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märkteunteruns Marktmeinung 9/26
*Raiffeisen Capital Management steht für Raiffeisen Kapitalanlage GmbH. Diese Unterlage richtet sich an professionelle Kund:innen sowie Vertriebspartner bzw. Kundenberater:innen. © 2026 Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. Diese Unterlage richtet sich an professionelle Kund:innen sowie Vertriebspar tner bzw. Kundenberater:innen.
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Einleitung „Behind the curve“ als zu zögerlich ausgelegt. Entsprechend waren weitere Renditeanstiege bei US-Staatsanleihen die Folge, womit der Markt die Notenbank schon die längste Zeit vor sich hertreibt. Eine wohl nicht wünschenswerte Konstellation, die sich früher oder später auflösen muss, indem entweder die Inflation bald wieder abkühlt und damit den bisherigen „wait and see“- Modus der Fed bestätigt oder die Notenbank muss andernfalls erst nachholen, was der Markt über die Renditeentwicklungen bereits vorweggenommen hat. Sowohl die Entscheidung wie auch die Kommunikation hat Auswirkung auf die Kredibilität der Notenbank und könnte unter Umständen zu Verwerfungen führen. Diese würden sich wohl auch am Euro-Rentenmarkt niederschlagen, wo die Renditen infolge erhöhter Inflation und gemäß dem Zinspfad der EZB ebenfalls schon geraume Zeit nach oben tendieren. Beim jüngsten Economic Symposium in Jackson Hole, im US-Bundesstaat Wyoming hat die Rede von Fed-Chef Warsh zwar neuerlich ein klares Bekenntnis zur Inflationsbekämpfung aber erwartungsgemäß keine konkreten zinspolitischen Ankündigungen hervorgebracht. Unserer taktischen Markteinschätzung folgend werden Aktien gegenüber Anleihen weiter übergewichtet.
Die Zinspolitik der Fed wirkt zu zögerlich, zumal Inflation und Risiken steigen.
x
Der neue Chef der amerikanischen Notenbank Fed war offenkundig die erste Wahl des amtierenden US-Präsidenten und er wird auch von Beobachtern als ausgewiesener Experte mit einschlägiger Erfahrung durchwegs positiv beurteilt. Doch kaum im Amt und inmitten der weiter bestehenden Krise am Persischen Golf, damit verbunden ein höherer Ölpreis und Inflationsdruck, scheint sich für Kevin Warsh die zweifelsohne schwierige Aufgabe, mithilfe von klarer Kommunikation überzeugende Souveränität und Entschlossenheit in der Zinspolitik zu vermitteln, komplexer zu gestalten als ursprünglich gedacht. Denn zum einen drängt die schon länger bestehende Inflation weit über dem angepeilten Ziel von zwei Prozent zum Handeln, zum anderen ist sie jedoch vor allem Ausfluss einer konfliktbedingten Angebotsverknappung insbesondere am Ölmarkt mit ungewissem Zeithorizont. Aber auch die US-Wirtschaft zeigt sich trotz der geopolitischen Einflussfaktoren weiterhin robust und der Arbeitsmarkt – die zweite Komponente des Dual-Mandats der Fed – weist keine Anzeichen von Schwäche auf. Der Markt hat die Aussagen des neuen Fed-Chefs, wonach die Inflation wieder in Richtung der Zielsetzung gebracht werden soll, aber diesem Ansinnen bislang keine Aktionen gefolgt sind, als „behind the curve“ und somit
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Inhalt Marktumfeld
Ausblick
Asset Allocation
Kennzahlen
4
7
13
15
5
8
14
6
9
Aktienmärkte
Rohstoffe und Währungen
Globale Konjunktur
Globale Wirtschaft
Taktische Asset Allocation
Übersicht Marktentwicklung
Strategische Asset Allocation
Inflation und Notenbanken
10
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Anleihemärkte
Anleihemärkte
11-12
Aktienmärkte
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Marktumfeld – Anleihemärkte Wachsende Nervosität und hawkische US-Notenbank Der August war für Anleiheinvestoren herausfordernd. Die Kombination aus hartnäckiger Inflation, steigenden Ölpreisen und restriktiver Notenbankrhetorik trieb die Renditen nach oben und damit die Kurse nach unten. Die Rede von USNotenbankgouverneur Kevin Warsh wurde hawkisch interpretiert. Die Märkte preisten daraufhin mit rund 60 % Wahrscheinlichkeit eine Zinsanhebung der Fed im September ein.
