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332. Genossenschaftsbrief

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Genossenschaftsbrief

Die Mitgliederinformation des Raiffeisenverbandes Oberösterreich

NR. 332 1/2026

Die Stärke liegt im WIR

Gerade in herausfordernden Zeiten zeigt sich die Stärke der Genossenschaften: Zusammenhalt, Verantwortung und wirtschaftliche Stabilität. Sie bilden das Fundament für nachhaltigen Erfolg. Bereits zum 80. Mal machte der OÖ. Landesgenossenschaftstag diese Stärke sichtbar – als Treffpunkt, Impulsgeber und klares Bekenntnis zur Kraft des Miteinanders.

Ohne Sicherheit ist alles nichts

„Wenn wir nichts tun, ist Europa in fünf Jahren weggefegt“, so formulierte es der französische Präsident Macron heuer in einem Interview. Mit dieser drastischen Formulierung brachte er klar zum Ausdruck, dass Europa insbesondere sicherheitspolitisch vor enormen Herausforderungen steht. Die neue Außenpolitik der USA stellt jahrzehntelange Pfeiler der europäischen Sicherheit in Frage und das in einer Zeit, in der in der Ukraine ein Angriffskrieg Russlands tobt. Insofern wurde mit dem Thema „Europas Sicherheit – quo vadis?“ im Festreferat des heurigen OÖ. Landesgenossenschaftstags einmal mehr ein leider brandaktuelles Thema beleuchtet.

Dabei kam nach nüchterner

Analyse aktueller Zukunftsszenarien, denen Europa gegenübersteht, letztlich eindeutig zum Ausdruck: Europa verfügt über alle Voraussetzungen, die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen. Klar aufgezeigt wurde dabei auch, dass Sicherheit nicht nur militärisch zu denken ist, sondern es für ein sicheres Europa einer umfassenden Resilienz in mehreren Bereichen be darf.

Stabilitätsfaktor

Genossenschaft

Gerade hier sind Genossenschaften wesentliche Stabilitätsfaktoren.

Diese agieren seit fast 140 Jahren mit einem klaren auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Kompass und h aben dadurch schon viele epochale Zeitenwenden positiv bewältigt. Sie leisten als starker Partner u nserer Land- und Forstwirtschaft mit einer äußerst breiten Palette an Dienstleistungen einen enormen

Beitrag zur Versorgungssicherheit mit hochwertigen Lebensmitteln. Sie sichern als führende Bankengruppe einen funktionierenden f inanziellen Blutkreislauf und damit die wesentliche Grundvoraussetzung für eine positive Wirtschaftsentwicklung. Sie sind ein entscheidender Eigenkapitalgeber u nd Risikoträger für viele heimische Unternehmen mit ihrem breiten Beteiligungsportfolio. Sie versorgen zigtausende Haushalte und U nternehmen mit nachhaltiger heimischer Energie. Sie bündeln die hohe ehrenamtliche Kraft des Miteinanders vor Ort zur Sicherung regionaler Infrastruktur und sauberer Wasserversorgung,… .

Erfolg für uns alle

All das machen sie seit Generationen und sind dabei sehr erfolgreich, w ie auch die Zahlen des Jahres 2025 zeigen: Die über 290 oö. RaiffeisenGenossenschaften erwirtschafteten mit ca. 10.500 Mitarbeitern

U msätze von in Summe 4,8 Milliarden Euro. Dabei wurden einmal m ehr sehr gute Ergebnisse erzielt, die die hohe Eigenkapitalausstattung weiter stärken. Diese dank der Tatsache, dass alle erwirtschafteten Gewinne in den Unternehmen und damit in den Regionen bleiben, starke Eigenkapitalbasis ist ein sehr solides Fundament gerade auch in stürmischen Zeiten. Gleichzeitig wurden 170 Millionen Euro in die Zukunft investiert. Dass dieser starke Wirtschaftsmotor im Eigentum von über 350.000 Oberösterreichern steht und nur deren Förderung und niemand anderem verpflichtet ist, ist für uns alle nicht nur in Krisenzeiten ein besonderer Vorteil.

Verbandsdirektor
Dr. Norman Eichinger

Die Stärke liegt im WIR

Es ist jedes Jahr ein besonderes Ereignis für das oberösterreichische Genossenschaftswesen: der Landesgenossenschaftstag. Ein Tag, an dem Verantwortungsträger aus der Raiffeisen-Familie zusammenkommen, um Bilanz zu ziehen, Entwicklungen einzuordnen und den Blick nach vorne zu richten. Auch die 80. Auflage dieser Veranstaltung stand ganz im Zeichen von Austausch, Zusammenhalt und gemeinsamer Verantwortung – gerade in einer Zeit, die von Unsicherheiten und tiefgreifenden Veränderungen geprägt ist.

