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Červená Voda na starých pohlednicích a fotografiích

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Das Buch „Mährisch Rothwasser auf alten Postkarten und Fotografien“ ist ein Bildführer durch die Geschichte der Gemeinde und ihrer Umgebung. Anhand von mehr als 350 ausgewählten Aufnahmen wird die Entwicklung der Ortschaften, der umliegenden Landschaft sowie des Alltagslebens ihrer Bewohner vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre dokumentiert. Das Buch zeigt Orte, die nach 1945 durch die Vertreibung des Großteils der ursprünglichen Bevölkerung grundlegend verändert wurden und deren einstiges Erscheinungsbild heute nur noch auf alten Postkarten und Fotografien erhalten ist. Die Publikation liefert somit wichtige Einblicke in das kulturelle und historische Gedächtnis der Region.

Červená Voda

ČERVENÁ VODA NA STARÝCH POHLEDNICÍCH A FOTOGRAFIÍCH

Kniha Červená Voda na starých pohlednicích a fotografiích představuje obrazového průvodce historií obce a jejího okolí. Na více než 350 vybraných snímcích se odvíjí podoba obcí, okolní krajiny i každodenní život jejich obyvatel od konce 19. století až do 50. let 20. století. Kniha zachycuje místa, která byla po roce 1945 odsunem většiny původního obyvatelstva hluboce proměněna a jejichž někdejší ráz dnes přetrvává už jen na starých pohlednicích a fotografiích. Publikace tak nabízí důležité svědectví o kulturní a historické paměti regionu.

na starých pohlednicích a fotografiích Mährisch Rothwasser auf alten Postkarten und Fotografien

ISBN 978-80-88527-02-2

9 788088 527022

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Pavel Gebouský

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OBSAH / INHALT ČERVENÁ VODA / MÄHRISCH ROTHWASSER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 KOSTELY / KIRCHEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17 ŠKOLSTVÍ / SCHULWESEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31 HASIČI / FEUERWEHR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39 UDÁLOSTI / EREIGNISSE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49 SUCHÝ VRCH / DÜRRER BERG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69 NEMOCNICE / KRANKENHAUS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75 FOTOATELIÉR JOHANN BARTOSCH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 83 WILHELM LUBICH . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 93 ŽELEZNICE / EISENBAHN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 107 PRŮMYSL / INDUSTRIE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 113 ŠANOV / SCHÖNAU . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 121 KŘÍŽOVÁ HORA / KREUZBERG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 131 MORAVSKÝ KARLOV / MÄHRISCH KARLSDORF . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 137 BÍLÁ VODA / MÄHRISCH WEISSWASSER . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 157 KASÁRNY / KASERNEN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 167 MLÝNICKÝ DVŮR, MLÝNICE / HOFLENZ, LENZDORF . . . . . . . . . . . . . . . . 171 BERGSCHENKE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 181 DOLNÍ ORLICE, HORNÍ ORLICE / NIEDER ERLITZ, OBER ERLITZ . . . . . 187 MARIÁNSKÝ PRAMEN / MARIENQUELLE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 203

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Na přední straně obálky / Auf der Vorderseite Pohled do středu obce na fotografii z počátku 20. století. / Blick in die Ortsmitte auf einer Aufnahme aus dem frühen 20. Jahrhundert. Foto J. Bartosch. Na zadní straně obálky / Auf der Rückseite Červená Voda na fotografii z konce 19. století. / Mährisch Rothwasser auf einem Foto aus dem späten 19. Jahrhundert. Foto A. Bartosch.

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Litografická pohlednice byla odeslána 11. 10. 1897. / Ansichtskarte – Lithographie. Gesendet am 11. Oktober 1897. Verlag Joh. Bartosch, Mähr. Rothwasser.

