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FÜR ALLE MIT
UND OHNE
TKB - KONTO
TKB Pensionszentrum
tkb-pensionszentrum.ch
Daniel Labhart Herausgeber
Harald Fessler Herausgeber
Jörg Schelling Chefredaktor
Ein Kanton zum
Geniessen und Verweilen
Der Thurgau ist ein Lebensraum, der von der Leidenschaft seiner Menschen geprägt wird. In diesem Jahr rückt neben dem gewohnten Tatendrang der Genuss für Geist und Gaumen in den Mittelpunkt.
Wussten Sie zum Beispiel, dass hinter der Frische eines MüllerThurgaus oder der Würze eines Rebkäses oft jahrelange Tüftelei und eine tiefe Verbundenheit zur Scholle stecken? Es ist faszinierend zu sehen, wie unsere Winzer und Käsermeister das Erbe bewahren und gleichzeitig mit nachhaltigen Methoden die Spezialitäten von morgen kreieren. Ob edle Cidres, die in Champagnerflaschen reifen, oder die wachsende Bierstrasse –unser Kanton ist eine Speisekammer, die uns immer wieder zum Staunen bringt.
Auch unsere Kulturlandschaft bietet Momente des Innehaltens und der Reflexion. Im Kunstmuseum Thurgau laden uns die «Gegenwelten» ein, über Utopien und andere Sternstunden nachzudenken, während uns die Ausstellung «Leben & Lassen» im Historischen Museum Thurgau auf eine bewegende Spurensuche nach dem Menschsein mitnimmt. Es sind diese kulturellen Ankerpunkte, die uns zeigen, wie wichtig Inspiration in einer schnellen Welt ist. Gleichzeitig beweisen alte Industrieareale, wie aus «altem Eisen» frische Impulse für die Kreativwirtschaft entstehen.
Von dieser Symbiose aus Genuss und Kultur handelt die vorliegende 22. Ausgabe des Jahrbuchs Unser Thurgau. Wir laden Sie ein, die Geschichten hinter den Produkten und Projekten kennenzulernen, die den Kanton bewegen.
Wir wünschen Ihnen ein spannendes Lesevergnügen!
Jörg Schelling, Chefredaktor
Zum Umschlagbild:
Matthias Burkhard, Altnau Bluescht in Altnau
Grenzen überwinden
Weltweit prägen Kriege, geopolitische Spannungen und die Folgen von Inflation und Klimakrise unseren Alltag. Das Jahr 2025 war ein Jahr der Unruhe – Grenzen sind sichtbarer geworden: zwischen Ländern, Meinungen und Kulturen. In einer Zeit wachsender Unsicherheit und Spaltung gewinnt das Motto des Regierungsrats für das Amtsjahr 2025/26, «Grenzen überwinden», besondere Bedeutung. Es ruft uns dazu auf, vermehrt das Verbindende zu betonen – und nicht das Trennende.
Der Kanton Thurgau steht für vieles, was verbindet – eine beeindruckende Naturvielfalt, wirtschaftliche Stärke und eine Vertrautheit, die aus seiner überschaubaren Grösse erwächst. Diese Mischung macht unseren Kanton zu einem Ort, an dem sich Leben und Arbeiten auf besondere Weise ergänzen.
Zwischen Rhein und Bodensee gelegen, weiss der Thurgau seit jeher, wie fruchtbar Offenheit sein kann. Seine Geschichte erzählt von einem besonderen Verhältnis zu Grenzen: 1460 übernahm die Eidgenossenschaft den Thurgau als «Gemeine Herrschaft» vom Fürstbistum Konstanz – mit nahezu den heutigen Grenzen zwischen Rhein, Bodensee, Hörnli und Thur. Als Napoleon im Zuge der Helvetischen Republik (1798–1803) die modernen Kantonsgrenzen zog, erhielten die Thurgauer Selbstverwaltung und Freiheit.
Grenzziehung ist in unserer Region also historisch betrachtet eher Zufall als Bestimmung. Der Bodensee, der heute drei Länder trennt, war über Jahrhunderte hinweg vielmehr ein verbindendes Element – ein gemeinsamer Lebens- und Kulturraum, dessen Mitte der Thurgau bildete. Daran möchten wir anknüpfen: Schwerpunkt unserer Aussenarbeit ist es, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bodenseeraum weiter zu fördern und die Region wieder stärker als das zu begreifen, was sie seit jeher war – ein lebendiger, gemeinsamer Lebensraum jenseits politischer Grenzen.
Heute ist der Blick über Grenzen selbstverständlich geworden – im Handel, in der Verbindung von Tradition und Innovation oder in der Kultur. Doch das Überwinden von Grenzen beginnt nicht an der Landes- oder Kantonslinie – es beginnt in uns selbst.
Gerade in Zeiten globaler Herausforderungen gilt es, Offenheit, Neugier und Zusammenhalt als Einzelne im Alltag zu leben: wenn wir aufeinander zugehen, zuhören und Verständnis zeigen. So stärken wir das, was unser Thurgau ausmacht – seine Vielfalt, seine Offenheit und den Mut, Brücken zu bauen. Wenn wir gemeinsam Grenzen überwinden, schaffen wir Zukunft – für unseren Kanton und weit darüber hinaus.
Dominik Diezi
Regierungspräsident Kanton Thurgau
Dominik Diezi
Restaurant Klein Rigi Thurbruggstrasse 31 9215 Schönenberg a. d. Thur +41 71 642 49 49
11 Verkehrswende: Thurgau steuert Richtung Zukunft
Wirtschaft & Bildung
12 Mobilität im Kanton Thurgau
16 Thurgauer Präzision auf Weltreise
20 Thurgauer Wirtschaft: Licht und Schatten
24 Forschungspreis geht an Prof. Dr. Rita Kesselring
Porträt:
14 Thurbo AG
18 Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel
22 Kifa Systembau
Arbeitgeber im Thurgau
26 Thurgauer Wirtschaftsstandort: Eine Einschätzung zu den Chancen und Herausforderungen
Porträts:
29 Griesser AG
30 Lidl Schweiz
32 Kantonspolizei Thurgau
Gemeinden
Porträts:
33 Stadt Arbon
34 Gemeinde Wilen
36 Schulgemeinde Wängi
Gesellschaft & Umwelt
38 Flipper – ein Spiel nicht nur um reines Glück
40 Zwei für hinter, neben und auch unter die Bühne
42 Energieförderprogramm setzt neue Impulse
48 Food Waste: Thurgauer Teller statt Tonne
50 Revitalisierung – Wenn Bäche wieder atmen
52 Gemeinsam statt einsam: Neue Wohnformen
Porträts:
44 Amt für Energie Kanton Thurgau
47 Abendfrieden, Wohnen & Pflege
Kunst & Kultur
54 Gegenwelten, Utopien und andere Sternstunden
58 Othmar Eder erhält den Thurgauer Kulturpreis 2025
59 Kunst am Wasser: «hänne» und «dänne»
Porträt:
56 Malerei Ronzani
Geschichte
60 Leben & Lassen. Spuren des Menschseins
62 Der Thurgauer, der Mailand das Lesen lehrte
Tourismus & Freizeit
64 Wo Naturliebe Wurzeln schlägt – unser Thurgau
66 Der Thurgau: Wo Genuss Heimat hat
70 Nostalgische Ausfahrten durch den Thurgau
73 Lautlos über den Bodensee gleiten
74 Der digitale Kompass für den Thurgau
Porträt:
72 Garage Kuster AG
75 Restaurant 1802| Hotel 1802
Gesundheit & Sport
76 Thurgauer Seele: Investition in die Resilienz
82 Gemeinsam gegen das Schweigen
84 Sportpreis 2025 geht an Catherine Debrunner
86 Triathlon bewegt den Thurgau
Porträts:
78 Amt für Gesundheit
79 Clienia Littenheid AG
80 Klinik Schloss Mammern
Thurgauer Politikjahr 2025 im Rückblick
Das Thurgauer Stimmvolk bewies 2025 Augenmass: Mit der Wahl von Ruth Faller Graf, der Abschaffung der Liegenschaftensteuer und einem modernisierten Ruhetagsgesetz setzte der Kanton auf Kontinuität und gezielte Reformen, während nationale Initiativen chancenlos blieben.
