Lesungen 09-06-2020 Wir beten mit Worten des 89. Psalms: Lektor: Ich will singen von der Gnade des HERRN ewiglich und seine Treue verkünden mit meinem Munde für und für; Gemeinde: denn ich sage: Für ewig steht die Gnade fest; du gibst deiner Treue sicheren Grund im Himmel. Lektor: Und die Himmel werden, HERR, deine Wunder preisen und deine Treue in der Gemeinde der Heiligen. Gemeinde: Denn wer in den Wolken könnte dem HERRN gleichen und dem HERRN gleich sein unter den Himmlischen? Lektor: Du herrschest über das ungestüme Meer, du stillest seine Wellen, wenn sie sich erheben. Gemeinde: Himmel und Erde sind dein, du hast gegründet den Erdkreis und was darinnen ist. Lektor: Du hast einen gewaltigen Arm, stark ist deine Hand, und hoch ist deine Rechte. Gemeinde: Gerechtigkeit und Gericht sind deines Thrones Stütze, Gnade und Treue gehen vor dir einher. 1
Lektor: Wohl dem Volk, das jauchzen kann! HERR, sie werden im Licht deines Antlitzes wandeln; Gemeinde: sie werden über deinen Namen täglich fröhlich sein und in deiner Gerechtigkeit herrlich sein. Lektor: Denn du bist der Ruhm ihrer Stärke, und durch deine Gnade wirst du unser Haupt erhöhen.
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Patrick: Wir beten mit einem Gebet von Dietrich Bonhoeffer: Liebe Schwestern und Brueder: Grace: Let us promise each other, to remain faithful in our daily prayer for each other (Lass uns einander versprechen, treu in der Fürbitte füreinander zu bleiben.) Patrick: Ich werde für dich um Kraft, Gesundheit, Geduld und Bewahrung vor Konflikten und Versuchung bitten. Grace: Please, pray the same for us. Patrick: Und wenn es beschlossen sein sollte, dass wir uns nicht wiedersehen, dann lass uns bis zuletzt in Dankbarkeit und Vergebung aneinander denken, Grace: And may God grant us, that we will one day stand before his throne, still praying for each other, and together once again worshipping and praising God with each other. Amen (und Gott möge uns schenken, dass wir einst füreinander bittend und miteinander lobend und dankend vor seinen Thron stehen.) Dietrich Bonhoeffer
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Das Evangelium steht im Evangelium des Matthäus im 3. Kapitel, Verse 13 bis 17: Jesus kam aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, daß er sich von ihm taufen ließe. Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, daß ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß es jetzt geschehen! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er's geschehen. Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
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Die Epistel steht im Brief des Paulus an die Römer im 12. Kapitel, Verse 1-8: Ich ermahne euch nun, liebe Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig ist. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, daß niemand mehr von sich halte, als sich's gebührt zu halten, sondern daß er maßvoll von sich halte, ein jeder, wie Gott das Maß des Glaubens ausgeteilt hat. Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, so sind wir viele ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied, und haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die 5
uns gegeben ist. Ist jemand prophetische Rede gegeben, so übe er sie dem Glauben gemäß. Ist jemand ein Amt gegeben, so diene er. Ist jemand Lehre gegeben, so lehre er. Ist jemand Ermahnung gegeben, so ermahne er. Gibt jemand, so gebe er mit lauterem Sinn. Steht jemand der Gemeinde vor, so sei er sorgfältig. Übt jemand Barmherzigkeit, so tue er's gern.
