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RD-Blick_Mai2026

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DEUTSCHLANDS SCHÖNSTE SEITEN

Das PorträtMurmeltier eines Langschläfers

PFINGSTROSE

GARTENSCHÖNHEIT

MIT HEILKRAFT

EXTRA

Inselglück

BLUMEN UND KLÖSTER IM BODENSEE, BULLIS AUF FEHMARN UND SPURENSUCHE ZWISCHEN WIND UND WELLEN

KURPFALZ

SPARGELFELDER UND KLUGE KÖPFE

BUCHDRUCK

WIE GUTENBERG DIE WELT VERÄNDERTE

Die Mainau ist eine von sieben Inseln im Bodensee und nicht nur bei Blumenfreunden beliebt

15 FINDEN SIE DEN GLÜCKSPFENNIG und gewinnen Sie 100 Euro!

Titelbild: Fraueninsel im Chiemsee

Hier gibt es Beiträge als Hörversion. Mehr dazu auf den entsprechenden Magazinseiten

EXTRA: INSELGLÜCK

16 AB AUF DIE INSEL! Eine Bilderreise zeigt Deutschlands Vielfalt

24 SPANNUNG GARANTIERT Inseln sind beliebte Handlungsorte für Krimis

26 NICHT OHNE MEINE ... Was die daheim-Redaktion im Gepäck hat

28 BETRETEN VERBOTEN! Munition und Viren: gefährliche Ostseeinseln

32 BULLI-PARADE Treffen der VW-Bus-Fans auf Fehmarn

34 INSELHOPPING IM BODENSEE Natur und Kultur zwischen Lindau und Werd

LAND & LEUTE

41 GEWUSST WO?

44 HEISSES EISEN Besuch bei einem Pfannenschmied

50 VOLKSLIED Auf, du junger Wandersmann!

92

52 VON GENIESSERN UND GENIES Spargelfelder und Erfindergeist in der Kurpfalz

60 HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Die Tradition des Gratulierens

62 MEISTERWERK

Welterbe: Fagus-Werk in Alfeld

70 SAGENGESTALTEN Hexen

HAUS & HOF

72 BLATTGOLD Salatsorten

76 BASTELTIPP Grillwagen aus Euro-Paletten

78 GARTENIDEEN Kräuter-Anbau

80 GANZ NEUE SEITEN Kulturgeschichte des Buchs

NATUR

84 BESTE AUSSICHTEN Naturdenkmal Bastei

88 LANGSCHLÄFER Wildtier Murmeltier

44

92 HÜBSCHE HEILERIN Die Pfingstrose

95 LESER FÜR LESER

FREIZEIT

96 KURZTRIPS Auf nach ... Meißen, Krefeld, Ansbach

102 DAS GLÜCK DER ERDE ... Begegnungen mit Pferden

108 KUNSTHANDWERKER- UND TRÖDELMÄRKTE

112 DAHEIM-RÄTSEL Kurzreise zu gewinnen!

GRENZENLOS

114 ZÜRICH FÜR KLEINES GELD Unterwegs in der größten Stadt der Schweiz

120 DER SCHUH DER WELTMEISTER Schraubstollen und das Fußballwunder

122 GRÜSSE AUS KAPSTADT

123 VORSCHAU

Spannung garantiert

An Nord- und Ostsee wird besonders gern ermittelt: Hier gibt es Mordfälle wie Sand am Meer

TEXT: JANA LENKE

Menschenhandel, Erpressung, Mord – ein ganz gewöhnlicher Tag an der Ostsee. Zumindest in der ARD-Fernsehserie „Nord bei Nordwest“. Tote in Dünen oder auf Kuttern? Keine Seltenheit für das liebenswürdige Ermittler-Trio – bestehend aus dem wortkargen, ehemaligen Großstadt-

Polizisten und Tierarzt Hauke, der bodenständigen Dorf-Kommissarin Hannah sowie der neugierigen Veterinärin Jule (im Foto von links nach rechts).

