da Deutschlands Gegner in Summe wesentlich höhere Kredite hatten als Deutschland selbst. Die amerikanische Armee wurde daher eingesetzt, um den bislang siegreichen Deutschen die Niederlage beizubringen. Es gab natürlich vorher eine große Anti-Deutschland-Kampagne in den USA, mit Filmen wie etwa „Der Kaiser, die Bestie von Berlin“ wurde die Stimmung gegen die Deutschen als die Kriegsverantwortlichen angeheizt. Nach Kriegsende wurde in Versailles festgelegt, dass Deutschland an England, Frankreich und Italien Reparationszahlungen leisten sollte. Das wurde dem Volk so verkauft, dass Deutschland eine schwere Schuld auf sich geladen hatte und nun Wiedergutmachung leisten sollte. In Wirklichkeit aber flossen diese Gelder über England, Frankreich und Italien

sofort zurück in die Tresore der amerikanischen Banken, weil die­se Länder ja hohe Kredite aus den USA zu bedienen hatten. Danach kam es zur Weimarer Republik und zur großen Hyperinflation. Doch Inflationen geschehen nicht einfach so, Inflationen werden gemacht, und zwar von den Zentralbanken. Die Zentralbank der Weimarer Republik hatte einen entscheidenden Grund dafür, diese Inflation herbeizuführen. Denn Deutschland hatte den Krieg zu einem großen Teil mit Kriegsanleihen finanziert, die deutsche Regierung war also bei der eigenen Bevölkerung hoch verschuldet. Eine Hyperinflation bedeutet ja, dass das Geld völlig entwertet wird und dass dann gewisse Schulden sehr einfach zurückzuzahlen sind. Die großen Banken kaufen 10.000 kleine auf 1929 kam es zum Wall-Street-Crash, zum bislang größten Börsencrash der Geschichte. Oft wird er so dargestellt, als sei er wie ein Naturereignis und völlig überraschend gekommen, doch dem ist nicht so. Die amerikanische Zentralbank hat damals ganz bewusst die Zinsen erhöht, sodass Gläubiger ihr Geld wieder zurückgefordert haben. Auf diese Weise haben die großen Banken mithilfe der Fed, die sie ja vorher gegründet hatten, dafür gesorgt, dass es zu diesem Crash kommt. Die Folge dieses Crashs war, dass in den USA 10.000 kleine Banken zusammengebrochen sind und von den großen Banken aufgekauft werden konnten. Die hemmungslose Gier und die fehlende Moral der Wall Street zeigten sich in den folgenden Jahren ganz besonders in den Geschäften mit Hitler-Deutschland. Ein Beispiel: 1929 kaufte General Motors Opel, den damals größten deutschen Autohersteller, und verkaufte in der Folge 15.000 Lastwagen mit dem Namen „Blitz“ an die deutsche Wehrmacht, damit die­se mit den Lastern in Polen einrücken konnten. Am Ende des Zweiten Weltkrieges war die einstige Weltmacht Großbritannien hoch verschuldet und wirtschaftlich völlig am Boden, die USA hingegen hatten in den Zeiten des Wilden Westens und der beiden Weltkriege einen kometenhaften Aufstieg erlebt. Die USA besaßen die stärkste Wirtschaft, waren die größten Gläubiger, verfügten über die größten Goldvorräte und hatten das stärkste Militär. Und sie verfügten als einziges Land über die Atombombe. Mogelpackung Marshall-Plan Doch trotz aller Macht und Größe gab es ein veritables Problem: Die US-Wirtschaft produzierte gegen Kriegsende hin viel mehr, als der heimische Markt aufnehmen konnte. Das heißt, man brauchte ganz dringend neue Märkte. Genau das war der Grund, warum die USA in Bretton Woods den Dollar zur weltweiten Leitwährung gemacht, den Dollar dort an das Gold und alle anderen Währungen an den Dollar gebunden haben. Das System von Bretton Woods bedeutet demnach nichts anderes als die Schaffung des weltweiten Diktats einer einzigen Währung. Der Marshall-Plan wurde uns als Hilfsprogramm verkauft, angeblich hätte er dazu beigetragen, die deutsche Wirtschaft wieder anzukurbeln und den Armen mit Care-Paketen und Nahrungsmittelspenden zu helfen. Hier sieht man, wie die Finanzelite wirklich arbeitet: Tatsächlich war der Marshall-Plan ein riesiges Ankurbelungsprogramm für die US-Konzerne und Banken. Denn die Gelder aus Amerika kamen nicht als Geschenke, sondern als Kredite, dazu mit der Vorgabe, dass die-

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Präsident Nixon ließ im Fernsehen „Bonanza“ unterbrechen, um dem Volk zu verkünden, dass die Goldbindung des Dollars aufgehoben sei. während die amerikanischen Banken und Großkonzerne genommen haben. Ab 1948 setzte eine überraschende Entwicklung ein, der Nachkriegsboom, der ein Vierteljahrhundert andauern sollte. Doch das „Wirtschaftswunder“ war im Grunde nichts anderes als der Wiederaufbau von durch den Krieg Zerstörtem, begleitet von der Überflutung der Welt durch amerikanische Waren und amerikanisches Geld.

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se Gelder nur für Waren von amerikanischen Konzernen verwendet werden konnten! Besonders interessant dabei ist, dass die gesamten Nahrungsmittellieferungen nach Deutschland aber nicht von den Konzernen und Banken bezahlt wurden, sondern aus Steuergeldern. Das heißt, es waren amerikanische Steuerzahler, arbeitende Menschen, die die Nahrungsmittelpakete nach Europa bezahlt haben, die etwas gegeben haben,

De Gaulle holte Frankreichs Gold zurück Mitte der 1960er Jahre begann dann ein Prozess, der eigentlich schon vorher abzusehen war: Da die Fed immer mehr Dollars druckte und weltweit immer mehr Dollars in Umlauf waren, kam es zu einem immer größer werdenden Missverhältnis zwischen der bestehenden Goldmenge und der sich stets erweiternden Dollarmenge. Der Dollar war ja noch an das Gold gebunden, mit einem Preis von 35 Dollar pro Unze, und irgendwann bestand die Gefahr, dass, wenn alle Leute ihre Dollars in Gold umtauschen würden, nicht genug Gold da wäre, um die Nachfrage zu decken. Die Regierung hat daher zunächst den Goldkurs höher gesetzt, konnte aber nicht verhindern, dass die Investoren in aller Welt hellhörig wurden. Hellhörig wurde etwa auch der französische Staatspräsident Charles de Gaulle. Er veranlasste, dass die in New York gelagerten Goldvorräte Frankreichs in Unterseebooten wieder zurückgeführt wurden. Das hat viele Investoren auf den Plan gerufen und die Nachfrage nach Gold so sehr erhöht, dass die USA irgendwann die Notbremse ziehen mussten: Am 15. August 1971 ließ der damalige Präsident Nixon zur Hauptsendezeit am Sonntagnachmittag die Lieblingsserie aller Amerikaner – „Bonanza“ – unterbrechen, um dem amerikanischen Volk zu verkünden, dass die Bindung zwischen dem Dollar und dem Gold aufgehoben sei. Wir haben uns damals alle gefragt, wieso geht ein Präsident vor die TV-Kameras seines Landes und verkündet, dass die Währung vom Gold abgekoppelt wurde? Doch diese Maßnahme war fundamental, denn sie hat aus einer Währung, die durch Gold, also durch einen festen Wert, gedeckt war, eine Scheinwährung gemacht. Mit der Loslösung des Dollars vom Gold kam es zu einer Neuentwicklung im Finanzsystem, die mit Deregulierung begann und die später zur sogenannten Finanzialisierung führte. Mitte der 1970er Jahre begannen die globalen Märkte, die nach der Überschwemmung mit amerikanischen Gütern weit46 |

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gehend gesättigt waren, zu stagnieren. Unternehmensgewinne wurden geringer, worauf die Firmen versuchten, immer stärker zu rationalisieren und die Löhne zu senken, was wegen der Stärke der Gewerkschaften zunächst nicht gut funktionierte. Die Banken hingegen bedrängten die Politik, ihre rechtlichen Einengungen aufzuheben, also zu deregulieren. Verbotenes erlauben heißt Deregulierung Dazu muss man Folgendes wissen: Nach dem Crash von 1929 mussten viele Amerikaner feststellen, dass ihr gesamtes Geld verschwunden war, weil es die Banker verspekuliert hatten. Darauf gab es eine solche Welle der Empörung, dass sich die Regierung 1933 gezwungen sah, eine Trennung zwischen Sparkassen (sicher, für Ersparnisse) und Investmentbanken (riskant, für Investments) einzuführen. Eigentlich eine sehr vernünftige Maßnahme, an der aber ab 1975 gerüttelt wurde, was schrittweise zur Deregulierung führte. Unter anderem erlaubt wurden die Gründung von Hedgefonds, Leerverkäufe sowie der Handel mit Derivaten (Wetten auf steigende oder fallende Preise, Kurse oder Zinssätze) und mit Schulden. Bedeutsam an Derivaten ist, dass sie keine Werte erzeugen. Es wird einfach nur Geld hin- und hergeschoben. Und es werden große Summen gemacht, aber nicht in der Realwirtschaft, sondern seit 2007 durch die Notenpressen der Zentralbanken. Ein wichtiges Derivat sind die Credit Default Swaps (CDS). Es handelt sich dabei um jene Sonderform der Kreditausfallversicherung, die eine aberwitzige Idee enthält, dass nämlich die Versicherung nicht zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer, sondern von jedem, also auch von einem am Geschäft gar nicht Beteiligten, abgeschlossen werden darf. Ich nehme dazu ein Beispiel aus Ihrem Alltag: Ihr Nachbar hat Angst, dass

Die arbeitende Bevölkerung musste durch Kürzungen und Einsparungen die Last der Krise tragen – nicht die Spekulanten.

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Mittelständische Betr iebe ruinieren Genau nach diesem Prinzip sind in den 1990er Jahren zahllose mittelständische Betriebe ruiniert worden. Das heißt, Investoren haben Credit Default Swaps auf Betriebe abgeschlossen, haben diese übernommen, ausgeweidet, absichtlich in den Konkurs geführt und anschließend abkassiert. Herausragende Beispiele dieser Gattung sind unter anderem Mitt Romney, der einstige Gegenspieler von Barack Obama, und Wilbur Ross, der derzeitige Handelsminister im Kabinett Trump, die beide auf diese Art und Weise zu Milliardären geworden

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sind. Das ganz entscheidende Merkmal dieser CDS ist, dass sie volkswirtschaftlich nicht nur sinnlos, sondern vor allem zerstörerisch sind und nur einem Ziel dienen, nämlich der Bereicherung von Spekulanten. Wohl noch absurder ist der Handel mit Schulden, der ebenfalls in den 1990er Jahren als Asset Backed Securities („forderungsbesicherte Wertpapiere“) aufkam. Zu diesem Zweck wurden Schulden von unterschiedlichen Gläubigern gebündelt, zu Wertpapieren verpackt und anschließend verkauft. Alleine das Wort „forderungsbesicherte Wertpapiere“ ist ein Widerspruch in sich. Eine Forderung ist etwas Ausstehendes, etwas, das ich nicht habe, also nicht sicher. Ein Wertpapier mit einer Forderung zu besichern ist also absurd. Diese Art von Wertpapieren war der Grund für die Krise 2007/2008, die in den USA begann, wo es üblich war, dass sich eine junge Familie ein Haus kaufte, um es nach einigen Jahren gegen ein größeres Haus zu tauschen. Eine Art Rundlauf, der natürlich nur so lange funktioniert, wie die Hauspreise weiter ansteigen. In dem Moment, wo die Hauspreise stagnieren, wird es hingegen schwierig, und in dem Moment, wo die Hauspreise fallen, bricht das Ganze in sich selbst zusammen.

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„Sichere“ Wer tpapiere werden plötzlich toxisch Genau das passierte 2007/2008 und hat im Endeffekt dazu geführt, dass diese „forderungsbesicherten“ Wertpapiere sich als toxisch herausstellten, was riesige Löcher in die Bilanzen der Großbanken in aller Welt gerissen hat. Bemerkenswert an dieser Krise ist die Ahnungslosigkeit der Politik gewesen. Als sich die Krise abgezeichnet hat, beschlossen sowohl die deutsche als auch die amerikanische Regierung zunächst, die Banken nicht zu retten. Daraufhin hat die Fed die US-Regierung zu sich gebeten. In Deutschland ist Herr Ackermann, damals der Vorstandschef der Deutschen Bank, nach Berlin zu Frau Merkel gereist. Von Journalisten habe ich erfahren, dass es in diesem Gespräch lautstark zugegangen ist und Herr Ackermann irgendwann erbost den Raum verlassen hat. Frau Merkel soll ihm hinterhergelaufen sein und soll gesagt haben: „Okay, wir geben ja schon nach.“ Es mag eine Anekdote sein, aber es zeigt die Verflechtungen zwischen Finanzkapital und Politik. Die Politik wusste damals gar nicht, was geschah, dass nämlich das gesamte Bankensys­ tem in der Welt und damit ganze Staaten und ganze Gesellschaften vom Zusammenbruch bedroht waren. Das wurde ihnen aber von den Bankern recht schnell klargemacht. Und das Ergebnis war, dass die großen Banken der Welt als „too big to fail“ (TBTF) bezeichnet wurden. Das hat natürlich eine völlig neue Epoche im Finanzsystem eingeleitet. Denn wenn Banken TBTF sind, dann können sie sich ja künftighin jede Schweinerei, jede Spekulation erlauben. Deshalb sind die Risiken bei den Banken seit 2007 nicht geringer geworden, vielmehr sind die Risiken, die heute im Finanzsektor eingegangen werden, größer als damals. Mit dem TBTF-Status für Großbanken ist ein neues Zeitalter angebrochen, das George Orwells schlimmste Visionen aus „1984“ übertrifft. Diese Macht bedeutet, dass wir in Krisenzeiten im Notfall auch direkt durch Vertreter der Banken, die Technokraten genannt werden, regiert werden. Einige Beispiele dafür waren die Einsetzung des GoldmanSachs-Bankers Mario Monti als Premier in Italien, die Einsetzung des Goldman-Sachs-Bankers und EZB-Vizepräsidenten 48 |

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Loukas Papadimos als Regierungschef in Griechenland, die Einsetzung des Goldman-Sachs-Bankers Mario Draghi als Chef der EZB sowie auch die Unterstellung ganz Südeuropas unter die Zwangsherrschaft der Troika aus IWF („Internationaler Währungsfonds“), EZB und EU-Kommission. Zur Rettung der Banken wurden die Löcher zunächst mit Steuergeldern, also mit dem Geld arbeitender Menschen, gefüllt. Da es sich um dreistellige Milliardenbeträge handelte, haben wir es damit mit der größten Vermögensumverteilung in der gesamten Geschichte der Menschheit zu tun. Noch nie ist so viel Geld von arbeitenden Menschen in die Hände ultrareicher Investoren und Spekulanten geleitet worden wie damals. Trotzdem hat diese Umverteilung nicht ausgereicht, um alle Löcher zu stopfen. Das heißt, eigentlich hätte das globale Finanzsystem 2008 in die Hände eines Konkursverwalters gehört. Um das zu verhindern, wurden damals zwei Maßnahmen ergriffen. Zum einen wurde die Austeritätspolitik, also die Sparpolitik, eingeführt. Das heißt, nicht die Spekulanten mussten sich einschränken, sondern die arbeitende Bevölkerung musste durch Kürzungen und Einsparungen, also durch eine Senkung ihres Lebensstandards, die Last der Krise tragen. Da das aber zu einer Verringerung der Kaufkraft der Massen und damit zu geringerer Nachfrage in der Wirtschaft führt, stagniert seitdem die Weltwirtschaft. Das aber darf wiederum nicht hingenommen werden, weil unser System kreditgetrieben und zur Bedienung dieser Kredite auf ständiges Wachstum angewiesen ist. Also haben die Zentralbanken seit 2008 die Rolle der Geldbeschaffer übernommen, und das in historisch nie dagewesener Weise. Die Zentralbanken der Welt haben seither den Gegenwert von rund 16.000 Milliarden Dollar ins System eingespeist, das zudem zu immer niedrigeren Zinssätzen. Die Zentralbanken haben ihre Zinssätze seit 2008 insgesamt mehr als 700 Mal gesenkt. Auf diese Weise ist aber nicht etwa die Realwirtschaft wieder in Gang gebracht worden, denn der Löwen­ anteil dieses Geldes ist in die Spekulation geflossen. Er hat den Finanzsektor weiter aufgeblasen und dafür gesorgt, dass die Risiken im System heute um ein Vielfaches größer sind als 2008. Wie ein Tsunami Das gravierendste Problem aber ist: Dieser Prozess lässt sich nicht rückgängig machen. Trotz aller Beteuerungen von Politik und Zentralbanken ist es nicht möglich, die Zinsen langsam wieder auf ein normales Niveau anzuheben und die Geldmenge nach und nach wieder zu reduzieren – so wie es unter anderem Jerome Powell (Fed-Präsident) und Mario Draghi (EZB-Präsident) der Öffentlichkeit immer wieder versprechen. Warum nicht? Weil der weltweite Schuldenberg das nicht erlaubt – rund 250.000 Milliarden US-Dollar müssen ständig bedient werden! Ich habe mein neues Buch „Finanz-Tsunami“ genannt, weil ich meine, dass das, was sich im Finanzsystem derzeit abspielt, sehr viel mit einem Tsunami gemein hat. Die wichtigsten Eigenschaften eines Tsunamis sind: Erstens: Der Prozess vor dem Anlanden der Welle dauert unendlich lange. Zweitens: Die Katastrophe tritt urplötzlich ein. Drittens: Das Eintreten der Katastrophe ist für das bloße Auge nicht sichtbar. Viertens: Die Auswirkungen treffen die meisten Menschen völlig überraschend und unvorbereitet. Genau das entwickelt sich zurzeit im Finanzsystem. Es gibt

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Profiteure versus arbeitende Bevölkerung Kehren wir nach der ernüchternden Analyse zu der Frage zurück: Wo stehen wir jetzt? Die Antwort lautet: Wir befinden uns im Endstadium eines Systems, das außer Kontrolle geraten ist. Die Frage ist, was tun die Entscheider, diejenigen, die es lenken, um die Katastrophe abzuwenden? Die Verantwortlichen haben uns nach 2008 alle möglichen Versprechungen gemacht, aber nicht eines davon eingehalten. Sie haben ständig die große Wende angekündigt, eine Umkehr vom bisherigen Weg, aber es ist nichts passiert. Und die erschreckende Wahrheit: Es kann auch gar nichts passieren, weil es nicht mehr möglich ist, diesen Pfad zu verlassen. Was also wird passieren? Das System wird von denen, die davon profitieren, vermutlich so lange am Leben erhalten, wie es nur irgendwie geht. Wie lange das noch geht, kann niemand sagen, da ja der Manipulation keine Grenzen gesetzt sind. Nur eines ist sicher: Die Profiteure werden aufgrund der wachsenden sozialen Ungleichheit in einen immer größeren Konflikt mit der arbeitenden Bevölkerung geraten. Aber sie werden sich nicht scheuen, extreme Maßnahmen zu ergreifen. Sie werden die Demokratie weiter einschränken, sie werden unsere Rechte beschneiden, und sie werden auch nicht davor zurückschrecken, schlussendlich nach innen wie nach außen auf Gewalt zu setzen. Das heißt, sie werden auch bereit sein, Kriege vom Zaun zu brechen, um auf diese Weise ihr eigenes Überleben zu sichern. Tatsächlich – und das ist vermutlich die schlechteste Nachricht – könnte die Lebensdauer des Systems auf diese Art und Weise noch einmal verlängert werden. Ich habe dazu ein Zitat herausgesucht, das von dem Ökonomen Ernst Winkler aus dem Jahre 1952 stammt, der bereits damals vor dieser Gefahr gewarnt hat: „Der Krieg ist die großzügigste und wirkungsvollste Reinigungskrise zur Beseitigung der Überinvestitionen, die es gibt. Der Krieg eröffnet gewaltige Möglichkeiten neuer, zusätzlicher Kapitalinvestitionen und sorgt für gründlichen Verbrauch und Verschleiß der angesammelten Vorräte an Waren und Kapitalien – wesentlich rascher und durchgreifender, als es in den gewöhnlichen Depressionsperioden auch bei stärks­ter künstlicher Nachhilfe möglich ist. So ist der Krieg das beste Mittel, um die endgültige Katastrophe des gesamten kapitalistischen Wirtschaftssystems immer wieder aufs Neue hinaus­zuschieben.“ Stellen wir am Schluss die entscheidende Frage: Gibt es überhaupt Möglichkeiten, mit unseren begrenzten Mitteln zu verhindern, dass diese schlimmste aller Zukunftsvisionen eintritt? Ist der Kampf nicht – wie viele, die resigniert haben oder in Fatalismus verfallen sind, meinen – bereits verloren? Man könnte das meinen, wenn man bedenkt, dass die absolute Mehrheit der Menschen das System, das uns in diese missliche Situation geführt hat, nicht einmal versteht. Aber was heißt das? Das heißt doch, dass wir dringend eine neue Phase der Aufklärung brauchen, dass wir unbedingt informieren müssen, dass den Menschen erklärt werden muss, woher die Probleme rühren, mit denen sie Tag für Tag konfrontiert sind.

Dass es eben das Finanzsystem ist, das unsere Zukunft gefährdet, das sich über alles erhoben und uns in diese dunkle Zeit geführt hat. Dass das internationale Finanzcasino stillgelegt werden muss, dass die Steuergesetze geändert werden müssen, dass verhindert werden muss, dass einzelne Menschen größere Vermögen als ganze Staaten anhäufen. Die Rahmenbedingungen für eine solche neue Aufklärung sind vorhanden. Zum einen werden immer mehr Menschen aufgrund der Verschärfung der Situation in einen immer stärkeren Konflikt mit diesem System geführt. Zum anderen wird der Zerfall der alten Strukturen, wie zum Beispiel der gegenwärtige Zerfall der EU, sich nicht nur fortsetzen, sondern sich in der vor uns liegenden Zeit intensivieren. Das heißt, der Nährboden, auf dem eine Aufklärung fruchten kann, existiert. Nicht nur das. Heute stehen uns Kommunikationswege offen, wie es sie in der Geschichte bisher nicht gegeben hat. Wir können Wissen schneller und effektiver als jemals zuvor verbreiten. Ich habe meinem Buch „Finanz-Tsunami“ einen Satz von Henry Ford, dem Gründer der Ford Motor Company, vorangestellt, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts einmal gesagt hat: „Wenn die Menschen unser Geldsystem verstehen würden, hätten wir noch vor morgen Früh eine Revolution.“ Angesichts des Niedergangs und der von mir beschriebenen Fäulnis des Finanzsystems ist es in meinen Augen höchste Zeit, diesen Prozess endlich in Gang zu setzen, und zwar durch Überzeugungsarbeit und auf friedlichem Weg. Und wenn mein Buch auch nur einen kleinen Beitrag zu dieser historisch seit langem überfälligen Umwälzung leisten kann, dann hat es den von mir beabsichtigten Zweck vollauf erfüllt. ■ Anmerkung: Dieser Beitrag ist eine gekürzte Fassung eines Vortrags von Ernst Wolff. Er fand im Juni 2018 im Rahmen der Seegespräche in Owingen am Bodensee statt. Zum Weiterlesen: Ernst Wolff „Finanz-Tsunami – Wie das globale Finanzsystem uns alle bedroht“, Edition E. Wolff, Berlin, 19 Euro. Ernst Wolff, Jahrgang 1950, Autor von „Weltmacht IWF: Chronik eines Raubzugs“, beschäftigt sich bereits seit Jahrzehnten mit dem globalen Fi­­­ nanz­system. Sein neuestes Werk „FinanzTsunami“ ist mit außer­ordent­ lichem Sachverstand und ebensolcher Sorgfalt geschrieben. Es erklärt Hintergründe und Zusammenhänge, die uns die Massenmedien seit jeher vorenthalten. Es zeigt, wie sich die globale Finanzelite mit PR-Tricks, mithilfe von Kriegen, der Destabilisierung von Ländern und der Ahnungslosigkeit willfähriger Politiker zur stärks­ten Macht auf unserem Planeten entwickeln konnte. Und es zeigt, wie es zu der höchs­ten Schuldenlast in der Geschichte der Menschheit gekommen ist, zu einem Sys­ tem, das den größten Teil der globalen Bevölkerung zu Verlierern macht, während nur wenige genau davon profitieren. Wolffs akribisch zusammengetragene Fakten begeistern ebenso wie sein Erzählstil: in klarer und leicht verständlicher Sprache, sodass auch Laien seiner Analyse gut folgen können. Wärmstens zu empfehlen! ■

F ot o: Edi ti on E. Wolff

viele Prozesse, die das Finanzsystem zersetzen, sodass es irgendwann zu einem Kollaps kommen wird, der die meisten Menschen vollkommen unvorbereitet treffen wird. Das Leben nach dieser Katastrophe wird – wie nach einem Tsunami – völlig anders sein als das Leben vor der Katastrophe.

