DIE GRÖSSTE ZEITSCHRIFT DER NORDWESTSCHWEIZ
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FEBRUAR 2021
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Pia Inderbitzin
« Der Fasnachtsgeist muss
spür- und sichtbar sein » Die Obfrau des Basler Fasnachts-Comités über Nachwuchsförderung, ihre Innerschweizer Wurzeln und die indische Küche
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AUFTAKT
Editorial
Liebe Leserinnen Liebe Leser
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Stillen ihren Kopf geschüttelt haben, danke ich für die Nachsicht. Sollten Sie zuweilen die Nerven verloren haben, bin ich froh, dass Sie wenigstens den Humor behalten konnten. Bevor Sie sich jetzt auf unsere Rätselseite stürzen, um zu prüfen, ob das Suchbild diesmal lösbar ist, hier noch eine Vorankündigung für die kommende März-Ausgabe. Wir haben den Winter genutzt, um diesem Heft ein neues Erscheinungsbild zu verleihen. Gleichzeitig mit dem optischen Relaunch erhält Regio aktuell mit Basel aktuell ein Geschwister-Magazin für den Stadt-Kanton. Ich freue mich jetzt schon drauf – ich hoffe, Sie ebenfalls. ■
Thomas Kramer Chefredaktor thomas.kramer@birsforum.ch
Regio aktuell 2 - 2021
ie kennen das Problem: Beim Jassen, Halma und Eile mit Weile gibt’s entweder Krach oder Tränen, meist beides. Die 1500 Puzzleteile – Motiv Feenwald – setzen Sie längst mit verbundenen Augen zusammen. Netflix hängt Ihnen auch schon zum Halse raus, genauso wie zielloses Zappen auf dem Restprogramm. Was um alles in der Welt kann man denn noch tun, um vom ewig-nölenden Corona-BleibenSie-zu-Hause-Blues abzulenken? Aber klar doch, beschäftigen Sie sich mit einem Suchbild – am besten gleich mit dem im Regio aktuell. Unser Suchbild ist nicht nur unterhaltsamer Zeitvertreib für die ganze Familie, sondern füllt nebenbei auch Bildungslücken, zeigen wir doch in jeder Ausgabe mehr oder weniger bekannte Werke aus 2000 Jahren Kunstgeschichte. Vor allem aber: Das Regio-aktuell-Suchbild ist auch berüchtigter Charaktertest – jedenfalls seit unserer letzten Ausgabe im Januar. Und so ist das gekommen: Auf der Rätselseite haben wir vom deutschen Expressionisten Wilhelm Morgner das Gemälde «Landschaft mit roten Häusern» zweimal abgebildet. Links das Original, rechts die Fälschung – mit angeblich 8 Unterschieden. Jedoch: In der Fälschung waren nicht 8, sondern nur deren 6 Fehler versteckt. Wer sucht, der findet? Fehlanzeige! Haben wir das mit Absicht gemacht? Um Ihren Durchhaltewillen zu testen und Ihre Nerven auf die Probe zu stellen? Das könnte ich ja mit rettendem Augenzwinkern behaupten. Die simple Wahrheit ist: Wir haben einen Bock geschossen. Damit nicht genug: In der Lösung wurden nicht 8 und auch nicht 6, sondern 7 Fehler angezeigt. Entpuppte sich das Suchbild für die Leserschaft als ziemlich perfid, so war es für uns als Verlag – nun ja – auch etwas peinlich. Mit leicht gerötetem Kopf habe ich jedenfalls zahlreiche E-Mails beantworten dürfen. All jenen, die sich gemeldet haben – und das waren viele – sage ich nochmals herzlichen Dank für den Hinweis. Und allen, die sich über unser Suchbild zwar gewundert, aber nur im
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16–17
26–27
Regio-Sportler
28–29
AUFTAKT
Community
Eingewandert
Inhalt Editorial
Thomas Kramer
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Sagen Sie doch mal Ronja und Bo Katzman
6–7
Kultur und Unterhaltung Events &Tipps
42–51
Rätselspass
52–53
Gesehen!
54–58
Pia Inderbitzin
Community
Winterspass-Fotos
16–17
Eingewandert
Lilian Njoki
20–21
Beruf. Bildung. Karriere.
Engagiert
Tandem 50 plus
26–27
Esra Bal und Silvia Philipp
Sportportrait
Cédric Tschanz
28–29
Empfehlungen
Getestet
8–13
Fasnacht
Muttenzer Geschenkkarte
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Die nächste Ausgabe erscheint am 16. März 2021
24–25
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Essen & Trinken
18–19
Gesundheit
30–37
Regio aktuell 2- 2021
Titelgeschichte
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SAGEN SIE DOCH MAL
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«Two of a Kind»: Bo und Ronja Katzman sind Vater, Tochter und professionelle Musikerkollegen auf Augenhöhe.
Zwei Sturköpfe in wunderbarer Harmonie
Regio aktuell 2 - 2021
Sagen Sie doch mal … In dieser Rubrik stellen sich Persönlichkeiten aus der Nordwestschweiz den Fragen von Regio aktuell. In dieser Ausgabe antworten Musikerin Ronja Katzman und ihr allseits bekannter Vater Bo.
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etz dich da hin, Bo», bittet Ronja Borer ihren Vater. Man nehme die Distanzregeln sehr ernst, schmunzelt sie: «Da muss ich manchmal die Platzanweiserin spielen.» Also setzt er sich an den Familientisch in seinem Haus über den Dächern Dornachs. Bo Katzman lehnt sich zurück und grinst.
Ronja Katzman: Manchmal läuft man einfach gerne mit und lässt sich führen, manchmal zieht man den Wagen selbst. Aber wir sind zwei Widder, und das bedeutet, dass wir auch zwei willensstarke Sturköpfe sind. Aber keine Sorge: Wir harmonieren wunderbar miteinander.
Wer der Chef von Ihnen beiden ist, brauche ich wohl nicht mehr zu fragen. Bo Katzman: Wir haben keinen Chef. Es ist ein hin und her, wir ergänzen uns da ganz wunderbar.
Mir fällt auf, dass Sie Ihren Vater mit «Bo» ansprechen. Ronja: Das hat sich mit der Zeit eingebürgert. Manchmal nenne ich ihn natürlich auch Dad. Bo: Dieses klassische Papi-Kind-Verhältnis ver-
Fotos: zVg
schwindet nach und nach. Heute sehen wir uns als professionelle Musiker auf Augenhöhe – und wir sind natürlich Arbeitskollegen, schliesslich haben wir über 70 gemeinsame Konzerte gespielt. Das verträgt sich gut mit dem Privaten? Ronja: (lacht) Was machen denn Familien anders als Berufskollegen? Streitet man mehr? Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, und wir haben viel Spass zusammen. Bo: Es hat übrigens einen grossen Vorteil, Familie zu sein: Man muss nicht jedes Wort auf die Waagschale legen. Ronja: Und man kennt sich und vertraut sich bedingungslos. Bo: Gerade bei Musikern ist das wichtig: Unter Zickereien leidet die Musik, vertraut man sich und zieht an einem Strang, läuft es wie geschmiert. Sie mussten die Taufe Ihrer zweiten gemeinsamen Platte «Two of a Kind» verschieben. Enttäuscht?
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RONJA & BO KATZMAN
Persönlich Bo Katzman, eigentlich Reto Borer, 68, ist aus der Schweizer Musikszene nicht wegzudenken. Der gebürtige Prattler steht seit über 40 Jahren auf den Konzertbühnen des Landes und hat fast ebenso viele Studioalben veröffentlicht. Sein «Bo Katzman Chor» ist mit bis zu 150 Mitgliedern der grösste Gospelchor Europas, sein Kinderchor «Katz Kids» ist legendär. Der studierte Musiker feiert überdies als Musicaldarsteller Erfolge. Ronja Katzman, eigentlich Ronja Borer, 29, hat sich vor allem als Musical-Darstellerin einen Namen gemacht. Zuletzt war sie die begehrte Löwin im Familienmusical «Der Löwe, der nicht schreiben konnte» im Bernhard-Theater in Zürich, dessen Wiederaufnahme geplant ist. Erst studierte sie Psychologie, doch zog es sie «von ganzem Herzen» auf die Bühne. Also hängte sie ein Studium in Musical und Schauspiel an. Nebenbei unterrichtet sie Jazztanz und Zumba-Fitness in Aesch.
Ronja: Und das schon zum zweiten Mal. Das fuchst uns, ganz klar, aber was will man machen? Wir leben für die Musik, die Bühne fehlt uns, und an einer Plattentaufe spielt man seine neuen Songs erstmals live vor Publikum, das ist ein ganz besonderer Moment. Ausserdem ist sie eine wunderbare Tradition, die wir nicht missen möchten, und an der wir festhalten. Bo: Es ist schwer, den Beruf, den man so liebt, nicht ausüben zu dürfen. Die Kunst ist wichtig für unser Gemüt, wir brauchen sie. Aber letztlich müssen wir es mit Gelassenheit nehmen und hoffen, dass wir bald wieder zurückkehren können. Hatte die Zwangspause auch einen positiven Einfluss auf Ihr Album? Ronja: Das hatte sie tatsächlich. Wir hatten viel Ruhe und konnten uns viel Zeit fürs Album nehmen. Bo: Wir konnten den Fokus voll darauf ausrichten. Das wäre bei normalem Betrieb nie in dieser Form möglich gewesen. Ronja: Die CD profitiert davon stark. Sie konnte richtig reifen – und das hat sich definitiv gelohnt.
Daddy» geht es um den Moment, plötzlich Vater zu werden und wie dies das ganze Leben auf den Kopf stellt. Sie beschreiben sich bewusst als Band und nicht als Duo. Warum? Bo: Eigentlich sind wir ja ein eingeschworenes Trio: Ronja, meine Frau Marianne und ich. Sie ist die Beraterin und eine gute Kritikerin, kurzum: unser Brain. Ohne sie würde nichts gehen. Darum sage ich immer etwas scherzhaft… Ronja: … willst du das jetzt wirklich sagen? Bo: (lacht) Ja sicher: Scherzhaft sage ich darum also, dass Marianne die Ideen hat, Ronja diese Ideen umsetzt, und ich am Schluss den Kopf dafür hinhalte. Sie konnten einige renommierte Gastmusiker für Ihr Projekt gewinnen. Ronja: Darauf sind wir auch ein bisschen stolz. Es spielen etwa Musiker von Mumford & Sons oder der Band von Dolly Parton mit, was ich nie für möglich gehalten hätte. Bo: Und ich staune, wie das läuft. Die Musiker waren natürlich nicht hier. Wir sagten, was wir ungefähr brauchten, sie spielten einige Versionen ein, und schon flogen die Files hin und her – einfach grossartig. Ronja: So ist ein sehr internationales Album entstanden, was dazu führte, dass wir bereits mehr als doppelt so viele Streams aus den USA wie aus der Schweiz zählen. Ihr Album ist aber auch ganz klassisch als CD erhältlich. Ronja: Ja, da sind wir wohl etwas nostalgisch. Dafür haben wir sogar unsere eigene Platten-
firma gegründet; wir verkaufen unser Album exklusiv. Wer also unsere CD bestellt, bestellt sie direkt bei uns. Dafür signieren wir auch alle – und schreiben auf Wunsch natürlich auch Widmungen. Wir schätzen diesen Kontakt sehr. Bo: Man muss dazu wissen, dass eine CD heute ein Verlustgeschäft ist. Auch darum sind Konzerte in der heutigen Zeit umso wichtiger für die Künstler. Entsprechend wichtig sind auch die Fans. Apropos: Wer von Ihnen hat mehr? Ronja: Natürlich Bo, er ist länger dabei und viel bekannter als ich; (lacht) aber ich hole auf! Bo: Ich konnte halt mehr aufbauen. Nun gewöhne ich mich daran, dass Ronja auf der Bühne mehr Applaus bekommt als ich – und das ist meistens der Fall. Ihr fliegen die Herzen zu, und das freut mich von ganzem Herzen. ■ Interview: Lucas Huber
3 CDs zu gewinnen Die Plattentaufe ihres neuen Albums «Two of a Kind» findet am 7. Mai 2021 im Kulturhotel Guggenheim in Liestal statt. Bestellungen unter www.bokatzman.ch. Wer das Album gerne gewinnen möchte: Regio aktuell verlost drei handsignierte CDs. Unter www.regioaktuell.com/wettbewerb mitmachen. Teilnahmeschluss ist der Sonntag, 21. März. Die Gewinner werden im Anschluss ermittelt und benachrichtigt. Viel Glück!
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Was darf man musikalisch erwarten? Bo: Unsere beiden Generationen treffen aufeinander und verschmelzen zu einem ganz neuen Musikstil. Ich habe meine Vergangenheit vom Folk und Gospel hineingepackt, Ronja ist ein Kind der 2000er-Jahre. In unserer Musik führen wir diese Gegensätze mutig zusammen. Daraus ist ein mitreissender Sound entstanden. In einem Song kombinieren wir zum Beispiel rockige Elemente mit einer überraschenden Banjo-Begleitung. Ronja: Das Album widerspiegelt auch unsere Wesen. Wir sind zwei fröhliche, positive Menschen, die gute Laune und gute Gefühle verbreiten wollen. Viele Texte auf dem Album sind autobiografisch. Bo: Als Vater-Tochter-Band kann man nicht über alles singen. «Our Love will take you Home» beispielsweise ist ein wunderschöner Song über Familienzusammenhalt. Ronja singt darin von der Gewissheit, dass man sich immer auf die Familie verlassen kann. In «Call me
Aus Borers Familienalbum: Bo Katzman mit Tochter Ronja im Jahr 1999.
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TITELGESCHICHTE
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Voller Inbrust hält sie den Geist von Frau Fasnacht aufrecht
Regio aktuell 2 - 2021
Eine abgesagte und eine stark eingeschränkte Fasnacht: Pia Inderbitzin, erste Frau an der Spitze des Basler Fasnachts-Comités, erlebt schwierige Zeiten. Umso wichtiger ist ihr, den fasnächtlichen Geist weiter zu pflegen – vor allem beim Nachwuchs.
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PIA INDERBITZIN Regio aktuell 2 - 2021
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Eine richtige Fasnächtlerin wie die Comité-Obfrau Pia Inderbitzin hat einen grossen Fundus an Larven und Kostümen. Fotos: Christian Jaeggi
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ia Inderbitzin zelebrierte die Fasnacht jahrelang in dreifacher Ausführung. Sie spielte Piccolo, sang Schnitzelbängg; und seit dem Jahr 2000 macht sie im Basler FasnachtsComité mit. «Das war streng, aber toll», blickt sie zurück. Inzwischen hat sie mit den Bängg aufgehört. Dafür ging es im Comité aufwärts: Am 1. Juli 2018 wurde sie zur ersten Obfrau in der 110-jährigen Geschichte ausgerufen. Ihren Einstieg hat sie sich freilich anders vorgestellt. Am 11. März 2019, zu Beginn ihrer ersten Fasnacht als Obfrau, ist am Cortège ein Pferd verunfallt. «So etwas ist noch nie passiert», erzählt Inderbitzin. Dass am Mittwoch erneut ein Pferd einer Chaise stürzte, konnte sie zuerst nicht glauben. «Da steht man als Obfrau im Fokus. Das war ein steiler Einstieg.» Der nächste Hammerschlag folgte ein knappes Jahr später, als drei Tage vor dem Morgestraich die Fasnacht 2020 abgesagt wurde. «Auf diesen Schock brauchte ich einen Schnaps.» Danach hat sie sich mit ihren 13 Kollegen im Fasnachts-Comité in die Arbeit gestürzt. «Wir haben die Fasnacht zurückgefahren. Das war ein grosser Aufwand.» Dass sie dem Comité vorsteht, hat sich so ergeben. Jahrelang war sie Statthalterin, als es allerdings ums Nachrücken ging, fragte sie sich zuerst: «Schaffe ich das neben meiner Arbeit?» Erst nach dem Entschluss, sich teilweise pensionieren zu lassen, hat sie zugesagt.
nen griff das Comité auf finanzielle Reserven zurück. «Nach der Absage haben die Cliquen genug gelitten. Wir wollten sie nicht zusätzlich belasten.» In dieser schwierigen Zeit sei das Comité näher zusammengerückt, wenigstens emotional. «Wir durften uns ja nicht vor Ort treffen, sondern mussten auf Videokonferenz umsteigen.» Umso schöner war es, als man im Juni 2020 eine Retraite durchführen konnte – weit auseinander in einer Aula. Obwohl alle ehrenamtlich arbeiten, traf sich das Comité ab dem Sommer wöchentlich statt wie sonst monatlich. Denn es gab viel zu tun. Unbestritten war, dass ein Blaggedde-Wettbewerb ausgeschrieben wird. Kurz vor Silvester wurde dann das Geheimnis gelüftet: Das Motto der Basler Nicht-Fasnacht 2021 heisst «ainewäg», die Blaggedde von Grafiker Pascal Kottmann spielt die Hamsterkäufe von WC-Papier aus. Gezeigt wird eine WC-Papierrolle. Auf drei Blättern, für jeden der drey scheenschte Dääg eines, sind drei Fasnachtsfiguren zu sehen, die eine Schutzmaske tragen oder musizieren.
PIA INDERBITZIN
P
«Vor 20 Jahren konnte man sich nicht vorstellen, dass eine Clique am Cortège nicht trommelt und pfeift.»
Viel Arbeit für nichts Die Fasnacht sei immer im Wandel gewesen, sagt Pia Inderbitzin. «Vor 20 Jahren konnte man
Eine Ehre, mehr nicht
sich nicht vorstellen, dass eine Clique am Cortège nicht trommelt und pfeift – in den letzten Jahren kam das aber immer wieder vor.» Dass nun 2021 eine Fasnacht ohne Menschenansammlungen organisiert werden sollte, sei aber schon ein «ungewöhnlicher Schritt» gewesen, sagt die Obfrau. Vom Frühling bis in den Spätsommer arbeitete das Fasnachts-Comité diverse Szenarien aus. Schliesslich gebar es in Zusammenarbeit mit Epidemiologen und den Behörden sowie unter Einbezug der Cliquen die Idee der Quartier-Fasnacht. Und das Drummeli sollte statt im Musical Theater im viel kleineren Kino Küchlin über die Bühne gehen. Nach den Anti-Corona-Massnahmen vom Oktober 2020 waren aber auch diese Pläne für 2021 unrealistisch. Auch für das FasnachtsComité gehen die Sicherheit und der Schutz der Bevölkerung vor. Doch entmutigen liess sich das Comité nicht. «Auch dieses Jahr soll der Fasnachtsgeist in der Stadt spür- und sichtbar sein», unterstreicht die Obfrau. Dies geschieht mit einem «Fasnachtsspaziergang». Vom 17. Februar bis 5. März werden an mehreren Orten in der Innenstadt Stationen aufgebaut, an denen diverse Seiten eines Cliquenjahres einer Jungen Garde zu sehen sind. Es werden eine Fähre, eine Gasse oder Schaufenster fasnächtlich dekoriert; Fahnen schmücken die Mittlere Brücke und auf einem Räppli-, Guggeoder Määrli-Wääg kann man mittels QRCodes fasnächtliche Klänge hören und in Erinnerungen schwelgen. Dass Junge Garden sich um den Fasnachtsspaziergang kümmern, ist Pia Inderbit- 11
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Das Amt als Obfrau ist für sie eine Ehre, mehr nicht. Klar stehe sie im Rampenlicht, aber sie arbeite genau gleich weiter wie vorher, bleibt Pia Inderbitzin bescheiden. Ja klar, sie werde zu tollen Anlässen eingeladen. So durfte sie im Januar 2020 am Vogel Gryff teilnehmen und mit dem Wild Maa auf dem Floss rheinabwärts treiben. «Lustig finde ich, dass mich alle Fasnächtzler kennen und mir ‹Sali Pia› zurufen. Aber ich sehe sie oft nur mit Larve.» Die Frauen im Comité geniessen ein Privileg: «Wir müssen nicht zwingend einen schwarzen Hut tragen; ich selber habe einen roten Hut. Und wir lupfen ihn nicht, wenn am Cortège die Cliquen vorbeiziehen – wegen der Frisur», erzählt die 64-Jährige lachend. Doch ihr Amt bescherte ihr auch schlaflose Nächte. Eine von vielen Herausforderungen nach der abgesagten Fasnacht 2020 war es, die Subventionen möglichst gerecht an die Cliquen zu verteilen, ohne Beurteilung am Cortège wohlverstanden. Bei den Subventio-
E Hampfle voll Blaggedde.
Me hett e Blaggedde – dieses Jahr sowieso.
TITELGESCHICHTE
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Seit zwei Jahrzehnten engagiert sich Pia Inderbitzin für den Nachwuchs. Die Kinder danken es ihr mit Begeisterung und einem herzlichen Lachen.
Regio aktuell 2 - 2021
zin ein ganz besonderes Anliegen. Bevor sie Obfrau wurde, war sie im Comité 18 Jahre ür den Fasnachtsnachwuchs zuständig. Dabei hat sie diverse Projekte lanciert wie etwa das Larvenkaschieren mit Schulklassen, eine grosse Fasnachtskiste mit Anschauungsmaterial für jedes Schulhaus sowie die grosse Schulfasnacht in der Innenstadt. «Am Kinderumzug vom 20. Februar 2020 haben 10 000 Kinder teilgenommen. Es war der letzte grosse Anlass in der Stadt, sein Effekt ist leider verpufft», stellt Pia Inderbitzin etwas ernüchtert fest. Umso wichtiger sei, zum Nachwuchs Sorge zu tragen. «Für die Jungen gibt es viele Alternativen zur Fasnacht.» Pia Inderbitzin hat bis letztes Jahr als Lehrerin gearbeitet 12 und weiss, wie begeisterungsfähig Kinder sind.
