Herbst | 2026

Sommertage im Galizi
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Herbst | 2026

Sommertage im Galizi
Revival auf zwei Seiten Alles analog bei Plattfon Records
Bunt, würzig und voller Tradition YumiHana verspricht kulinarische Entdeckungen
Magische Welt der Miniaturen Zu Besuch im Marionetten Theater Basel























meisterschmuck.ch





























+ 41 61 560 12 00
















Zu Besuch bei Geigenbauerin Anna Reber Von Pferdehaar & Knochenleim

Kulinarische Entdeckungen bei YumiHana Farbenfroh, würzig und voller Tradition

Besuch in der Brocki auf dem Wolf Am Ende kommt der Lastwagen

Honig aus dem Gundeli Es summt und brummt mitten in der Stadt

Die Welt von oben im Peter’s Geheimtipp mit Wow-Effekt

Blick ins Basler Marionetten Theater Herbert und die unsichtbaren Fische

Industriegeschichte im Klybeck Im Erbe der Basler Chemie

Sommertage im Galizi

Alles analog bei Plattfon Records

Herbst | 2026
Spaziergang durch den Botanischen Garten Schau mal, wo der Pfeffer wächst!

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Aktuell herrschen draussen Rekord-Temperaturen. 37 Grad - schön ist das nicht. Gestern habe ich nach mehreren durchwälzten Nächten eine Matratze in den Keller geschleppt. Da müffelts zwar, aber Hauptsache kühl. Wie erträgst du die Hitze? Klemmt ein Coolpack in deinem BH oder hast du unter dem Bürotisch ein erfrischendes Fussbad stehen? Vielleicht bist du auch ein Fan von klebenden Shirts und triefender Stirn und sagst dir; richtig schön wirds erst ab 35 Grad?
Wie auch immer; hier kommen ein paar Tipps für heisse Tage und entspannte Abende. Ein Besuch bei YumiHana zum Beispiel. Hier gibts einen sehr grossen Kühlschrank mit lustigen Erfrischungsgetränken aus Korea und Japan und superscharfe Chilipasten, Kimchi und Ramen. Und du weisst ja; scharfes Essen wirkt wie eine natürliche Klimaanlage. Shopping geht auch prima in der kühlen Industriehalle der Brocki auf dem Wolf, dem Paradies für Sachensucherinnen und Vintage-Fans, oder bei Plattfon, wo du smoothe Sounds auf Vinyl findest. Vom (klimatisierten!)
Peter’s Bistro aus kannst du bei einem Salätchen vom 21. Stockwerk über die überhitzte Stadt blicken und auch im Bergnebelwaldhaus vom Botanischen Garten herrschen angenehm kühle Temperaturen. Doch am Ende ist natürlich das Galizi, die neue Buvette der Astro-Fries-Jungs am Birsköpfli, der coolste Ort der Stadt. Frohes Schwitzen!
Janine Wagner und das Team von BaselLive

Vor exakt 200 Jahren begann die Geschichte von Chocolats Favarger – somit ist das Familienunternehmen die zweitälteste Schokoladenmarke der Schweiz. Im Frühjahr hat die Genfer Traditionsmarke eine Filiale an der Freie Strasse eröffnet. Hier kannst du im Atelier Chocolat sogar deine eigene Schokolade gestalten, verpacken und dekorieren; ein prima Geschenk. Und überhaupt findest du hier natürlich wahnsinnig feine, handwerklich hergestellte Schoggi-Träume in Zartbitter, mit Honig, Nüssen, Nougat – hach.

Art Café-Bar – Rittergasse 21 – forartcafe-bar.ch
Direkt gegenüber vom Standesamt hat ein Café mit Bar und Kunstgalerie eröffnet. In drei miteinander verbundenen alten Bürgerhäusern wirst du in der For Art Café-Bar zu jeder Tageszeit glücklich: Cappuccino und Gipfeli zum Zmorge, ein kleines Mittagessen aus der Vitrine oder ein Apéro mit Plättli und Spritz zum Feierabend. Dazu gibts glatt polierte Holzböden, Stuckdecken, Kronleuchter und sorgfältig ausgewähltes Mobiliar. In den Obergeschossen kannst du durch wechselnde Kunstausstellungen lokaler und internationaler Künstlerinnen und Künstler schlendern und dich in den verschiedenen Räumen verlieren.
Aroma di Isabella – Güterstrasse 141 instagram.com/aromadiisabella

Was liegt in der Mitte zwischen Oslo und Lecce? Das Aroma di Isabella im Gundeli. Kein Wunder, gibts hier den perfekten Nord-Süd-Mix: authentischen italienischen Café in Kombination mit skandinavischer Mode. Den Kaffee serviert Elias Foscolo vom Kaffeemobil Furgo –seit Kurzem auch durchs Schaufenster direkt auf die Strasse – für den Style sind die Geschwister Juliana und Maximilian Gütermann verantwortlich. Wer Teile sucht, dies nicht an jeder Ecke gibt, wird hier fündig.

– Colmarerstrasse 14 – cinnamonbasel.ch
Frisch, saftig, fluffig, nicht übersüsst und bestenfalls noch warm; die Zimtschnecken von Cinnamon sind der Burner – dank dem rumänischen Familienrezept der Konditorin Oana Saic. Die besten Rezepte gibts eben immer bei den Grossmüttern! Neben den beliebten Schnecken backt Oana in dem winzigen Café auch Kuchen, Torten, Eclairs und Tiramisu. Für Geburtstage oder Hochzeiten können spezielle Motto-Torten bestellt werden.

Dass Pizza nicht gleich Pizza ist, zeigt uns das neue Luigia an der Elisabethenstrasse. Ein Besuch hier ist wie ein Kurzurlaub in Süditalien – herzlich, warm und molto gustoso. Neben dem unfassbar fluffigen PizzaTeig ist auch das Personal hervorzuheben: Von Natur aus mit italienischem Charme ausgestattet, ist der Service aufmerksam, aber niemals aufdringlich. Optisch ist im Luigia einiges los: Lämpchen, Samt, Muster, eine Vespa, Zitronen und Peperoni; alles sehr unkompliziert und herzlich und auch mit Kindern ein tolles Erlebnis.

Als Britney Spears noch Justin Timberlake datete und Paris Hilton mit Kim Kardashian um die Häuser zog, bedeckten die Jeans nur sehr knapp den Hintern und ein G-String betonte das – äxgüsi – Arschgeweih. Knallbunte Tracksuits, bauchfreie Spaghetti-Tops und Micro Skirts waren Pflicht. Ein Style, der sich heute Y2K nennt und der gerade ein fulminantes Revival erlebt, zum Beispiel im neuen Store von Michelle Tamar in der Kornhausgasse.

Parkcafé Sommer – Winkelriedplatz im Gundeli kaffeemacher.ch
Das einstige Trafogebäude im Winkelriedpark ist seit kurzem ein Café der Kaffeemacher:innen. Der Name: Sommer. Doch auch im Herbst und im Winter bekommst du hier feinen Espresso, Kaffee, hausgemachten Eistee oder Kombucha und natürlich ein Unser Bier, das wird ja gleich um die Ecke gebraut. Auch der Kaffee wird ein paar Meter weiter an der Güterstrasse geröstet. Zudem gibs Leckereien aus der eigenen Bäckerei, Frühstück und ein kleines Mittagsangebot.

Die Steinenvorstadt kann nicht nur Burger – sie kann neuerdings auch Sushi. Noma heisst das neue Lokal, das sich ruhig und zurückhaltend in das bunte Treiben einfügt. Doch nicht nur frisch zubereitete Sushi vom erfahrenen Sushi-Koch bekommst du hier, sondern auch Spring Rolls, Poke-Bowls, Yakitori-Spiessli oder Lachstatar mit Avocado. Überdies ist das Noma auch eine Cocktail-Bar mit Signature Drinks, allerlei Classics sowie auserlesenen Weinen. Na, vielleicht doch mal wieder in die Steine am Samstagabend?

Magst du eine Portion Classic Ponzu mit 853 Kalorien oder lieber nur einen Umami Chicken Salad mit 365 Kalorien? Bei der neuen hippen Restaurant-Kette Kaisin kannst du dir deinen Lunch je nach bevorzugtem Eiweiss-, Kohlenhydrat- und Fettgehalt sogar selbst zusammenstellen. Zum Trinken gibts Functional Soda mit präbiotischen Ballaststoffen (23 Kalorien) und tatsächlich auch Cola (139 Kalorien). Die Bowl-Kette aus Zürich ist mit ihrem Konzept auf Erfolgskurs – in Basel ist der Store am Bankverein bereits der zweite nach dem Novartis-Campus.

Jüdisches Museum Schweiz – Vesalgasse 5 juedisches-museum.ch
1966 gegründet, war das Jüdische Museum der Schweiz das erste Museum seiner Art im deutschsprachigen Raum. Es widmet sich der Geschichte und Kultur des Judentums und beherbergt Objekte aus 2000 Jahren Geschichte, vom mittelalterlichen Grabstein bis zu Zeugnissen der Basler Zionistenkongresse. Ende 2025 ist das Museum in ein umgebautes Tabaklager in die Innenstadt gezogen. Auf drei Etagen kannst du hier nun Spannendes über jüdische Bräuche, zeitgenössische jüdische Kunst und die jüdische Geschichte erfahren.
Café Kurt und Klärli – Gemsberg 5 – kurtundklärli.ch

Mobiliar, Licht, Musik, Bücher, Zeitschriften – bei Kurt und Klärli tauchst du in die Welt der 60er-Jahre ein. In familiärer Atmosphäre wird hier das Beste von damals mit den Vorzügen von heute verbunden. Freu dich auf italienischen Caffè, gute Gespräche, Kuchen, Sirup, Entspannung, aber auch Tee, Bier und Wein, vor allem aber Rum. Gleich 400 Sorten aus 50 Ländern präsentiert Gastgeber und Spirituosensommelier Markus Engeler jeweils mittwochabends am Rumtable.