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DAS GANZE SCHIFF FÜR UNS ALLEINE Ein entzückendes Spa-Hotel am Millst ätter See bietet Zimmer direkt am See, ab sofor t aber auch eine „Suite “ direkt im See – ein aufwendig rest aur ier tes Oldtimer-Schiff nämlich! Man kann es für einen Ausflug mieten und schwelgt dann in Pr ivatsphäre – auch beim Baden.

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s ist wohl eines der schönsten Wellnesshotels in direkter Lage am Wasser: das Kollers, ein von Verena und Hubert Koller in zweiter Generation geführtes Vierstern-superior-Haus in Seeboden, direkt am Millstätter See. „Leben am See“ lautet das Motto in diesem Hotel von angenehm überschaubarer Größe, und praktisch alles ist darauf ausgerichtet: Dem Gast stehen unter anderem Ruder-, Tret- und Elektroboote zur Verfügung, weiters eine Segelyacht, ein Motorboot sowie ein feiner Pool im See, der auch während der kalten Jahreszeit auf tropische 28 Grad beheizt wird. Aber damit noch nicht genug, es gibt auch die MS Swan, einen his­torischen LiniendienstDampfer! Aufwendig restauriert und entsprechend adaptiert dient er als Erweiterung des Wellnessbereichs – als „Spa-Schiff“! Ganz neu in der Hotel-Flotte von Hubert Koller ist jedoch die Poto, ein 15 m langes Holzschiff, Baujahr 1925. Bei ihr handelt es sich wohl um eine der mutigsten touristischen Innovationen des vergangenen Jahres: Das Oldtimer-Wrack wurde von Koller am Weißensee entdeckt und in einer italienischen Werft in zweijähriger Arbeit Planke um Planke neu aufgebaut. Jetzt liegt sie da und begeistert mit Hecksalon, gemütlicher Bugkabine und Sonnendeck, nach liebevoller und hochwertiger Restaurierung zeigt sich die Poto nun mit ebenso luxu54

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riös wie romantisch anmutenden, glänzenden Holzinterieurs. Die Poto ist zweifellos eine ganz besondere Suite des Kollers. Groß, gut und mit einem einzigartigen Flair ausgestattet, kann man sie zu zweit oder im kleinen Kreis für eine Ausflugsfahrt mieten, auf ihr speisen und sich sonnen, und irgendwann geht man dann vor Anker. Zum Baden – in einer stillen Bucht, wo man die Absenz von Menschenmassen genießt und einfach

Nach liebevoller und hochwertiger Restaurierung zeigt sich die Poto nun ebenso luxuriös wie romantisch. nur in Privatsphäre schwelgt, freilich auch in kris­tallklarem Wasser, dem übrigens Trinkwasserqualität bescheinigt wird. Aber wie kommt man auf die Idee, ein historisches Schiffswrack mit Unsummen zu restaurieren? „Ich bin hier am Ufer aufgewachsen, ich liebe den Millstätter See einfach, und die Poto ist auch ein Teil von ihm“, sagt Gastgeber Hubert Koller. Über Jahrzehnte hatte das elegante Holzschiff das Erscheinungsbild Seeboden


F otos: Kolle r s Hote l

Für betuchte Sommer fr ischler: die Poto anno 1925.

Die Poto heute, nach aufwendiger Restaur ierung nun stets bereit für Tagestouren zu zweit . Sie begeistert mit Hecksalon, Sonnendeck und gemütlicher Bugkabine. Auch das ist Kollers Leben am See!

des Sees mitgeprägt, bis es, als in den 1960er Jahren die Stahlschiffe aufkamen, an den Weißensee verkauft wurde – und irgendwann nur noch vor sich hin rottete. „Die Poto hat mich schon in meiner Kindheit fasziniert. Jetzt habe ich sie zurück an unseren See geholt, sie ist nun dort, wo sie hingehört“, resümiert Koller, der übrigens „seinen“ See schon mehrfach zur Gänze durchschwommen hat, zudem im Besitz des Kapitänspatents für Personenschifffahrt ist – und es sich nicht nehmen lässt, immer wieder selbst am Steuerstand seiner nautischen Preziosen zu stehen. Sportbegeisterten bietet das Kollers alle Arten von Wassersport – auch Stand-up-Paddling. Beschaulicher geht es ein Stück weiter draußen auf dem See zu, hier bietet man ein Dinner für zwei auf einem Floß, das Palmeninsel heißt. Noch an Land wird man mit einem Gläschen Champagner für die Überfahrt gerüstet, auf der „Insel“ wartet ein gedeckter Tisch, ein Butler bringt mit dem Boot die einzelnen Gänge. Und die Küche ist ausgezeichnet, der Ausblick grandios. Seeblick bieten natürlich auch das feine Spa – mit Panoramasauna, Kamin und Sonnendeck – sowie die meisten Zimmer. Besonders empfohlen sei unser Liebling: die luxuriöse Bootshaus-Suite direkt am Ufer. Sie offeriert Terrasse, einen offenen Kamin und ein ebenso witziges wie stilechtes Detail, nämlich Bullaugen in Bad und Kinderschlafzimmer. Zu den weiteren maritimen Einzelheiten des Interieurs zählen alte Überseekoffer als Nachttische, Ferngläser, gestreifte Kissen und dekorative Globen, all das in einem Ambiente, das von angenehmen, hellen Farben bestimmt wird – auch das gehört bei der Familie Koller zum Leben am See. ■ Mehr: Kollers Hotel, Fon +43-(0)4762-82000, www.kollers.at und www.relax-guide.com

In der Abendsonne: „Dinner for Two“ auf einem Floß im See.

Top-Zimmer im Kollers: luxur iöse Bootshaus-Suite direkt am Ufer.

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T IR O L

HUNDERT JAHRE GAS TFREUNDSCHAFT Ein Vorreiterhotel am Achensee feier t Jubiläum. Wo sich einst Ross und Reiter er fr ischten, findet man heute ein grandioses Spa und ein Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin. Gleich geblieben sind jedoch Selbstverst ändnis und Motto: „Unser Gast ist König!“

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ätte man den Urgroßeltern der Hoteliersfamilie Reiter dereinst etwas von Tai Chi erzählt, hätten sie vermutlich reflexhaft „Gesundheit!“ gewünscht. Und dass man in ihrem Haus am Tiroler Achensee einmal nach den Grundsätzen der Traditionellen Chinesischen Medizin kochen würde, hätten sie sich wohl auch nicht im Traum gedacht. Im Jahr 1918 hatten die beiden die Poststation in Achenkirch übernommen, übrigens nach einem Gastspiel in Wien mit einer Milchmeierei. Nun feiert das Haus sein hundertjähriges Bestehen – als Posthotel Achenkirch, das von ehemals 600 Quadratmetern auf 36.000 gewachsen ist und seit langen Jahren vom RELAX Guide als eines der besten Wellnesshotels Österreichs mit vier Lilien ausgezeichnet wird. Einst wurden hier Pferde und Kutschenfahrer versorgt, nunmehr sind es gestresste Städter, die sich hier ausruhen wollen. Cityhopper, die beruflich eher das Flugzeug nehmen denn das Ross. Dieses Haus, das heute von Karl Reiter jun. geführt wird, war immer schon ein Zentrum der Gastfreundschaft. Man ging „in die Post“, feierte hier Hochzeiten, hielt Ortsversammlungen ab. 56

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Karl Reiter weiß von Bierkistenstapeln zu berichten, die in der Gaststube bis an die Decke reichten. Und mit den Worten „die Gäste haben halt Hunger“ stellte sich seine Großmutter auch

Ein Spa, das den Familienbetrieb bald zum Eichmaß der europäischen Wellnesshotellerie machte. schon einmal um Mitternacht an den Herd, um für Gäste, die von der Jagd kamen, Schnitzel in siedendem Schmalz herauszubacken. Heute bedienen sich die Posthotel-Gäste am reichhaltigen Frühstücksbuffet, können untertags im neuen Bademantelbistro mit Ausblick auf den Karwendel essen und am Abend zwischen verschiedenen Menüs wählen – man bietet auch vegane Varianten. In einem eigenen TCM-Gesundheitsrestaurant widmet man sich vertieft der Ausgewogenheit der Fünf Elemente, das Achenkirch


Das Posthotel einst (links) und heute (li. Seite). Ein Zimmer aus den 1970er Jahren (u.). Und so sieht es heute aus

Fo t o s : M a x u m I ma ge s/Je n n i Kolle r

(ganz unten).

Küchenpersonal wurde dafür medizinisch geschult. Wo immer man im Posthotel auch speist – überall gilt: Regionale, möglichst biologische Zutaten haben Vorrang. Vieles kommt von der eigenen Landwirtschaft, Wild stammt aus den Gebirgswäldern der Umgebung, Fisch aus nahen alpinen Gewässern. Pferde haben hier seit jeher Tradition: Der Urgroßvater hatte ein Fuhrwerksunternehmen mit der besonders kräftigen Rasse der Noriker, führte Holztransporte durch – und in der Post feierten die Fuhrleute ihren „Prügelball“. Der Großvater bot als Erster in der Region Kutschenfahrten mit Haflingern an, und heute betreibt die Familie Reiter gar die größte private Lipizzanerzucht Europas. Die Gäste können auf den edlen weißen Pferden über schneebedeckte Wiesen reiten oder im Sommer entlang des Achenseeufers, Anfänger betreut man genauso wie Fortgeschrittene. Eines darf man hier allerdings nicht erwarten: einen Streichelzoo. Das Posthotel ist nämlich ein Adults-onlyHaus, man nimmt nur Gäste ab 14 Jahren auf. Dementsprechend ausgerichtet ist auch das Angebot des weitläufigen Wellnessbereichs mit sechs schwimmbaren Pools, zwei Whirlpools, zahlreichen Saunen und einem Ladys-Spa. Im hauseigenen Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin widmet man sich unter der Leitung von Frau Dr. Hu Ji – sie ist bereits seit 15 Jahren im Haus – fernöstlichen Behandlungsmethoden wie der Akupunktur. Die Kompetenz in Sachen Wellness ist an dieser renommierten Adresse übrigens generell uneinholbar: Schließlich errichtete Karl Reiter sen., heute höchst erfolgreicher Hotelier im Burgenland, im Posthotel bereits 1982 ein Spa, das den Familienbetrieb schnell zum Eichmaß der Wellnesshotellerie machte. Als Wellnesspionier erlebte Reiter in weiterer Folge unzählige „Spionagebesuche“ von Hoteliers, die mit Kamera und Notizblock bewaff-

Im Posthotel Achenkirch: gesundes Essen mit Zutaten aus der eigenen Landwir tschaft – auch Veganes und Fünf-Elemente-Küche. Die Mitarbeiter sind nach der Lehre der TCM-Medizin geschult.

net auskundschafteten, wie hier Wohlbefinden inszeniert und zelebriert wird. Diesen einen Schritt der Konkurrenz voraus ist das Posthotel bis heute: 15 Millionen Euro wurden in den letzten Jahren investiert, etwa in Suiten und einen fabelhaften Outdoor-Fitnessbereich. Und auch für die nächsten Jahre hat Karl Reiter schon wieder Pläne. Bleibt nur eine Frage: Wie wird dieser Wohlfühlpionier wohl beim nächsten Jubiläum aussehen? ■ Mehr: Posthotel Achenkirch, Fon +43-(0)5246-6522, www.posthotel.at und www.relax-guide.com

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Fo tos: Ma xum Ima ge s, Je n n y Koller

K ID S & S P A

SPASS FÜR ALLE – AUCH FÜR TEENAGER Jeder hat im Wellnessurlaub andere Wünsche: Teenager wollen ihre Grenzen austesten, die Kleinen möchten plantschen und Hasen streicheln, die Eltern lieben Sauna, Pools und Ruhe. Ein feines Spa-Hotel im Burgenland schafft diesen Spagat der Altersgruppen.

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anchmal benehme ich mich um einiges älter, als ich bin – wirklich –, aber das merkt dann bloß keiner. Die Leute merken nie was.“ Dieser Satz aus dem Mund des Romanhelden Holden Caulfield (aus dem Klassiker „Der Fänger im Roggen“) bringt eine zentrale Stimmung aus der Pubertät auf den Punkt: Weder wissen Teenager selbst so richtig, wo sie hingehören und was hormonell mit ihnen passiert, noch verstehen die Eltern, was gerade in ihren Kindern vorgeht. Manche Erziehungsratgeber raten zu Strenge, andere zu „benign neglect“ – zu wohlwollender Vernachlässigung, getragen von der Hoffnung, dass sich alles schon wieder einrenken wird. In dieser erschütterungsreichen Lebensphase geht im einen Moment ein hormoneller Wolkenbruch über die Jugendlichen nieder. Er lässt sie ihrem sozialen Umfeld gegenüber abweisend sein, und in der nächsten Sekunde sind sie der Sonnenschein schlechthin, sind anschmiegsam, liebesbedürftig. Vorhersagbar ist dieses Ringen um Abgrenzung nicht. Im Urlaub mit Pubertierenden ist es daher wichtig, dass sie ausreichend Freiräume erhalten, um ihrem Bedürfnis nach Abgrenzung zu entsprechen, aber auch Möglichkeiten zu schaffen, das Gemeinsame innerhalb der Familie zu stärken – vor allem, wenn es weitere Geschwister gibt. Das Reiters Finest Family Resort im burgenländischen Bad Tatzmannsdorf beherrscht diesen Spagat bestens. So notieren auch die Tester des RELAX Guide, die das Hotel mit drei Lilien ausgezeichnet ha58

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ben: „Dieses Haus schneidet bei unseren Kids am besten ab.“ Das von der dreifachen Mutter Nikola Reiter geführte Hotel wartet mit einem solchen Füllhorn an Aktivitäten auf, dass Kindern und Jugendlichen aller Altersgruppen einfach nicht langweilig werden kann. Von wenige Monate alten Babys bis

Mit Pubertierenden ist es wichtig, dass sie Freiräume erhalten, aber auch die Möglichkeit zu schaffen, das Gemeinsame in der Familie zu stärken. hin zu Teenagern im schwierigsten Alter – auf sie alle gehen die geschulten Freizeitbetreuer ein, täglich von 9 bis 21 Uhr. Das schier grenzenlose Areal des Reiters Reserve selbst (dazu zählt noch das Erwachsenenhotel Supreme mit der RELAXGuide-Höchstnote von vier Lilien und 20 Punkten) trägt mit Wäldern, Wiesen und Teichen auf 120 Hektar sein Scherflein dazu bei. Die Natur kann selbst bei schwer empfänglichen Jugendlichen Zugangspunkte aktivieren, die Eltern und Erziehern verborgen bleiben. Auf E-Mountainbikes macht man sich gemeinsam mit Bad Tatzmannsdorf den Sprösslingen zu sportlichen Aben-


Ein Füllhorn von lustigen und spannenden Aktivitäten für Kinder aller Altersgruppen: im Reiters Finest Family. Ein ganz besonderer Magnet für Kids ist der Tiergar ten im Finest Family: Fast 100 Ar ten, einige dar f man auch streicheln.

teuern auf, samt Stock und Stein und Schweiß und Gegenwind. Danach im warmen Thermalbecken relaxen und beim Familienabendessen die Tour Revue passieren lassen – das schweißt alle zusammen. Die Schwerkraft zu überwinden heißt es in der Boulderhalle – ohne Eltern, mit Eltern, wie auch immer es den Kids gerade passt. Dass es eine Tennisschule für alle Altersgruppen gibt, überrascht hier nicht; dass es für die kleinen und mittelgroßen Gäste im Finest Family aber auch eine eigene Rennstrecke, eine Trampolinanlage und einen Beachvolleyballplatz gibt, vielleicht schon eher. Und auf dem 27-Loch-Golfplatz kann die ganze Familie ihr Talent für den Abschlag austesten. Hinzu kommen die vielen Tiere des Reiters Reserve, mit denen man sich auch ohne Worte versteht: von entzückenden Miniature Horses, mit denen die Kids gar eine Art Geschicklichkeitsparcours absolvieren dürfen, über weiße Barockesel mit blauen Augen, wollig-fröhliche Mangalitzaschweine bis

hin zu Lipizzanerpferden (mit einem bestens ausgestatteten Reitstall) und Wasserbüffeln. Auch das Maskottchen des Finest Family ist übrigens ein Wasserbüffel: der kuschelige Kasimir, der mit seiner süßen Maus-Freundin Lilly jeden Morgen gemeinsam mit den Kindern tanzt. Seine Sprösslinge derart gut versorgt zu wissen, trägt auch zur Entspannung der Eltern bei. Für sie gibt es eigene Bereiche. Ein großes Spa erfreut mit mehreren Thermal- und Süßwasserpools, im Saunadorf findet man nicht weniger als 10 verschiedene Saunen sowie einen FKK-Garten vor, und während einer Massage vergisst man das Elternsein für eine Zeitlang. Ums Essen und Trinken braucht man sich hier ohnedies nicht zu kümmern – das gibt es nahezu rund um die Uhr. Und alles ist inkludiert – bis hin zu den Drinks an der Bar! ■ Mehr: Reiters Reserve, Fon +43-(0)3353-8841-607, www.reiters-hotels.com und www.relax-guide.com

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Fo t o s : Al m h o f Fa m il y Re sor t

K ID S & S P A

AUCH MINI-KÖCHE T ISCHEN HIER AUF Kindergeeignete Spa-Hotels gibt es viele. Aber warum ser vier t man den Kleinen meistens Fer tigprodukte aus der Fabr ik? Ein f abelhaftes Family Resor t in Gerlos zeigt , dass es auch anders geht : mit einer Kochwerkstatt für Kids. Und gesunden Köstlichkeiten für alle!

M

ama, Papa, ihr ruht euch jetzt aus. Ich gehe inzwischen kochen.“ Oder Tiermasken basteln. Oder ein Insektenhotel bauen. Oder … Im Almhof Family Resort & Spa im Tiroler Gerlos, einem mit drei RELAX-Guide-Lilien prämierten Familienhotel, wissen Eltern ihre Kinder schon immer gut betreut. Und auch umgekehrt: Seit wenigen Monaten ist mit dem neuen Wellnessturm – hier gilt „Adults only“ – noch mehr dafür gesorgt, dass die Eltern zur Ruhe kommen. Hier lassen die Kleinen also, wenn man so will, Mama und Papa in besten Händen. Sie selbst, voll Tatendrang, binden sich währenddessen womöglich eine Schürze um und stellen sich an den Herd. Im Almhof Family Resort gibt es nämlich seit heuer, als eines der unzähligen Angebote für die kleinen Gäste, eine Kinderkochwerkstatt! Gesunde Ernährung, die war dem Gastgeber Peter Kammerlander immer schon wichtig. Man ist stolz auf die Grüne Haube, eine Auszeichnung, die den Einsatz von Biolebensmitteln, den Fokus auf pflanzliche Zutaten sowie den Verzicht auf Convenienceprodukte würdigt. Generell kommen im Almhof weniger Fleisch und Fisch auf den Tisch – und wenn, dann 60

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nur aus besten, persönlich bekannten Quellen. „Wir haben aber natürlich keinen Erziehungsauftrag“, ist sich der Hotelier bewusst. Im Rahmen der Abendmenüs kann man bei den

In der Kochwerkstatt stehen die Kids nun selbst am Herd. Hauptgängen also zwischen Fleisch, Fisch, regional-traditionell sowie einem Vollwertgericht auf pflanzlicher Basis wählen. Letzteres ist das Motto der Grünen Haube. Sollte es doch einmal Chicken-Nuggets geben, dann bestehen sie nicht – wie anderswo üblich – aus geklebtem Formfleisch mit Glukosesirup und viel Panier, sondern aus Skelettmuskelfleisch, und sie werden von Grund auf im Almhof selbstgemacht! Für die kleinen Gäste kocht das Küchenteam eigene Speisen – der Schwerpunkt liegt auf pflanzlichen Zutaten –, die Kinder könGerlos


Große Vielfalt an betreuten Aktivitäten für Kids: Reiten und Schifahren im Almhof Family Resor t – Kinderschilift direkt am Hotel inlusive.

Badespaß für drei Generationen – große Pools machen es möglich.

nen aber freilich auch das Menü der Erwachsenen bestellen. Und in der Kinderkochwerkstatt, da stehen nun die Kids, in die Altersgruppen Minis, Maxis und Teenies geteilt, selbst am Herd. Lernen, wie man Gemüse aufregend zubereiten kann, erfahren, wie leicht man auf Fleisch verzichten kann. Nach dem Motto „Vollwert und auf pflanzlicher Basis“ richtet man sich auch bei den Kinderkochkursen, sagt Peter Kammerlander. „Wir wollen die Kinder spielerisch an das Thema heranführen.“ Die Kinderkochwerkstatt findet von Montag bis Freitag täglich etwa eine Stunde statt; am Freitag dürfen die Miniköche ihren Eltern dann stolz servieren, was sie gekocht haben. Und am Schluss gibt es ein liebevoll gestaltetes Rezeptheft. Während die kleinen Gäste neue Abenteuer suchen – ob am Herd, in einem der Kreativ- oder Toberäume, auf einer der zwei spektakulären Wasserrutschen oder im Streichelzoo bei Ziegen und Eseln –, sehnen sich die Eltern nach ein paar Stunden Zweisamkeit oder Auszeit für sich alleine. Mit dem neuen Wellnessturm kann man im Almhof auf diese Wünsche eingehen. Auf fünf Ebenen finden sich Behandlungsräume – mit zahlreichen Treatments wie Meridianmassage oder einer Mas-

Eigenes Adults-only-Spa: Auszeit für Mama und Papa. Endlich.

sage für werdende Mütter – sowie die verschiedensten Rückzugsbereiche. Solche, die der Kommunikation dienen, sich wohnzimmerartig geben, wie Gastgeber Kammerlander es nennt: mit breitschultrigen, beschützenden Loungemöbeln, mit Kamin, Bibliothek und Kaffeemaschine. Andere Räume kommen dem Bedürfnis nach absoluter Stille nach, das gerade Eltern von Kleinkindern nur allzu gut kennen: Sie sind von ruhiger Farbgebung, laden mit Wasserbetten, Leselämpchen und Kuscheldecken ein, durchzuatmen. Zu genießen, dass gerade niemand an einem zerrt. Aussicht auf Berge und Stausee bieten alle Räume im Wellnessturm – das Gebäude wurde angesichts dieser alpinen Kulisse ganz bewusst vollverglast gebaut. Und auch das Dach dieses Auszeit-Ortes hat man genützt: für eine Almhüttensauna und einen herrlichen Whirlpool im Freien. Die eigentliche Saunalandschaft samt Ladys Spa, an den Turm angeschlossen, ist ebenfalls Erwachsenen vorbehalten. Mama und Papa ruhen sich jetzt aus … ■ Mehr: Almhof Family Resort & Spa, Fon +43-(0)52845323, www.familyresort.at und www.relax-guide.com

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F otos: A llegr i a Resor t/Hans W i esenhofer

K ID S & S P A

Ein großes Hotel mit noch viel größerer Thermalbadelandschaft , vielen Pools und mehreren Wellnessbereichen. Und ganz entscheidend: mit tollen Wasserrutschen sowie einem weitläufigen Wasserspielpark im Freien: das Allegr ia Resor t by Reiters im burgenländischen Stegersbach.

