

MODERNE KUNST
Auktion 181 C
25. März 2026
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MODERNE KUNST
Auktion 181 C
MittwoCh, 25. März 2026, 18 uhr
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Donnerstag 19.03. 10 - 18 Uhr
Freitag 20.03. 10 - 18 Uhr
Samstag 21.03. 13 - 17 Uhr
Sonntag 22.03. 13 - 17 Uhr
Montag 23.03. 10 - 18 Uhr
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VORBERICHT
Am 25. März 2026 eröffnen wir mit unserem ersten Auktionsblock des Jahres die Saison und präsentieren ein facettenreiches Angebot von Kunst um 1900 bis hin zu modernen und zeitgenössischen Positionen.
Bronzen, Gemälde, Zeichnungen und Graphiken vereinen sich zu einem abwechslungsreichen Spektrum, das sowohl Qualität als auch stilistische Vielfalt bietet. Einen besonderen Akzent setzt dabei ein eindrucksvolles Werk der Jahrhundertwende:
Mit dem großformatigen Damenportrait (Schätzpreis € 60.000 - 80.000) ist ein museal wirkendes Gemälde von Leo Putz vertreten. Die stehende junge Frau im knöchellangen, dunkelgrünen Kleid erscheint in ruhiger, gefasster Haltung und bestimmt mit klarer Präsenz den Bildraum. Das 1908 entstandene Gemälde fällt in eine Phase, in der sich Leo Putz vom dekorativen Jugendstil zu einer freieren, malerisch gelockerten Auffassung entwickelte. Als Mitglied der Münchner Secession verband er elegante Linienführung mit einer zunehmend flächigen, modernen Bildgestaltung. Das Portrait steht exemplarisch für sein wiederkehrendes Interesse an der zeitgenössischen Frau als selbstbewusstem Bildmotiv. Die ausgeprägte Vertikalität des Formats und die klar gegen den hellen Hintergrund gesetzte Silhouette verleihen dem Gemälde eine besondere Prägnanz. Der Verwendung des breiten Pinselstrichs bleibt Putz bis in die 1920er Jahre treu.
Dem repräsentativen Frauenbild der Jahrhundertwende wird mit der 'Tanzenden Alten' (Schätzpreis € 20.000 - 30.000) von Ernst Barlach eine expressionistische Skulptur der frühen Moderne gegenübergestellt. Ernst Barlach fand einen entscheidenden Impuls für sein plastisches Werk in seiner Russlandreise von 1906. Die schlichte, blockhafte Körperlichkeit bäuerlicher Figuren sowie Einflüsse der Volkskunst führten ihn zu einer konzentrierten Formensprache, die auf das Wesentliche des Menschseins gerichtet ist. Die Skulptur weist eine
geschlossene Provenienz auf, stammt aus dem Besitz Friedrich Schults, dem engen Vertrauten und Werkverzeichnis-Autor Barlachs, später war die Skulptur in süddeutschem Privatbesitz.
Im weiteren Verlauf der Auktion spannt sich der Bogen chronologisch durch das 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart.
Zeitlich anschließend ist mit der 'Pfälzer Landschaft' (Schätzpreis € 5.000 - 10.000) von Max Slevogt ein Werk des deutschen Impressionismus vertreten. Mit lockerem, lichtdurchwirktem Farbauftrag hält Slevogt die Atmosphäre der südpfälzischen Landschaft fest und zeigt jene freie Malweise, die sein Spätwerk kennzeichnet.
Mit den 1960er-Jahren rückt die experimentelle Nachkriegsmoderne in den Fokus. Die Feuergouache von Otto Piene (Schätzpreis € 10.00014.000) steht exemplarisch für das Interesse an Licht, Energie und prozesshafter Bildentstehung.
In reduzierter, klarer Formensprache zeigt sich zudem eine Arbeit von Julius Bissier aus dem Jahr 1961 (Schätzpreis € 8.000 - 12.000). Die zurückhaltende Abstraktion lebt von wenigen, präzise gesetzten Formen und einer fein abgestimmten Farbigkeit.
Einen markanten Akzent der 1980er-Jahre setzt die geometrisch konzipierte Wandskulptur 'Progetto 323' (Schätzpreis € 4.000 - 5.000) von Marcello Morandini, in der Linie, Rhythmus und optische Bewegung in strengem Schwarz-Weiß miteinander korrespondieren.
Weitere Werke in unserer Offerte aus verschiedenen Gattungen stammen von Franz von Stuck, Pablo Picasso, Fritz Köthe, Frank Stella, Cy Twombly und vielen mehr.
Ein entscheidender Impuls für Barlachs Bronzeskulpturen war seine Reise nach Russland im Jahr 1906. Die schlichte Körperlichkeit bäuerlicher Figuren sowie die russische Volkskunst stärkten sein Interesse an den existenziellen Grundzuständen des Menschen, die er in seinen Werken interpretierte.
Ernst Barlach (1870 Wedel - 1938 Rostock) Skulptur 'Tanzende Alte' ('Tanzendes Weib'), 1920 (Entwurf), posthumer Guss nach 1951
Bronze, dunkelbraun patiniert. H. 48,8 x 26,7 x 19,5 cm. Auf der Plinthe signiert: E. Barlach (geritzt), seitlich Gießerstempel: H. NOACK BERLIN. Unnummeriertes Exemplar aus einer Edition von insgesamt 12 unnummerierten Exemplaren (1 Exemplar aus unbekanntem Gussjahr, 11 weitere Exemplare aus den Gussjahren seit 1951).
Provenienz:
Friedrich Schult (Freund, Nachlassbetreuer und Verfasser des ersten Werkverzeichnisses Barlachs); wohl Ende der 1950er Jahre von Prof. Hans Harmsen, Hamburg, direkt von Schult erworben und in den Besitz des Sohnes Hans-Christoph Harmsen übergeben worden; 1984 erfolgte der Verkauf durch die Familie Harmsen an einen süddeutschen Privatsammler; seither durch Erbfolge in Familienbesitz.
WVZ Laur II, Nr. 291, S. 161. WVZ Schult I, Nr. 224, S. 134. Beloubek-Hammer 1996, S. 11.
€ 20.000 - 30.000