Ein Blick in den Rückspiegel zeigt: Das Jahr 2025 war für den Kanton Thurgau politisch bewegt. Zwischen personellen Neubesetzungen an der Regierungsspitze, wegweisenden finanziellen Entlastungen und einer moderaten Modernisierung der Ruhetage bewies die Stimmbevölkerung einmal mehr ihren Sinn für Realpolitik und kantonale Eigenheiten.
Das vergangene Jahr markierte für den Thurgau eine Zeit des Übergangs. Geprägt von einer eher verhaltenen Stimmbeteiligung bei den kantonalen Vorlagen, aber mit klaren Botschaften an die Politik, wurden Weichen gestellt,
die das Gesicht des Kantons nachhaltig prägen werden.
Finanzielle Entlastung:
Adieu Liegenschaftensteuer
Am selben Abstimmungssonntag im Mai sorgte ein klares Verdikt für Aufsehen in der kantonalen Finanzpolitik. Mit einem deutlichen Ja-Stimmenanteil von 69,03 Prozent verabschiedete sich der Thurgau von der kantonalen Liegenschaftensteuer. 43 040 Bürgerinnen und Bürger stimmten für die Abschaffung und setzten damit ein Zeichen für die Entlastung von Wohneigentümern. Diese Entscheidung unterstreicht die
Ein neues Gesicht im Regierungsrat
Emotional begann das politische Frühjahr mit einer Vakanz: Nach dem traurigen Verlust von Sonja Wiesmann Schätzle im Januar mussten die Stimmberechtigten am 18. Mai über die Nachfolge im Regierungsrat entscheiden. Mit Ruth Faller Graf (SP) wählte das Volk eine erfahrene Juristin und Bezirksgerichtspräsidentin aus Kreuzlingen in die Exekutive. Mit 35 762 Stimmen übertraf sie das absolute Mehr deutlich. Faller Graf bringt fachliche Tiefe und regionale Verankerung mit, um die Dossiers ihrer Vorgängerin kompetent weiterzuführen.
Paul Roth, Walter Schönholzer, Vizepräsident Urs Martin, Regierungspräsident Dominik Diezi, Denise Neuweiler und Ruth Faller Graf.
bürgerlich-liberale Tendenz des Kantons, wenn es um steuerliche Belastungen auf Grundbesitz geht.
Modernisierung der Tradition:
Das Ruhetagsgesetz
Spannender und deutlich knapper als andere Vorlagen verlief die Debatte im Herbst. Am 28. September stand die Totalrevision des kantonalen Ruhetagsgesetzes zur Disposition. Im Kern ging es um die gesellschaftliche Grundsatzfrage, wie viel Tradition der modernen, dynamischen Freizeitgesellschaft weichen muss. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von 51,1 Prozent Ja-Stimmen entschieden sich die Thurgauer letztlich für eine Lockerung des Veranstaltungsverbots an hohen Feiertagen. Damit wird der Spielraum für kulturelle und gesellschaftliche Anlässe zeitgemäss erweitert, ohne den schützenden Charakter der Ruhetage gänzlich aufzugeben – ein klassischer und typisch thurgauischer Kompromiss zwischen Werten und Wandel.
Klares Nein zu nationalen
Initiativen
Hinsichtlich nationaler Begehren zeigte sich der Thurgau im Jahr 2025 gewohnt skeptisch gegenüber grossangelegten Systemwechseln. Bereits im Februar wurde die Umweltverantwortungsinitiative mit wuchtigen 76,66 Prozent abgelehnt, da die massiven Eingriffe in Wirtschaft und Konsum auf wenig Gegenliebe stiessen. Noch deutlicher war das Signal am 30. November: Sowohl die Service-citoyen-Initiative mit 85,84 Prozent Nein-Stimmen als auch die Ini-
Der Thurgauer Regierungsrat 2025/2026 an der Kunstgrenze zwischen Kreuzlingen und Konstanz (v.l.): Staatsschreiber
Bild: Donato Caspari.
Entscheid für mehr Flexibilität: Die Thurgauer Bevölkerung befürwortet die Lockerung des Veranstaltungsverbots. Das knappe Resultat (51,1 % Ja) unterstreicht die intensive Debatte um Tradition und Moderne.
tiative für eine Zukunft mit einer Ablehnung von 86,45 Prozent erlitten an der Urne regelrecht Schiffbruch.
Die Thurgauer Stimmbevölkerung erteilte damit sowohl Experimenten in der Dienstpflicht als auch einer radikalen Umgestaltung der Klimafinanzierung eine unmissverständliche Absage. Stabilität, Eigenverantwortung und der Erhalt bewährter Strukturen scheinen dem Stimmvolk in unsicheren Zeiten wichtiger denn je zu sein.
Digitale Skepsis und personelle Kontinuität
Besonders aufschlussreich war das Stimmverhalten bei der nationalen E-ID-Vorlage im September. Während
die Thurgauer steuerlichen Erleichterungen bei Zweitliegenschaften mit grosser Mehrheit zustimmten, wurde der digitale Identitätsnachweis mit 53 606 Nein-Stimmen deutlich abgelehnt. Hier überwog offensichtlich das Misstrauen gegenüber staatlich-digitalen Grossprojekten und komplexen Fragen des Datenschutzes.
Personelle Weichenstellung in der Justiz
Abgerundet wurde das politische Jahr durch eine wichtige personelle Entscheidung auf lokaler Ebene: Linda Novina (SP) wurde im November mit einem überzeugenden Resultat zur neuen Berufsrichterin des Bezirksgerichts Kreuzlingen gewählt. Sie tritt damit eine
Ausflug der ehemaligen Präsidien des Grossen Rates
Ende April 2025, haben sich die ehemaligen Präsidentinnen und Präsidenten des Grossen Rates zum traditionellen Austausch getroffen. Der amtierende Grossratspräsident Peter Bühler begrüsste seine Amtsvorgängerinnen und -vorgänger in Aadorf.
