MÄNNERGESUNDHEIT Depression rechtzeitig behandeln
Prävention durch Vorsorge
Risikofaktor erhöhtes Cholesterin
Wie sich die Krankheit bei Männern äußert und was die Seele schützt
Bewusstsein schaffen: Warum Männer mehr für ihre Gesundheit tun sollten
Werte im Blick: So lassen sich bedrohlichen Gefäßverkalkungen vorbeugen
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Männergesundheit
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Ein Zeichen setzen Wussten Sie schon, dass der November Ihnen als Mann gewidmet ist? Genauer gesagt Ihrer Gesundheit? Der sogenannte Movember ist eine Aktion, bei der sich Männer einen Schnurrbart wachsen lassen, um auf Tabuthemen rund um die Männergesundheit, insbesondere Prostata- und Hodenkrebs sowie psychische Erkrankungen, aufmerksam zu machen und Spenden zugunsten der Erforschung und Vorbeugung zu sammeln. Das ist auch gut so, denn Fakt ist: Männer und Frauen weisen in Bezug auf Gesundheit
und Krankheit wesentliche Unterschiede auf – und das nicht nur bei Erkrankungshäufigkeiten, sondern auch bei der Wahrnehmung und Kommunikation von Symptomen, im gesundheitsrelevanten Verhalten und bei der Inanspruchnahme von Versorgungsangeboten. Wenn es um Ihre Gesundheit geht, tauchen bestimmt viele Fragen auf. Beim Lesen dieser Ausgabe „Männergesundheit“ finden Sie auf so manche Fragen hilfreiche Antworten. Zudem gibt es viele nützliche Tipps für ein möglichst langes, gesundes Leben.
Nadine Effert Chefredakteurin
INHALTSVERZEICHNIS LEITARTIKEL
Der Mann, das paradoxe Wesen? — 3
DEPRESSION
Mehr als ein Herbstblues — 5
VORSORGE
Gesundheitsmuffel Mann — 8
EREKTILE DYSFUNKTION
Penis als Frühwarnsystem? — 10
CHOLESTERIN
Risikowarnung aus dem Blut — 11
HARM REDUCTION
Minimieren statt Abstinenz — 12
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LEITARTIKEL | VON NADINE EFFERT
Männer haben im Durchschnitt eine kürzere Lebenserwartung als Frauen und sind anfälliger für bestimmte gesundheitliche Probleme. Woran liegt das? Und ist man(n) diesem geschlechterspezifischen Unterschied wehrlos ausgesetzt? Eine simple Erkältung kann Männer zur Verzweiflung bringen, aber vor richtigen, tatsächlich lebensbedrohlichen Krankheiten fühlen sie sich offenbar sicher und wundern sich anscheinend auch nicht darüber, dass sie allgemein kürzer auf der Erde verweilen als Frauen. Dabei ist diese Tatsache Fakt und weitestgehend bekannt. Männer sterben laut Statistischem Bundesamt im Schnitt etwa fünf Jahre früher. Mutation mit Folgen Ein möglicher Grund: das Y-Chromosom. Dieses Geschlechtschromosom kann im Laufe eines Lebens bei der Zellteilung in Teilen der Stammzellen verloren gehen. 40 Prozent der über 70-Jährigen haben nicht mehr in allen Blutzellen ein YChromosom, mit steigendem Alter wird der Anteil noch höher. Die Folge dieser Mutation: Untersuchungen haben gezeigt, dass, statistisch betrachtet, das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alzheimer oder auch Diabetes mellitus steigt. Der aktuelle Herzbericht der Deutschen Herzstiftung belegt, dass Männer deutlich häufiger von Herzkrankheiten betroffen sind als Frauen. Beispiel koronare Herzkrankheit: Mit 865,6 Fällen pro 100.000 Einwohner trifft sie Männer mehr als doppelt so oft wie Frauen. Beim Herzinfarkt verhält es sich ebenso. Doch welcher Abschnitt des Y-Chromosoms genau wofür verantwortlich ist und warum nicht jeder Mann vom Verlust betroffen ist, das ist noch nicht geklärt. Rauchen etwa steht im Verdacht, einen Einfluss zu haben. Da es noch keine Therapie gegen diese altersbedingte Genmutation gibt, raten Fachleute Männern ohnehin dazu, beeinflussbare Risikofaktoren zu vermeiden.
Bei Männern zahlt sich ein gesunder Lebensstil mehr aus.
Lebenserwartung steigern Genauso geläufig wie die niedrigere Lebenserwartung von Männern ist nämlich die Tatsache, dass ein gesunder Lebensstil dazu beitragen kann, dass man länger gesund bleibt und sich somit über mehr Lebensjahre freuen kann. Und das kann ein Plus von mehr als 20 Jahren bedeuten, so das erstaunliche Ergebnis einer US-Studie von der University of Illinois, die im Juli 2023 erschienen ist. Männer profitieren dabei sogar noch mehr von einer gesunden Lebensweise. Das Team um die Forscherin Xuan-Mai Nguyen hat dazu Daten von über 700.000 US-Veteraninnen und -Veteranen im Alter von 40 bis 99 Jahren analysiert. Diese stammen aus einem nationalen Forschungsprogramm der USA, das untersucht, wie sich Gene, Lebensstil und militärische Erfahrungen auf die Gesundheit ehemaliger Militärangehöriger auswirken. Das Ergebnis: 40-jährige Männer können mit einem gesunden Lebensstil im Durchschnitt 23,7 Jahre länger leben als mit einem sehr schädlichen, Frauen 22,6 Jahre. Was bedeutet in diesem Fall „gesund“? Das Wissenschaftlerteam nennt acht entscheidende Faktoren: körperliche Aktivität, guter Umgang mit Stress, eine ausgewogene Ernährung, gute Schlafqualität, positive soziale Kontakte, kein Tabakkonsum, wenig Alkohol und keine Abhängigkeit von Opioid-Schmerzmitteln. Die Forschungsleiterin weist darauf hin, dass
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Der Mann, das paradoxe Wesen?
Krebsrisiko senken Einen großen Einfluss auf das Krebsrisiko haben auch genannte Faktoren, allen voran das Rauchen: Fast jeder zweite Krebs-Todesfall geht auf ihr Konto, brachte eine groß angelegte Studie, die im August 2022 in der Fachzeitschrift „The Lancet“ erschienen ist, zutage. Ein weiteres Resultat der Datenanalyse ergab, dass Männer deutlich gefährdeter sind als Frauen, durch äußere Risikofaktoren an Krebs zu sterben: Diese sind bei ihnen an mehr als der Hälfte aller krebsbedingten Todesfälle beteiligt (50,6 Prozent). Bei Frauen waren dagegen nur etwas über ein Drittel dieser Sterbefälle auf solche Ursachen zurückzuführen (36,3 Prozent). Eine andere Studie des National Cancer Institute in den USA hat herausgefunden, dass 19 der 21 untersuchten Krebsarten häufiger bei Männern vorkamen, teilweise zehnmal häufiger als bei Frauen – beispielweise Speiseröhren- und Kehlkopfkrebs. Grundsätzlich erkranken Männer am zahlreichsten an Prostata-, Darm- und Lungenkrebs. Neben dem Lebensstil vermuten die Forschenden ebenso biologische Unterschiede zwischen Mann und Frau als (Mit-) Ursache. Wichtig im Kampf gegen Krebs sind gesundheitliche Präventionsmaßnahmen und die Krebsfrüherkennung. Denn je früher ein Tumor entdeckt wird, desto besser sind in der Regel die Chancen auf Heilung. Früherkennung ist das A und O Ob Diabetes Typ 2, Herzprobleme oder Depression: Die Früherkennung und eine zeitige
iStock / nortonrsx
sich neue Gewohnheiten auch im Alter und selbst die Einführung von einem, zwei oder drei Lebensstilfaktoren lohnen und die Lebenserwartung steigern.
Nur duch regelmäßige Check-ups lassen sich Krankheiten früh erkennen.