x
Die überraschende Ankündigung eines verstärkten Rückkaufs langlaufender USTreasuries durch den US-Finanzminister wirkte nur kurzzeitig positiv. 30jährige USStaatsanleihen schlossen den Monat auf dem höchsten Stand seit 2008. Noch weiter muss man in Japan zurückgehen: Die Rendite 10-jähriger japanischer Staatsanleihen durchbrach im August die Marke von 3,0 % – das gab es zuletzt vor über dreißig Jahren. Auch europäische Staatsanleihen verzeichneten leichte Kursverluste. Investment-Grade Unternehmensanleihen konnten dank stabiler Spreads und der Zinskupons ein leicht positives Ergebnis erzielen. Noch besser schnitten High-YieldAnleihen ab; sie profitierten stärker von der robusten Konjunktur und sinkenden Risikoaufschlägen.
Seit Jahresbeginn ist damit die Wertentwicklung von Euro-Staatsanleihen negativ, während die riskanteren Anleiheklassen (High-Yield Anleihen und Emerging-MarketsLokalwährungsanleihen) sowie Investmentgrade-Unternehmensanleihen mehr oder minder deutlich positive Erträge verzeichnen.
EM Lokalwährung
3,9%
-0,1%
High Yield USA High Yield Euro
0,3%
Staat USA Staat UK Unternehmensanleihen Euro EM Unternehmensanleihen
-0,4% -0,6% 0,0% -0,2% -0,5%
1,9%
1,5% 0,8% 0,9%
EM Hartwährung Unternehmensanleihen USA
3,7%
0,2%
0,7% 0,5% 0,1% 0,3%
-1,0% -0,5% Staat Italien -1,3% -0,5%
Staat Deutschland
seit Jahresbeginn
zum Vormonat
Erträge in % Quelle: Bloomberg Finance L.P., Raiffeisen KAG, 31. Dezember 2025 – 31. August 2026; Stand: 03. September 2026 © 2026 Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. Diese Unterlage richtet sich an professionelle Kund:innen sowie Vertriebspar tner bzw. Kundenberater:innen.
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Marktumfeld – Aktienmärkte Weiter aufwärts trotz Störfeuern Trotz höherer Anleiherenditen und wieder steigender Ölpreise erzielten die meisten Aktienmärkte im August moderate Zugewinne. Diese wurden vor allem durch starke Unternehmensergebnisse und kurzfristige Entspannungshoffnungen im Iran-Konflikt getragen. Letztere beflügelten vor allem zu Monatsbeginn die Aktienmärkte. Der Dow Jones erreichte am 5. August ein neues Allzeithoch bei rund 54.700 Nachdem die Lage im Nahen Osten aber wieder zu eskalieren begann, setzte eine Konsolidierung mit leicht nachgebenden Kursen ein.
x
Nvidia übertraf Ende August erneut die Erwartungen deutlich, sowohl bei den Ergebnissen als auch beim Ausblick. Das stabilisierte den gesamtem KI- und Halbleiterbereich. Dennoch war in den USA in den letzten Wochen eine gewisse Rotation zu beobachten: Raus aus KIUnternehmen und KI-Infrastruktur, hinein in bislang eher vernachlässigte Sektoren, wie beispielsweise Gesundheitsaktien, aber auch in den zuvor stark gebeutelten Softwaresektor. Ablesbar ist das auch am stark von Chipaktien geprägten koreanischen KOSPI-Index. Dieser liegt zwar kräftig im Plus gegenüber dem Jahresbeginn (um über 50%), notiert zugleich aber rund 25 % unter den im Juni erreichten bisherigen Allzeithochs. Dass höheren Anleiherenditen bislang kaum größere Spuren auf den Aktienmärkten hinterlassen haben dürfte wohl auch dem Umstand geschuldet sein, dass es bei Gewinnsteigerungen von verbreitet 20-30 % und darüber vergleichsweise wenig ins Gewicht fällt, ob Staatsanleihen bei 3,7 % oder 4,7 % Rendite handeln. Und auch KIInvestitionsentscheidungen werden derzeit wohl kaum vom Zinsniveau abhängig gemacht.
