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The Red Bulletin AT 01/26

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KANN MAN OPTIMISMUS TRAINIEREN, JÜRGEN KLOPP?

Ein Gespräch über die Kraft des Lächelns und das Vertrauen in dich selbst

PLUS TIMOTHÉE CHALAMET / SANDRA HESCH / JULIA MAYER / ALEXANDER RONČEVIĆ / THE CURE

Mehr Emotionen, Komfort und Features

Der Audi Q6 e-tron – Jetzt mit aufgewerteter Serienausstattung

Audi Vorsprung durch Technik

Stromverbrauch kombiniert: 16,4–20,4 kWh/100 km (WLTP). CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km. Symbolfoto. Stand 01/2026.

EDITORIAL & CONTRIBUTORS

Tobias Moorstedt schreibt u. a. für „Die Zeit“ und die „Süddeutsche Zeitung“ über Innovationen, Gesellschaft und Sport. Für uns interviewte er Jürgen Klopp in der neuen Geschäftsstelle von RB Leipzig. Das ganze Gespräch ab Seite 48.

Mariam Schaghaghi hatte von George Clooney bis Christoph Waltz alle vor dem Mikro. Für uns sprach die Hamburger Journalistin („Madame“, „F.A.Z. Quarterly“) mit „Marty Supreme“-Darsteller Timothée Chalamet. Ab Seite 18.

Shamil Tanna ist ein mehrfach ausgezeichneter Fotograf und Regisseur aus London. Er arbeitet sowohl für Nike, Puma und Adidas als auch für Magazine („Wired“, „Q“). Langstreckenläuferin Julia Mayer shootete er auf Zypern. Ab Seite 36.

Eine ordentliche Portion Optimismus – mal ehrlich, wer könnte die derzeit nicht gebrauchen? Gerade deswegen steht diese Ausgabe ganz im Zeichen der Aufbruchsstimmung. Dabei geht es nicht darum, die Welt durch die rosarote Brille zu sehen, sondern darauf zu fokussieren, dass wir es selbst in der Hand haben, unser Leben zu verbessern. Oder wie es Jürgen Klopp im Interview ab Seite 48 sagt: „Habt Mut und umgebt euch mit den richtigen Menschen.“ Das ist auch bei den Athletinnen und Athleten in unseren Features ab Seite 24 der Fall. Mit unbändigem Glauben an sich selbst loten sie die Grenzen ihrer Sportarten neu aus –von Breaking über Langstreckenlauf bis zu Offroad-Inlineskaten.

Und was packst du als Nächstes an? Auf jeden Fall: Fingers crossed für all deine Pläne!

Viel Freude mit dieser Ausgabe, die Redaktion

Steile Moves, knallharte Battles: So freezen und spinnen die Champions des Red Bull BC One World Final.

Starker Wille, viel Verzicht: Julia Mayer ist die erfolgreichste Langstreckenläuferin Österreichs.

Fußball

Fußball­Vordenker Jürgen Klopp weiß, wie man mit Zuversicht das Maximum erreicht.

Musiker Fuzzman erzählt, was er vom Leben gelernt hat.

Wir beleuchten das Phänomen HYROX und zeigen, wie ihr euch optimal darauf vorbereitet.

B-Boy Haruto von der Body Carnival Crew zeigt beim Red Bull BC One World Final seine Skills.
Rekordhalterin Julia Mayer trainiert auf Zypern für die Laufsaison.

Yosemite, Kalifornien, USA Gold geholt

Am Abend beginnt diese gewaltige Wand zu glühen. Dann taucht die Sonne den El Capitan im Yosemite-Nationalpark in Kupfer und Gold. Viele Abende wie diese erlebte Sasha DiGiulian letzten November aber nicht: 23 Tage brauchte die US-Profikletterin, um als erste Frau die 39-Seillängen-Route „Platinum Wall“ zu durchklettern. Ganze neun davon harrte sie bei Schnee, Regen und Windspitzen bis 80 km/h im Fels aus. Bevor am zehnten Tag die Sonne wieder aufging. redbull.com

Palma de Mallorca, Spanien

Radln für die Wadln

6500 Watt. So viel Leistung ist nötig, um ein Segelflugzeug samt Pilot auf 54 km/h zu beschleunigen und zum Fliegen zu bringen. Auf dem Flugplatz

Son Bonet von Mallorca brachten neun Fahrer des Red Bull­BORA­hansgrohe­Teams diese Leistung mit ihrer Muskelkraft auf. 90 Sekunden traten sie in die Pedale, und der Flieger erhob sich in die Lüfte. Klingt vielleicht einfach, der Peloton Takeoff benötigte aber ein Jahr Vorbereitung – und 18 verdammt durchtrainierte Wadln. Hier geht’s zum Video.

Kitzbühel, Österreich

Blinder Passagier

Der Absprung erfolgte über der Red Bull Energy Station beim Starthaus, bei der Mausefalle bezwang er den Trainerturm, und die Hausbergkante meisterte er als Passagier auf den Skiern eines Abfahrers – einen Backflip inklusive. Die Art, wie die deutsche Parkour­Ikone Jason Paul im Jänner die Streif bewältigte, unterschied sich grundlegend von jener der Kollegen auf Skiern eine Woche später. Gänsehautmomente erzeugten alle: Nur im Zieleinlauf stahl Paul den Skifahrern mit einer Reihe von Flips die Show. Hier geht’s zum Video:

165

Schneller Sommer

Ende April startet die DTMSaison am Red Bull Ring. Ab dann gilt: Formel 1, MotoGP, Red Bull Ring Classics oder selber fahren – der Spielberg gibt Gas.

5 1/2

schnelle Brüder starteten in der MotoGP: Marc und Álex Márquez, Aleix und Pol Espargaró, Brad und Darryn Binder, Nicky und Roger Lee Hayden, Kenny und Kurtis Roberts – plus die Halbbrüder Valentino Rossi und Luca Marini.

1568

Tage musste Österreich ohne Starter in der Motorrad-WM auskommen. Beim Grand Prix von Thailand übernimmt Leo Rammerstorfer, gestählt im Red Bull Rookies Cup, das Staffelholz von Max Kofler.

9

hochkarätige Hersteller tummelten sich 2025 bei der DTM: Porsche, BWM, Audi, Mercedes-AMG, Ferrari, McLaren, Ford, Lamborghini und Aston Martin.

3

Siege hat Ford bis jetzt eingefahren und liegt damit hinter Ferrari und Mercedes. Im Heck von Max Verstappens Red Bull steckt in der neuen Saison zum ersten Mal ein Ford-Motor.

2, 47

Kilogramm pro PS ist das Leistungsgewicht des Porsche 911 GT3 Cup (992), Star im Red Bull Ring Fuhrpark, den man im Rahmen der Driving Experience fahren kann.

318,5

km/h Topspeed erreichten die KTM-Piloten Enea Bastiani und Pedro Acosta am Red Bull Ring im Qualifying – exakt genauso viel wie Brad Binder im Rennen.

17

Jahre und 30 Tage alt war Tom Kalender bei seinem DTM-Debüt letzte Saison. Damit schlug der Deutsche sogar Max Verstappen, der bei seiner Formel-1Premiere 2015 17 Jahre und 166 Tage zählte.

3

Heimspiele: Die DTM ist eine „ÖTM“. Lucas Auer (zweimal Vizechampion), Thomas Preining (Meister 2023) sowie der Italo-Wiener Mirko Bortolotti (einmal Meister, einmal Zweiter) zeigen den Nachbarn, wo der Gasfuß wohnt. Hier geht es zu DTM-Tickets.

-Corner-Tribünen-Hopping: Damit erlebt man das gesamte MotoGP-Wochenende (18.- 20. September) jeden Tag aus einer anderen Perspektive anstatt immer vom gleichen Platz aus. Hier geht es zu den MotoGP-Tickets.

Feier deine Crowd!

Haltung, Herz und Hustle sind das Credo von Multitalent Zendaya. Wir analysieren das persönliche Netzwerk der Schauspielerin.

FAMILIE

Kazembe Ajamu Coleman

Papa, Manager und Bodyguard

Coleman hing seinen Job als Lehrer an den Nagel, um seine Teenagertochter zu Auditions zu fahren und sie als Manager bei ihrer Karriere zu unterstützen.

Tom Holland

1. Co-Star; 2. Boyfriend

Law Roach

Stylist und Fashion-Ikone

Der Juror bei „America’s Next Topmodel“ sorgt als Zendayas enger Vertrauter für ihre gefeierten RedCarpet-Looks. Auch bei der anstehenden Hochzeit von Tom und Zendaya ist er für das Styling zuständig.

ARBEIT

Am Set zu „Spider-Man: Homecoming“ lernten Zendaya und Tom 2016 einander kennen. 2021 machten sie ihre Romanze öffentlich, 2025 folgte die Verlobung. Zwei gemeinsame Filme gibt’s im Sommer.

KUMPEL

Robert Pattinson

Dreh-Buddy

Die beiden Hollywood-ALister arbeiten gern zusammen, 2026 erscheinen drei gemeinsame Filmprojekte: „The Drama“ startet am 3. April, es folgen „Die Odyssee“ und „Dune: Part 3“.

Bruno Mars

Pop-/R&B-Superstar

Angetan von Zendayas

Performance seines Hits „24 k Magic“ in der Show „Lip Sync Battle“, lud Bruno Mars sie ein, die Hauptrolle in seinem Musikvideo zu „Versace on the Floor“ zu übernehmen.

BFF

Bella Thorne

Schauspielerin und Freundin seit Teenie-Tagen Als Hauptdarstellerinnen in der Sitcom „Shake It Up“ gelang ihnen 2010 der Durchbruch – seitdem sind Zendaya und Bella unzertrennlich. Karriereneid hat bei „Zendella“ keinen Platz.

Zendaya Coleman

Die Schauspielerin, Tänzerin und Sängerin, 29, startete ihre Karriere mit Serien wie „Shake It Up“ (Disney), bevor sie mit komplexen Rollen wie der drogensüchtigen Rue in der HBO-Serie „Euphoria“ den Durchbruch ins Charakterfach schaffte.

Der Lohn: zwei Emmys, ein Golden Globe. Mit ihrer Arbeit in „Spider-Man“ und „Dune“ ist sie fixer Bestandteil in zwei der erfolgreichsten FilmFranchises der Gegenwart. Insta: @zendaya

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Timothée Chalamet

will in „Marty Supreme“ mit Tischtennis die Welt erobern. Sechs Jahre lang trainierte der Golden-Globe-Gewinner für die Rolle des sportlichen Hochstaplers – und wurde dafür selbst zum Athleten.

Er schmettert, er schneidet, er drischt, er peitscht. Reckt sich in die absurdesten Winkel, febert dem Ball entgegen oder erwartet ihn mit liebevoller Geduld, um ihm dann mit einem entschiedenen Schlag wieder zu Tempo zu verhelfen. Es ist ein Spektakel mit verblüfenden Moves und Manövern, ein Tanz eines Spielers rund um den Tischtennistisch, was Timothée Chalamet da als Marty Supreme auf der Leinwand darbietet.

Der Hollywoodstar spielt alles selbst, ohne Stuntdoubles. Vorbild für den Ende Februar in den Kinos gestarteten Film war der Hochstapler und Bonvivant Marty Reisman, eine legendäre Figur der New Yorker Unterwelt der Fünfzigerjahre: ein Glücksritter, ein rastloses Genie, weniger Leistungssportler als Lebenskünstler, ein Schuhverkäufer und Spargeltarzan, der davon überzeugt war, mit Tischtennis die Welt zu erobern. Marty wirkte oft lächerlich – bis man ihn spielen sah. Doch noch mehr staunt man jetzt über Timothée. Er ist in dem Film Akteur und Athlet zugleich. Wie er das hingekriegt hat?

„Es war jede Menge Arbeit“, nickt Chalamet bei einem Termin mit der internationalen Presse, „und noch mehr ein Auswendiglernen von Bewegungssequenzen und Ballwechseln.“ Sechs Jahre lang hat der Schauspieler trainiert, allein fünf mit Gurus wie dem Schweizer Diego Schaaf, der schon Tom Hanks für „Forrest Gump“ ft machte. Mit Schaafs Frau Wei Wang, einer US-Olympiateilnehmerin, studierte Chalamet historische Aufnahmen, Griftechniken, Bewegungsabläufe, Reaktionsmuster. Tischtennis wurde zu Timothées

On point

Geboren 1995 in New York City; hat einen amerikanischen und einen französischen Pass; ist seit drei Jahren mit Kylie Jenner zusammen, davor war er mit Lourdes Leon und Lily-Rose Depp liiert; spielte in der Kultserie „Homeland“ den Sohn des US-Vizepräsidenten

Alltag. Ob an den Filmsets von „Wonka“ oder „Dune: Part Two“, bei sich in Los Angeles oder auf Reisen: Wo Timmy war, war auch eine Tischtennisplatte. Hotelmanager müssen sich an den Kopf gefasst und es für eine schräge Promi-Allüre gehalten haben. Dabei war es: Engagement, Ernsthaftigkeit und Job-Ethos à la Chalamet.

Odyssee eines Schelms

Seit seinem Durchbruch mit „Call Me by Your Name“ 2017 umweht Chalamet der Nimbus des mühelos Begabten. Das ist ein Irrtum: Kaum ein Schauspieler seiner Generation arbeitet so altmodisch feißig an seinem Handwerk. Für „Call Me by Your Name“ lernte der Franko-Amerikaner Italienisch, Klavier und Gitarre, für „Dune“ trainierte er physische Ausdauer, für seinen Bob Dylan in „Like a Complete Unknown“ nahm er Gesangsunterricht und lernte Mundharmonika. Sein Erfolg ergibt sich aus dem Willen, eine Fähigkeit so zu durchdringen, bis sie nicht mehr gespielt, sondern ganz selbstverständlich wirkt. So entsteht Perfektion.

Kurz geschorene Haare, fese Brille, die auch von Marty sein könnte, Hemd, Krawatte, Oberlippenbärtchen: So präsentiert sich Chalamet vor dem Filmstart

der Presse. Sein Look stamme noch vom Dreh von „Dune 3“, entschuldigt sich der Modefreak lachend. Warum Chalamet die Odyssee eines Schelms über vier Kontinente so elektrisierte, erklärt er entwafnend ehrlich: „Ich sage das ohne Ironie: Ich war genau wie Marty, bevor ich Kar riere machte.“ Schon mit zehn Jahren wusste der gebürtige New Yorker, dass er Schauspieler werden wollte, erlebte Castingqualen, bis er mit achtzehn eine erste wichtigere Rolle in Chris Nolans „Interstellar“ bekam. Chalamet war überzeugt von seinem Weg: „Ich weiß, was es heißt, kein Nein als Antwort zu akzeptieren – und das in einer Branche, in der man so oft abgelehnt wird.“

Meisterschaft als Praxis

In seinen neun Jahren im Scheinwerferlicht hat Chalamet nicht nur Fleiß und Hingabe bewiesen. Sondern auch, dass er alles spielen kann. Er war der Jüngste, der je für einen Hauptrollen-Oscar nominiert wurde (für „Call Me by Your Name“). Eine zweite Nominierung erfolgte 2025 für sein berührendes Bob-Dylan-Porträt. Mit „Marty Supreme“ wird er jetzt wieder für einen Oscar gehandelt. Seinen ersten Golden Globe als „Bester Hauptdarsteller“ strich Chalamet mit der Rolle bereits ein – und vielleicht wird er ja am 16. März endlich auch die goldene Statue in Händen halten. Der Zeitpunkt für einen ersten Oscar würde passen. Es ist gar nicht so lange her, dass Chalamet dreißig geworden ist – ein Meilenstein, wie er fndet.

Neu ist, wie er mittlerweile jede Ablenkung am Set ausschaltet, sogar das Handy, weil er genießen möchte, „zwei Monate lang mal nur diese eine Figur zu sein. Als Schauspieler auf höchstem Niveau zu arbeiten, ist das Geschenk meines Lebens.“ Meisterschaft – das ist bei Chalamet kein großes Wort, sondern Praxis.

Sie entsteht aus dem Wissen, dass Glaubwürdigkeit erarbeitet werden muss – genauso entschlossen, wie Marty sein Glück herausfordert. „Ich fnde, dass Marty Supreme uns befügelt, unser Bestes zu geben, auch wenn das jetzt etwas klischeehaft klingt“, sagt er am Schluss des Pressetermins. Für ihn ist dieser Film kein Karriereschritt, sondern ein Bekenntnis: zu einem Kino, das Können zeigt, weil es Können voraussetzt.

Instagram: @tchalamet

„Ich akzeptiere kein Nein als Antwort – und das in einer Branche, wo man so oft abgelehnt wird.“
Seit er zehn war, wusste Timothée Chalamet, 30, dass er Schauspieler werden wollte.

Dominique Jardin

kündigte ihren gut bezahlten Job, um DJ zu werden – ohne viel von der Branche zu wissen. Heute führt die Kremserin ein Rockstar-Leben und teilt sich die Bühne schon mal mit David Guetta.

„Wer auf die große Bühne will, muss erst durch den Dreck gehen.“ Das klingt hart. Was die österreichische Technound House-DJ Dominique Jardin damit aber meint: Einen Platz auf der Mainstage – wie ihren beim Electric Love Festival 2025 am Salzburgring – muss man sich erarbeiten. Oder anders gesagt: Die Wahrscheinlichkeit, dass man über Nacht zur Sensation wird, ist gering. Doch der Reihe nach.