PME Legend – Gerbergasse 25 – pme-legend.com
Erinnerst du dich an den Film Top Gun? Spätestens beim Besuch des neu eröffneten PME Legend-Stores an der Gerbergasse fühlst du dich wie Maverick bei der US Navy. Der in den USA gegründete Brand ist inspiriert vom Flugwesen. Charakteristisch sind belastbare, langlebige Materialien, aber eben auch der Look: Cargo-Taschen, Karos, Leder, Aufnäher mit dem Marken-eigenen FlügelLogo – perfekt für echte Kerle, die sich auch mal den Staub von der Hose klopfen oder spontan einen Ölwechsel durchführen.
Doshi Retreat & Water Garden
Vitra Campus, Charles-Eames-Strasse 2
Weil am Rhein – vitra.com

Nach der Eröffnung des Doshi Retreats, einem kontemplativen Ort inmitten von Grün hinter dem Vitra Design Museum, wurde nun auch der Water Garden des belgischen Landschaftsarchitekten Bas Smets fertiggestellt. Mittendrin: eine Skulptur der niederländischen Designerin Hella Jongerius. Die Wasserfläche wie auch das Doshi Retreat eröffnen neue Orte der Ruhe und Begegnung und bereichern den inspirierenden Ort ungemein – ein Spaziergang lohnt sich, durchaus auch bereits von Riehen aus

Lemour – Klosterberg 8 – instagram.com/lemour.kids
Shiro – Klybeckstrasse 122 – shiro-basel.ch

Der Name des Restaurants geht auf die Kindheit von Gastgeberin Feven Scheurer zurück: Das sämige Kichererbsen-Püree Shiro war einst ihr Lieblingsessen. Bis heute kocht es ihre Mutter in der winzigen Restaurantküche – neben Kartoffel-Eintopf Alicha Dinish, dem Schmortopf Zebhi Dorho oder dem Kulumulu-Teller, der sich prima zum Ausprobieren eignet. Zu allen Gerichten wird das Fladenbrot Injera serviert. Gegessen wird traditionell von Hand, wie in der äthiopischen Küche üblich. Wunderbar!
Was für ein wahnsinnig herziger Kinderladen hat da am Klosterberg eröffnet? Ein echter Lieblingsort für alle kleinen Persönlichkeiten, die es kunterbunt mögen. Denn Lemour ist gefüllt mit stylischen Stücken in allen Farben und Mustern. Streifen? Klar. Punkte? Natürlich. Regenbogen mit Dinos? Unbedingt. Die Inhaberin und selbst Dreifach-Mami hat ein feines Gespür für schöne und praktische Secondhand-Kindermode. Auch der eigens kreierte Nuggi-Anhänger könnte cooler nicht sein. Einmal Lemour, immer wieder Lemour.

Mavo – Walzwerk, Tramstrasse 66 in Münchenstein – mavo-walzwerk.ch
Beim Schlendern durchs Walzwerk-Areal ist uns neulich ein zauberhafter Ort aufgefallen: Er heisst Mavo, ist Laden und Eventraum in einem und präsentiert hochwertige Produkte von lokalen Handwerkern und Künstlerinnen. Hier findest du exklusive Keramikwaren, Drucke, Karten, Schmuck von unabhängigen Designschaffenden, Wohnund Gartenaccessoires, Pflanzen und Töpfe für drinnen und draussen, Kunst und auch revidierte Uhren von Oris. Hin und wieder gibts Events wie Spieleabende. Sogar mieten kannst du den inspirierenden Raum.
50 Jahre
Schweizer Design
Jean Jacques Scha ner
Silvana Conzelmann
Seit 50 Jahren widmen sich die Designer Silvana Conzelmann und Jean Jacques Scha ner der Gestaltung des städtischen Lebens mit ihren einzigartigen Entwürfen. Ihre originellen Plakate, Corporate Designs oder kreativen Kampagnen haben Basel über ein halbes Jahrhundert lang farbiger gemacht. Ihr Lebenswerk wird im Herbst 2026 mit der Ausstellung «Fifty Years Iconic» gewürdigt.
Vernissage: 10. September 2026 um 16.00 Uhr im Red Dot Design Museum Essen.
Die Ausstellung läuft vom 11. September bis am 1. November 2026.




Täglich musizieren in Basel Geigerinnen und Cellisten in Orchestern, an der Musikhochschule oder zu Hause im Kinderzimmer. Geht dabei etwas zu Bruch, heissts: Auf zu Anna Reber. In ihrem Geigenbauatelier repariert, revidiert und restauriert sie Streichinstrumente mit geübter Hand und sympathischer Gelassenheit.
Es gibt Geigen, die werden am Fliessband produziert und sind online für 300 Franken zu haben. Eine handgemachte Geige jedoch kostet ein Vielfaches. Und dann sind da die Luxus-Modelle. Wertanlagen, die für mehrere Millionen gehandelt werden. 45 Millionen Dollar betrug allein das Startgebot bei der Versteigerung einer Stradivari-Bratsche – sie gilt als bislang teuerstes Musikinstrument der Welt. Neben Stradivari sind auch Amati und Guarneri renommierte Geigenbauerfamilien. Sie alle kommen aus dem italienischen Cremona, einem Städtchen in der Lombardei, dessen Geigenbaukunst unterdessen zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO gehört.
In Cremona war es denn auch, wo sich Anna Reber dazu entschied, Geigenbauerin zu werden. Sie hatte eben die Schule abgeschlossen, war im Urlaub und auf der Suche nach Perspektiven. Anna kommt aus einer Musikerfamilie. Der Vater, Organist und Schulmusiker, vier Geschwister – alle spielten ein Instrument. Anna, die Jüngste, spielte Geige. «Allerdings war mein Vater mit mir nicht mehr so streng, ich habe kaum geübt .», lacht sie. Entsprechend hatte sie auch keine Ambitionen, beruflich Musik zu machen. Dennoch, damals im Urlaub in Cremona, wurde ihr klar; Geigenbauerin, das ist ihres.


Ja, das brauchts heute noch!
Nach der Ausbildung an der Geigenbauschule in Brienz und mehreren Praxisjahren machte sie sich in Basel selbstständig. Seit zwei Jahren betreibt sie ihr Atelier am Petersgraben. «Ob man davon leben kann, fragen mich die Leute oft. Und: Brauchts das heute noch?» Anna schmunzelt. Ihr ist die Arbeit noch nie ausgegangen – Musikhochschule und Schola Cantorum Basiliensis sei Dank. Immer wieder liegen auch namhafte Instrumente mit hohem Wert auf ihrem Tisch. Dann wird sie nervös. «Bei einem wirklich teuren Instrument darf dir nichts kaputtgehen», weiss sie. Doch wo gehobelt wird, fallen Späne. Und bei Anna wird viel gehobelt. Ihre Werkzeugsammlung ist beachtlich: eine Vielzahl an Schnitzmessern, Stemmeisen, Raspeln und Feilen liegen auf dem Tisch. Sägen, Winkel und Hammer hängen an der Wand. In den Schubladen und auf den Regalen stehen unzählige Spezial-Geräte, Fläschchen, Tuben und Dosen.
«Das Gute ist, wir können alles flicken», schmunzelt sie. «Aber es ist natürlich eine Horrorvision, dass mir mit einem wirklich wertvollen Instrument ein Missgeschick passiert. Nach der Lehre habe ich einmal einen teuren Bogen zerbrochen – das vergesse ich nie wieder!» Auch ein Bogen kann leicht 5000 Franken und mehr kosten. Für das Herstellen eines Bogens gibt es eine eigene Ausbildung, die allein vier Jahre dauert. Anna flickt die Bogen nur und bespannt sie neu. Ein Instrument muss jedoch nicht zwingend teuer sein, um einen immensen Wert zu haben. «Den persönlichen Wert darf man nicht unterschätzen. Vielleicht ist eine Geige Schrott, aber der Grossvater selig hat bereits darauf gespielt. Dann darf sie dir beim Reparieren eben auch nicht kaputtgehen.»
200 Stunden Arbeit mit 200 Jahre altem Holz Es ist eine eigene Welt, in der Anna sich da bewegt. Sie erzählt vom Knochenleim, den sie nach alter Tradition zum Verleimen der Holzteile verwendet, weil der elastisch ist und wahnsinnig gut hält. Und sie zeigt das Pferdehaar, das büschelweise an der Wand hängt. Es kommt von Hengsten. «Stutenhaare nimmt man nicht, weil Stuten über ihre Schweife pinkeln. Für eine Geige brauchst du mongolische, für ein Cello sibirische Haare.» Auch das Holz ist eine Philosophie für sich. «Man sagt, von 1000 Bäumen kann man nur einen für den Geigenbau gebrauchen», so Anna. «Das Holz muss sehr feinjährig, also langsam und dicht gewachsen sein, sodass die Jahresringe gleichmässig und eng beieinander liegen. Oft kommt es aus den Alpen. Um eine Geige bauen zu können, muss der Baum einen gewissen Durchmesser haben, den er erst ab etwa 200 Jahren erreicht.»
«Man sagt, von 1000 Bäumen kann man nur einen für den Geigenbau gebrauchen.»
ANNA REBER

Je mehr Anna während dem Schleifen, Leimen und Schrauben erzählt, desto deutlicher wird: Der hohe Preis eines Streichinstruments hat seine Berechtigung. 200 Stunden benötigt ein geübter Handwerker, um eine Geige zu bauen. Das lohnt sich nur noch für die wenigsten – nur Profis kaufen Geigen, die 20 000 Franken und mehr kosten. Anna baut zwar aktuell für einen ihrer Söhne ein Cello, ansonsten aber keine Instrumente mehr. Sie fokussiert sich auf Reparaturen und Restaurationen. Zudem vermietet sie Geigen, Bratschen und Celli an Musikschülerinnen und Musikschüler. Meist sind es eher günstigere Instrumente für ein paar Tausend Franken. Auch die können nämlich wunderbar klingen. «Sowieso hört man nicht jeder teuren Geige den Preis an – oft zahlst du auch den Namen», findet Anna. «Sobald man weiss, jetzt spielt eine Stradivari im Wert von 3 Millionen, wird man ehrfürchtig. Objektiv über den Klang zu urteilen, ist dann schwierig.» Dennoch werden sie nach wie vor


gespielt, die extrem wertvollen, Hunderte von Jahren alten Instrumente – nicht nur von Stars wie Anne-Sophie Mutter oder David Garrett. Braucht eines dieser Instrumente Annas professionelle Hilfe, schliesst sie es nach der Reparatur in einem riesengrossen Safe ein; sicher ist sicher.
Unterdessen beugt sich Anna über ein in die Jahre gekommenes Kinder-Cello, bei dem sich die Decke gelöst hat. Mit festem, geübtem Griff packt sie das Instrument an, verleimt neu, montiert Schraubzwingen, schüttelt den Kopf: «Die Reparatur lohnt sich nur noch wegen dem emotionalen Wert.» Im Hinterzimmer reihen sich Instrumente auf diversen Regalen und in Vitrinen, hängen unzählige Bögen an der Wand, finden sich Instrumentenkoffer, Kolophonium, Schulterstützen, Saiten, Stege, Wirbel. Anna kennt sich mit alledem bestens aus. Und auch mit Notfällen von Musikstudentinnen oder Sonderwünschen von Star-Geigern. Mit ihrem offenen und pragmatischen Wesen, der Stimmgabel in der Schürze und dem Schnitzmesser in der Hand steht sie mit beiden Beinen inmitten der oft etwas abgehobenen Musik-Welt und sorgt dafür, dass grosse und kleine Menschen auf ihren Geigen und Celli kleine und grosse Erfolge feiern können.
Anna Reber Geigenbau


