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Geschäftsbericht 2025 Neu

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Geschäftsbericht 2025

klug anlegen. besser leben.

klug anlegen. besser leben.

2Q Jahre Quirin Privatbank

2006 bis 2026

2Q Jahre Finanz-faire Qultur

Klug anlegen. Gestern.

Heute. Morgen.

Sehr

geehrte Aktionärinnen

und Aktionäre, liebe Kundinnen und Kunden, liebe Mitarbeitende, Partner und Freunde der Quirin Privatbank,

20 Jahre Quirin Privatbank – das sind zwei Jahrzehnte voller Mut, Innovation und gelebter Unabhängigkeit. Was einst als kleine Revolution in der deutschen Bankenlandschaft begann, ist heute eine feste Größe: eine Bank, die den Menschen in den Mittelpunkt stellt und mit Überzeugung neue Wege geht. Dieses Jubiläum ist für uns Anlass, stolz zurückzublicken – und voller Tatendrang nach vorn zu schauen.

Gemeinsam Geschichte geschrieben

Vor 20 Jahren sind Johannes Eismann und ich mit einer Mission gestartet, die dem Markt weit voraus war: Wir wollten eine Bank schaffen, die unabhängig von Provisionen berät und ausschließlich im Interesse ihrer Kundinnen und Kunden handelt. Aus einer damals belächelten Pionieridee ist ein etabliertes, wachstumsstarkes und krisenfestes Geschäftsmodell geworden. Unser Erfolg ist das Ergebnis gemeinsamer Anstrengungen – von engagierten Mitarbeitenden, loyalen Kundinnen und Kunden sowie starken Partnern. Ihr Vertrauen, Ihre Begeisterung und auch Ihr kritisches Feedback haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind.

Zwei Säulen, ein gemeinsames Ziel

Die Quirin Privatbank steht heute auf zwei starken Säulen: dem Privatkundengeschäft und dem Kapitalmarktgeschäft. Gerade in den Gründungsjahren war das Kapitalmarktgeschäft ein wichtiger Stabilitätsanker. Es hat wesentlich dazu beigetragen, den Aufbau unseres einzigartigen, provisionsfreien Beratungsmodells im Privatkundengeschäft zu ermöglichen und zu finanzieren. Auch heute leistet das Kapitalmarktgeschäft einen bedeutenden Beitrag. In einem von Unsicherheit geprägten Umfeld mit schwacher Entwicklung bei Mid und Small Caps und erschwerten Kapitalmarkttransaktionen hat sich insbesondere unser weniger vom Marktumfeld abhängiger Kapitalmarktservice bewährt.

Unabhängigkeit als Erfolgsgeschichte –für und mit unseren Kunden

Wir haben unser betreutes Kundenvermögen und unsere Kundenzahl über die Jahre vervielfacht, unser Standortnetz ausgebaut und unser Profil als wissenschaftlich fundierter und transparenter Vermögens-

Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank AG

Johannes Eismann

CFO/Vorstand Kapitalmarktgeschäft der Quirin Privatbank AG

verwalter geschärft. Die Quirin Privatbank ist heute eine der profiliertesten Adressen für unabhängige Beratung gegen Honorar – und besser aufgestellt denn je, um in einem faireren Finanzsystem auch in Zukunft eine aktive Rolle zu spielen.

Menschen helfen, ihre Lebensziele zu erreichen

Noch immer werden zu viele Anlegerinnen und Anleger nicht so beraten, wie sie es verdienen. In einem provisionsgetriebenen System steht oft der Verkauf im Vordergrund, nicht die Rendite der Kunden. Wir bieten seit 20 Jahren eine Alternative: unabhängige Beratung, transparente Honorare, wissenschaftlich fundierte Anlagestrategien und die Auswahl der besten Produkte am Markt. Unser Anspruch bleibt: Wir stellen den Menschen und seine Ziele in den Mittelpunkt und setzen uns für ein faires, transparentes Finanzsystem ein – gestern, heute und in Zukunft.

fristig attraktive Renditen ermöglicht. So hat unser Vermögensverwaltungsbaustein „Markt“ bei einem Aktienanteil von 100 % seit seiner Auflegung 2011 eine annualisierte Rendite von 8,62 % nach Kosten erzielt. Aus damals investierten 100.000 € sind so bis heute etwa 272.500 € geworden – ein eindrucksvoller Beleg für die Stärke unseres wissenschaftlichen Anlagekonzeptes.

2025: Wachstum, Innovation und Kundenzufriedenheit

Im vergangenen Geschäftsjahr haben wir erneut Rekordergebnisse erzielt: mit 18,3 Mio. € das beste Ergebnis vor Steuern seit Bestehen der Bank, rund 1.500 neue Kundinnen und Kunden, ein betreutes Vermögen von 7,2 Mrd. € sowie eine weiterhin sehr hohe Kundenzufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft. Unsere digitale Tochter quirion wächst dynamisch weiter und betreut inzwischen über 100.000 Kundinnen und Kunden. Über beide Marken hinweg stieg die Kundenzahl im Vergleich zum Vorjahr um 12 % auf 117.000 und die Summe der verwalteten Vermögen um 11 % auf 10,5 Mrd. €.

Wir haben 2025 das beste Ergebnis vor Steuern seit Gründung der Bank erzielt.

Wissenschaftlich anlegen für Stabilität in bewegten Zeiten

Die vergangenen 20 Jahre waren geprägt von Höhen und Tiefen an den Märkten – von der weltweiten Finanzmarktkrise 2008 über die Eurokrise und den pandemiebedingten Börsencrash bis hin zur Energiepreiskrise. Unser breit gestreutes, kosteneffizientes Anlagekonzept hat sich in allen Marktphasen bewährt und unseren Kundinnen und Kunden lang-

Gesellschaftlich relevant, bildete das Thema Erben und Vererben einen Schwerpunkt, damit mehr Menschen sich frühzeitig um ihren Nachlass kümmern. Die Integration neuer Standards, die Umstellung unseres Preismodells auf eine transparente All-in-Fee, die sich am betreuten Vermögen orientiert und Familienverbünde berücksichtigt, die Weiterentwicklung unseres interaktiven Beratungstools „Q-Navigator“ sowie die Modernisierung regulatorischer Prozesse sind Ausdruck unseres Anspruchs, immer einen Schritt voraus zu sein.

2Q Jahre faire FinanzQultur. Klug anlegen – gestern, heute, morgen.

Blick nach vorn: der Mensch im

Mittelpunkt allen Tuns

Wir blicken voller Zuversicht in die Zukunft. Unser Ziel ist es, noch mehr Menschen für eine wissenschaftlich fundierte Geldanlage zu begeistern. Wir werden weiterhin in eine menschenzentrierte Vermögensplanung investieren und innovative Lösungen entwickeln. Dazu bündeln wir zukünftig Fachkompetenzen beider Marken und schaffen eine integrierte, hochskalierbare Plattform, auf der Kundinnen und Kunden KI-gestützt ihre eigene finanzielle Zukunft projizieren können – und ab 2027 auch ein staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot abschließen können, so wie es in vielen anderen Ländern längst Standard ist.

Unser Versprechen für die Zukunft

In 20 Jahren hat sich vieles verändert – der Markenauftritt, die Kultur, die Aktionärsstruktur, der Dresscode, die Mitarbeiterzahl. Doch das Wichtigste ist geblieben: unsere Unabhängigkeit von Provisionen und unser Versprechen, Menschen nach den Erkenntnissen der Finanzmarktforschung so zu beraten, dass sie ein erfülltes Leben haben. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Denn nur so ist eine faire FinanzQultur möglich – gestern, heute und morgen.

Karl Matthäus Schmidt

Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank AG

Wir wollen auch in Zukunft so viele Menschen wie möglich

• für Aktien & Anleihen begeistern,

• sie unabhängig beraten und

• sie dabei unterstützen, ihre individuellen Lebensziele zu erreichen.

Danke für Ihr Vertrauen und Engagement

Wir danken Ihnen allen – unseren Kundinnen und Kunden, Aktionärinnen und Aktionären, Mitarbeitenden und Partnern – für Ihr Vertrauen, Ihre Treue und Ihre Inspiration. Gemeinsam haben wir viel erreicht. Lassen Sie uns auch die nächsten 20 Jahre gemeinsam gestalten – mit Leidenschaft, Innovationskraft und dem festen Willen, die Finanzwelt ein Stück besser zu machen.

Johannes Eismann

CFO/Vorstand Kapitalmarktgeschäft der Quirin Privatbank AG

2Q Jahre Wachstum durch Beratungunabhängige dynamisches

2006 bis 2026

Wir wachsen stetig bei Kunden und verwalteten Vermögen

Gestartet bei null, verwalten wir heute bei der Quirin Privatbank und bei quirion ein Vermögen von 10,5 Mrd. € für etwa 117.000 Kunden.

Anzahl der Kunden

Assets in Mio. €

Kunden 117.000

Auch die Vermögen unserer Kunden wachsen kräftig

Seit der Neuausrichtung der Vermögensverwaltung im Jahr 2011 konnte bei durchgehender Investition eine Rendite von bis zu 173 % erzielt werden.

+173 %

100.000 € 2011

Die Zufriedenheit unserer Kunden hat sich verdoppelt

87 % unserer Kunden sind zufrieden bzw. sehr zufrieden mit der Quirin Privatbank. 2007 waren es 45 %. Das haben die jährlichen Kundenumfragen ergeben, die seit 2007 von der puls Marktforschung durchgeführt werden.

272.500 € 2026

87 % 2025

45%

steigt langfristig Unser Geschäftsergebnis

2010 haben wir zum ersten Mal ein positives Geschäftsergebnis erzielt, seit 2013 schreiben wir durchgängig schwarze Zahlen.

0,6

3,4

1,7

3,9

4,6

7,8

4,8

5,4

3,5

14,0 Mio. € 2021

16,9 Mio. €

2022

9,6

Mio. €

18,3 Mio. €

2023

11,6

Mio. €

Stefan Schulz

Leiter Finanzen, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der Quirin Privatbank und CFO von quirion Ein beeindruckender Erfolgskurs, auf den wir zurückschauen dürfen. 2025 haben wir das beste Ergebnis vor Steuern seit unserer Gründung erzielt. Zwischendurch gab es auch mal schwächere Jahre, beispielsweise während der Corona-Krise und nach Kriegsbeginn in der Ukraine. Insgesamt ist unser Wachstum dynamisch und wird sich auch in Zukunft fortsetzen.“

kommen Woherwir

Die Wurzeln der Quirin Privatbank

Von der Idee zur ersten unabhängig beratenden Bank in Deutschland

Der Erfolg der Quirin Privatbank fußt auf zwei Geschäftsbereichen –dem Privatkundengeschäft und dem Kapitalmarktgeschäft. Sie agieren strikt getrennt voneinander, teilen sich aber eine gemeinsame Entstehungsgeschichte.

1998

Die Berliner Effektenbank wird gegründet und zwei Jahre später, nach der Übernahme durch Consors, in Consors Capital Bank umfirmiert.

2003

2005

Die Berliner Effektengesellschaft, deren Vorstandsvorsitzender Holger Timm ist, kauft unter Beteiligung der Vorstände Klaus-Gerd Kleversaat und Johannes Eismann die Bank zurück.

Die Setis Bank, eine Transaktionsbank mit ausgewiesener Wertpapierabwicklungskompetenz, wird integriert.

Am 23. Mai

2006 entstand mit der Umbenennung die quirin bank.

2006

Seit dem 12. Juni ist das Unternehmen börsennotiert.

2Q Jahre faire FinanzQultur. Klug anlegen – gestern, heute, morgen.

Das Ende von Consors war der Anfang der Quirin Privatbank

Karl Matthäus Schmidt

Vorstandsvorsitzender und Gründer der Quirin Privatbank

Nach meiner Zeit bei Consors begann ich, mich neu zu orientieren. Im Hinterkopf hatte ich dabei, dass die besten Consors-Kunden durch das viele Traden regelmäßig Geld verloren haben, aber auch, dass 25 % der damaligen Kunden beratungsaffin waren.

Zudem gab es keine Bank, die ich zur damaligen Zeit wirklich hätte empfehlen können. Daraus wuchs die Idee, eine unabhängig beratende Bank zu gründen. Der Grundstein für die Quirin Privatbank war gelegt.“

Johannes Eismann

Vorstand Kapitalmarktgeschäft und Co-Gründer der Quirin Privatbank

Karl hatte eine Idee für ein neuartiges Bankmodell, aber keine Bank. Ich hatte die notwendige Bank mit der nötigen Infrastruktur. Gemeinsam entwickelten wir die Idee einer unabhängigen Beratung gegen Honorar weiter.

Zusammen konnten wir schaffen, was damals kaum jemand für möglich hielt: eine von Provisionen unabhängige Beratung in Deutschland zu etablieren.“

Die 2Q wichtigsten aus 2Q Jahren unabhängiger Meilensteine Beratung

2006

Gründung der quirin bank mit „Die 10 Gesetze des neuen Privatbanking“.

2007

Wir rütteln wach mit der Kampagne „Deutschlands unbeliebteste Bank. Bei den Banken“.

Nein zu Provisionen, zum Produktverkauf und zu Interessenkonflikten!“

Karl Matthäus Schmidt

Gründer und CEO der damaligen quirin bank

2Q Jahre faire FinanzQultur. Klug anlegen – gestern, heute, morgen.

2013

Wir legen das wissenschaftliche Vermögensverwaltungskonzept „Markt, Meinung, Wissen“ auf.

2011

Wir starten Life Planning, unser erster Schritt in Richtung menschenzentrierte Beratung.

2010

Wir schreiben erstmals schwarze Zahlen, ab 2013 durchgängig. Wir produzieren trotz Finanzmarktkrise positive Renditen und holen 550 Mio. € an neuen Geldern – Rekord!

2016

Aus der Honorarberaterbank wird die moderne Privatbank mit Honorarberatung. Unsere Mission: Wir wollen Deutschland zu einem besseren Ort für Anleger machen. 2Q Jahre faire FinanzQultur. Klug anlegen – gestern, heute, morgen.

2014

Das Honoraranlageberatungsgesetz wird verabschiedet.

2014

Wir gründen unsere digitale Tochter quirion, einen der ersten deutschen Robo-Advisor.

Unser Zinsangebot und die Cash-Invest beteiligen unsere Kunden an der Zinswende.

2021

Wir erwirtschaften mit 26,3 % die höchste Rendite im 100%igen Marktportfolio.*

2019

Wir starten eine nachhaltige Vermögensverwaltung.

2018

quirion ist zum 1. Mal Testsieger bei der Stiftung Warentest.

* Die niedrigste Rendite lag in 2022 bei -11,4 %.

2024

Wir machen uns mit unserem  Qualitäts- und Transformationsprozess Q25+ fit für die Zukunft und launchen den Q-Navigator –ein interaktives Finanzplanungstool.

„Geld im Glück“ von Karl Matthäus Schmidt wird veröffentlicht und ist innerhalb weniger Wochen ein SPIEGEL-Bestseller.

Wir launchen quirion.Ai, unseren KI-basierten Anlageberater.

2Q Jahre faire FinanzQultur. Klug anlegen – gestern, heute, morgen.

Wir erzielen mit einem Wert von 59 den  höchsten Net Promoter Score seit Gründung.

Wir betreuen erstmals  100.000 Kundinnen und Kunden.

Wir ändern unser Vermögensverwaltungskonzept von „Markt, Meinung, Wissen“ auf  „Markt, Meinung, Zinsen“.

10.000.000.000

Wir verwalten erstmals 10 Mrd. € an Kundenvermögen.

2026

Wir feiern

2Q Jahre Quirin Privatbank! Und sagen DANKE –

DANKE an alle,

die von Anfang an an unseren Erfolg geglaubt haben.

DANKE an alle,

die unseren Weg infrage gestellt haben –denn genau diese Fragen haben uns wachsen lassen.

DANKE an alle,

die gemeinsam mit uns für eine faire FinanzQultur kämpfen.

Und vor allem

DANKE

an unsere Kundinnen und Kunden, unsere Mitarbeitenden, unsere Geschäftspartner und alle Weggefährten.

Wir freuen uns auf die nächsten 20 Jahre mit euch!

Die wichtigsten Kapitalmarktgeschäft Meilensteine im

Das Kapitalmarktgeschäft hat die Gründung der Quirin Privatbank überhaupt erst ermöglicht. Ohne den Geschäftsbereich gäbe es die Bank heute nicht.

2007

Entscheidung für Aufbau des Kapitalmarktgeschäftes in Frankfurt am Main, getrieben von Erfolgen des Entry Standards

Folgende Mandanten begleitet:

Transaktionen mit einem Emissionsvolumen von 400 Mio. € allein in dem Jahr begleitet

Highlights:

Refinanzierung von Balda, ermöglichte TSCM-Fertigung für iPhone-Displays

Börsengang der heutigen 2G Energy

2008

Bezug der heutigen Räumlichkeiten in Frankfurt am Main für das Privatkunden- und das Kapitalmarktgeschäft

Aufbau eines institutionellen Handels und Vertriebs für Aktien und Anleihen, bis heute fester Pfeiler im Kapitalmarktgeschäft

2Q Jahre faire FinanzQultur. Klug anlegen – gestern, heute, morgen.

2014

2015

Betreuung von Unternehmenskunden startet mit Finanzierungen über Unternehmensanleihen

Weiterer Teamaufbau im Bereich Anleiheemissionen zur Festigung der Marktposition

Erfolgreiche Emissionen für Vedes, Golfino, BDT, Johann Friedrich Behrens, NZWL oder UBM

Parallel intensive Kapitalmarktaktivität in Immobilien, Technologie und Medien

Aktienemissionen gewinnen wieder an Bedeutung, strategischer Wendepunkt im Kapitalmarktgeschäft

Mit eigenem Research-Team und Ausbau der institutionellen Kundenbetreuung wird das Leistungsportfolio deutlich verbreitert

Seither unabhängige Investmentbank, die im Small- und Mid-Cap-Segment sämtliche Leistungen einer Vollbank aus einer Hand bietet

2012

Börsengang der späteren MDAX-Gesellschaft Grand City Properties SA begleitet

2009

Anleihegeschäft rückt in den Mittelpunkt, im Handel und bei Neuemissionen

Rettungs-Convertible für Infineon Technologies

Erfolgreiche Refinanzierung des Air-Berlin-Convertible

2010

Begleitung eines US-High-Yields für die TMD Friction, dem Weltmarktführer für Keramikbremsen

Segment der Anleihen nimmt Kontur an, unser Team begleitet Anleihe von Air Berlin im Gegenwert von 200 Mio. €

2016

Börsengang von Aves One begleitet

Kapitalerhöhung von WCM begleitet

2017

Listung von Aroundtown und Grand City Properties im regulierten Markt, beide sind anschließend in SDAX und MDAX aufgenommen worden

österreichische UBM Development, Golfino, Vedes sowie BDT bei Anleiheemissionen begleitet

2018

Aufbau des Teams Kapitalmarktservice durch die Konsolidierung des eigenen organischen Wachstums mit externen Kundenportfolien

Entwicklung zum mittelständischen Marktführer für Zahlstellendienste und Corporate Actions in Deutschland

Expansion des Geschäfts im DACH-Raum

2019

Mitglied im Interessenverband kapitalmarktorientierter kleiner und mittlerer Unternehmen e.V. geworden und seither dort im Vorstand

2021

Kapitalerhöhung von Biofrontera und IPO für Mynaric

Erfolgreiche Etablierung als Dienstleister und Brücke für die Gestehung von American Depositary Receipts

Begleitung der Börsengänge von Mister Spex, Veganz Group und 123fahrschule

Akquisition und Übernahme von weiteren Kundenportfolios im Bereich Zahlstellendienste und Corporate Actions

Akquisition und Übernahme von weiteren Kundenportfolios im Bereich Zahlstellendienste und Corporate Actions

Listing Partner und Capital Market Coach der Wiener Börse

Mitglied beim BVK Bundesverband

Beteiligungskapital e.V. - German Private Equity and Venture Capital Association

Mitglied bei True Sale International GmbH, der Vereinigung zur Weiterentwicklung von Asset Based Finance

Partnerschaften mit und Verbänden Börsen, CSDs

2Q Stimmen, Unabhängigkeit wirkt die zeigen:

Erfolg entsteht nicht durch Zufall, sondern durch gute Ideen. Und durch die Menschen, die sie leben. Ohne unsere Kunden, unsere Mitarbeitenden und unsere Wegbegleiter wäre unser Erfolg der letzten 20 Jahre nicht möglich gewesen. Deshalb wollen wir diese Menschen gerne zu Wort kommen lassen.

Anna-Monika Wasmus

Köln, Kundin seit 15 Jahren

Die Quirin Privatbank wurde für mich erfunden. Die besondere Kombination aus fachlicher Kompetenz und menschlicher Glaubwürdigkeit der Berater, gestützt auf ein innovatives Anlagekonzept, macht eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Die Quirin Privatbank ist die Bank, in der ich mich gut aufgehoben fühle.“

Karl Gustav Blaumeiser

Köln, Kunde seit 15 Jahren

Einzigartig ist die Tatsache, dass sich Karl Matthäus Schmidt als Firmenlenker persönlich um jeden einzelnen Kunden sorgt und ihn als Investor schätzt. Ein Vorbild für die gesamte Finanzbranche.“

Prof. Dr. Nils Herda

Waiblingen, Kunde seit 15 Jahren

Die Quirin Privatbank hat mich vom ersten Tag an überzeugt, da sie für mich die drei Attribute Unabhängigkeit, Methodik und Vertrauen repräsentiert. Zum ersten Mal habe ich das Gefühl, einen wirklichen Partner für meine Finanzen zu haben.“

2Q Jahre faire FinanzQultur. Klug anlegen – gestern, heute, morgen.

