29.6.2023 www.dorfblitz.ch inserate@dorfblitz.ch redaktion@dorfblitz.ch
6 REGION JUGENDDROGE Die regionale Suchtpräventionsstelle warnt vor E-Zigaretten. Tabakkonzerne sprechen damit teilweise gezielt Jugendliche an. Die gesundheitlichen Folgen können übel sein.
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BASSERSDORF CENTRUMSHÜSLI
Eine Sanierung des Centrumshüsli ist möglich, wie eine neue Machbarkeitsstudie zeigt. Nun müssen finanzielle Mittel beschafft werden. Seite 11
BRÜTTEN ZUKUNFTSPROJEKTE
In Brütten stehen zwei wichtige Projekte an: der Gestaltungsplan für das Arbeitsplatzgebiet Chätzler und die Baupläne der Genossenschaft Zentrum Brütten. Seite 25
Jeder vierte Hausarzt in der Schweiz ist über 60 Jahre alt, und häufig sind die dörflichen Hausarztpraxen so überlastet, dass sie keine neuen Patienten mehr aufnehmen – wie etwa in Nürensdorf. (Symbolbild/depositphotos)
Hausärztemangel bereitet Bauchweh Der schweizweite Rückgang an Hausärzten trifft auch die «dorfblitz»-Gemeinden, besonders Nürensdorf und Brütten. In Bassersdorf hingegen hat sich die Situation entspannt. Sorgen macht den Hausärzten neben dem fehlenden Nachwuchs die zunehmende Bürokratie. von Birgit Günter
NÜRENSDORF EIGENTALSTRASSE
Der Rahmenkredit für die Eigentalstrasse kommt an die Urne. Das Geschäft lockte so viele Stimmberechtigte wie schon lange nicht mehr an die Gemeindeversammlung. Seite 29
W
ieder schliesst eine Hausarztpraxis, wieder steht ein Dorf ohne Hausarzt da: Schweizweit häufen sich solche Schlagzeilen, obwohl der Hausärztemangel sich schon vor zwei Jahrzehnten abgezeichnet hatte. Das Problem: Die Babyboomer-Generation geht in Rente, der Nachwuchs fehlt. Seit der dorfblitz vor drei Jahren eine Umfrage bei den lokalen Ärztinnen und Ärzten durchgeführt hat, hat sich die Situation auch hier weiter
verschlimmert, sagen die Ärzte Franz Baumann aus Brütten sowie Paul Heller und Remy Bürki aus Nürensdorf. «Jeder vierte Arzt ist über 60 Jahre alt», zitiert Heller eine Statistik der Ärztestandesorganisation FMH. Brütten bräuchte einen Arzt Rund jeder siebte praktizierende Hausarzt ist gemäss dieser Statistik sogar über 65 Jahre alt. Oft arbeiten Hausärzte über das Pensionsalter hinaus, weil sie keinen Nachfolger für ihre Praxis finden. Auch in Brütten müssen sich die Patienten voraus-
sichtlich einen neuen Hausarzt suchen, wenn Franz Baumann aufhört. «Hier wird es keinen Nachfolger geben», bedauert er, «die jungen Ärzte wollen nur Teilzeit und angestellt arbeiten.» Schon in der aktuellen Situation wäre eine 50-Prozent-Arztstelle zusätzlich gut, sagt er. Denn es ziehen viele junge Familien nach Brütten, und die Einwohnerzahl steigt leicht an, weil verdichteter gewohnt wird. Knapp die Hälfte seiner Patienten sind aus Brütten (40 Prozent); Fortsetzung auf Seite 2