Rund 500 Funktionäre, Führungskräfte und Mitarbeitende aus der starken Genossenschaftsfamilie Oberösterreichs versammelten sich am 18. März 2026 im Design Center Linz, darunter etliche Ehrengäste aus Wirtschaft, Politik und Kirche. Im Mittelpunkt stand die Rolle der Genossenschaften als stabile, regional verankerte Kräfte – in der Finanzwirtschaft, der Lebensmittelversorgung, der Energieversorgung. Die Beiträge der Redner machten deutlich: In einem zunehmend komplexen Umfeld sind Modelle gefragt, die auf Zusammenarbeit, Verlässlichkeit und langfristiges Denken setzen. Sicherheitsexperte Frank Sauer beleuchtete in seinem Festreferat

die Frage: „Europas Sicherheit – quo vadis?“. Mit einem nüchternen Blick auf die Entwicklungen zeichnete er ein Bild der Herausforderungen Europas und schärfte damit das Bewusstsein für die sicherheitspolitischen Risiken unserer Gegenwart. Ein ausführlicher Bericht dazu auf den nachfolgenden Seiten.

Mehr Miteinander statt Eigennutz

In seinem Eröffnungsstatement ordnete Genossenschaftsanwalt Walter L ederhilger die aktuelle wirtschaftliche Lage ein und unterstrich die b esondere Rolle der Genossenschaften. Die globale Ordnung verliere z unehmend an Stabilität, geopolitische Konflikte sowie Abhängigkeiten

b ei Energie, Rohstoffen und Technologien verschärften die Situation. „ All diese Verwerfungen sind ernst und fordern eine koordinierte, abgestimmte und gemeinsame Strategie“, b etonte Lederhilger. Auch Österreich habe zuletzt an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt, weshalb es gelte, „die Ärmel hochzukrempeln“.

Es brauche den Willen, Verantwortung zu übernehmen und tragfähige Kompromisse zu finden. Gerade hier verwies Lederhilger auf die Stärke der Genossenschaften: „Unsere knapp 300 Genossenschaften tun das.“

Als Nahversorger, Partner und wirtschaftliche Stabilitätsfaktoren seien s ie tief in den Regionen verankert.

Ihr Modell – Mitglieder als Miteigentümer mit aktiver Mitbestimmung –

Marion Pammer BA - DW 29141
Landeshauptmann
Thomas Stelzer
Bischof Manfred Scheuer
Genossenschaftsanwalt
Walter Lederhilger

fördere nachhaltiges Wirtschaften und langfristiges Denken. Seine zentrale Botschaft: „Wir brauchen mehr M iteinander und weniger Eigennutz.“ Genau dieses Prinzip mache Genossenschaften zu tragenden Säulen der re gionalen Entwicklung.

Rückgrat der Regionen

Landeshauptmann Thomas Stelzer stellte in seinem Grußwort die Bedeutung der Genossenschaften für Oberösterreich in den Mittelpunkt. Sie seien ein zentraler Motor f ür regionalen Zusammenhalt, wirtschaftliche Stabilität und nachhaltigen Wohlstand. Viele der heutigen Lebensbedingungen seien nicht zufällig entstanden, sondern das Ergebnis gemeinschaftlicher Arbeit und Verantwortung – Werte, die im genossenschaftlichen Modell besonders sichtbar würden. Genossenschaften verkörpern das „Oberösterreich-Klima“ des Miteinanders und seien damit Vorbild für andere Wirtschaftsbereiche. „Die großen Fragen unseres Landes wurden immer durch Zusammenhalt und gemeinsames Handeln positiv gelöst“, b etonte Stelzer. Gerade in herausfordernden Zeiten zeige sich ihre Stärke:

S ie sichern regionale Wertschöpfung, schaffen Arbeitsplätze und tragen dazu bei, dass wirtschaftliche Entwicklung nicht nur zentral, sondern flächendeckend im ganzen Land s tattfindet. Zusammengefasst wäre ohne Genossenschaften die wirtschaftliche Stärke Oberösterreichs in dieser Breite nicht möglich.

Modell für eine starke Gemeinschaft

Bischof Manfred Scheuer hob die Bedeutung von Genossenschaften

Verbandsdirektor

für eine zukunftsfähige Wirtschaft hervor. Sie seien weit mehr als eine Organisationsform und stünden für gelebte Solidarität und Verantwortung. Anhand eines Praxisbeispiels zeigte er, wie gemeinschaftliches Engagement innovative Projekte in der regionalen Landwirtschaft ermöglicht – und wie Zusammenarbeit neue P erspektiven eröffnet.

Zentral sei dabei das Zusammenspiel von individueller Freiheit und gemeinschaftlicher Stärke. So brachte es S cheuer auf den Punkt: „Genossenschaften verbinden individuelles Können mit kollektiver Stärke.“

Dieses Prinzip spiegle sich auch im Subsidiaritätsgedanken wider: Eigenverantwortung stärken, Unterstützung gezielt leisten – ohne B evormundung. Zugleich mahnte der Bischof, wirtschaftliche und gesellschaftliche Prozesse nicht allein unter dem Gesichtspunkt der Effizienz zu betrachten. Nachhaltige Entwicklung brauche Zeit, ebenso wie Lernen und gemeinschaftliche Entscheidungs-

Zahlreiche Verantwortungsträger aus der Raiffeisen-Familie nahmen am 80. OÖ. Landesgenossenschaftstag im Design Center Linz teil.
Norman Eichinger

findung. Sein Resümee: Genossenschaften zeigen, wie Wirtschaft im Sinne des Menschen gestaltet werden kann.