Hartmut Tiebe

Braunschweig, Kunde seit 19 Jahren

Die Quirin Privatbank ist für mich ganz einfach die richtige Bank.“

Michael Kremzow

Essen, Kunde seit 15 Jahren

Die Quirin Privatbank ist für mich die andere Bank. Sie verspricht keine Wunschträume, sondern realistische Ziele.“

Anna H.

Hof, Kundin seit 3 Jahren

Dass ich bei der Quirin Privatbank einen Ansprechpartner habe, der mein Depot begleitet, den ich immer anrufen kann und der mir immer zur Seite steht, ist eine unglaubliche Bereicherung in meinem Leben. Bei anderen Banken erlebe ich stattdessen anonyme Chatbots und Warteschleifen mit Bandansagen. Dabei verlasse ich mich in puncto Geld lieber auf den Faktor Mensch. Ich kann jedem nur ans Herz legen, sich frühzeitig mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen und sich hierbei an die Quirin Privatbank zu wenden. Ich schlafe seitdem deutlich besser. Vielen Dank für alles, liebe Quirin Privatbank.“

Eva Nittinger

München, Kundin seit 5 Jahren

Glücklich macht mich, wenn ich etwas geben kann: Zeit, Geld, meine Arbeitskraft, zum Beispiel in der Gemeinde. Ich kann diesen Dingen auch deshalb Zeit in meinem Leben einräumen, weil meine Geldanlage bei der Quirin Privatbank gut verwaltet ist. Mein Berater hat einen sehr guten Plan für die Vermögensabschöpfung erarbeitet, der mein Gesamtvermögen so lange wie möglich erhält. Das ermöglicht mir eine arbeitsfreie Lebenszeit ohne finanzielle Einschränkung – vielen Dank!“

Ich bin damals über die Werbekampagne im SPIEGEL auf die Bank aufmerksam geworden und jetzt schon seit 19 Jahren dabei – unglaublich, was wir in dieser Zeit alles geschafft haben. Damals, am Anfang, war es unglaublich toll, eine neue, ganz andere Bank mit aufzubauen, jetzt, wo wir etablierter und größer sind, macht es mich so stolz, immer noch Teil des großen Ganzen zu sein. Karl Matthäus Schmidt ist ein echter Visionär, er ist dem Markt nicht nur einen, sondern immer zwei Schritte voraus – die Belohnung für seine innovative Arbeit sind die vielen zufriedenen Kunden, ein tolles Kollegium, wir sind eine große Familie und es sind über die Jahre wertvolle Freundschaften entstanden.“

Vorstandsassistentin, Quirinerin seit 2007

Ich hatte beim Start der Quirin Privatbank den Eindruck, dass da etwas Bahnbrechendes passiert: eine Bank mit einem revolutionären Geschäftsmodell. Beratung gegen Honorar war damals ein theoretisches Konzept in Deutschland – wir haben sie erfolgreich etabliert. Seit 20 Jahren gibt es faire Beratung, das heißt, kein provisionsgetriebener Produktverkauf mehr, sondern ehrliche Beratung auf Augenhöhe. Unsere Anlagephilosophie haben wir stets weiterentwickelt. Angefangen haben wir mit Multi-Asset, später haben wir unsere Vermögensverwaltung auf „Markt, Meinung, Wissen“ und damit auf einen wissenschaftlichen Ansatz umgestellt, dann wurde noch der Zinsbaustein integriert. ‚Der Weg entsteht beim Gehen‘, so hieß es anfangs oft. Wir haben am Anfang ‚Pioniere‘ für die Aufbauarbeit gesucht – ein paar von ihnen sind bis heute an Bord, so wie ich – ein tolles Gefühl.“

Michael Plath

Im Sommer 2006, kurz nach meiner Hochzeit und mitten in der Familienplanung, erfuhr ich vom ehrlichen und fairen Beratungsansatz der damals neu gegründeten Quirin Privatbank. Dieses Konzept, welches ausschließlich den Kunden und seine Wünsche in den Mittelpunkt stellt, faszinierte mich so sehr, dass ich spontan meine Position als Wertpapierspezialistin bei einer Großbank kündigte, um diesen Neuanfang zu wagen. Heute, knapp 20 Jahre später, blicke ich voller Stolz auf das zurück, was wir gemeinsam erreicht haben! Unsere Kunden schätzen unser wissenschaftliches Anlagekonzept sowie die moderne Finanzplanung in Verbindung mit unserer persönlichen Beratung so sehr, dass sie uns gerne und regelmäßig weiter empfehlen.“

Vermögensberaterin Stuttgart, Quirinerin seit 2007

Portfolio Management, Quiriner seit 2006 2Q Jahre faire FinanzQultur. Klug anlegen – gestern, heute, morgen.

Eigentlich wollte ich der Bankenbranche damals den Rücken kehren, doch dann las ich im Handelsblatt von Karls Idee für eine neue, einzigartige Bank. Das fand ich unglaublich, und ich schrieb eine E-Mail an die Bank. Zu meiner Überraschung antwortete Karl Matthäus Schmidt persönlich und lud mich zu einem Gespräch ein. Tja, was soll ich sagen? 20 Jahre später bin ich immer noch dabei – aus echter Überzeugung. In den ersten Monaten in Braunschweig war das Mövenpick Hotel unser Büro, wir haben aus Umzugskisten heraus gearbeitet und mussten manchmal ganz schön improvisieren. Zurückblickend war es eine sehr auf regende Zeit, die ich nicht missen möchte. Seitdem haben wir uns ständig weiterentwickelt, die DNA ist jedoch unverändert: Der Mensch steht im Mittelpunkt, nicht das Produkt und nicht die Provision. Heute schäme ich mich nicht mehr, meinen Beruf zu nen nen. Danke, Karl!“

Oliver Deparade

Vermögensberater Hannover, Quiriner seit 2007

Von Anfang an dabei zu sein, ist ein tolles Gefühl – wir haben so viel erreicht und so viel erlebt. Die Idee der Honorarberatung im Markt zu etablieren und faktisch aus dem Nichts Standorte zu eröffnen, war am Anfang eine echte Herausforderung. Wir organisierten Roadshows, reisten an relevante Standorte, trafen Kunden und Interessenten, um das Modell der unabhängigen Beratung hierzulande bekannt zu machen. Bewerbergespräche wurden an Flughäfen oder in Hotellobbys geführt, um möglichst schnell mit einem starken Vertriebsteam starten zu können. Ging ein neues Team an den Start, standen die Kollegen ganz neuen Herausforderungen gegenüber – sie waren Immobilienmakler, Recruiter, Facility-Manager, Veranstaltungsmanager, Akquisiteur und Berater zugleich. Eine verrückte Zeit, deren Spirit bis heute trägt – sicher keine Selbstverständlichkeit!“

Claudia MigottoSteegmans

Leiterin Vertriebssteuerung, Quirinerin seit 2007

Ich liebe, dass es hier niemals langweilig wird, dass wir flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege haben und dass wir immer wieder über den Tellerrand schauen, Stillstand gibt es hier nicht, stattdessen wirklichen Kundenfokus und echte Innovationen. Außerdem haben wir den besten Spirit im Team, hier wird angepackt, sich gegenseitig unterstützt und auch das Lachen und die Freude haben einen festen Platz. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Jahre –damals waren wir so klein, da hat jeder alles gemacht, da ist sogar der Vorstand zur LZB gefahren und hat Bargeld geholt. Außerdem haben wir die Wertpapierorders einzeln telefonisch bei unserem Handelspartner platziert – heute undenkbar. Eine verrückte Zeit. Ich freu mich auf die kommenden Jahre, denn eines steht fest: Hier bleibt es lebendig, denn stetige Veränderung und Innovationen sind sicher.“

Kerstin Greitzke

Leiterin Treasury, seit 1998 dabei, damals noch bei der Berliner Effektenbank

CEO Tradegate AG

Aufsichtsratsvorsitzender seit 2013

Als wir damals den Grundstein für die heutige Quirin Privatbank gelegt haben, hat uns die Überzeugung getragen, dass Bankgeschäft auch anders funktionieren muss – konsequent vom Kunden her gedacht und frei von Interessenkonflikten. Ich habe diese Entwicklung von Anfang an begleitet und freue mich sehr, was in den vergangenen 20 Jahren daraus entstanden ist. Die Quirin Privatbank steht heute für ein Modell, das lange als Gegenentwurf belächelt wurde – und inzwischen seine Stärke und Tragfähigkeit klar bewiesen hat. Zu diesem Jubiläum gratuliere ich dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sehr herzlich. Ihr Engagement hat diesen Erfolg erst möglich gemacht. Für die Zukunft wünsche ich der Quirin Privatbank, diesen Weg weiterhin so klar, mutig und konsequent zu verfolgen.“

Anke Dassler, CFO ista group

Aufsichtsrätin seit 2019

Seit 20 Jahren steht die Quirin Privatbank für eine Haltung, die im Finanzmarkt alles andere als selbstverständlich ist: Kundeninteresse vor Produktinteresse. Dass sich dieser Ansatz durchgesetzt hat, ist ein großer Gewinn für Anlegerinnen und Anleger. Herzlichen Glückwunsch und viel Erfolg weiterhin!“

Dirk Pfeffer, puls Marktforschung GmbH

Dienstleister seit 2007

Herzlichen Glückwunsch zum 20-jährigen Jubiläum! Die puls Marktforschung steht von Anfang an an der Seite der Quirin Privatbank – wir sind sehr stolz darauf, seit 2007 die Kundenbefragungen für die Bank und seit 2014 auch für quirion begleiten zu dürfen. Das nach wie vor einzigartige Geschäftsmodell sorgt für echte Unabhängigkeit in der Beratung, was bei den Kunden sehr gut ankommt, wie die sehr hohen Zufriedenheitswerte jedes Jahr erneut eindrücklich belegen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an alle Kundinnen und Kunden für das offene Feedback – und an die Quirin Privatbank für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, wir freuen uns schon auf die kommenden 20 Jahre!“

2Q Jahre faire FinanzQultur. Klug anlegen – gestern, heute, morgen.

Dr. Carolin Gabor, Caesar Ventures

Aufsichtsrätin seit 2020

Was heute selbstverständlich klingt, war vor 20 Jahren unternehmerisch sehr mutig: Auf Provisionen verzichten und unabhängig beraten, damit der Gewinn beim Kunden entsteht. Eine echte Erfolgsgeschichte – für die Quirin Privatbank, aber vor allem auch für deutsche Anlegerinnen und Anleger.“

Murat Civilibal, mcon me IT

Dienstleister seit 2006

20 Jahre Quirin Privatbank – herzlichen Glückwunsch! Wir sind stolz und dankbar, euch quasi von Anfang an begleiten zu dürfen und eure digitale Gelassenheit zu sein. Wir sorgen im Hintergrund diskret dafür, dass alles rundläuft, und wenn es doch einmal irgendwo hakt, sind wir sofort da – mit Expertise, Charme und meist einer Extraportion Humor.“

Dienstleister seit 2020

20 Jahre sind ein Meilenstein. Und bereits sechs Jahre davon gehen wir diesen Weg mit unserem Podcast „Klug anlegen“ gemeinsam. Die Information für die Anlegerinnen und Anleger ist dabei wie die Geldanlage mit Quirin: transparent, unabhängig und immer sympathisch.“

Dr. Thomas Mathar

Experte für Finanzpsychologie und Verhaltensökonomie, Zusammenarbeit seit 2024

Was die Quirin Privatbank auszeichnet, ist – neben der Provisionsfreiheit – die Haltung ihrer Köpfe. Ich kenne viele Mitarbeiter auf Führungs- und Beratungsebene sehr gut und weiß, dass sie eine tiefe Überzeugung eint: Geld hat keinen Selbstzweck, sondern es ist ein Mittel zum Zweck – es kann nur dann glücklich machen, wenn es genutzt wird, um die eigenen Ziele und Wünsche zu erfüllen. Das stellt den Menschen in den Mittelpunkt allen Tuns. Dieser Fokus macht die Bank zu einem der seltenen Orte, an denen Finanzberatung so funktioniert, wie sie funktionieren sollte: ehrlich, unabhängig und konsequent am Lebensentwurf des Kunden orientiert.“

stehen Wowir

33,1

Jahresüberschuss

11,0

2024 84,0 Mio. €

Bilanzsumme

1.425

2024 1.340 Mio. € Mio. €

Die Quirin Privatbank Aktie WKN: 520230 | ISIN: DE 0005202303

Das sind unsere Anteilseigner

Berliner Effektengesellschaft AG 25,3 %

Vorstand Quirin Privatbank AG 19,0 %

Riedel Gruppe 14,9 %

Streubesitz 40,8 %

20 Jahre Quirin Privatbank – 20 Jahre Mut und Entschlossenheit, den Bankenmarkt mit neuen Ideen im Sinne der Kunden zu verändern. Wir haben gezeigt, dass Anderssein mehr ist als ein moderner Markenauftritt: ein faires Miteinander auf Augenhöhe. Dabei sind wir immer wieder angeeckt – bei der Konkurrenz und in der Politik. Die letzten 20 Jahre sind wie im Flug vergangen, wir haben viel bewegt. Aber wir wären nicht Quirin, wenn wir uns darauf ausruhen würden: Unsere Reise beginnt gerade erst. Dass noch viel mehr Menschen ein ehrliches Banksystem verdienen, motiviert uns jeden Tag.“

Der Aktienkurs am 31.12.2025

3,28

2024 3,52 € € je Aktie

Die geplante Dividende

0,13

2024 0,16 € € je Aktie

Dierk Siewert

Leiter Governance & Regulatory, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der Quirin Privatbank

Erfolg Stück für entsteht

Chief Development & Growth Officer, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der Quirin Privatbank

Wir können mit dem Geschäftsjahr 2025 sehr zufrieden sein: Wir haben Bruttomittelzuflüsse auf Vorjahresniveau generiert, die Rendite unserer Vermögensverwaltung fiel besser aus, als der MSCI ACWI performt hat, unsere Kunden sind erneut sehr zufrieden mit der Bank und der Q-Navigator kommt vor allem bei neuen Kunden gut an.“

Stück

Das haben wir 2025 dazu beigetragen:

Q25+ Playbook zur Priorisierung und Steuerung aller Initiativen für mehr Wachstum und Beratungsqualität

Neues Pricing: transparente, faire und zukunftsfähige All-in-Fee

Neues digitales Onboarding (DOB) und WpHG: smarter Prozess und Automatisierung

KI-Power: quirion.Ai mit direkter Anbindung an Q-Navigator-Rechenkern

Goal-Based Investing: Webseite quirion setzt auf Lebensziele

Intensive Trainings: Bootcamps zum Q-Navigator, Lernpfade in Leapsome, Wissensaustausch bei „Quiriner im Dialog“

Neue Software: Veranstaltungsmodul in Sugar, Projektmanagement via Jira, Microsoft Bookings für Terminbuchungen, Lionware u. v. m.

Neue AGB via QR-Code: zeitgemäßer Weg zur Zustimmung

Wir stärken unsere Digitalstrategie

Sebastian Böttner hat im Januar 2026 die Rolle als CIO übernommen, er führt ein mehr als 50-köpfiges Team.

Sebastian Böttner

CIO der Quirin Privatbank, Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung der Quirin Privatbank

Die erfolgreiche Technologie-Entwicklung der letzten Jahre bei der Quirin Privatbank und bei quirion soll in einer integrierten, hochskalierbaren Plattform für beide Marken zusammengeführt werden – von Frontend bis Backend, inklusive Cyber-Security, IT-Governance und Data Analytics. Zudem sehe ich großes Potenzial, die vorhandenen Stärken weiter zu bündeln – insbesondere bei der intelligenten Nutzung von KI entlang der gesamten Wertschöpfungskette und beim Aufbau des digitalen Altersvorsorgedepots.“

Auch quirion wächst stetig

Mit dem Goal-Based-Investing-Ansatz ist es auch unserer digitalen Tochter quirion gelungen, ihr dynamisches Wachstum weiter fortzusetzen.

Die Zahl der Kunden konnte 2025 um 12 % auf 102.000 gesteigert werden, das Volumen der verwalteten Kundenvermögen wuchs um 20 % auf nunmehr 3,3 Mrd. €.

Das einfache Handling, die niedrigen Kosten und die langfristig guten Renditechancen überzeugen immer mehr Anlegerinnen und Anleger. Dazu tragen auch Auszeichnungen verschiedenster Institutionen bei, wie zuletzt der Goldene Bulle von Börse Online und €uro.

Martin Daut

CEO von quirion

Der 4. Goldene Bulle für quirion beweist einmal mehr: Wir sind die erste Wahl in Sachen einfache und renditestarke Aktienanlage in Deutschland. Wir setzen für unsere Kunden auf Goal-Based Investing, stellen also ihre Ziele und Wünsche in den Vordergrund. Wir haben den richtigen Spirit, das passende Team und ein klares Ziel vor Augen. Mit dieser Strategie haben wir schon viel erreicht – 2025 haben wir so die 100.000-Marke bei unseren Kunden geknackt, ein wichtiger Meilenstein.“

Die wichtigsten im Kapitalmarktgeschäft Transaktionen 2025

Der Geschäftsbereich trägt trotz nach wie vor herausfordernder Rahmenbedingungen maßgeblich zum erfolgreichen Geschäftsergebnis 2025 bei. Hier ein Auszug aus den Transaktionen, die erfolgreich begleitet und realisiert wurden.

Begleitung eines Angebots zum Rücktausch von Aktien der PartnerFonds AG in von ihr gehaltene Aktien der Blue Cap AG

Begleitung einer Anleiheemission der Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig GmbH mit Umtauschangebot und Platzierung

Begleitung und Mitplatzierung einer Anleiheemission sowie einer späteren Aufstockung  der Chapters Group AG

Begleitung eines Rückkaufangebots für die Anleihe 2013/2026

Die relevantesten Player Wir gehören zu den Top 3 am Anleihemarkt:

Die League Tables von BondGuide zeigen, wie viele Emissionen wir im Marktvergleich erfolgreich begleitet haben – diese Zahlen sprechen für sich.

Seit mehr als 15 Jahren hat unser Team hier sowohl im Bereich Banken, Sales und Platzierungen als auch bei der technischen Begleitung von Anleiheemissionen einen festen Platz unter den Top 3. Damit gehören wir zu den wichtigsten Playern am Anleihemarkt für mittelständische Unternehmen. Top 3 technische Begleitung der Emission*

Anzahl

Anzahl

Johannes Eismann

CFO und Vorstand Kapitalmarktgeschäft

Bessere Rahmenbedingungen für den Geschäftsbereich Capital Markets boten die Märkte auch 2025 nicht. Umso erfreulicher ist es, dass es uns erneut gelungen ist, namhafte Transaktionen zu realisieren und unsere Position unter den Top 3 im deutschen Anleihemarkt für Mittelständler weiter zu verfestigen. Ein großer Dank ans ganze Team für diesen Einsatz!“

* BONDGUIDE – Der Newsletter für Unternehmensanleihen, Ausgabe 01/2026.

wollenwir Wohin

Die nächsten 2Q Jahre

Eine faire FinanzQultur ist für uns kein Vorsatz …

Karl Matthäus Schmidt

Vorstandsvorsitzender und Gründer der Quirin Privatbank

Drei klare Grundsätze prägen das Geschäftsmodell, die Beratung und das Anlagekonzept der Quirin Privatbank und von quirion. Sie bilden das Fundament von fairer FinanzQultur – tief in unserer DNA verankert, gestern, heute und in Zukunft.

Unabhängig, frei von Interessenkonflikten

Wir verkaufen keine Produkte. Wir vertreten Interessen – die unserer Kunden.

Als provisionsfreies Institut erhalten wir keine Zahlungen für den Vertrieb von Finanzprodukten. So vermeiden wir Interessenkonflikte konsequent. Unsere Empfehlungen entstehen allein aus dem Anspruch, für unsere Kundinnen und Kunden die passende Lösung zu finden.

Unabhängigkeit bedeutet für uns auch: Transparenz und Nachvollziehbarkeit. Denn nur wer versteht, wie Geldanlage funktioniert, kann gute Entscheidungen treffen.

Beratung, die beim Leben beginnt

Im Mittelpunkt unserer Vermögensberatung stehen nicht Charts, sondern Menschen. Wir orientieren uns an ihren Zielen, ihrer Lebenssituation und ihrem persönlichen Risikoprofil. Vermögensaufbau verstehen wir als langfristigen Weg, der unterschiedliche Lebensphasen begleitet.

Unsere Aufgabe ist es, Orientierung zu geben: Optionen aufzuzeigen, Zusammenhänge verständlich zu machen und gemeinsam eine Strategie zu entwickeln, die zum Leben unserer Kunden passt – heute, morgen und in Zukunft.

Anlegen mit System statt Bauchgefühl

Wir folgen keinen kurzfristigen Trends, sondern wissenschaftlichen Prinzipien.

Unser Anlagekonzept basiert auf den Erkenntnissen der modernen Kapitalmarktforschung: breit gestreute Portfolios, globale Aktienmärkte als Renditetreiber und eine konsequent kosteneffiziente Umsetzung.

Hypes und Trends treten dabei in den Hintergrund. Entscheidend ist ein disziplinierter, langfristiger Ansatz – damit unsere Kunden ihre finanziellen Ziele verlässlich erreichen können.

Gute Anlage nicht mit Produkten beginnt mit Zielen,

Wir wollen die erste Wahl für finanzielles Wohlbefinden in Deutschland sein – und Menschen damit langfristig über alle Lebensphasen hinweg glücklich machen.

„SeniorenPhase“

Familie versorgen, Wohlstand im Alter

Berufseinstieg, frühe Karriere

Familiengründung, WorkLife-Balance, Karriere

erste Ziele und Wünsche erfüllen, Vermögensaufbau, eigene Immobilie

Sparen für Kinder, Vermögen vermehren, Altersvorsorge

Ruhestand

Karrierehöhepunkt, Midlife, Vorruhestand

Hier gehts zum Test

Was heißt finanzielles Wohlbefinden?