«Kinder müssen wir nicht für die Fasnacht begeistern, ihre Eltern aber schon.» In ihrer Kindheit war es nicht anders. «Mein Grossvater ist vom Kanton Schwyz eingewandert und hat eine echte Baslerin namens Silbernagel geheiratet.» Bereits ihr Vater, ein Postverwalter, war ein angefressener Fasnächtler und Tambour. Die Mutter war vom selben Virus befallen, konnte aber nicht aktiv mitmachen: Bis in die Sechzigerjahre gab es nur Männercliquen. Also ging Pias Mutter an Maskenbälle, bevor sie mit zwei Frauen Schnitzelbängg gesungen hat. Bei der Sans-Gêne-Clique durfte Pia Piccolo lernen. «Als ich 18 war, musste ich die Clique verlassen. Ich konnte nicht zum Stammverein
«Immer wieder Antworten zu finden auf die Eigendynamik der Kinder war eine tolle Herausforderung.»
wechseln, dort waren nur Männer.» Seither pfeift sie in kleineren Gruppierungen und seit vielen Jahren in der Déjà-Vü-Clique. Und hat das Fasnachtsvirus vererbt. «Mein 31-jähriger Sohn lebt in Zürich, kehrt aber für die Fasnacht nach Basel zurück.»
Eine leidenschaftliche Lehrerin Nach dem Lehrerseminar machte sie ein Praktikum an einer Schule für schwerst körperbehinderte Kinder und hängte später ein Studium als Heilpädagogin an. Viele Jahre betreute sie Schülerinnen und Schüler in Einführungsklassen im Vogelsangschulhaus und später an der Primarschule Isaak Iselin. Die letzten vier Jahre war sie in Regelklassen beschäftigt. 2019 ging sie in Pension. «Die kreative Arbeit mit den Kindern hat mir sehr gefallen. Immer wieder Antworten zu finden auf die Eigendynamik der Kinder war eine tolle Herausforderung.» Neben der Fasnacht findet sie Zeit für Reisen, die sie seit einigen Jahren mit Kochen
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PIA INDERBITZIN
Das Reisen fehlt ihr sehr. Umso mehr holt sie die fremde Kultur zu sich nach Hause, zum Beispiel mit dem Kochen nach indischer Art.
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verbindet. Besonders fasziniert war sie von Kultur- und Kochreisen nach Indien und Marokko. Weitere Hobbys sind Kino- und Theaterbesuche. Und sie eifert ihrem Grossvater nach, der ein grosser Jodler war. Bei einem Chor mitzumachen ist mit dem Engagement für das Comité zeitlich nicht vereinbar, deshalb nimmt sie zurzeit Einzelstunden. Kein Cortège, kein Drummeli, keine Laternenausstellung und keine anderen grossen Veranstaltungen – bedeutet das unter dem Strich weniger Arbeit für das Comité? «Nein, wir haben mehr Arbeit, weil dieses Jahr alles anders ist.» Und was, wenn sich die Krise plötzlich entspannt? Ist dann eine Fasnacht möglich? «Alle musizierenden Fasnächtlerinnen und Fasnächtler haben ein Kostüm im Schrank und können ein paar Märsche pfeifen oder trommeln – falls dies die Lage erlaubt», meint Pia Inderbitzin und freut sich auf Zeiten, in denen sie wieder Fasnacht machen kann. Vielleicht wieder in zweifacher Ausführung. Rolf Zenklusen ■
Pia Inderbitzin ist fasziniert von der indischen Küche und ihren diversen Gewürzen.
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FASNACHT
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So traumhafte Bilder wird es an der Fasnacht 2021 wohl nicht geben – davon träumen darf man aber ungeniert.
Wenigstens ein Hauch von Fasnacht Abgesagt ist die Basler Fasnacht nicht. Man darf gespannt sein, wie die Cliquen, Schnitzelbängg und andere Aktive die «drey scheenschte Dääg» zelebrieren. Einige Ideen sind durchgesickert.
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asel wird eine Fasnacht erleben, auch wenn sie sehr speziell wird. Die «drey scheenschte Dääg» vom 22. bis 24. Februar wurden nicht offiziell abgesagt. So dürfen Fasnächtler und Fasnächtlerinnen, die kein Blasinstrument spielen, durch die Strassen ziehen –
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Fasnacht im Baselbiet
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Liestal feiert eine «stille Fasnacht» mit einem Höhenfeuer ohne Publikum. In Pratteln wird das Fasnachtsfeuer am 21. Hornig um 19 Uhr auf dem Mayenfels entzündet, am 20. Hornig findet der Prattler Brauch «dr Butz fahrt us» in verkleinerter Form statt. In Allschwil gibt es eine Fasnachtszeitung, zudem werden vom 11. bis 17. Februar unter dem Titel «FasnachtsART» einige Installationen von Cliquen zu einem selbstgewählten Dorfsujet ausgestellt. Auf Dekorationen setzen auch andere Gemeinden – in Liestal, Pratteln, Gelterkinden und Sissach werden Private und Geschäfte aufgerufen, Schaufenster und Häuser fasnächtlich zu schmücken. Und das Fasnachtskomitee Reinach schreibt: «Wir setzen einige Zeichen, die an die Fasnacht erinnern.»
jedoch nur in Gruppen bis zu fünf Personen. Wie die Cliquen damit umgehen, bleibt abzuwarten. «Nur Amateure pausieren», gibt sich etwa Guy Macquat, Obmann der Basler Bebbi Basel, selbstbewusst. Eine «Taskforce zur Erhaltung des Fasnachtsgeistes» hat die Clique Alti Stainlemer ins Leben gerufen. Andere Cliquen diskutieren, ob sie in Kleingruppen Fasnacht machen – sofern sich die Corona-Regeln nicht wieder ändern.
Schnitzelbängg auf Telebasel Die meisten Vorfasnachtsveranstaltungen sind der Pandemie zum Opfer gefallen. Nicht so das Zofingerconzärtli: Es wird ab dem 6. Februar auf www.zofingia-basel.ch und während den «drey scheenschte Dääg» auf «Telebasel» ausgestrahlt. Über das Pfyfferli wird ein Film produziert, der ab dem 20. Februar auch auf YouTube und in der Telebasel-Mediathek verfügbar ist. Auf Schnitzelbängg muss man ebenfalls nicht verzichten. Dank einer Ausnahmebewilligung der Basler Regierung können 20 Formationen ihre Schnitzelbängg bei «Telebasel» aufzeichnen. Neben dem Fasnachtsspaziergang mit rund 30 Stationen in der Innenstadt, organi-
Foto: Archiv Regio aktuell
siert vom Basler Fasnachts-Comité (siehe Titelgeschichte) kündigen Gregor Muntwiler sowie die Gebrüder Nicolas und Pascal Joray «lebende Fasnachtsschaufenster» rund um den Rümelinsplatz an. In den Schaufenstern wollen Laternenmaler, Larvenmacher und Kostümschneiderinnen Ausschnitte aus ihrer Arbeit zeigen. Die Pfluderi-Clique plant, an verschiedenen Orten eine «Druurladärne» als Mahnmal leuchten zu lassen – immer mit dem Ziel, trotz allem noch etwas Fasnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Rolf Zenklusen ■
Chienbäse-Krimi Auch wenn die meisten Feierlichkeiten abgesagt sind: Mit dem Krimi «Chienbäse» von Ina Haller kann man sich wunderbar die Fasnacht ins eigene Wohnzimmer holen. Zur Geschichte: Beim Chienbäse-Umzug sinkt ein Mann leblos zu Boden, die Flammen seines Besens erfassen beinahe das Publikum. Das war kein Unfall, wie sich schon bald herausstellt, sondern der Auftakt einer ganzen Reihe von Verbrechen. Einige Tage später verunglückt der Vater von Samanthas Freund Joel. Sein Auto wurde manipuliert – und die Polizei hält Joel für den Täter. Als er kurz darauf spurlos verschwindet, scheint sich dieser Verdacht zu erhärten. Nur Samantha ist von der Unschuld ihres Freundes überzeugt und begibt sich auf eine lebensgefährliche Suche nach ihm. Ina Haller, Chienbäse, 272 Seiten ISBN 978-3-7408-1123-5
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ESSEN &TRINKEN
Die Geschenkbox mit Motiven von Domo Löw sticht aus dem reichhaltigen Angebot hervor.
Kulinarische Fundstücke für die Fasnacht Quo vadis Fasnacht? Zumindest kulinarisch wissen wir es. Dank der Confiserie Brändli mit ihren Spezialitäten. Was in den kommenden Tagen definitiv mit der Fasnacht geschieht, wissen nur die Auguren. Und die sagen nichts.
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o manche aktive Fasnächtler versuchen wie einst die römischen Auguren die Zukunft aus dem Verhalten von Vögeln und anderen Tieren zu deuten. Dass sie aus dem Kaffeesatz gelesen haben sollen, ist hingegen kalter Kaffee. Wie auch immer! Wer wie letztes Jahr seine Fasnacht davonschwimmen sieht, dem vergeht angesichts dieser trüben Aussichten die fasnächtliche Lebensfreude. Andere wiederum nutzen die Spezialitäten der Confiserie
Brändli für den ultimativen kulinarischen Seelenkick und trösten sich wenigstens mit einigen Leckereien über die Tristesse hinweg. Sicher werden Piccolos und Trommeln zu hören sein, werden Pfeifer und Tambouren durch die Gassen ziehen und sich wehmütig an frühere Fasnachten erinnern – und zugleich hoffen, dass sie sich 2022 wieder in der gewohnten Art und Weise durchführen lässt. Denn Basel ohne Fasnacht ist wie der Vatikan ohne
Schweizergarde. Was hilft? Sicher kein Jammern und sicher werden diverse Individualisten einige ihrer Ideen umsetzen und nicht zu Grabe, sondern in die Innenstadt tragen.
Schokolade gegen die Schwere des Alltags Um nun die Wehmut definitiv in Schach zu halten, lohnt es sich, die täglich frisch zubereiteten und hausgemachten Spezialitäten der Confiserie Brändli zu kosten. Eine sämige Määlsuppe mit Käse und Croutons, delikate Käse- und Zibelewaie, ganz zu schweigen von der Faschtewaie, nature oder gefüllt mit aromatischem Lyoner, der mit Senfbutter parfümiert wird oder aber in der vegetarischen Variante mit Käse oder Kressebutter. Auch die Schoggi-Seite kommt nicht zu kurz. Hier produziert die Confiserie Brändli eine Blaggedde mit Gianduja-Füllung und versüsst die Schwere des Alltags mit den einzigartigen Waggis-Siebdruck-Pralinés in der Geschenkbox mit Motiven des Grafikers und Illustrators Domo Löw, aber auch mit den exzellenten und traditionellen Brändli-Läckerli und noch so einigem mehr. Etwa die Larven aus feinstem Marzipan oder einfach die klassischen Tafeln voller bester Brändli-Schokolade. Die Fasnacht 2021 wird definitiv durch den Magen gehen. Ob im Umfang eines Schyssdräggziigli oder einer Clique, entscheiden die persönliche Lust und der Appetit. Vor, während und nach den drey scheenschte Dääg. Martin Jenni ■
Confiserie Brändli Die Standorte Basel: Gerbergasse 59/Freie Strasse 109 Riehen: Webergässchen 5 Arlesheim: Dorfplatz 9
Regio aktuell 2 - 2021 ■ PR
Brändli hat Faschtewaie in verschiedenen Ausführungen.
Fotos: zVg, Confiserie Brändli
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COMMUNITY
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Ob mit Schlitten, Schneeschuh oder Ski: Winterspass vom Bölche bis zum Rhy W
as für eine Pracht! Anhaltender Schneefall hatte im Januar die Schweiz so richtig im Griff. Laut Statistik ist in manchen Orten des Landes so viel Schnee gefallen wie seit 15 Jahren nicht mehr. Auch die Nordwestschweiz präsentierte sich um die Monatsmitte im weissen Winterkleid – und das vom Belchen bis zum Rhein. Vor allem zur Freude der Kinder, die diesen Corona-Winter gerne mal von seiner angenehmen Seite geniessen konnten.
Aus unserer Community heraus haben wir zahlreiche Schneebilder erhalten, von denen wir hier sehr gerne einige zeigen möchten. Die Redaktion bedankt sich bei allen Leserinnen und Lesern ganz herzlich fürs Teilen der tollen Fotos. tok ■
Ein Schlittelausflug im haben Spass auf der Winterwunderla Wasserfallen ob
t in Calame ha eine erenberg: Ala rghütte und Stiinen Wanderung im Schnee be er ing nn Nu er kle Zwischen Franziska bei ein kt. mit seiner Frauverschneite Region entdec n hö sc er nd wu
Sonnenschein: Ce len Schacher aus geniesst einen herrlic Rösch hen Wintersonnenta enz g.
Die Natur formt die schönsten schuhwanderung passieren L wunderlichen Eisbogen, aufg
«Wir stellen vor: Dr. Covaxin!» Beim Feldschlösschen in Rheinfelden haben Sathish, Anish, Lionel, Victor und Louis (v.l.) einen Schneemann gebaut und ihn auch gleich getauft.
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Fasnacht 2021: Ihr Schnappschuss im Regio aktuell
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Auch wenn die Fasnacht in diesem Jahr nur im kleinsten, privaten Rahmen stattfinden wird: sie findet statt. Davon sind wir überzeugt. Sie auch? Dann stürzen Sie sich in Ihr Kostüm, bilden Sie Ihr Mini-Schyssdräggziigli und lassen Sie es Räppli regnen. Zücken Sie Ihr Handy und schicken Sie Ihr ganz persönliches Fasnachtsfoto an unsere Mail redaktion@regioaktuell.com. Einsendeschluss ist der 26. Februar. Die schönsten Sujets werden in der nächsten Ausgabe von Regio aktuell veröffentlicht. Wir freuen uns auf Ihren Schnappschuss!
Mateos vergriffe einen Ei hinter si sst die letzten Sonnenstrahlen auf Winterromantik in Rodersdorf: Elina genie lle Keller. Miche von afiert fotogr , Oprah ihrem Pony
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Ein Messe-Erlebnis zwischen Buchdeckeln
gestellt. Sie berichten von Erfahrungen, Freuden und Sorgen und erklären, warum ihre Tätigkeit viel Mut, Energie und Durchhaltewillen braucht. Weitere Porträts zeigen etwa den Messeglöckner, die Messe-Seelsorger sowie Menschen und Organisationen, die hinter den Kulissen für die Herbstmesse arbeiten: Elektriker, Platzmeister, Erbauer der Markthäuschen, Polizei, Rettung, Stadtreinigung. zen. ■
wunderland: Die Ge schwister Melina, Elia fallen ob Reigoldswil. , Levia und Joel
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chönsten Skulpturen: Auf der sonntäglichen Schneeassieren Luc Musy und Mischlingshündin Lou diesen gen, aufgenommen von Bea Musy.
COMMUNITY
WETTBEWERB
as Buch «550 Jahre Basler Herbstmesse. Tradition mit Zukunft» bietet auf 288 Seiten ein aussergewöhnliches Messe-Erlebnis, nämlich die Geschichte der Basler Herbstmesse seit 1471 und ihrer Standorte. Messeplakate der letzten fünfzig Jahre, kulinarische Spezialitäten, Reportagen von der MässmoggeProduktion und dem Aufbau des Riesenrads – alles begleitet von historischen und aktuellen Fotoaufnahmen. Der Schwerpunkt der neuen Publikation liegt auf den Menschen. 23 Marktfahrer und Schaustellerinnen werden in Wort und Bild vor-
«550 Jahre Basler Herbstmesse. Tradition mit Zukunft» 288 Seiten, 330 Abbildungen ISBN 978-3-908142-69-0
5 Bücher zu gewinnen Regio aktuell verlost unter seiner Leserschaft fünf Exemplare von «550 Jahre Basler Herbstmesse. Tradition mit Zukunft», erschienen im Spalentor Verlag. Unter www.regioaktuell.com/wettbewerb können Sie mitmachen. Teilnahmeschluss ist der Sonntag, 14. März. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden im Anschluss ermittelt und benachrichtigt. Viel Glück!
Glückliche Gewinner In der letzten Ausgabe hat Regio aktuell wiederum Tickets, Bücher und vieles mehr verlost. Die Redaktion bedankt sich bei allen Leserinnen und Lesern für die so rege Teilnahme an unseren Aktionen und Wettbewerben und gratuliert den glücklichen Gewinnerinnen und Gewinnern. 1 Übernachtung Boutique-Hotel Volkshaus Basel Tanja Schmid, Muttenz
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Schlitten waren Mateos erster Tag im Schnee: Alle aus dem Waschkorb vergriffen, also hat Götti Andy Hund Apollo freudig einen Einerbob improvisiert, den hinter sich herzieht.
5 DVDs «Mulan» ■ Norman Kiefer, Lausen ■ Jaro Moser, Basel ■ Nathalie Studer, Muttenz ■ Brigitta Stuker, Magden ■ Adrian Truetsch, Flawil
SCHREIBEN SIE UNS Was gefällt Ihnen am Regio aktuell, worüber haben Sie sich gefreut, was vermissen Sie und was können wir noch besser machen? Wir freuen uns über Ihre Anregungen per Post oder E-Mail. BirsForum Medien GmbH Regio aktuell Malsmattenweg 1, 4144 Arlesheim redaktion@regioaktuell.com
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5 Bücher «Aufgegabelt» ■ Brigitte Clemente, Baettwil ■ Franziska Dürig, Muttenz ■ Hannelore Kamber, Laufen ■ Corinne Otzenberger, Dornach ■ Ursula Schluep, Oberwil
10 CDs «Live from Stadtcasino Basel» ■ Beat Aregger, Birsfelden ■ Pascale Bianchi, Aesch ■ Peter Bitzi, Reinach ■ Charlotte Gloor-Niedermann, Oberwil ■ Elisabeth Henzi, Witterswil ■ George Lüder, Basel ■ Brigitte Pavan, Pratteln ■ Kurt Plüss, Aesch ■ Carmen Reisinger, Hersberg ■ Sibylle Siegfried, Arlesheim
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ESSEN &TRINKEN
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Zu Besuch bei T Auf der Genussspur Brot gut, alles gut ■ Bäckerei KULT, Basel www.baeckereikult.ch Tipp: Sauerteigbrot und Zitronentarte Mir doch Wurscht ■ d’Metzger, Läufelfingen www.d’metzger.ch Tipp: Zartes lokales Lammfleisch und exzellente Würste Bier von hier ■ Chastelbach, Himmelried www.chastelbach.ch Tipp: Nur im Winter: Red Amber Käse schliesst den Magen ■ Wirth’s-Huus www.kaese-spezialitäten.ch Tipp: Der schön gereifte tränende Emmentaler Süsses geht immer ■ Bubeck Zuckerbegg, Basel www.bubeck.ch Tipp: Alles Gute von der Grand Cru Schokolade Der Tante-Emma-Laden ■ Radius 39, Basel www.radius39.com Tipp: Der unwiderstehliche Schoggikuchen Der Dorfladen ■ Studinger, Biel-Benken Keine Website, Kirchgasse 23, 061 721 13 18 7.30–12.15 und 14–18 Uhr, Sa von 7.30–14 Uhr geöffnet Tipp: Käse aus Rougemont Slàinte mhath* ■ Hauptstross 100, Liestal www.hauptstross100.ch Tipp: Single Malt Glendronach diverse Jahrgänge
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A tavola non si invecchia** ■ Paradiesli, Basel Keine Website, Bachlettenstrasse 9, 061 281 31 33, Di–Fr 8–14 und 15.30–18.30 Uhr geöffnet Tipp: Pizza fatto in casa
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Poesie in der Flasche ■ Liechti Weine, Basel www.liechti-weine.ch Tipp: Luigi Einaudi, Barolo Ludo 2016 DOCG
* Gute Gesundheit ** Gute Küche schadet nicht (wörtlich: Bei Tisch altert man nicht)
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o sind sie geblieben, die speziellen Einkaufsläden. Wo sind unsere Emmas hin? Aus dem Quartier verschwunden, vertrieben von den Grossisten, die sich heute oft und gerne als Emma verkleiden und so tun, als ob sie so gut wären wie all die kleinen Enthusiasten. Schön, dass eine Gegenbewegung da ist, die wächst und gedeiht, zumindest zu blühen beginnt, damit wir als Konsumenten wieder das zelebrieren können, was uns die britische Schriftstellerin Virginia Woolf schon lange vorgelebt hat: «Man kann nicht gut denken, gut lieben, gut leben, wenn man nicht gut gegessen hat.»
ESSEN &TRINKEN
i Tante Emma
Wenn uns die Beizen schon vorenthalten werden, dann bleiben wir wenigstens beim Einkauf auf der Genussspur.