Behandlung sind aber nicht nur im Fall von Krebs von entscheidender Bedeutung. Regelmäßige Check-up-Untersuchungen, bei denen zum Beispiel der Cholesterinwert bestimmt wird, und das Aufsuchen einer Arztpraxis bei anhaltenden Beschwerden sollten auf der eigenen Gesundheitsagenda stehen – doch damit tut sich das männliche Geschlecht oft schwer. So neigen Männer dazu, psychische Probleme zu verbergen, und zögern oft, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Verheerend: Zwar erhalten Männer die Diagnose Depression nur halb so oft wie Frauen, allerdings ist die Suizidrate bei ihnen mindestens dreimal so hoch. Laut der Studie einer großen Krankenkasse geht nur jeder neunte Mann zur Prostatakrebsvorsorge. In der Hauptrisikogruppe zwischen 55 und 70 Jahren
gehen nur sieben Prozent zur Darmspiegelung, bei den Frauen sind es immerhin zehn Prozent. Auch tendieren insbesondere Männer vermehrt dazu, ihre Leiden zu verschweigen. Der Grund ist das noch immer in unserer Wertegesellschaft herrschende Bild vom „starken Geschlecht“. Sprich: „Nur ein gesunder Mann ist ein ganzer Mann.“ Daher gilt das männliche Geschlecht allgemein auch eher als Vorsorgemuffel, das lieber Reparaturmedizin betreibt. Nachlässigkeit ist, was die eigene Gesundheit anbelangt, die falsche Einstellung. Daher gilt: Nicht erst in die Arztpraxis, wenn’s richtig wehtut, sondern Beschwerden zeitnah abklären lassen und regelmäßig zu Kontrolluntersuchungen gehen.
Psychische Erkrankungen 2012 bis 2022 Fehltage je 100 Versicherte 301
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mehr Fehltage
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Quelle: DAK-Gesundheit, 2022
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Sie zählen bei Männern zu den häufigsten psychischen Erkrankungen: Depressionen. Doch woran erkennt man diese Krankheit, die unbedingt professionell behandelt werden sollte, und was hilft dagegen? Ein bestimmter Lösungsansatz scheint laut einer großen Metastudie besonders erfolgversprechend zu sein. November. Es ist kühl, regnerisch, der Himmel grau in grau: Was die einen im lebhaften Alltag problemlos wegstecken, lässt die anderen in sich zurückziehen. Sie sind antriebslos, müde und fühlen sich schlapp – Symptome, die für
Die positiven Auswirkungen von Sport auf Depressionen sind gravierend. eine Depression sprechen können. Bei Männern kann es zudem zu Anzeichen wie Aggressivität und Suchtproblemen wie Alkohol-, Drogen- oder Spielsucht kommen. Risikofaktor Diskriminierung Was auffällt: Vor allem die Diagnosen von wiederkehrenden Depressionen sind laut Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse
stark gestiegen – von 2011 bis 2021 um bundesweit 71 Prozent. Bei kürzeren einmaligen depressiven Phasen liegt das Plus bei 20 Prozent. Hierzulande leiden 18,4 Prozent der Frauen und 9,4 Prozent der Männer an einer oder beiden Formen. Risikofaktoren, die Männer in eine Depression treiben können, sind Arbeitslosigkeit, Stress sowie Trennung und Scheidung. Doch auch Diskriminierung erhöht das Risiko – gerade Männer, die nicht heterosexuell sind oder sich nicht mit ihrem biologischen Geschlecht identifizieren können, sind gefährdet. Fachleute vermuten, dass der sogenannte Minoritätenstress, also in der Minderheit zu sein, hier hineinspielt. Dazu zählt etwa das Geheimhalten der sexuellen Orientierung. Zudem kann die persönliche Einstellung zur eigenen sexuellen Orientierung einen Stressfaktor darstellen. Aerobic als Stimmungsaufheller Doch was tun, um der Depression zu entkommen? Neben der ambulanten medikamentösen und/oder psychotherapeutischen Therapie in der Haus- oder Facharztpraxis für Psychiatrie kann ebenso eine stationäre Behandlung in einer Klinik infrage kommen. Auch regelmäßige Bewegung sollte als ernsthafte Therapieoption in Betracht gezogen werden. Dazu kommt eine im Februar im „British Journal of Sports Medicine“ veröffentlichte Metastudie. Diese größte über die Wirkung von Bewegung
Werbebeitrag – Therapieporträt
Depression – Männer leiden anders Auch wenn Frauen häufiger betroffen sind, so erkrankt doch jeder achte Mann mindestens einmal im Leben an einer behandlungsbedürftigen Depression. Männer können andere Anzeichen einer Depression zeigen als Frauen, und oft fällt es ihnen schwerer, sich Hilfe zu suchen. Dies kann dazu führen, dass Depression bei ihnen seltener erkannt und behandelt wird. Symptome wie beispielsweise Suchtverhalten, erhöhtes Risikoverhalten und zunehmende Aggressivität können bei Männern die eigentlichen Beschwerden einer Depression überlagern und das Erkennen einer Depression erschweren. Umso wichtiger ist es, die Ursachen einer Depression besser zu verstehen, auch um neue und effektivere Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln. In der Depressionsforschung werden mittlerweile unterschiedliche Hypothesen verfolgt und so neue Erkenntnisse für die Entwicklung zielgerichteter Therapien erlangt. Aktuelle Studien und
die Entwicklungen der letzten Jahre bieten neue Perspektiven. Sorge und Selbstfürsorge Häufig sind Angehörige oder Menschen aus dem Freundeskreis die Ersten, die auf die Erkrankung aufmerksam werden und eine Brücke zum Hilfesystem bauen. Bei einer schweren Depression kann der Leidensdruck aber nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für deren Angehörige immens sein. Deshalb sind Aufklärung und eine enge Einbeziehung des Umfelds zentrale Bestandteile einer
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Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention • Info-Telefon: 0800 – 33 44 533 • www.deutsche-depressionshilfe.de/ depression-infos-und-hilfe/wo-finde-ich-hilfe/selbsthilfegruppen Robert-Enke-Stiftung • Beratungshotline Seelische Gesundheit: 0241 – 80 36 777 • www.robert-enke-stiftung.de/ projekte/beratungshotlineseelische-gesundheit Deutsche Depressionsliga • https://depressionsliga.de/ depression-was-nun/selbsthilfe/ Freunde fürs Leben • www.frnd.de/infos/depression/
auf Depressionen durchgeführte Untersuchung analysierte die Daten von 41 Studien, in denen 2.264 Menschen mit Depressionen beobachtet wurden. Den Forschenden zufolge seien die Auswirkungen von Sport auf diese Erkrankung so gravierend, dass er als „evidenzbasierte Behandlungsoption“ angeboten werden sollte. Aerobic und Widerstandstraining verringerten die Depressionssymptome insbesondere genauso wie angeleitete Übungen mit „moderater Intensität“.
effektiven Therapie. So können sich auch Angehörige nicht nur über verschiedene Behandlungsoptionen informieren, sondern auch ein besseres Verständnis für die Erkrankung entwickeln. Zudem ist es wichtig, ihnen eine Anleitung zu vermitteln, wie sie als Mitbetroffene gut für sich selbst sorgen können. Eine gute Selbstfürsorge im Umgang mit Stress, ein gesunder Lebensstil, regelmäßige Entlastung und Erholung, körperliche Bewegung und soziale Interaktion mit anderen Menschen sind nicht nur für die Betroffenen wichtige Bestandteile einer effektiven Therapie, sondern können auch präventiv einer Depression entgegenwirken.
Oft mehrere Therapieversuche nötig In vielen Fällen ist bei einer schweren Depression auch eine medikamentöse Therapie sinnvoll. Oft können psychotherapeutische und weitere Maßnahmen erst greifen, wenn sich der Zustand der Betroffenen stabilisiert hat. Es ist aber bei der Depression keine Seltenheit, dass ein Antidepressivum nicht zufriedenstellend wirkt. Oft werden mehrere Therapieversuche benötigt, bis eine Besserung eintritt. Dank intensiver Forschung stehen nun auch für die von einer schwer behandelbaren Depression Betroffenen Therapieoptionen zur Verfügung, mit denen eine deutliche Verbesserung der Symptome herbeigeführt werden kann. Bei einigen kann die akute depressive Episode komplett beendet und in manchen Fällen kann sogar ein erneutes Auftreten einer Depression verhindert werden. Bei Vorliegen einer Therapieresistenz sollte mit der behandelnden Ärztin, dem behandelnden Arzt besprochen werden, welche der aktuellen Therapieoptionen infrage kommen. gemeinsam-gegen-depression.de Mit freundlicher Unterstützung der Janssen-Cilag GmbH
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DEPRESSION | VON TOBIAS LEMSER
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Mehr als ein Herbstblues
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Werbebeitrag – Interview
„Zur Werkstatt, bevor du liegen bleibst“ Die ehemaligen Handball-Nationalspieler und Zwillingsbrüder Uli und Michael Roth erkrankten nahezu gleichzeitig an Prostatakrebs. Heute geht es ihnen gut, und sie gelten als genesen. Im Gespräch mit Blue Ribbon Deutschland erzählen sie vom Lebenswandel und wie der PSA-Wert ihr Leben gerettet hat. Es ist erstaunlich, dass Sie nahezu gleichzeitig erkrankt sind. War Ihnen klar, wenn es der eine hat, dann hat es auch der andere? Michael: Wir haben damals auch alle Kinderkrankheiten gleichzeitig gehabt. Selbst die Milchzähne sind uns fast am gleichen Tag ausgefallen.
schon, es würde mich auch betreffen. Ich wusste nur nicht, dass es so schnell gehen würde. Und obwohl mein PSA-Wert im Januar noch in Ordnung gewesen war, war er dann im Mai schon erhöht. Ich habe Michaels ganze Entwicklung mitverfolgt, mit begleitet und habe mich mit informiert. Er ist im Mai operiert worden, ich im Juli. Gleiches Krankenhaus, gleicher OPSaal, gleicher Operateur, vielleicht auch die gleiche Krankenschwester. Ich habe alles vorher schon einmal durchlebt und wusste, was auf mich zukommt. Ich weiß bis heute nicht, ob das gut war. Aber bei ihm waren viele offene Fragen und Ungewissheit. Das war bei mir dann nicht mehr.