Seetang, Gochujang oder Gerstentee - ein Besuch bei YumiHana ist auch eine Reise in die koreanische und japanische Kultur. Mitten in der Basler Altstadt bist du herzlich eingeladen, die bunte Welt von Glückskatzen, Kimchi und Ginseng zu entdecken.
Als YumiHana vor bald sechs Jahren an die Schneidergasse kam, warteten die Baslerinnen und Basler freudig. Endlich konnten sie auch hier original koreanische Produkte kaufen. Bis anhin mussten sie dafür nach Zürich reisen – oder gleich nach Seoul. Dass der Direktimporteur für authentische koreanische und japanische Lebensmittel, Kosmetik und Haushaltswaren von Anfang an überrannt wurde, hat nicht nur mit Hallyu zu tun, der anhaltenden koreanischen Welle, die seit einigen Jahren K-Pop, K-Dramas und K-Beauty in die europäischen Wohnungen spült. Der Familienbetrieb hatte sich in der Schweiz über Jahre hinweg einen Namen gemacht. «Dabei kamen meine Eltern 1971 eigentlich in die Schweiz, um im Kinderdorf Pestalozzi Auslanderfahrung zu sammeln», erzählt Kyung-ah Lee Dusapin, die das Unternehmen heute mit ihren beiden Brüdern führt. «Von Auswanderung war nie die Rede.»
Mit Geschäftssinn und enormem Fleiss
Dennoch eröffnete die Mutter mit über 50 Jahren noch ein koreanisches Restaurant in Zürich, das alsbald mit Gault Millau-Punkten überhäuft wurde. Als sie das Restaurant Jahre später aufgab, blieb ihr das Lager mit all den einst mühevoll importierten, hochwertigen Produkten. «So begann sie, die Ware in der Garage unseres Wohnhauses in Zürich zu verkaufen», berichtet Kyung-ah Lee Dusapin. Aus dem Garagenverkauf entstand der erste kleine Laden in der Nähe des Bahnhofs Zürich. Den Namen YumiHana dachte sich Vater Lee aus. Er bedeutet auf Koreanisch «einzigartiger Geschmack», während Yumi in Japan ein verbreiteter Mädchenname ist und «Hana» «Blumen» heisst. Die doppelte Bedeutung ist wichtig, da YumiHana auch japanische Produkte im Sortiment führt. Mama Lee war beinahe 90, als die drei Kinder die Familienfirma übernahmen. Bis heute steht sie täglich im Zürcher Geschäft.
In Basel leitet Vanessa Yamane die Filiale. Die japanische Brasilianerin kam 2019 der Liebe wegen nach Basel. «Bei YumiHana einzusteigen war für mich eine Riesenchance», weiss die gelernte Juristin, deren brasilianisches Studium ihr in Basel nicht allzu viel

nützt. Aber Kyung-ah Lee Dusapin betont: «Alles, was man im Leben lernt, kann man irgendwann gebrauchen. Vanessas strukturiertes Denken ist für die Führung unserer Filiale enorm wertvoll.» Kyung-ah Lee Dusapin selbst ist studierte Kunsthistorikerin. Es ist den Mitarbeitenden bei YumiHana gemein, dass sie aus hochqualifizierten Berufen kommen. Sie wanderten aus privaten Gründen aus ihrer Heimat aus und haben sich hier in der YumiHana-Familie gefunden.

Überhaupt sind die Mitarbeitenden das Wichtigste: Wann immer eine Frage auftaucht zu einer Misopaste, einem Wasabi-Pulver oder einem aus europäischer Sicht abenteuerlichen Erfrischungsgetränk – Vanessa Yamane und ihr Team sind zur Stelle. Sie kennen sich mit den besten Sojasaucen aus, aber auch mit hochwirksamen Gesichtsmasken, eingelegten Tigerglocken-Wurzeln und koreanischen Boybands. Und sie freuen sich über den Austausch mit den Kundinnen und Kunden. «Uns sind Begegnungen wichtig», so Kyung-ah Lee Dusapin. «Die Menschen sollen aus Neugierde in unsere Läden kommen. Auch wenn sie mit unserer Kultur nicht vertraut sind, können sie bei uns erste Kontakte zu Korea und Japan knüpfen.» Eine lebenslange Liebe ist dabei nicht ausgeschlossen.
YumiHana Schneidergasse 7 yumihana.ch




Antonio Citterio, 2011

Möbel Rösch AG
Güterstrasse 210 4053 Basel www.roesch-basel.ch
Besuch in der Brocki auf dem Wolf

Auf dem Wolf gibt es seit 20 Jahren eine der schönsten und grössten Brockis der Stadt. Im Gespräch erzählt Geschäftsführerin Sabine Reusser von menschlichen Abgründen und von ihrer spärlich dekorierten Wohnung.

Ein Kronleuchter aus den 1920er-Jahren, ein 50erJahre Küchenbuffet, ein Jura-Toaster aus den 60ern oder ein Frisurenheft aus den 80ern – in der Brocki auf dem Wolf sammelt sich Geschichte an. Und mit ihr eine unvorstellbare Dimension an Leben. Welche Romanzen sich wohl auf den hier stehenden Sofas, welche Dramen sich unter den Lampen zugetragen haben? Wer hat schon alles von dem Geschirr gegessen, in den Zeitungen und Magazinen geblättert? Welche Gespräche wurden an den Esstischen geführt, welche Entscheide gefällt? In welchen Mänteln war Glück zu Hause, in welchen Schuhen steckte das Elend? «Ich bin ganz froh, dass ich das nicht alles weiss», schmunzelt Sabine Reusser, Geschäftsführerin der Brocki auf dem Wolf.
Die Brocki gehört zur Wilfried Heiber GmbH, die Räumungen durchführt, Lagerplatz zur Verfügung stellt und Wohnungen reinigt. Auch solche, in denen Menschen gestorben sind, allenfalls sogar durch Mord. «Einer unserer Kunden sitzt seit Langem in lebenslanger Haft. Dennoch bezahlt er monatlich seinen Lagerraum bei uns. Da stehen noch sein Röhrenfernseher und weitere Relikte aus seinem alten Leben», erzählt Sabine. Ihr, ihrem Geschäftspartner Christoph Zehnder und den rund 30 Angestellten des Unternehmens sind kaum menschliche Abgründe fremd. Man erlebt viel, wenn man zwischen Kleinhüningen und dem Bruderholz in die Wohnungen der Menschen schaut, ihre Schubladen ausräumt und ihre Schränke.


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«Am Abend brauche ich Ruhe, Leere.»
SABINE REUSSER


Müll, Design oder Sammlerstück?
«Wir bekommen pro Tag zwei Räumungen rein – das muss alles sortiert werden, der Müll getrennt – ein Wahnsinnsaufwand», so Sabine. In einer riesigen Lagerhalle kommen die Lastwagen an, laden die Ware ab. Was nicht entsorgt wird, kommt nach Rumänien, ein kleiner Teil geht in den Laden, in den Online-Shop oder auch mal ins Auktionshaus. Was im Laden gerade keinen Platz findet, steht im Lager im ersten Stock. Wer nach einem speziellen Teil sucht, sollte daher unbedingt beim Personal nachfragen; der Fundus auf dem Wolf ist schier grenzenlos und verändert sich laufend.

Überhaupt ist der Ort ein Paradies für Sachensuchende und Liebhaberinnen kurioser Dinge. Brandgefährlich für Menschen wie mich. Und für Sabine? «Ich gehe nicht in Brockis», schmunzelt sie. «Neulich sagte mir eine Freundin, bei mir daheim sehe es so unpersönlich aus wie in einer Airbnb-Wohnung. Aber ich habe ja den ganzen Tag diese erdrückende Fülle um mich. Am Abend brauche ich Ruhe, Leere.» Hinzu kommt ein weiter Aspekt: Wer täglich mit Räumungen zu tun hat, hinterfragt seinen Besitz. «Am Ende kommt der Lastwagen und die 2000 gesammelten Eulen landen verstaubt bei uns», bringt es Sabine auf den Punkt.
Sie hat einst als junge Schreinerin mit Restaurationen auf dem Wolf begonnen. Aus dem wenig lukrativen Geschäft hat sich die Brocki entwickelt. Seit nunmehr 20 Jahren setzt sie mit ihrem Team hier Dinge, die einst in fremden Wohnungen standen, auf 2000 Quadratmetern Ausstellungsfläche charmant in Szene. Positioniert sie vor grünen, orangen oder auch mal pinken Wänden. Ordnet sie nach Alter, Thema, Stilrichtung, Farbe oder einfach nach persönlichem Geschmack. «Wir stehen den ganzen Tag in der Brocki und wollen darum, dass das hier ein schöner Ort ist», so Sabine. In der Tat ist die Brocki auf dem Wolf eine besonders schöne Fundgrube. Auch ein Inbegriff für nachhaltigen Konsum. Sie zeigt aber auch: Wir alle besitzen von allem zu viel.
Brocki auf dem Wolf Basel
Auf dem Wolf 30 brockiwolf.ch




Es gibt einen Ort, der Sie zum Reisen einlädt, ohne die Stadt zu verlassen.
Bei YumiHana zeigen sich Korea und Japan in alltäglichen Besonderheiten: von der knackigen Frische von Kimchi über ein zunächst unbekanntes Getränk, das schnell zum Favoriten wird, bis hin zu einem Hautp egeritual, einer Schale für Ihr Zuhause oder einem mit Sorgfalt ausgewählten Geschenk.
In unseren Regalen nden Sie eine kuratierte Vielfalt - mit Sorgfalt ausgewählt. Für manche vertraut, für andere überraschend. Zusammen eröffnen sie den Zugang zur Fülle ostasiatischer Traditionen und moderner Lebensweisen.
Seit über 30 Jahren verbindet YumiHana die Schweiz mit Korea und Japan. Als ältestes koreanisches Spezialitätengeschäft des Landes durften wir Generationen von neugierigen Besucherinnen und Besuchern sowie treuen Kundinnen und Kunden willkommen heissen.
Seit 2020 ist unser Geschäft in Basel an der Schneidergasse 7 zuhause.
Kommen Sie vorbei. Entdecken Sie die Vielfalt.
Vielleicht gehen Sie mit neuen Schätzen nach Hause – einer unerwarteten Zutat oder der Inspiration für Ihr nächstes Gericht.