Finanzielles Wohlbefinden ist die mentale und finanzielle Fähigkeit, Geld so zu verdienen, auszugeben und zu verwalten, dass es langfristig glücklich macht.

Ziele stehen auch bei quirion im Vordergrund

Auch bei quirion stellen wir mit unserem Goal-Based-Investing-Ansatz die Ziele der Menschen – und damit die Menschen selbst – in den Mittelpunkt.

Das finanzielle Wohlbefinden messen

Unsere Kunden, aber auch alle anderen Anleger können auf unserer Webseite herausfinden, wie es um ihr finanzielles Wohlbefinden steht. Wir haben einen entsprechenden Score entwickelt.

Mehr Menschen für Aktien begeistern

83 % der Deutschen verzichten auf Aktienanlagen. Das wollen wir ändern und mehr Menschen zu besseren Anlegern, sprich zu breit streuenden Aktieninvestoren, machen.

Vor allem für die Altersvorsorge bieten Aktienanlagen erhebliche Renditechancen. Ab 2027 sollen sie endlich auch staatlich gefördert werden – mit dem Altersvorsorgedepot.

83 % 17 %*

Nicht-Aktionäre

2027 eröffnet das Altersvorsorgedepot eine einmalige Marktchance, auch wenn rund um die Rentenreform wieder viel diskutiert wird und dabei Verwirrung entsteht. Das ist typisch für Medien, Politik und eine Branche, die Menschen seit Jahrzehnten verunsichert und unnötig komplizierte Strukturen schafft. Gerade diese Reform bietet jedoch die Chance, es endlich besser zu machen – und vor allem die 83 % der Menschen zu erreichen, die bisher noch nicht von den Möglichkeiten der Kapitalmärkte profitieren: klar, einfach und verständlich.“

Ab 2027

540 €

Zulage pro Jahr +

Matthias Lamberti

Chief Innovation & Product Officer quirion

300 €

maximale Zulage pro Jahr je Kind

0 % Steuern auf Erträge in der Ansparphase

Bei 1.800 € Einzahlung jährlich

2Q Jahre Quirin Privatbank

2Q Jahre Finanz-faire

Qultur

Klug anlegen. Gestern. Heute. Morgen.

Lagebericht

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2025 der

Quirin Privatbank AG

1. Rahmenbedingungen

Die weltweiten Börsen haben sich im Jahr 2025 außerordentlich positiv entwickelt. Damit zeigt sich einmal mehr, dass sich die Entwicklung der Kapitalmärkte nicht bzw. kaum vorhersagen lässt, denn eine solch positive Entwicklung war mit Blick auf die schwierigen Rahmenbedingungen in Form von anhaltender geopolitischer Unsicherheit, gedämpfter wirtschaftlicher Aktivität und Herausforderungen an den Finanzmärkten nicht zu erwarten. Für die Quirin Privatbank AG (nachfolgend kurz „Quirin Privatbank“ oder „Bank“) und auch ihre Kundinnen und Kunden (nachfolgend die „Kunden“) bedeutete dies ein weiteres freundliches Kapitalmarktjahr.

Besonders kräftig stiegen in 2025 erneut die internationalen Aktienmärkte. Erstmals seit vielen Jahren zeigten sich dabei die US-amerikanischen Indizes allerdings unterdurchschnittlich. Der Anstieg des Standardwerteindex S&P 500 um 16,39 % im Jahresverlauf ist für sich genommen zwar durchaus beachtlich. Noch positiver entwickelten sich allerdings die Aktienmärkte der Industrieländer insgesamt (MSCI World in US-Dollar: 19,49 %), getrieben maßgeblich von der starken Entwicklung in Europa (EURO STOXX 50: 18,29 %; DAX: 23,01 %). Noch weitaus kräftiger fiel der Wertzuwachs bei den Standardwerten der Schwellenländer aus (MSCI Emerging Markets in US-Dollar: 30,58 %). Für Euro-Anleger stand dieser Wertentwicklung internationaler Aktienmärkte allerdings –anders als in 2024 – die spürbare Aufwertung des Euro als Heimatwährung gegenüber. So gewann der Euro in 2025 etwa gegenüber dem US-Dollar 13,48 % an Wert. Internationale Anlageerträge in US-Dollar fielen in Euro umgerechnet folglich deutlich geringer aus. Die Wertentwicklung des MSCI World betrug damit in Euro etwa noch 5,35 %. An den Anleihemärkten zeigte sich ein gemischtes Bild. Während 10-jährige deutsche Bundesanleihen im Jahresverlauf 1,56 % an Wert einbüßten, gewannen ihre US-Pendants in US-Dollar gerechnet 7,45 % hinzu. Zum Jahresende rentierten solide Euro-Unternehmensanleihen bei gut 3,2 %.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zeigte sich hingegen eher schwach. Erneut fielen die Wachstumszahlen in allen maßgeblichen Volkswirtschaften niedriger aus als im – durch die Corona-Krise ohnehin gedämpften – Durchschnitt der letzten 10 Jahre. In Deutschland und Europa hat sich das reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nach den jüngsten Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) mit +0,2 % für Deutschland und +1,4 % für Europa zwar leicht verbessert, allerdings ausgehend von einem sehr niedrigen Niveau in 2024 (Deutschland: -0,5 %; Euro-Zone: +0,9 %). In den USA dagegen ging das reale BIP-Wachstum von 2,8 % in 2024 auf 2,1 % in 2025 merklich zurück. Hier dürften sich die erhöhte wirtschaftspolitische Unsicherheit und nicht zuletzt die stark gestiegenen Zölle der größten Volkswirtschaft der Welt bemerkbar gemacht haben. In der zweitgrößten Volkswirtschaft China blieb die reale BIP-Wachstumsrate mit 5,0 % zwar auf Vorjahresniveau, im 10-Jahres-Vergleich allerdings nach wie vor deutlich unterdurchschnittlich. Für 2026 erwartet der IWF mit 3,3 % ein reales weltwirtschaftliches Wachstum auf dem Niveau der Vorjahre. Deutschland darf demzufolge mit einer Überwindung der Wachstumsschwäche und einem realen BIP-Anstieg von immerhin 1,1 % rechnen.

Angesichts unverändert schwacher Wachstumszahlen war die eher gedämpfte Inflationsentwicklung des Jahres 2025 insbesondere in Europa wenig überraschend. In Deutschland bewegte sich der jährliche Anstieg der Verbraucherpreise von Monat zu Monat um die Preisstabilität signalisierende Marke von 2 % herum. Zum Jahresende lag

Lagebericht

die Inflationsrate mit 1,8 % sogar etwas darunter. In den USA blieb die Teuerungsrate hingegen über das gesamte Jahr hinweg erhöht und bewegte sich zum Jahresende mit 2,7 % noch immer nicht in der Nähe der Marke für Preisniveaustabilität. Demgegenüber verharrt die Inflationsrate in China seit Jahresanfang 2023 im Deflationsbereich um 0 % und stieg erst zum Jahresende 2025 auf 0,8 % leicht an.

Die Entspannung bei der Inflation wurde von den großen Notenbanken weiter – wenn auch zurückhaltend – für Zinssenkungen genutzt. So reduzierte die Europäische Zentralbank EZB bis Juni 2025 insgesamt viermal das Leitzinsniveau. Bis Jahresende blieb es dann unverändert, der Einlagenzinssatz lag zuletzt bei 2 %. Die US-Notenbank Fed hingegen ließ ihren Leitzins bis September 2025 unverändert, um ihn dann in drei Schritten bis zum Jahresende um insgesamt 0,75 %punkte auf zuletzt 3,5–3,75 % zu reduzieren. Aufgrund der gesunkenen kurzfristigen Zinsen blieb es in 2025 bei einer normalen Zinsstruktur. Längerfristige Zinsengagements behielten ihren Risikoaufschlag. Die Attraktivität von Tages- und Festgeldangeboten ist für Anlegerinnen und Anleger daher im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder spürbar gesunken.

Die wichtigsten zuvor genannten Kennzahlen sind in nachfolgender Tabelle zusammenfassend gegenübergestellt:

2. Geschäftsmodell

Die Quirin Privatbank betreibt mit dem Privatkundengeschäft und dem Kapitalmarktgeschäft zwei strategische Geschäftsbereiche.

Geschäftsbereich Privatkundengeschäft

Im Mittelpunkt des Privatkundengeschäfts steht die unabhängige Beratung von Kunden rund um das Thema Geld- und Vermögensanlage. Unabhängige Beratung meint in diesem Zusammenhang eine sowohl produkt- als auch anbieterunabhängige Beratung, sodass die Empfehlungen bzw. die Auswahl von Produkten im Rahmen der Finanzportfolioverwaltung den Interessen der Kunden entsprechen und nicht auf den Absatz bestimmter Produkte von bestimmten Anbietern ausgerichtet sind. In diesem Zusammenhang wird die Bank für ihre Dienstleistungen ausschließlich direkt von ihren Kunden vergütet. Bemessungsgrundlage für die Vergütung sind dabei grundsätzlich die Assets under Management (AuM).

Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen quirion AG, einem sog. „Robo-Advisor“ für die digitale Geldanlage, verfolgt die Quirin Privatbank einen hybriden Ansatz und verbindet die jeweiligen Vorteile aus der digitalen und der analogen Welt zum Nutzen der Kunden miteinander. Neue und bestehende Kunden haben die Wahl zwischen der rein digitalen Geldanlage im Self-Service bei quirion und der individuellen persönlichen Betreuung an einem der Standorte der Quirin Privatbank.

Für vermögende Privatkunden bietet die Quirin Privatbank an 15 Standorten in Deutschland eine persönliche und ganzheitliche Betreuung durch ausschließlich festangestellte Vermögensberaterinnen und Vermögensberater. Die Betreuung erfolgt insbesondere im Rahmen einer klassischen Vermögensverwaltung, wird aber auch in Form des sog. beratungsfreien Geschäfts angeboten. In diesem Zusammenhang erbringt die Bank auch Dienstleistungen im Einlagen- und Depotgeschäft.

Die Vermögensverwaltung der Quirin Privatbank basiert auf wissenschaftlich fundierten Prinzipien und gliedert sich in drei übergeordnete Bausteine: „Markt – Meinung – Zinsen“. Diese Bausteine können individuell miteinander kombiniert werden und werden von einem Anlageausschuss zentral gesteuert. Das Besondere an dem Beratungskonzept der Bank ist, dass es auf einer zusammen mit den Kunden erstellten Vermögensplanung aufsetzt, die sich stets an den persönlichen Lebenszielen und der Risikoneigung der Kunden orientiert. Der gesamte Planungsprozess erfolgt transparent und interaktiv mit dem in 2024 eingeführten Finanzplanungstool „Q-Navigator“, wobei der Anlagehorizont und die individuellen Zukunftsziele der Kunden im Fokus stehen.

Einmal im Jahr lässt die Bank die Kundenzufriedenheit und die Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden durch ein Marktforschungsunternehmen untersuchen und analysieren. Der dabei ermittelte Net Promoter Score, mit dem die Bereitschaft eines Kunden oder einer Kundin gemessen wird, ein Unternehmen an Freunde oder Bekannte weiterzuempfehlen, hat für das Jahr 2025 erneut einen sehr guten Wert von 56 ergeben. Die hohe Kundenzufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden sind eine wichtige Wachstumsquelle für die Bank.

Im Privatkundengeschäft lag der Fokus in 2025 auf der erfolgreichen Umsetzung neuer Standards und deren Integration in den Beratungsalltag. Dazu gehörten neben der

Lagebericht

Weiterentwicklung des Q-Navigators auch die Einführung neuer Technologien zur Verbesserung der Effizienz in der Beratung und der Administration, die Erweiterung der CRM-Plattform sowie die Einführung weiterer Tools zur strukturierten Steuerung von Aufgaben und Projekten. Gleichzeitig wurde über ein intensives Trainingsprogramm weiter in die Qualifizierung der Beraterinnen und Berater investiert.

Im Sinne der Konzentration auf das Kerngeschäft – die Beratung und Betreuung der Kunden in Form der Vermögensverwaltung – hat die Bank zum 31.12.2024 die ohnehin nur noch in geringem Umfang angebotene auf Einzeltitel bezogene Anlageberatung eingestellt. Die davon betroffenen Mandate wurden in das sog. beratungsfreie Geschäft überführt. Dies hat im Geschäftsjahr 2025 in Form von Gesprächen mit betroffenen Kunden zwar noch Kapazitäten gebunden, wird aber perspektivisch die Beraterinnen und Berater zeitlich entlasten und somit vertriebliche Kapazitäten für die weitere Neukundengewinnung freisetzen.

Ein kommunikativer Schwerpunkt lag ab Mai 2025 auf dem gesellschaftlich relevanten Thema „Erbschaft“. Eine entsprechende Studie der Quirin Privatbank zeigte: Die Deutschen erben zunehmend größere Vermögen – insbesondere Geld und Immobilien. Aber rund drei Viertel haben bislang kein Testament verfasst. Mit gezielter Aufklärung möchte die Bank dazu ermutigen, rechtzeitig den Nachlass strukturiert zu regeln und damit bewusste Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.

Ein bedeutender Meilenstein war darüber hinaus eine Preisanpassung, die zu Jahresbeginn umgesetzt wurde und seitdem ausgerollt wird. Das neue Preismodell basiert auf deutschlandweit transparenten und verbindlichen Leistungspauschalen, die sich an der Höhe des betreuten Vermögens orientieren, von dem auch Familienverbünde profitieren.

Auch regulatorische Themen im Beratungsprozess wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr modernisiert und aktualisiert. So wurde einerseits der Prozess zur Erhebung und Dokumentation der WpHG-Angaben überarbeitet. Andererseits ist eine regulatorisch erforderliche Überarbeitung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen erfolgt. Dabei wurde ein QR-Code-basierter Zustimmungsprozess implementiert, der es den Kunden ermöglichte, die aktualisierten Bedingungen komfortabel und vollständig papierlos zu akzeptieren.

Geschäftsbereich Kapitalmarktgeschäft

Im Geschäftsbereich Kapitalmarktgeschäft werden börsennotierte und nicht börsennotierte Unternehmen sowie deren Gesellschafter und Aktionäre mit ihren Geschäftsvorhaben betreut. Darüber hinaus bietet das Kapitalmarktgeschäft seinen Kunden Zugang zu in- und ausländischen Investoren an den internationalen Kapitalmärkten. In diesem Zusammenhang werden mit den Small- und Mid-Cap-interessierten Investoren entsprechende Investmentideen entwickelt und umgesetzt.

Um den anspruchsvollen Anforderungen seiner Kunden bestmöglich gerecht zu werden, bündelt das Kapitalmarktgeschäft die Expertise verschiedener Spezialisten auf den jeweiligen Gebieten in den Bereichen Capital Markets und Kapitalmarktservice. Der Bereich Capital Markets gliedert sich auf in die Teilbereiche Corporate Finance, Institutionelles Research sowie Institutionelle Kundenbetreuung.

Der Teilbereich Corporate Finance entwickelt mit Blick auf die jeweiligen Ziele seiner Kunden individuelle Finanzierungskonzepte und setzt diese um – unabhängig davon, ob es sich dabei um Eigen-, Hybrid- oder Fremdkapitalfinanzierungen, Umplatzierungen, Übernahmeangebote, Squeeze-outs, Aktien- und Anleiherückkaufprogramme oder Börsenzulassungen und Listings handelt.

Im Teilbereich Institutionelle Kundenbetreuung werden vielfältige Investitionsoptionen mit und für die Kunden entwickelt und organisiert – vom Handel mit Aktien über ETFs bis hin zu Staats- und Unternehmensanleihen. Spezialisiert hat sich der Bereich auf die Umsetzung von Trading-Strategien und bietet im Rahmen von Best Execution ein Orderrouting zu allen wichtigen internationalen Börsenplätzen an. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig auch die vom Bereich Corporate Finance durchgeführten Kapitalmarkttransaktionen unterstützt.

Im Teilbereich Institutionelles Research werden fundamentale Unternehmensanalysen sowie Unternehmensstudien, Marktanalysen und Industriereports erstellt. Der Fokus liegt dabei auf ausgewählten deutschen Small und Mid Caps. Darüber hinaus werden Kapitalmarkttransaktionen des Bereichs Corporate Finance durch entsprechende Unternehmens- und Marktanalysen begleitet.

Der von den vorgenannten Bereichen unabhängige Geschäftsbereich Kapitalmarktservice bietet ein Leistungsangebot zur Begebung von wertpapierbasierten Finanzierungsinstrumenten an. Dies beinhaltet einerseits die vollumfängliche prozessuale und technische Abwicklung von Wertpapieremissionen für Banken, Finanzdienstleister, Wertpapierhandelshäuser und externe Unternehmensberater. Andererseits richtet sich das Dienstleistungsangebot direkt an Unternehmen, die Kapitalmarktprodukte in Anspruch nehmen – angefangen bei der Erstverbriefung von Emissionen und Zahlstellendiensten über die laufende Betreuung und Pflege bis hin zu Kapitalveränderungen inklusive etwaiger erforderlicher Ergänzungsdienstleistungen.

Geschäftsstrategie

Das Geschäftsmodell der Bank ist in beiden strategischen Geschäftsbereichen vorwiegend auf das Erzielen von Provisionserträgen für die jeweils angebotenen Dienstleistungen ausgerichtet.

Darüber hinaus verfolgt die Quirin Privatbank im Rahmen ihrer Geschäftsstrategie unverändert die folgenden fünf übergeordneten Ziele:

• DIE Bank/Marke für (echte) unabhängige Geldanlage in Deutschland sein

• Wachstum: deutliche Steigerung der Kundenanzahl und der verwalteten Kundengelder (AuM)

• nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes

• angemessene Beteiligung der Aktionäre am Unternehmenserfolg

• nachhaltige Unternehmensentwicklung unter Berücksichtigung ökologischer Ziele

Neben den beiden strategischen Geschäftsbereichen Privatkundengeschäft und Kapital-

Lagebericht

marktgeschäft steuert die Bank ihre Liquidität im Bereich Treasury, um einerseits die Zahlungsfähigkeit und Einhaltung sämtlicher regulatorischer Anforderungen zu gewährleisten und andererseits in diesem Kontext Zinsüberschüsse zu generieren.

Darüber hinaus betreibt die Bank im Rahmen verbliebener vertraglicher Verpflichtungen das sog. BPO-Geschäft (Business Process Outsourcing). Grundsätzlich hat die Bank diese Aktivitäten bereits 2015 an andere Geschäftspartner abgegeben. Sie ist nur noch insoweit in das BPO-Geschäft eingebunden, als sie als Partner für Bankinfrastrukturleistungen fungiert, die einer Banklizenz bedürfen (z. B. Lagerung von Wertpapieren bei Wertpapiersammelstellen), wofür die Bank entsprechend vergütet wird und anfallende Drittkosten an die Vertragspartner weiterbelastet.

Im Zusammenhang mit der quirion AG erbringt die Quirin Privatbank Leistungen für die Kunden der quirion AG. Diese betreffen das Führen von Konten und Wertpapierdepots, wofür die Bank entsprechend vergütet wird. Zudem stellt die Bank in Geschäftsbesorgung für die quirion AG verschiedene Corporate-Center-Funktionen bereit.

Die Bank steuert ihr Geschäft und die Geschäftsentwicklung nach finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind das Ergebnis vor Steuern sowie die Gesamtkapitalquote. Die Gesamtkapitalquote setzt sich dabei aus dem aufsichtlichen Kern- und Ergänzungskapital zusammen und beschreibt das Verhältnis zu den aufsichtlichen Risikopositionen. Weitere finanzielle Leistungsindikatoren sind der Provisionsüberschuss und die Cost-Income-Ratio (CIR). Die CIR wird vor Umlage der Overheadkosten ermittelt und ist definiert als Relation der ordentlichen Aufwendungen zu den ordentlichen Erträgen.

Der bedeutsamste nichtfinanzielle Leistungsindikator, der sich lediglich auf den Geschäftsbereich Privatkundengeschäft bezieht, ist das für die Kunden verwaltete Vermögen (Assets under Management oder kurz AuM). Die AuM umfassen sowohl Wertpapiere als auch bei der Bank gehaltene Einlagen der Kunden. Weitere nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind die Kundenanzahl sowie die Kundenzufriedenheit.

3. Geschäftliche Entwicklung

Überblick

Die Quirin Privatbank blickt in 2025 auf eine insgesamt stabile und erfolgreiche Geschäftsentwicklung zurück. Sowohl die vertrieblichen Kennzahlen im Privatkundengeschäft als auch das Ergebnis vor Steuern spiegeln den positiven Geschäftsverlauf wider. So erreicht die Bank im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis vor Steuern von 18,3 Mio. €, was einer Verbesserung von 1,4 Mio. € bzw. 9 % im Vergleich zum Ergebnis des Vorjahreszeitraumes (16,9 Mio. €) entspricht. Der Jahresüberschuss hat sich jedoch aufgrund der im Vorjahr vollständig verbrauchten Verlustvorträge und mithin einer signifikant höheren Steuerquote um 2,1 Mio. € bzw. 16 % reduziert. Das Ergebnis vor Steuern liegt damit deutlich und der Jahresüberschuss noch merklich über den zu Beginn des Geschäftsjahres zugrunde gelegten Erwartungen. Die Eigenkapitalrendite (nach Steuern) beträgt für das Geschäftsjahr 2025 12,5 % (2024: 15,6 %).

Geschäftsbericht 2025 der Quirin Privatbank AG

Das Geschäftsjahr 2025 war weiterhin von einem anspruchsvollen makroökonomischen und geopolitischen Umfeld geprägt. Anhaltende geopolitische Spannungen, ein insgesamt gedämpftes Wirtschaftswachstum sowie ein sich veränderndes Zinsumfeld bestimmten die Rahmenbedingungen. Gleichwohl zeigten sich die internationalen Kapitalmärkte im Jahresverlauf überwiegend stabil und phasenweise deutlich positiv, was sich unterstützend auf die Geschäftsentwicklung der Bank ausgewirkt hat.