Uli: Und unser Urologe sagte nach der Diagnose zu Michael: „Dein Zwilling muss sich auch untersuchen lassen.“ Da ahnte ich also
Warum sind Krankheiten ein so schwieriges Thema bei Männern? Uli: Der Mann guckt nach seinem Auto und hört rein, ob etwas nicht
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ganz in Ordnung ist, aber in den eigenen Körper reinhören und gucken, dass der eigene Motor richtig läuft, da ist er nicht bereit zu. Zumindest die allermeisten. Das ist ein Stück weit das Gen der Männer. Das sind die Starken und die Kümmerer. Wird schon nichts sein. Im Grunde genommen sind wir Männer die größeren Schisser als die Frauen. Michael: Es gibt auch Männer, deren Verhalten irritiert uns schon sehr. Die sagen: „Ich will nicht wissen, wenn ich etwas hab.“ Es gibt heute in der Medizin so viele tolle Möglichkeiten, Krebs früh zu erkennen. Viele Krebsarten sind auch heilbar, wenn sie früh entdeckt werden. Und da sagen wir: Nutzt die Chance zur Vorsorge und geht da hin. Und wenn es zwei Typen wie wir sind, die auch noch aus dem Sport kommen, dann finden die Männer oft den Zugang. Uli: Bei jungen Männern folgt auf die klassischen U-Untersuchungen in der Kindheit nichts mehr. Die Frauen bleiben von der Jugend an beim Frauenarzt dabei. Das ist ja nicht so, dass sie da gerne hingehen, weil es so ein toller Termin ist. Aber man hat bei ihnen die Notwendigkeit regelmäßiger Kontrolluntersuchungen erkannt. Aber einen Männerarzt ab 40 / 45 Jahren wieder ins Leben zu rufen ist halt eine schwierige Aufgabe.
PROSTATAKREBS-FRÜHERKENNUNG
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Es gibt viele Sorgen um die möglichen Nebenwirkungen einer Operation. Können Sie hier Mut machen? Uli: Früh erkannt, kann man diese Krebsart oft noch heilen – ohne dass die ganz großen Einschränkungen in der Lebensqualität stattfinden, wie Impotenz und Inkontinenz. Das leben wir ja jetzt auch vor. Wir können sagen: Wir haben noch Sex, wir tragen keine Windeln. Auch wenn sich ein paar Dinge nach der OP verändert haben. Wir hatten vorher zwei Bullenblasen. Jetzt muss man halt mal schneller zur Toilette gehen. Aber vielleicht ist das vergleichbar mit einer Frau, die zwei Kinder bekommen hat. Die Schließmuskeln und das Becken verändern sich ein Stück weit nach der OP. Wildes Springen beim Feiern, möglicherweise auch bedingt durch Alkoholeinfluss und Müdigkeit, das geht vielleicht nicht mehr. Aber das sind Dinge,
Die Zwillinge Uli und Michael Roth im Gespräch
mit denen kann man zurechtkommen. Mit denen muss man dann auch leben können. Aber das tut man gerne, wenn man den Krebs besiegt hat. Michael: Wenn man die 15.000 Betroffenen sieht, die jährlich sterben, die sterben ganz jämmerlich. Da wird wenig drüber gesprochen, wie so eine Erkrankung endet. Und das ist das, was wir uns erspart haben. Wir leben immer noch. Und hätten wir den Krebs nicht entdeckt, wären wir vielleicht nicht mehr am Leben.
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Blue Ribbon Deutschland ist die bundesweite Kampagne zur Sensibilisierung für Prostatakrebs. Besonders die Öffentlichkeitsarbeit, welche auf die Wichtigkeit der frühen Erkennung der Erkrankung hinweist, steht im Zentrum der Kommunikationskampagne. Sie möchten mehr erfahren? Besuchen Sie unsere Website: www.blueribbon-deutschland.de
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„Prostatakrebs ist mit Abstand der häufigste Tumor, der bei biologischen Männern in Deutschland entdeckt wird“, betont der Ärztliche Leiter der Martini-Klinik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Prof. Dr. Markus Graefen, und erklärt: „Je früher die Erkrankung diagnostiziert wird, desto besser stehen die Heilungschancen.“ Warum ist das so? Prostatakrebs ist im frühen Stadium heilbar und schreitet zu Anfang meist nur langsam voran. Zudem ist auch der operative Eingriff kleiner und die damit verbunden möglichen Komplikationen geringer, je früher der Krebs erkannt wird. Die Statistik zeigt jedoch, dass im Jahr 2021 gerade einmal 22,8 Prozent der biologischen Männer ab 45 Jahren die Chance auf Früherkennung von Prostatakrebs wahrgenommen haben.1 Dabei ist diese gerade beim Prostatakarzinom von großer Bedeutung. Denn das Tückische: Im Gegensatz zu anderen Krankheiten fehlen bei Prostatakrebs typische Symptome in den frühen Stadien oft ganz oder sind so unspezifisch, dass sie leicht übersehen werden. Umso wichtiger ist deshalb die Vorsorge. Unspezifische Hinweise können zum Beispiel vermehrter Harndrang, Schwierigkeiten beim Wasserlassen oder Blut im Urin beziehungsweise in der Samenflüssigkeit sein, wie sie auch bei
gutartigen Erkrankungen der Prostata und Harnwege vorkommen.2 Schnelle, unkomplizierte Gewissheit Prostatakrebs muss nicht unentdeckt bleiben, denn heutzutage gibt es wirksame Maßnahmen zur Früherkennung. Einmal im Jahr sollten biologische Männer ab 45 Jahren die Prostatakrebsvorsorge im Rahmen eines gesetzlichen Früherkennungsprogramms in Anspruch nehmen. Die Kosten für die sogenannte digital-rektale Untersuchung (DRU) werden dabei von
Kassenleistung ist und selbst bezahlt werden muss, wenn kein auffälliger Tastbefund vorliegt, kann auch das Prostata-spezifische Antigen (PSA) anhand einer Blutprobe ermittelt werden.3 Hierbei handelt es sich um ein Eiweiß, welches in der Prostata zur Verflüssigung des Spermas gebildet wird. Da die Prostata gut durchblutet wird, treten geringe Mengen des PSA auch ins Blut über und können hier nachgewiesen werden. Wird ein erhöhter Wert festgestellt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tumor vorliegt. Denn Krebszellen in
solchen Untersuchung die Augen verschließen. „Einige Menschen möchten sich am liebsten gar nicht mit Prostatakrebs auseinandersetzen. Sie wissen zum Teil noch nicht einmal, wo die Prostata im Körper liegt. Diese Personen wollen erst recht nichts von Vorsorge wissen“, bestätigt Volker Wittkamp, Facharzt für Urologie und Medfluencer. Genau dieses Ausblenden zu verhindern und biologischen Männern die Chance auf eine frühzeitige Diagnose zu geben haben sich die beiden Unternehmen auf die Fahnen geschrieben. Dass der Vorsorgetermin oft keine große Sache ist, wissen auch die beiden ehemaligen Handballnational-Spieler und Betroffenen Uli und Michael Roth: „Der Besuch beim Urologen oder der Urologin ist weniger schlimm als beim Zahnarzt!“ Mehr zur „Nichts verpassen“-Kampagne sowie Informationen und Servicematerialien zur Prostatakrebsvorsorge finden Sie auf der Kampagnen-Website.
