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Gesundheit 4.0

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GESUNDHEIT 4.0

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Gesundheit 4.0

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Zum Wohle aller Lange ging es eher schleppend voran, nun muss endlich mehr Dynamik in die Digitalisierung des Gesundheitssystems kommen. Denn Fakt ist: Die Digitalisierung des Gesundheitswesens bietet große Chancen, die Versorgung der Patientinnen und Patienten zu verbessern und die Arbeit für Ärzte und Pflegende zu erleichtern. Selbstverständlich muss der verantwortungsvolle Umgang mit Gesundheitsinformationen gewährleistet bleiben. Doch Daten müssen künftig besser zugänglich gemacht und verknüpft werden, wenn sie mehr Nutzen

stiften und Innovationen auf den Weg bringen sollen – auch für KI-Analysen, Robotertrainings oder die Forschung. Davon können wir alle profitieren. Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen, welche vielfältigen Chancen die Digitalisierung im Gesundheitswesen eröffnen kann, wie sie unser Gesundheitssystem in den kommenden Jahren verändern wird und welche Lösungen rund um Datenschutz und Datensicherheit wichtig werden. Wir hoffen, Ihnen damit viele wertvolle Informationen bereitstellen zu können.

Michael Gneuss Chefredakteur

INHALTSVERZEICHNIS LEITARTIKEL KÜNSTLICHE INTELLIGENZ CYBERSICHERHEIT DIGITALISIERUNG UND MIKROZIRKULATION

Die Aufholjagd startet — 3 Doktor KI — 6 Bei Risiken und Nebenwirkungen — 7 Im Fluss bleiben — 8

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Die Aufholjagd startet

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Mit digitalen Tools die Gesundheit im Griff

Im Gesundheitswesen zeigt sich, dass die Digitalisierung dieses gesellschaftlich hoch relevanten Sektors noch weit von den vor Jahren verkündeten Zielen entfernt ist. Dabei könnte die konsequente und nachhaltige Nutzung neuer Technologien die Versorgungsqualität der Menschen erhöhen und die Forschung an neuen Behandlungsmethoden verbessern.

Deutschlands Gesundheitswesen hängt in der Digitalisierung um Jahrzehnte zurück. Ändert sich das nun? Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat eine Digitalisierungsstrategie auf den Weg gebracht, mit der das Gesundheitssystem endlich den Sprung ins 21. Jahrhundert schaffen soll. „Deutschlands Gesundheitswesen hängt in der Digitalisierung um Jahrzehnte zurück. Das können wir nicht länger verantworten“, sagt der Minister. Bislang verfüge die Bundesrepublik über keine

iStock / Panuwat Sikham

Das deutsche Gesundheitssystem wird digital – das hören wir schon lange. Viel haben wir in den vergangenen Jahren über die Digitalisierung in Krankenhäusern, Arztpraxen, Krankenkassen und der Verwaltung dazu gehört, gesprochen und gelesen; doch wenig haben wir erlebt. Rezepte von der Hausärztin oder dem Facharzt sind noch auf rosafarbenem Papier gedruckt. Die elektronische Patientenakte, die ePA, spielt noch keine Rolle.

„gute Digitalisierung der Versorgung“ und über keine „gute Nutzbarkeit der Forschungsdaten“, so Lauterbach. Dafür sollen regulatorische Rahmenbedingungen und Voraussetzungen für eine erfolgreiche Strategieumsetzung geschaffen werden. Konkrete Ziele Ob das nun auch wirklich so eintreten wird, bleibt abzuwarten. Zumindest sind erste konkrete Ziele in der Digitalisierungsstrategie mit ihren zwei Gesetzen formuliert. So sollen gemäß dem Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung im Gesundheitswesen bis 2025 unter den gesetzlich Versicherten 80 Prozent eine

elektronische Patientenakte haben. Ausgestellt wird diese direkt von den Krankenkassen – wer keine digitale Akte will, muss widersprechen. Die Versicherten greifen künftig direkt über das Smartphone auf ihre Daten zu. Und auch das E-Rezept soll vom Beginn des kommenden Jahres an zum verpflichtenden Standard werden. Es wird dann sowohl via Gesundheitskarte als auch über die ePA-App verfügbar sein. Die Verknüpfung von ePA und E-Rezept erhöht künftig auch die Arzneimittelsicherheit. Zudem sollen bis zum Ende des übernächsten Jahres 80 Prozent der ePA-Nutzenden, die in medikamentöser Behandlung sind, über eine digitale Medikationsübersicht verfügen, um ungewollte

Umfrage zu technischen Angeboten in deutschen Krankenhäusern in Prozent im Jahr 2022 Verwaltung

Telemedizin

Diagnose & Behandlung

WLAN für Patientinnen und Patienten

Konsultation anderer Ärztinnen und Ärzte mithilfe von Telemedizin

Virtual Reality – beispielsweise für Trainingszwecke oder OPs

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Tablet-gestützte Patientenaufnahme 18

Video-Sprechstunde/telemedizinische Überwachung des Gesundheitszustandes 66

Digitale Aufklärungsbögen 20

Nutzen wir.