Dominique hat ihre mittlerweile knapp 15-jährige Karriere einer Kurzschlussreaktion zu verdanken: „Ich war auf Ibiza, David Guetta hat im Club aufgelegt, und ich konnte ihm dabei genau auf die Finger schauen. Da kam mir die Idee: Ich kündige meinen Job und mache genau das für den Rest meines Lebens.“ Ähnlich wie die Songs ihres Vorbildes klingt heute auch ihr eigener Sound: ein tanzbarer Mix aus Melodic House, Indie Dance und Techno. Die Liebe zur Musik trägt die Niederösterreicherin von klein auf in sich, geprägt von ihrer Mutter, die beim Hausputz die Boxen immer auf volle Lautstärke gedreht hat. „Egal ob es eine große Party oder private Feier war – ich war vorne beim DJ. Vermutlich bin ich einigen echt auf den Senkel gegangen, aber ich hatte das Gefühl, ich weiß, was die Leute hören wollen.“

Dennoch schlug Dominique zunächst einen anderen Karriereweg ein und landete im Controlling eines Hedgefonds. Ein gut bezahlter, respektabler Job. Entsprechend schockiert reagierten Freunde und Familie, als sie, zurück aus Ibiza, ihren Plan verkündete. „Alle haben die Hände überm Kopf zusammengeschlagen. Aber ich wusste tief in mir, das ist mein Traum

On point

Kommt aus Krems; lebt in Salzburg; heißt tatsächlich Dominique mit Vornamen; ist ein Morgenmensch und meistens schon gegen sieben Uhr früh munter; genießt nach einer Show die absolute Stille im Hotelzimmer; liebt Pasta in allen Variationen

– und hab es durchgezogen.“ Zwei Jahre lang gab es für Dominique nur eins: üben, üben, üben. Mit der Hilfe von Freunden, die selbst auflegten, und YouTube-Videos brachte sie sich das technische Know-how bei. Bis sie sich bereit für ihren ersten Gig fühlte. „Es war eine Privatparty in Wien, irgendwo im ersten Bezirk, ganz klein, 200 Leute. Da war ich richtig aufgeregt.“

Kommt Geld, kommt Anwalt

Es lief gut, die Gäste waren begeistert, Dominique euphorisiert. Doch die Euphorie verfog auch wieder schnell. „Ich hatte zwar einen kleinen Polster angespart, aber irgendwann wurde es fnanziell eng. Weil du natürlich nicht direkt die großen Gigs spielst und tausende Euros Gage bekommst. Das waren mal 250 Euro da, 150 Euro plus ein paar Getränke dort.“ Dominique gab nicht auf, auch wenn es immer wieder hart war: „Das Schlimmste ist, wenn du auflegst und das Publikum immer weniger wird. Aber das passiert jedem mal“, sagt sie. „Und jeder, der behauptet, dass es nicht so ist, lügt!“

Dennoch wurden die Shows mit der Zeit größer. 2013 erhielt sie den Austrian Dance Music Award für „Best Newcomer“ und knüpfte immer mehr Kontakte zu Musikern, DJs, Managements – und zu Anwälten. „Wenn es um Geld geht, ist es

wichtig, dass du Leute um dich hast, die sich auskennen. Egal ob es um Songs, Labels oder Kooperationen geht, diese Verträge sind so wild geschrieben, da verkaufst du deine Seele direkt mit. Mein Tipp an alle Newcomer: Hol dir einen guten Anwalt – hat auch schon Taylor Swift gesagt!“ Besonders für Frauen kann das Musikbusiness erbarmungslos sein.

„Es gab anfangs Momente, in denen sich ein Mann statt mir aufgedrängt hat. Plötzlich bin ich aus dem Line-up gefogen oder habe einen schlechteren Slot bekommen“, sagt Dominique. Früher habe sie das überfordert. „Klar legt man sich nicht gerne mit Leuten an, aber heute gebe ich nicht nach. Nur so bekommt man den Respekt, den man verdient.“ Wobei Dominique betont, dass Gleichberechtigung mittlerweile ein größeres Thema sei als vor ein paar Jahren. Und dass Personality und Vibe für Fans am Ende sehr viel wichtiger seien als das Geschlecht. „DJs sind die neuen Rockstars – aber man muss es schafen, authentisch zu bleiben.“

Angekommen im Glamour

Ein Rockstar-Leben führt Dominique allemal. Sie spielt Shows und Festivals überall auf der Welt, mit ihrem Idol David Guetta durfte sie sich bereits die Bühne teilen, und selbst Star-DJs wie Tiësto und Meduza nutzen ihre Songs und Samples. „Von so etwas träumt man immer!“ Mit B ON VOYAGE! gründete sie Anfang des Jahres sogar ihre eigene Marke. In erster Linie, um besondere Events auf die Beine zu stellen. „ BON VOYAGE! bedeutet in dem Sinne eine gute Reise an einen Ort, an den man normalerweise nicht hinkommt oder wo sonst keine Partys stattfnden dürfen. Alles sehr intim, sehr speziell, sehr cool!“ Unmittelbar vor größeren Auftritten, wie beim Electric Love Festival 2025, steigt die Aufregung merklich, gibt Dominique zu. „Ich bin zum Teil immer noch so nervös, dass alles an mir vorbeifiegt und ich erst danach checke, was passiert ist.“ Wenn sie daher einen Tipp für ihr jüngeres Ich hätte, wäre es folgender: „Versuch, dich zu entspannen und den Moment auf der Bühne voll zu genießen. Der Rest regelt sich.“

Insta: @dominiquejardin; @bonvoyage.ofc dominiquejardin.com; Infos und Tickets für das Electric Love Festival 2026 unter electriclove.at

„Wer auf die große Bühne will, muss erst durch den Dreck gehen.“
sein kann.
Dominique Jardin macht kein Geheimnis daraus, wie hart das DJ-Leben

Sandra Hesch

glaubt als Musikerin und TikTok-Star an ein radikales Konzept: Nur schonungslose Ehrlichkeit bringt relevanten Content. Ihre Erkenntnis: Den Leuten gefällt’s, wenn man nicht gefallen will.

Sandra Heschs größtes Talent ist zugleich ihr gefährlichster Kaputtmacher. „Ich bin wahnsinnig gut darin, gute Laune vorzuspielen, wenn es mir eigentlich richtig mies geht“, sagt die 25­jährige Deutschpop­Sängerin. „Ich will es allen recht machen, nicht anecken, bloß niemanden verletzen. Aber das brennt mich komplett aus. Also arbeite ich daran, es mir abzugewöhnen.“

Seitdem legt die gebürtige Oberösterreicherin auf der Bühne, in ihren Songtexten und auch in ihren TikTok­Videos schonungslos ofen, was sie unter der Oberfäche wirklich beschäftigt: Anxiety und Selbstzweifel, Sexismus­ und Belästigungs­Erfahrungen, Verlust, Trauer und Essstörungs­Struggle. Klingt bleischwer? Irrtum: Humor, Selbstironie und Mitsing­Refrains verwandelten jeden ihrer jüngeren Releases in einen viralen Hit. Insgesamt kamen so schon mehr als zehn Millionen Streams zusammen. Nicht schlecht für eine Songwriterin aus einem verträumten 1500 ­Einwohner­Dorf, in dem zur Selbstverwirklichung nur Goldhaubengruppe, Marktmusikkapelle und Kleintierzüchterverein geboten werden.

Aus Drive wird Druck

Die Bühne strahlte für Sandra schon von klein auf magische Anziehungskraft aus. „Ich habe gesungen, bevor ich sprechen konnte“, sagt sie. Mit vier kam das Tanzen dazu. Zuerst Ballett, dann Paartanz. Zunächst aus reinem Spaß, dann mit zunehmendem Ehrgeiz. „Ich lernte, dass man Disziplin braucht, wenn man etwas er reichen will.“ Zwei, drei Trainings pro Woche brachten sie mit ihrem Tanzpartner bis zum Staatsmeistertitel der

On point

Geboren am 17. September 2000; kommt aus Peilstein, OÖ; wohnt in Wien; pendelt nach Berlin; liebt Reisen und Essiggurken; lief 2025 ihren ersten Halbmarathon (2:10:35); fand durch „Wie geht’s Lisa?“ ihre Jugendfreundin wieder; geht im Mai auf Tour: Ö­Termin am 30. Mai im Flex, Wien

Lateinamerikanischen Tänze. Parallel dazu begann sie schon im Volksschulalter Songs zu schreiben: „Über dramatische Liebesgeschichten und exzessive Partynächte. Natürlich alles nur ausgedacht, aber meine Mutter war alarmiert.“ Als Sandra zwanzig war, spielte sie im Video ihres Mühlviertler Kumpels Michael eine Minirolle. Seine Eltern waren Freunde ihrer Eltern, Michael als TikTok­Star Mike Vallas bekannt. „Ich hatte über Nacht hunderttausend Follower und dachte mir: Na gut, poste ich eben mal ein paar Covers und ein bisschen was von meiner eigenen Musik.“

Dann ging alles ganz schnell. „Meine Videos sind durch die Decke gegangen, und ich durfte plötzlich meinen Traum leben und Musikerin sein.“ Ein Märchen, wie es im Buche steht. Oder etwa doch nicht? „Ich wollte alles so perfekt machen wie möglich. Ich habe Formate gepostet, von denen ich wusste, die funktionieren. Ich habe die Videos so geschnitten, dass es die Aufrufe optimiert. Aber insgeheim war mir vieles peinlich, zum Beispiel für ein Comedy­Format Leute auf der Straße anzusingen. Irgendwann habe ich gemerkt: Meine Laune hängt direkt von den Zugrifszahlen des Tages ab. Und meine Selbstzweifel werden immer größer.“

Karten auf den Tisch

Mit Hilfe einer Therapeutin riskierte Sandra eine Kehrtwende. Zeigte in ihren TikTok­ und Instagram­Videos den Menschen, der sie wirklich war: an einem Tag ausgelassen, am anderen verheult, in einem Video grüblerisch, im anderen selbstbewusst. Und begann Songs über die Themen zu schreiben, die ihr wirklich unter den Nägeln brennen: etwa über Geschlechterrollen („Hey Hübscher“), über emotional unreife Männer („Liebling“) oder über sexuelle Belästigung („Blaues Kleid“). Die neue Ofenheit fühlte sich nicht nur befreiend an, sie gab Sandras Karriere auch einen Extra­Schub: „Die Leute checken unbewusst, ob man in einem Song ehrlich ist. Denn jeder ist erleichtert, wenn er mit seinem Problem nicht allein ist.“ Nun öfneten sich immer mehr Türen. Sandra sammelte Live­Erfahrung als Support­Act – etwa von Josh. –, knüpfte Kontakte in der Musikszene.

„Lernt man Sandra näher kennen, merkt man, dass sie nicht nur eine Hammer­Sängerin ist, sondern auch ein echt toller Mensch“, schwärmt Songwriterin Julia Kautz, die schon für Cassandra Steen, Wincent Weiss und Max Mutzke Hits schrieb. „Julia und ich haben um die Wette geheult, als wir miteinander an Songs getüftelt haben“, sagt Sandra Hesch. Die gemeinsamen Kreativ­Sessions zu „LG, Dein Zukunfts­Ich“ (über ihre Essstörung als Teenager) und „People Pleaser“ nennt sie „echt heilsam“. Letzterer ist für sie noch immer ein Motivations­Mantra – gerade auch in Bezug auf ihre bevorstehende erste Solo­Tour.

„Ich singe in dem Song zwar ‚Ich hör auf, mich zu verbiegen, ich hab mich für mich entschieden‘, aber im richtigen Leben arbeite ich noch dran“, gibt Sandra zu. Deshalb trainiert sie regelmäßig, nein zu sagen. „In neun von zehn Fällen entstehen daraus gar nicht die Konsequenzen, die man sich ausgemalt hat. Unter Freunden kann es sogar die Beziehung stärken. Ein ehrliches ‚Ich möchte dich heute nicht trefen, sondern lieber allein sein‘ ist fx mehr wert als eine faule Ausrede.“

Instagram: @sandra.hesch; Tickets für 30. Mai in Wien: oeticket.com/artist/sandra-hesch Deutschland-Termine: 26. Mai Hamburg, 27. Mai Köln, 28. Mai Berlin, 31. Mai München

Text Alexander Lisetz Foto Lukas Feix
„Es allen recht zu machen, möchte ich mir abgewöhnen.“
Sängerin und Content Creatorin
auf sich.
Sandra Hesch, 25, schaut

Zehen: Spitze!

Die Französin B-Girl Kimie kam mit einer Wildcard zum letztjährigen Red Bull BC One World Final nach Tokio. Den KaleidoskopEffekt erzielte Fotografin Muriel Florance Rieben durch einen ganz und gar analogen Trick: Sie hielt einfach eine kleine Glasscheibe vor die Linse.

Herzensbreaker

Starke Moves, knallharte Battles: Mitte April steigt in Innsbruck der Vorentscheid für das weltweit wichtigste Breaking-Turnier, das Red Bull BC One World Final. Zur Einstimmung: die besten Bilder der aktuellen Champions.

Text Simon Schreyer

Die Wurzeln von Breaking liegen in der südlichen Bronx der 1970er-Jahre: Zu Hip-Hop tanzten sich Teenager mit spektakulären Moves den Frust von der Seele. Heute ist aus der einstigen Subkultur längst ein globales Phänomen geworden. Der weltweit wichtigste 1-gegen-1-Bewerb ist Red Bull BC One, dessen Finale dieses Jahr in Toronto stattfinden wird. Es treten an: die Besten der Besten aus den über 60 nationalen Cyphers und Camps in über 30 Ländern. Das wird spektakulär. Versprochen.

Red Bull BC One Cypher Austria am 19. April in Innsbruck. Alle Infos: redbull.com/bcone

The Winner takes it all Er kam, um zu gewinnen: Gegen B-Boy Issin von der Body Carnival Crew Japan und seine phänomenalen Moves hatte beim Finale in Tokio niemand ein Leiberl. „Ehrgeiz und gesunder Wettbewerb sind die Gründe, warum japanische Breaker immer stärker werden“, meinte er nach seinem mehr als verdienten Turniersieg.

Herzschläge

DJ KhanFu synchronisierte die Beats mit dem Puls des nächtlichen Tokio und brachte damit über 7.700 Fans zum Toben. Genau die richtige akustische Unterlage für das Tiroler B­Girl Jana (Bild unten), die beim Last Chance Cypher performte: „Die Stimmung war mega!“

Gut gebrüllt!

Die legendäre Arena Ryōgoku Kokugikan im Stadtbezirk Sumida ist eigentlich seit 1985 Sumō-Ringkämpfern vorbehalten. Doch für das Red Bull BC One World Final wurden die Tore der heiligen Halle geöffnet. Was Sumō und Breaking verbindet?

Tradition, Kampfgeist –und Megastimmung!

Handarbeit

Während der Tanzstil von Champion Issin brachial und gleichzeitig charmant daherkommt, war der seines Endgegners B-Boy Haruto (Bild) von ausgefeiltem Detailreichtum. Auch Haruto gehört zur Body Carnival Crew und war ein mehr als würdiger Finalist.

Blaue Engel

Avantgardey haben 1,8 Millionen Follower auf Insta, und nach ihrer Show in Tokio hatten sie noch einige tausend mehr. Der Stil der Tanzgruppe? Super­synchroner Robot Dance. In Tokio trafen übrigens erstmals Breaking und Gaming aufeinander: im neuen Format Break Fighter.

Zwielicht-Zone

B-Girl Swami aus Mexiko in einer der ersten Runden: In dieser Aufnahme spielen Fotografin Muriel Florence Rieben und die Tänzerin perfekt zusammen. Beide eint das Feingefühl für Stil und Grazie. Und beide haben in ihrer jeweiligen Ausdrucksform eine Vorliebe für Experimente.

Bruder, tanz mit mir B-Boy Griimsen und Rundensieger B-Boy Fe verlassen nach tänzerischem Battle die Bühne als Freunde. Dass Breaker vor allem Verbündete und erst in zweiter Linie Kontrahenten sind, illustriert dieser Shot besonders gut.

Tanz und Gloria B-Girl Riko von der One Piece Crew sicherte sich in Tokio gegen die Litauerin Nicka den Titel und sagte gleich nach ihrem Sieg: „Das ist der härteste Wettbewerb der Welt. Ich musste auch mental mein Bestes geben – das hat sich ausgezahlt.“

Legende mittendrin

Der algerisch-französische Veteran B-Boy Lilou von den Red Bull BC One Allstars gab sich in einem Extra-Cypher gewohnt verspielt, als er sein Bein über B-Boy Taisukes Kopf sausen ließ. Danach tauchte er ins Publikum ein und genoss den Abend in vollen Zügen.

Professionelle Langstreckenläuferin wird Julia Mayer erst mit 27 - also vor sechs Jahren. Zuvor spielte sie Fußball in der Zweiten Liga.

LÄUFT BEI IHR

Julia Mayer sprintet von einem Sieg zum nächsten. Bis zu den Olympischen Spielen in Los Angeles will die erfolgreichste Langstreckenläuferin Österreichs aber noch schneller werden. Das Zeug hat sie dazu: Nach einer schweren Krise ist sie jetzt auch mental richtig stark.

Text Sabrina Luttenberger
Fotos Shamil Tanna

rennt gut für Julia Mayer. Sie holt den ersten Platz beim Traunsee Halbmarathon im Juni, in Amstetten den österreichischen Meistertitel über zehn Kilometer und den Sieg beim Halbmarathon in Graz – jeweils mit neuem Streckenrekord. Bei der LeichtathletikWM in Tokio im September schafft sie es auf den 33. Platz, sie ist die elftbeste Europäerin. Und beim Marathon in Valencia im Dezember, wo sie auf den 14. Platz läuft, unterbietet sie ihre eigene Bestmarke um 35 Sekunden. Die zwei Stunden, 26 Minuten und acht Sekunden, die sie braucht, sind neuer österreichischer Rekord.

Alles paletti? Leider nicht immer. Vor rund eineinhalb Jahren wollte Julia nach einer Panikattacke sogar alles hinschmeißen.

Dem Laufen ordnet Julia alles unter: Ins Kino gehen oder auf einen Kaffee mit Freundinnen? Fehlanzeige.

Keine andere Frau aus Österreich ist die 42,195 Kilometer jemals schneller gelaufen als sie. Und das, obwohl Anfang des Jahres noch völlig unklar ist, ob die 33-Jährige überhaupt an Bewerben teilnehmen wird. Denn ausgerechnet der Moment ihres bis dahin größten Erfolgs – ihre Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Paris 2024 – stürzt sie in ein tiefes Loch. Es ist ein Wendepunkt in ihrer Karriere. Julia vergeht die Lust am Laufen.