Mit Musik wird’s besser
Foto: Christian Jaeggi
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Die Universität von Oxford hat in einer Studie Interessantes zutage gefördert. Mit Musik schmeckt das Essen besser, und zu Coldplay wird das englische Frühstück mit Baked Beans, Sausages, Bacon und Co. leichter verdaulich. Wie es sich aber damit verhält, wenn die Köchin und der Koch selbst Musiker sind, hat die Studie nicht verraten. Lisa und Benedikt Vonder Mühll, sie spielt Cello, er Kontrabass, sind mit Diplomen ausgezeichnet, sind auf nationalen und internationalen Bühnen auf- und abgetreten, haben sich den Küchen dieser Welt zugewendet, waren als Störköche mit «Krüsch & Pomeranzen» unterwegs und sind nun im «Radius 39» (Bild) so richtig sesshaft geworden. Unter normalen Umständen ist es ein Ort, der Laden, Bar, Café, Beiz, Quartiertreffpunkt, Musikstube, Literaturhaus und Ausstellungsraum in einem ist und über eine grandiose Schallplattensammlung verfügt, von der täglich LPs aufgelegt werden. Bis der ganze Betrieb wieder aufgehen darf, bleibt’s halt «nur» ein kleiner, feiner Tante-Emma-Laden mit einem durchdachten Angebot im Quartier. Zahlreiche Stammgäste freuen sich schon heute auf den Moment, wenn hier wieder die guten Gerichte, die von Grund auf gekocht sind, gegessen werden können. Von frech bis klassisch, von einfach bis aufwendig, immer gut, immer reichlich. Zum Beispiel der aromatische Geissenkäse aus Biederthal, den Lisa kräftig würzt, im Ofen wärmt und mit Brombeeren oder anderen Beeren garniert. Dazu empfiehlt sie ein saisonales Spezial-Bier, während sie weinseligen Puristen einen Weissen von Valentin Blattner ausschenkt. Das Ganze findet in einer unkomplizierten Atmosphäre mit zuvorkommenden Gastgebern statt, die ihren Gästen in der guten Stube oder im lauschigen Garten stets herzlich und auf Augenhöhe begegnen. Das kleine Fazit zum Schluss: «Radius 39» bietet fast ausschliesslich Produkte, die im Umkreis von 39 Kilometern produziert wurden. Wenn ein Produkt den vorgegebenen Radius überschreitet, zum Beispiel Kaffee und Tee, wird es speziell gekennzeichnet. ■ So geht nachhaltiger Einkauf. Applaus. Martin Jenni, Genussjournalist und Buchautor
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EINGEWANDERT
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«Ich musste mich innerlich von allem Negativen befreien», sagt Lilian Njoki.
Vom scheinbar dummen Kind zur starken F Konzentriert sitzt Lilian Njoki da. Aufrecht, stark, geerdet. Sie ist bei sich angekommen. Der Weg war lang und hart, führte von Kenia über die Schweiz und die USA wieder zurück an den Ursprung, zu sich selbst.
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ilian Njoki lebt inzwischen mehr als ihr halbes Leben in der Region Basel und wohnt heute in der Stadt. «Ich bin glücklich in der Schweiz, liebe das Land», sagt sie. Durch ihren Lebensweg hat sie ihre Berufung gefunden. Als Meditations- und Transformationstrainerin unterstützt die 53-Jährige Menschen dabei, ihr Leben glücklicher und erfolgreicher zu gestalten. «Du wirst als Baby in diese Welt hineingeboren, in eine bestimmte Familie und Gesellschaft. Diese prägen dich. Alles, was du erlebst, prägt dich. Aber wer bist du wirklich? Und was wünschst du für dein Leben? Um das herauszufinden und danach zu handeln, habe ich aus verschiedenen Ansätzen meine eigene Methode entwickelt», 20 erklärt Lilian Njoki.
Sie habe in der Schweiz, auf Hawaii und in Florida, wo sie eine Zeitlang mit ihrem damaligen Mann wohnte, verschiedene Meditationsformen kennengelernt. «Was ich dort lernte, erinnerte mich an die Weisheiten meiner Grossmutter. Sie war sehr spirituell und sah die göttliche Kraft in allem und jedem. Sie hat mit den Pflanzen geredet und erntete die grössten Kartoffeln, die ich je gesehen habe», lacht sie. «Grossmutters Denkweise, ihre Kommunikation mit der Natur, speziell den Bäumen, und das hawaiianische Ho’oponopono-Ritual, bei dem man sich und den anderen vergibt, um Selbstliebe zu finden, haben mir selbst am besten geholfen, mit meiner Vergangenheit in Einklang zu kommen, sie als positiv für meine Entwicklung anzusehen und daraus Kraft zu schöpfen.»
Ein schwerer Weg Lilian Njoki selbst hatte viel zu verzeihen, bevor sie ihre innere Ruhe und ihre Stärke finden konnte. Als Kind einer minderjährigen Mutter wurde sie immer wieder herumgeschoben, lebte mal bei dieser, mal bei jener Grossmutter, bei der Mutter, dann wieder beim Vater, lief mit 17 weg, um ihrer Stiefmutter zu entkommen. Auch an den Schulen litt sie. Weil sie sehr dünn war, wurde sie von den anderen Kindern verspottet und die Lehrer stempelten das scheue Kind einfach als dumm ab. Sie erkannten nicht, dass Lilian als Legasthenikerin zum Lesen lernen mehr Zeit brauchte. Als sie in den 90er-Jahren mit 19 Jahren in die Schweiz nach Stein zu ihrer Mutter kam, die schon in Kenia einen dort lebenden Schweizer geheiratet hatte, erfuhr sie, was Rassismus bedeutet. Mit den Jahren lebte sie sich ein, fand Freunde und mit 24 ihren charmanten, vorerst erfolgreichen Ehemann. Dieser machte sich ein
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LILIAN NJOKI
Foto: Mimmo Muscio
n Frau
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paar Jahre später aus dem Staub, während sie zu Besuch in Kenia war, und liess sie in Füllinsdorf mit einem leer geräumten Haus, hoch verschuldeten Konti, einer bankrotten Firma und zwei kleinen Kindern alleine. Der Fall war tief. «Ich bin der Gemeinde Füllinsdorf ewig dankbar, dass sie mich damals unterstützt hat. Trotzdem fiel ich immer wieder in Krisen und Depressionen. Das Leben schien es so hart mit mir zu meinen. Dann hat es plötzlich ‹klick› gemacht. Ich musste mich innerlich von allem Negativen befreien. Sechs Monate habe ich mich damals zurückgezogen, um mich selbst zu heilen und in mir die Kraft zu finden.» So hat Lilian Njoki vor sieben Jahren ihre Methode der «Inner Child Meditation» an sich selbst entwickelt. «Heute kommen die Leute zu mir – aktuell über Zoom. Ich kann ihnen etwas schenken, sie glücklicher machen. Das ist es, was ich liebe.» ■ Isabelle Pryce
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Nach der Behandlung im Fahrwärk sehen Velos wieder aus wie neu.
Fahrwärk
Wellnesskur für Dein Bike in der fahrenden Werkstatt Noch nie war der Weg zum Velomechaniker so kurz. Das Fahrwärk, der mobile Bike-Service von Florian Brodmann, kommt zu Dir nach Hause oder ins Geschäft und macht jedes Velo wieder flott.
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lorian Brodmann verleiht Dir und Deinem Bike neue Glücksgefühle. Mit dem Fahrwärk, dem mobilen Bike-Service, bietet er exklusive Dienstleistungen für Firmen und Private an. «Wir kommen direkt zu Dir zur Arbeit oder nach Hause und führen dort einen Veloservice durch», erklärt Brodmann. Der 34-Jährige aus Pratteln hat seine Leidenschaft und seine Affinität für Technik und Velos zum Beruf gemacht und einen Lieferwagen mit einer mobilen Werkstatt angeschafft. Dort unterzieht er Dein Bike einer Wellness-Therapie.
Das Fetten, Schmieren und Ölen von Kette und Schaltung, eine Kontrolle der Bremsen, der Schaltung sowie des Reifendrucks ist be-
Grundreinigung inbegriffen
Florian Brodmann, ein Mann voll Leidenschaft und Affinität zur Technik.
reits im Basispaket inbegriffen – ebenso das Polieren des Fahrrahmens. Je nachdem, welches Paket Du wählst, werden auch die Lager kontrolliert, das Laufrad zentriert und weitere Wellness-Behandlungen am Velo durchgeführt. Abgerundet wird der Service immer mit einem «Probetrampeln», wie Brodmann schmunzelnd erklärt: «Ich muss ja schliesslich wissen, ob alles rund läuft.» Dass er selbst gern und oft Velo fährt, versteht sich von selbst. Je nach Lust und Laune schwingt er sich aufs Mountainbike oder aufs Rennvelo. «Die Mischung macht es aus», berichtet Brodmann. Er kennt die Bedürfnisse der Velopendler, denn er ist selbst jahrelang mit dem Velo zur Arbeit gefahren. Er weiss, wie gefragt seine Dienstleistungen bei Firmen sind, die bei ihren Mitarbeitenden das Velofahren fördern. Mit der Basler Versicherung startet im Frühjahr ein gemeinsames Projekt; weitere Firmen zeigen reges Interesse. Darüber freuen sich Florian Brodmann und seine Frau Sandra, die ihn mit dem Management unterstützt. «Am wichtigsten sind zufriedene Kundinnen und Kunden», erklären die beiden. Immer wieder erlebt Florian Brodmann, dass die Kunden nach der Wellness-Kur erklären, sie würden ihr Bike nicht mehr wiedererkennen. «Das ist das schönste Kompliment und zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind.» Rolf Zenklusen ■
bike.service@fahrwaerk.ch fahrwaerk.ch Tel. 061 821 09 47 Mobil 079 265 90 10
Regio aktuell 2 - 2021 ■ PR
Wie umfangreich die Frischzellenkur ausfällt, entscheidet die Kundin oder der Kunde in Absprache mit dem Fahrwärk. Zur Auswahl stehen die Service-Pakete «small» (für die Reinigung zwischendurch), «medium» (die clevere Wahl) und «large» (wunschlos glücklich). Welches Paket Du auch immer wählst: Eine Grundreinigung des Fahrrads ist auf jeden Fall inbegriffen. Dafür steht im Lieferwagen eine kleine Waschanlage zur Verfügung. «Nach der Veloreinigung wird das Wasser in einer Wanne aufgefangen und fachgerecht entsorgt», erklärt Brodmann sein innovatives Konzept.
Fotos: Mimmo Muscio
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BERUF. BILDUNG. KARRIERE.
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Die Weichen neu gestellt Ob in BLT-Gelb oder in BVB-Grün: Silvia Philipp und Esra Bal haben ihre ursprünglichen Berufswege verlassen und in die Trämli-Fahrkabine gewechselt. Mit Herzblut und Verantwortungsbewusstsein befördern sie ihre Fahrgäste von A nach B – und wieder zurück.
Esra Bal fährt auf neun verschiedenen Tramlinien der BVB, am liebsten auf der Linie 8.
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ienstagmorgen, kurz vor neun: Wenn andere ans Znüni denken, verbringt Silvia Philipp bereits ihre grosse Pause. Seit 4 Uhr ist sie auf den Beinen, um 5.30 Uhr beförderte sie die ersten Passagiere von Waldenburg nach Liestal. Um 13.00 Uhr endet dann ihr FrühschichtArbeitstag. «Flexibel muss man als Wagenführerin unbedingt sein», betont Philipp. Der öffentliche Verkehr rollt an sieben Tagen in der Woche von früh bis spät. Trotzdem: Nirgends fühlt sich Silvia Philipp so wohl wie in ihrer Fahrkabine. Dabei wollte sie doch früher noch in die Luft: «Mein Kindheitstraum von der Flight Attendant scheiterte an meiner Körpergrösse. Nun bin ich halt am Boden geblieben.» Auf dem Land aufgewachsen, sass sie Ende der 1980er-Jahre zum ersten Mal im Tram, das sie zu ihrem Lehrbetrieb brachte. Bei der Swisscom arbeitete sie als Telefonistin für die Auskunft «111». Später nahm sie weitere Tätigkeiten für den Kommunikationsriesen sowie für andere Arbeitgeber wahr – glücklich wurde sie aber erst im Tram.
Zwei Monate – zwei Jahre
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«Seit eh und je bin ich für mein Leben gerne unterwegs. Aus diesem Grund habe ich mich erfolgreich bei der BLT beworben. Daraus sind nun 18 Jahre Berufserfahrung geworden», sagt Philipp. Auf zwei Monate intensive Ausbildung folgten zwei weitere intensive Jahre im Führerstand. «Am Anfang zahlt man Lehrgeld, bis es rund läuft», sagt die Kaiseraugsterin. Mit dem Nervenkostüm wuchs die Freude am Fahren. Heute kann sie sich nichts Schöneres mehr vorstellen und hofft, ihre Arbeit bis zur Pensionierung ausüben zu können. Als die BLT vor drei Jahren die Strecke Waldenburg-Liestal übernahm, bewarb sie sich intern und wechselt seitdem zwischen Unter- und Oberbaselbiet. «Auf dem Land läuft alles eine Spur ruhiger. Der Betrieb ist weniger hektisch und die Landschaft einfach der ‹Hammer›». Ich geniesse sie bei jeder Fahrt von neuem», schwärmt Philipp. Mehr in der lebhaften Stadt zuhause fühlt sich hingegen Esra Bal, die seit Sommer 2020 als Wagenführerin für die BVB tätig ist. Die grösste Motivation für ihre neue Arbeit ist die Abwechslung: «Ich fahre alle neun Linien. Der Alltag ist geprägt von ständigem Wechsel, mal Frühschicht, mal Mittelschicht, mal Spätschicht. Langweilig wird es nie», sagt die 32-Jährige. Ihre Lieblingslinie ist die 8, weil diese mittlerweile in ihre alte Heimat fährt, Weil am Rhein.
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Fotos: Mimmo Muscio
BERUF. ILDUNG. KARRIERE.
Silvia Philipp ist für die BLT ständig zwischen dem Unter- und dem Oberbaselbiet unterwegs.
Ständig unterwegs Nach verschiedenen administrativen Tätigkeiten hat Esra Bal zuletzt im Detailhandel gearbeitet. Gefehlt hat ihr dort vor allem eines: Wertschätzung. Diese spürt sie nun umso mehr bei ihrer neuen Tätigkeit von den Ausbildnern, von ihren Vorgesetzten und vor allem auch von den Passagieren. «Immer wieder grüssen die Leute, sind dankbar, und zu Weihnachten und Silvester wurde ich sogar beschenkt», freut sich Bal. Wie ihre Kollegin von der BLT ist sie vor allem eines gerne: unterwegs. Sie ist sich der Verantwortung bewusst, die sie trägt. Nicht selten werden bis zu 200 Passagiere befördert und es gilt, jede Sekunde aufmerksam zu sein. Esra Bal hat ihre Bestimmung mit dem Tramfahren gefunden, kann sich aber auch weitere Schritte vorstellen. «Vielleicht wage ich mich noch ans Busfahren, werde Ausbildnerin oder mal Teamleiterin. Die Möglichkeiten sind hier auf jeden Fall äusserst vielfältig», sagt Bal. Simon Eglin ■
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ENGAGIERT
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Mentor Norbert Wüllner (rechts) steht seinem Tandempartner Diego Gaio mit Rat und Tat zur Seite und unterstützt ihn bei der Stellensuche.
«Die Gespräche finden auf Augen h Beim Begleitprogramm Tandem 50 plus unterstützen freiwillige Mentoren Stellensuchende ab 50 Jahren bei der Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt.
«I
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ch helfe meinem Mentee, den beruflichen Rucksack neu zu packen»: So umschreibt Norbert Wüllner sein Engagement als Mentor beim Begleitprogramm Tandem 50 plus. In den vergangenen vier Monaten gehörte dieser Rucksack Diego Gaio. Der 51-Jährige verlor im Sommer 2020 seine Stelle als Verkäufer im Detailhandel. In den wöchentlichen Treffen mit Wüllner brachte Gaio nicht nur seine Bewerbungsunterlagen auf den neusten Stand und übte Vorstellungsgespräche, sondern entwickelte auch neue Zukunftsperspektiven. «Durch die Gespräche mit meinem Mentor haben sich neue Suchfelder eröffnet, die mir vorher gar nicht bewusst waren.» Für den dreifachen Familien26 vater ist das Mentoring-Programm nach vier
Monaten abgeschlossen. Gaio denkt aber bereits weiter: «Nach dieser Erfahrung kann ich mir gut vorstellen, mich selbst als Mentor zu engagieren, sobald ich wieder eine feste Stelle habe.»
Keine Einbahnstrasse Norbert Wüllner arbeitete viele Jahre im Bereich Instandhaltung und Unterhalt. Nach seiner Frühpensionierung vor einigen Jahren absolvierte er eine Coaching-Ausbildung. Seit zwei Jahren stellt er sich bei Tandem 50 plus als Mentor zur Verfügung. «Es klingt etwas abgedroschen, aber ich finde, man sollte der Gesellschaft auch mal etwas zurückgeben.» Wer arbeitslos ist, mache einen Veränderungsprozess durch, erklärt Wüllner, der diese Situation
selbst schon erlebt hat. «Zuerst muss man die Trauer um den Verlust der Arbeitsstelle verarbeiten. Erst dann kann man in die Zukunft blicken.» Als Mentor kann er Betroffene bei diesem Prozess unterstützen. «Oft ist es einfa-
Zurück in den Arbeitsmarkt Tandem 50 plus ist ein Begleitprogramm der Freiwilligenorganisation benevol Baselland und dem Kantonalen Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA). Ziel des Mentoring ist die Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt. Anmelden können sich Personen zwischen 50 und 60, die beim RAV als arbeitslos gemeldet und anspruchsberechtigt sind. Das Begleitprogramm dauert in der Regel vier Monate. Das Mentoring übernehmen freiwillige Fach- und Führungskräfte, die gerne ihre Lebens- und Berufserfahrung, ihr Netzwerk und ihre Zeit zur Verfügung stellen, um Stellensuchende im Arbeitsfindungsprozess zu unterstützen. www.tandem-baselland.ch
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TANDEM 50 PLUS Foto: Cédric Bloch
n höhe statt»
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cher, diese Situation mit jemandem zu besprechen, der nicht aus dem eigenen Umfeld stammt.» Das Mentoring sei aber keine Einbahnstrasse, betont Wüllner. «Ich profitiere ebenfalls von den Erfahrungen meines Mentees. Die Gespräche finden auf Augenhöhe statt.» Ebenfalls wichtig: Was das Tandem miteinander bespricht, wird weder ans RAV noch an die Programmleitung weitergeleitet. Tandem 50 plus wurde 2015 im Kanton Baselland lanciert, nachdem es bereits in anderen Kantonen erfolgreich gestartet war. Die Nachfrage sei gross, sagt Programmleiter Claude Lachat: «Die über 50-Jährigen bringen zwar viel Berufserfahrung mit, können sich aber oft schlecht verkaufen.» Eine von Lachats Aufgaben ist es, den Betroffenen einen geeigneten Mentor zur Seite zu stellen, der sie ihren Bedürfnissen entsprechend unterstützt. Dabei kann er auf einen Pool von rund 90 Freiwilligen zurückgreifen. Die Erfolgsquote von Tandem 50 plus liegt laut Lachat «ohne Corona» bei 60 bis 70 Prozent. Béatrice Koch ■
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SPORTPORTRAIT
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Ein Spätstarter mit unbändigem Willen Fast sein halbes Leben lang spielte Cédric Tschanz Tennis. Nun gehört er im Tischtennis zu den Besten der Schweiz. Zu verdanken hat er dies seinem bedingungslosen Ehrgeiz.
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eden Tag fuhr ich nach der Schule mit dem ÖV von Hölstein nach Muttenz zum Training und wieder zurück. Zeit für andere Hobbies oder Freunde blieb da fast keine», sagt Cédric Tschanz. Doch er bereut gar nichts: «Ich bin froh, habe ich so viel investiert.» Der 21-Jährige machte stets mehr als seine Kollegen. «Ich musste», stellt er klar. «Das wurde mir von Anfang an gesagt und war mir auch immer bewusst.» Denn der Hölsteiner begann erst mit elf
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Foto: Mimmo Muscio
Jahren mit Tischtennis. Das ist sehr spät, wenn man einen Sport leistungsmässig betreiben will. Zuvor spielte Tschanz nicht minder ehrgeizig Tennis und schaffte es auch da ins Nachwuchskader der Region Basel. Doch mit einem Fernsehbeitrag über den Tischtennisclub Rio-Star Muttenz
und dessen Meistertitel änderte sich im Sportlerleben von Cédric Tschanz alles. Die kleineren Bälle und der kleinere Schläger, dazu ein Tisch statt ein Platz wirkten auf den damals Elfjährigen anziehend. Schon nach wenigen Wochen Tischtennis hat es ihn gepackt. Natürlich haben ihm sein Ballgefühl und das Wissen über die Taktik einer Rückschlagsportart geholfen. «Aber grundsätzlich lernte ich Tischtennis von null auf.»