Am Vormittag richteten Grossratspräsident Peter Bühler und Matthias Küng, Gemeindepräsident von Aadorf, Grussworte an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Anschliessend folgte eine Führung durch die Griesser AG. Beim gemeinsamen Mittagessen in Anwesenheit des Regierungspräsidenten Walter Schönholzer, der ein Grusswort des Regierungsrates überbrachte,
verantwortungsvolle Nachfolge an und sorgt für die nötige personelle Kontinuität innerhalb der Thurgauer Justiz.
Ein Fazit mit Augenmass
Das Jahr 2025 hat insgesamt eindrücklich bestätigt: Der Thurgau bleibt ein Kanton mit gesundem Augenmass. Die Stimmbürger zeigen sich zwar offen für moderate Reformen und personelle Erneuerungen, wahren jedoch eine konsequente Distanz zu radikalen gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Umbrüchen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des traditionellen Treffens der ehemaligen Thurgauer Grossratspräsidentinnen und -präsidenten mit dem Grossratsvizepräsidenten René Walther, dem amtierenden Grossratspräsidenten Peter Bühler und dem Regierungspräsidenten Walter Schönholzer (vorne in der Mitte).
tauschten sich die ehemaligen Präsidien über vergangene und aktuelle Themen der kantonalen Politik aus und liessen den Tag gemütlich ausklingen.
Der Thurgauer Weg zum Netto-Null-Ziel
Bis 2030 will der Kanton Thurgau seine Treibhausgasemissionen halbieren, um bis 2050 das ambitionierte Ziel Netto-Null zu erreichen. Mit einem umfassenden Massnahmenplan in 15 Sektoren stellt die Regierung nun die entscheidenden Weichen für einen klimafreundlichen und krisenfesten Kanton.
Der Klimawandel betrifft den Thurgau unmittelbar. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat der Regierungsrat die «Klimastrategie 2023» in einen konkreten Massnahmenplan gegossen. Das Ziel: Eine Reduktion der direkten Emissionen um 50 Prozent gegenüber 1990 bis Ende des Jahrzehnts.
Politischer Fahrplan steht
Der Prozess ist in vollem Gang: Nach der Vernehmlassung im Mai 2025 fliesst das Feedback nun in die finale Fassung ein. Dieser bereinigte Plan wird dem Regierungsrat zur Genehmigung unterbreitet, bevor voraussichtlich 2026 die Entscheidung im Grossen Rat fällt.
Ein Masterplan mit 81 Etappen
Das Herzstück bilden 81 Einzelmassnahmen in 15 Sektoren. Zwei Drittel basieren auf bewährten Programmen, ein Drittel beschreitet neue Wege. Für 2026 bis 2030 sind zusätzliche Mittel von rund 7.36 Millionen Franken sowie personelle Ressourcen von 9.6 Stellen vorgesehen.
Energie, Bauen und Mobilität
Ein Fokus liegt auf dem Gebäudesektor. Der Kanton forciert den Ersatz fossiler Heizungen und fördert nachhaltiges Bauen mit Holz. Auch die öffentliche Hand geht als Vorbild voran und reduziert «graue Energie» bei eigenen Projekten. Im Verkehrssektor steht der Umstieg auf emissionsfreie Mobilität im Zentrum. Der Ausbau der Ladeinf-
Bild: stock.adobe.com/oticki
Mit konkreten Massnahmen reagiert der Kanton Thurgau im Bereich Landwirtschaft auf die Herausforderungen des Klimawandels, der sich unter anderem in zunehmender Trockenheit äussert.
rastruktur für Elektrofahrzeuge sowie E-Busse im öffentlichen Verkehr sind hierbei zentrale Schlüsselmassnahmen.
Landwirtschaft und Naturgefahren
Die Landwirtschaft soll emissionsärmer und widerstandsfähiger werden, etwa durch besseres Wassermanagement. Gleichzeitig wird der Wald durch hitzetolerante Arten als Kohlenstoffsenke gestärkt. Der Plan sieht zudem Strategien gegen Hochwasser und Trockenheit vor. Ein systematisches Hitzemanagement schützt künftig insbesondere vulnerable Personen vor Extremtemperaturen.
Bildung und Finanzen
Damit der Wandel gelingt, setzt der Kanton auf Sensibilisierung in Schulen und Betrieben. Auch die Finanzflüsse werden klimafreundlich gestaltet: Öffentliche Gelder sollen künftig nach nachhaltigen Kriterien angelegt werden.
Mit diesem Paket will der Kanton Thurgau seine Klimaziele stärken und die Lebensqualität für kommende Generationen sichern.
Verkehrswende: Thurgau steuert Richtung Zukunft
Der Verkehrssektor ist für einen Grossteil der kantonalen Treibhausgasemissionen verantwortlich und steht daher im Zentrum des neuen Massnahmenplans.
Durch den Ausbau der Elektromobilität und die Stärkung des öffentlichen Verkehrs soll die Mobilität bis 2050 klimaneutral gestaltet werden.
Die Strassen im Thurgau sind Lebensadern für Wirtschaft und Gesellschaft, doch sie sind auch Schauplatz der grössten klimatischen Herausforderung. Im Rahmen des Massnahmenplans Klima 2026–2030 setzt der Kanton daher auf eine Doppelstrategie: Die konsequente Dekarbonisierung des Individualverkehrs und eine massive Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Verkehrs.
Schiene und Strasse im Einklang
Ein zentraler Pfeiler dieser Strategie ist die Zusammenarbeit mit den Bahnbetrieben. Insbesondere die Regionalbahn Thurbo spielt eine Schlüsselrolle, um Pendlerströme effizient und umweltfreundlich zu bewältigen. Durch eine noch engere Taktung und die op-
timale Abstimmung zwischen Bahn und Bus soll der Umstieg vom Auto auf die Schiene so hürdenfrei wie möglich gestaltet werden. Ziel ist es, den Schienenverkehr als Rückgrat der Thurgauer Mobilität weiter zu festigen und so die Strassen spürbar zu entlasten.
Schub für die Elektromobilität
Parallel dazu forciert der Kanton den Umstieg auf emissionsfreie Antriebe bei Personenwagen und Nutzfahrzeugen. Da die Reichweitenangst oft noch ein Hindernis darstellt, gehört der gezielte Ausbau der Ladeinfrastruktur zu den prioritären Schlüsselmassnahmen. Dies betrifft nicht nur öffentliche Parkplätze, sondern auch Anreize für Ladelösungen in Wohnquartieren und bei
Auf dem Weg zu Netto-Null: Der Vergleich zeigt deutlich, dass die Schiene (Thurbo) und der elektrische öffentliche Verkehr die effizientesten Hebel zur Emissionsreduktion im Thurgau sind. (Daten basierend auf Schweizer Durchschnittswerten)
Unternehmen. Der Kanton geht hierbei mit gutem Beispiel voran und stellt seine eigene Fahrzeugflotte sukzessive auf nachhaltige Antriebe um.
Der öffentliche Verkehr wird elektrisch
Nicht nur der Individualverkehr, auch der Busverkehr wird ökologisiert. Die Umstellung der kantonalen Busflotten auf E-Busse ist in vollem Gang. Dies reduziert nicht nur den CO2-Ausstoss, sondern sorgt durch leisere Motoren auch für eine höhere Lebensqualität entlang der Hauptverkehrsachsen. Ergänzt wird dies durch eine Förderung der Veloinfrastruktur, damit auch auf kurzen Strecken das Auto vermehrt stehen bleibt.