Starke Genossenschaften in unsicheren Zeiten

Die Botschaft von Verbandsdirektor Norman Eichinger war klar: Gerade in unsicheren Zeiten braucht es verlässliche, regional verankerte Strukturen. E r spannte einen weiten Bogen –von internationalen Konflikten über w irtschaftliche Herausforderungen bis hin zu Fragen der Versorgungssicherheit und Energieabhängigkeit. Ö sterreich und Europa stünden vor tiefgreifenden Veränderungen, die

aktives Handeln erfordern. Im Zentrum seiner Ausführungen standen die Genossenschaften als starke Kräfte, auf die sich Oberösterreich verlassen kann – ob in der Finanzwirtschaft, der Landwirtschaft o der im Energiesektor. Besonders betonte Eichinger die Struktur des Genossenschaftsmodells: Es orientiert sich nicht an fernen externen Investoren, sondern an den Interessen seiner Mitglieder. Mit rund 290 Genossenschaften und mehr als 350.000 Mitgliedern verfüge Oberösterreich über ein starkes Netzwerk, das nicht nur wirtschaftliche Leistung erbringt, sondern auch g esellschaftliche Verantwortung

Menschen, die mehr bewegen

trägt. Gleichzeitig machte der Verbandsdirektor deutlich, dass auch G enossenschaften gefordert sind, sich weiterzuentwickeln – etwa durch Digitalisierung, Effizienzsteigerung und die Anpassung an veränderte Kundenbedürfnisse. Denn Genossenschaften sind kein Relikt vergangener Zeiten, sondern ein zukunftsfähiges Modell – vor allem dann, wenn Stabilität, regionale Stärke und gemeinschaftliches Handeln gefragt sind.

Gerade in einer Zeit, in der vieles auseinanderdriftet, zeigen Genossenschaften, wie tragfähig das „WIR“ wirklich ist.

Genossenschaften funktionieren nicht von selbst – sie leben von Menschen, die anpacken, mitdenken und Verantwortung übernehmen. Von Persönlichkeiten, die über ihre eigentliche Rolle hinausgehen und mit Engagement, Kompetenz und einem klaren Werteverständnis dazu beitragen, dass aus einer Idee gelebte Praxis wird. Sie gestalten, entscheiden und begleiten Entwicklungen, oft im Hintergrund, aber immer mit spürbarer Wirkung.

Ob als Eigentümervertreter oder Führungskraft: Ihr gemeinsamer Nenner ist der Einsatz für das genossenschaftliche Prinzip. Sie stärken Vertrauen, sichern Stabilität und treiben Innovationen voran – und leisten damit einen entscheidenden Beitrag zum nachhaltigen Erfolg der Raiffeisen-Genossenschaften in Oberösterreich. Ihr Wirken zeigt, wie kraftvoll die Genossenschaftsidee gerade heute ist. Einmal im Jahr rückt der Raiffeisenverband OÖ. genau diese Menschen in den Mittelpunkt. Im Rahmen des Landesgenossenschaftstags werden ihre Leistungen

Verbandsdirektor Norman

Eichinger, Träger der Goldenen Raiffeisen-Plakette Hermann Sikora, Genossenschaftsanwalt Walter Lederhilger (v.l.)

Genossenschaftsanwalt Walter Lederhilger und Verbandsdirektor Norman Eichinger mit den geehrten Genossenschaftern sichtbar gemacht und gewürdigt –als Zeichen der Anerkennung und als Erinnerung daran, dass Fortschritt immer dort entsteht, wo Menschen bereit sind, mehr zu geben als verlangt wird.

GOLD an Sikora –Wegbereiter der Raiffeisen IT

Die Raiffeisen-Plakette in Gold als höchste Auszeichnung des oö. Genossenschaftswesens wurde heuer a n Hon.-Prof. DI Mag. Dr. Hermann Sikora überreicht.

SILBER

Nachstehende Personen wurden mit der Silbernen Raiffeisen-Plakette ausgezeichnet:

Dr. Manfred DENKMAYR ehem. Aufsichtsratsvorsitzender Raiffeisenbank Mattigtal

Andrea FRAUNGRUBER ehem. Geschäftsführerin GGÖ –Geflügelmastgenossenschaft

Direktor Johann FRÖSCHL

Geschäftsleiter Raiffeisenbank Perg

Sikora trat 1992 in die Raiffeisenlandesbank Oberösterreich ein und übernahm 1994 die Geschäftsführung der GRZ IT Center GmbH (heute R AITEC) sowie der Racon Software GmbH, die später in der Raiffeisen Software GmbH aufging. Mehr als drei Jahrzehnte lang prägte er beide Unternehmen maßgeblich. Unter seiner Führung entwickelte sich das frühere „OÖ Rechenzentrum“ zur heutigen RAITEC, dem größten Rechenzentrum der Raiffeisen Bankengruppe für fünf

Franz LACHMAIR

ehem. Aufsichtsratsvorsitzender RB Wels Süd

Norbert RESCHENHOFER ehem. Obmann Raiffeisenbank Geretsberg

Franz Xaver SONNLEITNER Obmann E-Werk Dietrichschlag

Direktor Hubert WEICHSELBAUMER Geschäftsleiter Raiffeisenbank Aist

Bankdirektor Herbert ZEITLHOFER ehem. Geschäftsleiter Raiffeisenbank Mühlvierter Alm

Bundesländer. Ebenso gestaltete Sikora die bundesweite Zusammenführung der Raiffeisen Softwarehäuser zu einer einheitlichen Raiffeisen S oftware GmbH entscheidend mit. In seiner Ära entstanden zahlreiche technologische Innovationen, die heute das Fundament der modernen Banken-IT bilden. Auch außerhalb des Bankensektors setzte Sikora wichtige Impulse – etwa mit dem Lagerhaus Programm RWL, der am längsten genutzten Warenwirtschaftssoftware Österreichs.