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Červená Voda / Mährisch Rothwasser

ČERVENÁ VODA První písemná zmínka o obci je datována do roku 1481, tehdy patřila do šilperského panství. Obec v té době nesla název Malé Heroltice. Jméno Červená Voda je poprvé zmiňováno v roce 1576. Ve 20. letech 17. století se novým majitelem celého panství stal Karel z Lichtenštejna (1569–1627), čímž se Červená Voda stala součástí rozsáhlého lichtenštejnského majetku na Moravě. Dalším zlomovým datem v historii byl rok 1848, kdy byl vydán patent o zrušení poddanství, a tím prakticky zanikl vrchnostenský systém správy, což umožnilo vznik samostatných obcí, politických a soudních okresů. K největšímu rozmachu obce dochází v průběhu 19. století, kdy se začíná vzmáhat textilní průmysl, strojová výroba začíná nahrazovat práci domácích tkalců a výroba se soustřeďuje do větších provozů. Dalším impulzem k rozmachu obce bylo zlepšení dopravní obslužnosti zprovozněním železniční trati. To umožnilo nejenom snazší distribuci surovin a výrobků, ale i jednodušší dojíždění za prací. Z původně malé obce se tak stává podhorské městečko s rozvinutým průmyslem. Na přelomu 19. a 20. století je evidováno 8 tkalcoven, 5 přádelen, řada provozů souvisejících s textilní výrobou, ale i podniky na výrobu kartáčnického zboží a také 2 cihelny. Dalším mezníkem v historii Červené Vody byl vznik Československa v roce 1918, kdy se začíná více uplatňovat do té doby upozaděná česká menšina. To však již dějiny nezvratně kráčely k největšímu zásahu do historie obce (ale i celého pohraničí), kdy po skončení 2. světové války dochází k odsunu většiny tehdejšího obyvatelstva; pozdější společenské změny po roce 1948 tento vývoj jen dokonaly. Velká změna pro Červenou Vodu a okolní obce nastala v roce 1960, kdy došlo ke změně správního a územního uspořádání s přičleněním do té doby samostatných obcí k Červené Vodě.

 Barevná litografická pohlednice s celkovým záběrem na obec, nemocnici a poštovní úřad. Odeslána byla 19. 7. 1902. / Farbige Ansichtskarte – Lithografie mit einer Gesamtaufnahme des Ortes, des Krankenhauses und des Postamtes. Gesendet am 19. Juli 1902. Joh. Bartosch, Mähr. Rothwasser.  Litografická pohlednice. Odeslána byla 13. 1. 1899. / Ansichtskarte – Lithographie. Gesendet am 13. Januar 1899. Kunstanstalt Karl Schwidernoch, Wien.  Víceobrázková pohlednice ukazuje mimo jiné i budovu pošty na sklonku 19. století. Odesláno 31. 10. 1898. / Die Mehrbildpostkarte zeigt unter anderem das Postgebäude gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Verschickt am 31. Oktober 1898. Verlag von F. Lukes, Mähr. Rothwasser.

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Červená Voda / Mährisch Rothwasser