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Untersuchungen/OPs, die von Fachleuten per Video unterstützt werden 63

Nutzen wir nicht, aber halte ich für sinnvoll.

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39

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Künstliche Intelligenz – beispielsweise bei Auswertung bildgebender Verfahren 9

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Roboter-Unterstützung bei OPs und Eingriffen 19 25

Quelle: Bitkom Research, 2022

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Weitere Informationen unter  www.digitale-gesundheit-info.de

LEITARTIKEL | VON MICHAEL GNEUSS UND K ATHARINA LEHMANN


Wechselwirkungen von Arzneimitteln zu vermeiden.

Gesundheit 4.0

Innovationen in der Versorgung sollen assistierte Telemedizin in Apotheken und den Gesundheitskiosken bringen. Bis 2026 wiederum soll es in mindestens 60 Prozent der hausärztlich unterversorgten Regionen eine Anlaufstelle für assistierte Telemedizin geben. Chronisch Kranke werden zudem über digitalisierte DiseaseManagement-Programme (dDMG), die integraler Bestandteil der digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) sein sollen, unterstützt. Daten für die Forschung Als zweiten Part der Digitalisierungsstrategie hat das Kabinett das Gesundheitsdatennutzungsgesetz auf den Weg gebracht. Das Gesetz soll dafür sorgen, dass Gesundheitsdaten leichter für gemeinwohlorientierte Zwecke verwendet werden können. „Zukunftsweisende Forschung wird erst dadurch möglich.“ Deutschland habe zwar viele gute Projekte und Köpfe für medizinische Forschung. „Eigentlich ist alles da. Aber uns fehlen die Daten“, so Lauterbach. Werde dieses „Datendefizit“ nicht beseitigt, verliere Deutschland weiter Anschluss an die internationale Spitze, also an Länder wie die USA, Großbritannien oder auch Israel, die bei Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) inzwischen weit voraus seien. Pseudonymisierte Daten aus der elektronischen Patientenakte, Abrechnungsdaten der Krankenkassen und Informationen aus dem Krebsregister sollen künftig besser verknüpft werden. Die systematische Auswertung von medizinischen Daten trägt künftig dazu bei, Krankheiten früher zu erkennen, individuell ausgerichtete Therapien zu ermöglichen und neue Heilungschancen zu eröffnen. Eine zentrale Datenzugangs- und Koordinierungsstelle erleichtert Forschenden den Zugang zu den Daten. Bis Ende 2026 sollen mindestens 300 Forschungsvorhaben mit Gesundheitsdaten durch das „Forschungsdatenzentrum Gesundheit“ realisiert werden. Patienten können selbst darüber entscheiden, ob sie ihre Daten aus der ePA der

Die Digitalisierung unterstützt bei Diagnose und Behandlung.

iStock / Everyday better to do everything you love

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Forschung zur Verfügung stellen. „Moderne Medizin basiert auf Digitalisierung und Daten. Ihre Vorteile zu nutzen macht Behandlungen besser“, sagte Lauterbach bei der Vorstellung seiner Digitalisierungsstrategie. Klar ist: Die von Lauterbach vorgestellte Strategie ist ein wichtiger Schritt Richtung Aufbruch in eine digitalisierte Zukunft des Gesundheitswesens. Klar ist aber auch: Allein diese Maßnahmen machen Deutschland noch lange nicht zum Vorreiter in Sachen Digitalisierung. E-Rezept und digitale Patientenakte sind in anderen westlichen Ländern seit vielen Jahren Standard. Zudem braucht es für ein auf Big-Data- und KIAuswertung basierendes Gesundheitssystem auch mehr als eine digitale Patientenakte, in der Befunde per PDF gesammelt werden. Einheitliche Standards schaffen „Wir haben zwar viele Daten, aber eigentlich haben wir sie nicht. Denn wenn man sie nutzen will, brauchen wir sie in einer hohen Qualität und

strukturiert“, erklärt Jared Sebhatu, Vorstand der digital health transformation eG. Das bedeutet: Bevor aus den in Praxen und Krankenhäusern erzeugten Datenbergen Wissen wird, bevor die Potenziale und Synergien für die Menschen, die damit arbeiten müssen, nachvollziehbar werden, steht erst einmal viel Arbeit an: Die Daten müssen vereinheitlicht, strukturiert und so gesammelt und aufbereitet werden, dass sie mit verschiedenen Systemen automatisch ausgelesen, erfasst und analysiert werden können. Und: Es müssen auch Alle mitmachen. Die Voraussetzung erfolgreicher Digitalisierung ist die Einigung auf einheitliche Standards und ihre Nutzung. Sind diese nicht vorhanden, gibt es auch keine brauchbaren Auswertungen zum Nutzen aller. Der medizinische Fortschritt wird gebremst. „Das große Mehrwertversprechen der Digitalisierung ist, dass wir es schaffen, die richtige Information zum richtigen Zeitpunkt an die richtige Person zu bringen“, sagt Sebhatu. „Wenn wir das geschafft haben, werden wir auch sehen, dass wir positive Versorgungseffekte erzeugen können.“ 