Teilnehmende des Events (v. l. n. r.): Prof. Dr. Markus Graefen, Volker Wittkamp (digital), Uli Roth, Michael Roth und Gaby Papenburg
der Krankenkasse übernommen. Bei der DRU ertastet der Arzt oder die Ärztin mit einem Finger, ob es oberflächliche Veränderungen in der Prostataregion gibt.3 „Viele Menschen haben die Sorge, dass die Vorsorge viel Zeit in Anspruch nimmt und unangenehm oder schmerzhaft ist. Dabei dauert sie in der Regel nicht länger als 15 Minuten, und die Diagnostik-Verfahren sind heutzutage unproblematisch“, erläutert Graefen. Als zusätzliche beziehungsweise alternative Früherkennungsmethode, die bisher (noch) keine
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Wer hat Anspruch auf Prostatakrebsvorsorge? Prostatakrebs ist nicht bei allen biologischen Männern gleich häufig. Dennoch sollte die Früherkennung ab einem gewissen Alter für alle zur Gewohnheit werden. Im Allgemeinen wird empfohlen, ab dem 45. Geburtstag regelmäßig zur Früherkennungsuntersuchung auf Prostatakrebs zu gehen. Biologische Männer mit einer familiären Vorbelastung durch bestimmte Krebsarten (insbesondere Prostatakrebs) sollten die Vorsorge sogar schon ab dem 40. Lebensjahr wahrnehmen. Wichtig ist dabei eine offene Kommunikation mit dem untersuchenden Arzt oder der untersuchenden Ärztin, um individuelle Risikofaktoren zu berücksichtigen.
der Prostata führen dazu, dass das Eiweiß vermehrt gebildet wird. Um den Verdacht zu bestätigen, müssen anschließend weitere Untersuchungen durchgeführt werden.3 Ob der PSA-Test für Sie infrage kommt, sollten Sie mit Ihrem behandelnden Arzt oder Ihrer behandelnden Ärztin besprechen. „Nichts verpassen“ dank Prostatakrebsvorsorge Mit dem Ziel, Menschen mit Prostata zu ermutigen, den jährlichen Vorsorgetermin in einer urologischen Praxis wahrzunehmen, haben die AstraZeneca GmbH und die MSD Sharp & Dohme GmbH die „Nichts verpassen“-Kampagne ins Leben gerufen. Durch die Sprache des Fußballs, ein für biologische Männer oftmals wichtiges Thema, regt die Aufklärungskampagne dazu an, das offene Gespräch mit der behandelnden Person zu suchen und die oft vernachlässigte Früherkennung von Prostatakrebs in den Fokus zu rücken. Denn heutzutage gibt es leider noch immer zu viele biologische Männer, die vor den Chancen einer
Stark machen für mehr Aufklärung Awareness für die Prostatakrebsvorsorge schaffen – dies war Ziel des hybriden Live-Events der AstraZeneca GmbH und MSD Sharp & Dohme GmbH „Bleib am Ball – damit Du auch in der zweiten Lebenshälfte mitspielen kannst!“ mit Prof. Dr. Markus Graefen, Volker Wittkamp, der digital zugeschaltet war, sowie Uli und Michael Roth. Moderiert wurde das Gespräch von Gaby Papenburg. Sie möchten sich die Aufzeichnung dieses interessanten Gesprächs anschauen? Scannen Sie dafür einfach den QR-Code, und informieren Sie sich umfassend zu diesem Thema! www.prostatenevermiss.com/de/ homepage.html
1 Grobe TG & Szecseny J., BARMER Arztreport 2023. https://www.barmer.de/re-source/blob/1156100/ e5c8425259ad58e177b7d5bbf6c8eef8/barmerarztreport-2023-data.pdf [zuletzt abgerufen: 08.08.2023]. 2 Deutsche Krebsgesellschaft Onko Internetportal. Früherkennung von Prostatakrebs. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/ basis-informationen-krebs/krebsarten/prostatakrebs/ symptome.html [zuletzt abgerufen: 14.08.2023]. 3 Deutsche Krebsgesellschaft Onko Internetportal. Früherkennung von Prostatakrebs. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/ basis-informationen-krebs/krebsarten/prostatakrebs/ frueherkennung.html [zuletzt abgerufen: 14.08.2023].
DE-62101/2023 Im Auftrag der AstraZeneca GmbH und der MSD Sharp & Dohme GmbH.
Werbebeitrag – Therapieporträt
Gesundheit ist unser höchstes Gut. Dennoch scheint bei vielen Männern die Zurückhaltung bezüglich Vorsorgeuntersuchungen tiefer verwurzelt zu sein als bei Frauen. Dabei kann beispielsweise die Früherkennung von Krebserkrankungen wie Prostatakrebs unter Umständen lebensrettend sein. Biologischen Männern ab 45 Jahren wird daher empfohlen, einmal im Jahr die Prostatakrebsvorsorge wahrzunehmen.
Weitere Informationen unter www.gesunder-mann-info.de
Prostatakrebs: Früherkennung kann Leben retten
Männergesundheit
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Gesundheitsmuffel Mann VORSORGE | VON TOBIAS LEMSER
Dass sich Männer zu wenig um ihre Gesundheitsvorsorge kümmern, ist bekannt. Dabei ließen sich durch regelmäßige Check-ups viele schwere Krankheiten vermeiden – ob Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Welche Früherkennungsprogramme gibt es, und warum ist ein Screening der Bauchaorta ab 65 so ratsam?
DIE WICHTIGSTEN VO R S O R G E U N T E R S U C H U N G E N
Bis 35 Jahre „Check-up 35“ in der Hausarztpraxis Frühzeitiges Erkennen von Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes und Nierenerkrankungen. Ab 35 Jahren Hautkrebs-Screening Alle zwei Jahre Ganzkörperuntersuchung, um Hautverfärbungen wie Leberflecken auf ihre Gut- oder Bösartigkeit zu untersuchen.
Fußballer Joshua Kimmich hat es im November bereits getan, genauso wie US-Schauspieler Brad Pitt und der kanadische Premierminister Justin Trudeau: Was sie eint? Für die Aktion „Movember“, eine Wortkreuzung aus „mous tache“ (englisch für Schnurrbart) und November, ließen sie sich einen Oberlippenbart wachsen. Ziel der aus Australien stammenden Aktion: auf eine bessere Männergesundheit aufmerksam zu machen. Im Fokus unter anderem psychische Erkrankungen, wie Depressionen, sowie Prostataund Hodenkrebs. An Frauen ein Beispiel nehmen Denn fest steht: Laut der führenden Wohltätigkeitsorganisation Movember sterben Männer weltweit durchschnittlich 4,5 Jahre früher als Frauen – zumeist aus Gründen, die weitestgehend hätten vermieden werden können. Oft gehen sie erst in eine Arztpraxis, wenn die Beschwerden bereits da sind – obwohl die Behandlungsmöglichkeiten frühzeitiger oft viel besser wären. Kümmern sich die meisten Frauen aktiv um ihre gesundheitliche Vorsorge, ist
der Nachholbedarf bei Männern groß – was Daten der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bestätigen. Demnach nehmen laut jüngster Erhebung nur 40 Prozent der Männer ab ihrem 35. Lebensjahr regelmäßig an Untersuchungen rund um die Krebsfrüherkennung teil. Bei den Frauen ab 20 waren es hingegen 67 Prozent. Auch wenn Männer gerade im Alter ihre eigene Gesundheitsvorsorge verstärkt angehen, bleibt die Geschlechterschere vorhanden: Unter den 60- bis 69-Jährigen nehmen 59 Prozent der Männer und 76 Prozent der Frauen Präventionsmaßnahmen ernst. Vorsorgen statt reparieren Ob gegen Darm-, Haut- oder Prostatakrebs: Bundesweit gibt es für Männer gesetzliche Vorsorgeangebote für die Bestimmung dieser drei Krebsarten. Los geht es ab dem 35. Lebensjahr mit dem Hautkrebs-Screening. Bei dieser Krebsfrüherkennung, deren Kosten – wie auch jene der anderen Untersuchungen – die Krankenkasse übernimmt, wird der gesamte Körper dermatologisch mittels sogenanntem Auflichtmikroskop nach auffälligen Hautveränderungen wie Leberflecken auf ihre Gut- oder Bösartigkeit untersucht. Das Gute: Werden bösartige Befunde in einem frühen Stadium festgestellt, lässt sich der Hautkrebs in der Regel schonender und
Ab 45 Jahren Prostata-Check-up Abtasten der Prostata zur Krebsfrüherkennung. Check-up auf Entzündungen, Vergrößerungen oder gar Krebs.