Die positive Entwicklung wurde von allen Geschäftsbereichen getragen, wobei der maßgebliche Anteil auf das Privatkundengeschäft zurückgeht. Im Privatkundengeschäft wirkte sich insbesondere das Wachstum des verwalteten Kundenvermögens positiv auf den Provisionsüberschuss aus. Der Bereich Treasury profitierte trotz eines insgesamt rückläufigen Einlagenvolumens von einer weiterhin auskömmlichen Zinsmarge, wodurch mit dem Zinsergebnis zwar ein rückläufiger, aber immer noch wesentlicher Ergebnisbeitrag erzielt wurde.

Im Privatkundengeschäft hat die Bank an den Wachstumskurs der vergangenen Jahre anknüpfen können. So konnten im Geschäftsjahr 2025 ähnlich wie im Vorjahr erneut ca. 1.500 Neukunden gewonnen werden. Die Kundenanzahl hat sich damit um 7 % auf 14.600 erhöht. Die AuM belaufen sich zum Jahresende 2025 auf 7,2 Mrd. €, was im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 0,5 Mrd. € bzw. 7 % entspricht. Mit dieser Entwicklung wurde das für die AuM erwartete Wachstum leicht übertroffen. In den gestiegenen AuM spiegeln sich sowohl die in den Kundenportfolios erzielte positive Wertentwicklung als auch die Nettozuflüsse der Kunden wider. Die Nettozuflüsse haben im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 81 Mio. € aufgrund von Sondereffekten einen im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringeren Anteil am AuM-Wachstum (2024: 350 Mio. €).

Aufgrund der gestiegenen AuM konnte auch der Provisionsüberschuss im Privatkundengeschäft mit 6 % erneut merklich verbessert werden. Während die Verwaltungsaufwendungen im Vorjahr noch um 24 % gestiegen sind, konnte der Kostenanstieg in 2025 auf 7 % begrenzt werden. Der Geschäftsbereich hat vor diesem Hintergrund erneut eine leichte Ergebnisverbesserung erreichen können und schließt das Geschäftsjahr auch geringfügig über den Erwartungen ab. Die CIR des Privatkundengeschäfts beträgt 66 % und blieb damit im Jahresvergleich stabil (2024: 65 %).

Auch das Tochterunternehmen quirion AG hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter positiv entwickelt und konnte seinen Wachstumskurs fortsetzen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten knapp 19.000 Neukunden gewonnen werden, sodass die Kundenanzahl zum Jahresende 2025 auf mehr als 102.000 angestiegen ist, was einem Wachstum von 12 % entspricht. Die verwalteten Kundengelder haben sich zum Stichtag um 20 % auf 3,3 Mrd. € (Vorjahr: 2,7 Mrd. €) erhöht. Da die Depots und Konten und mithin die Einlagen der quirion-Kunden ebenfalls durch die Quirin Privatbank geführt werden, spiegelt sich diese positive Entwicklung auch auf Ebene der Quirin Privatbank wider.

Insgesamt betreut die Quirin Privatbank im Privatkundengeschäft damit zum Jahresende 2025 ca. 117.000 Kunden mit einem Vermögen von 10,5 Mrd. €, was im Vergleich zum Vorjahr Wachstumsraten von 12 % bei der Kundenanzahl und 11 % bei den AuM entspricht.

Lagebericht

Nach einem bereits deutlich eingetrübten Vorjahr zeigte sich die Geschäftsentwicklung im Bereich Capital Markets auch im Jahr 2025 insgesamt auf einem niedrigen Niveau. Während sich der Aktienmarkt im Segment der Blue Chips im Berichtszeitraum mit neuen Höchstständen sehr positiv entwickelte, verzeichneten Mid- und Small-Cap-Aktien im Vergleich dazu eine deutlich schwächere Performance. Diese Segmente sind stärker von den angespannten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland abhängig. Das von erheblichen Unsicherheiten geprägte wirtschaftliche Umfeld erschwerte die Durchführung von Kapitalmarkttransaktionen in diesem Bereich spürbar und belastete die Geschäftsentwicklung entsprechend.

Dank des stabilen und weniger vom Kapitalmarktumfeld abhängigen Geschäfts im Bereich Kapitalmarktservice erzielte das Kapitalmarktgeschäft insgesamt im abgelaufenen Geschäftsjahr dennoch ein positives und gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Ergebnis. In diesem Zusammenhang verbesserte sich auch die Cost-Income-Ratio (CIR) des Geschäftsbereichs von 76 % auf 69 %.

Ertragslage

Wesentlicher Ergebnistreiber für die Ertragslage der Bank ist der Provisionsüberschuss. Im Privatkundengeschäft konnte der Provisionsüberschuss aufgrund der gestiegenen AuM merklich gesteigert werden. Aber auch im Kapitalmarktgeschäft und Treasury konnte der Provisionsüberschuss moderat bzw. stark verbessert werden. Insgesamt erreicht der Provisionsüberschuss 62,0 Mio. €, was einer Steigerung von 5,8 Mio. € bzw. 10 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Der Zinsüberschuss, in den für die Berichterstattung auch die laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren einbezogen werden, hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 21,1 Mio. € um ca. 6,7 Mio. € auf 14,4 Mio. € deutlich verringert. Ursache für den Rückgang sind im durchschnittlichen Jahresverlauf geringe Zinseinlagen von Kunden als Folge des gesunkenen Zinsniveaus.

Das Handelsergebnis beläuft sich im Berichtsjahr auf 1,3 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €).

Das sonstige betriebliche Ergebnis beträgt 6,4 Mio. € und hat sich im Vergleich zum Vorjahreswert von 7,8 Mio. € wieder spürbar reduziert. Der Vorjahreswert enthielt einen periodenfremden Ertrag in Höhe 2,5 Mio. €, der auf im Rahmen einer Betriebsprüfung im Geschäftsjahr 2024 ergangene geänderte Umsatzsteuerbescheide für die Jahre 2016 bis 2018 zurückging. Darüber hinaus werden im sonstigen betrieblichen Ergebnis unter anderem Erträge aus der Weiterbelastung von Drittkosten und der Geschäftsbesorgung im Rahmen des BPO-Geschäfts (4,7 Mio. €, Vorjahr: 4,0 Mio. €), aus der Auflösung von Rückstellungen (1,4 Mio. €, Vorjahr: 1,4 Mio. €) sowie der Währungsumrechnung (0,3 Mio. €, Vorjahr: 0,2 Mio. €) ausgewiesen.

Die Verwaltungsaufwendungen betragen im Berichtsjahr 64,6 Mio. € und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um knapp 4 % erhöht. Dies beruht im Wesentlichen auf einem Anstieg der Personalkosten um 6 % und ist auf ergebnisbedingt höhere variable Vergütungsbestandteile, inflationsbedingte Gehaltsanpassungen sowie die gestiegene Mit-

arbeiteranzahl zurückzuführen. Die anderen Verwaltungskosten konnten im Vergleich zum Vorjahr auf Gesamtbankebene nahezu konstant gehalten werden.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagegüter haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 16 % auf 0,9 Mio. € erhöht.

Der Saldo aus Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft (Risikovorsorge) hat sich im Geschäftsjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sehr deutlich auf -0,4 Mio. reduziert (Vorjahr: -0,9 Mio. €). Die Risikovorsorge enthält das Bewertungsergebnis aus Wertpapieren der Liquiditätsreserve, Einzelwertberichtigungen für Forderungen an Kunden sowie die gem. IDW RS BFA 7 ermittelten Pauschalwertberichtigungen für außerbilanzielle Risiken.

Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere (Ergebnis aus Finanzanlagen) ergaben sich im Geschäftsjahr 2025 nicht (Vorjahr: -0,8 Mio. €).

Insgesamt erzielt die Quirin Privatbank damit für das Geschäftsjahr 2025 ein im Vergleich zum Vorjahr um 9 % verbessertes Ergebnis vor Steuern von 18,3 Mio. € (Vorjahr: 16,9 Mio. €). Die CIR hat sich auf Gesamtbankebene im abgelaufenen Geschäftsjahr von 74 % auf 78 % erhöht.

Der Steueraufwand beläuft sich für das Geschäftsjahr 2025 auf 7,2 Mio. € und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Der sehr deutlich gestiegene Steueraufwand ist insbesondere auf die im Vorjahr vollständig verbrauchten Verlustvorträge der Bank und mithin auf eine signifikant höhere Steuerquote zurückzuführen. Aber auch das im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Ergebnis vor Steuern sowie eine gebildete Steuerrückstellung für auf Basis einer Betriebsprüfung voraussichtlich nachzuversteuernde Sachverhalte haben zu dem höheren Steueraufwand beigetragen.

Insgesamt ergibt sich damit für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von 11,0 Mio. € (Vorjahr: 13,2 Mio. €).

Im Jahresdurchschnitt 2025 waren neben zwei Vorstandsmitgliedern 276 Mitarbeiter (Vorjahr: 266) und zum Bilanzstichtag 280 Mitarbeiter (Vorjahr: 261) angestellt.

Finanzlage

Die Bank refinanziert sich primär über das Eigenkapital. Darüber hinaus nimmt sie Kundeneinlagen im Rahmen ihres Geschäftsmodells entgegen, die sie überwiegend bei der Bundesbank im Rahmen der Einlagenfazilität hinterlegt oder in liquiden Wertpapieren anlegt. Die Zahlungsfähigkeit der Bank war im Berichtszeitraum zu jeder Zeit gegeben. Zur Steuerung der Liquiditätslage und der Liquiditätsrisiken verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Risikobericht.

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt zum Stichtag unverändert 43.412.923 € und ist in 43.412.923 Stückaktien mit Gewinnberechtigung aufgeteilt, die auf den Inhaber lauten. Die Anteilsstruktur stellt sich zum Bilanzstichtag unverändert wie folgt dar:

Lagebericht

Aktionäre

Berliner Effektengesellschaft AG

Vorstand Quirin Privatbank AG

Riedel Gruppe

Streubesitz

Anteil in % am Grundkapital

Die Aktien der Quirin Privatbank sind im Basic Board, einem Teilbereich des Open Market (Freiverkehr), an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Berichtsstichtag 1.425 Mio. € und hat sich im Vergleich zum Jahresabschluss 2024 (1.340 Mio. €) leicht erhöht. Die Bilanzstruktur ist im Vergleich zum Vorjahr grundsätzlich unverändert.

Die Aktivseite bleibt zum überwiegenden Teil durch Forderungen an Kreditinstitute gekennzeichnet, die sich zum Stichtag geringfügig um 5 % auf 1.278 Mio. € erhöht haben und in Höhe von 1.137 Mio. € auf Guthaben bei der Deutschen Bundesbank entfallen, die in Form der Einlagefazilität gehalten werden. Die Barreserve hat sich um 20 Mio. € auf 32 Mio. € erhöht.

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere sowie die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere haben sich im Vergleich zum 31.12.2024 spürbar reduziert und belaufen sich zum Stichtag auf 27 Mio. €, da ähnlich wie in den Vorjahren Fälligkeiten nicht vollständig reinvestiert wurden.

Die Forderungen an Kunden haben sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag vor allem aufgrund gestiegener Lombardkredite um 22 % auf 56 Mio. € erhöht. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind gegenüber dem Vorjahr um 3 Mio. € auf 23 Mio. € aufgrund durchgeführter Kapitalmaßnahmen bei verbundenen Unternehmen angestiegen.

Entsprechend dem Geschäftsmodell der Bank stellen die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit 1.118 Mio. € weiterhin den wesentlichen Posten auf der Passivseite der Bilanz dar und haben sich gegenüber dem Vorjahresstichtag (1.105 Mio. €) leicht erhöht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich stichtagsbedingt um 68 Mio. € auf 152 Mio. € erhöht. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um 6 Mio. € auf 30 Mio. € gesunken, während die Rückstellungen im Vorjahresvergleich um 4 Mio. € auf 25 Mio. € gestiegen sind.

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken beläuft sich zum Bilanzstichtag unverändert auf 11 Mio. €.

Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 84 Mio. € um 4 Mio. € auf 88 Mio. € erhöht. Die Veränderung setzt sich zusammen aus der Erhöhung des Eigenkapitals um den Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres in Höhe von 11 Mio. € abzüglich des letztjährigen Bilanzgewinns von 7 Mio. €, der nach der Hauptversammlung am 6. Juni 2025 als Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wurde.

Aufsichtsrechtlich ergibt sich zum Bilanzstichtag (vor Feststellung des Jahresabschlusses) weiterhin eine sehr komfortable Gesamtkapitalquote von 33,1 % (Vorjahr: 33,1 %), die damit deutlich höher lag, als auf Basis der Kapitalplanung für das Geschäftsjahr zu erwarten war.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Bank blickt für das Geschäftsjahr 2025 auf eine positive Geschäftsentwicklung zurück. Die wesentlichen finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren konnten – unterstützt durch eine freundliche Entwicklung der internationalen Aktienmärkte – gegenüber dem Vorjahr erneut spürbar verbessert werden. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 9 % auf 18,3 Mio. €. Die Bank ist mit einer Gesamtkapitalquote von 33,1 % weiterhin stabil und komfortabel kapitalisiert. Das verwaltete Kundenvermögen (AuM) stieg infolge von Mittelzuflüssen sowie einer positiven Wertentwicklung um 7 % auf 7,2 Mrd. €.

Insgesamt sind wir daher mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr zufrieden und erwarten, an diese positive Entwicklung auch in Zukunft anknüpfen zu können. Der Hauptversammlung im Juni 2026 werden wir daher parallel zur Stärkung der Gewinnrücklagen die Ausschüttung des Bilanzgewinns in Höhe von 5,6 Mio. € als Dividende für das Geschäftsjahr 2025 vorschlagen, was einer Ausschüttung von 0,13 € je Aktie entspricht.

4. Risikobericht und Beschreibung des Risikomanagements

Für die Sicherung des Vermögens der Bank und die langfristige Ertragssicherung ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen eingehbaren Risiken und Ertragspotenzial notwendig. Hierzu hat der Vorstand einen Gesamtbanksteuerungsprozess (ICAAP) etabliert, der die einzelnen Elemente und Verantwortlichkeiten festlegt. Der ICAAP ist in den jährlichen Strategieprozess eingebettet. Er ist zukunftsorientiert und hat weitreichende Folgen für die Bindung von Ressourcen. Der Vorstand ist für den Strategieprozess verantwortlich. Er hat in der Geschäfts- und Risikostrategie den Handlungsrahmen für die eingehbaren Risiken festlegt. Bankspezifische Risikoindikatoren sind definiert und in die regelmäßige Berichterstattung eingebunden.

Der Vorstand hat eine Leitlinie für die Risikokultur in der Bank festgelegt. Sie soll die Identifizierung und den bewussten Umgang mit Risiken fördern und sicherstellen, dass Entscheidungsprozesse zu Ergebnissen führen, die auch unter Risikogesichtspunkten ausgewogen sind.

Risikomanagement ist eine Gesamtbankverantwortung und folgt dem Prinzip der drei Verteidigungslinien („Three Lines of Defence“). Dieses Modell stellt die Verankerung des Risikomanagements in der gesamten Bank sicher. Es beinhaltet die klare Zuordnung von Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten und bildet den Rahmen für ein funktionsfähiges Kontroll- und Überwachungssystem (IKS). Der Vorstand ist, unabhängig von der internen Zuständigkeitsregelung, für die ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und deren Weiterentwicklung verantwortlich. Dies umfasst die Verantwortung für alle wesentlichen Elemente des Risikomanagements und des internen Kontrollsystems. Jede Fachabteilung (erste „Verteidigungslinie“) trägt die Erst- und Hauptverantwortung für Risiken, die aus dem operativen Geschäft entstehen. Sie sorgt dafür, dass die operativen Tätigkeiten im Einklang mit den Geschäftsprinzipien und internen Richtlinien stehen. Dazu entwickelt sie in Abstimmung mit der Second Line of Defence ein angemessenes Kontrollumfeld, um die Risiken und Kontrollen, die in Verbindung mit den Geschäftsprozessen stehen, zu identifizieren und zu überwachen.

Als zweite „Verteidigungslinie“ werden die Risikomanagementfunktionen sowie die Kontrollbereiche verstanden, die der Steuerung und Überwachung der ersten „Verteidigungslinie“ dienen. Hierzu gehören die Festlegung von Methoden und Verfahren für das Risikomanagement, die Vorgaben von Leit- und Richtlinien, die Überwachung der Risiken und Kontrollen sowie das Reporting an die Organe der Bank. Dabei wird zwischen Risiko- und Finanzcontrolling unterschieden. Das Risikocontrolling überwacht und berichtet über die Marktpreis-, Adressenausfall-, Liquiditäts-, operationellen und sonstigen Risiken. Dem Finanzcontrolling obliegt die Überwachung und Berichterstattung hinsichtlich der Geschäftsrisiken. Daneben ist die Abteilung Organisation, Prozesse & Auslagerungsmanagement für die Steuerung und Überwachung des Auslagerungsmanagements und der Informationssicherheitsbeauftragte für die IT-Risiken zuständig.

Für die Risiken aus Beratungsfehlern, Geldwäsche und Betrug sind entsprechende Regelungen durch die Abteilung Compliance und den Geldwäsche- sowie Fraud-Beauftragten erlassen worden, deren Überprüfung auf Einhaltung regelmäßig erfolgt. Die Compliance-Funktion ist darüber hinaus für die Identifizierung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben sowie der Risiken zuständig, sofern sich aus der Nichteinhaltung solcher rechtlichen Regelungen eine Gefährdung des Vermögens des Instituts ergeben könnte. Weiterhin sind die Beauftragten für den Datenschutz und das Notfallmanagement sowie der Rechtsbereich den Kontrollbereichen zugehörig. Als prozessunabhängige Überwachungsstelle dient die Interne Revision (dritte „Verteidigungslinie“). Sie überwacht unter anderem die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements sowie des internen Kontrollsystems.

Aus der Risikokultur und dem Prinzip der drei „Verteidigungslinien“ ergibt sich, dass jeder Mitarbeiter der Bank auch eine individuelle Verantwortung für das Risikomanagement hat.

Der Risikostrategie liegt die regelmäßig stattfindende Risikoinventur zugrunde, bei der die Risiken definiert, aufgenommen und bewertet sowie Risikoarten zugeordnet werden. Mit der Inventur erfolgt auch die Einschätzung der Wesentlichkeit der die Bank betreffenden Risiken, die darin qualifizierte Relevanz des Risikos und deren Berücksichtigung in der Risikotragfähigkeit.

Für die Sicherstellung der Risikotragfähigkeit wendet die Bank neben der normativen Perspektive in der ökonomischen Perspektive den Ansatz der barwertnahen Risikotragfähigkeit an. Die Grundlagen des Konzepts und die Ergebnisse der Ermittlung sind in einem jährlich aktualisierten ICAAP-Bericht zusammengefasst. Für die normative Perspektive wurden der Beurteilung ein Planszenario sowie ein ebenfalls steuerungsrelevantes adverses Szenario, welches bankspezifische als auch allgemeine adverse Entwicklungen simuliert, zugrunde gelegt. Ergänzend simuliert die Bank weitere bankspezifische adverse Szenarien wie auch ein langfristiges ESG-Szenario und bezieht diese in die Beurteilung ein. Darüber hinaus werden zusätzliche Stresstest- und Sensitivitätsanalysen in der ökonomischen Perspektive durchgeführt.

Neben der ökonomischen Sichtweise umfasst das Risikotoleranz- und Steuerungskonzept der Bank den regulatorischen Steuerungskreis (sog. normative Perspektive). Gegenstand dieses Steuerungskreises ist die jederzeitige Einhaltung der externen und internen Schwellen der regulatorischen Kapital- und Liquiditätskenngrößen.

Die zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse im Geschäftsjahr 2025 war stabil und deckte die aggregierten Gesamtbankrisiken unterjährig und auch zum Berichtsstichtag solide ab. Die Risikotragfähigkeit ist und war in 2025 sowohl für die normative als auch für die ökonomische Perspektive mit den entsprechenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen gegeben. In die relevanten Steuerungsgrößen der normativen Perspektive ist auch ein Managementpuffer einbezogen, der gleichfalls eingehalten wurde.

Das Risikodeckungspotenzial in der ökonomischen Perspektive beträgt unter Berücksichtigung von in Summe 15,0 Mio. € Abzugsposten zum Berichtsstichtag 73,0 Mio. €. Die Abzugsposten beinhalten unter Anwendung der Tz. 42 des Leitfadens der BaFin zur aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte auch das Stresser-

Lagebericht

gebnis aus den Geschäftsrisiken im steuerungsrelevanten adversen Szenario des ICAAP. Unter Anwendung der Tz. 42 des RTF-Leitfadens werden die geplanten Netto-Provisionserträge angesetzt und den Verwaltungskosten in konsistenter Form gegenübergestellt. Dabei ist eine vorsichtige und konservative Schätzung unter Anwendung des adversen Szenarios unter Beibehaltung des Geschäftsumfangs zugrunde gelegt.

Nach Abzug der ökonomischen Kapitalanforderungen (Risikolimite) verbleibt ein freies Risikodeckungspotenzial von 19,5 Mio. €. Die Bank unterscheidet folgende Risikoarten:

• Adressenausfallrisiken

• Geschäftsrisiken

• Liquiditätsrisiken

• Marktpreisrisiken

• operationelle Risiken

Der nachfolgenden Tabelle können die Kennzahlen zur Limitstruktur und Limitauslastung in der ökonomischen Perspektive zum 31. Dezember 2025 für alle Risikoarten entnommen werden, die die Bank aufgrund ihrer Risikoinventur für sich als wesentlich klassifiziert hat:

Das Gesamtlimit wurde im Vergleich zum Vorjahr um 3 Mio. € erhöht, wovon 3 Mio. € auf die Beteiligungsrisiken entfallen, die Adressrisiken wurden um 1 Mio. € verringert und die operationellen Risiken entsprechend erhöht.