Werbebeitrag – Interview

„Sofortnachrichten statt Fax” Ekkehard Mittelstaedt verantwortet bei Arvato Systems den Vertrieb des TI-Messenger-Dienstes tim+. Mittelstaedt erläutert, wie Sofortnachrichten die Versorgung im Gesundheitswesen maßgeblich verändern werden. Ekkehard Mittelstaedt, warum braucht es überhaupt einen Messenger-Dienst im Gesundheitswesen? Aktuell befinden wir uns in der Situation, dass im Tagesgeschäft Telefon und Fax die Kommunikationsmittel der Wahl sind. Das schleppende Tempo ist für die heutige Zeit unfassbar, beispielsweise bei einer Nachfrage

des Pflegedienstes beim behandelnden Arzt zur akuten Wundversorgung. Es geht wertvolle Zeit verloren. Das muss und wird sich mit tim+ ändern. Worin genau liegt der Fortschritt? Ob Dokumenten- oder Antragsversand sowie Videokonsil zwischen Arzt, Pflegekraft und Patient: Die Zukunft der intersektoralen Gesundheitskommunikation gehört Messenger-Diensten. Eindeutig zum Patientenwohl, aber auch um medizinisches Fachpersonal zu entlasten. Wir haben allein 420.000 praktizierende Ärztinnen und Ärzte und über 83 Millionen Patientinnen

und Patienten. Da wird schnell deutlich, wie viel Zeit und Budget sich hier künftig sparen lässt. Wie steht es um die Sicherheit der Patientendaten? Zuallererst: tim+ bietet allen Beteiligten im Gesundheitssystem eine rechtsund datensichere Kommunikation – intersektoral und in Echtzeit. Damit haben wir jetzt die Chance, flächendeckend eine effiziente Infrastruktur aufzubauen, um sensible Daten zur Patientenversorgung auszutauschen. So selbstverständlich, wie wir Sofortnachrichten schon heute in anderen Lebensbereichen nutzen und schätzen.

Ekkehard Mittelstaedt, Manager Business Development and Sales bei Arvato Systems

www.arvato-systems.de/branchen/ branchen-im-ueberblick/ gesundheitswesen/ti-messenger


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Werbebeitrag – Unternehmensporträt

Ein Konsortium unter der Führung von Ardian, einem weltweit führenden privaten Investmenthaus, wird die Anteile an Dedalus, einem führenden europäischen Anbieter von Software für das Gesundheitswesen, vom Gründer Giorgio Moretti erwerben und seinen Anteil so um weitere 19 Prozent erhöhen. Vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen durch die zuständigen Behörden wird das Konsortium nach Abschluss der Transaktion indirekt einen Anteil von 92 Prozent am Unternehmen halten, während Moretti einen Anteil von sechs Prozent und einen Sitz im Board behält. „Nach einer langen Reise, die vor 40 Jahren in Florenz begann, ist es für Dedalus an der Zeit zu expandieren. Diese Vereinbarung wird dem Unternehmen helfen, im Einklang mit unserer Mission weiter in Innovation zu investieren. Alberto Calcagno wird starke Fähigkeiten und neue Energie in die Geschäftstätigkeit der Gruppe und die künftige strategische Entwicklung einbringen. Ich werde zusammen mit meinem langjährigen Partner Three Hills weiterhin Aktionär von Dedalus bleiben und den neuen CEO und das Projekt des Unternehmens voll unterstützen“, sagt Moretti. Vertrautes bleibt Die nun getroffene Vereinbarung zielt darauf ab, Dedalus in einer neuen Phase der Expansion zu begleiten. „Ardian ist fest entschlossen, Dedalus in der nächsten Wachstumsphase zu unterstützen, in der das Unternehmen seine Kunden bedienen und seine Mission, die Gesundheitsversorgung für über 500 Millionen Patienten weltweit zu verbessern, erfüllen will. Ardian und ich möchten Giorgio Moretti für seine Vision und Umsetzung seit unserer ersten Investition danken”, so Marco Bellino, Managing Director bei Ardian Buyout. Im Rahmen dieses Wachstumsplans wurde Alberto Calcagno, ehemaliger CEO des italienischen ICT-Unternehmens Fastweb, das in den letzten zehn Jahren ein beträchtliches konstantes Wachstum verzeichnen konnte, mit Wirkung