Dabei hat alles so unbeschwert angefangen, wenn auch recht spät. Denn erst vor sechs Jahren wird Julia professionelle Langstreckenläuferin. Da ist sie 27 Jahre alt und hat schon eine andere Sportlerinnenkarriere hinter sich. Als Fußballerin kickt sie bereits als Siebenjährige im Verein und als Erwachsene in der Zweiten Liga. „Ich war aber nicht so erfolgreich, dass ich damit Geld hätte verdienen können“, sagt Julia, die aus dem kleinen niederösterreichischen Ort Bad Fischau-Brunn kommt. Also studiert sie nebenher Sport und Deutsch auf Lehramt und unterrichtet schließlich an der Sportmittelschule in Wien-Favoriten. Sie trainiert auch eine Jugendmannschaft, eine Dreifachbelastung, die ihr zu viel wird. Julia beschließt, dem Fußball einen Korb zu geben und sich ganz auf ihren Beruf zu konzentrieren. Das klappt so semi. Denn ihr fehlt einfach was: der Sport.

Erfolge in laufender Tour

Dass Julia sich fürs Laufen entscheidet, ist wenig überraschend. Erstens kann sie das nebenbei machen, sie läuft zur Arbeit und wieder heim. Zweitens liegt ihr das Laufen. Ein bisschen liegt es ihr auch im Blut. Sowohl ihr Papa als auch ihr Opa sind leidenschaftliche Läufer. Zum Spaß macht sie dann 2017 beim Vienna Night Run mit – und wird einfach so Dritte. Für die ehrgeizige Sportlerin ist das so etwas wie der Startschuss zur Karriere als Profläuferin. Sie will herausfnden, wie viel Potenzial in ihr steckt und tut sich mit einem Trainer zusammen. Halbprofessionell sei das noch gewesen, sagt sie.

Doch Julia ist schnell „schnell“. Sie sagt: „Es war verrückt. Ich bin gleich im ersten Jahr Staatsmeisterin geworden.“ Mittlerweile hat sie 22 StaatsmeisterinnenTitel. Sie hält in Österreich die Rekorde auf der Halbmarathon- und eben der Marathondistanz. Und auch international kann Julia mithalten. Schon 2023 nimmt sie an der WM in Budapest teil. Das ist insofern beeindruckend, als die Leistungsdichte beim Laufen extrem hoch ist, die Unterschiede in den Zeiten nur minimal ausfallen und die Zeitlimits, um sich zu qualifzieren, umso strenger. Aber Julia hat das Zeug. Das zeigt sie 2024 auch beim Wings for Life World Run, wo sie mit 38,1 gelaufenen Kilometern den 58. Platz weltweit belegt. 2020 war sie sogar die beste Österreicherin – im ersten Pandemiejahr fand der Wings for Life World Run

„Es war verrückt. Ich bin gleich im ersten Jahr Staatsmeisterin geworden.“

erstmals ausschließlich über den App Run statt. Vor allem aber hat sie einen starken Willen. Denn Julia, die ab 2020 als Lehrerin karenziert ist und Heeressportlerin wird, lernt schnell, was so ein Profleben mit sich bringt: richtig viel Eintönigkeit.

Einen Monat Mensch sein

Laufen, dehnen, essen, ruhen. Einmal am Vor mittag. Einmal am Nachmittag. Und das jeden Tag. Mehr Routine geht nicht. Für Abwechslung in Julias Alltag sorgen eigentlich nur die Trainingseinheiten, hier zwölf Intervalle mal tausend Meter, da locker auf 33 Kilometern. Ausnahmen? Gibt’s keine. „Wenn man es hart ausdrücken will“, sagt Julia, „hab ich ein Verbot, außergewöhnliche Dinge zu machen.“

Julias Trainingsroutine: laufen, dehnen, essen, ruhen. Einmal am Vormittag. Einmal am Nachmittag.

Was allerdings für die Spitzensportlerin als außergewöhnlich gilt, ist für alle anderen das Normalste auf der Welt. Ins Kino gehen oder auf einen Kafee mit Freundinnen. Auch Geburtstagspartys, Hochzeitsfeste und Familienfeiern sind tabu. Zu wichtig ist die Regeneration. Zeit, in der sich Julias Körper erholen kann. Einzig im Urlaub darf sie die Couch gegen Gesellschaft tauschen. „30 Tage im Jahr kann ich leben wie ein normaler Mensch“, sagt sie. Ihr Umfeld versteht das zwar, einfach ist es für Familie und Freunde trotzdem nicht. Auch Julia fällt der Verzicht nicht immer leicht. Aber sie weiß: Will sie noch schneller werden (ja!), geht es nicht anders. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass sie innerhalb von nur vier Jahren von null auf Olympische Spiele beschleunigt hat.

Nach Paris ist vor Los Angeles

Am 11. August 2024 steht Julia am Start des olympischen Marathons in Paris – und gleichzeitig an ihrem Ziel. Einmal Olympiateilnehmerin sein, das wollte sie als Läuferin unbedingt erreichen. Julia ist auch erst die dritte Österreicherin, die das schaft. Vor ihr waren es 2008 EvaMaria Gradwohl und Andrea Mayr, die 2012 und 2016 teilnahmen. Julia ist viel nervöser als sonst. „Bei anderen Marathons ist es im Endefekt wurscht, wenn im Rennen was passiert und du nicht ins Ziel kommst. Bei den Olympischen Spielen wäre das richtig bitter gewesen.“ Doch sie kämpft sich durch. Auf den letzten Metern: nur mehr Emotionen. Julia rennt mit Tränen in den Augen über die Ziellinie. Sie holt den 55. Platz, übertrift damit ihre Erwartungen. Sie ist überglücklich. Doch bevor sie erfasst, was ihr da gelungen ist, holt sie die Realität ein. Mit dem Erfolg in Frankreich haben sich die Zielsetzungen verschoben. Bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles ist Dabeisein nicht mehr alles. Julia möchte es in die Top 30 schafen. Das Training geht nicht nur weiter, es wird noch härter. Schon seit einiger Zeit feilen sie und Coach Vincent Vermeulen, der sie seit 2020 betreut, an Julias Lauftechnik, jetzt noch intensiver. Es geht darum, Schrittlänge und Schrittfrequenz zu verbessern, damit sie noch efzienter laufen kann. Es dauert selbst für Spitzensportlerinnen Monate, um solche Veränderungen zu verinnerlichen. Für Julia, die schnelle Fortschritte gewohnt ist, fühlt sich das wie Stillstand an: „Das war ein Wahnsinn, Laufen hat keinen Spaß mehr gemacht, es war nur mehr anstrengend.“

Beim Trainingscamp auf Zypern im Jänner

2026 feilt Julia weiter an ihrer Lauftechnik: um noch effizienter zu werden.

Julias Stärke: Sie hört auf ihren Körper. Nach der Panikattacke kennt sie ihn jetzt auch besser.

Die fünf olympischen Ringe trägt Julia nicht nur um den Hals, sondern seit 2024 auch als Tattoo am Arm.

Der 33-Jährigen wird auf einmal bewusst, wie viel Arbeit vor ihr liegt. „Ich hatte keinen Bock mehr“, sagt Julia, die im September 2024 ernsthaft überlegt, alles hinzuschmeißen. Was sie lange motiviert hat – besser zu werden –, daran zerbricht sie nun. Und es kommt noch schlimmer.

Auf einmal blieb die Luft weg …

Der Grund, warum Julia läuft und läuft und läuft, ist das Gefühl, das ihr das Laufen gibt. Beim Laufen kann sie abschalten. Ist sie allein unterwegs, hört sie Musik und in sich rein. Sie kann in Ruhe nachdenken. „Laufen ist einfach das Beste, was ich für mich selbst tun kann“, sagt sie. Selbst harte Trainings geben ihr deshalb Kraft. Normalerweise. Aber nach den Olympischen Spielen ist plötzlich alles anders. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat Julia eine Panikattacke, ausgerechnet beim Laufen. Sie bekommt auf einmal keine Luft mehr. Kann sich nicht mehr auf den Beinen halten, muss sich auf den Boden legen. Sie weiß nicht, was los ist, aber als sie in den Tagen danach neue Anläufe nimmt, kommt immer wieder Panik auf. Julia fällt in ein Loch. Das ist ihr mentaler Tiefpunkt. Sie vertraut sich schließlich ihrem Partner und auch ihrem Trainer an. Vermeulen war schon ihr Physiotherapeut, als sie noch Fußball spielte. Er kennt Julia schon lange und sehr gut. Doch nicht einmal er weiß, dass sie aufhören will. Trotzdem ist es ein Gespräch mit ihm, irgendwann Anfang 2025, das Julia wieder Hofnung gibt.

Vermeulen erinnert Julia daran, was sie schon erreicht hat: nämlich alles, was sie sich vorgenommen hatte. Was nun komme, sagt er, sei die Zugabe. „Er hat gesagt, dass es egal ist, wenn es nicht funktioniert. Dass mich das als Mensch nicht defniert“, so Julia. Als sie das hört, fällt eine Last von ihr ab. Und sie erkennt, dass sie sich nie Zeit genommen hat, ihre Erfolge zu genießen. Oder ihre Leistungen anzuerkennen. So, als wäre es nie gut genug. Das habe sie irgendwann überfordert. Und deshalb geht sie es nun langsamer an. Nicht beim Laufen, aber sie drosselt ihre Erwartungshaltung ein wenig. Es dauert insgesamt ein halbes Jahr, bis März 2025, bis sie als Läuferin wieder ganz zurück ist. Die Panikattacken sind zum Glück nie wieder gekommen. Immer und immer wieder über ihre Gefühle zu reden, habe geholfen. „Ich bin gelassener und akzeptiere, dass ich gerade nur so gut bin, wie ich eben bin“, sagt Julia. Eine Perfektionistin ist sie trotzdem geblieben.

Kenne deinen Körper

Was Julia gut macht: Sie überlässt nichts dem Zufall. Schon gar nicht die Dinge, die sie selbst beeinfussen kann. Also eigentlich alles außer dem Wetter. Ihr Trainer und sie sammeln haufenweise Daten zu ihrer Performance, um daraus zu lernen. Bei den bis zu 240 Kilometern, die sie pro Woche abspult, kommt einiges zusammen. Das sind zum Beispiel Werte zu Herzfrequenz und Laktat. Oder Informationen, wie unterschiedliches Essen ihren Blutzucker beeinfusst – Julia hat jahrelang einen Sensor getragen, um das herauszufnden. Oder Zahlen, die zeigen, welche Auswirkungen Außentemperaturen oder Wind auf ihre Leistung haben. Auch ihren Zyklus trackt

sie genau, um ihre Leistungsfähigkeit besser einschätzen zu können. Julia wird auch nicht müde, in Interviews darauf aufmerksam zu machen, welchen Einfuss Hormone auf den Körper von Frauen haben können, weil sie es selbst Monat für Monat erlebt. In der Woche vor ihrer Periode sind Herzfrequenz und Gewicht automatisch höher. „Das sind Tage“, sagt Julia, „wo Trainings absurd in die Hose gehen können.“ Zwar kann sie den Zyklus nicht steuern, aber sie kann darauf reagieren. Schlauer ist es dann, Intensität rauszunehmen. Das ist Julias große Stärke: Sie hört auf ihren Körper. Sie kennt ihn ja auch gut genug. Und sie spürt: Sie hat ihr Tempolimit noch nicht erreicht.

Zwei Stunden, 19 Minuten. Das ist Julias TraumMarathon-Zeit. Den Kilometer müsste sie dann in durchschnittlich drei Minuten und 17 Sekunden laufen. Zehn Sekunden schneller als die Pace bei ihrem Rekord in Valencia. Anders ausgedrückt: Sie müsste statt 17 über 18 km/h rennen. Wenig Unterschied, könnte man meinen. Welten im Profsport. Bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham im August 2026, dem Highlight der Saison, wird sich das wohl noch nicht ausgehen. Aber Julia hat keinen Stress mehr. Sie weiß, ihre Zeit wird kommen. Wenn sie dann unter zwei Stunden zwanzig liegt, umso besser.

Instagram: @missy.julia

WINGS FOR LIFE WORLD RUN 2026

Gemeinsam laufen für die, die es nicht können.

Seit 2014 findet der Wings for Life World Run nun schon statt – mit gleicher Startzeit rund um den Erdball. Zuletzt haben an dem karitativen Laufevent mehr als 310.000 Menschen aus 170 Ländern teilgenommen. Dabei ist es ganz egal, ob man als Hobbyläufer, Spitzensportlerin (wie etwa Julia Mayer) oder Rollstuhlfahrer am Start steht, denn beim Wings for Life World Run treten alle gemeinsam gegen das Catcher Car an. Jeder Teilnehmer läuft so lange, bis er vom Auto eingeholt wird. Und das Ganze für den guten Zweck: 100 Prozent der Startgelder kommen der Rückenmarksforschung zugute. Der nächste Wings for Life World Run findet am 10. Mai statt. Anmeldung zum App Run unter wingsforlifeworldrun.com

Temperamentvoll wie du.

Der neue Kia Stonic.

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Neues Spielfeld: Als Head of Global Soccer entwickelt Jürgen Klopp, 58, seit 2025 den Fußball bei Red Bull weiter.

„ ICH GLAUBE IMMER DARAN , DASS ES GUT AUSGEHT “

Vom Aufstiegsdrama in Mainz bis zum Champions-League-Sieg mit Liverpool: Wo Jürgen Klopp war, weckte er in Spielern, Fans und ganzen Städten den Glauben an sich selbst. Hier spricht er über lebensverändernde Niederlagen, die Kraft eines Lächelns in der Kabine –und warum es wichtig ist, zwischendurch alles zu riskieren.

Text Tobias Moorstedt & Jakob Schrenk (Mitarbeit)
Fotos
Norman Konrad

ES HEISST,

Menschen wirken im echten Leben oft kleiner als im Fernsehen. Für Jürgen Klopp gilt das nicht. Er wirkt auch in der Realität überlebensgroß. 1,90 Meter, schlank, kräftige Stimme, fester Händedruck. „Ich bin der Jürgen.“ Nicht: Mr. Klopp. Klar, ein Fotoshoot ist nicht vergleichbar mit einer Kabinensitzung vor dem Finale. Aber Klopp steht sofort im Mittelpunkt – nur nicht auf dem Podest. Er braucht keine VIPKabine, zieht die Klamotten direkt am Set um. Freundlich, unkompliziert, voller Energie.

the red bulletin: Jürgen, nur etwa die Hälfte der Menschen in Europa blickt aktuell optimistisch in die Zukunft. Wie geht es dir? jürgen klopp: Ich bin sehr optimistisch – und gehe auch so in die Zukunft. Aber das gilt natürlich nicht für alle Teilaspekte unseres Lebens und des Weltgeschehens. Alles verändert sich. Viele Ressourcen, die wir lange für unendlich hielten, werden aus unterschiedlichsten Gründen immer knapper und teurer. Und vieles kann man schlicht nicht kontrollieren. Und das ist der Punkt: Ich bin optimistisch bezüglich der Dinge, die ich beeinfussen kann. Und mit allen anderen Ereignissen und Trends muss man leben und irgendwie zurechtkommen.

Das sagt sich so einfach. Natürlich leiden viele Menschen unter verschiedenen Dingen viel mehr als ich in meiner privilegierten Position. Das ist mir bewusst. Ich sitze heute hier mit 58 Jahren und hab ein Leben geführt, von dem ich als junger Kerl nicht gewagt hätte zu träumen. Da ist ziemlich viel ziemlich gut gelaufen. Aber ich war auch vor vierzig Jahren der gleiche Mensch mit den gleichen Werten. Das kannst du „grundlos optimistisch“ nennen. Ich glaube immer daran, dass es gut ausgeht.

Muss man als Leistungssportler vielleicht einfach auch Optimist sein? Du bist im Schwarzwald aufgewachsen, in der Provinz, einer von Millionen Jungs in Deutschland, die von der großen Fußballerkarriere träumen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es klappt, geht ja leider gegen null … Ich habe das Spiel sehr, sehr geliebt und war auch in der Region einer der Besten. Aber der Realist in mir wusste damals schon: Ich bin nicht gut genug. Vielleicht hab ich mich ein wenig unterschätzt. Eine sehr, sehr durchschnittliche Profkarriere, die mir alles danach ermöglicht hat. Denn ich wäre sicher nicht der Trainer geworden, der ich bin, wenn ich mich nicht 325 ­mal durch deutsche Zweitligastadien gequält hätte. Man muss tatsächlich Optimist sein,

um sich seine Träume zu erfüllen. Ich fnde, es macht die Zeit während des Träume­Erfüllens angenehmer. Aber ein realistischer Blick ist auch wichtig: Was sind meine Talente? Wo kann ich einen Unterschied machen? Mit Pessimismus allein kann ich gar nichts anfangen.

Warum?

Pessimismus basiert meistens auf der Erfahrung, dass Dinge in der Vergangenheit nicht so geklappt haben wie erhoft. Diese Erfahrung führt häufg dazu, dass man sich das, was in Zukunft passiert, nicht mehr zutraut. Für mich sind die Dinge, die in der Vergangenheit nicht funktioniert haben, nur eine Information, dass es nicht funktioniert hat. Aber dass mich das über das Scheitern hinaus noch weiter behindert, habe ich nie zugelassen.

Wahrscheinlich hat es im deutschen Fußball seit Franz Beckenbauer niemanden gegeben, auf den sich alle so dermaßen einigen konnten. Der erfolgreichste Trainer der letzten Jahre, mehrfacher Fernsehpreisträger, omnipräsent in der Werbepause. In einem TV­Spot tritt er als Bäcker, Zahnarzt und Pastor auf. Und irgendwie nimmt man ihm ab, dass er das auch super gemacht hätte. Fans bewundern nicht nur den Mann mit dem Pokal. Sie bewundern den Typen, der mit Campino von den Toten Hosen nach einem ungerecht verlorenen Finale singt: „Madrid had all the fucking luck. We swear we keep on being cool. We’ll bring it back to Liverpool.“ Ein Jahr später holten sie den Pokal tatsächlich. Wie bleibt man so lässig? Wie feuert man eine Mannschaft an, einen Verein, eine ganze Stadt? Wie geht das?

jürgen klopp: Alles hat seine Zeit. Die Trauer, die Wut, die Refexion. Die schlimmsten Niederlagen meines Lebens waren die verpassten Aufstiege mit Mainz 05. Wir hatten plötzlich die Chance, mit diesem kleinen Verein in die Bundesliga zu kommen – und scheiterten am letzten Spieltag wegen eines Punkts (2001/02; Anm.). Das war bis dahin der schlimmste Tag meines Lebens. Ich hatte gar keine positive Zukunftsvision in mir. Nach einer durchzechten Nacht sah die Welt wieder anders aus. „Einmal drüber schlafen“ – das ist wirklich ein Tipp, den ich allen geben würde, bevor man eine große Entscheidung trift.