Die Beteiligungsrisiken werden von der Bank gesondert limitiert und nicht in das Limit der Adressenausfallrisiken einbezogen.

In der Risikoinventur wurden die Liquiditätsrisiken aufgrund der ausreichenden Liquiditätsausstattung der Bank sowie der Liquiditätsablaufbilanz, die unverändert keine

Refinanzierungslücken aufweist, weiterhin als nicht wesentlich beurteilt. Die als wesentlich eingeschätzten Geschäftsrisiken werden in der Kapitalplanung über die adversen Szenarien abgebildet.

Nachhaltigkeitsrisiken (ESG-Risiken) wurden in der Inventur als Risikotreiber aufgenommen und deren Betroffenheit entsprechend analysiert. Im Ergebnis wurde derzeit eine geringe Betroffenheit von Nachhaltigkeitsrisiken für die Bank festgestellt. IKT-Risiken wurden bei den operationellen Risiken berücksichtigt.

Die Gesamtkapitalquote lag zu den Monatsstichtagen des Geschäftsjahres stets über 28,8 % und beträgt zum Bilanzstichtag solide 33,07 %.

Der Wert für plötzliche und unerwartete Zinsänderungen im Anlagebuch gemäß der MaRisk (Economic Value of Equity (EVE)) beträgt zum Bilanzstichtag -0,41 % und der Wert für die Nettozinserträge (Net Interest Income (NII)) -0,83 %. Beide Schwellenwerte wurden zu den Quartalsstichtagen 2025 deutlich eingehalten bzw. unterschritten.

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko umfasst neben den klassischen Kredit- und Bonitätsrisiken auch Kontrahenten-, Emittenten-, Länder-, Struktur- und Beteiligungsrisiken sowie Verwertungs-, Migrations- und Fremdwährungsrisiken.

Kredit- und Bonitätsrisiken beinhalten das Risiko, dass ein Kreditnehmer/Emittent seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht termingerecht nachkommt.

Kontrahentenrisiken (Gegenparteirisiken) ergeben sich aus noch nicht vollständig abgewickelten Geschäften und dem Risiko des Ausfalls des Geschäftspartners. Dabei kann die Erfüllung des Geschäfts selbst ausfallen, wenn die Bank mit ihrer Lieferung bereits in Vorleistung getreten ist (Wiedereindeckungs- und Erfüllungsrisiken). Hierbei werden Börsen-, Kassa- und Zug-um-Zug-Geschäfte ausgenommen. Sog. Free-Geschäfte führt die Bank nicht durch. Wiedereindeckungsrisiken aus Kommissionsgeschäften der Bank für Warehouse-Geschäfte werden in die tägliche Limit-Auslastung additiv einbezogen.

Länderrisiken umfassen bei der Bank das Ländertransferrisiko. Strukturrisiken können sich aus der Zusammensetzung des Kreditportfolios ergeben, zum Beispiel wenn Klumpenrisiken durch Branchen-, Sektoren- oder regionale Konzentrationen entstehen.

Die gesondert ausgewiesenen Beteiligungsrisiken betreffen hauptsächlich das Tochterunternehmen quirion AG sowie eine weitere Beteiligung und werden durch eine Multiplikation des Buchwertes (Ausfallvolumen) mit der Ausfallquote („LGD“) gemessen. Im Stresstest wird die LGD auf 100 % erhöht.

Den Risiken begegnet die Bank, indem Kreditentscheidungen nur im Rahmen der gültigen Kompetenzordnung erfolgen. Ferner erfolgen Kreditvergaben hauptsächlich in Form von durch Wertpapiere besicherten Krediten an Privatpersonen und an Einzelunternehmen. Das Kreditgeschäft ist vorrangig auf den nationalen Markt ausgerichtet.

Lagebericht

Die Adressenausfallrisiken für Kunden, Kontrahenten und Emittenten werden barwertig unter Berücksichtigung von Sicherheiten und Länderrisiken im Rahmen einer MonteCarlo-Simulation als Value at Risk (VaR) mit einem Konfidenzniveau von unverändert 99,9 % und einer Historientiefe von 250 Tagen ermittelt. Berücksichtigt werden erwartete und unerwartete Verluste sowie Migrationsrisiken.

Die Bank nutzt für die Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default – PD) die PDPrognosen von Standard & Poor’s (S&P) für die Segmente Finanzinstitute, Unternehmen mit externem Rating und Länder. Bei Firmenkrediten und Privatkunden wird auf PD-Prognosen der SCHUFA Holding AG, Wiesbaden zurückgegriffen. Sofern für Kreditnehmer keine externen Ratingeinstufungen vorliegen, wird intern durch den Bereich KreditMarktfolge eine Ratingeinstufung durch Verwendung des Ratingsystems CredaRate vorgenommen.

Die Bank hat für die Ermittlung der erwarteten Kreditverluste eine entsprechende Verlustdatenbank aufgebaut. Die LGD (Loss Given Default) beschreibt, welcher Anteil des barwertigen Ausfallverlusts realisiert wird. Für einzelne Segmente sind die intern realisierten Verlustbeobachtungen allerdings nicht ausreichend, um Aussagen über die Angemessenheit der prognostizierten Verlustquote zu treffen, sodass auf repräsentative externe Datenquellen zurückgegriffen wird. Als Datengrundlage zur Abbildung der LGD im Segment „Finanzinstitute“ werden realisierte Settlement-Preise von Credit-Default-Swaps nach Ausfall von europäischen Banken und Zahlungsdienstleistern sowie für Emittenten die von S&P veröffentlichten Recoveries europäischer Unternehmen herangezogen. Für das Segment Länder werden empirisch beobachtete LGD-Werte von ausgefallenen Staaten und CDS-Spreads verwendet. Entsprechend nutzt die Bank differenzierte LGD-Werte.

Non-Performing Loans sind einzelwertberichtigt und werden mit dem ggf. bestehenden Blankoanteil in die Berechnung der Adressenausfallrisiken einbezogen.

Offene Linien werden unverändert mit 50 % auf das Blanko-Exposure angerechnet. Termingeschäfte fließen mit ihrem Kreditäquivalenzbetrag ein. Die Bank vergibt derzeit keine Fremdwährungskredite bzw. hält keine Eigenanlagen in fremder Währung.

Für die Risikosteuerung verwendet die Bank die Kennzahlen Expected und Unexpected Loss. Der Credit Value at Risk (CVaR) ist der unerwartete Verlust des Portfolios über den erwarteten Verlust hinaus.

Die unterstellten Ausfallwahrscheinlichkeiten werden regelmäßig in Bezug auf die getroffenen Annahmen überprüft.

Um die ESG-Risiken in den Adressenausfallrisiken zu steuern, hat die Bank das ESG-Modul der CredaRate im Einsatz. Dabei steht vorerst eine informative Datensammlung für Unternehmenskredite und den Depot-A-Bestand im Vordergrund. Es können damit die ermittelten ESG-Scores mit dem bankeigenen Datenpool (als Benchmark) verglichen werden. Im Rahmen der Risikoinventur hat die Bank die Betroffenheit für sich aus ESGRisiken als gering eingeschätzt.

Im Rahmen von Stresstestrechnungen werden die Auswirkungen von einzelnen gestressten Parametern und risikoartenübergreifenden Szenarien auf die Risikokennzahlen und das Risikodeckungspotenzial untersucht. Dabei werden unter anderem die PD, die LGD, der Expected Shortfall und die Auswirkungen aus den Verringerungen der Beleihungswerte von Sicherheiten für Kundenkredite verwendet. Weiterhin werden in Sensitivitätsanalysen Konzentrationsrisiken untersucht. Für das Branchenrisiko „Immobilien“ wird dabei eine unterstellte Reduzierung der Stichtagswerte im Immobiliensektor ermittelt.

Das Kreditportfolio – bestehend aus Krediten, Avalkrediten und Wertpapieren im Eigenbestand – beträgt zum Berichtsstichtag 118 Mio. € (Marktwert bzw. Inanspruchnahme zzgl. offener Linien; Vorjahr: 105 Mio. €). Nach Abzug der bewerteten Sicherheiten verteilt sich das Blanko-Exposure auf die internen Ratingklassen wie folgt (Vorjahreswerte sind in Klammern gezeigt):

Ratingklasse 3

Ratingklasse 4

(9)

Die Ratingklassen 1 bis 3 entsprechen für Emittentenrisiken einem Investmentgrade-Rating.

Erkennbaren Risiken wird durch die ausreichende Bildung von Einzelwertberichtigungen auf den nicht durch werthaltige Sicherheiten gedeckten Blankoanteil Rechnung getragen. Risiken aus Eventualverbindlichkeiten oder Kreditzusagen werden durch die Bildung von Rückstellungen abgedeckt. Für latente Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft sowie für außerbilanzielle Kreditrisiken werden Pauschalwertberichtigungen nach BFA 7 gebildet. Die Pauschalwertberichtigungen werden von den Aktivpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Für das außerbilanzielle Geschäft werden Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten sowie den anderen Verpflichtungen abgesetzt. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen erfolgt auf Basis eines vereinfachten Ansatzes auf der Grundlage von erwarteten Verlusten. Dabei wird der erwartete Verlust über die gesamte Laufzeit eines Geschäfts („lifetime expected loss“) geschätzt. Die Ermittlung des erwarteten

Lagebericht

Verlustes erfolgt unter Verwendung eines Modells, welches hinsichtlich der Berücksichtigung des latenten Kreditrisikos insbesondere die Parameter PD, Erlösquote (erwarteter Erlös aus der Verwertung vorhandener Sicherheiten) und Credit-Conversion-Factor (Linienanrechnung) des Risikomanagements sowie eine Diskontierungskurve verwendet. Abweichend von der Anwendung der Modelle aus dem Risikomanagement zur Ermittlung des Adressenausfallrisikos wird die PD um einen makroökonomischen Einflussfaktor in Form eines Frühwarnindikators ergänzt. Zur Diskontierung der Zahlungsströme wird der risikolose Marktzinssatz verwendet.

Zum Berichtsstichtag sind 16 % des Kreditexposures der Immobilien- bzw. Baubranche zuzurechnen. Der Rückgang um 8 % im Vergleich zum Vorjahr ist maßgeblich durch einen Bestandsabbau begründet.

Konzentrationen bezogen auf Kredite und Wertpapiere in Währungen, Ratingklassen oder Regionen sind für die Bank derzeit nicht wesentlich.

Marktpreisrisiken

Die Bank fasst das Zinsänderungs-, Kurs- und Währungsrisiko sowie Credit-Spread-Risiken (für Wertpapierbestände im Handels- und Anlagebestand) unter den Marktpreisrisiken zusammen.

Ein Eigenhandel (Nostrohandel) in Aktien, Derivaten oder Devisen mit dem Ziel der kurzfristigen Gewinnerzielung wird in der Bank nicht betrieben. Weiterhin führt die Bank keine Devisenoptionen und Geschäfte in Immobilien und Rohwaren durch. Diese Geschäfte bleiben bei den Ausführungen zu den Marktrisiken entsprechend unberücksichtigt.

Wertpapieraufträge und Börsentermingeschäfte für Kunden führt die Bank grundsätzlich als Kommissionsgeschäfte durch; diese bleiben folglich bei der Messung der Marktpreisrisiken unberücksichtigt.

Die im Rahmen der bilanziellen Bewertung gebildeten währungs-, betrags- und laufzeitkongruenten Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) von Devisentermingeschäften werden im Risiko einzelgeschäftsbezogen und marktnah (Mark-to-Market) bewertet und in das Risiko vollständig einbezogen. Diese Geschäfte betreffen entsprechende Kundenund deren Absicherungsgeschäfte und sind von untergeordneter Bedeutung.

Die Berechnung der Risikoauslastung erfolgt täglich auf Basis der Endbestände des Vortages. Limitüberschreitungen bedürfen der gesonderten Genehmigung des jeweiligen Kompetenzträgers.

Die Marktpreisrisiken werden mittels einer historischen Simulation (VaR) unter Verwendung eines unveränderten Konfidenzniveaus von 99,9 % sowie einer Haltedauer von 250 Tagen berechnet. Um alle relevanten Verläufe eines Konjunkturzyklus abzubilden, wird eine Historientiefe für Zins- und Credit-Spread-Risiken ab Ende 2006 verwendet. Die Credit Spreads sind Teil des VaR-Ergebnisses. Dabei nutzt die Bank tägliche sektor- und branchenspezifische Credit-Spread-Kurven (Annual Yield Curves) des Marktdatenanbieters IHS Markit.

Für die Messung der Kursrisiken verwendet die Bank unverändert das zeb-Trading-System.

Währungsrisiken sind bei der Bank gering und werden auf der Grundlage der Währungsbilanz ermittelt. Auf den Wechselkurs wird die Volatilität für (Netto-)Long-Positionen kursreduzierend und für (Netto-)Short-Positionen kurserhöhend berücksichtigt. Der aus dem um die Volatilität veränderten Wechselkurs umgerechnete Eurobetrag wird vorzeichenneutral über alle Währungen addiert und in der Limitauslastung additiv berücksichtigt.

Für Stresstest- und Sensitivitätsanalysen werden die Zins- und Credit-Spread-Kurven sowie Währungskurse verändert. Weiterhin werden diverse Zinskurvenszenarien und daraus folgende Barwertveränderungen in die Analysen einbezogen.

Der VaR beträgt zum Stichtag folgende in T€ gemessenen Werte für Zins-, Kurs-, Währungs- und Credit-Spread-Risiken (Vorjahr in Klammern):

Kursrisiko

Währungsrisiko

Zinsänderungsrisiko

Credit-SpreadRisiko

1.934 (2.842) 92 (89) 401 (1.128) 152 (15)

Darüber hinaus wird das gesondert berechnete (VaR-)Ergebnis aus dem Deckungsvermögen der betrieblichen Altersvorsorge von 732 T€ (Vorjahr: 686 T€) in der Limitauslastung für die Marktpreisrisiken hinzugerechnet.

Das Kursrisiko wird aufgrund der volatilen Kurse für den Bestand unverändert mit einem zusätzlichen Risikoaufschlag von 20 % berechnet und ist maßgeblich durch einen Bestandsabbau im Vergleich zum Vorjahr reduziert. Auch die Reduzierung des Zinsänderungsrisikos im Vergleich zum Vorjahr ist durch eine Bestandsreduzierung und durch die Zinsmarktveränderungen begründet.

Durch die betrags- und fristenkongruente Anlage der verzinslichen Einlagen sind die Auswirkungen auf das Zinsänderungsrisiko weiterhin gering.

Liquiditätsrisiken

Die Bank hat stets sicherzustellen, dass sie ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen kann (Zahlungsunfähigkeitsrisiko). Die Liquiditätsrisiken umfassen außerdem das Risiko steigender Refinanzierungskosten aufgrund eigener Bonitätsverschlechterung oder allgemeiner Spread-Ausweitungen am Markt (Refinanzierungskostenrisiko), das Marktliquiditäts-, Abruf- und Terminrisiko.

Die Bank refinanziert sich primär über das Eigenkapital. Darüber hinaus nimmt sie Kundeneinlagen im Rahmen ihres Geschäftsmodells entgegen, die sie überwiegend bei der Bundesbank hinterlegt oder in liquiden Wertpapieren anlegt.

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Abrufrisiken werden durch eine weitgehend fristenkongruente Liquiditätsanlage sowie durch Anlagen in kurzfristig liquidierbare Vermögenswerte gesteuert.

Für die Messung der Liquiditätsrisiken nutzt die Bank das System zeb_integrated_treasury-Manager. Dabei werden die einzelnen Cashflows entsprechend ihrer (Rest-) Laufzeit in Laufzeitbänder eingeordnet. Anhand der Liquiditätsablaufbilanz werden in einer Vorschaurechnung Liquiditätslücken ermittelt. Das System stellt diesen Lücken hypothetische kongruente Refinanzierungen zu aktuellen Marktkonditionen gegenüber. Hieraus errechnet sich ein theoretischer barwertiger Refinanzierungsschaden, dessen Auswirkungen bei einer Veränderung der Refinanzierungskurve für die Sensitivitätsanalysen simuliert werden. Dabei wird das Marktliquiditätsrisiko (Gefahr einer erschwerten kurzfristigen Verwertung von Aktiva aufgrund mangelnder ausreichender Marktliquidität) durch unterschiedliche Verwertungsquoten für Wertpapiere berücksichtigt.

Für die Bank besteht ein Notfallplan, um möglichen realen Liquiditätsengpässen zu begegnen.

Die jeweiligen Liquiditätskosten, -nutzen und -risiken sind in der Planung der Bank berücksichtigt und werden verursachungsgerecht intern verrechnet (internes Verrechnungspreissystem).

Für die operative Liquiditätssteuerung ist der Bereich Treasury zuständig. Dieser trifft seine Entscheidungen auf der Grundlage des prognostizierten Refinanzierungsbedarfs für die unterschiedlichen Zeithorizonte.

Die Liquiditätslage der Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets stabil. Zum 31.12.2025 beträgt die LCR-Kennziffer 542 (aufsichtsrechtliches Mindestmaß: 100). Im Jahresverlauf lag die Kennziffer zu den Monatsultimen zwischen 504 und 751.

Die Leverage Ratio wird geschäftstäglich überwacht und gesteuert, die Mindestquote wurde im Berichtsjahr stets eingehalten.

Für die Überwachung der Liquiditätsrisiken nutzt die Bank auch einen Liquidity-atRisk-Ansatz (LaR). Der LaR bezeichnet den Auszahlungsüberschuss, der während eines Geschäftstages mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit auf der Basis von Vergangenheitsdaten nicht überschritten wird. Mit dem LaR bestimmt die Bank, wie viel Liquidität sie unter Berücksichtigung eines zusätzlichen Aufschlages zur Sicherstellung der täglichen Zahlungsbereitschaft vorhalten muss. Die mit einer Ampelsteuerung versehene tägliche Überwachung ist mit dem Liquiditätsnotfallplan verknüpft und zeigte für 2025 deutlich ausreichenden Auszahlungsüberschuss.

Der ermittelte LaR für den Zeitraum vom 01.01. bis zum 31.12.2025 beträgt bei einem 99-%-Konfidenzniveau 76 Mio. € und ist durch täglich fällige Guthaben bei der Deutschen Bundesbank abgesichert.

Operationelle Risiken

Die Bank definiert das operationelle Risiko als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse eintreten.

Die Bank hat organisatorische Rahmenbedingungen geschaffen, um operationelle Risiken systematisch und bankweit zu erfassen. Schadensfälle werden in einer Schadensfalldatenbank zeitnah nachgehalten und ausgewertet.

Die Messung der operationellen Risiken erfolgt mit einer DV-unterstützten Monte-Carlo-Methode unter Verwendung eines 99,9-%-Konfidenzniveaus und einem einjährigen Betrachtungshorizont. Sämtliche Berechnungen basieren auf Bruttoschäden. Für die Modellierung der Verteilung der Schadensfälle wird eine Poisson-Verteilung verwendet. Die Poisson-Verteilung ist eine geeignete diskrete Zählverteilung, die für die Modellierung von Auftrittshäufigkeiten einzelner unabhängiger Ereignisse (wie die in der Schadensfalldatenbank festgehaltenen und einer Schadenskategorie zugeordneten Schäden) genutzt wird. Die Historientiefe ist auf einen relevanten rollierenden Zeitraum von 10 Jahren begrenzt und berücksichtigt Inflationseffekte für die Schadensfälle aus der Vergangenheit.

Für eine geeignete Modellierung werden alle beobachteten Schadensfälle nach Risikoart und Schadenshöhe klassifiziert, wobei die Risikoarten hierbei alle in der Risikoinventur der OpRisk identifizierten (Sub-)Risikoarten darstellen. Bei der Schadenshöhe werden für jede Risikoart die aufgetretenen Schadensfälle in Klein-, Mittel- und Großschäden unterschieden. Die Festlegung der Grenzen für die Schadenshöhenkategorien orientiert sich an den intern festgelegten Meldekategorien. Für die Schätzung des Parameters λ der Poisson-Verteilung wird die durchschnittliche historische Auftrittshäufigkeit der Zufallsgröße verwendet.

Sofern für eine (Sub-)Risikoart keine oder nicht ausreichende Fälle in der Schadensfalldatenbank vorliegen, sind hierfür unterstellte hypothetische Schadensereignisse mit den Fachbereichen entwickelt und ergänzt worden. Dabei wurden für die Simulationen jeweils entsprechende (Experten-)Schätzungen des Risikos mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit (ETW) angenommen. Die Modellierung unterscheidet nach Einzelschadenshöhe in fünf Ausprägungen und ETW.

In den Stresstestrechnungen werden in der Poisson-Verteilung die Lambdas und in den Szenarien die ETW verdoppelt sowie zusätzlich alle aus dem 10-Jahres-Horizont rausrollierten Schadensfälle mit einem Bruttoschaden oberhalb der Schwelle von 100 T€ dem Zeitraum zugeschlagen.

Für die Risikoinventur verwendet die Bank ergänzend ein analytisches Self-Assessment. Mit diesem Instrument können Risikopotenziale erkannt werden. Diese Indikation für die bestehenden operationellen Risiken in der Bank soll die Veränderung zur Risikomessung des Vorjahres aufzeigen und neue Schwachstellen in der Organisation, in Prozessen und Systemen identifizieren. Im Rahmen des Self-Assessments werden risikoreduzierende Maßnahmen der entsprechenden Bereiche eingefordert und nachgehalten.

Lagebericht

Flankiert werden diese Maßnahmen durch die kontinuierliche Überprüfung und Fortentwicklung des internen Kontrollsystems sowie durch Compliance-Regeln und ein entsprechendes Monitoring in den betroffenen Bereichen (wie z. B. Recht und Personal).