Her zliche Gratulation an alle Geehrten. Die Auszeichnungen stehen für mehr als nur einen Moment auf der Bühne – sie sind Ausdruck ehrlicher Wertschätzung für Menschen, die mit ihrem Einsatz Verantwortung übernehmen und das genossenschaftliche Miteinander tagtäglich gestalten. Als Vorbilder und Impulsgeber tragen sie mit ihrem Engagement die Idee von Friedrich Wilhelm Raiffeisen weiter.

Unser Urlaub von der Geschichte ist vorbei

Europa steht an einem Wendepunkt. Was lange als stabile Ordnung erschien, bricht sichtbar auf – politisch, militärisch und gesellschaftlich. Der Sicherheitsexperte Frank Sauer zeichnet in seinem Vortrag „Europas Sicherheit –quo vadis?“ das Bild einer Welt, in der Gewissheiten schwinden und sich die Frage nach Europas Zukunft mit neuer Dringlichkeit stellt. Sein zentraler Wunsch ist dabei schlicht und anspruchsvoll zugleich: „Bitte zukünftig keine bösen Überraschungen mehr.“ Denn genau diese hätten die vergangenen Jahre geprägt. Entwicklungen, die viele für unwahrscheinlich hielten, sind Realität geworden. Sauer spricht deshalb von einem historischen Einschnitt: „Wir haben es derzeit mit der größten sicherheitspolitischen Krise seit dem Zweiten Weltkrieg zu tun.“

Europa im Epochenbruch

Im Zentrum seiner Analyse steht der Begriff des „Epochenbruchs“. Gemeint ist das Ende der liberalen Weltordnung, die nach 1945 entstand und über Jahrzehnte zumindest teilweise Stabilität garantierte. „Die liberale Weltordnung, wie wir sie kannten, ist Geschichte“, sagt Sauer. Was an ihre Stelle tritt, sei hingegen noch unklar: „Und was weltordnungspolitisch kommt, hat noch keinen Namen.“ Die Ursachen dieses Umbruchs sind vielfältig, greifen aber ineinander. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine m arkiert für Sauer eine „Zeitenwende“, die durch politische Entwicklungen in den USA noch verschärft wird. „Trump ist die europäische Sicherheit e gal“, lautet seine nüchterne Einschätzung. Damit falle ausgerechnet jener Akteur als verlässlicher Garant weg, der die westliche Ordnung jahr-

zehntelang getragen habe. Europa gerät dadurch in eine strategisch heikle Lage. Sauer spricht von einem „Fenster der Verwundbarkeit“, das sich öffnet – eine Phase, in der äußere Bedrohungen und innere Schwächen zusammenfallen.

Die eigentliche Bedrohung

Die zentrale akute Bedrohung sieht der Sicherheitsexperte in Russland. Dessen Politik sei nicht defensiv

» D IE LIBERALE WELTORDNUNG, WIE WIR SIE KANNTEN, IST GESCHICHTE.

motiviert, sondern folge klar imperialen Vorstellungen. Moskau stelle nicht nur territoriale Ansprüche, sondern richte sich grundsätzlich gegen die bestehende Ordnung. Dabei gehe es weniger um einen groß angelegten militärischen Vormarsch quer durch Europa. „Die Bedrohung besteht nicht

darin, dass russische Panzerarmeen bis zum Atlantik rollen“, stellt Sauer klar. Vielmehr liege die Gefahr in einer anderen Strategie: begrenzte, gezielte Aktionen, die politische Bruchlinien innerhalb Europas und der NATO ausnutzen.

Im Kern geht es darum, die Widerstandsfähigkeit westlicher Demokratien zu testen – und ihre inneren S chwächen offenzulegen. Wenn es Russland gelingt, Zweifel, Uneinigkeit und politische Instabilität zu verstärken, könnte dies langfristig gravierendere Folgen haben als ein rein militärischer Konflikt.

Europas strukturelle Schwächen

Besonders deutlich wird Sauer bei der Analyse der europäischen D efizite. „Unser Problem in Europa ist nicht primär militärisch, es ist politisch.“ Gemeint sind fehlende G eschlossenheit, langsame

Marion Pammer BA - DW 29141
„Wir haben es derzeit mit der größten sicherheitspolitischen Krise seit dem Zweiten Weltkrieg zu tun.“

Entscheidungsprozesse und nationale Alleingänge. Hinzu kommt eine strukturelle Abhängigkeit von den USA. „Ohne die USA ist Europa zu schwach“, so Sauer. Jahrzehntelang habe man sich auf amerikanische Fähigkeiten verlassen – von Aufklärung über Logistik bis hin zu strategischer Abschreckung. Diese Abhängigkeit werde nun zum Risiko. Gleichzeitig sei Europ as Verteidigungssektor ineffizient organisiert. Während Russland seine Kriegswirtschaft zentral steuere und auf Masse ausrichte, produziere Europa „BoutiqueWaffensysteme“ in einem fragmentierten Markt. Die oft zitierten höheren Verteidigungsausgaben Europas seien daher nur bedingt aussagekräftig.