Wie wirkt sich das aus?

Am nächsten Morgen dachte ich schon: Wir waren so gut, so nah dran, wir optimieren ein bisschen und schafen es nächstes Jahr. Und dann verpassten wir

„MEINE FRAU UND ICH WUSSTEN: WENN DAS NICHTMÜSSENKLAPPT, WIR TAXI FAHREN LERNEN.“

Bevor Jürgen Klopp entschied, alles auf Fußball zu setzen, gab es Kassensturz mit seiner Frau Ulla.

den Aufstieg wieder – wegen eines Tors (2002/03; Anm.). Da fühlte ich mich vom Fußballgott gemobbt. Das waren lebensverändernde Niederlagen.

Ich wusste: Wenn ich ein drittes Mal nicht aufsteige, war es das mit der großen Trainerkarriere. Aber dann haben wir es geschaft – und ich war gerettet. Die verlorenen Champions-League-Finals später (2013, 2018 und 2022; Anm.) fühlten sich nicht gut an. Aber ich wusste, das wird mein Leben nicht mehr verändern. Ein Luxusproblem. Ob da jetzt noch eine Trophäe rumsteht oder nicht, ist am Ende nicht so wichtig. Aber die frühen Niederlagen haben mich geprägt, eindeutig.

Die meisten Leute hätten ein Loch gegraben und sich reingelegt. Das ist in der Rolle nicht möglich. Spieler denken nur bis zum nächsten Training oder Spiel – kein Vorwurf, ich war nicht anders. Aber irgendjemand muss den Weg aufzeigen und das Gefühl erzeugen, dass die Ziele erreichbar sind. Nach dem zweiten verpassten Aufstieg mit Mainz stand ich auf einer Bühne und hab erzählt, dass der Fußballgott mit uns ein Experiment zu machen scheint: Ob man nicht nur einmal fällt und wieder aufsteht, sondern vielleicht sogar zwei- oder dreimal – und trotzdem stärker daraus hervorgeht. Und dann hab ich gesagt: Es gibt keinen besseren Klub und keine bessere Stadt als Mainz

Viele Hochs: Mit Borussia Dortmund gewann Klopp unter anderem zweimal die Meisterschaft. Mit Liverpool sogar die Champions League.

für diesen Versuch. In diesem Moment haben die 25 Jungs, die 20.000 Leute vor der Bühne – alle –daran geglaubt. Und beim Trainingsstart waren 10.000 Leute da und haben uns Schwung gegeben für die Saison. Optimismus für sich allein ist schön. Aber wenn man ihn mit anderen Menschen teilt, entfaltet man eine richtig starke Wirkung.

Bleiben wir noch kurz in Mainz, einer bekannten Karnevalsstadt. 2001 hat dich, lustigerweise an einem Rosenmontag, der damalige Sportdirektor Christian Heidel angerufen und gefragt, ob du als Spielertrainer übernehmen kannst. Woher nimmt man die Zuversicht, diese Challenges anzugehen? Man könnte das unter der Überschrift „jugendlicher Leichtsinn“ zusammenfassen. Ich war 33 Jahre alt, hatte zwar ein abgeschlossenes Sportstudium, aber keine Erfahrung. Die Frage war nicht: Kannst du es den Rest der Saison machen? Sondern: Kannst du das Team auf Mittwoch vorbereiten? Und dann dachte ich: Ja, das schaf ich. Und dann haben wir von den ersten sieben Spielen sechs gewonnen – das war ein ordentlicher Start.

„WENN ICH EIN

BUCH SCHREIBE, DANN ÜBER DEN UMGANG MIT ÖFFENTLICHEM DRUCK. DA STÜNDE NUR EIN SATZ DRIN, GEDRUCKT

AUF 200 SEITEN: EINFACH IGNORIEREN.“

Die Lektion: In kleinen Schritten denken, statt zu sagen, „oh Gott, das ist ja so ein Riesenschritt“? Genau. Im Fußball mögen es die Journalisten nicht, wenn man sagt: „Ich denke von Spiel zu Spiel.“ Aber es stimmt trotzdem. Es gibt keine Alternative. Sich das große Ziel stecken und dann bereit sein, jeden einzelnen notwendigen Schritt zu gehen – das ist die einzige Möglichkeit, erfolgreich zu sein.

Wissenschaftler haben untersucht, warum Menschen unterschiedlich optimistisch sind: 30 Prozent ist DNA, also wie schnell Neurotransmitter abgebaut werden. 20 Prozent ist Glück, positive Erfahrungen, die sich selbst verstärken. Gut die Hälfte ist ein gutes Umfeld, wo man das lernt. Warum bist du so, wie du bist?

Das sind schon die wichtigsten Faktoren. Vor allem prägt einen die Familie, in der man aufwächst. Ich war das dritte Kind meiner Eltern, fünf Jahre jünger, nach zwei Mädels endlich der Thronfolger. Ich hätte mich zu einem Riesenschwachkopf entwickeln können, die haben mich von vorne bis hinten verwöhnt. Aber das hat auch dazu geführt, dass ich absolutes Vertrauen in Menschen habe. Ich meine es ernst:

Ich trete Menschen positiv und absolut unvoreingenommen gegenüber und vertraue ihnen hundertprozentig. Falls man mich enttäuscht, kann ich mich später damit beschäftigen.

Haben deine Eltern dir diese Werte vermittelt?

Mein Vater kommt aus der Vorkriegsgeneration und war auch sehr fordernd. Hat er jeden Tag gesagt, dass er mich lieb hat? Nein. Aber ich spürte es. Er hat in mir den Kerl gesehen, der all das erreichen kann, was er nicht erreichen konnte – und mich gepusht. Ich weiß nicht, ob das an der Erziehung liegt, an der DNA oder ob es meine eigene Entscheidung ist. Aber wichtig ist: Ich möchte optimistisch durchs Leben gehen – und einen Mehrwert darstellen für die Menschen, mit denen ich zu tun habe. Es ist nicht genug, wenn es nur mir gut geht. Das hängt mit meinem christlichen Glauben zusammen, mit meiner Erziehung. Es war nicht alles easy bei mir. Es gab Momente, wo man vom Weg hätte abkommen können

Zum Beispiel?

Ich bin ganz jung Vater geworden, habe damals auch nicht gedacht: Das ist ja großartig. Und heute ist es das Beste, was mir passieren konnte. Mein Sohn und der Sohn meiner Frau Ulla sind heute unsere besten Freunde. Ich sehe es als Auftrag, aus dieser Nummer hier das Beste zu machen. Und damit meine ich: aus dem Leben, das wir hier haben. Mehr ist es nicht.

Die Liverpool-Legende Steven Gerrard hat mal erzählt: „Jürgen Klopp hat immer gelächelt, wenn er die Kabine betreten hat.“ Stimmt das?

„ICH MÖCHTE EIN PARTNER SEIN, DEN ES IM WELTFUSSBALL SONST NICHT GIBT.“

„DAS IST MEIN THRILL IM NEUEN JOB: DASS ICH MEINE NEUGIER AUF DIE WELT ENDLICH STILLEN KANN.“

Und hast du das Lächeln bewusst angeknipst, bevor du die Tür geöfnet hast?

Das war mir nicht bewusst. Aber klar, wenn du in die Kabine kommst, musst du dein Team so gut wie möglich auf ein Spiel vorbereiten. Es geht darum, dass dieser Haufen, der da sitzt, nachdem ich mit ihm gesprochen habe, stärker ist als davor. Ich fordere viel von meinen Spielern: Mut, Kreativität, Einigkeit. Wahrscheinlich ist Lächeln der einzige Gesichtsausdruck, der das möglich macht.

Du hast mal gesagt: „Wenn man das, was ich vor dem Spiel spüre, in Flaschen abfüllen und verkaufen könnte, dann wäre es illegal.“

Was würde auf der Flasche stehen?

„Lust auf den Erfolg“, „Lust auf den Wettkampf“, „Lust auf das Spiel“, „Lust auf das, was man beeinfussen kann“. Sag mir eine Sache im Leben, die man besser machen kann, wenn man miesepetrig ist.

Hast du einen Tipp, wie man das vermeidet?

Schwierig, Leuten Ratschläge zu geben, die ich nicht kenne. Aber ich versuch es mal so: Meine Kar riere ist optimal gelaufen, auch wenn ich nicht alle Spiele gewonnen habe. Es gibt Menschen, die sagen: Der hat dreimal das Champions­League­Finale verloren. Das ist legitim. Aber wie dämlich wäre ich, wenn ich das so sehen würde? Ich denke nicht jeden Tag daran, dass Real Madrid absurde Tore gegen uns geschossen hat. Ich denke aber auch nicht jeden Tag an die Momente, in denen ich den Pokal hochgehoben habe. Es liegt in meiner Hand, wie ich mit den Dingen umgehe, die im Leben passieren. Wenn du ein Spiel verlierst, kannst du sagen: „Die Spielidee war falsch. Zurück auf null.“ Oder du sagst: „Die Idee war gut, aber die Ausführung nicht optimal. Das Timing, die Präzision.“ Und schon hat man die Möglichkeit, beim nächsten Mal besser zu sein.

Alles zu geben, bedeutet nicht, dass du alles bekommst. Es ist aber die einzige Chance, überhaupt etwas zu bekommen.

Im Sport gibt es dieses Phänomen, wenn ein Team plötzlich „on fre“ ist, krass an sich glaubt und alles wegräumt. Wie zündet man das an?

Wie fühlt sich das an?

Wir hatten eine Phase in Liverpool, in der wir über zweieinhalb Saisons nur fünf oder sechs Punkte zu Hause abgegeben haben. Völlig verrückt! Leider sind wir in dieser Zeit nur einmal Meister geworden. (Lacht.) Von außen denkt man: Denen gelingt alles, das ist leicht. Aber wenn man drinsteckt, steigt der Druck, das Ding am Laufen zu halten. Man gewinnt ein Spiel, freut sich kurz. Geil. Drei Punkte. Und

dann schaust du dir deinen Kader an: Wie geht’s den Jungs? Wen muss man runterholen? Wen aufbauen?

Auf wen aufpassen? Drei Tage bis zum nächsten Spiel. Du gewinnst wieder. Wahnsinn. Was ist jetzt zu tun? In einer Siegesserie zu sein, hat nichts mit Genuss zu tun. Es ist Anstrengung, Erleichterung, Anstrengung, Erleichterung – und je länger die Serie dauert, desto mehr steigt der Druck. Das überbordende Gefühl war maximale Erleichterung. So sehr, dass ich fast Probleme hatte, mich auf den Füßen zu halten. Okay, die Box ist getickt, weiter geht’s. Es geht ja immer weiter.

Das klingt mehr als nur ein bisschen stressig. Gibt es in deinem neuen Job auch solche Extremsituationen?

Also erst mal: Ich vermisse das Adrenalin nicht. Und grundsätzlich bin ich dem Spielgeschehen natürlich immer noch verbunden – vielleicht in abgeschwächter Form, weil ich nicht direkt am Platz stehe. Aber ich febere mit unseren Teams und Trainern mit. Bin nicht mehr der Fahrer, sondern eher ein Mitfahrer. Schau mir die Sache an und freue mich, wenn wir ankommen. Ich habe total Lust auf meinen Job, auf die Gespräche mit Menschen in unterschiedlichen Positionen, in unterschiedlichen Ländern, mit ständigem Austausch. Ich lerne jeden Tag dazu. Und das ist mein Thrill. Dass ich meine Neugierde auf die Welt endlich stillen kann.

Jürgen Klopp sitzt in der brandneuen Geschäftsstelle von RB Leipzig, die Ende 2025 eröffnet wurde. Ein offenes Foyer. Eine Treppe über vier Stock werke nach oben, breit, einladend, wie eine Tribüne. Es riecht nach Holz. Über 2500 Kubikmeter wurden verbaut. Alles ist offen, hell, transparent – selbst jetzt im Winter. In den Arbeitsbereichen gibt es kaum feste Wände. Alle Büros sind flexibel vergrößerbar. Selbst das Management hat nur eine Schreibtisch-Insel. Klopp blickt nicht sehnsüchtig auf die Rasenplätze draußen. Er hat als Trainer alles erreicht. Und sich entschlossen, den Gipfel nicht zu verteidigen, sondern weiter nach oben zu klettern. Neue Abenteuer zu suchen. Als Head of Global Soccer verantwortet er sportliche Leitlinien für Klubs auf vier Kontinenten: New York, Leipzig, Brasilien, Japan. Was hat sich verändert in seiner neuen Rolle? Und was ist vielleicht gleich geblieben?

„ICH VERMISSE DIE KABINE NICHT. DA WAR ICH OFT GENUG. UND ES RIECHT AUCH NICHT BESONDERS GUT.“

jürgen klopp: Ich vermisse die Kabine nicht, ich war da oft genug – und es riecht da auch nicht besonders toll. Das erste Jahr bei Red Bull war super intensiv. Wir haben viele Dinge angeschoben und Muster aufgebrochen. Genau wie in meinen bisherigen Vereinen bin ich nicht hergekommen und hab den Leuten am ersten Tag gesagt, was sie anders machen müssen. Ich möchte erst wissen, mit wem ich zu tun habe, was gemacht wird und warum. Dann kann man über Veränderungen und Verbesserungen sprechen.

Ich stelle mir so einen Global-Ofce-Job als Gegenteil der Kabine vor. Man macht ganz viel über Videocalls und Slack. Man ist sich fern. Die Leute machen was anderes. Wie stellt man hier Nähe her und motiviert?

Es ist eine Einstellungssache: Nur Videocalls, ohne die Leute je getrofen zu haben, ist schwierig. Aber ich hab jeden zweimal getrofen, und dann geht es. Es ist so persönlich, wie du es machst. Ich steh morgens auf und hab fünf Calls, spreche mit den Leuten über die wichtigen Dinge – und bin regelmäßig vor Ort, um neue Eindrücke zu sammeln.

Was ein Trainer macht, ist klar, aber was macht ein Head of Global Soccer?

Ich möchte ein Partner sein, den es im Weltfußball sonst nicht gibt. Ein Asset, das niemand außer den RB ­Trainern hat. Ein Cheftrainer im modernen Proffußball hat niemanden im Verein, dem er eine Frage stellen kann. Alle denken: Das muss er doch am besten wissen. Und wenn jetzt einer von unseren Trainern ein Problem hat, kann er mich anrufen –und ich kenne vielleicht eine Antwort, weil ich selber in den Schuhen gesteckt habe.

Du bist also auch ein Sparringspartner – was fragen die Trainer vor oder am Spieltag? Ich bin mit all unseren Trainern in ständigem Kontakt. Es geht darum, eine Gesprächsbasis zu entwickeln und neue Ideen einzubringen, die man so nicht hatte. Eine Frage, die immer wiederkehrt, ist: Wie schätzt man Dinge ein? Der größte Treiber im Sport ist der öfentliche Druck. Wie geht man damit um? Wenn ich ein Buch schreiben würde, dann dar über. Es wär auch kurz: „Einfach ignorieren.“ Ein Satz, auf 200 Seiten. Trainer machen sich genug Druck. Wie reagiert man auf eine öfentliche Debatte? Gar nicht. Das kann man von mir lernen. Wir wollen den bestmöglichen Fußball spielen und unsere eigenen Ziele erfüllen. Nicht fremdbestimmt sein. Wir sind meistens nicht der größte Fisch im Teich, sondern müssen neue und besondere Lösungen fnden. Und den Leuten helfen, mutig zu sein und mutig zu bleiben – das ist eine reizvolle Aufgabe.

Du hast dich relativ häufg in deiner Karriere an Reboots beteiligt: in Mainz, in Dortmund und in Liverpool. Und jetzt hatte RB Leipzig auch einen großen Umbruch vor dieser Saison. Woher nimmt man den Optimismus, dass der Neustart klappt?

Krise als Chance. Man muss nach negativen Eindrücken zügig eine Entscheidung trefen. RB war ein erfolgsverwöhnter Verein, der sich als neuer Verein in der Champions League etabliert hatte – eine echte Erfolgsgeschichte, die selten ist in Europa. RB ist jung, lebendig. Und das hat nicht mehr ganz gepasst. Stecker raus. Neustart. Zurück auf Anfang. Frisches Blut in ein funktionierendes System, und genau das haben wir gemeinsam mit dem Klub getan – und haben wieder den jüngsten Kader der Liga. Am Fußball muss man weiterfeilen, aber das ist normal.

Du warst lange in der Bundesliga, lange in der Premier League. Jetzt bist du zeitgleich in sechs, sieben, acht Profligen. Was lernst du dadurch über den Fußball?

Was Intensität angeht, ist die Premier League kein Vergleich. Die besten Spieler, top trainiert, hundert Prozent Einsatz. Zwei Pokalwettbewerbe, größere Liga. Wahnsinn. Frankreich – das ist die Liga der Talente. Japan ist eine ganz spannende Liga, ganz anders aufgebaut, weil die Talente dort noch an den Unis sind und erst mit 23 in die Liga kommen. Menschlich gereift. Es sind einfach andere, spannende Systeme. Deswegen wollen wir nicht immer den Bundesliga­ oder Premier­League­Deckel draufsetzen, sondern angepasst an die jeweiligen kulturellen Voraussetzungen einen Weg fnden, dieses wundervolle Spiel im richtigen Licht erscheinen zu lassen.

Du hast vorhin über die Ungeduld der Öfentlichkeit gesprochen. Wie gelingt unter diesen Bedingungen eine nachhaltige Entwicklung?

Du musst natürlich die unmittelbaren Probleme lösen. Aber ich bin bei meinen Positionen immer davon ausgegangen, dass ich lange da sein werde – nicht, weil ich meine Chancen so optimistisch einschätze, sondern weil das meine Denkweise ist. Ich bin kein Springer. Ich möchte Leute kennenlernen, Dinge verstehen, Einfuss nehmen – und dann hofentlich Erfolg haben. Eine Entwicklung braucht Zeit. Den Start haben wir bei RB vollzogen. Und jetzt schauen wir, wie viel Zeit wir brauchen. Sieben, zehn, zwölf Jahre. Ganz egal.