Schon den nächsten Termin für die Vorsorgeuntersuchung gemacht?
Ab 50 Jahren Darmkrebs-Früherkennung Jährlicher Stuhltest sowie alle fünf Jahre eine Darmspiegelung.
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Über 65 Jahre Bauchschlagader-Screening Ziel ist es, das Risiko eines Risses der Aorta im Bauchraum zu verringern. Quelle: www.muenchener-verein.de/ratgeber/gesundheit/ vorsorge-bei-maennern/; Zugriff: 07.11.2023
Advertorial
PSA-Wert testen – ohne zum Arzt zu müssen? Wussten Sie, dass Sie Ihren PSAWert von zu Hause aus testen können? So sparen Sie sich die Zeit für einen Arztbesuch und erhalten trotzdem ein fundiertes Ergebnis aus dem medizinischen Fachlabor. ÜBER CERASCREEN
Seit 2012 will cerascreen es den Menschen leichter machen, gesund zu leben. Dazu bietet das Unternehmen eine breite Palette von Tests und Nahrungsergänzungsmitteln an. Der Medizinproduktehersteller aus Hamburg und Schwerin ist Marktführer für medizinische Probenahme- und Einsendekits in Europa und hat bereits mehr als 250.000 Proben ausgewertet.
Den PSA-Wert bestimmen lassen, aber diskret und bequem von zu Hause aus? Das geht mit dem PSA-Test von cerascreen. Per Post erhalten Sie ein Testkit, das die Probenentnahme ganz leicht macht: Ein kleiner Piks in den Finger genügt, um wenige Tropfen Blut in einen Auffangbehälter zu geben. Jetzt muss die Probe nur noch in den Briefkasten – und wird anschließend in einem Labor analysiert, mit dem auch Arztpraxen und Kliniken zusammenarbeiten.
zeigt Ihnen die sinnvollen nächsten Schritte hin zu einer möglichen Diagnose auf. Wenn Ihr PSA-Wert auffällig war, können Sie das Testergebnis mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt besprechen wie andere Laborergebnisse auch.
Ihr Fahrplan zur Diagnose
Innerhalb einer Woche erhalten Sie per App oder cerascreen-Website einen persönlichen Ergebnisbericht mit Ihrem PSA-Wert. Der Bericht erklärt, was Ihr Ergebnis bedeuten kann, und
www.cerascreen.de/psa
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besser behandeln, was wiederum für Betroffene die Heilungschancen erhöhen kann.
Reißt ein Aneurysma ein, überleben dies nur 20 Prozent der Patientinnen und Patienten. die dritthäufigste Krebserkrankung ist, haben Männer zusätzlich die Möglichkeit, ab dem Alter von 50 Jahren regelmäßig eine Untersuchung zur Darmkrebs-Früherkennung durchführen zu lassen. Dieser besteht im Alter von 50 bis 54 Jahren aus einem jährlichen Stuhltest sowie ab 50 alle fünf Jahre aus einer Darmspiegelung. Klar ist: Seit im Jahr 2002 beschlossen wurde, dass die Koloskopie zur Prävention von Darmkrebs von den Krankenkassen bezahlt wird, sind die Neuerkrankungen tatsächlich rückläufig – auch weil man relativ viel Zeit hat, die Vorstufen oder gar eine Tumorerkrankung mittels Darmspiegelung früh zu erkennen beziehungsweise eine fortgeschrittene Erkrankung zu verhindern. Vorsorge für ein gesundes Herz Aber auch Diabetes und Nierenleiden, genauso wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen lassen sich durch regelmäßige Check-up-Untersuchungen beim Hausarzt oder der Fachärztin für Innere Medizin rechtzeitig erkennen. Hierfür steht der sogenannte „Check-up 35“ zur Verfügung. Nach der Anamnese, bei der zunächst die medizinische Vorgeschichte erfragt wird, steht
PSA ist die Abkürzung für „prostataspezifisches Antigen”. Dabei handelt es sich um ein Eiweiß, das nur die Drüsenzellen der Prostata herstellen. Auch Prostatakrebszellen schütten PSA aus, und zwar in viel größeren Mengen als gesunde Prostatazellen. Der PSA-Test dient daher der Früherkennung von Tumoren in der Prostata. Je höher der PSA-Wert ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung. Bei gesunden Männern liegt der PSA-Normalwert zwischen null und höchstens vier ng/ml. Für den PSA-Test entnehmen Fachkräfte in der Arztpraxis eine Blutprobe und schicken sie in ein Labor. Nach einigen Tagen liegt das Ergebnis vor. Der PSA-Test gehört zu den Individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) – und muss daher vom Patienten selbst bezahlt werden (Kosten inklusive Beratung: circa 50 Euro). Ein erhöhter PSA-Wert kann auch folgende Ursachen haben: Prostataentzündung, gutartige Prostatavergrößerung, Einnahme bestimmter Medikamente, Harnwegsentzündung, Druck auf die Prostata oder Sex und Ejakulation. Nur bei etwa einem von vier Männern mit auffälligem Testergebnis findet sich tatsächlich Krebs. Ein unauffälliges Testergebnis bedeutet nicht, dass mit Sicherheit kein Prostatakrebs vorliegt. Manchmal liegt der PSA-Wert trotzdem im normalen Bereich. Fachleute sprechen sich weder für noch gegen die Früherkennung mittels PSA-Test aus. Es gibt Hinweise, dass er Todesfälle durch Prostatakrebs verhindert. Gleichzeitig besteht das höhere Risiko einer Überbehandlung. Die Entscheidung für oder gegen den PSA-Test ist eine individuelle und basiert auf einem ausführlichen ärztlichen Beratungsgespräch.
Weitere Informationen unter www.gesunder-mann-info.de
Prostata- und Darmkrebs Zur Früherkennung von Prostatakrebs kann in Deutschland jeder krankenversicherte Mann ab 45 Jahren jährlich eine Tastuntersuchung der Prostata durch den Enddarm in Anspruch nehmen. Kein Bestandteil der gesetzlichen Früherkennung ist dagegen der PSA-Test: Dieser misst im Blut den Wert desprostataspezifischen Antigens (PSA). Da Darmkrebs, also Krebs im Dick- und Enddarm, in Deutschland bei Männern
AU F E I N E N B L I C K : P S A- W E R T U N D P S A-T E S T
Quellen: Prostata Hilfe Deutschland: www.prostata-hilfe-deutschland.de; Kassenärztliche Bundesvereinigung: www.kbv.de/html/3632.php; letzter Zugriff: 10.11.2023
eine vollständige körperliche Untersuchung von Herz, Lunge, Kopf, Hals, Bauch und Wirbelsäule im Vordergrund. Zudem wird der Blutdruck gemessen. Zusammen mit dem Cholesterinwert, welcher unter anderem über eine Blutprobe ermittelt wird, kann der Blutdruck auf Risiken für Arteriosklerose oder für einen Herzinfarkt hinweisen. Auch wird inzwischen ein einmaliges Screening auf Hepatitis B und C angeboten. Diese Untersuchung ermöglicht es, bis dato unerkannte Virusinfektionen frühzeitig zu behandeln, um schwere Spätfolgen zu vermeiden. Lebensrettende Aorta-Untersuchung Was nicht jeder weiß: Seit dem Jahr 2018 haben Männer über 65 Jahre ebenso einen Anspruch auf eine Ultraschalluntersuchung zur
Früherkennung von Aneurysmen der Bauchschlagader (Aorta). Bei Männern in dieser Altersstufe findet sich sechsmal häufiger ein Aneurysma der Bauchaorta als bei Frauen. Ziel dieser Untersuchung ist es festzustellen, ob durch etwaige Aussackungen das Risiko einer Ruptur besteht. Reißt ein solches Aneurysma ein, überleben nur 20 Prozent der Betroffenen den massiven Blutverlust. Wie nötig der Schritt zu einem Screeninganspruch für Männer ab 65 Jahren als Hauptrisikogruppe war, untermauern Zahlen aus Schweden. Hier wurde bereits im Jahr 2006 mit einem solchen Programm begonnen. Inzwischen konnte dort die Anzahl der tödlichen Verläufe bei Männern mit einem Aneurysma der Aorta im Alter über 65 Jahren durch Einnähen eines Ersatzgefäßes fast halbiert werden.