Zwischen Abhängigkeit und Eigenständigkeit

Aus dieser Lage ergibt sich für Sauer eine doppelte Aufgabe. Europa müsse die USA sicherheitspolitisch möglichst eingebunden halten – etwa im Hinblick auf nukleare Abschreckung. Gleichzeitig sei es zwingend notwendig, eigenständiger zu werden. „Europa muss diese Fähigkeiten jetzt selbst aufbauen“, fordert er. Dazu gehören moderne Führungs- und Kommunikationssysteme, Cyberfähigkeiten, Luftverteidigung und eine leistungsfähige Rüstungsindustrie. Der Aufbau dieser Strukturen werde jedoch Jahre dauern. Kurzfristig könnten neue Technologien helfen, die Lücke zu verkleinern. Künstliche Intelligenz und unbemannte Systeme bieten laut Sauer die Chance, schneller wirksame Abschreckung zu entwickeln.

Sicherheit umfassend denken

Ein zentraler Punkt seines Vortrags ist die Erweiterung des Sicherheitsbegriffs. „Es wäre fahrlässig, Sicherheit rein militärisch zu denken.“ Stattdessen müsse Europa seine gesamte gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit stärken. Sauer verweist dabei auf die Klimakrise, die b ereits heute sicherheitspolitische Auswirkungen habe. Extremwetter, Versorgungsrisiken und geopolitische Abhängigkeiten verschärften b estehende Konflikte. „Die Klimakrise ist längst da.“ Resilienz bedeute daher mehr als militärische Stärke. E s gehe um stabile Infrastrukturen, sichere Energieversorgung, funktionierenden Katastrophenschutz und g esellschaftlichen Zusammenhalt.

Sicherheitsexperte Frank Sauer

„Wer Sicherheit denkt, muss Klimawandel mitdenken – und wer Klimawandel denkt, muss Sicherheit m itdenken.“

Gründe für Zuversicht

Trotz der düsteren Diagnose will Sauer ausdrücklich „Mut machen“. Europa verfüge über alle Voraussetzungen, um die aktuellen Herausforderungen zu bewältigen: wirtschaftliche Stärke, technologische Kompetenz und eine große, gut ausgebildete Bevölkerung. Zudem sei bereits ein Umdenken im Gange – in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Neue Initiativen im Verteidigungsbereich, innovative Start-ups und ein wachsendes sicherheitspolitisches Bewusstsein seien Anzeichen dafür, dass Europa beginnt, sich neu aufzustellen. Auch transatlantisch könne ein stärkeres

Europa positive Effekte haben. Mehr Eigenständigkeit bedeute nicht Abkehr, sondern eine stabilere Partnerschaft auf Augenhöhe.

Ein notwendiges Umdenken Am Ende verdichtet sich Sauers Argumentation zu einer klaren Forderung: Europa brauche einen grundlegenden

» W ER SICHERHEIT DENKT, MUSS

KLIMA WANDEL MITDENKEN – UND WER KLIMAWANDEL DENKT, MUSS SICHERHEIT MITDENKEN.

Perspektivwechsel. Unbequeme Szenarien dürften nicht länger verdrängt, s ondern müssten konsequent zu Ende gedacht werden. „Wir müssen der Tatsache ins Auge sehen, dass wir in einer Verkettung aus Worst Cases existieren“, mahnt er. Nur wer Risiken nüchtern benennt und daraus politisches Handeln ableitet, kann zukünftige Krisen begrenzen – oder ihnen vorbeugen. Der Anspruch ist

Verbandsdirektor

Norman Eichinger, Festreferent Frank Sauer und Genossenschaftsanwalt Walter Lederhilger (v.l.)

hoch, lässt aber kaum Spielraum für Alternativen. Denn, so Sauer: „Unser Urlaub von der Geschichte ist vorbei.“

PD Dr. Frank Sauer ist Politikwissenschaftler, Publizist und Podcaster. Als Forschungsleiter am Metis Institut für Strategie und Vorausschau der Universität der Bundeswehr München beschäftigt er sich mit dem Zusammenspiel von Sicherheit, Technologie und Gesellschaft. Zudem berät er das Bundesverteidigungsministerium in Fragen der Strategieentwicklung. Bekannt ist er auch als Co-Host des preisgekrönten Podcasts „Sicherheitshalber“, in dem er regelmäßig über deutsche Verteidigungspolitik und die sicherheitspolitischen Umbrüche in Europa und der Welt diskutiert.

Vernetzungstreffen zeigt Stärke der Schülergenossenschaften

Das Modell der Schülergenossenschaften in Oberösterreich boomt. Neun dieser praxisnahen Lernprojekte werden mittlerweile vom Raiffeisenverband Oberösterreich begleitet – zuletzt ist an der HAK Schärding mit "InnSpire Media" eine weitere erfolgreiche Schülergenossenschaft gestartet. Wie lebendig und engagiert diese Initiativen sind, zeigte eindrucksvoll das diesjährige Vernetzungstreffen in der Raiffeisenbank Region Eferding.