Nikkei ATX
30,9%
4,8%
Asien
28,3%
2,4%
EM Global
25,5%
2,4%
Lateinamerika
16,4%
-1,6%
USA (S&P 500)
14,4%
1,9%
MSCI World
14,3%
1,6%
FTSE 100
13,6%
0,0%
Euro STOXX 50
12,9%
1,0%
MSCI Europa
0,5%
DAX China
31,8%
0,8%
-6,6%
2,5%
12,3% 7,2%
-1,3%
seit Jahresbeginn
zum Vormonat
Erträge in %, Quelle: Bloomberg Finance L.P., Raiffeisen KAG, 31. Dezember 2025 – 31. August 2026; Stand: 03. September 2026 Quelle: MSCI. Sie sind nicht berechtigt, die MSCI-Informationen für andere Zwecke als für den internen Gebrauch zu verwenden, sie zu vervielfältigen oder zu verbreiten oder sie als Grundlage oder Bestandteil von Finanzinstrumenten, Produkten oder Indizes zu verwenden. Die MSCIInformationen sind keinesfalls als Anlageberatung oder als Empfehlung zu verstehen, irgendeine Art von Anlageentscheidung zu treffen (oder nicht zu treffen) und dürfen nicht als Grundlage für Anlageentscheidungen verwendet werden. Historische Daten und Analysen dürfen nicht als Hinweis auf oder als Garantie für zukünftige Performanceanalysen, Vorhersagen oder Prognosen herangezogen werden. Die MSCI-Informationen werden ohne Mängelgewähr zur Verfügung gestellt, und der Nutzer dieser Informationen übernimmt das gesamte Risiko ihrer Nutzung. MSCI, ihre verbundenen Unternehmen und alle anderen Personen, die an der Zusammenstellung, Berechnung oder Erstellung von MSCI-Informationen beteiligt sind oder damit in Verbindung stehen (zusammen die „MSCI-Parteien“), lehnen ausdrücklich jegliche Gewährleistung (unter anderem jegliche Gewährleistung der Echtheit, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität, Nichtverletzung von Rechten Dritter, Marktgängigkeit und Eignung für einen bestimmten Zweck) in Bezug auf diese Informationen ab. Ohne Einschränkung des Vorstehenden haftet eine MSCI-Partei in keinem Fall für direkte, indirekte, besondere oder beiläufige Schäden, für Strafschadenersatz oder für Folgeschäden (unter anderem für entgangenen Gewinn) oder für sonstige Schäden. (www.msci.com)
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Marktumfeld – Rohstoffe und Währungen Raffinerien am Anschlag; Kupfer und Gold glänzen Rohöl (Brent) gab Anfang August aufgrund kurzfristiger Entspannungshoffnungen leicht nach, bevor die Preise im weiteren Monatsverlauf erneut anzogen und per Monatsende auf über 90 Dollar je Barrel kletterten. Noch kräftiger war jedoch der Anstieg bei Ölprodukten, wie Diesel und Heizöl. Die Raffinerien in den USA sind voll ausgelastet, während russische Raffineriekapazitäten durch ukrainische Angriffe zunehmend ausfallen und Raffinerieprodukte aus der Golfregion weiterhin kaum exportiert werden können.
BRL CNY
Der US-Dollar schwächte sich trotz hawkischer Fed-Rhetorik leicht ab. Der Markt scheint die steigenden US-Fiskalrisiken (Defizit, Schuldendienstkosten) derzeit höher zu gewichten als die Zinsdifferenz. Das Treasury-Rückkaufprogramm, das am 18. August verdoppelt wurde und dennoch nur stundenweise wirkte, unterstrich diesen Vertrauensverlust.