Etwa jeder fünfte Mann ab 45 Jahren hat sich noch nie mit dem Thema Prostatakrebsvorsorge befasst.1 Das zeigt eine repräsentative Umfrage, die Astellas Pharma zusammen mit dem Marktforschungsinstitut YouGov unter mehr als 1.000 Männern in Deutschland ab 45 Jahren durchgeführt hat.1 Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern 2 , jedoch sind sich viele dieses Risikos nicht bewusst. Wie die Umfrage zeigt, haben zwar 66 Prozent der Befragten bereits eine oder mehrere Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen, jedoch haben sich zeitgleich 20 Prozent überhaupt noch nicht mit dem Thema beschäftigt.1
Vorsorge? Nein, danke! Der am häufigsten genannte Grund, warum man(n) nicht zur Prostatakrebsvorsorge geht, ist: „Mir tut nichts weh, also fehlt mir auch nix.“ Dieser Aussage haben 41 Prozent der Männer zugestimmt. Weitere Gründe waren unter anderem der Respekt oder gar die Angst vor der
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Untersuchung an sich und dass sich Männer nicht mit einer möglichen Diagnose beschäftigen wollen, sollte das Ergebnis nicht wie gewünscht ausfallen.1 Diese Zahlen zeigen: Es braucht mehr Aufklärung darüber, warum die Wahrnehmung von Vorsorgeterminen wichtig ist, und ebenso mehr Aufklärung über Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten. Vorsorge? Ja, bitte! Das Gesundheitsbewusstsein wird in der Gesellschaft immer größer. Auch die Umfrage zeigt, dass die Männer, die ihre Vorsorgetermine wahrnehmen, dies vor allem tun, weil ihnen ihre Gesundheit wichtig ist (68 Prozent), sie frühzeitig eine Krebserkrankung erkennen wollen
(38 Prozent) und auch, dass sie Verantwortung für sich und ihre Familie zeigen möchten (30 Prozent).1 Diesen Ansporn sollte sich jeder zu Herzen nehmen, denn Prostatakrebs geht uns alle an. www.meine-prostata.de Quellen: 1
stellas Pharma – Umfrage zum Thema A Prostatakrebsvorsorge 10/2022
2
CIS European Cancer Information E System: Estimates of cancer incidences and mortality in 2020, for all cancer site. Letzter Zugriff: Oktober 2023
MAT-DE-NON-2023-00307
Werbebeitrag – Aufklärungsporträt
Gehen die Männer oder gehen sie nicht?
Penis als Frühwarnsystem?
Männergesundheit
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EREKTILE DYSFUNKTION | VON NADINE EFFERT
Die Erektion ist eng mit dem Selbstwertgefühl des Mannes verknüpft. Daher meiden viele Männer mit Erektionsstörungen den Gang in eine Arztpraxis. Dabei kann eine erektile Dysfunktion ein Hinweis sein auf ein erhöhtes kardiovaskuläres Risiko.
Millionen Betroffene Wenn es allerdings über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten nicht möglich ist, eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion des Penis zu erreichen und aufrechtzuerhalten, spricht der Mediziner
Etwa jeder fünfte Mann ist betroffen. von einer erektilen Dysfunktion, kurz ED. Etwa jeder fünfte Mann ist davon betroffen, wobei die Häufigkeit mit dem Alter zunimmt. Die Ursachen für dieses Krankheitsbild sind sehr vielfältig. Fachleute gehen davon aus, dass etwa die Hälfte der Erektionsstörungen eine rein organische Ursache hat – am häufigsten in Form einer Begleiterscheinung von beispielsweise Diabetes
iStock / stefanamer
Die sexuelle Erregung ist da, doch unter der Gürtellinie tut sich nichts? Eine für Männer äußerst unangenehme Situation. Dass eine Erektion ausbleibt, kann jedem mal passieren. Schließlich ist das Zustandekommen einer Erektion ein komplexes Zusammenspiel von Nervenund Gefäßsystem, das zudem von den männlichen Geschlechtshormonen beeinflusst wird. Potenzprobleme setzen viele Männer schnell unter Druck.
mellitus, Bluthochdruck oder urogenitalen Fehlbildungen. Auch psychische Ursachen können eine Erektionsstörung begünstigen. Erektionsstörung erstnehmen Was viel nicht wissen: Eine ED kann Hinweise auf eine noch unentdeckte Gefäßerkrankung (Arteriosklerose) geben – mit möglichen negativen Auswirkungen auf die Herzgesundheit. Stichwort: Herzinfarkt und Schlaganfall. Im Rahmen der Kohortenstudie „Multi-Ethnic Study of Atherosclerosis“ (MESA) an der Johns Hopkins University in Baltimore wurde bei Patienten mit Potenzproblemen ein doppelt so hohes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse festgestellt wie bei beschwerdefreien Männern.
Demnach könne eine ED als ein Alarmzeichen für eine mögliche Arteriosklerose gewertet werden, schreiben die Autoren im Fachblatt „Circulation“. Die Forschenden fordern daher, dass Erektionsstörungen vermehrt als Risikofaktor zur Abschätzung des kardiovaskulären Risikos berücksichtigt werden – und auch Männer sich darüber im Klaren sein und bei Potenzproblemen eine ärztliche Praxis aufsuchen sollten. Die gute Nachricht: Das Spektrum der Behandlungsmöglichkeiten von Erektionsstörungen hat sich dank intensiven Forschungen deutlich erweitert. Welches Verfahren – psychologisch, medikamentös, apparativ oder operativ – das richtige ist, ist immer eine individuelle Entscheidung.
Langfristig mehr Potenz dank der Heilkräfte der Natur Werbebeitrag – Produktporträt
ÜBERBLICK
Die Ursachen und Auslöser von Erektionsstörungen, der erektilen Dysfunktion, sind vielfältig. Viele Betroffene wünschen sich daher eine nebenwirkungsarme Therapiemöglichkeit, welche das komplexe Beschwerdebild der erektilen Dysfunktion ganzheitlich und langfristig lindert. EMASEX® bietet eine nachhaltige Therapie als Arzneimittel und zusätzlich als neues Nahrungsergänzungsmittel: Das Arzneimittel
Langfristig das sexuelle Lustempfinden stimulieren
EMASEX®-A vitex mit dem pflanzlichen Wirkstoff Vitex agnus-castus kann den männlichen Hormonspiegel gemäß dem homöopathischen Arzneimittelbild schonend zurück ins Gleichgewicht bringen und bewirkt dadurch eine Erhöhung des Testosteron-Spiegels. Der natürliche Wirkstoff soll so langfristig das sexuelle Lustempfinden stimulieren. Das Nahrungsergänzungsmittel EMASEX® L-Arginin aktiv enthält eine hochwertige Nährstoffkombination mit der Aminosäure L-Arginin aktiv, welche unter anderem zur Verbesserung der Durchblutung beiträgt, dazu Folsäure und die Vitamine B6 und B12, welche die Normalisierung des Homocystein-Spiegels unterstützen. Wie wirkt EMASEX®-A vitex? Der in EMASEX®-A vitex in der homöopathischen Verdünnung D2
eingesetzte Mönchspfeffer kann den männlichen Hormonspiegel ausgleichen und bestimmte Botenstoffe im Gehirn ansprechen. So kann die Einnahme von EMASEX®-A vitex dazu führen, dass der Prolaktin-Spiegel gesenkt wird. Dabei handelt es sich um ein Hormon, das bei Männern mitverantwortlich für die Beschwerden der erektilen Dysfunktion ist.