Alberto Calcagno, CEO Dedalus Group

vom 18. Oktober zum neuen CEO ernannt. „Ich freue mich sehr, bei Dedalus einzusteigen und die ehrgeizigen Wachstumspläne des Unternehmens voranzutreiben. Die Softwarebranche im Gesundheitswesen hat heute das Privileg, den entscheidenden digitalen Wandel anzuführen, um das Wohlergehen von Millionen von Patienten zu verbessern. Die Mission von Dedalus ist es, diesen Wandel so stark wie möglich zu beschleunigen und umzusetzen”, so Calcagno. Andrea Fiumicelli, der Dedalus in den letzten Jahren geleitet und durch mehrere strategische Fusionen und Übernahmen maßgeblich zur Weiterentwicklung des Unternehmens beigetragen hat, wurde zum Chairman ernannt. „In den letzten vier Jahren haben wir unser Softwareportfolio erfolgreich umgestaltet sowie Vertriebs- und Liefertätigkeiten in 25 Ländern aufgebaut. Diese neue Führungsstruktur stärkt unser Engagement für unseren Auftrag und unsere künftigen Kunden. Unser Ziel ist es, schnellere Innovationen und qualitativ hochwertige Dienstleistungen zu liefern, der beste Arbeitgeber in der Branche zu sein und die Ambitionen unserer Aktionäre zu erfüllen”, freut er sich auf die neue Aufgabe. Entwicklung mit starken Partnern Die 1982 von Giorgio Moretti in Florenz gegründete Dedalus Group ist der führende Anbieter von Software für das Gesundheitswesen und die Diagnostik in Europa. Sie unterstützt weltweit die digitale Transformation von 6.700

Gesundheitsorganisationen und 5.700 Laboren und Diagnosezentren und verarbeitet ihre Lösungen für mehr als 540 Millionen Menschen weltweit. Das Angebot von Dedalus unterstützt das gesamte Continuum of Care und bietet offene, auf Standards basierende Lösungen für jeden Akteur des Ökosystems im Gesundheitswesen, um eine bessere Versorgung auf einem gesünderen Planeten zu bieten. Ardian hat seit 2016 in mehreren Schritten in Dedalus investiert und eine starke M&A-Strategie unterstützt, die das Unternehmen zu einem europaweit führenden Unternehmen in seinem Sektor gemacht hat. Eines der weltweit führenden privaten Investmenthäuser verwaltet im Auftrag von mehr als 1.470 Kunden weltweit ein Vermögen von 156 Milliarden US-Dollar. Mit einer umfassenden Expertise in den Bereichen Private Equity, Real Assets und Credit kann das Unternehmen eine breite Palette an Anlagemöglichkeiten anbieten und flexibel auf die unterschiedlichen Bedürfnisse seiner Kunden eingehen. Ardian Customized Solutions erstellt maßgeschneiderte Portfolios, die es institutionellen Kunden ermöglichen, die von ihnen gewünschte Mischung von Vermögenswerten zu bestimmen und Zugang zu Fonds zu erhalten, die von führenden Drittanbietern verwaltet werden. Private Wealth Solutions bietet spezielle Dienstleistungen und Zugangslösungen für Privatbanken, Family Offices und private institutionelle Anleger weltweit. Die wichtigste Aktionärsgruppe von Ardian sind aber die 1.050 Mitarbeitenden in 16 Niederlassungen in Europa, Nord- und Südamerika, Asien und dem Nahen Osten. Sie haben sich den Grundsätzen des verantwortungsvollen Investierens verschrieben und sind entschlossen, das Finanzwesen zu einer Kraft des Guten in der Gesellschaft zu machen. Ziel von Ardian ist es, eine hervorragende Anlageperformance in Verbindung mit hohen ethischen Standards und sozialer Verantwortung zu erzielen. www.dedalusgroup.de

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Nächste Wachstumsphase mit neuem CEO


Gesundheit 4.0

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Doktor KI KÜNSTLICHE INTELLIGENZ | VON K ATHARINA LEHMANN