1,7%
-0,3%
USD
1,1%
-0,8% -0,9%
JPY
-2,2% -0,9% -0,9%
CHF -8,4%
-6,3%
x
RUB
5,1%
-0,3%
GBP
Gold erlebte im August eine Achterbahnfahrt, legte aber per saldo um rund 9 % zu. Die wichtigsten Treiber waren geopolitische Unsicherheit (Iran), Zentralbank-Käufe und Inflationssorgen. Industriemetalle legten leicht zu, vor allem Kupfer (neues Allzeithoch) und Aluminium. Sie profitierten von einer anhaltend guten Nachfrage seitens der Industrie und unterstützenden Konjunkturdaten.
7,2%
-2,9%
seit Jahresbeginn
Energie Industriemetalle Edelmetalle
zum Vormonat
66,9%
4%
1% 0,5%
11,5%
9%
YTD
zum Vormonat
Erträge in % Quelle: Bloomberg Finance L.P., Raiffeisen KAG, 31. Dezember 2025 – 31. August 2026 ; Stand: 03. September 2026 © 2026 Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. Diese Unterlage richtet sich an professionelle Kund:innen sowie Vertriebspar tner bzw. Kundenberater:innen.
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Ausblick – Globale Konjunktur Globales Konjunkturbild – BIP-Entwicklung 2025 – 2027
Russland
2,2 %
2,1 %
2,1 %
2025
2026
2027
1,5 %
0,8 %
1,2 %
2025
2026
2027 5%
4,6 %
2025
2026
2027
China 3,9 %
2%
1,7 %
2026
2027
3,9 % 2026
2025
4,1 %
2026
2027
Brasilien
3,2 % Quelle: Bloomberg Finance L.P., Stand: 01. September 2026; Die vorliegende Prognose/Einschätzung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung.
1,3 %
4,5 %
USA
2025
2025
0,7 %
Eurozone
Afrika
2,3 %
0,9 %
3%
2027
Japan
1,2 %
0,7 %
0,8 %
2025
2026
2027
Indien 7,5 %
6,7 %
6,9 %
2025
2026
2027
3,1 %
Welt 2025
2026
2027
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Ausblick – Globale Wirtschaft Wachstum hält – Divergenzen bleiben 60
Die August-Daten bestätigen eine robuste, aber uneinheitliche Weltkonjunktur. Die Einkaufsmanagerindizes liegen in den USA, im Euroraum und in China über der Wachstumsschwelle; der Impuls bleibt jedoch regional deutlich verschieden. In den USA signalisiert der Composite-PMI mit 56,0 weiterhin kräftige Aktivität. Binnennachfrage und Investitionen stützen das Wachstum. Für die nächsten Monate erwarten wir eine allmähliche Normalisierung, aber weiterhin einen Vorsprung gegenüber anderen Industrieländern.
Unser Basisszenario für die kommenden Monate bleibt moderates globales Wachstum. Abwärtsrisiken gehen vor allem von Energiepreisen (Stichwort IranKonflikt), Handelskonflikten und möglicherweise restriktiveren Finanzierungsbedingungen aus.
52,1 50,8
50
45
x
Der Euroraum verbessert sich mit einem Composite-PMI von 52,1 nur moderat. Realeinkommen und günstigere Finanzierungsbedingungen helfen, während Industrie und Außenhandel bremsen. In China zeigt ein Wert von 50,8 eine fragile Expansion; Immobiliensektor und Konsum bleiben die entscheidenden Belastungsfaktoren.
56,0
55
40
35
1/2022 USA PMI
8/2026 EUR PMI
China PMI
Wachstumsgrenze
Quelle: Bloomberg Finance L.P., Raiffeisen KAG, Stand: 01. September 2026; Die vorliegende Prognose/Einschätzung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung.