720
Franz von Stuck (1863 Tettenweis - 1928 Tetschen)
Skulptur 'Reitende Amazone', 1897/98 (Guss 1903)
Bronze, schwarz patiniert. H. 36,0 cm (mit Sockel 65,0 cm). Vorne mittig am Sockel bezeichnet: FRANZ STVCK (geprägt), hinten auf der oberen Profilkante Gießerstempel: GUSS C. LEYRER MÜNCHEN.
Speer an der Hand restauriert, Gussfehler am Sockel neben dem rechten Vorderhuf.
Provenienz:
Süddeutscher Privatbesitz.
U.a. Ausst.-Kat. Franz von Stuck, Slg. der Villa Stuck, München, 1982, S. 184, Nr. 135;
Ausst.-Kat. Kleinplastik und figürliches Kunsthandwerk aus den Beständen des Münchner Stadtmuseum, München 1974, Kat.-Nr. 114, S. 80;
Ausst.-Kat. „Die Kraft des Mannes und die weiche Schmiegsamkeit des Weibes“. Franz von Stuck: Das plastische Werk, 23. und 24. Jahresausstellung Franz von Stuck Geburtshaus Tettenweis 2013, Kat. Nr. 55, S. 169.
€ 30.000 - 45.000
Die Figur der Amazone, Sinnbild eines kriegerischen Frauenideals aus der antiken Mythologie, nimmt im Œuvre Franz von Stucks eine herausragende Stellung ein. Erstmals begegnet sie uns 1897, in einer Phase, in der sich der Künstler intensiv mit den Entwürfen für seine eigene Villa beschäftigte. Der unbekleidete Körper der Amazone, die ohne Sattel reitet, erscheint bis an die Grenze gespannt und zugleich von fließender Beweglichkeit geprägt. Die jugendliche Reiterin ist mit stark zurückgelehntem Oberkörper auf einen nicht sichtbaren Gegner ausgerichtet und befindet sich in einem Spannungsgefüge aus Aktion und Gegenaktion, das durch ein Geflecht aus Linien, Diagonalen und formalen Entsprechungen verstärkt wird.
Zur klar gefassten, strengen Umrisslinie tritt die glatte, kompakte Durchbildung des Körpers, zur Bewegung die konzentrierte Ausdruckskraft der Gesten. In der formalen Ausarbeitung strebt Stuck nach einem ausgewogenen Gleichgewicht und präsentiert dem Betrachter eine bevorzugte Ansicht, in der sich der ornamentale Rhythmus von Reiterin und Pferd besonders wirkungsvoll entfaltet. Mit dieser Skulptur formuliert er eine Münchner, neoklassizistisch geprägte Ausprägung des Jugendstils. Die später nach diesem Modell im Auftrag des Kölner Kunstvereins geschaffene lebensgroße Version – zugleich seine erste monumentale Plastik – wurde im Jahr 1913 aufgestellt.
Heute existieren noch drei solcher Großplastiken der Amazone, von der Kleinplastik sind mindestens 20 Exemplare dokumentiert.