MIT DEN KIDS IN DEN SPA-URLAUB Auch mit Kindern kann es völlig entspannend werden – wenn man das richtige Hotel findet! Vier Tipps aus unserer Redaktion: überprüfte Lilien-Hotels, die Kindern und Eltern absolut guttun. Allegr ia Resor t – die Riesen-Wasser-Welt Eine Art Hofer/Aldi der Spa-Hotellerie, verbindet das Haus doch einen sympathischen Qualitätsanspruch plus großer Infrastruktur mit kleinen Preisen. Herzstück für die ganze Familie ist die weitläufige Therme im Gebäudeverbund, sie bietet unter anderem 14 Pools, 1.500 m2 Wasserfläche sowie innen und außen zahlreiche Attraktionen, die vor allem Kinder im Volksschulalter begeistern, zudem einen weiteren Bereich mit zahlreichen Saunen. Auch die Eltern werden großzügig bedient: mit zwei hoteleigenen Spa-Bereichen, mit feiner FKK- und Saunazone, mit kleiner Liegewiese, Pools, angenehmen Ruheräumen und sehr guten Massagen. Kids finden großzügig angelegte Spielareale, Papa oder Mama müssen aber anwesend sein, denn eine Betreuung ist hier allenfalls gegen Aufpreis erhältlich. Alles zeigt sich bestens sauber und gepflegt, das Team freundlich und hilfsbereit. Geboten wird Vollpension in Buffetform, zwei Restaurants stehen zur Auswahl, die Küche ist gut. Golfern steht für einen geringen Aufpreis Österreichs größte Golfanlage zur Verfügung, für Läufer und Wanderer gibt es zahlreiche beschilderte Pfade. Die Therme kann am Abreisetag ohne Aufpreis genutzt werden. Brennseehof – die Sport- und Spielkanone am See Schön und ruhig am See gelegenes „Familien-Sporthotel“, ganzjährig stehen rund 10 verschiedene Sportarten für Kids und Eltern zur Auswahl. Man wohnt entweder im Haupthaus oder – preisgünstiger – in einer von vier kleinen Dependancen, die ein paar Schritte entfernt liegen, etwa die Hälfte der Zimmer ist mit einem separaten Kinderzimmer buchbar. Kindern offeriert das familiengeführte Hotel – gleich sieben 62

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Familienmitglieder packen hier tüchtig mit an – unter anderem Ballspielhalle, Kinderhaus und Softplay-Anlage, im Freien weiters Bobbycar-Strecke, Plätze für Fußball, Beachvolleyball und Basketball – um nur einiges zu nennen! Im Sommer kann man aus vielen Rad- und Wanderwegen wählen, im Winter kommt man in 15 Minuten mit dem hauseigenen Shuttle ins nahe Bad Kleinkirchheim – 100 km Abfahrten, 26 Liftanlagen und künstliche Beschneiung für fast alle Pisten. Die Küche ist gut, sie favorisiert regionale Bauernprodukte und Gemüse aus dem eigenen Garten, ein Light Lunch ist im Preis inkludiert, die Kinderbetreuung ebenso. Saisonabhängig erfolgt sie in zwei bis vier unterschiedlichen Altersgruppen. Die Kleinen können schon um 17.45 Uhr essen – das kommt dem Sandmännchen sehr entgegen. Feuerberg Mountain Resort – Pool-Gipfel auf 1.770 m Buchstäblich über den Wolken gelegenes Resort, es besteht aus einem Hotel und zahlreichen Apartments in stilisierten Almhütten, die einige Schritte unterhalb des Haupthauses liegen, aber durch einen Bademantelgang erreichbar sind. Das Spa ist in zahlreiche kleinere Areale aufgeteilt und kann durchwegs begeistern. Was Wunder, gibt es doch acht Pools – Highlight ist ein 25 m langes Infinity-Außenbecken, in dem man förmlich in den Himmel hinausschwimmt, abends ist das sogar nackt möglich! Weiters erfreuen ein beheizter Schwimmteich, neun großartige Saunen und zahlreiche schöne Rückzugsmöglichkeiten – zumeist mit traumhaftem Ausblick. Ausgesprochen freundliche und zuvorkommende Mitarbeiter, lockere Stimmung, fabelhaftes Frühstücksbuffet, gute Küche. Viele gute Aktivitäten für Kids, Wanderwege ohne Zahl, und im Winter liegt das Haus direkt an einem Familienschige-


F otos: A ndreas T i schler, Mar ti n Hofmann

Zumeist über den Wolken, mit atemberaubendem Ausblick: das Feuerberg Mountain Resor t . Mit zahlreichen Aktivitätsmöglichkeiten für Kids, das ganze

Fo tos: Bre n n se e h of

Jahr über – Reiten, Wandern und Schifahren inklusive (links und oben).

Für ein spor tliches Familienabenteuer direkt am See: 10 Spor tar ten stehen im Angebot , und außerdem gibt es herrlich viel zum Baden, sogar im Winter, wenn es schneit: das Familien- und Spor thotel Brennseehof in Kärnten.

Seehotel am Neuklostersee – inspir ierende Idylle Niveauvoller Platz fernab vom Mainstream: ein entzückendes Mini-Resort direkt am See. 15 km von der Ostseeküste entfernt liegt es inmitten des Naturschutzgebietes Sternberger Seenland. Die knapp drei Hektar große Idylle besteht aus mehreren Gebäuden in einem weitgehend naturbelassenen Garten mit allerlei Blumen, Obstbäumen, mit Ruheplätzen im Schilf, Hängematten am Seeufer, freilaufenden Schafen sowie erquickend vielstimmigem Vogelgesang. Auf Kids warten Pippi-Langstrumpf-Anmutung, ein geheimnisvoller „Traumturm“, in dem es allerlei zu entdecken gibt, und generell ein so inspirierendes wie spannendes Umfeld, vor allem für etwas größere Abenteurer und Naturforscher. Kinderbetreuung gibt es auf Anfrage und gegen Aufpreis. Das Spa bietet Innenpool, drei Saunen und wunderbare Massagen. Weitere Freuden für die Eltern: die ausgezeichnete Küche mit regionaler und biologischer Ausrichtung, die gute Weinkarte mit fairen Preisen sowie die selbstgemachten

Liköre. Fabelhafte Restaurantterrasse mit Morgensonne, zum Frühstück gibt es eine kleine Auswahl in hervorragender Qualität. In der Hotelbar darf geraucht werden, sie ist zumindest bis Mitternacht geöffnet – mitunter auch viel länger. ■

F o to s: Nal bach Arch it ek t en

biet (42 km präparierte Abfahrten, 15 Lifte) – direktes Abfahren und Anfahren ist auf Schiern möglich. Täglich acht Stunden Betreuung für Kinder ab drei Jahren (mit saisonalen Einschränkungen) ist inkludiert.

Beschauliche Idylle: Im kleinen Seehotel am Neuklostersee war tet der „Traumturm“ (links). Weiters ein naturbelassener Gar ten, viel Pippi-Langstrumpf-Flair und Tiere – alles spannend, vor allem für etwas größere Abenteurer und Natur forscher.

Unser Tipp: v ier Top-Hotels für Wellness mit den Kids. Jedes ist anders – für jeden Geschmack! Allegria Resort by Reiters **** – Stegersbach, Burgenland +43-(0)3326-500, www.allegria-resort.com

Feuerberg Mountain Resort **** – Gerlitzen Alpe, Kärnten +43-(0)4248-2880, www.feuerberg.at

Brennseehof ****s – Feld am See, Kärnten +43-(0)4246-2495, www.brennseehof.com

Seehotel Neuklostersee **** – Nakenstorf, Mecklenburg-Vorpommern +49-(0)38422-457-0, www.seehotel-neuklostersee.de

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Fo t o s : E d e l w e i ss N a turh ote l , Me e r lust

WA N D E R N & S P A

WEGE, DIE ZU LEBENSLUST FÜHREN Immer mehr Menschen verbinden Wandern mit einem Spa-Urlaub. Weil : Wandern wirkt! Es baut Stresshormone ab, gleichzeitig sorgen fr ische Luft und die Farben der Natur für die Ausschüttung von Glückshormonen. Unser Tipp: vier feine Lilien-Hotels zum Thema. Alpenhof Alm- & Wellnesshotel in sympathischer, sauber geführter Familienbetrieb in angenehm überschaubarer Größe, er liegt so ruhig wie schön auf 700 m Seehöhe auf einer Anhöhe zwischen Berchtesgaden und dem Königssee, man genießt hier den Ausblick selbst von der Frühstücksterrasse, sogar auch auf den Watzmann. Das Ambiente verströmt bayerische Tradition, helle Vollholzinterieurs und Südbalkon herrschen bei den Zimmern vor. Das Spa bietet unter anderem einen auch im Winter nutzbaren Außenpool sowie eine erquickende, urige Saunazone im Freien – mit Wasserfall und blickgeschütztem Nacktbereich –, die Massagen sind sehr gut. Wanderwege gibt es ohne Zahl, zum Königssee sind’s knapp 40 Gehminuten, auf den Hausberg Jenner 3,5 Stunden. Rucksack, Stöcke und Kartenmaterial erhält man zur Gratisleihe, eine stärkende Jause ist inkludiert.

E

Der Daberer – das Biohotel Ein entzückender kleiner Familienbetrieb am Waldrand, von hier gelangt man in ein weitmaschiges Netz an Trails – rund 330 km sollen es sein, in allen erdenklichen Schwierigkeitsgraden. Sie führen zu stillen Bergseen, geheimnisvollen Klam64

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men und tosenden Wasserfällen, aber auch in ein Dorado für Käseliebhaber, denn auf vielen Almen wird noch Käse gemacht! Trinkflaschen, Rucksäcke, Regenschutz, Stöcke und Karten erhält man leihweise gratis, pro Woche gibt es drei geführte Wanderungen, mittwochs sogar mit waidkundlichem Schwerpunkt – mit der lustigen Jägerin Sigrid, einem „Urgestein“ mit 30-jähriger Daberer-Dienstzeit. Die Küche ist bio­logisch ausgerichtet und setzt auf regionale Lieferanten, zu den weiteren Highlights zählen die hohe Qualität des Frühstücksbuffets, großartige Weine (mit fairen Preisen) und wunderbar freundliche Mitarbeiter. Dazu Aussicht, Aussicht, Aussicht! Edelweiss Naturhotel Wagrain Ein auf 1.200 m wunderschön gelegenes, familiengeführtes Haus, es befindet sich unmittelbar in der sogenannten Salzburger Sportwelt, deren Name im Winter übrigens geläufiger ist: Ski amadé. Direkt ab der Hoteltüre beginnen Rundwanderwege, Höhenwanderwege und herrliche Waldspaziergänge. Stöcke, Rucksäcke und Ferngläser gibt es zur Gratisleihe, dreimal wöchentlich bietet man geführte Wanderungen. Ganz neu sind übrigens Lobby, Lounge und Bar – alles verglast, was nun für einen traumhaften Ausblick gleich beim He-


70 km Strand plus Fauna und Flora des Nationalparks. Das beste

Naturbadeteich im Edelweiss Naturhotel im salzburgischen Wagrain.

Spa-Hotel der Region ist das Meerlust. Sagt eigentlich schon alles.

F otos: De r Da be re r – da s Bi ohotel

Besonders er fr ischend nach dem Aufstehen und nach dem Wandern: der

Fo t o s : Al p e n h o f Al m h o t e l

Kärntens großar tige Naturschätze lassen sich vom Daberer im Gailtal erwandern: etwa die Mussen (links) und der Zollner See (rechts).

Der Watzmann ruft – und nach dem Wandern die Außensauna mit herrlichem Ausblick in die Berge: der Alpenhof im Berchtesgadener Land.

reinkommen steht, auf der Restaurantterrasse genießt man ihn sowieso. Kennzeichnend für das Hotel sind ausgezeichnete Massagen, eine herzhaft-feine Küche mit regionaler und biologischer Orientierung sowie saubere Zimmer mit Vollholzmöbeln und Balkon. Das Spa bietet unter anderem einen Naturbadeteich und zwei Innenpools (einer ist den Erwachsenen vorbehalten), es wird übrigens verantwortungsvoll mit Erdwärme betrieben. Yoga und Qi Gong sind inkludiert. Meerlust Lust aufs Meer: Ein gut geführter Familienbetrieb mit wohltuendem Zufluchtscharakter, er liegt am Deich, nahe der Zings­ ter Seebrücke. Der Strand erfreut mit seinem feinen, weißen

Sand und mit seiner Länge: Nicht weniger als 70 km lang könnte man am Wellensaum der Ostsee entlangwandern! Radfahrer und Wanderer finden im nahen Nationalpark gut ausgebaute Wege, verträumte Dörfer mit kleinen Häfen sowie eine wundersame Flora und Fauna vor. Rot- und Schwarzwild kann man hier häufig beobachten, zudem Seeadler und Kraniche. Auch geführte Wanderungen mit einem Ranger werden angeboten, und zurück geht es dann vielleicht mit einem Schiff. Unter anderem erwähnenswert in diesem Haus: die feine Tischkultur, das köstliche Kuchen- und Tortenbuffet am Nachmittag sowie die überdurchschnittlich vielen Mitarbeiter. Außerdem: der gute Kaffee – eine Rarität in dieser Region – und der engagierte Verzicht auf Mikrowellenherde. ■

Unser Tipp: vier Top-Hotels für Wandern & Spa in verschiedensten Regionen – für jeden Geschmack! Alpenhof Almhotel ****s – Schönau am Königssee, Bayern +49-(0)8652-6020, www.alpenhof.de

Edelweiss Naturhotel **** – Wagrain, Salzburg +43-(0)6413-8447, www.mein-edelweiss.at

Der Daberer Biohotel ****s – Dellach im Gailtal, Kärnten +43-(0)4718-590, www.biohotel-daberer.at

Meerlust ****s – Ostseeheilbad Zingst, Mecklenburg-Vorpommern +49-(0)38232-885-0, www.hotelmeerlust.de

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F oto: F otoak80/A dobe Stock

L EB E N

DIE MILF-MÄDCHENRECHNUNG Sie sind so lüstern wie liebevoll, und sie sind im Kommen: attraktive Mütter, die trotz Elternrolle ihre Sexualität zelebrieren. Die Sexualpädagogin Katja Grach warnt jedoch vor dem neuen Erotikideal: Das Bild der verruchten Mama sei in Wahrheit eine „MILF-Mädchenrechnung“.

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ls die MILF das erste Mal in der Verkörperung der Mrs Robinson in dem Film „Die Reifeprüfung“ öffentlich in Erscheinung trat, sorgte das noch für einen handfesten Skandal. 1967 war die Mehrheit des Kinopublikums noch nicht bereit für jene ältere Frau, die einen deutlich jüngeren Mann verführte, um mit ihm eine reine Sexbeziehung zu haben. Dennoch traf der Streifen bereits damals wohl einen Nerv: Er spielte über 100 Millionen Dollar ein, erhielt einen Oscar und machte den blutjungen Dustin Hoffman zu einem Weltstar. Danach wurde es zwar wieder ruhiger um die verruchten Mütter, doch im Hintergrund gewann der Typus immer mehr an Popularität, besonders in der Pornoindustrie. Und diese Industrie gab ihr schließlich auch den Namen „MILF“ – Moms I’d like to fuck. Also grob übersetzt: Mütter, mit denen ich nicht ungerne ins Bett ginge. Inzwischen ist sie ein richtiger Pornostar. Auf den einschlägigen Seiten ist sie stets unter den Top-drei-Suchbegriffen. Alleine auf deutschsprachigen Portalen wird fast 50 Millionen Mal pro Jahr nach Luder-Moms Ausschau gehalten. Die Nachfrage ist derart groß, dass viele Darstellerinnen bei ihrem Alter schummeln – und sich älter machen! Notfalls werden aber auch Frauen Mitte 20 kurzerhand als MILF tituliert. Dass es die versauten Mütter auch aus dem Bett herausschafften, verdankten sie abermals einem Film – und zwar dem frivol-doofen Teenie-Blockbuster „American Pie“. Darin verdreht Stifler’s Mom den Freunden ihres Sohnes gleich reihenweise die Köpfe. Im Gegensatz zur Mrs Robinson verstieß Stifler’s Mom nicht mehr gegen Konventionen – ganz im Gegenteil: Sie entsprach genau dem Zeitgeist. Die Figur wurde bald derart populär, dass sich ganze Fanclubs rund um die Parade-MILF bildeten. 66

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Nach ihrem Auftritt in „American Pie“ eroberte die MILF auch die Populärkultur. Und legte dabei gleich ihr Porno­ image ab: Medien titulierten plötzlich Promi-Frauen wie Heidi Klum, die schon kurz nach einer Geburt mit perfekter Figur und noch perfekterem jüngeren Liebhaber auftraten, als MILF. Dann wurde der Begriff generell zu einer eigenen Lifestyle-Bezeichnung von coolen heterosexuellen Mittelschichtmüttern. „Sie gebärt und zieht Kinder groß, während sie trotzdem das versaute Luder bleibt, das sie schon immer war. Sie bringt ihren Körper bereits nach der ersten Geburt schnellstmöglich in Form und sonnt sich in den Blicken anderer Mütter, Ehemänner und Pubertierender. Die Bezeichnung MILF wird zum verbalen Arschgeweih für ein Sexleben nach der Mutterschaft“, schreibt die Sexualpädagogin Katja Grach in ihrem Buch „Die MILF-Mädchenrechnung“. Arschgeweih und Rosenbusch Dennoch blieb der Begriff schwammig. Lediglich die Amerikanerin Sarah Maizes versuchte in ihrem – auch ironisch gemeinten – Buch „Got Milf?“, das MILF-Dasein genauer zu definieren. Demnach ist die Dame in den besten Jahren für jede Lage gerüstet: Sie trägt praktische Kleidung und ist dennoch perfekt gestylt, sie managt als geschickte Multitaskerin mit leichter Hand Job und Familie und hat stets ein liebevolles Ohr für ihre Kinder (mehr als eines, aber höchstens drei). Den Männern verdreht sie zwar die Köpfe – mehr aber meist nicht, denn sie hat ein aufregendes und dezent versautes Sexleben mit ihrem Ehemann. Sie ist also schlichtweg die perfekte Frau. Oder, wie Maizes schreibt: „MILFs sind wie Rosenbüsche. Wunderschöne, elegante, gesunde Rosenbüsche, die das ganze Jahr über rund um einen weißen Gartenzaun blühen.“


Die MILF hat auch ein böses Pendant, nämlich die durch und durch versexte Cougar. Darunter versteht man ebenfalls eine sexuell aktive Frau mittleren Alters, die allerdings kinderlos ist und auch keinerlei mütterliche Züge aufweist. Während das Liebesleben der MILF in geordneten Bahnen verläuft, gibt es bei den Cougars kein Halten mehr. Und ihre bevorzugte Beute sind junge, gutaussehende Männer. Für Maizes entspricht die Cougar gleich der „Hure des 21. Jahrhunderts“. Dass viele Frauen mit der MILF liebäugeln, ist Grach zufolge nur zu verständlich – wenn auch nicht unproblematisch. „In einer Lebensphase, in der eine Dusche, ein warmer Kaffee oder die Möglichkeit, hinter verschlossenen Türen in Ruhe zu kacken, zum Luxusgut werden, wünscht sich eine Mutter schnell einen Funken des alten Lebensgefühls zurück. Dieses Lebensgefühl, in dem sie mehr war als ein Brutkasten, Milch-

Die Nachfrage ist derart groß, dass viele Darstellerinnen bei ihrem Alter schummeln – und sich älter machen! station, Aufräumerin, Taxi, Pflegerin. Egal, wie sehr sie die kleinen Menschen liebt, die aus ihr geschlüpft sind: Das Lebensgefühl ist ein anderes geworden – und zwar praktisch über Nacht. Dieses vermisste Lebensgefühl wird schwammig als ‚Frau bleiben‘ zusammengefasst – und dazu gehört, als sexuelles Wesen wahrgenommen zu werden und genau das auch auszuleben. Warum also keine MILF sein wollen? Das scheint wie ein Befreiungsschlag aus der Muttermythos-Misere. Doch zwischen dem Idealbild der MILF, die alles gebacken bekommt, sich dabei auch noch begehrenswert fühlt sowie Zeit für Sex hat, und der Realität klafft eine große Lücke“, so die Sexualpädagogin. Was die MILF für viele so begehrenswert macht, ist, dass ihr ein Sexualleben zugestanden wird. Und das ist tatsächlich revolutionär: Denn das Abendland hat in seinen rund 2.000 Jahren Frauen – und ganz speziell Müttern – jede Begierde schlichtweg abgesprochen, vor allem das Christentum verteufelte die weibliche Sexualität. Priester und Schriftgelehrte waren wie besessen von einem madonnenhaften Frauenbild, das in der Anbetung der Jungfrau Maria gipfelte. Für dunkle Triebe war da kein Platz. Frauen hatten rein und ohne Begehren zu sein. Die weibliche Sexualität wurde ausgegrenzt: Nur Dämoninnen, Hexen und Amazonen trieben es ungehemmt. „Die Hexe verkörperte die Umkehr weiblicher Rollennormen: Statt zu schützen und zu nähren, vergiftete und tötete sie. Sie war die Kinderfresserin, die selbst nicht gebären konnte“, fasst die Historikerin Ingrid Ahrendt-Schulte zusammen. Männer mussten vor diesen verdorbenen Kreaturen selbstverständlich auf der Hut seien. Denn der sexuellen Ausstrahlung einer Hexe zu erliegen, konnte sie sogar ihren Penis kosten. Für Frauen hatte dies zur Folge, dass ihre Sexualität in das stark regulierte Korsett der Ehe und Mutterschaft gezwängt wurde. Den Höhepunkt dieser spießigen Moral fand das viktorianische England mit dem Ideal des „Engel des Hauses“. Frauen wurde hier unterstellt, überhaupt keine sexuellen Regungen zu haben. Anstatt körperlicher Triebe wurde vielmehr das Herz der Dame befriedigt, Beischlaf diente für sie nur zum Zweck der Fortpflanzung. Ihre erotische Aufgabe in der Ehe bestand vor allem darin, den Mann in Stimmung zu bringen.

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KULINARISCHES LANDHOTEL ZUM VERWEILEN Das Hotel G'Schlössl Murtal liegt in einem idyllischen Schlosspark inmitten des steirischen Murtales. Die stilvoll eingerichteten Suiten und Maisonetten, Wellness vom Feinsten und die exzellente und abwechslungsreiche Gastronomie ermöglichen Ihnen Entspannung pur fernab vom Alltag. Überzeugen Sie sich selbst und entschleunigen Sie bei einem Aufenthalt in Großlobming.

HOTEL G'SCHLÖSSL MURTAL Murhof 1 8734 Großlobming T +43 3512 46904

gschloessl-murtal.at


Ganz getraut dürften die prüden Engländer ihrem Konzept aber nicht haben: Bis zur Hochzeitsnacht blieb jeder Körperkontakt mit dem anderen Geschlecht – auch mit dem künftigen Ehemann – strikt verboten. Erst mit der 68er-Bewegung mit ihrem Kampf für sexuelle Freiheit und Selbstbestimmung gelang es den Frauen, dieses Korsett allmählich loszuwerden. Dank der Antibabypille konnten sie nun auch selbst darüber entscheiden, ob sie Nachwuchs wollten oder nicht. Jetzt waren sie erstmals in der Lage, rein aus Spaß mit Männern ins Bett zu gehen. Die Mütter blieben aber vorerst weiterhin asexuelle Wesen. Noch bis vor wenigen Jahren brachte man nur junge Frauen mit Sexualität in Verbindung, während über Elternsex lieber geschwiegen wurde. Bis zum Erscheinen der MILF. Plötzlich wurden aus den Madonnen die neuen Sexgöttinnen.