Rund 40 Funktionäre sowie Begleitpädagogen aus fünf Schülergenossenschaften nutzten die Veranstaltung als Plattform für Austausch, Inspiration und gegenseitiges Lernen. Im Mittelpunkt standen dabei die Schüler selbst: Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder präsentierten ihre aktuellen Projekte, wirtschaftlichen Erfolge und Zukunftspläne. Das hohe Maß an Verantwortungsbewusstsein und unternehmerischem Denken beeindruckte ebenso wie die Offenheit, mit der Erfahrungen geteilt wurden. Auch für die begleitenden Professoren bot das Treffen einmal mehr wertvolle Einblicke und neue Impulse für die pädagogische Arbeit.

Praxisbeispiele regionaler

Genossenschaften

Praxisnah ging es im zweiten Teil des Treffens weiter. Zwei regional stark verankerte Genossenschaften gaben

Einblick in ihre Arbeit: der genossenschaftliche Lebensmittelmarkt

L ebens.mittel.punkt Eferding eGen (Efi) sowie die Raiffeisenbank Region Eferding. Geschäftsführerin Nathalie Eisenhuber schilderte den Weg von Efi von der Gründung während der Pandemie bis zum heutigen regionalen Nahversorger. Direktor Christian S chönhuber hob die Rolle der Raiffeisenbank als Motor für regionale E ntwicklung hervor. Ergänzend präsentierte Marion Pammer vom Raiffeisenverband OÖ. die Vielfalt der Genossenschaftslandschaft in Oberösterreich. Einen besonderen

Höhepunkt bildete die abschließende Führung durch den Lebensmittelmarkt Efi.

Kompetenzen fürs Leben

Das mittlerweile dritte Vernetzungstreffen zeigte klar: Schülergenossenschaften bieten einen hohen pädagogischen Mehrwert. Sie fördern wirtschaftliches Denken, Teamarbeit und unternehmerische Verantwortung –und stärken ganz nebenbei auch die persönliche Entwicklung junger Menschen.

Franz Gessl - DW 29500
Schüler und Pädagogen aus fünf Schülergenossenschaften nahmen am 3. Vernetzungstreffen in der Raiffeisenbank Region Eferding teil.

Eber-Rocket:

Bei der Eberswahl unterstützt KI, um aus den vielen Leistungs- und Verwandtschaftsinformationen die richtige Entscheidung zu treffen.

Innovative KI-Anwendungen in der Schweinezucht

Schweinezucht ist BIG Data. Ohne umfassende Datengrundlage und Analyse gibt es keinen Zuchtfortschritt. Komplexe Algorithmen und künstliche Intelligenz helfen bereits jetzt bei der Einschätzung der Leistungsfähigkeit der Zuchttiere. Auch bei der Prognose der Befruchtungsfähigkeit der Spermien kommt KI zum Einsatz. Wo der Einsatz von KI in der Schweinezucht sonst noch geplant ist, lesen Sie im folgenden Beitrag.

KI zur Schätzung des Zuchtwertes

Sowohl in der Rinder- als auch in der Schweinezucht wird eine Vielzahl von Informationen über die Leistungen von den Zuchttieren gesammelt. Ziel ist es mit Hilfe einer ungeheuren Datenmenge die besten Tiere herauszufinden, die in der nächsten Generation wieder zum Einsatz kommen. Damit diese Einschätzung möglichst präzise ist, fließen z ahlreiche Datenquellen zusammen: Ergebnisse aus der österreichischen Schweineprüfstation Streitdorf wie Mastleistung, Teilstückzerlegung, Fleischqualität

Informationen aus der Praxisbetrieben: Wurfdaten, Schlachtdaten, Informationen über Erbfehler genomische Informationen aus Gewebeproben von den besten Tieren der jeweiligen Rasse Für die Berechnung des züchterischen Wertes kommt dann die KI zum Einsatz. Der Zuchtwert ist eine komplexe Berechnung der genetischen Leistung des Tieres mit Hilfe von KI – unabhängig von Umwelteinflüssen oder dem Produktionsniveau eines Betriebs. Die KI wird laufend mit diesen aktuellen Daten „gefüttert“. Die Ergebnisse sind die Zuchtwerte. Diese entschei-

den für die Auswahl der nächsten Generation. Sie sind auch die Grundlage für die Empfehlung einer gezielten Anpaarung bei den Züchtern.

KI bei der Spermaqualitätskontrolle

Bei der Qualitätskontrolle in der Spermaproduktion für die künstliche Besamung kommt ebenfalls schon seit Jahren KI zum Einsatz. Für den Befruchtungserfolg sind genügend aktive vorwärtsbewegliche Spermien entscheidend. Jedes Ejakulat wird im Speziallabor an der Besamungsstation untersucht. Eine hochauflösende

Kamera beobachtet die Spermienaktivität unter dem Mikroskop. Aus den Videosequenzen liefert die K I objektive Ergebnisse über die Anzahl der aktiven, unbeweglichen oder abnormen Spermien in der Stichprobe. Dies entscheiden über die Verarbeitung oder das Ausscheiden des Ejakulates. Damit ist die bestmögliche Befruchtungsfähigkeit gewährleistet. Eine erfolgreiche Besamung ist jedenfalls entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg in der Schweinezucht.