722
Leo Putz (1869 Meran - 1940 ebenda)
Damenportrait, 1908
Öl auf Leinwand. 208,0 x 105,0 cm (Leinwand), 219,5 x 117,0 cm (Rahmen). Unten rechts signiert: Leo Putz und datiert: 1908 (Öl), verso auf einem Klebeetikett bezeichnet: Damenportrait Leo Putz (Tinte) sowie auf einem Klebeetikett typographisch bezeichnet: Kunstpalast Düsseldorf 2788. Gerahmt.
Gerahmt beschrieben.
Provenienz:
1974 bei Ruth Stein: Leo Putz, Wien 1974, Kat.-Nr. 223, S. 134 als im Privatbesitz beschrieben; 1994 erworben in der Galerie Reith, München; seither in Privatbesitz.
Ausstellung:
Leo Putz. 1869-1940. Ausstellung in der Galerie Reith, München von 8. November bis 28. Dezember 1989.
Ruth Stein: Leo Putz, Wien 1974, Kat.-Nr. 223, S. 134; Kat. Ausst. Leo Putz. 1869-1940, Galerie Reith, München, 8. November bis 28. Dezember 1989, S. 46 Abb. 27; Helmut Putz: Leo Putz, 1869-1940. Werkverzeichnis in zwei Bänden, Wolnzach 1994, Band II, Kat.-Nr. 1842, S. 839 (mit Abb.).
€ 60.000 - 80.000
Das 1908 datierte Damenportrait gehört zu den markanten Figurenbildern im Werk von Leo Putz. Das außergewöhnliche Hochformat verstärkt die aufrechte, geschlossene Erscheinung der Dargestellten. Die junge Frau steht frontal im Bildraum, ruhig und präsent.
Auffällig ist die malerische Behandlung der Oberfläche. Putz arbeitet mit breitem, sichtbarem Pinselduktus, die Form wird durch farbige Setzungen definiert. Das dunkle Grün des Kleides kontrastiert mit dem hellen Hintergrund und schafft eine klare Gliederung der Bildfläche. Licht und Schatten sind nicht naturalistisch ausgearbeitet, sondern dienen der strukturellen Festigung der Figur. Dadurch entsteht eine spannungsvolle Balance zwischen Fläche und Körper.
Um 1908 hatte sich Putz bereits deutlich von dekorativen Jugendstilelementen gelöst. Seine Figurenbilder dieser Jahre zeigen ein wachsendes Interesse an Präsenz, Haltung und moderner Erscheinung. Das vorliegende Portrait steht für diese Entwicklung: Es verbindet repräsentative Größe mit einer reduzierten, zeitgemäßen Auffassung der Figur und verdeutlicht Putz’ eigenständige Position innerhalb der Münchner Malerei zu Beginn des 20. Jahrhunderts.