Das

Gute

leben.

www.schindelbruch.de

Alles Schlampen – auch Mutti Dass die MILF vor allem bei jungen Männern so hoch im Kurs steht, überrascht. Denn aus rein evolutionsbiologischen Gründen müssten sie sich eigentlich auf Frauen in der Blüte ihrer Gebärfähigkeit stürzen. Leider gibt es jedoch kaum ernsthafte Untersuchungen darüber. Lifestyle-Zeitschriften führen gerne an, dass ältere Frauen schon alleine wegen der Erfahrung besser im Bett sind und auch genau wissen, was sie wollen. Zudem würden sie weniger klammern als Jüngere. Doch greift das wohl ein wenig kurz. Was die MILF so begehrenswert macht, ist, dass sie zwei bisher unvereinbare Wesenszüge in sich vereint: Sie ist zugleich Heilige wie auch Hure. „Früher waren alle Schlampen außer Mutti, jetzt sind alle Schlampen – auch Mutti“, bringt es Katja Grach auf den Punkt. Dass dies so eine Anziehungskraft auf Männer hat, hat vor allem einen Grund: MILFs sind sexuell ungefährlich. Sie wollen keine Kinder und keine Beziehung, aber verheißen die versautesten Stunden – in einer liebevoll-mütterlichen At­mo­­s­­­phäre. Der Psychologe Michael Petery schreibt: „Für viele junge Männer ist die Fantasie vom Sex mit einer reifen Frau vor allem deshalb interessant, weil sie hier dem Stress eines selbstgesetzten Männlichkeitsideals entkommen, mit dem sie sich bei jüngeren Frauen erheblich unter Druck setzen: nämlich dem Gefühl, als richtiger Mann immer der aktive Teil, Liebhaber und Verführer sein zu müssen. Ein solches Idealbild birgt immer die Gefahr des Scheiterns. Die unterschwellige Angst vor einer Abfuhr oder davor, in der eigenen Unerfahrenheit als lächerlich dazustehen, ist ständige Begleiterin und Kehrseite des Macho-Ideals. In der Begegnung mit der älteren Frau sind die jungen Männer dagegen selbst der umworbene Part, behutsam eingeführt in die Welt des Sex – von einer Frau mit Erfahrung. Hier kann nichts schiefgehen, hier hat der Sex eine Leichtigkeit, wie sie mit gleichaltrigen Mädchen kaum erlebt werden kann.“ Auch Grach sieht in der Kombination von Mutter und Sex das Reizvolle an der MILF: „Möglicherweise ist es auch ein bisschen ‚Mama wird’s schon richten‘ oder eine Sehnsucht nach einer Führung, bei der sich der Mann fallen lassen kann, mit in dieser Fantasie verwoben. Vielleicht ist der MILF-­Hype im Porno auch nur die andere Seite der Medaille von Fifty Shades of Grey“, wie sie der taz sagte. So positiv die sexuelle Befreiung der Mütter ist, das MILFPhänomen geht mit einem hohen Preis einher: Die Attraktivitätstyrannei, unter der bisher vor allem junge Frauen zu leiden hatten, betrifft nun auch die älteren. Sie müssen nun nicht nur 68 |

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perfekte Mütter und Karrierefrauen, sondern auch noch sexuell heiß sein. „Wer diesen Katalog nicht schafft, ist unsexy – ein Heimchen am Herd, eine Glucke, eine Rabenmutter, eine ewig jammernde Alleinerzieherin, eine frustrierte untervögelte Feministin, ein Flittchen, eine Cougar, erbärmlich, verbittert, fett, hässlich, unter mangelnder Disziplin leidend und/ oder eine Versagerin“, so Grach.

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ORIGINAL NORDSEE-THALASSO-HOTEL Unmittelbar am UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer

Hier hat der Sex eine Leichtigkeit, wie sie mit gleichaltrigen Mädchen kaum erlebt werden kann. Dabei hat das Leben vor allem von jungen Müttern nur wenig mit dem MILF-Universum gemein. Mit entzündeten Brustwarzen, vollgekotztem Pullover und tiefen Augenringen kann man nicht unbedingt den Männern den Kopf verdrehen. Meistens sind die Frauen schon froh, wenn es in der eigenen Partnerschaft wieder wenigstens ein paar erotische Momente gibt. Hier wirkt das Bild der MILF tatsächlich wie ein Hohn. Die MILF hat auch nicht unbedingt die Gleichberechtigung unter Partnern im Sinn: „Sie bietet scheinbar die Komplettlösung für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Anerkennung, Beziehung und Attraktivität. Dabei schultert sie alle To-dos auf den Rücken der Mütter. Sie sind nun für alles zuständig. Und was ist mit den Männern?“, fragt Grach zu Recht. Außerdem ist sie inzwischen zu einem – absichtlich unerreichbaren – Produkt geworden. Ganze Wirtschaftszweige bombardieren die neue Zielgruppe mit Werbung für Utensilien, die Muttis Platz auf der Attraktivitätsskala nach oben pushen sollen. Es gibt MILF-Smoothies, Fitnessprogramme und Diä­ ten bis hin zu ganzen Modelinien. „Und so bringt auch die MILF gutes Geld für die Schönheits-, Unterhaltungs- und Pornoindustrie. Sie bietet Brot und Spiele und reicht dem antifeministischen Backlash die Hand. Die MILF hat nichts mit sexueller Freiheit zu tun, sondern mit Kalkül. Eine MILFMädchenrechnung eben“, resümiert Katja Grach. Doch was nun, Mutti? Sollen Frauen wieder zu biederen Heimchen werden? Keinesfalls – sie sollen aber auch nicht in die MILF-Falle tappen. Grach rät vielmehr zu radikaler Selbstliebe: „Was wäre, wenn wir die MILF und all die anderen Bewertungsrahmen einfach mal beiseiteschieben und uns sowie den Menschen rundherum einfach so viel wie möglich gönnen? Begehen wir den radikalsten Akt überhaupt: Nehmen wir uns heraus, nicht beliebt sein zu wollen. Das bedeutet nicht, dass wir alles dafür tun, um uns bei anderen unbeliebt zu machen. Stattdessen lassen wir den Drang hinter uns, es allen recht machen zu wollen – dem Job, der Beziehung, der Elternschaft, dem Schönheitsideal, den eigenen Eltern.“ Das kann etwa damit beginnen, einen unpassenden Besuch bei den Schwiegereltern abzusagen oder mit unrasierten Beinen zum Yoga zu gehen. Wer es ein bisschen radikaler will, dem gibt Grach folgenden Tipp: „Lassen wir am Damenklo doch ein einziges Mal einen lauten Furz und verweilen anschließend nicht in der Kabine, bis alle anderen die Toilette verlassen haben.“ ■

D U R C H A T M E N. A U F T A N K E N. E N T S C H L E U N I G E N. Panorama-Gourmet-Restaurants, u. a. 2 Michelin-Sterne. Begehbarer Dünen-Weinkeller. Panorama-Café mit hauseigener Konditorei. Sonnengarten am Meer. Meerwasser-Badelandschaft mit Nordsee-Thermen. Gesundheits-, Schönheits-, und Physiotherapieabteilung. Spa mit originalen Thalasso-Anwendungen.

Zum Weiterlesen: Katja Grach „Die MILF-Mädchenrechnung: Wie sich Frauen heute zwischen Fuckability-Zwang und Kinder­ stress aufreiben“, Schwarzkopf & Schwarzkopf, 14,99 Euro.

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Cuxhavener Straße 86 · D-27476 Cuxhaven-DUHNEN Telefon +49 (0) 47 21 / 434-0 Arrangements unter: W W W. B A D H O T E L- S T E R N H A G E N . D E


Fo t o s : E b n e r s Wa ld h o f a m S e e

SA L Z B U R G

HEILENDE KRÄFTE AUS DEM GARTEN Wellness lässt sich auch ernten: in der Form von allerlei Berg- und Wiesenkräutern, die dann als Öle und Essenzen bei Massagen und Kosmetikbehandlungen eingesetzt werden. Und zudem auch in der Küche. Ein Hotel am Fuschlsee hat sich darauf spezialisier t.

D

er erfrischende Duft von Lavendel und das kräftigende Aroma von Thymian, die heilende Wirkung von Frauen­mantel und das zarte Schmeicheln der Holunderblüte: Die heimische Kräuterwelt ist voll von vielfältigem Wohlgeschmack, zugleich aber auch zentrales Element uralten Heilwissens, das gegenwärtig als TEH („Traditionelle Europäische Heilkunde“) so etwas wie eine Renaissance erlebt. In Ebners Waldhof am See, einem traditionsreichen Vierstern-superior-Hotel in idyllischer Lage am Ufer des Fuschlsees, hat man bereits vor einem Jahrzehnt damit begonnen, Öle und Essenzen aus Kräutern selbst herzustellen. Mittlerweile gibt es einen großen Garten mit rund 95 verschiedenen Kräutern und Heilpflanzen – er liegt direkt vor dem SpaOutdoor-Bereich –, weiters eine „Kräuterküche“, in der Öle und Essenzen durch Destillation hergestellt werden. Und es gibt ein Kräuterweiblein (korrekter: eine Kräuterpädagogin), die Waldhof-Gäs­ten auf Wunsch ihr Wissen um Vorkommen und Heilwirkungen vermittelt. Ein weiteres Kräuterweiblein – die Spa-Leiterin – tüftelt 70

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hingegen jene Pflegeprodukte aus, die dann bei Massagen, Kosmetikpackungen und Saunaaufgüssen eingesetzt werden, die Kräuter dazu stammen aus der Region und aus dem hauseigenen Paracelsus-Wandelgarten, der auch den Gästen offensteht.

Hier hat man bereits vor einem Jahrzehnt damit begonnen, Öle und Essenzen selbst zu destillieren. Die Kräuter aus diesem Garten kommen freilich nicht nur im Wellnessbereich, sondern auch als Tees sowie in der Küche zum Einsatz. „In unserer Vitalküche der Gütl-Stuben“, sagt Gastgeber Thomas Ebner, „werden tagtäglich gesunde und schmackhafte Gaumenfreuden aus Bärlauch, Schlüsselblume, Gänseblümchen und anderen Kräutern gezaubert. Das tut nicht nur gut, das schmeckt Fuschl auch vorzüglich.“ Die Küche überrascht am See


95 Kräuter und Heilpflanzen: Paracelsus-Wandelgarten (linke Seite). Destillieranlage (li.). Ebners Waldhof am See aus Drohnen-Sicht (re.).

Für Gäste auch erlebbar: das Selbermachen von Seifen nach alter Handwerkstradition (links). Sie ist ein her vorragendes Heilkraut gegen Husten, gr ippale Infekte sowie gegen Entzündungen im Mund- und Rachenraum: die Malve – hier im Waldhof-Kräutergar ten (rechts).

täglich aufs Neue mit ungewöhnlichen Kreationen wie rosmaringeräuchertem Fisch oder Thymianeis zum Dessert. Neben der Gütl-Stuben und dem Restaurant im Stammhaus, das traditionelle österreichische Gerichte serviert, gibt es übrigens auch die Waldhof-Alm, eine urige Berghütte, die mit einem zehnminütigen Spaziergang zu erreichen ist. Hier bietet man Deftiges und Süßes nach Salzburger Tradition, von Kaiserschmarrn bis hin zur Kaspressknödelsuppe. Ebners Waldhof am See feiert gerade sein 60-jähriges Jubiläum – die ehemalige Frühstückspension mit 30 Betten avancierte längst zu einem großen Spa-Hotel mit 230 Betten –, er wird mittlerweile bereits in der dritten Generation geführt. Und man ist besonders stolz darauf, noch immer ein reiner Familienbetrieb zu sein – insgesamt sechs Familienmitglieder arbeiten im Hotel! Und das kommt gut an: Man kann auf eine große Schar von langjährigen Stammgästen verweisen, die alljährlich zur Festspielzeit oder auch im Winter, wenn der See besonders ruhig und idyllisch ist, hier Urlaub machen. Zum hauseigenen Badestrand am See sind es nur wenige Schritte. Strandkörbe und Liegen, Ruder- und Paddelboote in großer und kleiner Ausführung stehen den Gästen hier unbegrenzt und kostenlos zur Verfügung. Spaziergänger und Jogger haben Grund zur Freude – ein 12 km langer Naturpfad um den See führt am Ufer entlang. Direkt hinter dem Anwesen liegt ein hauseigener 9-LochGolfplatz samt uriger Almhütte, und dort beginnt auch ein Höhenweg, den man entspannt und ganz ohne anstrengende Steigungen entlangwandern kann. Oder man wagt sich gleich viel höher hinaus: auf den Dachstein-Gletscher (60 Automi-

nuten). Erfahrene Bergführer kümmern sich dabei um die Waldhof-Gäste und bringen sie sicher wieder zurück. Das Spa erfreut mit sechs Pools. Der große Außenpool ist im Sommer von Rosenbüschen umringt, im Winter von bauschigen Schneepölstern eingefasst. Wunderbar, hier zu schwimmen! Und ebenso wie in vielen der zahlreichen unterschiedlichen Saunen genießt man dabei diesen herrlichen Ausblick. Und danach vielleicht eine Massage, die nach traditioneller heimischer Methode und mit den selbst hergestellten Ölen durchgeführt wird. „Wir sind schließlich in den Alpen“ sagt Thomas Ebner, „nicht in Asien.“ ■ Mehr: Ebners Waldhof am See, Fon +43 (0)6226-8264, www.ebners-waldhof.at und www.relax-guide.com

Auch aus der Waldhof-Kräuterküche: hochwertige Massageöle.

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F oto: Ma pi cs/A dobe Stock

JA P A N

I M L A N D, D A S A L L E S F A L S C H M A C H T Japan fühlt sich an wie ein kühner Gegenentwur f zum Multikulti-Europa von heute. Mit verheerenden Folgen: Vollbeschäftigung, niedr ige Kr iminalität sowie der höchste Lebensstandard Asiens. Und nirgendwo auf der Welt lebt man länger als im Land der Morgenröte.

E

s ist eine Reise zu einem der dunkelsten Punkte auf dem Planeten, eine Reise in ein Land, das politisch korrekten, migrationsbegeisterten Europäern die Haare zu Berge stehen lassen müsste. Denn nach dem europäischen Wertekompass wäre eigentlich der größte Teil der 127 Millionen Japaner rechtsextrem, zumindest aber sollten sie tiefbeschämt das Etikett „fremdenfeindlich“ tragen. Japan hat 2016 zwar 28 Migranten aufgenommen, schwächelte aber im Vorjahr entschieden: Da waren es nur mehr 20. Dabei ist der Andrang durchaus groß, aber von 20.000 illegalen Einwanderern durften nur 0,1 Prozent bleiben. Der Anteil an Ausländern an der Gesamtbevölkerung – meist gut integrierte Koreaner – beträgt gerade einmal 1,9 Prozent, und nach dem Wunsch einer großen Mehrheit soll das auch so bleiben. Dies trotz drückenden Arbeitskräftemangels. Ja, so etwas gibt es. Die Arbeitslosenrate liegt aktuell bei 2,5 Prozent, also deutlich unter der magischen Vollbeschäftigungsmarke von drei 72

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Ausblick aus dem Aman-Hotel Tokio: auf die 35-Millionen-Metropole und den Skytree – mit 634 m der zweithöchste Bau der Welt . Oben: die Chureito-Pagode vor dem heiligen Berg, dem Fuji-san.

Prozent. Das führt zu hohen Löhnen und beschert dem Land den höchsten Lebensstandard Asiens, wenn man von Singapur absieht, dessen Statistik allerdings von einer sehr hohen Multimillionärsdichte doch ein wenig verzerrt wird. Die Japaner sind ein arbeitsames Volk und sie werden unglaublich alt. In Sachen Lebenserwartung steht das Land mit durchschnittlich knapp 84 Jahren weltweit an der Spitze, ebenso bei der Anzahl von Überhundertjährigen. Derzeit sind es übrigens 69.785 Methusalems. Betrüblich für Männer: 88 Prozent der Langlebigen sind Frauen. Gut zu diesem in Sachen Migration völlig anders tickenden Land passt auch die jüngste Kriminalstatistik, wonach im Vorjahr die Anzahl aller aufgezeichneten Verbrechen im Land auf den niedrigsten Stand seit 1945 gefallen ist. Meine Forschungsreise durch dieses ebenso merkwürdige wie hochentwickelte Land – es umfasst 6.800 Inseln – sollte mit dem Zug erfolgen, und das aus einem guten Grund. „Um Japan zu verstehen“,


Die perfekte Auszeit … zu Zweit im Erwachsenenhotel

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sagte mir ein Freund, der sich einst in Wien in eine hübsche Japanerin verliebt hatte und heute in Tokio lebt, „genügt es, einmal mit der Bahn zu fahren.“ Und so starten wir unsere Expedition in Kyoto, am ultramodernen Bahnhof, um

Um Japan zu verstehen, musst du mit der Bahn fahren.

Unglaublich sauber, wie alles in Japan: die U-Bahn in Tokio. Es fehlt zudem die Graffiti-Pest , die europäische und amer ikanische Städte verunstaltet .

Im höflichsten Land der Welt: achtsam im Umgang mit anderen, selbst Niesen gilt schon als Fauxpas. Deshalb tragen viele Mundmasken – freilich auch als Schutz.

F ot os: K ar l Ri ffer t

etwas über die Sitten und Gewohnheiten der Japaner zu lernen. Aber erst einmal wollte ich in einem kleinen Laden für Süßwaren ein Mitbringsel erwerben. Ich wusste bereits, dass in Japan nicht so sehr der Inhalt eines Geschenks zählt, sondern die Verpackung viel wichtiger ist. Ein nacktes Präsent zu überreichen gilt als ebenso höflich, wie den Stinkefinger zu zeigen. Aber welches Papier nehme ich? Ein weißes geht gar nicht, denn weiß steht für Trauer. Und Gott behüte, bloß keine Schleife: Die verwendet man nur zu Beerdigungen. Übergeben muss man das Geschenk dann immer mit beiden Händen, um zu zeigen, dass es von Herzen kommt. Meine Wahl für den Inhalt fällt auf den beliebtesten Kuchen Japans. Es ist der Baumkuchen, und man findet ihn an jeder Ecke, 365 Tage im Jahr. Er ist die Erfindung eines deutschen Konditormeisters, der 1915 nach Japan kam, und heißt auf Japanisch „Baumkuchen“. Bei den Japanern hört sich das allerdings wie „Baumukuuhen“ an – aber egal. Er ist schön weich und flaumig und hat, wenn man ihn aufschneidet, Ringe wie ein Baum. Das findet man im Land des Baumkuchens, pardon der Morgenröte, einfach schön. Die Verkäuferin, die, wie alle Verkäuferinnen in Japan, unglaublich freundlich und motiviert ist, zeigt mir Baumkuchen in den Geschmacksrichtungen Schoko, Kirsch, Melone und auch Banane, ich wähle aber wie ein Japaner den Bestseller: Baumkuchen mit Matcha – also Grüntee. Der Bahnhof von Kyoto ist einer der modernsten und größten Gebäude Japans. Die Züge fahren auf mehreren Etagen ein, der Gebäudekomplex ist riesig und die Haupthalle 15 Stockwerke hoch. Selbst im bahnhofseigenen Isetan-Warenhaus, das ein echtes, elegantes Kaufhaus ist und kein Sammelsurium von diversen Läden – wie so oft auf europäischen Bahnhöfen –, fährt man gefühlt endlose Rolltreppen die Geschoße hinauf. Kyoto wurde im Zweiten Weltkrieg von schweren Luftangriffen verschont und gilt wegen seiner vielen Tempel und Schreine als die besterhaltene Großstadt aus der Vorkriegszeit. Eigentlich ein Wunder, denn die Stadt, die fast eintausend Jahre lang die kaiserliche Residenz

Fangfr isch oder tiefgefroren? Der Fischmarkt mit seinen rund 900 Händlern. Nach 83 Jahren ist er übr igens vor kurzem in ein neues Areal übersiedelt .