«Training, Training, Training» Cédric Tschanz ist kein Sportler für halbe Sachen. Auch Tischtennis wollte er leistungsmässig betreiben. Die Familie und der Trainer machten ihm aber klar, dass er die Lücke zu den Gleichaltrigen nur mit einem höheren Trainingspensum wettmachen könne. «Training, Training, Training – sonst wird das nie was», lautete die klare Ansage des Trainers. «Kein Problem», sagte sich der Teenager. Heute ist Tschanz die Nummer drei der Schweiz und die
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Die harte chinesische Schule
CÉDRIC TSCHANZ
Nummer 300 der Welt. Im Februar gewann er Bronze an den Schweizermeisterschaften. Mit Rio-Star holte er 2019 den Team-Schweizermeistertitel, wofür er im Final mit dem Sieg gegen die Nummer eins des gegnerischen Teams – einem italienischen Profi – einen grossen Beitrag leistete. ■ Tobias Gfeller
Cédric Tschanz ist sich eine klare Ansprache vom chinesischen Trainer in Muttenz gewohnt. Generell pflegt er ein Faible für die Tischtennis-Grossmacht China, die an den letzten sechs Olympischen Spielen 13 der möglichen 18 Medaillen gewonnen hat. Regelmässig reist der Hölsteiner nach Shanghai für ein mehrwöchiges Trainingslager. «Das Niveau ist einfach ein ganz anderes. Während wir in der Schweiz drei bis vier Spieler auf meinem Niveau haben, hat es dort eine ganze Halle voll.» Die Trainings seien hart und intensiv, oft mit vielen Wiederholungen, der Umgangston rau. Disziplin und Respekt werden vorgelebt. Er könne mit dem chinesischen Drill gut umgehen, sagt Tschanz. Weil die meisten Trainer und Spieler kein Englisch sprechen, werde mit Händen und Füssen und auch mal mit einer Übersetzungs-App kommuniziert. Cédric Tschanz ist bereit, für den Erfolg einen steinigen Weg zu gehen.
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GESUNDHEITTOTAL
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Erste Hilfe
Für alle Fälle gewappnet
Eine Hausapotheke lässt sich gut selber auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt zusammenstellen.
Im Alltag tauchen immer wieder mal harmlose medizinische Probleme auf. Mit einer geschickten Erstversorgung lässt sich das Problem meist gut lösen.
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Unser Rubrikpartner:
chnell ist es passiert: ein Ausrutscher mit dem Küchenmesser oder ein Sturz vom Fahrrad. Nach dem ersten Schrecken stellt man meist fest, dass es sich um eine leichte Verletzung handelt. Wichtig ist nun, einen kühlen Kopf zu bewahren und erst einmal die Blutung zu stillen. Wer sich unsicher ist, wie die Wunde zu behandeln ist, kann sich auch an seine Apotheke wenden. «Selbstverständlich kann man auch zu uns kommen, um Verletzungen beurteilen und verbinden zu lassen», sagt Susanne Villalonga, Apothekerin und Geschäftsführerin der TopPharm Apotheke & Drogerie Sissach. «Manchmal kommen Leute,
die sich auf der Strasse verletzt haben oder solche, die bereits einen Verband angelegt haben und fragen, ob das so richtig ist – da helfen wir gerne weiter.» Die Apothekerin trifft von Schnittwunden, Verbrennungen über genähte Wunden, die neu verbunden werden müssen, so allerlei an. Handelt es sich um tiefe Schnittwunden oder um eine grossflächige Verbrennung, schickt sie die Kunden zum Arzt oder direkt auf den Notfall. Auch nachts oder an Wochenenden stehen Notfallapotheken zur Verfügung. Die medizinische Notrufzentrale informiert über die diensthabende Apotheke.
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Sanitätsnotruf: Allgemeiner Notruf Medizinische Notrufzentrale Corona-Hotline
144 112 061 261 15 15 058 463 00 00
Foto: Cédric Bloch
Hilfe, es blutet
jedem Fall empfiehlt es sich, ein Desinfektionsmittel dabei zu haben.» Zudem gehören persönliche Medikamente, wie beispielsweise ein Asthmaspray oder Allergiemittel, dazu. Wer auf Nummer sicher gehen will, kann in der Apotheke eine Checkliste verlangen, auf der auch die wichtigsten Notfallnummern notiert sind. Die Hausapotheke sollte einmal im Jahr kontrolliert werden.
Nothilfe kann Leben retten Während kleine Verletzungen gut in den Griff zu bekommen sind, kann es passieren, dass man an Menschen in einer lebensbedrohlichen Situation gerät. Bei einem medizinischen Notfall gilt es, rasch zu reagieren und Erste Hilfe zu leisten, bis professionelle Hilfe eintrifft. Aus Angst, etwas falsch zu machen, getrauen sich jedoch viele nicht, die verletzte oder bewusstlose Person anzufassen. Gemäss einer
Checkliste für die Hausapotheke Um für kleinere Verletzungen und gesundheitliche Probleme gerüstet zu sein, sollte jede Hausapotheke folgende Grundausstattung enthalten: ■ Medikamente: Mittel gegen Husten, Halsweh, Schnupfen, Durchfall, Verstopfung und Fieber sowie ein Fieberthermometer. Entzündungshemmende Mittel bei Rückenschmerzen oder Verstauchungen. ■ Verletzungen: Desinfektionsmittel, verschieden grosse Pflaster, inkl. Blasenpflaster, sterile Gazekompressen, Verbandschere, Pinzette und Fixierpflaster. Salben gegen Sport- und Brandverletzungen und Juckreiz sowie ein Kühlspray. ■ Individuelle Mittel: Die Hausapotheke sollte auf die persönlichen Bedürfnisse ausgerichtet sein, beispielsweise mit einem Herpes- oder Allergie-Mittel.
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Für kleine Verletzungen oder bei Unwohlsein lohnt es sich, eine gut ausgerüstete Hausapotheke zur Hand zu haben. «Ich empfehle, die Apotheke selber zusammenzustellen, weil man so auf die individuellen Bedürfnisse eingehen kann», sagt Apothekerin Eliane Randecker von der TopPharm Apotheke Kunz in Aesch. «In jede Hausapotheke gehört etwas gegen Erkältung und Grippe sowie gegen Magen- und Darmbeschwerden. Zudem sollte man für kleinere Verletzungen ausgerüstet sein.» Für die warmen Monate brauche es Mittel zur Prävention und Behandlung von Insektenstichen. Auch eine Reiseapotheke mit reduziertem Inhalt für unterwegs lohnt sich. «Man sollte die Apotheke auf das Reiseziel anpassen und beispielsweise für Strandferien einen Sonnen- und Insektenschutz und für Wanderungen Blasenpflaster mitnehmen. In
REGIO AKTUELLTIPP
aktuellen Studie des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) und der Helsana fühlt sich die Hälfte der Bevölkerung in Notfallsituationen unsicher. Die Bereitschaft zu helfen wäre zwar da, aber häufig mangle es an Wissen, so das Fazit der Studie. In der Schweiz gibt es ein grosses Aus- und Weiterbildungsangebot für Erste Hilfe, etwa beim SRK oder bei einem der 1115 Samaritervereine. Wer den Führerschein macht, ist verpflichtet, einen Nothilfekurs (NHK) zu absolvieren, dies gilt auch für weitere Ausbildungen, wie etwa Segel- oder Pfadileiterkurse. «Dieser Kurs ist für alle geeignet, die im Alltag Sicherheit in der Anwendung von Erste-Hilfe-Massnahmen gewinnen möchten und in der Lage sein wollen, bei einem medizinischen Notfall oder in einer Unfallsituation zweckmässig zu handeln», sagt Claude Brügger vom Samariterverband beider Basel. Die Teilnehmenden erlernen Massnahmen, welche es im Fall eines Herzinfarkts, Schlaganfalls sowie bei Bewusstlosigkeit, Kreislaufstillstand und schweren Verletzungen zu ergreifen gilt. «Andererseits lernen sie das grundlegende Verhalten in der Notfallsituation mit der Sorge für die Sicherheit am Unfallplatz, der Alarmierung und dem Schutz der verletzten Person.» Pandemie-konform werden diese Kurse auch in Kombination mit Selbststudium angeboten. Eine gute Hilfe kann auch die Erste-HilfeApp des Schweizerischen Roten Kreuzes bieten, welche in Notsituationen von der Allergie bis zum Zeckenbiss einfache Schritt-für-SchrittAnleitungen offeriert. ■ Stephanie Weiss
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Notfallnummern
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Je nach Situation zählt jede Minute, wie hier im Notfall in Liestal.
Notfall/Rettung
Wenn jede Minute zählt Viele Menschen erleben im Verlauf ihres Lebens einen medizinischen Notfall – sei es am eigenen Leib oder bei jemand anderem. In einer Notfallsituation gilt es, rasch und besonnen zu handeln.
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er kennt diese Szene nicht: Es ist Sonntag und die Bauchschmerzen werden immer stärker. An wen sich wenden? «Die erste Anlaufstelle ist die Hausärztin oder der Hausarzt. Sollte diese bzw. dieser nicht erreichbar sein, so kann man sich an die Medizinische Notrufzentrale, MNZ wenden», erklärt Dr. med. Nicolas Geigy, Chefarzt Notfallzentrum am Kantonsspital Baselland, KSBL. Die Notrufzentrale ist während 24 Stunden erreichbar und hilft, bei einem akuten medizinischen Problem eine Lösung zu finden. Dies kann die Vermittlung an einen Arzt, Zahnarzt, eine Apotheke oder ein Spital sein, manchmal reicht die Beratung am Telefon. Diese Vorabklärung macht gerade in Zeiten von Covid-19 Sinn, um die Notfallstationen nicht unnötig zu belasten. «Natürlich kann man direkt zu uns auf den Notfall kommen, dies sollte aber nur mit telefonischer Voranmeldung geschehen», betont der Notfallmediziner. Die Notfallstationen des KSBL sind an allen drei Standorten des KSBL – 32 Liestal, Bruderholz und Laufen – rund um die
Uhr geöffnet, das ambulante Zentrum in Laufen ist jedoch nur auf leichte Fälle ausgerichtet. Unter Umständen muss man etwas Geduld mitbringen. «Je leichter jemand verletzt ist, desto mehr bitten wir um Verständnis, wenn es zu Wartezeiten kommt», so Dr. Geigy. Als Zusatzangebot steht deshalb auf dem Bruderholz und in Liestal abends und am Wochenende eine hausärztliche Notfallpraxis zur Verfügung, in der Hausärztinnen und Hausärzte der Region ihre Dienste anbieten. In lebensbedrohlichen Situationen gilt es, rasch zu handeln, um keine wertvolle Zeit zu verlieren. «Besteht der Verdacht auf Herzinfarkt oder Schlaganfall oder ist jemand bewusstlos, sollte die Ambulanz gerufen werden», so Dr. Geigy. Brustschmerzen, Engegefühl, Schwindel, Übelkeit und Atemnot könnten auf einen Herzinfarkt deuten. Ein Schlaganfall zeigt sich durch plötzliche Lähmung, Gefühlsstörung, Schwäche, Sprachstörungen, Schwindel und Kopfschmerz. Ist die Rettung organisiert, sollte auch der Hausarzt
informiert werden. Notfallmediziner Geigy hat einen dringenden Wunsch: «Engagieren Sie sich mit uns für Ihre Gesundheit, kennen Sie Ihre Diagnosen, Medikamente und Allergien, notieren Sie diese auf einen Zettel und bringen Sie diesen immer mit. Dies kann Leben retten! Auch Ihre Patientenverfügung sollten Sie mitbringen. Sie können diese auch vorbeugend bei uns hinterlegen, sodass wir Ihre Wünsche kennen.» Dr. Geigy weiss, wovon er spricht und wie überlebenswichtig solche Informationen sein können.
Bei Anruf Alarm Um medizinische Notfälle rasch ins Spital zu bringen, stehen ein gut ausgebildetes Spezialistenteam und die Fahrzeugflotte des Rettungsdienstes am Kantonsspital KSBL bereit. Im letzten Jahr rückten die rund 52 Mitarbeitenden 8300 Mal aus. Zum Team gehören Ret-
Telefonnummern für Notfälle:
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Lebensbedrohlich? 144 (Notruf) Nicht lebensbedrohlich? Notfall Kantonsspital Baselland Liestal 061 925 25 25 Bruderholz 061 436 36 36 Laufen 061 400 80 80
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rechten überschritten werden darf, gelte es, die Verkehrsverhältnisse zu berücksichtigen, dafür brauche es Fingerspitzengefühl, so Schwander. Setzt jemand einen Notruf über die Nummer 144 ab, löst die Notrufzentrale beider Basel den Alarm aus. Kommt dieser beim Rettungsdienst KSBL rein, sehen die Mitarbeitenden dies auf einer speziellen AlarmierungsApp ihres Diensthandys. «Dabei erfahren wir bereits, worum es sich handelt und wie die Dringlichkeit ist. Anschliessend bestätigen wir den Einsatz und begeben uns ins Fahrzeug, wo wir uns erneut mittels Badge anmelden. Die weiteren Einsatzdetails sehen wir dann auf dem Fahrzeug-Tablet», erklärt Stephan. «Während des Einsatzes geben wir regelmässige Statusmeldungen durch.» Dabei entscheidet die Einsatzequipe, in welches Zielspital gefahren werden soll. «Holen wir beispielsweise jemanden mit einem Schlaganfall ab, so fahren wir prinzipiell ins Stroke-Center des Universitätsspitals Basel.» Bei einem Herzinfarkt übermitteln die Einsatzkräfte vom Einsatzort aus ein EKG an den Kardiologen des KSBL. «Zusammen mit ihm wird anschliessend das weitere Prozedere und das Zielspital telefonisch besprochen.»
Dr. med. Nicolas Geigy Chefarzt und Leiter Notfallzentrum KSBL
Thomas Schwander Leiter Rettungsdienst KSBL
Pascal Stephan Aus- und Weiterbildungsverantwortlicher Rettungsdienst KSBL
Wir sind jederzeit für Sie da. GANZ SICHER
Ohne Teamgeist geht es nicht Rettungsleute treffen mitunter belastende Situationen an. «Ab einem gewissen Schweregrad des Einsatzes ist ein Debriefing obligat. Dabei merkt man bereits, wie es den Einsatzleuten geht», erklärt Stephan. Die Mitarbei-
Kantonsspital Baselland www.ksbl.ch
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tungssanitäter und Rettungssanitäterinnen sowie Notärztinnen und Notärzte, welche rund um die Uhr für die medizinische Notfallversorgung von akut Erkrankten und Verunfallten im Einsatz stehen. Ist die Patientin/der Patient z.B. bewusstlos oder Opfer eines schweren Verkehrsunfalls, dann kommt zusätzlich ein Notarzt zum Einsatzort. Dies komme in knapp 10 % der Einsätze vor, erklärt Thomas Schwander, Leiter Rettungsdienst am KSBL. In allen anderen Fällen fahren die Rettungssanitäter und Rettungssanitäterinnen zu zweit. «Wir haben einen umfangreichen ärztlich delegierten Kompetenzbereich, sodass wir die meisten Einsätze eigenständig handhaben können», erklärt Pascal Stephan, Ausbildungsverantwortlicher des Rettungsdienstes am KSBL. Da die Rettungssanitäter und Rettungssanitäterinnen medizinische Probleme der unterschiedlichsten Art antreffen, ist die Ausbildung auf einem entsprechend hohen Niveau. «Es handelt sich um eine anspruchsvolle, dreijährige HF-Ausbildung auf Tertiärstufe», so Stephan. Das KSBL beschäftigt sieben bis acht Studierende. Auch nach der Ausbildung müssen sich alle Mitarbeitenden während mindestens 40 Stunden pro Jahr weiterbilden und eine jährliche Kompetenzprüfung bei der ärztlichen Leitung ablegen. Um die über 5 Tonnen schweren Fahrzeuge fahren zu können, braucht es den Führerausweis Kategorie C1. «Wir wechseln uns stets ab, jemand fährt und die andere Person betreut den Patienten oder die Patientin.» Obwohl das Strassengesetz bei Dringlichkeitsfahrten mit Sonder-
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Foto: zVg, KSBL
tenden können sich jederzeit an eine Seelsorgerin oder einen Seelsorger des KSBL sowie an das Careteam des Kantons wenden. Zudem besteht im Team das sogenannte Peer-toPeer-Prinzip, bei dem die Mitarbeitenden aufeinander zugehen, wenn ihnen etwas auffällt. «Das meiste wird im Team gelöst – wir schauen aufeinander. Diese Unterstützung und die Offenheit funktionieren sehr gut bei uns, dies zeugt von einer guten Teamkultur.» Deshalb gebe es auch wenige Ausfälle wegen psychischer Belastung. «Die körperliche Belastung hingegen ist happig, das merkt man mit den Jahren schon», sagt Schwander. Wenn jemand Probleme mit dem Rücken oder den Gelenken habe, müsse er oder sie sich unter Umständen umschulen lassen. Um die teilweise schwere Arbeit etwas zu erleichtern, können die Rettungssanitäter und Rettungssanitäterinnen auf allerlei technische Unterstützung zurückgreifen. Stephan demonstriert dies an der Trage, die er mit einem einfachen Handgriff aus der Ambulanz zieht und mit elektronischer Unterstützung sanft auf den Boden stellt. In einem Seitenfach befindet sich zudem ein Tragestuhl mit Raupensystem für Treppentransporte. Trotz dieser Unterstützung brauche es eine gesunde physische Grundvoraussetzung, betont Stephan. Obwohl herausfordernd, sei es ein interessanter und vielseitiger Job, sind sich die beiden Rettungssanitäter einig. Der Rettungsdienst des KSBL ist nach den Qualitätskriterien vom Interverband fürs Rettungswesen (IVR) zertifiziert und von der SGNOR (Schweizerische Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin) anerkannte Weiterbildungsstätte für Notärzte. Stephanie Weiss ■
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¾ Einlagen (links) oder langsohlige Einlagen für Sport und Alltagsschuhe.
Foto: zVg
Das Wunderding im Schuh A
n einer Messe, an einem kleinen Verkaufsstand, pries ein Herr ein neues Material an. Das Material für Einlagen einzusetzen war von dieser Firma eigentlich nicht angedacht. Er meinte, das Material wäre «zu gut und zu teuer», um es für Einlagen einzusetzen. Aus einer
Probeplatte fräste ich mir 2 Paar Einlagen, ein Paar ¾ Einlagen für meine schönen Schuhe und ein Paar langsohlige Einlagen für meine Arbeitsschuhe. Seit ich die Einlagen aus dem Wundermaterial in meinen Schuhen habe, schwebe ich förmlich durch meinen Alltag.
Was ist so speziell an dem Material? Das Material ist weich und dennoch hat es eine hohe Rückstellkraft. Es ist angenehm, isoliert gut gegen Kälte und kann leicht gereinigt werden. Die ersten Kunden, die testhalber mit dem Material versorgt wurden, konnten uns nur Positives berichten. Vor allem Fersensporngeplagte und Personen, die eine relativ hohe Spreizfussabstützung benötigen, schätzen die Weichheit bei Druckspitzen und dass die hohe Rückstellkraft trotzdem zu einer schnellen Verbesserung der Situation führt. Wenn Sie das Wunderding im Schuh möchten, kommen Sie vorbei. Wir werden alles daran setzen, dass auch Sie begeistert sind. Die Einlagen werden bei einem Besuch direkt nach Mass hergestellt, anprobiert und fertiggestellt. Dies erspart Ihnen einen zweiten Gang sowie eine Wartezeit auf das Hilfsmittel. Für allfällige Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung. ■
Meine Ausbildungen: Orthopädietechniker- und
Bandagisten-Meister ■ Inhaber des ZPO-D-Zertifikates Unsere Dienstleistungen: Orthopädie- und Reha-Technik in
ihrer Gesamtheit ■ Sanitätshaus ■ u.v.m. ■
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Mit uns haben Sie einen innovativen Partner im Baselbiet mit 42-jährigem Erfahrungsschatz. Zu finden sind wir vis-à-vis des Bahnhofs in Frenkendorf. Es hat ausreichend Parkplätze.
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Ich freue mich auf Sie. Ralf Schweitzer
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Baselbieter Orthopädie- und Rehatechnik AG Niederschönthalstrasse 2, 4402 Frenkendorf Tel. 061 903 21 21 ■ www.bb-ortho.ch Öffnungszeiten: Mo, Do und Fr: 7–12 Uhr, 13 –16 Uhr; Di und Mi: 10–12 Uhr, 13–19 Uhr Bitte reservieren Sie sich einen Termin: unter www.bb-ortho.ch oder per Tel. 061 903 21 21
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GESUNDHEIT
Der Pflegefachmann Stephan Heider ist Teamleiter in der Medizinischen Notrufzentrale (MNZ) in Basel.
Medizinische Notrufzentrale (MNZ)
Der direkte Draht zu Notfall, Spitex, Apotheke und Co. Früher war es die Fasnacht, jetzt ist es Corona. Dank personeller Aufstockung ist die Medizinische Notrufzentrale (MNZ) auch für turbulente Zeiten gerüstet. Neben der 24-Stunden-Notrufzentrale bietet die MNZ verschiedene Notrufgeräte und eine Depotstelle für Patientenverfügungen an.
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Nur Profis am Telefon Bei der MNZ werden mehr als 80 Prozent der Anrufe innerhalb von drei Minuten entgegengenommen. Am Telefon sitzen nur ausgebildete Pflegefachkräfte mit mehreren Jahren klinischer Erfahrung. Wegen Corona sitzen die
Fachleute bis auf weiteres alleine in einem Raum; administrative Arbeiten werden im Homeoffice erledigt. Oft können die Profis den Betroffenen am Telefon direkt einen Tipp geben, ohne dass ein Arzt- oder Spitalbesuch nötig ist. So leistet die MNZ einen Beitrag zur Senkung der Gesundheitskosten. Gerade in Zeiten von Corona kann ein Anruf bei der MNZ rasch Klarheit schaffen: Etwa wenn es darum geht zu erklären, dass ein negativer Corona-Test eine gute Nachricht ist. Negativ bedeutet nämlich, dass man sich nicht mit Corona angesteckt hat.