Nachhaltigkeit bis in den Asphalt
Sogar beim Bau und Unterhalt der Infrastruktur denkt der Kanton neu. Der nachhaltige Strassenbau, bei dem recycelte Materialien und emissionsarme Verfahren zum Einsatz kommen, ist fester Bestandteil des Massnahmenkatalogs. So wird bereits beim Entstehen der Verkehrswege darauf geachtet, den ökologischen Fussabdruck so klein wie möglich zu halten.
Wie der gesamte Klimaplan befindet sich auch das Teilpaket Verkehr in der Vernehmlassung. Mit der Umsetzung dieser Massnahmen stellt der Kanton Thurgau sicher, dass die Mobilität von morgen nicht nur effizient, sondern auch klimaverträglich wird.
Mobilität im Kanton Thurgau
Der Thurgauer Gewerbeverband fordert angesichts steigender Staustunden und verzögerter Bauprojekte eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur. Besonders die N23 gilt als zentraler Standortfaktor. Verlässliche Lösungen sind jetzt entscheidend, um die wirtschaftliche Entwicklung und Lebensqualität im Kanton sicherzustellen.
Die Mobilität ist ein zentrales Element des täglichen Lebens in der Schweiz –und damit auch im Thurgau –, sowohl für private Pendlerinnen und Pendler als auch für den Güter- und Warenverkehr. Im Jahr 2024 wurden auf dem Schweizer Nationalstrassennetz rund 56 000 Staustunden registriert, was einem Anstieg von fast 14 % gegenüber dem Vorjahr entspricht und einen neuen Höchstwert seit Beginn der Statistik darstellt.
Die meisten Staus entstehen dabei aufgrund hoher Verkehrsbelastung, weniger durch Baustellen oder Unfälle. Seit Ende 2019 ist die Thurgauer Ost-West-Verbindung zwischen Arbon und Bonau als N23 ebenfalls eine Nationalstrasse. Je nach Abschnitt sind dort täglich zwischen 14 500 und 20 600 Fahrzeuge unterwegs. Zum Vergleich: Auf der teils vierspurig ausgebauten Nationalstrasse 16 bei Delémont sind es täglich 20 900 Fahrzeuge und auf der teilausgebauten N13 bei Thusis 10 700 Fahrzeuge.
Bedeutung für das Thurgauer Gewerbe
Eine leistungsfähige Mobilität ist für den Kanton Thurgau von hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Der Thurgau zeichnet sich durch eine Mischung aus industriellen Zentren, Gewerbe und Landwirtschaft aus. Deren Produkte und Mitarbeitende sind auf funktionierende Verkehrsverbindungen angewiesen. Gute Strassenverhältnisse ermöglichen:
• konkurrenzfähige Gütertransporte zu nationalen und internationalen Märkten,
• effiziente Pendelwege für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie
• verlässliche Erreichbarkeit von Dienstleistungen und Produktionsstandorten innerhalb und ausserhalb des Kantons.
Insbesondere entlang der Hauptachsen, beispielsweise zwischen Frauenfeld, Weinfelden, Amriswil und entlang des Bodensees, ist die Verkehrsbelastung
hoch. Dies unterstreicht die Bedeutung einer nachhaltigen Infrastrukturplanung. Staus und Verzögerungen führen zu zusätzlichen Kosten für Unternehmen und belasten das lokale Gewerbe. Eine klare Verkehrsinfrastrukturstrategie ist somit nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch ein Standortfaktor.
Langwierige Entwicklung
Im Kanton Thurgau dominieren seit Langem zwei Strassenbauvorhaben die Debatte: die Bodensee-Thurtal-Strasse (BTS) und die Oberlandstrasse (OLS). Beide Projekte wurden bereits im Jahr 2012 auf kantonaler Ebene beschlossen und im Dezember 2019 in den Zuständigkeitsbereich des Bundes überführt, da sie als Nationalstrassen geplant sind. Ziel der BTS/OLS war es, den Durchgangsverkehr aus Ortszentren wie Weinfelden, Bürglen oder Amriswil fernzuhalten und so die Lebensqualität in den Gemeinden zu verbessern. Trotz hoher Planungs- und Studienkosten wurde der Bau bisher immer wieder hinausgeschoben.
Korridorstudie 2024 des ASTRA
2024 führte das Bundesamt für Strassen (ASTRA) eine umfassende Korridorstudie für die Nationalstrasse N23 durch, um die aufwendigen Planungsprozesse von BTS/OLS kritisch zu überprüfen und realistische Lösungsansätze zu entwickeln. Die Studie wurde in enger Abstimmung mit dem Kanton, den regionalen Gemeinden und weiteren Interessengruppen erarbeitet und be-
Einsatz für den Thurgau: Das Ja-Komitee der STEP-Initiative 2023 mit Marco Bortoluzzi, Eveline Bachmann, Mathias Tschanen, Diana Gutjahr, Christian Lohr, Gabriel Macedo, Jakob Stark und Stefan Mühlemann.
von Daniel Borner
TGV
technisches Thema, sondern ein zentraler Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit der Region.
inhaltete mehrere öffentliche Foren und Variantenanalysen.
In seiner präsentierten Lösung setzte das ASTRA mittel- und langfristig zwei Schwerpunkte: Einerseits soll die Umfahrung von Weinfelden mit dem Ottoberg-Tunnel neu gelöst werden, und andererseits soll mit einer Nordumfahrung von Amriswil sowohl die Stadt entlastet als auch Romanshorn angebunden werden. Bis zur Realisierung dieser Umfahrungen – das ASTRA spricht von einem Zeithorizont von 20 Jahren – sollen in kurz- und mittelfristigen Massnahmen Unfallschwerpunkte entschärft und Knotenbereiche sowie Ortsdurchfahrten entlang der N23 ausgebaut werden. Zudem soll das Velowegnetz ausgebaut werden. Diese Vorhaben könnten in einem Zeitraum von 10 bis 15 Jahren realisiert werden. Die Kosten für diese Lösung werden vom Bund auf über drei Milliarden Franken geschätzt. Die Studie legt somit einen pragmatischen, aber abgestuften Ansatz mit hoher Nutzen-Kosten-Effizienz nahe, der zugleich lokale Belastungen reduziert.
Weitere Pläne des Bundes
Nach der STEP-Abstimmung vom 30. November 2024, bei der der Bundesbeschluss über den Ausbauschritt 2023 für die Nationalstrassen mit 52,7 % deutlich abgelehnt wurde, hat der Bund die verkehrspolitische Entwicklung bis 2045 strategisch neu bewertet. Das zuständige UVEK hat die ETH Zürich mit einer unabhängigen Priorisierung der Ausbauprojekte beauftragt. Daraus entstand die Studie «Verkehr’45». Ein Kern-
punkt dieser Studie ist die Priorisierung von Projekten im Strassen- und Schienenbereich, um die begrenzten Investitionsmittel effizient zu nutzen.