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Ausblick – Inflation und Notenbanken Inflationsraten bleiben erhöht – Zinsanhebung in den USA? In den USA sank die Verbraucherpreisinflation im Juli leicht auf 3,4 %, die Kernrate auf 2,5 %. Der PCE-Deflator lag jedoch bei 3,7 %, seine Kernrate bei 3,3 %. Die beiden Messgrößen klaffen damit deutlich auseinander. US-Notenbankchef Kevin Warsh betonte in Jackson Hole, dass der PCE-Deflator für ihn die maßgebliche Größe ist und signalisierte Handlungsbedarf, falls die Kerninflation nicht rasch genug Richtung 2 % fällt. Zum Monatsende preisten die Märkte eine rund sechzigprozentige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung im September. Das liegt allerdings noch recht nahe an 50/50 und könnte mit neuen Inflations- und Arbeitsmarktdaten auch schnell drehen. Die anstehenden Parlamentswahlen im November machen eine Zinsanhebung politisch auch nicht unbedingt leichter für die Notenbank.
x
Im Euroraum stieg die Inflation laut ersten Eurostat-Schätzungen im August auf 3,3 %, nach 2,9 % im Juli. Energie und Dienstleistungen waren die wesentlichen Preistreiber. Der Markt erwartet daher einen weiteren Zinsschritt: Zum 31. August war eine EZB-Zinserhöhung am 10. September faktisch fix eingepreist. Ob, wann und in welchem Umfang danach weitere Zinsschritte erfolgen, ist aber offen. Die Märkte preisen aktuell noch 1-2 weitere Zinsanhebungen für 20267/27. In China ist das Bild anders: Die Verbraucherpreise lagen im Juli nur 0,5 % über dem Vorjahr, während die Erzeugerpreise um 3,5 % stiegen. Dort könnten eher weitere (leichte) geldpolitische Lockerungen anstehen.
12 10
8 6 4
3,4 % 3,3 % 3,2 %
2 0 -2
2/2018
8/2026
Inflationsentwicklung USA (% p.a.) Inflationsentwicklung Eurozone (% p.a.) Inflationsentwicklung Österreich (% p.a.) Quelle: Bloomberg Finance L.P., Raiffeisen KAG, Stand: 01. September 2026; Die vorliegende Prognose/Einschätzung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung.
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Ausblick – Anleihemärkte Anleiheportfolio jetzt weitgehend neutral positioniert Renditen 10-jähriger Euro-Staatsanleihen
5,0
4,18 %
4,0
3,80 % 3,35 %
3,0
x
Wir haben den Großteil unserer bisherigen Anleihe-TAA-Positionen geschlossen. Insbesondere die Short-Positionen in US High Yield und EM Sovereign Anleihen haben sich nicht wie erwartet entwickelt und wurden im Rahmen unserer Risikodisziplin aufgelöst. Die Risikoprämien in diesen Segmenten verharren zwar nahe historischer Tiefststände. Ein weiteres Absinken oder ein Verbleib auf diesen Niveaus über die kommenden Monate scheint aber trotzdem möglich. Entgegen unserer Erwartung kam es weder zu einem Anstieg der Risikoprämien noch zu einer erhöhten Differenzierung zwischen den einzelnen Spread-Märkten. Der Markt preist nach wie vor ein „Beste-aller-Welten"-Szenario: Event-Risiken werden umgehend ausgepreist, potenzielle Ansteckungseffekte – etwa aus dem Iran-Konflikt oder dem PrivateCredit-Segment – ignoriert. Hinzu kommt die Annahme, dass Ölpreisschocks und höhere Refinanzierungskosten vom Unternehmenssektor problemlos über Preissetzungsmacht aufgefangen werden können. Wir sind weiterhin der Überzeugung, dass die Risikoprämien am Anleihenmarkt deutlich zu niedrig sind. Das Enttäuschungspotenzial könnte sich jedoch eher langfristig materialisieren – kurzfristig kann die Hausse vorerst weiterlaufen. Da unsere Anleihe-TAA auf kurz- bis mittelfristige Horizonte ausgerichtet ist, respektieren wir diese Marktdynamik. Positioniert bleiben wir in französischen Staatsanleihen long (vs. deutsche Bundesanleihen), da wir trotz der angespannten französischen Haushaltslage keine signifikanten Spreadausweitungen erwarten.
2,0
1,0
1/2023 Deutschland (%)
8/2026 Italien (%)
Spanien (%)
Quelle: Bloomberg Finance L.P., Raiffeisen KAG, Stand: 01. September 2026; Die vorliegende Prognose/Einschätzung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung.