Den Alarmknopf am Handgelenk Mit der Vermietung von verschiedenen Notrufgeräten deckt die MNZ eine weitere Dienstleistung ab. Ob zuhause fest installiert oder als Mobilgerät immer dabei: der Alarmknopf am Handgelenk stellt im Notfall eine direkte Verbindung zur MNZ her. Gibt die Person, die den Knopf gedrückt hat, keine Antwort, werden Angehörige oder die Spitex gerufen. «Zum Glück sind 90 Prozent der Notrufe Fehlalarme», sagt Stephan Heider. Dank des Notrufgeräts konnte etwa einer betagten, alleinlebenden Frau relativ schnell
geholfen werden. Die Frau war um fünf Uhr morgens beim Gang zur Toilette gestürzt und drückte gerade noch auf den Alarmknopf am Handgelenk, bevor sie bewusstlos wurde. Die MNZ, bei der der Alarm einging, konnte die Frau nicht erreichen und benachrichtigte deshalb die Tochter. Diese schaute vorbei und alarmierte die Sanität. So war die verunfallte Frau eine Stunde nach dem Sturz bereits im Spital. Wer bei der MNZ einen Hausnotruf mietet, erhält viel Mehrwert. Die professionelle Firma Gruber & Ryser aus Pratteln installiert die Geräte vor Ort. Bei der MNZ ist ein Dossier mit allfälligen Vorerkrankungen und Kontaktdaten von Angehörigen hinterlegt. So kann im Notfall rasch und zielgerichtet gehandelt werden. Zusätzlich werden einmal im Monat alle Kundinnen und Kunden persönlich angerufen, um den Kontakt aufrechtzuerhalten.
Damit im Ernstfall Ihr Wille zählt Als drittes Standbein betreibt die MNZ eine Depotstelle für Patientenverfügungen. Wer seine Patientenverfügung dort hinterlegt, erhält einen Ausweis fürs Portemonnaie und kann versichert sein, dass die Patientenverfügung im Notfall sofort für alle berechtigten Fachpersonen auffindbar ist. Wird zum Beispiel bei einem Unfall der Ausweis für eine Patientenverfügung gefunden, wird diese innert Minuten ans behandelnde Spital übermittelt. Das ist für alle Beteiligten ein grosser Vorteil. ■ Rolf Zenklusen
MNZ – Stiftung Medizinische Notrufzentrale Lindenhofstrasse 30, 4052 Basel Tel. 061 261 15 15 info@mnzbasel.ch ■ www.mnzbasel.ch
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ie Fasnacht ist jeweils eine turbulente Zeit – auch für die Medizinische Notrufzentrale (MNZ). Die medizinische Beratung am Telefon wird während der Fasnacht jeweils stärker personell besetzt, um die vielen Anrufe bewältigen zu können. «Weil wir uns gut auf den Ansturm der Fasnacht vorbereitet haben, waren wir schon letztes Jahr auch für Corona gut gerüstet», erklärt Stephan Heider, Teamleiter in der MNZ. Seit dem Ausbruch der Pandemie hat sich einmal mehr gezeigt, wie ausgezeichnet das Konzept der MNZ funktioniert. Unter der Nummer 061 261 15 15 erhält man rund um die Uhr eine fachliche Beratung bei gesundheitlichen Problemen oder Notfällen. Bei Bedarf vermittelt die MNZ direkt den ärztlichen Notfalldienst bzw. Spitex, Apotheke oder Sanität. «Unsere Stärke ist, dass wir mit allen medizinischen Dienstleistern direkt verbunden sind», sagt Heider.
Foto: Cédric Bloch
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GESUNDHEIT
Nordwestschweiz von Home Instead, erklärt: «Solche Situationen erleben wir täglich. Wichtig ist, dass Betroffene rasch Hilfe holen und bei der Auswahl des Dienstleisters darauf achten, dass die Unterstützung auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist. Eine Situation kann sich ändern: Deshalb ist es wichtig, Dienstleistungen rasch und unkompliziert ausbauen oder reduzieren zu können. Die Betreuenden müssen zum Senior passen und sollten nicht wechseln. Betreuungspartner wie Angehörige, Spitex, Tagesstätten etc. müssen eng zusammenarbeiten. Lassen Sie sich beraten, auch zu finanziellen Möglichkeiten. Unsere Erfahrung zeigt: Es braucht meist nur wenige Stunden, um Senioren und ihren Lieben nachhaltig zu helfen.»
Umsorgt und geschützt
Betreuung durch Home Instead bringt Lebensqualität für Senioren und entlastet Angehörige.
Foto: zVg
Das Alter gemeinsam schultern Benötigen Senioren Unterstützung, kann dies zur Belastung für die ganze Familie werden – vor allem auch in der aktuellen Situation. Erleichterung bringen Seniorendienste. Hier erfahren Sie, worauf Sie dabei achten sollten.
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abi P. stösst mit der Betreuung ihrer Mutter an Grenzen. Was tun? Die Mutter sieht keinen Bedarf für externe Hilfe; Gabi P. hat Respekt vor den Kosten. Dann rät der Hausarzt,
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Home Instead hinzuzuziehen. Von da an geht es aufwärts. Heute geniessen beide ihr entspanntes Mutter-Tochter-Verhältnis und neue Lebensqualität. Matthias Wirz, Regionalleiter
So vielfältig wie die Bedürfnisse der Senioren sind die Dienstleistungen von Home Instead. Die Betreuenden übernehmen alle Arbeiten im Haushalt inkl. Einkaufen und Kochen, helfen bei der Grundpflege, geben Sicherheit, leisten Gesellschaft, begleiten zum Arzt u.v.m. Von wenigen Stunden bis rund um die Uhr. Ärztlich verordnete Leistungen bezahlt die Krankenkasse. ■ Home Instead berät Sie umfassend und kostenlos. Telefon 061 205 55 77
Home Instead Seniorendienste Schweiz AG Güterstrasse 90, 4053 Basel www.homeinstead.ch
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Dank den regelmässigen Besuchen ihres Pöstlers fühlt sich Renate N. nicht mehr so einsam.
Bei Einsamkeit im Alter kommt der Pöstler zu Besuch Renate N. ist nach dem Tod ihres Mannes vom Land in eine kleine Stadtwohnung umgezogen. Ihre beiden Kinder wohnen in Neuchâtel und Tansania. Obwohl Frau N. ihr neues Leben gefällt, fühlt sie sich manchmal einsam und braucht gelegentlich etwas Unterstützung im Alltag. Zum Glück besucht sie zweimal wöchentlich der Pöstler oder die Pöstlerin. Einsamkeit macht krank und hilflos
Die Pöstlerin oder der Pöstler kommt täglich bei jedem Haus vorbei Darum hat sich Renate N. zusammen mit ihren Kindern für ein «Fürsorge im Alter»-Abonne-
Zusätzliche Hilfen für den Alltag Die Pöstlerinnen und Pöstler der Schweizerischen Post wurden vom Roten Kreuz Basel für diese neue Aufgabe geschult. Als Frau N. erwähnte, sich manchmal schon etwas einsam zu fühlen, schlug Herr Rustemi ihr daher vor,
sich eine freiwillige Helferin vermitteln zu lassen, die gelegentlich zu Besuch komme. Herr Rustemi löste anschliessend eine entsprechende Mitteilung ans Rote Kreuz Basel aus und innert 24 Stunden meldete sich jemand vom Rotkreuz-Entlastungsteam bei Renate N. Bei Bedarf vermittelt das Rote Kreuz Basel auch weitere Dienstleistungen wie RecyclingAbos, Mahlzeitenservices oder den Rotkreuzfahrdienst. Somit stellt «Fürsorge im Alter» sicher, dass ältere Menschen stets mit passenden Angeboten rundum gut betreut sind.
Ein innovatives Angebot mit drei starken Partnern Die Dienstleistung «Fürsorge im Alter» des Roten Kreuzes Basel ist ein Markttest, der zusammen mit der Schweizerischen Post als Logistikpartnerin bis Ende September 2021 im ganzen Kanton Basel-Stadt angeboten wird. Unterstützt wird dieses Innovationsprojekt ausserdem von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz. ■
Fürsorge im Alter Bestellen Sie «Fürsorge im Alter» hier: Rotes Kreuz Basel Bruderholzstrasse 20, 4053 Basel Tel. 061 319 56 56 info@srk-basel.ch ■ www.srk-basel.ch/fia
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Wer kennt das nicht: Die Grossmutter, der eigene Vater oder eine ältere Freundin möchte möglichst lange selbständig zu Hause wohnen. Doch wer oft alleine ist, dem Fehlen der emotionale Austausch und die Anregung durch Gespräche mit anderen Menschen. Psychische Probleme und erlernte Hilflosigkeit können die Folge sein. Leider leben die nächsten Angehörigen heutzutage meistens nicht mehr ums Eck, sondern zu weit weg für regelmässige kurze Besuche. Was nicht heisst, dass sich die Kinder und Enkelkinder keine Gedanken ums Wohlergehen ihrer Liebsten machen: «Wenn doch nur jemand vorbeigehen würde und nach dem Rechten schauen könnte.»
ment des Roten Kreuzes Basel entschieden. Seither klingelt Renates Pöstler Ivan Rustemi nicht nur bei eingeschriebenen Briefen, sondern regelmässig jeden Montag und Donnerstag. Er oder jemand aus seinem Zustellteam bringt dann die Post hoch zur Wohnungstüre im 2. Stock. Herr Rustemi erkundigt sich bei Frau N. nach dem Wohlbefinden und er kann bei Bedarf auch zusätzliche Unterstützung des Roten Kreuzes Basel arrangieren. Nach jedem Kurzbesuch schickt er per E-Mail eine Bestätigung an die Kinder. So wissen die Tochter in Tansania und der Sohn in Neuchâtel, dass alles in Ordnung ist.
Foto: zVg, SRK, Ruben Ung
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WOHNEN
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Gebrauchtes Leder, das neu erstrahlt Lederstücke, einst teuer erworben, mittlerweile jedoch in die Jahre gekommen, werden von der Lederfärberei & Autosattlerei Schmid AG in Aesch fachgerecht aufgefrischt und strahlen danach wieder wie neu.
Frischt Leder nachhaltig auf: das Team der Lederfärberei Schmid AG in Aesch.
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erarbeitetes Leder ist bei der Anschaffung meist etwas teurer als andere Materialien. Gleich, ob die Häute beim Mobiliar, in der Mode, bei Motorradkombis oder in Personenwagen verarbeitet werden. Auch wenn dabei qualitativ hochwertige Stücke benutzt werden, nutzt sich das Leder durch den täglichen Gebrauch ab. Abreibungen, Licht sowie schädliche Umwelteinflüsse setzen dem Leder nun mal zu. Die Grundfettung im Leder geht
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zukommen lässt, erstrahlen die guten Stücke wieder wie neu. «Wir reinigen fachmännisch Flecken, Farbschäden, reparieren geplatzte Nähte, arbeiten neue Lederteile ein und gestalten die Oberflächen so, dass davon nichts zu sehen ist», so Hans Schmid, der die Firma 1986 gründete. Das Zielpublikum des Unternehmens sind Menschen, die Wert auf Nachhaltigkeit legen. Denn der Preis, mit dem für eine Auffrischung gerechnet werden muss, sollte in einem bestimmten Verhältnis zum ursprünglichen Kaufpreis stehen. Der Service der Lederfärberei ist ein Jungbrunnen für strapaziertes Ledermobiliar. Ob Kunden Nachfärbungen, Umfärbungen, Polsterarbeiten oder Neubezüge wünschen, die Firma führt alle Arbeiten in Top-Qualität aus. Viel Wert wird dabei auf Kundenberatung gelegt. Christian Fink ■
Fotos: zVg
weitgehend verloren, die Oberhaut wird spröde, und die Farben verblassen.
Professionelle Auffrischung Anstatt das Sofa oder die ganze Polstergruppe nun einfach zu entsorgen, lässt sich dieses wieder auffrischen, ja mehr noch: Durch die fachgerechte Behandlung, welche die Lederfärberei & Autosattlerei Schmid AG in Aesch unterschiedlichsten Lederprodukten
Lederfärberei &Autosattlerei Schmid AG Hauptstrasse 126, 4147 Aesch Tel. 061 721 91 00 ■ Mobile 079 507 19 00 www.leder-schmid.ch ■ info@leder-schmid.ch
ra221_s39_inhouse_2.qxp_Regio 04.02.21 18:06 Seite 39
Nach Ansicht von Carole Zumsteg ist der Zeitpunkt für den Verkauf einer Liegenschaft derzeit ideal.
«Das traute Heim soll nicht zur Belastung werden» Carole Zumsteg-Sacher, Inhaberin und Geschäftsführerin der Inhouse Immobilien GmbH, erklärt, wie sich die Corona-Pandemie auf den regionalen Immobilienmarkt auswirkt und weshalb es wichtig ist, frühzeitig die Wohnsituation im Alter zu klären. Wohnung kann für ältere Menschen auch zur Belastung werden. Man muss sich die Frage stellen, wo und wie man leben möchte, wenn man vielleicht nicht mehr ganz so sicher auf den Beinen ist und auch, wenn einer der bei-
Dann wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, um eine Liegenschaft zu verkaufen? Welcher Zeitpunkt ideal ist für einen Hausverkauf, ist immer eine individuelle, persönliche Sache, die von vielen Faktoren abhängt. Aus Sicht des Immobilienmarkts ist die Situation für einen Verkauf jedoch aktuell sicherlich sehr interessant.
den alleine zurückbleibt. Das traute Heim soll nicht zur Belastung werden. Eine altersgerechte Wohnung kann auch dafür sorgen, dass man länger ohne Unterstützung selbstständig leben und womöglich sogar einen Umzug ins Alters- und Pflegeheim verhindern kann. Ist einem das Leben im langjährigen Eigenheim aber wichtiger und möchte man die Umstände, die im Alter damit verbunden sind, auf sich nehmen, ist das auch in Ordnung. Bei einem persönlichen Gespräch können wir bei der Beantwortung dieser Fragen behilflich sein und massgeschneiderte Lösungen generieren.
Diese Entscheidung ist oft nicht einfach. Was raten Sie einem Paar in den 70ern, dessen Kinder das grosse Familienhaus schon länger verlassen haben und dessen Garten zwar wunderschön, aber auch sehr aufwendig ist? Ein Richtig oder Falsch gibt es meiner Meinung nach nicht. Am wichtigsten scheint mir, dass sie sich frühzeitig Gedanken machen, wenn man noch selbstbestimmt entscheiden kann. Ein zu grosses Haus oder eine zu grosse
«Der Wunsch nach einem schönen Eigenheim ist grösser denn je.»
Sie haben ein abgeschlossenes Jurastudium, sind Immobilienvermarkterin mit eidg. Fachausweis, und seit 12 Jahren Immobilienmaklerin aus Leidenschaft mit einer Erfahrung von
Foto: zVg Inhouse Immobilien
mehreren hundert Immobilientransaktionen – auch dank Ihrem Netzwerk in der Region Basel. Was braucht es für einen erfolgreichen Immobilienverkauf? Neben dem fachlichen Wissen sind bei uns Vertrauen und Diskretion essenziell. Unser Ziel ist es stets, dass sich Verkäufer und Käufer bei uns gut aufgehoben fühlen. Wir müssen erkennen, wo die Bedürfnisse liegen und gerade auch bei der Verkäuferseite, wenn ganz natürlich Emotionen im Spiel sind, Einfühlungsvermögen aufbringen. Erst, wenn beide Parteien glücklich sind, geben wir uns zufrieden. Sie übernehmen von der Eruierung des richtigen Verkaufspreises bis zur Schlüsselübergabe den ganzen Verkaufsprozess und entlasten so die Eigentümer. Sind Hausverkäufe mit Besichtigungen im Moment überhaupt möglich? Wir treffen höchste Vorsichtsmassnahmen. Generell zeigen wir das Objekt den Interessenten einzeln. Wir stellen von jedem Objekt eine umfassende Dokumentation zusammen, die ein genaues Bild über die Immobilie bietet. Vor einer Besichtigung senden wir diese den Interessenten zu, damit sie sich damit auseinandersetzen können. Das gewährleistet eine hohe Treffsicherheit und seriöse Interessenten. Die Besichtigung ist dann jeweils nur noch der letzte Teil der Erkenntnisgewinnung. Diese Vorbereitung ist aktuell natürlich wichtiger denn je. ■ Interview: Tobias Gfeller
Inhouse Immobilien GmbH Gundeldingerstrasse 180a, 4053 Basel Tel. 061 271 71 10 ■ info@inhouse-immobilien.ch www.inhouse-immobilien.ch
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Regio aktuell: Frau Zumsteg, mit der CoronaPandemie und den einhergehenden Restriktionen im Alltag wurde das eigene Zuhause noch wichtiger. Welche Auswirkungen hat das auf den Immobilienmarkt? Carole Zumsteg-Sacher: Die Nachfrage nach Eigenheimen als Rückzugsort und sicheres «Nest» für die Familie hat zugenommen. Trotz unsicherer Wirtschaftslage führen niedrige Hypothekarzinsen und die Angebotsknappheit dazu, dass die Preise auf hohem Niveau bleiben.
IMMOBILIEN
«Es ist wichtig, die Wohnsituation im Alter früh genug zu klären.»
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Die Papeterie Rössligass ist eine von neun Verkaufsstellen der Geschenkkarte.
Fotos: Mimmo Muscio
Alles auf eine Karte gesetzt In Muttenz sorgt eine Geschenkkarte für Furore, die sich von herkömmlichen Gutscheinen abhebt. Diese kann bei einer wachsenden Anzahl von Detaillisten und Dienstleistern eingesetzt werden. Zeit für einen Einkaufsbummel entlang der Hauptstrasse.
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n unserem Haushalt pflegen wir das «Gutschein-Glas», einen riesigen Bierkrug, in dem nicht nur Wertgutscheine landen, sondern auch Rabatt-Bons, Aktionskarten und andere Goodies. Entstanden ist ein Zettel-Sammelsurium, das mehr schlecht als recht bewirtschaftet wird. Die Folge: Egal, bei welcher Gelegenheit ein solcher Bon zum Einsatz kommen könnte – er befindet sich garantiert im heimischen Krug statt in der Brieftasche. Hilfe gegen diese Problematik kommt aus Muttenz. Der Gewerbeverein KMU Muttenz hat aus der Corona-Not heraus in Partnerschaft mit der Gemeinde und der Raiffeisenbank eine Geschenkkarte lanciert. Der Clou: Die Karte im Kreditkartenformat kann mit einem beliebigen Betrag aufgeladen werden. Ohne viel Administration können auch kleine Beträge abgebucht werden. Via QR-Code-Abfrage ist 40 jederzeit ersichtlich, wie es um den Saldo steht.
Verkaufsrenner Vor meiner Shopping-Tour setze ich mich auf www.kmu-muttenz.ch ins Bild, wo ich meinen Gutschein verprassen kann. Mittlerweile 47 KMU nehmen die Karte entgegen, neben Ladengeschäften und Gastro auch viele Dienstleister. Ich starte meine Tour beim Lux Guyer-Kreisel und stärke mich bei der Bäckerei Ziegler mit einem Kaffee to go und einem Schoggiweggli. Richtung Süden geht es die Hauptstrasse entlang, die nach langer Sanierung ab Frühling in neuem Look daherkommen wird. In der «Zur Syydeblueme» besorge ich ein Mitbringsel für zu Hause. Stunden zubringen könnte ich in Buchhandlungen und Schreibwarengeschäften. So lande ich in der Papeterie Rössligass, wo die riesige Auswahl an Schulranzen und Etuis darauf hinweist, dass das Schuljahr 2021/2022 bereits lanciert ist. Ich decke mich mit Schreibwaren und Lese-
büchern für die Kinder ein. «Wir sind eine der zehn Ausgabestellen der Geschenkkarte. Sie war ein absoluter Verkaufsrenner im Dezember», freut sich Ladeninhaber Daniel Burkhardt und tütet meine Einkäufe ein.
Kulinarischer Abstecher Bei meiner weiteren Tour staune ich über die grosse Auswahl an inhabergeführten Bekleidungsgeschäften, die sich vom Mainstream abheben. Bei MyShoePlus gibt’s die neusten Schuhtrends, im DUE Modedesign ist persönliche Beratung Trumpf und mit dem Brauthaus Plüss ist sogar eine Institution für den vielzitierten schönsten Tag im Leben präsent. Der ist bei mir bereits Geschichte, bei Thommen Line finde ich aber eine passgenaue Jeans. Bei der Kirche mache ich kehrt und studiere auf dem Bummel zurück die Aushänge der Restaurants an der Muttenzer Hauptschlagader. An eine Einkehr ist coronabedingt leider nicht zu denken, doch meine Favoriten für den nächsten kulinarischen Abstecher sind definiert. «Wir sind mit der Geschenkkarte einen eigenen Weg gegangen, der sich gelohnt hat. Ursprünglich haben wir innerhalb eines Jahres mit einem Umsatz von 50 000 Franken gerech-
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Die Karte ist omnipräsent in Muttenz.
net. Nun kratzen wir zwei Monate nach der Lancierung bereits an der 100 000er-Marke», kommentiert Beat Huesler, Präsident von KMU Muttenz, den Erfolg der Karte. Simon Eglin ■
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Benutzerfreundlichkeit: Ambiente: Verpflegung*: *(coronabedingt ☹)
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Eckwerte ■ Bislang ist die Karte bei 47 Muttenzer Detaillisten und Dienstleistern einsetzbar ■ Der Betrag für eine Aufladung der Karte ist frei zwischen 30 und 500 Franken wählbar. ■ Der Bezug ist möglich an zehn Verkaufsstellen oder via Website www.kmu-muttenz.ch/muttenzer-geschenkkarte ■ Testumgebung: Hauptstrasse Muttenz ■ Tester: Simon Eglin (mitten im Mini-Lockdown im Maxi-Shopping-Rausch)
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Die wichtigsten Veranstaltungen der Region
Kultur-Agenda
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Grossstadtleben Das Cartoonmuseum Basel hat trotz Corona den Humor – und vor allem den Durchhaltewillen – nicht verloren und hat in diesen Tagen die Ausstellung «Big City Life» digital eröffnet.