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beherbergte, war wie Hiroshima und Nagasaki ganz oben auf der Liste der Atombombenziele. Aber Kyoto hatte Glück: Der damalige US-Kriegsminis­ ter Henry Stimson verschonte die Stadt, weil er sie als Tourist schon einmal besucht hatte und ihm die Zerstörung von Kyotos Kunstschätzen als barbarisch erschien. Wegen des intakt gebliebenen Stadtbildes wollten Kritiker kein hypermodernes Bahnhofsmonster in ihrer Stadt, nicht zuletzt aus Angst, dass Hochhäuser folgen würden. Nun, die Kritiker hatten Recht, die Hoch-

Ein Glück: Atombomben auf Kyoto erschienen den Amerikanern dann doch als barbarisch. häuser kamen tatsächlich, aber der Bahnhof selbst ist doch sehr gelungen und wird im Jahr von unglaublichen 170 Millionen Menschen genutzt. Wir schlendern durch die Hallen zum Bahnsteig der Kintetsu-Linie. Kintetsu ist wie Shinkansen eine eigene Bahngesellschaft, ihr Zug führt zum heiligsten Ort Japans, auf die Halbinsel Ise-Shima. Aber mehr davon später. Schon ein Gang durch den blitzsauberen Bahnhof gibt uns einen Eindruck von dem Gegenentwurf zu Europa, zu dem die erste Industrienation Asiens sich entwickelt hat. In Japan sieht man, wir wissen es bereits, außer Touristen kaum Ausländer. Fremde Besucher werden von den Japanern in der Regel mit großer Freundlichkeit bedacht. Japan ist ohne Übertreibung das höflichste Land der Welt. Man will im Umgang mit anderen keine Fehler machen – sogar das Niesen gilt hier als Fauxpas. Deshalb und weil man sich auch selber schützen will, tragen viele Japaner Mundmasken im Alltag, was einem Europäer doch seltsam vorkommt. Ungewohnt auch das Fehlen der im Westen inzwischen so populären Tattoos. Tattoos gelten als Insignien von Kriminellen, den Yakuzas. Tattooträger sind sozial geächtet und werden beispielsweise nicht in öffentliche Bäder eingelassen. Kyotos Bahnhof ist wie das ganze Land unglaublich sauber. Uniformierte Putzkräfte kümmern sich sogar um den kleinsten Schmutz. Es fehlt zudem die Graffiti-Pest, die europäische Städte verunstaltet. In ganz Tokio und auch in Kyoto habe ich kein einziges Graffiti gesehen. Zum Bahnsteig darf man in Japan nur 76

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Das alte Japan lebt: Eingang zum Imper ial Palace in Kyoto (oben). Kabuki-Theater in Tokio (Mitte). Samurai-Darsteller (unten).

mit einem gültigen Ticket. Als ich ein wenig unschlüssig bin, wie ich den Automaten füttern soll, eilt sofort ein freundlicher Bahnbediensteter herbei, um mir zu helfen. Im Zug selbst lassen uns etliche Dinge staunen: Die Sitze werden am Endbahnhof alle in Fahrtrichtung gedreht, weil die Fahrgäste das gerne haben. Und wenn man zur Lokomotive geht, kann man während der Fahrt durch eine Scheibe dem Lokführer zuschauen. Wenn der Schaffner den Waggon betritt, verbeugt er sich erst einmal vor seinen Fahrgästen; wenn er das Abteil wieder verlässt, gibt es noch einmal eine Verbeugung. Der Schaffner kontrolliert übrigens keine Fahrkarten. Er geht einfach mit einem kleinen Kontrollgerät, das ihm nichtreservierte Plätze anzeigt, die Sitzreihen entlang. Ohne Reservierung darf man auf dieser Linie nicht fahren. Nur dort also, wo jemand auf einem nichtreservierten Platz sitzt, kontrolliert der Schaffner. Japan ist ein Hightech-Land. Draußen zieht nun die Landschaft der Hauptinsel Honshu vorbei, ein endloses Häusermeer. Man könnte zunächst meinen, das Land sei flach und völlig zubetoniert, doch das ist falsch. Tatsächlich sind zwei Drittel Japans von Bergen bedeckt. Genau aus diesem Grund haben sich vor allem auf der Hauptinsel Honshu im Flachland riesige Ballungsgebiete entwickelt. Wenn man von Tokio nach Yokohama oder von Osaka nach Kyoto reist, hört die Stadt nie auf. Wir sind unterwegs in ein Städtchen namens Kashiko-jima. Dort hatte 2016 ein G7-Gipfel getagt, aber europäische Touristen kommen dennoch kaum dorthin. Es ist der Endpunkt der Kintetsu-Bahnlinie. Japans Oberschicht hingegen, selbst Premierminister Shinzo Abe und Kaiser Akihito, pilgert nach Ise-Shima, denn dort liegt der heiligste Ort der Japaner. Die Fahrt dauert mehrere Stunden, und bei meinem freundlichen Sitznachbarn, Herrn Sato, einem Fischhändler aus Tokio, meldet sich der Hunger, er holt seine Bahnhofs-Bento-Box aus der Tasche. Diese Reise-Bento-Boxen, die die Japaner Ekiben nennen, gibt es für wenig Geld an jedem Bahnhof, und man kann sie in der Mikrowelle aufwärmen lassen. In der schwarzen Plastikschale ist alles drinnen, was Japaner so mögen: ein großes Stück Fisch, meist Lachs, Reis mit einer marinierten japanischen Pflaume drauf, lilafarbenes Tsukemono (eingelegtes Gemüse) und ein Nudelsalat. Den Japanern, erzählt mir Herr Sato in gutem Englisch, war es über tau-


F otos: K ar l Ri ff er t

Überraschend häufig zu sehen: traditionelle Kleidung zu festlichen Anlässen.

send Jahre verboten, Fleisch zu essen. Das hing damit zusammen, dass der Buddhismus ebenso lange Staatsreligion war, was sich erst mit den westlichen Einflüssen im 19. Jahrhundert zu ändern begann. Heute essen die Japaner gerne Fleisch, trinken auch Milch – im Gegensatz zu früher –, ernähren sich aber dennoch am liebsten von Fisch und Reis. Herr Sato, der Fischhändler, findet das echt gut, denn nichts sei so gesund wie Fisch. Die Bento-Boxen gibt es in Japan übrigens auch schon seit 1.500 Jahren, man nimmt sie sogar ins Theater mit, zum Beispiel in das berühmte Kabuki-Theater in Tokio, wo sie dann in der Pause rausgeholt werden. Kabuki-Vorstellungen können nämlich sieben Stunden dauern, da hat man schon mal Lust auf einen guten Happen. Wir sind jetzt fast am Ziel und es ist Zeit, über den heiligsten Ort Japans zu erzählen, den Ise-Schrein. Eigentlich sind es 127 Shintoschreine – auf einem Gebiet so groß wie Paris! Die beiden Hauptschreine Naiku und Geku dürfen nur von den Pries­ tern und vom Kaiser betreten werden. Der Naiku, der innere Schrein, das Allerheiligste also, ist der Sonnengöttin Amaterasu gewidmet, von der alle japanischen Kaiser abstammen sollen. Bis zu den US-Atombomben auf Nagasaki und Hiroshima galt folgerichtig der Tenno, der Kaiser, als lebender Gott. Im Naiku befindet sich zudem ein Bronzespiegel, mit dem einst die Sonnengöttin Amaterasu aus ihrer Höhle gelockt wurde, um der Welt Licht und Wärme zu bescheren. Seit tausend Jahren soll niemand mehr in diesen Spiegel geblickt haben. Auch mir blieb der Blick verwehrt, aber dennoch verströmt der Ise-Schrein eine Magie, die viel über Japan erzählt. Der hölzerne Hauptschrein wird alle 20 Jahre abgerissen, er steht jetzt, übrigens ohne jegliches Metall gebaut, in seiner 62. Inkarnation da. Nichts ist für die Ewigkeit, alles fließt. Irgendwie machen sie doch nicht alles falsch, die Japaner. ■ Reisetipp: Der Studienreise-Anbieter Studiosus offeriert knapp zweiwöchige, umfassende Japanreisen, die auch zum Ise-Schrein führen. Ab 5.795 Euro. Info: 0800-24022402, www.studiosus. com. Hotel: Amanemu. Das schönste Hotel auf der Nobelinsel Ise-Shima. DZ/Nacht ab 990 Euro, www.aman.com.

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I

n dieser Hinsicht sind Männer in Sachen Mode wirklich zu beneiden: Die Kategorien ihrer Garderobe sind viel übersichtlicher als jene von Frauen. Statt diversen Hybriden wie Jeggings, asymmetrischem Neckholderkleid und ultrakurzem Bolero, die zu kombinieren man ewig vor dem Spiegel steht, gibt es in Männer-Kleiderkasten schlicht Folgendes: Hosen, Hemden, TShirts, Pullover, Anzüge. (Und Unterwäsche.) Meist noch dazu komplett in ruhigen Farben angelegt, die mit einem schnellen Griff einfach miteinander zu kombinieren sind. Völlig unkompliziert und zeitsparend also. Auf dieses männliche Motto setzt auch die Kosmetikmanufaktur Ligne St Barth, die ihren Sitz auf einer kleinen Karibik­ insel hat. Ein einziger maskuliner Duftakkord bildet das olfaktorische Gerüst für die gesamte Männerpflegelinie St Barth Homme – bis hin zum Eau de Toilette. Mit Noten aus ätherischem Lavendel, herb-animalischem Rosmarin und frischer Zitrone, gepaart mit den süßlichen Aromen von Anis und floral-duftiger Orangenblüte. Geerdet wird diese vielschichtige Komposition durch Moos, Heu und Königsfarn. Egal, ob man sich nun in der Früh mit dem belebenden St Barth Homme Shower Gel erfrischt, danach das leichte Gesichtsfluid („Moisturizing Facial Fluid“) aus dieser Linie aufträgt oder nach dem Sport die feuchtigkeitsspendende Hydrating Body Lotion – es kommt geruchstechnisch zu keinerlei Frontalzusammenstößen. Alle Pflegeprodukte von St Barth Homme greifen ineinander, sind über den Grundduft miteinander vernetzt. Körperpflege easy going. So sieht Souveränität im Badezimmer aus. ■

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DAS WINTERWUNDERL AND Schnee in H체lle und F체lle, endlose W채lder und eine Luft so klar wie Champagner. Lappland ist ein magisches Paradies im Norden, das uns daran er inner t, wie sich Winter einmal anf체hlte.

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F oto s: V i si t F i nnl and

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as für ein verrücktes Urlaubsziel: 25 Grad minus, wenig Sonne, kein Strand und ein gewöhnungsbedürftiger Name: Kittilä. Es ist kurz vor sechs Uhr abends und stockdunkel, als unsere Maschine auf der verschneiten Piste eines kleinen Flughafens in nördlicher Wildnis aufsetzt. Er heißt tatsächlich Kittilä und liegt in einem Landstrich, der etwas größer als Österreich ist, aber nur 190.000 Einwohner hat. Wir sind ganz im Norden Europas, in Lappland. Für alle, die damals in Geographie gerade gefehlt haben: Lappland ist der nördlichste Zipfel Finnlands, der ein Drittel dieses skandinavischen Landes umfasst, in dem aber nur drei Prozent der finnischen Gesamtbevölkerung leben. Lappland verzaubert die meisten Besucher sofort. Und nicht nur, wenn man das seltsame Gefühl hat, mitten in einem Weihnachtskalender gelandet zu sein. Im Sommer ist es das Land der magischen Mitternachtssonne, die die Nacht zum Tag macht. Im Herbst taucht der „Indian Summer“ Lapplands die endlosen Wälder in prachtvolle Herbstfarben aus Braun, Gelb und Rot. Die Finnen nennen dieses kurze Spektakel, das nur zwei Wochen dauert, „ruska“. Und dann kommt ein Winter, wie ihn die meisten Europäer nur aus dem Bilderbuch oder aus den Bergen kennen: ein halber Meter Schnee auf den Dächern, Weiß, wohin das Auge blickt. Der Himmel über Lappland ist dann voller Magie: Geheimnisvolle Nordlichter verzaubern den Nachthimmel. Das bekannteste Ziel von Lapplandbesuchern heißt Rovaniemi. Früher verschlug es nur Holzfäller, Pelztierjäger und abenteuerlustige Goldsucher in dieses einst winzige Dörfchen. Heute lebt ein Drittel der Bevölkerung Lapplands in Rovaniemi, und vor allem in der Vorweihnachtssaison landen hier große Chartermaschinen mit Massen von Touristen. Früher waren es vor allem Briten, jetzt sind es besonders viele Chinesen. Warum das so ist? Weil hier der Weihnachtsmann wohnt! 1925 klärte eine beliebte Kindersendung im finnischen Radio die Welt auf, dass die Heimat des Weihnachtsmannes mitnichten am Nordpol liege, wie häufig von Unkundigen gemunkelt wurde, sondern am Polarkreis im Norden Finnlands bei einem geheimnisvollen Berg namens Korvatunturi. Der ist wie ein großes Hasenohr geformt und deshalb kann der Weihnachtsmann allen Kinderwünschen aus der ganzen Welt lauschen. Die Finnen haben diese Kindergeschichten dann ab 1985 systematisch als Marketing-Rezept verwendet. Ein Weihnachtsmanndorf wurde gebaut, aus einem Berg wurde eine künstliche Höhle für eine Kinderbahn herausgesprengt, die Touristen können mit Huskys und Rentieren fahren, und der Weihnachtsmann hat

Sámi-Frau in traditioneller Tracht , die neuerdings bei der Jugend wieder Anklang findet . Jede Region hat ihre eigenen Hauben.

auch ein eigenes Postamt. Dieser Santa-Claus-Zauber wirkt von London bis Peking. Allein in der Vorweihnachtszeit, der Hauptsaison in Lappland, landen auf den drei nördlichsten Flughäfen Finnlands (Rovaniemi, Enontekiö und Kittilä) an die 600 Charterflieger. Auch wir sind gelandet, aber eben in Kittilä und außerhalb

Der Himmel über Lappland ist dann voller Magie: Geheimnisvolle Nordlichter verzaubern den Nachthimmel. der Saison, und es ist unwirklich schön. Kein Weihnachtsmann wartet mehr, es ist Ende Jänner, und bislang haben wir auch noch keinen Chinesen gesichtet. Es ist eine ruhige Fahrt durch die dunkle Nacht und einen dichten verschneiten Wald, der strahlend weiß leuchtet. Sie führt uns zu unserem eigentlichen Ziel: zum Wintersportort Levi. Hier wird es für läppische Verhältnisse geradezu hochalpin. Bis zu 530 m hohe Berge, „Fjälls“, ragen aus den endlosen Wäldern. Aber es kommt ja nicht immer auf die Länge an. Mögen die Pisten auch kürzer sein als in den Alpen, so gilt der Schnee in Levi als allerfeinst. Kein Vergleich mit schnödem Kunstschnee. Deshalb finden in Levi auch WeltcupSlalomrennen statt, und Marcel Hirscher besitzt hier ein Rentier. Es gibt insgesamt 43 präparierte Pisten und 28 Lifte. Wer sportlich ist, kommt in Levi auf seine Kos­ten. Man kann mit Schneeschuhen durch die Gegend stapfen, mit dickbereiften Fahrrädern, sogenannten Fatbikes, relativ sicher über Eis und Schnee kurven, man kann Mit dem Huskyschlitten durch das Wintermärchen sausen.

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Husky- oder Rentiersafaris unternehmen, durch ein Eisloch Fische fangen oder mit dem Motorschlitten nachts Polarlichtern hinterherjagen. Letzteres ist übrigens ganz schön anstrengend, weil Eisrinnen auf den Wegen kraftvolles Lenken erfordern. In zwei Stunden legt man ungefähr 30 Kilometer zurück, dick eingepackt in einem Thermooverall mit Helm, Handschuhen und speziell isolierten Winterschuhen. Waren es einst die Schi, so sind die Motorschlitten heute das bevorzugte winterliche Fortbewegungsmittel der Ureinwohner Lapplands, der Sámi, die übrigens bereits vor 4.500 Jahren die Schi erfunden haben. Rund 140.000 Sámi gibt es noch im Norden Europas und ihr Siedlungsgebiet zieht sich über Nor-

Man braucht mindestens 400 Rentiere, wenn man davon leben will.

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wegen, Schweden, Finnland und Russland. Beim Sámimuseum in Levi bin ich mit Ante Aikio verabredet, einem jungen Sámi, der schon mehrere Bücher über sein Volk geschrieben hat. Seine Familie besitzt mehrere hundert Rentiere. Wie viele genau, ist ein Geheimnis. „Kein Sámi sagt, wie viele Rentiere er hat“, lächelt Ante. „Das wäre so, wie den Bankkontostand zu nennen. Aber man braucht mindes­tens 400 Tiere, wenn man davon leben will.“ Ein Kilo Rentierfleisch kostet rund 12 Euro. Das Leben der Sámi hat sich geändert. „Meine Eltern wuchsen in Zelten auf und zogen als Nomaden durchs Land“, erzählt der Schriftsteller. „In den 1960er Jahren wurden die Sámi dann langsam sesshaft, heute leben wir in Häusern.“ Rentiere haben übrigens keine Namen. „Einem Wesen, das man isst, sollte man keinen Namen geben“, meint Ante und deutet auf ein Tier, das uns andächtig zuhört: „Psst, es könnte uns verstehen.“ Meine nächste Fahrt durchs winterliche Lappland gilt Stefano, einem Italiener. Und Tieren, die sich voller Kraft und Freude in der Kälte bewegen: den Huskys. Sie sind freundlich, zäh, stark und scheinbar völlig unempfindlich gegen Kälte. Das liegt an ihrem besonderen Fell. Es hat zwei Schichten: Die oberen Haare sind wasserabweisend und dick, die unteren fein wie Wolle. Huskys sind seit Jahrhunderten treue Begleiter der Urvölker in Sibirien, aber auch der Sámi im Norden Europas. Im Polar Lights Camp, rund 10 Kilometer von Levi entfernt, warten 210 Huskys freudig darauf, Schlitten mit jeweils zwei Touristen in einem Höllentempo durch den Wald zu ziehen. Stefano kommt vom Gardasee, hat Wirtschaft studiert, aber gute Jobs für junge Leute sind zurzeit in Italien rar. Und so unterrichtet der junge Italiener im Sommer in Spanien Englisch und verbringt jeden Winter in Lappland auf der Husky-Farm. Stefano scheint alles über seine Vierbeiner zu wissen. „Wir mischen unsere Gespanne meist. Die Alaska-Huskys geben ein unheimliches Tempo vor, ermüden aber leichter, während die sibirischen Huskys die Sache gemächlicher angehen, dafür aber stärker und ausdauernder sind“, erzählt Stefano. „Und die Leithunde ziehen fast nicht, dafür verstehen sie einige Worte, wie etwa Links und Rechts.“ Tja, wer schlau ist, muss eben weniger arbeiten. Nach einem gegenseitigen Beschnuppern von Fahrern und Hunden setzen sich die Schlitten in Bewegung. Das löst bei den anderen Huskys, die in ihren Gehegen zurückbleiben müssen, empörtes, eifersüchtiges Geheule aus. 82 |

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Fo t o s : Go ld e n C rown Iglu Hote l Le v i

Ausblick in die arktische Landschaft: vom Bett des Golden Crown Iglu Hotels in Levi. Die Suiten sind komplett aus Glas – nicht aus Schnee!

So eine Fahrt macht schon müde, und wo könnte man sich besser entspannen als im luxuriösesten, außergewöhnlichsten Hotel von Levi. Es liegt an der Rückseite des Levi-Fjälls, nennt sich Golden Crown Iglu Hotel und verspricht eine unvergessliche arktische Nacht. Auf jeden Fall aber hat diese ungewöhnliche Herberge, die mich ein wenig an Jules-Verne-Romane erinnert, eine ungewöhnliche Geschichte, die mir Kristiina Kylmälahti, eine ehemalige Lufthansa-Stewardess, erzählt. Es ist die Geschichte eines alten Hühnerfarmers, der sich langweilt und ein schönes Stück Land auf einem Hügel im Wald besitzt. Mit 74 beschließt der Mann, der sein Leben lang nur Geflügel gezüchtet hat, vier Hotel-„Iglus“ aus Glas in seinen Wald zu bauen. Alle vier Töchter versuchen aus Leibeskräften, ihm die Sache auszureden. Sie wollten kein Hotel führen, es sei sinnlose Geldverschwendung, und am Ende würde kein Mensch jemals in den Iglus wohnen wollen. Ein langes Lamento setzt ein, aber Kris­tiinas Vater bleibt stur. Zu guter Letzt ließ sich doch noch eine Tochter, nämlich Kris­tiina, überreden, das Projekt des betagten Vaters zu übernehmen. Das hat sich gelohnt. Denn heute besteht die Anlage aus 24 Luxusiglus und dem Gourmetrestaurant Aurora Sky, das mit erstklassiger Küche und viel Liebe zu Details überrascht. Man kann zum Beispiel während des Essens die Lehnen der italienischen Designersessel mit einem Griff flach umlegen, um so den Himmel zu bestaunen, wenn plötzlich die magischen Nordlichter auftauchen sollten. Noch bequemer ist es freilich in den komfortablen, hochwertig eingerichteten Iglu-Suiten selbst, das Spiel der gespenstischen Lichter am Sternenhimmel zu beobachten. Besonders im Dezember ist das Glas-Iglu-Hotel bei Preisen von 830 bis zu 1.500 Euro pro Nacht und Iglu komplett ausgebucht. Nur einen erfreut

das nicht gerade ungemein: Kristiinas Vater. Mittlerweile in seinen 80ern, beklagt er sich, er könne sein Lieblingsiglu viel zu selten selbst genießen – weil der Laden so brummt! ■ Reisetipp: primareisen.com offeriert Charterflüge nach Kittilä. Eine Woche arktischer Winter inkl. Motorschlittenfahrt, Huskyschlittentour und Icekarting ab 1.549 Euro. Info: leviniglut.net

Eine der 24 Iglu-Suiten – magische Nordlichter sind stets dabei.

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M ABLE RU R ID KIVEN

WI EDER IM INDISCHEN OZEAN Die Malediven sind traumhaft , und sie kommen immer näher – gute Flugverbindungen machen es möglich. Fünf Jahre nach unserem ersten Ausflug in den Indischen Ozean haben wir uns erneut umgesehen: drei ganz unterschiedliche Resor ts im Test .

Ankommen und wohlfühlen: Kanuhura. Im Lhaviyani-Atoll, 60 Flugminuten nördlich von Malé.

Kanuhura Sun Resor t – Luxus mit viel Charme So etwas Nettes! Schon beim Landeanflug mit unserem Wasserflugzeug war das „Welcome to Kanuhura“-Transparent zu erkennen, und der darauf folgende Empfang geriet zum herzlichsten, den wir jemals im Indischen Ozean erlebt hatten. Der Direktor und eine große Zahl von Mitarbeitern standen da, es gab feines Fingerfood, erfrischenden Ingwersaft und nette Gespräche, all das zur Musik traditioneller Trommler. 84

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Wir sind im Kanuhura. In einem Luxusresort, das einst als One & Only weltberühmt wurde und seit einem Jahrzehnt von Sun Resorts aus Mauritius betrieben wird. Es ist ein Resort mit fünfeinhalb Sternen, das vor allem bei Spaniern, Italienern, Deutschen und Österreichern hohe Beliebtheit genießt, was ein außerordentlich hoher Stammgästeanteil zeigt. Das Kanuhura wurde vor knapp zwei Jahren komplett renoviert, neu ist unter anderem auch das Konzept des Gypset: die


Tropische „Sportwiese“: Das Kanuhura bietet zahlreiche Wassersportmöglichkeiten – Stand-up-Paddeln und Kajakfahren inklusive.

F oto s: K an uh ur a – A Su n Re sor t Ma ldi v es

lässt sich übrigens auch in den Interieurs wiederfinden, es regieren edle Hölzer und heimische Dekoelemente in harmonischen Farben – und die Absenz schwülstiger Trendigkeit. Ankommen und wohlfühlen: Nach dem so überaus herzlichen Empfang wurden wir von unserem Butler mit einem Cart in unsere Beach Villa gebracht, auch hier erwarteten uns wiederum kleine Überraschungen. Darunter beispielsweise ein von künstlerischer Hand gemaltes Türschild mit unserem Namen, die mit Palmenblättern liebevoll dekorierten Betten, ein Brief, mit dem sich der Kinderclub vorstellte, sowie tropische Früchte und Köstlichkeiten aus der Patisserie. Und dann der eigene Pool vor der Terrasse mit Morgensonne, der feine, weiße Sand am Strand und das glasklare, türkis schimmernde Meer – einfach traumhaft! Jeden Tag gab es ein breites Aktivitätenprogramm, Yoga zum Sonnenaufgang machte zumeist den Anfang. Abends dann etwa traditionelle Live-Musik oder Kino unter freiem Himmel.

Viele Fische: Ein guter Fang gelang selbst uns, zu Abend hatten wir ihn auf dem Teller! Tolle Unterwasserwelt (unten).

Kombination von Gipsy und Jetset. Julia Chaplin, die Enkelin des Filmstars, hat diesen Stil kreiert, er vereint ein zeitlos elegantes Ambiente mit zwanglosem Lebensstil – Barfußgehen etwa ist im ganzen Resort möglich. Die Resort-Insel ist rund 1,4 km lang und 350 m breit, sie verfügt insgesamt über 80 Zimmer, die als Beach Villas (Mindestgröße 59 m2) – auch mit eigenem Pool – oder als mehr als doppelt so große Overwater Villas buchbar sind. Das Gypset

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F otos: K a n uh ur a – A S un Resor t Maldi v es

Mit Terrasse, traumhaftem Ausblick und viel Pr ivacy: die Overwater Villas im Sun Resort Kanuhu­r a (oben). Auch spätabends ist es noch tropisch heiß, Duschen und Baden im Freien wird zum ganz großen Vergnügen: die offenen Bäder im Kanuhura (unten).