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Predigt 1-10-2016 Roemer 12, 1-8 Brüder und Schwestern! In der Kraft des barmherzigen Gottes ermahne ich euch: Gebt euer Leben, euch selbst, als Opfer, mit dem ihr Gott anerkennt. Weil Gott lebt, gebührt ihm ein lebendiges Opfer, das seid ihr selbst, und so will es Gott. Verändert euch, nicht indem ihr euch dieser Welt anpasst, sondern indem ihr in eurem Inneren anders werdet. Lernt zu unterscheiden, was Gott will und was nicht. Im Namen und in der Kraft von Gottes Gnade sage ich zu dem einzelnen von euch: „Schuster, bleib bei dem Leisten!“ Das heißt: Trage genau da Verantwortung, wo Gott dich hingestellt hat. Denn wir sind alle zusammen Glieder des einen Leibes der Kirche, jedes Glied hat aber eine Funktion. Trotz unserer großen Anzahl sind wir alle zusammen in dem einen Leib in Christus, aber jeder hat seine bestimmte Aufgabe. Bei jedem einzelnen hat ja die Gnade, die ihm geschenkt wurde, eine jeweils andere Begabung hervorgebracht. Daher ermahne ich auch jeden anders: Wer prophetisch reden kann, der soll es so tun, dass die anderen darin ihren Glauben wiedererkennen. Wer eine Aufgabe im Dienst der Gemeinschaft ausüben kann, soll wirklich dienen. Wer lehren kann, soll einfach nur Lehrer sein. Wer anderen gut zu reden kann, der soll es tun. Wem das 7
Abgeben leichtfällt, der soll ohne Vorbehalte teilen. Wer Verantwortung für alle übernimmt, soll sie mit Hingabe tragen. Wer sich um Notleidende kümmert, soll es mit fröhlichem Gesicht tun. [Übersetzung Klaus Berger / Christiane Nord, 1999] Liebe Gemeinde, In einer Zeit, wo die Reichen regieren. In einer Zeit, wo die Benachteiligten immer weniger Unterstuetzung bekommen und immer mehr gefaehrdet sind. In einer Zeit wo Luegen Vorteile schaffen und ein Klassensystem derer die „Haben“ und derer die „nicht Haben“ immer tiefgreifender wird. In einer Pandemie wo Privatschulen Kinder beschuetzt und oeffentliche Schulen gezwungen werden aufzumachen. In einer Zeit wo der Vorteil der Wenigen auf dem Ruecken des Leidens der vielen ausgetragen wird, da hoeren wir die Worte des Paulus: „Verändert euch, nicht indem ihr euch dieser Welt anpasst, sondern indem ihr in eurem Inneren anders werdet. Lernt zu unterscheiden, was Gott will und was nicht.“ Was will Gott? In dieser Zeit des Rassenkrieges? In dieser Zeit des Klassenkrieges? In dieser Zeit wo Menschleben nicht mehr zaehlen als Nummern auf dem Bildschirm. In einer Zeit wo Mitleid oder Mitgefuehl abgeschafft wird von unseren Politikern. 8
Veraendert Euch! Passt Euch nicht dieser Welt an, sondern aendert Euer Denken. Erkennt was Gott will! Was will Gott? Dazu eine Geschichte: „Mein Name ist Rico Doretti und ich bin ein tiefbegabtes Kind. Das bedeutet, ich kann zwar sehr viel denken, aber das dauert meist etwas länger als bei anderen Leuten. An meinem Gehirn liegt es nicht, das ist ganz normal groß. Aber manchmal fallen ein paar Sachen raus, und leider weiß ich vorher nie an welcher Stelle. Außerdem kann ich mich nicht immer gut konzentrieren, wenn ich etwas erzähle. Meistens verliere ich dann den roten Faden, jedenfalls glaube ich, dass er rot ist, er könnte aber auch grün oder blau sein, und genau das ist mein Problem. In meinem Kopf geht es manchmal so durcheinander wie in einer Bingotrommel. Deshalb kann ich zum Beispiel auch nur gerade aus laufen und sehe nur wenig von der Welt. Zum Ausgleich gucke ich mir gerne Wohnungen von anderen Leuten an.“ So oder so ähnlich stellt sich Rico, Hauptperson in dem Roman „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ anderen Menschen vor. Tiefbegabt – diesen Ausdruck haben sich Rico und seine Mutter ausgedacht, weil sie finden, „behindert“ ist ein blödes Wort. Rico ist ein fröhliches und 9
freundliches Kind – nur eben nicht so schnell und so wortgewandt wie die meisten seiner Altersgenossen. Eben tiefbegabt. Er geht zur Schule in ein Förderzentrum, das zum Glück nicht weit weg von seinem Zuhause ist, er muss nur geradeaus und dann einmal abbiegen. Das kriegt Rico gerade so alleine hin. Alleine ist er viel, denn er hat keine Freunde und seine Mutter arbeitet nachts und schläft dann den ganzen Tag. Da trifft er eines Tages Oskar. Oskar ist das Gegenteil von Rico, Oskar ist hochbegabt. Und sehr wortgewandt. Er redet viel und schnell und weiß eigentlich alles, ob es um das Mittelalter, die Entfernung des Mondes oder die Unfallstatistiken von Kindern in Deutschland geht. Weil jedes Jahr fast vierzigtausend Kinder in Deutschland verunglücken,davon 25% als Fußgänger trägt Oskar einen Helm. Und zwar immer. Damit sieht er natürlich etwas merkwürdig aus und die Leute halten ihn für ebenso merkwürdig wie Rico,weil der so langsam ist beim denken und sich fremde Wohnungen angucken will. Tiefbegabt und hochbegabt – Rico und Oskar - Sie können es sich sicher denken, liebe Gemeinde, die beiden werden Freunde. 10