MÄHRISCH ROTHWASSER Die erste schriftliche Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1481; damals gehörte sie zur Herrschaft Schildberg. Zu dieser Zeit trug die Gemeinde den Namen Malé Heroltice. Der Name Mährisch Rothwasser wird erstmals im Jahr 1576 erwähnt. In den 20er Jahren des 17. Jahrhunderts wurde Karl Eusebius von Liechtenstein (1569–1627) zum neuen Besitzer des gesamten Herrschaftsgebiets, wodurch Mährisch Rothwasser Teil des ausgedehnten liechtensteinischen Besitzes in Mähren wurde. Ein weiterer Wendepunkt in der Geschichte war das Jahr 1848, als das Patent zur Aufhebung der Leibeigenschaft erlassen wurde und damit die herrschaftliche Organisationsform der Grundherrschaft praktisch abgeschafft wurde, was die Entstehung eigenständiger Gemeinden, politischer und gerichtlicher Bezirke ermöglichte. Den größten Aufschwung erlebte die Gemeinde im Laufe des 19. Jahrhunderts, als die Textilindustrie zu florieren begann, die maschinelle Produktion die Arbeit der Heimweber ablöste und die Produktion sich in größeren Betrieben konzentrierte. Ein weiterer Impuls für den Aufschwung der Gemeinde war die Verbesserung der Verkehrsanbindung durch die Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie. Dies ermöglichte nicht nur einen leichteren Transport von Rohstoffen und Produkten, sondern auch ein einfacheres Pendeln zur Arbeit. So entwickelte sich die ursprünglich kleine Gemeinde zu einer Vorgebirgsstadt mit einer gut entwickelten Industrie. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert sind hier 8 Webereien, 5 Spinnereien, zahlreiche Betriebe der Textilindustrie, aber auch Unternehmen zur Herstellung von Bürstenwaren sowie 2 Ziegeleien tätig. Ein weiterer Wendepunkt in der Geschichte von Mährisch Rothwasser war die Gründung der Tschechoslowakei im Jahr 1918. Die bis dahin in den Hintergrund gedrängte tschechische Minderheit begann, sich stärker zu behaupten. Doch die Geschichte steuert bereits unaufhaltsam auf den größten Umbruch in der Geschichte der Gemeinde (aber auch des gesamten Grenzgebiets) zu, als nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Vertreibung der Mehrheit der damaligen Bevölkerung stattfand. Die späteren gesellschaftlichen Veränderungen nach 1948 vollendeten diese Entwicklung nur noch. Eine große Veränderung für Mährisch Rothwasser und die umliegenden Gemeinden erfolgte im Jahr 1960, als es zu einer Änderung der Verwaltungs-und Gebietsordnung kam und die bis dahin eigenständigen Gemeinden an Mährisch Rothwasser angegliedert wurden.  Fotografie Červené Vody z konce 19. století. Autorkou je pravděpodobně Anna Bartosch. / Fotografie von Mährisch Rothwasser aus dem späten 19. Jahrhundert. Die Autorin ist vermutlich Anna Bartosch.  Pohled na Červenou Vodu od božích muk nad obcí na velmi zdařile kolorované pohlednici, která byla odeslána 19. 6. 1911. / Blick auf Mährisch Rothwasser von dem Bildstock oberhalb des Ortes auf einer sehr schön kolorierten Ansichtskarte, die am 19. Juni 1911 verschickt wurde. Verlag Joh. Bartosch, Mähr. Rothwasser.  Červená Voda ze svahu Křížové hory (735 m n. m.). Pohlednice odeslaná 29. 3. 1916. / Mährisch Rothwasser vom Hang des Kreuzberges (735 m ü. M.). Ansichtskarte, verschickt am 29. März 1916. Joh. Bartosch, Mähr. Rothwasser, 1914.

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Červená Voda / Mährisch Rothwasser  Pohled přes Červenou Vodu k Suchému vrchu, vpředu svatostánek starokatolické církve. Odesláno 9. 8. 1938. / Blick über Mährisch Rothwasser zum Dürren Berg, im Vordergrund das Gotteshaus der altkatholischen Kirche. Gesendet am 9. August 1938. Joh. Bartosch, Mähr. Rothwasser 1931/35.  Pohled k Červené Vodě od severozápadu. Pohlednice odeslaná 9. 10. 1904. / Blick nach Mährisch Rothwasser aus nordwestlicher Richtung. Ansichtskarte, verschickt am 9. Oktober 1904.  Červená Voda od jihu, na horizontu Králický Sněžník. Pohlednice odeslaná 10. 5. 1914. / Mährisch Rothwasser von Süden, am Horizont der Glatzer Schneeberg. Ansichtskarte, verschickt am 10. Mai 1914. Joh. Bartosch, Mähr. Rothwasser.  Střed obce, v pozadí Křížová hora s kostelíkem, vpravo tkalcovna Effenberger (čp. 171). Pohlednice odeslaná ve 20. letech. / Ortsmitte, im Hintergrund der Kreuzberg mit dem Kirchlein, rechts die Weberei Effenberger (Hausnr. 171). Ansichtskarte in den 1920er Jahren aufgegeben.