Die Definition der operationellen Risiken umfasst auch die Rechtsrisiken, die durch den Bereich Recht gesteuert werden. Für offene Rechtsverfahren wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Der Erfolg der Bank hängt zu einem entscheidenden Teil von engagierten Mitarbeitern ab. Es werden daher regelmäßige Analysen zu Fluktuation, Fehlzeiten und Personalentwicklungsmaßnahmen durchgeführt, um daraus etwaige Steuerungsimpulse abzuleiten.

Für die Bank besteht eine Strategie der digitalen operationellen Resilienz (kurz „DORStrategie“) und eine IT-Strategie. Ziel der DOR-Strategie ist die Stärkung der Resilienz der Bank.

Die IKT- und IT-Risiken sind Teil der operationellen Risiken. Die operationellen Risiken standen im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgehend im Einklang mit der Risikotragfähigkeit der Bank. Vorausschauend werden keine bestandsgefährdenden operationellen Risiken erwartet.

Geschäftsrisiken

Absatz-/Umsatz- und Ertragsrisiken sowie strategische Risiken sind unter den Geschäftsrisiken zusammengefasst.

Kostensteigerungen werden durch Budgetkontrollen und Budgetverantwortungen eingegrenzt. Im Rahmen der Soll-Ist-Analysen werden bei Budgetüberschreitungen Maßnahmen zur Kosteneindämmung zeitnah besprochen und verabschiedet.

Bei den Absatz-/Umsatz- und Ertragsrisiken werden Unterschreitungen der Planerträge bei Konstanz der Planaufwendungen angenommen. Absatz-/Ertragseinbrüche werden durch Ertragskontrollen und Ertragsverantwortliche eingegrenzt. Insbesondere durch die Abhängigkeit der Erträge von der Entwicklung der Aktien- und Anleihemärkte, die sich wiederum direkt auf die Höhe der Assets under Management auswirken, ist im Privatkundengeschäft das Absatz-/Umsatz- und Ertragsrisiko für das unterstellte Stresstestszenario als wesentlich eingestuft.

Das strategische Risiko, Marktpotenziale und Trends zu verkennen, wird über die Abweichung von absatz- und umsatzrelevanten Schlüsselfaktoren gemessen und analysiert. Im Rahmen des Strategieprozesses fließen diese Analysen in die strategischen Überlegungen ein und führen entsprechend zu möglichen Änderungen und Korrekturen.

Das Risikoreporting umfasst die zeitnahe Information der risikorelevanten Informationen an die entsprechenden Entscheidungsträger unter Beachtung der Anforderungen der MaRisk. Neben einem täglichen Reporting über die Limitauslastungen der Marktpreisrisiken und Kontrahentenrisiken an die Abteilungen Handel/Treasury, Finanzen, Kredit-Markt und Kredit-Marktfolge sowie an den Vorstand erfolgt ein erweitertes Monatsreporting an die gleichen Adressaten sowie ein vierteljährliches Reporting an den Aufsichtsrat der Bank. Das vierteljährliche Reporting schließt die Berichterstattung über die Entwicklung der festgelegten Indikatoren entsprechend den Mindestanforderungen an die Ausgestaltung von Sanierungsplänen (MaSanV) i. V. m. dem Sanierungs- und Abwicklungsgesetz (SAG) mit ein. Über die Geschäftsentwicklung wird monatlich an die Organe der Bank berichtet.

Zusammenfassung und Ausblick für das Risikomanagement

Der Vorstand hat die Risiken der Bank unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie und der Risikotragfähigkeit in der Risikostrategie festgelegt. Darauf aufbauend sind entsprechende Analysen, Methoden und Kennzahlen zur Messung, Überwachung und Steuerung der Risiken implementiert worden.

Neben der normativen Perspektive wendet die Bank in der ökonomischen Perspektive den Ansatz der barwertnahen Risikotragfähigkeit an. Die Grundlagen des Konzepts sind in einem ICAAP-Bericht zusammengefasst. Für die normative Perspektive wurden der Beurteilung ein Planszenario sowie ein steuerungsrelevantes adverses Szenario, welches bankspezifische als auch allgemeine adverse Entwicklungen simuliert, zugrunde gelegt. Ergänzend führt die Bank weitere adverse Szenarien wie auch ein langfristiges ESGSzenario und zusätzliche Stresstest- und Sensitivitätsanalysen in der ökonomischen Perspektive durch.

Neben der ökonomischen Sichtweise umfasst das Risikotoleranz- und Steuerungskonzept der Bank den regulatorischen Steuerungskreis (sog. normative Perspektive). Gegenstand dieses Steuerungskreises ist die jederzeitige Einhaltung der externen und internen Schwellen der regulatorischen Kapital- und Liquiditätskenngrößen.

Die zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse reicht zur Abdeckung der aggregierten Gesamtbankrisiken aus. Die Risikotragfähigkeit ist und war in 2025 sowohl für die normative als auch für die ökonomische Perspektive mit den entsprechenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen gegeben. In die relevanten Steuerungsgrößen der normativen Perspektive ist ein Managementpuffer einbezogen, der gleichfalls eingehalten wurde.

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5. Chancen-, Risiko- und Prognosebericht

Ausblick der Bank auf die künftigen Rahmenbedingungen

2025 ist das dritte Jahr in Folge, in dem die weltweiten Aktienmärkte deutlich zweistellige Wertzuwächse verzeichnen. Vor dem Hintergrund dieser überdurchschnittlich positiven Entwicklung dieser Jahre sowie der langfristigen Renditeerwartungen internationaler Aktienmärkte von etwa 8 % pro Jahr trüben sich die Aussichten für das Anlagejahr 2026 aus rein statistischer Perspektive ein. Hinzu kommt, dass die anhaltenden wirtschaftlichen sowie wirtschafts- und geopolitischen Herausforderungen weiterhin ein insgesamt eher ungünstiges Umfeld für die Kapitalmärkte darstellen. Inwieweit die Unternehmen mit ihrer Geschäftstätigkeit und damit letztlich auch die Aktienmärkte diesen Belastungsfaktoren auch im Jahr 2026 erneut standhalten können, bleibt daher mit erheblicher Unsicherheit behaftet.

Als Basis für unsere (konservative) Geschäftsplanung gehen wir daher von einer Seitwärtsbewegung der Kapitalmärkte aus. Einen moderaten Anstieg der AuM erwarten wir für Zwecke der Geschäftsplanung daher nur im Rahmen der Fortsetzung unseres Wachstumskurses durch entsprechende Nettomittelzuflüsse im Privatkundengeschäft. Der am 28. Februar 2026 ausgebrochene Krieg im Nahen Osten könnte mittelbar Auswirkungen auf das Geschäft der Quirin Privatbank haben. Wir beobachten etwaige Auswirkungen fortlaufend und passen unsere Risikoeinschätzung sowie Geschäftspolitik an, sofern dies notwendig würde. Eine verlässliche quantitative Einschätzung möglicher Effekte auf die zukünftigen Jahresabschlüsse der Quirin Privatbank sind zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nicht möglich, da diese vom Verlauf und insbesondere der Dauer des Konflikts abhängen.

Chancen- und Risikobericht

Die Quirin Privatbank ist als Bank im Markt der Geldanlage und Vermögensverwaltung grundsätzlich einer hohen Wettbewerbsintensität ausgesetzt. Sie differenziert sich vom Wettbewerb durch die Kombination eines zielbasierten unabhängigen Beratungsansatzes mit einem prognosefreien, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden Anlagekonzept. Die Differenzierung wird über ein hybrides Betreuungsangebot in der engen Zusammenarbeit mit der quirion AG noch verstärkt. Das Geschäftsmodell bietet insofern auch in dem wettbewerbsintensiven Umfeld grundsätzlich hohes Potenzial für weiteres starkes Kundenwachstum sowie einen deutlichen Anstieg der AuM und damit einhergehende Ertragssteigerungen.

Wachstumschancen werden darüber hinaus aus der hohen Kundenzufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft der Kunden abgeleitet.

Das in 2025 gesunkene Zinsniveau ist Chance und Risiko zugleich. Einerseits erhöht das gesunkene Zinsniveau den Handlungsdruck vieler Menschen, sich mit der Struktur ihrer

Vermögensanlagen und der Geldanlage am Kapitalmarkt zu beschäftigen. Der weitere Wachstumskurs der Bank wird dadurch im Privatkundengeschäft grundsätzlich begünstigt. Andererseits wird das gesunkene Zinsniveau im Aktiv-Passiv-Management der Bank (Treasury), insbesondere im Einlagengeschäft, die in den Vorjahren verbesserte Ertragslage wieder reduzieren. In welchem Umfang dies eintritt, hängt von der tatsächlichen weiteren Entwicklung des Zinsniveaus, vor allem von der Verzinsung der Einlagenfazilität der EZB sowie der Entwicklung der Zinsmarge und des tatsächlichen Einlagenvolumens ab.

Risiken für die Geschäftsentwicklung können zudem und insbesondere aus einer anhaltenden negativen Entwicklung der Kapitalmärkte entstehen. Das Risiko besteht in einem solchen Szenario darin, dass starke Marktschwankungen oder länger anhaltende Schwächeperioden zu einer geringeren Bemessungsgrundlage für die Provisionserträge führen und gleichzeitig die Renditeerwartungen der Kunden nicht erfüllt werden können, was wiederum negative Auswirkungen auf das Neu- und Bestandskundenwachstum haben könnte.

Mit der geplanten weiteren leichten Erhöhung der Betreuungs- und Vertriebskapazitäten gehen Kostenrisiken einher – insbesondere dann, wenn das Kunden- und/oder Volumenwachstum nicht in der erwarteten Höhe oder Geschwindigkeit generiert werden kann. Darüber hinaus sind die allgemeinen Kostenrisiken aufgrund des immer noch hohen bzw. nachlaufenden Inflationsniveaus sowie dauerhaft höherer Projekt- und IT-Kosten gestiegen. Das Risiko besteht darin, dass sich positive Skalierungseffekte aufgrund höherer Kosten nicht wie geplant oder nur in geringerem Umfang realisieren lassen.

Die Bank hat sich bereits seit mehreren Jahren auf die Beratung und Betreuung ihrer Kunden in Form der Vermögensverwaltung (regulatorisch: Finanzportfolioverwaltung) konzentriert. Mit Wirkung zum 31.12.2024 hat sie die nur noch in geringem Umfang bestehende auf Einzeltitel bezogene Anlageberatung vollständig eingestellt und die Anlageberatungsmandate in das sog. beratungsfreie Geschäft überführt. In diesem Kontext besteht das Risiko, dass die Bank einzelne Kunden und/oder Vermögensanteile verliert und sich somit die AuM entsprechend reduzieren. Andererseits setzt die Bank durch diesen Schritt vertriebliche Kapazitäten für die weitere Neukundengewinnung frei und reduziert deutlich regulatorische und operationelle Risiken.

Ein weiterhin hohes Kunden- und Volumenwachstum wird auch in 2026 für die quirion AG erwartet. Risiken bestehen im Bereich der digitalen Geldanlage in der hohen Marktund Wettbewerbsintensität und den Investitionen in die Vermarktung des Angebots und mithin in den Geschäftsrisiken des Tochterunternehmens, die sich über die Ausstattung mit den notwendigen aufsichtsrechtlichen Eigenmitteln oder die Bewertung des Beteiligungsbuchwertes auf die Bank übertragen können. Positiv – insbesondere für das Geschäftsmodell von quirion – könnte sich die geplante staatliche Förderung und Modernisierung der privaten Altersvorsorge auswirken. Diese Maßnahmen haben das Potenzial, das Bewusstsein für langfristige Vermögensbildung zu stärken und die Nachfrage nach digitalen, effizienten Anlage- und Beratungsangeboten zu erhöhen. Der konkrete Umfang und der zeitliche Verlauf der Umsetzung sind derzeit jedoch noch mit Unsicherheiten behaftet.

Lagebericht

Auch im Kapitalmarktgeschäft ist die Bank grundsätzlich einem hohen Wettbewerb ausgesetzt, der insbesondere bei der derzeit schwachen Marktlage und den schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen die Margen in dem Geschäft, aber auch die Durchführung von Transaktionen in dem bestehenden Marktsegment grundsätzlich unter Druck setzt und mithin die Geschäftsentwicklung belastet.

Zudem muss die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes weiterhin als ein Risiko- und auch Kostenfaktor berücksichtigt werden, denn fortwährend steigende regulatorische Anforderungen wirken kostentreibend, komplexitätserhöhend sowie ressourcenbindend und können auch das Angebot einzelner Produkte und/oder Anlageklassen beeinflussen.

Risiken können sich auch aus Rechtsstreitigkeiten ergeben, wenn diese einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Rechtsrisiken können institutsspezifisch oder branchenspezifisch sein.

IT-, Auslagerungs- und Kostenrisiken ergeben sich aus der Vergabe von Dienstleistungen an Dritte, wenn die Dienstleistungen nicht oder nicht wie vereinbart erbracht werden. Für die Bank ist dieses Risiko grundsätzlich in Bezug auf die an Geschäftspartner ausgelagerte IT, die Nutzung und den Betrieb des Kernbankensystems sowie die Wertpapierabwicklung relevant. Risiken können zum Beispiel durch einen Ausfall der IT bzw. des Auslagerungsunternehmens oder Cyberrisiken entstehen. Zur Mitigation von im Zusammenhang mit Auslagerungen stehenden Risiken hat die Bank entsprechende Maßnahmen zur Steuerung und Sicherstellung der Leistungsqualität und Leistungserbringung der Dienstleister sowie der operativen Stabilität und Informationssicherheit etabliert.

Auch über die vorgenannten Sachverhalte hinaus besteht das grundsätzliche Risiko, dass die tatsächliche künftige Entwicklung der Personal- und Verwaltungsaufwendungen von den im Rahmen der Geschäftsplanung getroffenen Annahmen abweichen, z. B. durch neue regulatorische Anforderungen, andere Preisentwicklungen oder sonstige Abweichungen im Stellenplan. Je nach Umfang und Richtung solcher Abweichungen kann dies zu einem höheren oder niedrigeren Jahresüberschuss führen.

Prognosebericht

Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 basiert auf der im vierten Quartal 2025 verabschiedeten Geschäftsplanung. Die in diesem Prognosebericht enthaltenen Aussagen bilden grundsätzlich den im Zeitpunkt der Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht vorliegenden Informationsstand ab. Die Unternehmensplanung basiert auf in die Zukunft gerichteten Prognosen, Erwartungen und Planannahmen.

Hinsichtlich des Eintritts der Planungsannahmen bestehen bekannte und unbekannte Unsicherheiten, die größtenteils nicht im Einflussbereich der Quirin Privatbank liegen. Daher ist die Geschäftsplanung und in der Folge auch die im Prognosebericht enthaltene Erwartung des Vorstands im Hinblick auf die künftige Geschäftsentwicklung mit Unsicherheiten behaftet. Hieraus folgt, dass die tatsächliche Entwicklung der Quirin Privatbank im Geschäftsjahr 2026 von den nachfolgenden Aussagen zur Erwartung der künftigen Geschäftsentwicklung, die im Zusammenhang mit den anderen Kapiteln des Lageberichts gelesen werden sollten, abweichen kann.

Für das Geschäftsjahr 2026 erwarten wir eine positive Geschäftsentwicklung und positive Ergebnisbeiträge in allen Geschäftsbereichen aus dem operativen Geschäft. Die Gesamtkapitalquote wird sich aufgrund der aufsichtlich erwarteten konservativen Kapitalplanung voraussichtlich leicht verringern, jedoch jederzeit deutlich sowohl oberhalb der regulatorischen Mindestanforderungen als auch über der internen Zielgröße bewegen. Im Privatkundengeschäft setzen wir uns auf Basis der hohen Kundenzufriedenheit und der hohen Empfehlungsbereitschaft in Hinblick auf das Neukundenwachstum und entsprechende Nettomittelzuflüsse weiterhin anspruchsvolle Wachstumsziele. Infolgedessen gehen wir im Vergleich zu 2025 von einem leichten Anstieg sowohl der Assets under Management als auch der Erträge aus. Vor dem Hintergrund vorsichtiger Planungsannahmen und im Rahmen der Wachstumsstrategie erwarten wir gleichzeitig in geringem Umfang steigende Verwaltungskosten bei einer leicht reduzierten CIR für das Geschäftsfeld.

Für das Kapitalmarktgeschäft erwarten wir im Rahmen der Geschäftsplanung für das Geschäftsjahr 2026 im Vergleich zu 2025 einen wieder spürbaren Anstieg des Provisionsüberschusses bei insgesamt aber nur moderat steigenden Gesamterträgen. Grundsätzlich ist eine Prognose für den Geschäftsbereich ähnlich wie in den Vorjahren allerdings aufgrund der Abhängigkeit von der Anzahl der durchgeführten oder begleiteten Transaktionen und vom Kapitalmarktumfeld mit hohen Unsicherheiten verbunden. Bei ähnlicher CIR wie in 2025 erwarten wir für den Geschäftsbereich einen Ergebnisbeitrag, der sich deutlich über dem des abgelaufenen Geschäftsjahres bewegen sollte.

Für den Bereich Treasury gehen wir für das kommende Geschäftsjahr aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus und infolgedessen geringer angenommener Kundeneinlagen sowie einer für Planungszwecke geringer angesetzten Zinsmarge von einem im Vergleich zu 2025 erheblich verringerten Ergebnisbeitrag bei entsprechend erhöhter CIR aus.

Insgesamt erwarten wir für 2026 ein positives Ergebnis vor Steuern, das sich vor allem aufgrund der zu erwartenden geringeren Ergebnisbeiträge aus dem Einlagengeschäft spürbar unter dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres bewegen wird. Die CIR wird sich auf Gesamtbankebene voraussichtlich leicht erhöhen.

Aufgrund eines für das Geschäftsjahr 2026 erwarteten geringeren Steueraufwands wird sich der Jahresüberschuss, also das Ergebnis nach Steuern, voraussichtlich auf ähnlichem Niveau bewegen wie im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die Gesamtkapitalquote wird im Berichtsjahr gemäß der Kapitalplanung vermutlich moderat absinken, sich jedoch jederzeit deutlich sowohl oberhalb der regulatorischen Mindestkapitalanforderungen als auch über der internen Zielgröße bewegen.

Gesamtaussage

Die Quirin Privatbank befindet sich mit der Beratung und Betreuung vermögender Privatkunden und mit dem Kapitalmarktgeschäft in einem wettbewerbsintensiven Umfeld. Allerdings verfügt die Bank in der Kombination des unabhängigen und hybriden Beratungsansatzes sowie eines wissenschaftlich basierten und prognosefreien Anlagekonzeptes in Verbindung mit einer auf die Lebensziele der Kunden ausgerichteten ganzheitlichen Finanzplanung über Alleinstellungsmerkmale und hat mit der aufgebauten Plattform die Weichen für eine auf weiteres Wachstum ausgerichtete Geschäftsentwicklung gestellt. Zudem haben sich sowohl das Geschäftsmodell als auch die Wachstumsdynamik aus unserer Sicht – auch unter dem Eindruck der in den vergangenen Jahren schwierigen Rahmenbedingungen – als robust und stabil herausgestellt.

Vor diesem Hintergrund sind wir mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr zufrieden und gehen für die Folgejahre von einer weiteren Verbesserung der bedeutsamsten Leistungsindikatoren aus.