In der Hörspielreihe Insel-Krimi ziehen die Fahnder in der Folge „Borkum sehen und sterben“ eine Leiche aus dem Watt und sehen sich bei „Die Toten von Juist“ mit einem menschlichen Auge in einer Flaschenpost konfrontiert. Zahl-

reiche Buchformate thematisieren ähnlich mysteriöse Fälle. Ganz gleich, ob verschlafener Küstenort oder abgelegene Insel: Die Idylle wird garantiert gestört, denn an den dünn besiedelten Flecken kommt es zu überraschend vielen Verbrechen – schließlich handelt es sich um ideale Tatorte! Borkum, Hiddensee & Co. bieten Leichen einsame Strände, um angespült zu werden, Schmugglern regen Schiffsverkehr für krumme Geschäfte und Verdächtigen die Möglichkeit unterzutauchen.

Ermittler-Teams kämpfen nicht nur gegen das Böse, sondern auch gegen Wind und Wellen. Da mutet das weite Meer in der Finsternis

mit einem Mal gefährlich an, und Möwenschreie verwandeln sich in unheilvolle Klänge.

Zum Glück bleibt zwischen Fischbrötchen und Schafherden genug Raum für nüchternen Humor sowie rauen, aber herzlichen Charme. Und inmitten all der Abgründe versprühen sympathischer Schnack und Akkordeontöne norddeutsches Flair. So sehr, dass man fast den Wind auf der Haut spüren und das Meer riechen kann.

1. Film: Das Team von „Nord bei Nordwest“ ermittelt am fiktiven Ostseeort Schwanitz –gedreht wird unter anderem auf Fehmarn.

2. Hörspiel: Die Insel-Krimi-Reihe spielt auf verschiedenen deutschen Eilanden.

3. Buch: Besonders viel Freiraum hat die Fantasie beim Lesen

AUS

DER REDAKTION

Nicht ohne meine …

Was die Kolleginnen und Kollegen von daheim unbedingt auf eine einsame Insel mitnehmen würden

Gitarre!

Wenn die Frage nicht lautet wen, sondern was ich mitnehmen würde: ganz eindeutig eine Gitarre. In diesem Fall vermutlich meine sechssaitige Westerngitarre. Die klingt auch unverstärkt gut, und man kann darauf von Harry Belafontes „Island in the Sun“ bis „Westerland“ von den Ärzten für jede Inselstimmung stets den richtigen Soundtrack spielen. Und weil die Insel ja einsam wäre, würde ich dazu gleichermaßen laut wie falsch singen. Hört ja keiner!

Michael Kallinger, Chefredakteur

Bibliothek!

Keinen Schritt ohne meinen Tolino. Den E-Book-Reader trage ich über die Alpen und selbstverständlich auch auf jede Insel dieser Welt. Denn in dem schmalen und leichten elektronischen Gerät lässt sich eine ganze Bibliothek speichern. Und wo man gerade geht oder steht, kann man ein neues Buch herunterladen. So habe ich immer – ob beim Bahnfahren, im Rucksack oder am Strand – genug Lektüre dabei, ohne dicke Wälzer herumschleppen zu müssen.

Dorothee Fauth, Autorin

Hängematte!

Für mich ist sie der Inbegriff von Urlaub und Erholung: die Hängematte. Man kann sich darin ausruhen, lesen, schaukeln. Und mit der richtigen Liegetechnik (nämlich diagonal) sogar darin übernachten. Das sanfte Hin und Her lockert verspannte Muskeln, beruhigt und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Für den Inselurlaub habe ich eine ganz dünne und leichte Reisehängematte, die sich klein zusammenfalten lässt und in jede Tasche passt.

Kerstin Juchem, Leitende Redakteurin

Kühltasche!

Im Urlaub lasse ich es mir gern gutgehen. Deshalb würde ich auf eine Insel in jedem Fall meine Kühltasche mitnehmen. So bin ich mit kalten Getränken versorgt, wenn ich es mir auf einem Liegestuhl am Strand gemütlich mache oder picknicke. Besonders schätze ich einen alkoholfreien Hugo beim Lesen. Oder nach dem Dösen in der Mittagshitze einen Eistee mit Eiswürfeln.

Sabine Schlumberger, Bildredakteurin

Kopfhörer!