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Červená Voda / Mährisch Rothwasser

ČERVENÁ VODA První písemná zmínka o obci je datována do roku 1481, tehdy patřila do šilperského panství. Obec v té době nesla název Malé Heroltice. Jméno Červená Voda je poprvé zmiňováno v roce 1576. Ve 20. letech 17. století se novým majitelem celého panství stal Karel z Lichtenštejna (1569–1627), čímž se Červená Voda stala součástí rozsáhlého lichtenštejnského majetku na Moravě. Dalším zlomovým datem v historii byl rok 1848, kdy byl vydán patent o zrušení poddanství, a tím prakticky zanikl vrchnostenský systém správy, což umožnilo vznik samostatných obcí, politických a soudních okresů. K největšímu rozmachu obce dochází v průběhu 19. století, kdy se začíná vzmáhat textilní průmysl, strojová výroba začíná nahrazovat práci domácích tkalců a výroba se soustřeďuje do větších provozů. Dalším impulzem k rozmachu obce bylo zlepšení dopravní obslužnosti zprovozněním železniční trati. To umožnilo nejenom snazší distribuci surovin a výrobků, ale i jednodušší dojíždění za prací. Z původně malé obce se tak stává podhorské městečko s rozvinutým průmyslem. Na přelomu 19. a 20. století je evidováno 8 tkalcoven, 5 přádelen, řada provozů souvisejících s textilní výrobou, ale i podniky na výrobu kartáčnického zboží a také 2 cihelny. Dalším mezníkem v historii Červené Vody byl vznik Československa v roce 1918, kdy se začíná více uplatňovat do té doby upozaděná česká menšina. To však již dějiny nezvratně kráčely k největšímu zásahu do historie obce (ale i celého pohraničí), kdy po skončení 2. světové války dochází k odsunu většiny tehdejšího obyvatelstva; pozdější společenské změny po roce 1948 tento vývoj jen dokonaly. Velká změna pro Červenou Vodu a okolní obce nastala v roce 1960, kdy došlo ke změně správního a územního uspořádání s přičleněním do té doby samostatných obcí k Červené Vodě.

 Barevná litografická pohlednice s celkovým záběrem na obec, nemocnici a poštovní úřad. Odeslána byla 19. 7. 1902. / Farbige Ansichtskarte – Lithografie mit einer Gesamtaufnahme des Ortes, des Krankenhauses und des Postamtes. Gesendet am 19. Juli 1902. Joh. Bartosch, Mähr. Rothwasser.  Litografická pohlednice. Odeslána byla 13. 1. 1899. / Ansichtskarte – Lithographie. Gesendet am 13. Januar 1899. Kunstanstalt Karl Schwidernoch, Wien.  Víceobrázková pohlednice ukazuje mimo jiné i budovu pošty na sklonku 19. století. Odesláno 31. 10. 1898. / Die Mehrbildpostkarte zeigt unter anderem das Postgebäude gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Verschickt am 31. Oktober 1898. Verlag von F. Lukes, Mähr. Rothwasser.

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Červená Voda / Mährisch Rothwasser