Zum Missfallen des Thurgauer Gewerbeverbandes (TGV) wurden in diesem Gutachten die beiden Schwerpunkte aus der Korridorstudie auf der Prioritätenliste zurückgestuft. Aus Sicht des Gewerbes stellen die Lösungsvorschläge des ASTRA einen Teilschritt in die richtige Richtung dar. Die Studie legte einen pragmatischen, aber abgestuften Ansatz mit hoher Nutzen-Kosten-Effizienz nahe, der zugleich lokale Belastungen reduziert.
Mit den beiden Schwerpunkten in Weinfelden und Amriswil–Romanshorn würde an den beiden Enden der Strecke Bonau–Arbon angesetzt. So könnten zwei Brückenköpfe gebildet werden, die langfristig mit einem separaten Trassee zu einer leistungsfähigen Nationalstrasse ausgebaut werden können.
Wichtig für die Zukunft
Die N23 ist für den Thurgau von zentraler gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Bedeutung. Sie ist eine wichtige Verkehrsader für die kantonale Wirtschaft: Mehr als ein Drittel der rund 21 500 Arbeitsstätten des Kantons befinden sich an ihrer Strecke. Täglich passieren 14 000 bis 20 000 Fahrzeuge die Strecke. Die ungenügende Verkehrssituation mit den täglichen Staus verursacht einen volkswirtschaftlichen Schaden und hemmt die Entwicklung der Thurgauer Wirtschaft. Die Mobilität ist im Kanton Thurgau somit nicht nur ein
«Der Thurgau ist einer der am stärksten wachsenden Kantone der Schweiz. Laut Prognosen soll die Einwohnerzahl bis 2040 um weitere 53 000 Personen wachsen. Bevölkerung und Gewerbe sind deshalb auf eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur angewiesen», davon ist NR Diana Gutjahr, Präsidentin des TGV, überzeugt. Sie weist auf die Unzufriedenheit in der Bevölkerung hin: «Nachdem sich das Thurgauer Stimmvolk bereits 2012 mit über 55 % für die BTS/ OLS ausgesprochen hat, zeigen Rückmeldungen, dass viele Thurgauerinnen und Thurgauer unzufrieden sind, dass es so schleppend vorangeht. Es muss bei diesem Thema nun endlich vorwärtsgehen.» Der Thurgauer Gewerbeverband wird sich gemeinsam mit seinen Allianzpartnern weiterhin stark für den Ausbau der N23 einsetzen.
NR Diana Gutjahr, Präsidentin des TGV
zum Autor: Daniel Borner ist Leiter Wirtschaftspolitik beim Thurgauer Gewerbeverband (TGV).
Über den TGV
Der Thurgauer Gewerbeverband (TGV) vertritt die Interessen von rund 7000 KMU, die in 35 regionalen Berufsverbänden und 30 lokalen Gewerbevereinen aktiv sind. Als grösster Wirtschaftsverband im Thurgau engagiert er sich für das Gewerbe in der Wirtschafts- und Bildungspolitik. Mit der parlamentarischen Wirtschaftsgruppe setzt sich der TGV für optimale Rahmenbedingungen ein, und er pflegt den konstruktiven Austausch mit der Regierung. Dabei stehen stets die Interessen der Thurgauer KMU und deren Arbeits- und Ausbildungsplätze im Fokus.
Letztes Jahr hat Thurbo ihre neue Serviceanlage in Weinfelden im grossen Stil mit der Bevölkerung eingeweiht. Auch 2026 stellt die Regionalbahn die Weichen: Nach und nach rollen die ersten neuen Züge vom Typ Flirt Evo an.
Thurbo bewegt die Ostschweiz. Nicht nur wortwörtlich, sondern auch emotional. Beleg dafür sind die 4000 Menschen, welche am 1. November 2025 nach Weinfeldens strömen, um am Tag der offenen Tür die neue Thurbo Serviceanlage zu besichtigen.
Man könnte meinen, ein Warenhaus öffne kurz vor dem Ausverkauf seine Tore: Zahlreiche Menschen stehen Schlange, recken erwartungsvoll die Hälse, bringen sich in Pole-Position. Als Punkt 10:00 Uhr das Absperrband durchtrennt wird, stürmen die ersten Besucher:innen regelrecht in die Halle.
Moderner und nachhaltiger Bau
18,4 Millionen Franken hat Thurbo in die Serviceanlage investiert, welche
zwischen November 2023 und August 2025 an alter Stätte neu errichtet wurde. Entstanden ist eine moderne und nachhaltige Anlage in Holzbauweise. Die PV-Anlage an der Fassade und auf dem Dach produziert knapp 400 000 Kilowattstunden pro Jahr, womit rund 150 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden können. Zwar besitzt Thurbo die Anlage, betrieben wird sie aber vom Regionalfahrzeug Instandhaltungscenter Ostschweiz (RICO), einer Organisationseinheit der SBB. Deren Leiter Oliver Heiniger meint zur neuen Anlage: «Sie hat eine positive Wirkung auf alle. Der Holzbau sorgt zum einen für eine sehr heimelige Arbeitsatmosphäre. Zum anderen ist es thermisch ideal, um zu werken: Im Winter können wir im T-Shirt arbeiten, im Sommer wird es nicht zu heiss. Ein echter Mehrwert für alle Beteiligten.»
«Dass 4000 Besucher:innen gekommen sind, zeigt mir, wie stark Thurbo in der Ostschweiz verankert ist.»
Claudia Bossert Thurbo Unternehmensleiterin
Nicht nur die Mitarbeiter:innen sind begeistert, auch die Besucher:innen kommen auf ihre Kosten. Sie schnappen sich eine sogenannte Anstosskappe, damit sie unter den Zügen durchgehen können. Im nächsten Moment steigen sie auf einen Dacharbeitsplatz unter der Hallendecke und lassen die Szenerie aus der Vogelperspektive auf sich wirken.
Erster Flirt Evo heisst «Thurgau»
Um 11:00 Uhr erreichen die Emotionen ihren Höhepunkt: Regierungsrat Walter Schönholzer tauft den ersten Ostschweizer Regionalzug der Zukunft auf den Namen «Thurgau». «Mit diesen
Ungewohnte Perspektive: Am Tag der offenen Tür inspizieren die Besucher:innen die Züge von unten.
neuen Zügen werden die rund 35 Millionen Fahrgäste, die jährlich mit Thurbo unterwegs sind, noch komfortabler reisen als heute. Ich wünsche allen Menschen vom Bodensee bis zum Säntis gute Fahrt», verkündet Schönholzer zum Ende seiner Rede als «Götti» des ersten neuen Thurbo Zugs.
Thurbo ersetzt in den kommenden Jahren ihre gesamte Flotte mit Zügen des Typs Flirt Evo (siehe Infobox). Auch deshalb ist die neue Serviceanlage für die Zukunft von Thurbo essenziell: Nebst dem Unterhalt der aktuellen Gelenktriebwagen (GTW) werden hier alle 329 Züge, die Thurbo gemeinsam mit der SBB und RegionAlps bestellt hat,
Regierungsrat
Walter Schönholzer strahlt, als er den ersten Flirt Evo von Thurbo auf den Namen Thurgau tauft. Auch Thurbo Unternehmensleiterin Claudia Bos sert ist sichtlich gerührt.
vor der Inbetriebnahme auf Herz und Nieren geprüft.