Gegessen haben wir immer vorzüglich. Was nicht verwundert, ist doch Michele Mingozzi, der Herdvirtuose aus Ferrara, der auch schon im Laucala Island Resort (Fidschi) von „Mr Red Bull“ die Gäste begeisterte, Küchenchef des Kanuhura. Schon das Frühstück bietet eine schier beispiellose Fülle: Früchte, Sashimi, Maki, Steaks, asiatische Suppen, Croissants, europäische Brotsorten und und und – die gesamte Aufzählung würde hier wohl mehr als eine ganze Seite füllen! Auch abends im Hauptrestaurant ist die Auswahl unglaublich vielfältig – und die Qualität bestechend. Sieben weitere Restaurants stehen im Kanuhura zur Verfügung, das Spektrum reicht von italienischer Küche über Asia-Fusion, Vegetarisch bis hin zu etwas ganz Besonderem, dem Mini-Grillrestaurant Drift nämlich. Dieses befindet sich auf einer ganz kleinen Insel, auf die man sich mit dem Boot bringen lässt, so man nicht selbst schwimmen mag – eine gute Viertelstunde muss man dafür schon einrechnen. Jedenfalls sitzt man dann dort so gemütlich wie urig, umgeben von einem romantischen Quäntchen Robinson-Feeling. Noch ein schönes Erlebnis: das Kids Fishing. Hier durfte unser Neunjähriger selber Fische fangen. Der Fang war reichlich, der Sohn unendlich stolz, und abends hatten wir frischen Red Snapper gegrillt auf dem Teller. Am Vorabend der Abreise fanden wir unsere Betten nochmals liebevoll geschmückt vor. Und beim Abschied gab es eine kleine Feier wie bei der Ankunft, auch Clency Romeo, der rührige, aus Mauritius stammende Direktor, war – wie immer – dabei. Auf dem Transparent stand nun jedoch „Thank you, see you again.“ ■ Mehr: www.kanuhura.com/de 86

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Kandima Maldives – die XXL-Lifestyle-Insel in Resort, wie es nicht viele auf den Malediven gibt. Denn die meisten der rund 250 Hotelanlagen in diesem aus knapp 1.200 Inseln bestehenden Archipel haben ausländische Eigentümer und werden von ausländischen Ketten betrieben, das Kandima hingegen ist sozusagen durch und durch maledivisch. Das zeigt sich unter anderem daran, dass Einheimische auch unter den leitenden Angestellten zu finden sind. Und noch etwas ist ganz anders: Die Insel ist üppig bewachsen und groß, zwar nur rund 200 m breit, dafür aber fast 3,5 km lang, ausgedehntes Spazieren am blütenweißen Strand ist daher möglich – anderswo hingegen kaum. Das Kandima ist ein Viersternhotel mit erschwinglichen Preisen, es wurde vor knapp zwei Jahren eröffnet und verfügt über 272 Zimmer (700 Betten), die Gästeschar ist breit gefächert, neben Deutschen und Österreichern finden sich hier auch Russen und Chinesen zahlreich ein. Von Malé aus reisten wir mit einem einstündigen regionalen Linienflug an, welchem eine 20-minütige Fahrt mit dem Schnellboot folgte. Müde und einigermaßen durchgerüttelt kamen wir an, erst nach kalten Tüchern und einem Erfrischungsgetränk in der Lobby begann unsere Wahrnehmung wieder zu funktio­ nieren: Der Raum ist so riesig wie hoch, hat begrünte Wände, einen Boden aus Sand und – wie das gesamte Resort – außerordentlich farbenfrohe Inte­rieurs mit jugendlicher Anmutung, die durch reichlich Hintergrundmusik in den öffentlichen Räumen nochmals unterstrichen wird – für uns aber etwas zu laut. Zur Auswahl stehen Beach Villas –

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F otos: K a n di ma Maldi v es

Am schier unendlichen Sandstrand: das Kandima Maldives im Dhaalu-Atoll, eine Flugstunde südlich von Malé. Es gibt auch Overwater Villas, doch unsere Wahl fiel auf eine Beach Villa mit pr ivatem Plunge Pool, sehr zur Freude unserer Kids, die da gar nicht mehr raus wollten.

zum Teil mit eigenem kleinen Pool –, weiters Overwater Villas mit Sonnendeck und teilweise mit Whirlpool oder Plunge Pool sowie 40 m2 große Sky- und Beach-Studios, von denen jeweils vier in einem Gebäude zusammengefasst sind. Wir entschieden uns für eine Beach Villa mit Pool in einem eigenen Gärtlein, und das war die beste Wahl – vor allem für unsere Kids, die da fast den ganzen Tag zubrachten, wenn sie sich nicht gerade in dem liebevoll betreuten Kinderclub aufhielten. Das Kandima steht auch für umfangreiche Wassersportmöglichkeiten, Surfen, Parasailing und vieles mehr ist zu haben, mehrere Riffe zum Tauchen befinden sich mit dem Schnellboot in fünf- bis 30-minütiger Entfernung. Doch schon alleine zum Schwimmen ist das Meer herrlich, an der Nordspitze der Insel schließt sich zudem eine schier endlos scheinende Fläche mit ganz seichtem Wasser an, über die man auch zu einer kleinen, unbewohnten Insel gelangt. Gut schwimmen lässt es sich auch in den zwei großen Pools, von denen einer im Beach Club an der Inselsüdspitze und der andere – als längster Außenpool der Malediven – vor der Bar in der Mitte des Resorts liegt. Für Mahlzeiten stehen mehrere Restaurants zur Auswahl, darunter eines mit asiatischer Küche sowie eines für Grillspezialitäten. Da wir Vollpension gebucht hatten, sich die Küche (stets Buffet) als gut erwies und unsere Schau-Köche so freundlich und zuvorkommend agierten, aßen wir zumeist in den Hauptrestaurants, die übrigens ebenfalls zum großen Teil Sandboden aufwiesen. Das Ambiente zeigte sich sehr casual, die Auswahl war reichhaltig und international orientiert, wir bevorzugten allerdings heimische Gerichte sowie solche aus Indien und Sri Lanka – einfach köstlich! Zum Abschluss verraten wir noch unsere Lieblingsplätze: Neben dem erwähnten Flachwasser waren es Spa und Yogadeck, denn dort gibt es einen grandiosen Ausblick auf die Brandung und das Tosen im Hintergrund – herrlich zum Entspannen! ■

Herrliche Brandung: alle Treatment Rooms mit Meeresrauschen (oben). Stets gut gelaunt: die Show-Köche (Mitte). Farbenfroh wie das ganze Resort: die Kandima-Lobby mit Sandboden (u.).

Mehr: www.kandima.com

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Robinson Club Noonu – das per fekte Resor t in Stück weiter nördlich von Kanuhura – mit dem Wasserflugzeug sind es von Malé etwa 90 Minuten – liegt das neue Robinson-Eiland, der Robinson Club Noonu. Er wurde vor kurzem als nunmehr zweiter Robinson Club auf den Malediven eröffnet, befindet sich auf einer 500 m langen und etwa ebenso breiten Insel im gleichnamigen Atoll und verfügt über 150 Zimmer, die mit Vollpension oder All inclusive buchbar sind. Alle sind überaus großzügig geschnitten, und alle bieten Ausblick aufs Meer, ein knappes Drittel sind als Over­water Villas mit Pool und etwa 90 m2 Wohnfläche ausgeführt. Planung und Bau nahmen übrigens fast fünf Jahre in Anspruch, und das merkt man selbst bei der Auswahl der Holzart für die weitläufigen Decks, die dem Auge und dem Barfuß schmeicheln. Nichts wurde dem Zufall überlassen, alles zeigt sich bis ins Detail ebenso durchgeplant wie organisiert – Perfektion nach deutscher Manier. Das offenbarte sich bereits bei unserem Check-in – so schnell ging es nirgendwo. Und gleich nochmals: Robinson Club bedeutet ja bekanntlich Animation ohne Ende. Überraschung: Wer das nicht will, braucht kaum etwas zu sagen. Die Mitarbeiter haben offenbar einen sechsten Sinn dafür entwickelt, jedenfalls bleibt man respektvoll unbehelligt. Auch Adam Szkopp, der stes gutgelaunte und omnipräsente Direktor, ist ein Perfektionist. Das muss er auch sein, um etwa die Bestellungen zu organisieren: 80 Prozent der Nahrungsmittel und Getränke kommen aus Deutschland, und ein Container ist bis zu vier Monate unterwegs! Adam hat viele Zahlen parat: sieben Tonnen Papayas pro Monat, 1.000 kg Thunfisch pro Woche, 1,2 Tonnen Wäsche pro Tag – um nur einiges zu nennen. Unser Zimmer – wiederum ein Beach Bungalow mit offenem Bad und eigenem Pool – war geschmackvoll möbliert und glänzte vor Sauberkeit – und das Leitungswasser war, so wie überall auf Noonu, trinkbar, dank eigener Aufbereitungsanlage. Die große Mehrheit der Gäste im Robinson Club Noonu ist deutschsprachiger Herkunft, weniger als ein Drittel kommt aus Asien. Zu den Highlights des Clubs gehört auch die Küche: Gute Qualität in nahezu unglaublicher Vielfalt, sogar Pizza vom Holzofen fanden wir beispielsweise sowie auch reichlich an einheimischen Gerichten – sogar beim Frühstück! Weiters besonders erwähnenswert ist der engagiert und liebe­voll betreute Kinderclub, er wird in drei Altersgruppen

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Der neue Robinson Club Noonu auf einer kleinen Insel im gleichnamigen Atoll – 90 Flugminuten nördlich vom Airport Malé.

Herrlich zum Träumen: überdachtes Day Bed im Freien auf der Terrasse einer der zahlreichen Overwater Villas im Robinson Noonu.

Geschmackvoll: Inter ieur eines Beach Bungalows. So enden gute

F oto s: Rob in son Cl u b No onu

Sonnenstunden: beim Sundowner in der Beach Bar (großes Bild).

Nur einen Steinwur f entfernt: das Riff.

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(3 bis 6 Jahre, 7 bis 12 und 13 bis 17 Jahre) geführt, die Sprachen sind Deutsch und Englisch, die Aktivitäten zahlreich. Wassersport ist in vielen Varianten möglich, vom Stand-upPaddeln bis hin zum Katamaransegeln. Taucher und Schnorchler erleben schnell eine faszinierend bunte Unterwasserwelt – das hauseigene Riff ist nur 150 m entfernt! Eine Sache wurde uns übrigens in Windeseile zur Gewohn-

heit, selbst mit den Kids: der Besuch der Sundowner-Bar vor dem Abendessen, er ist sozusagen unerlässlich. Hier findet man schnell in ein freundliches Gespräch, während man an seinem Cocktail nippt und die Sonne am Horizont allmählich im Ozean versinkt. So heiter enden gute Sonnenstunden. ■ Mehr: www.robinson.com/de, www.robinson-austria.at

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GR I E C HE N L A N D

GRIECHENL AND WIE DAMAL S Wir erzählen Ihnen die Geschichte von Skyros nur unter dem Siegel der Verschwiegenheit . Bitte nicht weitersagen! Denn diese abgelegene gr iechische Insel mitten in der Ägäis, die keiner kennt, ist mindestens so schön wie Santor in – allerdings ohne Tour istenmassen!

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s ist ein geheimnisvolles Eiland mitten in der Ägäis, von dem es heißt, man könne dort in einer sonst schon verschwundenen Welt landen. Es heißt Skyros und zählt 3.000 Einwohner sowie 70.000 Schafe und Ziegen. Auf ihm leben die kleinsten Pferde Griechenlands, und nirgendwo soll es besseren europäischen Hummer geben als hier. Auf Skyros ist der schönste Mann Englands begraben. Und in der griechischen Mythologie war die Insel der Zufluchtsort des jungen Achilles, bevor er nach Troja aufbrach. Skyros gehört zu den nördlichen Sporaden, einer Gruppe von 122 kleinen Inseln und Felseneilanden, und dass es bislang nicht auf den gängigen Karten des Massentourismus verzeichnet ist, hat zwei Gründe: erstens die Sturheit seiner Bewohner, ihre Insel weitgehend so zu belassen, wie sie ist, und zweitens die griechische Armee, die einen kleinen Stützpunkt auf Skyros unterhält und wohl eher ungestört bleiben möchte. Und so zieht es nur ein paar tausend Touristen pro Jahr auf die Zeitreise-Insel. Ein Wunder, denn Griechenland erlebt gegenwärtig einen ungeheuren Tourismus-Boom. 32 Millionen ausländische Touristen kamen im Vorjahr nach Hellas, vor 20 Jahren waren es noch 6,2 Millionen. Einzelne Destinationen erleben einen regelrechten Touristen-Tsunami, einen zerstörerischen Übertourismus. Wie etwa Santorin, das auf seinen 76 Quadratkilometern zuletzt 5,5 Millionen Nächtigungen pro 90

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Jahr verzeichnete – die hohen Wogen von Kreuzfahrttouristen, die zu Tausenden täglich über die steilen Stufen in die Stadt branden und sie überfluten, gar nicht mitgerechnet. Wie ein Wunder also, dass Skyros davon verschont blieb. Wir sind im Landeanflug, und man sieht sehr schön, dass Skyros so etwas wie eine Yin-und-Yang-Insel ist: Der Norden, in dem nahezu alle Insulaner wohnen, ist grün und fruchtbar und voller wohlriechender Aleppokiefern. Der Süden hingegen zeigt sich von karger, felsiger Schönheit. Man sieht aus der Luft auch jenen kleinen Marmorsteinbruch, der seit der Antike berühmt ist. Für die Hadriansbibliothek in Athen wurde Skyros-Marmor eingesetzt, genauso wie für das WoolworthBuilding in New York, das mit seinen 241 wolkenkratzenden Metern bis 1930 als höchstes Gebäude der Welt galt. Jetzt setzen die Räder auf und ich habe das Gefühl, mitten in den 1970er Jahren gelandet zu sein – damals, als die ersten Touristen Griechenland entdeckten. Der Flughafen ist nur ein kleines Häuschen, ich bin natürlich der einzige Passagier hier, und wahrscheinlich wird Demis Roussos gleich „Goodbye, my love, goodbye“ singen. Auf dem Weg zu meinem Quartier beäugen mich zahlreiche neugierige Ziegen und Schafe, zuweilen auch Schäfer, die wie aus der Zeit gefallen scheinen und die alle seltsame Schuhe tragen, die sie selbst aus alten Autoreifen fertigen. Meine kleine Unterkunft, die sich Studios Antigoni nennt,


Die Inselstraßen sind schmal, Ziegen und Schafe allgegenwärtig. In der Dor fbar Olive gibt es heißen

Fo t os: K ar l R iffe r t

Kaffee und viele freundliche Gespräche.

liegt im Örtchen Magazia, wo sich auch die einzige Verkehrsampel der Insel befindet, die allerdings von den Einheimischen meist ignoriert wird. Bald sitzt eine kleine Runde mit Katerina zusammen, der Besitzerin, die früher ein Antiquitätengeschäft in Athen hatte und sich demnächst scheiden lassen wird. Es gibt Wein und Gebäck, aber weder Ouzo noch Retsina, den viele Griechen in Wirklichkeit gar nicht mögen. „Im Winter ist es hier trist“, sagt Katerina, „wer kann, flieht dann von der Insel. Aber im Sommer ist es ein Paradies. Es gibt herrliche Buchten mit kristallklarem Wasser und wer will, kann auch in den duftenden Kiefernwäldern wandern.“ Ich will auch wandern, aber nicht im Wald, auch nicht am Strand von Magazia, sondern durch einen Ort, den die Einheimischen nur „Chora“ nennen, was man vielleicht mit „die

Stadt“ übersetzen könnte. Eigentlich ist es ein Dorf, das wie die Insel heißt, Skyros, und zwar eines der absolut schönsten Dörfer der Ägäis. Ein terrassenförmig angelegtes Labyrinth aus weißen Häusern, sorgsam versteckt auf der Rückseite eines Berges, damit es die Piraten nicht sehen konnten. Es gibt keine Autos, aber wunderbar verwinkelte Gässchen und ganz oben auf dem Berg die Reste einer venezianischen Festung sowie ein tausend Jahre altes Kloster. Ich spaziere durch Chora, übrigens eine auf vielen griechischen Inseln gebräuchliche Bezeichnung für das Ortszentrum. Ich lasse mich treiben, treffe in einer Taverne einen Hirten, der kurzerhand sein Pferd mitgebracht hat, und lande schließlich auf der Terrasse der Dorfbar „Olive“, wo ich mich ein wenig in die griechische Mythologie vertiefen will.

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Der berühmteste Held der Insel ist Homers Achilles, über dessen erdichteten Aufenthalt auf Skyros mehr als 30 Opern geschrieben wurden. Die Sage ist tragisch und pikant zugleich. Weil eine Prophezeiung besagt, dass Achilles in Troja sterben werde, bringt ihn seine Mutter in Sicherheit, an den Hof des Königs von Skyros. Um Schwierigkeiten mit dem König, der hübsche Töchter hat, zu vermeiden, kommt Achilles allerdings als Mädchen verkleidet. „Some like it hot“ auf Altgriechisch also. Natürlich verliebt er sich in eine der Töchter, aber die Geschichte nimmt eine unerwartete Wendung, denn es gibt noch eine zweite Prophezeiung. Darin heißt es, ohne Achilles sei der Krieg gegen Troja nicht zu gewinnen. Und so macht sich Odysseus, Homers großer Held, beruflich König von Itha­ka, auf den Weg nach Skyros. Er findet Achilles trotz seiner Verkleidung und nimmt ihn mit in den Kampf gegen Troja, wo Achilles, wie prophezeit, stirbt. Die schöne Insel Skyros konnte Achilles nicht vor seinem Schicksal bewahren, hat ihm aber vielleicht die schönste Zeit seines Lebens beschert. Aber genug der alten Sagen. Ich mache mich auf den Weg zu einem echten, leibhaftigen Eremiten und wandere durch ein wunderliches Gewirr von engen Gassen und Treppen hinauf zum Kloster Agios Georgios. Dort lebt seit 33 Jahren Pater Gerondios, hoch über der Stadt, Gott nahe und, wie es scheint, voll innerer Zufriedenheit. „Ich trat als 17-Jähriger in das Klos­ ter am Berg Athos ein“, erzählt der Eremit. „Irgendwann hieß es dann, ich solle doch für ein paar Tage auf das Kloster auf Skyros aufpassen. Daraus ist dann doch ein etwas längerer Aufenthalt geworden.“ 92

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Im Innenhof des Klosters, das nach dem Erdbeben 2001 schwer beschädigt und mittlerweile wieder schön renoviert wurde, hat Gerondios sein künftiges Grab in einen bunten Gemüsegarten verwandelt. „Karotten und die Ewigkeit, das ist eine gute Kombination“, findet der bärtige Mönch und sagt zum Abschied verschmitzt: „Sie denken sicher, mein Leben ist schwer, so ganz allein hoch am Berg. Aber glauben Sie mir, im Vergleich mit der Ehe ist das Eremitenleben sehr einfach.“ Nachts ist der Himmel über Skyros voller Sterne. Und tagsüber, wenn ich mit dem Mietwagen gemächlich auf weitgehend leeren, schmalen Straßen die Insel erkunde, zeigt sie sich mit zahlreichen Kapellen und voll mit Ziegen, vor denen man sich beim Fahren hüten muss. Im grünen Norden von Skyros schlängle ich mich durch Zedern-, Pinien- und Kiefernwälder, vorbei an duftenden Kräutern wie Rosmarin, Oregano und Thymian, die wild am Straßenrand wachsen. Heute will ich eine junge Frau treffen, die der Liebe wegen auf diese Insel kam – zu einem Pferd und zu einem Mann. Marion Auffray ist bezaubernd, gerade mal 30, stammt aus der Normandie und lebt schon seit sieben Jahren auf der Insel. Und das auch im Winter. Sie hat sich verliebt, erst in einen Griechen, dann in die Pferde von Skyros, in die halbwilden Skyros-Ponys. Diese einzigartige Pferderasse lebt seit 1.600 Jahren hier und das karge, harte Leben hat sie buchstäblich schrumpfen lassen. Skyros-Ponys werden nur gut einen Meter groß und es gibt weltweit nur mehr 400 davon. Etliche werden in Schottland gezüchtet, zwei Drittel aber leben noch immer auf Skyros. Früher wurden sie im Sommer von den Bauern gefangen


Seit 33 Jahren einsam als Eremit von Agios Georgios: „Im Vergleich mit der Ehe ist mein Leben wirklich sehr einfach.“

Reisetipp: Der zu Ruefa gehörende Spezialveranstalter Intertravel offeriert vom 9. Juni bis 29. September 2019 wöchentlich Charterflüge mit Austrian Airlines in Kombination mit Unterkunft und Frühstück. Preisbeispiel: eine Woche in den Studios Antigoni inklusive Flug in der Hochsaison ab 995 Euro pro Person. Buchbar in Ruefa-Reisebüros oder online auf www.ruefa.at.

Fo to s: K ar l Ri ffer t

und zur Feldarbeit genutzt. Im Herbst ließ man sie dann wieder frei. Heute sind sie zu einer Attraktion für Touristen geworden. Ich könnte noch von den schönen Stränden erzählen, übrigens auch welche mit Sand, vom herrlich sauberen Wasser oder von den spektakulären Meereshöhlen Pentelaki und Dia­ tryptiti. Aber ich verweile lieber noch ein wenig bei der Statue eines nackten Mannes, der hoch über Skyros nahe der kleinen Agia-Triada-Kirche – sehr zum Missfallen der Geistlichen – seit 1930 eine wunderbare Bleibe gefunden hat. Das umstrittene Kunstwerk stellt den Dichter Rupert Brooke dar, der als schönster Mann Englands galt – jedenfalls laut dem irischen Dichter William Butler Yeats – und nur 27 Jahre alt wurde. Brooke ist bei uns wenig bekannt, bei den Briten hingegen Kult. Er führte als wohlhabender Literat ein äußerst ungewöhnliches Leben. Der „junge Apoll“ war von Frauen umschwärmt, aber auch Männern nicht abgetan, befreundet mit Berühmtheiten wie dem Everest-Bergsteiger George Mallory, dem Ökonomen John Maynard Keynes oder Schriftstellern wie Virginia Woolfe und Henry James. Er sprach fließend Deutsch und lebte auch in München und Berlin, wo er im Café Größenwahn Sonette dichtete. Es verschlug ihn aber auch in die Südsee, wo er mit einer Tahitianerin ein Kind zeugte. Sein Ende war profan. Er starb als Soldat 1915 an einem Mückenstich in der Ägäis auf einem Schiff, dessen Kapitän ihn kurzerhand auf Skyros in einem Olivenhain begraben ließ. So kann es gehen. Wie fein ist dagegen, abends in Linaria, dem kleinen Hafen von Skyros, zu flanieren und im bes­ten Res­ taurant, bei Psariotis, Tintenfisch, Hummer oder die Fische zu genießen, die sich in der Früh noch im Meer getummelt hatten. Es ist Griechenland wie früher – einfach schön! ■

Im Dor f gibt es keine Autos, sein Pferd nimmt man in die Taverne mit . Im Norden: herrliche Buchten, menschenleer (links).