Honig aus dem Gundeli
18 Bienenvölker zwischen Flachdach und verwunschenem Garten: Andreas Seiler ist als Imker mitten in Basel beheimatet. Bei seinem Stadthonig legt er grossen Wert auf natürliche Kreisläufe und ein Bewusstsein für Nachhaltigkeit.

Den Eingang zum Garten findet nur, wer ihn kennt: Eine dunkle Tür, ein Hängeschloss, dahinter ein auf den ersten Blick unscheinbares Fleckchen Erde. Wer aber erst einmal reindarf in Andreas Seilers Bienengarten, entdeckt ein kleines Paradies mitten im Gundeli-Quartier und nur einen Katzensprung vom Gundeldinger Feld entfernt. Aber zurück zum Anfang ins Schützenmattquartier, wo Andreas wohnt. «Ein Nachbar hat ein angrenzendes Flachdach. Ich habe immer aus dem Fenster geschaut und gedacht, das müsste man anders nutzen», erzählt er. Als er dann einen Artikel über einen Imker in Paris gelesen hat, war das für ihn das «Aha»-Erlebnis. Er meldete sich für den Imkerkurs an, lernte das Grundhandwerk und startete vor 17 Jahren mit seinem Projekt Stadthonig.
Vom benachbarten Flachdach ging es dann schnell weiter zum Gundeldinger Feld. Dort hat er das Bio Bistro mitaufgebaut. Die Bienen waren die perfekte Ergänzung für das Konzept des Bistros. Andreas sagt: «Das Bienensterben war damals in aller Munde. Hier
Honig aus dem Quartier
Andreas Seilers Bienen fliegen an vier Standorten durch die Gärten Basels und produzieren den Stadthonig, die «süsse Essenz». Diesen verkauft er an der Belchenstrasse 10. Zusätzlich bietet Seiler Führungen für Schulklassen und Erwachsenengruppen an und engagiert sich für die Bienen-Initiative. Stadthonig
Andreas Seiler stadthonig.ch
konnten wir einen Mini-Kreislauf aufbauen, der allen zugutekommt.» Das lernen auch die Schulklassen und Erwachsenengruppen, für die er Führungen anbietet. Die Bienen leben auch beim Bio Bistro auf dem Flachdach, im Innenhof wachsen Kräuter, die von ihnen bestäubt und in der Küche verarbeitet werden. Organische Abfälle landen auf dem Kompost und der wiederum zurück in den Pflanzenkübeln. «So hat man einen Mini-Kreislauf in der Stadt und die Quintessenz davon ist dann der Stadthonig, die süsse Essenz, wie ich ihn nenne», erklärt Andreas.
Die Diskussion rund ums Bienensterben hat sich laut Andreas in den letzten Jahren stark verändert. Heute geht es weniger ums allgemeine Bienensterben und mehr darum, wie die Zuchtbienen die Wildbienen verdrängen. Umso wichtiger sind Gärten mit hoher Biodiversität. Ein solcher Ort ist der versteckte Bienengarten im Gundeli, der hinter der dunklen Tür und dem Hängeschloss eine Oase für Flora und Fauna des Quartiers bereithält. Er wird von Andreas’ aktuellem Arbeitgeber Raum und Garten gepachtet. Die Gartenbaufirma nutzt ihn als Baumschule und freut sich über die garteneigenen Bestäuber. Andreas hat fünf seiner mittlerweile 18 Bienenvölker an diesem Ort, der für die fleissigen Insekten ein kleines Paradies ist: «Es ist ein fantastisch verwilderter Garten. Dort wurde jahrelang nichts gemacht und wir versuchen das auch so zu lassen, damit er dieses Raue der Natur mitten in der Stadt behält.»


«So hat man einen Mini-Kreislauf in der Stadt und die Quintessenz davon ist dann der Stadthonig, die süsse Essenz, wie ich ihn nenne.»
ANDREAS SEILER
Stadthonig, das ist Andreas allein – und natürlich seine Bienen. Entsprechend viel Arbeit fällt für ihn an, gerade in den Sommermonaten. Während im Winter hauptsächlich Unterhaltsarbeiten anstehen, geht die Saison ab März richtig los. Andreas erzählt: «Dann gibt es die Peaks an den Tagen, an denen man erntet. Da bin ich dann schon zwölf Stunden dran mit Honig holen, schleudern, aufräumen. Das braucht Zeit.» Diese Zeit steckt er aber gerne ins Projekt, ihm liegt viel daran, dass er Menschen an das Thema ranführen kann. In seiner Familie war es schon immer selbstverständlich, dass nach Bio-Standards gegärtnert wird. Jetzt möchte er auch anderen zeigen, wie wichtig die Natur ist: «Das klingt dann immer so pathetisch, aber ich habe das Gefühl, wir Menschen erachten uns nie als Teil der Natur. Diesen Bezug will ich wieder ein Stück weit herstellen.»
Samstag, 22.08.2026
kult.kino atelier & Theaterplatz. 10–20 Uhr. Eintritt frei.
Gute Aussichten für digitale Nomaden, Kaffee-Liebhaberinnen und Menschen, die dringend eine neue Perspektive brauchen: Im obersten Stock des Grosspeter-Towers verzaubert das Peter’s mit lokalen Produkten und einem grandiosen Blick auf die Stadt.
«Weitsicht schafft Raum für Wachstum und Erfolg», steht an der Wand im 21. Stock des Grosspeter Towers. Hier oben, wo die Bussarde kreisen und man den Stau auf der A3 verfolgen kann, lässt es sich tatsächlich hervorragend arbeiten. Mit Blick auf die Roche-Türme, den Schwarzwald, das Fricktal und die ein- und ausfahrenden Züge des Bahnhofs fliegen die Gedanken dahin. «Die Aussicht kann natürlich auch ein wenig von der Arbeit ablenken ...», schmunzelt Jasmin Ledermann, gastronomische Leiterin des Peter’s.
Aktuell kämpft sie noch für eine adäquate Beschriftung des Kleinods, das bis dato ein absoluter Geheimtipp ist für alle, die nicht sowieso im Tower arbeiten. Doch das Peter’s ist ein öffentlicher Ort. Hier kannst auch du einen Latte und ein Stück hausgemachten Kuchen geniessen, ein Buch lesen oder am Laptop ein wenig arbeiten. Über Mittag wird vom benachbarten Wood ein kleines Buffet angeliefert und es gibt hausgemachte Quiches.

«Die Aussicht kann natürlich auch ein wenig von der Arbeit ablenken ...»
JASMIN LEDERMANN



Aber natürlich; an diesem Zipfel der Stadt hält man sich kaum auf, hier schlendert man nicht eben mal so vorbei. Zu Fuss kann man vom Bahnhof her kommend zehn Minuten durch die neu gestaltete Grosspeteranlage spazieren. Oder man nimmt den Bus – der 42er hält direkt vor dem Gebäude. Bei den Liften im EG wählt man den 21. Stock aus (ebenfalls hier oben sind die öffentlichen Arbeitsplätze vom Spaces) und findet sich flugs staunend in luftiger Höh.
«Man hat einen komplett anderen Blickwinkel von hier auf die Stadt; es ist ein Erlebnis!» Von der phänomenalen Aussicht ist auch Jasmin immer wieder von Neuem begeistert. Die Stadt von oben bewundernd, kannst du im Peter’s lokale Basler Produkte geniessen. Kaffeemacher-Kaffee zum Beispiel, Wilde Maa Cider oder London Tea. Und solange es sich noch nicht rumgesprochen hat, stehen die Chancen gut, dass du einen Tisch direkt am Fenster ergatterst und beim Käffele den kreisenden Bussarden tief in die Augen blicken kannst.
Peter’s Coffee & Kitchen Grosspeteranlage 29, 21. Stock peters-basel.ch
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Kostenlose Beratung im BICO Showroom an der Freie Strasse 88.






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Der einzige Ort in Basel, in dem man eine steile Treppe hinuntersteigt, um sich anschliessend in einer Bar im zweiten Stock wiederzufinden, ist das Basler Marionetten Theater. Zu Besuch in der magischen Welt der Miniaturen.

Hinter den Rosskastanien am Münsterplatz führt eine steile Treppe hinunter in eine winzige Welt der Magie. Hier wohnen Mäuse in einer hübsch eingerichteten Wohnung und unsichtbare Fische schwimmen im Aquarium. Lollis wachsen aus einem Baumstamm, während ein kleiner Ritter den Eingang zum Zehntenkeller bewacht, in welchem sich Albin und Olga Petitjean in der Loge kritisch über das Gesehene auslassen. Währenddessen wartet Herbert Grönemeyer geduldig in der Garderobe auf seinen nächsten Auftritt. Willkommen im Keller der Illusionen, in der Heimat von Marionetten, Stabpuppen und Handfiguren. Willkommen im Basler Marionetten Theater!


Von Erwachsenen für Erwachsene
An einem Montagmorgen um 9 Uhr ist hier bereits einiges los: Sämtliche fünf festen Teammitglieder wuseln in der Werkstatt, hinter der Bühne und rund um die Bar herum. Am Vorabend war Saisonende mit dem Urmel, nun heisst es, das Theater für die Sommerpause vorzubereiten, die Bühne abzuräumen, die Figuren in Staubbeutel zu versorgen, defektes Material zu reparieren, die Spuren vom letzten Apéro zu beseitigen und alles Nötige bereit zu machen für die neue Spielzeit. Seit 1956 befindet sich das 1943 gegründete Basler Marionetten Theater, kurz BMT, im Zehntenkeller am Münsterplatz. Daniel Jansen ist hier der Geschäfts- und Markus Blättler der Künstlerische Leiter. Im Gegensatz zu Daniel, der sich ausschliesslich neben der Bühne bewegt, spielt Markus selber in den Stücken mit. «Ich habe vor vielen Jahren einmal einen Spielkurs im BMT besucht und bin seither begeistert dabei», erzählt er.
Rund 70 ehrenamtliche Mitarbeitende sind regelmässig für das BMT im Einsatz. «Zum Teil spielen die Leute seit dreissig, vierzig Jahren in unseren Stücken mit», erzählt Daniel. Bekannt wurde das Theater einst mit Goethes Faust. In den Anfängen spielte man ausschliesslich Stücke für Erwachsene. Erst in den 1950er-Jahren gab es erste Kinderaufführungen. «Damals war das BMT das einzige Theater in Basel, das ein Programm für Kinder anbot», weiss Daniel, «dadurch kamen sehr viele Familien hierher. Vielleicht haben darum heute viele Menschen das Gefühl, wir seien ein Kindertheater – aber das sind wir nicht! 50 % unseres Programms bestehen aus Stücken für Erwachsene.»
«Es ist schwierig, gleichzeitig zu spielen und zu sprechen.»
MARKUS BLÄTTLER