Unser besonderer Dank gilt unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Berlin, 11. März 2026

Quirin Privatbank AG

Der Vorstand

Karl Matthäus Schmidt
Johannes Eismann

Jahresabschluss 2025

Aktivseite

1. Barreserve

a) Kassenbestand

b) Guthaben bei Zentralnotenbanken

darunter: bei der Deutschen Bundesbank 32.011.316,43 €

3. Forderungen an Kreditinstitute

a) täglich fällig

b) andere Forderungen

4 Forderungen an Kunden

5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

b) Anleihen und Schuldverschreibungen

ba) von öffentlichen Emittenten

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 15.245.972,52 €

bb) von anderen Emittenten

darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 €

6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

6a. Handelsbestand

7. Beteiligungen

8. Anteile an verbundenen Unternehmen

darunter: an Wertpapierinstituten 23.276.683,05 €

11. Immaterielle Anlagewerte

b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

d) Geleistete Anzahlungen

12. Sachanlagen

14. Sonstige Vermögensgegenstände

15. Rechnungsabgrenzungsposten

Summe der Aktiva

32.011.316,43 12.002.848,89 (12.002.848,89) 32.013.735,53 12.003.078,64

140.644.840,54 59.035.498,41 1.136.839.758,85 1.159.364.301,92 1.277.484.599,39 1.218.399.800,33

56.434.121,49 46.169.241,26

15.245.972,52 21.606.863,40 (21.606.863,40) 3.383.587,37 4.564.812,18 (699.295,85)

18.629.559,89 26.171.675,58 18.629.559,89 26.171.675,58 8.156.552,15 8.589.883,16 142.490,17 1.911.415,47 1.555.580,91 1.555.580,91 23.276.683,05 20.707.113,15 (20.707.113,15) 1.409.820,00 1.203.816,00 0,00 61.323,75 1.409.820,00 1.265.139,75 927.619,17 992.573,17 2.725.031,35 1.391.875,29 1.389.917,76 1.288.066,61 1.424.145.710,86 1.340.445.443,32

Passivseite

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

a) täglich fällig

b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

b) andere Verbindlichkeiten

ba) täglich fällig

bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist

3a. Handelsbestand

5. Sonstige Verbindlichkeiten

6. Rechnungsabgrenzungsposten

7. Rückstellungen

b) Steuerrückstellungen

c) andere Rückstellungen

11. Fonds für allgemeine Bankrisiken

12. Eigenkapital

a) gezeichnetes Kapital

b) Kapitalrücklage

c) Gewinnrücklagen

ca) gesetzliche Rücklage

cd) andere Gewinnrücklagen

d) Bilanzgewinn

Summe der Passiva

1. Eventualverbindlichkeiten

b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen

1.118.364.799,21 1.104.934.669,42 0,00 67.623,77 1.118.364.799,21 1.105.002.293,19 1.118.364.799,21 1.105.002.293,19 530,10 2.603,10

8.863.818,67 3.113.783,54 15.600.372,56 17.413.355,87 24.464.191,23 20.527.139,41 10.585.647,78 10.665.322,30

43.412.923,00 43.412.923,00 164.351,98 164.351,98

3.807.122,10 3.254.869,19 35.449.657,06 30.600.531,71 39.256.779,16 33.855.400,90 5.643.679,99 6.946.067,68 88.477.734,13 84.378.743,56 1.424.145.710,86 1.340.445.443,32 1.658.008,87 1.023.187,92

Gewinn- und Verlustrechnung der Quirin Privatbank AG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025

1. Zinserträge aus

a) Kredit- und Geldmarktgeschäften

aa) Zinserträge ohne negative Habenzinsen

ab) negative Zinsen auf Guthaben

b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen

2. Zinsaufwendungen

a) Zinsaufwendungen ohne positive Sollzinsen

b) positive Zinsen auf Verbindlichkeiten

3. Laufende Erträge aus

a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren

5. Provisionserträge

6. Provisionsaufwendungen

7. Nettoertrag des Handelsbestands

8. Sonstige betriebliche Erträge

10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

aa) Löhne und Gehälter

ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

darunter: für Altersversorgung 168.067,66 €

b) andere Verwaltungsaufwendungen

11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

12. Sonstige betriebliche Aufwendungen

13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft

8.376.010,91

29.967.371,74 28.957.508,07

4.807.806,75 3.921.691,54

34.775.178,49 32.879.199,61 (138.254,94)

29.784.866,93 29.630.255,33 64.560.045,42 62.509.454,94 921.742,32 792.027,50

308.880,25 541.263,16

396.433,96 899.891,78 -396.433,96 -899.891,78

Gewinn- und Verlustrechnung der Quirin Privatbank AG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2025

15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere

18. Entnahmen aus dem/Einstellungen (-) in den Fonds für allgemeine Bankrisiken

19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit

23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen

27. Jahresüberschuss

28. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr

32. Einstellungen in Gewinnrücklagen

a) in die gesetzliche Rücklage d) in andere Gewinnrücklagen

34. Bilanzgewinn

800.663,01

-800.663,01 0,00 -3.500.000,00 18.292.467,08 16.857.434,30 6.525.361,67 3.679.079,28

722.047,16 947,00 7.247.408,83 3.680.026,28 11.045.058,25 13.177.408,02 0,00 0,00 11.045.058,25 13.177.408,02 552.252,91 658.870,40 4.849.125,35 5.572.469,94 5.401.378,26 6.231.340,34 5.643.679,99 6.946.067,68

Anhang der Quirin Privatbank AG

für das Geschäftsjahr

2025

A. Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses zum

31. Dezember 2025

sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufstellung des Jahresabschlusses

Die Quirin Privatbank AG mit Sitz in Berlin ist in das Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 87859 B eingetragen. Der Jahresabschluss der Quirin Privatbank AG zum 31. Dezember 2025 wurde nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend § 2 RechKredV nach Formblatt 1 und 3. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt. Vom Wahlrecht des § 265 Abs. 8 HGB wird aus Gründen der Übersichtlichkeit Gebrauch gemacht. Dieses Wahlrecht wird analog auf die in den Formblättern vorgesehenen „davon“-Vermerke angewendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den §§ 242 ff. und 340 ff. HGB sowie der RechKredV in der aktuellen Fassung. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung werden gem. § 256a HGB in Verbindung mit § 340h HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Diese sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Termingeschäfte werden zu entsprechenden Terminkursen des Abschlussstichtags umgerechnet.

Devisentermingeschäfte werden, sofern es sich nicht um Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB handelt, dem Handelsbuch zugeordnet. Die Bewertungsergebnisse der Termingeschäfte werden im Handelsergebnis ausgewiesen. Für die Bewertung von Devisenswapgeschäften werden gespaltene Terminkurse verwendet. Die Abgrenzung der Swapstellen wird ebenfalls im Handelsergebnis vereinnahmt.

Die Barreserve und die Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nominalwert bilanziert. Sofern Kompensationsvereinbarungen vorliegen, werden Forderungen an Kreditinstitute und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verrechnet.

Forderungen an Kunden sind zum Nennwert bilanziert. Erkennbaren Risiken wird durch die ausreichende Bildung von Einzelwertberichtigungen auf den nicht durch werthaltige Sicherheiten gedeckten Blankoanteil Rechnung getragen. Ausfallrisiken aus Eventualverbindlichkeiten oder Kreditzusagen werden durch die Bildung von Rückstellungen abgedeckt. Für latente Adressausfallrisiken im bilanziellen Kreditgeschäft sowie aus außerbilanziellen Kreditrisiken werden Pauschalwertberichtigungen nach IDW RS BFA 7 gebildet. Die Pauschalwertberichtigungen werden von den Aktivpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden abgesetzt. Für das außerbilanzielle Geschäft werden Rückstellungen passiviert und entsprechend von den Eventualverbindlichkeiten sowie den anderen Verpflichtungen abgesetzt. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen erfolgt auf Basis eines vereinfachten Ansatzes auf der Grundlage von erwarteten Verlusten. Dabei wird der erwartete Verlust über die gesamte Laufzeit eines Geschäfts („lifetime expected loss“) geschätzt. Die Ermittlung des erwarteten Verlustes erfolgt unter Verwendung eines Modells, welches hinsichtlich der Berücksichtigung des latenten Kreditrisikos insbesondere die Parameter PD, Erlösquote (erwarteter Erlös aus der Verwertung vorhandener Sicherheiten) und Credit-Conversion-Factor (Linienanrechnung) des Risikomanagements sowie eine Diskontierungskurve verwendet. Abweichend von der Anwendung der Modelle aus dem Risikomanagement zur Ermittlung des Adressausfallrisikos wird die PD um einen makroökonomischen Einflussfaktor in Form eines Frühwarnindikators ergänzt. Zur Diskontierung der Zahlungsströme wird der risikolose Marktzinssatz verwendet.

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Agien und Disagien aus über bzw. unter pari erworbenen festverzinslichen Wertpapieren werden periodengerecht amortisiert. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere der Liquiditätsreserve sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Bewertung der Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere der Liquiditätsreserve erfolgt auf Basis von Marktpreisen des Bilanzstichtages nach dem strengen Niederstwertprinzip. Für die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens wird das gemilderte Niederstwertprinzip angewendet.

Die Bewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestandes erfolgt nach § 340e Abs. 3 Satz 1 HGB zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag abzüglich eines Risikoabschlages. Der Risikoabschlag wird nach der Value-at-Risk-Methode berechnet und von unrealisierten Bewertungsgewinnen der Handelsbestände in Abzug gebracht. Dabei werden eine Haltedauer von 10 Tagen, ein Beobachtungszeitraum von einem Jahr sowie ein Konfidenzniveau von 99,0 % zugrunde gelegt. Die aufwandswirksame Erfassung des Risikoabschlages erfolgt gem. § 340c Abs. 1 HGB im Nettoertrag des Handelsbestandes. Darüber hinaus ist ein Teil der Nettoerträge des Handelsbestandes gemäß § 340e Abs. 4 dem Fonds für allgemeine Bankrisiken zuzuführen. Die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand haben sich im Geschäftsjahr nicht geändert.

Zinsabgrenzungen auf Forderungen, Verbindlichkeiten und Wertpapiere werden den entsprechenden Nominalbeträgen hinzugerechnet und in der jeweiligen Bilanzposition des Geschäfts ausgewiesen.

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Der beizulegende Wert für Anteile an verbundenen Unternehmen wird mithilfe des Ertragswertverfahrens ermittelt. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen werden linear über die jeweilige Nutzungsdauer vorgenommen. Standardsoftware wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen. Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert unter 250 € werden sofort aufwandswirksam erfasst. Selbstständig nutzbare Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von mehr als 250 €, aber maximal 800 € werden im Jahr der Anschaffung sofort als Betriebsausgabe abgezogen.

Sofern eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens vorliegt, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Sind die Gründe hierfür entfallen, werden Zuschreibungen bis maximal zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Verpflichtungen aus Altersvorsorgeverträgen sind gemäß versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und werden mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen dienen (Deckungsvermögen) und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, verrechnet. Das zur Erfüllung der Schulden aus Altersvorsorgeverträgen gehaltene Deckungsguthaben wird mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Übersteigt der Betrag der Schulden den beizulegenden Zeitwert des Deckungsguthabens, wird eine Rückstellung in entsprechender Höhe gebildet.

Zur Absicherung gegen allgemeine Bankrisiken besteht ein auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesener Fonds für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB, in dem auch die verpflichtende Dotierung nach § 340e Abs. 4 HGB zum Ausgleich des Risikos künftiger Nettoaufwendungen des Handelsbestandes ausgewiesen wird.

Bewertung zinsbezogener Geschäfte des Bankbuchs

Zur Sicherstellung einer verlustfreien Bewertung des Bankbuchs werden in die Beurteilung, ob ein Verpflichtungsüberschuss besteht, die zukünftigen Zahlungsströme aller zinstragenden Geschäfte mit fester Zinsbindung einbezogen. Den zum Bilanzstichtag ermittelten Barwerten werden die entsprechenden Buchwerte gegenübergestellt. Darüber hinaus werden angemessene anteilige Risiko- und Verwaltungskosten berücksichtigt. Die IDW-Stellungnahme zur verlustfreien Bewertung von zinstragenden Geschäften des Bankbuchs (IDW BFA 3) wird beachtet. Ein Verpflichtungsüberschuss besteht zum Stichtag nicht. Die Bildung einer Rückstellung ist folglich nicht erforderlich.

B. Erläuterungen zur Bilanz

I. Aktiva

Barreserve

Die Barreserve hat sich zum Vorjahr um 20.011 T€ auf 32.014 T€ erhöht. Diese Veränderung betrifft im Wesentlichen die Guthaben bei der Bundesbank, welche zum Stichtag größtenteils im Rahmen der Einlagenfazilität bei der Bundesbank angelegt und somit den Forderungen an Kreditinstitute zuzuordnen sind.

Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute haben sich entsprechend der im Rahmen der Einlagefazilität bei der Bundesbank angelegten Liquidität um 59.085 T€ auf 1.277.485 T€ erhöht.

Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden sind im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 10.265 T€ auf 56.434 T€ gestiegen. Darin enthalten sind Forderungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 423 T€ (Vorjahr: 0 T€).

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Zum Berichtsstichtag werden unter dem Bilanzposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere die Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von 3.361 T€ (Vorjahr: 13.695 T€) und des Anlagevermögens in Höhe von 15.211 T€ (Vorjahr: 12.477 T€) ausgewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Wertpapiere in Höhe von 24.466 T€ fällig geworden. Unter den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind Wertpapiere mit einem Buchwert von 1.951 T€ enthalten, die im Folgejahr fällig werden.

Aktien

und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die in den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren ausgewiesenen Wertpapiere werden in Höhe von 2.267 T€ (Vorjahr: 2.700 T€) der Liquiditätsreserve und in Höhe von 5.889 T€ (Vorjahr: 5.890 T€) dem Anlagevermögen zugeordnet.

Handelsaktiva

Die Handelsaktiva beinhalten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 3 T€ (Vorjahr: 1 T€) sowie Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von 139 T€ inkl. Risikoabschlägen von 3 T€ (Vorjahr: 1.909 T€ inkl. Risikoabschlägen von 21 T€). Derivate sind in Höhe von unter 100 € (Vorjahr: 1 T€) enthalten.

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere in T€ 31.12.2025 31.12.2024

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

börsennotiert

nicht börsennotiert

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Finanzanlagen

Beteiligungen

Die Beteiligung an der 3rd-eyes analytics AG, Zürich/Schweiz, besteht in Höhe von 1.556 T€ unverändert fort. Die 3rd-eyes analytics AG ist als Technologie- und Softwareanbieter im Bereich Wealth Management tätig.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Bank hält 76,94 % der Anteile an der quirion AG, Berlin. Die Tochtergesellschaft ist ein mittleres Wertpapierinstitut im Sinne des § 2 Abs. 1 und Abs. 17 WpIG und besitzt eine Erlaubnis zum Erbringen von Wertpapierdienstleistungen gem. § 15 Abs. 1 WpIG. Sie gilt daher gem. §§ 340a Abs. 1 i. V. m. 340 Abs. 4 HGB als große Kapitalgesellschaft. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 717 T€, das Eigenkapital 4.199 T€, der Beteiligungsbuchwert 23.277 T€, das Vorjahresergebnis -3.015 T€.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Bei den dem Anlagevermögen zugeordneten Wertpapieren handelt es sich mit einem Buchwert von 21.135 T€ um Anleihen, die dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen und für die grundsätzlich eine Halteabsicht bis zur Endfälligkeit besteht. Der Anlagebestand enthält auch Anteile an einem Investmentfonds mit einem Buchwert von 5.889 T€. Anteile an inländischen Investmentvermögen oder vergleichbare ausländische Investmentanteile von mehr als 10 % bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr: 0 T€).

Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren keine Wertpapiere im Bestand, bei denen unter Berücksichtigung abgegrenzter Agien im Rahmen der Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips auf Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert verzichtet wurde.

Anlagenspiegel

Wertpapiere des Anlagevermögens Beteiligungen

Verbundene Unternehmen

werte

Bei den Abschreibungen im Geschäftsjahr handelt es sich grundsätzlich um planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen sind im Geschäftsjahr nicht erfolgt.

Sonstige Vermögensgegenstände

in T€

31.12.2025 31.12.2024

Offene Verrechnungen aus schwebenden Wertpapiergeschäften 49 1

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.752 737

Steuerforderungen 88 74

Aktivierte Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens

Schecks und zum Einzug erhaltene Papiere 142 0

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen insbesondere Bankdienstleistungen aus dem Kapitalmarktgeschäft.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Abgrenzungen aus Lieferungen und Leistungen mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von 1.155 T€ und von bis zu drei Jahren in Höhe von 235 T€ enthalten.

Aktive latente Steuern

Die Quirin Privatbank AG macht von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch und setzt den aktiven Überhang an latenten Steuern in Höhe von 3.235 T€ in der Bilanz nicht an.

Der aktive Überhang an latenten Steuern ergibt sich im Wesentlichen aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen der Handels- und der Steuerbilanz, die aus den Rückstellungen (1.384 T€), Wertpapieren einschließlich akkumulierter ausschüttungsgleicher Erträge (453 T€) und der betrieblichen Altersvorsorge (1.396 T€) resultieren.

Den ermittelten aktiven latenten Steuern liegt ein durchschnittlicher Steuersatz von 31,59 % zugrunde.

Fremdwährung

Das Gesamtvolumen der Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, beträgt umgerechnet 13.792 T€ (Vorjahr: 13.440 T€).

II. Passiva

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden belaufen sich zum Jahresende auf 1.118 Mio. € und entsprechen bei einer nur geringfügigen Erhöhung um 13 Mio. € damit grundsätzlich dem Vorjahresniveau. Unterjährig war aufgrund des gesunkenen Zinsniveaus zunächst eine spürbare Reduktion der Kundeneinlagen zu verzeichnen, bevor die Einlagen im Rahmen einer Zinskampagne am Jahresende wieder entsprechend angestiegen sind. Unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden bestehen in Höhe von 5.438 T€ (Vorjahr: 4.753 T€) unverbriefte Verbindlichkeiten aus der Anlage freier Mittel verbundener Unternehmen.

Sonstige Verbindlichkeiten

aus Lieferungen und Leistungen

In der Untergruppe Sonstige werden überwiegend zum Stichtag erhaltene, aber noch nicht weitergeleitete Dotationsmittel im Kontext des Zahlstellengeschäfts des Geschäftsbereichs Kapitalmarktservice ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus betrieblicher Altersversorgung wurden mit den zur Deckung dieser Verbindlichkeiten erworbenen Wertpapieren (Deckungsvermögen) gem. § 246

Abs. 2 HGB verrechnet. Zum Bilanzstichtag steht dem Erfüllungsbetrag der verrechneten Verbindlichkeiten in Höhe von 9.844 T€ ein Deckungsvermögen mit einem Marktwert in Höhe von 9.844 T€ (Anschaffungskosten 8.529 T€) gegenüber.

Rückstellungen

Die Rückstellungen lassen sich zum Bilanzstichtag wie folgt aufgliedern:

Erhaltene Lieferungen und Leistungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen unter anderem schwebende Ansprüche, Rückbaukosten für Mietereinbauten sowie Archivierungskosten.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB beträgt 10.586 T€ und ergibt sich in Höhe von 86 T€ (Vorjahr: 165 T€) aus der verpflichtenden Dotierung gemäß § 340e Abs. 4 HGB zum Ausgleich des Risikos künftiger Nettoaufwendungen des Handelsbestandes sowie in unveränderter Höhe von 10.500 T€ aus entsprechenden Dotierungen der Vorjahre zur Absicherung gegen allgemeine Bankrisiken. Da der Teil des Fonds für allgemeine Bankrisiken, der sich auf die Dotierung nach § 340e HGB bezieht, im Berichtsjahr oberhalb von 50 % des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettobeträge des Handelsbestandes lag, wurde ein Betrag von 80 T€ zu Gunsten des Nettoertrages des Handelsbestandes aufgelöst.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 43.412.923 € und ist in 43.412.923 Stückaktien mit Gewinnberechtigung aufgeteilt, die auf den Inhaber lauten.

Zum Berichtsstichtag besteht mit einer Frist bis zum 8. Juni 2028 die (nicht ausgenutzte) satzungsgemäße Ermächtigung, das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 21.706 Tsd. Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 21.706 T€ zu erhöhen („Genehmigtes Kapital 2023“). Den Aktionären ist das Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist unter bestimmten Bedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Für die Durchführung der Kapitalerhöhungen durch den Vorstand ist die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich. Darüber hinaus besteht in Höhe von bis zu 20.000 T€ nicht ausgenutztes bedingtes Kapital zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen oder Kombinationen dieser Instrumente („Bedingtes Kapital 2023“) im Gesamtnennbetrag von bis zu 60.000 T€. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als von Options- und/ oder Wandlungsrechten aus Schuldverschreibungen Gebrauch gemacht wird bzw. Options-/Wandlungspflichten aus Schuldverschreibungen erfüllt werden, und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft oder Aktien aus einem genehmigten Kapital zur Bedienung eingesetzt werden.

Sowohl das genehmigte Kapital als auch das bedingte Kapital verbriefen ab dem Zeitpunkt ihrer möglichen Ausgabe die gleichen Stimm- und Gewinnrechte wie das bislang ausgegebene Grundkapital.

Als Hauptanteilseigner ist die Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin, mit 25,3 % am Grundkapital der Quirin Privatbank AG beteiligt.

Fremdwährung

Auf Fremdwährung lautende Schulden bestehen im Gegenwert von 14.068 T€ (Vorjahr: 13.704 T€).

Restlaufzeitengliederung

Forderungen an Kreditinstitute

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist

Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter

Kündigungsfrist

Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit

Unter den Forderungen an Kunden werden Forderungen mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von 6.374 T€ (Vorjahr: 4.521 T€) ausgewiesen.

C. Erläuterungen zur

Gewinn- und Verlustrechnung

Zinsergebnis

Der Zinsüberschuss hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von 20,8 Mio. € um ca. 7,0 Mio. € auf 13,8 Mio. € verringert. Ursache für den Rückgang sind bei – von Zinskampagnen abgesehen – unverändert stabiler Zinsmarge im Einlagengeschäft im durchschnittlichen Jahresverlauf geringe Zinseinlagen von Kunden als Folge des gesunkenen Zinsniveaus.

Provisionsergebnis

Die Bank vereinnahmt im Provisionsergebnis Gebühren aus der Vermögensverwaltung als Kerngeschäft im Geschäftsbereich Privatkundengeschäft. Darüber hinaus enthält das Provisionsergebnis die abgerechneten Gebühren aus der Durchführung von Kapitalmaßnahmen für Kunden des Geschäftsbereichs Kapitalmarktgeschäft sowie die Erträge aus dem Kundengeschäft des Bereichs Institutionelle Kundenbetreuung sowie Kapitalmarktservice. Im Provisionsergebnis sind periodenfremde Erträge in Höhe von 550 T€ sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von -410 T€ enthalten.

Nettoertrag des Handelsbestandes

Der Nettoertrag des Handelsbestandes beträgt 1.281 T€ (Vorjahr: 163 T€) und setzt sich zusammen aus dem Nettoergebnis in Höhe von 1.201 T€ (Vorjahr: -62 T€) sowie einer Auflösung des Fonds für allg. Bankrisiken gem. § 340e HGB in Höhe von 80 T€ (Vorjahr: 225 T€).

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Die sonstigen Erträge und Aufwendungen beinhalten folgende Sachverhalte:

Sonstige betriebliche Erträge (in T€)

Geschäftsbesorgung für Dritte

Erstattung von Aufwendungen durch Mandanten, Kunden und Mitarbeiter

Sonstige betriebliche Aufwendungen (in

Erstattungen

Verwaltungsaufwendungen

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Erträge aus Erstattungen in Höhe von 144 T€ enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Ertragssteueraufwand in Höhe von 6.525 T€ hat sich im Vergleich zum Vorjahr (3.679 T€) deutlich erhöht. Der gestiegene Steueraufwand ist insbesondere auf die im Vorjahr vollständig verbrauchten Verlustvorträge der Bank und mithin auf eine signifikant höhere Steuerquote zurückzuführen. Aber auch das im Vergleich zum Vorjahr gestiegene Ergebnis vor Steuern sowie eine gebildete Steuerrückstellung für auf Basis einer Betriebsprüfung voraussichtlich nachzuversteuernde Sachverhalte haben zu dem höheren Steueraufwand beigetragen. Enthalten sind auch Steueraufwendungen für Vorjahre in Höhe von 865 T€.