Um 16:00 Uhr machen sich die letzten Bahnfans langsam auf den Heimweg. Viele haben Bilder als Erinnerung in der Tasche, knapp 1200 Fotos wurden bei den zwei Fotoboxen ausgedruckt. Auch Thurbo wird diesen Tag nicht so schnell vergessen.
Der Flirt Evo rollt an
SBB, RegionAlps und Thurbo beschaffen gemeinsam 329 Regionalzüge vom Typ Flirt Evo. 107 davon gehen an Thurbo. Die Flirt Evo werden von Stadler in Bussnang hergestellt. Im Falle von Thurbo sind es also Züge aus der Ostschweiz, für die Ostschweiz. Die ersten neuen Züge kommen im Thurbo Land voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2026 in den regulären Betrieb. In den Folgejahren wird die aktuelle GTW-Flotte schrittweise ersetzt, die meisten GTW verkauft Thurbo dem Hersteller Stadler, welcher sie modernisiert und nach Ungarn weiterverkauft. Voraussichtlich sind 2034 alle Flirt Evo im Thurbo Gebiet im Einsatz.
Der Flirt Evo von Thurbo ist Anfang 2026 zwischen Wil und Wattwil erstmals mit Fahrgästen unterwegs. Dabei wird untersucht, wie sich etwa die Kundeninformationssysteme im Fahrplanbetrieb bewähren.
Gleich zum Jahresbeginn 2026 waren die ersten Flirt Evo im Thurbo Netz unterwegs: Die ersten fertig produzierten Züge werden nun fortlaufend im Fahrplanbetrieb getestet. Damit wird die Zuverlässigkeit der Züge sichergestellt. Die Zugbeschaffung ist das grösste Projekt in der bald 25-jährigen Firmengeschichte von Thurbo.
Erklärfilm Flirt Evo schauen
Der Ansturm bei der Eröffnung der Thurbo Serviceanlage in Weinfelden ist riesig.
Bilder: Thurbo AG
Thurgauer Präzision auf Weltreise
Von dänischen Bahngleisen über amerikanische Stadien bis hin zu französischen Seilbahnen: Der Kanton Thurgau erweist sich 2026 als industrielles Kraftzentrum.
Lokale Unternehmen sichern sich globale Grossaufträge und beweisen, dass innovative Spitzenqualität aus dem Thurgau weltweit gefragt ist.
Wer an den Thurgau denkt, hat oft das sanfte Bild blühender Apfelbäume, grüner Hügel und idyllischer Seeküsten vor Augen. Doch hinter den beschaulichen Fassaden der Gewerbezonen zwischen Frauenfeld, Kreuzlingen und Romanshorn pulsiert ein anderes Herz: Eine Hochtechnologie-Industrie, die im Jahr 2025 und zu Beginn des Jahres 2026 spektakuläre Erfolge auf der Weltbühne feierte. Thurgauer Präzision ist heute das unsichtbare, aber unverzichtbare Rückgrat internationaler Grossprojekte – von der Mobilität der Zukunft bis zur Architektur der Superlative.
Stahlseile für den Weltfussballer
Ein besonderes Highlight markierte der Januar 2026 in Romanshorn. Wenn Weltfussballer Lionel Messi im Frühling 2026 das neue Stadion von Inter Miami CF betritt, blickt er auf ein architektonisches Meisterwerk, das ohne Thurgauer Hilfe buchstäblich in sich zusammenfallen würde. Die Firma Fatzer AG lieferte über 600 Tonnen hochfeste Stahlseile nach Florida.
Diese Seile tragen nicht nur die ikonische Dachkonstruktion, sondern müssen extremen Naturgewalten trotzen: In der Hurrikan-Region Floridas wirken enorme Windlasten auf das Bauwerk. Mit einem Seildurchmesser von beeindruckenden 140 Millimetern setzte Fatzer neue Massstäbe in der globalen Stadionarchitektur. Dass ein Traditionsunternehmen aus Romanshorn den Zuschlag für ein solches Prestigeprojekt in den USA erhält, unterstreicht die weltweite Dominanz unserer lokalen Spe-
zialisten. Es ist ein Beweis dafür, dass «Made in Thurgau» in der obersten Liga der Ingenieurskunst spielt.
Digitale Weichenstellung in Bussnang
Nicht weniger beeindruckend ist die aktuelle Erfolgsgeschichte von Stadler Rail. Im Februar 2026 sicherte sich das Unternehmen aus Bussnang einen historischen Milliardenauftrag in Dänemark. Gemeinsam mit Siemens wird Stadler 226 vollautomatisierte S-Bahn-Züge nach Kopenhagen liefern.
Dieser Erfolg ist mehr als nur ein Verkaufsabschluss; es ist ein massiver Vertrauensbeweis in die digitale Kom-
petenz des Kantons. Diese fahrerlosen Züge stehen sinnbildlich für die Zukunft der urbanen Mobilität. Stadler festigt damit seinen Ruf als einer der innovativsten Schienenfahrzeughersteller der Welt und beweist, dass der Thurgau auch im Bereich der Künstlichen Intelligenz und Automatisierung die Nase vorn hat.
Sicherheit und Design als Exportschlager
Auch in anderen Sektoren glänzt der Kanton durch Beständigkeit und Innovationskraft. Die GDELS-Mowag in Kreuzlingen konnte Ende 2025 einen wegweisenden Rahmenvertrag mit der deutschen Bundeswehr über tausende geschützte Fahrzeuge abschliessen
Die Produktion von Fatzer befindet sich in Romanshorn. Von hier werden Seile in die ganze Welt geliefert.
Bild: Brugg Group
Grossauftrag aus Dänemark: Die neuen vollautomatisierten Züge der DSB entstehen in enger Kooperation von Siemens und Stadler (Zuständig für Wagenbau, Klimaanlagen und Montage).
– ein Grossauftrag, der die Arbeitsplätze in der Region für viele Jahre sichert und die Bedeutung des Kantons für die internationale Sicherheitstechnologie untermauert.
Gleichzeitig beweisen Firmen wie die Glatz AG aus Frauenfeld, dass auch vermeintlich einfache Alltagsprodukte durch High-Tech-Design Weltruf erlangen können. Das Unternehmen wurde nicht ohne Grund mit dem Thurgauer Wirtschaftspreis 2026 geehrt: Ihre Sonnenschutzlösungen trotzen Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h und stehen heute in den exklusivsten Resorts weltweit. Gemeinsam mit Sky-Frame, dem Spezialisten für rahmenlose Schiebefenster aus Frauenfeld, prägt der Thurgau das Gesicht der modernen Architektur von St. Moritz bis Dubai.
Aktuelle Wirtschaftslage:
Ein differenzierter Blick
Trotz der glanzvollen Schlagzeilen internationaler Grossaufträge präsentiert sich die Thurgauer Wirtschaft im Februar 2026 in einer Phase der zweistufigen Dynamik. Während die technologiegetriebenen «Hidden Champions» und Grossunternehmen von einer stabilen weltweiten Nachfrage nach Speziallösungen profitieren, steht das breite Fundament der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vor strukturellen Herausforderungen.