Individuelle Figuren und professionelle Stimmen
Die Figuren werden jeweils eigens für ein Stück gebaut und auch der Ton wird für jedes Stück professionell im Tonstudio eingesprochen. «Es ist schwierig, gleichzeitig zu spielen und zu sprechen», erklärt Markus, «weil du oft in gebückter Haltung bist. Darum kommt der Ton vom Band.» Früher war das freilich anders. Bis zu 20 Figurenspieler, Sprecherinnen und Musizierende seien einst hinter der Bühne in Action gewesen, erzählt Daniel. Beim Blick hinter die Kulissen kaum vorstellbar. Enge Holztreppen führen beidseits der Bühne nach oben und unten. Über der Bühne gibt es zwei Brücken, auf denen die Marionettenspielerinnen und – Spieler stehen, unter der Bühne bewegen sich die Stab- und Handpuppenspieler. Heute sind
«50 % unseres Programms bestehen aus Stücken für Erwachsene.»
DANIEL JANSEN
während einer Aufführung maximal acht Leute hinter der Bühne und bereits das bedarf angesichts der beengenden Verhältnisse einer ausgeklügelten Logistik.
Doch nun ist erst einmal Pause, bis Ende September die neue Spielzeit losgeht. Welche Stücke auf dem Programm stehen werden, gibt das Theater Ende August bekannt. Bis dahin kommen das Urmel, Wutz und Professor Habakuk Tibatong in den Estrich, wo alle rund 700 Figuren in einem grossen Fundus gelagert werden. Nur Herbert Grönemeyer nicht. Der darf während der Ferien mit der Figurenkutsche Ainewäägeli auf Tour. Ganz ohne Publikum gehts eben auch in der Sommerpause nicht.
Basler Marionetten Theater Münsterplatz 8 bmtheater.ch



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Das
Werk Klybeck war Basler Produktionsmaschine, Arbeitgeber, Wohlstandsgarant.
Heute
ist es ein gewaltiges Monument des Industriezeitalters – bis es neu besiedelt wird.
Es wirkt wie eine archäologische Stätte. Nur dass die Ruinen noch intakt sind und nie heilig waren. Das alte Industrie-Areal von Ciba-Geigy, Sandoz und später Novartis und BASF ist ein gewaltiger baulicher Rest einer vergangenen Welt. Fabriken, in denen weltberühmte Farben abgemischt wurden – das Rot für Ferrari zum Beispiel –, in denen Krebsmedikamente entstanden und Kassenschlager wie die Schmerzsalbe Voltaren. Hier brummte zur Mittagszeit der Betrieb, Tausende in Mänteln und Kitteln wuselten zum Zmittag in der grossen Kantine. Heute stehen die Gebäude monumental und weitgehend leer im Basler Norden.
Leer zumindest gemessen an den alten Zeiten. In einem Gebäude an der Klybeckstrasse 200 befindet sich das Basler Chemiemuseum; eine noch junge Institution, die seit 2021 zweimal gezügelt hat. Auch das eine Auswirkung der Arealgeschichte; hier kommen mal Rückstände zum Vorschein, dort muss aus feuerpolizeilichen Gründen geschlossen werden. Die neuen Eigentümer Swisslife und Rhystadt AG, die das Areal unter dem Projektnamen Klybeckplus zu einem Wohn- und Geschäftsgebiet transformieren, haben es von Novartis und BASF inklusive der Standortbelastungen übernommen. Die Sanierungsfrage steht noch aus.

Im Chemiemuseum selbst ist auch das ein Thema. Denn um die Geschichte der Arbeitnehmenden der einst wirtschaftlich einträglichsten Branche der Stadt zu thematisieren, muss auch thematisiert werden, womit genau gearbeitet wurde: Chemie, halt. Und das heisst nicht nur Pipettieren im Labor, sondern ganze Bottiche mit Inhaltsstoffen abfüllen, Reaktionen geschehen lassen und, noch früher, ganze Holzfässer voller Farbstoffe mit der Schaufel auskratzen oder eben befüllen.

Ein enormer Ameisenhaufen im Norden
Gross ist das Museum heute zwar nicht – es erinnert mit den vielen industriellen Hinterlassenschaften auch etwas an ein Ortsmuseum –, aber man muss es derzeit auch eher als eine Art Besucherzentrum oder Portal zur Geschichte des Klybeck sehen, als Eingangstor zu einer geistigen Zeitreise. Und da trägt eben ein Vergleich mit grossen Stätten der Geschichte durchaus. Sind die baulichen Hinterlassenschaften und weiteres stoffliches Erbe noch sehr wohl vorhanden, so ist es erst die Vorstellung an die vielen Menschen, die dort zugange waren, die einen wirklichen Eindruck der Dimensionen verschafft. Man sieht sie auf Bildern, mal geschäftig marschierend, mal ernsthaft in die Kamera blickend und nur selten lächeln. Die Chemie war ein ernstes Geschäft und das hatte entsprechend auszusehen.


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Nicholas Schaffner, der das Museum für den dahinterstehenden Verein «Industrie- und Migrationsgeschichte der Region Basel» führt, zeigt auf die Metallspinde und den Brunnen am Eingang: «An die 20 000 Menschen arbeiteten einst auf diesem Areal.» Und alle mussten sich irgendwo umkleiden, duschen, parat machen. Im Untergrund bestehen heute noch riesige Garderobenräume. Tausende Leute, die im Schichtbetrieb einrücken: Das sind Dimensionen, die man sich hier kaum mehr vorstellt – in grossen Bürokomplexen vielleicht ja, aber in Fabriken? Dabei herrschte hier noch bis in die 1990er-Jahre Hochbetrieb. Erst in den 2000ern wurden die letzten Fabriken geschlossen. Pipettiert wurde zwar weiterhin. Aber Bottiche und Reaktoren wurden stillgelegt und verschwanden, wie die letzten der alten Basler Fabrikarbeiter.
Eine wirklich reinliche Arbeit war das lange nicht. Bis der erste Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der chemischen Industrie im Jahr 1945 in Kraft trat, war das hier sogar ausgesprochen dreckig. Der Basler Künstler Walter Maeglin setzte damals den Arbeitern – es waren Männer – gestalterische Mahnmale. Etwa das Porträt eines Mannes, der sich den Körper mit Lehm eingerieben hatte, um nicht allzu sehr in Kontakt mit den Farbstoffen zu kommen. Oder jene Fabrikansicht, auf der sich jemand notdürftig mit einem Lappen einen Atemschutz montiert hatte. Es waren auch ziemlich aggressive Stoffe, mit denen damals hantiert wurde. Die Farbe Fuchsin zum Beispiel wurde früh schon in grossen Mengen aus Teer gewonnen. Und Fuchsin, das in etwa dem Farbton des heutigen Magentas entsprach, war nun mal ein Basler Exportschlager.
jeweils Mittwoch und Samstag 14 bis 17 Uhr imgrb.ch

Die Arbeiteraristokratie kam –und verschwand wieder Mit dem GAV wurden die Arbeitsbedingungen und Sozialleistungen massiv besser. «Es entstand sogar eine Art Arbeiteraristokratie», sagt Schaffner: Wer in dieser florierenden Industrie Arbeit fand, galt als privilegiert. Lief die Industrie hier vor dem Krieg schon gut, ging es nach 1945 nur noch aufwärts. Die Schweiz konnte in den Nachkriegsjahren ohne Unterlass chemisch produzieren; im Gegensatz zu den Nachbarländern blieben Fabriken hier unbeschadet und leistungsfähig. Die weltweite Nachfrage war enorm, der Wohlstand wuchs. In den 1960er-Jahren gönnte sich die Ciba einen üppigen Ausbau des Areals: Unter anderem entstanden das Hochhaus WKL-125 und daneben mit dem WKL-610 die modernste und wohl schickste Kantine der Schweiz.
Es ist und war eine Welt der Kontraste: Einerseits der Arbeitsalltag, viele Routinen, die zunehmend maschinell und mit frühen Computern gesteuert wurden,
«An
NICHOLAS SCHAFFNER
andererseits aber auch viel Wartezeit. Denn viele Stoffe wurden erst einmal angerührt und brauchten dann Zeit, bis sie reagiert hatten. Die vertrieb man sich dann gerne mal mit Sport, zum Beispiel Tennis. Oder, und auch da gibt es belegte Anekdoten, beim Rumliegen in der Sonne auf dem Rasen. Oder mit sonstwelchen kleineren Aktivitäten. Wer zu viel faulenzte, wurde allerdings auch mal strafversetzt. Etwa in die feuchtwarmen, nach viel Chemie muffenden Produktionshallen – für die, die das nicht gewohnt waren, eine Zumutung und auch dazu gibt es reihenweise Anekdoten.
War das Werk Klybeck einst eine Stadt in der Stadt und eine Produktionsmaschine globalen Ausmasses, so ist es heute ein Monument ohne Volk. Tritt man aus dem Chemiemuseum und blickt sich auf der Kreuzung vor der ehemaligen Kantine um, wähnt man sich eher in einem sehr stillen, wenig schmucken Vorort. Die Gebäude stehen noch da, die Menschen fehlen. Zwischennutzungen und Vermietungen bringen etwas Leben zurück, doch vergleichbar mit früher ist das nicht. Heute sind es noch etwa 2000 Menschen, die auf dem Areal ihren Alltag verbringen. Erst mit dem Projekt klybeckplus soll hier wieder eine eigentliche Stadt entstehen. Bis dahin führt Nicholas Schaffner, selbst aus einer Chemiefamilie stammend, Besucher durch einen Jahrhundert-Ort, der noch existiert und doch bereits Vergangenheit ist.