Sie sind sich ähnlich – weil sie irgendwie anders sind als die anderen, und doch auch ganzverschieden. Rico stellt fest: „Mir fällt der Unterschied zwischen uns auf: Ich habe fast dauernd gute Laune, weiß aber nicht so viel. Oskar wusste jede Menge merkwürdiger Dinge, aber seine Laune war dafür im Keller. Bestimmt ist das so, wenn man sehr schlau ist – es fallen einem zu allen schönen Sachen auch gleich noch ein paar schreckliche ein.“ Ganz schön schlau für ein tiefbegabtes Kind, oder? Ich bin auf diese beiden und das Buch „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ gekommen, weil Paulus der Gemeinde in Rom etwas über Begabungen geschrieben hat – wir haben es eben in der Epistellesung gehört. So wie wir verschiedene Glieder am Leib haben, die unterschiedliche Aufgaben erfüllen, so sind wir Christen zusammen auch ein Leib mit vielen Gliedern, die sich unterschiedlich einbringen in unsere Gemeinschaft, in unsere christliche Gemeinde. Das machen wir hier in der deutschen Gemeinde nicht anders. Wir versuchen auch, uns mit dem einzubringen, was wir gut können – wer deutsch lesen kann bietet sich als Leserin im Gottesdienst an. Wer gut backen kann, bringt Kuchen mit. Wer Suppen machen kann, bringt Suppe mit. Wer Kinder mag, hilft 11
beim Kindergottesdienst oder Konfi unterricht. Wer photohgraphieren kann haelt die schoenen Momente fuer alle fest. Wer gut organisieren kann, engagiert sich bei den Gemeindefesten und dem Weihnachtsmarkt – jeder versucht sich einzubringen – und manchmal werden noch schlummernde Begabungen entdeckt, von denen derjenige selbst bis jetzt noch gar nichts wusste. Was aber ist mit den Begabungen, die sich nicht so richtig für die Gemeinschaft nutzen lassen? Begabungen, die erst einmal nichts auszutragen scheinen für andere? Wie zum Beispiel Ricos Langsamkeit, sein „Tiefbegabtsein“, wie er es ausdrückt? Oder Oskars Hochbegabung, die ihm zwar ein enormes Wissen ermöglicht, aber ihn in ständiger Angst und Sorge leben lässt, so dass ihm jede kindliche Fröhlichkeit und Leichtigkeit fehlt? Einer ist des anderen Glied – also nur im Miteinander, in der Ergänzung werden wir ein Leib. Es geht also nicht nur darum, möglichst wirkungsvoll seine Begabung einzusetzen, sondern auf die Gemeinschaft kommt es an. Unsere Gaben und Begabungen sind nicht alle auf den ersten Blick effektiv nutzbar. Deshalb sind sie aber nicht weniger Wert. Vielleicht entfalten manche Gaben erst in Kombination mit anderen ihre Kraft. So funktioniert es auch mit Rico 12
und Oskar. Der langsame Rico schafft es, einen Entführungsfall zu lösen, weil er sich einfach nicht aus der Ruhe bringen lässt. Und seine Freundschaft mit dem klugen Oskar gibt ihm den Mut dazu. Er traut sich für seinen Freund kreuz und quer durch die Stadt zu fahren, obwohl er doch eigentlich nur geradeaus laufen kann und links und rechts nicht auseinander halten kann. Aber er schafft es tatsächlich wieder zurück nach Hause. Und dieser langsame Junge schafft es mit seiner Ruhe, dass Oskar sich so sicher fühlt bei ihm, dass er sich traut, seinen Helm abzunehmen. Jede Begabung, sei sie nun tief oder hoch oder noch völlig anders, sei sie nützlich oder unnützlich, ist ein Geschenk Gottes, und hat einen Wert, denn nur mit all diesen Gaben sind wir ein Leib in Christus. Gott sagt: Jeder und jede hat Fähigkeiten, die so wertvoll für die Gemeinschaft sind, dass ihr sie ruhig herauslassen koennt. Manchmal machen wir den Fehler dass wir christliche Ethik mit christlichem Glauben verwechseln. Eine christliche Ethik ist wenn man sich an christlichen Idealen, an Werten und Moral orientiert. Als sogenannter „guter Mensch“ hat man den Richtpunkt immer vor sich: Man will ja einem bestimmten christlichen Ideal näher kommen, man strengt sich an, 13