„ERST

WENN MAN OPTIMISMUS TEILT, ENTFALTET ER EINE RICHTIG STARKE WIRKUNG.“

„MENSCHEN,

DIE SICH DEM GEGENWIND AUSSETZEN, HABEN MEINEN RESPEKT.“

Du hast vor einem Vierteljahrhundert deinen ersten Trainerjob begonnen. Wenn man sich heute Spiele aus den Nullerjahren anschaut, denkt man: Hab ich jetzt Zeitlupe eingeschaltet? Was sind die Change Driver des Fußballs in den kommenden Jahren?

Als ich in den Neunzigern Prof war, haben wir vor dem Training Salztabletten bekommen und durften nichts trinken. Wir haben komplett dehydriert trainiert. Seitdem hat sich viel getan, taktisch, Trainingslehre. Mein Job hat sich wahnsinnig verändert: Wenn ich in Mainz am Anfang eine Schraube in die Wand gedreht habe, dann hab ich am Ende in Liverpool ein Space Shuttle gesteuert. Aber es gibt Limits. Biomechanisch. In den letzten Jahren ist die Laufleistung nicht von 100 auf 150 Kilometer explodiert. In dem Moment, wo man den Protagonisten Zeit gibt, zu performen, zu regenerieren und zu trainieren, wird der Fußball den nächsten Schub kriegen.

Deutschland ist schon lange nicht mehr Exportweltmeister. Aber deutsche Fußballlehrer sind seit Klopps Zeit in England ein gefragtes Gut. Menschenführung, Taktikpräzision. Der Weltmarkt ist sein Zuhause als Head of Global Soccer. Er kennt die Laufwege auf den Flughäfen. Verbringt viel Zeit in den USA, in Japan, Brasilien und EUStaaten. Wie schätzt er die Stimmung in seiner Heimat ein?

Eigener Kosmos: Auch in seiner neuen Rolle brennt Jürgen Klopp dafür, Talente zu stärken. RB Leipzig etwa hat den jüngsten Kader der Liga.

jürgen klopp: Ich lebe in Mainz, in Gonsenheim. Ich mache keine Umfragen, aber ich reise viel und höre zu. Die Stimmung ist nicht besonders gut, das weiß ich. Aber es gab auch früher Probleme – man vergisst sie nur schnell. Die aktuellen scheinen immer die größten und unlösbarsten zu sein. Ein paar Dinge sind neu und unerwartet: Dass wir in Europa wieder Krieg haben. Dass politische Gesinnungen, die nicht meine sind, populärer werden. Ich beneide Politikerinnen und Politiker wirklich nicht.

Wieso?

Es ist unmöglich, es allen recht zu machen. Egal was du entscheidest – eine Fraktion schreit auf: „Seid ihr verrückt geworden?!“ Menschen, die sich trotzdem engagieren und sich diesem Gegenwind aussetzen, haben meinen Respekt. Solange ich erkenne, dass sich jemand wirklich bemüht, das Richtige zu tun, bin ich nicht kritisch. Denn immer das Richtige zu tun, ist praktisch nicht möglich. Ich bin ein Verfechter von gesundem Menschenverstand – die Dinge noch mal beleuchten, noch mal nachdenken. Und da kommen wir wieder zum Optimismus: Der Glaube an die Zukunft hilft dabei, sich vorzustellen, wie es im positiven Fall aussehen kann. Und das führt dazu, dass man daran arbeiten will, dass es auch so wird.

Kann man Optimismus trainieren? Gibt es ein Trainingsprogramm?

Meine Lebenseinstellung basiert auf dem Nachdenken über die Dinge, die mir in meinem Leben passiert sind. Mir hat nie jemand gesagt: Mit Gegenwind und Niederlagen musst du so oder so umgehen. Das war meine Entscheidung. Wenn man sich anguckt, wo ich herkomme und wo es karrieretechnisch hingeführt hat, denk ich mir: Das ist eigentlich nicht möglich. Und ich würde jetzt gern so tun, als hätte ich bei jeder Kreuzung oder Krise gewusst, was der richtige Weg ist. War aber nicht so. Ich habe gehoft, dass es die richtige Entscheidung ist. Und beim nächsten Mal war ich wieder bereit, alles zu riskieren.

Wie sieht das konkret aus?

Ich will jungen Leuten kein Rezept verkünden. Ich kann nur sagen: Bei mir hat es geklappt. Mein Berufsleben war ungefähr um 90.000 Prozent besser, als ich jemals gedacht hätte. Aber es gab auch andere Momente, als ich mit meiner Frau Ulla am Küchentisch saß und Kassensturz gemacht habe: Können wir es uns leisten, dass ich alles auf Fußball setze?

Wir wussten: Wenn das nicht klappt, müssen wir Taxi fahren. Und dann haben wir gemeinsam Gas gegeben. Und am Ende hat es geklappt. Es war ein cooler Weg, und unterwegs haben mir ganz viele Leute geholfen. Vielleicht ist das die Botschaft: Habt Mut und umgebt euch mit den richtigen Menschen. Dann kann es gut werden.

Instagram: @kloppo

Weise Worte von Fuzzman

Seit zwanzig Jahren liefert der Wiener mit Kärntner Wurzeln Indie-Pop-Banger. Hier erzählt der Musiker und Produzent, was er vom Leben gelernt hat.

„Liebe ist wie Musik, sie lässt sich nicht erklären.“

„Du musst jederzeit für Kreativität bereit sein. Ideen kommen, wann sie wollen.“

„Heiraten? Jetzt, wo wir uns so gut verstehen?“

Herwig Zamernik aka Fuzzman

„Wenn dir die Sonne aus dem Arsch scheint, halt ihn nur her und leuchte mir den Weg ins Glück.“

„Ab dem Moment, wo wir, statt zu diskutieren einfach canceln, haben wir uns selbst verloren.“

Der ehemalige Metalhead, geboren 1973, war Bassist bei Naked Lunch, schreibt Filmmusik und produziert beim „Lotterlabel“ u. a. Voodoo Jürgens und Pauls Jets. Als Fuzzman tourt er aktuell durch Deutschland und Österreich: fuzzman.fm

Zu seinem Vinyl­Doppelalbum­Best­of „Fuzzman Go Home“ geht es hier.

„Wenn du Musikant bist, brauchst du keine Hobbys.“

„Ein Teppich macht ein Zimmer erst so richtig gemütlich.“
„Bei allen wichtigen und ernsten Themen, die es gibt, sollten wir uns zwischendurch auch fragen, wie es dem Humor geht.“

„Du bist erst dann ein guter Bergsteiger, wenn du beim Abstieg noch genug Kraft hast, jemandem zu helfen, der in Not geraten ist.“

DAS JAHRESABO

AUF DER SIEGERSTRASSE

Fitness-Wettkämpfe boomen – doch wie bereitet man sich darauf vor?

Creatorin Nadine Baumgartner nimmt uns mit auf ihre Red Bull Road to HYROX. Muskelkater vorprogrammiert.

Text Lisa Hechenberger Fotos Konstantin Reyer

Die perfekte Mischung aus Kraft- und Ausdauertraining – das ist HYROX. Hier ist Nadine bei Station Nummer 2: Sled Push bzw. Schlittenschieben.

Nadine Baumgartner

Alter: 25; aus: Hollabrunn, Niederösterreich; Beruf: Content Creatorin und Marketing Managerin; liebste HYROX-Station: Burpee Broad Jumps und Lunges; sportliches Ziel für 2026: einen Ultramarathon laufen, also mindestens 100 Kilometer; HYROX-Hack: Ich sage mir immer: Diese eine Stunde ist so wenig vom Tag – da kannst du auch all out gehen!; Belohnung danach: Pistazieneis; TrainingsMust-have: meine Blackroll zur Regeneration; Instagram: @nadine.chiara.marie

Wer technisch richtig rudert, kann viel Energie für das restliche Rennen sparen, meint Max.

„Weiter nach hinten, mehr zum Bauchnabel ziehen, jawohl!“, hallt es durch den hohen Raum mit der gewölbten Decke und den rustikalen Backsteinwänden.

Maximilian Walter, Geschäftsführer und Personal Trainer im Zone.Fit, dem Fitnessstudio am Wiener Gürtel, in dem wir uns befinden, nimmt seinen Job als Red Bull Road to HYROX­ Coach sichtlich ernst. Nadine Baumgartner, der die Anfeuerungsrufe gelten, ist zwar die Euphorie, aber genauso die Anstrengung ins Gesicht geschrieben. Doch aufgeben ist für die Fitness Creatorin keine Option.

Weder bei Marathons. Noch bei HYROX.

Maximilian Walter

Alter: 35; aus: Langschlag, Niederösterreich; Beruf: COO der Zone. Fit, Personal Trainer; sportlicher Hintergrund: Volleyball, CrossFit und ein abgeschlossenes Sportstudium; liebste HYROX-Station: Schlitten, in beide Richtungen; HYROX-Hack: Wenn was schiefgeht, einfach denken: dumm gelaufen –jetzt genieße ich den Rest; ein verbreiteter Fitness-Mythos: Mehr ist besser; Trainings-Must-have: Songs von Beyoncé. Richtig laut. Instagram: @zone.fit.vienna; @walter_maximilian

Dass Sport eine große Rolle in Nadines Leben spielt, sieht man auf den ersten Blick. Wenn die 25-Jährige auf dem beweglichen Sitz des Rudergeräts nach hinten gleitet, ihre Beine durchstreckt und die Metallkette kraftvoll in Richtung Oberkörper zieht, kann man jeden einzelnen Muskel ihres defnierten Rückens sehen.

„Mit sechzehn bin ich ausschließlich ins Gym gegangen und habe Gewichte gestemmt. Laufen habe ich damals noch richtig gehasst“, erzählt die gebürtige Niederösterreicherin und kann dabei ein Kichern nicht unterdrücken. Stand heute hat sie erfolgreich vier Marathons absolviert und mit „Run & Roast“ einen eigenen Lauf-Club gegründet.

„Vor einigen Jahren habe ich dann begonnen, Kraftsport mit Laufen zu verbinden, weil ich mich durch die Kombi viel ftter gefühlt habe – und bin irgendwann auf HYROX gestoßen. Die perfekte Mischung aus beidem! Und ja, es ist wirklich so anstrengend, wie es aussieht“, bestätigt die Fitness Creatorin. „Aber geil anstrengend!“

Der Hype um HYROX

So wie Nadine dürften es viele empfunden haben, als sie zum ersten Mal mit dem Functional Fitness Race in Berührung gekommen sind. Immerhin zählt HYROX seit seiner Gründung 2017 zu einer der am schnellsten wachsenden Sportarten weltweit. Damals, bei der Premiere in Hamburg, nahmen 850 Sportler teil. In der aktuell laufenden Saison 2025/26 wurde in London ein neuer Rekord aufgestellt: 40.000 Teilnehmer an fünf Tagen. Diese treten dabei solo oder in Teams in unterschiedlichen Gewichts- und Altersklassen an und versuchen, schnellstmöglich acht Kraftstationen zu bewältigen, dazwischen wird je ein Kilometer gelaufen (eine genaue Erklärung gibt es auf Seite 68/69). Einer, der das nahezu

Alexander Rončević

perfektioniert hat, ist der Burgenländer Alexander Rončević. Der 33-Jährige zählt nicht nur zu den international 15 besten HYROX-Athleten, der sogenannten Elite15, sondern hält mit 53 Minuten und 15 Sekunden auch den HYROX-Weltrekord. Wie oft er seit seinem ersten Rennen im Jahr 2018 schon angetreten ist, weiß er selbst nicht mehr genau, „irgendwas zwischen 35 und 40 Mal“, so seine Schätzung. „Und davon hat es nur vier oder fünf Mal nicht für den ersten Platz gereicht.“

Für viele in der Szene ist er deshalb ein Vorbild – und somit der perfekte Partner an der Seite von Sportwissenschaftler und Trainer Max für die Red Bull Road to HYROX-Challenge. Dabei handelt es sich um ein zweimonatiges Programm, entwickelt und umgesetzt von Zone.Fit und Red Bull, das Sportler bei ihrer HYROXVorbereitung gezielt unterstützt. Bewerben konnte sich jeder – mit einem Video, in dem man so schnell wie möglich 30 Burpees machen musste.

Alter: 33; aus: Kittsee, Burgenland; Beruf: Athlet; sportlicher Hintergrund: Schwimmen; liebste HYROX-Station: Skiergometer; sportliches Ziel für 2026: Spaß haben, gesund bleiben und den Weltmeistertitel zurück nach Österreich holen; HYROX-Hack: die Gewissheit, dass man in der Vorbereitung alles gegeben hat; Lieblingsessen: Mamas Küche, egal ob Schnitzel, Gulasch oder Lasagne; Weltmeistertipp: „Geht raus und genießt es!“ Instagram: @alexander.roncevic

100 Meter mit 10 Kilo extra auf den Schultern muss

Nadine mit Ausfallschritten (Lunges) schaffen.

DAS IST HYROX!

Was dich beim Bewerb erwartet und worauf du bei jeder Station achten musst –inklusive Profi-Tipps!

Laufen (8 × 1 km)

Direkt am Anfang und zwischen jeder Station müssen die Athleten eine 1-Kilometer-Runde rennen. Dadurch macht

Laufen den Großteil des Bewerbs aus. Was aber nicht heißt, dass du automatisch vorne mitmischst, nur weil du ein guter Läufer bist. Wer die Übungen mit schweren Gewichten nicht gewohnt ist, kriegt schnell übersäuerte Beine.

1

SkiErg 1000 m

2

Sled Push 50 m

3

Sled Pull 50 m

(Frauen 78 kg, Männer 103 kg, Profis 103 kg bzw. 153 kg) Hier sollte der ganze Körper unter Spannung sein. Wer nur auf die Arme vertraut, dem geht potenziell schnell die Kraft aus. Der Zug kommt im Idealfall mit leichter Rücklage aus Beinen und Hüftstrecker. 1 2 3 4 START

Gleich zu Beginn geht es an Alex Rončević’ Lieblingsstation: „Hier entscheidet sich früh im Race, ob man vorne dabei oder direkt zu hart reingestartet ist“, so der Profi. Wichtig: Ruhe bewahren, die Pace beibehalten und den ganzen Körper einsetzen –nicht nur die Arme.

(Frauen 102 kg, Männer 152 kg, Profis 152 kg bzw. 202 kg) Laufschuhe mit gutem Grip können hier das Zünglein an der Waage sein. Und eine gute Bahn. „Das ist die große Unbekannte“, so Alex. Pro-Tipp vom Weltrekordhalter: mit mehr Gewicht trainieren, so wird der Bewerb zur „Belohnung“.

4

80 m Burpee Broad Jump

Wenn Weitsprünge und Burpees kombiniert werden, zeigt sich, wie fit du wirklich bist. Der Puls schnellt nach oben, die Sprünge sind eine Anstrengung für den ganzen Körper. „Versuche konstant den Takt zu halten und gleichmäßig zu atmen. Wie bei einem Tanzschritt“, rät Trainer Max Walter.

6

200 m Farmer’s Carry

(Frauen 2× 16 kg, Männer 2× 24 kg, Profis 2× 24 kg bzw. 2× 32 kg) Grundsätzlich eine einfache Bewegung: Man muss laufen und dabei die Kettlebells halten. Wichtig sind jedoch eine hohe Rumpf­ und Schulterstabilität. Für bessere Griffkraft im Wettkampf vorher die Hände mit Talkumpuder einreiben.

5

1000 m Row

Die Rudermaschine ist technisch eine sehr anspruchsvolle Station. Aber auch eine, bei der man im Training viel rausholen kann. Wichtig ist hier die richtige Bewegungsabfolge: „Zuerst bewegen sich die Beine, dann der Oberkörper und dann erst ziehen die Arme nach hinten“, so Walter.

7

100 m Sandbag Lunges

(Frauen 10 kg, Männer 20 kg, Profis 20 kg bzw. 30 kg)

Auch hier zahlt es sich aus, mit mehr Gewicht zu trainieren, als man im Rennen schaffen muss. Das Knie muss dabei bei jedem Schritt leicht den Boden berühren. Tipp von Max: „Jetzt noch nicht all out gehen, sonst fehlt dir die Kraft für die letzte Station.“

8

100 Wall Balls

(Frauen 4 kg, Männer 6 kg, Profis 6 kg bzw. 9 kg)

Die Hüfte muss bei jeder Kniebeuge tiefer als die Knie sein, sonst zählt die Wiederholung nicht. Max rät, die Übung ungleich aufzubrechen, also z. B. erst nach 60 Wiederholungen zu pausieren, statt 50:50 zu machen. „Das macht für den Kopf einen Riesenunterschied!“ 5 6 7 8 ZIEL

Nadine misst sich weniger mit anderen, sondern liebt den Wettbewerb gegen sich selbst.

Viel wichtiger, als irgendwelche Rekorde aufzustellen, ist für Max aber, jedem Einzelnen ein optimales Rennerlebnis zu ermöglichen. „Gerade bei HYROX ist es so: Je besser ich mich fühle, desto mehr überträgt sich auch der positive Vibe.“ Dem kann Alex nur zustimmen: „Beim HYROX gibt’s kein ‚Mein Coach ist besser als deiner‘. Oder: Ich trage ein blaues Shirt, du ein rotes, deshalb mögen wir uns nicht. Jeder kämpft für sich, aber danach sitzt man zusammen und tauscht sich aus. Die Community ist unglaublich cool!“

Natürlich steht und fällt alles mit entsprechender Übung. Doch auch hier sieht Alex, als ehemaliger Leistungsschwimmer, einen der Hauptgründe, warum HYROX so viele Menschen anspricht: „Egal von welcher Sportschiene du kommst, mit einer gewissen Grundftness, etwas gezieltem Training und Technik kommst du im Rennen gut durch.“ Das bestätigen auch die ofziellen Zahlen: 98 Prozent aller Starter kommen im Ziel an.