724
Max Slevogt (1868 Landshut - 1932 Leinsweiler)
Pfälzer Landschaft, circa 1915
Öl auf Leinwand. 36,5 x 50,0 cm (Leinwand), 55,0 x 67,5 cm (Rahmen). Unten rechts signiert: M. Slevogt (Öl). Gerahmt. Gerahmt beschrieben.
€ 5.000 - 10.000
735
Pablo Picasso (1881 Malaga - 1973 Mougins) Krug 'Femme du Barbu', 1953
Fayence, geritzt, glasiert in Weiß, Dunkelbraun und Grün. H. 37,6 cm. Am Boden bezeichnet: Edition Picasso (gemalt) sowie gestempelt: EDITION PICASSO / MADOURA PLEIN FEU. Entwurf: 10. Juli 1953, ein Exemplar aus einer Edition von 500 Exemplaren.
Provenienz: Französische Privatsammlung.
WVZ A.R., Nr. 193.
€ 20.000 - 30.000


736
Pablo Picasso
Fliese 'Neptune clair', 1968/69
Terrakotta Fliese, teilweise glasiert. 21,7 x 21,7 cm (Fliese), 51,0 x 51,0 cm (Rahmen). Verso bezeichnet und nummeriert: J 123 / 49/100 / MADOURA (schwarze Glasur) sowie mit Stempeln: MADOURA PLEIN FEU; EMPREINTE ORIGINALE DE PICASSO. Exemplar 49 von 100 Exemplaren; 1968 (Entwurf), 1969 (Ausführung).
WVZ A. R., Nr. 578.
€ 6.000 - 9.000
740

Julius Bissier (1893 Freiburg i. Breisgau - 1965 Ascona)
Ohne Titel (11.8.61), 1961
Eiöltempera auf Leinen. 14,2 x 22,5 cm (Leinen), 49,5 x 59,5 cm (Rahmen). Neben der Darstellung links datiert: 11.8.(19)61 und signiert: Julius Bissier (Tempera), verso handschriftlich bez.: 5.1.61 STOCK NO4294 (Bleistift) und weitere unleserliche Bezeichnung.
Unter Glas im Passepartout gerahmt.
Provenienz:
Wohl Ende der 1970er Jahre erworben in der Galerie + Edition A (Roland Angst), München; anschließend süddeutsche Privatsammlung.
€ 8.000 - 12.000
749
Marcello Morandini (1940 Mantua - lebt und arbeitet in Varese) Wandskulptur 'Progetto 323', 1988
Holz, schwarz und weiß lackiert. H. 50,0 x 50,0 x 10,0 cm. Verso auf dem Werk sowie auf einem Klebeetikett dreifach signiert: M. Morandini, bezeichnet und nummeriert: 2-3. In originaler Holzkiste.
Provenienz:
Nach der Ausstellung:
Marcello Morandini: Art, Design. Die Neue Sammlung, München Juni-September 1993, dort erworben; anschließend Privatbesitz.
Marco Meneguzzo: Marcello Morandini. Catalogo ragionato, Mailand 2019, S. 233, Nr. 917 (dort als Unikat beschrieben).
€ 4.000 - 5.000


761
Cy Twombly (1928 Lexington, VA - 2011 Rom)
'Painting Detail and “By the Ionian Sea” Sculpture', 1992 Farbiger Dryprint auf Karton. 43,1 x 27,9 cm (Blatt), 61,0 x 46,0 cm (Rahmen). Unten links monogrammiert: CT, unten rechts nummeriert: 3/6 (Bleistift) sowie ein Trockenstempel: CT. Exemplar 3 von 6 Exemplaren. Unter Glas im Passepartout gerahmt. Gerahmt beschrieben.
Provenienz: 2009 erworben bei Schirmer/Mosel Showroom, München (Rechnungskopie anbei); anschließend süddeutsche Privatsammlung.
Vgl. Sammlungsbestand des Museums Brandhorst, München.
€ 6.000 - 9.000