arbeitet hart, aber man erlebt frustrierend und aengstlich, dass man das Ideal nie ganz erreichen kann. Christlicher Glaube ist etwas anderes als christliche Ethik. Christlicher Glaube hat das, was ihn leitet, immer hinter sich, in seinem Rücken: naemlich Gottes Barmherzigkeit. Gott nimmt uns an, so wie wir sind. Mit Haut und Haaren, mit Schwächen und Stärken, mit Unzulänglichkeiten und Fehlern. Perfektion ist keine Gnadengabe Gottes, die will er gar nicht von uns. Etwas anders ist viel wichtiger: Barmherzigkeit. Und das Wichtigste dafür ist: Gott macht den ersten Schritt. Seine Barmherzigkeit nimmt uns an, so wie wir sind. Und dann beginnen wir uns diesem barmherzigen Gott zu öffnen: „Hier bin ich, guter Gott, du hast mich mit Haut und Haaren angenommen, deshalb stelle ich mich dir zur Verfügung: Setz mich dorthin, wo du mich brauchst!“ Ja, und dann können wir ganz geduldig und ohne uns mit anderen zu vergleichen, an die Stelle setzen lassen, die uns und unseren Fähigkeiten entspricht. Unsere Gemeinde ist ein Leib, in dem jeder und jede gleich wichtig ist. Wir Menschen sind es, die wir uns das eigene Leben und das Leben gegenseitig schwer machen indem wir meinen, immer beurteilen zu 14
müssen: Das ist besser, wichtiger oder weniger gut, weniger wichtig. Wir selbst lassen unsere Begabungen verkümmern, weil wir meinen, sie werden von anderen weniger anerkannt, anstatt uns mehr an Gottes Verheißung und nicht an menschlichen Urteilen zu orientieren. Gemeinschaft, auch christliche Gemeinschaft krankt daran, wenn wir uns vom Defizit, vom Mangel, her beurteilen. Menschen und menschliche Fähigkeiten, Talente, Gaben, Gnadengaben – die wollen wachsen! Auf gutem Boden, auf dem Boden der bedingungslosen Annahme and Zusage Gottes. Gottes Barmherzigkeit Gottes ist es, die Menschen anspornt sodass sie hineinwachsen in den Satz: „Hier bin ich, Gott. Nimm mich in deinen Dienst!“ Je mehr Menschen es gibt, die sich so angesprochen fühlen, desto mehr Wachstum gibt es auch. Ich träume eine Gemeinschaft und Gesellschaft … in der kein Mensch mehr die Begabungen anderen niederdrückt, nicht Macht ausüben möchte über andere, nicht bestimmen möchte und nicht Angst hat, dass andere etwas besser können als man selbst. Ich träume eine Gemeinschaft und Gesellschaft … in der jeder und jede am eigenen Platz eine Fülle von eigenen Talenten entfaltet, nicht um einer Konzeption 15
von Erfolg zu entsprechen, sondern allein aus Freude über die Akzeptanz und Barmherzigkeit Gottes. Ich träume eine Gemeinschaft und Gesellschaft … in der sich jeder am Erfolg des andern mitfreuen kann, in der man sich gegenseitig ermutigt und nicht beurteilt, wo jeder Mensch gleich wichtig ist, und das große Ganze wichtiger ist als alle eigenen Eitelkeiten und Unvollkommenheiten. Ich danke dem barmherzigen Gott, dass sich dieser Traum in der Vergangenheit immer wieder in Gemeinden und Gemeinschaften erfüllt hat. Moege dieser Traum als der Wille Gottes auch in unser Gesellschaft entgegen allen Zeitgeistern Wirklichkeit werden! Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus, unserem Bruder. Amen. Jesus Christus, du bist der Grund des Lebens. Du sorgst dich, du zerbrichst das geknickte Rohr nicht. Wir bitten dich für alle, die unter Schmerzen leiden, die Abschied nehmen und trauern. Wir bitten dich für die, die geknickt sind und keine Kraft mehr haben. Jesus Christus, du tröstest, 16
du heilst, du rettest. Tröste, heile, rette deine Menschen. Erbarme dich. Jesus Christus, du bist der Grund der Gerechtigkeit. Du trägst das Recht in die Welt, du löschst den glimmenden Docht nicht. Wir bitten dich für alle, die der Gerechtigkeit dienen. Wir bitten dich für alle, die zwischen Feinden vermitteln und die mit Mut Gewaltherrschern entgegentreten. Jesus Christus, du mahnst, du versöhnst, du befreist. Mahne, versöhne, befreie deine Menschen. Erbarme dich. Jesus Christus, du bist der Grund unseres Glaubens. Du weckst in uns die Liebe und schenkst uns deinen Heiligen Geist. Wir bitten dich für deine weltweite Kirche, für die Menschen, die sich nach deinem Wort sehnen. Wir bitten dich für die Enttäuschten und Zurückgewiesenen. Jesus Christus, du sprichst, du ermutigst du erfuellst mit neuem Leben. Sprich, ermutige und erneuere deine Menschen. Jesus Christus, du Grund unseres Lebens und Grund der Welt, dir vertrauen wir uns an. Höre unser Gebet. 17
Amen. Wir beten gemeinsam mit den Worten die Jesus uns gelehrt hat: Vater unser im Himmel Geheiligt werde Dein Name Dein Reich komme Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser taegliches Brot gib uns heute Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vegeben unseren Schuldigern und fuehre uns nicht in Versuchung sondern erloese uns von dem Boesen Denn Dein ist das Reich, und die Kraft und die Herrlichkeit In Ewigkeit, Amen
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