An die Pläne, fertig, los

Die positiven Vibes sind auch in der Zone. Fit im 19. Bezirk zu spüren. „Darf ich mir ein Lied wünschen?“, fragt Nadine breit grinsend und läuft zu Max, der gerade am Laptop steht, welcher mit dem Soundsystem verbunden ist. Schon dröhnt der Song „FE!N“ des US­Rappers Travis Scott in voller Lautstärke über die Boxen. Nadine groovt direkt mit. Dann wählt sie auf ihrer Apple Watch den Trainingsmodus „hochintensives Intervalltraining“ aus, geht zurück ans Ende des Sprinttracks, nimmt einen vier Kilogramm schweren Ball in beide Hände und atmet noch mal tief durch – bereit für die Wall­Ball­Shots.

„Gestartet haben wir mit einem klassischen HYROX­Einstellungstest“, erklärt Max die Grundlagen der individuellen Trainingspläne, die für alle Red Bull Road to HYROX­Teilnehmer erstellt wurden. „Das ist ein standardisiertes Workout, entwickelt von der irischen Firma OUTPUT, das mir gewisse Parameter zu den spezifschen Übungen gibt.“ Hinzu kamen eine Laktatdiagnostik, ein Beweglichkeitstest mit speziellen Sensoren und ein Full­BodyScan, der die komplette Körperzusammensetzung misst und jede Dysbalance auf­

„Ja, es ist wirklich so anstrengend, wie es aussieht. Aber geil anstrengend.“

zeigt. „Am Ende hatte ich so viele Daten, dass ich ewig an der Auswertung gesessen bin“, sagt Max und lacht.

All die Daten und Zahlen sind zwar hilfreich, für ihn als Personal Trainer aber am Ende nicht unbedingt der wichtigste Gradmesser. „Ich achte immer auf die individuellen Bedürfnisse. Nur so kann ich früh genug erkennen, wenn die Belastung, ob mental oder physisch, zu viel wird, und entsprechend etwas ändern.“

Die Ergebnisse waren in Nadines Fall recht eindeutig: „Sie hat durch das Laufen eine

unglaubliche Ausdauer, aber ein leichtes Defzit im Kraftbereich“, so Max. Wichtiger sei es deshalb, darauf zu achten, dass Nadine möglichst wenig Energie bei den Stationen verschwendet, damit sie beim Laufen ihr hohes Tempo beibehalten und wieder Zeit gutmachen kann. „Ich werde sie nicht dort hinbringen, dass sie den Schlitten am schnellsten schiebt oder zieht“, erklärt Max realistisch. „Aber beim Laufen überholt sie alle.“

Erfahrung macht den Meister

Nadine liegt am Boden. Ihr Brustkorb hebt und senkt sich schnell, sie atmet schwer. Beim letzten Sprint auf dem Laufband hat sie noch mal alles gegeben. Sie ist sichtlich erschöpft. Aber happy. „Ich bin schon sehr gespannt, wie das Single Race sein wird“, sagt sie, als sie wieder zu Atem gekommen ist.

Im Vorjahr ist Nadine bereits im Mixed Double mit einem anderen Fitness Creator in Wien angetreten. Der Vorteil dabei: Man kann sich zu zweit die Kraftübungen aufteilen. In diesem Jahr muss sie jede Station allein meistern. „Der Sled Pull ist mein Endgegner!“, sagt sie und wischt sich mit dem Handrücken über die leicht feuchte Stirn. „Aber ich bin stark in den

„Ich

bin stark in den Beinen.

Aber der Sled Pull ist mein Endgegner!“

Beinen. Und bei Burpee Broad Jumps und Lunges kann ich Gas geben.“ Max sieht es als Riesenvorteil, dass es bereits ihr zweiter Antritt sein wird. „Erfahrung ist ein extrem wichtiger Punkt bei Functional Fitness Races.“ Und schickt hinterher: „Generell zu erwarten, dass man bei seinem ersten Race alles zerstören wird, ist der falsche Ansatz. Und sorgt am Ende maximal für Enttäuschung.“

Das ist auch die Message, die Alex als HYROX-Weltmeister von 2024 allen auf den Weg mitgeben möchte: „Geht raus, sammelt Erfahrungen und genießt die Atmosphäre.“ Wenn man dabei noch seine Ziele erreicht, toll. Wenn nicht, auch kein Drama. Denn am Ende gilt: Nach dem HYROX ist vor dem HYROX.

Alle Infos zum nächsten Race unter hyrox.com

WORAUF WARTEST DU NOCH?

Mittlerweile gibt es in Österreich knapp 100 offizielle HYROX-Gyms, die dich fit für den Race Day machen. Zwei davon findest du hier.

Olympic Gym

Innsbruck

olympic-gym.at

Egal ob Anfänger oder Wettkampf-Athlet: Im Olympic Gym Innsbruck ist jeder dazu eingeladen, am HYROX-Training teilzunehmen. Unter der Anleitung erfahrener Trainer wird hier speziell auf die richtige Technik und Ausführung bei HYROXspezifischen Geräten und Übungen geachtet –aktuell viermal die Woche in Gruppen von etwa 8 bis 20 Personen. Hinterher hat man sich definitiv einen Besuch im Wellness-Bereich verdient.

King Kong Club Salzburg

kingkong.club

Von wegen nur ein Hype: Seit mehr als sechs Jahren steht HYROX beim King Kong Club in Salzburg bereits am Trainingsplan. Jede einzelne Einheit wird hier fachlich fundiert, strukturiert und bewusst anspruchsvoll gestaltet. Wer also seine Fitness auf die Probe stellen will oder auf der Suche nach einer neuen Challenge ist, ist bei dem 90-minütigen Kurs genau richtig. Zusätzlich wurde im Club vor kurzem ein eigenes HYROX Performance Lab (HPL) entwickelt. Dabei handelt es sich um ein Leistungszentrum, das sich auf HYROX-Athletinnen und -Athleten in der Wettkampfvorbereitung fokussiert – basierend auf jahrelanger Race-Erfahrung mit Profis und Coaching-Wissen aus der Praxis. Noch professioneller kann man sich auf sein nächstes Rennen kaum vorbereiten.

MUST-HAVES

3 4 1 2

1 KOMFORT IN BESTFORM

Die Schwimmbrille AIR SONIC ist Teil der arena Wettkampfkollektion. Die CloudFlex™Technologie optimiert Ergonomie, Stabilität und Druckverteilung. Ihr Design sorgt für sicheren, kaum spürbaren Sitz, Polycarbonat­ Linsen ermöglichen klare Sicht, während der hydrodynamische Rahmen den Widerstand minimiert. arenasport.com

2 PURPLE POWER

GymBeam, einer der schnellstwachsenden Online­Fitnessshops in Europa, eröffnete im Jänner am Kärntner Ring seinen neuen Wiener Fitness Hub. Im Hybrid aus Store und Community Center stöbern SportAficionados u. a. Zubehör und Workout Wear wie die Strix Seamless Shorts samt Bra in der Farbe Cosmos. gymbeam.at

3 FINDE SPORTFREUNDE

Du hast Lust auf Bewegung, aber niemanden zum Mitmachen? Ob Lauftraining, Mannschaftssport oder gemeinsames Workout – mit der unentgeltlichen MySportFriend­App findest du aktive Menschen in deiner Nähe. Verabrede dich unkompliziert mit Gleichgesinnten und teile deine Leidenschaft für Sport. mysportfriend.com

4 ULTRALEICHT BEPACKT

Die Saddle Bag Nano / 01 von CYCLITE ist eine ultraleichte Satteltasche für Wettkampf und Training. Bei 64 g und 0,5 l Volumen bietet sie Platz für das Wichtigste. Magnetverschluss und umlaufender, wetterfester Reißverschluss ermöglichen schnellen Zugriff. Rücklicht­Mount und Reflektoren steigern die Sichtbarkeit. cyclite.cc

Reise / Musik / Mindgame / Streaming / Events – und jetzt du!

GUIDE

ROCK AND ROLL

OffroadInlineskaten auf Island

REISE/

INLINE AUF ISLAND

Der Laugavegur Trail ist Islands berühmtester Fernwanderweg: 55 Kilometer über Lava und Stein, durch Wasser und Matsch. Björn Hunger aus Oberösterreich befuhr ihn als Erster mit seinen Inlineskates. Hier erzählt er davon.

Es regnet waagrecht, und es ist eisig kalt. Meine Finger und Zehen spür ich schon länger nicht mehr. Die heutige Strecke ist steil, holprig und rutschig. Warum, um Himmels willen, muss ich genau hier meine Inlineskates auspacken? Was bin ich für ein Idiot!

Eine halbe Ewigkeit habe ich – seit zwölf Jahren passionierter Offroad-Inlineskater – davon geträumt, die 55 Kilometer des Laugavegur Trails nach den spannendsten Inlineskate-Spots abzugrasen. Dieser Trail durch das isländische Hochland im Süden der Insel ist bekannt für seine abwechslungsreiche Landschaft aus bunten Rhyolithbergen, Lavafeldern, schwarzen Sandwüsten und Gletschern, mit besonderen Challenges wie Flussdurchquerungen und natürlich blitzartig wechselndem Wetter. All das wollte ich nicht zu Fuß, sondern auf meinen Inlineskates erleben.

Schnell spricht sich das unter den Trekkern aus Südafrika, den USA, Island und Israel, die zur selben Zeit wie wir auf dem Trail unterwegs sind, herum. Neugierig werden wir gegrüßt und ganz genau gemustert: Wir, das sind Pascal, der Typ mit der Kamera, 16 Kameraund 9 Drohnenakkus, und Björn, also ich, der Irre auf den Inlineskates mit ebenfalls 26 Kilogramm Gepäck am Buckel, darunter ein Zelt, Nahrung für sieben Tage und eine Menge Equipment.

Auf zum

Vulkansee

Weltweit gibt es nur zwei Handvoll Offroad-Inlineskater und drei Marken, die die Ausrüstung dafür herstellen. Das perfekte Skate-Set-up kommt bei mir von der deutschen Brand Powerslide. Es besteht aus einem klassischen HartschalenInlineskate-Boot samt einer Aluschiene. An die sind drei Offroad-Räder montiert, die man sich wie mit Luft gefüllte MiniMountainbike-Räder vorstellen kann. Insgesamt viereinhalb Kilo wiegen die

SKATER MIT FERNWEH

Die Offroad-InlineskaterSzene ist klein. Björn Hunger, 28, aus Windischgarsten in Oberösterreich, ist einer der wenigen Vertreter.

„Mein Bremsmanöver ist dreckig, aber erfolgreich: Ich schmeiß mich einfach auf den Boden.“

LET THE GOOD TIMES ROLL Viereinhalb Kilogramm wiegen die speziellen Offroad-Inlineskates, die aus einer Aluschiene und luftgefüllten Rollen bestehen.

Skates. Was soll ich sagen: Dieses Abenteuer wird ganz schön heavy!

Auf zwei Skate-Spots freute ich mich besonders, als ich begann, die Reise zu planen. Der eine liegt beim imposanten Vulkansee Ljótipollur, und der andere ist ein schmaler Grat inmitten der Rhyolithberge im Gebiet Landmannalaugar, den ich gleich am ersten Tag in Angriff nehmen will. Rhyolithberge sind typisch für die Gegend. Sie bestehen aus einem kieselsäurereichen Gestein, das sich in leuchtenden Tönen wie Gelb, Rot und Rosa färbt und durch saure Lava, die langsam fließt, entsteht. Oft sind die Berge mit Schwefel und Mineralien

Mit 26 Kilo am Rücken watet Hunger durch Islands Flüsse.
„Rhyolithberge, weite Bergketten und Ebenen mit saftig grünem Moos sowie schwarze Sand- und Aschewüsten – Island hat echt alles!“

MOBILE KÜCHE

Mit heißem Wasser aufgegossene TrekkingMahlzeiten waren das täglich Brot der Crew. Highlight: Lachs, vom Nachbarn gebraten!

durchsetzt. Nachvollziehbar, dass diese geologischen Schönheiten ein beliebtes Ziel für Wanderer sind.

Bremsen gibt’s nicht

Erst mal geht’s aber zu Fuß zum Grat in den Rhyolithbergen, einem DownhillSpot, der so steil ist, dass ich Luft aus den Rädern lassen muss, um langsamer zu werden. Da ich zu dem Zeitpunkt noch keine Bremsen auf den Skates habe, kommt meine bewährte Bremsmethode zum Einsatz: Den Abgrund markiere ich vorab mit meinem Rucksack, und als ich bei der Abfahrt schließlich dort ankomme, schmeiße ich mich auf den Boden. Das Bremsmanöver: dreckig, aber erfolgreich! Nach diesem ersten Tag hat sich meine Nervosität, was die folgenden Etappen anbelangt, merklich gelegt.

Travel-Tipps

Beste Reisezeit

Juni bis August ist ideal für Wanderungen in Islands Hochland, weil die Tage dann lang sind.

Wie du hinkommst

Unser Autor flog von München nach Reykjavík. Mit dem Hochlandbus ging es dann ins LandmannalaugarGebiet, wo es einen Campingplatz und heiße Quellen gibt.

Wir ziehen also mit dem gesamten Gepäck weiter. Unser tägliches Standardprogramm: Wir wandern zu den schönsten Plätzen, und dann rolle ich über Schotter, Stein, Wiese und Sand. Das Essen, das wir uns gönnen: Bananenchips, Studentenfutter, Porridge und Haferriegel sowie Thai-Curry, Chili und Pasta Bolognese aus Trekking-Packerln. Schließlich erreichen wir den Kratersee Ljótipollur: Was für eine Herausforderung, durch den tiefen Vulkansand zu fahren! Ich muss den Schwung aufrechterhalten, sonst sinke ich ein und bleibe mit den Rollen hängen. Das Ganze erinnert mich ans Tiefschneefahren – nur eben im Sand. Auch eine Erfahrung. Rückblickend haben wir an vieles gedacht und nur einiges vergessen: Glücklicherweise hatten wir Schlafmasken dabei, weil es im Sommer fast gar nicht dunkel wird. Wir hatten auch Badeschuhe für Flussdurchquerungen eingepackt und Drybags für das Equipment. Nur ein wärmerer Schlafsack und wasserdichte Handschuhe hätten nicht geschadet.

Nach sieben Tagen haben wir es schließlich geschafft – Schleppen, Wandern und Skaten bei Nebel, Sonne, Wind, Regen und Kälte über insgesamt 73 Kilometer und 2000 Höhenmeter. Ein isländischer Busfahrer meinte zu mir: „Voll geil. Du bist der erste Inlineskater im Hochland von Island!“ Und ich glaube, ich werde wahrscheinlich auch noch ein Zeiterl der einzige bleiben.

Instagram: @bjoernhunger, @pascalhurlbrink; scanne den QR-Code für Björns „Traces of Laugavegur“-Movie (7 Min.)

Blüte im Drink

Florale Noten, feine Säure und prickelnde

Leichtigkeit: Im Flagship-Store der Gastronomie Unterlercher in Fügen im Zillertal bringt Gastronomieleiter Lorenz Glader das Gefühl von Frühling ins Glas.

Sakura Spritz Mocktail

Du brauchst

3 cl Holundersirup

2 cl frisch gepressten Limettensaft Red Bull Spring Edition

Eiswürfel

frische Minze und Limette zur Garnitur

Zubereitung

Ein großes Glas im Aperitivo-Stil mit Eiswürfeln füllen. Holundersirup und Limettensaft hinzufügen und sanft verrühren, damit sich Süße und Säure harmonisch verbinden. Danach mit der Red Bull Spring Edition aufgießen und behutsam umrühren. Mit frischer Minze und einer Limettenscheibe garnieren.

LORENZ GLADER verantwortet bei Unterlercher in Fügen die Planung im Gastronomiebereich, und das mit feinem Gespür für Qualität und Zeitgeist.

„Genuss beginnt für mich bei klaren Konzepten und endet im Detail.“

MUSIK/ GOOD HAIR DAY

Rechtzeitig zum 50-jährigen

Dienstjubiläum treten The Cure beim Nova Rock Festival auf. Im Vorfeld verrät uns Frontmann Robert Smith seine ganz persönliche Playlist.

Robert Smith auf seinen Gothic-Look und Düster-Sound zu reduzieren, wäre etwas kurz gegriffen. Der 66-Jährige mit der Strubbelfrisur, den knallroten Lippen und den kajalumrandeten Augen ist keine Spaßbremse. Im Gegenteil: Er steht auf Fußball, Bier und Rockmusik – wie er in seinen witzigen Interviews unumwunden erklärt. Die melancholisch anmutenden Songs von The Cure sind Kult, über 30 Millionen Alben hat die Band in den vergangenen fünfzig Jahren verkauft, sie landeten Hits wie „The Lovecats“, „Friday I’m in Love“ oder „Lullaby“ und füllen noch immer Stadien. Trotzdem bewahrten sich The Cure ihre künstlerische Identität im und abseits des Mainstreams. Smith: „Von all den Dingen, die ich getan habe, ist alles nichts im Vergleich zu meinem Auftritt in der TV-Serie ‚South Park‘. Plötzlich war ich der coolste Onkel!“

Instagram: @robertsmith, @thecure

Nick Drake

Time Has Told Me „Zu den Songs, die mich am meisten geprägt haben, zählen jene von Nick Drake –vor allem ‚Time Has Told Me‘, ein Stück, das mich schon mein ganzes Leben lang begleitet. Die Stimme, die Art seines Spiels und die Einfachheit des Vortrags klingen so leicht, dabei ist der Song extrem schwierig. Wenn man das auch nur ansatzweise so hinbekommt, ist man ein verdammt guter Gitarrist.“

Jimi Hendrix

Purple Haze

„Ich habe Jimi Hendrix immer geliebt. Als Kind wollte ich er sein – obwohl ich nichts über ihn wusste, nicht einmal, dass er schwarz war oder aus den USA kam. Später hing er als Poster im Zimmer meines älteren Bruders. Seine Songs zu hören, machte mir viel mehr Spaß, als mit kratziger Uniform in die Schule zu müssen. ‚Purple Haze‘ zählt für mich zu den allerbesten Songs von Jimi Hendrix.“

David Bowie Life on Mars?