D. Sonstige Angaben

Derivative Geschäfte

Die zum Stichtag 31. Dezember 2025 im Handelsbestand ausgewiesenen Geschäfte in Höhe von 94 T€ betrafen ausschließlich derivative Geschäfte mit Kreditinstituten.

Mitglieder des Vorstands

Karl Matthäus Schmidt (Vorsitzender) Johannes Eismann (CFO)

Zuständigkeiten in 2025:

• Privatkundengeschäft

• Anlagemanagement

• Risikomanagement inkl. Recht, Compliance, Kredit-Marktfolge

• Marketing, Personal, Revision

• Bankbetrieb, Datenschutz

Mandate in anderen Kontrollgremien:

• Vorsitzender des Aufsichtsrats der quirion AG, Berlin

• Mitglied des Verwaltungsrats der 3rdeyes analytics AG, Zürich

Zuständigkeiten in 2025:

• Kapitalmarktgeschäft

• Treasury

• Kredit-Markt

• Finanzen

Mandate in anderen Kontrollgremien:

• Mitglied des Aufsichtsrats der quirion AG, Berlin

• Mitglied des Verwaltungsrats der Nokera AG, Rüschlikon

Mitglieder des Aufsichtsrats

Holger Timm (Vorsitzender)

• Vorstandsvorsitzender der Tradegate AG, Berlin

• Vorstandsvorsitzender der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin

Klaus-Gerd Kleversaat

• Vorstandsmitglied Tradegate AG, Berlin (bis 31.12.2025)

Matthias Baller (stellvertretender Vorsitzender)

• Syndikusrechtsanwalt der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin

Anke Dassler

• Finanzvorständin ista SE, Essen

Dr. Christian Bienemann Dr. Carolin Gabor

• CFO bei Riedel Holding GmbH & Co. KG, Nürnberg

Organbezüge

• Risikokapital-Investorin als Geschäftsführerin von Caesar Ventures Management GmbH, München

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 101 T€ gezahlt. Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Angabe der gewährten Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse nach § 34 Abs. 2 Nr. 2 RechKredV

Gegenüber Mitgliedern des Vorstands wurden Darlehen in Höhe von insgesamt 745 T€ gewährt.

Angabe nach § 34 Abs. 2 Nr. 4 sowie § 35 Abs. 4

und 6 RechKredV

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen in Höhe von 1.658 T€ (Vorjahr: 1.023 T€). Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Anhaltspunkte, dass die Bank aus Eventualverbindlichkeiten oder übernommenen Bürgschaften in Anspruch genommen wird.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:

Anzahl der Arbeitnehmer per 31.12.2025 im Jahresdurchschnitt 2025 per 31.12.2024 im Jahresdurchschnitt 2024

Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB

Bei den anderen Bestätigungsleistungen handelt es sich um die Prüfung des Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 89 WpHG.

E. Weitere Angaben

Offenlegung gem. Art. 434 Abs. 1 CRR II

Die Offenlegungsangaben gem. Art. 434 Abs. 1 CRR II sind dem Offenlegungsbericht, der auf der Internetseite der Bank veröffentlicht wird, zu entnehmen.

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Aus Miet-, Leasing- sowie Geschäftsbesorgungs- und Wartungsverträgen ergeben sich über die Restlaufzeit der wesentlichen Einzelverträge künftige Belastungen von insgesamt 21.316 T€, von denen sich 8.870 T€ auf eine Restlaufzeit von über einem bis maximal 6 Jahren beziehen. In den genannten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind Einzahlungsverpflichtungen in die Kapitalrücklage eines Tochterunternehmens in Höhe von 595 T€ enthalten. Darüber hinaus bestehen zum 31. Dezember 2025 für die Bank übernommene Mietavale in Höhe von 457 T€.

Als Mitglied der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) ist die Bank zur Zahlung von jährlichen Beiträgen verpflichtet. Da das Berechnungsschema der EdB u. a. auf den gedeckten Einlagen und den Risikoparametern aller der EdB angeschlossenen Kreditinstitute beruht und uns diese Informationen sowie die Einschätzung der EdB im Hinblick auf unsere eigenen Risikoparameter nicht bekannt sind, unterliegt die zum 31.12.2025 gebildete Rückstellung bedeutsamen Schätzunsicherheiten. Darüber hinaus haben wir bei der Erbringung unserer regelmäßigen Jahresbeiträge an die EdB sowie der europäischen Bankenabgabe von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, jeweils bis zu 30 % in Form unwiderruflicher Zahlungsverpflichtungen zu leisten, die sich zum Stichtag auf 708 T€ belaufen. Die Zielausstattung des Einlagensicherungsfonds sollte grundsätzlich bis 2025 erreicht sein. Da sich diese jedoch an den gedeckten Einlagen aller der EdB angeschlossenen Kreditinstitute orientiert, stellen etwaige Nachschusspflichten ein Risiko im Hinblick auf unsere Finanzlage im Sinne von § 285 Nr. 3 HGB dar.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Der am 28. Februar 2026 ausgebrochene Krieg im Nahen Osten könnte Auswirkungen auf das Geschäft der Quirin Privatbank AG haben. Wir beobachten die Auswirkungen auf das Geschäft der Quirin Privatbank AG aufmerksam und passen unsere Risikoeinschätzung sowie Geschäftspolitik laufend an. Eine verlässliche quantitative Einschätzung möglicher Effekte auf die zukünftigen Jahresabschlüsse der Quirin Privatbank AG sind zum aktuellen Zeitpunkt jedoch nicht möglich, da diese vom weiteren Verlauf und von der Dauer des Konflikts abhängen. Abgesehen davon sind keine Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres eingetreten.

Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde unter teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. Gemäß § 150 AktG wurde zunächst die gesetzliche Rücklage in Höhe von 552 T€ dotiert. Darüber hinaus haben Vorstand und Aufsichtsrat satzungsgemäß 4.849 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der verbleibende Betrag von 5.644 T€ soll der Hauptversammlung zur Ausschüttung als Dividende in Höhe von 0,13 € je Aktie vorgeschlagen werden. Es handelt sich hierbei um einen Ergebnisverwendungsvorschlag gemäß § 285 Nr. 34 HGB.

Berlin, 11. März 2026

Quirin Privatbank AG

Der Vorstand

Karl Matthäus Schmidt Johannes Eismann

Weitere Angaben

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Quirin Privatbank AG, Berlin

Vermerk über die Prüfung

des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Quirin Privatbank AG, Berlin, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2025 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Quirin Privatbank AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2025 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden „EU-APrVO“) unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Finanzanlage quirion AG

Zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundlagen verweisen wir auf den Anhang unter „Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze“.

Das Risiko für den

Abschluss

Im Jahresabschluss der Quirin Privatbank AG zum 31. Dezember 2025 werden Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 23,3 Mio. ausgewiesen. Diese betreffen die von der Bank gehaltenen Anteile an der quirion AG. Im Verhältnis zum bilanziellen Eigenkapital beläuft sich der Anteil an verbundenen Unternehmen auf 26,3 % und hat somit einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögenslage der Gesellschaft.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei voraussichtlich dauernder Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den beizulegenden Wert ermittelt die Bank für Anteile an verbundenen Unternehmen mithilfe des Ertragswertverfahrens. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen waren nach den Berechnungen der Quirin Privatbank AG nicht erforderlich.

Die für das Ertragswertverfahren verwendeten Zahlungsströme beruhen auf beteiligungsindividuellen Planungen für die nächsten fünf Jahre, die mit Annahmen über langfristige Wachstumsraten fortgeschrieben werden. Der jeweilige Kapitalisierungszinssatz wird aus der Rendite einer risikoadäquaten Alternativanlage abgeleitet. Ist der beizulegende Wert niedriger als der Buchwert, so wird anhand qualitativer und quantitativer Kriterien untersucht, ob die Wertminderung voraussichtlich dauernd ist.

Die Berechnung des beizulegenden Werts nach dem Ertragswertverfahren ist hinsichtlich der getroffenen Annahmen von Einschätzungen und Beurteilungen der Gesellschaft abhängig. Dies gilt insbesondere für die Schätzung der künftigen Zahlungsströme und langfristigen Wachstumsraten sowie die Ermittlung des Kapitalisierungszinssatzes.

Es besteht das Risiko für den Jahresabschluss, dass die Bewertungsmethode nicht angemessen ist oder ermessensbehaftete Annahmen der Gesellschaft nicht sachgerecht getroffen werden und somit die Anteile an verbundenen Unternehmen nicht in der ausgewiesenen Höhe werthaltig sind.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben unsere Prüfung der durch die Bank vorgenommenen Bewertung zur Beurteilung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen unter Berücksichtigung der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS HFA 10 (Anwendung der Grundsätze des IDW S 1 bei der Bewertung von Beteiligungen und sonstigen Unternehmensanteilen für die Zwecke eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses) sowie der in IDW Standard S 1 definierten Grundsätze zur Durchführung von Unternehmensbewertungen in der jeweils zum Bilanzstichtag geltenden Fassung durchgeführt.

Unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten haben wir die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen sowie der Bewertungsmethode der Gesellschaft beurteilt. Dazu haben wir die erwarteten Zahlungsströme sowie die angenommenen langfristigen Wachstumsraten mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Daneben haben wir für einzelne Elemente (Formeln und Verknüpfungen) die rechnerische Richtigkeit der Bewertung anhand der uns zur Verfügung gestellten Bewertungsmodelle geprüft und einzelne Planungsannahmen der Unternehmensplanung der quirion AG, welche für Zwecke der vorliegenden Beteiligungsbewertung zugrunde gelegt wurde, hinsichtlich ihrer Plausibilität beurteilt. Ferner haben wir uns von der bisherigen Prognosegüte der Gesellschaft überzeugt, indem wir Planungen früherer Geschäftsjahre mit den tatsächlich realisierten Ergebnissen verglichen und Abweichungen analysiert haben. Zur Überprüfung von Auswirkungen möglicher Veränderungen der Annahmen auf den beizulegenden Wert haben wir alternative Szenarien berechnet und mit dem Bewertungsergebnis der Gesellschaft verglichen.

Unsere Schlussfolgerungen

Die der Beurteilung der Werthaltigkeit der Anteile an der quirion AG zugrunde liegende Bewertungsmethode ist sachgerecht und steht im Einklang mit den allgemeinen Bewertungsgrundsätzen. Die ermessensbehafteten Annahmen der Gesellschaft wurden sachgerecht getroffen.

Ermittlung und Erfassung

der Provisionserträge im Kapitalmarktgeschäft

Angaben zu den Provisionserträgen sind in den Erläuterungen zu den Provisionserträgen im Anhang sowie in den Abschnitten „Geschäftsmodell“ sowie „Geschäftliche Entwicklung“ des Lageberichtes enthalten.

Das Risiko für den Abschluss

Der Provisionsertrag ist der Höhe nach der bedeutsamste Bestandteil des Jahresergebnisses der Quirin Privatbank AG. Die Quirin Privatbank AG weist im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 Provisionserträge von EUR 78,3 Mio. (i. Vj. EUR 71,5 Mio.) aus.

Im Bereich Kapitalmarktgeschäft erzielt die Bank im Wesentlichen Provisionserträge aus dem Corporate-Finance-Geschäft und der Zahlstellentätigkeit. Die aus dem Privatkundengeschäft stammenden Provisionserträge resultieren aus standardisierten Preismodellen für die Vermögensberatung und Vermögensverwaltung. Darüber hinaus werden die Erträge des Business Process Outsourcing (kurz „BPO“) als Provisionsertrag abgebildet.

Das Risiko für den Abschluss besteht insbesondere darin, dass der Anspruch auf die Provisionserträge im Corporate-Finance Geschäft des Kapitalmarktgeschäfts nicht in Übereinstimmung mit den rechtlichen Grundlagen erfasst wird. Vor diesem Hintergrund war es für unsere Prüfung von besonderer Bedeutung, dass die Prozesse zur Ermittlung und Vereinnahmung der Provisionserträge aus dem Kapitalmarktgeschäft sachgerecht sind.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Basierend auf unserer Risikoeinschätzung der unterschiedlichen Prozesse und der Beurteilung der Fehlerrisiken haben wir unser Prüfungsurteil sowohl auf kontrollbasierte Prüfungshandlungen als auch auf aussagebezogene Prüfungshandlungen gestützt. Demzufolge haben wir unter anderem die folgenden Prüfungshandlungen durchgeführt:

Im Rahmen von kontrollbasierten Prüfungshandlungen haben wir die Angemessenheit und Implementierung sowie die Wirksamkeit von Kontrollen beurteilt, die die Gesellschaft zur Sicherstellung einer korrekten Erfassung abrechnungsrelevanter Vertragsund Transaktionsdaten im Provisionsgeschäft insbesondere des Kapitalmarktgeschäfts eingerichtet hat.

Im Rahmen von aussagebezogenen Prüfungshandlungen haben wir anhand von repräsentativen Stichproben die ordnungsmäßige Berechnung und buchhalterische Erfassung der Provisionserträge einzelner Transaktionen nachvollzogen. Dabei haben wir auch die Abrechnungen mit den der Ermittlung und Erfassung von Provisionserträgen zugrunde liegenden Unterlagen abgestimmt.

Unsere Schlussfolgerungen

Die eingerichteten Kontrollen sind geeignet, die sachgerechte Erfassung der Vertragsstamm- und Transaktionsdaten im Kapitalmarktgeschäft sicherzustellen, sodass die Berechnungen und Buchungen der Provisionserträge sachgerecht und auf Basis eines wirksam geschlossenen Vertrags erfolgen.

Sonstige Informationen

Der Vorstand bzw. der Aufsichtsrat ist für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellten Geschäftsbericht. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen – sobald sie verfügbar sind – zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

• wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

• anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für

den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der Vorstand ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Institute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der Vorstand dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der Vorstand verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der Vorstand verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der vom Vorstand dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des vom Vorstand angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den vom Vorstand dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben vom Vorstand zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und, sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 6. Juni 2025 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 14. Oktober 2025 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2018 als Abschlussprüfer der Quirin Privatbank AG tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Andreas Olschewski.

Hamburg, den 16. März 2026

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Olschewski Wirtschaftsprüfer

gez. Fiedler Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben auch im Geschäftsjahr 2025 wahrgenommen und den Vorstand der Quirin Privatbank AG bei der Leitung der Bank regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung für die Gesellschaft unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Er wurde vom Vorstand der Bank zeitnah und umfassend in schriftlicher oder mündlicher Form über die wesentlichen Entwicklungen in der Gesellschaft unterrichtet.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat monatlich über die Geschäftslage und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsbereiche, die Unternehmensplanung, die Risikolage sowie die strategische Ausrichtung der Bank informiert. Über grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung und die wirtschaftliche Lage sowie bedeutsame Geschäftsvorgänge fanden enge Beratungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand der Gesellschaft statt. Auch außerhalb der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen haben sich der Aufsichtsratsvorsitzende und sein Stellvertreter vom Vorstand über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat hat, soweit nach gesetzlichen oder satzungsmäßigen Vorschriften erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Vorfällen erteilt.

Im Berichtsjahr fanden planmäßig vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen am 21. März, 6. Juni, 26. September und 12. Dezember 2025 statt. Darüber hinaus wurden zwei Aufsichtsratsbeschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. An den Sitzungen des Aufsichtsrats haben auch der Vorstand sowie die Mitglieder der erweiterten Geschäftsleitung teilgenommen. Es existieren ein Prüfungsausschuss, ein Risikoausschuss sowie ein Digitalausschuss. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr dreimal, der Risikoausschuss einmal. An den Sitzungen des Aufsichtsrats bzw. der Ausschüsse haben nach Bedarf auch Mitarbeiter aus den Bereichen Finanzen, Revision und Compliance sowie Mitarbeiter des Abschlussprüfers teilgenommen.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats sowie die Besetzung der Ausschüsse hat sich im Berichtsjahr nicht verändert. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats sowie die Vorsitzenden der Ausschüsse koordinieren ihre Tätigkeiten fortlaufend und stimmen diese aufeinander ab. Die Ausschussvorsitzenden haben in den Sitzungen des Aufsichtsrats regelmäßig über die Arbeit der einzelnen Ausschüsse berichtet.

Zentrales Thema des Aufsichtsrats war auch im Jahr 2025 die weitere strategische Entwicklung des Geschäftsbereichs Privatkundengeschäft. In diesem Zusammenhang hat sich der Aufsichtsrat fortlaufend über die Fortschritte des im Vorjahr gestarteten Qualitäts- und Wachstumsprogramms berichten lassen. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat unter anderem mit der Umstellung des Preismodells, den Anpassungen im Ziel- und Bonussystem sowie der Organisationsentwicklung im Privatkundengeschäft, aber auch mit Anpassungen in der Aufbauorganisation der Gesamtbank beschäftigt.

Weitere Schwerpunkte waren die Befassung mit der Geschäftsentwicklung des Bereichs Kapitalmarktgeschäft sowie des Tochterunternehmens quirion AG, für das sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der Umsetzung der Wachstumsstrategie der Gesellschaft und deren Refinanzierung beschäftigt hat. In diesem Kontext hat sich der Aufsichtsrat auch intensiv mit den monatlichen Informationen zur Geschäftsentwicklung der Quirin Privatbank auf Einzelabschluss- und Konzernebene sowie von quirion befasst.

Zudem hat sich der Aufsichtsrat im Berichtsjahr über verschiedene vom Vorstand geprüfte Alternativen zur Weiterentwicklung des technischen Operating Models informieren lassen. In diesem Zusammenhang wurden unterschiedliche Optionen, Ausprägungen der Eigenleistungstiefe sowie alternative Modelle der Auslagerung und Kooperation mit externen Dienstleistern erörtert. Der Aufsichtsrat wird die weitere Entwicklung weiterhin eng begleiten.

Mit den turnusmäßig überprüften und aktualisierten Geschäfts-, Risiko- und IT-Strategien hat sich der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 26. September 2025 beschäftigt. Die daraus abgeleitete Geschäftsplanung für das Jahr 2026, der mehrjährige Planungshorizont bis 2030, die jeweiligen zugrunde liegenden Annahmen sowie die Ergebnisse des jährlichen ICAAP-Prozesses wurden in der Sitzung am 12. Dezember 2025 erörtert und die erwarteten Auswirkungen auf die strategische Ausrichtung, die Kapitalstruktur und die Risikotragfähigkeit bewertet.

Der Compliance-Bericht, der Bericht der MaRisk-Compliance-Funktion sowie der Bericht der zentralen Stelle gemäß § 25h Abs. 4 i. V. m. § 25h Abs. 1 KWG („Fraud“) für das Berichtsjahr 2024 wurden dem Aufsichtsrat von dem Compliance-Beauftragten vorgelegt und in der Sitzung am 21. März 2025 erörtert.

Ferner hat sich der Aufsichtsrat in jeder Sitzung vom Vorstand ausführlich über die Feststellungen der Internen Revision sowie über die jeweils aktuelle Risikosituation der Bank sowie die Ergebnisse der Stresstests informieren lassen. Darüber hinaus hat sich der Prüfungsausschuss regelmäßig mit der Umsetzung regulatorischer Neuerungen, insbesondere den Auswirkungen des EU-Omnibusmaßnahmenpakets im Zusammenhang mit der CSRD und EU-Taxonomie sowie der Verordnung über die digitale operationale Resilienz im Finanzsektor, kurz DORA, beschäftigt.

In der Sitzung am 12. Dezember 2025 hat der Aufsichtsrat die Angemessenheit und Effizienz der Vergütungssysteme überprüft und sich darüber hinaus mit der Bewertung der Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat befasst.

Die Ergebnisse der Prüfung nach § 89 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz für das Geschäftsjahr 2024 mit dem Prüfungszeitraum 1. April 2024 bis 31. März 2025 wurden zusammen mit Vertretern der Prüfungsgesellschaft in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 26. September 2025 erörtert. Die WpHG-Prüfung mit dem Prüfungszeitraum 1. April 2025 bis 31. März 2026 wird erneut durch die vom Vorstand beauftragte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, vorgenommen. Der Prüfungsbericht wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats nach Abschluss der Prüfung übermittelt.

Jahresabschluss

Der vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellte Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2025 ist unter Einbeziehung von Buchführung und Lagebericht durch die in der Hauptversammlung vom 6. Juni 2025 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und am 16. März 2026 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Bestätigungsvermerk wurde durch die Wirtschaftsprüfer Andreas Olschewski und Laurin Fiedler unterzeichnet.

Der Prüfungsausschuss hat sich in der Sitzung am 27. März 2026 intensiv mit den Unterlagen zum Jahres- und Konzernabschluss 2025 inklusive des Prüfungsberichts befasst.

Die Abschlussprüfer nahmen an der genannten Sitzung des Prüfungsausschusses teil, erläuterten die wesentlichen Prüfungsergebnisse einschließlich der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte und standen für Fragen zur Verfügung. Ferner hat sich der Prüfungsausschuss auch mit der Qualität der Abschlussprüfung beschäftigt und erachtet diese als angemessen. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses hat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungsausschusssitzung in der anschließenden Sitzung des Aufsichtsrats berichtet.

In der Sitzung am 27. März 2026 hat sich insofern auch der Aufsichtsrat in seiner Gesamtheit eingehend mit dem vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss 2025 der Quirin Privatbank AG befasst, diesen intensiv geprüft und mit dem Vorstand sowie der erweiterten Geschäftsleitung erörtert.

Nach der abschließenden Prüfung durch den Prüfungsausschuss sowie dem Ergebnis der eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen und billigt den Jahresund Konzernabschluss 2025. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, für das Geschäftsjahr 2025 eine Dividende in Höhe von EUR 0,13 je dividendenberechtigter Stückaktie auszuschütten.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr außerordentliches Engagement und die im Geschäftsjahr 2025 erbrachten Leistungen und erzielten Ergebnisse.

Berlin, 27. März 2026

Holger Timm

Aufsichtsratsvorsitzender

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