Der Thurgau bleibt zwar ein stolzer Industriekanton, in dem die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) weiterhin das Rückgrat bildet. Doch die
Schere klafft auseinander: Unternehmen, die in hochspezialisierten Nischen agieren, können Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie deutlich besser abfedern. Viele Zulieferbetriebe hingegen kämpfen mit dem starken Schweizer Franken und der konjunkturellen Abkühlung in Deutschland, dem nach wie vor wichtigsten Handelspartner des Kantons.
Herausforderungen am Arbeitsmarkt
Ein zentrales Thema bleibt der Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote im Thurgau verharrt zwar auf einem niedrigen Niveau, doch was erfreulich klingt, hat eine Kehrseite: Der Fachkräftemangel ist von einem besorgniserregenden Schlagwort zu einer existenziellen Hürde geworden. Besonders im Bauhauptgewerbe, in der Pflege und in hochspezialisierten Technikberufen fehlen Hunderte Fachkräfte. Dies führt dazu, dass die Umsetzung neuer Projekte teils massiv verzögert wird, was das Wachstumspotenzial einiger Branchen dämpft.
Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit
Trotz dieser Hürden gibt es einen starken positiven Trend: Die Beschleunigung der grünen Transformation. Viele Thurgauer Firmen nutzen das Jahr 2026, um massiv in energieeffiziente Produktionsanlagen und Photovoltaik zu investieren. Der kommende Thurgauer Technologietag im April 2026 wird unterstreichen, dass die hiesige Wirtschaft verstanden hat: Langfristige Wettbe-
Standortsicherung in Kreuzlingen: Ein wegweisender Grossauftrag der deutschen Bundeswehr über tausende geschützte Fahrzeuge sicher t die Arbeitsplätze bei GDELS-Mowag langfristig und stärkt die Rolle des Thurgaus als Technologiestandort.
werbsfähigkeit gibt es nur durch technologischen Vorsprung und Ressourcen-Effizienz.
Fazit
Der Kanton Thurgau zeigt sich im Jahr 2026 resilient und anpassungsfähig. Während die Grossaufträge von Stadler oder Fatzer der weithin sichtbare Motor sind, bleibt die Innovationskraft der vielen KMU das Getriebe, das den Kanton vorantreibt. Es ist die einzigartige Mischung aus Bodenständigkeit und mutigem Innovationsgeist, die den Kanton Thurgau auch in stürmischen Zeiten auf Kurs hält.
Das Thurgauer Wirtschaftsbarometer
Exportwirtschaft: Hochspezialisierte Nischenplayer boomen; Standard-Zulieferer leiden unter dem starken Franken.
Binnenmarkt: Die lokale Bauwirtschaft und der Dienstleistungssektor stabilisieren die Region.
Arbeitsmarkt: Vollbeschäftigung bei gleichzeitigem akutem Mangel an Fachkräften in Technik und Pflege.
Zukunftstrend: Massive Investitionen in Nachhaltigkeit und grüne Energie sichern den Standort langfristig.
Link: www.wirtschaftsbarometer.tg.ch
100 Jahre Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel:
Ein Jubiläum, das in Erinnerung bleibt
Drei Tage lang bot der Alfred Sutter Park in Münchwilen Musik, Kulinarik und Emotionen. Zum 100-jährigen Jubiläum feierte die Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel mit Mitgliedern, Kunden und der Bevölkerung ein Fest der Generationen. Das Festival unterstrich die gelebten Werte: Vertrauen, Nähe und starke Gemeinschaft.
«Die Freude unserer Kundinnen und Kunden und der Bevölkerung am Fest hat uns sehr gefreut. Die vielen positiven Rückmeldungen, die uns bereits kurz nach dem Wochenende erreichten, haben uns regelrecht überwältigt», sagt Simona Binaghi, Vorsitzende der Bankleitung der Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel.
100 Jahre Erfolgsgeschichte
Vor 100 Jahren begann die Erfolgsgeschichte in Tobel: Am 28. Mai 1925 wurde die Darlehenskasse Tobel gegründet – in einer Wohnstube, mit 76 Genossenschaftern und einer Bilanzsumme von 59 082 Franken. 1942 folgte die Gründung der Darlehenskasse Münchwilen. Beide Banken wuchsen stetig, passten sich den Bedürfnissen der Region an und fusionierten 2005 zur Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel. Die Unternehmenswerte Tradition, Vertrauen und nachhaltiges Wachstum, sind bis heute geblieben.
Ein dreitägiges
Jubiläumsfestival für die ganze Region
Feierlicher Auftakt am Freitag
Der Eröffnungsabend war geladenen Gästen vorbehalten und setzte den Ton für ein unvergessliches Wochenende. Verwaltungsratspräsident Bruno Flück und Vorsitzende der Bankleitung Simona Binaghi eröffneten das Festival mit einer persönlichen Ansprache, die bewusst auf eine klassische Chronologie
verzichtete. Stattdessen begeisterte ein eigens produzierter Film, der die Geschichte der Bank modern und emotional erzählte – ein Herzensprojekt, das in den vergangenen Monaten entstanden ist. Artistin Corinne Mathis sorgte mit einer akrobatischen Darbietung für Staunen, während Zauberer Pad Alexander die Gäste mit kleinen Wundern verzauberte. Kulinarische Vielfalt boten zahlreiche Marktstände, bevor DJ Piccolo mit Hits aus den 80er- und 90er-Jahren die Tanzfläche füllte.
Samstag: Musik, Feuerwerk und ein starkes Trio
Am Samstagnachmittag öffnete das Festivalgelände für alle Besucherinnen und Besucher. Kinder und Erwachsene konnten sich im Festival-Look schminken lassen, während Musiker Kevin Staffa mit Gitarre und Gesang für eine entspannte Atmosphäre sorgte. Für den besonderen Zauber sorgte Walking Act Ismael Stürm mit seinem Trio: Stel-
zenlauf, Feuershow, Comedy. Es gab die ganze Zeit etwas zum Staunen oder zum Lachen. Kinderanimation machten das Festival zu einem Erlebnis für alle Generationen, von kreativen Vorstellungen, über riesige Seifenblasen und bewundernswerte Ballonkünste. Um 19 Uhr trat Simona Binaghi erneut auf die Bühne – diesmal, um alle Mitarbeitenden der Bank persönlich vorzustellen.
Ein kreatives Feuerwerk war eines der Festivalhighlights! Es eröffnete den Jubiläumsabend und sorgte für einen magischen Moment und grosses Staunen. Der musikalische Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Dabu Fantastic. Das Publikum wurde sofort in ihren Bann gezogen und alle haben getanzt und mitgesungen. Danach rockte die Rock-Schlagerband Schlagrahm die Hauptbühne und im Partyzelt sorgte DJs Muri und Nuri für gute Musik.