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as Grossstadtleben «Big City Life», das vor einigen Monaten noch nachvollziehbar war, klingt jetzt als Gegenentwurf zu unserem derzeitigen Dasein mit eingeschränkten Sozialkontakten. Fast scheint es, als wolle das Cartoonmuseum Basel uns an das Gefühl des regen gesellschaftlichen Lebens erinnern. Es widmet seine ursprünglich für November 2020 geplante Ausstellung den Metropolen. Doch dabei ist auch die Einsamkeit in der Menschenmenge durchaus Thema. Ausgangspunkt der Ausstellung sind die vor circa hundert Jahren entstandenen expressionistischen Holzschnitte des belgischen Künstlers Frans Masereel. Sie zeigen die Grossstadt als Ort der Massen und der Anonymität in den Zwischenkriegsjahren. Das Cartoonmuseum zeigt Originalarbeiten von insgesamt zwölf renommierten Künstlerinnen und Künstlern aus Europa und den USA. Zu sehen sind sowohl klassische Werke von Art Spiegelman, Sempé und Lorenzo Mattotti als auch von jüngeren Talenten wie Gabriella Giandelli, Yann Kebbi und Helge Reumann. Ihre Wahrnehmung der Grossstadt bringen sie als spontane Tuschezeichnung oder knallfarbige Collage zum Ausdruck. Dabei zeigen sie die dörfliche Struktur im Grossen, die Stadt als Labor der Moderne, das chaotische und poetische Urbane.
Digitale Überbrückung Kreative Wege zu finden, um möglichst viele Leserinnen und Leser zu erreichen, treibt die Comicszene an. Das Cartoonmuseum setzt dies um: Seit dem
«Tutto l’anno», Gabriella Giandelli, 2014.
«SUV», Helge Reumann, 2019.
ersten Lockdown hat es Führungen, Künstlergespräche, Lesungen und Workshops online erprobt. Am letzten Freitag wandte sich die Kuratorin Anette Gehrig live über Social Media und Youtube ans Publikum. Dies ist auf der Webseite verlinkt. «Für uns ist es wichtig, dass gerade in der aktuellen Situation Kultur gelebt werden kann», so Anne Müller, Sprecherin des Cartoonmuseums. Die Türen an der St. Alban-Vorstadt 28 öffnen voraussichtlich am 5. März 2021, wobei mehrere Künstlerinnen und Künstler anwesend sein werden. Bis zum 20. Juni stehen nebst Führungen auch vier Workshops auf dem Programm: Marcel Schmitz und Thierry Van Hasselt laden Kinder und Erwachsene zwei Mal dazu ein, als Stadtplanerinnen und Stadtplaner zu wirken und aus Karton Städte zu gestalten. Ebenfalls leitet der Basler Druckspezialist Marcel Mayer beim Anfertigen des eigenen Holzschnitts an. Schliesslich findet am 10. Juni in Kooperation mit dem Literaturhaus Basel im Volkshaus ein Künstlergespräch mit dem Berliner Illustrator Christoph Niemann statt. Schon jetzt bekommen Kreative die Gelegenheit, am Wettbewerb «Flaneur» teilzunehmen: Bis zum 30. Mai können gezeichnete, gemalte und collagierte Bilder von neu gewonnenen Perspektiven auf die Stadt eingereicht werden. Bettina Hägeli ■
3 Magazine zu gewinnen Zur Ausstellung «Big City Life» ist unter gleichem Titel ein Begleitmagazin erschienen. Darin begegnen die Zeichnerinnen und Zeichner dem Stadtleben – vom liebevollen Porträt einer Stadtlandschaft bis zur harschen Kritik an prekären Verhältnissen. Regio aktuell verlost drei Magazine unter www.regioaktuell.com/wettbewerb. Teilnahmeschluss ist der Sonntag, 21. März. Die Gewinner werden im Anschluss ermittelt und benachrichtigt. Viel Glück!
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«Read Yourself», Art Spiegelman, Cover RAW Magazin, 1987
EVENTS &TIPPS
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13.3.2021 | 21.30 Uhr Rossstall l, Kaserne Basel
6.3.2021 | 20 Uhr Freie Kirche Elisabethen, Basel
COVID-19
Stereo Luchs
Die Redaktion empfiehlt dringend, sich über die Durchführung der hier gelisteten Events direkt beim Veranstalter zu vergewissern. Die Redaktion bedankt sich für das Verständnis.
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Ü30-PARTY Die nächste Ü30-Party mit Hits von gestern bis heute steht an. Abtanzen und die Jugendjahre werden wieder frisch und lebendig – und Corona hat hoffentlich für einmal ausgetanzt. www.ueparties.ch
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6.3.2021 | 20.15 Uhr Marabu, Gelterkinden
ROCK POP JAZZ
LINA BUTTON
4.3.2021 | 20 Uhr Atlantis, Basel
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THE COUNTRY PICKERS
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Spielt in der Kaserne: Silvio Brunner alias Stereo Luchs.
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er Luchs ist ja von Natur aus ein scheues Tier, das man selbst in der Langen Erlen nur äusserst selten zu Gesicht bekommt. Der Luchs aber, von dem hier die Rede ist, ist in der Beziehung atypisch – ein Stereo Luchs eben. Dieser zeigt sich gerne in freier Wildbahn. Sein Revier ist die Bühne, auf der er die Beute seiner musikalischen
Foto: zVg
Streifzüge durch die Hip-Hopund Dancehall-Landschaften präsentiert – und das in astrein geschnurrtem Züritüütsch. Ultrapersönlich und gespickt mit Elementen aus Afrotrap und Cloudrap schafft er es, das Melancholische und die Euphorie erstaunlich nahe zusammenzubringen. Stereo Luchs hören und sehen – es lohnt sich. tok ■
4.3.2021 | 19.30 Uhr Stadtcasino Basel
Michael Barenboim
Die Wurzeln der Schweizer Bluegrass- & Country-Band The Country Pickers gehen auf die Faszination des Hillbilly-Sounds zurück. Die Band ist heute mit frischem Elan und zeitgenössischen Songs zurück auf der Piste. www.atlantis-basel.ch
IRIE NIGHT Jeden ersten Donnerstag im Monat pumpt die Irie Night einen Mix aus Reggae, Dancehall und Afrobeats auf den Dancefloor. Bespielt von Resident DJs und gestützt vom Verein AfroBasel. Ein garantiert unvergesslicher Abend mit authentischen Caribbean und Afro Vibes. www.parterre-one.ch 5.3.2021 | 20 Uhr Atlantis, Basel
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6.3.2021 | 20 Uhr Atlantis, Basel
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Regio aktuell 2 - 2021
as West-Eastern Divan Ensemble ist Teil des gleichnamigen Orchester-Projekts. Das 1999 gegründete Symphonieorchester besteht zu gleichen Teilen aus israelischen und arabischen Musikern. Das Ensemble wurde von Daniel Barenboim, Edward Said und Bernd Kaufmann gegründet 44 und setzt sich für friedliche Lösun-
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6.3.2021 | 23 Uhr Parterre One Music, Basel Die Sonnenbrille sitzt tief im Gesicht, am Himmel zieht eine Cessna aus Kolumbien vorbei und im Radio läuft Michael Jacksons «Off The Wall» auf Repeat. Uptown Boogie, das Motown-Soul, Funk, Boogie, Disco & Rare Grooves Format der Flamingofarm mit D. Haze The Blaze, Carlito & Rick Boogaloo startet wieder durch. www.parterre-one.ch
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10.3.2021 | 19.30 Uhr Reformierte Kirche, Arlesheim
TRIO AMBÄCK
Ein Jahr nach dem Tod von Olifr M. Guz geht seine Partnerin Taranja Wu mit gemeinsamem Songmaterial auf Tour. Naked in English Class – das ist treibender ElektroBlues mit kreischenden Strobo-Punk-Elementen. www.atlantis-basel.ch
Setzt auch eine politische Note: Das West-Eastern Divan Ensemble.
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UPTOWN BOOGIE
4.3.2021 | 23 Uhr Parterre One Music, Basel
NAKED IN ENGLISH CLASS
Mit ihrem vierten Release schickt Lina Button ein ehrliches Pop-Album in die Musiklandschaft hinaus – geformt durch persönliches Songwriting, eine charakteristische Stimme und umschmeichelt von verführerischen Soundwelten. www.marabu-bl.ch
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Das Trio Ambäck beschäftigt sich seit Jahren mit den Ursprüngen und der tieferen Seele der Schweizer Volksmusik. Im aktuellen Programm «Chreiselheuer» kommen traditionelle Tanzstücke sowie Neuinterpretationen und Eigenkompositionen zum Zug. Das Konzert wird live gestreamt und kann auch zu Hause im Rahmen einer privaten Stubete genossen werden. www.per-form.org/ambaeck
NITRONES
11.3.2021 | 20 Uhr Atlantis, Basel
Die Ramones sind zwar schon lange nicht mehr, dafür die Nitrones – eine Tribute-Band der Urpunker aus New York. Nitrones liefern eine gnadenlose Punkrock-Show und schmettern einen Kracher nach dem andern nieder. Ein Muss für alle richtigen RamonesFans, die Lust haben, die besten Rock ’n’ Roll Hits wieder aufleben zu lassen! www.atlantis-basel.ch
Seit vielen Jahren zaubert Pink Pedrazzi mit herausragender Stimme, Gitarre, Ukulele und wunderschönen Songs ein Stück Americana aus seinem grossen schwarzen Zylinder. Pink Pedrazzi hat schon viele Karten gespielt und prägte mit Bands wie der Moondog Show die Schweizer Musikszene. www.atlantis-basel.ch
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PINK PEDRAZZI
Foto: zVg
gen im Nahostkonflikt ein. Die jungen Musikerinnen und Musiker spielen im Stadtcasino eine Auswahl des Orchesters. Der argentinisch-israelische Pianist und Dirigent Michael Barenboim spielt an der Violine. Auf dem Programm stehen Schubert, Brahms, Benjamin Attahir und Felix Mendelssohn Bartholdy. bru ■
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SHAWN JAMES
12.3.2021 | 21 Uhr Marabu, Gelterkinden
EVENTS &TIPPS
1.3.2021 | 20 Uhr Sommercasino, Basel
DI:DJ:DI Als Marabu-Resident-DJ ist Di:DJ:Di nahe am Puls der Marabu-Dancers, die seinen abwechslungsreichen Sound von WorldMusic über Rock, Techno und Funk bis zu neuen tanzbaren Sounds lieben. www.marabu-bl.ch 12.3.2021 | 23 Uhr Parterre One Music, Basel
ZAMUNDA Wer den Sound von Shawn James’ Musik hört, spürt sofort seine Wurzeln im Mississippi-Delta, wie er in der sagenumwobenen South Side von Chicago aufwachsen ist. Seine authentische Mischung aus Blues, Folk und Soul-Musik deckt das Spektrum von ekstatischer Freude bis zu schmerzhafter Qual ganz ab. www.sommercasino.ch 12.3.2021 | 20 Uhr Atlantis, Basel
I-VAN & THE CARGO HANDLERS Progressiver Folk, Rock und Blues: Die Musik von I-Van & The Cargo Handlers ist authentisch, die Spielfreude unübersehbar. Das Repertoire besteht aus Eigenkompositionen und selten zu hörenden Coversongs. www.atlantis-basel.ch 12.3.2021 | 20 Uhr Sommercasino, Basel
Afrobeats und jede Menge Caribbean Vibes: das bietet die Party-Reihe Zamunda. Hinter den Plattentellern stehen DJ Flink, Flavah Nice, Don Ranking und als Spezialgast das Coruba Soundsystem. www.parterre-one.ch 13.3.2021 | 21.30 Uhr Rossstall l, Kaserne Basel
STEREO LUCHS
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Clevere Lyrics und verspielte Beats, Züritüütsch und Dancehall haben sich bei Silvio Brunner aka Stereo Luchs als erstaunlich stimmige Einheit vermischt und den Schweizer Mundartsound dabei wie nebenbei gleich mitrevolutioniert. www.kaserne-basel.ch 13.3.2021 | 22 Uhr Parterre One Music, Basel
OMAR SOULEYMAN
KNÖPPEL & SUPPORT
Es surrt, zischt und knarrt: Naked in English Class mit Taranja Wu und Lucky Long.
Foto: Janosch Abel
5.3.2021 | 20 Uhr Atlantis, Basel
Naked in English Class Aufgepasst, das Sommercasino holt den Knöppel aus dem Sack! Und der schlägt zu mit derben Wutworten, eingepackt in fadengraden Punk. Und ja, immer wieder geht’s ums Schnäbi… Und wenn nebst dem Glied auch die Senkhoden ein Thema sind, muss man kein Urologe sein, um das Konzert zu verstehen. www.sommercasino.ch 12.3.2021 | 20.30 Uhr Rossstall l, Kaserne Basel
BRAINCHILD
Einst als Hochzeitssänger seine Sporen abverdient, hat sich der syrische Musiker Omar Souleyman durch zahlreiche Tourneen und Auftritte an grossen Festivals wie Glastonbury, Pitchfork Paris und Roskilde eine umfangreiche internationale Fangemeinschaft aufbauen können. Elektro trifft auf 1000-und-eine-Nacht-Tonleitern. www.parterre-one.ch
KLASSIK 2.3.2021 u.w. | 19 Uhr Theater Basel, Grosse Bühne
DIE ZAUBERFLÖTE Die wundersamste aller Opern in der gefeierten Inszenierung des Theatermagiers Simon McBurney. Musikalische Leitung: Francesc Prat / Thomas Wise. Virtuose Bühnenkunst entfaltet eine ungewöhnliche poetische Kraft. www.theater-basel.ch
Quasi aus dem Nichts begeisterten Brainchild im August mit ihrer Single Shadow Of A Dancer die Schweizer Musikwelt. Die wohlig-warme Stimme von Sänger Antonin Queloz und die cleveren Pop-Arrangements brachten der Basler Band Airplay auf SRF3, Radio Swiss Pop, Option Musique, Radio Basilisk und einigen weiteren Stationen ein. www.kaserne-basel.ch
VESSELINA KASAROVA UND CHAMBER ARTISTS Die Sopranistin Vesselina Kasarova gehört zu den bedeutendsten Sängerinnen der Gegenwart. Die CHAARTS Chamber Artists spielen Beethoven und Bartók. Kasarova singt Arien von Mozart und bulgarische Lieder. www.blkonzerte.ch
«A
brupter Filmriss»: So beschreibt die Basler Sängerin und Multiinstrumentalistin Taranja Wu den Moment, als ihr Lebenspartner Olifr M. Guz vor mehr als einem Jahr an den Folgen eines Herzinfarkts verstarb. Und das mitten in den Aufnahmen von Songmaterial für das fünfte, jetzt also letzte Album des gemeinsamen Bandprojekts Naked in English Class. Alles stehen und liegen lassen, das war die Frage. Dem Schicksal entgegentreten und weitermachen, lautete Wus Antwort. Im Schaffhauser Studio B, wo das experimentierfreudige Paar schon oft seine musikalische Kreativität auf Band gebannt hatte, erweiterte die Baslerin drei bereits vollendete Songs zu einem elf Track starken Album. Am 20. Januar 2021, als sich der Todestag von Guz erstmals jährte, wurde die Scheibe schliesslich veröffentlicht.
Es tobt und rumort Jetzt also die Plattentaufe in Basel, im Atlantis. Auf der Bühne
Taranja Wu, ihr zur Seite stehend Lucky Long, langjähriger Gitarrist der Aeronauten. Also von jener Formation, die Olifr M. Guz vor 30 Jahren zum Leben und Kult erweckte, bis parallel dazu 2015 Taranja Wu und Naked in English Class sein Universum erweiterte. Und in diesem hallt bis zur letzten Tonschlaufe verfrickelter ElektroBlues gekreuzt mit blitzendem Strobo-Punk aus der undergroundigen Nerdgarage. Es tobt und rumort, es surrt, zischt und knarrt. Das Publikum kann sich sicher sein: das wird ein energiegeladener, wie auch ein denkwürdiger Abend. tok ■
2 x 2 Tickets gewinnen Für die Plattentaufe von Naked in English Class im Atlantis verlost Regio aktuell 2 x 2 Tickets. Unter www.regioaktuell.com/wettbewerb mitmachen. Teilnahmeschluss ist der Sonntag, 21. Februar. Die Gewinner werden im Anschluss ermittelt und benachrichtigt. Viel Glück!
Regio aktuell 2 - 2021
2.3.2021 | 19.30 Uhr Stadtkirche Liestal
Elektro-Blues trifft auf Strobo-Punk: Naked in English Class taufen im Atlantis ein Album, das auch das letzte Kapitel einer Liebes- und Bandgeschichte markiert.
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EVENTS &TIPPS
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9.3.2021|12.15 Uhr GGG Bibliothek Schmiedenhof, Basel
Anita Siegfried
2.3.2021 | 19.30 Uhr Stadtcasino Basel, Hans Huber-Saal
CUARTETO QUIROGA
Das legendäre Basler Frauenkollektiv und Freund*innen erzählen eine neue Version der «Bremer Stadtmusikanten». Esel, Hund, Katze und Hahn suchen auf ihre alten Tage nach dem besseren Leben und besetzen eine Räuberhütte. www.theater-basel.ch 6.3.2021 u.w. | 19.30 Uhr Schauspielhaus Basel
IL RITORNO D’ULISSE IN PATRIA
Gast bei Literatur am Mittag: Anita Siegfried.
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ie Autorin Anita Siegfried liest aus ihrem Roman «Blanchefleur». Er spielt in den Wirren des Deutsch-Französischen Krieges 1870 und greift bis ans Ende des Jahrhunderts aus. Getragen wird der Roman von Blanchefleur, einer Wirtin in Belfort. Die 250 Seiten lange Liebesgeschichte ist laut NZZ «von stupender Lebendigkeit».
Foto: zVg/Ayse Yavas
Blanchefleur und Noël Lambert, ein schöner junger Mann, begegnen sich in der zum Lazarett umfunktionierten Auberge du Cygne. Es wird eine Liebe auf Zeit. Anita Siegfried hat – wie bei allen ihrer Romane – gründlich recherchiert. Im Anschluss an die Lesung bietet sich die Gelegenheit zum Gespräch mit der Autorin. bru ■
Das renommierte Quartett aus Madrid spielt Werke von Joaquin Turina, Dmitrij Schostakowitsch (Streichquartett Nr. 8 c-moll), Rodolfo Halffter und Alberto Ginastera (Streichquartett Nr. 1). www.kammermusik.org
Monteverdis Oper handelt von der Heimkehr des Odysseus. Männer aus Basel stehen anstelle des Helden auf der Bühne, zusammen mit dem Chor und dem Ensemble «I Musici de la Cetra». www.theater-basel.ch
3.–5.3.2021 u.w. | 19 Uhr Schauspielhaus Basel
7.3.2021 | 11 Uhr Gare du Nord, Basel
LA TRAVIATA
AN DIE EINSAMKEIT
Ein Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi nach «Die Kameliendame» von Alexandre Dumas. In der vielbeachteten Inszenierung von Benedikt von Peter steht die Protagonistin immer allein auf der Bühne. www.theater-basel.ch
Ein Rezital mit Werken von Johann Krieger, Franz Schubert und Robert Schumann. Ausführende: Christina Landshamer, Sopran, und Gerold Huber, Klavier. www.sinfonieorchesterbasel.ch
4.3.2021 | 19.30 Uhr Stadtcasino Basel
MICHAEL BARENBOIM & WESTEASTERN DIVAN ENSEMBLE TIPP
7.3.2021 | 19.30 Uhr Stadtcasino Basel
WDR SINFONIEORCHESTER
Michael Barenboim (Violine) und sein Ensemble spielen Werke von Franz Schubert, Johannes Brahms, Benjamin Attahir und Felix Mendelssohn Bartholdy. www.konzertgesellschaft.ch 4.3.2021 | 19.30 Uhr Predigerkirche, Basel
1.3.2021 u.w. | 19.30 Uhr Theater Basel, Grosse Bühne
L’OCCHIO DEL COR
Moby Dick – das Solo
Das Ensemble La Reverdie interpretiert Balladen und Madrigale von Magister Franciscus Coecus (Francesco Landini, 14. Jh.). www.musik-akademie.ch
Das Orchester unter der Leitung von Cristian Măcelaru spielt zwei Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. Pinchas Zukerman ist Solist im Violinkonzert Nr. 5 A-Dur KV 219. Danach erklingt die Prager Sinfonie. www.konzertgesellschaft.ch
4.–7.3.2021 | 18 Uhr u.a. Don Bosco, Basel
10./11.3.2021 | 19.30 Uhr Stadtcasino Basel
BASEL COMPOSITION COMPETITION
HARMONIE
Der Kompositionswettbewerb mit dem Sinfonieorchester Basel unter Francesc Prat steht ganz in der Tradition der Musikförderung durch Paul Sacher. www.sinfonieorchesterbasel.ch
Marek Janowski leitet das Sinfonieorchester Basel. Auf dem Programm stehen Paul Hindemiths «Die Harmonie der Welt» und Rachmaninows Klavierkonzert Nr. 3 d-Moll, op. 30. Solistin: Anna Vinnitskaya. www.sinfonieorchesterbasel.ch
5.3.2021 | 20 Uhr Gare du Nord
15.3.2021 | 19.30 Uhr Stadtcasino Hans Huber-Saal Basel
LET IT BE FORGOTTEN
ALEKSANDR ZAKHAROV, KLAVIER
Werke von Charles Ives, George Crumb, Olivier Messiaen und Alexandre Kordzaia. www.garedunord.ch Starke Bilder prägen die Bühnenadaption des Romanklassikers.