Künstliche Intelligenz hat längst Einzug in den medizinischen Alltag gehalten. In Zukunft könnte die Technologie Ärztinnen und Ärzte noch besser unterstützen und Pflegende weiter entlasten. Überflüssig wird menschliches Fachpersonal aber nicht. In knapp zehn Prozent der deutschen Krankenhäuser unterstützt KI schon heute bei der Auswertung von Röntgen- oder MRT-Bildern. In acht Prozent komme Virtual Reality für Trainingszwecke oder im OP-Bereich zum Einsatz, haben der Digitalverband Bitkom und der Ärzteverband Hartmannbund in einer Umfrage ermittelt. Überhaupt hilft algorithmengestützte KI Ärzten bei der Früherkennung verschiedener Krebsarten oder

assistiert in Form von Robotik bei Operationen. Für die Diagnostik wird KI unter anderem in der Augenheilkunde, der Dermatologie, der Krebsmedizin, der Pathologie und in der Radiologie eingesetzt. Künftig könnte sie auch Biopsien, zum Beispiel von Hirntumoren, ersetzen, indem sie durch Abgleichen von Bilddaten nach genetischen Charakteristika des Tumors sucht. Auf Intensivstationen verbessert KI die

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Milliarden US-Dollar werden voraussichtlich bis 2028 durch Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen erwirtschaftet. Quelle: MarketsandMarkets, 2023

Überwachung, indem sie rund um die Uhr Daten erhebt und auswertet. Und in der Pflege übernimmt KI automatisierte Prozesse und Routinearbeiten, vereinfacht so zeitaufwendige Abläufe und optimiert Therapien. Mehr Zeit für das Wesentliche Grundsätzlich handelt es sich bei KI um Computerprogramme, die aus riesigen Datenmengen Informationen filtern und zu bestimmten Zwecken nutzen können – etwa um krankhaftes von gesundem Gewebe zu unterscheiden. Das erleichtert Ärzten und Pflegenden Diagnostik, Behandlung und Verwaltung und entlastet. So bleibt Zeit für die wirklich wichtige Arbeit am kranken Menschen. „Die Ärzte und Ärztinnen der Zukunft werden Hand in Hand mit KI arbeiten“, glaubt Julia Schnabel, die als Professorin für Computational Imaging and AI in Medicine der TU München und am Helmholtz Zentrum forscht. „Ärzte werden viel mehr mit KI lernen, bereits im Studium. Und sie werden lernen, damit zu arbeiten.“ Dass die KI aber wirklich eigenständig Diagnosen erstellt, davon sind wir noch weit entfernt, weiß dagegen Sarah Teichmann, Mitbegründerin und Co-Leiterin des internationalen Forschungsprojekts Human Cell Atlas und Leiterin der Abteilung Zellgenetik am Wellcome Sanger Institute in Cambridge, Großbritannien. „Ich denke, dass genetische Diagnosen in den nächsten fünf Jahren höchstens als unterstützendes Instrument dienen werden. Was danach passieren wird, ist unklar.“ Zwar gebe es im Bereich der Krebs-Genomik immer mehr Modelle, die bereits zur Vorhersage von Risiken eingesetzt werden. „Trotzdem kann KI den Arztberuf nicht ersetzen.“ 

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Bei Risiken und Nebenwirkungen

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Gesundheitseinrichtungen zunehmend im Visier von Cyberkriminellen.

Alarm in der urologischen Klinik in Planegg bei München: Im Januar 2021 verschafften sich Cyberkriminelle Zugang zur Krankenhaus-IT, verschlüsselten die Daten und verlangten Lösegeld für die Freigabe. Das Spezialkrankenhaus zahlte – auch zum Schutz seiner Patientinnen und Patienten. Denn die könnten zu Schaden kommen, weil dringende Behandlungen verschoben werden müssten oder wichtige Informationen – etwa Daten über Allergien, andere Medikamente oder Vorerkrankungen, die in früheren Gesprächen oder Behandlungen gesammelt wurden – nicht verfügbar wären. Unter Cybererpressern hat sich inzwischen herumgesprochen, dass Krankenhäuser bereit sind, Lösegelder für die Freigabe verschlüsselter Daten und Systeme zu zahlen. Weil die Cyberattacke direkt das Leben von Kranken bedroht, kommen sie den Forderungen eher nach als Industrie oder Dienstleister. So nehmen die Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen stetig zu: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der CyberSecurity-Vorfälle weltweit um 38 Prozent – im Gesundheitssektor gar um 74 Prozent, ergab der Security Report 2023 von Check Point Software Technologies. Derzeit sind es vor allem die oben beschriebenen Ransomware-Angriffe, die den Krankenhäusern das Leben schwer machen. Insbesondere Unternehmen der kritischen Infrastruktur (KRITIS), zu denen Krankenhäuser mit mehr als 30.000 vollstationären Patientinnen