769
Bernard Aubertin (1934 Fontenay-aux-Roses - 2015 Reutlingen) 'Monocromo rosso', 1959
Öl auf Holz. 64,2 x 51,8 cm. Verso signiert: AUBERTIN und datiert: 1959 (Öl). Unikat.
Provenienz:
Archivio Opere Bernard Aubertin, Archivnummer: MLR95 – 1000447423. Mit einem Zertifikat des Archivio Opere Bernard Aubertin.
€ 7.000 - 10.000
Otto Piene (1928 Bad Laasphe - 2014 Berlin)
Ohne Titel (Feuergouache), 1965
Gouache, Feuer, Ruß auf Karton. 68,0 x 95,4 cm (Karton), 69,0 x 96,8 cm (Rahmen). Unten rechts signiert: O. Piene und datiert: (19)65 (Bleistift). Unter Glas gerahmt.
Provenienz:
Laut mündlichen Angaben 1977 in der Galerie Heseler, München erworben; anschließend süddeutsche Privatsammlung.
€ 10.000 - 14.000
Otto Piene war Mitbegründer der avantgardistischen Künstlergruppe ZERO. Er gilt als eine der zentralen Figuren der Nachkriegskunst sowie als Pionier der Licht-, Feuer- und Luftkunst. Otto Pienes Farbgouachen markieren einen entscheidenden Schritt in seinem Bemühen, Farbe, Feuer und Rauch zu einem eigenständigen Bildraum zu verschmelzen. Ausgangspunkt dieser Arbeiten ist sein Interesse an elementaren Naturkräften, die er nicht nur darstellt, sondern als Gestaltungsmittel aktiv in den Entstehungsprozess integriert. Sie stehen zugleich in enger Verbindung zu seinem übrigen Werk und zur ZERO-Idee einer 'entmaterialisierten' Kunst, in der Licht, Bewegung und Atmosphäre eine zentrale Rolle spielen.


781
Rupprecht Geiger (1908 München - 2009 ebenda)
Portfolio 'Modulation', 1969
10 Bll. Farbserigraphie auf leichtem Karton. Je 48 x 32,2 cm. Je verso unten links nummeriert: 42/150 und rechts signiert: Geiger (Bleistift) sowie auf dem Vorsatzblatt der Mappe nummeriert: 42/150. Ausgabe A, hrsg. von Fred Jahn in der edition x des Verlags Gernot v. Pape, München.
€ 4.500 - 6.000
809
Jan Tarasin (1926 Kalisz - 2009 Warschau)
Ohne Titel, 1988
Gouache, Pastell auf Papier. 40,0 x 50,0 cm (Blatt), 80,0 x 100,0 cm (Rahmen). Unten rechts signiert:
Jan Tarasin und datiert: (19)88 (Bleistift). Unter Glas gerahmt.
Gerahmt beschrieben.
Provenienz:
Wohl in den 1990er Jahren über die Galerie Irene Sagan, Essen-Rüttenscheid, von Lida Bräter erworben; seither im Familienbesitz.
€ 4.500 - 6.000


797
Victor Vasarely (1908 Pécs - 1997 Paris)
Schachspiel 'Das Vasarely Schach', 1979
Schachspiel mit Brett aus 26farbiger Serigraphie verso auf Plexiglasplatte gedruckt, 32 Figuren aus Kunstharz gegossen. 71,5 x 71,5 cm (Brett). An der Ecke der Plexiglasplatte signiert: Vasarely und nummeriert: 104/1500 (schwarzer Faserstift). Exemplar 104 von 1500 Exemplaren. Edition THE HILLIARD COLLECTION, München.
Dabei: Acrylgestell, H. 40,5 x 50,0 x 50,0 cm.
WVZ Benavides, Nr. 1967.
€ 3.000 - 4.000

814
Stoyan Tsanev (1946 Burgas - 2019 ebenda) Abstrakte Komposition, 1998
Öl auf Leinwand. 65,0 x 46,0 cm (Leinwand), 70,0 x 51,0 cm (Rahmen). Unten links signiert: Stoyan Tsanev und datiert: 1998, unten rechts bezeichnet: 5. IX. (schwarzer Fineliner).
Gerahmt.
Gerahmt beschrieben.
€ 4.000 - 6.000
815
Stoyan Tsanev Abstrakte Komposition, 1998
Öl auf Leinwand. 50,0 x 73,0 cm (Leinwand). 54,5 x 77,5 cm (Rahmen). Unten links datiert: 30.03.1998, unten rechts signiert: Stoyan Tsanev (Öl). Gerahmt. Gerahmt beschrieben.
€ 4.000 - 6.000