Sonntag: Familientag und Förderung lokaler Projekte
Der Sonntag stand ganz im Zeichen der Familie und begeisterte mit einem grossartigen Programm – Schlag auf Schlag folgte ein Highlight dem nächsten. Mit Kinderschminken, Bastelstation, Kasperlitheater, Zaubershow und Kinderdisco wurde für die Kleinen viel geboten. Musikalisch sorgte Enrico Lenzin mit Alphorn und Drums für Gänsehaut. Mit ihren mitreissenden Darbietungen brachten die Musikgesellschaft Affeltrangen, der STV Bettwiesen und die Singing People nicht nur Stimmung auf das Festivalgelände, sondern rückten auch die Vielfalt und das Talent der Region ins Rampenlicht.
Simona Binaghi, Vorsitzende der Bankleitung der Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel.
Ein weiteres Highlight war die Prämierung der «Lokalhelden-Projekte»: Der Jubiläumstopf von CHF 14 000 wurden auf über zehn eingereichte Projekte von regionalen Vereinen verteilt, für welche die Genossenschaftsmitglieder der Bank vorgängig abgestimmt haben.
Ein Wochenende, das lange in Erinnerung bleibt und ein Blick in die Zukunft
Das Jubiläumsfestival war mehr als eine Feier – es war ein Ausdruck von Zusammenhalt und Dankbarkeit. Mit Akrobatik, Musik, kulinarischen Genüssen und vielen Begegnungen wurde das 100-jährige Bestehen der Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel zu einem unvergesslichen Event.
Nach diesem ereignisreichen Jubiläumsjahr richtet sich der Blick der Bank klar in die Zukunft. Das neu geplante Bankgebäude in Münchwilen setzt ein starkes Zeichen für noch mehr Kundennähe. Es sollen moderne Räume entstehen, in denen persönliche Beratung, echte Begegnungen und individuelle Betreuung weiterhin im Mittelpunkt stehen. Der Neubau ermöglicht ein Bankerlebnis, das moderner, persönlicher und spürbar wertschätzend ist.
Der Zeitplan für den Neubau steht –und mit ihm wächst die Vorfreude. Im Winter 2026/2027 wird das erste Gebäude bezugsbereit sein und die neue Raiffeisenbank sowie moderne Mietwohnungen beherbergen. Noch im selben Winter zieht das Bankteam in die
Vorfreude
Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel Hauptstrasse 10 9555 Tobel raiffeisen.ch/muenchwilen-tobel Kontakt neuen Räume um – ein sichtbar werdender Meilenstein. Im Sommer 2027 weicht das bisherige Bankgebäude dem zweiten Wohnhaus, das bis Winter 2028/2029 fertiggestellt wird und das Ensemble in Münchwilen vollendet. Der Minergiebau mit Holzstruktur und Solarpanels setzt zudem ein deutliches Zeichen für Nachhaltigkeit.
Das Team der Raiffeisenbank Münchwilen-Tobel auf der Bühne.
auf den Neubau wächst.
Vom kulinarischen Auftakt mit DJ-Beats am Freitag über die artistische Vielfalt von Ismael Stürm am Samstag bis hin zum grossen Familientag am Sonntag – ein rundum gelungenes Event im Zeichen der Gemeinschaft.
Thurgauer Wirtschaft: Licht und Schatten
Der Thurgau zeigt 2026 zwei Gesichter: Während Weltkonzerne wie Stadler oder Fatzer mit Milliardenaufträgen glänzen, zwingt der Strukturwandel Traditionsnamen wie Witzig in die Knie. Ein Jahr zwischen globalen Triumphen und schmerzhaften Abschieden im lokalen Gewerbe.
Die wirtschaftliche Bilanz des Kantons Thurgau für das Jahr 2025 ist paradox. Auf der einen Seite stehen die «Exportriesen», die dank ihrer technologischen Nischenposition weltweit boomen. Doch zur Wahrheit gehört auch eine schmerzhafte Kehrseite: Während die Grossindustrie glänzt, kämpft das lokale Gewerbe mit einem historischen Umbruch, der selbst etablierte Traditionsnamen nicht verschont.
Das Ende einer Ära in Frauenfeld
Der wohl emotionalste Fall betrifft die 1946 gegründete Witzig The Office Company. Im Januar 2026 musste der Pionier für moderne Arbeitswelten nach fast 80 Jahren den Betrieb einstellen. Der Trend zum Homeoffice und eine gescheiterte Finanzierungsrunde führten zur Insolvenz. Für den Kantonshauptort ist dies eine Zäsur: 80 Mitarbeitende verloren ihre Stellen, und Frauenfeld verlor eine Institution der Schweizer Büroarchitektur.
Druck auf das lokale Handwerk
Nicht weniger schmerzhaft war das Aus der Walz Backkunst AG in Tägerwilen. Hier zeigt sich die brutale Realität des Binnenmarktes: Gestiegene Rohstoffpreise, horrende Energiekosten und der enorme Konkurrenzdruck durch Grossverteiler machten das hochwertige Handwerk unrentabel. Ähnlich erging es der Depot CH AG in Frauenfeld, deren Konkurs im Rahmen einer internationalen Restrukturierung die Schliessung zahlreicher Filialen nach
sich zog. Auch Office World reagierte auf den massiven Druck und schloss Anfang 2026 mehrere physische Standorte, um sich fast vollständig auf das Online-Geschäft zu fokussieren.
Warum trifft es die Tradition?
Die Statistik ist alarmierend: Die Zahl der Firmenkonkurse im Thurgau stieg auf einen Höchststand von 385 Fällen – ein Plus von 87 % gegenüber dem Vorjahr. Die Gründe für dieses «Firmensterben» sind vielfältig. Neben dem veränderten Konsumverhalten durch die Digitalisierung belasten vor allem gestiegene Zinskosten jene Betriebe, die während der Pandemie Kredite aufnahmen und nun in Schieflage gerieten. Zudem sorgt eine strengere gesetzliche
Praxis bei der Liquidierung von Firmen mit Organmangel für eine marktweite Bereinigung.
Zwei Geschwindigkeiten
Wir erleben eine Wirtschaft der zwei Geschwindigkeiten. Während Grosskonzerne ihre Margen über globale Spezialaufträge absichern, setzt der akute Fachkräftemangel und der starke Franken das lokale Gewerbe unter massiven Stress. Wenn Tradition allein nicht mehr ausreicht, um den digitalen Wandel und die Kostenexplosion zu decken, droht der Ladenschluss. Der Thurgau bleibt als Standort resilient, doch das Gesicht seines Gewerbes wandelt sich im Jahr 2026 unwiderruflich.
Zwei Welten, eine Region: Der Thurgau zwischen dem globalen Erfolg der Grossindustrie und dem existenziellen Überlebenskampf des lokalen Gewerbes.
Wir erden Visionen
Arrivée in Horn. Ankommen im schönen Leben. Direkt am Bodensee entsteht mit dem Arrivée ein Neubauprojekt, das wohnen an einer aussergewöhnlichen Lage und Lebensqualität neu verbindet.
Der Bezug der ersten Eigentumswohnungen erfolgt ab Oktober 2027. Aktuell sind noch rund zehn Eigentumswohnungen verfügbar.
Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin im Verkaufscontainer vor Ort, erleben Sie das rege Treiben auf der Baustelle, die besondere Atmosphäre direkt am See und überzeugen Sie sich von der hohen Qualität der Neubauwohnungen. Endlich. Arrivée
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