MÄHRISCH ROTHWASSER Die erste schriftliche Erwähnung der Gemeinde stammt aus dem Jahr 1481; damals gehörte sie zur Herrschaft Schildberg. Zu dieser Zeit trug die Gemeinde den Namen Malé Heroltice. Der Name Mährisch Rothwasser wird erstmals im Jahr 1576 erwähnt. In den 20er Jahren des 17. Jahrhunderts wurde Karl Eusebius von Liechtenstein (1569–1627) zum neuen Besitzer des gesamten Herrschaftsgebiets, wodurch Mährisch Rothwasser Teil des ausgedehnten liechtensteinischen Besitzes in Mähren wurde. Ein weiterer Wendepunkt in der Geschichte war das Jahr 1848, als das Patent zur Aufhebung der Leibeigenschaft erlassen wurde und damit die herrschaftliche Organisationsform der Grundherrschaft praktisch abgeschafft wurde, was die Entstehung eigenständiger Gemeinden, politischer und gerichtlicher Bezirke ermöglichte. Den größten Aufschwung erlebte die Gemeinde im Laufe des 19. Jahrhunderts, als die Textilindustrie zu florieren begann, die maschinelle Produktion die Arbeit der Heimweber ablöste und die Produktion sich in größeren Betrieben konzentrierte. Ein weiterer Impuls für den Aufschwung der Gemeinde war die Verbesserung der Verkehrsanbindung durch die Inbetriebnahme der Eisenbahnlinie. Dies ermöglichte nicht nur einen leichteren Transport von Rohstoffen und Produkten, sondern auch ein einfacheres Pendeln zur Arbeit. So entwickelte sich die ursprünglich kleine Gemeinde zu einer Vorgebirgsstadt mit einer gut entwickelten Industrie. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert sind hier 8 Webereien, 5 Spinnereien, zahlreiche Betriebe der Textilindustrie, aber auch Unternehmen zur Herstellung von Bürstenwaren sowie 2 Ziegeleien tätig. Ein weiterer Wendepunkt in der Geschichte von Mährisch Rothwasser war die Gründung der Tschechoslowakei im Jahr 1918. Die bis dahin in den Hintergrund gedrängte tschechische Minderheit begann, sich stärker zu behaupten. Doch die Geschichte steuert bereits unaufhaltsam auf den größten Umbruch in der Geschichte der Gemeinde (aber auch des gesamten Grenzgebiets) zu, als nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs die Vertreibung der Mehrheit der damaligen Bevölkerung stattfand. Die späteren gesellschaftlichen Veränderungen nach 1948 vollendeten diese Entwicklung nur noch. Eine große Veränderung für Mährisch Rothwasser und die umliegenden Gemeinden erfolgte im Jahr 1960, als es zu einer Änderung der Verwaltungs-und Gebietsordnung kam und die bis dahin eigenständigen Gemeinden an Mährisch Rothwasser angegliedert wurden.  Fotografie Červené Vody z konce 19. století. Autorkou je pravděpodobně Anna Bartosch. / Fotografie von Mährisch Rothwasser aus dem späten 19. Jahrhundert. Die Autorin ist vermutlich Anna Bartosch.  Pohled na Červenou Vodu od božích muk nad obcí na velmi zdařile kolorované pohlednici, která byla odeslána 19. 6. 1911. / Blick auf Mährisch Rothwasser von dem Bildstock oberhalb des Ortes auf einer sehr schön kolorierten Ansichtskarte, die am 19. Juni 1911 verschickt wurde. Verlag Joh. Bartosch, Mähr. Rothwasser.  Červená Voda ze svahu Křížové hory (735 m n. m.). Pohlednice odeslaná 29. 3. 1916. / Mährisch Rothwasser vom Hang des Kreuzberges (735 m ü. M.). Ansichtskarte, verschickt am 29. März 1916. Joh. Bartosch, Mähr. Rothwasser, 1914.

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Červená Voda / Mährisch Rothwasser  Pohled přes Červenou Vodu k Suchému vrchu, vpředu svatostánek starokatolické církve. Odesláno 9. 8. 1938. / Blick über Mährisch Rothwasser zum Dürren Berg, im Vordergrund das Gotteshaus der altkatholischen Kirche. Gesendet am 9. August 1938. Joh. Bartosch, Mähr. Rothwasser 1931/35.  Pohled k Červené Vodě od severozápadu. Pohlednice odeslaná 9. 10. 1904. / Blick nach Mährisch Rothwasser aus nordwestlicher Richtung. Ansichtskarte, verschickt am 9. Oktober 1904.  Červená Voda od jihu, na horizontu Králický Sněžník. Pohlednice odeslaná 10. 5. 1914. / Mährisch Rothwasser von Süden, am Horizont der Glatzer Schneeberg. Ansichtskarte, verschickt am 10. Mai 1914. Joh. Bartosch, Mähr. Rothwasser.  Střed obce, v pozadí Křížová hora s kostelíkem, vpravo tkalcovna Effenberger (čp. 171). Pohlednice odeslaná ve 20. letech. / Ortsmitte, im Hintergrund der Kreuzberg mit dem Kirchlein, rechts die Weberei Effenberger (Hausnr. 171). Ansichtskarte in den 1920er Jahren aufgegeben.

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