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Ausblick – Aktienmärkte global Das Bild bei Aktien bleibt konstruktiv Aktienmarktentwicklung in Lokalwährung 125
23,92 % 120 115
12,88 %
110
11,52 %
105
x
Eine starke Berichtssaison mit deutlich positiven Überraschungen gibt den Aktienmärkten kräftigen Rückenwind. Dabei warten keineswegs nur Technologietitel oder US-Aktien mit starken Gewinnanstiegen auf, sondern auch andere Branchen und Regionen. Es gibt aktuell auch erheblich mehr Revisionen bei den Gewinnschätzungen nach oben als nach unten. Hinzu kommen stabile bis leicht verbesserte volkswirtschaftliche Wachstumsdaten, bei denen Europa positiv überraschte - wenn auch von zugegebenermaßen niedrigen Ausgangsniveaus. Höhere Anleiherenditen und restriktivere Notenbanken haben den Aktienmärkten bislang kaum etwas anhaben können. Auch die Inflationsraten bewegen sich noch in einem Bereich, der für die Aktienmärkte tolerierbar ist. Historisch war bei den Teuerungsraten 5 % ungefähr die Schwelle, ab der Aktien negativ reagierten. Davon sind wir hinreichend weit entfernt. Freilich: eine starke Eskalation im Nahen Osten könnte dieses Bild ändern. Zumindest bis zu den Wahlen im November dürfte man seitens der US-Administration aber wenig Interesse an einer solchen Entwicklung haben. Die Situation bei der Ölversorgung ist dennoch eindeutig ein Risikofaktor. Bei Raffinerieprodukten zeigen sich bereits Stresssymptome. Beim Rohöl sieht man diese noch nicht, doch schreibt man die Trends der letzten Monate fort, wird ab November/Dezember kaum noch Öl aus den strategischen Reserven der USA abrufbar sein. Kurzfristig mahnen sowohl Sentiment-Indikatoren als auch die Saisonalität (September als statistisch schlechtester Aktienmonat) zwar etwas zur Vorsicht. Angesichts der insgesamt guten fundamentalen und technischen Verfassung der Aktienmärkte hält uns das aber nicht davon ab, die leichte Aktienübergewichtung vorerst beizubehalten.
100 95 90
1/2026
8/2026 US-Aktien (S&P 500, net total return)
Europ. Aktien (Stoxx 600, net total return) Japanische Aktien (Topix, net total return) Quelle: Bloomberg Finance L.P., Raiffeisen KAG, Stand: 01. September 2026; Die vorliegende Prognose/Einschätzung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung.
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Ausblick – Aktienmärkte regional Regionale Über- und Untergewichtungen Performance Emerging Markets Aktien
Kurzfristig (taktisch):
Wir verändern unsere regionale Gewichtung in einigen Punkten deutlich, setzen aber weiterhin auf eine Outperformance der Schwellenländer. Die Übergewichtung der nordamerikanischen Aktienmärkte wird geschlossen und in eine Untergewichtung gedreht, wobei dies vor allem kanadische Aktien betrifft. Im Gegenzug reduzieren wir auch die bislang bestehenden Untergewichtungen von Europa und Japan/Pazifik auf nahezu neutrale Niveaus. Die Übergewichtung von Schwellenländern bleibt prinzipiell bestehen, wird aber im Ausmaß ungefähr halbiert. In Summe reduzieren wir damit deutlich die Anzahl der Positionen und damit auch etwas das Risiko.
Diese Positionierung würde entsprechend profitieren von einer relativen Outperformance von Schwellenländern vs. entwickelten Märkten, bzw. von einer Underperformance von Value-Aktien gegenüber dem Gesamtmarkt.
130,31 %
250 225 200 175 150
x
Wir halten derzeit weiterhin keine Sektorpositionen (Branchenüber/Untergewichtungen).
275
125 100
-30,20 %
75 50 25
2016
2026
MSCI Emerging Markets TR EUR (l.S.) Relative Performance MSCI EM vs. MSCI World (r.S.) Quelle: Bloomberg Finance L.P., Raiffeisen KAG, Stand: 03. September 2026; Die vorliegende Prognose/Einschätzung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung.