In den 1960er-Jahren entwickelte Fritz Köthe, gefördert durch Carl Laszlo, hyperrealistische Collagen aus Werbebildern, Erotik und Technikmotiven, die er zu präzise komponierten, surreal anmutenden Bildwelten verdichtete. Seine Arbeiten sind eine ironisch-kritische Auseinandersetzung mit der Konsumgesellschaft und dem technologischen Fortschrittsglauben der Zeit.
Mit den Werken STP (1968) und Syntric (1968) erreichte Köthes Schaffen einen Höhepunkt. Erste Erfolge erzielte er bereits 1964 in der Galerie Pels-Leusden, 1968 folgte die Aufnahme in die Neue Gesellschaft für Bildende Kunst – ein wichtiger Schritt seiner institutionellen Anerkennung.
Die Arbeiten dokumentieren eine zentrale Phase seines künstlerischen Schaffens und seine kritische Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Bildwelten.
838
Fritz Köthe (1916 Berlin - 2005 ebenda) 'Syntric', 1965 Öl auf Leinwand. 91,0 x 70,0 cm (Leinwand), 92,0 x 71,5 cm (Rahmen). Unten links monogrammiert: FK und datiert: 1965 (Öl), verso signiert, monogrammiert, datiert, betitelt und bezeichnet: Fritz Köthe Berlin „SYNTRIC“ FK 1965 (schwarzer Faserstift) sowie auf einem Klebeetikett der Galerie Springer Berlin typographisch bezeichnet. Gerahmt. Gerahmt beschrieben.

Provenienz: Galerie Springer, Berlin; Privatsammlung Baden-Württemberg; Ketterer Kunst Auktion 429 (Kunst Nach 1945 - Zeitgenössische KunstTeil II) am 04.12.2015, Los 470; Privatsammlung Budapest.
Günter Zwerina: Fritz Köthe. Werkverzeichnis. Ölarbeiten 1929 - 2000. Band 1, München 2025, Nr. 13_1965_Oel.
€ 10.000 - 15.000

839
Fritz Köthe 'STP', 1968
Öl auf Leinwand. 100,0 x 75,2 cm (Leinwand), 101,3 x 76,4 cm (Rahmen). Unten rechts monogrammiert: FK und datiert: 1968 (Öl), verso signiert, betitelt und datiert: Fritz Köthe „STP“ 1968 (schwarzer Faserstift). Gerahmt. Gerahmt beschrieben.
Provenienz: Privatsammlung Baden-Württemberg (direkt vom Künstler erworben); Ketterer Kunst Auktion 429 (Kunst Nach 1945 - Zeitgenössische Kunst - Teil II) am 04.12.2015, Los 468; Privatsammlung Budapest.
Günter Zwerina: Fritz Köthe. Werkverzeichnis. Ölarbeiten 1929 - 2000. Band 1, München 2025, Nr. 22_1968_Oel.
€ 10.000 - 15.000

844
Frank Stella (1936 Malden, MA - lebt und arbeitet in New York) 'Moby Dick' aus 'The Waves Series', 1989
Mischtechnik (Farbserigraphie, Lithographie und Linolschnitt mit Handkolorierung, Marmorierung und Collage) auf T.H. Saunders- und Somerset-Papier. 168,0 x 138,0 cm (Blatt), 184,0 x 151,5 cm (Rahmen). Unten rechts in der Darstellung nummeriert: 25/60, signiert: F. Stella und datiert: (19)89 (Bleistift). Exemplar 25 von 60 Exemplaren, hrsg. von Waddington Graphics, London, gedruckt von Trestle Editions, New York, und Brand X, New York. Unter Glas gerahmt. Gerahmt beschrieben.
WVZ Axsom, Nr. 194.
€ 10.000 - 14.000

849
Frank Stella 'Nemrik' aus 'The Near East Series', 1999 Mischtechnik (Farbserigraphie, Relief, Radierung, Lithographie und Schablonendruck) auf TGL-Büttenpapier. 111,0 x 82,0 cm (Blatt), 124,5 x 94,0 cm (Rahmen). Unten links nummeriert: 2/60, signiert: F. Stella und datiert: (19)99 (Bleistift). Exemplar 2 von 60 Exemplaren. Unter Glas gerahmt. Gerahmt beschrieben.
WVZ Axsom, Nr. 258.
€ 4.000 - 5.000
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