und Patienten pro Jahr zählen, seien nach Angaben des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gefährdet. Absolute Sicherheit gibt es nicht Gesundheitseinrichtungen, weiß auch Norbert Butz, Leiter des Dezernats Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung bei der Bundesärztekammer, geraten „immer mehr in den Fokus, Ziel einer Cyberattacke zu werden“. Grund sei die fortschreitende digitale Vernetzung zwischen Kliniken, Arztpraxen, Versicherungen und anderen Gesundheitseinrichtungen – damit stiegen auch die Risiken. Zwar gelte: Absolute Sicherheit vor Cyberattacken gibt es nicht, und „es gehört zur Redlichkeit, das nicht zu versprechen“. Gleichzeitig ermahnt Butz alle Beteiligten, die Cybersicherheit ernst zu nehmen. Das Problem: Deutsche Kliniken müssen ihre IT-Sicherheit selbst finanzieren. Angesichts der knappen Budgets, mit denen sich gerade der Tagesbetrieb aufrechterhalten lässt, ist das eine kaum zu bewältigende Herausforderung. Zwischen fünf und sieben Prozent des IT-Budgets sollten gängigen Best Practices zufolge in die Cybersicherheit fließen. In Deutschland investieren Krankenhäuser aber nur einen Bruchteil davon tatsächlich in entsprechende Strukturen. Das bleibt auch in den Einrichtungen nicht unbemerkt. So gaben bei einer Studie des Digitalverbands Bitkom aus dem vergangenen Jahr 74 Prozent der befragten Ärztinnen und Ärzte an, dass Krankenhäuser ihrer Meinung nach häufig nicht genügend vor Cyberattacken geschützt seien. 66 Prozent sorgen sich konkret bezüglich Cyberangriffen. Unter den niedergelassenen und

Werbebeitrag – Produktporträt

Online-Identifikation im Gesundheitswesen Nachdem bereits 2019 mit dem Digitalen Versorgungsgesetz die Einführung der Patientenakte beschlossen wurde, hat das Bundeskabinett kürzlich das „Gesetz zur Beschleunigung der Digitalisierung des Gesundheitswesens“ – kurz DigiG – beschlossen. Die Grundvoraussetzungen für den Zugang zur elektronischen Gesundheitskarte und Patientenakte sowie den Austausch von Gesundheitsdaten sind dabei natürlich sichere digitale Identitäten und eine sichere Infrastruktur für den Datenaustausch. Verbindliche gesetzliche Verordnungen, wie zum Beispiel die

iStock / kaptnali

Immer öfter werden Gesundheitseinrichtungen Ziel von Cyberattacken. Viele Unternehmen sind jedoch nicht ausreichend vor Gefahren aus dem virtuellen Raum geschützt – auch weil das Geld fehlt.

angestellten Ärztinnen und Ärzten in Praxen und Versorgungszentren ist die Angst vor Cyberangriffen mit 83 Prozent sogar noch größer. 82 Prozent sagen zudem, Praxen seien häufig nicht ausreichend geschützt. Schutz weiter ausbauen „IT-Sicherheitsstandards sind gesetzlich sowohl für Krankenhäuser als auch für Arztpraxen jeglicher Größe geregelt“, betont Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Die Umsetzung dieser Vorgaben wird offenkundig sehr ernst genommen.“ Wichtig sei es, Geräte- und Betriebsausfälle zu vermeiden und sensible Patientendaten zu schützen. Um das Risiko gefährlicher, IT-bedingter Betriebsunterbrechungen weiter zu minimieren und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten, gibt die EU eine Reihe von Mindeststandards für die IT-Sicherheit vor. So muss die Aktualisierung der Richtlinie zur Sicherheit von Netz- und Informationssystemen (NIS 2) – die Grundlage, um Cybersicherheit und Resilienz von Unternehmen und kritischen Infrastrukturen gegen Hackerattacken zu steigern – bis Oktober 2024 umgesetzt werden. 

Sicher identifizieren dank Online-Ausweis

sogenannte eIDAS-Verordnung, in der unter anderem Regelungen zu elektronischen Identitäten festgelegt sind, oder die Initiative zur Koordinierung und Digitalisierung der Sozialversicherung, zeigen deutlich auf, dass die Thematik nicht rein national betrachtet werden kann. Der Online-Ausweis ist die Grundlage für die GesundheitsID, die den Zugang zu Online-Gesundheitsanwendungen erleichtern soll. Für die Anmeldung zur GesundheitsID, die sich in einer App auf dem Smartphone befindet und zum Beispiel die Nutzung von eRezept oder ePatientenakte ermöglicht, ist eine sichere Identifikation unerlässlich.