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Taktische Asset Allocation September Die Taktische Asset Allocation steuert ausgewählte marktorientierte Portfolios der Raiffeisen KAG auf kurze bis mittlere Sicht. Die Positionierungen des Fondsmanagements können sich von anderen Kapitalmarktanalysen (z. B. Raiffeisen RESEARCH GmbH) unterscheiden.
Wirtschaft: − Stabile bis leicht bessere Wachstumsdaten - Europa überrascht positiv − Druck auf Anleiherenditen zumal Inflation weiter klar über Zielwert − Notenbanken treten restriktiv auf, Zinsanhebung der EZB gilt als fix
neutrale Gewichtung
Unternehmen: − Starke Q2-Gewinnberichtssaison beendet, deutlich positive Überraschungen − Erhöhte globale Partizipation am Gewinntrend nach Ländern und Sektoren − Ausblick bleibt konstruktiv, überwiegend Positiv-Revisionen der Analysten Stimmung: − Kontraindikatoren im Sentiment-Bereich verweisen auf erhöhtes Risiko − Neue Index-Höchststände bestätigen technisch den positiven Aktientrend − Technische Momentum-Oszillatoren (z. b. RSI) zeigen sich aktuell neutral
maximales Untergewicht
Aktiengewichtung ±0 ggü. Vormonat
maximales Übergewicht
Positionierung: − Globale Aktien +1 Schritt (gegenüber Euro-Staatsanleihen)
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Strategische Asset Allocation Unter der Strategischen Asset Allocation verstehen wir die langfristige Beurteilung der verschiedenen Anlageklassen. Aktien
wenig attraktiv
sehr attraktiv
Modellgetrieben haben wir Anfang Mai unsere Gewichtung in europäischen Aktien leicht reduziert. Im Juli haben wir unsere Position in US-ValueTiteln aufgrund deutlicher Bewertungsanstiege in den letzten Quartalen verkauft. Wir halten Positionen in europäischen Aktien, EmergingMarkets-Aktien und japanischen Aktien. US-Aktien sind aus Bewertungsüberlegungen weiterhin unattraktiv
Staatsanleihen
wenig attraktiv
sehr attraktiv
Ende Jänner haben wir USZinsrisiko leicht reduziert und bei australischen Staatsanleihen aufgestockt. Im Mai haben wir bei UKStaatsanleihen aufgestockt. Im Juli haben wir erstmals japanische Staatsanleihen währungsgesichert in das Portfolio aufgenommen.
Unternehmens& EM-Anleihen
wenig attraktiv
sehr attraktiv
Nach den nochmaligen Spreadeinengungen haben wir Anfang Februar unsere Gewichtungen in diesem Bereich nochmals reduziert. Wir haben EUR-Unternehmensanleihen (IG) deutlich reduziert und Emerging-Market-Hartwährungsanleihen vollkommen aus dem Portfolio verkauft. Neben einer kleinen Position in Unternehmensanleihen (IG) halten wir nun nur mehr französische Staatsanleihen und EM-Währungen.
Reale Assets
wenig attraktiv
sehr attraktiv
Nach einer nochmaligen Preisbeschleunigung haben wir Ende Jänner die Gewichtung in Edelmetallen (Derivate auf einen Rohstoffindex) reduziert. Im März haben wir die starken Preisanstiege bei Energierohstoffen (Derivate auf einen Rohstoffindex) für eine schrittweise Reduktion genutzt. Auch inflationsgeschützte Anleihen haben wir etwas reduziert.
Alle Aussagen beziehen sich auf die SAA der Fonds Raiffeisen-Global-Strategic-Opportunities und Raiffeisen Strategic Allocation Plus. Die vorliegende Prognose/Einschätzung ist kein verlässlicher Indikator für die künftige Entwicklung. Quelle: Raiffeisen KAG, Stand: 04. September 2026 © 2026 Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. Diese Unterlage richtet sich an professionelle Kund:innen sowie Vertriebspar tner bzw. Kundenberater:innen.