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Risikowarnung aus dem Blut
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CHOLESTERIN | VON NADINE EFFERT
Erhöhte Cholesterinwerte werden von Betroffenen oft längere Zeit nicht bemerkt. Dabei kann ein Zuviel dieses Blutfetts schwere gesundheitliche Folgen haben. Der Vorsorge kommt daher eine besondere Bedeutung zu. Es ist ein unentbehrlicher Rohstoff für den menschlichen Körper: Cholesterin, das sowohl mit der Nahrung aufgenommen als auch von der Leber produziert wird. Dauerhaft zu viel Cholesterin, genauer gesagt LDL-Cholesterin, allerdings an der falschen Stelle führt zu ernsthaften Gesundheitsschäden durch Gefäßverkalkungen, die Arteriosklerose, und damit zu einem erhöhten Risiko für Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall. 270.000 Menschen pro Jahr erleiden in Deutschland einen Schlaganfall. Dabei wären etwa 70 Prozent der Fälle vermeidbar – durch einen gesunden Lebensstil und die Beachtung von Risikofaktoren. Viele Aufklärungskampagnen drehen sich um Bluthochdruck, seltener geht es um das Cholesterin. „Dabei wäre hier Aufklärung genauso wichtig“, erklärt Nadine Hunting, Präventionsexpertin der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Einflussfaktor Lebensstill Es gibt verschiedene Ursachen für erhöhte Cholesterinwerte. Neben erblichen Faktoren hat die Lebensweise einen entscheidenden Einfluss. Bewegungsmangel, Übergewicht, Tabakkonsum, zu viel Alkohol und vor allem eine fettreiche Ernährung mit gesättigten Fettsäuren sind typische Risikofaktoren für die sogenannte Hypercholesterinämie. Gesättigte Fettsäuren stecken vor allem in tierischen Lebensmitteln
wie Fleisch, Wurst, Milchprodukten und fettreichen Süßigkeiten. Auch Krankheiten wie Diabetes oder eine Schilddrüsenunterfunktion können den Cholesterinspiegel erhöhen. In seltenen Fällen löst ein spezifischer Defekt im Erbgut erhöhte Blutfettwerte aus, dann oft schon im Kindesalter. Man spricht hier von einer familiären Hypercholesterinämie. Hohes Cholesterin tut nicht weh Schätzungen zufolge hat rund ein Drittel der Bevölkerung einen deutlich erhöhten Cholesterinspiegel – und das oft, ohne es zu wissen. Denn erhöhte Cholesterinwerte lösen keine Symptome aus und können ebenso Men-
Ein erhöhter Cholesterinspiegel verursacht nicht sofort Beschwerden. schen betreffen, die auf sportliche Aktivitäten sowie eine gesunde Ernährung achten. Beschwerden treten in der Regel erst durch die Folgeschäden der Arteriosklerose auf. „Umso wichtiger ist es, Risikoträger zu identifizieren“, erklärt Hunting. Stichwort: regelmäßige Vorsorgeuntersuchung – insbesondere dann, wenn bereits Schlaganfälle oder Herzinfarkte in der Familie vorkamen. Liegen keine besonderen Risikofaktoren für Herz-KreislaufErkrankungen vor, empfiehlt sich der Cholesterin-Check für Männer ab 35 Jahren.
C H O L E S T E R I N : D R E I F R AG E N
Was ist Cholesterin? Der Naturstoff Cholesterin ist ein Fett (Lipid), das zu 80 Prozent von unserem Körper selbst gebildet wird. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Membranen, der äußeren Umhüllung von Zellen, und unverzichtbar für viele Stoffwechselprozesse, beispielsweise für die Bildung von Hormonen. Welche Cholesterinwerte gibt es? Bei dem im Blut gemessenen Cholesterin (Gesamtcholesterin) werden vor allem Low-Density-Lipoproteine (LDL) und High-Density-Lipoproteine (HDL) unterschieden. Den LDL kommt bei Gefäßerkrankungen die zentrale Bedeutung zu. Wie hoch darf der LDL-Wert sein? Das hängt vom sogenannten HerzKreislauf-Gesamtrisiko (CV-Risiko) ab. Laut der aktuellen Leitlinie für Fettstoffwechselstörungen der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) gilt für Personen ohne weitere Herz-Kreislauf-Risikofaktoren ein LDLCholesterin unter 116 mg/dl als Zielwert. Quellen: https://herzstiftung.de/ihre-herzgesundheit/gesund-bleiben/cholesterin/was-ist-cholesterin, https://www.stiftung-gesundheitswissen.de/ wissen/erhoehte-cholesterinwerte/hintergrund, letzter Zugriff: 09.11.2023
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02.11.23 16:48
Minimieren statt Abstinenz
Männergesundheit
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Ein Rauchstopp schützt am besten vor den möglichen gesundheitlichen Folgen.
Rauchen ist immer noch beliebt bei den Deutschen – trotz aller Warnungen bezüglich der schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit. Das Aufhören entpuppt sich für viele Rauchende als Mission Impossible. Sind E-Zigaretten eine Alternative? Die Deutschen greifen wieder häufiger zum Glimmstängel: laut den Zahlen der Deutschen Befragung zum Rauchverhalten (DEBRA) in allen Altersgruppen. Besonders stark fällt dabei der Anstieg bei den 14- bis 17-jährigen Jugendlichen SCHON GEWUS ST ?
„Unter Harm Reduction versteht man Maßnahmen, Programme und Praktiken, die in erster Linie darauf abzielen, die negativen gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Konsequenzen des Gebrauches von legalen und illegalen Drogen zu reduzieren, ohne dabei zwangsläufig das Ziel einer Reduzierung des Drogenkonsums zu verfolgen.“ International Harm Reduction Association
aus. Hier hat sich der Anteil von 2021 auf 2022 fast verdoppelt. Männer rauchen häufiger: Je nach Bundesland liegt ihr Anteil zwischen 24 bis 34 Prozent. Außerdem konsumieren sie meist auch mehr Zigaretten pro Tag und nehmen damit mehr Schadstoffe auf. Fakt ist auch, dass jedes Jahr in Deutschland jährlich über 127.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Stichwörter Herz-Kreislauf-Krankheiten, Lungenkrebs und COPD. Dass Rauchen auch das Risiko von Impotenz und Erektionsproblemen erhöht, ist den meisten Männern nicht bewusst. E-Zigarette als Alternative Ein alternativer Ansatz zum Aufhören ist die sogenannte Harm Reduction. Die Strategie wird nicht nur bei illegalen Drogen, zum Beispiel durch Spritzentausch, sondern heute auch bei verschreibungspflichtigen Medikamenten, Alkohol, Arzneimitteln und Tabak angewendet. Im Fall des Rauchens zählen dazu E-Zigaretten, die aufgrund des reduzierten Schadstoffgehalts als weniger problematisch gelten. Die DEBRAErhebung zeigt, dass auch der Anteil derer, die E-Zigaretten konsumieren, binnen eines Jahres
iStock / Julia Manga
HARM REDUCTION | VON MARK KRÜGER
in allen Altersgruppen gestiegen ist. Mehr als vier Prozent „Dampfer“ sind es in keiner Altersgruppe. „Rauchern, denen der Rauchstopp mit anderen Hilfsmitteln nicht gelungen ist und die E-Zigaretten ausprobieren möchten, sollte erklärt werden, dass E-Zigaretten zwar im Vergleich zu Tabakzigaretten weniger schädlich sind, die langfristigen Gesundheitsauswirkungen aber nicht bekannt sind“, schreibt die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) in einem Positionspapier. Der beste Weg, tabakrauchbedingten Erkrankungen vorzubeugen, sei der vollständige Rauchstopp.
© Evelyn Fey/action medeor
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Eine Spende ist das schönste Geschenk! Aktion Deutschland Hilft leistet Nothilfe nach schweren Katastrophen und hilft Familien, sich besser zu schützen. Erdbebensicheres Bauen rettet Leben. Getreidespeicher wappnen gegen Hunger. Und Hygieneprojekte bekämpfen Krankheiten und Seuchen. Das verhindert Leid, noch bevor es geschieht. Helfen Sie jetzt – mit Ihrer Spende zu Weihnachten! Spendenkonto: DE62 3702 0500 0000 1020 30 Jetzt Förderer werden: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de
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Werbebeitrag – Interview
Dr. James Murphy, Director of Research & Science bei BAT, erklärt, warum er davon überzeugt ist, dass Risikoreduzierung für Rauchende großes Potenzial hat, um die derzeit prognostizierten Raucherquoten weltweit deutlich zu senken. Was bedeutet Risikoreduzierung für Rauchende? Risikoreduzierung für Rauchende ist eine weithin anerkannte Strategie im Bereich der öffentlichen Gesundheit mit dem Ziel, die absehbaren schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen des Rauchens zu verringern. Alternativen zum Rauchen bieten einen positiven Nutzen für die öffentliche Gesundheit, da sie das Risiko für Rauchende reduzieren. Fakt ist, dass in Ländern, in denen überzeugende Alternativen zum Rauchen zur Verfügung stehen, die Anzahl der erwachsenen Raucherinnen und Raucher stark zurückgegangen ist. Warum ist Risikoreduzierung für Rauchende so wichtig? Rauchende werden so zum Aufhören ermutigt, und diejenigen, die sonst weiterrauchen würden, werden unterstützt, auf alternative, risikoärmere* Produkte umzusteigen. Diese Produkte enthalten weiterhin Nikotin, kommen aber ohne das schädliche Verbrennen von Tabak aus. Denn durch den Verbrennungsprozess entstehen Tausende von Schadstoffen, die mit den durch Rauchen verursachten Krankheiten in Verbindung gebracht werden. In Anbetracht der Tatsache, dass mehr als eine Milliarde Menschen trotz der schwerwiegenden Gesundheitsrisiken weiterhin Zigaretten rauchen, kann das vielfältige Angebot von Alternativen wie E-Zigaretten, Tabakerhitzern oder Nikotin-Pouches zusammen mit der Bereitstellung von eindeutigen Informationen zu ihrem Gebrauch
bereits ausreichen, viele dieser Rauchenden zum Umstieg zu bewegen. Was ist das größte Hindernis für die Risikoreduzierung für Rauchende? Eine der größten Schwierigkeiten liegt darin, Rauchenden zu vermitteln, dass Produkte wie E-Zigaretten und Tabakerhitzer risikoärmer* sind als Rauchen. Viele
werden von uns an unabhängige Wissenschaftler, die Experten auf diesem Gebiet sind, übermittelt und im Rahmen eines sogenannten Peer-Review-Verfahrens geprüft. Anschließend werden die Ergebnisse in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht, damit die übrige Wissenschaftswelt auf sie zugreifen, sie verstehen und sich auf sie beziehen kann.