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INDEX: EMPFOHLENE LILIEN-HOTELS

QUELLENHOF LEUTASCH **** S 3 Der Pool: immer wohltemperiert zum Schwimmen bereit, die Kulinarik: so vielfältig mit Zutaten aus der Region, die Entspannung: individuell kombiniert mit Aktivität und Ruhe. Erholung pur. Zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis. • A 6105 Leutasch, TIROL Fon +43-(0)5214-6782-0 www.quellenhof.at

GOURM E T & W E L L N E S S SEEHOTEL AM NEUKLOSTERSEE **** 2 Privat geführtes Wohlfühlhotel direkt am Neuklostersee. Mit eigenem Sandstrand, Hallenbad und umfangreichem Sport- und Wellnessangebot. Sein Restaurant wurde zwei Mal mit dem „Bib Gourmand“ des Guide Michelin ausgezeichnet. • D 23992 Nakenstorf, MECKLENBURG-VORPOMMERN Fon +49-(0)38422-457-0, www.seehotel-neuklostersee.de

HOTEL PABST **** S 1 Ganz nah dran: zwischen Dünen, Strand und dem Kurzentrum der autofreien Insel Juist. Mehr als 600 m² Spa, Gourmetrestaurant, luxuriöse Zimmer und Suiten. • D 26571 Juist, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4935-805-0, www.hotelpabst.de

LANDHAUS WACHTELHOF ***** S 2

ROMANTIK-HOTEL IM PARK **** S 3 Genuss, Stil und Spa: hoteleigene Thermen- und Saunalandschaft mit Heilthermalwasser, Treatments für Ästhetik, Wohlbefinden und Gesundheit, idyllische Gartenoase und steirisch-mediterrane Kulinarik. • A 8490 Bad Radkersburg, STEIERMARK Fon +43-(0)3476-2571-0, www.hotel-im-park.at

JUFFING HOTEL & SPA **** S 3 Modernes Wellnesshotel in ruhiger Naturlandschaft: Familienbetrieb mit 92 Betten, traumhaften Suiten und Zimmern, sehr guter Naturküche und modernem Spa mit Außenpool. Spa-Erweiterung im Frühjahr 2019, Neueröffnung 26. Mai. • A 6335 Thiersee, TIROL Fon +43-(0)5376-5585-0 www.juffing.at

Entspannung pur in einem der schönsten Fünfsternehotels Niedersachsens: Wachtelhof-Therme mit mehr als 1.000 m² Wellness, Fitness, Sauna und Pool. 38 Zimmer und ausgezeichnete Landhausküche im Restaurant „Die Wachtelei“. Die neu gestalteten Boutique-Zimmer überraschen mit detailverliebter Einrichtung, Regenduschen und modernem Komfort. Seit 28 Jahren ist der familiengeführte Wachtelhof erfolgreich in Rotenburg zu Hause. Viele Mitarbeiter – allen voran der Küchenchef – begleiten das Haus ebenso lang und sorgen für eine freundschaftliche Wohlfühlatmosphäre. Das Team rund um den Direktor Heiko K. Kehrstephan und Familie freut sich sehr auf Sie! • D 27356 Rotenburg, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4261-853-0, www.wachtelhof.de

HOTEL BERGHOF **** 1 Bei Genießern zu Gast! Erleben Sie familiär geführte Gastlichkeit vor einer herrlichen Bergkulisse. Kulinarische, heimische, saisonale Köstlichkeiten, Schnaps­ bücherl, Weinkarte, Sauna, Spa und Hundefreundlichkeit. • A 8972 Ramsau am Dachstein, STEIERMARK Fon +43-(0)3687-81848-0, www.hotel-berghof.at

HOTEL BIRKENHÖHE **** 1

BADHOTEL STERNHAGEN ***** S 2 Wellness an der Nordsee und dem UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Original-­ Thalasso-Center, große Meerwasser-Spa-Landschaft. Gourmetrestaurants (u. a. zwei Michelin-Sterne) und Café mit herrlichem Panoramablick. Hauseigene Konditorei. • D 27476 Cuxhaven-Duhnen, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4721-434-0, www.badhotel-sternhagen.de

HOTEL GUGLWALD **** S 3 Ein Ort zum Wohlfühlen inmitten des malerischen Mühlviertels, mit allem für ­Erholungssuchende: entspannende Beauty- und Massageanwendungen, traumhafte Zimmer und herrliche Kulinarik. • A 4191 Guglwald, OBERÖSTERREICH, Fon +43-(0)7219-7007, www.guglwald.at

Familiengeführtes Wellnesshotel mit gehobener Küche. Wellness auf 700 m²: vier Saunen, Hallenbad, F­ itnessraum, klassische und ayurvedische ­Massagen, neuer Panorama-Ruheraum. Wanderwege und Schi­piste d­ irekt vor der Haustür. • A 6992 Hirschegg, VORARLBERG Fon +43-(0)5517-5587 www.birkenhoehe.com

RELAIS & CHÂTEAUX-HOTEL SCHLOSS SEEFELS ***** 3 Am See auf Fels gebaut. Das Seefels, ein neobarockes Juwel, ist zu jeder Jahreszeit die stimmungsvollste Adresse am Wörthersee. Das Felsen- und See-Spa mit beheiztem Seebad (28 ° C) bereitet Freude wie die Zwei-Hauben-Küche. • A 9212 Pörtschach, KÄRNTEN, Fon +43-(0)4272-2377, www.seefels.com

SALZBURGERHOF GOLF- & GENIESSERHOTEL *****S 4 Fünf Sterne superior, vier Relax-Guide-Lilien, zwei Gault-Millau-Hauben. ­36-Loch-Golfparcours, Gault-Millau-Hotel des Jahres 2013. • A 5700 Zell am See, SALZBURG Fon +43-(0)6542-765-0, www.salzburgerhof.at

KOLLERS HOTEL **** S 3 Gleich einer Perle liegt das Kollers direkt am Millstätter See. Mit Spa, Sauna­haus am See, ganzjährig beheiztem See-Pool, Relax-Schiff „MS Kollers Swan“. LuxusBootshaussuite Riva. Dinner for 2 auf einer „Palmeninsel“ im See. • A 9871 Seeboden, KÄRNTEN, Fon +43-(0)4762-81500, www.kollers.at

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KU R H Ä U S E R BAD CLEVERS GESUNDHEITSRESORT & SPA 2 Unser ganzheitliches Konzept für „Medical- & Wellnessurlaub im Allgäu“ besteht aus moderner Medizin, Naturheilkunde (Kneipp und F. X. Mayr), Wohlfühlanwendungen sowie den fünf Elementen Wasser, Bewegung, Balance, Ernährung und Pflanzen. Wir machen Ihnen Lust auf gesundes Leben! • D 87730 Bad Grönenbach, BAYERN Fon +49-(0)8334-609-101, www.bad-clevers-gesundheitsresort-spa.de


BE A UT Y & W E L L N E S S SEEHOTEL AM NEUKLOSTERSEE **** 2

Privat geführtes Hotel direkt am Neu­ klostersee. Mit eigenem Sandstrand, Hallenbad und umfangreichem Sportund Wellnessangebot. Sein Restaurant wurde zwei Mal mit dem „Bib Gourmand“ des Guide Michelin ausgezeichnet. • D 23992 Nakenstorf, ME-VO Fon +49-(0)38422-457-0 www.seehotel-neuklostersee.de

GRÄFLICHER PARK HEALTH & BALANCE RESORT **** S 3 Erleben Sie Tage, so wie sie sein sollten. Heute schon entspannt? Denken Sie darüber nach, wie Ihr Tag bislang war. Denken Sie weiter. Wie könnte er sein? Wellness und Spa, Genuss und ausgezeichnete Kulinarik. Luxus, Lebensfreude und Wohlbefinden für Körper, Seele und Geist. So weit ist das gar nicht weg, denn wir liegen mit unserem Vierstern-superior-Hotel mitten in Ostwestfalen: am Fuße des Teutoburger Waldes in Bad Driburg. Kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns darauf, Sie begrüßen zu dürfen. Es wird Zeit für Entspannung und vollendete Gastfreundschaft. Machen Sie sich auf den Weg und erleben Sie Tage, so wie sie sein sollten. • D 33014 Bad Driburg NORDRHEIN-WESTFALEN Fon +49-(0)5253-9523-0 www.graeflicher-park.de

JAMMERTAL RESORT **** 3 In traumhafter Alleinlage mitten im Naturpark Haard/Münsterland idyllisch ­gelegen – abgeschieden, in einer großzügigen Parkanlage mit herrlichem alten Baumbestand. • D 45711 Datteln-Ahsen NORDRHEIN-WESTFALEN Fon +49-(0)2363-377-0 www.jammertal.de

WELLNESS- UND FERIENHOTEL REPPERT **** S 3 Exklusiv für unsere Hausgäste bietet das Reppert ein mehrfach ausgezeichnetes Spa auf 1.000 m². Drei Schwimmbäder, Sportmöglichkeiten und unberührte ­Natur schaffen einen perfekten Rahmen für Ihren Urlaub. • D 79856 Hinterzarten, SCHWARZWALD Fon +49-(0)7652-1208-0 www.reppert.de

PANORAMAHOTEL OBERJOCH **** S 1 Modernes Wellness- und Genießerhotel mit atemberaubendem Bergpanorama. Ein Familienbetrieb mit 115 Zimmern und 14 Chalets im modernen alpinen Stil und regionaler Küche. Modernes Alpin-Spa auf 3.000 m² mit verschiedenen Saunen sowie Innen- und Außenpool. • D 87541 Bad Hindelang-Oberjoch BAYERN Fon +49-(0)8324-9333-0 www.panoramahotel-oberjoch.de

RELAIS & CHÂTEAUX-HOTEL SCHLOSS SEEFELS ***** 3 Am See auf Fels gebaut. Das Seefels, ein neobarockes Juwel, ist zu jeder Jahreszeit die stimmungsvollste Adresse am Wörthersee. Das Felsen- und See-Spa mit beheiztem Seebad (28 ° C) bereitet Freude wie die Zwei-Hauben-Küche. • A 9212 Pörtschach KÄRNTEN Fon +43-(0)4272-2377 www.seefels.com

S POR T & WE L L N E S S SEEHOTEL AM NEUKLOSTERSEE **** 2 Privat geführtes Wohlfühlhotel direkt am Neuklostersee. Mit eigenem Sandstrand, Hallenbad und umfangreichem Sport- und Wellnessangebot. Sein Restaurant wurde zwei Mal mit dem „Bib Gourmand“ des Guide Michelin ausgezeichnet. • D 23992 Nakenstorf, MECKLENBURG-VORPOMMERN Fon +49-(0)38422-457-0, www.seehotel-neuklostersee.de

STRANDHOTEL GEORGSHÖHE **** S 3 Direkt an der Nordsee gelegen: 132 Designzimmer und 4.000 m² Spa mit Meerblick. Das Gourmetrestaurant „N’eys“ im Wintergarten und die Seeterrasse mit zu öffnendem Dach verwöhnen kulinarisch – während die Sonne im Meer versinkt! • D 26548 Norderney, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4932-898-0 www.georgshoehe.de

NATURHOTEL CHESA VALISA **** 2 Bio-Refugium im Kleinwalsertal: Auszeit, Entspannung und Biogenuss auf höherer Ebene. Schipisten und Wanderwege beginnen und enden am Hotel. ­Vorarlberger Holzarchitektur besticht durch Klarheit. Alpin-Spa mit ganzjährig beheiztem Außen­becken, verschiedenen Saunen und viel Platz. Breites Angebot an Treatments mit Schwerpunkt Ayurveda, Naturkosmetik von Pharmos Natur und Marías Salzburg. Aktivprogramm in- und outdoor mit Trainerteam, Yoga, Qi Gong, Tai Chi – auch Seminare und Kurse. Österreichischer Weinkeller, Grüne-Hauben-Küche ausschließlich in Bioqualität, auch ayurvedisch und vegan. Tradition seit 1507, Biohotel seit 2007. • A 6992 Hirschegg/Kleinwalsertal, VORARLBERG Fon +43-(0)5517-5414-0, www.naturhotel.at

DAS RIESER AKTIV & SPA RESORT **** S 2 Entspannen, erleben und genießen am Achensee. 4.000 m² Spa, neue exklusive Suiten, Wasserwelt in- & outdoor, Saunarefugium, Aktiv- & Vitalprogramm, weitläufiger Park mit Biobadeteich, ausgezeichnete Genussküche und vieles mehr. • A 6213 Pertisau, TIROL Fon +43-(0)5243-5251 www.hotel-rieser.com

GRÄFLICHER PARK HEALTH & BALANCE RESORT **** S 3 Erleben Sie Tage, so wie sie sein sollten. Heute schon entspannt? Denken Sie darüber nach, wie Ihr Tag bislang war. Denken Sie weiter. Wie könnte er sein? Wellness und Spa, Genuss und ausgezeichnete Kulinarik. Luxus, Lebensfreude und Wohlbefinden für Körper, Seele und Geist. So weit ist das gar nicht weg, denn wir liegen mit unserem Vierstern-superior-Hotel mitten in Ostwestfalen: am Fuße des Teutoburger Waldes in Bad Driburg. Kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns darauf, Sie begrüßen zu dürfen. Es wird Zeit für Entspannung und vollendete Gastfreundschaft. Machen Sie sich auf den Weg und erleben Sie Tage, so wie sie sein sollten. • D 33014 Bad Driburg, NORDRHEIN-WESTFALEN Fon +49-(0)5253-9523-0, www.graeflicher-park.de

DAS KÖNIG LUDWIG WELLNESS & SPA RESORT ALLGÄU ****S 2 In Alleinlage im Königswinkel mit direktem Bergblick, begeistert das König Ludwig mit 4.500 m² Spa, sieben Saunen, Ruhehaus, neuer Yoga-Lounge, beheiztem Innen- und Außenpool, Fitnessstudio, exzellenter Küche und Vinothek. • D 87645 Schwangau/Allgäu, BAYERN Fon +49-(0)8362-889-0 www.koenig-ludwig-hotel.de

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HOTEL BERGHOF **** 1

ALMHOF FAMILY RESORT **** S 3 Bei Genießern zu Gast! Erleben Sie familiär geführte Gastlichkeit vor einer herrlichen Bergkulisse. Kulinarische, heimische, saisonale Köstlichkeiten, Schnapsbücherl, Weinkarte, Sauna, Spa und Hundefreundlichkeit. • A 8972 Ramsau, STEIERMARK Fon +43-(0)3687- 81848-0 www.hotel-berghof.at

GOLF & W EL L N E S S LANDHAUS WACHTELHOF ***** S 2 Entspannung pur in einem der schönsten Fünfsternehotels Niedersachsens: Wachtelhof-Therme mit mehr als 1.000 m² Wellness, Fitness, Sauna und Pool. 38 Zimmer und ausgezeichnete Landhausküche im Restaurant „Die Wachtelei“. Die neu gestalteten Boutique-Zimmer überraschen mit detailverliebter Einrichtung, Regenduschen und modernem Komfort. Seit 28 Jahren ist der familiengeführte Wachtelhof erfolgreich in Rotenburg zu Hause. Viele Mitarbeiter – allen voran der Küchenchef – begleiten das Haus ebenso lang und sorgen für eine freundschaftliche Wohlfühlatmosphäre. Das Team rund um den Direktor Heiko K. Kehrstephan und Familie freut sich sehr auf Sie! • D 27356 Rotenburg, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4261-853-0 www.wachtelhof.de

LANDHOTEL VOSHÖVEL **** S 2 Familiengeführtes Hotel mit 80 stilvollen Zimmern und Suiten. Im Livingroom-Spa treffen Naturmaterialien auf Designermöbel und bieten eine ganz besondere Art der Entspannung. Kreative Küche und zuvorkommendes Service. • D 46514 Schermbeck, NRW Fon +49-(0)2856-91400 www.landhotel.de

Der Almhof ist die beste Adresse, wenn Familien- und Wellnessurlaub kombiniert werden sollen. Warum sind wir der Meinung, dass der Almhof diese so unterschiedlichen Ansprüche abdeckt? Der Almhof hat die ideale Größe für ein Familienhotel. Groß genug, um eine tolle Infrastruktur für Kids und Eltern und gleichzeitig eine familiäre Atmosphäre, die das Haus so besonders macht, anbieten zu können. Dazu die kurzen, übersichtlichen Wege: Der Almhof ist nahezu barrierefrei und klar strukturiert. Das ideale Familienhotel, auch archi­tektonisch! Als Refugium nur für Erwachsene gibt es einen eigenen Wellnessturm. Wir freuen uns, Sie bei uns verwöhnen zu dürfen! • A 6281 Gerlos, TIROL Fon +43-(0)5284-5323, www.familyresort.at

NATURHOTEL CHESA VALISA **** 2 Bio-Refugium im Kleinwalsertal: Auszeit, Entspannung und Biogenuss auf höherer Ebene. Schipisten und Wanderwege beginnen und enden am Hotel. ­Vorarlberger Holzarchitektur besticht durch Klarheit. Alpin-Spa mit ganzjährig beheiztem Außen­becken, verschiedenen Saunen und viel Platz. Breites Angebot an Treatments mit Schwerpunkt Ayurveda, Naturkosmetik von Pharmos Natur und Marías Salzburg. Aktivprogramm in- und outdoor mit Trainerteam, Yoga, Qi Gong, Tai Chi – auch Seminare und Kurse. Österreichischer Weinkeller, Grüne-Hauben-Küche ausschließlich in Bioqualität, auch ayurvedisch und vegan. Tradition seit 1507, Biohotel seit 2007. • A 6992 Hirschegg/Kleinwalsertal, VORARLBERG Fon +43-(0)5517-5414-0, www.naturhotel.at

L U XU S & WE L L N E S S GUT VARENDORF 3

SALZBURGERHOF GOLF- & GENIESSERHOTEL *****S 4 Fünf Sterne superior, vier Relax-Guide-Lilien, zwei Gault-Millau-Hauben. 36-Loch-Golfparcours, Gault-Millau-Hotel des Jahres 2013. • A 5700 Zell am See, SALZBURG Fon +43-(0)6542-765-0 www.salzburgerhof.at

QUELLENHOF LEUTASCH **** S 3 Der Pool: immer wohltemperiert zum Schwimmen bereit, die Kulinarik: so vielfältig mit Zutaten aus der Region, die Entspannung: individuell kombiniert mit Aktivität und Ruhe. Erholung pur. Zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis. • A 6105 Leutasch, TIROL Fon +43-(0)5214-6782-0 www.quellenhof.at

FA M I L I E & W E L L N E S S SEEHOTEL AM NEUKLOSTERSEE **** 2 Privat geführtes Wohlfühlhotel direkt am Neuklostersee. Mit eigenem Sandstrand, Hallenbad und umfangreichem Sport- und Wellnessangebot. Sein Restaurant wurde zwei Mal mit dem „Bib Gourmand“ des Guide Michelin ausgezeichnet. • D 23992 Nakenstorf MECKLENBURG-VORPOMMERN Fon +49-(0)38422-457-0 www.seehotel-neuklostersee.de

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Das Wellnessparadies nur für Damen, ausgezeichnet mit drei Lilien!

• D 49597 Rieste-Süd NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)5464-9205-0 www.gut-varendorf.de

SALZBURGERHOF GOLF- & GENIESSERHOTEL *****S 4 Fünf Sterne superior, vier Relax-Guide-Lilien, zwei Gault-Millau-Hauben. 36-Loch-Golfparcours, Gault-Millau-Hotel des Jahres 2013. • A 5700 Zell am See, SALZBURG Fon +43-(0)6542-765-0, www.salzburgerhof.at

HOTEL & SPA DER STEIRERHOF ***** 4 Eigene Therme mit 7 Pools, 10 Saunen und Ladys-Spa – nur für Hotelgäste. Vitalabteilung mit Kurarzt, TCM, Massagen, Wickeln und Packungen, Bädern, Heilgymnastik, Kosmetik. Aktivprogramm, Haubenküche, Panoramaterrasse – und vieles mehr! • A 8271 Bad Waltersdorf, STEIERMARK Fon +43-(0)3333-3211-0 www.dersteirerhof.at


W EI N & W ELL N E S S LANDGUT & SPA ALTHOF RETZ **** 1 700 Jahre alter Gutshof am Fuße der Weinberge. Premium-Winzerzimmer, eigene Gebietsvinothek und Heuriger. Vino-Spa mit Infinity-Dachpool und der in Österreich exklusiv angewendeten SanVino-Weinkosmetik. • A 2070 Retz, NIEDERÖSTERREICH Fon +43-(0)2942-3711 www.althof.at

HOTEL BERGHOF **** 1 Bei Genießern zu Gast! Erleben Sie familiär geführte Gastlichkeit vor einer herrlichen Bergkulisse. Kulinarische, heimische, saisonale Köstlichkeiten, Schnapsbücherl, Weinkarte, Sauna, Spa und Hundefreundlichkeit. • A 8972 Ramsau am Dachstein STEIERMARK Fon +43-(0)3687-81848-0 www.hotel-berghof.at

NATURHOTEL EDELWEISS WAGRAIN **** 2

QUELLENHOF LEUTASCH **** S 3 Der Pool: immer wohltemperiert zum Schwimmen bereit, die Kulinarik: so viel­ fältig mit Zutaten aus der Region, die Entspannung individuell kombiniert mit Aktivität und Ruhe. Erholung pur. Zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis. • A 6105 Leutasch, TIROL Fon +43-(0)5214-6782-0, www.quellenhof.at

HEI L- & T H ER M A L Q U E L L E N KLAMMER‘S KÄRNTEN **** 1 Innovatives Viersternhotel für alle, die Luxus leger genießen möchten. Ein Haus mit sehr guter Küche und vielen Orten des Glücks: Wellnessoase, Beauty-Abteilung, eigene Alm und Yoga-Wochen. • A 5630 Bad Hofgastein, SALZBURG Fon +43-(0)6432-6711-0 www.hotel-kaernten.com

HOTEL & SPA DER STEIRERHOF ***** 4 Eigene Therme mit sieben Pools, 10 Saunen und Ladys-Spa – nur für Hotelgäste. Vitalabteilung mit Kurarzt, TCM, Massagen, Wickeln und Packungen, Bädern, Heilgymnastik, Kosmetik. Aktivprogramm, Haubenküche, Panoramaterrasse – und vieles mehr! • A 8271 Bad Waltersdorf, STEIERMARK Fon +43-(0)3333-3211-0, www.dersteirerhof.at

QUELLENHOTEL HEILTHERME BAD WALTERSDORF **** 2

In Traumlage am Sonnenplateau Weberlandl verfügt das Naturhotel Edelweiss über ein einzigartiges Panorama und ermöglicht den Gästen einen unvergesslichen Aufenthalt. Durch die Lage an der Rote-8er-Gondel haben unsere Gäs­te einen Direkteinstieg in Österreichs größtes Schigebiet: die Skiwelt amadé. Direkt neben dem Hotel liegt die Wagraini’s Winterwelt mit ­Kinderschischule und Betreuungsprogramm. In unserem Green Spa mit ­Sauna, Dampfbad und Indoorpool lässt es sich nach einem Wander- oder Schitag wunderbar entspan­ nen oder im Sommer im Schwimmbiotop erfrischen. Von unserer Terrasse genießen Sie ein grandioses Panorama auf die W ­ agrainer Bergwelt. • A 5602 Wagrain, SALZBURG Fon +43-(0)6413-8447, www.mein-edelweiss.at

HOTEL SCHNEIDER **** S 1 Traumtage in Toplage: vom Schikeller direkt auf die Piste. Schöner Spa-Bereich mit Hallenbad, Whirlpool, drei Saunen und Laconium. Ausgezeichnete Küche bei feiner Tischkultur, Spitzenprodukte aus eigener Landwirtschaft, stimmungsvolle Bar mit offenem Kamin. • A 5562 Obertauern SALZBURG Fon +43-(0)6456-7314 www.schneider.at

BIO-WE L L N E S S NATURHOTEL CHESA VALISA **** 2

Pures Thermalwasser, sprudelnde Lebensfreude: Entspannen auf 28.000 m2 Wohlfühllandschaft mit zwei eigenen Thermen. Quellenoase nur für Hotelgäste und Heiltherme mit Ruheoasen und dem Restaurant Quellblick. • A 8271 Bad Waltersdorf, STEIERMARK Fon +43-(0)3333-500-0 www.heiltherme.at

SCH I FAH REN & W E L L N E S S GRIDLON **** 2 Familiär geführtes Wohlfühlhotel am Arlberg mit neuem Spa: Hallenbad, beheizter Außenpool, Kosmetik- und Massageangebot sowie verschiedene Saunen und Ruhe­räume mit Blick auf die Berge. Ausgezeichnete Küche und privates Schi-Shuttle. • A 6574 Pettneu, TIROL Fon +43-(0)5448-8208, www.gridlon.com

Bio-Refugium im Kleinwalsertal: Auszeit, Entspannung und Biogenuss auf höherer Ebene. Schipisten und Wanderwege beginnen und enden am Hotel. Vorarlberger Holzarchitektur besticht durch Klarheit. Alpin-Spa mit ganz­ jährig beheiztem Außenbecken, verschiedenen Saunen und viel Platz. Breites Angebot an Treatments mit Schwerpunkt Ayurveda, Naturkosmetik von ­Pharmos Natur und Marías Salzburg. Aktivprogramm in- und outdoor mit Trainer­team, Yoga, Qi Gong, Tai Chi – auch Seminare und Kurse. Österreichischer Weinkeller, Grüne-Hauben-Küche ausschließlich in Bioqualität, auch ayurvedisch und vegan. Tradition seit 1507, Biohotel seit 2007. • A 6992 Hirschegg/Kleinwalsertal, VORARLBERG Fon +43-(0)5517-5414-0, www.naturhotel.at