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Kennzahlen – Übersicht Marktentwicklung
MSCI World Dow Jones Industrials Nasdaq 100 Euro Stoxx 50 DAX ATX FTSE 100 Nikkei Hang Seng Devisenkurse EUR/USD EUR/JPY EUR/GBP EUR/CHF EUR/RUB EUR/CNY Rohstoffe Gold Silber Kupfer Rohöl (Brent)
31.08.2026 4.968 53.186 29.457 6.420 26.258 6.768 10.824 66.312 25.567
Diff. YTD
Diff. YTD
5 Jahre p. a.
in Lokalwährung %
in Euro %
in Euro %
13,3 11,8 17,1 12,9 7,2 30,9 11,7 32,9 2,0
14,3 13,0 18,4 12,9 7,2 30,9 13,6 31,8 2,4 in % 1,1 -0,9 1,7 -0,9 -6,3 5,1 in Euro % 3,9 -6,1 17,3 45,7
11,6 10,9 14,8 11,6 10,6 18,6 12,8 12,7 3,6 in % 0,3 -6,9 0,0 2,8 -2,8 -0,5 in Euro % 23,6 26,9 12,4 7,7
1,16 185,59 0,86 0,94 99,93 7,81 4.437 67 14.446 90
in USD % 2,7 -7,1 16,0 43,7
x
Aktienindizes
Anleiherenditen
31.08.2026
Diff. YTD
USA Japan Großbritannien Deutschland Österreich Schweiz Italien Frankreich Spanien Geldmarktsätze USA Euroland Großbritannien Schweiz Japan
10J, in % 4,75 2,96 5,06 3,32 3,53 0,44 4,15 4,18 3,78 3M, in % 3,80 2,59 3,89 -0,05 1,56 in %
in BP 58 89 58 47 43 12 60 61 49
3,75 2,40 3,75 0,00 1,00
0,00 25,00 0,00 0,00 25,00
Leitzinssätze d. ZB USA - Fed Eurozone - EZB UK - BOE Schweiz - SNB Japan - BOJ
15 57 -84 -1 94
Quelle: Bloomberg Finance L.P., 31. August 2026,, YTD = Veränderung im Vergleich zum Vorjahresultimo; Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine verlässlichen Rückschlüsse auf die künftige Entwicklung zu. Quelle: MSCI. Sie sind nicht berechtigt, die MSCI-Informationen für andere Zwecke als für den internen Gebrauch zu verwenden, sie zu vervielfältigen oder zu verbreiten oder sie als Grundlage oder Bestandteil von Finanzinstrumenten, Produkten oder Indizes zu verwenden. Die MSCI-Informationen sind keinesfalls als Anlageberatung oder als Empfehlung zu verstehen, irgendeine Art von Anlageentscheidung zu treffen (oder nicht zu treffen) und dürfen nicht als Grundlage für Anlageentscheidungen verwendet werden. Historische Daten und Analysen dürfen nicht als Hinweis auf oder als Garantie für zukünftige Performanceanalysen, Vorhersagen oder Prognosen herangezogen werden. Die MSCI-Informationen werden ohne Mängelgewähr zur Verfügung gestellt, und der Nutzer dieser Informationen übernimmt das gesamte Risiko ihrer Nutzung. MSCI, ihre verbundenen Unternehmen und alle anderen Personen, die an der Zusammenstellung, Berechnung oder Erstellung von MSCI-Informationen beteiligt sind oder damit in Verbindung stehen (zusammen die „MSCI-Parteien“), lehnen ausdrücklich jegliche Gewährleistung (unter anderem jegliche Gewährleistung der Echtheit, Richtigkeit, Vollständigkeit, Aktualität, Nichtverletzung von Rechten Dritter, Marktgängigkeit und Eignung für einen bestimmten Zweck) in Bezug auf diese Informationen ab. Ohne Einschränkung des Vorstehenden haftet eine MSCI-Partei in keinem Fall für direkte, indirekte, besondere oder beiläufige Schäden, für Strafschadenersatz oder für Folgeschäden (unter anderem für entgangenen Gewinn) oder für sonstige Schäden. (www.msci.com)
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