Ohne menschliche Stimmen wird man sicherlich schnell verrückt. Da hilft auch der Volleyball mit aufgemaltem Gesicht nicht, den der gestrandete Chuck Noland (gespielt von Tom Hanks) im Film „Cast Away“ zum stummen Begleiter hat. Deshalb: Kopfhörer auf, Musik an! Wahlweise auch ein Hörbuch – Hauptsache artikulierter Input, ob gesungen oder gesprochen. Den Rest der Zeit lausche ich dem Meer, schließlich bin ich ja auf einer Insel!

Jana Lenke, Redakteurin

Gewürze!

Selbst auf einer einsamen Insel darf der Genuss nicht fehlen. Ein Gewürzstreuer mit Salz, Pfeffer oder vielleicht sogar etwas Chili macht aus einfacher Kost ein kleines Festmahl. Denn auch wenn der Horizont endlos scheint – der Geschmackssinn freut sich über Abwechslung. Und ein gut gewürztes Abendessen bei Sonnenuntergang schmeckt gleich doppelt nach Freiheit.

Tobias Deeg, Grafiker

Herzinsel in türkisfarbenem Wasser: die Sasseninsel im Eibsee am Fuß der Zugspitze

Bulli-Parade

Jedes Jahr treffen sich Tausende VW-Bus-Fans auf der Insel Fehmarn, um ihr liebstes Auto zu feiern

TEXT: JENS BEY

Für viele Fans ist der Samstag der schönste Tag des Bulli-Wochenendes. Dann nämlich, wenn sich Hunderte von VW-Bussen auf den Weg machen, Fehmarn zu umrunden. Wie immer im Juni, wie immer an den längsten Tagen des Jahres: Seit 2014 findet das Midsummer Bulli Festival statt. Passend, dass auf einer Ostseeinsel gefeiert wird, einem jener Sehnsuchtsorte, an denen das Gemeinschaftsgefühl besondes wichtig ist.

T1, T2, T3 … bis T7 reichen mittlerweile die Generationen beim VW-Bus, der 1950 auf den Markt kam und mit den Jahren zum Kultauto avancierte. Am Südstrand im Ort Burgtiefe erfährt man auch, wieso.

Da stehen sie alle: der schnucklige zweifarbige Samba aus den 1950ern mit der geteilten Frontscheibe neben

nagelneuen Multivans, der kantige T3, längst ebenfalls Kult, der aber Anfang der 1980er gar nicht so gut ankam, weil mit ihm der VW-Bus seine charmanten Rundungen verloren hatte. Die verliehen dem T2 sein typisches Aussehen –

Höhepunkt

wer Bulli sagt, meint meist das 70er-Jahre-Modell, das es auf Fehmarn in unzähligen Farben, Varianten, Ausbauten zu bewundern gibt. Mal mit Hoch-, mal mit Faltdach, mit Reserverad an der Front oder ohne, als karger Lieferwagen, tiefergelegter Renner oder liebevoll ausgebautes rollendes Heim. Mehr als 2000 Bullis versammelten sich 2025 auf dem Festivalgelände direkt am Meer in der Sonne. Vom 18. bis 21. Juni 2026 dürfte es kaum anders sein. Wer dann nicht gerade fachsimpelt, tanzt bei Live-Konzerten, beklatscht Bulli-Schönheitswettbewerbe, stöbert nach seltenen Ersatzteilen. Und genießt das Gefühl, Teil einer großen BulliFamilie zu sein.

1. Ausgeschlafen: Wer einen Camper hat, kann auf dem Festival-Gelände übernachten.

2. Ausgezeichnet. Die Bullis werden in verschiedenen Kategorien prämiert

KULTURREISE

Inselhopping im Bodensee

Sieben Inseln liegen im Bodensee. Auf ihnen verdichtet sich, was die Region ausmacht: Stadtleben und Stille, Gärten und Natur, Klöster, Kunst und Kulturlandschaften

TEXT: PETER HUMMEL

Auf der Reichenau wächst nicht nur knackiges Gemüse, die Insel besitzt auch ein Unesco-Welterbe: drei romanische Kirchen – hier St. Georg mit seinen berühmten Wandmalereien

Diesen Beitrag gibt es zum Anhören im Web. Dazu Kamera-App auf Ihrem Smartphone öffnen, Kamera auf den Code richten und auf den Link klicken. Oder: readersdigest.de/audio