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DER DABERER – DAS BIOHOTEL **** S 3 Neues Natur-Spa mit Raum und Weitblick, Lieblingsplatz-Garantie sowie achtsamen Treatments. Schlichte, k­ lare Architektur, feine Atmosphäre, Bio­ küchengenuss, privates Naturresort ums Haus, Yoga, Waldsauna und Naturteich. • A 9635 St. Daniel, KÄRNTEN Fon +43-(0)4718-590 www.biohotel-daberer.at

VILLA GLEICHENBERG 2 Wohnen unter einem guten Stern im Jugendstil-Schmuckkästchen. Feines Spa, nur 17 Zimmer in behaglicher Größe, Top-Rankings für Poolwasser und Bioküche. Herzlich Willkommen bei Gerti und Reinhard Kaulfersch! • A 8344 Bad Gleichenberg, STEIERMARK Fon +43-(0)3159-2424 www.gleichenbergerhof.at

BIO-THERMALHOTEL FALKENHOF **** 2 Das einzige Biohotel mit Thermalbad im deutschsprachigen Raum, eingebettet in der wunderschönen Naturlandschaft im niederbayerischen Landkreis Passau ist ein Familienbetrieb mit 70 Betten. Die 40 Zimmer sind baubiologisch hochwertig ausgestattet. Erholung und Regeneration erwarten Sie unter anderem im Panoramathermalpool mit dem legendären und heilkräftigen Bad Füssinger Thermalwasser. • D 94072 Bad Füssing, BAYERN Fon +49-(0)8531-9743, www.hotel-falkenhof.de

GESUNDH EI T S H O T E L S

BAD CLEVERS GESUNDHEITSRESORT & SPA 2 Unser ganzheitliches Konzept für „Medical- & Wellnessurlaub im Allgäu“ besteht aus moderner Medizin, Naturheilkunde (Kneipp und F. X. Mayr), Wohlfühlanwendungen sowie den fünf Elementen Wasser, Bewegung, Balance, Ernährung und Pflanzen. Wir machen Ihnen Lust auf gesundes Leben! • D 87730 Bad Grönenbach, BAYERN Fon +49-(0)8334-609-101 www.bad-clevers-gesundheitsresort-spa.de

G’SUND & NATUR HOTEL DIE WASNERIN **** S 3 Auszeit-Refugium inmitten der vielseitigsten Region Österreichs. Natürliches „Auszeiteln“ mit professionellem Yoga- und Gesundheitsangebot, einzigartigem Literaturprogramm sowie liebevoller Dienstleistung und außergewöhnlichen Details. Für qualitätsorientierte Gäste. • A 8990 Bad Aussee, STEIERMARK Fon +43-(0)3622-52108, www.diewasnerin.at

WE L L N E S S A M WA S S E R MEERLUST **** S 2 Familiengeführtes Wellnesshotel mit regionaler Frischeküche, außergewöhnlichem Service und wohltuendem Zufluchtscharakter. In ruhiger Lage, direkt hinter dem Deich am Sandstrand, mitten im Nationalpark. • D 18374 Zingst, ME-VO Fon +49-(0)38232-885-0 www.hotelmeerlust.de

GRÄFLICHER PARK HEALTH & BALANCE RESORT **** S 3

SEEHOTEL AM NEUKLOSTERSEE **** 2

Erleben Sie Tage, so wie sie sein sollten. Heute schon entspannt? Denken Sie darüber nach, wie Ihr Tag bislang war. Denken Sie weiter. Wie könnte er sein? Wellness und Spa, Genuss und ausgezeichnete Kulinarik. Luxus, Lebensfreude und Wohlbefinden für Körper, Seele und Geist. So weit ist das gar nicht weg, denn wir liegen mit unserem Vierstern-superior-Hotel mitten in Ostwestfalen: am Fuße des Teutoburger Waldes in Bad Driburg. Kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns darauf, Sie begrüßen zu dürfen. Es wird Zeit für Entspannung und vollendete Gastfreundschaft. Machen Sie sich auf den Weg und erleben Sie Tage, so wie sie sein sollten. • D 33014 Bad Driburg, NORDRHEIN-WESTFALEN Fon +49-(0)5253-9523-0 www.graeflicher-park.de

Privat geführtes Wohlfühlhotel direkt am Neuklostersee. Mit eigenem Sandstrand, Hallenbad und umfangreichem Sport- und Wellnessangebot. Sein Restaurant wurde zwei Mal mit dem „Bib Gourmand“ des Guide Michelin ausgezeichnet. • D 23992 Nakenstorf, MECKLENBURG-VORPOMMERN Fon +49-(0)38422-457-0 www.seehotel-neuklostersee.de

KLINIK PIRAWARTH 2

STRANDHOTEL GEORGSHÖHE **** S 3 Direkt an der Nordsee gelegen: 132 Designzimmer und 4.000 m² Spa mit Meerblick. Das Gourmetrestaurant „N’eys“ im Wintergarten und die Seeterrasse mit zu öffnendem Dach verwöhnen kulinarisch – während die Sonne im Meer versinkt! • D 26548 Norderney, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4932-898-0 www.georgshoehe.de

BADHOTEL STERNHAGEN ***** S 2 Wellness an der Nordsee und dem UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Original-­ Thalasso-Center, große Meerwasser-Spa-Landschaft. Gourmetrestaurants (u. a. zwei Michelin-Sterne) und Café mit herrlichem Panoramablick. Hauseigene Konditorei. • D 27476 Cuxhaven-Duhnen, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4721-434-0 www.badhotel-sternhagen.de

Endlich wieder ausgeruht aufwachen. Sich freuen auf den neuen Tag, statt sich davor zu fürchten. Mit Appetit frühstücken – und mit positiven Gedanken. An der frischen Luft aufatmen und bei jeder Bewegung spüren, wie die Kraft zurückkommt. Endlich wieder Freude empfinden, an den kleinen Dingen und an den großen. Wieder Lust auf etwas haben und den Moment genießen können. Nicht stark sein müssen, sondern mit der richtigen Unterstützung wieder stark werden. Sich erinnern, wie sich Unbeschwert-Sein anfühlt. Mit Menschen zusammen sein, die Verständnis haben. Sich selbst verstehen. Endlich Klarheit haben und einen Plan, wie es weiter geht. Wissen, dass alles gut wird. • A 2222 Bad Pirawarth, NIEDERÖSTERREICH Fon +43-(0)2574-29160-5120, www.klinik-pirawarth.at

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RELAIS & CHÂTEAUX-HOTEL SCHLOSS SEEFELS ***** 3 Am See auf Fels gebaut. Das Seefels, ein neobarockes Juwel, ist zu jeder Jahreszeit die stimmungsvollste Adresse am Wörthersee. Das Felsen- und See-Spa mit beheiztem Seebad (28 ° C) bereitet Freude wie die Zwei-Hauben-Küche. • A 9212 Pörtschach, KÄRNTEN Fon +43-(0)4272-2377 www.seefels.com


SEEHOTEL ENZIAN **** 1

HOTEL AM HOLAND *** 3

Sommer- und Winterparadies direkt am See. Ein kleines, romantisches und exquisites, von Familie Cieslar persönlich geführtes Hotel. Highlight zu jeder Jahreszeit ist unser auf 100 Pfählen schwebendes See-Spa am Wasser – mit sensationellem Blick auf den See und die Berge. Neu: exklusive Suiten direkt am Wasser und Ferienappartements in unserem Landhaus. • A 9762 Weißensee, KÄRNTEN Fon +43-(0)4713-2221, www.seehotelenzian.at

16. Platz (von 70) in der Top-Küchen-Bewertung! Kleines Hotel für Paare in ruhiger Südhanglage mit herrlichem Panoramablick. Neuer Wellnessbereich mit Saunen, Ruheraum, Infinity-Außenpool, nur für unsere Hotelgäste! • A 6883 Au/Bregenzerwald, VORARLBERG Fon +43-(0)5515-2932, www.amholand.at

WA N DE R N & WE L L N E S S KL EI NE W ELL N E S S H O T E L S LANDHAUS WACHTELHOF ***** S 2 Entspannung pur in einem der schönsten Fünfsternehotels Niedersachsens: Wachtelhof-Therme mit mehr als 1.000 m² Wellness, Fitness, Sauna und Pool. 38 Zimmer und ausgezeichnete Landhausküche im Restaurant „Die Wachtelei“. Die neu gestalteten Boutique-Zimmer überraschen mit detailverliebter Einrichtung, Regenduschen und modernem Komfort. Seit 28 Jahren ist der familiengeführte Wachtelhof erfolgreich in Rotenburg zu Hause. Viele Mitarbeiter – allen voran der Küchenchef – begleiten das Haus ebenso lang und sorgen für eine freundschaftliche Wohlfühlatmosphäre. Das Team rund um den Direktor Heiko K. Kehrstephan und Familie freut sich sehr auf Sie! • D 27356 Rotenburg, NIEDERSACHSEN Fon +49-(0)4261-853-0, www.wachtelhof.de

HOTEL SALINENSEE *** 1 Ruhige Lage unweit vom Stadtkern am wunderschön gelegenen Salinensee. ­Familiär geführt, mit modernen Zimmern und Suiten, Spa mit Indoor-Pool und Saunen. Regionale und saisonale Köstlichkeiten aus der Küche. • D 78073 Bad Dürrheim, BW Fon +49-(0)7726-3705-0 www.hotel-salinensee.de

WELLNESS- UND FERIENHOTEL REPPERT **** S 3 Exklusiv für unsere Hausgäste bietet das Reppert ein mehrfach ausgezeichnetes Spa auf 1.000 m². Drei Schwimmbäder, Sportmöglichkeiten und unberührte Natur schaffen einen perfekten Rahmen für Ihren Urlaub. • D 79856 Hinterzarten/Hochschwarzwald, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7652-1208-0, www.reppert.de

NATURHOTEL EDELWEISS WAGRAIN **** 2 In Traumlage am Sonnenplateau Weberlandl verfügt das Naturhotel Edelweiss über ein einzigartiges Panorama und ermöglicht den Gästen einen unvergesslichen Aufenthalt. Durch die Lage an der Rote-8er-Gondel haben unsere ­Gäste ­einen Direkteinstieg in Österreichs größtes Schigebiet: die Skiwelt amadé. ­Direkt neben dem Hotel liegt die Wagraini’s Winterwelt mit Kinderschischule und ­Betreuungsprogramm. In unserem Green Spa mit Sauna, Dampfbad und Indoorpool lässt es sich nach einem Wander- oder Schitag wunderbar entspannen oder im Sommer im Schwimmbiotop erfrischen. Von unserer Terrasse genießen Sie ein grandioses Panorama auf die Wagrainer Bergwelt. • A 5602 Wagrain, SALZBURG Fon +43-(0)6413-8447, www.mein-edelweiss.at

MEERLUST **** S 2 Familiengeführtes Wellnesshotel mit regionaler Frischeküche, außergewöhnlichem Service und wohltuendem Zufluchtscharakter. In ruhiger Lage, direkt hinter dem Deich am Sandstrand, mitten im Nationalpark. • D 18374 Zingst, MECKLENBURG-VORPOMMERN Fon +49-(0)38232-885-0 www.hotelmeerlust.de

RIMBERG **** 1 713 m über dem Alltag in Alleinlage mit Fernsicht. Traditionshaus im Hoch­ sauerland bei Winterberg, hochwertig modernisiert, 100 Betten und 2.000 m² Wellnessbereich. • D 57392 Schmallenberg-Rimberg, NORDRHEIN-WESTFALEN Fon +49-(0)2974-777-0 www.hotel-rimberg.de

WELLNESS- UND FERIENHOTEL REPPERT **** S 3 Exklusiv für unsere Hausgäste bietet das Reppert ein mehrfach ausgezeichnetes Spa auf 1.000 m². Drei Schwimmbäder, Sportmöglichkeiten und unberührte Natur schaffen einen perfekten Rahmen für Ihren Urlaub. • D 79856 Hinterzarten/Hochschwarzwald, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7652-1208-0 www.reppert.de

DAS KRANZBACH HOTEL & WELLNESS-REFUGIUM ***** 4 Ruhe- und Alleinlage im Bergtal mit Blick auf die Zugspitze. Spa in der Natur mit großer Liegewiese, Pool- und Saunalandschaft. Separates Ladys-Spa, Massagen und Kosmetik. Yoga-Plattform mitten im Wald. Frische Küche, kreatives Design und romantische Atmosphäre. • D 82493 Kranzbach-Klais, BAYERN Fon +49-(0)8823-928000 www.daskranzbach.de

RELAX & WANDERHOTEL POPPENGUT **** 1 Wandern und Genießen im Stodertal: familiär geführtes, auf Wandern spezialisiertes Hotel, gemütliches Ambiente, feinste Gourmetküche, harmonischer Wellnessbereich in Gartenlage, herzliche Gastgeber, Ruhe und Erholung pur. • A 4573 Hinterstoder, OÖ Fon +43-(0)7564-5268 www.poppengut.at

NATURHOTEL EDELWEISS WAGRAIN **** 2 VILLA GLEICHENBERG 2 Wohnen unter einem guten Stern im Jugendstil-Schmuckkästchen. Feines Spa, nur 17 Zimmer in behaglicher Größe, Top-Rankings für Poolwasser und Bioküche. Herzlich Willkommen bei Gerti und Reinhard Kaulfersch! • A 8344 Bad Gleichenberg, STMK Fon +43-(0)3159-2424 www.gleichenbergerhof.at

In Traumlage am Sonnenplateau Weberlandl verfügt das Naturhotel Edelweiss über ein einzigartiges Panorama und ermöglicht den Gästen einen unvergesslichen Aufenthalt. Durch die Lage an der Rote-8er-Gondel haben unsere ­Gäste ­einen Direkteinstieg in Österreichs größtes Schigebiet: die Skiwelt amadé. ­Direkt neben dem Hotel liegt die Wagraini’s Winterwelt mit Kinderschischule und ­Betreuungsprogramm. In unserem Green Spa mit Sauna, Dampfbad und Indoorpool lässt es sich nach einem Wander- oder Schitag wunderbar entspannen oder im Sommer im Schwimmbiotop erfrischen. Von unserer Terrasse genießen Sie ein grandioses Panorama auf die Wagrainer Bergwelt. • A 5602 Wagrain, SALZBURG Fon +43-(0)6413-8447, www.mein-edelweiss.at

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KLAMMER’S KÄRNTEN **** 1 Innovatives Viersternhotel für alle, die Luxus leger genießen möchten. Ein Haus mit sehr guter Küche und vielen Orten des Glücks: Wellnessoase, Beauty-­ Abteilung, eigene Alm und Yoga-Wochen. • A 5630 Bad Hofgastein, SALZBURG Fon +43-(0)6432-6711-0, www.hotel-kaernten.com

QUELLENHOF LEUTASCH **** S 3 Der Pool: immer wohltemperiert zum Schwimmen bereit, die Kulinarik: so vielfältig mit Zutaten aus der Region, die Entspannung: individuell kombiniert mit Aktivität und Ruhe. Erholung pur. Zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis. • A 6105 Leutasch, TIROL Fon +43-(0)5214-6782-0, www.quellenhof.at

FA S T E N & E N T S CH L A CKE N GRÄFLICHER PARK HEALTH & BALANCE RESORT **** S 3 Erleben Sie Tage, so wie sie sein sollten. Heute schon entspannt? Denken Sie darüber nach, wie Ihr Tag bislang war. Denken Sie weiter. Wie könnte er sein? Wellness und Spa, Genuss und ausgezeichnete Kulinarik. Luxus, Lebensfreude und Wohlbefinden für Körper, Seele und Geist. So weit ist das gar nicht weg, denn wir liegen mit unserem Vierstern-superior-Hotel mitten in Ostwestfalen: am Fuße des Teutoburger Waldes in Bad Driburg. Kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns darauf, Sie begrüßen zu dürfen. Es wird Zeit für Entspannung und vollendete Gastfreundschaft. Machen Sie sich auf den Weg und erleben Sie Tage, so wie sie sein sollten. • D 33014 Bad Driburg, NORDRHEIN-WESTFALEN Fon +49-(0)5253-9523-0, www.graeflicher-park.de

BAD CLEVERS GESUNDHEITSRESORT & SPA 2

GRIDLON **** 2 Familiär geführtes Wohlfühlhotel am Arlberg mit neuem Spa: Hallenbad, beheizter Außenpool, Kosmetik- und Massageangebot sowie verschiedene Saunen und Ruhe­ räume mit Blick auf die Berge. Ausgezeichnete Küche, privater Schishuttle. • A 6574 Pettneu, TIROL Fon +43-(0)5448-8208 www.gridlon.com

Unser ganzheitliches Konzept für „Medical- & Wellnessurlaub im Allgäu“ besteht aus moderner Medizin, Naturheilkunde (Kneipp und F. X. Mayr), Wohlfühlanwendungen sowie den fünf Elementen Wasser, Bewegung, Balance, Ernährung und Pflanzen. Wir machen Ihnen Lust auf gesundes Leben! • D 87730 Bad Grönenbach, BAYERN Fon +49-(0)8334-609-101, www.bad-clevers-gesundheitsresort-spa.de

A Y U R VE DA SANTULAN AUM-KURZENTRUM 1

HOTEL BERGHOF **** 1 Familiär geführte Gastlichkeit vor herrlicher Bergkulisse. Kulinarische saisonale Köstlichkeiten, Schnapsbücherl, Weinkarte, Sauna, Spa und Hundefreundlichkeit. • A 8972 Ramsau am Dachstein, STEIERMARK Fon +43-(0)3687-81848-0, www.hotel-berghof.at

Traditionelle, authentische Ayurvedakuren: seit 1994 in Deutschland. Qualifiziertes, erfahrenes Team, idyllische Lage, meditative Atmosphäre, individuelle Betreuung. • D 74629 Pfedelbach, BADEN-WÜRTTEMBERG Fon +49-(0)7949-590, www.ayurvedakuren.com

QUELLENHOF LEUTASCH **** S 3

ADULT S O NLY DAS KRANZBACH HOTEL & WELLNESS-REFUGIUM ***** 4 Ruhe- und Alleinlage im Bergtal mit Blick auf die Zugspitze. Spa in der Natur mit großer Liegewiese, Pool- und Saunalandschaft. Separates Ladys-Spa, Massagen und Kosmetik. Yoga-Plattform mitten im Wald. Frische Küche, kreatives Design und romantische Atmosphäre. • D 82493 Kranzbach-Klais, BAYERN Fon +49-(0)8823-928000, www.daskranzbach.de

DAS KÖNIG LUDWIG WELLNESS & SPA RESORT ALLGÄU ****S 2 In Alleinlage im Königswinkel mit direktem Bergblick, begeistert das König Ludwig mit 4.500 m2 Spa, 7 Saunen, Ruhehaus, neuer Yoga-Lounge, beheiztem Innen- und Außenpool, Fitnessstudio, exzellenter Küche und Vinothek. • D 87645 Schwangau/Allgäu, BAYERN Fon +49-(0)8362-889-0 www.koenig-ludwig-hotel.de

Der Pool: immer wohltemperiert zum Schwimmen bereit, die Kulinarik: so vielfältig mit Zutaten aus der Region, die Entspannung individuell kombiniert mit Aktivität und Ruhe. Erholung pur. Zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis. • A 6105 Leutasch, TIROL, Fon +43-(0)5214-6782-0, www.quellenhof.at

NATURHOTEL CHESA VALISA **** 2 Bio-Refugium im Kleinwalsertal: Auszeit, Entspannung und Biogenuss auf höherer Ebene. Schipisten und Wanderwege beginnen und enden am Hotel. ­Vorarlberger Holzarchitektur besticht durch Klarheit. Alpin-Spa mit ganzjährig beheiztem Außen­becken, verschiedenen Saunen und viel Platz. Breites Angebot an Treatments mit Schwerpunkt Ayurveda, Naturkosmetik von Pharmos Natur und Marías Salzburg. Aktivprogramm in- und outdoor mit Trainerteam, Yoga, Qi Gong, Tai Chi – auch Seminare und Kurse. Österreichischer Weinkeller, Grüne-Hauben-Küche ausschließlich in Bioqualität, auch ayurvedisch und vegan. Tradition seit 1507, Biohotel seit 2007. • A 6992 Hirschegg, VORARLBERG, Fon +43-(0)5517-5414-0, www.naturhotel.at

GRÄFLICHER PARK HEALTH & BALANCE RESORT ****S 3

POSTHOTEL ACHENKIRCH ***** 4 Ein Spielplatz für das Ich in den Tiroler Bergen. 7.000 m² Wasser- und Saunawelten, 35 Jahre Wellness. Im Posthotel kann die Reise ins Ich beginnen. Für Gäs­te ab 14 Jahren. • A 6215 Achenkirch am Achensee, TIROL Fon +43-(0)5246-6522, www.posthotel.at

HOTEL AM HOLAND *** 3 16. Platz (von 70) in der Gourmetwertung! Kleines Hotel mit 12 Zimmern für Paare in ruhiger Südhanglage mit herrlichem Panoramablick. Neues Spa mit Saunen, Ruheraum, Infinity-Außenpool, nur für unsere Hotelgäste! • A 6883 Au, VORARLBERG Fon +43-(0)5515-2932 www.amholand.at

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Erleben Sie Tage, so wie sie sein sollten. Heute schon entspannt? Denken Sie darüber nach, wie Ihr Tag bislang war. Denken Sie weiter. Wie könnte er sein? Wellness und Spa, Genuss und ausgezeichnete Kulinarik. Luxus, Lebensfreude und Wohlbefinden für Körper, Seele und Geist. So weit ist das gar nicht weg, denn wir liegen mit unserem Vierstern-superior-Hotel mitten in ­Ostwestfalen: am Fuße des Teutoburger Waldes in Bad Driburg. Kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns darauf, Sie begrüßen zu dürfen. Es wird Zeit für Entspannung und vollendete Gastfreundschaft. Machen Sie sich auf den Weg und erleben Sie Tage, so wie sie sein sollten. • D 33014 Bad Driburg, NORDRHEIN-WESTFALEN Fon +49-(0)5253-9523-0, www.graeflicher-park.de


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EIN SPA-WEEKEND FÜR ZWEI GEWINNEN! Senden Sie uns die beiliegende Kar te „REL AX & WIN“. Erreicht sie uns bis zum 20. Dezember 2019, dann sind auch Sie dabei. Zu gewinnen ist ein WellnessWeekend für zwei Personen in einem mit Lilien ausgezeichneten Spa-Hotel . IMPR ESSU M

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Medieninhaber: Werner Medien GmbH, Herausgeber: Mag. Christian Werner, Verlagsleitung: Eva Maria Werner Redaktion: Mag. Flavia Fellini (Reise, Kosmetik), Dr. Georg Frank (Gesellschaft, Politik), Ulrike Karl (Chef vom Dienst), Mag. Karl Riffert (Wirtschaft, Reise), Mag. Christian Werner Art Director: Edith Kratochvil, Producer: Teilmenge e. U., Lektorat: Magdalena Burghardt, MA, Lithographie: R12 Anzeigenverkauf: Melanie Schmidt, key@relax-guide.com, Verlagsanschrift: Josefstädter Straße 75–77, 1080 Wien, Austria, Fon & Fax: +43-(0)1-403 2565, DW 66, E-Mail: redaktion@relax-guide.com, Web: www.relax-guide.com, Herstellung: Oberndorfer, Salzburg

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Coverfoto von Anneliese Kompatscher: Das Kranzbach, Bayern

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Wiederverwendung des Inhalts (auch auszugsweise) nur mit schriftlicher Zustimmung gestattet. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Fotos keine Haftung. Das Magazin RELAX erscheint seit 1997 einmal jährlich im Februar. RELAX® und RELAX Guide® sind eingetragene Warenzeichen – Registered Trademark.

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Audi Vorsprung durch Technik


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