B1 | Stadtprojekt | Gruppenprojekts Lehrstuhl für Planungstheorie
FAHRRADMANUFAKTUR
B2 | Integriertes Projekt | Gruppenprojekt Lehrstuhl für Baukonstruktion, Tragwerklehre und Gebäudetechnologie
01 STADT.TEIL.BIBLIOTHEK BERLIN
B3 | Freier Entwurf | Lehrstuhl für Baukonstruktion
Individueles Projekt
Im multikulturellen Berliner Stadtteil Moabit soll eine neue Stadtbibliothek entstehen. Die Bibliothek soll als Begegnungsort und Wissensaustausch zwischen den verschiedenen sozialen Gruppen in Moabit dienen und sich strategisch gegenüber der Arminiusmarkthalle positionieren, die zahlreiche Besucher anzieht. Die Bibliothek steht im engen Austausch mit der Markthalle und erweitert somit das kulturelle Angebot des Quartiers. Das Grundstück zeichnet sich durch einen großen Baumbestand aus, der weitgehend erhalten werden soll. Dadurch entsteht ein faszinierendes Zusammenspiel, bei dem das Gebäude einerseits eine zentrale Lage in Moabit einnimmt, andererseits aber gleichzeitig von einem Park umgeben ist.
Grundriss EG
GRUNDRISS EG M 1: 200
Grundriss 1 OG
Um das Naturerlebnis zu betonen, ist das Gebäude mit einer großzügigen verglasten Fassade gestaltet, die den Blick auf die Baumkronen ermöglicht. Es gibt zwei Außenbereiche: einen zentralen Hof und eine umlaufende Terrasse, die das Gebäude nach außen öffnet. Diese Offenheit spiegelt sich auch im Grundriss wider, der die Bibliothek als einen großen Freiraum konzipiert. Das Atrium fungiert als zentrales Element und verbindet die beiden Geschosse vertikal.
Der Entwurf bietet eine Vielzahl von Aufenthaltsmöglichkeiten und soll zu einem Ort für die gesamte Gemeinschaft im Quartier werden. Die große Anzahl und Diversität an Außenraumangebote soll Besucher anziehen und zu einem sozialen und wissenaustauschenden Treffpunkt in Berlin Moabit beitragen.
Dachbegrünung
Gefälledämmung
Holzträgerrost
Textilsonnenschutz verdeckt im Tragwerk
Stehfalzfüße auf Furnierschichtholzplatte
Verbunddecke
Stahlbeton Fundament
Pfosten- Riegel Fassade mit Doppelverglasung
Gehwegplatten
02 ARRIVARE A ROMA
Pilgerankunft an der Milvischen Brücke
Museo dei pelligrini Flaminio
B4 | Bachelorthesis | Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung
Individueles Projekt
Alle Wege führen nach Rom, so sagt es ein Sprichwort, das sich über Jahrhunderte hinweg bewährt hat. Einer dieser Wege ist die Via Flaminia, die Rom seit Jahrtausenden mit dem Norden Italiens und Europas verbindet und somit eine der wichtigsten Verkehrsverbindungen bis heute darstellt. Am nördlichen Eingang Roms überquert sie den Tiber über die alte Ponte Milvio, über die im Laufe der Jahrhunderte tausende Pilger gezogen sind. Für diejenigen, die es nicht bis zum Ziel geschafft haben, wurde an diesem strategischen Ort am Eingang Roms der Friedhof Cemeterio delli Pellegrini errichtet, der zu einer zentralen Sehenswürdigkeit des Projekts wird.
Um die Bedeutung dieses Ortes zu würdigen, soll dort ein Museum entstehen, das die Geschichte des Ortes und der Pilgerfahrten im Laufe der Jahrtausende erzählt. Das Museum lässt sich von den klassischen römischen Atriumhäusern inspirieren, indem es sich harmonisch in die Gebäudereihe der Via Flaminia einfügt und diese vervollständigt. Dadurch wird die alte Straße symbolisch betont, ohne die Sicht auf den Friedhof zu verdecken. Besucher werden über eine landschaftlich gestaltete Treppe eingeführt, die sie zum Innenhof des Friedhofs und zum Ädicula führt.
Grundriss
Das Atrium verfügt über ein offenes Erdgeschoss, das die Bewegung und Aussicht ermöglicht und die Besucher einlädt, einzutreten. Das Erdgeschoss ist den öffentlichen Funktionen gewidmet, während die oberen beiden Stockwerke die Ausstellung beherbergen. Das Gebäude ist zum Zentrum, nämlich zum Innenhof, hin ausgerichtet, was ein Gefühl von Ruhe und Sicherheit schafft, wo die Besucher vom Weg ausruhen können. Das Museum ist ein Ort für Bildung, Erholung und Kultur und ergänzt den modernen Fortschritt des Stadtteils Flaminio. So verwandelt sich der nördliche Eingang Roms von einem verkehrsorientierten Ort in ein neues kulturelles Zentrum für die Menschen, das sich in die Traditionen und die Geschichte des antiken Roms einfügt.
03 URBANES QUARTIER IM AACHENER
NORD
Mischwerk Aachen Nord
B1 | Stadtprojekt | Lehrstühl für Planungstheorie | Gruppenprojekt
Im Rahmen des Stadtprojekts haben wir uns der Herausforderung gestellt, die Industriezone Aachen Nord an der Jülicher Straße umzubauen. Diese Gegend ist derzeit von Heterogenität und Unfunktionalität geprägt. Unser Ziel ist es, durch eine innovative Mischnutzung der neuen Bauten eine harmonische Verbindung von Wohnen, Arbeiten und Freizeit zu schaffen. Durch die lockere Hofbebauung entstehen unterschiedliche und einladende Außenräume, die den Menschen intuitiv auf ihrem Weg durch das Quartier leiten. Diese Bauweise fördert nicht nur die soziale Interaktion, sondern schafft auch ein Gefühl der Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Wir legen besonderen Wert darauf, dass dieser neue Aachener Stadtteil die Bedürfnisse und Wünsche verschiedener sozialer Klassen berücksichtigt. So entsteht ein Quartier, das die Vielfalt und den sozialen Zusammenhalt der Stadt Aachen widerspiegelt und stärkt.
Am Rande Aachens soll eine neue Fahrradmanufaktur entstehen. Dieses Projekt vereint Entwurf, Tragwerk und Gebäudetechnik in einem ganzheitlichen Ansatz. Das seilgespannte Tragwerk schafft einen großen, offenen Raum, der Manufaktur, Empfang und Gastronomie umfasst.
Ein zentrales Element ist die großzügige, transparente Fassade, die das Gebäude zur Natur hin öffnet und einen fließenden Übergang schafft. Dadurch entsteht ein lichtdurchfluteter Innenraum, der angenehme Arbeitsbedingungen bietet. Die Lage am Vennbahnweg macht das Gebäude zu einem attraktiven Erholungs- und Treffpunkt für Radfahrer und Spaziergänger.
So wird die Fahrradmanufaktur nicht nur ein Produktionsort, sondern auch ein integraler Bestandteil der lokalen Gemeinschaft und Landschaft. Sie verbindet moderne Architektur mit nachhaltiger Entwicklung und schafft einen einzigartigen Raum für Arbeit, Erholung und soziale Interaktion.