18.09.2026
Pratteln Füllinsdorf Liestal Bubendorf Lausen Itingen Sissach
Für Sie: grossartige Konzerte auf höchstem Niveau



Sommertage im Galizi
Das Birsköpfli hat eine neue Sommerbar. In knalligem GelbGrün leuchtet das Galizi und beschert Sonnenanbeterinnen, Badenixen und Ruhesuchenden schöne Stunden mit feinen Snacks und Drinks.
Selbstbewusst watschelt eine Ente über die Holzdielen vom Galizi. Schaut, was läuft. Wo was herumsteht. Wer was konsumiert. Benimmt sich, als wäre sie hier die Chefin. Es ist Vormittag, die eben aufgeklappten Schaffner-Tische werden langsam warm, die gelben Liegestühle rufen: Chill mal! Im Hintergrund rauscht zwar nicht das Meer, aber immerhin die Birs, die hier in den Rhein mündet. Einen wunderbaren Ort hat sie sich ausgesucht, diese Ente.
Tatsächlich sind die Chefen der neuen Sommerbar am Birsköpfli jedoch Lothar Linsmayer und Ayrton Rodriguez – du kennst die beiden von Astro Fries. Sie haben mit dem Galizi einen Ort für ein zumindest kurzzeitig extrem entspanntes Leben geschaffen. Den ganzen Tag kannst du hier verbringen, morgens in Ruhe mit feinem Kaffee und einer Smoothie-Bowl starten, mittags mit Blick aufs Wasser ein leichtes Salätchen oder Shakshuka geniessen, mit den Kids im Pool hinter dem Pavillon ein wenig plantschen, danach snacken, apérölen und unbedingt bleiben bis zum Abend, wenn der Ort sich belebt und auch mal ein Konzert stattfindet oder eine Party. Von hausgemachtem Hummus mit Fladenbrot über Burger, Flanksteak oder Waffeln mit Schokoladensauce bekommst du hier alles, was deine Sehnsucht nach Ferien beflügelt. Und ja, natürlich auch ein Glace, ein Bierchen oder einen Apérol Spritz.


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«Ich mag das Kreative an Lothi.»
AYRTON RODRIGUEZ

Alte Freundschaft, neues Gastro-Konzept Von Astro Fries zur Beachbar – wie kommts? «Wir sind dem Wasser beide sehr verbunden», erklärt Ayrton. «Wir surfen beide, das Wasser gibt uns Ruhe. Darum haben wir uns für diesen Ort beworben. Dass unser Konzept so gut ankommen würde, damit haben wir ehrlich gesagt nicht gerechnet .» Für ihr neues Hideaway am Rhein haben sie schliesslich die komplette Küche, die Bar und auch das Lager neu gestaltet, hübsches Inventar gekauft, gestrichen und renoviert. So ist das Galizi mit der kleinen Krabbe im Logo und dem knalligen Farbkonzept heute zweifellos das Highlight am Birsköpfli. Das Birsköpfli – ein legendärer Ort, an dem sich seit jeher die Jugend tummelt, feiert und geniesst. Aber auch Familien, Badenixen und Sonnenanbeter kommen hier zur Ruhe. Und natürlich haben auch Lothar und Ayrton noch vage Erinnerungen an wilde Sommernächte am Birsköpfli.
Die beiden kennen sich seit ihrer Kindheit. «Ich war oft mit Aytis älterem Bruder skaten. Hin und wieder hatte der den kleinen Ayti im Schlepptau», schmunzelt Lothar, der acht Jahre älter ist. Richtig kennengelernt haben sie sich dann aber erst, als sie beruflich fürs Viertel Dach zusammenarbeiteten und merkten: Wir ergänzen und prima. «Ich mag das Kreative an Lothi», erzählt Ayrton. «Er bringt laufend Impulse für Neues. Zudem hätten wir ohne sein gastronomisches Wissen gar nie selbstständig durchstarten können.» Lothar wiederum schätzt an Ayrton seine objektive Betrachtungsweise und seine Ruhe. «Egal was ist, Ayti ist relaxt», so Lothar, «Ich bin da eher das Gegenteil. Ich kann sehr temperamentvoll und aufbrausend sein. Ayrton holt mich wieder runter.»
Der Stadt Basel und der Gastronomie sind die beiden gleichermassen verbunden. «Ich finde es total spannend und schön, die Stadt mit neuen Konzepten zu bereichern und Teil der hiesigen Gastro-Szene zu sein», so Lothi. Und Ayti ergänzt: «Und ganz generell finden wir Essen und Trinken einfach nice!» So geniessen die beiden nun den Sommer am Wasser – arbeitend einerseits, denn beide packen gerne mit an. Aber vielleicht legen sie auch mal das Badetuch vor dem Galizi auf die Wiese und überlassen der Ente das Kommando. Mal sehen.
Galizi Birskopfweglein 7 galizi.ch


Darum gehts:
Marina Vidovic wächst in der Schweiz in einer glücklichen Familie auf. Durch einen Zufall entdeckt ihre Schwester Kristina, dass sie aufgrund ihrer Blutgruppe nicht mit ihren Eltern verwandt sein kann. Die beiden beginnen zu recherchieren, und es stellt sich heraus, dass der Geburtsklinik auch ein Fehler bei Marina unterlaufen ist. Beide Schwestern verlieren den Boden unter ihren Füssen und machen sich auf die Suche nach ihrer wahren Identität.
Ich empfehle das Buch, weil . . . man sich durch die Erzählweise gut in Marina Vidovic einfühlen kann. Ihre wahre Geschichte über zwei Schicksalsschläge innert einer Familie wecken beim Lesen Mitgefühl und Erstaunen.
Marina Vidovic «Richtig im falschen Leben» Arisverlag, 2026
ISBN 978-3-907238-53-0 – biderundtanner.ch


Darum gehts:
Die meistgewanderte Frau der Welt, Christine Thürmer, begibt sich in ihrem neusten Reisebericht auf Küstentrails, umrundet ganze Inseln, erkundet die Grossstädte Seoul und Taipeh und lernt so wandernd den Osten Asiens kennen. Kulturunterschiede, ungewohnt hohe Luftfeuchtigkeit, Naturkatastrophen und Kommunikationsschwierigkeiten halten sie nicht von ihrem Vorhaben ab, neue Wege zu gehen.
Ich empfehle das Buch, weil Christine Thürmer mit zahlreichen Fotos und praktischen Tipps zur Reiseplanung inspiriert. Es ist ein anregendes Buch für alle, die nicht nur lesen, sondern noch lieber selbst wandern möchten. Ich kann den Reisebericht allen Reiselustigen, Fernwehgeplagten und Wanderfreudigen wärmstens empfehlen.
Darum gehts:
In den frühen 1960er-Jahren zog der junge Saxofonist Frank Tiberi mit einem Tonbandgerät durch die Jazzclubs von New York. Dort hielt er die Auftritte von John Coltrane und seiner Band fest. Diese Aufnahmen blieben jahrzehntelang ein gut gehütetes Geheimnis der Jazzwelt. Zum 100. Geburtstag von John Coltrane im Jahr 2026 werden diese Sessions nun erstmals veröffentlicht und bieten einen faszinierenden Einblick in die Jazzszene jener Zeit.
Ich empfehle das Album, weil . . . man kein Jazz-Experte sein muss, um hier Gänsehaut zu bekommen. Ob Ikonen wie Eric Clapton, Weltstars wie Bono oder Singer-Songwriterinnen wie Joni Mitchell, sie alle waren tief von John Coltrane inspiriert. Hier hört man warum. Es ist kein glattgebügeltes Studioalbum, sondern ein unmittelbares Dokument eines Künstlers auf dem Höhepunkt seiner Schaffenskraft. Wer verstehen will, warum John Coltrane bis heute als Legende gilt, muss diese Platte auflegen und in einen Moment eintauchen, in dem Jazz Geschichte schrieb.
Christine Thürmer «Hiking Asia. Wandern in Japan, Südkorea und Taiwan», Malik, 2026 ISBN 978-3-89029-609-8 – biderundtanner.ch John Coltrane «The Tiberi Tapes», Universal Music, 2026 EAN 0199957257138 – biderundtanner.ch

Über den Wert von Vinyl könnte man mit Michi Zaugg und Sevi Landolt von Plattfon Records stundenlang philosophieren. Die beiden führen den Schallplattenladen an der Feldbergstrasse mit viel Leidenschaft – und freuen sich über die Rückbesinnung auf analoge Musik bei Jung und Alt.
Einen Song anspielen und nach nur wenigen Sekunden per Tippen auf den Handybildschirm zum nächsten Titel springen – das geht bei einer Schallplatte nicht. Ich gebe zu, ich brauchte eine Weile, bis ich mich an diese neue, alte Form von Musikkonsum gewöhnte. Seit Kurzem bin ich stolzer Besitzer eines Plattenspielers und einer kleinen, aber stetig wachsenden Plattensammlung mit Neuheiten sowie Klassikern aus der Sammlung meiner Eltern. So wie mir gehts ganz vielen Musikliebhaberinnen und Musikliebhabern –von jung bis alt. Die Schallplatte erlebt gerade ein Revival. Die Umsatzzahlen in der Schweiz sind letztes Jahr um fast 20 Prozent gestiegen, in den USA haben die Vinylverkäufe sogar erstmals seit 1983 die Marke von einer Milliarde Dollar übertroffen.
Ein geordnetes Chaos mit Profil Michi und Sevi kann man mit solchen Zahlen nicht beeindrucken. Sie wussten schon immer um die Qualität und das Hörerlebnis analoger Musik. Anfang der Nullerjahre – damals noch neben dem Restaurant Hirscheneck – gegründet, befindet sich Plattfon Records seit 2009 an der Feldbergstrasse. Dass viele Menschen nun wieder Freude an Vinyl entwickelt haben und ihren sorgfältig kuratierten Laden besuchen, freut die beiden. «Es findet eine Rückbesinnung statt. Die Menschen sehnen sich danach, Musik bewusster zu hören», sagt Michi und Sevi fügt an: «Wer Schallplatten hört, muss arbeiten. Zuerst holt man die Platte aus dem Regal, befreit sie von Staub, legt sie auf den Plattenteller und setzt dann die Nadel auf. Das Album wird danach in der Reihenfolge gehört, wie es von der Band dramaturgisch und konzeptionell gedacht war.»
Gewiss, das Streaming beherrscht den Musikmarkt. Dennoch sei eine Sättigung in Teilen der Gesellschaft festzustellen. «Ich glaube, wir haben den Zenit erreicht. Die Menschen brauchen eine Pause von der digitalen Welt, möchten echte Materialien spüren und etwas Haptisches besitzen. Das kann dir das Streaming nicht bieten», ergänzen sich Michi und Sevi gegenseitig und wenden sich einer neuen Lieferung
«Die Menschen brauchen eine Pause von der digitalen Welt.»
SEVI LANDOLT