Forschungsprojekt:

KI zur Unterstützung in der Tierbeobachtung

Ein neues Feld, wo KI immer mehr zum Einsatz kommt, ist die Tierbeobachtung. Kameras im Stall können rund um die Uhr das Verhalten der Tiere beobachten. Die Herausforderung für die KI ist es, aus diesen Videos Entscheidungshilfen für die Praxis abzuleiten. Aktuelle

Forschungsprojekte beschäftigen sich mit der Früherkennung von möglichen Erkrankungen oder mit

„KI kann ein wertvolles Hilfsmittel sein, um aus komplexen Informationen gute Entscheidungsgrundlagen zu bekommen.“

Verhaltensauffälligkeiten der Tiere untereinander. Die PIG Austria hat dazu gerade ein mehrjähriges Projekt mit der Veterinärmedizinischen Universität und der Universität für Bodenkultur gestartet. Es geht der Frage nach, ob es möglich ist, mit Hilfe von KI Verhaltensauffälligkeiten von Ferkeln rechtzeitig zu erkennen und ob es genetische Zusammenhänge dafür gibt. Ruhige und gelassene Tiere sind für eine positive Mensch-Tier Beziehung in unseren Familienbetrieben wichtig.

Vorteile von KI nutzen

Der Nutzen von künstlicher Intelligenz ist vielfältig. Wir sollen die Chancen erkennen und die Vorteile gezielt nutzen. Der Mensch wird dadurch nicht ersetzt. KI kann ein wertvolles Hilfsmittel sein, um aus komplexen Informationen gute Entscheidungsgrundlagen zu bekommen. Bei der PIG Austria ist KI gelebte Praxis und wird ständig weiterentwickelt.

Die Genossenschaft Schweinezucht Österreich entstand im Jahr 2019 aus der Fusion von fünf regionalen Schweinezuchtverbänden und Besamungsstationen. Über 100 Herdebuchzüchter sind Mitglieder dieser Zuchtorganisation. Die PIG Austria GmbH als operative Tochter bedient die Geschäftsfelder Zucht, Besamung und Zubehörhandel an drei Standorten in OÖ, NÖ und STMK. Der Sitz der Genossenschaft und dem Unternehmen mit 50 Mitarbeitern ist in Steinhaus bei Wels.

Tracking von Ferkeln: Mit KI wird das Verhalten der Ferkel beobachtet und ausgewertet.

Verantwortung, die Zukunft schafft

Mit der Inbetriebnahme eines neuen Biomasse-Heizwerks setzt die Berglandmilch einen weiteren Meilenstein in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Mitte März 2026 wurde die moderne Anlage am Standort Voitsberg offiziell eröffnet – ein Schritt, der sowohl ökologisch als auch regionalwirtschaftlich weitreichende Bedeutung hat.

Die Berglandmilch ist das größte Molkereiunternehmen Österreichs und zentraler Partner für tausende bäuerliche Familienbetriebe. Am Standort Voitsberg, dem bedeutendsten Milchverarbeiter der Steiermark, werden täglich rund 800.000 Kilogramm Milch zu Frischmilchprodukten und einer breiten Palette von mehr als 50 Käsesorten verarbeitet. Etwa 1.500 Lieferanten aus der Steiermark und dem Burgenland bilden die Grundlage dieses Erfolgs und spiegeln die starke regionale Verankerung der Genossenschaft wider.

Regionale Biomasse ersetzt fossile Energie

Mit dem neuen Biomasse-Heizwerk verfolgt Berglandmilch ein klares

Ziel: den Standort langfristig unabhängig von fossilen Energieträgern z u machen und gleichzeitig die regionale Wertschöpfung zu stärken. Die Anlage arbeitet ausschließlich mit Hackschnitzeln aus den umliegenden Regionen. Dieses geschlossene Kreislaufsystem sorgt dafür, da ss nicht nur erneuerbare Energie genutzt wird, sondern dass auch lokale Forstbetriebe und Dienstleister profitieren. Die technischen Kennzahlen unterstreichen den Anspruch der Genossenschaft: Das Heizwerk verfügt über eine Leistung von 6 Megawatt und wandelt täglich rund 180 Kubikmeter Hackschnitzel in Energie um. Durch diese Umstellung können die CO₂-Emissionen des

Standorts um mehr als 90 Prozent gesenkt werden – ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz und ein Vorzeigeprojekt innerhalb der heimischen Lebensmittelindustrie.

Nachhaltige Transformation aus genossenschaftlicher Verantwortung

Für Berglandmilch ist die Investition ein weiterer Schritt entlang eines klar definierten Weges: ökologisch verantwortungsvolle Verarbeitung, effiziente Ressourcennutzung und nachhaltige Entwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Genossenschaft arbeitet seit Jahren daran, Energieverbrauch zu optimieren, Standorte zu modernisieren und Kreislaufwirtschaftsmodelle auszubauen.

Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie genossenschaftliche Unternehmen strategische Zukunftsinvestitionen tätigen und gleichzeitig ihre regionale Verwurzelung stärken. Für den Standort Voitsberg bedeutet die neue Anlage nicht nur Klimaschutz und Versorgungssicherheit, sondern auch ein klares Bekenntnis zur nachhaltigen Weiterentwicklung der österreichischen Milchwirtschaft.