Zugelassen sind hierfür der Online-Ausweis oder die elektronische Gesundheitskarte (eGK) mit PIN. Zur Verwendung der GesundheitsID können dann über die App auch biometrische Merkmale, wie zum Beispiel der Gesichtsscan am Smartphone, genutzt werden. Ab 2024 besteht die gesetzliche Verpflichtung, den Versicherten eine

GesundheitsID anzubieten, die Nutzung ist natürlich freiwillig. Die Anwendung Governikus unterstützt den sicheren Zugang zu ePa und eGK dank sicherer Identitäten und Online-Ausweis. www.governikus.de/loesungen/itplanungsrat/anwendung-governikus

Weitere Informationen unter  www.digitale-gesundheit-info.de

CYBERSICHERHEIT | VON K ATHARINA LEHMANN


Im Fluss bleiben

Herzleiden mit digitalen Technologien aufspüren

DIGITALISIERUNG UND MIKROZIRKULATION | VON JENS BARTELS

In Deutschland gibt es im internationalen Vergleich sehr viele Todesfälle durch HerzKreislauf-Erkrankungen. Dabei lassen sich Auffälligkeiten wie etwa Mikrozirkulationsstörungen medizinisch und durch gesunde Lebensweise besser vorbeugen. Wichtige Helfer bei der Erkennung und Behandlung sind digitale Technologien. Im westeuropäischen Vergleich erreicht Deutschland bei der durchschnittlichen Lebenserwartung nur hintere Ränge. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) und des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung. Für die Studie wurden die Sterbefälle nach Todesursache in Deutschland mit sechs ausgewählten Ländern verglichen. Im Vergleich zu Vorreiterländern bei der Verlängerung der Lebenserwartung wie Japan, Spanien oder der Schweiz schneidet die Bundesrepublik gerade bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen schlecht ab. „Dass Deutschland bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich zurückliegt, ist Anlass zur Sorge, da diese heutzutage als weitgehend

Die Digitalisierung bietet große Chancen bei Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. vermeidbar gelten“, erklärt Mortalitätsforscher Pavel Grigoriev vom BiB die Ergebnisse. Die Befunde lassen darauf schließen, dass es Defizite bei der Vorbeugung in diesem Bereich gibt. Zu späte Diagnosen erschweren zudem eine erfolgreiche Behandlung. Klar muss sein: Durch eine bessere Vorbeugung von Krankheiten könnten nicht nur Gesundheitskosten gespart, sondern auch das Wohlbefinden der Bevölkerung gesteigert werden. Digitale Hilfsmittel nutzen Große Chancen bei der Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen verspricht die Digitalisierung in der Medizin. Zum Beispiel können Wearables wie Smartwatches und Fitness-Tracker verwendet werden, um Daten wie Herzfrequenz, Blutdruck und Aktivitätsniveau zu sammeln. Diese Daten können dann von Ärzten und anderen medizinischen Fachkräften verwendet werden, um die Diagnose und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verbessern. Ein weiteres gutes Beispiel für die neuen digitalen Möglichkeiten im Gesundheitsbereich ist die Telemedizin. Sie ermöglicht es Patientinnen und Patienten, von zu

iStock / Rasi Bhadramani

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Hause aus mit medizinischem Personal zu kommunizieren. Dadurch lässt sich bei Erkrankungen des Herzes schnell auf medizinische Hilfe zugreifen; verschiedene Symptome lassen sich besser verwalten. Mehrere Risikofaktoren Dies kann Menschen auch bei Mikrozirkulationsstörungen weiterhelfen. Grundsätzlich bezeichnet die Mikrozirkulation in der Medizin die Durchblutung der kleinsten Blutgefäße wie Kapillaren, Arteriolen und Venolen. Sie stellt die Verbindung zwischen dem arteriellen und dem venösen System her und führt das Blut in die unmittelbare Nähe der Zellen, sodass die verbliebene Strecke klein genug für den Stoffaustausch per Diffusion ist. Ganz unterschiedliche Faktoren können die Mikrozirkulation beeinflussen. Dazu gehört, dass sich mit zunehmendem Alter die Elastizität der Blutgefäße verringert und dadurch der Blutfluss beeinträchtigt werden kann. Auch Krankheiten wie Diabetes und Bluthochdruck oder ein ungesunder Lebensstil wie regelmäßiger Zigarettenkonsum, mangelnde Bewegung oder eine ungesunde Ernährung schädigen mitunter die Blutgefäße und beeinflussen die Mikrozirkulation negativ. Auswirkungen auf das Herz Gerade im Herz spielt die Mikrozirkulation eine besonders wichtige Rolle. Eine gestörte Mikrozirkulation ist im Herz-Kreislauf-System Auslöser für verschiedene Herzerkrankungen einschließlich Herzinsuffizienz und ischämische Herzkrankheiten. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, dass sich eine gestörte Mikrozirkulation auch negativ auf bestehende Herzerkrankungen auswirkt. Die frühzeitige Diagnose und Behandlung von Durchblutungsstörungen kann das Risiko der Entwicklung solcher Krankheiten signifikant reduzieren. 

SCHON GEWUS ST ?