„Bowie war einer meiner großen Helden. Immer, wenn es darum ging, Entscheidungen zu treffen, habe ich mich gefragt: ‚Was würde Bowie tun?‘ ‚Life on Mars?‘ ist mein absoluter Lieblingssong von ihm. Das Arrangement und die Performance sind einfach perfekt. Das gilt bis heute. Ich denke, die Musik, die du zwischen 13 und 17 hörst, prägt dich für immer. Viel besser kann Musik nicht sein!“

Talk Talk Life’s What You Make It „Ich bewundere, was diese Band geleistet hat – und fand sie immer gut, auch wenn ich das lange nicht zugeben konnte. Schließlich gehörte Talk Talk zur Konkurrenz. In der Branche ist es wichtig, zu glauben, du wärst besser als jeder andere. Sonst bleibst du auf der Strecke. Ich dachte also lange: ‚Die sind totaler Dreck.‘ Dabei waren sie wahrscheinlich besser als wir –vor allem dieser Song.“

Am 12. Juni sind The Cure mit Sänger Robert Smith beim Nova Rock. Mit dabei: ihr 14. Album „Songs of a Lost World“.

Servus, Königsklasse!

Wenn Lando Norris, Max Verstappen und Co Vollgas und die „Könige der Schräglage“ Gummi geben, sind die Fans bei ServusTV und ServusTV On live dabei.

„Alles auf null!“ Christian Klien, Österreichs bisher letzter Formel-1Pilot, bringt die Ausgangslage für die Saison 2026 auf den Punkt. Mit dem Start in eine neue Motoren-Ära und überarbeiteten AerodynamikRegeln wird in der Königsklasse des Motorsports ein komplett neues Kapitel geschrieben. Für ServusTV und ServusTV On liefert Klien gemeinsam mit Moderatorin Andrea Schlager exklusive Stimmungsberichte, aktuelle News und Interviews live aus der Boxengasse.

Höchste Kompetenz ist auch hinter den Kommentatoren-Mikros im Einsatz, wenn Andreas Gröbl und Daniel Goggi mit den Experten Mathias Lauda, Philipp Eng und Philipp Brändle den Fans spannende Einblicke hinter die Kulissen der Formel-1-Welt geben.

„Alle gegen Marc Márquez“ lautet das Motto in der MotoGP. Auch die „Könige der Schräglage“ geben bei ServusTV und ServusTV On wieder Vollgas – und inklusive der Sprints bei jedem Rennen im wahrsten Sinn des Wortes gleich doppelt Gummi. „Die Hersteller sind über den Winter näher zusammengerückt, es werden heuer sicher Rennen auf Augenhöhe“, freut sich Moderatorin Alina Marzi auf ein spannendes Jahr. Topstorys, Resultate und Hintergrundberichte zu den beiden Königsklassen des Motorsports finden Fans unter: speedweek.com

Formel-1-Highlights

• 12 Grands Prix 2026 live bei ServusTV und ServusTV On

• Saisonstart mit dem Grand Prix von Australien

• Weitere Live-Rennen: Japan, SaudiArabien, Kanada, Belgien, Niederlande, Italien, Aserbaidschan, USA (Austin), São Paulo, Katar

• Saison-Highlight: der Heim-GrandPrix am Red Bull Ring in Spielberg, 26.– 28. Juni 2026

MotoGP-Highlights

• Alle 22 Rennen der MotoGP-Saison live bei ServusTV und ServusTV On

• Inklusive des Heim-Grand-Prix am Red Bull Ring in Spielberg, 18. – 20. September 2026

• Kommentar im TV: Kult-Duo Christian Brugger und Alex Hofmann

• Strecken-Reporterinnen: abwechselnd Alina Marzi und Nicole Oberlechner

• Experten-Team im Studio: Stefan Bradl, Gustl Auinger und Sandro Cortese

Tickets unter: redbullring.com/de/events-tickets

Mehr entdecken: servustv.com

DIE NEUE FORMEL-1-SAISON VERSPRICHT VIEL SPANNUNG.
ALINA MARZI BERICHTET LIVE VON DER RENNSTRECKE DER MOTOGP.
DAS FORMEL-1-MODERATIONSTEAM IST STARTKLAR FÜR DIE NEUE SAISON.

FINDE DEINE LAUF-ROUTE!

Willkommen zu einer RätselChallenge, die deine mentale Fitness trainiert. Folge 6: Rechts abbiegen, bis das Ziel kommt.

DIE AUFGABE

Hier kommt eine etwas andere Streckenführung: Der Start ist klar, das Ziel ist klar – aber dazwischen darfst du nur geradeaus laufen oder rechts abbiegen. Also: Schuhe schnüren und los!

Gut angekommen? Scan den Code und finde heraus, ob du richtig gelaufen bist.

Off The Path

Von Tokio bis in die namibische Wüste: Der Podcast von Sebastian Canaves, einem der bekanntesten Reiseblogger Deutschlands, liefert jede Woche Reisegeschichten aus aller Welt. Er erzählt von ungewöhnlichen Routen, Nächten im Zelt oder kultureller Reibung. Und er geht der Frage nach, was bei Reisen in uns vorgeht.

Hauptsache raus! Der Outdoor-Podcast

Wandern, Trekking, Paddeln, Radfahren – dieser Podcast erzählt Geschichten vom Unterwegssein, egal ob über Mehrtagestouren oder spontane Abenteuer vor der Haustür. Spannend auch die Frage: Was macht das Outdoor mental mit uns?

Laufend entdecken

STREAMING/

DEEP DIVES

Ob Insights in die schräge Welt des Wrestlings oder Inspiration für die nächste Rucksack-Tour: zieht euch das rein!

Watch-Tipps

WWE Unreal – Season 2

Beim Wrestling treffen Sport und Show aufeinander. Die zweite Staffel der Serie erklärt Storylines, Karrieren und das Business hinter dem Spektakel. (Netflix)

Welcome to Wrexham Serie über den Aufstieg des walisischen Fußballclubs Wrexham, erzählt aus der Perspektive der Clubbesitzer, darunter Hollywoodstar Ryan Reynolds (Foto). (Disney+/Sky)

Dieser Podcast bietet Trailrunning in all seinen Facetten: von der ausführlichen Erklärung alpiner Routen über Tipps zu Training und Regeneration bis hin zu einzelnen Rennen und dem richtigen Material. Zudem erklären Experten, warum Laufen abseits der Straße immer mehr Menschen begeistert.

Young Sherlock Mystery, Abenteuer und Drama aus Oxford! Die Serie unter der Regie von Guy Ritchie mit Hero Fiennes Tiffin (am Foto links) erscheint im März weltweit. Heiß erwartet! (Prime Video)

DER NEUE JEEP® COMPASS BRINGT IKONISCHES DESIGN MIT MODERNSTER TECHNIK AUF DIE STRASSE.

IKONE VORAUS

Ikonisches Design, smarte Technologie und grenzenlose Vielseitigkeit – der neue Jeep® Compass ist bereit, dich überall hin mitzunehmen.

Der amerikanische GeländewagenPionier lädt mit der dritten Generation seines C-SUVs dazu ein, neue Wege zu erkunden. In Europa entworfen und entwickelt, setzt der rundum erneuerte Jeep® Compass Maßstäbe bei Komfort, Leistungsfähigkeit und Konnektivität. Mit 4,55 Metern Länge, erweitertem Innenraum und bis zu 550 Litern Ladevolumen bietet er spürbar mehr Platz für Alltag und Abenteuer. Eine neu abgestimmte Fahrwerksarchitektur, intelligente Fahrmodi und bis zu 200 Millimeter Bodenfreiheit sorgen dabei für souveräne Per formance auf jedem Terrain.

MODERNES COCKPIT MIT NEUEM, INTUITIVEM INFOTAINMENT-SYSTEM.

Optisch bleibt der Compass unverkennbar Jeep®: Der ikonische SevenSlot-Kühlergrill, klare Linien und eine funktional gestaltete Frontpartie verbinden Robustheit mit moderner Raffinesse. Im Innenraum treffen hochwertige Materialien auf digitale Innovation: Ein 10,25-Zoll-Kombiinstrument, ein 16-Zoll-InfotainmentDisplay, vernetzte Services sowie eine elektrisch öffnende Heckklappe mit Fußsensor schaffen ein angenehmes Fahrerlebnis. Moderne Fahrerassistenzsysteme, darunter teilautonomes Fahren der Stufe 2, erhöhen den Komfort auf jeder Strecke.

Beim Antrieb denkt der PremiumSUV bereits an morgen: Er ist als e-Hybrid, Plug-in-Hybrid und in vollelektrischer Variante erhältlich. Die vollelektrische Version mit 4xe-Allradantrieb folgt in Kürze.

Vollgeladen mit Highlights

• Bis zu 650 Kilometer elektrische Reichweite (WLTP)*

• Drei Antriebsvarianten: vollelektrisch, Plug-in-Hybrid, e-Hybrid –bald auch als vollelektrischer 4xe mit Allradantrieb

• Hochmoderne STLA-MediumPlattform: 4,55 Meter Länge für mehr Raum und Komfort

• Beleuchteter 7-Slot-Kühlergrill**

• Matrix-LED-Scheinwerfer**

• 16-Zoll-Infotainmentsystem und 10,25-Zoll-Digital-Display

• Autonomes Fahren (Level 2) serienmäßig

• Einstellbares Head-up-Display**

Kombinierte Werte gem. WLTP Jeep® Compass Elektro: Energieverbrauch 17,5–18,6 kWh/100 km; CO₂-Emissionen 0 g/km** | Jeep® Compass e-Hybrid: Kraftstoffverbrauch 5,6–5,7 l/100 km; CO₂-Emissionen 127–130 g/km** | Jeep® Compass Plug-in-Hybrid: Energieverbrauch (gewichtet) 14,5–14,9 kWh/100 km plus 2,7–2,9 l/100 km; CO₂-Emissionen 61–63 g/km** * Die tatsächliche Reichweite kann aufgrund zahlreicher Faktoren wie Fahrstil, Route, Wetter und Straßenbedingungen sowie Zustand, Gebrauch und Ausstattung des Fahrzeugs variieren. **versionsabhängig

MOBILITÄT/

DEM HIMMEL SO NAH

Einige dieser Fahrzeuge sind unerreichbarer als der Mond. Andere sind täglich für dich da – und dennoch besonders. Unsere Auswahl für 2026.

Text Werner Jessner

Ferrari 849 Testarossa Großer Name

Der letzte „Rotkopf“, so die Übersetzung des Namens, war ein Kult-Klassiker der 1980er-Jahre, bekannt etwa aus der Serie „Miami Vice“. Der aktuelle 849 Testarossa nimmt das Konzept des aerodynamischen Doppelhecks wieder auf, hat statt des früheren V12-Motors allerdings einen V8-Biturbo mit Hybrid. Bedeutet: in irren 2,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Preis: ab ca. € 600.000,–Leistung: 1050 PS ferrari.com

Red Bull RB17

Adrian was here

In der Formel 1 haben seine Autos 14 Fahrer- und 12 Konstrukteurs-WM-Titel geholt; der RB17 ist Ex-Chefdesigners Adrian Neweys Vermächtnis für die Straße: Mehr Hypercar geht nicht. Angetrieben von einem atemberaubend kreischenden, 15.000 Touren hoch drehenden Cosworth V10-Motor kommt der RB17 einem echten F1-Boliden so nahe wie noch kein Auto jemals zuvor.

Preis: alle 50 Stück ausverkauft

Leistung: über 1200 PS redbull.com

mit Over-the-Air-Updates. Reichweite: mindestens 361 Kilometer.

Preis: ab € 27.900,–; Leistung: 218 PS leapmotor.net/at

Omoda 5 Wer bist denn du?

Ein Crossover aus dem Haus des chinesischen Chery-Konzerns, jedoch nicht als E-Auto, sondern mit Benzin-HybridAntrieb (rein elektrisch wird nachgereicht). In guter alter fernöstlicher

Audi RS 5

Der Rückspiegel so leer

Der brandneue RS 5, erhältals Limousine und Kombi, überholt mit 639 PS leistungsmäßig sogar seinen großen Bruder, den RS 6 performance. Möglich wird das durch ein leistungs-Plug-in-HybridSet-up mit V6-Turbobenziner und 130 kW E-Power. Außerdem: quattro, adaptive Dämpfer und alles, was sonst schön und schnell macht.

Preis: ab ca. € 113.000,–; Leistung: 639 PS audi.at

Schau, wie ich schau!

Ein Elektro-SUV am Puls der Zeit: die zweite Generation des erfolgreichen iX3 brilliert mit einer Reichweite von (theoKilometern, SportwagenFahrwerten und einem bis zu 1750 Liter fassenden Kofferraum. Digitales TopNiveau in allen Facetten durfte man BMW erwarten, das höfliche, wenig aggressive Design schon weniger. 69.950,–; Leistung: 469 PS

Kia Stonic Schein und Sein

Bei der frischen Überarbeitung des kompakten Crossover wurde rundum Hand angelegt. Außen zeigt der Stonic nun die Verwandtschaft zu seinen elektrischen Brüdern der EV-Linie, ist aber ein sparsamer Mild-Hybrid in zwei Schärfegraden. Innen: Panorama-Display, Connectivity am Stand der Zeit. Hochwertige Haptik und Akustik.

Preis: ab € 23.380,–; Leistung: ab 100 PS kia.com

Mercedes AMG GT XX Orange ist kein Zufall

Wie schon sein Urahn, der in drei Phasen entwickelte Supersport-Prototyp C111 der 1970er-Jahre, trägt das Konzeptauto AMG GT XX auffälliges Orange. Auch er ist Weltrekordhalter: In 7 Tagen, 13 Stunden, 24 Minuten und 7 Sekunden legte die vollelektrische Flunder 40.075 Kilometer zurück, exakt eine Erdumrundung am Äquator.

Preis: unverkäuflich

Leistung: über 1000 kW/1.360 PS mercedes-benz.at

Polestar 5

Nordlichtgeschwindigkeit

Es ist der stärkste Polestar, aerodynamisch, verwindungssteif und gewichtsmäßig optimiert dank verklebter Alu-Karosserie, dabei ausgesprochen hübsch und fahrerorientiert für Komfort auf der Langstrecke. Technisch sticht die 800-Volt-Batterietechnologie heraus, die besonders schnelles Be- und Entladen ermöglicht.

Preis: ab € 118.900,–

Leistung: ab 748 PS polestar.com

Jeep Compass Fast ein Amerikaner

Der Compass ist in seiner dritten Generation ein echter Europäer, Teil des Stellantis-Konzerns, gebaut in Italien als enger Verwandter seiner Peugeotoder Opel-Brüder. Amerikanisch ist das Design mit seinen sieben charakteristischen Schlitzen an der Front und der knorrigen Optik. Erhältlich als Hybrid oder reiner Elektriker.

Preis: ab € 34.890,–; Leistung: ab 145 PS jeep.at

Cupra Raval

Barcelona so nah

Im Innenraum machen ihn das kleine Lenkrad und die Position der Armaturen einzigartig, im Alltag gibt der 308 dennoch keinerlei Rätsel auf. Als Bruder des Opel Astra ist er als Mild- oder Plug-in-Hybrid sowie als Diesel oder reines E-Auto zu haben, außerdem nach wie vor auch als praktischer Kombi. Neu: Front mit beleuchtetem Logo.

Preis: ab € 21.700,–Leistung: ab 131 PS peugeot.at

Benannt nach einem Stadtteil im Zentrum der Metropole, definiert sich der brandneue Raval als elektrischer CitySUV mit sportlicher Schlagseite, was sich durch tiefere Straßenlage und breitere Spur als beim Konzernbruder, dem kommenden VW ID. Polo, äußert. Brandneu in dieser Klasse: Matrix-LED-Scheinwerfer.

Preis: ab € 26.000,–Leistung: ab 210 PS cupraofficial.at

EVENTS/ ALLES AM START

Von Spinning im Club bis zum Spektakel am Gletscher –das Frühjahr gibt jetzt so richtig Gas. Hier die Termine.

27.

bis 29.

März

Grand Prix von Japan

Live bei ServusTV: Die dritte Station der neuen Formel-1-Saison ist der legendäre kurvenreiche Suzuka International Racing Course. Die Premiere im Jahr 1987 gewann ein gewisser Gerhard Berger; die vergangenen vier Jahre dominierte Max Verstappen. Diesmal genießt der vierfache Weltmeister jedoch keinen „Heimvor teil“ mehr, denn der Motor von Red Bull Racing wird nicht mehr von Honda gebaut, sondern mit Know-how des US-Herstellers Ford angetrieben. ServusTV und ServusTV On zeigen alle Trainingssessions, das Qualifying und den Grand Prix live.

Musiktipp White Honda

Legend

Das Wiener Indie-Duo peach tinted hat sein Debütalbum „White Honda Legend“ gedroppt: Melancholie und Euphorie zwischen Hyperpop und Grunge. Der Titeltrack bezieht sich auf das weiße Honda Legend Coupé aus dem Jahr 1990, das die beiden Schulfreunde Louis Springer, Gitarre, und Emil Paiker (rechts), Gesang, während ihres zweijährigen Aufenthalts auf Teneriffa kauften. Und jetzt? Gut besuchte Shows quer durch Europa und Mexiko und beachtliche Streamingzahlen. Bitte mehr: Tourdaten auf @peach.tinted

28.

März

Red Bull Turn It Up

Der interaktive DJ-Contest kehrt 2026 als Battle-Serie in die Clubs zurück. Dabei entscheidet das Publikum, wer an den Decks die besten Skills aus dem Ärmel schüttelt. Nach vier QualifierEvents in Wien, Lustenau, Linz und Graz kürt das National Final am 28. März im Wiener Prater Dome die beste DJ-Performance des Landes. Tickets sind erhältlich auf redbull.com/turnitup

11.

April Longboard Classic

„Peace, Music and Snow“: So lautet das Motto beim Longboard Classic, dem „Woodstock of Snowboarding“. Beim traditionellen Longboard- und Old-School-Snowboard-Event in Stuben am Arlberg starten rund 600 Snowsurfer –und zwar in Kategorien wie „Boards ab 172 cm“ oder „Boards älter als 1990“. Vor Ort können Fans auch Longboards und neues FreerideEquipment testen.

14.