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Regio aktuell 2 - 2021
er Roman «Moby Dick; oder: Der Wal» von Herman Melville ist eines der stärksten Werke der Weltliteratur. Das erzählerische Rückgrat des Romans ist die Fahrt des Walfangschiffes Pequod. Dessen Kapitän Ahab jagt in blindem Hass den weissen Pottwal Moby Dick, der ihm ein 46 Bein abgerissen hat. Melville ar-
Foto: zVg/Ingo Hoehn
beitete selbst zwischenzeitlich auf einem Walfängerschiff, sodass die Beschreibungen authentisch sind. Der Klassiker kommt coronabedingt als Einmannstück auf die Bühne. Antú Nunes und Jörg Pohl arbeiteten das Stück in ein Solo um: ein rauschhaftes Spektakel. Es lohnt sich, dieses zu besuchen. bru ■
6.3.2021 u.w. | 19.30 Uhr Theater Basel, Grosse Bühne
ALTE TIERE HOCHGESTAPELT
Eine Basler Stadtmusikantinnen-Revue von und mit Les Reines Prochaines & Friends.
Der junge Pianist Aleksandr Zakharov interpretiert Werke von Franz Liszt, Robert Schumann, Nikolay Medtner und Sergej Rachmaninoff. www.konzertgesellschaft.ch
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L’IMPÉRIALE Das Konzert mit Haydns Sinfonie «L’Impériale» und zwei weiteren Sinfonien findet mit der Global Concert Hall des Streaming-Anbieters Idagio statt. Leitung: Giovanni Antonini. www.kammerorchesterbasel.ch
Lebensglück. Die schüchterne Odette erbt von ihrer Tante die Zuckerwattenbude, kommt einem tragischen Familiengeheimnis auf die Spur und findet ein Zuhause. www.palazzo.ch
EVENTS &TIPPS
15.3.2021 | 19.30 Uhr Live-Stream Kammerorchester Basel
4.–6.3.2021 | 20.30 Uhr Theater im Teufelhof, Basel
STEFAN WAGHUBINGER
THEATER 1.3.2021 u.w. | 19.30 Uhr Theater Basel, Grosse Bühne
MOBY DICK – DAS SOLO
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Ein Schauspiel nach Herman Melville. Ein Klassiker der Weltliteratur als rauschhaftes Spektakel. Antú Nunes und Jörg Pohl areiteten das Stück pandemiebedingt in ein Solo um. www.theater-basel.ch 3./4.3.2021 | 20 Uhr Theater Roxy, Birsfelden
PSEUDOLOGIA PHANTASTICA Die Überprüfung auf Wahrheitsgehalt fällt manchmal schwer. Menschen, die Pseudologie betreiben oder pathologisch lügen, gibt es viele. Les Mémoires d’Helène aus Zürich klopfen dieses Feld ab. www.theater-roxy.ch 4.3.2021 | 20 Uhr Theater Palazzo, Liestal
COMEDIA ZAP
«Jetzt hätten die guten Tage kommen können», ein kabarettistisches Feuerwerk: tieftraurig und zugleich zum Brüllen komisch, banal und zugleich verblüffend geistreich, zynisch und zugleich warmherzig. www.theater-teufelhof.ch 4.–7.3./11.–14.3.2021|19.30 h, So 18 h neuestheater.ch Dornach
THEATER JUNGES M «DER TOD DES ACHILLES» Seit 16 Jahren spielt das «Theater Junges M» unter Sandra Löwe auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Die Corona-Krise zeigte, dass es Zeit zum Forschen braucht. Darum wird das Publikum mit der neuen Produktion überrascht werden. www.neuestheater.ch
Pioniere der zeitgenössischen Volksmusik (v.l.): Andreas Gabriel, Markus Flückiger und Pirmin Huber. Foto: zVg
5.3.2021 | 20 Uhr Theater Palazzo, Liestal
Mit ihrem Album «Chreiselheuer» wurde das Trio für den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Der Auftritt in Arlesheim ist ein musikalischer Leckerbissen.
ABENDSTUNDE IM SPÄTHERBST
«Die Zuckerwattenbude» des Duo Zap ist ein schrullig charmantes Bühnenstück über
IMPRESSUM
REGIO AKT
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Erscheint monatlich
Herausgeberin BirsForum Medien GmbH Malsmattenweg 1 4144 Arlesheim 061 690 77 77 redaktion@regioaktuell.com Auflage: 145 000 Exemplare Copyright: Alle Rechte bei BirsForum Medien GmbH ISSN-Nummer 1424-3369 Abonnement: Preis für zwölf Ausgaben postalische Zustellung: CHF 90.–
Redaktion Thomas Kramer (tok), Leitung 061 690 77 03 thomas.kramer@birsforum.ch Rolf Zenklusen (zen) 061 690 77 07 rolf.zenklusen@birsforum.ch
Mitwirkende Autor/innen und Fotograf/innen dieser Ausgabe Cédric Bloch (ceb), Thomas Brunnschweiler (bru), Simon Eglin (sfe), Tobias Gfeller (tg), Bettina Hägeli (beh), Lucas Huber (luc), Béatrice Koch (bk), Christian Jaeggi (cj), Martin Jenni (mj), Mimmo Muscio (mim), Isabelle Pryce (ip), Stephanie Weiss (swe) Gestaltung Guido Frefel, Denise Vanne Korrektorat: Katharina Schäublin Medienberatung, Anzeigenverkauf Raphael Schoene, Leitung 061 690 77 06 raphael.schoene@birsforum.ch Ueli Gröbli, 061 690 77 05 ueli.groebli@birsforum.ch Andreas Kunle, 061 690 77 08 andreas.kunle@birsforum.ch Paul Wisler, 061 690 77 04 paul.wisler@birsforum.ch Administration Patricia Sterki, 061 690 77 09 patricia.sterki@birsforum.ch Tarife: www.regioaktuell.com
Trio Ambäck
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as Trio Ambäck nennt die Musik, die es mit Geige, Schwyzerörgeli und Kontrabass macht, «zeitgenössische Volksmusik». Selbst die grössten Verächterinnen und Verächter der Volksmusik werden etwa durch die «Stubete am See» (Youtube) bekehrt. Niemand kann sich diesem seltsam anheimelnden Sound zwischen Tradition und Moderne entziehen, der in neue Sphären durchzudringen scheint. Das Trio besteht aus drei herausragenden Musikern. Der Schwyzerörgeler Markus Flückiger, der Fiedler Andreas Gabriel und der Bassist Pirmin Huber spielen die traditionelle Musik des Muotatals mit seinen Balladen, «urchigen» Tänzen oder einem auf der Geige interpretierten «Jüützli». Daneben aber erklingen die genialen Eigenkompositionen der an der Musikhochschule Luzern lehrenden Dozenten.
Musikgenuss im Live-Stream Angesichts der pandemiebedingt ständig wechselnden Vor-
gaben des BAG zur Durchführung von Kulturanlässen hat der Veranstalter beschlossen, das ganze Konzert im Live-Stream-Verfahren aufzunehmen. Angehört werden kann das Konzert des Trios unter per-form.org/ambaeck. Für viele Kulturschaffende ist der LiveStream derzeit die einzige Möglichkeit, ihr Publikum zu erreichen. Da zum Auftritt des Trios noch die Mehrkosten für das Live-StreamVerfahren kommen, ist der Veranstalter froh, wenn diese Kosten durch Spenden abgedeckt werden. Das Ehepaar Krey aus Arlesheim bedankt sich schon jetzt für die eingehenden Spenden, die im Grunde einem Eintrittsticket entsprechen. bru ■
Spenden für die Kosten des Live-Stream-Verfahrens an: Fritz Krey Waldeckweg 6 4144 Arlesheim UBS Arlesheim CH94 0023 3233 7322 5242T
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Verlagsleitung Thomas Bloch, Thomas Kramer
Eine utopische Kriminalkomödie nach Friedrich Dürrenmatt. Die beiden Schauspieler Kaspar Lüscher und Peter Höner treiben das Spiel «bis zur schlimmsten aller möglichen Wendungen». www.palazzo.ch
10.3.2021 | 19.30 Uhr Ref. Kirche Arlesheim (Live-Stream)
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5-7.3.2021 | 20 Uhr Theater Roxy, Birsfelden
10.3.2021 u.w. | 20 Uhr Fauteuil, Basel
FLINTRIDGE – DER MENSCH ERSCHEINT IM HOLODECK
SEKTE
Installative Performance für eine Person. Während die Welt zugrunde geht, sitzt William Crowther in seinem Luftschutzbunker und programmiert eine simulierte Umwelt all dessen, was einmal war. Jeweils jede Stunde, s. Webseite. www.theater-roxy.ch 5./13.3. 2021 | 19.30 Uhr Förnbacher Theater, Basel
WER HAT ANGST VOR VIRGINIA WOOLF…?
Finden Sie mit den garantiert unheiligen Exfreundinnen den Weg zum Glück und landen Sie sanft im siebten Comedyhimmel. www.fauteuil.ch 11.3.2021 | 19.30 Uhr Förnbacher Theater, Basel
MARIA STUART
Mirga Gražinyt"-Tyla beim Sinfonieorchester Basel.
Foto: Benno Hunziker
Saison 2020/21 (Livestream)
Konzerte live im Web& neue CDs in Produktion Das Sinfonieorchester Basel streamt seine Konzerte und nimmt Musik von Charles Koechlin und Camille Saint-Saëns auf. Am Dirigentenpult sind Mirga Gražinyt"-Tyla, Ariane Matiakh und Ivor Bolton.
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urzfristige Programmänderungen und Flexibilität sind an der Tagesordnung: Am 21. Januar 2021 sollte der englische Stardirigent Sir Mark Elder ein Konzert zwar ohne Publikum, aber im LiveStream und auf SRF leiten. Auf Grund des Lockdowns in England konnte er nicht nach Basel reisen. Dafür kam die Dirigentin Mirga Gražinyt"-Tyla. Das moderierte Konzert konnte live per Audiostream auf der Orchester-Webseite miterlebt werden und soll im Februar auf Radio SRF 2 Kultur zu hören sein.
CD 1: Charles Koechlin «Seven Stars Symphony» – der «Film im Kopf»
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Neben den Konzerten im Web stehen CD-Aufnahmen an: Mit der Dirigentin Ariane Matiakh werden aktuell Werke des französischen Komponisten Charles Koechlin aufgenommen. In u.a. «Seven Stars Symphony» widmet Koechlin Filmstars seiner Zeit, wie Marlene Dietrich und Charlie Chaplin, je einen Satz. Und so fühlt bzw. hört sich auch die Aufnahme 48 an, wie der künstlerische Direktor
des Sinfonieorchesters HansGeorg Hofmann schildert: «Der Film spielt sich im Kopf ab und man hört die Filmschnitte und Szenenwechsel förmlich heraus.»
Die brillante Inszenierung des Stücks von Edward Albee lässt niemanden kalt: Eine Ehe wird an einem einzigen Abend brutal demontiert. www.foernbacher.ch 5.3.2021 u.w. | 19.30 Uhr Schauspielhaus Basel
MEISTER UND MARGARITA Bulgakows Kultroman in hyperrealistischem Setting von Márton Agh. Der Teufel krempelt in Moskau Moral, Machtverhältnisse und Realität um. Nur Margarita und der «Meister» gelangen in eine jenseitige, beinahe romantische Welt des Glücks. www.theater-basel.ch 6.3.2021 u.w. | 20 Uhr Vorstadttheater Basel
DIE MÄRCHEN VON MICHAEL KÖHLMEIER
Kontakt: www.sinfonieorchesterbasel.ch
12.3.2021 | 20.30 Uhr Theater im Teufelhof, Basel
PHILIPP GALIZIA Mit trockenem Humor und schelmischem Fabuliercharme setzt Galizia die richtige Pointe am richtigen Ort. Er erzählt seine Geschichten als hintergründiger, liebeskranker und verkaterter Kater. Am Klavier: Christian Roffler. www.theater-teufelhof.ch 12.3.2021 | 20 Uhr Häbse Theater Basel
MUNDSTUHL
CD 2: Camille Saint-Saëns’ Sinfonische Dichtungen «Wir nutzen den Schwung und die Praxis, die wir bei den Aufnahmen gewonnen haben», meint Hofmann und verweist gleich auf das nächste CD-Projekt. Der vor allem durch Klassiker wie «Karneval der Tiere» und die Oper «Samson et Dalila» bekannte französische Komponist Camille Saint-Saëns steht als nächster Protagonist auf dem Aufnahmeprogramm der Basler Sinfoniker. Nach der dreiteiligen Fauré-Reihe wird es also eine neue CD-Produktion mit dem Label Sony geben, und zwar «Sinfonische Dichtungen». Über die Erscheinungsdaten der CDs und alle weiteren Aktivitäten des Sinfonieorchesters Basel wird Regio aktuell Sie rechtzeitig informieren.
Das Glanzstück von Friedrich Schiller zeigt die letzten drei Tage der schottischen Königin Maria Stuart. Der Konflikt zwischen Moral und Unmoral, Pflicht und Neigung, Liebe, Verrat und Hass ist heute noch aktuell. www.foernbacher.ch
Matthias Grupp und Florian Grupp tauchen ein in Michael Köhlmeiers expressive und apokalyptische Traumbilderwelt. Inszeniert wird die Hausproduktion als Stadtspaziergang. www.vorstadttheaterbasel.ch 9.–13.3.2021 Verschiedene Orte, Liestal
HUMORTAGE LIESTAL
«Mundstuhl» präsentieren ihr langersehntes, brandneues Programm «Flamongos». Die beiden vielfach ausgezeichneten EchoPreisträger erreichen auch in ihrem mittlerweile zehnten Bühnenprogramm eine sagenhafte Pointendichte. www.haebse-theater.ch
AUSSTELLUNGEN Bis 27.2.201 Galerie Leupin, Münsterberg Basel
E NAASE VOLL FASNACHT In vier Veranstaltungen treten Matto Kämpf, Hanspeter Müller-Drossaart und Urs Heinz Aerni, Claudio Zuccolini und Joachim Rittmeyer auf. www.humortage-liestal.ch
Eine Ausstellung mit Larven und Helgen von Roman Peter, Christoph Knöll, Fredy Prack und Domo Löw. www.brigittaleupin.ch
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Bis 28.3.2021 Psychiatrie Baselland, Haus B, Liestal
SHAPING THE INVISIBLE WORLD
BRIGITTA GLATT UND DANIEL GÖTTIN
Die Ausstellung untersucht anhand von Kartografie die Repräsentationsformen der Karte als Werkzeuge zwischen Wissen und Technologie. Die ausgestellten Kunstschaffenden verhandeln in ihren Werken die Bedeutung der Karte als Massstab einer digitalen, technologischen und globalen Gesellschaft. www.hek.ch 6.3.–17.4.2021 Galerie Mollwo, Riehen
MARTIN CLEIS
Die von Kitty Schaertlin kuratierte Ausstellung zeigt zwei unterschiedliche künstlerische Positionen. Brigitta Glatt arbeitet oft mit Mischtechnik und mit Schrift. Daniel Göttin arbeitet in unterschiedlichsten Techniken. Konzeptionelle und konkrete Kunst sind sein Schwerpunkt. www.pbl.ch
EVENTS &TIPPS
3.3.–23.5.2021 Haus der elektronischen Künste Basel
Bis 28.3.2021 Fondation Beyeler, Riehen
DER LÖWE HAT HUNGER Wie der Löwe Hunger hat, hatte der Sammler Ernst Beyeler Hunger auf Kunst. Das Museum zeigt einen Sammlungsquerschnitt mit legendären Werken der klassischen Moderne und der Gegenwartskunst. www.fondationbeyeler.ch Bis 28.3.2021 Historisches Museum Basel, Barfüsserkirche
Zum 75. Geburtstag des Künstlers Martin Cleis zeigt die Galerie 70 neue Werke des Künstlers. Der Titel «Salon de Printemps» nimmt ironisch Bezug auf eine Pariser Ausstellung im Jahre 1911. www.mollwo.ch Bis 14.3.2021 Museum Tinguely Basel
KATJA AUFLEGER. GONE Die in Berlin lebende, multimedial arbeitende Künstlerin Katja Aufleger sucht in ihren Werken nach der Gleichzeitigkeit von Möglichkeiten, um existenzielle Fragen zu stellen: skulptural, filmisch, visuell wie auditiv. www.tinguely.ch
«GRENZFÄLLE» – BASEL 1933–1945 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs beleuchtet das Historische Museum das Leben in der Region während der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland. Die Schau zeigt die Auswirkungen der Diktatur auf Basel. www.hmb.ch Bis 5.4.2021 Spielzeug Welten Museum Basel
DENIM – STYLISCH, PRAKTISCH, ZEITLOS
Bis 14.3.2021 Museum Kleines Klingental, Basel
MODERN LIVING Die Ausstellung zeigt Einfamilienhäuser in Basel und Umgebung zwischen 1945 und 1975. In den Boomjahren entstanden viel banale Bauprojekte, aber auch ambitionierte architektonische Einzelbauten. www.mkk.ch Bis 20.3.2021 Galerie Carzaniga Basel
SUSI KRAMER Die vielseitige Künstlerin Susi Kramer zeigt einen Ausschnitt aus ihrem Schaffen. Parallel dazu werden bedeutende Werke aus Privatsammlungen gezeigt. www.carzaniga.ch 20.3.–20.6.2021 Kunstmuseum Basel
SOPHIE TAEUBER-ARP
Für viele gehört Denim zu den Basics im Kleiderschrank. Viele Künstler haben den Jeans-Stoff als Werkstoff für sich entdeckt. Die einzigartige Sonderausstellung zeigt die Vielseitigkeit und die Geschichte dieses beliebten Materials sowie alle möglichen Gegenstände aus diesem Material. www.spielzeug-welten-museum-basel.ch Bis 5.4.2021 Museum Tinguely Basel
IMPASSE RONSIN
Bis 11.4.2021 Kloster Dornach Die umfassende Retrospektive «Gelebte Abstraktion» stellt das Schaffen der Künstlerin erstmals einer internationalen Öffentlichkeit vor. Kooperation mit dem Museum of Modern Art (NY) und der Tate (London). www.kuntmuseumbasel.ch
SUSANNE SMAJIC Die Konstanzer Künstlerin war als Artist-inResidence im Kloster Dornach. Sie ist unter anderem eine begnadete Kinderbuchillustratorin. www.klosterdornach.ch
Regio aktuell 2 - 2021
Die Impasse Ronsin im Pariser Montparnasse-Quartier war eine einzigartige Künstlersiedlung. Hier traf Tinguely andere namhafte Kunstschaffende wie Brancusi, Max Ernst, Eva Aeppli oder Niki de Saint Phalle. www.tinguely.ch
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EVENTS &TIPPS
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Magisches von Videokünstlerin Pipilotti Rist: «Apple Tree» von 2003.
Foto: zVg/KHBL
Bis 2.5.2021 Kunsthaus Baselland
Nachtleuchten. Nachglühen Seit den 1960er-Jahren eröffnen neue Medien dem Publikum neue Kunsterlebnisse. Die Ausstellung blickt zurück und zeigt die Wegbereiter der neuen Kunstform.
W
as ist Videokunst? Sie arbeitet mit Kamera, Monitor und Rekorder und bezieht daher vor allem die Zeit und den Erlebnisraum mit ein. Es gibt Videoinstallationen und Videoskulpturen. Bereits 1963 veränderte der aus Südkorea stammende Video-Pionier Nam June Paik echte Fernsehbilder mit Hilfe von Magneten so sehr, dass die Bilder zu abstrakten Formen wurden. Wer die Expo02 besucht hat, erinnert sich an die Installation der Schweizer Videokünstlerin Pipilotti Rist. Das Publikum lag auf Matten auf dem Rücken und wurde von bunten Videobildern an der Decke verzaubert.