Schallplatten zu, welche es fein säuberlich ins geordnete Chaos einzusortieren gilt. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint – hier hat alles seinen festen Platz. Struktur muss sein, um ihre Kundinnen und Kunden kompetent beraten zu können, ihnen persönliche Empfehlungen zu geben – und sich dadurch von der digitalen Konkurrenz abzuheben. Ob sie denn auch die neue Platte von Beatrice Egli oder Helene Fischer ins Sortiment aufnehmen würden, frage ich die beiden mit einem Augenzwinkern. Michi und Sevi lachen und antworten, um eine professionelle Aussage bemüht: «Seitdem die Leute wieder vermehrt auf Schallplatten zurückgreifen, haben wir uns kommerziell sehr geöffnet. Dennoch möchten wir nicht von unserem Profil abrücken, das unseren Laden ja auch ausmacht. Um deine Frage zu beantworten: Nein, Helene Fischer gibts bei uns nicht. Wenn dies aber jemand hier bestellen möchte, helfen wir gerne.»
Secondhand mit Seltenheitswert
Ein wichtiger Bestandteil ihres kuratierten Angebots macht die Secondhand-Ware aus. Rund die Hälfte ihrer Schallplatten hatten bereits eine andere Besitzerin oder Besitzer. Mir sticht das Preisschild über der Platte von Pink Floyds «The Dark Side of the Moon» aus dem Jahre 1973 ins Auge: 350 Franken. Hoppla! «Dabei handelt es sich natürlich nicht um ein gewöhn-
die damals in England erschienen ist – daher der Preis», erklärt mir Sevi. Um solche Sammlerstücke mit Seltenheitswert erkennen und deren Preis abschätzen zu können, braucht es die entsprechende Kompetenz. Auch diese zeichnet die beiden Freunde aus.
Während ich noch durch die Plattensammlung blättere und die vielen weiteren, seltenen Trouvaillen studiere, öffnen Michi und Sevi die Ladentüre und stehen in die Morgensonne, die sich langsam ihren Weg durch die Feldbergstrasse bahnt. Es dauert nicht lange, bis sie von einem fremden Passanten angequatscht und in ein Gespräch verwickelt werden. Plattfon Records sei eben nicht nur ein Ort für Musikliebhaberinnen und Musikliebhaber, sondern auch eine Anlaufstelle für Menschen, welche einfach nur etwas soziale Nähe suchen, erzählt mir Michi, als der Schwatz nach zwei, drei Minuten auch schon wieder zu Ende ist. «Das gehört hier zum Leben an der Feldbergstrasse dazu. Und wir möchten mit unserem Plattenladen an keinem anderen Ort der Stadt zu Hause sein.»
Plattfon Records
Feldbergstrasse 48 plattfon.ch


Spaziergang durch den Botanischen Garten
Kakteen,
Alpenrosen, Lotosblüten, Mangroven und Lianen; im Botanischen Garten spazierst du auf knapp 10 000 Quadratmetern einmal um die ganze Welt. Der Besuch ist 365 Tage im Jahr kostenlos und garantiert erholsam.
Vor 450 Jahren liess Caspar Bauhin, der erste ordentliche Professor für Anatomie und Botanik an der Universität Basel, am Rheinsprung ein Anatomisches Theater errichten. Gleichzeitig legte er nebenan einen Heilkräutergarten an. Jeweils im Sommer widmete er sich der Botanik, im Winter obduzierte, sezierte und präparierte er menschliche Körper. Der namhafte Basler Mediziner verfasste auch anatomische Lehrbücher, doch seine grosse Leidenschaft galt der Botanik. Er hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, möglichst viele Pflanzen zu katalogisieren, zu beschreiben und sie aufgrund ihrer Ähnlichkeiten systematisch zu ordnen. Sein aus dem Heilkräutergarten entstandener Botanischer Garten gilt heute als einer der ältesten der Welt.
Seit 1898 befindet er sich zwischen Spalentor und Petersplatz, direkt neben der Universität. Auf einem knappen Hektar ist die ganze grosse Welt der Pflanzen zu Hause, gedeihen Lotosblüten, Passionsblumen, Alpenrosen und Strelizien, aber auch Bananen, Kakao, Vanille und Ingwer. Gleich beim Eingang des Tropenhauses klettert eine Pfefferpflanze in die Höhe. Auch urzeitliche Farne, imposante Bäume, zarte Moose, merkwürdige Wüstenpflanzen, Farne, Epiphyten, Mangroven und Kakteen wachsen auf dem Areal –über 7500 Pflanzenarten sind es insgesamt, alle beschriftet und zugeordnet. Allein; alpine Pflanzen haben im Botanischen Garten ihre Mühe. «Ihnen sind die Basler Sommer zu heiss», erklärt Marin Müller, Leiter des Botanischen Gartens. «Und im Winter erfrieren sie, weil die schützende Schneedecke fehlt.»

Auch für Fachleute gilt: jäten und schneiden Marin Müller arbeitet seit Anfang 2025 im Botanischen Garten. Davor war er Gehölzspezialist und Obergärtner auf der Insel Mainau. In Basel kümmert er sich mit einem kleinen Team aus Fachleuten darum, dass der Botanische Garten stets perfekt aussieht und prächtig gedeiht. Wer selbst einen Garten pflegt, weiss, was das bedeutet: Jäten, jäten, jäten. Und überdies regelmässig schneiden. Viel mehr noch in tropischem Klima, wo alles in Rekordtempo wächst. «Würden wir die Pflanzen im Tropenhaus nicht regelmässig zurechtstutzen, wäre hier in Kürze alles dicht», schmunzelt Marin. Was wild und ursprünglich wirkt, ist in Wahrheit akribisch kontrolliert. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht und Belüftung sind elektronisch gesteuert. Daneben bleibt eine Vielzahl an Aufgaben, die von Hand ausgeführt werden müssen. Das Auslegen von Gurkenscheiben gegen Schnecken zum Beispiel. Oder das Bepinseln der Orchideenblätter mit einer Milch-Wasser-Mischung gegen Läuse.



Schädlinge sind auch im Botanischen Garten ein Thema. Zwar kommen neue Pflanzen immer erst in Quarantäne, doch ungewollte Gäste sind nicht zu vermeiden. Um einige von ihnen kümmern sich im Tropenhaus die Pfeif- und Pfeilgiftfrösche. «Die sind übrigens nicht giftig», betont Marin, «weil wir sie nicht mit giftigen Raupen füttern – also keine Angst! Für uns sind die Frösche wichtig, weil sie Ameisen und kleine Insekten fressen.»
«Würden wir die Pflanzen im Tropenhaus nicht regelmässig zurechtstutzen, wäre hier in Kürze alles dicht.»
MARIN MÜLLER


Biodiversität auf kleinstem Raum
Zweifellos sind es die exotischen Pflanzen mit ihren wundersamen Blüten und den enormen Blättern, die im Botanischen Garten besonders viele Blicke auf sich ziehen. Die Riesen-Seerose «Victoria», wegen der 1898 das Viktoriahaus gebaut wurde, zum Beispiel. Sie bildet Blätter mit bis zu zwei Metern Durchmesser. Oder die Titanwurz, die grösste Blume im Pflanzenreich, die sich über Monate entwickelt, dann jedoch nur wenige Stunden blüht und dabei fürchterlich nach Verwesung stinkt. Aber auch wer noch nie gesehen hat, wie gigantisch ein Mammutbaum ist oder wie die Atemwurzeln einer Sumpfzypresse aussehen, der wird im Botanischen Garten viel zu staunen haben.
Und genau das will man hier; die Menschen zum Staunen bringen, ihnen Wissen zur Biodiversität vermitteln – zum Beispiel an den öffentlichen Feierabendführungen während der Sommermonate. «Gerade in Europa ist die Artenvielfalt nicht besonders gross», erklärt Marin. «Wie viel üppiger die Vegetation in anderen Klimazonen ist, erlebt man bei uns im Botanischen Garten, wo man einmal rund um die Welt reisen kann.» Eine solche Reise bietet freilich auch Erholung: Einmal durch die Farnschlucht spaziert, durch den Urweltgarten, die feuchte Hitze des Tropenhauses oder durchs kühlere Nebelwaldhaus; schon kommt man auf andere Gedanken. Das viele Grün wirkt beruhigend, der ganze Sauerstoff entspannt. Mal wähnt man sich im Amazonas, mal in den Rocky Mountains, auf den Kanaren, im Kongobecken oder in den Anden. Unglaublich schön ist es da, wo der Pfeffer wächst, wo Kakao, Kaffee und Reis gedeihen. Viel öfter sollte man durch diesen Garten spazieren und die irre Vielfalt der Welt auf sich wirken lassen.
Botanischer Garten Spalengraben 8 botgarten.unibas.ch

Circus Monti – noch bis am 30. August auf der Rosentalanlage – circus-monti.ch

In seinem Zelt richtet ein schrulliger Wahrsager den Blick zu den Sternen und in die Herzen der Menschen – und wagt es, deren Zukunft vorherzusagen. Doch seine masslosen Ambitionen bringen alles aus dem Gleichgewicht: Akrobatische Darbietungen misslingen, artistische Choreografien zerfallen, und selbst die verblüffendsten Zaubertricks gehen schief. Die neue, poetische Show vom Circus Monti ist noch bis Ende August in Basel zu erleben.

danzSOMMeria – am Freitag, 21. August, ab 21 Uhr in der Lange Erlen – danzeria.ch
Im Pavillon vom Restaurant Park in der Lange Erlen findet in den Sommermonaten regelmässig die danzSOMMeria statt, eine Openair-Disco mit breit gefächerter Musik zum Abtanzen. Lambada unter der Kastanie und Macarena unter dem Ahorn – ist hier möglich. Sollte es einmal regnen, gibts einen gedeckten Bereich.

Floss – bis am 22. August, täglich ausser Sonntag ab 21 Uhr – floss.ch
Seit mehr als 25 Jahren wird im Sommer das Rheinufer zum Heimathafen für alle Daheimgebliebenen – dank dem Floss, das Sommer für Sommer Musikkultur nach Basel bringt. Noch bis am 22. August gibts am Kleinbasler Rheinufer jeden Abend ab 21 Uhr Musik. Ein Highlight im Basler Sommer!
Montagsführung: Nachtsafari – am Montag, 24. August, 21 bis 22 Uhr in den Merian Gärten – meriangaerten.ch
Nachts gehören die Merian Gärten den Tieren, und an diesem Montagabend bist du ihnen auf der Spur: Ein Rascheln im Gebüsch verrät vielleicht einen Dachs, Fledermäuse ziehen lautlos ihre Kreise und nachtaktive Insekten sind auf Beutezug. Naturpädagoge Nicolas Beerli zeigt dir, worauf du achten musst.

Führung: Cao Fei | Testimonies to the Near Future –am Dienstag, 25. August, von 12.30 bis 13 Uhr –kunstmuseumbasel.ch
Die chinesische Künstlerin Cao Fei hat das Kunstmuseum Basel | Gegenwart in ein Gesamtkunstwerk verwandelt. Videos, digitale Medien, Fotografie, Installationen – Cao Fei ist unbestrittene Pionierin im Erschaffen digitaler Welten. In einer kurzen Mittagsführung mit Kuratorin Stephanie Seidel erfährst du mehr über die spannende Künstlerin und ihr Schaffen.