März

X Over Ride Kitzsteinhorn

Seit 2004 trifft sich die FreerideSzene beim X Over Ride am Kitzsteinhorn. Bereits zum dritten Mal wird das Event als Freeride World Tour Challenger ausgetragen. Das bedeutet, dass sich auch heuer wieder die Rider am LakarschneidFace für die Freeride World Tour 2027 qualifizieren wollen. Wer live in Zell am See-Kaprun zuschauen will: Die beste Sicht bietet die Public Viewing Area am Langwied.

10. April

25 Jahre „Hannibal“

Das Outdoor-Gletscherschauspiel „Hannibal“ zeigt ein legendäres Kapitel aus der Geschichte Karthagos in der Bergwelt Tirols. Zusammen mit Sölden und Red Bull inszeniert das Künstlernetzwerk Lawine Torrèn die historische Alpenquerung des Feldherrn Hannibal anno 218 v. Chr. Am Rettenbachferner performen Pistenbullys, Flugzeuge, Helikopter, Tänzer und Extremsportler auf 3000 Meter Seehöhe. Die April-Aufführung, zugleich das 25-Jahr-Jubiläum, wird von einer Bucherscheinung begleitet. Mehr Infos und Tickets: soelden.com/hannibal

29. April Red Bull Basement

Her mit den Ideen, die die Welt bewegen! Das Red Bull Basement sucht innovative Geister für einen Pitch im Silicon Valley. Auf dem Weg dorthin unterstützen Red Bull, AMD und Microsoft mit Mentorinnen und Mentoren, KI-Tools und einer globalen Plattform. Der Hauptgewinn: 100.000 US-Dollar, um deine Idee zum Leben zu erwecken. Wer überzeugt, präsentiert seine Idee beim National Final vor Juroren wie Dominic Thiem – am 29. April im Grazer Unicorn Start-up & Innovation Hub. Brainstorme und bewirb dich bis 12. April auf redbullbasement.com

21.

bis 27. März

World Rookie Finals

10. und 11. April

Qatar Major Premier Padel

Das Qatar Major der Premier Padel Tour kehrt zurück nach Doha –und mit ihm die Weltelite des Padelsports. Im Khalifa Complex tanzen die Tennisbälle zwischen den Glaswänden, wenn die besten Spieler und Spielerinnen um Punkte und Prestige kämpfen (im Bild Beatriz González). Das Beste für Fans der populären Variante aus Tennis und Squash: Red Bull TV überträgt das Viertelund Halbfinale und das Finale aus Doha – live und exklusiv am 10. und 11. April. Wer sich davor warm schauen will, findet die vorherigen Matches aus Doha auf dem YouTube-Kanal von Premier Padel.

Die Zukunft des Snowboardens zeigt sich beim Finale der World Rookies in Zell am See-Kaprun. Die World Rookie Tour gilt seit 2005 als internationales Sprungbrett für U18-Talente. Im Snowpark Kitzsteinhorn messen sich rund 100 von ihnen um die Nachwuchskrone.

22.

bis 25. März

SuperCycle @ Club PRST

Mit dem Bike in den Club: Das hippe Indoor-Cycling-Studio SuperCycle vereint Spinning mit Musik und Lichtshows. Jetzt drehen ihre Spinning-Bikes auf der Tanz fläche des Club PRST in der Praterstraße 18 in Wiens zweitem Bezirk durch. Beim Pop-up mit Full-Body-Workout vereint man Kardiotraining und Kraftübungen bei coolen Beats unter der Discokugel. Wenn also Radsport clubtauglich ist, dann fix hier!

Musiktipp MyGroove

14.

bis 18. März

Spring Battle AbsolutPark

Innovative Styles und Community: Beim jährlichen Spring Battle in Flachauwinkl freut sich die Szene auf progressives Snowboarden. Im AbsolutPark erwartet sie eine viertägige Slopestyle Session, in der die Rider mit FPV-Drohnen gefilmt werden (15. bis 18. März). Im Jib Park vor dem Chill House findet ein Rail Event im Jam-Session-Format statt, das auch live auf YouTube übertragen wird (15. bis 17. März). Alles im offenen, mehrtägigen Contest-Format.

13.

bis 15. März

Masters of Dirt

Ein neues Instrument mit dem Smartphone lernen? Klingt leichter, als es ist. Die App MyGroove unterstützt dabei mit interaktivem Musikunterricht und erlaubt gemeinsames Musizieren mit Artists wie Martin Grubinger (im Bild). Dabei deckt sie das volle Spektrum einer Band ab: Voice, Keys, Guitar, Bass, Drums und Percussion. Und jetzt neu: Die MyGroove Academies für Drums, Keys, Guitar und E-Bass bieten strukturiertes technisches Training – vom ersten Ton bis zum Bühnenauftritt. Der neue Practice Plan für Drums und Keys zeigt, welche Skills man verbessern sollte und welche Schritte es dafür braucht. Für eine Kostprobe den QR-Code scannen!

28.

und 29. März

MotoGP: Großer Preis von Amerika

Im dritten Rennen der aktuellen MotoGPSaison zieht es Fahrer wie Brad Binder (im Bild) nach Austin, Texas. Der Große Preis von Amerika verspricht spannende Duelle im Kampf um die Meisterschaft. Seinen Beitrag dazu liefert der Circuit of the Americas (COTA) mit Hochgeschwindigkeitsgeraden, engen Haarnadelkurven und erheblichen Höhenunterschieden. Red Bull TV überträgt das Rennen live am 28. und 29. März.

Spektakuläre Stunts auf Rädern aller Art: Seit über 20 Jahren holt das Kultevent Masters of Dirt die wildesten Freestyle-Tricks in die Hauptstadt. Wenn sich die Wiener Stadthalle wieder in einen gigantischen Freestyle-Parcours verwandelt, wirbeln Athleten auf ihren Motorrädern, Snowmobilen, Quads oder Bikes durch die Luft. Wem das noch nicht turbulent genug ist, dem heizen die feurigen Fuel Girls aus England und die Beats von DJ Mosaken ein.

20.

bis 23. März

Open Faces Obertauern

Eine weitere Aufstiegshilfe in die Freeride World Tour: der Open Faces Obertauern FWT Challenger. Beim vierten von sechs ChallengerContests haben Off-Piste-Fahrer die Chance, wertvolle Punkte für die Freeride World Tour 2027 zu sammeln. Geplanter Austragungsort ist erneut das Face des vielseitigen Hundskogels.

bis 7. Juni

Red Bull Driving School

Das härteste Fahrsicherheitstraining fehlt auch beim 30. Red Bull Erzbergrodeo nicht. Host der Red Bull Driving School ist wieder Rallye Dakar-Copilot Dennis Zenz. Du und dein Driving Buddy könnt im herausfordernden Terrain des Erzbergs eure Fahrkenntnisse so richtig auf die Probe stellen. Anmeldeschluss ist der 3. Mai.

März Büroschluss!

Mega-Stimmung ist garantiert, wenn das nächste „Büroschluss – The Real After Work“-Event am 26. März im „O – der Klub“ stattfindet – immer am letzten Donnerstag im Monat. Auf vier Dancefloors wird von 18 bis 2 Uhr früh gefeiert. Wer Glück hat, erspäht auch Stammgäste wie Sänger Cesár Sampson, Moderatorin Conny Kreuter oder Kabarettist Andreas Ferner (Bild oben) in der Crowd. Am 25. Juni und 27. August gibt es außerdem die SonderSommer-Ausgaben im „Weitsicht Cobenzl“. Weitere Infos: bueroschluss.at

Buchtipp

4000 Jahre Niederlagen

Österreich ist Weltmeister im Verlieren. Zumindest erzählt das Roland Gratzer im Anekdotenbuch „4000 Jahre Niederlagen“. Der FM4-Moderator dokumentiert die Historie des Landes als schmähreiches Sammelsurium des Scheiterns.

Herausgeber

Andreas Kornhofer

Chefredakteur

Andreas Rottenschlager

Textchef

Stephan Hilpold

Creative Directors

Erik Turek (Ltg.), Kasimir Reimann Grafik

Marion Bernert-Thomann, Miles English, Kevin Faustmann-Goll, Patrick Schrack

Fotoredaktion

Eva Kerschbaum (Ltg.), Marion Batty (Stv.), Susie Forman, Matti Wulfes

Chefin vom Dienst

Marion Lukas-Wildmann

Managing Editor

Ulrich Corazza

Global Content

Tom Guise (Ltg.), Lou Boyd

Publishing Management

Sara Car-Varming (Ltg.), Hope Elizabeth Frater

Editorial Design

Peter Knehtl (Ltg.), Lisa Jeschko, Tino Liebmann, Matthias Preindl, Sophie Weidinger

Magazine Retail

Klaus Pleninger

Subscription

Peter Schiffer (Ltg.), Marija Althajm, Viktoria Schwärzler, Yoldaş Yarar

Lektorat

Hans Fleißner (Ltg.), Petra Hannert, Monika Hasleder, Billy Kirnbauer-Walek

Produktion

Veronika Felder (Ltg.), Martin Brandhofer, Walter O. Sádaba, Sabine Wessig

Lithografie

Clemens Ragotzky (Ltg.), Claudia Heis, Nenad Isailovic, Josef Mühlbacher

Redaktionsanschrift

Am Grünen Prater 3

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Tel.: +43 1 90221-0 redbulletin.com

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Lisa Hechenberger, Christine Vitel

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Meike Koch

Hier schreibt unser Kolumnist

Marcel Hirscher über sein ganz persönliches Sport-Jahr.

Umwege. Irrwege. Wechseljahre.

Die Weltcups im Saison-Schlussverlauf: Wie geht der Winter weiter, wenn er ofziell zu Ende ist? Was wird nach der Olympia-Saison in der Ski-Zeitkapsel überdauern? Eine Einordnung – auch in eigener Sache. Nicht alles, was zählt, lässt sich in Zeiten, Punkten, Medaillen und Kristallkugeln erzählen. In vielen Disziplinen werden wir sehen, dass sich Weltcup-Zwischenwertungen von Ende Jänner mit den Endständen decken. Die eine oder andere ofene Entscheidung für einen Showdown beim Finale ist gut für die Dramaturgie, bunte WeltcupLeadertrikots werden bis zur letzten Siegerehrung erfahrungsgemäß dennoch seltener noch einmal ausgezogen als anbehalten.

AUSNAHMEATHLET

Als Slalom- und Riesentorlaufspezialist und sechsfacher „Sportler des Jahres“ hat der Salzburger Skirennfahrer Marcel Hirscher, 37, mit acht Gesamtweltcupsiegen in Folge die Geschichte des alpinen Skisports neu geschrieben. Hier geht es zu Marcels InstagramAccount:

Abgerechnet wird zum Schluss – Ende März haben wir Gewissheit, dann schwenken die Kameras zu den Finals des Wintersports. Nach Lillehammer zu den Alpinen. Nach Planica zu den Skispringern. Nach Lake Placid zu den Langläufern. Nach Oslo zu den Nordischen Kombinierern. Skicrosser schließen ihre Weltcupsaison im schwedischen Gällivare ab, die Alpin-Snowboarder in Winterberg in Deutschland, die Snowboard-Crosser in Mont-Sainte-Anne in Kanada. Park- & Pipe-Athletinnen und -Athleten reisen zum Finale nach Silvaplana in die Schweiz, Freestyler nach Şahdağ in Aserbaidschan.

Und für die allermeisten von ihnen gilt: Nach dem Winter ist vor dem Winter! Was im August begonnen hat, endet nicht mit den letzten Bewerben im März. Für sechs bis zwölf intensive Wochen außerhalb der öfentlichen Wahrnehmung füllen Meetings, Analysen, Materialtests und aus Zeitgründen aufgeschobene Verpfichtungen die Agenda. Und, wichtig: Vertragsverhandlungen. Die Schlusszeremonie von Olympischen Spielen ist das inofzielle Startsignal für die Transferzeit. In unserem Metier bedeuten Wechseljahre (heißt im Ski-Jargon tatsächlich so) keine Alterserscheinung, sondern meinen ein Periodensystem für Kooperationen, das sich an den Großereignissen ausrichtet.

Für einen kleinen Kreis geht es in diesen Wochen darum, ihre Erfolge in Verträge umzumünzen – der große Rest will weitermachen können, so gut es innerhalb bestehender Strukturen sowie Ausstatter- und Sponsorenbudgets geht. Die individuelle Forschungsfrage ist immer zukunftsgerichtet: Was macht mich im nächsten Winter schneller? Diejenigen, die es sich aussuchen können, trefen Entscheidungen zwischen „Never change a winning system“ und „Ich brauche eine Veränderung“. Für alle anderen heißt es: dranbleiben und weiterarbeiten.

Nach dem Winter ist vor dem Winter: Auch Erfolg ist schnelllebiger geworden. OlympiaSiegerin und-Sieger bleibt man immer noch lebenslang, und Gold ist nach wie vor eine harte Währung im Sport. Doch der Lichtkegel der Medaillenzeremonien leuchtet längst nicht mehr das ganze restliche Leben aus – die Halbwertszeit von Edelmetall hat sich gefühlt verkürzt. Was die alte Wertigkeitsdiskussion „Olympia-Gold oder Weltcup-Kristall?“ erübrigt: vollständige Karrieren setzen ohnehin beides voraus.

„Paart sich sportlicher Erfolg mit Geschichten wie der von Lindsey Vonn, wird Leistung zu einer Metapher, die größer ist als der Sport selbst.“

Dauerhafte Wirkung für die Zeitkapsel des Wintersports entsteht also nicht aus einzelnen großen emotionalen Momenten, sondern aus deren Wiederholung über längere Zeit. Nicht die eine historische Sternstunde löst das viel zitierte „The winner takes it all“-Phänomen aus, sondern über Jahre aufgebaute, gehaltene Exzellenz und Dominanz. Wie bei Mikaela Shifrin. Wie bei Marco Odermatt und Franjo von Allmen. Wie bei anderen, die in den Ergebnislisten meistens oben stehen.

Paart sich sportlicher Erfolg noch mit unvergesslichen, unvergleichlichen menschlichen Geschichten wie beim Comeback von Lindsey Vonn, dann wird Leistung zu einer Metapher, die viel größer ist als der Sport selbst. Weil sie neue Denkanstöße gibt: Wie viele von uns tragen einen Lebenstraum in sich und wagen nie, ihn zu verwirklichen? Was bezwecken refexartige Vorurteile wie: „Das wird sowieso nix!“? Wem steht zu, zu bewerten, wer „schon zu alt“ ist, wenn nicht den Athletinnen und Athleten selbst? In praktisch jeder Sportart gibt es – hofentlich analog zur Arbeitswelt – inspirierende Beispiele für „… hat’s noch immer drauf“. Was soll daran falsch sein? Lindseys Geschichte bleibt trotz des Sturzes mehr als ein erfolgreiches Ski-Comeback mit 41 Jahren und (teilweise) künstlichem Kniegelenk. Bei all den herausragenden Einzelleistungen in diesem Olympia- und Weltcupwinter wird ihr Vorbild für mich und viele andere, mit denen ich mich darüber unterhalte, die emotionalste Erinnerung in der Zeitkapsel des Skisports bleiben. Und ja, wenn wir schon beim Thema sind: Was bei Lindseys Comeback nach Leichtigkeit aussah, gestaltet sich bei mir zach! Es geht voran, aber oft in Umwegen und Irrwegen. Für einen, der in seiner ersten Karriere immer die direkte Linie zum Ziel gesucht und meistens auch gefunden hat, quasi eine neue Disziplin. Mental herausfordernd, aber für meine persönliche Entwicklung wertvoll. Mein Verständnis für Skirennsport wird dadurch kompletter, was mir in meiner beruflichen Zukunft helfen wird. Zum ersten Mal erlebe ich am eigenen Körper, was für mich früher nur theoretisch war: Dass ein Kreuzband für einen Skirennläufer ein sechstes Sinnesorgan ist und was es wirklich heißt, sich von einer Verletzung zurückzukämpfen. Mit jedem Tag auf meiner Journey wächst mein Respekt für Menschen, die nach Rückschlägen einen individuellen Weg zurück zu neuer Stärke fnden. Nicht alles, was zählt, lässt sich in Zeiten, Punkten, Medaillen und Kristallkugeln erzählen. Nach dem Winter ist vor dem Winter – das gilt auch für mich. Und solange ich das spüre, bleibe ich dran.

9 Fragen an Paul Guschlbauer

Was dem Autor und ProfParagleiter bei seinen Flugabenteuern Auftrieb gibt, erfahrt ihr hier.

Eine schöne Kindheitserinnerung?

Mit meinem Papa im Wald spazieren zu gehen.

Paul Guschlbauer ist eine Red Bull X-Alps-Legende (viermal am Podium) und Gründer der „Wanderbird Akademie“: wanderbird.io

Ein Song, der dir viel gibt?

„Poison Lips“ von Vitalic – echt kraftvoll und motivierend.

Eine arge Flug-Episode?

Mit meinem Buschflugzeug auf einer Vulkaninsel in Alaska zu landen, dann knapp über Meeresniveau mit dem Gleitschirm zu starten und die Thermik zu nutzen, um auf den Gipfel des Vulkans zu fliegen und dort zu landen.

Ein kluger Satz, der nicht von dir ist?

„Glück ist, wenn Vorbereitung auf Gelegenheit trifft.“

Seneca

Ein kluger Satz, der von dir ist?

„Die wahre Meisterschaft (beim Fliegen) liegt nicht in der Kontrolle, sondern im Verständnis und der harmonischen Nutzung der natürlichen Kräfte.“ Aus meinem Buch:

Deine

Wohlfühlstadt?

Graz. Da bin ich aufgewachsen – und da ist es fast schon mediterran gemütlich.

Wer inspiriert dich?

Antoine de SaintExupéry. Er war Flugpionier und Visionär. Er hat verstanden, dass wir die Technik brauchen, um uns mit den Elementen zu verbinden, die wahre Reise jedoch im Inneren stattfindet.

Was darf in deinem Kühlschrank nicht fehlen? Butter.

Wie erreichst du den Flow-Zustand? Indem ich Vorbereitung und Intuition synchronisiere. In den Flow zu kommen, ist das Ergebnis davon, dass man seine Hausaufgaben gemacht hat und in der Luft den Kopf ausschalten kann.

Die nächste Ausgabe von THE RED BULLETIN erscheint am 14. April 2026.

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