Hochkarätige Werke Im Zentrum der Gruppenausstellung stehen komplexe Videoarbeiten sowie ihre Vorläufer ab den
Regio aktuell 2 - 2021
E Naase voll Fasnacht Larve und Helge 16.1. – 27.2.2021
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späten 1950er-Jahren. Die Schau gibt Antwort auf die Fragen, wie sich diese neue künstlerische Handschrift entwickelt hat, welche Rolle kinetische Werke spielen und was die Vorläufermedien sind. Können innovative Arbeiten vom Publikum überhaupt noch gelesen und verstanden werden? Die frühen Video-Arbeiten entwickeln heute noch eine hohe Wirkung. Kuratiert wird die Ausstellung, die hochkarätige Werke zeigt, durch Ines Goldbach und Käthe Walser. Dank prominenter Leihgaben der beteiligten Kunstschaffenden sowie von privaten und öffentlichen Sammlungen kann diese Auswahl präsentiert werden. «Nachtleuchten. Nachglühen» ist eine Schau für Jung und Alt. Wo sich Installatives und Filmisches verbinden, kommt es zu ganz neuen Erfahrungen. bru ■
Wir können Ihnen auf Reservierung einen «private view» im kleinsten Rahmen anbieten (max. 3 Personen). Bitte melden Sie sich per E-Mail oder Telefon.
Bis 18.4.2021 Pantheon Basel
Bis 20.6.2021 Cartoonmuseum Basel
MERCEDES-BENZ
BIG CITY LIFE
Vom frühen Typ 10/30 Bj. 1924, über den 630K 1927, den 290, den 320, den 17 bis zur SL Serie können 24 Fahrzeuge begutachtet werden. www.pantheonbasel.ch
Das Museum zeigt Originale von Comicschaffenden, die in oder von der Grossstadt handeln. Von Will Eisner über Sempé, Art Spiegelman bis Chris Ware kommen viele renommierte Künstlerinnen und Künstler zum Zug. www.cartoonmuseum.ch
Bis 2.5.2021 Kunsthaus Baselland
NACHTLEUCHTEN. NACHGLÜHEN
TIPP
Im Zentrum der Gruppenausstellung stehen komplexe Videoarbeiten sowie ihre Vorläufer ab den späten 1950er-Jahren. Dank Leihgaben können wichtige Werke gezeigt werden. www.kunsthausbaselland.ch
Bis 18.7.2021, Di–So, 14–17 Uhr Forum Würth Arlesheim
DIETER ROTH
Bis 9.5.2021 Kunstmuseum Basel Gegenwart, St. Alban-Graben
CONTINUOUSLY CONTEMPORARY Gezeigt werden in dieser Ausstellung neue Werke der Emanuel Hoffmann-Stiftung. Darunter Klara Lidén, Monika Sosnowska, Fiona Tan, Paul Chan, Thomas Demand, Peter Fischli, Alexej Koschkarow, Jean-Frédéric Schnyder u.a. www.kunstmuseumbasel.ch Bis 16.5.2021 Fondation Beyeler, Riehen
RODIN /ARP
Die Ausstellung «(na, fritze?) lakritze» bietet Einblicke in das Universum Dieter Roth, vor allem in sein Schaffen in den 60er- und 70er-Jahren. Eine zweite Schau ist Künstlerbüchern von A bis Z gewidmet. www.forum-wuerth.ch/arlesheim Bis 1.8.2021 Museum für Musikautomaten Seewen
ROLL OVER BEETHOVEN
Der Musiktitan Beethoven, dessen 250. Geburtstag sich 2020 jährte, ist auf mechanischen Musikinstrumenten präsent, auch auf dem Welte-Mignon-Reproduktionsklavier, wo sich etwa Ferruccio Busoni mit Beethoven verewigt hat. www.musikautomaten.ch Erstmals in einer Museumsausstellung trifft im Dialog zwischen Auguste Rodin und Hans Arp das bahnbrechende Schaffen des grossen Erneuerers der Bildhauerei des späten 19. Jahrhunderts auf das einflussreiche Werk eines Protagonisten der abstrakten Skulptur. www.fondationbeyeler.ch Bis 30.5.2021 Naturhistorisches Museum Basel
Bis 15.8.2021 Kunsthalle Basel
LYDIA OURAHMANE Unter dem Titel «Barzakh» setzt sich die Künstlerin mit Themen wie Lösegeld, illegaler Grenzübertritt und Austausch von Staatsangehörigkeiten auseinander. www.kunsthallebasel.ch
ERDE AM LIMIT
Bis 15.8.2021 Museum Baselland, Liestal
Die Sonderausstellung trifft den Nerv der Zeit: Wie steht es um unseren Planeten? Welche Konsequenzen hat es für das Ökosystem Erde, dass der Mensch die natürlichen Prozesse massiv beeinflusst? Beachten Sie auch das interessante Rahmenprogramm. www.nmbs.ch
LA, LA, LA. EINE AUSSTELLUNG ZUM MITSINGEN Singen ist ein Ausdruck verschiedenster Emotionen. In der Ausstellung werden singende Tiere entdeckt, Rhythmen, Melodien und die eigene Singstimme entdeckt. www.museum.bl.ch
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6./7.3.2021 | 17 Uhr Wildt’sches Haus, Basel
JUDITH KAKON
LYRIK IM OD-THEATER
In ihrem Rückwand-Projekt arbeitet Judith Kakon mit ökonomischen Begriffen in Schmiedeisen-Buchstaben: Gedenkstätte und Vanitas-Symbol in einem. www.kunsthallebasel.ch Bis 23.1.2022 Museum der Kulturen Basel
ERLEUCHTET – DIE WELT DER BUDDHAS
EVENTS &TIPPS
Bis 15.8.2021 Kunsthalle Basel
«Ich bitte dich, gib mir meinen Sohn!» H.Dieter Jendreyko erzählt, spricht und spielt Auszüge aus dem 23. und 24. Gesang der Ilias von Homer. www.od-theater.ch Nicht selten zeigen die Badminton-Spieler akrobatische Einlagen, um den Federball zu erwischen.
8.3.2021 | 18 Uhr Innerstadt, Basel
FRAUENSTADTRUNDGANG
Fotos: zVg
2.3. bis 7.3.2021 St. Jakobshalle Basel
Badminton auf Weltniveau Die Ausstellung zeigt die Vielfalt des Buddhismus und präsentiert Objekte, die für die buddhistische Praxis bedeutsam sind. Die Schau nimmt auch die Popularität des Buddhismus auf. www.mkb.ch
Der einstündige Rundgang, welcher anlässlich des Frauenstreiks vom 14. Juni 2019 entwickelt wurde, zeigt einen Rückblick auf 60 Jahre Frauenprotest- und -politik in Basel. Treffpunkt ist die Hauptpost (Rüdengasse 1). www.frauenstadtrundgang-basel.ch
6.3.–18.4.2021 Kunsthalle Palazzo Liestal
9.3.2021 | 12.15 Uhr GGG Bibliothek Schmiedenhof, Basel
WHY SO SERIOUS?
LITERATUR AM MITTAG: ANITA SIEGFRIED
Unter dem neugierig machenden Titel «Warum so ? präsentieren sich drei künstlerische Positionen aus unterschiedlichen Generationen: Helen Balmer, Mickry 3 (Künstlertrio aus Zürich) und Fabio Luks. www.palazzo.ch
DIVERSES 2.–7.3.2021 St. Jakobshalle, Basel
YONEX SWISS OPEN 21
TIPP
D
as Yonex Swiss Open geht vom 2. bis 7. März in der St. Jakobshalle über die Bühne. In der Badminton-Szene ist das Turnier sehr beliebt. Über 600 Spielerinnen und Spieler aus 49 Nationen wollten kommen; das Tableau lässt aber nur 280 zu, wie OKPräsident Matthias Wackernagel erklärte. Letztes Jahr, ausgerechnet zum 30-Jahr-Jubiläum, musste das Turnier abgesagt werden. Dieses Jahr ist das Yonex Swiss Open ein exklusives Qualifikationsturnier für die nächsten Sommer bevorste-
henden Olympischen Spiele in Tokio. Die Termine wurden so gelegt, dass die Spieler von Basel coronakonform per Bus direkt an ein weiteres Turnier nach Deutschland weiterreisen können. Gemäss Informationsstand bei Redaktionsschluss findet das Yonex Swiss Open ohne Zuschauer statt. Mitfiebern kann man übers Internet: Am 6. März werden alle 6 Spiele auf srf.ch im Livestream ohne Kommentar übertragen. Am 7. März sind alle fünf Finalspiele auf srf.ch im Livestream mit Kommentar zu sehen. zen ■
Der Roman «Blanchefleur» erzählt eine Liebesgeschichte, die in den Wirren des Deutsch-Französischen Krieges 1870 beginnt und bis ans Ende des Jahrhunderts ausgreift. Getragen wird der Roman von unvergesslichen Frauenfiguren wie Blanchefleur, der Wirtin der Auberge du Cygne in Belfort. Ein Gespräch mit der Autorin Anita Siegfried. www.literaturspur.ch
Ihre Veranstaltung im Regio aktuell Schicken Sie uns Datum, Zeit, Ort und eine kurze Beschreibung Ihrer Veranstaltung. Bitte beachten Sie, dass wir nicht alle Eingaben berücksichtigen können. Unsere Adresse: redaktion@regioaktuell.com Die Redaktion
Regio aktuell 2 - 2021
Vom 2. bis 7. März 2021 findet eines der weltweit grössten und bedeutendsten Badminton-Events statt. Beim Weltranglistenturnier mit einem Preisgeld von 150 000 US-Dollar wird auch um wichtige Qualifikationspunkte für die Olympischen Spiele in Tokyo gespielt. Es werden viele BadmintonCracks aus gegen 50 Nationen in Basel erwartet. www.swissopen.com
TIPP
Anfang März sind die weltbesten Badminton-Cracks in Basel zu Gast. Das Yonex Swiss Open gilt als Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele. Per Livestream kann mitgefiebert werden.
Besonders interessant sind die Badminton-Partien, die im Doppel ausgetragen werden.
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UNTERHALTUNG
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Rätselspass für die ganze Familie Suchbild Van der Ast Der niederländische Barockmaler Balthasar van der Ast (1593 oder 1594–1657) ist vor allem für seine Stillleben bekannt. Auf diesem Früchtekorb-Bild (1622) sind überdies, typisch für ihn, Muscheln, ein Krebs und eine Eidechse abgebildet. Finden Sie die 8 Unterschiede in den beiden Bildern? Original
Fälschung
Sudoku Füllen Sie die leeren Felder mit den Zahlen von 1 bis 9. Dabei darf jede Zahl in jeder Zeile, jeder Spalte und in jedem der neun 3 x 3-Blöcke nur ein Mal vorkommen. Mittel
Schwer
Regio aktuell 2- 2021
Lösungen
Mittel
Schwer
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UNTERHALTUNG
Schwedenrätsel
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Regio aktuell 2- 2021
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GESELLSCHAFT
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Gesehen!
Impfkampagne gegen Covid-19 Impfzentrum Mitte Muttenz, 9. Januar 2021
Das kantonale Impfzentrum auf dem Feldrebenareal in Muttenz wurde Anfang Jahr eröffnet. Der Betrieb ist generalstabsmässig organisiert und verläuft ohne Probleme.
Fotos: Cédric Bloch
Im kantonalen Impfzentrum an der Stegackerstrasse in Muttenz herrscht ein reges Kommen und Gehen. Der Betrieb läuft reibungslos. Sobald genügend Impfstoff vorhanden ist, können hier täglich bis zu 1000 Baselbieterinnen und Baselbieter gegen Covid-19 geimpft werden. Ärzte, medizinische Praxisassistentinnen, Zivilschützer, Samariter und Sicherheitsleute arbeiten Hand in Hand.
Regio aktuell 2 - 2021
Aus dem Ruhestand zurück an der Front: Hans Vogt, früherer Hausarzt in Liestal, und die Baslerin Claudine Landolt, frühere Ärztin für Gynäkologie.
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Sandra Meyer (l.) von den Einsatzsamaritern Sissach und Maja Studer vom Samariterverein Muttenz leisten Halbtageseinsätze im Impfzentrum.
Reto Vogelbacher (l.) und Walter Benz vom Samariterverein Birsfelden stehen als Freiwillige mit ihren helfenden Händen zur Verfügung.
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GESELLSCHAFT Denise Altenbach (vorne) und Sandra Baumgartner füllen jeweils 0,3 Milliliter des Impfstoffs in Spritzen ab. Eine Ampulle reicht für fünf Spritzen.
Zivilschutzsoldat Florian Frey trägt eine Schale mit fünf Spritzen zu den Kabinen, in denen die Impfwilligen immunisiert werden.
Thomas Egloff, stellvertretender Kompaniekommandant des Zivilschutzes Pratteln, nimmt am Check-in die Dokumente der Impfwilligen entgegen.
Sebastian Flück, Zugführer beim Zivilschutz, weist den Impfwilligen den richtigen Weg zur Wartezone vor den Impfkabinen.
Ihr Name passt wunderbar zu ihrem Beruf. Die medizinische Praxisassistentin Fabienne Helfer spritzt einer älteren Dame den Impfstoff in den Oberarm.
Janine Roth arbeitet für die Firma 24 Security, die im Impfzentrum Mitte auf dem Feldrebenareal für die Sicherheit zuständig ist.
Mitglieder des Leitungsteams Impfzentrum Mitte: Dominik Straumann (l.) und Jürg Bühler.
Regio aktuell 2 - 2021
Franziska Schöppl, Leiterin Gesundheitsfachpersonal, holt eine Schachtel mit 49 Ampullen des mRNA-Impfstoffs von Biontech/Pfizer aus dem Kühlschrank.
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GESELLSCHAFT
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Gesehen!
Ein politisches «Auswärtsspiel» St. Jakobshalle, 9. Januar 2021
Die Gemeinde Muttenz hatte aufgrund hoher CoronaFallzahlen ihre Gemeindeversammlung im Dezember abgesagt. Spontan zügelte Muttenz in die St. Jakobshalle und segnete so «auswärts» auf Münchensteiner Boden das Budget für 2021 ab. Wo sonst Roger Federer Pokale in die Höhe stemmt, Pferde über Hindernisse springen und DJ Bobo singt, wurde über Steuerfüsse, Ausgaben und Mittagstische debattiert.
Gemeinderat Thomas Schaub (CVP) referierte über Mittagstische, seine Amtskollegin Doris Rutishauser über das Velo-Verleihsystem «pick-e-bike».
Gemeinderat Alain Bai (FDP) (l.) führte gewohnt souverän durch die Finanzen, aber auch Gemeindekommissionsmitglied und Landrat Peter Hartmann (Grüne) erhob die Stimme.
Engagiert für rotgrüne Anliegen in der Gemeindekommission: Jacqueline Hohmann-Weibel (SP) (l.) und Barbara Lorenzetti (Grüne).
Stets ein offenes Ohr für die sportlichen Kinder im Dorf: FDP-Frau Sandra Völker und SV MuttenzVorstandsmitglied Andi Aerni.
Regio aktuell 2 - 2021
Zwei Grüne im Einsatz für Muttenz: Gemeindekommissionsmitglied Patrizia Tamborrini und Gemeinderat Joachim Hausammann.
Chefin in der grossen Halle: Gemeindepräsidentin Franziska Stadelmann (CVP). Gemeinderatskollege Roger Boerlin (SP) wählte bewegende Worte für die Situation in den Altersheimen.
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Sorgten in den letzten Jahren mit dafür, dass auf der Rütihard kein Salz abgebaut wird: Cécile Speitel, Thomas Abel (l.) und Jürg Vögeli (Mitte).
Silvia Hunziker und Benedikt Oetterli kamen beide alleine. Er interessierte sich besonders für das Traktandum «Rütihard».
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GESELLSCHAFT
Mit Abstand in der St. Jakobshalle: 120 Muttenzerinnen und Muttenzer trafen sich an einem ungewohnten Ort zur Gemeindeversammlung.
Fotos: Cédric Bloch
Wichtige Stimmen für die bürgerlichen Interessen in der Gemeindekommission: Daisy Marti (CVP) und Daniel Schneider (FDP).
Stammgäste an den Gemeindeversammlungen, aber noch nie an einer in der St. Jakobshalle: Remo Svaizer (l.) und Peter Wermuth.
Schulrätin Evelyne Gut und Marcel Schraner vor dem Eingang zur St. Jakobshalle.
Junge SP-Kämpferinnen für eine soziale Gesellschaft. Julie von Büren (l.) und Anna Holm.
Erst zum dritten Mal an einer Gemeindeversammlung: Denise und Patrick Danhieux.
Regio aktuell 2 - 2021
Köpfe der IG Rütihard, Kürbisverkäufer der ersten Stunde und leidenschaftliche Landwirte: Kristin und Ruedi Brunner.
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GESELLSCHAFT
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Gesehen!
Blackout Day Sekundarschule Gelterkinden, 4. Januar 2021
Plötzlich fällt an der Sekundarschule Gelterkinden der Strom aus. Der «Blackout Day» war der Startschuss zum vierjährigen Projekt Klimaschule der Klimaschutzorganisation MyBluePlanet. Die Schülerinnen und Schüler diskutierten über Energieverbrauch und Klima und darüber, wie die Schule umwelt- und klimafreundlicher werden könnte. Erst später erfuhren sie, dass der Stromausfall geplant war.
Regio aktuell 2 - 2021
Julia, Serena, Ramon und Frank (v.l.) stehen am «Blackout Day» gemeinsam ein für das Motto «Mir gäbe Alles für es guäts Klima». Fotos: Jean-Claude Graf
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Offenbar ein glühender Fan des FC Basel: Lehrperson Thomas Hug zündet am «Blackout Day» eine rotblaue Kerze an.
Roger Leoni, Mitglied der dreiköpfigen Schulleitung der Sekundarschule Gelterkinden, bringt Licht ins Dunkel.
«Ich war beeindruckt von der Offenheit und Reife der Schülerinnen und Schüler», sagt Katrin von Arx, Lehrperson für Sprachen.
Lorena (l.) und Sarah wunderten sich, als das Licht ausging. «Die Lehrperson eilte in den Gang, um zu schauen, was los ist.»
«Diese Klimaschule ist ein Superprojekt», schwärmt Noé (l.), und sein Kollege Andrin kann da nur beipflichten.
Andri (l.) und Elia sind sich absolut einig, dass für den Klimaschutz unbedingt gehandelt werden muss.
Ein Trio mit einhelliger Meinung. «Die Menschen müssen erfahren, was los ist mit der Erde», sagen Sarina, Sina und Finn (v. l).
Ilirjana (l.) und Hermela haben Freude am Projekt an ihrer Schule. «Dem Klima muss geholfen werden.»
«Ja, es war Absicht.» Hauswart Silvio Steiner hat den Stromausfall an der Sekundarschule Gelterkinden eigenhändig ausgelöst.
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Wasserleitungen sanieren statt ersetzen Wie gut ist Ihr Trinkwasser? Das Trinkwasser ist immer so gut wie die Leitungen. Wenn die Leitungen sauber sind, gibt es keinen Grund, Glas- oder Plastikflaschen zu schleppen. Wasser kann in der Schweiz günstiger als Leitungswasser konsumiert werden. In Wasserleitungen aus verzinkten Eisenrohren oder aus Kupfer bilden sich nach etwa 10 bis 15 Jahren unweigerlich Rost und/oder Kalkablagerungen. Dadurch wird die Wasserqualität beeinträchtigt. Die Ablagerungen bauen sich über die Jahre langsam auf und werden erst bemerkt, wenn rostbraunes Wasser, Rostgeschmack, Druckabfall, ein dünner Wasserstrahl oder ein Wasserrohrbruch auftreten. Lassen Sie es am besten nicht so weit kommen und überprüfen / sanieren Sie Ihre Leitungen vorher. Ihre Vorteile – Die Wohnungen/Häuser sind während der Sanierung bewohnbar und verfügen immer über fliessendes Wasser. – Es braucht keine baulichen Massnahmen; die Leitungen werden von innen saniert. – Die Kosten gegenüber dem Auswechseln der Rohre sind bis zu drei Mal günstiger. – Die Arbeiten dauern nur 2–5 Tage (EFH / Whg.).
Folgende Leitungen können saniert werden: – Verzinkte Trinkwasserleitungen (Kalt- und Warmwasser) – Trinkwasserleitungen aus Kupfer (Kalt- und Warmwasser) – Schwimmbadleitungen – Feuerlöschleitungen – Heizleitungen (Kupfer/Stahl)
Leitungen aus Kunststoff können nicht beschichtet werden, da die Haftung nicht ausreicht. Bei Mischinstallationen werden Schnittstellen nötig. Das Promotec®-System Das Verfahren beginnt mit der Nassreinigung, welche schonend und gründlich vor- und rückwärts reinigt. Nach dem Trocknen und Aufrauhen werden die Rohre innen mit einer speziellen Beschichtung versiegelt und langlebig geschützt. Das Endprodukt ist eine Art «Rohr-inRohr-System», das den heutigen Kunststoffrohren punkto Dauerhaftigkeit und Qualität in nichts nachsteht. Das zugelassene Beschichtungsmaterial ist gesundheitlich absolut unbedenklich, denn es ist komplett lösungsmittelfrei und erfüllt die Vorschriften des Lebensmittelgesetzes. Dasselbe Material wird z.B. auch in Konservendosen seit Jahren als verlässlicher Rostschutz eingesetzt. Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne und senden Ihnen detaillierte Unterlagen zu. Promotec Service GmbH: Seit 27 Jahren Ihr verlässlicher Partner mit der Qualität vom Leader, bereits über 185 000 Sanierungen. Promotec Service GmbH Sonnenweg 14 4153 Reinach Tel. 061 713 06 38 info@promotec.ch www.promotec.ch
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