Das neu eröffnete Biomasseheizwerk in Voitsberg
© Berglandmilch

Die Menschen dahinter

Die Mitgliedsgenossenschaften des OÖ WASSER Genossenschaftsverbandes leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Beitrag zur Lebensqualität in unserem Bundesland. Ob in der sicheren und nachhaltigen Wasserversorgung, in der umweltgerechten Abwasserentsorgung, bei landwirtschaftlichen Meliorationsmaßnahmen, Bewässerung und Sonderaufgaben wie Uferpflege und Hochwasserschutz – ihre Aufgaben sind vielfältig und von zentraler Bedeutung für Mensch, Natur und Wirtschaft.

Im Zentrum dieses Erfolgsmodells stehen vor allem die ehrenamtlichen Funktionärinnen und Funktionäre. Mit großem Verantwortungsbewusstsein, Fachwissen und persönlichem Engagement sorgen sie dafür, dass die Infrastruktur zuverlässig funktioniert und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Ihr Einsatz erfolgt oft im Hintergrund, ist jedoch von unschätzbarem Wert für das Gemeinwohl. Sie investieren Zeit, Energie und Herzblut, um die Versorgungssicherheit und die nachhaltige Nutzung unserer Wasserressourcen langfristig zu gewährleisten.

Gleichzeitig arbeitet der OÖ WASSER Genossenschaftsverband mit Weitblick und Innovationskraft daran, die Weiterentwicklung der Wassergenossenschaften zu unterstützen. Es gilt, bestehende Strukturen zu stärken,

neue Herausforderungen zu meistern und die Genossenschaften zukunftsfit zu machen.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf den kommenden Generationen von Funktionärinnen und Funktionären. Durch gezielte Bewusstseinsbildung bei Kindern und Jugendlichen wird früh vermittelt, wie wertvoll Wasser als Ressource ist und welche Verantwortung damit einhergeht. So wird die Basis dafür geschaffen, dass auch in Zukunft engagierte Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Hinter jeder Leistung der Wassergenossenschaften stehen Menschen, d ie mit Engagement und Überzeugung wirken. Ohne sie wäre dieses s eit mittlerweile 80 Jahren erfolgreiche Modell nicht denkbar.

Die Bewusstseinsbildung beginnt bereits bei den Kindern.
DI Florian Maringer - Geschäftsführer OÖ WASSER Genossenschaftsverband
Engagierte Menschen als Erfolgsgaranten
Ohne die Menschen dahinter ginge es nicht.

Veranstaltungstermine Mai bis Oktober 2026

Mo 04.05.2026

Mo 11.05.2026

Di 26.05.2026

Di 02.06.2026

Do 17.09.2026

Di 22.09.2026

Do 01.10.2026

Di 06.10.2026

Do 08.10.2026

Di 13.10.2026

Do 15.10.2026

Überzeugend auftreten und reden (Raiffeisenbanken und Lagerhausgenossenschaften)

Den Mutigen gehört die Zukunft (Raiffeisenbanken und Lagerhausgenossenschaften)

Bankenaufsichtsrecht: Aus der Praxis – für die Praxis (Raiffeisenbanken)

Fachlich fit – Grundbuchsrecht und Liegenschaftsbewertung (Raiffeisenbanken)

Grundlagen und Beurteilung Immobilienprojektfinanzierungen (Raiffeisenbanken)

Fachlich fit – Risikobeurteilung durch Funktionär:innen – Vertiefung (Raiffeisenbanken)

Kommunikation mit Herz & Haltung für Spitzenfunktionär:innen (Raiffeisenbanken und Lagerhausgenossenschaften)

Fachlich fit – Sitzungs- und Versammlungsgestaltung (Raiffeisenbanken und Lagerhausgenossenschaften)

Bankenaufsichtsrecht: Aus der Praxis – für die Praxis (Raiffeisenbanken)

Fachlich fit – Spezialthemen aus dem Kreditgeschäft (Raiffeisenbanken)

Auf den Punkt gebracht (Raiffeisenbanken und Lagerhausgenossenschaften)

Raiffeisenverband

Oberösterreich

Parkhotel Stroissmüller in Bad Schallerbach

SPES-Akademie in Schlierbach

Bildungshaus Schloss Puchberg

Bildungshaus Sankt Magdalena

Parkhotel Stroissmüller in Bad Schallerbach

Bildungshaus Sankt Magdalena

Seminarhof in Schleglberg

Bildungshaus Sankt Magdalena

Bildungshaus Sankt Magdalena

Bildungshaus Schloss Puchberg

Parkhotel Stroissmüller in Bad Schallerbach

Österreichische Post AG FZ 22Z043417 F Raiffeisenverband OÖ., Starhembergstr. 49, 4021 Linz www.rvooe.at

Raiffeisenverband Oberösterreich Starhembergstraße 49, 4021 Linz

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Raiffeisenverband OÖ., 4021 Linz, Starhembergstraße 49, Redaktion: Marion Pammer BA, Konzept/Layout NEUDESIGN GmbH; Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz: Grundlegende Richtung: Information der dem Raiffeisenverband OÖ. angeschlossenen Erwerbs- und Wirtschaftsg enossenschaften über grundsätzliche Fragen und über Themen aus den Fachabteilungen des Raiffeisen v erbandes OÖ.

Hinweis: Der Genossen s chaftsbrief richtet sich an Frauen und Männer gleicher m aßen. Zur besseren Lesbarkeit wird auf geschlechtss pezifische Doppelnennungen verzichtet.

Tel.: +43 732 66 92 01 E-Mail: direktion@rvooe.raiffeisen.at

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