Rauchende ermutigt werden können, vom Rauchen aufs Dampfen umzusteigen.“ 1 Welche Rolle spielen Aromen? Die Forschung hat gezeigt, dass Aromen nicht nur eine wichtige Rolle dabei spielen, erwachsene Raucherinnen und Raucher zum Umstieg auf alternative Produkte zu bewegen, sondern vor allem
„Fakt ist, dass in Ländern, in denen überzeugende Alternativen zum Rauchen zur Verfügung stehen, die Anzahl der erwachsenen Raucherinnen und Raucher stark zurückgegangen ist.“ Dr. James Murphy, Director of Research & Science BAT
Untersuchungen zeigen jedoch, dass fälschlicherweise geglaubt wird, die alternativen Produkte seien genauso schädlich wie Zigaretten. Wir brauchen daher ein gesteigertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft, was Nikotin ist und was nicht. Nikotin an sich ist nicht karzinogen, das heißt, es verursacht keinen Krebs. Um es klar zu sagen: Nikotin macht abhängig und ist nicht risikofrei, aber es wird seit Jahrzehnten in zugelassenen Arzneimitteln verwendet, die in den meisten großen Ländern rezeptfrei erhältlich sind. Nach unserer Überzeugung bieten alternative Nikotinprodukte erwachsenen Konsumentinnen und Konsumenten, die sonst weiterrauchen würden, eine risikoärmere* Alternative zum Rauchen. Welche Rolle spielt Ihre Wissenschaft hier? Eine sehr wichtige. Wir haben mehr als 150 von Experten begutachtete wissenschaftliche Studien zu unseren nicht brennbaren alternativen Tabakund Nikotinprodukten veröffentlicht. Alle Forschungsergebnisse
Und was sagen Experten außerhalb von BAT? Unsere Ergebnisse stimmen mit denen unabhängiger Organisationen überein. So hat beispielsweise Public Health England erklärt, dass „das Dampfen nur einen Bruchteil der Risiken des Rauchens birgt und ein vollständiger Umstieg vom Rauchen auf Dampfen erhebliche gesundheitliche Vorteile gegenüber dem fortgesetzten Rauchen mit sich bringt. Nach derzeitigem Wissensstand bringt die Aussage, dass Dampfen mindestens 95 Prozent weniger schädlich ist als Rauchen, den großen Unterschied im relativen Risiko nach wie vor sehr gut auf den Punkt, sodass dadurch mehr
auch dabei, dass sie keinen Rückfall zur Zigarette erleiden.2 Gibt es Länder, in denen das Konzept der Risikoreduzierung für Rauchende bereits genutzt wurde? In Ländern, die auf das Konzept der Risikoreduzierung für Rauchende setzen, ist ein beschleunigter Rückgang der Raucherquote zu beobachten, da die Rauchenden auf nicht brennbare Produkte umsteigen. Schweden steht kurz davor, als erstes europäisches Land offiziell rauchfrei zu werden – mit einer Raucherquote von derzeit nur noch 5,6 Prozent. www.bat.de
MEHR INFORMATIONEN
Risikoreduzierung für Rauchende (englisch: Tobacco Harm Reduction) ist ein Ansatz, der darauf abzielt, die absehbaren gesundheitlichen Folgen des Rauchens zu verringern. Dabei werden Rauchende, die sonst einfach weiterrauchen würden, zum vollständigen Umstieg auf alternative Produkte mit geringerem Risiko* ermutigt.
* Auf Basis belastbarer Erkenntnisse und der Annahme, dass das Zigarettenrauchen vollständig aufgegeben wurde. Diese Produkte machen abhängig und sind nicht risikofrei. ¹ McNeill A, Brose LS, Calder R, Bauld L & Robson D, Evidence review of e-cigarettes and heated tobacco products 2018. A report commissioned by Public Health England. London: Public Health England, 2018. ² In ihrer Antwort auf die Aufforderung der britischen Regierung, Beweise für das Dampfen von Jugendlichen zu sammeln, schreiben die Autoren: „Eine generelle Einschränkung der für Erwachsene zugänglichen Aromen wird nicht empfohlen. Die Verwendung von Aromen durch Erwachsene, die mit dem Rauchen aufzuhören versuchen, ist ein wesentlicher Punkt, weshalb das Dampfen als Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung so wirksam ist.“ [RCP London, 7. Juni 2023]
Weitere Informationen unter www.gesunder-mann-info.de
„Fortschritte bei der Risikoreduzierung für Rauchende durch wissenschaftliche Erkenntnisse“
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Männergesundheit
KOMMENTAR
Geteilte Verantwortung Das Bild vom Mann als das starke Geschlecht hält sich wacker in der deutschen Gesellschaft. Männer müssen mental stark und beruflich erfolgreich sein und dürfen möglichst keine körperlichen Schwächen vorweisen. Diese Annahme ist eine mehr als ungesunde und führt dazu, dass das männliche Geschlecht tendenziell eher Raubbau am eigenen Körper betreibt. Allerdings tragen Männer die Verantwortung für eine ungesündere
Lebensweise nicht alleine. Nicht nur, dass die gesellschaftliche Sicht und der gesellschaftliche Druck auf das männliche Geschlecht sich ändern müssen, auch muss die Männergesundheit weiter verstärkt in den Fokus von Öffentlichkeit und Forschung gerückt werden. Es ist und bleibt ein wichtiges Thema, da es in direktem Zusammenhang mit der Lebenserwartung und Lebensqualität steht. Aufklärung ist daher das A und O!
Nadine Effert Chefredakteurin
IMPRESSUM
Projektmanagerin Myriam Krämer, myriam.kraemer@reflex-media.net Redaktion Nadine Effert, Mark Krüger, Tobias Lemser Layout Silke Schneider, grafik@reflexmedia.net Fotos iStock / Getty Images, Coverbild iStock / P. Dangsungnoen Druck BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH V.i.S.d.P. Redaktionelle Inhalte Nadine Effert, redaktion@reflex-media.net Weitere Informationen Pit Grundmann, pit.grundmann@ reflex-media.net, Reflex Verlag GmbH, Hackescher Markt 2–3, D-10178 Berlin, T +49 (0)30 / 200 8949 0, www.reflex-media.net Diese Publikation des Reflex Verlages erscheint am 27. November 2023 im Handelsblatt. Der Reflex Verlag und die Handelsblatt Media Group & Co. KG sind rechtlich getrennte und redaktionell unabhängige Unternehmen. Inhalte von Werbebeiträgen wie Unternehmens- und Produktporträts, Interviews, Advertorials, Anzeigen sowie Gastbeiträgen und Fokusinterviews geben die Meinung der beteiligten Unternehmen beziehungsweise Personen wieder. Die Redaktion ist für die Richtigkeit der Beiträge nicht verantwortlich. Die rechtliche Haftung liegt bei den jeweiligen Unternehmen.
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AstraZeneca GmbH Friesenweg 26 22763 Hamburg www.astrazeneca.de
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Anstalt für Zellforschung Zollstraße 34 9490 Vaduz, Liechtenstein www.emasex.de
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Janssen-Cilag GmbH Johnson & Johnson-Platz 1 41470 Neuss www.gemeinsam-gegendepression.de
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Amgen GmbH Riesstraße 24 80992 München www.amgen.de
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cerascreen GmbH Güterbahnhofstraße 16 19059 Schwerin www.cerascreen.de
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Astellas Pharma GmbH Ridlerstraße 57 80339 München www.astellas.com/de/
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Aktion Deutschland hilft e. V. 12 Willy-Brandt-Allee 10–12 53113 Bonn www.aktion-deutschland-hilft.de British American Tobacco (Germany) GmbH 13 Alsterufer 4 20354 Hamburg www.bat.de