Theaterfestival Basel – vom 25. August zum 6. September – theaterfestival.ch
Zwei Wochen voller Theater, Tanz, Performance, Stadtaktionen, Podiumsdiskussionen, Filme und Party erwarten dich am Theaterfestival Basel. Zusätzlich zum Programm gibs zahlreiche Möglichkeiten, um mit anderen ins Gespräch zu kommen, Hintergründe zu den Produktionen zu erfahren und selbst aktiv zu werden.

Kunstmarkt NerdYartist – am Samstag, 5. September, von 12 bis 21 Uhr im Wohnzimmer der Markthalle –markthallebasel.ch
Wenn dein Bankkonto nicht reicht für einen echten Paul Klee oder einen Giacometti, du dich aber dennoch gerne mit Kunst umgibst, dann wirst du vielleicht am Künstlerinnen- und Künstlermarkt NerdYartis in der Markthalle fündig. Etliche Kunstschaffende präsentieren und verkaufen hier ihre liebevoll gestalteten Produkte, Prints und handgemachte Unikate.

auto/mobil basel – vom 4. bis 6. September in der St. Jakobshalle Basel - auto-basel.ch
Wer sich für Autos interessiert, für neuste Technik und Motoren oder wer sich einfach ein wenig Inspiration holen will, kommt am ersten Septemberwochenende zur grössten Automobilmesse der Region. Über 250 Auto-Modelle von 30 Marken gibts in der St. Jakobshalle zu bestaunen. Der Eintritt ist gratis.

Wanderkonzert – am Samstag, 5. September, um 17.45 Uhr, Treffpunkt Meret Oppenheim-Platz
Zwei Stunden lang wanderst du mit Musiker Flavian Graber und Schriftsteller Guy Krneta durch die Stadt. Wohin genau, ist eine Überraschung. Sicher ist; es gibt schöne Wege, Pausen, den passenden Soundtrack, spannende Gedanken. Und ein garantiert entschleunigendes, inspirierendes Erlebnis.
Tanz: Jeremy Nedd – vom 11. bis am 13. September, jeweils um 20 Uhr in der Kaserne - kaserne-basel.ch

Der Basler Choreograf verwandelt die Reithalle in einen Ort freudvollen, getanzten Widerstands. Während in der allgemeinen Weltlage der Fortschritt harzt und Errungenes wieder infrage steht, setzt Jeremy Nedd auf das, was verbindet: zusammenkommen, sich gemeinsam bewegen. In Slidin’ thru greifen drei Performende soziale Tänze der 1970er- und 80er-Jahre aus den USA auf – und die Sounds, die sie begleitet haben.

Ein Geschenk | Kammerorchester Basel –am Donnerstag, 17. September, um 19.30 Uhr im Stadtcasino Basel – stadtcasino-basel.ch
Mozart wird nicht umsonst als Wunderkind bezeichnet –er komponierte Sinfonien und Opern im Highspeed-Tempo. Die Sinfonie Nr. 36 schrieb er in gerade mal vier Tagen. Sie und die monumentale, aber unvollendete Messe, die er seiner frischgebackenen Ehefrau schenkte, sind an diesem Konzert im Stadtcasino Basel zu erleben.

Theater: Fliegen Fögel falsch? – ab dem 18. September im Vorstadttheater Basel - vorstadttheaterbasel.ch
«Fliegen Fögel falsch?» erzählt die tragikomische Geschichte eines Kindes, das fälschlicherweise dachte, «Fögel» und «Fliegen» hätten etwas miteinander zu tun. Sie erzählt von der Entwicklung des menschlichen Gehirns, der Entstehung der Schrift und der Frage, wie wir diesem Kulturgut gegenüber behindert sein können. Und sie erzählt von Mobbing, Ausgrenzung und der eigenen Überzeugung, dumm zu sein. Eine Liebeserklärung an die Schrift, erzählt von einem Legastheniker.
Letziplunder Flohmarkt – am Samstag, 19. September, 8 bis 16 Uhr auf dem Letziplatz im St. Alban-Tal –letziplunder.com

Flohmi-Fans haben derzeit Hochsaison. Ein Highlight bildet der Letziplunder, der sich in den vergangenen Jahren mit hochstehenden Trouvaillen über die Quartiersgrenze hinaus einen Namen gemacht hat. Ob Goldschmuck, orientalische Teller, Designer-Klamotten oder antike Möbel, hier gibts einiges zu sehen und herunterzuhandeln. Zudem friedliche Stimmung und nette Gespräche –sogar fürs leibliche Wohl ist gesorgt.

The Music of QUEEN – am Samstag, 19. September, 20 Uhr im Musical Theater Basel - musical.ch
Killer Queen, Don’t Stop Me Now, Radio Gaga und natürlich Bohemian Rhapsody – an diesem Abend hörst du alle Hits der britischen Kultband Queen. Live gespielt und gesungen von versierten Musikern, am Mikrofon das Multitalent Valentin L. Findling – eigentlich Jazz-Pianist, aber eben auch geniales Freddie Mercury-Double. Hörenswert!

Sauser & Flammkuchen –am Donnerstag, 24. September, im Rhyvage – rhyvage.ch
Rechtzeitig zur Weinlese lädt das Rhyvage zu einem gemütlichen kulinarischen Abend im Zeichen von Sauser und Flammkuchen. Der Sauser, ein junger Wein aus Trauben, hat einen spritzigen Geschmack und ist der perfekte Begleiter zu den herzhaften Flammkuchen. Als alkoholfreie Variante gibt es neuen Süssen – der Herbst kann kommen!
Festival: 202 Jahre Sommercasino Basel – am Samstag, 19. September, 20 Uhr im Musical Theater Basel - musical.ch

Die bunte Villa wird 202 – das wird gefeiert. Zum Beispiel mit dem zurückkehrenden Trämli, dem legendären Club der 1990er-Jahre im Keller des Soca. Zudem gibts eine Ausstellung, welche die 202 Jahre Villa-Geschichte lebendig werden lässt, Führungen, Konzerte, Geschichten, Erinnerungen – lasst uns den Kultort gemeinsam ehren!

Formel 80: Depeche Mode Special – am Freitag, 2. Oktober, ab 21 Uhr im Sudhaus - sudhaus.ch
Wer keine Lust mehr hat, allein daheim zur Depeche Mode-Kassette in Erinnerungen zu schwelgen, kommt am 2. Oktober ins Sudhaus. Gemeinsam mit anderen kannst du hier von der ersten Liebe, dem ersten Slowdance, dem ersten Kuss träumen. Dazu gibts deinen Lieblings-Sound der Band inklusive kultiger Musikvideos – herrlich!

Johannes R. Millius: Im Abgang lebhaft – am Freitag, 2. Oktober, um 20 Uhr im Tabourettli - fauteuil.ch
Fernab von allen Klischees klingt der Walliser Johannes R. Millius nach Ferien auf der Bettmeralp und Skilager in Fiesch. Und natürlich kennt er alle Personen, die du aus dem Wallis kennst – vermutlich sogar aus familiären Gründen. Zwischen Walliser Witz und stiller Wehmut zeigt er, dass selbst der Tod im Dialekt ein bisschen wärmer klingt. Sehr sympathisch!

Konzert: Thee Sinseers – am Montag, 5. Oktober, um 21 Uhr in der Kuppel - kuppel-basel.ch
Konzert: Skupa – am Freitag, 23. Oktober, um 20 Uhr im H95 Raum für Kultur - h95.ch
Zeit für neue und gleichzeitig alte Musik: Die US-amerikanische Band Thee Sinseers kommt nach Basel und präsentiert uns ihren modern interpretierten altehrwürdigen Soul. Die 2019 gegründete Band sorgt mit satten Horns, knackigen Gitarrenriffs, wabernder Hammondorgel und starken Stimmen für Knutschmomente und Gänsehaut.

Grand Piano & Laser Show – am Samstag, 10. Oktober, um 20.30 Uhr in der Kulturkirche Paulus - kulturkirche-paulus.ch

Wie klingt es, wenn sich Balkan-Sound mit Jazz, Flamenco und Improvisationen mischt? Die Bremer Band Skupa zeigts: Im H95 stehen sie mit ihrer einzigartigen Instrumentierung auf der Bühne und verschaffen dem Publikum ein mitreissendes Konzerterlebnis.
Krimi-Dinner – am Samstag, 24. Oktober, 18.30 Uhr ab Basel Schifflände - bpg.ch
An diesem Abend steht der Flügel im Mittelpunkt – gespielt von Alice Sapega, Solistin des Global Symphony Orchestra. Hinzu kommt eine Lasershow, die mit der Pianistin zum lebendigen Organismus wird. Licht und Klang treten in einen intensiven Dialog und eröffnen eine neue Dimension des Konzerterlebnisses. Gespielt werden ikonische Werke von Hans Zimmer, Yann Tiersen, Ludovico Einaudi und weitere.

Ein Mord, ein Schiff, ein 3-Gänger: Beim Krimi-Schiff wirst du Teil einer einzigartigen Mischung aus Nervenkitzel, Kulinarik und spannender Unterhaltung. Obendrauf gibts eine atemberaubende Aussicht auf Basel und den Rhein. Definitiv ein Erlebnis der anderen Art.
Impressum
Erscheinungstermin 12./13. August 2026 Verteilung Direktverteilung über Quickmail AG und als Beilage in diversen Titeln in beiden Kantonen BS und BL Auflage 210 000 Exemplare Herausgeber StadtKonzeptBasel, Grenzacherstrasse 79, 4058 Basel – Friedrich Reinhardt Verlag, Rheinsprung 1, 4051 Basel Redaktion StadtKonzeptBasel – Janine Wagner Gestaltung Friedrich Reinhardt Verlag – Siri Dettwiler Vermarktung StadtKonzeptBasel, vermarktung@stadtkonzeptbasel.ch Titelbild StadtKonzeptBasel Copyright Der Nachdruck sämtlicher Artikel und Illustrationen und die Verwendung des Inhalts in elektronischen Medien bedürfen der ausdrücklichen Genehmigung des Herausgebers. basellive.ch












«Wonders of Medicine», die 360°-Erlebnisausstellung im Novartis Pavillon Basel























Ö nungszeiten
Ausstellung: Di – So 10.00 – 18.00 Uhr


Café: Di – Fr 8.00 – 18.00 Uhr, Sa – So 10.00 – 18.00 Uhr