HANDWERK

Heißes Eisen

Florian Aberl fertigt Pfannen, die ein Leben lang halten. Und mit der Zeit durch Hitze und Fett immer besser werden

TEXT: PETER HUMMEL FOTOS: JONAS NEFZGER

Florian Aberl mit einer fertigen Pfanne, die er zum Schluss noch säubert und einölt

Von Genießern und Genies LANDSCHAFT

In der Kurpfalz haben ein göttliches Gemüse und große Erfinder ihre Wurzeln

TEXT: ANDREAS STEIDEL

Schönes Ausflugsziel: Die Wachenburg, Anfang des 20. Jahrhunderts im romanischen Stil erbaut, thront hoch über der Stadt Weinheim

Gegensätze schmecken

lecker: würziger Rucolasalat mit süßen Feigen

BLATTGOLD

Mal knackig, mal nussig oder krausblättrig: Auf dem Markt kann man zwischen vielen Salatsorten wählen. Gesund sind sie alle

TEXT: JENS BEY

NATURDENKMAL

Beste Aussichten

Der Blick von der Bastei über die Felsen des Elbsandsteingebirges ist berühmt

TEXT: JENS BEY

Die 76,5 Meter lange Basteibrücke mit ihren sieben Bögen verbindet die Felsen der Formation im Elbsandsteingebirge

Ganz allein steht man auf der Bastei nie. Zu bekannt ist die Felsformation im deutschen Teil des Elbsandsteingebirges, zu fantastisch ihr Aussehen: eine graue Wand zerfurchter, zerklüfteter, baumbewachsener, bizarrer Felsen. Und erst die Aussicht von der Besucherplattform, die vor wenigen Jahren

eröffnet wurde! Über die benachbarten Sandsteintürme, -nadeln, -säulen reicht der Blick. Übers Elbtal mit dem Fluss tief unten streift er. Und in die Weite, wo Tafelberge wie der Königstein oder der Lilienstein markante Formen in den Himmel zeichnen.

Mehr als 1,5 Millionen Menschen wandern jährlich über Wege und Treppen die rund 200 Höhenmeter hinauf

zum Naturdenkmal. Auf der Basteibrücke, die mit ihren sieben steinernen Bögen die Felsen verbindet, ist es ruhiger, vor allem frühmorgens – oder wenn

Langschläfer

Die Murmeltiere sind wieder aus ihren Bauen gekrabbelt und bevölkern die Bergwiesen. Wenn sie sich nicht gestört fühlen, lassen sich die alpinen Nager gut beobachten

TEXT: DAVID KRENZ

Diesen Beitrag gibt es zum Anhören im Web. Dazu Kamera-App auf Ihrem Smartphone öffnen, Kamera auf den Code richten und auf den Link klicken. Oder: readersdigest.de/audio

NATUR

Diese Murmeltiere scheinen eine ihrer wichtigsten Aufgaben erfolgreich zu bewältigen: Fettreserven anlegen für den Winter

BUMMELN

Suchen & finden

Auf Kunsthandwerker-, Töpfer- und Trödelmärkten entdeckt man garantiert Lieblings- und Einzelstücke

TEXT: DOROTHEE FAUTH

Floh- und Trödelmärkte

bieten einen reichen Fundus an Kunsthandwerk und ausgefallenen Stücken

Nach einer kurzen Winterpause finden sie im Frühjahr wieder in ganz Deutschland statt und üben auf Liebhaber und Sammler eine geradezu magnetische Wirkung aus: Kunsthandwerker- und Trödelmärkte. Wer Freude an schönen Dingen und handgefertigten Unikaten hat, ist dort richtig.

Eine eigene Kategorie bilden Töpfermärkte, auf denen kleine Manufakturen und Künstler ihre Scherben präsentieren, wie die geformten und ge-

brannten Tonerden in der Fachsprache heißen: Teller und Tassen, Kannen, Schalen, Vasen und Gartenkeramik in einer großen Vielfalt an Formen und Farben. Ist das Lieblingsstück gefunden, kann man wahrhaftig behaupten: Scherben bringen Glück.

Groß und traditionsreich: Töpfermarkt in Bürgel Insbesondere in den östlichen Bundesländern haben Töpfermärkte aufgrund guter Tonvorkommen eine lange Tradition. Einer der größten in Deutschland

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