Allein am plötzlichen Herztod sterben jedes Jahr in Deutschland laut dem aktuellen „Deutschen Herzbericht 2022“ der Deutschen Herzstiftung über 65.000 Menschen. Ausgelöst wird der „Sekundentod“ durch gefährliche Herzrhythmusstörungen, sogenannte ventrikuläre Rhythmusstörungen aus der Herzkammer (zum Beispiel Kammerflimmern). In der Mehrzahl gehen diesen langjährigen Herzerkrankungen eine koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz oder Herzmuskelerkrankungen voraus. Aber auch eine verschleppte Herzmuskelentzündung, angeborene Herzfehler und genetisch bedingte Erregungsleitungsstörungen im Herz können zu bedrohlichen Rhythmusstörungen führen, die dem plötzlichen Herztod unmittelbar vorausgehen. „Um die hohe Sterblichkeit durch plötzlichen Herztod und Schlaganfall als Folge von Herzrhythmusstörungen und anderen Herzerkrankungen einzudämmen, erfordert es die Anstrengung aller an der medizinischen Versorgung von Patienten mit Herzrhythmusstörungen beteiligten Fachdisziplinen: der Kardiologie, Herzchirurgie, Kinderkardiologie und der Herz-Kreislauf-Prävention und -Rehabilitation“, betont Prof. Dr. Thomas Voigtländer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung.


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1 Klopp, R. C., Niemer, W., & Schulz, J. (2013). Wirkungen einer physikalischen Stimulierung der spontanen arteriolären Vasomotion bei Rehabilitanden unterschiedlichen Alters. Journal of Complementary and Integrative Medicine, 10(Suppl), S15-S22. 2 Bohn, W., Hess, L., & Burger, R. (2013). The effects of the “physical BEMER® vascular therapy”, a method for the physical stimulation of the vasomotion of precapillary microvessels in case of impaired microcirculation, on sleep, pain and quality of life of patients with different clinical pictures on the basis of three scientifically validated scales. Journal of Complementary and Integrative Medicine, 10(Suppl), S5-S12.


Gesundheit 4.0

10 KOMMENTAR

Das 42-Milliarden-Euro-Potenzial Zugegeben, so ein bisschen digital ist unser Gesundheitssystem ja schon. Immerhin buchen wir inzwischen immer mehr Arzttermine online oder konsultieren Ärzte und Therapeutinnen per Videochat. Das ist nicht nur bequem und vereinfacht unser Leben genauso wie das der Menschen, die im Gesundheitssystem arbeiten. Es spart auch Geld. So verringerten Online-Terminbuchungen die Kosten im Gesundheitswesen um 400 Millionen Euro; Videokonsultationen ersparten bis zu 300 Millionen Euro, so die Ergebnisse einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey aus dem vergangenen Jahr. Insgesamt liegt das Einsparpotenzial aber gerade bei der

Telemedizin fast zwanzigmal höher – heben könnten Ärzte das auch, wenn die Zahl der telemedizinisch behandelten Personen nicht auf 30 Prozent begrenzt wäre. In Summe liegt das Einsparpotenzial, das die konsequente und durchdachte Digitalisierung des Gesundheitswesens bereithielte, bei bis zu 42 Milliarden Euro. Der Betrag entspricht etwas mehr als einem Zehntel der jährlichen Gesamtausgaben von etwa 343 Milliarden Euro. Tatsächlich eingespart wurden – auch aufgrund des eher schleppenden Voranschreitens des digitalen Wandels – seit 2018 lediglich rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr. Die Motivation zu mehr Tempo bei der Digitalisierung sollte also hoch sein.

Michael Gneuss Chefredakteur

IMPRESSUM

Projektmanager Philipp Stöhr, philipp.stoehr@reflex-media.net Redaktion Jens Bartels, Michael Gneuss, Katharina Lehmann Layout Lydia Krüger, grafik@reflexmedia.net Fotos iStock / Getty Images, Coverbild iStock / NatalyaBurova Druck BVZ Berliner Zeitungsdruck GmbH V.i.S.d.P. Redaktionelle Inhalte Michael Gneuss, redaktion@reflex-media.net Weitere Informationen Pit Grundmann, pit.grundmann@reflex-media.net, Reflex Verlag GmbH, Hackescher Markt 2–3, D-10178 Berlin, T +49 (0)30 / 200 8949 0, www.reflex-media.net Diese Publikation des Reflex Verlages erscheint am 27. November 2023 im Handelsblatt. Der Reflex Verlag und die Handelsblatt Media Group & Co. KG sind rechtlich getrennte und redaktionell unabhängige Unternehmen. Inhalte von Werbebeiträgen wie Unternehmens- und Produktporträts, Interviews, Advertorials, Anzeigen sowie Gastbeiträgen und Fokusinterviews geben die Meinung der beteiligten Unternehmen beziehungsweise Personen wieder. Die Redaktion ist für die Richtigkeit der Beiträge nicht verantwortlich. Die rechtliche Haftung liegt bei den jeweiligen Unternehmen.

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